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KurzfilmeTranskript
00:20Julia, ich möchte mit dir reden.
00:23Ich weiß nicht, was wir zu besprechen haben.
00:25Marie, sag mir jetzt, was los ist.
00:27Du gehst mir aus dem Weg, du hältst dich nicht an unsere Verabredung, du behandelst mich wie eine Fremde.
00:32Habe ich irgendwas falsch gemacht?
01:18Du liebst Daniel und möchtest wieder mit ihm zusammen sein.
01:23Was? Wie kommst du denn jetzt darauf?
01:27Du hast ihm eine Nachricht geschickt. Ich habe sie gelesen.
01:31Was habe ich geschickt?
01:34Daniel, gib uns noch eine Chance.
01:37Ich liebe dich, Julia.
01:41Julia, du bist die einzige Julia, die Daniel kennt.
01:44Also muss die SMS von dir sein.
01:49Das ist völlig unmöglich.
01:55Warum belügst du mich?
01:59Ich dachte, wir sind Freundinnen.
02:21Tim?
02:24Tim?
02:25Tim?
02:31Tim, bist du da?
02:39Kolja?
02:52Na toll.
02:53Marie, warte, ich habe keine Nachricht an Daniel geschrieben.
02:56Ich weiß doch, was ich gesehen habe.
02:59Guck doch nach in meinem Postausgang.
03:03Was ist das für ein Beweis?
03:05Du hast die Nachricht bestimmt schon längst gelöscht.
03:24Daniel, gib uns noch eine Chance.
03:33Ich liebe dich, Julia.
03:36Das ist unmöglich.
03:40Das war ich nicht.
03:42Wer auch immer das geschrieben hat, ich war es nicht.
03:45Es tut mir leid, Julia.
03:47Ich brauche jetzt erst mal Zeit zum Nachdenken.
04:06Das verstehe ich nicht.
04:30Was machst du, Neil?
04:33Was ich hier mache, mit kalter Pizza auf meinen Freund warten.
04:37Das sieht man doch.
04:39Ich konnte doch nicht ahnen, dass du doch noch vorbeikommst.
04:41Ich konnte nicht ahnen, dass du gleich die ganze Nacht durchfeierst,
04:44wenn ich mal nicht da bin.
04:46Na, du hättest doch anrufen können.
04:48Ich wollte dich nicht stören.
04:51Oh, meine Lieblingspizza.
04:54Ja, verdient euch ruhig.
04:55Oh, cool.
05:02Schade, dass du nicht früher gekommen bist.
05:05Ich war noch im Kussi, ich war total lustig.
05:09Ja, genau.
05:12Schön, dass ihr so viel Spaß hattet ohne mich.
05:16Dann habt mal weiterhin viel Spaß.
05:24Was hat sie denn?
05:25Keine Ahnung.
05:26Sie ist in letzter Zeit ein bisschen komisch drauf.
05:28Was willst du jetzt machen?
05:31Mit ihr Red.
05:33Viel Glück.
05:43Na dann, guten Appetit.
05:59Marie, alles in Ordnung?
06:01Ja, ja, ich bin nur müde.
06:07Ist wirklich alles okay?
06:10Ja.
06:12Was soll denn sein?
06:15Ich hab Julia vorhin im Kursi getroffen.
06:16Sie hat mir gesagt, ihr wart verabredet
06:18und du hast die Verabredung abgesagt.
06:20Ja.
06:24Da war ich auch schon müde.
06:27Na komm schon.
06:30Mit dir ist doch irgendwas.
06:39Ich hab dir doch vorhin dein Handy gebracht.
06:41Ja.
06:43Kurz vorher kam eine Nachricht für dich.
06:45Von Julia.
06:48Von Julia?
06:50Ich hab keine Nachricht von ihr bekommen.
06:52Ich hab sie gelöscht.
06:54Du hast was?
06:56Ich weiß, das macht man nicht.
06:58Entschuldige.
07:00Warum hast du es getan?
07:04Sie liebt dich noch
07:06und möchte wieder mit ihr zusammen sein.
07:09Das hat Julia geschrieben.
07:23Nelly!
07:26Nelly, bleib mal stehen.
07:29Nelly, was ist denn los?
07:31Was denn?
07:32Kannst du mal sagen, was mit dir los ist?
07:34Ich hab...
07:35Du rennst einfach so weg?
07:37Ja, ich hab gesehen,
07:38dass ihr euch prima ohne mich amüsiert habt.
07:40Da wollte ich euch nicht den Spaß verderben.
07:41Nelly.
07:43Ich wollte den Abend mit dir verbringen,
07:45aber du hattest keine Lust.
07:50Ich hatte nicht so den Eindruck,
07:52dass du mich irgendwie vermisst.
07:53Und wie ich dich vermisst hab, Nelly.
07:58Hattest aber trotzdem eine Menge Spaß.
08:00Ja, um mich abzulenken.
08:02Ich hätte doch viel lieber Zeit mit dir verbracht.
08:07Komm.
08:09Pizza aufessen.
08:11Ich will lieber nach Hause.
08:13Sonst muss ich morgen noch mal ganz früh los
08:16und meine Sachen holen.
08:19Na dann bring ich dich nach Hause.
08:47Was für ein schöner Morgen.
08:56Danke schön.
08:59Schlecht geschlafen heute Nacht?
09:02Und warum?
09:04Weil ich glaube,
09:07dass deine Matratze zu weich ist.
09:09Ja, wenn das so ist,
09:11heute Nachmittag hole ich eine neue.
09:14Jörg, wir müssen reden.
09:16Tun wir doch gerade.
09:20Ich meine so richtig.
09:22Nur zu?
09:24Betrügst du mich?
09:28Wie bitte?
09:29Ob du mich betrügst, will ich wissen.
09:32Silke, wie kommst du denn darauf?
09:37Ich habe das hier bei dir gefunden.
09:41Ich habe dir doch schon gesagt,
09:42dass sich Julia immer noch an mich ranmacht.
09:44Sie wird es wohl hier vergessen haben.
09:45Die Haare sind braun, nicht blond!
09:48Silke, jetzt machst du dich lächerlich.
09:49Ich mache mich nicht lächerlich.
09:53Wie soll ich das denn sonst deuten?
09:54Deutest, wie du willst.
09:56Ich habe jedenfalls keine Ahnung,
09:57woher dieses blöde Haargummi kommt.
10:03Guten Morgen.
10:05Guten Morgen, Marie.
10:08Möchtest du Kaffee?
10:09Ja, gern.
10:14Deine Tasse?
10:15Ach so.
10:20Geht es dir nicht gut?
10:23Um ehrlich zu sein,
10:26ich habe letzte Nacht kein Auge zugemacht.
10:29Ist etwas passiert?
10:31Ich habe mit Daniel geredet.
10:33Über Julias Nachricht.
10:35Du hast es ihm erzählt?
10:37Ich kann Daniel doch nicht anlügen.
10:40Wenn wir uns nicht gegenseitig vertrauen,
10:42hat unsere Beziehung keine Chance.
10:44Natürlich.
10:46Wie hat er reagiert?
10:48Er war überrascht.
10:51Verwirrt.
10:53Hast du ihm gesagt,
10:54dass du die Nachricht gelöscht hast?
10:56Mhm.
10:57Und weiter?
10:58Nichts weiter.
11:00Er war müde und wollte schlafen.
11:02Wir konnten nicht darüber reden.
11:05Das ist genau, was Julia bezweckt.
11:08Misstrauen sehen,
11:09um euch langsam auseinanderzubringen.
11:12Ich habe Julia gestern Abend noch gesehen.
11:18Sie bestreitet,
11:20die SMS geschrieben zu haben.
11:22Du glaubst ihr doch nicht etwa.
11:23Ich wünschte,
11:24ich könnte ihr glauben.
11:26Mir liegt so viel an unserer Freundschaft.
11:30Marie,
11:30ich weiß,
11:31dass du das nicht hören willst.
11:32Aber Julia ist sehr geschickt darin,
11:34andere zu manipulieren.
11:36Annabelle, bitte.
11:37Das würde ich doch merken.
11:39Gut,
11:39dass du es jetzt gemerkt hast,
11:41bevor es zu spät ist.
11:43Julia,
11:44ist es nicht wert,
11:44dich als Freundin zu haben.
11:55So gute Laune heute?
11:57Mhm.
11:58Mir geht's richtig gut hier in Volkenthal.
12:01Bei Tobias.
12:04Danke.
12:04Die Arbeit mit Werner Grafenberg macht mir Spaß.
12:07Das freut mich, Mama.
12:08Ich hab das erste Mal das Gefühl in meinem Leben,
12:11dass ich irgendwo richtig angekommen bin.
12:17Und bei dir?
12:20Ach.
12:24Marie glaubt,
12:24dass ich sie hintergehe.
12:26Dass ich unsere Freundschaft ausnutze,
12:28um Daniel nahe zu sein.
12:30Und jetzt will sie nichts mehr mit dir zu tun haben?
12:32Ich weiß es nicht.
12:34Auf jeden Fall weicht sie mir aus,
12:36hält sie nicht in unsere Verabredungen
12:37und braucht erst mal Zeit zum Nachdenken.
12:40Eure Freundschaft war von Anfang an schwierig.
12:43Aber sie ist mir wichtig.
12:45Und Daniel hat damit gar nichts zu tun.
12:48Aber er wird immer zwischen euch stehen.
12:52Wahrscheinlich.
12:58Sie spürt doch ganz genau,
13:01dass du Daniels große Liebe warst.
13:03Und er deine.
13:07Vielleicht hat sie das mit dem Stipendium nur vorgeschlagen,
13:10damit du woanders studierst und Falkenthal verlässt.
13:13Nein.
13:14Das glaub ich nicht.
13:16Du.
13:17Das will ich auch nicht glauben.
13:19Ich muss jetzt in die Stadt
13:21ein paar Besorgungen machen.
13:24Ja, geh ruhig.
13:25Ich mach das hier schon.
13:28Trotzdem einen schönen Tag.
13:29Die Kopf hoch.
13:31Danke.
13:33Wie soll ich mich denn verhalten,
13:35wenn ich Daniel gleich treffe?
13:37Dieser merkwürdige SMS
13:38wird doch zwischen uns stehen.
13:40Er muss ja auch davon ausgehen,
13:41dass ich sie geschrieben habe.
13:43Klingt etwas unglaubwürdig,
13:44dass sie von meinem Telefon geschickt wurde
13:45und ich nichts davon weiß.
13:48Aber was denkt er jetzt von mir?
13:50Dass ich verrückt geworden bin?
13:54Oder vielleicht...
13:55Ach, denk nicht mehr dran.
13:58Es war ganz schön spät bei dir gestern, hm?
14:01Hab ich dich geweckt?
14:02Nein, ich war noch wach.
14:04So spät war es ja auch gar nicht.
14:07Und, warst du noch mit Tim aus?
14:09Naja, so würde ich das nicht gerade bezeichnen.
14:12Na, wie dann?
14:13Ich wollte ihn überraschen in der WG.
14:15Mit Pizza.
14:16Aber als er dann endlich zu Hause war,
14:18war die Pizza längst kalt
14:19und er hat sich prima ohne mich amüsiert.
14:22Hat sich prima amüsiert?
14:23Ja, er war aus mit Kolja.
14:26Und Charlotte.
14:28Sag mal, diese Charlotte,
14:29ist das Koljas neue Freundin?
14:32Freundin?
14:32Keine Ahnung.
14:34Die haben dann ein ganz komisches Ding am Laufen
14:35und Kolja erzählt mir kein Sterbenswörtchen.
14:40Naja,
14:41manchmal will man sein Glücklich
14:43gleich jedem auf die Nase binden.
14:45Aber Kolja ist doch mein bester Freund.
14:47Ich erzähle ihm auch immer alles.
14:49Plötzlich scheint ihm unsere Freundschaft
14:50völlig egal zu sein.
14:52Na, vielleicht muss sich Kolja erst einmal
14:53selbst über seine Gefühle klar werden,
14:55bevor er mit dir drüber reden kann.
14:57Ich finde ja,
14:58die ist überhaupt nicht sein Typ.
15:03Und das ist ja wohl allein
15:04Koljas Entscheidung, hm?
15:07Muss er deswegen gleich
15:08unsere Freundschaft wegwerfen?
15:10Das macht er doch nicht.
15:12Zeig ihm einfach,
15:13dass du für ihn da bist,
15:14wenn er dich braucht
15:15und dass du seine
15:16Situation akzeptierst.
15:21Ach, ich weiß nicht.
15:22Komm mit dieser Charlotte
15:23einfach nicht klar.
15:28Hast du überhaupt schon mal
15:29eine Chance gegeben?
15:47Silke,
15:48pass mal auf.
15:50Ich habe keine Lust
15:51auf solche Diskussionen.
15:52Wir kennen uns kaum,
15:53aber du spielst dich auf,
15:54als wären wir schon
15:55zehn Jahre verheiratet.
15:56Ich will doch nur wissen,
15:57woran ich mit dir bin.
15:58Du hast mir nicht mehr
15:59meine Frage beantwortet.
16:00Welche Frage?
16:01Ob du mich mit einer
16:02anderen Frau betrügst.
16:03Nein,
16:04ich betrüge dich nicht.
16:05Zufrieden.
16:08Es würde mir wahnsinnig wehtun,
16:09wenn du mich mit einer anderen...
16:12Ich will dich doch nicht verlieren.
16:14Du bist doch auf dem besten Weg dahin,
16:15wenn du hier die eifersüchtige
16:16Zicke spielst.
16:18Wenn du mir nicht mehr vertraust,
16:20dann hat das mit uns
16:20nämlich keinen Sinn mehr.
16:24Silke,
16:26denk mal drüber nach.
16:38Guten Morgen, Eva.
16:40Hallo, Daniel.
16:41Willst du heute gar nicht
16:42in die Manufaktur?
16:44Doch, doch, später.
16:45Ich habe nur von hier aus
16:46ein paar Telefonate geführt.
16:50Weißt du, wo Marie ist?
16:51Marie hat schon gefrühstückt.
16:53Und jetzt will sie noch
16:54einiges erledigen.
16:55Ah, gut.
17:00Stimmt fast nicht?
17:02Doch, doch.
17:03Ist alles in Ordnung.
17:07Also gut.
17:08Ich weiß nicht,
17:09wie ich mich verhalten soll,
17:11wenn ich Julia treffe.
17:13Julia?
17:14Mhm.
17:16Danke.
17:18Eva, diese Frau ist mir
17:19einfach ein Rätsel.
17:20Ich verstehe sie einfach
17:21nicht mehr.
17:21Was ist denn passiert?
17:23Habt ihr euch
17:23bei der Arbeit gestritten?
17:27Nein, das nicht.
17:29Vor wenigen Wochen
17:30erst serviert sie mich ab.
17:31Von einem Moment
17:32auf den anderen.
17:33Und jetzt will sie...
17:35Ja, was will sie jetzt?
17:37Jetzt will sie,
17:38dass ich ihr eine zweite
17:39Chance gebe.
17:40Dass wir wieder zusammenkommen.
17:42Hat sie dir das gesagt?
17:44Nein, nicht direkt.
17:47Sie hat mir eine SMS geschickt.
17:50Und Marie hat diese SMS
17:52zufällig gelesen
17:53und sie dann gelöscht,
17:53damit ich sie nicht finde.
17:55Marie hat dir das erzählt.
17:57Ja.
17:58Ich weiß nicht,
17:58was ich davon halten soll.
18:00Ja.
18:01Also das ist schon
18:02sehr merkwürdig,
18:03dass Julia dir so eine SMS
18:05schickt,
18:06nach all dem,
18:06was passiert ist.
18:09Einfach so?
18:10Das finde ich eben auch.
18:13Du musst mit ihr reden.
18:17Bist du sicher?
18:18Was soll ich ihr denn sagen?
18:21Was ist,
18:21wenn sie es wirklich so meint?
18:24Daniel,
18:26du musst wissen,
18:26was dein Herz will.
18:28Und wenn du dir
18:29deiner Gefühle sicher bist,
18:31dann weißt du auch,
18:32was du zu tun hast.
18:44Riechen die Blumen gut.
18:46Schon lange her,
18:47dass ich dir Blumen
18:48auf dem Feld gepflückt habe.
18:49Oder vom Nachbarn geklaut hast.
18:51Oh,
18:53bestimmt.
18:54Das war ganz schön gefährlich damals,
18:56wegen dem Rottweiler,
18:57den sie da hatten.
18:58Du hast ganz schön viel riskiert.
19:00Für ein paar Blumen.
19:05Also für dich hätte ich
19:06alles riskiert.
19:08Das weiß ich.
19:11Am liebsten würde ich
19:11den ganzen Tag
19:12noch mit dir verbringen.
19:14Aber die Pflicht ruft.
19:15Die Grafenbergs
19:16warten auf ihren Chauffeur.
19:17Tja.
19:24Lieber nicht hier,
19:25wenn die Kinder uns sehen.
19:27Na ja,
19:28hast du ja recht.
19:29Bevor sie uns
19:30auf frische Tat ertappen,
19:31sollten wir sie ihnen
19:32zumindest vorgesagt haben.
19:35Damit sollten wir
19:36aber vielleicht noch
19:37ein bisschen warten.
19:38Ja, ja.
19:39Wäre jetzt wohl noch
19:39ein bisschen früh, ne?
19:44Was hältst du davon,
19:45wenn wir heute Abend
19:46zusammen ins Kino gehen?
19:48Nur wir zwei.
19:49Nur wir zwei.
19:50dann haben wir sozusagen
19:52ein Rendezvous?
19:54Sozusagen.
20:04Also ich würde
20:05vorgeschlagen,
20:06dass wir die Zeichnungen
20:06mit satten Farben
20:08kolorieren.
20:09Was meinen Sie?
20:11Frau Schilling?
20:13Entschuldigung,
20:14wie bitte?
20:15Alles in Ordnung?
20:16Ja.
20:17Ich habe vorgeschlagen,
20:18dass wir kräftige Farben benutzen,
20:19um die Entwürfe zu kolorieren.
20:21Ja.
20:21Ich würde ähnliche Farben
20:23verwenden,
20:23wie bei den...
20:27lassen Sie mal die Entwürfe.
20:33Erzählen Sie mir mal,
20:34was mit Ihnen los ist.
20:36Ich bin mir nicht sicher,
20:37ob es richtig ist,
20:37dass ich hier arbeite.
20:43Sie sind eine hervorragende
20:45Designerin.
20:46Sie haben hier die Möglichkeiten,
20:48Ihr Talent und Ihre Kreativität
20:50auszuleben
20:51und weiterzuentwickeln.
20:53Das hier ist genau
20:54der richtige Platz für Sie.
20:56Das sehen aber leider
20:57nicht alle so.
20:59Hat meine Schwägerin
21:00wieder die Krallen ausgefahren?
21:01Was hat sie denn
21:01diesmal angestellt?
21:03Ich weiß es nicht.
21:04Ich weiß es nicht genau.
21:05Aber?
21:06Herr Grafenberg,
21:07es ist doch völlig offensichtlich,
21:08dass sie mich nicht
21:09in der Nähe Ihres Sohnes
21:09haben will.
21:10Sie setzt alles daran,
21:11ein normales Verhältnis
21:12zwischen Daniel und mir
21:13zu sabotieren.
21:16Fangen Sie an zu kämpfen.
21:18Lassen Sie sich
21:19nicht alles gefallen.
21:20Ich habe auch
21:21meine Auseinandersetzung
21:22mit Annabelle seit Jahren.
21:24Irgendwann macht es sogar
21:25Spaß.
21:27Ich sehe es als
21:27sportliche Herausforderung.
21:29Lügen, Intrigen
21:30und anderen Leuten wehtun,
21:31das mag in Ihrer Familie
21:32als Sport gelten.
21:33Mich wider das einfach an.
21:38Es täte mir leid,
21:39wenn Sie sich
21:39von Annabelles Verhalten
21:41einschränken ließen.
21:45Ich schätze
21:45Sie und Ihre Arbeit.
21:48Und Daniel
21:49tut das auch.
21:52Haben Sie mit Daniel
21:53schon mal drüber gesprochen?
21:55Dann tun Sie es.
21:56So schnell wie möglich.
21:58Über die Zeichnung
21:59sprechen wir nachher.
22:10So ein freier Vormittag
22:11ist eigentlich das Beste.
22:12Deswegen liebe ich
22:13die Berufsschule so,
22:14weil da ab und zu
22:14mal ein paar Stunden
22:15ausfallen.
22:16In der Manufaktur
22:16passiert das nie.
22:18In der Wurstfabrik
22:19müssen wir schuften
22:20wie blöde.
22:21Also mir gefällt es.
22:22Meistens jedenfalls.
22:24Ich finde es klasse,
22:24sein eigenes Geld
22:25zu verdienen.
22:26Es ist auf jeden Fall besser,
22:28als im Internat zu hocken
22:29und die Integralrechnung
22:30zu pauken.
22:33Vielleicht wäre das ja
22:34auch was für mich.
22:34Die Ausbildung dauert
22:35drei Jahre.
22:37Nein, ich habe Zeit.
22:38Und Geduld?
22:39Klar.
22:40Wenn ich Lust habe.
22:42Ich hätte einfach mal Lust,
22:43was Neues auszuprobieren.
22:46Vielleicht sollte ich mal
22:47mit Lilly reden.
22:48Die macht doch eine Lehre
22:48als Porzellanmalerin, oder?
22:50Mhm.
22:52Und was muss man da
22:52alles so machen?
22:53Also in den ersten Wochen
22:54lernt man das Arbeiten
22:55mit Farben, Pinseln,
22:56Spachteln, Tepetin, Dicköl.
22:58Du musst viel malen
22:59und zeichnen.
23:01Ja, aber du musst
23:02ein ruhiges Händchen haben.
23:03Ein kleiner Fehler
23:03und das Stück ist ruiniert.
23:05Was hat denn hier alles drauf?
23:07Ja, sie ist schon
23:08ziemlich gut.
23:10Von ihr kann man
23:11bestimmt eine Menge lernen.
23:13Wir werden uns
23:13sicherlich gut verstehen.
23:23Missverdammter.
23:26Zilke,
23:27kommst du mal?
23:29Ja.
23:36Hier.
23:38Dein Lieblingsgetränk.
23:40Danke.
23:46Jörg.
23:47Hat er dir wehgetan?
23:51Ich bin an einem schuld.
23:54Was ist denn passiert?
23:57Ich habe ein Haargummi gefunden
23:59in seiner Wohnung
24:00und
24:02ich habe ihn verdächtigt,
24:04dass
24:04er mich betrogen hat.
24:06Und hat er?
24:09Er sagt,
24:11er kann nicht mit mir
24:12zusammen sein,
24:13wenn ich ihm nicht vertraue.
24:15Hat er Schluss gemacht?
24:18Das heißt,
24:21er hat ja völlig recht.
24:23Ja?
24:23Ich muss ihm
24:24einfach vertrauen.
24:25Und ich bin nämlich
24:27wie so eine
24:28eifersüchtige Zicke.
24:31und
24:31ja,
24:32aber verstehst du,
24:33ich konnte den Gedanken
24:34einfach nicht ertragen,
24:35dass er mit einer anderen
24:36mit
24:37ich
24:38musste ihn einfach fragen.
24:40Also ich finde,
24:41du hast vollkommen
24:42richtig gehandelt
24:42und du bist auch
24:44keine Zicke.
24:46Findest du?
24:47Ja.
24:48Aber was ist,
24:49wenn er sich jetzt trennt?
24:50Ach,
24:51das macht er bestimmt nicht.
24:54Hör mal,
24:54red doch einfach
24:54nochmal mit ihm.
24:55Ganz in Ruhe.
24:58Das sagst du?
24:59Du konntest ihn
25:00doch noch nie leiden.
25:02Mir ist wichtig,
25:03dass es dir gut geht.
25:05Und wenn es sein muss,
25:06dann auch mit diesem Jörg.
25:09Du bist ein richtig
25:10guter Freund.
25:13Du hast recht.
25:15Red nochmal mit ihm.
25:17Ganz in Ruhe.
25:19Ja,
25:19das ist eine gute Idee.
25:20Und du bleibst ganz entspannt.
25:23Ich werde ihn einfach
25:24davon überzeugen,
25:25dass ich eine ganz tolle
25:26Frau bin.
25:27Und dann kann er
25:28sich gar nicht mehr trennen.
25:29Na bitte.
25:30Ist doch ein guter Plan.
25:32Ja.
25:36Nein,
25:37nicht schon wieder.
25:40Silke,
25:41was?
25:42Patricia?
25:43Du hast wohl
25:44mit jemand anderem gerechnet.
25:46Eher befürchtet.
25:47Dann bin ich ja beruhigt.
25:49Ich, äh,
25:50wollte gerade gehen.
25:51Die fünf Minuten
25:52wirst du wohl
25:52für mich übrig haben.
25:56Was gibt es denn?
25:57Ich habe keine Lust,
25:59meine Hände länger
26:00in den Schoß zu legen
26:00und zuzusehen,
26:01wie Julia meinen Job macht
26:02und mir meine Mutter
26:03in den Rücken fällt.
26:05Wenn die Zeit kommt,
26:06werden wir schon aktiv werden.
26:07Wenn die Zeit kommt.
26:09Das dauert mir zu lange.
26:10Das Tempo bestimme ich.
26:13Wir werden keine
26:13über alten Aktionen starten,
26:15die uns schaden.
26:15Aber wie lange
26:16sollen wir denn noch warten?
26:19Zuerst wird deine Mutter
26:20selbst dafür sorgen,
26:20dass Julia
26:21aus der Manufaktur
26:21verschwindet.
26:22Und dann erst
26:23kümmern wir uns
26:24um deine Mutter.
26:25Und ich sitze
26:26so lange zu Hause
26:27und langweile mich.
26:28Das ist dein Problem.
26:29Sieh zu,
26:29dass du ein Auge
26:30auf sie hast.
26:30Wie denn?
26:31Wenn sie den ganzen Tag
26:32in der Firma ist?
26:34Na schön,
26:35wenn dir langweilig ist,
26:36dann geh shoppen.
26:41Ich wüsste da ja
26:42was Besseres.
26:44Patricia,
26:45jetzt nicht.
26:45Ich muss arbeiten.
26:47Und ich bin nicht
26:48an Pausenklauen.
26:54Dann gehe ich eben
26:55shoppen.
27:06Herein.
27:11Ah, Frau Schilling.
27:13Haben Sie wieder mal
27:14eine Frage
27:14oder schaffen Sie
27:15Ihre Arbeit heute auch allein?
27:19Hören Sie damit auf,
27:20Frau Grafenberg.
27:24Ich glaube,
27:25Sie verwechseln da was.
27:26Sie sind meine Angestellte.
27:28Wenn hier jemand
27:29Anweisungen gibt,
27:30dann ich.
27:32Im Übrigen
27:33habe ich keine Ahnung,
27:33wovon Sie reden.
27:34Das wissen Sie sehr genau.
27:38Hören Sie damit auf,
27:39mir das Arbeiten
27:40hier unmöglich zu machen.
27:41Ja, natürlich.
27:43War das alles?
27:44Nein, das war nicht alles.
27:46Ich versuche hier
27:46einen guten Job zu machen.
27:48Und das kommt
27:48der ganzen Manufaktur
27:50zugute.
27:52Sie sind ganz schön
27:53von sich eingenommen.
27:55Ansonsten hätte mich
27:56Friederik Grafenberg
27:57wohl auch nicht eingestellt.
28:00Leiden Sie sich
28:00darauf mal bloß nichts ein.
28:02Wenn ich Ihnen
28:03einen guten Rat
28:04geben darf,
28:05dann nehmen Sie
28:06Ihre sieben Sachen
28:07und verschwinden von hier.
28:08Sie haben schon
28:09genug Schaden angerichtet.
28:11Wie viele Menschen
28:12wollen Sie eigentlich
28:13noch verletzen
28:13mit Ihren Lügen
28:14und Intrigen?
28:16Nehmen Sie Ihren Mund
28:16mal bloß nicht zu voll.
28:17Ich bin mir sicher,
28:18dass Sie es waren,
28:19die die SMS an Daniel
28:20geschickt hat.
28:22Ach ja?
28:23Haben Sie dafür
28:24auch Beweise?
28:26Wenn Sie mich treffen
28:27und verletzen wollen,
28:28bitte schön.
28:29Davon kann ich Sie
28:29nicht abhalten.
28:30Aber hören Sie auf,
28:31andere damit reinzuziehen.
28:33Wissen Sie eigentlich,
28:34wie sehr Sie Marie
28:35damit wehgetan haben?
28:37Ich hab's zu tun.
28:54mein Lieblings-Schokoriegel.
28:57Ich weiß.
28:58Danke.
29:00Magst du?
29:02Gerne.
29:03Danke.
29:05Ich hab in den letzten Tagen
29:06ein paar Entwürfe
29:07fertig gemacht.
29:08Vielleicht schaust du
29:09sie dir mal an?
29:10Na klar.
29:11Und sagst mir,
29:12was du davon hältst.
29:13Meine ehrliche Meinung?
29:15Naja, also,
29:15wenn sie dir nicht
29:16gefallen sollten,
29:16kannst du es ja
29:17diplomatisch sagen.
29:22Hast du vielleicht Lust,
29:23mit mir mal wieder
29:23ins Kino zu gehen?
29:25Total gerne.
29:26Wann denn?
29:28Ja, ich dachte mir mal...
29:29Charlotte!
29:31Ich wollte mal
29:32vorbeischauen.
29:34Schön habt ihr's hier.
29:38Hi, Charlotte.
29:39Hey.
29:40Ich bemale gerade
29:41die Tassen hier.
29:42Ich muss diesen Entwurf
29:44darauf kopieren.
29:45Siehst du?
29:47Kolja hat recht.
29:49Du bist wirklich
29:50eine super Porzellanmalerin.
29:55Es muss wirklich
29:56Spaß machen,
29:56hier zu arbeiten.
29:58Wenn du willst,
29:59dann zeige ich dir
30:00die Formerei.
30:01Dann kannst du sehen,
30:01wo die Rohlinge entstehen.
30:04Du, das ist lieb von dir,
30:04aber Tim hat mir
30:05schon gerade alles gezeigt.
30:06Tim?
30:07Ja, der hat mich
30:08überall rumgeführt.
30:09Es war wirklich interessant.
30:12So.
30:13Und wisst ihr was?
30:15Ich habe mich entschieden,
30:16hier ein Praktikum zu machen.
30:18Also nicht hier bei euch,
30:20sondern bei Tim
30:21in der Formerei.
30:26Hier ist die Anfrage
30:28des Golfclubs,
30:29über den wir gesprochen haben.
30:30Wir sollten bis nächste Woche
30:32ein Komplettangebot erstellen.
30:34Ich schlage vor...
30:35Ich habe Julia Schilling
30:36als feste Designerin engagiert.
30:39Ja und?
30:40Ich gehe davon aus,
30:41dass du meine Entscheidung
30:42akzeptierst.
30:43Warum sollte ich
30:44das nicht tun?
30:45Ich habe das Gefühl,
30:46dass sich Frau Schilling
30:47momentan nicht wirklich
30:48wohlfühlt bei uns.
30:50das arme Mädchen.
30:51Ist sie zu dir gerannt
30:52und hat sich beschwert?
30:55Ich würde es mal so sagen,
30:56ich habe es
30:57zwischen den Zeilen
30:57lesen müssen.
30:59Um ehrlich zu sein,
31:01mir ist diese Schilling
31:02völlig egal.
31:04Das sollte sie aber nicht.
31:05Sie ist momentan
31:06unsere beste Designerin.
31:07In erster Linie
31:08ist sie eine blutige Anfängerin
31:10ohne Studienabschluss.
31:12Ihre Entwürfe
31:13sind preisgekrönt.
31:14Anfängerglück.
31:16Egal wie du es nennst,
31:18eins steht fest.
31:19Frau Schilling
31:20wird bei uns arbeiten.
31:21Und je früher
31:22du dich an diesen Gedanken
31:22gewöhnst,
31:23umso besser.
31:24Schön.
31:25Können wir jetzt mal
31:25über etwas Wichtiges reden?
31:27Das haben wir doch gerade.
31:28Und was ist mit dem Golfclub?
31:31Schauen die Unterlagen.
31:37Du freust dich,
31:38dass Charlotte
31:39in der Formerei anfängt, oder?
31:40Klar, warum nicht?
31:43Dir ist aber schon klar,
31:44dass sie dann ziemlich eng
31:45mit Tim zusammenarbeiten wird.
31:47Sie verstehen sich doch gut, oder?
31:50Ja, eben.
31:51Vielleicht verstehen sie sich
31:52dann noch besser.
31:58Lilly,
31:59du bist doch nicht etwa
32:00eifersüchtig auf Charlotte.
32:02Nein,
32:03ich glaube nur,
32:03dass sie ein Auge
32:04auf Tim geworfen hat.
32:05Das wäre mir doch
32:06bestimmt auch gefallen.
32:08Sag mal,
32:09stört es dich gar nicht,
32:09dass deine Freundin
32:10mit Tim zusammenarbeitet?
32:12Also erstens ist Charlotte
32:13gar nicht meine Freundin.
32:14Und zweitens ist Tim
32:15doch dein Freund,
32:16wenn ich mich nicht irre.
32:18Ja, eben.
32:20Oder vertraust du ihm etwa nicht?
32:23Doch.
32:24Das ist nur,
32:25die verstehen sich so gut.
32:28Tim liebt dich,
32:29das müsste dir doch klar sein.
32:31Ich verstehe nicht,
32:32wie du so cool bleiben kannst.
32:33Du magst doch Charlotte.
32:34Klar mag ich Charlotte.
32:36Und deswegen kann ich ihr nicht vorschreiben,
32:37was sie zu tun und zu lassen hat.
32:38Sie kann überall andere Jungs kennenlernen.
32:47Yes, of course.
32:48You're welcome.
32:48Goodbye.
32:50Herein.
32:52Früher konnte ich leider nicht.
32:54Kein Problem.
32:55Kim, bitte setz dich.
33:02Daniel.
33:03Daniel, ich...
33:06Warum hast du das getan?
33:09Was sollte das?
33:10Du meinst die SMS?
33:13Ich weiß nicht,
33:14was ich davon halten soll.
33:16Was erwartest du von mir?
33:17Daniel,
33:18ich habe diese SMS
33:19nicht geschrieben.
33:21Ich weiß,
33:22es klingt jetzt
33:22wie eine schlechte Ausrede,
33:23aber ich war es wirklich nicht.
33:25Aber wenn du es nicht warst,
33:26wer dann?
33:30Hat Marie gelogen?
33:31Nein,
33:32hat sie nicht.
33:33Ich kann es mir auch nicht erklären.
33:36Aber ich würde dir doch
33:37sowas nicht
33:38per SMS sagen.
33:42Ich weiß wirklich nicht,
33:43wer so etwas tun sollte.
33:45Ich auch nicht.
33:47Vielleicht
33:51war es ja ein schlechter Scherz.
33:54Ja, genau.
33:57Ein ziemlich schlechter Scherz.
34:00Ja, dann
34:01hätten wir das ja geklärt.
34:03Ja.
34:20Hallo, Jörg.
34:22Deine Post.
34:23Danke.
34:26Und?
34:27Alles klar bei dir?
34:29Ja.
34:30Und bei dir?
34:32Alles wunderbar.
34:33Schön.
34:36Ich muss los.
34:37Falls jemand fragt,
34:38ich bin aus dem Haus.
34:39für zwei Stunden.
34:40Okay.
34:43Wohin gehst du denn?
34:50Du willst wissen,
34:51wohin ich gehe?
34:52Ähm,
34:53ja,
34:53ist ja auch nicht so wichtig.
34:54Ich meine...
34:55Silke,
34:56so geht das nicht weiter.
34:58Äh,
34:59was denn?
34:59Das mit uns.
35:01Äh,
35:02wie meinst du das?
35:03Du klar machst.
35:04Du willst mich überwachen.
35:06Ist immer leid,
35:07darauf habe ich keine Lust.
35:09es ist besser,
35:10wenn es jeder
35:11wieder seiner eigenen Wege geht.
35:15Was hätte ich dir geglaubt?
35:17Das ist kein Scherz.
35:20Kein,
35:21kein Scherz?
35:22Nein.
35:25Du,
35:26du willst
35:27Schluss machen?
35:29Ich habe gerade
35:30Schluss gemacht.
35:31Aber das,
35:33das kannst du doch nicht machen.
35:34Wir gehören doch zusammen.
35:37Glaub mir.
35:39So ist es am besten.
35:42Für uns beide.
36:10drinne,
36:10ja.
36:17Und?
36:21Was und?
36:23Hast du mit Julia geredet?
36:25Ja, hab ich.
36:26Und, was sagt sie?
36:28Sie sagt, dass sie die SMS nicht geschickt hat.
36:31Ach, wirklich?
36:32Und sie scheint es ernst zu meinen.
36:35Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
36:38Ja, aber wer sollte sonst?
36:39Keine Ahnung.
36:41Wahrscheinlich war es doch nur ein schlechter Scherz.
36:43Na, aber ganz schön zufällig.
36:46Das stimmt.
36:48Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass Julia es nicht war.
36:51Und das ist das Wichtigste.
36:53Bist du jetzt enttäuscht?
36:57Ah, da bist du ja.
36:59Hallo.
37:05Was hältst du davon,
37:06wenn wir heute Abend
37:08nur wir beide allein
37:09einen richtig schön gemütlichen Abend machen?
37:13Nichts lieber als das.
37:15Das kann er doch nicht machen.
37:16Er macht einfach so Schluss.
37:18Schluss.
37:21Ich fürchte, das kann er doch.
37:23Vielleicht ist es ja auch besser so.
37:24Nein, wir gehören zusammen.
37:27Silke, was ist denn passiert?
37:30Jörg.
37:33Das tut mir leid.
37:35Spar dir dein Mitleid.
37:36Jetzt hast du ihn wenigstens für dich alleine.
37:42Jörg hat mit dir Schluss gemacht.
37:45Und sie glaubt immer noch, dass ich was mit ihm hätte.
37:49Ehrlich gesagt wäre ich ganz froh, wenn die beiden nicht mehr zusammen sind.
37:51Jörg ist so ein mieser Typ.
37:54Warum sagst du das?
37:57Ich würde ihr so gerne helfen.
37:59Aber solange sie mich als Konkurrentin sieht...
38:02Ich werde mich um sie kümmern.
38:04Ich werde sie heute Nacht ins Kosi einladen
38:06und dann kommt sie bestimmt auf andere Gedanken.
38:10Ich scheine irgendwie kein so glückliches Händchen mit Freundinnen zu haben.
38:14Jetzt hör aber auf.
38:15Das wird schon wieder. Gib nicht auf.
38:31Schön, dich mal wieder zu sehen.
38:33Klar, wir sehen uns ja jeden Tag.
38:38Wenn du schon die ganze Nacht unterwegs bist, könntest du mir wenigstens vorher Bescheid sagen.
38:42Früher hat es dich doch auch nicht interessiert, wo ich war.
38:46Ja.
38:47Aber jetzt wohnen wir wieder unter einem Dach.
38:54Übrigens.
38:55Ich fange in der Porzellanmanufaktur an.
39:00Bei Falkenthal Porzellan?
39:02Mhm.
39:03Und als was?
39:05Ich mache ein Praktikum in der Formerei.
39:08Ich habe mich heute schon rumführen lassen, mir alles angeguckt.
39:11Super.
39:12Aha.
39:14Das ist, äh, überraschend.
39:19Und was ist mit dem Internat? Wann machst du deinen Abschluss?
39:22Ich dachte, du freust dich, dass ich nicht länger rumhänge.
39:25Ja, das tue ich auch.
39:28Wann fängst du denn an?
39:30Morgen.
39:31Das ist auch erstmal für sechs Wochen.
39:34Danach kann ich ja immer noch sehen, ob ich die Schule zu Ende mache oder doch lieber eine Ausbildung.
39:38Du hast recht.
39:40Das klingt eigentlich ganz gut.
39:44Wie wäre es denn dann mit einer Belohnung?
39:48Woran hatte Madame denn gedacht?
39:50Ach. Madame bräuchte dringend neue Klamotten.
39:56Daniel?
39:58Setz dich doch einen Moment zu mir.
40:00Tut mir leid, Mutter. Ich habe keine Zeit.
40:01Ich habe zu arbeiten.
40:03Für deine Mutter wirst du doch fünf Minuten übrig haben.
40:07Na gut.
40:09Ich habe gehört, Julia Schilling macht dir wieder Avancen?
40:13Hat sich das also auch schon herumgesprochen, ja?
40:16Sie denkt wohl jetzt, da sie in der Manufaktur arbeitet, kann sie sich wieder an dich ranmachen.
40:22Was sie sich bei dieser lächerlichen SMS wohl gedacht hat.
40:26Sie hat mir gesagt, dass sie sie nicht geschrieben hat.
40:29Ach, sie bestreitet es auch noch.
40:31Ja.
40:32Aber weißt du was, das spielt keine Rolle.
40:35Ich bin jetzt mit Marie zusammen.
40:37Das ist das Wichtigste.
40:39Natürlich.
40:39Du hast vollkommen recht.
40:42Ach, Patricia, komm doch zu uns.
40:47Was?
40:48Was soll das werden?
40:50Ein kuscheliger Familiennachmittag?
40:52Nee, danke.
40:57Ich gehe dann auch mal.
40:59Natürlich.
41:15Marie!
41:19Julia.
41:22Was willst du denn noch?
41:23Mit dir reden.
41:25Ich habe jetzt keine Zeit.
41:27Es wird nicht lange dauern, Marie.
41:31Ich habe längst akzeptiert, dass Daniel und du ein Paar seid.
41:34Ich würde mich nie zwischen euch drängen.
41:38Ich weiß nicht, ob ich dir noch glauben kann.
41:42Vertrau mir, Marie.
41:43Ich bin deine Freundin.
41:44Ich würde dich nie anlügen.
41:49Marie?
41:57Ich glaube nicht mehr, dass man befreundet sein kann, wenn man den gleichen Mann liebt.
42:01Marie, du hast das Richtige getan.
42:03Du musst jetzt nach vorne schauen.
42:05Denk an dich und Daniel.
42:06Du spielst Mutter und vor allem Marie vor, dass du Julia nicht mehr liebst.
42:09Und dabei wissen wir doch beide, dass kein Tag vergeht, an dem du nicht an sie denkst.
42:14Was wollen Sie eigentlich, Frau Ravenberg?
42:16Ich möchte Ihnen nur zur Festanstellung gratulieren.
42:19Genießen Sie die Zeit, die Ihnen noch bleibt.
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