- vor 2 Tagen
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00:24Love Is Enough
00:30Love Is Enough
01:02Hallo
01:04Was ist denn passiert?
01:05Ausgerutscht bin ich auf dem Biomarkt hier gleich um die Ecke
01:08Da geht meine Frau auch um Einkauf
01:11Kennen wir uns nicht?
01:12Ja, irgendwie kommen sie mir auch bekannt vor
01:14Aber im Moment
01:17Danke
01:17Ja, gern geschehen
01:22Könntest du bitte meine Frau
01:23Ja, mach ich
01:24Aber brauche ich einen Rollstuhl? Ich brauche doch keinen Rollstuhl
01:27Setz dich besser mal rein, ist doch einfacher
01:32Dr. Stein
01:34Oh, hallo Herr Professor
01:36Jetzt bringen Sie uns schon höchstpersönlich die Patienten
01:38Soll Frau Marquardt aber freuen
01:40Nein, das ist Frau
01:41Meine Mutter
01:42Vera Kleinschmidt
01:44Sie ist gestĂŒrzt, sie hat starke Schmerzen im Ellenbogen
01:46Könnten Sie sich daran kĂŒmmern?
01:50Gut
01:51Ich schau mir das mal an
01:52Danke, Stein
01:54Vielen Dank
02:01Was ist das fĂŒr eine wichtige Mail?
02:03Hat was mit der Arbeit zu tun
02:05Aha
02:06Was willst du nicht wissen, glaube ich
02:11Hey
02:12Als deine Verlobte bin ich verpflichtet, dir die Wahrheit zu sagen
02:17Du arbeitest zu viel, Schatz
02:20Ja, aber Moritz braucht mich und meine Arbeit muss ich trotzdem machen
02:23Wie wÀre es, wenn du deine Arbeit mal ein bisschen vernachlÀssigst
02:26Solange bis dein Sohn wieder gesund ist?
02:28Das ist nicht so einfach
02:29Stell dir mal vor, jetzt wĂŒrdest du doch zwischen MĂŒnchen und Leipzig pendeln
02:33Dann wĂŒrden wir das auch hinkriegen
02:34Na komm schon
02:40Eine Olekanon-Fraktur
02:42Frau Kleinschmidt, Sie haben sich den Ellenbogen gebrochen
02:45Das mĂŒssen wir leider operieren
02:47Wann haben Sie denn das letzte Mal getrunken oder gegessen?
02:50Wir haben heute Morgen zusammen gefrĂŒhstĂŒckt
02:52So gegen halb acht
02:54Meine Mutter ist seit zehn Jahren Diabetikerin
02:57Typ zwei
02:58Hier ist der Ausweis und die Medikation
03:01Danke
03:03Was wird denn jetzt mit dem Logo?
03:05Ich bin Grafikerin
03:06So werde ich doch nicht zeichnen können
03:08Wird ich denn ĂŒberhaupt nochmal zeichnen können?
03:09So eine Operation ist doch keine Kleinigkeit
03:11Mama
03:12Das ist heutzutage Routine
03:14Ihr Sonnt hat recht
03:15Wir können das sogar mit einer ambulanten BetÀubung machen
03:19Nee, nee, nee, nee
03:20Ich möchte davon nichts mitbekommen
03:22Bitte, wenn es geht
03:23Das können Sie dann alles mit der AnÀsthesistin besprechen
03:26Wir nehmen Sie jetzt erstmal stationÀr auf
03:28Und werden alles fĂŒr die Operation vorbereiten
03:30Ich nehme an, wir sehen uns gegen Mittag im OP
03:32Heute?
03:33Nee, das geht mir zu schnell
03:35Frau Kleinschmidt, so ein Bruch sollte man zeitnah operieren
03:39Hat recht, Mama
03:43Nachschub
03:44Ich lege die Zeitung hier zu
03:45Ich komme sowieso nicht zum Lesen
03:48Hallo
03:51Hi
03:54Siehst du was?
03:55Ihr habt gesagt, dass ich selbst entscheiden darf, wo ich wohnen will
03:57Und jetzt?
03:58Ja, und ich bin mir nicht mehr sicher, ob diese Entscheidung richtig war
04:00Ja, weil dir meine Meinung nicht passt
04:02Nein, darum geht es nicht
04:03Es geht um die GrĂŒnde fĂŒr deine Entscheidung
04:05Die sind nicht gut
04:06Kann mir mal jemand sagen, ob es hier ĂŒberhaupt geht?
04:11Naja, ich wĂŒrde gern hier in Leipzig bleiben
04:12Und jetzt hat Mama plötzlich was dagegen
04:14Es geht um dieses MĂ€dchen
04:16Diese Anka
04:17Sie ist jetzt mit einem Freund von Moritz zusammen
04:19Und deswegen will er nicht mehr zurĂŒck nach Hause
04:20Meinen besten Freund
04:21Du hast doch viele Freunde
04:23Ja, und die hielten mich immer fĂŒr einen coolen Typen
04:25Jetzt bin ich aber nur noch die arme Sau, die ans Bett gefesselt ist
04:31Ein Neuanfang muss nicht schlecht sein
04:38Ja, red ruhig weiter
04:39Mich interessiert das
04:42Ich meine
04:44Viele Patienten orientieren sich nach schwerer Krankheit neu
04:48Manchmal
04:50Ist das weniger schmerzlich
04:51Sie sagen, dass, was praktisch fĂŒr Sie ist
04:53Dein Vater muss dann nicht pendeln
04:55Von Leipzig nach MĂŒnchen
04:56Maria, das ist unsachlich
04:57Das gleiche könnte ich dir vorwerfen
04:58NatĂŒrlich freuen wir uns, wenn Moritz in Leipzig ist
05:01Aber darum geht es doch gar nicht
05:03Findest du die GrĂŒnde fĂŒr seine Entscheidung dann richtig?
05:05Ich bin gerade erst zur TĂŒr reingekommen
05:06Ich muss mir erst mal meine Gedanken machen
05:08Und warum ergreifst du dann gleich Partei?
05:11Könnt ihr bitte aufhören zu streiten?
05:13Ich muss sowieso los
05:14Ah ja
05:17Das SĂŒdstadtkrankenhaus hat seine urologische Abteilung geschlossen
05:24Das heiĂt
05:25Es kommen immer mehr Patienten mit urologischen Beschwerden in die Sachsenklinik
05:31Nierenkoliken
05:32Nierensteine vor allem
05:34Wir haben nicht die BettenkapazitÀt
05:36Also weichen wir in andere Abteilungen aus
05:38Der Verwaltungsaufwand ist hoch
05:41Ich muss um eine kurze Pause bitten
05:43Ist sie nicht gut?
05:45Um mich geht es nicht
05:53Bitte mehr am Haken ziehen
05:57Hast du die Bewerbungen fĂŒr die Herzchirurgie gelesen?
06:00Es waren ja nur drei
06:02Niemand dabei, oder?
06:04Ich hoffe, du ersparst uns die BewerbungsgesprÀche
06:08Vielleicht waren unsere Anforderungen zu hoch
06:12Warum hat sich eigentlich nicht Maria Weber beworben?
06:15Dr. Maria Weber?
06:17Sie hat doch gerade ihren Facharzt gemacht
06:19Sie wĂŒrde gut zu uns passen
06:21Ich weiĂ nicht, ob ich die hier haben will
06:23Sie war Doktorandin von Professor Heinlein in MĂŒnchen
06:26Höchstpersönlich
06:27Bestnote fĂŒr die Doktorarbeit
06:29Eine gute Doktorarbeit sagt noch nichts
06:31Ăber die Qualifikation als Chirurgin aus
06:33Ich habe gehört, sie soll sehr gut sein
06:38Moritz will ja lieber in Leipzig bleiben
06:41Wenn sie hierher kĂ€me, wĂŒrde ihr das eine Menge Fahrerei ersparen
06:44Ja, dann red doch mal mit ihr
06:48Sie wird arrhythmisch
06:51Das prÀoperative EKG sah gut aus
06:54Du solltest das Tempo ein bisschen anziehen
06:56Ich will sie vom Tisch haben
07:04Ich suche eine Patientin
07:06Eine Àltere Dame, ihr Sohn
07:08Hat sie heute Morgen eingeliefert
07:09Auch Ihnen einen schönen guten Tag, Herr Professor
07:12Guten Tag
07:13Vera Kleinschmidt?
07:15Haben wir, Zimmer Nummer 9
07:16Vera Kleinschmidt
07:19Ja, aber da werden Sie sie jetzt nicht finden
07:21Dr. Stein operiert sie gerade
07:23Um was fĂŒr eine Operation handelt es sich?
07:26Ăhm, Olegranon
07:29Informieren Sie mich bitte, wenn Stein aus dem OP kommt
07:36Frau Kleinschmidt? Hallo, Frau Kleinschmidt
07:40Hören Sie mich?
07:41Ja, ja, das ist das Logo
07:45Logo, schalte ich mal
07:48Ich brauch mein Licht
07:50Das ist ziemlich verwirrt
07:51Wo ist das?
07:52Durchgangssyndrom
07:53Vielleicht braucht sie einfach ein bisschen lÀnger, um aufzuwachen
07:55Frau Kleinschmidt, hallo, wachen Sie auf bitte
07:58Ich mach Sie mal an der ITS an
08:03Frau Kleinschmidt, jetzt mal tief atmen, bitte
08:06Atmen Sie ein
08:12Martin, riech mal
08:15Ein typischer Föto, Hurenikus
08:19Das wird so nichts, ich muss Sie wieder intubieren
08:21Schwester Nora, ziehen Sie bitte mal was auf
08:25Ein Nierenleiden in der Vorgeschichte, davon hat sie gar nichts gesagt
08:27Ich rede nur zur Sicherheit mit dem Sohn
08:31Wir intubieren wieder
08:32Sind Sie soweit?
08:46Herr Kleinschmidt
08:47Besucher haben in diesem Bereich keinen Zugang
08:50Entschuldigung, wie geht's ihr denn?
08:53Die OP ist gut verlaufen
08:56Ich hab die Faktur mit einer Zugurtungs-Osteosynthese versorgt
09:00Hat Ihre Mutter in letzter Zeit mal gesundheitliche Probleme?
09:04Ja, sie hatte doch mal Nierensteine
09:06Ja, sie sind operiert worden, aber das ist ewig her
09:09Und seitdem keine Probleme, die Nieren waren unauffÀllig
09:13Bei der letzten Untersuchung war alles okay
09:16Die aktuellen Laborwerte bestÀtigen eine Niereninsuffizienz
09:22Ich war verhindert, mein Sohn ist krank
09:25Nein, nein, nein, wir mĂŒssen die Deadline unbedingt halten
09:27Ich bin in 15 Minuten bei Ihnen, kriegen Sie das hin
09:32Sag mal, du bist ja immer noch hier
09:34Ja, leider
09:36Maria hat Angst, dass Moritz in eine Depression rutscht
09:39Also hab ich lange mit ihr gesprochen
09:40Und dann
09:41Hab ich lange mit Moritz gesprochen
09:43Ist da irgendwas gegen Kopfschmerzen?
09:45Ich besorg dir gleich was
09:47Schatz, bitte tu mir einen Gefallen und schalt Eingang runter, ja?
09:51Komm aus deinem Stressmodus raus
09:53Das geht nicht, es kommt so viel zusammen
09:56Habt ihr euch wenigstens geeinigt?
09:58Ja, ich suche meine Wohnung in MĂŒnchen
10:05Das gibt's nicht
10:07Nur fĂŒr ein Jahr
10:10Dass es Moritz wieder besser geht
10:12Dann hast du einen Herzinfarkt oder unsere Beziehung ist tot
10:15Maria könnte hierher ziehen, es gibt diese offene Stelle
10:20FĂŒr Moritz ist MĂŒnchen besser, das sieht er inzwischen auch so
10:24Vorher kommt dieser plötzige Sinneswandel
10:27Ich muss da rangehen, tut mir leid
10:31Sei Dank
10:34Ja, ich bin unterwegs
10:41Wir haben Ihre Mutter in ein kĂŒnstliches Koma versetzt
10:44Wieso das denn?
10:46Wir wollen Ihre KrÀfte schonen
10:48Irgendwie geht's jetzt weiter?
10:50Ein Urologe wird Sie untersuchen, danach wissen wir mehr
10:52Aber eins ist klar
10:55Sollten sich die Werte nicht bessern
10:56Braucht sie eine Dialyse
11:01Gehen Sie nach Hause
11:02Ruhen Sie sich aus
11:04Wir melden uns, sobald es was Neues gibt
11:19Wann kommt das Ding endlich weg?
11:22Wenn dein EKG wieder in Ordnung ist
11:25Du weiĂt, bei der letzten OP gab es Probleme
11:27Das will ich diesmal auf jeden Fall vermeiden
11:32Kommst du mit den Schmerzmitteln hin?
11:34Das mit MĂŒnchen
11:37Bist du sauer?
11:40Nicht sauer
11:44Leipzig wÀre schon schön gewesen
11:46Ich hab mir schon so gefreut, Hannah ein paar Ballerspiele beizubringen
11:52Warum hast du dich dann umentschieden?
11:56WeiĂt du
11:58Papa hat uns damals einfach verlassen, als ich acht war
12:02Wenn ich jetzt einfach so zu ihm ziehe
12:05Das wÀre Verrat
12:09Hat deine Mutter das gesagt?
12:10Nein, natĂŒrlich hat sie das nicht so gesagt
12:12Aber
12:14Ich könnte sie ja von den Augen ablesen
12:16Stell dir mal vor
12:18Sie allein in MĂŒnchen
12:20Und wir hier
12:22Praktisch als Familie
12:25Nein, ich kann sie einfach nicht in MĂŒnchen allein lassen
12:28Dann wĂŒrde ich mich noch schlechter fĂŒhlen
12:31Du bist ein guter Sohn
12:35Kann ich trotzdem versuchen, die Sache zu regeln?
12:38Wie denn?
12:39Eine Lösung finden
12:41Die fĂŒr uns alle gut ist, auch fĂŒr deine Mutter
12:47Mach mal weiter
13:03Frau Dr. Weber
13:04Oh, ist der fĂŒr mich?
13:07Der Star der GefĂ€Ăchirurgie erinnert sich an meinen Namen
13:10Wie schmeichelhaft
13:12Trotzdem wollen Sie nicht mit dem Star zusammenarbeiten
13:15Wie meinen Sie das?
13:16In der Herzchirurgie ist gerade eine Stelle ausgeschrieben
13:19Aber vielleicht ist Ihre Bewerbung ja in der Post verloren gegangen
13:22Ich bekomme demnĂ€chst eine Stelle in MĂŒnchen
13:24Bei Professor Heinlein, ich weiĂ, ich kenne ihn
13:28Die Stelle hier ist besser
13:30Mehr Möglichkeiten
13:31Mehr interdisziplinÀre Arbeit
13:33Und meine volle UnterstĂŒtzung
13:36Ich habe die Stellenausschreibung gesehen
13:38Und dass Sie mich persönlich ansprechen, das ist...
13:41Aber ich lebe in MĂŒnchen
13:42Und mein Sohn soll dort auch sein Abitur machen
13:46Ja, das ist ein Grund
13:48Aber ist der gut?
13:51Ich kann mir auch nicht vorstellen, unter Katrin Globisch zu arbeiten
13:53Sie ist eine gute Chefin
13:54Das mag sein, aber...
13:57Sie ist die Verlobte meines Ex-Mannes
13:58Und?
14:00Sie ist die Verlobte meines Ex-Mannes
14:13Sehen Sie selbst
14:17Die linke Niere fehlt komplett
14:20Aber Sie sagten doch, sie sei repariert worden
14:22Ich bin von einer simplen Steinentfernung ausgegangen
14:26Wer nimmt bei sowas gleich die ganze Niere raus?
14:29Das wÀre tatsÀchlich ein Hammer
14:32Haben Sie eine ErklĂ€rung dafĂŒr?
14:35Man verhofft starke Blutungen
14:38Narkose-Komplikationen
14:39Das ist alles reine Spekulation
14:42Tja, und jetzt gibt auch noch die rechte Niere auf
14:46Vermutlich durch den Diabetes
14:49Ich schlage vor, dass wir Ihre Mutter an die Dialyse anschlieĂen
14:52Damit sich die verbliebenen Niere erholen kann
14:55Sie hat in den letzten Jahren gezeigt, dass sie es auch alleine schafft
15:06Mittlerweile ist mir eingefallen
15:09Woher ich Ihre Frau Mutter kenne
15:13Sie war meine Patientin in den frĂŒhen 70er Jahren
15:18Aber Sie wollen uns jetzt nicht erzĂ€hlen, dass Sie der Arzt sind, der fĂŒr den Pfusch mit der Niere verantwortlich
15:23ist
15:23Den Pfusch verbitte ich mir, Herr Stein
15:26Sie haben meiner Mutter eine gesunde Niere entfernt?
15:29Sie wissen nicht, was passiert ist
15:33Es war am 1. September 1975
15:40Ich war Assistenzarzt
15:42In der Facharztausbildung
15:45Ein Flugzeug stĂŒrzte ab
15:49Eine Interflugmaschine
15:52Im Anflug nach Leipzig
15:54Wir bekamen die Order, alle OPs freizuhalten
15:58FĂŒr die Opfer des UnglĂŒcks
16:01Patienten zu entlassen
16:04Betten freizumachen
16:06Was hat das mit der Niere meiner Mutter zu tun?
16:10Es war keine einfache Steinentfernung
16:15Es kam zu einer starken Blutung
16:19Der Chefarzt
16:20Machte Druck
16:21Ich solle den OP rÀumen
16:25Ich entschloss mich, die Operation zu beenden
16:31Indem ich die Niere entfernte
16:39Sie haben seiner Mutter eine gesunde Niere entfernt, weil es schnell gehen musste?
16:50Wie viele Menschen konnten Sie retten, nachdem Sie meine Mutter verstĂŒmmelt haben?
16:54Nur sieben Menschen ĂŒberlebten den Absturz
16:59Sie kamen in ein anderes Krankenhaus
17:03Das nÀher am Flughafen lag
17:07Das alles ist jetzt ĂŒber 40 Jahre her
17:11Aber ich habe Ihre Mutter nie vergessen
17:15Ich habe mich damals falsch entschieden
17:18Und ich bereue das zutiefst
17:27Meine Mutter liegt im Koma
17:30DafĂŒr sind Sie verantwortlich
17:34Herr Kleinschmidt, Ihre Mutter hat 40 Jahre gut gelebt
17:37Dass die Niere jetzt versagt hat, ist definitiv nicht die Schuld von Professor Simoni
17:52Wirklich nicht, Heilmann
18:02So, hier, bitte sehr
18:04Danke
18:09Das bleibt aber unter uns
18:11Ja
18:14Darf ich fragen, warum Sie die Akte lesen?
18:17Schwester, bitte
18:17Ja, alles klar
18:31Hallo, ich bin's
18:32Kommst du heute Abend zu mir? Ich wĂŒrde mich wahnsinnig freuen
18:34TschĂŒss
18:35Deine neue Flamme?
18:37Ja, kann man so sagen
18:40Hast du eigentlich noch mal mit Maria Weber ĂŒber die offene Stelle gesprochen?
18:45Ja, sie will sie nicht
18:47Warum?
18:49Weil sie sich nicht vorstellen kann, unter dir zu arbeiten
18:51Pff, wie blöd ist das denn?
18:54Ne, sie hatte auch noch einen anderen Grund
18:56Moritz Schulwechsel
18:59Ja
19:01Dabei möchte er unbedingt nach Leipzig
19:03Ach, Mann
19:07Das ist doch alles so verfahren
19:11Was mach ich denn jetzt?
19:16Was ist denn, wenn ich Ihren Chef in MĂŒnchen bitte, auf Sie zu verzichten?
19:21Na sicher doch
19:24Professor Heinlein und ich haben schon zusammen operiert und WeiĂwĂŒrste gegessen
19:28Wir sind also gute Bekannte
19:30Und du meinst, er sagt einfach so zu dir
19:32Ja, nehmen Sie doch, Dr. Weber
19:33Ja, haben Sie noch ein bisschen sĂŒĂen Senf dazu?
19:35Hm, vielleicht
19:40Schönen Abend noch, Martin
20:03Hast du dich bei Simoni entschuldigt?
20:07Er ist immer noch ein Kollege und eine Respektsperson
20:09Den kannst du nicht so einfach runterputzen
20:11Er hat einen Fehler gemacht
20:12Das muss man ja mal sagen dĂŒrfen
20:14Du weiĂt doch gar nicht, wie das damals war
20:15Stell dir mal die Situation vor
20:17Nach dem Flugzeug absturz
20:18Du als kleiner Assistenzarzt
20:20Und dann sag mir, dass du dich anders entschieden hÀttest
20:24Ich war nie ein kleiner Assistenzarzt
20:27Was?
20:50Hey
20:53Ich dachte, du schlÀfst
20:59Ich hab auf dich gewartet
21:01Ach, entschuldige bitte
21:06Wir mĂŒssen reden
21:07Es ist halb zwei
21:09Ich hab den ganzen Tag nichts anderes getan, als zu reden
21:12Lass uns schlafen, bitte
21:16Hast du meine SMS bekommen?
21:19Dass Moritz jetzt doch nicht nach MĂŒnchen will
21:21Ja, ja
21:23Und?
21:25Ich kann Maria doch nicht zwingen, sich in Leipzig zu bewerben
21:29Du bist den ganzen Tag im Einsatz
21:32FĂŒr deine Arbeit, fĂŒr Moritz
21:37Nur fĂŒr uns willst du nicht kĂ€mpfen
21:39Wieso denn kÀmpfen?
21:41Wir haben uns doch schon erobert
21:45Gut, ich werde nochmal mit Maria reden
21:47Reden reicht nicht
21:51Du musst sie ĂŒberzeugen
21:53Du musst dir klar machen, welche Vorteile Leipzig hÀtte
21:56FĂŒr uns alle
21:58Gut
22:00Ja, tun, was ich kann
22:03SchlieĂlich bin ich der Hauptleidtrag, den ich werde immer pendeln mĂŒssen
22:13Alexander?
22:37Morgen, Mama
22:38Morgen, Schatz
22:45Ist Alexander schon wieder auf Arbeit?
22:48Er wollte mir die Piratengeschichte zu Ende erzÀhlen
22:51Das macht er bestimmt noch
22:53SpÀter
22:55Setz dich
23:01Gestern wollte er mir sie fertig erzÀhlen
23:03Ich weiĂ, Liebling
23:05Aber schau mal, Alexander hat gerade so viel um die Ohren
23:08Da hat er das einfach vergessen
23:11Aber er hat uns ein paar Croissons geholt
23:12Vielleicht sind die noch warm
23:19Die Nierenwerte haben sich leider weiter verschlechtert
23:23Sie spricht nicht gut auf die Dialyse an
23:26Wir mĂŒssen abwarten
23:27Wir mĂŒssen abwarten
23:28Ich vermute, dass die Verschlechterung eine Reaktion des Körpers auf die Operation ist
23:33Meine Mutter braucht eine neue Niere
23:35Das wĂŒrde ihr doch helfen, oder?
23:37So weit sind wir noch lange nicht
23:39Wir brauchen mehr Zeit
23:41Wenn sie die nicht hat
23:42Man kann heutzutage sehr gut mit der Dialyse leben
23:46Aber Sie kennen meine Mutter nicht
23:48Sie war immer aktiv
23:49Sie wĂŒrde so ein eingeschrĂ€nktes Leben nicht wollen
23:51Wir sollten dieses GesprĂ€ch erst fĂŒhren, wenn es wirklich unumgĂ€nglich ist
23:57Dr. Stein, jetzt warten Sie doch mal
23:59Sie mĂŒssen meine Mutter auf die Warteliste fĂŒr eine neue Niere setzen
24:02Das ist Ihre einzige Chance auf ein vernĂŒnftiges Leben
24:04Das habe ich schon lÀngst getan
24:06Aber Ihre Mutter ist ĂŒber 70
24:09Man wartet sechs Jahre auf eine Niere
24:12Und was ist mit einer Lebensspende?
24:14Ich wĂŒrde ja meine sofort spenden
24:16Aber unsere Blutgruppen vertragen sich nicht
24:17Es muss doch eine Lösung geben
24:19Gut, gut
24:20Ich rede nochmal mit Neotransplant
24:28Neotransplant
24:29Hey, sitzt du bequem auf meinem Stuhl?
24:32Entschuldige, ich hÀtte dich fragen sollen
24:34Ich habe zu einem schwierigen Familienangehörigen
24:36Und wollte mal in Ruhe telefonieren
24:38Bleib sitzen
24:39Ich bin sowieso gleich wieder weg
24:41Wart mal
24:41Machen wir die TĂŒr zu
24:45Du darfst mir gratulieren
24:47Ich habe gestern dein Problem gelöst
24:49Aha
24:50Und welches?
24:53Peter Heinlein verzichtet auf Maria Weber
24:56Was heiĂt verzichtet?
24:58Er gibt ihr den Job nicht
24:59Und bevor sie arbeitslos wird
25:01Nimmt sie bestimmt die Stelle hier
25:03Die im Ăbrigen viel besser ist fĂŒr sie
25:04Ist das dein Ernst?
25:06Wie kommt ihr dazu, so etwas zu tun?
25:08Du und dieser Heinlein
25:10Naja, wir machen das fĂŒr dich
25:12Martin, du bist verrĂŒckt
25:14Ich habe dich nicht darum gebeten
25:15Naja, aber du hast behauptet
25:17Dass ich das nicht hinkriege
25:18Und der Herausforderung konnte ich nicht widerstehen
25:21Aber Dr. Weber ist doch keine Schachfigur
25:23Die man einfach so von A nach B verschiebt
25:27Du bist scharf auf sie
25:29Was?
25:30Ja
25:31Nein
25:31Ich habe eine Freundin
25:32Also
25:33Eine AffÀre
25:34Mit Potenzial
25:36Und eine Menge PlĂŒschtieren
25:37Nein
25:38Nein, sie sammelt Stofftiere
25:39Und auĂerdem
25:40Ich will Maria Weber
25:41Nicht fĂŒrs Bett
25:42Ich will sie fĂŒr die Klinik
25:43Sie hat hier viel bessere Möglichkeiten
25:45Als in MĂŒnchen bei Heinlein
25:46Das sieht er im Ăbrigen genauso
25:47Ach, ihr seid doch gröĂenwahnsinnig
25:49Katrin
25:51Jetzt denk mal an deine Familie
25:53Das ist doch die viel bessere Lösung
25:55Der Zweck heiligt nicht die Mitte, Martin
25:58Niemals
25:59Wie du meinst
26:04Ruf Heinlein selber an
26:06Und las die ganze Aktion ab
26:08Stein
26:10Spenderniere
26:10Ja
26:11Ich bin am Apparat
26:12Ja, ja
26:13Ich
26:18Hallo, hier ist Dr. Katrin Globisch
26:20Chefarztin Sachsenklinik
26:21Ich hÀtte gern Professor Heinlein gesprochen
26:24Sie werden es möglich machen
26:28Nein
26:29Geben Sie mir bitte Bescheid
26:31Wann der Professor zu sprechen ist
26:33Danke
27:12Mögen Sie Pralinen?
27:13Ja, klar
27:15Aber wie komme ich denn zu der Ehre?
27:17Na, ehrlich gesagt
27:18UrsprĂŒnglich waren Sie auch nicht fĂŒr Sie gedacht
27:20Doch die Geste, die ich vorhatte
27:27Vollkommen
27:27Deplatziert
27:28Haben Sie was ausgefressen?
27:31Ausgefressen ist gut
27:33Ich habe keinen Fehler gemacht
27:37Und bin dennoch schuldig
27:38Das klingt wie ein RĂ€tsel
27:41Schwer zu lösen
27:42Sie lösen das ganz bestimmt
27:44Und danke fĂŒr die Pralinen
27:55Da sind Sie
28:00Ich habe Gott und die Welt in Bewegung gesetzt
28:04Ich habe sogar in der Qigong-Gruppe meiner Mutter rumgefragt
28:06Aber Sie kennen schon die Regeln fĂŒr eine Lebensspende
28:09Nur Verwandte
28:10Oder Menschen, die dem EmpfÀnger in besonderer Weise nahestehen
28:14Aber wir mĂŒssen doch was tun
28:19Ich möchte Ihnen meine UnterstĂŒtzung anbieten
28:22Sind Sie gekommen, um Ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen?
28:26Ja, dann lassen Sie mich wenigstens einen Blick auf die aktuellen Befunde werfen
28:39Er ist der Meinung, dass seine Mutter mit einer lebenslangen Dialyse nicht klarkommt
28:45Er forciert eine Transplantation
28:48Was könnten Sie da machen?
28:50Meine Kontakte spielen lassen
28:53Bei Neotransplant gibt es ein Seniorenprogramm
28:58Verstorbene, ĂŒber 65-JĂ€hrige spenden fĂŒr Menschen, die ebenfalls ĂŒber 65 sind
29:04Die Wartezeit verkĂŒrzt sich dadurch erheblich
29:08Das klingt gut
29:15Herr Professor, ich möchte mich bei Ihnen fĂŒr gestern entschuldigen
29:19Ich war aufgebracht wegen meiner Patientin
29:22An Ihrer Stelle hÀtte ich wahrscheinlich damals genauso gehandelt
29:27Hier
29:29Die Befunde von Frau Kleinschmidt
29:33Danke, Herr Stein
29:36Könntest du dir doch mal ein paar Freunde einladen?
29:39Ach nee, lass mal
29:40Dein Vater und ich, wir ĂŒbernehmen das Hotel
29:43Vermisst die Jungs doch bestimmt, hm?
29:44Die haben bestimmt Besseres zu tun, als hier im Krankenhaus rumzulungern
29:50Kai und Leon wĂŒrden bestimmt kommen
29:51Ja, toll
29:53Und was soll ich denn erzÀhlen?
29:54Mensch, ich krieg bald meinen eigenen Rollstuhl
29:57Willst du denn gar nicht wissen, was zu Hause los ist?
30:00Nein
30:01Ganz ehrlich, das ist wirklich das Letzte, was ich im Moment wissen will
30:04Es gibt doch noch andere Themen als diese Anker
30:06Nennen Sie nie wieder diese Anker
30:08Ich kann sie gerne ganz anders nennen
30:11Immerhin haben wir ihr zu verdanken, dass du hier liegst
30:13Und sie ist jetzt auch der Grund, dass du nicht zurĂŒck nach MĂŒnchen willst
30:15Du regst sie doch nur auf, weil es nicht das ist, was du willst
30:17Das ist nicht wahr
30:24Du wĂŒrdest mir sagen, wenn du gar nicht zurĂŒck nach Hause willst, oder?
30:29Ich hab nichts gegen MĂŒnchen
30:31Und jetzt lass mich bitte trainieren
30:33Meine Freunde will ich nicht sehen
30:41Ach, wollen Sie zu Moritz?
30:45Ich habe gestern mit ihm ĂŒber den richtigen Zeitpunkt der nĂ€chsten OP gesprochen
30:49Das hat er mir gar nicht erzÀhlt
30:53Hat Alexander mit Ihnen geredet?
30:55Heute?
30:57Nur kurz
30:58Und?
31:00Er hat gefragt, wie es Moritz geht
31:01Wieso?
31:02Was gibt es denn?
31:05Alexander und ich werbe meine Bitte an Sie
31:07Denken Sie nochmal ĂŒber die Stelle in Leipzig
31:09Das ist ja wohl meine Sache
31:13Nicht ganz
31:16Alexander hat gerade einen 48-Stunden-Job
31:19Und er und meine Tochter
31:22Ich weiĂ, dass er nicht Ihr Vater ist
31:24Aber die beiden mögen sich
31:25Und sie vermisst ihn schon jetzt
31:27Moritz und mein Lebensmittelpunkt ist aber eben nun mal MĂŒnchen
31:30Aber will Moritz denn nach MĂŒnchen zurĂŒck?
31:33NÀchstes Jahr fÀngt er an zu studieren
31:34Und dann verschlÀgt es ihn, wer weià wohin
31:37Ihnen wĂŒrde die Stelle hier in Leipzig so viele Optionen bieten
31:40Das mag sein, aber der Beruf ist eben nicht alles fĂŒr mich
31:42Aber wir sind eine Familie
31:44Sollten wir nicht unsere Probleme gemeinsam lösen
31:47Wir sind keine Familie, Frau Dr. Globisch
31:50Moritz, ich und Alexander
31:52Wir sind eine Familie
31:53Bitte
31:54Mischen Sie sich nicht mehr rein
32:14Professor
32:17Haben Sie was erreicht?
32:21Ich habe Frau Quatsch mit angemeldet
32:25Aber auch in diesem Programm
32:28BetrÀgt die Wartezeit mindestens zwei Jahre
32:53Schwester Ulrike
32:55Können Sie mir bitte einen Gefallen
32:57Was, noch einen?
32:58Dr. Stein hat mich vorhin ganz schön rund gemacht
33:00Weil ich Ihnen die Akte von Frau Kleinschmidt gegeben habe
33:02DafĂŒr haben Sie doch die Pralinen bekommen
33:04Ich dachte, die waren ursprĂŒnglich fĂŒr jemand anderes gedacht
33:06Sie bekommen noch eine
33:08Ich möchte einen letzten Versuch unternehmen
33:11Das Unlösbare zu lösen
33:14Hilfen Sie mir?
33:30Ăberraschung
33:30Hey
33:32Was machst du denn hier?
33:38Moritz
33:40Er macht total dicht
33:42Lass uns ĂŒber was anderes reden, bitte
33:45Warum?
33:47Dr. Weber und ich fÀhrten vorhin ein GesprÀch
33:51Das GesprĂ€ch, das du eigentlich fĂŒhren wolltest
33:54Ach, die Leipzig-Option, ja
33:57Du weiĂt, es gibt eine Stelle, auf die du dich hier bewerben kannst
33:59Ja, das weiĂ ich
34:00Aber ich lebe in MĂŒnchen und das wird auch so bleiben
34:02Das habe ich deiner Verlobten schon gesagt
34:04Aber wenn ich Katrin richtig verstanden habe, ist die Stelle hier viel besser
34:08Ich, ich kann mich lieber setzen
34:14Willst du dir nicht hinterher gehen?
34:16Na
34:17Wenn Maria in MĂŒnchen bleiben will, dann sollten wir das auch respektieren
34:26Auf wessen Seite stehst du eigentlich?
34:30Als Moritz geboren wurde, wollten wir uns die Erziehung teilen, aber die Ehe lief nicht sehr gut
34:36Also habe ich mich auf meine Arbeit konzentriert und Karriere gemacht
34:40Maria hat ihre auf Eis gelegt
34:42Und sich um Moritz gekĂŒmmert
34:44Jetzt startet sie gerade neu durch
34:45Sie hat ihren Facharzt gemacht
34:47Sie fĂŒhlt sich wohl in ihrer Abteilung
34:50Ja, vielleicht ist sie gerade ein bisschen egoistisch
34:53Kann sein
34:58Aber was ist mit uns?
35:02FĂŒr uns war es viel schwerer
35:04Aber wir lieben uns
35:06Und ich hoffe einfach, dass wir das hinkriegen
35:11Ich brauche deine RĂŒckendeckung
35:27Wie geht es Ihrer Mutter?
35:31Sie hat wieder starke Rhythmusstörungen
35:34Dr. Stein ist bei ihr
35:40Das sind Testergebnisse
35:45Ich komme als Organspender fĂŒr Ihre Mutter infrage
35:48Ich bin bereit, eine Niere zu spenden
36:29Dein Telefon brummt
36:32Dein Telefon brummt
36:33Feierabend?
36:38Du hast es gut
36:41Bis morgen
36:54Hier auch noch
36:59Geht mal her
37:02Hallo Schatz, ich bin hier noch in der Konferenz
37:04Ich komme hier nicht raus
37:05Wird spÀter
37:06Wart nicht auf mich
37:08Schatz?
37:09War ja klar
37:10Gute Nacht dann
37:11Hallo
37:11Schatz?
37:13Alexander?
37:14Alexander wird heute wieder erst kommen
37:15Wenn ich im Bett bin
37:19Soll ich dir die Piratengeschichte weiter erzÀhlen?
37:21Nein, Piraten sind doof
37:38Ihre Mutter ist wieder stabil
37:40Sie können nicht zuhören
37:43Der Professor wird meiner Mutter eine Niere spenden
37:48Ich will Ihrer Patientin helfen, Stein
37:52WorĂŒber regen Sie sich auf?
37:54Sie machen Herrn Kleinschmidt falsche Hoffnungen
37:57Sie wissen, dass Dr. Stein recht hat
37:59Sie sind kein Freund oder Verwandter von Frau Kleinschmidt
38:02Allein deshalb kommen Sie als Spender nicht in Frage
38:04Diese Regel soll Bestechung und Korruption bei der Organvergabe verhindern
38:12Beides können wir hier ausschlieĂen
38:15Und das Operationsrisiko in Ihrem Alter
38:18Haben Sie mit Ihrer Frau mal darĂŒber gesprochen?
38:21Ich wĂŒrde sagen, ich bin verrĂŒckt geworden
38:25Damals
38:27wurde ich zu einem groĂen Fehler gezwungen
38:31Und heute
38:33könnte ich durch einen glĂŒcklichen Zufall
38:35diesen Fehler wieder gut machen
38:38Und Sie, Stein, Sie sollten das
38:39fĂŒr Ihre Patientin als eine Chance
38:41eine groĂe Chance begreifen
38:44Waren Sie nicht der
38:45der sich immer an die Regeln gehalten hat?
38:47Sie waren der, der auf die Regeln pfeift
38:52Touché
38:56Also im Grunde, wenn der Herr Professor das so will
39:01Wir wollen beide das Leben der Patientin retten
39:05Wir mĂŒssen gar nicht weiter diskutieren
39:07Die Ethik-Kommission wird dieser Spende niemals zustimmen
39:09Einmal
39:11Bitte versuchen Sie es
39:15Mehr verlange ich ja gar nicht
39:28Er hat ja eine gute Laune
39:30Du nicht?
39:38Was hat denn Heinlein gesagt?
39:40Nichts
39:40Ich
39:42hab nicht mit ihm gesprochen
39:45Da muss ich aber ranhalten
39:47Sonst schafft er Tatsachen
39:48Soll er
39:50Ich hab mit Maria Weber gesprochen
39:52Sie macht mir gegenĂŒber total dicht
39:53Das ist ja gut
39:55Nein, das ist eben nicht gut
39:56Das ist normalerweise ĂŒberhaupt nicht meine Art
39:59Aber ist hier keine andere Chance
40:02Ich will nicht, dass Alexander nach MĂŒnchen geht
40:05Hör auf, dich herumzuquellen
40:06Das Problem ist gelöst
40:14Schwierig
40:15Oh nein, nein, nein
40:16Kommen Sie rein, Herr Professor
40:19Ich wusste, dass ich Sie kenne
40:21Mir ging's ganz genauso
40:23Und Sie wollen mir wirklich eine Niere spenden?
40:27Ja
40:27Das will ich
40:29Wer hÀtte das gedacht?
40:32Damals
40:34Als Sie mein Arzt waren
40:36Erinnern Sie sich wirklich daran?
40:39Sehr, sehr gut sogar
40:41Auch wenn es ein bisschen gedauert hat
40:45Wir haben sogar eine kleine Ăberraschung fĂŒr Sie
40:48VoilĂ
40:51Das hab ich damals gezeichnet
40:55Was denn?
40:56Das bin ja ich
40:56Ja
40:57Mein Gott
40:59Waren wir jung
41:00Ja
41:02Ich war damals ein bisschen in Sie verliebt
41:08Das ganze Leben
41:10Lag noch vor uns
41:13Oh
41:15Herr Professor, sind Sie das?
41:17Ja, offensichtlich
41:19Wann planen Sie den Eingriff, Stein?
41:23Ehrlich gesagt
41:24Gar nicht
41:25Bitte?
41:27Frau Kleinschmidt, was ich gehofft hatte, ist eingetreten
41:30Ihre Werte haben sich deutlich verbessert
41:32Ich gehe davon aus, dass sich Ihre Niere vollstÀndig erholt
41:36Ohne Transplantation?
41:38Ohne Transplantation
41:39Das sind doch wohl gute Nachrichten
41:41Ja
41:42Das ist toll
41:43Und wenn es denn noch Probleme geben sollte?
41:46Hm?
41:46Frau Kleinschmidt
41:48Ich bin immer fĂŒr Sina
41:49Komm
41:53Ich bin immer fĂŒr Sina
42:02Untertitelung des ZDF, 2020
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