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Transkript
00:18Liebe ist genug
00:37Liebe ist genug
01:02Mutter
01:03Mein Koffer
01:04Wir wissen doch noch gar nicht
01:05Ob du wirklich hierbleiben musst
01:07Ach natĂŒrlich wissen wir das
01:10Warum lÀsst du das denn nicht
01:12Das Personal machen
01:14Geh doch einfach schon mal
01:16Bitte vor
01:16Tu mir den Gefallen
01:17Ja wie du meinst
01:27Mein Name ist Marquardt. Hildegard Marquardt. Der Name sagt Ihnen sicherlich etwas.
01:32Ja, natĂŒrlich. Oberschwester Arsu hat gesagt, ich soll Sie gleich in den Behandlungsraum bringen, sobald Sie da sind.
01:37Oberschwester Arsu? Da hast du den Laden ja ganz schön umgekrempelt, was?
01:41Ist gut, Mutter.
01:43Es geht um mein Knie. Bisher war ich allerdings immer bei Professor Simoni in Behandlung.
01:49Professor Simoni ist ja pensioniert, das habe ich dir gesagt.
01:51Ja, hast du...
01:52Könntest du Dr. Heimann bitte Bescheid geben, dass ich Frau Marquardt jetzt rĂŒberbringe?
01:56NatĂŒrlich.
01:56Okay, danke.
01:57Ja, dann wollen Sie mal. Soll ich die Reisetasche nehmen?
02:00Wenn Sie meine Mutter nehmen, reicht mir das, voll und ganz.
02:02Okay, gut. Und haben Sie eine gute Anreise aus DĂŒsseldorf?
02:06Wo bleibst du denn, Strubbelchen?
02:13Bitte sehr, guten Appetit.
02:18Morgen.
02:19Morgen.
02:20Morgen, Martin.
02:22Gib du ihm das Beste.
02:24So, hier bitte.
02:27Was ist das?
02:29Das Geld fĂŒr die ersten Kreditraten.
02:33Charlotte, was soll das?
02:34Oh, du hast dich schon ein paar Mal gefragt, wie wir es machen wollen.
02:37Dann eben so.
02:38Martin, bitte.
02:40Ich habe ein Darlehen bei der Bank aufgenommen.
02:42Ich?
02:43Ja, und ich habe den Wasserschaden verursacht und die Versicherung mich rechtzeitig verstÀndigt.
03:15Aus Versehen.
03:17Das tut dauernd weh.
03:18Ja, ja, also dauernd ist ja ein bisschen ĂŒbertrieben.
03:20Also das muss ich ja wohl besser wissen, Strubbelchen.
03:23Ich heiße Sarah. Bitte.
03:25Mein Gott.
03:27Waren Sie damit schon beim AutopÀen?
03:28Nein.
03:29Nein, war sie nicht.
03:30Aber das wÀre ja besser gewesen.
03:31Also deshalb bin ich ja jetzt hier.
03:34Hier sind die alten Röntgenaufnahmen von Frau Marquardt.
03:36Danke.
03:37Sehen Sie sich schon mal hin.
03:39Und könnten wir vielleicht nicht doch Professor Simoni hinzuziehen?
03:44Ich habe dir doch gesagt, er ist in Rente und nicht jeden Tag hier.
03:47Oh, mein Gott.
03:49Beugen.
03:51Strecken.
03:53Sehr gut.
03:55Aua.
03:55Jetzt stell dich doch nicht so an.
03:57Also hör mal.
03:59Sarah, wartest du bitte draußen?
04:07Das ist nicht so einfach mit so einem Chef wie meiner Tochter, nicht?
04:11Ich bin hier der Chef.
04:12Ihr Strubbelchen ist nur fĂŒr die Verwaltung zustĂ€ndig.
04:14Ach so.
04:15Na ja, aber die Verwaltung ist ja auch nicht ganz unwichtig, ne?
04:19Schön locker lassen.
04:20Ja, ja.
04:21Oh Mann.
04:33So, das könnten Sie schon mal ausfĂŒllen.
04:35Kugelschreiber kommt.
04:38Entschuldigung, wissen Sie, wo Dr. Stein ist?
04:39Die Dame sucht ihn.
04:40Haben Sie ihn versucht anzurufen?
04:42Ja, er ist nicht rein gegangen.
04:44Ja, mein Name ist Dr. Globusch.
04:45Kann ich Ihnen vielleicht helfen?
04:46Hallo.
04:47Mein Arzt aus Terran hat einen Termin bei Herrn Dr. Stein gemacht.
04:51Bei ihm persönlich.
04:52Er soll mich operieren.
04:54Ja, ich ĂŒbernehme.
04:55Hallo, Frau Karin.
04:57Schön, dass Sie hergefunden haben.
04:58Ich bin Dr. Stein.
04:59Freut mich.
05:00Na dann.
05:01Ja, das hat Zeit.
05:02Wir gehen in Behandlungsraum drei.
05:04Ja, ich bin in circa zehn Minuten in meinem BĂŒro und dann mail ich Ihnen die Zahlen rĂŒber.
05:09Ja, danke schön.
05:10Wiederhören.
05:14Und?
05:14Die Brote, sie hat sich gelockert.
05:16Meine Mutter muss also operiert werden.
05:17Das kann nicht gut sein.
05:18Wir machen jetzt eine Röntgenaufnahme von dem Knie und bereiten alles fĂŒr die stationĂ€re
05:22Aufnahme vor.
05:23Dann muss sie also schon jetzt hierbleiben.
05:25Hab ich ja gesagt.
05:26Ich halte dich auf dem Laufenden.
05:28Strubbelchen.
05:32Finden Sie das eigentlich in Ordnung, dass der WĂ€schwagen hier so rumsteht?
05:35Ich mach das gleich.
05:36Ich bitte darum.
05:41Sie meint das nicht so.
05:44Wenn Sie meine Tochter von frĂŒher kennen wĂŒrden.
05:47Ein Überflieger war sie ja nie.
05:49Aber sie macht das mit großem Fleiß wett.
05:56Und das ist alles an Unterlagen, was die Kollegen in Teheran Ihnen mitgegeben haben?
06:00Ja, das ist alles.
06:02Gut.
06:04Dann mach ich jetzt mal von Ihrem Aneurysma einen Ultraschall.
06:08Legen Sie sich bitte auf den Bauch.
06:14Haben Sie Schmerzen im Bein?
06:17Ist nur manchmal ein bisschen taub.
06:22Das Aneurysma ist auch ziemlich groß.
06:24Was heißt das?
06:27Entschuldigung.
06:29Martin, wir brauchen dich im OP.
06:31Dr. Schor hat Probleme, einen Patienten von der Arzt-Lungenmaschine zu nehmen.
06:34Kann hier jemand fĂŒr dich ĂŒbernehmen?
06:36Ich komme sofort.
06:38Danke.
06:39Das heißt, wir machen ein Angio-CT, eine GefĂ€ĂŸdarstellung Ihres Beines.
06:44Wir sehen uns danach hier.
06:48Danke, Dr. Stein.
06:51Okay.
06:56Ja?
06:57Störe ich?
06:59Nein, kommen Sie rein.
07:01Ich lass Ihnen das mal hier, Heimann.
07:03Der neue Investitionsplan.
07:05Meine Kommentare habe ich an der Hand geschrieben.
07:09Danke.
07:11Frau Marquardts Knie.
07:14Wie viele Knie-Endoprothesen in Ihrem Leben haben Sie gemacht?
07:18Ja, aber an die erinnere ich mich ganz genau.
07:22Frau Marquardt hat nach Ihnen gefragt.
07:24Aha.
07:27Frau Marquardt hat Schmerzen, eine leichte Schwellung, ÜbererwĂ€rmung, Beugung und Streckung gehen tadellos.
07:32Keine FlĂŒssigkeit.
07:33Was ist mit den Blutwerten?
07:35Steh noch aus, Herr Professor.
07:37Der Unterschenkel sieht gut aus, aber der Femur hat sich wahrscheinlich gelockert.
07:43Oh.
07:44Pardon.
07:45Prothesen wechseln?
07:47Daran fĂŒhrt kein Weg vorbei.
07:50So, und Dr. Heimann meldet sich, sobald die Röntgenbilder ausgewertet sind.
07:53Brauchen Sie noch irgendwas?
07:54Nein, danke.
07:55Eine Zeitung vielleicht oder was zu trinken?
07:56Nein, nein, ist alles gut. Sie können dann jetzt gehen.
08:01Ah, hallo.
08:02Hallo.
08:03Hallo, Strubbelchen. Warst du schon fleißig?
08:08Mama, ich muss mal ein fĂŒr alle Mal klarstellen.
08:11Ich möchte nicht, dass du in der Klinik vor dem Personal so ĂŒber mich sprichst.
08:16Sie macht das alles mit Fleißwett.
08:18Na und?
08:19Und Strubbelchen.
08:20Also, das macht dich hÀsslich, wenn du dich so aufregst.
08:26Sag mal, hast du eigentlich zugenommen?
08:28Ich stelle mich nicht jeden Tag auf die Waage.
08:30Also, das kleid spannt ein bisschen, wenn du dich so gehen lÀsst.
08:34Glaubst du, so findest du einen Mann?
08:36Ich suche keinen Mann, Mutter.
08:40Darf ich?
08:40Na, nur zu. Meine Tochter kann ruhig dabei sein. Meinen Sie nicht?
08:45Frau Marquardt, wir mĂŒssen Ihre Knieprothese wechseln, den Oberschenkelteil.
08:49Im Röntgen sieht man deutlich eine Lockerung.
08:51Mit Ihrem EinverstĂ€ndnis wĂŒrde ich gerne die OP fĂŒr morgen frĂŒh planen.
08:55Das ist wohl alternativ los, oder?
08:58Ja, und Sie kennen doch das alles schon.
08:59Ein bis zwei Stunden OP, eine Woche bei uns und dann in die Reha.
09:03Gegen die Schmerzen nach der OP wird Ihnen Dr. Globisch noch ein Schmerzkatheter in die Leiste legen.
09:08Wie beim letzten Mal.
09:09Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass es so schlimm war.
09:12Aber man hĂ€tte auch mich jĂŒnger.
09:14Und wÀhrend wir Àlter werden, entwickelt sich die Medizin stetig weiter.
09:18Ja, dann steht es Pari-Pari.
09:22Hallo, Oma.
09:24Hallo, Kosti.
09:25Freut mich.
09:27Hallo.
09:29Wenn alles gut lÀuft, kann deine Mutter in spÀtestens drei Monaten wieder Sport machen.
09:33Die Marquards treiben keinen Sport.
09:35Auch gut.
09:36Eure Gesamtkonstitution ist jedenfalls hervorragend.
09:40Sag mal, kann man die Sache nicht irgendwie beschleunigen?
09:44Nein.
09:46Sie ist doch mal so, ihr habt Zeit, euch einander anzunÀhern.
09:49Mir reicht's, wenn wir einmal im Monat telefonieren.
09:51Du musst sie ja nicht zu Hause pflegen.
09:53Sie ist hier in der Klinik.
09:54In der ich arbeite.
09:56Du schaffst das schon.
09:58Die Frau treibt mich in den Wahnsinn und du machst dich hier ĂŒber mich lustig.
10:01Weil du ĂŒbertreibst.
10:03Na, warte's aber.
10:11Das Aneurysma drĂŒckt auf das umliegende Gewebe.
10:14Es haben sich auch schon einige Blutgerinnsel gebildet.
10:18Der Kollege in Teheran hatte leider recht.
10:21Wir mĂŒssen operieren.
10:22Das Aneurysma entfernen, die Durchblutung wiederherstellen.
10:25Die Unterlagen nehmen Sie bitte wieder mit in die Klinik.
10:28Das Angio-CT ĂŒbermittle ich elektronisch.
10:31Ich möchte aber, dass Sie mich operieren.
10:34Das werde ich.
10:35Und die Geschichte ist in ein paar Wochen passé.
10:38Wir kriegen das hin.
10:40Danke, ich vertraue Ihnen.
10:42Das ist doch schon mein Anfang.
10:47Ich finde das ĂŒberhaupt nicht gut, dass Oma alleine in DĂŒsseldorf wohnt.
10:50Aber sie ist doch nicht alleine.
10:51Da gibt es doch immerhin noch Tante Katja.
10:53Ich weiß echt nicht, was du gegen Oma hast.
10:55Ich habe nichts gegen sie.
10:57Es ist nur einfach besser fĂŒr uns, wenn wir ein bisschen auf Abstand bleiben.
11:00Ich fand es jedenfalls immer toll, wenn Oma zu Besuch war.
11:04Bei Heilmanns funktioniert das doch auch.
11:06Was?
11:07Mehrere Generationen unter einem Dach.
11:08Bist du wahnsinnig?
11:10Wieso denn nicht?
11:12Platz genug haben wir doch.
11:13Nee, haben wir nicht.
11:14Sie kann nicht zu uns ziehen.
11:16So dritt werden wir endlich eine richtige Familie.
11:21Sag mal, da bist du doch nicht alleine drauf gekommen.
11:24Was?
11:26Hat sie dich gegen mich aufgehetzt?
11:28Oma hetzt mich nicht auf.
11:30Oder bestochen?
11:31Nein.
11:39Wie immer.
11:42Der vollendete Kavalier.
11:44Wunderschön.
11:46Danke.
11:47Wie geht es Ihnen?
11:49Ach, das Knie macht wieder Probleme.
11:53Ja, ich habe die Bilder gesehen.
11:58KĂŒmmern sich Ihre Tochter und Ihr Enkel gut um Sie?
12:02Sarah ist so schrecklich unausgeglichen.
12:06Meinen Sie, dass das schon die Wechseljahre sind?
12:11Sie trĂ€gt hier in der Klinik eine große Verantwortung.
12:14Das ist nicht immer leicht.
12:17Sie hatte seit Herrn Wittenberg und dessen tragischen Ende keine ernstzunehmende Beziehung mehr.
12:24Oder?
12:25Zwischen Ihrer Tochter und mir war das nie ein Thema.
12:29Ihr Leben besteht eigentlich nur noch aus Arbeit.
12:33Wenn Sie mich fragen, können Sie sehr stolz auf Ihre Tochter sein.
12:39Sie ist in einem kritischen Alter.
12:41FĂŒr Eltern sind die Kinder immer in einem kritischen Alter.
12:46Ich hĂ€tte mich einfach mehr um Sie kĂŒmmern mĂŒssen.
13:04Entschuldige, dass ich dich heute Mittag von deiner Patientin weghauen musste.
13:07Wieso? So ist die Klinik-Hierarchie.
13:10Sagen wir mal, so sind die AblÀufe.
13:13Was hat sie denn?
13:15Sah nach einem Aneurysma aus.
13:16Sie war konsultativ hier.
13:18Die Klinik-Professor Eger hat sie hergeschickt fĂŒr eine Angio-CT.
13:23Aber im Empfang hat sie gesagt, dass sie von dir operiert wird?
13:26Das stimmt.
13:28Ich werde Frau Karimi operieren.
13:34Und wieso steht sie da nicht auf dem OP-Plan?
13:37Offenbar hat Roland noch nicht mit dir gesprochen.
13:40Offenbar nicht?
13:42Ich werde Frau Karimi nicht hier operieren.
13:45Sondern bei Professor Eger?
13:47Ja.
13:49Martin, das ist nicht in Ordnung. Wir brauchen dich hier.
13:52Meine Arbeit hier hat absolute PrioritÀt.
13:55Und alles andere musst du mit Roland besprechen.
14:09Und jetzt findet Bastian, dass du unbedingt zu uns ziehen solltest.
14:14Du bist so sĂŒĂŸ, der Basti.
14:16Mit dem Flo hast du ihm doch ins Ohr gesetzt.
14:18Bitte?
14:20GlĂŒck mich nicht an, Mama.
14:22Also, ich habe wirklich nichts damit zu tun.
14:26Womit er ja recht hat.
14:27Ich meine, bei anderen Leuten klappt das ja auch.
14:31Wer wĂŒrde nicht gern so zusammenleben?
14:34Ich. Ich zum Beispiel. Ich spiele da nicht mit.
14:37Ich habe nur gesagt, dass ich sowieso...
14:40Mama, du in DĂŒsseldorf.
14:42Ich in Leipzig.
14:43Alles andere wĂŒrde sowieso nicht funktionieren.
14:44Du siehst doch, wir streiten ja jetzt schon wieder.
14:46Du streitest.
14:49Oh, sorry.
14:51Guten Morgen.
14:52Der OP wartet.
14:56Was ich dir wirklich ĂŒbel nehme, ist, dass du Bastian gegen mich ausspielst.
15:03Willst du mir nicht wenigstens GlĂŒck wĂŒnschen?
15:06Schwester Miriam?
15:12Deine Tasche!
15:14Die bringen wir ihr gleich.
15:20So.
15:24Die Patientin ist dann soweit.
15:28Roland, warte mal.
15:34Martin hatte gestern eine Patientin mit einem Arrhysma, der Arteria femoralis.
15:38Und?
15:40Die Patientin kommt extra aus Teheran, um sich von ihm operieren zu lassen.
15:44Alle Voruntersuchungen finden hier statt.
15:45Angio, Ultraschall.
15:47Nur die OP nicht.
15:49Ich hĂ€tte dich informieren mĂŒssen.
15:52Ja, das hÀttest du.
15:54Ich habe ziemlich blöd dagestanden, als ich ihn gestern darauf angesprochen habe.
15:57Er ĂŒbrigens genauso.
15:59Entschuldige.
16:02Mehr hast du dazu nicht zu sagen?
16:04Wir sind soweit.
16:14Saugen.
16:20Hier nochmal.
16:23Irgendwas stimmt hier nicht.
16:24Sie lÀsst sich sehr schwer beatmen.
16:26Ich gehe auf Manuel.
16:28Meißel?
16:30Hammer.
16:37Gut, das war's.
16:40Der Knochen sieht ja noch sehr gut aus.
16:45SpĂŒlen.
16:46Sie wird arrhythmisch.
16:47Ziehen Sie rhythmisch stabil auf.
16:48Eine Ampulle.
16:49Und dann langsam die HĂ€lfte spritzen.
16:51Was ist denn los?
16:52Wir brauchen hier noch eine Weile.
16:53Ich habe keine Ahnung.
16:53Beeilt euch.
16:54Ich frische dir jetzt den Knochen nochmal an.
16:56SĂ€ge.
17:04Sie fÀngt dich wieder.
17:06Gut.
17:16Der Eingriff ist nicht ganz reibungslos verlaufen.
17:19Die AnÀsthesie war sehr schwierig.
17:21Was ist denn passiert?
17:23Sie war schlecht zu beatmen.
17:25Denn es ist zu Herzrhythmusstörungen gekommen.
17:28Ich sehe mir das an, wenn sie sich wieder erholt hat.
17:31Ist das was Ernstes?
17:32Weiß ich noch nicht.
17:34Sa.
17:38Da sind Sie ja wieder.
17:40Und?
17:41Der Eingriff war erfolgreich.
17:42Die Prothese sitzt.
17:43Sie können morgen schon mit der Physio beginnen.
17:45Falls Sie spÀter Schmerzen bekommen, melden Sie sich.
17:48Wir können mit dem Schmerzkatheter in der Dosierung noch höher gehen.
17:55Schön, dass du da bist.
17:56Ja.
17:57Ich kann aber nicht lange bleiben, Mutter.
18:02Schwester Miriam ist ja jetzt an.
18:04Ich soll Sie auf ihr Zimmer bringen.
18:06Kannst du nicht vielleicht mitkommen?
18:09Mutter, ich muss wirklich an meinen Schreibtisch.
18:10Ach, nur einen Augenblick bei mir bleiben.
18:13Mach mir jetzt kein schlechtes Gewissen.
18:14Ich, ich schaue spÀter nochmal nach dir.
18:17Bis spÀter.
18:20So, dann wollen wir mal.
18:23Das war's.
18:24Danke, Kollegen.
18:26Danke.
18:29Roland, können wir jetzt reden?
18:33Ich hĂ€tte dir hier meine Entscheidung mit einbeziehen mĂŒssen.
18:36Eine Entscheidung, die ich fĂŒr fragwĂŒrdig halte.
18:38Denn wir brauchen Martin hier.
18:40Können wir in mein BĂŒro?
18:42Kommst du?
18:45Meinetwegen können wir das auch hier besprechen.
18:47Letzten Endes geht es alle Kollegen etwas an.
18:49Wenn ich störe.
18:51Ich vermute, es geht um meine NebentÀtigkeit.
18:53Darum geht es, Martin.
18:54Genau.
18:55Die GefĂ€ĂŸchirurgie wurde hinter meinem RĂŒcken verkleinert.
18:58Mein Fachgebiet ist also nicht mehr Schwerpunkt der Sachsenklinik.
19:01Das ist zwar eine etwas vereinfachte Darstellung, aber bitte.
19:05Worauf willst du hinaus?
19:07Die Klinikprofessor Eger hat mich angefragt.
19:09Ich habe zugesagt.
19:10Die Klinikleitung hat es gebilligt.
19:13Ganz einfach.
19:14Was ist dein Problem?
19:16Dass du dich dabei ĂŒbernimmst?
19:18Dass du unserer Klinik lukrative OPs abziehst?
19:22Ich bin nicht erst seit gestern dabei, Katrin.
19:24Ich kann meine KrÀfte ganz gut einteilen.
19:26Und die fehlenden Einnahmen aus der GefĂ€ĂŸchirurgie,
19:29die holt ihr doch mit den Fördergeldern
19:31innerhalb der nÀchsten zwei Jahre wieder rein.
19:33Deine Worte!
19:34So haben wir das in unserer Antragstellung kalkuliert.
19:37Ja, das ist richtig, aber trotzdem...
19:38Der Klinikchef vertraut mir.
19:41Warum du nicht?
19:45Gut.
19:47Solange deine Arbeit bei uns nicht darunter leidet.
19:50Fragt eigentlich jemand Dr. Kaminski,
19:53wo er ĂŒberall praktiziert?
19:54Nein.
19:55Gibt es deswegen Probleme?
19:56Auch nicht.
19:57Dr. Kaminski ist Belegarzt.
19:59Dr. Kaminski wĂ€re froh, man wĂŒrde ihn da raushalten.
20:02Herr Kollege, das bleibt unter uns.
20:04Geschenkt.
20:06Ich habe jetzt eine OP.
20:08War es das?
20:16Weißt du, was ich glaube?
20:19Du wolltest mit dieser Entscheidung
20:20dein Gewissen beruhigen.
20:22Weil du mich zum Chef gemacht hast
20:23und nicht ihn.
20:34Hallo, Oma.
20:35Ach, hallo.
20:37Willstest du nicht in der Schule sein?
20:38Ja, ich...
20:39Ich habe zwei Freistunden.
20:41Hier.
20:42Halt dir das mal an.
20:46Ach so.
20:48Das ist von euch,
20:49nicht von Double Dynamite.
20:51Ja, genau.
20:51Der Name ist doch geblieben.
20:53Ja.
20:53Wir haben sogar nÀchste Woche einen Auftritt.
20:55Da wÀre ich gern dabei.
20:57Ja, kannst du doch.
21:00Ach...
21:00Also, dein Knie...
21:01Na ja, das ganze Bein.
21:04Das ist schon seit der OP so.
21:07Es ist irgendwie wie taub.
21:10Ich kann es nicht bewegen.
21:11Es ist wie...
21:13wie gelÀhmt.
21:14Ja, das mĂŒssen wir doch jemandem sagen.
21:16Ach, das ist bestimmt schlimm.
21:18Doch, doch.
21:19Ich hole lieber einen Arzt.
21:29Was machst du denn hier?
21:31Was ist denn los?
21:33Oma kann ihre Beine nicht mehr bewegen.
21:35Ach.
21:36Und jetzt hat sie dir gesagt,
21:37dass du mir Bescheid geben sollst.
21:40Was?
21:40Wieso?
21:41Was?
21:41Ist ein Arzt drin?
21:42Ja, Dr. Heilmann.
21:44Gut.
21:46Sag mal, ist dir eigentlich egal,
21:48was mit Oma los ist?
21:49Nein, Bastian, aber...
21:54Oma.
21:58Irgendwas stimmt nicht mit mir.
22:01Ich muss zum Uttarschall.
22:04Hoffentlich ist es kein Schlaganfall.
22:06Ein Schmerkanfall?
22:07Fahren Sie bitte.
22:11Deine Mutter hat Beschwerden im Bein.
22:13Am ehesten ist es ein Problem
22:14mit dem Schmerzkatheter.
22:15Wir prĂŒfen das.
22:16Es könnte auch eine Thrombose sein
22:18wegen der Emboliegefahr
22:19mĂŒssen wir das unbedingt ausschließen.
22:21Deshalb machen wir jetzt
22:21eine GefĂ€ĂŸdarstellung
22:22und eine Blutuntersuchung.
22:25Dann sehen wir weiter.
22:26Ja?
22:26Danke.
22:30Na, komm.
22:36Mahlzeit.
22:37Na, wieder beruhigt?
22:40Das war eine ganz normale berufliche Auseinandersetzung.
22:43Ach so.
22:45Na ja.
22:46Wenn man die Entscheidungen der Chefetage
22:49nicht mittragen kann,
22:51dann ist man wahrscheinlich im falschen Job.
22:53Keine Sorge.
22:54Ich habe meine berufliche Stellung
22:56durchaus mit Bedacht gewÀhlt.
22:58Und ich sehe mich in der Lage,
23:00Kritik zu Ă€ußern,
23:01ohne dass daraus gleich ein kompletter Misstrauensantrag wird.
23:03Oh, ich trage eine gewisse DĂŒnnhĂ€utigkeit.
23:07Den GesprÀchseinstieg haben Sie besser hinbekommen.
23:10Wer sagt es denn?
23:11Doch noch ein Kompliment.
23:12Wenn auch kryptisch.
23:20Was stellt ihr euch wegen des Geldes so an?
23:23Das verstehe ich nicht.
23:24Seit ich denken kann,
23:25hast du alles fĂŒr mich gezahlt.
23:27Jetzt lass mich doch mal was zurĂŒckgehen.
23:28Martin, hast du einen Moment?
23:31Ja.
23:36Was ist denn?
23:39Ich operiere Ende der Woche in einer Privatklinik.
23:42Eine Patientin, also keine große Sache.
23:44Na, wirklich?
23:45An sich nicht.
23:46Aber?
23:48Es sind nicht alle Kollegen damit einverstanden.
23:50Die sind nur neidisch.
23:51Ist auch eine Form der Anerkennung.
23:53Das hat nichts mit Neid zu tun.
23:54Es geht um Transparenz.
23:56Ja.
23:57Und das hast du verbockt.
24:00Ich hatte einfach vergessen, mit ihr zu sprechen.
24:03Weil du geahnt hast, dass Katrin dagegen ist.
24:06Ich wollte ja nicht reingehen,
24:07das in Ruhe besprechen.
24:12Ich habe einen Außentermin.
24:25Und dann gibt es was Neues.
24:27Die Verdachtsdiagnosen sind entkrÀftet.
24:30Die Untersuchungen waren alle unauffÀllig.
24:32Also es war kein Schlaganfall?
24:34Nein.
24:37Und diese Beschwerden?
24:39Die treten plötzlich nach so einer Knie-OP auf, auf einmal?
24:42Sarah, ich kann noch nichts sagen.
24:45Deine Mutter meint, dass sie in letzter Zeit schneller ermĂŒdbar ist.
24:49Na ja, sie ist ĂŒber 70.
24:50Die LĂ€hmung?
24:51Sie klagt ĂŒber Schluckschwierigkeiten.
24:53Die EntzĂŒndungsparameter sind leicht erhöht.
24:57Eine beginnende Multiple Stlerose.
25:01MS.
25:02Wir klÀren das neurologisch ab.
25:08Vielleicht hat sie aber auch gar nichts.
25:10Das kann doch auch sein, oder?
25:12Dass sie uns was vormacht? Warum?
25:13Da wĂŒrde mir schon was einfallen.
25:16Sarah, wir sind mit unseren Untersuchungen noch lange nicht am Ende.
25:21Tja.
25:32Dr. Brentano, ich habe mir die Befunde von Frau Marquardt angesehen.
25:36Ich bin ihrer Meinung.
25:37Komplette neurologische Befundung.
25:39Liquor-Punktion, EMG, ENG, CT.
25:53Mir geht es schon wieder ein bisschen besser.
25:57Schön.
25:59Sie wissen alle nicht, was es ist.
26:03Und du bist dir ganz sicher, dass es dir nicht schon viel besser geht.
26:07Wie meinst du das?
26:08Na ja, das ist ja schön, wenn sich alle Sorgen um einen machen.
26:11Glaubst du, ich mache euch was vor?
26:14Das frage ich dich.
26:17Also, warum sollte ich sowas machen?
26:19Na ja.
26:20Na ja, was?
26:22Damit ich ein schlechtes Gewissen bekomme und einwillige, dass du bei uns einziehst.
26:26Also, bist du verrĂŒckt?
26:27Mama, ich kenne dich.
26:28Du weißt genau, wie man die richtigen Knöpfe drĂŒckt.
26:31Aber du kannst hier nicht die gesamte Ärzteschaft missbrauchen.
26:35Roland und Brentano, die haben noch andere...
26:38Mein Arm ist wie gelÀhmt.
26:43Der ist ganz taub.
26:46War nicht vorher dein Bein gelÀhmt und jetzt der Arm?
26:51Ich habe doch recht, oder?
26:55Frau Magwart?
26:57Es stehen noch weitere Untersuchungen an.
27:00Ich glaube, Schwester Miriam, das ist nicht nötig.
27:03Oder?
27:03Was redest du denn?
27:07Irgendwas ist los mit mir.
27:09Begreifst du denn das nicht?
27:14Der Arm ist wie gelÀhmt.
27:18Die Beschwerden haben sich ausgeweitet.
27:20Es ist eine Art SchwÀche der gesamten proximalen ExtremitÀtenmuskulatur.
27:24Sie gehen von einer neuromuskulÀren Erkrankung aus?
27:28Multiple Sklerose können wir mittlerweile ausschließen.
27:32Wenn es nach Sarah geht, macht uns Ihre Mutter etwas vor.
27:36Sie glauben das nicht?
27:37Nein.
27:38Die Ergebnisse des EMG sind da.
27:43Uninteressant.
27:45Hier, fĂŒnfte Amplitude im Vergleich zur ersten um zwölf Prozent kleiner.
27:49Deutliches Dokument.
27:51Nach der sechsten Amplitude ein leichter U-Shape.
27:57Myosthenia Gravis.
28:00Bestimmte Narkosemittel können die Symptomatik deutlich verschlimmern.
28:04Das wĂŒrde passen.
28:04Auch die Komplikationen wÀhrend der OP.
28:06Ungewöhnlich nur, dass zuerst die ExtremitÀten betroffen sind.
28:10Und nicht die Augen- und Gesichtsmuskulatur.
28:12Die Augenmuskulatur ist betroffen, wenn auch nur leicht.
28:14Die Patientin hat noch nichts gespĂŒrt.
28:15Sie hĂ€lt es fĂŒr normale MĂŒdigkeit.
28:18Dr. Bantan hat einen Simson-Test gemacht.
28:21Dr. Bantan hat Frau Marquardt Schluckbeschwerden.
28:27Es ist eine Myosthenia Gravis.
28:29Ich lasse auf Antikörper testen.
28:32Soll ich vielleicht mit Hildegard Marquardt sprechen?
28:36Wenn ich Ihnen damit helfen kann?
28:39Na, wenigstens einer, der es gut mit mir meint.
28:41Eine Myosthenia Gravis ist eine seltene Erkrankung, die zu einer MuskelschwĂ€che fĂŒhrt.
28:49Bei dieser Erkrankung spielt die ThymusdrĂŒse eine große Rolle.
28:54Deshalb machen wir jetzt erst mal ein CT des Brustkorbs.
28:57Und dann?
29:00Ja, gegebenenfalls mĂŒssen wir operieren.
29:02Aber das besprechen wir nach dem CT.
29:06Danke, dass Sie da sind.
29:09Wir sind alte Freunde.
29:15So, dann einmal bitte die HĂ€nde ĂŒber den Kopf.
29:17Sie kennen das ja schon, Frau Marquardt.
29:18Und sollten Sie Panik bekommen, einfach draufdrĂŒcken, ja?
29:23Frau Marquardt, es geht los.
29:24Bleiben Sie bitte ganz ruhig liegen.
29:38Da haben wir schon den Thymus.
29:45Wir mĂŒssen operieren.
29:52Es ist Ihre Entscheidung, aber ich rate dazu, die ThymusdrĂŒse so schnell wie möglich komplett zu entfernen.
29:57Wir wĂŒrden das minimalinvasiv machen.
30:00Das Narkose-Risiko ist natĂŒrlich höher als normal.
30:03Entschuldigung.
30:05Was hat Sie denn jetzt?
30:07Ich habe Krebs.
30:09Was?
30:10Moment, wir haben einen Tumor entdeckt in der ThymusdrĂŒse.
30:13Vermutlich ist er die Ursache fĂŒr die Beschwerden.
30:15Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor gutartig ist.
30:20So verrĂŒckt wie das klingt, ja, seine Chance bei 70 Prozent der Patienten
30:24wird die Myasthenie durch die Entfernung der DrĂŒse positiv beeinflusst.
30:28Und was jetzt?
30:30Ich kann wirklich nur zu dem Eingriff fragen.
30:33Wann?
30:34Morgen.
30:36Was meinen Sie?
30:38Es tut mir leid, Frau Marquardt.
30:40Zur OP gibt es keine Alternative.
30:45Mama.
30:51Ja, ich schicke Ihnen die E-Mail gleich raus.
30:54Ich bin dran.
30:55Ja, entschuldigen Sie bitte die VerspÀtung.
30:58Dankeschön.
31:05Bastian, mach dir nicht so viel Sorgen.
31:07Wenn Roland die Operation fĂŒr vertretbar hĂ€lt, dann wird das schon seine Richtigkeit haben.
31:13Oma wird vielleicht sterben.
31:18Nein, das wird sie nicht.
31:21Wieso bist du so zu ihr?
31:36Bastian.
31:44Ich habe wirklich gedacht, sie macht mir was vor.
31:47Ich habe mich da in was verrannt.
31:51Was ist, wenn sie uns jetzt braucht?
31:54Ich meine, nach der OP.
31:57Wenn es ihr dann schlecht geht oder irgendwann noch schlechter.
32:01Wir haben doch wirklich genug Platz.
32:03Bastian.
32:05Wir können uns doch gemeinsam um sie kĂŒmmern.
32:08Du wirst bald Abitur machen und studieren.
32:10Ja, das kann ich doch auch in Leipzig.
32:14Du wirst dein eigenes Leben fĂŒhren und das ist auch gut so.
32:16Das ist alles nicht so einfach.
32:21Ja, ja.
32:25Sag mal, du musst doch bestimmt noch was fĂŒr die Schule machen.
32:33Pass auf.
32:34Bevor du nach Hause fÀhrst, essen wir noch schnell was zusammen.
32:40Und was ist jetzt mit Oma?
32:44FĂŒr die kannst du im Moment sowieso nichts tun.
32:48Außerdem freut sie sich, wenn du gut in der Schule bist.
32:52Komm.
33:04Wollen wir nicht doch noch mal bei Oma vorbeigucken?
33:07Du hast ja gehört, sie schlÀft.
33:10Guckst du wenigstens noch mal bei ihr vorbei?
33:11Ja.
33:14Guten Abend.
33:15Hallo, Bastian.
33:16Guten Abend.
33:17Guten Abend, Herr Professor.
33:21Ja.
33:23Sie beide machen sich große Sorgen.
33:25Um ihre Mutter.
33:28Ja.
33:29Es ist ja nicht klar, ob sie wieder ganz gesund wird und
33:31ob sie dann noch alleine leben kann.
33:33Sie ĂŒberlegen, ihre Mutter aufzunehmen.
33:37Tja.
33:39Will sie das denn?
33:40NatĂŒrlich will sie das.
33:41Aber ich sage Ihnen eins, es gibt Mord und Totschlag.
33:43Ach was.
33:44FĂŒr zwei intelligente Menschen gibt es immer einen Weg zueinander.
33:48Das Leben besteht aus Kompromissen.
33:53Selbst wenn es zwischen uns beiden funktionieren wĂŒrde,
33:57was ist, wenn sie ein Pflegefall wird?
33:58Ich bin normalerweise von morgens bis abends hier in der Klinik.
34:01Es gibt immer eine Lösung.
34:03Wenn man will.
34:06Zum Beispiel ein privater Pflegedienst.
34:08Zwölf Stunden oder mehr tÀglich?
34:10Wer kann sich denn das leisten?
34:11Eine Alternative gibt es immer.
34:14Ingrid und ich, wir diskutieren das stÀndig.
34:18Wissen Sie, wovor ich am meisten Angst habe?
34:23Dass meine Mutter immer mehr abbaut und ich ihr dabei zusehen muss.
34:27Das verstehe ich.
34:40Ja?
34:43Kannst du auch nicht schlafen?
34:46Senile Bettflucht.
35:01Ich reib deine neue Position in der Klinik ganz schön auf.
35:05Was?
35:05Egal wie ich es mache, einer fĂŒhlt sich immer vor den Kopf gestoßen.
35:11Hauptsache, du kommst mit Martin wieder irgendwie klar.
35:15Du bist enttĂ€uscht darĂŒber, wie es fĂŒr ihn in der Klinik gelaufen ist.
35:20Die Anerkennung, die er von dir wollte, die wollte sich jetzt woanders.
35:24Meinst du, es geht ihm wirklich nur um Anerkennung?
35:27Ja.
35:28Geld spielt fĂŒr ihn keine Rolle.
35:30Das hat mir die Auseinandersetzung um den Wasserrohrbuch deutlich gezeigt.
35:35HĂ€tte ich euch damals eigentlich auch unter die Arme greifen sollen?
35:40Solche Probleme lösen VÀter und Söder miteinander.
35:48Ja, ich habe Montfuy eine komplizierte OP.
35:52Guten Abend.
35:53Guten Abend.
36:05So, das geht ins Labor.
36:08Wie geht's ihr?
36:08Alles in Ordnung, sie ist stabil.
36:11Das DrĂŒsengewebe ist mit dem Perikard verwachsen.
36:13Das war im CT so nicht zu erkennen.
36:15Das bekommen wir ĂŒber den minimalinvasiven Zugang nicht raus.
36:20Wir mĂŒssen sie aufmachen.
36:23Eine Sternotomie?
36:24Ja.
36:25Keine gute Idee.
36:30Also gut, wir steigen um auf Penthalorin.
36:32Lassen Sie zwei Konserven einkreuzen.
36:37Dann los.
36:46Hast du Oma heute Morgen nochmal gesehen?
36:48Ja, kurz.
36:51Weiß sie wenigstens, dass du heute Nacht hier warst?
36:54Ja.
36:57Dauert es immer so lange?
36:59Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Sie sich gerade fĂŒr eine offene OP entschieden haben.
37:04Aha.
37:07Ich sehe nichts saugen.
37:11Hippo?
37:12Sie fÀllt im Druck.
37:13Klemme?
37:14Das blutet und blutet.
37:16Haken umsetzen, ich sehe nichts.
37:18Lange kann ich Sie nicht mehr halten.
37:19Ihr Herz macht schon wieder Probleme.
37:20Du musst uns noch ein bisschen Zeit verschaffen.
37:41Wir sind fertig.
37:42Deine Mutter wird gerade auf eine Intensivstation gebracht.
37:44Oh, wie ist es gelaufen?
37:45Wir haben hoffentlich alles entfernen können.
37:48War es bösartig.
37:50Das Gewebe ist nur zur Untersuchung im Labor.
37:52Wir mĂŒssen die Ergebnisse abwarten.
37:55Können wir denn jetzt zu ihr?
37:56Na klar.
38:03Sobald die Befunde da sind, melde ich mich bei euch.
38:06Danke.
38:09Danke.
38:10Danke.
38:12Danke.
38:24Ich habe gestern noch lange nachgedacht darĂŒber, was du gesagt hast.
38:28Was?
38:29Ob wir vielleicht auch Oma zu uns nehmen können.
38:32Echt?
38:33Ich weiß, es ist kompliziert.
38:36Mama.
38:36Mama.
38:38Sag.
38:39Mama.
38:41Guck mal.
38:42Bastian ist auch da.
38:44Nicht anstrengend.
38:45Ach, ich habe so einen Torst.
38:48Ist alles in Ordnung?
38:49Ja, danke schön.
38:51Ich gebe dir was zu tun.
38:55Ganz vorsichtig.
38:59So.
39:02Ja?
39:06Kann ich dich mal einen Augenblick sprechen?
39:09Na klar.
39:15Nimm Platz.
39:16Danke.
39:21Ich bin gekommen, um dir zu sagen, dass ich deine Entscheidung, Martin extern operieren zu lassen,
39:25auf jeden Fall mittrage.
39:27Danke.
39:29Aber ehrlich gesagt.
39:31Was?
39:32Dir bleibt doch nichts weiter ĂŒbrig.
39:34Was sind denn das fĂŒr Töne?
39:35Manchmal muss man der RealitÀt ins Auge sehen.
39:40Meinst du, Martin kann das auch?
39:41Der RealitÀt ins Auge blicken?
39:43Ja, ich vertraue ihm.
39:45Die Entscheidungen sind dir auch schon gefallen.
39:48Und Martin ist nicht der einzige Arzt, der in der Klinik der genehmigten NebentÀtigkeiten nachgeht.
39:53Ich weiß.
39:55Ja?
39:59Aha.
40:02Ich wollte nur mal wissen, wie die OP gelaufen ist.
40:05Gut.
40:09Und, Ă€hm, habt ihr auch ĂŒber mich gesprochen?
40:13Wir hatten eigentlich das ganze Team im Auge.
40:16Na, da bin ich ja froh, dass ich aus eurem Fokus raus bin.
40:19Ja, aber so schnell geht das nicht.
40:23Auf einen Freund hat man immer ein besonderes Augenmerk.
40:28Na, super.
40:34Ich hab mit Katrin und Roland gesprochen.
40:36Und?
40:37Alles gut.
40:38Ich hatte nichts anderes erwartet.
40:40Hast du was damit zu tun?
40:42Martin, Roland ist sein Freund.
40:46Du bist sein Freund.
40:48Und dann reinkt beide dazu, das immer wieder zu vergessen.
40:51Also muss man euch daran erinnern.
40:53Ja.
40:53Na, das verhÀltst du.
40:56Martin, wir können unseren Kredit selber zurĂŒckzahlen.
40:59Meinst du, ich mach diese NebentĂ€tigkeiten nur fĂŒr mich?
41:02Die mach ich natĂŒrlich auch fĂŒr die Familie.
41:04Familie ist genauso wichtig wie Freundschaft.
41:07Ja, aber hier, das Geld nimmst du.
41:08Papa, die Symptomatik wird in ein paar Wochen zurĂŒckgehen.
41:12Dann ĂŒberweisen wir sie an einen Neurologen, der die weitere Therapie koordiniert.
41:17Ich hab keinen Krebs.
41:19Der Tumor war gut an dich.
41:21Außerdem wird er mit Ihnen besprechen, welche Dinge, Medikamente und andere Faktoren Sie unbedingt meiden sollten.
41:28Stress zum Beispiel.
41:30Ja, ja.
41:31Es besteht wirklich anders zur Hoffnung, dass Sie dann ein annĂ€hernd normales Leben fĂŒhren können.
41:36Und die Kraftlosigkeit, also ich mein, diese LĂ€hmung.
41:40Sollte bald besser werden.
41:41Ich seh spÀter nochmal in Reine.
41:44Danke.
41:46Mama.
41:49Sag mal, hast du getrunken?
41:52Nein, ich hĂ€tte mich in letzter Zeit mehr um dich kĂŒmmern mĂŒssen.
41:56Alles ist gut so.
41:58Weißt du, wir haben lange darĂŒber nachgedacht, ob es nicht vielleicht doch besser ist, wenn du zu uns ziehst.
42:02Oft in deine kleine, unaufgerÀumte Wohnung.
42:05Also die ist nicht so klein und unaufgerÀumt.
42:08In jedem Fall ist sie ungemĂŒtlich.
42:10Stopp.
42:10Also wenn du dich unbedingt um jemanden kĂŒmmern möchtest, dann such dir unbedingt einen Mann.
42:15Ich wollte nur nett sein.
42:17Oder einen Hund.
42:19Wie du meinst.
42:20Ich komme jedenfalls noch ganz gut alleine, klar.
42:24Danke, mein Struppelchen.
42:29Ach, zieht Oma jetzt doch zu uns?
42:30Nein.
42:32Ich hab dir was mitgebracht.
42:34Ach, das ist aber hĂŒbsch.
42:42SĂŒĂŸ.
42:43Hex
42:49Hex
42:51Vielen Dank.
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