- vor 6 Wochen
Kategorie
đș
TVTranskript
00:20Love Is Enough
00:39Ich wĂ€re fĂŒr eine operative Versorgung.
00:41Das sehe ich genauso.
00:42Sagen Sie Dr. Globisch Bescheid
00:44und setzen Sie Frau Zwielinski auf den OP-Plan.
00:46Was mache ich?
00:50Lisa, was machst du hier?
00:51Kommst du mich abholen?
00:53Nicht dich.
00:54Hanna.
00:55Hanna Globisch, die Tochter deiner Kollegin.
00:59Lisa, verdienen Sie Ihnen ungefÀhr etwas dazu mit Babysippen?
01:01Ach, das habe ich als SchĂŒlerin auch immer gemacht.
01:04Wenn du noch kurz wartest, könntest du uns mitnehmen.
01:06Dann mĂŒssen wir nicht mit der StraĂenbahn fahren.
01:08Ich warte.
01:09TschĂŒss.
01:10Ich wĂŒnsche Ihnen einen ruhigen Dienst.
01:11Das ist nett, danke.
01:12Frau Dr. Weber, Sie sollen bitte in die Notaufnahme kommen.
01:15So viel zum Thema ruhig.
01:22Alles in Ordnung?
01:26Ja, ich dachte, ich hĂ€tte fĂŒr einen Moment, aber das ist Quatsch.
01:29Schön Feierabend, ich muss.
01:36Hast du alles, Hanna?
01:37Ja.
01:38Und wisst ihr schon, was ihr vorhabt?
01:40Erstmal machen wir uns Fernkuchen.
01:42Mh, lecker.
01:42Und dann gucken wir einen Kruselfilm.
01:45Was?
01:45Naja, ein Animationsfilm.
01:47Sehr witzig und ĂŒberhaupt nichts Aufregendes.
01:50Ah, das klingt doch toll.
01:52TschĂŒss, Mama.
01:53TschĂŒss, mein Schatz.
01:54Viel SpaĂ euch beiden.
01:55Danke.
01:57Hallo, Hanna.
01:58Hallo.
01:59Störe ich.
02:00Steffen, was machst du denn schon hier?
02:05Deine Tochter scheint mich heute nicht besonders zu mögen.
02:08Sie mag keine MĂ€nner, die sich fĂŒr mich interessieren.
02:10Ach, gibt's da so viele?
02:11MĂ€nner?
02:12Nicht, dass ich wĂŒsste.
02:13Na, einen kenne ich ja schon mal persönlich.
02:16Deine Voruntersuchungen sind aber erst fĂŒr morgen einberaumt.
02:19Wenn ich schon die nÀchste Zeit im Krankenhaus verbringen muss, hoffe ich doch heute Abend zumindest auf ein gutes Essen.
02:24Mit dir.
02:26Ich weiĂ, ich hĂ€tte mich vorher melden sollen.
02:30Tut mir leid, aber ich habe mir heute Abend extra freigenommen.
02:34Ach so?
02:34Ich muss lernen fĂŒr meine Ausbildung.
02:39Du musst das nicht erklÀren.
02:40Ich konnte nicht wirklich davon ausgehen, dass du Zeit hast.
02:45Na komm.
02:48Und was wirst du jetzt tun?
02:50Nimmst du dir ein Hotel?
02:51Also, wenn ihr ein Zimmer habt und das ist verwaltungstechnisch in Ordnung wĂ€re, dann wĂŒrde ich gleich in der Klinik
02:56bleiben.
02:57Aber wenn nicht, dann...
02:58Das kriegen wir schnell.
03:02Hallo.
03:02Hallo.
03:05Und was ist das jetzt fĂŒr eine Spezialausbildung, die du da machst?
03:08Das ist Zeralchirurgie.
03:10Ui, ui, ui.
03:10Ich will ein stĂŒndliches Update.
03:12Ja.
03:13WĂŒrden Sie sich diesen Befund noch mal ansehen?
03:15Mhm.
03:16Ach, Schwester, ach so.
03:18Entschuldigung.
03:18Herr Fram wird heute schon stationÀr aufgenommen.
03:21Können Sie sich bitte darum kĂŒmmern?
03:22NatĂŒrlich.
03:23Hallo.
03:24Hallo.
03:24Hallo.
03:25Ja, ich weiĂ, ich bin zu frĂŒh, aber ich konnte es einfach nicht abwarten.
03:28Ja, na dann.
03:30Ich habe mich sehr gefreut, dich wieder zu sehen, Katrin.
03:32Ich mich auch.
03:34Gute Nacht.
03:34Gute Nacht.
03:35SĂŒndig, Mann.
03:35Danke.
03:36Katrin.
03:36Kommen Sie.
03:38Ja, dann, bis morgen.
03:39Ja, gute Nacht.
03:41Ja.
03:45Ja.
03:46Und Updates zu dir und Frau.
03:49Gibt es nicht.
03:51Schönen Dienst noch.
03:52Gute Nacht.
03:53Gute Nacht.
03:58Gute Nacht.
04:00Gute Nacht.
04:01Gute Nacht.
04:09Gute Nacht.
04:33Gute Nacht.
04:36Gute Nacht.
04:39Gute Nacht.
04:40Ach, Katrin.
04:42Alexander?
04:45Was?
04:46Warum?
04:46Ich meine, was machst du hier?
04:48Ich wollte dich sehen.
04:50Zeig mal her.
04:52Das muss genÀht werden.
04:54Da ist ein ganz schöner Schlag drauf.
04:59Ich bin gleich.
05:01Ja.
05:21Hier drĂŒckt es auf die Wunde.
05:24Und bei Ihnen.
05:25Und bei Ihnen ein Notfall?
05:26Und bei Ihnen ein Notfall?
05:2752-jÀhriger Mann mit einer Wirbelfraktur.
05:28Er ist jetzt in der Drei.
05:30Na, dann gehe ich mal weitersuchen.
05:32Gute Nacht.
05:42Die meiste Zeit war ich in Holland.
05:49Die meiste Zeit war ich in Holland.
06:03Ach, ich war...
06:07Ich war...
06:09Ich war...
06:09Das will ich alles gar nicht wissen.
06:12Warum bist du hier?
06:16Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr du mir gefehlt hast.
06:24Du bist gegangen.
06:25Du warst weg.
06:27Von einem Tag auf den anderen, an unserem Hochzeitstag.
06:29Ich weiĂ.
06:30Du weiĂt nichts.
06:32Du hast doch keine Ahnung davon,
06:34was es mich gekostet hat, dich gehen zu lassen.
06:36All die ErklÀrungen und die Rechtfertigungen.
06:39Tut mir leid.
06:39Und dann habe ich immer noch gehofft, irgendwas von dir zu hören.
06:42Irgendeine Stimme auf dem Anruf beantwortet oder so.
06:45Aber ich wusste, da wĂŒrde nichts kommen.
06:47Und jetzt sitzt du hier in meiner KĂŒche
06:49und sagst, dass ich dir gefehlt habe.
07:19Wie spÀt ist es denn?
07:22Kurz nach sechs.
07:24Möchtest du schon los?
07:30Katrin, wir mĂŒssen reden.
07:32Soll ich mir freinehmen?
07:34Halt dich doch einfach krank.
07:36Alexander, du kannst hier nicht nach vier Monaten einfach aufkreuzen
07:39und verlangen, dass ich mein Leben auf den Kopf stelle.
07:43Wirst du da sein, wenn ich heute nach Hause komme?
07:45Was ist mit Hanna?
07:47Ich lasse mir was einfallen.
07:48Bist du da?
07:49Wenn du das auch willst, ja.
07:52Gut.
07:54Dann reden wir heute Abend.
07:55Ja.
08:07Ihr Zustand konnte inzwischen stabilisiert werden
08:09und Frau Rode wurde auf die Normalstation verlegt.
08:13Entschuldigung.
08:16Gut.
08:17Steffen Fram, 51 Jahre, Zustand nach Myokard-Infarkt.
08:21Kam vor ein paar Wochen wegen Pektanginöser Beschwerden zu uns.
08:25Die Diagnostik ergab, dass der einige Monate zuvor eingesetztes Stand nicht richtig sitzt.
08:31AuĂerdem hat er sich inzwischen zugesetzt.
08:33Deshalb wollen wir morgen einen Bypass legen.
08:35Wer assistiert?
08:35Frau Dr. Weber.
08:37Frau Marquardt erinnert daran, dass es sich bei den Patienten Fram
08:40um den sÀchsischen Gesundheitsdezernenten handelt.
08:42Seine volle Zufriedenheit ist uns allen.
08:45Also ein besonderes Anliegen.
08:47Du ĂŒbernimmst die AnĂ€sthesie?
08:50Katrin.
08:53Was?
08:55Die AnÀsthesie von Steffen Fram ist Chefsache.
08:58Ja, natĂŒrlich.
08:59Er ist bereits gestern angereist.
09:01Und die Voruntersuchungen sind fĂŒr heute Vormittag anbereit.
09:03Ob das wirklich eine BlasenentzĂŒndung ist,
09:06wissen wir, wenn wir das Laborergebnis der Urinuntersuchung haben.
09:10Glauben Sie mir, das ist einer.
09:12Ich habe das einmal im Jahr.
09:14Normalerweise gehe ich damit sofort zu meinem Hausarzt.
09:17Aber der ist ja gerade im Urlaub.
09:20Und er verschreibt Ihnen dann ein Antibiotikum?
09:22Ja, das ist das Einzige, was hilft.
09:25Das und richtig viel trinken.
09:27Sie können sich jetzt wieder anziehen.
09:28Sobald mir die Ergebnisse vorliegen, sage ich Ihnen Bescheid.
09:38Dauert das denn lange?
09:41Um drei muss ich meinen Enkel von der Kita holen.
09:44Mein Sohn und seine Frau sind beruflich unterwegs.
09:47Und Pius wohnt ein paar Tage bei mir.
09:50Ferien bei der Oma.
09:51Wir gehen heute in den Zoo.
09:53Seit Tagen redet er von nichts anderem mehr.
09:55Ich denke, Ihrem Zoo-Besuch steht nichts im Weg.
09:59In einer halben Stunde wissen wir Bescheid.
10:02Danke.
10:02Sie können dann so lange drauĂen warten.
10:04Okay.
10:06Wenn sonst nichts mehr anliegt,
10:08wĂŒnsche ich uns allen einen erfolgreichen Tag.
10:14Was ist los mit dir?
10:17Was soll denn sein?
10:18Du wirkst heute Morgen so ein bisschen vertrÀumt.
10:21Hat das vielleicht mit einem ĂŒberraschenden Besuch gestern Abend zu tun?
10:27Steffen Frahm.
10:29Der ist doch extra wegen dir so frĂŒh angereist.
10:32Also, falls ich abwesend wirke,
10:34hat das vielleicht damit zu tun,
10:35dass ich heute besonders viel um die Ohren habe.
10:38War die Polizei auch bei Ihnen?
10:41Die Polizei?
10:43Wegen Alexander.
10:44Es scheint Hinweise zu geben, dass er sich in Berlin aufhÀlt.
10:47Ich dachte, der hÀtte sich schon lÀngst ins Ausland abgesetzt.
10:49Offenbar nicht.
10:51Die Polizei hĂ€tte es fĂŒr möglich, dass er sich bei uns meldet.
10:53So dumm ist ja nicht mal er.
10:57Ich frage mich, was er vorhat.
10:59WeiĂ ich nicht.
11:00Interessiert mich auch nicht.
11:02Ich habe zu tun.
11:04Ich habe mich jetzt verbindlich zu dem Lauf angemeldet.
11:07Bist du denn in letzter Zeit mal wieder gelaufen?
11:10So ein Marathon.
11:11Da lÀuft sich nicht mal eben so.
11:14Ich habe immer mal wieder trainiert.
11:16Aber es ist ja ein Halbmarathon.
11:18UnterschÀtzt das mal nicht.
11:19Was soll er nicht unterschÀtzen?
11:21Hans-Peter will einen Marathonlauf.
11:24Einen halben.
11:25Das ist doch super.
11:26Der Befund von Frau Rickert.
11:29Titelt ihr auch ganz gut.
11:30Was soll denn das heiĂen?
11:32Na ja, drei Kinder.
11:34Das geht dann keinem so schwul ist vorbei.
11:36Sie hat recht.
11:38Hahnwegsinfekt.
11:39Frau Rickert?
11:41Findest du dich ja sehr charmant?
11:44Frau Rickert?
11:48Wo ist denn Frau Rickert?
11:50Keine Ahnung.
11:53Frau Rickert?
11:59Machst du bitte mal den Oberkörper frei?
12:02Das alles ohne ein gemeinsames Dinner.
12:05Setz dich bitte.
12:10Katrin, ich muss dich mal was fragen.
12:15Also, wie stehen meine Chancen?
12:17Eine Bypass-Operation klingt zwar dramatisch,
12:20aber fĂŒr uns ist das eher ein Routine-Eingriff.
12:23AuĂerdem bekommst du einen der besten GefĂ€Ăchirurgen, Dr. Stein.
12:26Katrin.
12:26Jetzt mal tief einatmen.
12:31Nochmal.
12:37Ich meine doch nicht die OP.
12:38Ich meine, wie stehen meine Chancen bei dir?
12:41WeiĂt du, wenn ich das alles hier ĂŒberstanden habe,
12:43dann wĂŒrde ich gerne da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
12:46Hallo, Entschuldigung, hat etwas gedauert.
12:48Wir hatten gerade einen Notfall.
12:49Wir brauchen ein aktuelles Labor an dem Blutdruck.
12:55Ist es irgendwelche UnvertrÀglichkeiten oder Allergien bei dir?
12:58Nein.
12:59Nimmst du aktuell irgendwelche Medikamente regelmĂ€Ăig ein?
13:02Ich meine auĂer dem BlutverdĂŒnnern fĂŒr den Stand.
13:04Nein.
13:05Gab es bei Operationen in letzter Zeit irgendwelche Komplikationen?
13:08Ich glaube nicht, nein.
13:09Gut.
13:13Katrin, ich weiĂ, du hast gesagt, dass du Zeit brauchst.
13:16Und ich bin ja auch bereit zu warten.
13:17Aber ich frage mich natĂŒrlich...
13:18Steffen, nicht jetzt, bitte.
13:20Das ist alles gerade...
13:22Kompliziert?
13:23Sowas in der Art.
13:25Bist du?
13:28Ziehen Sie Ihr Hemd bitte aus.
13:30Sie hat in der Anamnese nichts angegeben?
13:33BezĂŒglich eines Kampfladens?
13:34Nein, gar nichts.
13:35Sie kam wegen eines Harnwegsinfekts.
13:37Und ich wollte dir jetzt ein Antibiotikum verorten.
13:40Von einer Harnwegsinfektion bekommt man keinen Kampfanfall.
13:47Sie kommt zu sich.
13:49Frau Rickert, können Sie sich erinnern, was passiert ist?
13:54Wissen Sie, wo Sie sind?
13:58Wissen Sie, welchen Tag wir haben?
14:01Ja, und welchen Tag haben wir?
14:05Wissen Sie, wer ich bin?
14:12DrĂŒcken Sie mal meine HĂ€nde.
14:14Denkst du an einen Schlagkampfall?
14:16Ja, aber sie zeigt keinerlei Kraftminderung.
14:20Pupillenisokor und Lichtreagibel.
14:22Und jetzt?
14:23Trotzdem mein SchÀdel-CT?
14:24Ja, auf jeden Fall.
14:25Zur Sicherheit.
14:27Dem Sohn habe ich auf die Mailbox gesprochen.
14:29Und der Hausarzt ist anscheinend gerade im Urlaub.
14:31Ja, das hat sie mir erzÀhlt.
14:34Und ich melde das Unsichtbeit.
14:37Irgendjemand muss ihren Enkel aus der Kita abholen.
14:39Beruhigen Sie sich, Frau Rickert, ganz ruhig.
14:41Wir sind fĂŒr Sie da.
14:42Lisa, das ist wirklich eine groĂe Hilfe.
14:44Ja, danke.
14:45Gibst du sie mir nochmal?
14:46Hallo, mein Schatz.
14:48Ja, freut mich, dass du so einen SpaĂ hast.
14:50Was, dein Vater dazu?
14:52Ăh, den bringe ich dir spĂ€ter vorbei.
14:55Ja, versprochen.
14:56Bis dann.
14:57TschĂŒss.
15:02Und?
15:04Was und?
15:05Was lÀuft jetzt zwischen dir und Frauen?
15:08Nichts.
15:09Wir sind alle Freunde.
15:10Alte Freunde.
15:12Na klar.
15:13Ja, genau.
15:14Alte Freunde.
15:15Willst du mich jetzt verkuppeln, oder was?
15:17Ja, du musst ihn ja nicht gleich heiraten.
15:19Danke.
15:23Katrin, jetzt vergiss doch mal Reba und den ganzen Stress.
15:30Es war bestimmt nicht immer leicht.
15:33Aber ich war auch glĂŒcklich mit ihm.
15:35Und dann war er weg.
15:55Alexander?
16:02Alexander?
16:10Hallo, Katrin.
16:14FĂŒr einen Moment habe ich gedacht, dass...
16:16Dass ich wieder weg bin.
16:19Dass ich alles nur getrÀumt habe.
16:23Ich muss gleich wieder in die Klinik.
16:24Die Polizei war heute Morgen bei Maria.
16:26Ja, das war zu erwarten.
16:28Auch wenn ich gehofft hatte, dass es etwas lÀnger dauert, bis sie mir auf die Spur kommen.
16:32Warum, Alexander?
16:34Was hast du vor?
16:35Dir muss doch klar gewesen sein, welches Risiko du eingehst, wenn du hier zu uns kommst.
16:41Das hast du immer noch nicht verstanden.
16:45Weil es ein Fehler war, wegzugehen.
16:47Ich liebe dich, Katrin.
16:49Du und Hannah, ihr bedeutet mir mehr als alles andere auf der Welt.
16:53Und ich will kein Leben mehr ohne euch.
16:57Willst du dich jetzt doch stellen?
17:00DarĂŒber habe ich nachgedacht, mehr als einmal.
17:02Nein, ich...
17:07Ich möchte, dass ihr mit mir mitkommt.
17:12Ich zeige Ihnen das mal.
17:17Hier sehen Sie die VerhÀngung.
17:21Und wir legen den Bypass hier zwischen Aorta und HerzkranzgefĂ€Ă.
17:26Und dadurch wird der Herzmuskel wieder ausreichend mit Blut versorgt.
17:31Ich weiĂ, wir hatten das ja alles schon mal besprochen, aber...
17:35Insgeheim hatte ich immer noch die Hoffnung, das ginge ohne mein Herz stillzulegen.
17:39Ja, das geht leider nicht.
17:41Die Herz-Lungen-Maschine ĂŒbernimmt wĂ€hrend der Operation die Funktion ihres Herzens.
17:45Aber davon kriegen Sie ja ĂŒberhaupt nichts mit.
17:48Frau Dr. Globisch ist eine sehr erfahrene AnÀsthesistin.
17:53Und eine tolle Frau.
17:54Aber welche Frau will schon ein geschwÀchtes Herz geschenkt bekommen?
17:57Ein Herz, das durch eine Maschine ersetzt wird.
18:00Kuba!
18:02Wie soll das gehen?
18:03Wie stellst du dir das vor?
18:05Hast du mal an Hannah gedacht?
18:07Ja, natĂŒrlich.
18:08Sie wÀre nicht das erste Kind, das ins Ausland zieht.
18:10Sie wĂŒrde sich da schnell anpassen.
18:11Sie wĂŒrde es lieben.
18:13Alexander, wie sÀhe denn unser Leben dort aus?
18:15Wo sollen wir leben?
18:16Und vor allem, wovon?
18:17Also, du denkst darĂŒber nach.
18:20Alexander.
18:21Ich meine das ernst.
18:23Du hĂ€ttest mal darĂŒber nachdenken sollen,
18:26bevor du hierher kommst und mir so einen Vorschlag machst.
18:28Ja, aber das hab ich.
18:34Hier.
18:35Was ist das?
18:36Das ist das Haus, in dem wir wohnen werden.
18:38Das gehört deinem Freund, der hat es mir gĂŒnstig ĂŒberlassen.
18:41Aber die Staatsanwaltschaft hat doch all deine Konten eingefroren.
18:44Ja, die, von denen sie wusste.
18:47Das ist kompliziert.
18:48Jedenfalls, ich verfĂŒge noch ĂŒber etwas Geld.
18:50Genug, um dort neue anzufangen.
18:56Ich muss jetzt zurĂŒck in die Klinik.
18:58Katrin.
19:00Die gibt der Idee eine Chance.
19:03FĂŒr uns.
19:12Die Corona-Bypass-OP ist eine der hÀufigsten Operationen in der Herz-Jahobi.
19:17Und wir hier an der Sachsen-Klinik haben diesen Eingriff schon sehr oft erfolgreich durchgefĂŒhrt.
19:24Das wissen Sie ja selbst.
19:26Ja, daran zweifle ich ja auch gar nicht.
19:28Aber was ist denn, wenn mein Herz nicht wieder anfÀngt zu schlagen?
19:32Wenn ich nicht wieder aufwache?
19:34Im Moment geht's mir doch ganz gut.
19:35Warum soll ich denn so ein Risiko eingehen?
19:37Weil es nicht so bleiben wird.
19:39Sie hatten wiederholt Angina-Pectoris-AnfÀlle.
19:42Und damit steigt das Risiko eines Herzinfarkts von Tag zu Tag.
19:46Also gut.
19:47Gehen wir es an.
19:50Dann sehen wir uns morgen im OP.
19:55Und?
19:57WeiĂt du schon, was den Natriummangel ausgelöst hat?
19:59Wir tappen immer noch im Dunkeln.
20:01Ich habe nochmals ein Labor angeordnet.
20:03Kompletter Hormonstatus.
20:04Gerinnung einfach alles.
20:06Also weiter RĂ€tsel raten.
20:08Ich hoffe, dass sich bald Ihr Zustand besser durch die Natriumgabe.
20:18Engmaschige Ăberwachung?
20:20RegelmĂ€Ăige Kontrolle des Natriumspiegels.
20:22Bei einem zu schnellen Anstieg besteht die Gefahr einer Pontinen-Myrlin-Olyse.
20:28Hat sich Ihr Sohn schon gemeldet?
20:32Frau Rickert, können Sie mich hören?
20:34Wir haben Ihrem Sohn eine Nachricht hinterlassen.
20:37Gibt es noch jemanden, den wir anrufen können?
20:42Pius, Ihr Enkel, ja.
20:45Den wollten Sie um drei Uhr aus der Kita abholen.
20:48Wissen Sie, wie die Kita heiĂt?
20:54Wie spÀt?
20:56Um drei.
20:58Hilfst du mir, die Kitas in der NĂ€he abzutelefonieren?
21:02Klar.
21:04Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Rickert.
21:06Ich kĂŒmmere mich um Ihren Enkel.
21:12Und wenn die Temperatur weiter steigt, geben Sie mir bitte sofort Bescheid.
21:16Alles klar, mach ich.
21:17Hast du Katzen gesehen?
21:19Ist ein bisschen her.
21:20Warum?
21:20In Ihrem BĂŒro ist sie nicht.
21:21Auf dem Handy erreiche ich Sie auch nicht.
21:23Was ist denn los?
21:24Die Polizei war gerade hier.
21:26Naja, wegen Alexander Weber.
21:28Du weiĂt davon?
21:29Ja, Frau Dr. Weber hat heute Morgen erwÀhnt, dass man ihn in Berlin gesehen hat.
21:34Katrin hat gerade genug um die Hohen und jetzt wieder dieser Typ.
21:37Da habe ich dir vollkommen recht.
21:39Ich hoffe, dass sie endlich mit ihm abgeschlossen hat.
21:41Besser wÀre es.
21:56Wo hast du denn?
21:59Wieso?
21:59Ich habe ĂŒber eine Stunde nach dir gesucht.
22:01Ich hatte Mittagspause.
22:03Ich war spazieren.
22:03Die Polizei war hier und hat nach dir gefragt.
22:06Ich weiĂ, ich wurde am Empfang bereits darĂŒber informiert.
22:08Hat er sich bei dir gemeldet?
22:11Nein.
22:12Wusstest du, dass er noch in Deutschland ist?
22:14Jetzt klingst du wie die Polizei.
22:17Nein, wusste ich nicht.
22:18Das macht dir auch nichts aus.
22:19Ach, Roland, was soll das jetzt?
22:21Ich mache mir Sorgen.
22:22Musst du nicht.
22:23Du und Martin, ihr konntet ihn nie besonders leiden.
22:25Aber ihr habt Alexander nicht so kennengelernt wie ich.
22:27Er ist ein BetrĂŒger und ein Feigling und hat, statt Verantwortung zu ĂŒbernehmen,
22:31dich am Tag eurer Hochzeit verlassen.
22:32Ich war dabei.
22:35Ich auch.
22:36Und trotzdem, liebst du ihn noch?
22:40Ja?
22:41Schwester Miriam, ich komme.
22:43Ja, gleich.
22:45Steffen Frahm möchte noch von der OP morgen mit mir sprechen.
22:53Das ist unauffÀllig.
22:55Keine Fraktur, keine Blutung, keine Ăden.
22:58Also auch kein Schlaganfall.
23:00Klingt fast, als wirst du enttÀuscht.
23:02Dann wissen wir wenigstens, woran wir sind.
23:06Ach, die LaborbÀrte von Frau Rickert sind da.
23:12Da.
23:13Zieh dir das mal an.
23:15Ihre Elektrolyte sind entgleist.
23:19Das könnte die Ursache fĂŒr den Krampfanfall gewesen sein.
23:22Das Natrium liegt bei 120.
23:25Normalerweise tritt sowas bei Volumenmangel auf.
23:28Nach starkem Erbrechen oder nach Diarrhoe.
23:31Aber sie hat nichts dergleichen angegeben.
23:33Wir sollten auf jeden Fall sofort beginnen, den Natriumspiegel anzuheben.
23:36Aber langsam.
23:37Das Protokoll ist dir vertraut?
23:38Ich kĂŒmmere mich darum.
23:40Wenn du willst, kann ich das auch machen.
23:41Nein, nein.
23:42Die Lauferei im Krankenhaus ist ein gutes Training.
23:48Ja, bitte.
23:50Hallo.
23:54Du wolltest mich noch mal sprechen?
23:57Ja.
23:58Wegen der morgigen OP?
24:00Nein, ich wollte mich bei dir entschuldigen.
24:04Falls ich dich bedrÀngt haben sollte, das wollte ich nicht.
24:08Hast du doch nicht.
24:10WeiĂt du, vielleicht ist es das Wissen, dass mein Herz morgen aufhört, von alleine zu schlagen.
24:15Was wÀre ein besserer Zeitpunkt, alles auf eine Karte zu setzen?
24:25Es ist nicht so, dass du mir nichts bedeutest.
24:27Ich mag dich wirklich sehr.
24:30Aber mach dir bitte keine Hoffnung.
24:34Es liegt nicht an dir.
24:37Es ist...
24:38Danke.
24:40FĂŒr deine Aufrichtigkeit.
24:43Kann ich sonst noch was fĂŒr dich tun?
24:45Halt mich morgen am Leben.
24:47Und rette mein Herz.
24:50Ich gebe mir MĂŒhe.
24:52Alles wird gut.
25:14Schau mal.
25:15Da ist deine Omi.
25:17Die schlÀft tief und fest, dass sie bald wieder gesund wird.
25:20Jetzt gehen wir ins Erztenzimmer.
25:23Hier kommt Pius.
25:25Freude frei, Kartoffel frei.
25:27Ja.
25:28Ja.
25:29Oh, prima.
25:31Hm?
25:32Ach nee.
25:38Habe Hunger.
25:39Du hast Hunger.
25:41Du hast Hunger?
25:46Ich habe auch noch Hunger.
25:48Durst hast du auch.
25:49Ein Glas Apfelsaft, der Herr.
25:57Warum setz dich nicht zu mir?
26:00Hast du schon was gegessen?
26:02Ja, ein Brot.
26:04Katrin.
26:15Also gut.
26:16Lass uns reden.
26:22Mh, das riecht ja gut.
26:23Du kannst gerne schon den Tisch decken.
26:26Wie ist es gelaufen?
26:27Sehr gut.
26:28Wir waren im Zoo und jetzt spielen Hanna und Jonas am Computer.
26:30Und morgen fahre ich mit ihr in die Schwimmhalle.
26:33Sie bleibt vielleicht noch ein paar Tage hier.
26:35Ach so.
26:37Katrin braucht noch ein bisschen Zeit fĂŒr sich.
26:39Kann ich auf dich zÀhlen?
26:40Klar.
26:40Aber ich mĂŒsste jetzt gleich noch mal los.
26:42Kannst du fĂŒr mich ĂŒbernehmen?
26:43Wo willst du hin?
26:44Zu Laura.
26:44Sie hat die Aufzeichnung aus dem Englischunterricht.
26:46Ich denke, ich habe Ferien.
26:48Ja, haben wir auch.
26:48Und gleich am ersten Tag nach den Ferien schreiben wir eine Klausur.
26:50Was ist mit Hanna?
26:52Ach na ja, du schaffst das schon.
26:54So als Vater, Opa, Onkel in Personalunion.
27:01Die Polizei sucht dich, Alexander.
27:03Glaubst du allen Ernstes?
27:04Ich könnte hier alles stehen und liegen lassen, mir Hanna schnappen und mit dir nach Kuba fliehen?
27:08Nein.
27:10NatĂŒrlich nicht.
27:13Pass auf, nÀchste Woche geht ein Schiff nach Venezuela.
27:16Ich kann da mitfahren.
27:18Von da ist es relativ einfach, nach Kuba zu kommen.
27:20Wenn ich angekommen bin, gebe ich dir Bescheid.
27:22Und ihr kommt nach, wann immer es fĂŒr euch passt.
27:25Du und Hanna, ihr mĂŒsst nicht fliehen.
27:27Ihr könnt reisen, wann und wohin ihr wollt.
27:32Zum GlĂŒck wollte Jonas keine Pfandkuchen.
27:35Der weiĂ gar nicht, was er verpasst.
27:37Wollen wir denn gleich den Film gucken?
27:42Die sind fast so lecker wie von Alexander.
27:46Vermisst du ihn?
27:48Manchmal.
27:49Aber Mama vermisst ihn noch mehr.
27:54Das ist eine Wimper.
27:56Kannst dir was wĂŒnschen.
27:59Und?
28:00Das darf ich nicht verraten.
28:01Sonst geht's ja nicht in ErfĂŒllung.
28:03Du könntest da als Ărztin arbeiten.
28:05Jemand mit deinen Qualifikationen hat da keine Probleme.
28:08Hanna geht zur Schule, lernt neue Freunde kennen.
28:10Nur wird sie Spanisch sprechen.
28:12Aber das Wichtigste wÀre, wir hÀtten uns.
28:20Wir könnten wieder zusammenleben.
28:23Als Familie.
28:34Papa, das ist doch mein Arschbar.
28:56Das ist doch mein Arschbar.
29:16Und jetzt ist er gleich eingeschlafen.
29:18Sofort.
29:33Herr Fram, was ist passiert?
29:35Ich weiĂ nicht.
29:37Ich glaube, ich habe einen Infarkt.
29:39Kommen Sie mal ganz vorsichtig hoch.
29:42Dr. Stein ist gleich dran.
29:44Atmen Sie tief ein und wieder aus.
29:49Nochmal ein und wieder aus.
29:54Wenn ich euch an der Schwimmhalle absetzen soll,
29:56dann mĂŒssen wir jetzt los.
29:58Ăhm, Hanna hat ihren Badeanzug nicht mitgenommen.
30:01Hanna hat vergessen, ihn vorbeizubringen.
30:04Hast du den SchlĂŒssel von eurer Wohnung?
30:06Ja.
30:06Dann fahren wir auf dem Weg bei euch vorbei und holen deinen Badeanzug.
30:10Okay, ab.
30:13Du bist ein toller Papa.
30:15Ja, das kann sein.
30:15Trotzdem mĂŒssen wir los.
30:16Vergehst deinen Rucksack nicht.
30:18Ja, komm.
30:20Ab.
30:23Das kam ganz plötzlich.
30:26Mir blieb die Luft weg, so als wĂŒrde ein riesiger Stein auf meiner Brust liegen.
30:29Wann hatten Sie das letzte Mal solche Beschwerden?
30:32Vor zwei Wochen.
30:34War das jetzt wieder so ein Angina pectoris Anfall?
30:37Das EKG deutet darauf hin, ja.
30:40Vielleicht war es ja auch nur eine Panikattacke.
30:42Ich meine, so eine groĂe Operation,
30:44vielleicht habe ich mir da einfach ein bisschen zu viel vorgenommen.
30:47Also, die Symptomatik ist ein eindeutiges Zeichen dafĂŒr,
30:50die Operation so schnell wie möglich durchzufĂŒhren.
30:53Der nĂ€chste Anfall ist vielleicht schon ein groĂer Infarkt.
30:56Und Sie wissen...
30:57Ja, ich weiĂ, beim nĂ€chsten Mal ist die Sterblichkeit hoch.
31:00Also, ich schlage vor, Sie ruhen sich jetzt etwas aus.
31:02Und wenn Sie heute Abend aufwachen, haben Sie es geschafft.
31:06Ich hoffe, Sie haben recht.
31:08Soll ich Frau Dr. Globisch Bescheid sagen?
31:11Wieso?
31:12Ja, ich dachte vielleicht.
31:13Nein, nicht nötig.
31:15Sie sagen doch, es gibt keinen Grund zur Sorge.
31:18Gut.
31:20Schwester Asu, bereiten Sie bitte alles fĂŒr die Operation vor,
31:23so wie beklant, sonst sagen Sie ob der Leber Bescheid.
31:26Mach ich.
31:29Ich bin Laura. Wie Sie sich nennen?
31:32Ich bin Alexander.
31:37Ich bin eine Frau, und Sie?
31:40Ich bin ein Mann.
31:48Ach nee, der Baden-Zug ist bei Mama.
31:51Beeilst du dich bitte?
31:52Ja.
31:59Anja.
32:02Alexander?
32:05Ja.
32:12Komm.
32:18Guck mal, wer wieder da ist.
32:27Wer hat sie denn so zugerichtet?
32:30Ah, das?
32:30Bei Katrin.
32:32Ich hoffe, es tut noch weh.
32:33Komm.
32:36TschĂŒss, bis nachher.
32:42Ja, also wenn Alexander Weber sich bei mir meldet, werde ich Sie natĂŒrlich sofort informieren.
32:45Vielen Dank, Frau Dr. Klubisch.
32:50Gibt's was Neues?
32:51Nein.
32:53Wie geht's dir?
32:54Gut.
32:56Ich dachte, die Frage war ernst gemeint.
32:58Ich mach mir Sorgen um dich.
33:00Ja, es geht mir gut.
33:01Ich hab nur ein bisschen viel um die Ohren.
33:02Seit wann sind wir gefreundet?
33:04Was willst du hören?
33:05Die Wahrheit.
33:07Die Eber taucht hier wieder auf?
33:09Dich lÀsst das kalt?
33:11NatĂŒrlich nicht.
33:12Dann red mit mir.
33:13Kann ich nicht.
33:28Er ist wieder in Leipzig.
33:32Bei mir zu Hause.
33:40Zeig ihn an.
33:42SchmeiĂ ihn zumindest raus.
33:44Wenn die Polizei ihn bei dir findet, dann hÀngst du da genauso mit drin.
33:49Er geht ja wieder.
33:51Er braucht nur etwas Zeit.
33:53Zeit?
33:55WofĂŒr?
33:56Er will doch sowieso das Land verlassen.
33:59Und warum kommt er denn ĂŒberhaupt erst zu dir?
34:06Du sollst mit ihm gehen?
34:10Das glaub ich jetzt nicht.
34:14Lobisch?
34:15Ja, danke.
34:16Wir kommen.
34:18Fram ist ja zu weit.
34:28Das ist jetzt erst mal nur Sauerstoff.
34:30Katrin, du hast ja gesagt, ich soll mir keine Hoffnung machen, aber ich werde es trotzdem tun.
34:37WeiĂt du, wenn man einmal alles auf eine Karte gesetzt hat, dann macht man keinen RĂŒckzieher.
34:43Steffen jetzt nicht mehr sprechen.
34:45Ein- und ausatmen.
34:46Ganz ruhig.
34:48Ganz ruhig.
34:54Geben Sie mir mal eine Kochsalzspritze.
34:58So, Beipass sitzt.
35:00SpĂŒlen.
35:11Noch eine.
35:13Nicht durchgÀngig.
35:15Neue SpĂŒlung, bitte.
35:22Da stimmt das nicht.
35:23Was ist hier los?
35:24Katrin?
35:26Die ZugÀnge sind dicht.
35:29AuĂerdem schwitzt er.
35:30Als wÀre die Narkosetiefe zu gering.
35:35Was?
35:37Gerinnungsstörung?
35:37Möglich.
35:38Aber da ist nichts bekannt.
35:39Die Voruntersuchungen?
35:40War alles normal.
35:41Aber es gibt natĂŒrlich...
35:42Ich rufe im Labor an.
35:45Wir brauchen die komplette Diagnostik.
35:47Globisch, OP3, das Labor.
35:49Ja, da fragen Sie am besten nochmal nach.
35:50Alles klar.
35:53Und Sie haben wirklich keinerlei Medikamente eingenommen?
35:56Nein.
35:57Deshalb bin ich doch hergekommen, damit Sie mir das Antibiotikum geben.
36:01Ja.
36:01Wir bekommen schon raus, was Sie haben.
36:03Danke, dass Sie sich um Pios gekĂŒmmert haben.
36:05Aber das habe ich doch gerne gemacht.
36:07Mein Sohn kommt heute Nachmittag.
36:09Ich habe vorhin mit ihm telefoniert.
36:10Sehr gut.
36:12Ich sehe nachher nochmal nach hinten, ja?
36:18Es scheint ihr besser zu gehen.
36:20Ja, der Natrium-Spiegel steigt schön gleichmĂ€Ăig an.
36:25Ich denke, wir bekommen das in den Griff.
36:27Hast du was ĂŒber die Ursache der Hyponatremie rausfinden können?
36:30Ja, bisher noch nicht.
36:31Der Rheumon-Status steht noch aus.
36:33Hat Sie vielleicht doch was genommen?
36:35Irgendwelche Diuretiker?
36:37Ich habe Sie gerade eben nochmal gefragt.
36:39Nichts.
36:40Sie hat gesagt, dass Sie wegen einer BlasenentzĂŒndung schon öfter in der Behandlung war.
36:45Das kann aber nicht Auslöser fĂŒr den Natriummangel gewesen sein.
36:48Nein.
36:51Aber wir haben jetzt Mittagspause.
36:52Wollen wir da nicht noch eine Runde joggen gehen?
36:55Ja, du hast doch gehört, was Orso gesagt hat.
36:58Na komm, los.
37:02Es muss was passieren.
37:04Wir können ihn nicht mehr lange so liegen lassen.
37:09Ja?
37:12Danke.
37:14Eine Grinnungsstörung.
37:15Sticky-Platelet-Syndrom.
37:17Das passt.
37:17Wahrscheinlich hat die OP das Ganze angetriggert.
37:19Egal.
37:20Wie verfahren wir jetzt?
37:21Abbrechen.
37:23Ausgeschlossen.
37:23Es ist Wahnsinn, Martin.
37:25Wir können nicht mehr zurĂŒck.
37:26Er braucht den Bypass.
37:27Jetzt erst recht.
37:28Katrin, wir machen weiter.
37:29Wir mĂŒssen uns allerdings auf gröĂere Blutungen einstellen.
37:32Gut.
37:32Wir ziehen das durch.
37:33Aber ihr mĂŒsst euch beeilen.
37:35Lassen Sie sechs Konserven einkreuzen.
37:51Können wir mal durch?
37:53Entschuldigung.
37:53Habt ihr es nicht gehört?
37:55Macht nichts.
37:56Wir werden ja alle mal alt.
38:06Ich glaube, ich habe gestern ein bisschen ĂŒbertrieben.
38:09Die wissenschaftlichen Meinungen gehen da sehr auseinander.
38:11Ob man bis an seine Leistungsgrenze trainieren soll oder nicht.
38:15Ich bin da eher ein Verfechter der moderaten Bewegung.
38:18Also ich mache Schluss.
38:20Zehn Minuten können wir noch.
38:21Du sagst doch selbst moderat.
38:27Was tut das jetzt?
38:29Ja, das Dehn ist ein wesentlicher Bestandteil einer jeden Trainingseinheit.
38:33Ja.
38:34Und beugt den Muskelkater vor.
38:36Also ich habe Hunger.
38:37Noch ein Imbiss?
38:38Ach, du bist heute Abend verabredet mit deiner Frau.
38:40Zum Essen.
38:42Wie jetzt?
38:43Ich passe auf die Kinder auf.
38:44Das war Ihre Idee.
38:48Wasser.
38:54Wasser.
38:55Was?
38:56Wasser.
38:57Wasser.
38:59Du, ich glaube, ich weià es, was die Hyponathriamie bei Frau Rickert ausgelöst haben könnte.
39:03Ich muss das unbedingt abklÀren.
39:15Dann lag das also am Wasser.
39:17Ja, aber nicht nur.
39:18Ich hatte schon so oft eine BlasenentzĂŒndung.
39:21Und ich habe gemerkt, dass ich die am besten in den Griff kriege, wenn ich rechtzeitig Antibiotika nehme und richtig
39:26viel trinke.
39:27Ja, das ist im Prinzip auch sinnvoll.
39:29Sie spĂŒlen damit die Bakterien aus der Blase heraus.
39:32Ich habe es wohl ĂŒbertrieben, was?
39:34Definitiv.
39:35Sechs Liter sind absolut zu viel.
39:37Ich dachte, viel hilft viel.
39:39Ja, und dann auch noch Natriumarmeswasser.
39:41Damit haben Sie den Natriumspiegel in Ihrem Blut so weit abgesenkt, dass Sie einen Krampfanfall erlitten haben.
39:47Und das konnte noch nicht alles sein, also haben wir weiter geforscht.
39:50Es stellte sich heraus, dass Ihre SchilddrĂŒsenwerte nicht in Ordnung sind.
39:54Und das hat das Ganze noch befördert.
39:55Die SchilddrĂŒse?
39:57Ach, da war nie was.
39:58Ja, das kann gut sein.
40:00Wir werden Sie an einen Spezialisten ĂŒberweisen.
40:02Er wird Sie gut medikamentös einstellen, dass so etwas nie wieder passiert.
40:06Ja?
40:07Aber denken Sie daran, auch bei Wasser gibt es ein zu viel.
40:12Wie kann ich Ihnen nur danken?
40:14Ich habe nur meine Pflicht getan.
40:15Nein, Sie haben viel mehr getan als das.
40:18Sie haben sich um Pius gekĂŒmmert.
40:19Das hÀtte nicht jeder Arzt gemacht.
40:20Und Sie haben mit ihm Memory gespielt.
40:22Ja, und er hat jedes Spiel gewonnen.
40:25Gnadenlos.
40:25Machen Sie sich nichts draus.
40:26Sie sind vielleicht nicht gut bei Memory, aber Sie sind ein sehr guter Arzt.
40:31Ja, hoffentlich.
40:32Aber Sie kommen jetzt definitiv auf Normalstation.
40:35Oh, was ist das?
40:49FĂŒr einen Moment dachte ich, er bleibt uns auf dem Tisch.
40:53Er ist ein KĂ€mpfer.
40:56Er muss Sie sehr lieben.
40:58Wie kommen Sie darauf?
41:01Ich meine natĂŒrlich Alexander.
41:04Weil er mich am Tag unserer Hochzeit verlassen hat?
41:08Weil er zurĂŒckgekommen ist?
41:15Seien Sie vorsichtig.
41:28Mama!
41:29Hanna, was machst du denn hier?
41:31Alexander ist wieder zu Hause.
41:34Lass uns reden.
41:35Nicht jetzt.
41:36Mama, wir mĂŒssen nach Hause kommen.
41:42Alexander Weber ist wieder da.
41:44Ich weiĂ.
41:45Sei wahr.
41:47Sie hat es mir heute Morgen erzÀhlt.
41:51Sie ist eine erwachsene Frau.
41:52Sie weiĂ, was sie tut.
41:54Wollen wir es hoffen.
42:11Jetzt schlÀft sie endlich.
42:13War ja auch ein aufregender Tag.
42:15Ja.
42:17Sie hat mir so viel erzÀhlt.
42:23Sie hat dich sehr vermisst.
42:25Ich sie auch.
42:31ErzÀhl mir von Cooper.
42:34Von dem Haus am Meer.
42:35HeiĂt das, du...
42:37Das habe ich nicht gesagt.
42:38Das habe ich nicht gesagt.
42:46Das habe ich nicht gesagt.
42:56Untertitelung des ZDF, 2020
Kommentare