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Transkript
00:00Musik
00:42Wir haben uns hier zusammengefunden, um gemeinsam das 40. DienstjubilÀum unseres sehr geschÀtzten klinischen Direktors, Professor Gernot Simoni, zu begehen.
00:53Bisschen arg trocken, oder?
00:56Ich feile ja noch daran.
00:57Der Professor hat was Besseres verdient als eine Publikrede. Ist doch keine Kritik.
01:03Das meint Martin aber auch.
01:05Na dann soll sich Martin irgendwas ausdenken, es hindert ihn ja keiner daran.
01:09So, hab ich das nie gesagt.
01:11Ja du, da solltest du dich aber ranhalten, es ist nur noch bis ĂŒbermorgen Zeit.
01:14Sei mal nicht so aggressiv.
01:16Lisa hat vorgeschlagen, dass wir alle ein Bild fĂŒr Professor Simoni malen. Alle, die Ärzte, die Schwestern, Otto, ich.
01:23Das ist doch eine schöne Idee.
01:25Weil wir alle so geschĂ€tzte KĂŒnstler sind. Da wird der Professor sich aber freuen. Sind wir hier im Kindergarten?
01:31Sag mal, es war nur ein Vorschlag.
01:33Ich gehe jetzt hier mal in den BĂŒro.
01:43Hallo, Willi Herold, 61 Jahre alt. Er ist von einem MalergerĂŒst gestĂŒrzt.
01:47Trippenfraktur, SchÀdelprellung, Verdacht auf SchÀdel-Hirntrauma.
01:50Guten Tag, ich bin Dr. Brentano.
01:52Wo sind wir? Wo sind wir hier?
01:56Was gucken Sie mich denn so an, junger Mann? Ich bin klar, weil ich verstand, das ist doch eine ganz
02:00einfache Frage.
02:01In der Sachsen-Klinik.
02:03Oh Mann, die hat sich aber rausgemacht die letzten Jahre.
02:06Hier gab es mal einen ganz hervorragenden jungen Assistenzarzt.
02:09Dr. Simoni, arbeitet der noch hier?
02:11Professor Simoni.
02:12Ach, Professor, ich habe gleich gewusst, dass der mal Karriere machen wird.
02:16Also nehmen Sie es mir nicht ĂŒbel, junger Mann.
02:17Ich möchte gern von Doktor, also von Professor Simoni behandelt werden.
02:21Erst mal ab in den Schockraum.
02:23Ja.
02:24Die Termine mit den Krankenkassen kosten Zeit und rauben einen den letzten Nerv.
02:29Ja, Schwester Yvonne hat angerufen.
02:32Ähm, da ist ein Patient eingeliefert worden, der will sich nur von Ihnen machen werden lassen.
02:36Ein Herr Herold.
02:37Kann den das Heimer nicht machen.
02:40Herold?
02:43Willi Herold.
02:44Ja, kennen Sie den Mann?
03:00Hallo, Hans-Peter.
03:03Gabriele!
03:05Was machst du denn hier?
03:07Besuch meine Tante.
03:09Sag mal, euer Haus sieht noch genauso aus wie frĂŒher.
03:12Ach, du auch.
03:13Du hast dich nicht verÀndert.
03:15Ich habe dich sofort erkannt.
03:17Danke.
03:18Du aber auch nicht.
03:19An mir hat schon der Zahn der Zeit ein wenig gehobelt.
03:22Der nagt der Zahn der Zeit.
03:24Du bringst immer noch alles durcheinander, genau wie frĂŒher.
03:27Das ist echt witzig.
03:28Ja, ich muss los.
03:29In die Klinik, leider.
03:31Zur Arbeit.
03:32Aber wir können uns doch hinterher treffen.
03:34Noch ein GlÀschen Wein?
03:35Ich kann nicht.
03:36Meine Tante feiert heute ja den 80.
03:37Geburtstag.
03:38Und morgen bin ich auf eine Rudertour.
03:39Und dann reise ich auch schon wieder ab.
03:42Aber weißt du was?
03:43Komm doch morgen einfach mit.
03:45Ruder?
03:46Ja, wir sind zu dritt.
03:47Ich meine, zu viert macht es doch viel mehr Spaß.
03:49Na gut, warum nicht?
03:51Ha, Julius wird Augen machen.
03:53Julius?
03:54Der aus unserer Klasse?
03:55Julius Doberer.
03:56Was macht denn der hier in Leipzig?
03:58Ich dachte, der ist inzwischen so ein Produzent.
04:01Ein Musikproduzent und mein LebensgefÀhrte.
04:04Seit vier Jahren bin ich GeschĂ€ftsfĂŒhrerin in seiner Firma und seit zwei Jahren sind wir zusammen.
04:09Also du kommst morgen auf jeden Fall mit.
04:11Das wird bestimmt ein toller Tag.
04:13Es ist keine SchÀdeverletzung zu erkennen.
04:15Wie ist denn das ĂŒberhaupt passiert?
04:17Also meine Kollegen und ich, wir streichen gerade eine große Fassade in Goles.
04:23Dr. Simoni.
04:27Herr Dr. Simoni, erinnern Sie sich doch an mich vor 36 Jahren.
04:31Ich war der Motorradunfall.
04:33Sie haben mich wieder zusammengeflickt.
04:35NatĂŒrlich erinnere ich mich.
04:36JĂŒnger sind wir beide nicht geworden.
04:39Also erst hieß es, ich werde nie wieder laufen können.
04:41Aber dann, dieser Mann hat mir mein Leben zurĂŒckgegeben.
04:44Das ist eine Granate, menschlich wie fachlich.
04:46Der war immer fĂŒr einen da.
04:48Als ich aus der OP erwacht bin, wer saß an meinem Bett?
04:52Dr. Simoni.
04:53Herr Herold hatte einen Arbeitsunfall.
04:55Sie wollten gerade davon erzÀhlen.
04:56Diesmal war es nicht das Motorrad.
04:58Also ich stand auf dem GerĂŒst.
04:59Ich habe eine kleine Malerfirma.
05:01Und auf einmal, da spĂŒre ich mein rechtes Bein nicht mehr.
05:05Dann bin ich umgeklickt und dann bin ich schwupps unter der Brustung durch.
05:08Aber Gott sei Dank nur zwei Meter.
05:11SchÀdelröntgen ohne Befund.
05:12Die neurologische Untersuchung ebenfalls.
05:14Thorax?
05:15Eine Rippe ist gebrochen.
05:17Hm.
05:18Die wÀchst allein wieder zusammen.
05:20TaubheitsgefĂŒhl im rechten Bein, sagen Sie.
05:22Ja, das kribbelt so ein bisschen.
05:24Das tut schon seit Wochen.
05:25Ich habe Sie damals mehrere Male angerufen.
05:27Ich wollte Sie unbedingt zu meiner Hochzeit einladen.
05:30Hat man Ihnen das gar nicht ausgerichtet?
05:31Ich weiß nicht recht.
05:34So.
05:36Ha, ha.
05:37Ah, ja.
05:39Oh, meine Frau ist vor einem Jahr.
05:44Also meine, das ist meine Frau.
05:46Aber ich habe einen Sohn, den Tim, der lebt in London.
05:48Das ist ja jetzt möglich.
05:50SpĂŒren Sie das?
05:52Nee.
05:53Ist das die Bandscheibe?
05:55Und das?
05:56Nee.
05:57Wir machen ein CT.
05:59Muss ich wieder operiert werden?
06:00Wahrscheinlich, aber das kriegen wir schon wieder hin.
06:03Zudem solle Dr. Simone ein sehr gut aussehender junger Bursche gewesen sein.
06:08Und die Frauen sollten zu FĂŒĂŸen gelegen haben.
06:10Das hat alles dieser Herr Herold, der Jail, der ist schwer begeistert.
06:12Der junge Arzt, dem die Frauen zu FĂŒĂŸen lagen.
06:15Ob unsere Patienten spÀter auch noch von uns schwÀrmen werden?
06:18Du, das wĂ€re was fĂŒr sein JubilĂ€um.
06:20Als Überraschung.
06:20Wir laden seine ehemaligen Patienten ein.
06:23Stell dir mal vor, wie Professor Simone...
06:24Alles Patienten aus 40 Jahren.
06:27Das.
06:28Julius Doberer?
06:29Mit dem bist du in eine Klasse gegangen?
06:31Ja, ja, ja.
06:32Das war schon in der Schule so.
06:33Alle MĂ€dchen schwĂ€rmten fĂŒr Julius Doberer.
06:36Überall hatte er Erfolg und kam toll an.
06:40Dabei ist er ein aufgeblasener Angeber.
06:42Nur heiße Luft und nichts dahinter.
06:44Bist du etwa eifersĂŒchtig?
06:46Ich kann den Kerl nicht ausstehen.
06:48Er hat jede Gelegenheit genutzt, mich dumm dastehen zu lassen.
06:51In der achten Klasse nach dem Sport.
06:53Ich komme aus der Dusche und alle meine Sachen sind weg.
06:57Woher sollen wir denn wissen, wo du deine Sachen hast?
07:00Vielleicht bist du ja nackt zur Schule gekommen.
07:02Ja, und dann hat er die MĂ€dchen reingelassen.
07:04Ich habe mich auf der Toilette eingeschlossen, bis ein Lehrer gekommen ist.
07:07Dann lagen meine Sachen natĂŒrlich wieder im Spinnen.
07:09Und wer war dann wieder der Idiot?
07:11Hansi.
07:11Hansi?
07:13Ich hÀtte das mit der Bootstour nicht zusagen sollen.
07:16Wann hast du denn Julius das letzte Mal gesehen?
07:19Ist doch schon 25 Jahre her, oder?
07:21Menschen Àndern sich.
07:22Julius Doberer nicht.
07:24Gib ihm eine Chance.
07:28Das können Sie doch nicht machen.
07:30Wie soll ich das denn alles ganz allein schaffen?
07:33Frau Marquardt?
07:35Also das ist doch wieder mal...
07:37Jetzt nimmt sich die Frau Marquardt einfach morgen mal so frei.
07:40Da bleibt die ganze Organisation fĂŒr das JubilĂ€um an mir hĂ€ngen.
07:45Der Professor ist nicht da.
07:47Ich wollte auch zu Ihnen.
07:48Ach so.
07:49Bitte.
07:49Dr. Heimann und ich, wir haben nochmal nachgedacht.
07:52Wegen der Überraschung fĂŒr den Professor.
07:53Und wir haben da so eine etwas verrĂŒckte Idee und brĂ€uchten Ihre Hilfe.
07:57Ich schreibe keine Gedichte.
07:59Ich trage nichts vor.
08:00Das kann ich nicht.
08:01Es geht um Patientendaten.
08:04Könnten Sie sich vorstellen, dass wir Patienten vom Professor aus den letzten 40 Jahren einladen,
08:10um ihn persönlich zu seinem JubilÀum zu gratulieren?
08:13Alle?
08:14Die Verscheiflung der Wirbel, ist das nach dem Motorradunfall gemacht worden?
08:18Ja.
08:19Perfekte Arbeit.
08:20Das ist jetzt nicht das Thema.
08:25Schauen Sie sich das hier mal an.
08:27Ein ziemlich ausgeprÀgter Prolaps.
08:29Daher die SensibilitÀtsstörung und der Kraftverlust im Bein.
08:35Wir kommen um eine OP nicht herum.
08:39Ich kĂŒmmere mich drauf.
08:53Wie konnte das passieren?
08:55Wie konnte das passieren?
08:56Wie konnte das passieren?
08:58Wenn uns der Mann auf dem Tisch geblieben wÀre.
09:02Aus Ihnen wird nie ein guter Arzt werden.
09:04Simone.
09:05Aus Ihnen wird nie ein guter Arzt werden.
09:07Simone.
09:09Herr Professor?
09:13Professor Simoni?
09:15Herr Herold ist in seinem Zimmer und der OP-Termin fĂŒr morgen steht.
09:20Ja, gut.
09:28Also hier hat sich wirklich einiges verÀndert in den letzten Jahren.
09:32Und das Essen, das ist zehnmal besser geworden.
09:34Das ist doch fast wie im Hotel.
09:35Ja, und die Schwestern zehnmal schöner.
09:38Und die Patienten werden von Tag zu Tag charmanter.
09:42Oh, danke.
09:47Ist schlimm?
09:49Das CT sieht nicht gut aus.
09:52Nach dem Motorradunfall mussten wir ihre HalswirbelsĂ€ule zwischen dem dritten und fĂŒnften Wirbelkörper versteifen.
09:58Und jetzt ist es zwischen dem fĂŒnften und sechsten Halswirbelkörper zu einem schweren Bandscheibenvorfall gekommen, der auf das RĂŒckenmark drĂŒckt.
10:05Daher die GefĂŒhlsstörung, Schmerzen, LĂ€hmungserscheinungen.
10:10Wir mĂŒssen die Bandscheibe komplett entfernen und das Segment ebenfalls versteifen.
10:15Aber das wird kein einfacher Eingriff.
10:18Es besteht das Risiko einer QuerschnittslÀhmung.
10:22Puh, mein lieber Mann.
10:24Na gut.
10:27Wenn Sie mich operieren, mache ich mir keine Sorgen.
10:35Entschuldigung.
10:35Wir haben mal einen neuen Babysitter.
10:37Frau Grigolaitz ist auch noch nicht da.
10:39Hallo, wollt ihr auch einen Wein?
10:40Hallo?
10:41Gerne.
10:42Ja.
10:43Ah.
10:45Willkommen.
10:46Dankeschön.
10:47Guten Abend allerseits.
10:49Guten Abend.
10:49So, bitteschön.
10:51Hm.
10:55Und das sind alles Dankesbriefe an den Professor?
10:58Er hat nur die aufgehoben, die ihm besonders wichtig sind.
11:01Das sind aber ganz schön viele. 50, 60?
11:03Oh, 70.
11:05Hoffentlich hat der Professor nichts dagegen, dass wir die jetzt alle lesen.
11:08Es gibt ja immer noch sowas wie das Briefgeheimnis.
11:11Das glaube ich nicht. Ich habe sie auch schon alle gelesen.
11:13Und außerdem, die Oberschwester meint auch, dass er keine EinwĂ€nde hĂ€tte.
11:16Wer weiß, wer von den Patienten ĂŒberhaupt noch erreichbar ist.
11:20Gibst du immer wieder den Spielverderber?
11:22Ich denke, der Professor wird sich riesig freuen, wenn wir ihn mit seinen alten Patienten ĂŒberraschen.
11:28Na bitte.
11:29Hört mal.
11:29Es kommt vor, dass ich morgens aufwache und einen Moment brauche, um zu begreifen, dass ich wirklich wieder gesund bin.
11:35Ohne Sie hÀtte ich das nie geschafft.
11:37Ich hatte mich doch eigentlich schon aufgegeben.
11:40Lieber Professor Simoni, Sie haben mir ein neues Leben geschenkt.
11:43DafĂŒr danken meine Familie und ich Ihnen unendlich.
11:46Herzlichst, Greta Bark
11:49Na ja, lass uns entscheiden, wen wir einladen.
11:54Januth.
11:56Hey, wo bist du denn?
11:59Ich habe morgen eine schwere OP.
12:02Willi Herold?
12:04Na, der ist ja dein grĂ¶ĂŸter Fan.
12:06Der gerÀt ja völlig aus dem HÀuschen, wenn es um dich geht.
12:08Da hören die Lobeshymnen ĂŒberhaupt nicht mehr auf.
12:10Der hat doch keine Ahnung.
12:11Was ist denn los mit dir?
12:13Nichts.
12:15Gar nichts.
12:26Wo ist Julius?
12:27Der ist im Bootshaus.
12:29Ach ĂŒbrigens, es kommt noch eine SĂ€ngerin mit.
12:31Die hat Julius vor ein paar Tagen in Leipzig gehört.
12:33Der will vielleicht mit ihr eine CD produzieren.
12:35Aha.
12:36Der ist immer auf der Suche nach neuen Talenten.
12:38Tina Gold zum Beispiel.
12:39Die hat dann einen Club in MĂŒnchen entdeckt.
12:41Na ja, und jetzt ist es ein Start.
12:42Toll fĂŒr Tina.
12:44Möchtest du eine Nussecke?
12:45Selbst gebacken.
12:46Rezept von Mutti.
12:47Danke.
12:49Hansi.
12:52Hansi.
12:55Hansi.
12:57Hallo.
12:59Lass dich mal anschauen.
13:01Oh Mann, du hast dich echt gar nicht verÀndert.
13:04Hansi ist doch ganz der Alte, oder?
13:06Du weißt doch, dass er nicht Hansi genannt werden will.
13:08Oh, wenn ich das tue, hat er nichts dagegen, oder Hansi?
13:13Und Muttis Nussecken schmecken dir auch immer noch wie frĂŒher, was?
13:17Julius.
13:18Dieser dÀmische Schlankheitswahn.
13:19Wo, bitte schön, steht denn geschrieben,
13:22dass MĂ€nner mit Bauch undynamisch sind?
13:24Das ist doch Quatsch.
13:25Sag ich doch.
13:26Aber in meiner Branche mit Bauch
13:30geht leider gar nicht.
13:33Gabriela hat erzÀhlt,
13:34du arbeitest in deinem Krankenhaus.
13:36Und der Sachsenkegel.
13:37Aha.
13:39Mediziner also.
13:41Hab ich auch mal drĂŒber nachgedacht.
13:43Auf jeden Fall ein befriedigender Beruf.
13:46Nur nicht,
13:47wenn man so richtig Geld verdienen will.
13:49Aber das ist ja auch nicht das Wichtigste, oder?
13:52Chefarzt verdient man nicht schlecht.
13:55Chefarzt?
13:56Ja, wow.
13:57Das ist doch toll.
14:04Darf ich vorstellen?
14:09Eine begnadete Stimme.
14:11Ein Diadem am Musikhimmel.
14:13Sie ist quasi in allen Musikclubs
14:14zwischen New York und Tokio aufgetreten.
14:16Seit kurzem wieder zurĂŒck in Leipzig.
14:18Sarah Töner.
14:20Gabriela Hagen,
14:22die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin meiner Firma
14:23und meine LebensgefÀhrtin.
14:25Freut mich sehr.
14:26Ja, mich auch.
14:28Hansi?
14:30Äh, Doktor Hans-Peter Brenner,
14:33Chefarzt der Sachsenklinik.
14:37Chefarzt.
14:38SĂ€ngerin?
14:40Freut mich sehr,
14:41Herr Doktor Brenner.
14:43Gleichfalls vom, Àh,
14:44Àh, Törner.
14:49Könntest du bitte
14:49mein Smoking von der Reinigung abholen?
14:52Die hatten eben noch geschlossen.
14:53Ich brauche ihn doch morgen.
14:56Gernot, was ist los?
14:58Du hast dich die ganze Nacht rumgewÀlzt
15:00und im Schlaf gesprochen.
15:02Ich habe einfach nur schlecht geschlafen.
15:04Ach komm,
15:05mir kannst du doch nichts vormachen.
15:16Ich bin die Herolds Operationen damals.
15:21Ich habe einen Fehler gemacht.
15:24Herr Herold wÀre mir beinahe auf dem Tisch geblieben.
15:27Aber Herr Herold schwÀrmt doch so von dir.
15:31Wir haben mir nie die Wahrheit gesagt.
15:34Du hast Jungen, Assistenzarzt.
15:37Niemand konnte von dir verlangen,
15:38dass du schon perfekt operierst.
15:40Jeder Àrztliche Fehler,
15:42der einem Patienten das Leben kosten kann,
15:44ist ein unverzeihlicher Fehler.
15:47Keinem meiner AssistenzÀrzte
15:50wĂŒrde ich einen solchen Fehler verzeihen.
15:53Alles, was nicht nass werden darf,
15:54das kommt jetzt hier rein.
15:55Handys, Wertsachen, Papiere.
16:03Komm, lass mich mal.
16:05Da muss ein neues Loch gebohrt werden.
16:08Ich habe meinen Akkuschrauber im Auto.
16:12Finger weg.
16:14Wir wissen auch beide, wie das ausgeht.
16:19Du weißt doch, er meint es nicht so.
16:22Bringst du bitte meine MĂŒtze mit?
16:24Ja, wenn du mir sagst, wo sie ist, Muschi.
16:32Wieso eigentlich Chefarzt?
16:35Wieso SĂ€ngerin?
16:37Immerhin singe ich ja.
16:38Ich studiere Medizin.
16:40Naja, also da besteht ja wohl ein kleiner Unterschied
16:42zwischen Medizinstudent und Chefarzt.
16:44Zwischen einer HobbysÀngerin
16:45und einem Gesangsprofi etwa nicht?
16:47Wer im Glashaus sitzt, Frau Marquardt,
16:49sollte sich an seine eigene Nase fassen.
16:52Naja, vielleicht habe ich ein klein wenig ĂŒbertrieben,
16:55aber klappern gehört eben zum GeschÀft.
16:59Der hat doch gesagt, Sie sollen die Finger davon lassen.
17:02Der kann mich mal.
17:04Dass Julius darauf eingefallen ist,
17:07auf Ihr Geklappere, meine ich.
17:08Bei Ihnen doch auch.
17:10Vielleicht habe ich die Chance,
17:11bei ihm einen Plattenvertrag zu bekommen.
17:14Und die machen Sie mir nicht kaputt.
17:16Sieht doch gut aus.
17:20Das Spielzeug kannst du wieder wegbringen.
17:23Ja, sitzt bombenfest.
17:25So sieht das aus, wenn Hansi was festschraubt.
17:31So sieht das aus, wenn Hansi was festschraubt.
17:48Ich habe allen Ärzten hier erzĂ€hlt,
17:50was Ihr Chef fĂŒr ein toller Echt ist.
17:52Bitte unterlassen Sie das.
17:53Wie?
17:54Was ist denn los?
17:55Das ist doch das Mindeste.
17:56Das ist nur die halbe Wahrheit.
18:01Es gab Komplikationen.
18:05Sie wÀren beinahe unter meinen HÀnden gestorben.
18:09Ich habe damals Ihre Halsschlagader verletzt.
18:14Sie haben viel Blut verloren.
18:16Das Herz hat ausgesetzt.
18:19Der Oberarzt musste Sie reanimieren.
18:22Warum?
18:23Warum erzÀhlen Sie mir sowas?
18:25Ich wollte es Ihnen sagen, aber...
18:29Die Klinikleitung.
18:31Deshalb sind Sie damals immer so oft an mein Wett gekommen.
18:34Weniger schlechten Gewissens.
18:35Ich kann mich nur fĂŒr das alles entschuldigen.
18:38Ich möchte einen anderen Arzt.
18:41Ja, das verstehe ich.
18:45Dr. Brentano ist ein guter Mann.
18:47Ich sage Ihnen gleich Bescheid.
18:57Dr. Brenner.
18:59Ich kriege das immer noch nicht ĂŒberein mit dem Hansi von damals.
19:03Ich wundere mich auch immer wieder, wenn ich dich im Radio höre.
19:06Dabei konntest du in der Schule nur nicht mal die Noten lesen.
19:12Es ist auf jeden Fall sehr schön, dass du heute Zeit fĂŒr uns gefunden hast.
19:15Sag mal, du hast doch bestimmt unheimlich viel zu tun, oder?
19:18Na ja, eine schwierige Operation muss sich schon verschieben.
19:21Es handelt sich dabei um einen verschobenen Ellenbogendruch.
19:26Es hört sich zwar nicht so dramatisch an, ist aber komplizierter, als man meint.
19:30Herr Brenner, Herr Dr. Brenner, Sie wollen doch sicherlich nichts an einem solchen Tag von Ihrer anstrengenden Arbeit spielen.
19:37Genau.
19:38Warum soll Hansi hier den Alleinunterhalter spielen?
19:41Schließlich haben wir eine SĂ€ngerin an Bord.
19:44Schatz!
19:46Schatz!
19:48Vorsicht!
19:48Wo bist du im Platz?
19:50Ach!
19:52Gut!
19:54Ups!
19:56Uff!
19:59Du schaffst das doch alleine, oder?
20:03Allzeits bereit unter dem Bananenschalenkleid.
20:31I want to, want to be in that number.
20:36Oh, and the snakes go on the gym
20:41Könnte man zum Beispiel anstelle der karamellisierten Möhren in Schuklein...
20:45Moment mal, bitte! Chef, wegen des Buffet...
20:48Jetzt nicht!
20:57Tut mir leid, Chef, ich muss Sie stören, aber ich muss doch den Auftrag fĂŒr das Buffet rausschicken
21:01Und zwar... Stimmt was nicht?
21:04Der Festaktion an dem DienstjubilÀum morgen wird abgesagt
21:09Bitte?
21:11Die Vergangenheit hat mich eingeholt
21:15Es gibt keine Feier
21:22Ich bin kein Lieben, ich bin ein Lieben!
21:28Ich bin ein Lieben, ich bin ein Lieben, ich bin ein Lieben.
21:51Ja, bravo, bravo. Vielleicht könnten wir mal so langsam picknicken. Hast du etwa schon wieder Hunger, Hansi?
21:58Ich brauche vielleicht mal eine Pause. Vielleicht ist die körperliche Arbeit wirklich etwas zu ungewohnt fĂŒr dich.
22:05Ich löse dich ab. Es reicht, wenn du einen Ruder ĂŒbernimmst.
22:08Na, komm. Gut.
22:15Manchmal kommt es mir vor, als ob Hansi immer noch sauer darĂŒber ist, dass wir anderen eben damals den ein
22:20oder anderen Streich gespielt haben.
22:22So ein Unsinn.
22:24Kinder können grausam sein und sind natĂŒrlich immer kleinen Dicken mit den hĂ€sslichen Brillen, die das meiste abbekommen.
22:31Um ehrlich zu sein, ich schĂ€me mich dafĂŒr.
22:37Vorsicht, Hansi, du kommst aus dem Takt. Konzentrier dich und zieh und pull und eins.
22:46Danke, wiederhören.
22:48So, diese ehemaligen Patienten sind noch offen und die habe ich alle erreicht. Ach ja, bei Frau Vogel kannst du
22:53jetzt auch einen Haken machen. Sie kommt auch.
22:54Ach, da kommen ja richtig viele Leute. Hallo.
22:57Es war eine Party.
22:59Hey, Frau Riebeleit, lĂ€uft alles wie am SchnĂŒrchen. 15 Leute haben schon zugesagt und ich fahre jetzt nach Hause und
23:05telefoniere den Rest noch durch.
23:06Der Professor hat die JubilÀumsfeier abgesagt.
23:10Was?
23:11Ja.
23:11Wieso das denn?
23:13Jedenfalls steht sein Entschluss fest.
23:19Und sieh und eins und eins und eins.
23:26Wahrscheinlich brauchst du wirklich eine kleine Power.
23:29Wieder eine nÀchste Biegung.
23:31Ist eine alte MĂŒhle dabei gegrillt.
23:33Die alte MĂŒhle, die ist doch noch Kilometer weit weg.
23:36Hansi, Hansi, Hansi.
23:37Das ist dauergewaltig.
23:39Weißt du, wie oft ich schon hier lange fahren will?
23:41Wie haben wir denn keine Karte dabei?
23:42NatĂŒrlich haben wir eine Karte.
23:44Wir brauchen keine Karte.
23:46Ich habe einen sehr guten Orientierungssinn.
23:49Ich kenne mich hier aus wie meine eigene Westtasche.
23:52Bis zur alten MĂŒhle brauchen wir noch eine Stunde.
23:54Mindestens fĂŒnf Minuten.
23:56Höchstens.
23:57Könnte ich bitte eine Karte haben?
24:00Gib sie mir mal bitte, den Beutel.
24:02Ich mache das.
24:03Ich danke mir mit Sicherheit irgendwann im Pool.
24:06Jetzt gib her.
24:06Jetzt setzt euch wieder hin, sonst kentern wir.
24:09Gib doch her, du Lass.
24:11Jetzt.
24:11Lass.
24:15Was machst du denn?
24:17Meine Handys, meine Papiere.
24:19Entschuldigen Sie.
24:20Was machst du denn?
24:21Du kriegst da gar nichts gebacken.
24:23Oh.
24:28Julius.
24:35Georgi, warum sagst du die JubilÀumsfeier ab?
24:39Weil mir nicht nach Feiern zumute ist.
24:42Wegen Herrn Herold?
24:45Selbst wenn du damals einen Fehler gemacht hast als junger Arzt, das ist jetzt 36 Jahre her.
24:51Und danach ist...
24:53Und danach?
24:54Weißt du, was nach der OP passiert ist?
24:57Ich habe wochenlang kaum geschlafen.
25:01Ich hatte Angst,
25:03auch nur den OP-Trakt zu betreten.
25:05Ich dachte, so etwas könnte nochmal passieren.
25:08Aber es ist dir nicht nochmal passiert.
25:12Und danach...
25:13Danach ist aus dir der beste Arzt geworden, den ich kenne.
25:21Was ist denn passiert?
25:22Du bist mit dem Kopf auf den Grund aufgeschlagen.
25:25Verbandskasten.
25:28Was ist mit meinem Kopf?
25:32Julius.
25:35Julius.
25:36Versuch, die Augen aufzumachen.
25:39Das ist keine normale GehirnerschĂŒtterung, oder?
25:43Eher eine Gehirnblutung.
25:45Vielleicht ein EpiduralhÀmatogen.
25:48Er muss ins Krankenhaus.
25:49Wir brauchen einen Hubschrauber.
25:50Du musst jetzt durchhalten.
25:52Die Handys sind alle nass.
25:53Wie weit ist es denn bis zur nĂ€chsten Straße?
25:55Kilometer weit entfernt.
25:56Oh mein Gott,
25:57irgendeins von den Handys muss doch funktionieren.
26:03Professor Simoni,
26:04Herrn Herold geht sehr schlecht.
26:12Herr Herold.
26:14Mein RĂŒcken.
26:16Wie lange geht das schon?
26:17Das kam ganz plötzlich.
26:21SpĂŒren Sie das?
26:24Und das?
26:25Ich spĂŒre gar nichts.
26:27Sagen Sie Dr. Plentane Bescheid.
26:29Herr Herold muss sofort operiert werden.
26:31Und wir machen noch ein MRT.
26:42Das ist jetzt der letzte Versuch.
26:45Also rudern wir zurĂŒck?
26:46Zum Bootshaus sind es mindestens noch zwei Stunden.
26:49Das dauert zu lange.
26:53Die Pupille ist geweihtet.
26:55Das EpidualhĂ€matom drĂŒckt auf das Gehirn.
26:58Man mĂŒsste schleunigst den SchĂ€del öffnen.
27:00Den SchÀdel öffnen?
27:02Um den Druck zu entlasten.
27:03Im Krankenhaus wĂŒrde man eine sogenannte Krönleinbohrung durchfĂŒhren.
27:06Aber wir sind nicht im Krankenhaus.
27:08Und du bist Arzt.
27:08Also mach irgendwas.
27:10Herr Brenner ist kein Arzt.
27:11Er ist Krankenpfleger.
27:12Woher wollen Sie das wissen?
27:14Weil ich die Verwaltungschefin der Sachsenklinik bin.
27:19Nein, das glaube ich jetzt nicht.
27:22Ja, und was machen wir jetzt mit Julius?
27:25Und wenn wir doch zurĂŒckrudern?
27:28Das schafft er nicht.
27:30Jede Minute zÀhlt.
27:32Gott, wir mĂŒssen aber irgendwas machen.
27:36Also gut, ich mach's.
27:38Was?
27:45Herr Brenner, sind Sie verrĂŒckt geworden?
27:49Was hat er vor?
27:51Die Krönleinbohrung.
27:56Aber, aber du bist Pfleger und kein Arzt.
27:59Das ist ein berechtigter Einwand.
28:00Ich studiere Medizin.
28:02Ich habe Vorlesungen zur Neuroschirurgie besucht.
28:05Und ich war bei Operationen dabei.
28:08Ich versuch's.
28:09Sonst stirbt er auf jeden Fall.
28:14Ich habe mir jetzt zusammen mit Dr. Brentano Ihr MRT angesehen.
28:19Die Bandscheibe ist komplett in den RĂŒckenmarkskanal verlagert.
28:23Die muss so schnell wie möglich entfernt werden.
28:26Danach wird, so wie geplant, das Segment versteift.
28:29Also die gleiche Operation wie damals?
28:34Herr Herold, ich habe bei Ihrer OP einen großen Fehler gemacht.
28:39Und das ist durch nichts zu entschuldigen.
28:43Aber ich habe aus dieser Erfahrung gelernt.
28:46Ich war damals jung und ehrgeizig.
28:48Ich wollte dem Oberarzt imponieren.
28:51Ich habe mich nur ungenĂŒgend auf Ihrer OP konzentriert.
28:56Herr Dr. Siebuni, Sie brauchen sich gar nicht mehr zurechtfertigen.
29:00Ich habe auch noch mal drĂŒber nachgedacht.
29:02Es ist ganz egal, weswegen Sie damals immer in meinem Bett gesessen haben.
29:06Entscheidend ist, dass Sie mir damals mehr geholfen haben als jeder andere.
29:10Sie haben mir Mut gemacht.
29:11Sie haben mich zur Physiotherapie getrieben.
29:14Sie haben sogar einmal eine Übung selbst mit mir gemacht.
29:18Worin ich nicht so besonders begabt war.
29:20Die ersten Schritte nach der OP, Sie haben mir aus dem Rollstuhl geholfen.
29:26Und ich bin von der TĂŒr zum Bett gelaufen.
29:31Gelaufen.
29:33Sie haben mich angefeuert.
29:34Sie haben mir applaudiert.
29:35Dass da eine Schwester reinkam, die hat nicht schlecht gestaunt.
29:38Es wird nichts aufzuwiegen, mit gar nichts, mit ĂŒberhaupt nichts.
29:41Vielleicht hat das bisschen schlechte Gewissen Sie auch zu einem so super Arzt gemacht.
29:45Und seit mit Ihnen hat mein Leben als Arzt verÀndert.
29:50Danke.
29:52Ich möchte, dass Sie mich operieren.
29:55Oh, Dr. Brentano ist ein hervorragender Chirurg.
29:59Ich weiß, ich weiß.
30:03Aber einmal Simoni, immer Simoni.
30:12Wie lange brauchen Sie noch?
30:15Die Bandscheibe ist entfernt.
30:16Wir beginnen jetzt mit der Spondylodese.
30:19Bohrer?
30:23Tupfer?
30:25Er wird Pradikat.
30:28Blutdruck fÀllt.
30:29Haben Sie etwas verletzt?
30:31Simoni!
30:32Simoni!
30:33Professor, alles in Ordnung.
30:34Wie konnte das passieren?
30:39Soll ich ĂŒbernehmen?
30:42Das ist vermutlich nur ein Vagusreiz.
30:45Saugen, Brentano.
30:55Vorerst ist er außer Lebensgefahr.
30:58Wir können ihn aber so nicht transportieren.
31:00Kommt er durch.
31:02Ich bleibe hier.
31:03Ihr nehmt das Boot und holt Hilfe.
31:12Aber beeilt euch!
31:21Er ist mit dem Kopf aufgeschlagen.
31:23Ein SchÀdel-Hirn-Trauma.
31:24Ich dachte erst, er hat eine GehirnerschĂŒtterung.
31:26Aber dann...
31:27Beruhigen Sie sich erst mal.
31:28Es war ein Epidural-HĂ€matom, wie im Lehrbuch.
31:31Initiale Bewusstlosigkeit, freies Intervall,
31:33eine zunehmende Bewusstseins-EintrĂŒbung mit Mydriasis
31:36bis zum tiefen Koma.
31:38Wir bringen ihn direkt zum CT.
31:40Ich habe eine Krönleinbohrung gemacht mit einem Akkuschrauber.
31:49Ich weiß, was eine Krönleinbohrung ist.
31:55Sind Sie total verrĂŒckt geworden?
31:58Sie sind doch kein Neurochirurg!
32:00Er wÀre doch sonst gestorben.
32:01Sie bleiben hier.
32:03Ich hoffe sehr fĂŒr Sie,
32:04dass der Patient Ihren Eingriff ĂŒberlebt.
32:07Aber...
32:08Ich muss das doch versuchen!
32:26Das HĂ€matom ist ganz schmal.
32:27Die Bohrung sitzt genau darĂŒber.
32:30Sagen Sie dem OP Bescheid,
32:31dass wir in zehn Minuten kommen.
32:33Die Wunde muss grĂŒndlich gereinigt
32:34und professionell versorgt werden.
32:36Ich hĂ€tte das niemals zulassen dĂŒrfen!
32:39Vielleicht haben Sie sein Gehirn verletzt.
32:41Oder er bekommt eine Infektion!
32:43Aufhören, bitte!
32:44Ich hatte keine Wahl.
32:45Sie waren doch dabei.
32:47Herr Krönlein hat in seinem Werk
32:48die Punkte fĂŒr die Bohrung genau beschrieben.
32:51Daran habe ich mich gehalten.
32:56Wie geht es ihm?
32:57Er ist stabil.
32:58Wir haben die Wunde versorgt.
32:59Er bekommt hochdosierte Antibiotika.
33:01Er ist auf der Intensivstation.
33:03Kommt er durch?
33:04Ja, ich denke schon.
33:20Wie geht es dann, Herod?
33:22Er ließ sich problemlos extubieren.
33:24Auf den Bildern sieht alles sehr gut aus.
33:26Ob er wieder laufen kann?
33:29Entscheidet sich frĂŒhestens morgen.
33:32Sie haben getan, was Sie konnten.
33:34Ob das diesmal genug war?
33:39Wenn Ihnen an meiner Meinung was liegt...
33:42Ja?
33:42Sie haben keinen Grund, an sich zu zweifeln.
33:45Sie sind als Arzt ein absolutes Vorbild.
33:47In jeder Hinsicht.
33:49Da spreche ich fĂŒr alle Kollegen.
33:50Umso grĂ¶ĂŸer ist die Verantwortung.
33:53So habe ich das nicht gemeint.
33:56Schon gut, Bontano.
34:19Versuchen Sie doch bitte mal,
34:21Ihre Zehen zu bewegen.
34:45Ich kann meine Beine wieder bewegen.
34:47In ein paar Tagen können Sie Sie wieder richtig bewegen.
34:50Und nach einer erfolgreichen Rehe springen Sie wieder rum wie ein junges Rehe.
34:54Na, wir wollen nicht ĂŒbertreiben.
34:56Brennt an.
34:57Ich sehe spÀter nochmal nach Ihnen.
35:02Jetzt ist die Welt vieler in Ordnung.
35:04Danke, Herr Doktor.
35:08Professor Simoni.
35:11Danke.
35:13Das Kontroll-CT sieht sehr gut aus.
35:15Die Bunde selbst zeigt keine Zeichen einer Infektion.
35:18Komplikationen sind nicht mehr zu erwarten.
35:21Morgen.
35:21Ich sehe spÀter nochmal nach Ihnen.
35:24Wenn Herr Dober mit dem FrĂŒhstĂŒck fertig ist, bekommt er die neue Infusion.
35:29Vorsicht.
35:37Tja, das ist doch mal ein super Krankenhaus.
35:42Hier bedient der Chef noch selbst.
35:44Freut mich, dass es dir schon wieder besser geht.
35:46Hansi, Hansi, Hansi.
35:48Ich habe gleich gewusst, dass das mit dem Arzt nicht sein kann.
35:52Schwester, passt doch viel besser zu dir.
35:54Ich studiere Medizin.
35:56In deinem Alter.
35:57Und?
35:58FĂŒr das mit dem Arzt war es vor der Rente.
36:00Ich habe dir das Leben gerettet.
36:02Wir beide hatten bei der Geschichte wohl mehr GlĂŒck als verstanden.
36:07Hansi, war nicht böse gemeint.
36:10Danke.
36:11Das kannst du dir sonst wohin stecken.
36:23Herr Doberer?
36:25Ich bin Oberschwester Ingrid und das ist deine kleine Aufmerksamkeit vom Pflegepersonal.
36:32Schon wieder NusssÀcken.
36:35Na, danke.
36:43Autogramm?
36:46Ich kenne euch jungen Dinger doch.
36:56Dankeschön.
36:59Sie wollten mit mir sprechen?
37:01Ja, bleiben Sie sitzen.
37:04Sie haben mir inzwischen promoviert?
37:06Wie ich gehört habe, eine starke Leistung.
37:09Es war ein MissverstÀndnis.
37:11Ah, und das haben Sie nicht aufgeklÀrt.
37:12Ich...
37:13Sind Sie denn noch bei Trost, Brenner?
37:15Ich wollte es nicht richtig stellen.
37:16Aus privaten GrĂŒnden.
37:17Doktor Brenner.
37:19Das unrechtmĂ€ĂŸige Tragen akademischer Titel ist eine strafbare Handlung.
37:23Ist Ihnen das nicht klar?
37:24Was ist, wenn Sie jemand anzeigt?
37:26Setzen.
37:28Zu allem Überfluss haben Sie als Doktor Brenner einen waghalsigen neurochirurgischen Eingriff vorgenommen.
37:36Nicht als Doktor Brenner.
37:37Ich habe vorher die Wahrheit gesagt.
37:39Wirklich.
37:39Wenigstens etwas.
37:41Ich erteile Ihnen hiermit eine Abmahnung.
37:44Wir sind noch nicht fertig, Brenner.
37:46Setzen.
37:48Dr. Heilmann sagt, Sie haben meinen Patienten das Leben gerettet.
37:54Da war viel GlĂŒck dabei.
37:56GlĂŒck brauchen wir Ärzte.
37:57Dann und wann.
38:00Eine Krönleinbohrung in der Wirknis mit einem Akkuschrauber?
38:05Das ist ein tolles Susann-StĂŒck.
38:06Ich kenne kaum einen Kollegen, der sich das zugetraut hÀtte.
38:11Aus Ihnen wird ganz bestimmt mal ein guter Arzt.
38:15Ich bin davon ĂŒberzeugt.
38:18Danke, Herr Professor.
38:19Raus.
38:25Vielen Dank, dass Sie mich mitgenommen haben, nachdem dieser Banause mir mein Taxi zu der Nase weggeschnappt hat.
38:30Ach, da wir doch denselben Weg hatten.
38:33Ach, Àh, mein GepÀck.
38:35FĂŒrs Wochenende.
38:39Na, das ist doch hoffentlich nicht so schwer fĂŒr Sie.
38:42Wissen Sie, ich hasse diese Dinger mit den Rollen.
38:45Die machen unnötig alt.
38:48Moment mal, wo haben Sie denn meine Blumen?
38:50Was denn fĂŒr Blumen? Ich habe Ihre Blumen nicht.
38:52Sie haben sie im Taxi liegen gelassen?
38:55Ich habe doch nicht gewusst, dass ich sie mitnehmen soll.
39:02Das ist der Mann, der mir mein Taxi weggenommen hat.
39:06Welches Taxi?
39:07Meins.
39:08Am Bahnhof, mein Herr.
39:10Ich war ja schon fast eingestiegen und da springen Sie einfach hinein.
39:12Ich bin mir keiner Schulden bewusst.
39:15Typisch Mann, das ist eine typisch mÀnnliche Eigenschaft.
39:18Entschuldigung, wir möchten zu der JubilÀumsfeier von Herrn Simoni.
39:22Wir sind ehemalige Patienten von ihm.
39:25Die Feier fÀllt aus.
39:27Bitte?
39:29Moment mal, ist er dann im Haus?
39:31Ja.
39:32Das ist doch ein Scherz.
39:33Der Dr. Hallmann hat mich gestern erst angerufen.
39:36Also so geht das nicht.
39:38Wir, wir klÀren das.
39:40Folgen Sie mir.
39:41Ich bin nicht umsonst durch ganz Deutschland gefahren.
39:50Ich kenne Sie, Lore Schneider.
39:52Eine ganz berĂŒhmte Schauspielerin.
39:54Ah, vielleicht möchten Sie den Koffer da mal tragen.
40:02He he.
40:04Na ja, in dem Koffer können wir uns ja mal abwechseln.
40:08Ich hatte mich wirklich bemĂŒht, Julius gegenĂŒber ohne Vorurteile entgegenzutreten.
40:12Aber er, er lÀsst mich...
40:14Hallo.
40:17Ach du, es...
40:18Es tut mir leid, dass ich dich belogen habe.
40:21Ich wollte dir was sagen.
40:22Warte, ich...
40:24Ich wollte nicht mehr der dumme Hansi sein, der nichts drauf hat.
40:28Wie kommst du denn auf sowas?
40:30Also, ich habe dich immer gemocht.
40:33Ja, aber ernst genommen hast du mich nicht.
40:35Jedenfalls nicht so wie Julius.
40:37Und das ist das, was ich mir damals am meisten auf der Welt gewĂŒnscht habe.
40:40Jetzt wollte ich einfach mal mithalten und als Krankenpfleger gegen den...
40:45großen Musikproduzenten.
40:46Du bist ĂŒber 40 und studierst Medizin.
40:49Das ist doch zum Piepen, oder?
40:50Nein, das ist bewundernswert.
40:52Also, ich finde das ganz toll, wie du deine TrÀume lebst.
40:56Findest du?
40:56Also, ich möchte nicht wissen, wie viel echten Ärzten Julius unter den HĂ€nden weggestorben wĂ€re.
41:04Du bist ein Held.
41:07Das wollte ich dir sagen.
41:12Was ist denn hier los?
41:14Ich habe keine Ahnung, darf ich nicht schuldigen.
41:18Was ist denn?
41:20Na, das darf doch nicht wahr sein.
41:22Herr Professor, herzlichen GlĂŒckwunsch zum...
41:2740. DienstjubilÀum.
41:30Ach, da erstaunen Sie, was?
41:32Allerdings, ja.
41:34Wir leben noch.
41:35Große Lupo.
41:37Naja, wir leben noch.
41:38Nicht zuletzt dank Ihnen.
41:40Über die Widmung in Ihrem Buch habe ich mich sehr gefreut, Herr Sonntag.
41:43Na, das war wohl das Mindeste.
41:45Und dies hier ist mein allerneuestes.
41:48Druckfrisch.
41:49Herzlichen Dank.
41:50Ach, stimmt das, dass Sie gar nicht feiern wollten?
41:54Naja, eigentlich...
41:55Also, wenn ich dazu was erklÀren darf...
41:57Haben Sie die Herrschaften eingeladen?
41:58Zumindest habe ich vergessen, Ihnen abzusagen.
42:01Tja, wenn ich das gewusst hÀtte, dann...
42:03Na, dann wĂ€re es keine Überraschung mehr gewesen.
42:05Dann haben Sie auch wieder recht.
42:06Also, ich freue mich, Sie alle so gesund und munter zu sehen.
42:10Und ich hatte so einen schönen Blumenstrauß fĂŒr Sie, Herr Professor.
42:14Aber dank dieser beiden Herren fÀhrt er jetzt Taxi.
42:22Ich darf, Herr Professor?
42:24Ja, bitte, Herr Lippo.
42:36Oh, fantastisch!
42:39MĂ€digste, Ihre Blumen.
42:41Danke.
42:43Herr Professor.
42:45Herzlichen Dank.
42:47So, nehmen Sie doch bitte alle Platz.
42:48Auf die Arme.
42:50Überraschung.
42:51Was denn, noch eine?
42:53Ach, Charlotte, schön.
42:55Jemand hat mir gesagt, die Feier fÀllt aus.
42:59Äh, ist ja Unsinn.
43:01Haben wir genĂŒgend Sekt kaltgestellt?
43:02Nein.
43:03Aber ich kĂŒmmere mich drum.
43:05Ich gehe mal meine Rede holen.
43:06Das ist nicht nötig, Heilmann.
43:09Ja.
43:09Dann bedienen Sie sich.
43:11Oh, dann.
43:14Weiter, danke.
43:16Ich habe auch noch Blut.
43:18Ja.
43:19Ja, hier.
43:20So.
43:22So.
43:22Ich habe mal.
43:23So.
43:24Also.
43:28So.
43:29So.
43:31So.
43:32So.
43:32So.
43:33Vielen Dank.
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