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  • vor 2 Tagen

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Transkript
00:00Musik
00:40Na komm, doch, das ging doch eben noch.
00:44Meine GĂŒte.
00:46Morgen, mein Schatz.
00:48Morgen.
00:50Oh, du bist ja schon angezogen.
00:52Hast du vergessen, dass wir heute ausnahmsweise mal beide frei haben?
00:56Ach du, meine GĂŒte.
00:58Ich stelle dir vor, ich wollte eben in die Klinik fahren.
01:01Ach, Gernot, das ist wirklich...
01:07Ja, FrĂŒhstĂŒck zu zweit.
01:09Das können wir bis zum Nachmittag ausdehnen, falls uns danach ist.
01:12Ich muss noch eben noch schnell zum BĂ€cker.
01:17Was ist das denn?
01:18Die Überraschung ist dir wirklich geglĂŒckt.
01:40Ingrid?
01:42Was ist denn?
01:44Guck mal.
01:50Gernot.
01:51Mit dieser Überraschung habe ich nichts zu tun.
01:55Ja, aber entschuldige, aber wer legt uns denn dein Baby vor die TĂŒr?
01:57Der Storch war es bestimmt nicht.
02:01Was machen wir denn jetzt mit dir?
02:03Wir fahren in die Klinik.
02:06Ja, warte ich ziemlich ganz schnell an.
02:09Weißt du es?
02:10Ja.
02:21Erst wird aufgegessen.
02:23Das ist eine ganz schlechte Angewohnheit, ohne FrĂŒhstĂŒck aus dem Haus zu gehen.
02:26Ich will aber in die Schule, jetzt gleich.
02:29An solche SprĂŒche kann ich mich bei dir gar nicht erinnern.
02:32Das kann nur ein vorĂŒbergehender Anfall sein.
02:34Mein SĂŒĂŸer, worauf freust du dich heute am meisten?
02:36Auf Bastian.
02:37Ist das immer noch dein bester Freund?
02:39Mhm.
02:40Ach, guck mal.
02:42Was haben wir denn hier?
02:44Bekommst du schon Liebesbriefe?
02:47Oh, ein Liebesbrief fĂŒr mich?
02:49Daran kann ich mich nun wieder nicht erinnern.
02:52Ihr sollt das unterschreiben.
02:53Aha.
02:54Wer sagt das?
02:55Herr Kumann.
02:56Geehrte Familie Heilmann.
02:58Unser diesjÀhriges thematisches Schulfest steht unter dem Motto
03:02Mein Leipzig lobt ich mir.
03:05Ihr sollt was backen.
03:08Was backen?
03:09Zusammen mit Bastian's Mama.
03:12Ach, mit Frau Marquardt.
03:14Das tut ja nett.
03:15Du hast dich ja schon damals im Kochkurs gut mit ihr verstanden.
03:20Charlotte, wÀre es denn möglich, dass du uns unter die Arme greifst?
03:23Sonst jederzeit, Roland.
03:25Aber ich habe nÀchste Woche zwei Betriebsfeiern im Charlotto.
03:28Ich weiß gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht.
03:30Tut mir sehr leid.
03:31Wir mĂŒssen.
03:34Ich habe eine ÜberĐœŃ‹ĐŒĐž Anfrage.
03:35Und wenn du das gemacht hast, wirst du das aufnehmen?
03:35Du hast nur noch eine Anfrage.
03:35Wie kannst du die Koordinierung jetzt auch?
03:37Wer sollt?
03:38Toll.
03:39Meine Familie lob ich mir.
03:43Wenn es wieder eine Anfrage gibt, locken Sie sich einfach hier in die Patientennusse ein.
03:47Dankeschön.
03:48Das ist ganz einfach.
03:49Wollen Sie mich einfach ab.
03:51Das schaffen Sie schon.
03:58Hallo?
03:59Ich bin Schwester Yvonne.
04:00Kann ich Ihnen irgendwie helfen?
04:01Ich...
04:02Schnell!
04:03Eine Trage!
04:07Marvin, bringen Sie uns denn da?
04:09Ich weiß es nicht.
04:10Sie ist im Foyer ohnmÀchtig geworden.
04:12Hallo?
04:14Hallo, können Sie mich hören?
04:18Sie atmet sehr flach.
04:23Bauchdecke ist sehr gespannt.
04:25Hat sie noch irgendwas gesagt?
04:26Nein.
04:27Aber hier ist ein SchĂŒlerausweis.
04:29Christine Schreiber.
04:31Sie ist gerade mal 16.
04:33Sieht Àlter aus.
04:36Über die Schule erfahre ich die Adresse.
04:38Nehmen Sie als erstes Blut ab, das ĂŒbliche und dann benachrichtigen Sie die Eltern bitte.
04:41Das mache ich.
04:46Reichen Sie ein Angebot ein.
04:48Sie kennen doch den Gang der Dinge.
04:51Ja, entschuldigen Sie bitte.
04:53Ich muss jetzt in eine Besprechung.
04:55Ja, tut mir leid.
04:56Wiederhören.
04:57Wo kommst denn du jetzt her, Spatz?
04:59Ich habe dir gesagt, du sollst direkt nach der Schule hierher kommen.
05:02Und du bist 20 Minuten zu spÀt.
05:04Entschuldige, Mama.
05:05Entschuldige was?
05:06Wir haben auf dem Schulhof noch gespielt.
05:08Ich und...
05:09Jonas Heilmann, so wie du aussiehst.
05:11Herr Kuhmann sagt, es sind ganz tolle Wurschen.
05:13Ach ja?
05:14Ja, weil er euch so gesehen hat?
05:15Weil du mit Jonas Mama etwas backen sollst.
05:18Backen?
05:18Wie?
05:19Hat er uns gestern mitgegeben.
05:21Habe ich vergessen.
05:23Bastian.
05:24Wie das wieder aussieht.
05:34Backen?
05:36Was denkt der sich denn?
05:38Ich bin berufstÀtig.
05:39Ich bin doch kein Lehrer, der mittags um eins zu Hause ist.
05:43Mag was?
05:44Sarah, hier ist Pia.
05:45Ich rufe wegen des Schulfestes der Kinder...
05:47Ich habe das auch gerade gelesen.
05:49DemnĂ€chst umhĂ€keln wir noch TaschentĂŒcher.
05:52Dem Mann, dem sollte man wirklich mal...
05:53Wie wÀre es denn, wenn du heute Abend vorbeikommst
05:55und wir gemeinsam ĂŒberlegen, was wir machen?
05:57Meinetwegen.
05:58Zwischen sechs und sieben?
06:00Gut.
06:05Wir gehen heute Abend zur Heimats.
06:07Es ist bestimmt alles in Ordnung.
06:09Das Kind wirkte völlig gesund.
06:11Hoffentlich.
06:12Ich möchte mal wissen, wer sowas fertig bringt.
06:15Sowas kann nur aus allergrĂ¶ĂŸter Not heraus passieren.
06:18Lass uns in mein BĂŒro fahren.
06:20Barbara soll die Polizei und das Jugendamt verstÀndigen.
06:23Aber vielleicht war das nur eine Kurzschlusshandlung
06:24und die Mutter meldet sich.
06:26Wirklich, aber genau deshalb muss man sich fragen,
06:28ob man einer solchen Frau das Kind anvertrauen kann.
06:31Ich denke, das Baby ist ganz bewusst vor unserer TĂŒr abgelegt worden,
06:34weil du Arzt bist.
06:35Ach, wir sind doch keine Babyklappe.
06:38Lass uns doch mal abwarten.
06:40Was meinst du damit?
06:41Wir nehmen das Kind wieder mit nach Hause.
06:43Und wenn die Mutter sich bis morgen nicht gemeldet hat,
06:46dann informieren wir das Jugendamt.
06:47Du kannst doch kein fremdes Kind mit nach Hause nehmen.
06:50Wir haben doch ĂŒberhaupt nichts, um es zu versorgen.
06:53Die Schwestern sollen uns FlÀschchen und Babysachen mitgeben.
06:55Und dein Bett hier steht doch noch auf dem Dachboden vom Bauernhaus.
06:58Gernot, bitte.
07:00So gut wie im Heim ist das Kind bei uns schon lange aufgehoben.
07:05Na gut.
07:08Hallo?
07:11Guten Tag.
07:14Kannst du dich inzwischen erinnern, wie du zu uns in die Klinik gekommen bist?
07:21Ich habe hier deine Laborwerte.
07:25Das Blutbild deutet auf eine EntzĂŒndung in deinem Körper hin.
07:30Außerdem ist der Wert des Hormons Prolaktin deutlich erhöht.
07:36Wir beobachten das bei Frauen, die schwanger waren und gerade entbunden haben.
07:48Wir machen noch ein paar Untersuchungen.
07:51Christine?
07:53Hast du jemanden, der sich um das Baby kĂŒmmert?
07:59Wo ist es denn im Moment?
08:10Mama!
08:12Frau Doktor, seit drei Tagen kommt Christine nicht nach Hause.
08:14Ich habe gestern eine Vermisstenanzeige aufgegeben.
08:16Hatte sie einen Unfall?
08:17Ihre Tochter ist heute zu uns in die Klinik gekommen und kurz darauf unnötig gekommen.
08:20Heute?
08:21Was ist denn mit ihr?
08:22Sie hat eine Peritonitis.
08:23Eine BauchfellentzĂŒndung?
08:25Ich bin Krankenpflegerin.
08:26Ist das schlimm?
08:27Wir mĂŒssen so schnell wie möglich operieren.
08:29Ja, natĂŒrlich.
08:29Sie brauchen meine EinverstÀndniserklÀrung.
08:31Auch.
08:31Und vor allem möchte ich sicher gehen, dass das Kind gut untergebracht ist, solange Christine in der Klinik bleibt.
08:36Moment.
08:36Ich bin die Mutter von Christine Schreiber.
08:39Meine Tochter ist 16 Jahre alt.
08:40Sie hat kein Baby.
08:43Frau Schreiber, wir haben Christine eingehend untersucht.
08:46Und es steht zweifelsfrei fest, dass sie vor ein oder zwei Tagen entbunden hat.
08:51Das kann gar nicht sein.
08:52Sie war ja nicht schwanger.
08:54Vielleicht haben Sie es nicht bemerkt.
08:58Es gibt Schwangerschaften, die selbst in der nÀchsten Umgebung nicht bemerkt werden.
09:02Aber nicht Christine.
09:05Vielleicht weiß Ihr Mann etwas.
09:06Ich bin allein mit meiner Tochter.
09:09Vor allem, wenn sie schwanger war.
09:10Wo soll denn jetzt das Kind sein?
09:12Das mĂŒssen wir vor der Operation noch herausfinden.
09:16Das ist ein MissverstÀndnis.
09:17Fragen wir Christine.
09:30Ich habe schon gehört, du wirst gleich operiert.
09:34Christine, Frau Dr. Globesch meint, du hÀttest wÀhrend der letzten paar Tage entbunden.
09:39Das ist doch jetzt ein MissverstÀndnis.
09:41Oder?
09:43Christine, bitte.
09:45Bitte.
09:47Bitte.
09:48Dann ist es wahr.
09:52Ich habe so spÀt gemerkt, dass ich schwanger bin.
09:58Und dann vorgestern.
10:02Irgendwas war komisch.
10:04Ich bin frĂŒh ins Krankenhaus und habe mitbunden.
10:10Ein MĂ€dchen.
10:12Christine, wo ist das Kind jetzt?
10:20Ich bin heimlich aus der Klinik und habe es mitgenommen.
10:28Ich bin zu einer Freundin.
10:32Und dann heute Morgen ging es mir so schlecht wie Fieber.
10:36Ich habe auch geblutet.
10:38Warum bist du denn nicht nach Hause gekommen?
10:40Ich wollte ja.
10:44Aber als ich in unsere Straße eingebogen bin, da...
10:48Da habe ich gedacht, das geht alles nicht.
10:50Ich habe Panik gekriegt.
10:52Also ist das Kind jetzt bei deiner Freundin?
10:57Ich habe es vor die TĂŒr gelegt.
11:00Vor welche TĂŒr?
11:03Bei Professor Simoni.
11:05Professor Simoni?
11:07Er war zwei Straßen von uns entfernt.
11:10Ich habe geklingelt und bin weg.
11:12Du hast dein Kind vor eine fremde TĂŒr gelegt.
11:14Es tut mir leid, aber Sie mĂŒssen Ihr GesprĂ€ch spĂ€ter fortsetzen.
11:21Bitte, Frau Schreiber.
11:23Wir mĂŒssen jetzt operieren.
11:31Heimatverbundenheit Leipzig.
11:35Ja, wir stehen in der KĂŒche.
11:37Ich bin genug heimatverbunden.
11:38Ich brauche doch nicht bei den Temperaturen den Herd anwerfen.
11:41Ach komm, wir machen was Unkompliziertes.
11:44Wir rollen einen ganz einfachen Teig aus, backen den und schreiben mit buntem Zuckerguss
11:49irgendwas zum Thema Leipzig drauf.
11:52Meinetwegen, die Minimalvariante.
11:53Das geht aber nicht.
11:55Und wieso nicht?
11:56Ihr sollt das Völkerschlacht-Denkmal backen.
11:59Das?
12:01Wer sagt das?
12:03Wir.
12:04Wir sollten VorschlÀge machen.
12:07Und Herr Kummern hat gesagt, das ist eine ganz, ganz tolle Idee.
12:11Allerdings.
12:12Sag mal, seid ihr von allen guten Geistern verlassen?
12:15Die Eltern von Shakira Schmidt backen den Hauptbahnhof.
12:18Den Hauptbahnhof?
12:20Die Eltern von Shakira Schmidt, die haben eine BĂ€ckerei.
12:24Opa.
12:25Ach, die Backstreet Girls tagen schon.
12:28Allerdings.
12:30Die Jungs haben Herrn Kummern auf die Idee gebracht, dass wir das Völkerschlacht-Denkmal backen sollen.
12:37Sehr gut.
12:38Das ist historische Wahrzeichen von Leipzig.
12:41Soweit ich mich erinnere, haben die 15 Jahre gebraucht, um diesen Kasten zu bauen.
12:45Wir haben drei Tage Zeit.
12:46Wie sollen wir das schaffen?
12:48Tja.
12:49Vielleicht mit Lebkuchenteig.
12:51Ja, ich glaube, Lebkuchen wÀren ganz gut.
12:54Die kleben wir dann einfach zusammen.
12:55Genau.
12:56Die gute alte Plattenbauweise.
12:59Vor dem Umzug ins Bauernhaus mĂŒssen wir noch einiges aussortieren.
13:10Ist sie nicht niedlich?
13:13Wenn ich an Rebecca, meine Tochter denke, die war viel anstrengender als Baby.
13:18Was sie sich ja bis ins Erwachsenenalter bewahren konnte.
13:21Nun komm.
13:21Sie muss jetzt ihr FlÀschchen.
13:22Du, das kann ich doch machen.
13:24Ja?
13:24Na klar.
13:25Dann bringe ich dir die Spuckwindel.
13:35Frau Schreiber.
13:37So eine Überraschung.
13:39Entschuldigen Sie, kommen Sie doch rein.
13:42Gernot, Frau Schreiber ist da.
13:44Frau Rischke, Herr Professor.
13:46Guten Tag.
13:46Meine Tochter hat mir gesagt, das Kind ist von Christine.
13:53Ihre Enkelin?
14:00Möchten Sie sie in den Arm wehen?
14:04Komm mal her, mein Kind.
14:18Wie heißt die Kleine denn?
14:23Ich weiß es nicht.
14:25Ich wusste nicht mal, dass meine Tochter schwanger war.
14:31Ja, komm mal her.
14:34Ich habe Christine letzte Woche beim Einkaufen getroffen.
14:37Ich habe auch nicht mehr Merkels sind Kind erwartet.
14:41Warum hat sie mir das verheimlicht?
14:44Warum tut sie sowas?
14:46Ich glaube, ihre Tochter ist ĂŒberfordert als sie.
14:49Na ja, mit 16 Jahren Mutter.
14:52Tja.
14:54Und dann hat sie ihre Schwangerschaft monatelang verheimlicht.
14:57Wir hatten immer absolutes Vertrauen zueinander.
15:01Christine hat auch an meinen Problemen teilgehabt.
15:03Also, wie das eben ist, wenn kein Partner da ist.
15:06Unsere Frauen-WG haben wir es genannt.
15:08Wir haben immer fĂŒr alles eine Lösung gefunden.
15:13Wie geht es denn der Kleinen?
15:14Eine Kinderarzt hat sie untersucht.
15:16Ist alles in Ordnung.
15:18Und wie geht es ihrer Tochter?
15:20Sie wird gerade umfahraziert, eine BauchfellentzĂŒndung.
15:26Christine kann sich jetzt nicht um das Kind kĂŒmmern.
15:29Und ich habe seit ein paar Tagen wieder eine Stelle als Altenpflegerin.
15:32Ich weiß gar nicht, wie ich das machen soll mit den Nachtschichten.
15:33Ich bin ja noch in der Probezeit.
15:36Ich muss den Job wieder aufgeben.
15:38Ach, jetzt warten Sie erst mal ab, Frau Schreiber.
15:42Und bis Sie eine Lösung gefunden haben,
15:43kann die Kleine doch wirklich gerne noch bei uns bleiben.
15:50Aber wird Ihnen das nicht zu viel?
15:52Ach, im Gegenteil.
15:54Ich hatte schon fast vergessen, wie schön das ist,
15:57so ein Baby im Haus zu haben.
16:06Gut, dass sie noch rechtzeitig zu uns gekommen ist.
16:09Absaugen.
16:12Ihre Gesamtkonstitution macht mir Sorgen.
16:14Wie sind Ihre Werte?
16:16Nicht gerade optimal.
16:20SpĂŒlung.
16:27Und, wie geht es dem Kind?
16:29Gut, soweit ich gehört habe.
16:31Ist ja in den besten HĂ€nden.
16:40Na, du kannst wohl nicht schlafen.
16:44Wieder auch nicht.
16:46Und ich jetzt da auch nicht mehr.
16:49So ein komisches GerÀusch, genau.
16:53Gernot, es ist halb drei.
16:59Na?
17:05Das Kind ist zwei Tage alt.
17:08Es will jetzt nicht mit dir spielen.
17:11Ja.
17:11Aber vielleicht braucht es ein Flaschen.
17:13Du, das, das habe ich dir schon gegeben.
17:18Vielleicht, vielleicht sollten wir was singen?
17:21Ja.
17:21Ja, das ist, das ist sehr gut.
17:23Ja.
17:25Ja, was denn?
17:28Guten Abend, gute Nacht.
17:30Ah, das ist gut.
17:32Guten Abend, gute Nacht.
17:37Mit Rosenbedacht.
17:41Wie geht denn das weiter?
17:42Mit Nicklein besteckt.
17:46Schlupf unter die Deck.
17:53Und Licht aus.
17:56Na ja.
17:58Kannst du streng sein.
18:11Musst du nicht in den Salon?
18:13Ich habe die Aushilfe angerufen.
18:15Sarah hat die Arbeit mal wieder sehr geschickt aufgeteilt.
18:18Sie kĂŒmmert sich ums Rezept.
18:19Das kann sie ganz schnell aus dem Internet runterladen.
18:22Und ich bin fĂŒr die Architektur zustĂ€ndig.
18:24Na, du hast doch genug Bilder.
18:26Na ja, aber ich meine, wie viele Bleche Lebkuchen braucht man denn fĂŒr sowas?
18:33Spannende Frage.
18:34So, ich muss los.
18:36Ach, das ist ja gut, dass ich euch die BĂŒcher besorgt habe.
18:38Und du dachtest, ich lasse dich im Stich.
18:41Vielen Dank auch.
18:42Ich habe heute Nacht schon vom Völkerschlachtdenkmal getrÀumt.
18:45Es war aus Nougatcreme.
18:47Herr Koman saß oben drauf.
18:49Das nÀchste Mal rufen wir an und blasen die Sache ab.
18:52Man muss auch mal Nein sagen können.
18:53Kannst du ja ziemlich gut.
18:55Und wie stehen die Kinder dann da?
18:58Sag mal, bist du heute Abend hier, wenn Sarah kommt?
19:00Zu viele Köche verderben den Brei.
19:02Ich glaube, mit BĂ€ckern ist das genauso.
19:12Die Kleine ist zu drollig.
19:14Du aber auch, seit wir beide ein Baby bekommen haben.
19:17Entschuldigen Sie, es gab noch Probleme beim Schichtwechsel.
19:20Frau Schreiber, bitte nehmen Sie Platz.
19:22Sie haben ja schon einen Kinderwagen.
19:24Ja, wir wollten Sie nicht immer herumtragen, weil das ist einfach zu anstrengend fĂŒr die Kleine.
19:32Den Kinderwagen aussuchen, das war frĂŒher was Besonderes.
19:35Da bin ich damals auch schon alleine losgezogen.
19:39Wie ist denn meine Enkelin?
19:41Na ja, ist sie mich aufgeweckt.
19:43Und so niedlich.
19:45Christine war auch so.
19:46Ach ja, wie geht es denn Ihrer Tochter?
19:48Ich will gerade zu ihr, sie war gestern gar nicht ganz bei sich.
19:51Aber Dr. Brentano meint, das ist alles optimal verlaufen.
19:54Na sehen Sie.
19:55Ich mĂŒsste jetzt eigentlich glĂŒcklich sein, oder?
19:58Mein Enkelkind ist gesund, meine Tochter erfolgreich operiert.
20:02Wenn Ihre Tochter das Kind erst mal so richtig ins Herz geschlossen hat, dann kommt bestimmt alles wieder ins Lot,
20:07Frau Schreiber.
20:09Danke.
20:11Sie beide haben so viel fĂŒr uns getan.
20:16Auf Wiedersehen.
20:17Auf Wiedersehen.
20:19Oh, jetzt guck mich so.
20:22Na ja.
20:28Guten Morgen.
20:31Und?
20:34Wie geht es dir heute?
20:38Weiß nicht.
20:40Die Schmerzen sind weg.
20:45Sie ist so sĂŒĂŸ.
20:47Ich weiß noch nicht mal, wie mein Enkelkind heißt.
20:50Und wer der Vater ist.
20:53Sie hat keinen Namen.
20:55Und wer der Vater ist, spielt auch keine Rolle.
20:58Wieso?
20:59Weil ich ihn vergessen will, Mama, so schnell wie möglich.
21:03Ich kann mir vorstellen, wie dir zumute ist.
21:06Dein Vater...
21:06Kannst du nicht.
21:07Ich will das Kind nicht.
21:09Du bist seine Mutter.
21:12Ich gebe es weg.
21:16Zur Adoption.
21:21Das war in den letzten Tagen alles ein bisschen viel fĂŒr dich.
21:24Mama.
21:24Als du geboren warst, da wusste ich auch nicht, wie es weitergehen soll.
21:27Aber dann...
21:28Ich bin aber nicht wie du.
21:31Christine, ich will dir doch nur helfen.
21:32Wir kriegen das zusammen hin.
21:33Glaub es mir.
21:34Ich will dieses Kind nicht, Mama.
21:35Ich will es auch nicht hier haben.
21:37Nimm es mit.
21:38Christine!
21:42Christine!
21:42Christine!
21:52Okay.
22:16Du bist plötzlich so still im Haus.
22:19Stimmt.
22:23Stimmt nicht.
22:33Frau Schreiber!
22:35Ja, kommen Sie bitte rein.
22:38Kommen Sie bitte durch.
22:40Gernot?
22:41Frau Schreiber ist da.
22:47Entschuldigen Sie.
22:49Ich wollte fragen, ob ich das Kind noch eine Nacht bei Ihnen lassen kann.
22:52Ginge das?
22:53Ja, natĂŒrlich. Gerne.
22:56Ich nehme an, Christine ist doch nicht stabil genug.
23:00Christine will das Kind nicht.
23:02Was?
23:03Wie bitte?
23:05Es soll nicht mal einen Namen haben. Sie will es weggeben.
23:08Zur Adoption. Sie wollte es nicht mal sehen.
23:10Ich kenne Christine nicht wieder.
23:12Das ist doch nicht meine Tochter.
23:13Bitte beruhigen Sie sich, Frau Schreiber.
23:16Ich denke, Ihre Tochter wird sich wieder besinnen.
23:18Das glaube ich auch.
23:20Und bis dahin kann das Kind bei uns hierbleiben.
23:34Haben Sie Schmerzen?
23:37Ich möchte am liebsten nur noch schlafen.
23:42Ich habe gehört, dass Sie Probleme haben.
23:48Ich kann mir vorstellen, was Sie alle ĂŒber mich denken.
23:51Wir setzen klare PrioritÀten.
23:54Zuerst die Gesundheit.
23:58Die OP haben Sie jetzt hinter sich.
24:01Und wenn es Ihnen besser geht, können Sie ĂŒber die anderen Entscheidungen nachdenken.
24:07Zu einfach ist das aber nicht.
24:10Das behauptet auch niemand.
24:17Ich schÀme mich so.
24:22Haben Sie Kinder?
24:25Nein, noch nicht, aber ich möchte gern welche.
24:30Wirklich?
24:33Aber das ist doch eine Entscheidung fĂŒrs ganze Leben.
24:38Stimmt.
24:39Sie haben gar keine Angst?
24:41Nein.
24:42Warum denn?
24:44Weil so ein Kind eine Riesenverantwortung ist.
24:47Genau.
24:48Aber auch eine Riesenfreude.
24:52Das erste Lachen.
24:53Die ersten Schritte.
24:56Der erste Liebeskummer.
24:59Es ist doch wunderschön, ein Kind aufwachsen zu sehen.
25:05Aber man kann so viel falsch machen.
25:07Hm.
25:08Das meiste macht man rein intuitiv richtig.
25:11Und wenn man mal Zweifel hat, kann man immer noch andere MĂŒtter fragen.
25:19Das sieht doch schon ganz gut aus.
25:22So.
25:23Dann wĂŒrde ich mal sagen, wir legen los.
25:25Sag mal, wie hoch soll denn das Ding eigentlich werden?
25:30Das Ding?
25:31Naja, also ich dachte schon mindestens einen halben Meter.
25:34Ja, auf jeden Fall höher als der Hauptbahnhof von Shakira Schmidt.
25:38Du hast doch selber gesagt, deren Eltern sind Profis.
25:41Ja, eben.
25:43In welcher Liga spielen wir?
25:45Wenn ich mich schon auf sowas einlasse...
25:48Dur.
25:50Nur dieses Denkmal alleine.
25:52Das ist irgendwie uninspiriert.
25:55Können wir da nicht noch was drumrum machen?
25:56So Soldaten oder so?
25:58Oh ja, genau.
25:59Über eine halbe Million.
26:00Die waren aber lÀngst weg, als das Denkmal gebaut wurde.
26:03Ich weiß, aber Bastian und Jonas, die wĂŒrden super dastehen.
26:08Da könnten sie gleich ein bisschen Geschichtswissen einbringen.
26:10So, Herr Koman macht sich bestimmt keine Illusion darĂŒber, von wem diese ganzen Anregungen hier stammen.
26:16Ja, aber er wĂŒsste, dass Jonas und Bastian einen aufgeschlossenen intellektuellen familiĂ€ren Hintergrund haben.
26:22Worauf es in der ersten Klasse vielleicht nicht ganz so stark ankommt?
26:26Die Weichen werden sehr frĂŒh gestellt, das werdet ihr auch noch merken.
26:29So, jetzt backen wir aber erstmal Lebkuchen.
26:31Wie du meinst.
26:34Ein bisschen Zucker?
26:36Ich werde nicht weiter fragen, wer der Vater deines Kindes ist.
26:39Aber dass du es weggeben willst, das...
26:42Das kann ich einfach nicht akzeptieren.
26:44ErklÀr es mir, bitte.
26:46Ich merke doch, dass du mich nicht verstehst.
26:51Ich will jetzt kein Kind, ich habe Angst davor.
26:53Das musst du nicht.
26:56Christine, es kann doch nicht plötzlich alles falsch sein, was ich dir vorgelebt habe.
26:59Das sage ich doch gar nicht.
27:00Warum bist du noch nicht zu mir gekommen in deinem Kummer?
27:03Wir haben immer vernĂŒnftig reden können, ĂŒber alles.
27:07Sieh mal.
27:08Du hast noch gar nicht richtig Zeit gehabt zum Überlegen.
27:11Mama, ich ĂŒberlege das seit Monaten.
27:13Seit ich weiß, dass ich schwanger bin.
27:15Nein, das kann nicht sein.
27:17Du kannst nicht monatelang frĂŒh aufstehen, fröhlich in die KĂŒche kommen, zur Schule fahren, zur Chorprobe und zur Disco.
27:22Als wĂ€re nichts, weil du die ganze Zeit ĂŒberlegst, was...
27:27Christine?
27:29Hilfe!
27:32Hilfe, schnell!
27:39Ah, der NĂ€chste...
27:42Sarah, Sarah!
27:43Jetzt!
27:44Ah!
27:46Das ist ja wie Weihnachten hier.
27:49Das ist ja toll, oder?
27:50Ja, merkt ihr den Geruch gut?
27:51Du wirst es nicht nochmal erleben, dass ich Lebkuchen backe.
27:54Wollt ihr nochmal weg?
27:54Ja, wir gehen jetzt ins Fitnessstudio und dann...
27:58Wo sind eigentlich Jonas und Bastian?
27:59Die spielen draußen im Garten, damit sie uns nicht im Weg rumstehen.
28:03Dann noch viel Spaß.
28:04Ja, komm nicht so spÀt.
28:05Pass auf.
28:06Sehr beruhigend.
28:08Sag mal, wo ist denn eigentlich Roland?
28:10Ach, der Roland.
28:11Der ist mit Martin joggen und dann in der Sauna.
28:14Toll.
28:14Mhm.
28:15Der DrĂŒckeberger.
28:18Die Sauna.
28:19Die Sauna kann er auch hier haben.
28:21Hier sind bestimmt 40 Grad.
28:24Sag mal, hast du noch eine?
28:25Ja, und die mache ich uns jetzt zum Richtfest.
28:29Oh, oh.
28:30Hoppla.
28:32Auf die Völkerschlacht.
28:36KĂŒchenschlacht trifft's eher.
28:38Prost.
28:41Was ist mit ihr?
28:44Die BauchfellentzĂŒndung haben wir im Griff.
28:46Sie ist von der Entbindung noch sehr geschwÀcht.
28:49Und das bedeutet?
28:51Sie ist zur Zeit nicht bei Bewusstsein.
28:55HĂ€tte sie die Schwangerschaft nicht verheimlicht, wĂ€re sie nach der Entbindung nicht Hals ĂŒberkoppelt aus der Klinik weg.
29:00Frau Schreiber.
29:00Sie hÀtte sich ausruhen können, das mit der Infektion. Das wÀre gar nicht passiert.
29:04Es kommt auch unter normalen Bedingungen manchmal zu Komplikationen.
29:09Ich fĂŒhle mich schuldig. Verstehen Sie das nicht?
29:12Ich habe solche Angst um Christine.
29:15Wir tun, was wir können.
29:21Wenn meine Tochter ihr Kind unbedingt weggeben will, dann muss ich das einsehen.
29:26Jetzt geht es erst mal nur um die Gesundheit Ihrer Tochter.
29:30Aber geben Sie nicht so schnell auf.
29:32Warten Sie ab.
29:34Und setzen Sie Christine nicht unter Druck.
30:05Und setzen Sie auf.
30:12Und setzen Sie auf.
30:13Das war's.
30:51Oh nein!
30:53Ich war es nicht.
30:54Was ist denn? Ich dachte schon, du bist die...
31:00Erdbeben.
31:01Mir ist jetzt wirklich nicht nach SpĂ€ĂŸen zumute.
31:05Jakob, was machst du da?
31:07Schadensbegrenzung siehst du doch.
31:09Glaubst mir sowieso nicht, aber das Teil sah schon so aus, als ich nach Hause kam.
31:12Bist du ganz sicher, dass du mir nicht vielleicht doch noch was zu sagen hast?
31:16Ich sag dir doch, es ist in sich zusammengefallen.
31:18Das ist aber nicht möglich!
31:19Ich war es auf jeden Fall nicht.
31:23Im Zweifel fĂŒr den Angeklagten.
31:27Ja, sag das mal Sarah, dass er mir nachher nicht den Kopf abreißt.
31:41Die Kleine schlÀft.
31:43Was mich wundert, wo du dauernd um sie herum bist.
31:46Ich könnte ja direkt eifersĂŒchtig werden.
31:51Nein, Gernot, jetzt mal im Ernst.
31:53Was machen wir, falls es zum Schlimmsten kommt?
31:57Im Bauernhaus wĂ€re noch Platz fĂŒr ein Kinderzimmer.
32:01So weit ist es noch nicht.
32:02Ich fahre jetzt in die Klinik und sehe nach Christine Schreiber.
32:06Kommst du allein zurecht mit der Kleinen?
32:10Also, Gernot, bitte, ja.
32:11Ja, oder möchtest du Erziehungsurlaub einreichen?
32:15WĂ€re allerdings interessant, was Frau Marquardt dazu sagen wĂŒrde.
32:19Ich frag ja nur.
32:21Also, wenn irgendwas sein sollte, rufst du mich bitte sofort an.
32:24Ja.
32:28Ich hab immer gedacht, wir beide, wir kennen einander genau.
32:34Aber du hast nie von ihm gesprochen, von dem Vater deines Kindes.
32:40Wolltest du gar nicht mit ihm schlafen?
32:42Was meinst du?
32:47Hat er dich vielleicht gezwungen?
32:52Was redest du denn da?
32:56Bist du schwanger geworden, weil er dich vergewaltigt hat?
33:00Wie kommst du denn darauf?
33:04Weil du das Kind so vehement ablehnst.
33:08Ich war in ihn verliebt.
33:11Und dann, es war so ein Abend, da gab's nur noch ihn und mich.
33:16Kennst du das nicht?
33:21Aber ich hĂ€tte mir gewĂŒnscht, dass es sich bei dir nicht wiederholt.
33:25Hat er Schluss gemacht, als er erfahren hat, dass du schwanger bist?
33:32Christine, mir hat damals niemand geholfen.
33:35Aber wir zusammen, wir kriegen dein Kind groß.
33:43Ich kann das nicht wie du.
33:47Immer wir backen das schon.
33:51Ich schaff' das einfach nicht.
33:56Ich war auch nicht immer so mutig.
33:59Aber ich wollte dich haben.
34:04Die Adoptionsstelle achtet darauf, dass es in eine gute Familie kommt.
34:16Wenn deine Tochter erwachsen wird, will sie wissen, wer ihre Mutter ist.
34:20Was sagst du, wenn sie dich gefunden hat und Fragen stellt?
34:24Woher soll ich das denn jetzt schon wissen?
34:26Ich sag' noch, ich bin nicht wie du.
34:29Du musstest dein ganzes Leben danach richten, dass ich da war.
34:33Aber ich will noch Abitur machen.
34:35Und du hast gerade einen Job gefunden.
34:37Findest du nicht, dass du schon genug verzichtet hast?
34:40Soll das jetzt immer so weitergehen?
34:42Ab jetzt, weil ich ein Kind habe.
34:46Wir verlegen Christine Schreiber gerade wieder auf die Station
34:48und hoffen, dass sie sich in den nÀchsten Tagen stabilisiert.
34:51Aber mit dem Kind sind wir keinen Schritt weitergekommen.
34:55Es geht hier nicht nur um amtliche FormalitÀten
34:58oder standesamtliche Registrierungen.
35:01Die junge Mutter ist einem starken Druck ausgesetzt
35:04und auch fĂŒr das Kind.
35:06Es sind geordnete VerhÀltnisse nötig.
35:09Die sollen ja im Moment optimal sein, wie man hört.
35:13Ja, aber eine Dauerlösung ist es nicht.
35:16Das wissen wir, Herr Professor.
35:18Ich glaube, Christine Schreiber
35:21hat eine Bindung zu ihrem Kind.
35:23Sie hat nur kein Vertrauen in, wie soll ich sagen,
35:26ihre eigene soziale Kompetenz.
35:29Tja, aber sie wird doch unterstĂŒtzt.
35:30Ihre Mutter ist eine sehr patente Frau.
35:32Und vielleicht deswegen
35:34ein Teil des Problems.
35:37Sehr scharfsinnig, Herr Kollege.
35:40Es wĂŒrde mich sehr wundern,
35:41wenn sie ihr Kind weggibt.
35:44Also, sie hat das Kind
35:45ganz bewusst vor einer HaustĂŒr gelegt
35:49und ist dann in die Sachsenklinik gefahren.
35:53Ich muss mir erst einmal selbst ein Bild davon machen.
35:56Nee.
35:58Nein, sag, dass das nicht wahr ist.
36:00Doch, na ja, es ist einfach zusammengestĂŒrzt.
36:06Und wer war das?
36:08Wahrscheinlich ein Konstruktionsfehler.
36:10Ach, Quatsch.
36:11Da hĂ€tte man mit dem Traktor drĂŒber fahren können.
36:15Gut.
36:17Ich rufe die Eltern von Shakira Schmidt an.
36:19Und dann bestelle ich ein Völkerschlachtdenkmal
36:22in Biskuit und Buttercreme.
36:24Nee, Sarah.
36:26Das machen wir nicht.
36:27Wir können doch die Jungs nicht hÀngen lassen.
36:30Wir wissen jetzt, wie das geht.
36:32Ein Nachmittag und das Ganze erstrahlt
36:34wieder in alter Schönheit.
36:35Vergiss es, Pia. Vergiss es.
36:37So.
36:38Und wenn Sie noch was brauchen,
36:39kennen Sie einfach.
36:41Danke, Schwester.
36:42Danke.
36:48Guten Morgen.
36:49Sie sind wach.
36:50Das ist ja eine gute Nachricht.
36:52WĂŒrden Sie mich bitte mit unserer Patientin
36:54einen Moment allein lassen?
37:06Prof. Simoni, ich schÀme mich so.
37:09Ihre Tochter
37:11ist Ihnen wie aus dem Gesicht geschnitten.
37:15Die Augen.
37:17Der Mund.
37:19Sie mĂŒssen sich nicht schĂ€men.
37:21Wahrscheinlich waren Sie sehr verzweifelt,
37:23als Sie vorgestern an meiner TĂŒr klingelten.
37:30Sie haben eine wundervolle Tochter.
37:32Wissen Sie das?
37:35Die GrĂŒbchen.
37:37Die kleinen HĂ€nde.
37:41Allerdings frage ich mich,
37:42warum Sie das Kind ausgerechnet
37:45vor meiner TĂŒr abgelegt haben.
37:48Herr Professor, ich...
37:50Sollte es jemand finden,
37:51der Arzt ist?
37:53Dann hÀtten Sie es auch
37:54in die Babyklappe legen können.
37:57Oder haben Sie es nicht
37:59ĂŒbers Herz gebracht,
38:01sich fĂŒr immer von dem Kind zu trennen?
38:04Christine,
38:07springen Sie ĂŒber Ihren Schatten.
38:09Sie sind jung und stark.
38:11Sie schaffen das.
38:15Herr Gerhard, ich muss Sie mal dringend sprechen.
38:17Hat Ihnen das nicht Zeit?
38:18Nein, es ist wegen...
38:20Der Kinderwagen.
38:22Ist was mit der Kleinen?
38:23Ich will Sie nur dem Kinderarzt zeigen.
38:31Aber irgendwas ist doch.
38:32Mach dir keine Sorgen, Christine.
38:36Was ist denn?
38:37Hat es die Temperatur?
38:38Nein, nein, nein.
38:39Aber beim Wickeln.
38:40Sie hat ja einen riesigen Blutfleck
38:42in der Windel.
38:44Rot und großflĂ€chig.
38:47Das wird Ziegelmehl sein.
38:49Ja, das findet man in den Windeln,
38:51wenn Neugeborene zu wenig trinken.
38:53Ja, Ziegelmehl.
38:55Wir gehen beim Kinderarzt vorbei.
38:57Das wollen wir nachsehen.
38:59Oh, Sarah,
39:00ich bin dir so dankbar.
39:03Ich habe heute Morgen wirklich gedacht,
39:04mich trifft der Schlag,
39:06als ich die Treppe runtergekommen bin.
39:07Sag mal,
39:08hast du schon angefangen?
39:10Nee, habe ich nicht.
39:13Jungs, kommt ihr mal.
39:16Was ist denn hier los?
39:19Gestern habt ihr geschuftet.
39:21Heute sind wir dran.
39:27Schau mal.
39:28Hey, Vorsicht.
39:30Das sind keine Lebkuchen.
39:31Das sind PrÀzisionsbausteine.
39:34Das sieht ja fast besser aus
39:36als unseres.
39:37Ja, aber nur fast.
39:42Die drei von der Backstelle.
39:52Tut mir leid,
39:53dass du mich so geÀngstigt hast.
39:55NatĂŒrlich wurde irgendwann
39:56in der Schwesternausbildung
39:59Zielmehl mal erwÀhnt.
40:00Aber ich hatte ja nie
40:02mit SĂ€uglingen zu tun.
40:04ErzĂ€hl das bloß niemandem,
40:05das ist ja richtig peinlich.
40:05ZĂ€hlte unserer Ärztin
40:06die Schweigepflicht.
40:07Hauptsache,
40:08dem Kind geht es gut.
40:10Ist das wirklich wahr?
40:11Ja, es ist kerngesund.
40:13Aber sie,
40:14sie haben strikte Bettruhe.
40:15Ich konnte Christine nicht hindern.
40:17Sie hat sich solche Sorgen gemacht.
40:19Es ist alles in Ordnung,
40:20wie gesagt.
40:22WĂŒrdest du sie bitte
40:23auf ihr Zimmer bringen?
40:26Kann ich sie nicht wenigstens
40:27einmal in den Arm nehmen?
40:28Ich lasse ihn die Kleine
40:30gleich bringen.
40:36Bis gleich, Nelly.
40:40Nelly.
40:41Ein schöner Name.
40:45Willkommen im Leben,
40:48Nelly.
41:01Glaub mir,
41:02ich möchte keine Stunde
41:02missen
41:03in den 16 Jahren
41:03mit dir.
41:04Ich auch nicht.
41:10Na, das sieht ja
41:11sehr gut aus.
41:13Mutter und Kind
41:15wohl auf.
41:16Ich weiß gar nicht,
41:17wie wir Ihnen danken können.
41:19Mama hat erzÀhlt,
41:20wie toll sie sich
41:20um Nelly gekĂŒmmert hat.
41:21Ach, so ein kleines Wesen
41:23bringt ja auch frischen Wind
41:24ins Haus.
41:25Allerdings ist Nelly
41:27abends und nachts
41:28etwas aufgeweckter
41:29als im Moment.
41:31Aber guten Abend,
41:32gute Nacht
41:32funktioniert besonders gut.
41:36Ich glaube,
41:37vor dir siehst du
41:37Nellys Großeltern ehrenhalber.
41:40Ich denke,
41:41wenn sie ab und zu
41:41auf die Kleine aufpassen wollen,
41:42steht dem nichts im Wege.
41:44Also, das ist ja
41:45eine prÀchtige Idee,
41:47denn wir sind ja
41:47in der Kinderpflege perfekt.
41:50AnnÀhernd.
41:51Oder so.
41:54Aber ich verstehe
41:55irgendwie immer noch nicht,
41:56was die BauchtÀnzerin
41:57mit dem Motto
41:58des Schulfests
41:59zu tun hatte.
42:00Mein Leib
42:00nicht, lobe ich mir.
42:02Deshalb hast du
42:02die ganze Zeit
42:02bei ihr rumgestanden,
42:03um das herauszufinden?
42:05Wunderschönes Fest.
42:07Also, und das
42:08Völkerschlachtdenkmal
42:09hat ja wirklich
42:09den Vogel abgeschossen.
42:11Hauptpreis der SchĂŒlerjury.
42:12Also, bei dem Bauwerk
42:13war das zu erwarten.
42:15Der Vater von Shakira,
42:17also der BĂ€ckermeister Schmidt,
42:18hat mich doch angesprochen.
42:20Er will das
42:21Völkerschlachtdenkmal
42:22in Serie backen.
42:23Wirklich?
42:24Da rufe ich morgen
42:25gleich den Patentanwalt an.
42:26Da können wir
42:26Musterschutz geltend machen.
42:28Da mĂŒssen die noch
42:29LizenzgebĂŒhren abdrĂŒcken.
42:30Wir könnten ja auch
42:31eine Firma grĂŒnden,
42:32berĂŒhmte Leipziger
42:33GebÀude nachbauen.
42:34Das Gewandhaus.
42:35Aber pass mit der Statik
42:36auf nicht,
42:37dass alles zusammenbricht,
42:38wenn einer ein StĂŒck
42:38abbricht.
42:43Du sag mal.
42:45Du bist doch gestern Abend
42:46nach Hause gekommen,
42:47als ich schon geschlafen habe.
42:49Und dann hast du mir
42:50aber noch einen Kuss gegeben.
42:51Na, du warst völlig fertig
42:52nach der Schufterei.
42:53Und der Kuss,
42:54der hat nach Lebkuchen
42:56geschmeckt.
42:57Was?
42:58Sie hat vom Weihnachtsmann
42:59getrÀumt.
43:00Der Weihnachtsmann,
43:01mein Lieber,
43:02der warst du.
43:03Die Fachliteratur,
43:04die beschreibt solche PhÀnomene,
43:06sogenannte
43:07Geschmackshalluzinationen.
43:09Geschmackshalluzinationen.
43:10Du weckst den ganzen Tag
43:11lang PlÀtzchen
43:11und abends schmeckst
43:12und nur noch PlÀtzchen.
43:14Ich finde,
43:14wir sollten uns
43:14bei Herrn Kuhmann bedanken.
43:16Er hat uns ja
43:17ein herrliches
43:18Familienfest beschert.
43:19Ja, wie man es nimmt.
43:21Herr Kuhmann
43:22ist der tollste Lehrer
43:23der Welt.
43:24Ja.
43:38Herr Kuhmann
43:38ist der tollste Lehrer
43:38Herr Kuhmann
43:39ist der tollste Lehrer
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