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00:18Liebe ist genug
00:56Liebe ist genug
01:00Liebe ist genug
01:18Liebe ist genug
01:20Liebe ist genug
01:22Liebe ist genug
01:25Liebe ist genug
01:54Ah, wieder nicht gut, ne?
01:56Sorry, aber du klingst, als wĂŒrde man dich mit einer Waffe dazu zwingen zu singen
02:00Wo ist die Leidenschaft, die Leichtigkeit, die Tom Peters mal ausgemacht hat?
02:04FrĂŒher
02:10Sieh das weiĂe Wolkenband
02:14Es segelt durch die Zeit
02:19Ich hab' es nach dir benannt
02:23FĂŒr alle Ewigkeit
02:26Ruhe
02:27Ich
02:27Hör' das leise Wellenlied
02:31Es rauscht zum Wind der Nacht
02:36Es ist nur fĂŒr dich allein
02:39Ich halte das nicht aus
02:39Kurze Pause
02:41Warum ich?
02:42Warum
02:43Ich?
02:53Vorhin hatte ich ihn doch noch
02:55In deiner Tasche
02:59Muss ich nachher irgendwas mitbringen?
03:00Nur Geduld und gute Nerven
03:03Meinst du, es gibt Schwierigkeiten?
03:05Naja, Oskar hat oft BlÀhungen
03:07Dann weint er
03:08Ja, und was mach' ich dann?
03:10Gib's ihm einfach ein bisschen Fencheltee im FlÀschchen
03:13Fencheltee?
03:25Ich hab' vergessen, Herr Burkhardt
03:27Entschuldigung, hab' ich dich erschreckt?
03:28Alles schon gut
03:29Was ist mit Herrn Burkhardt?
03:30Ja, er will wissen, wann er entlassen wird
03:32Was sind denn das fĂŒr Tabletten?
03:34Ach, ich hab' den ganzen Tag schon Kopfschmerzen
03:40Na, hoffentlich sind die nachher vorbei
03:41Ihr wollt doch heute Abend noch tanzen gehen
03:43Was tut man nicht alles fĂŒr seine Liebste?
03:47Ja
03:47Ja, was ist denn nun mit Herrn Burkhardt?
03:49Ja, ich komme
03:50Ich trage Sie ein fĂŒr Donnerstag
03:52Ab 17.30 Uhr
03:55Tschaui
03:56Herr Peters
03:57Ja?
03:58Aber selbstverstĂ€ndlich, natĂŒrlich
04:00Ach, ich bin sehr aufgeregt
04:01Das wird gemĂŒtlich sein
04:03Viel SpaĂ, viel GlĂŒck
04:04Danke
04:05Dankeschön
04:08Herr Peters
04:09Ja?
04:11Entschuldigen Sie bitte
04:12Ich, Àhm, ich arbeite hier
04:14Oh, das ist schön fĂŒr Sie
04:15Ich war frĂŒher in jedem Ihrer Konzerte
04:17Nein, das freut mich wirklich sehr
04:18Danke
04:18Ja, oh, vielen Dank
04:20Bitte sehr gerne, sehr gerne
04:21Ich muss weiter, bis zu Sie
04:22Ja, ja, Herr Peters
04:23Ich wollte mich auch wirklich ĂŒberhaupt nicht auftragen
04:25Nein, Herr Werner
04:25Ich hab' ein Lied geschrieben
04:27Also, ja
04:28Schön fĂŒr Sie
04:29Also, ja
04:29Also, nicht nur eins
04:30Ja, ich weiĂ auch nicht, womit ich das verdient habe
04:32Ja, das hat auch wahnsinnig viel Stufen
04:33Ciao, SĂŒĂe
04:34Das, das ist ganz besonders
04:36Sehr schön
04:37Das ist was ganz besonders fĂŒr Sie
04:38Und ich wollte einfach, ich wollte einfach
04:44Ja, wir brauchen einen Rettungswagen, hier gab's einen Unfall
04:56Brigitte Kieser, 52 Jahre alt, sie ist in einen Fahrstuhlschacht gefallen, circa einen Meter tief
05:00Starke Schmerzen im Abdomen, Verdacht auf stumpfes Bauchtrauma
05:04Was ist mit Tom Peters?
05:06Der Mann ist ebenfalls in den Schacht gestĂŒrzt
05:08Im Krankenwagen war nur Platz fĂŒr einen, er hat fĂŒr mich verzichtet
05:12Um den kĂŒmmert man sich sicher auch, wir sehen erstmal nach Ihnen in den Schockraum
05:17Mann, Mann, Mann
05:19Warum hast du den dÀmlichen Bericht nicht einfach genommen?
05:21Ja, du weiĂt doch, wie ich solche Aufdringlichkeiten hasse und ich habe ĂŒberhaupt nicht verstanden, was die von mir wollte
05:26Irgendeinen Songtext, nur fĂŒr mich allein
05:28Du musst mehr FernnÀhe zeigen, sonst bist du gleich wieder weg vom Fenster
05:31Au, mit meiner Schulter stimmt irgendwas nicht, die tut höllisch weh
05:34Halb so wild, deswegen sind wir auch hier
05:36Du kannst froh sein, wenn sie dich nicht anzeigt
05:38Wieso, ich habe doch gar nichts getan
05:40Sie nur ein bisschen gestoĂen?
05:41Nee, das war doch nicht absichtlich, wollte doch nicht, dass sie stĂŒrzt
05:44Aussage gegen Aussage, mein Lieber
05:45Wem wird das Gericht wohl glauben?
05:47Ein gefundenes Fressen fĂŒr die Presse
05:48Tom Peters, zurĂŒck aus der Versenkung
05:51Direkt auf die Anklagebank, Spitze
05:54Oh
05:55Ist hier irgendwo ein Arzt, ich habe einen Notfall
05:59Ist das nicht Tom Peters?
06:01Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt fĂŒr AutogrammwĂŒnsche
06:04Ja, vielleicht spÀter
06:05Guten Tag, ich bin Dr. Stein, was kann ich fĂŒr Sie tun?
06:08Guten Tag
06:08Meine Schulter
06:09Herr Peters wollte einen zudringlichen Fan festhalten, damit der nicht in den Fahrstuhlschacht fÀllt
06:14Leider ist er dabei selbst mitgestĂŒrzt
06:15Wie tief?
06:17Nicht so schlimm
06:17Aber das hier im Gesicht
06:19Da darf nichts zurĂŒckbleiben
06:20Er hat morgen einen groĂen Fernsehauftritt
06:23Ich bringe Sie am besten gleich zum Röntgen
06:25Kommen Sie
06:27Haben Sie Kopfschmerzen?
06:29Ist Ihnen ĂŒbel?
06:30Nein
06:32Mein Brief?
06:34Den habe ich hier hingelegt
06:35Danke
06:38Sagen Sie, der Mann, der mit mir gestĂŒrzt ist
06:42Tom Peters
06:44Wissen Sie, was mit ihm ist?
06:46Meinen Sie den SĂ€nger Tom Peters?
06:49Ich frag mal nach
06:51Das hier macht mir ein bisschen Sorgen, eine so kapsulÀre Einblutung
06:55Tut das weh?
06:57Ja
06:57Ein frisches LeberhÀmatum
07:00Ist das schlimm?
07:01Es besteht grundsÀtzlich die Gefahr einer Ruptur und damit einer inneren Blutung
07:06Eine Operation halte ich im Moment nicht fĂŒr notwendig
07:11Da bin ich froh
07:12Aber wir mĂŒssen Sie beobachten, bei strikter Bettruhe
07:16Ich muss hier bleiben
07:18Bei inneren Verletzungen muss man sehr vorsichtig sein
07:21Das kann schnell lebensbedrohlich werden
07:27Eine Luxation
07:29Das heiĂt?
07:31Das Schultergelenk ist ausgekugelt
07:33Ja, aber das kann man ja wieder einkugeln, soweit ich weiĂ, oder?
07:35Ja, das kann man
07:37Und das machen wir jetzt auch
07:38Was ist mit seinem Gesicht?
07:41Darum kĂŒmmere ich mich spĂ€ter
07:42Jetzt machen wir erstmal die Schulter
07:44Hören Sie, das dauert ja alles zu lang
07:45Wir haben Termine, Interviews, Radio, Fernsehen
07:48Dr. Stein weiĂ schon, was er tut, Ingo
07:51Und wenn Sie jetzt bitte rausgehen und drauĂen warten, dann geht's ja auch sofort weiter
07:58Danke
08:03Gut
08:04Dann legen wir mal los
08:06Ohne Narkose
08:08Ich arbeite mit einer Methode, bei der BetÀubung nicht nötig ist
08:13Alles kein Problem
08:16WeiĂ er wirklich, was er tut?
08:18Ja, natĂŒrlich
08:20Gleich ist der Humoriskopf wieder da, wo er hingehört
08:25Ich war ĂŒbrigens mal auf einem Konzert von Ihnen
08:27Ende 80er Jahre
08:30GezwungenermaĂen zwar
08:32Aber immerhin
08:33Mein Vater ist ein groĂer Fan von Ihnen
08:35Wie alt ist Ihr Vater?
08:37Ende 60
08:39Am Alter seiner Fans erkennt man das eigene Alter am besten
08:43So
08:45Das war's schon
08:47Hast du noch eine Bandage?
08:51Sie sind ein Genie
08:52Sehen Sie?
08:54Ich möchte Sie trotzdem noch ein bis zwei Tage zur Beobachtung hier behalten
08:59Das geht nicht
09:00Da dreht mein Manager durch
09:02Termine hier, Termine da, Sie haben's doch selbst gehört
09:05Ich wĂŒrde aber gerne sicher gehen, dass Sie sich keine ernsthafte Kopfverletzung zugezogen haben
09:11StationÀr, zwei Tage
09:12Wie soll das gehen? Ich kann nicht einfach alles absagen
09:15Da bin ich doch nicht schuld dran
09:17Wie heiĂt diese Frau, diese SekretĂ€rin?
09:19Einen Moment bitte, ja?
09:21Woher soll ich denn das wissen?
09:23Ich muss rausfinden, wo sie ist
09:25Vielleicht kann ich verhindern, dass sie uns Ărger macht
09:27Sie ist hier?
09:29Oh nein
09:31ReiĂ dich zusammen, sei freundlich
09:33Herr Peters
09:35Herr Peters, was bin ich froh
09:38Geht's Ihnen gut?
09:40Danke, danke, es geht, ja
09:42Also, das tut mir alles so schrecklich leid, dass das passiert ist
09:47Haben Sie Schmerzen?
09:49Kaum, kaum
09:50Nochmal tausend Dank, dass Sie mir im Krankenwagen den Vortritt gelassen haben
09:55Nach allem, was passiert ist, das war nicht selbstverstÀndlich
09:59Ja, das stimmt allerdings
10:00Wir mĂŒssen dann weiter
10:02Ja
10:05Alles Gute
10:06Ja, danke
10:08Sie denkt, sie ist schuld an dem Unfall
10:11Und sie ist dir dankbar
10:13Weil du ihr den Platz im Rettungswagen ĂŒberlassen hast
10:16Ja, ich hatte den Eindruck, sie sei schlimmer verletzt als ich
10:20Alter Strateger
10:22Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass du hier gelandet bist
10:24Spinnst du?
10:26Lass mich mal machen
10:27Ich habe da eine Idee
10:30So, weiter geht's
10:31Bis spÀter
10:37Oskar hatte vorhin wieder BlÀhungen
10:39Ich habe eine Flasche Fencheltee vorbereitet
10:41Prima
10:42Und er bellt sich gerne schon mal im Schlag auf den Bauch
10:46Dann drehe ich ihn wieder vorsichtig auf den RĂŒcken zurĂŒck
10:49Und wenn wir nur zum Libanesen gehen?
10:51Du wolltest doch so gerne tanzen
10:53Ich meine ja nur, falls was mit Oskar ist
10:56Dann rufe ich euch sofort an, ich mach das schon aso
10:59Entschuldigung
11:01GenieĂt euren Abend, ihr zwei braucht doch mal wieder Zeit, nur fĂŒr euch
11:04Ich bin sicher, Oskar ist bei Hans-Peter bestens aufgehoben
11:09Wie in Aladins SchoĂ
11:12Das weiĂ ich doch
11:14Na, dann gehen wir mal hin
11:17TschĂŒss
11:19TschĂŒss
11:20Danke
11:23WĂ€hrend die jungen Leute sich austoben
11:26Machen wir zwei uns einen richtig geruhsamen Abend, hm?
11:29Ja
11:37Hoffentlich kann er jetzt noch Gitarre spielen
11:39Ja, ganz bestimmt
11:42Er sah aber ziemlich mitgenommen aus
11:45Also sie hat es bei Weitem schlimmer erwischt
11:48Wenn ich doch bloà nicht auf die dÀmliche Idee gekommen wÀre, ihm meinen Songtext zu zeigen
11:53Dann wÀre das ja alles nicht passiert
11:54Ihren Songtext?
11:56Hm, ich texte manchmal so als Hobby
11:59Seit mein Sohn ausgezogen ist, hab ich viel Zeit
12:03War das der junge Mann, der ihm vorhin die Sachen gebracht hat?
12:06Hm, ja
12:07Er hat sich ja mal verzogen, wenn ich meinen Tom gehört habe
12:11Zu uncool
12:14Besonders, wenn ich mitgesungen habe
12:16Sieh das weiĂe Wolkenband
12:19Es segelt durch die Zeit
12:21Das kenne sogar ich
12:22Das war das Lied von meinem Mann und mir
12:26War?
12:27Ja, wir sind geschieden
12:30Mein Mann war mir leider nicht halb so treu wie ich Tom Peters
12:34Also seiner Musik
12:36Der erste Liebeskummer
12:38Das erste Mal von zu Hause weg, verstehen Sie?
12:41Hm, die Filmmusik zu ihrem Leben
12:44Hm, hm
12:55Ja, ja, so ich bin's, es tut mir schrecklich leid
12:59Ja, aber Oskar schreit und schreit
13:01Du, ich hab gelesen, dass der Geruch der Mutter Babys beruhigt
13:06Ein Tuch mit schwarzen Sternen und Tupfen
13:10Im Schlafzimmer
13:11Ja, gut, ja, mach dir keine Sorgen
13:13Das, das klappt schon
13:19Mit Kind bleibt wenig Zeit zum Aufrollen
13:25Tabletten
13:26Ah, da ist es ja
13:27Wer sagt's denn?
13:30So
13:34Mal sehen, ob das funktioniert
13:38So
13:40So
13:41Ja
13:46Was soll ich denn mit der Gitarre?
13:48Das macht sich besser auf den Fotos
13:50Dann redest du
13:52Du wirst morgen deinen Fan besuchen
13:55Wozu das denn?
13:57Na, wenn du schon hier im Krankenhaus liegen musst
13:59Dann machen wir wenigstens eine groĂe Show draus
14:02Und nutzen das fĂŒr gute Presse
14:03Das muss weitergehen
14:04Du willst die Frau benutzen?
14:07Nennen wir es Synergieeffekte
14:08Du tust was Gutes fĂŒr dein Image
14:10Und nebenbei machst du sie unheimlich glĂŒcklich
14:13Verletzter Star ĂŒberlĂ€sst selbstlos seinen Fan den Rettungswagen
14:17Und besucht sie am Krankenbett
14:20Mega
14:21Mega
14:22Ja, nur zu schade, dass der verletzte Star da nicht mitspielt
14:26Da ist doch nicht viel dabei
14:27Du plauderst ein bisschen mit ihr
14:29Fragst sie, wie es ihr geht
14:30LĂ€chelst nett, spielst dir vielleicht was vor
14:32Und schon sind wir wieder weg
14:35Ich find das schÀbig
14:37Schon mal in deinen Vertrag gesehen?
14:39Du bist zu PR-Auftritten verpflichtet
14:41Von alleine verkauft sich deine CD nicht
14:44Denk einfach an deine Schulden
14:45Dann wird dir das schon leicht fallen
14:48Ich hab immer noch nicht schriftlich, dass auf die neue CD
14:51Zumindest zwei meiner neuen Songs kommen
14:54Die Leute wollen vor allem deine Alten jetzt hören
14:58Kann ich mich morgen auf dich verlassen?
15:00Sicher
15:01Na also, warum nicht gleich so?
15:05Ja, hol dich gut
15:05Bis morgen
15:09Ja
15:11Ja
15:13Ja
15:13Ja
15:18Acti Vigil Forte
15:23Amphetamin zur Konzentrationssteigerung
15:26Nebenwirkungen psychischer AbhÀngigkeit mit abnormen Verhaltensweisen.
15:33Reizbarkeit im Wechsel mit ĂbermĂŒdung, ĂberaktivitĂ€t, NervositĂ€t.
15:51Alles in Ordnung?
15:54Eigentlich schon.
15:56Asu war heute da mit Oskar.
15:59Ja, ich habe die beiden auch gesehen.
16:03Sehr sĂŒĂ, der Kleine.
16:09Wir werden auch noch ein Kind bekommen.
16:15Mit unserem Kinderwunsch möchte ich erst mal pausieren.
16:18Verstehst du das?
16:20Ja, klar.
16:35Jemand zu Hause?
16:39Und, wie sieht's aus?
16:41Das Tuch hat wunderbar wirkt.
16:43Er hat sich sofort beruhigt und ist danach eingeschlafen.
16:46Ich habe ihn in sein Zimmer gebracht.
16:47Sind wir zu spÀt gekommen?
16:48Oh, schon in Ordnung.
16:49Ich musste Philipp regelrecht von der TanzflĂ€che runterreiĂen.
16:54Du bist gar nicht mĂŒde, hm?
16:56Ăberhaupt nicht.
16:57Ich guck mal, was Oskar macht.
16:58Ja.
16:59Ja.
17:03Dass er noch so fit ist?
17:05Ja, erstaunlich.
17:06Ich dagegen bin völlig am Ende.
17:09Hat er sich in letzter Zeit verÀndert?
17:14Was meinst du?
17:15Ich meine, ist er manchmal erschöpft und gereizt.
17:19Ja, mĂŒde ist er oft.
17:21Ist ja auch kein Wunder.
17:22Er wird genauso oft wach wie ich in der Nacht wegen Oskar.
17:26Und dann macht er stÀndig extra OPs und Sonderschichten.
17:31Wegen des Kredits eurer Wohnung muss er deshalb so viel arbeiten.
17:34Er sagt zwar, es sei kein Problem, aber ich denke manchmal,
17:38ich hĂ€tte lieber eine kleinere Wohnung und mehr von FĂŒlle.
17:44SchlÀft tief und fest.
17:48Trinkst du noch was mit uns?
17:49Ein andermal.
17:51Es ist schon spÀt.
18:01So, ihr Wachmacher.
18:03Oh, ich denke, ich hÀtte die Pech gebraucht.
18:07Sie sind heute aber oft eingeteilt.
18:10Ja, ich habe ein paar extra OPs.
18:12Das geht schon.
18:16Na gut.
18:18Bis spÀter.
18:37Guten Morgen, Philipp.
18:39Ah, Hans-Peter.
18:40Geht es dir gut?
18:42Eigentlich ja.
18:44Du, ich habe doch gestern dieses Tuch gesucht fĂŒr Oskar.
18:48Na ja, und da
18:51habe ich die gefunden.
18:52Die lagen neben dem Tuch, unterm Bett.
18:55Unter dem Bett?
18:57Ach, nicht auszudenken, wenn Oskar die in die Fingerchen bekommen hÀtte.
19:01Gut, dass du sie gefunden hast.
19:03Danke dir.
19:04Kann es sein, dass du dir in letzter Zeit zu viel zumutest?
19:09Man kann sich nicht immer aussuchen.
19:10Verstehe mich nicht falsch, ich mache mir nur Sorgen.
19:13Dieses Aufputschmittel.
19:15Wie oft nimmst du das?
19:17Ich habe vor ein paar Wochen mal zwei, drei genommen.
19:22Nach Oskars Geburt.
19:23Gut, da war ich an einem Punkt, da ging gar nichts mehr.
19:27Aber die Packung ist fast leer.
19:29Wo sind denn die restlichen?
19:32Sag mal, du willst mir doch nicht unterstellen,
19:34ich werde tablettenabhÀngig?
19:38Nein.
19:40Aber
19:42deine Kopfschmerztabletten sehen genauso aus.
19:45Also ganz ehrlich, Hans-Peter,
19:47du siehst Gespenster.
19:49Bis gestern,
19:51das waren wirklich nur Kopfschmerztabletten.
19:52Schmerztabletten.
19:54Schmerztabletten.
20:21Muss ich denn die ganze Zeit im Bett bleiben?
20:23Muss ich denn die ganze Zeit im Bett bleiben?
20:24Guten Tag.
20:26Es besteht immer noch die gefallene Leberblutung,
20:28damit es nicht zu spaĂen.
20:30Schmerzen?
20:31Nicht besonders.
20:32Gut.
20:32Denken Sie daran, fĂŒr morgen das Kontroll-CT anzumelden?
20:35Ist schon erledigt.
20:36Und fĂŒr Sie gilt,
20:37schön ruhig liegen,
20:38keine Aufregung.
20:39Dann sind Sie hier bald wieder raus.
20:49Hallo, mein Lieber.
20:51Wie geht's denn so?
20:53Guter Junge.
20:54Bist du bereit?
20:55FĂŒr die Schlachtbank?
20:57HĂ€?
20:58Noch nichts.
21:01Zieh dir mal was VernĂŒnftiges an.
21:03Gleich ist dein groĂer Auftritt.
21:10Oh, verdammt.
21:12Ja, was denn?
21:14Hallo, ich bin's.
21:15Ich war gerade mit Oskar einkaufen
21:17und hab Windeln vergessen.
21:18Bist du so lieb
21:18und besorgst du welche nach der Arbeit?
21:20Sonst mĂŒssen wir noch mal los.
21:22Was soll ich denn noch alles machen?
21:24Wie stellt ihr euch das alle vor?
21:25Auch ich hab meine Grenzen der Belastbarkeit.
21:27Das weiĂ ich doch.
21:30Philipp?
21:31Philipp?
21:32Philipp?
21:53Herr Peters?
21:54Frau Kiesert!
21:56Bitte entschuldigen Sie die Störung,
21:57aber Tom wollte Sie unbedingt besuchen.
21:59Tom wird im Rahmen einer Homestory
22:01von Herrn Köbel begleitet.
22:02Sie haben nichts dagegen,
22:03wenn ein paar Fotos machen,
22:04das GesprÀch mitschreibt, oder?
22:05Nein.
22:06Super, danke.
22:07Ich wollte mich unbedingt erkundigen,
22:09ob es Ihnen gut geht, Brigitte.
22:11Ich darf doch Brigitte sagen, oder?
22:12Ja, gern, gern.
22:14Ja, das ist ja nett.
22:16Und die Blumen sind ja wunderbar.
22:18Darum muss ich mich, glaube ich,
22:19auch noch fĂŒr mein Verhalten
22:20gestern im Tonstudio entschuldigen.
22:21Ich war ja wohl sehr hart beiĂen.
22:23Nein, nein, nein, nein, nein.
22:24Sie werden sich ja oft
22:26von irgendwelchen Fans belÀstigt.
22:27Ein Fan ist niemals eine BelÀstigung.
22:29Ich hÀtte mich normalerweise
22:31auch nie so nah herangetraut,
22:32aber ich wusste ja,
22:33Sie sind nur den einen Tag im Studio
22:35und ich wollte Ihnen gern
22:38meinen Songtext zeigen.
22:39Nein, seit wann schreiben Sie denn Songtexte?
22:41Ach, das ist schon eine ganze Weile.
22:43Das ist mein Hobby.
22:45Ich habe auch schon ein paar Mal
22:45meinem Chef im Tonstudio welche gezeigt,
22:48aber naja, das war eher ein Reinfall.
22:50Vielleicht sind die Texte
22:51ja auch gar nicht gut.
22:52Man sollte sich durch eine Ablehnung
22:55nicht entmutigen lassen, Brigitte.
22:56Ja, ganz genau.
22:57Und bei diesem einen Text weiĂ ich,
23:00der ist perfekt fĂŒr Sie.
23:02Oh, Sie haben aber viel Besuch.
23:05Und so schöne Blumen.
23:07Wir mĂŒssen Sie jetzt aber trotzdem
23:09leider zum Ultraschall abholen.
23:10Ach, das ist sogar schade.
23:11Nein, nein, nein, die Gesundheit geht vor, Brigitte.
23:13Also wir setzen unsere nette Unterhaltung
23:15dann ein andermal fort.
23:16Und dann schaue ich mir auch
23:17Ihren Songtext an.
23:18Ich habe ihn hier.
23:19Warten Sie einen Moment.
23:20Nein, das ist ja fantastisch.
23:22Das ist ja wunderbar.
23:23Dann lese ich ihn jetzt gleich.
23:24Versprochen.
23:25Brigitte.
23:27TschĂŒss.
23:32Du bist so still heute.
23:34Was?
23:35Alles in Ordnung?
23:37Ja.
23:41Wie man es nennt.
23:42Was ist denn los?
23:44Ich hatte gestern Abend
23:45noch ein GesprÀch mit Elena.
23:47Es ging um die Fehlgeburt.
23:50Sie hat Angst,
23:51dass sie sowas nochmal erlebt.
23:53Sie stehen doch unter dem Einfluss
23:54des Geschehenen.
23:55Ihr Körper und die Psyche
23:56mĂŒssen das erstmal verarbeiten.
23:59Ja, das stimmt.
24:01Du machst dir Sorgen,
24:02dass sie grundsÀtzlich
24:02kein Kind mehr will?
24:04Ohne dich.
24:05Ich habe mich sehr gefreut
24:06auf dieses Kind.
24:07Ein Kind mit Elena.
24:09Selbst wenn sie sich jetzt
24:10dagegen entscheidet,
24:11unumstöĂlich ist das nicht.
24:13Ja, da hast du recht.
24:13Aber eins ist klar.
24:14Ihre biologische Uhr
24:16tickt nicht langsamer.
24:19Mal jetzt keine Panik.
24:21Ein paar JĂ€hrchen
24:22hat sie noch.
24:46Was mögen Sie denn am liebsten?
24:49Epple Sahne,
24:50Vanille,
24:51Schoko.
24:51Es ist nicht fĂŒr mich.
24:53Es ist fĂŒr jemanden,
24:55von dem ich weiĂ,
24:56dass ich ihm mit Eis
24:58eine groĂe Freude machen kann.
24:59Das hört sich ja geheimnisvoll an.
25:01Ein Patient?
25:03Ach.
25:04Weià der Herr zufÀllig
25:05Tom Peters?
25:07WeiĂ auch,
25:08dass er ganz besonders gern
25:09Statiatella-Eis mag.
25:10Und dass er hier im Krankenhaus liegt,
25:12weil er zusammen mit einem Fan
25:13in den Fragstuhlschacht gefallen ist.
25:17Sagen Sie bloĂ,
25:18das waren Sie?
25:20Ich fĂŒrchte, ja.
25:22Ah, und jetzt wollen Sie ihn
25:23mit deinem Eis wieder versöhnen?
25:26Sagen wir mal,
25:27ich will Ihnen
25:29wohlwollen stimmen.
25:33Die Autogrammkarten
25:33mĂŒssen bis morgen
25:34unterschrieben sein.
25:35Ja, ja, ja, ja, ja.
25:36Sowas wie mit dieser Brigitte,
25:38das will ich nicht noch einmal erleben.
25:39Das war ja erbÀrmlich.
25:41HĂ€?
25:42Wieso?
25:42Rief doch gut.
25:43Ja, verlogener ScheiĂ.
25:45Ach, du bist nur ein bisschen
25:46dĂŒnnhĂ€utig wegen deiner Schuld.
25:48Du wirst sehen.
25:49Die Presse wird die Story lieben.
25:51KĂŒbel wird sie
25:51allen gröĂeren Tageszeitungen anbieten.
25:53Ich will mit meinen alten Songs
25:54nichts mehr zu tun haben.
25:55Ich will was Neues ausprobieren.
25:57Andere Musik machen.
25:58Und ĂŒberhaupt will ich
25:59einfach nur in Ruhe gelassen werden.
26:00Du kannst froh sein,
26:01dass die Leute
26:02deine alten Hits wieder hören wollen.
26:03Also beschwer dich nicht.
26:06Bring deinen alten Kram raus,
26:07solange die Retrowelle noch lÀuft.
26:09Danach ist es fĂŒr dich eh vorbei.
26:23Wir mĂŒssen noch
26:24die Medikamentenliste fertig machen.
26:25Komm mal kurz,
26:26fragt dann doch.
26:27Herr Rainer,
26:29alles in Ordnung?
26:30Was ist los mit Ihnen?
26:31Er ist windlich.
26:34Der Pulsrast.
26:35Und Sie schwitzen.
26:36Haben Sie was Falsches gegessen?
26:38Das ist ja schlimmer,
26:38als ich dachte.
26:39Vielleicht ist es das Herz.
26:40Wir sollten einen Arzt rufen.
26:41Rufen Sie Philipp.
26:42Ich meine,
26:42piepen Sie sich Dr. Brentano an.
26:44Dr. Brentano?
26:45Er weiĂ, was mir fehlt.
26:47Können Sie aufstehen?
26:49Kommen Sie, kommen Sie,
26:50setzen Sie sich hier rein.
26:52Die Worte bringt Sie jetzt
26:52ins Behandlungszimmer.
26:58Oh, verdammter Mist.
27:00Ja.
27:03Ah, Sie.
27:04Ja, Verzeihung.
27:06Ich, warten Sie, ich helfe Ihnen.
27:08Danke, nein, das geht schon.
27:09Ich wĂŒrde Ihnen nur ein bisschen
27:11Eis bringen, Stracciatella.
27:13Das haben Sie doch so gern.
27:14Ja.
27:16Ich habe Zucker.
27:18Ach, das wusste ich nicht.
27:21Was ist denn hier passiert?
27:24Ach nein,
27:25nein, nein, hören Sie auf damit.
27:27Lassen Sie das bitte.
27:29Lassen Sie mich bitte alleine, ja?
27:30Ja, selbstverstÀndlich.
27:34Sie haben ihn noch nicht gelesen?
27:37Nein.
27:39Und Sie haben es auch nicht vor?
27:42Meine Plattenfirma verlangt FannÀhe von mir,
27:44deswegen habe ich das da alles gemacht.
27:48Ich bin halt immer so,
27:50wie es sich am besten vermarkten lÀsst.
27:54Ja.
27:55Und in Ihrer Musik,
27:57in Ihren Liedern,
27:59Sie singen von,
28:01von Liebe,
28:03von,
28:03von Ehrlichkeit,
28:05von Anstand.
28:06Ah, meine Lieder, meine Lieder, bitte.
28:08Ich kann diesen alten Mist nicht mehr hören,
28:10geschweige denn singen.
28:13Ich mache das alles nur,
28:14weil ich das Geld brauche.
28:15Verstanden?
28:19Ja,
28:20Verzeihung.
28:27Ich bringe Ihnen ein Glas Wasser.
28:29Ja.
28:36Hans-Peter,
28:39was ist los?
28:40Was hast du?
28:42SchweiĂausbrĂŒche,
28:42Schwindelattacken,
28:43Herzrasen,
28:44erhöhter Blutdruck,
28:45hier,
28:45ich habe alles protokolliert.
28:47Aha.
28:50Hast du was Komisches gegessen?
28:51Ja,
28:52zwei von deinen Kopfschmerztabletten.
28:54aus dem GlasflÀschchen.
28:55Du hast von den Tabletten?
28:57Zwei?
28:58Anfangs kommen diese Nebenwirkungen hÀufig vor.
29:01Steht alles im Beipackzettel.
29:02Warum hast du denn das getan?
29:04Um herauszufinden,
29:05was das Zeug mit einem macht.
29:07Ist doch verrĂŒckt.
29:08Allerdings,
29:10ich bin Arzt,
29:11ich weiĂ, was ich tue.
29:13Anscheinend nicht.
29:14Das Zeug verursacht Persönlichkeitsstörungen.
29:16Also entschuldige mal bitte,
29:17du tust ja so,
29:18als wĂ€re ich drogensĂŒchtig.
29:25Ich nehme das Zeug
29:26nur ganz selten.
29:28Das glaube ich dir nicht mehr,
29:30Philipp.
29:31Du hast ein schwerwiegendes Problem,
29:33das du dir eingestehen musst.
29:35Nur weil ich ab und zu mal
29:36eine Tablette
29:37gegen die MĂŒdigkeit nehme?
29:39Wenn mir die Arbeit
29:40ĂŒber den Kopf wĂ€chst,
29:40ist doch nicht so wild.
29:43Philipp,
29:44du kannst jederzeit
29:45einen Herzinfarkt bekommen.
29:47Dann steht
29:47mit Asu,
29:48mit Oskar
29:48alleine da.
29:50Jetzt ĂŒberleg doch mal.
29:51Jetzt ĂŒbertreibst du aber wirklich.
29:55Ich schreib dich
29:56fĂŒr heute Nachmittag krank.
29:57Na gut,
29:57dann kann ich ja
29:58Arzu erzÀhlen,
29:59dass du auf
29:59Putschmittel nimmst.
30:04Philipp,
30:06ich will doch nur,
30:06dass du dir
30:07dein Problem
30:08eingestellst.
30:12Ist da irgendwas?
30:13Nein, nein,
30:14er hat nur
30:15was Falsches gegessen.
30:16Bald geht's ihm besser.
30:20Danke.
30:37Na,
30:37Sie schon wieder.
30:38Ja,
30:39ich.
30:39Und Sie hören
30:40sich jetzt an,
30:41was ich Ihnen
30:42zu sagen habe.
30:43Wissen Sie eigentlich,
30:45wie viel Ăberwindung
30:45mich das gekostet hat?
30:47Ihnen meinen Songtext
30:48zu zeigen.
30:49Und Sie,
30:50Sie machen sich
30:50niemals die MĂŒhe,
30:51den Umschlag zu öffnen.
30:53Obwohl Sie mir das
30:54versprochen hatten,
30:55sich ihn anzusehen.
30:56Aber das Schlimme ist,
30:57das Schlimme ist,
30:58Sie belĂŒgen
30:59nicht nur Ihre Fans,
31:00Sie belĂŒgen
31:01sich selber.
31:02Sie versinken
31:02lieber im
31:04Selbstmitleid.
31:04Anstatt das zu Àndern,
31:06was Sie so
31:06unzufrieden macht.
31:07das ist,
31:08das ist so was von
31:11erbÀrmlich,
31:12von armselig
31:14und von feige.
31:16Lassen Sie sich ruhig
31:17von Ihrem
31:18wichtig-torischen
31:19Manager
31:19weiter rumschubsen.
31:21Sie haben es
31:22wirklich nicht
31:23besser verdient.
31:26Achtung!
31:28Hull Dr. Heilmann.
31:30Geht es?
31:31Können Sie stehen?
31:32Ich helfe mir
31:33aufs Bett.
31:36Sie ist mit dem Bauch
31:37gegen das Bett gekreilt.
31:38Wieso lÀuft sie hier rum?
31:39Frau Kiesert,
31:40können Sie mich hören?
31:42Frau Kiesert,
31:42haben Sie Bauchschmerzen?
31:43Sie ist doch geklaut.
31:45Sie wird schockig.
31:46Das Leberhematom
31:47ist rupturiert,
31:48sofort in den OP.
31:49Schnell!
31:58Ich schaffe es nicht,
31:59die Blutung zu stoppen.
32:00Sie bleibt mir
32:01auf dem Tisch.
32:02Saugen.
32:03Wo ist das verdammte GefÀ�
32:07Der Druck fÀllt immer weiter.
32:0960 zu 40.
32:10Wie viele Blutkonserven
32:11hat sie bekommen?
32:11Die vierte lÀuft.
32:13Das Labor soll noch
32:14zehn nachkreuzen.
32:15Sofort.
32:17Hier ist das GefĂ€Ă.
32:18Ligatur?
32:28SpĂŒlung.
32:31Saugen.
32:34Gut.
32:35Die Blutung steht.
32:37Wie ist der Druck?
32:38Schere?
32:39Steigt langsam.
32:4177 zu 50.
32:45Hoffentlich kommt sie durch.
32:51Lieber Tom Peters,
32:54Sie haben sich nie verbiegen lassen
32:55und Ihre Musik gemacht.
32:58Ich hoffe darum.
33:00Mein Lied gefÀllt Ihnen.
33:01Ich habe es noch nie
33:02aus den HĂ€nden gegeben.
33:04Sie sind der Erste,
33:05der es liest.
33:07Danke dafĂŒr.
33:08Ihre
33:09Brigitte Kiesert.
33:15Nach 200 Metern rechts ab,
33:18fĂŒnf Kilometer
33:19geradeaus.
33:20Du hörst die freundliche Stimme
33:22bei der dritten Ausfahrt raus.
33:32Die zwei sind die geradeaus.
33:34Ich bin wirklich
33:51mit der BrĂŒge.
34:00So.
34:15Habe ich doch richtig gehört. Mein ĂŒbergelaunter Ehemann ist nach Hause gekommen mit den Windeln.
34:20Tut mir leid, dass ich dich am Telefon so angerunzt habe, aber ich war gerade total im Stress.
34:25Kein Problem.
34:28Konstanze? Die sichere Windel fĂŒr Senioren?
34:33Was?
34:34Oh, ich kaufe morgen die richtigen. Oder haben wir gar keine mehr?
34:40Doch, bis morgen kommen wir hin. Wenn Oskar die Pobacken zusammenkneppt, vielleicht bis ĂŒbermorgen.
34:52Hans-Peter?
34:53Hallo, Asu.
34:54Komm rein.
34:56Setz dich. Magst du was trinken?
34:59Nein, nein.
35:02Ich geh schon.
35:09Was hast du vor?
35:12Du lÀsst mir leider keine andere Wahl. Ich werde mit Asu reden.
35:21Martin.
35:22Ich...
35:24Ich...
35:25Darf ich?
35:25Ja.
35:27Ich...
35:28Ich wollte dir nur sagen...
35:30Ich kann verstehen, dass du im Moment nicht schwanger werden möchtest.
35:35Wir mĂŒssen doch wirklich nichts ĂŒbers Knie brechen.
35:38Das heiĂt ja auch nicht, dass ich mich grundsĂ€tzlich gegen ein gemeinsames Kind entscheide.
35:44Sowas entscheidet man sowieso nicht.
35:46Sowas ergibt sich.
35:47Genau.
35:49Meine biologische Uhr tickt, aber ich...
35:51Also, so ein paar JĂ€hrchen hast du schon noch.
35:56Kannst du mich hin annehmen?
36:08Hans-Peter, versteh mich doch.
36:11Das war einfach alles viel zu viel.
36:13Der Kredit, deshalb mehr Operationen.
36:16Und dann Oskar. Jede Nacht.
36:17Dieses Medikament war meine Rettung.
36:20Und das wird dein Untergang sein?
36:21Ja, wenn ich einen langen Zeitraum ĂŒbernehme.
36:24Ich bin nicht sĂŒchtig.
36:27Ich kann problemlos ohne auskommen.
36:30Ich hatte einfach in letzter Zeit sehr viel Stress.
36:34Bitte sag Asu nichts.
36:37Du willst doch nicht, dass sie sich unnötig Sorgen macht.
36:42Ich werde dieses Medikament nicht mehr nehmen.
36:45Das schwöre ich.
36:47Bei meiner Liebe zu Asu und Oskar.
36:50So, jetzt schlÀgt er tief und fest.
36:53Zumindest die nÀchsten 30 Minuten.
36:56So, was fĂŒhrt dich zu uns?
37:00Ach, ich vermisse meinen Schirm.
37:03Ich war gerade in der Gegend.
37:05Ich dachte, ich habe ihn gestern hier...
37:08Ich habe ihn nicht gefunden.
37:10Ja, hat sich auch erledigt.
37:12Philipp ist sich sicher, ich hatte gar keinen dabei.
37:15Muss ihn wohl woanders vergessen haben.
37:24So, mein Lieber, jetzt geht's los.
37:27Sieh dir das an.
37:29Alster gibt fern Lebensfreudezeug.
37:32Tom Peters, der hÀlt mit Herz.
37:37Tom Peters singt fern die Schmerzen fort.
37:41Voila.
37:43Die behaupten, ich hÀtte ihr was vorgesungen.
37:46Ach, ist doch egal.
37:48Tom, das ist genau der Nachbrenner, den wir brauchten.
37:50Deine CD wird der Hit. Was ist los?
37:53Ich kĂŒndige den Vertrag mit dir und deiner Plattenfirma.
37:59Bitte was?
38:00Ja, du hast richtig gehört.
38:02Ich habe es satt, mich von dir antreiben zu lassen.
38:04Ich möchte nur noch die Musik machen, die mir gefÀllt.
38:06Selbst wenn die keiner hören möchte.
38:10Das ist nicht dein Ernst.
38:12Mein Voller.
38:14Wenn du das machst...
38:17Ich mache dich fertig.
38:20Ich bring dich vor Gericht.
38:22Meinetwegen.
38:23Ich freue mich schon darauf,
38:24den Medien von meiner Erfahrung mit dir zu erzÀhlen.
38:28Ohne mich bist du bei nichts!
38:37Und weiĂt du was?
38:40Das macht mir nichts aus.
38:52Ab und nur zu Weihnachten, sagt der kleine Herr Na.
38:57Einen Kaffee.
38:59Schwarz.
39:00Du liebe Zeit, geht es dir nicht gut?
39:02Das werde ich gerade mit Ihnen erörtern.
39:04Na na.
39:04Guten Morgen. Sie wissen, dass Dr. Stein und Dr. Eichhorn heute frei haben.
39:07Das heiĂt, es gibt viel Arbeit.
39:09Ja, natĂŒrlich. Bis gleich.
39:13Hallo, Asu.
39:14Ja, ich denke an die Windeln.
39:16La Nula Deluxe fĂŒrs Baby.
39:18Ich weiĂ. Dicker Kuss.
39:22Entschuldigen Sie das.
39:24Mit eben...
39:32Ganz schön gestresst.
39:35Ja, er kann einem leid tun.
39:38Aber der schafft das schon.
39:41Einen Pudding bitte noch.
39:44Bitte.
39:44Danke.
39:50Frau Kiesert.
39:52Besuch fĂŒr Sie.
39:58Kann ich...
40:00Kann ich kurz mit Ihnen reden?
40:04Wie geht es Ihnen?
40:07Meine Lieber haben Sie retten können.
40:11Ich muss mich von Herzen bei Ihnen entschuldigen.
40:15Ich war gemein zu Ihnen.
40:17Ich habe meinen ganzen Frust an Ihnen ausgelassen.
40:23Und jetzt glauben Sie, damit ist es getan.
40:28Entschuldigung angenommen.
40:31Wissen Sie, ich bin zwar nur SekretÀrin bei uns im Studio,
40:35aber im Laufe der Zeit habe ich natĂŒrlich mitbekommen,
40:39wie verlogen unsere Branche oft ist.
40:42Aber ich habe gedacht, Sie sind anders.
40:47Ich habe meinen Manager gekĂŒndigt.
40:51Und ich werde ab jetzt nur noch Musik machen, die mir gefÀllt.
40:57Und welche Musik ist das?
40:59Zu Songtexten, die mich inspirieren.
41:03Wie dieser hier.
41:05Zum Beispiel.
41:10Nach 200 Metern rechts ab.
41:15Dann fĂŒnf Kilometer grad aus.
41:19Du hörst eine freundliche Stimme
41:21bei der dritten Ausfahrt raus.
41:28Manchmal lohnt es sich zu verirren.
41:33Viele Wege fĂŒhren nach Rom.
41:37Manchmal lohnt es sich zu verÀndern.
41:42Schalt dein Navi einfach aus.
41:48Ich wollte mich nochmal bei dir bedanken.
41:52DafĂŒr, dass du Asu nichts gesagt hast.
41:55Und fĂŒr deinen verrĂŒckten Selbstversuch.
42:01Wolltest du es ihr wirklich sagen?
42:04Tja, versuch es lieber nicht rauszufinden.
42:08Jedenfalls bin ich froh, dich zum Freund zu haben.
42:12Wirst du es schaffen?
42:13Bestimmt.
42:17Er.
42:19Ich weiĂ, ich kann mir jederzeit neue besorgen.
42:22Es ist ein symbolischer Akt.
42:24Aber nicht selbst nehmen.
42:26Und wenn, dann nicht alle auf einmal.
42:29Die kommen in den MedikamentenmĂŒll.
42:31Ich hab auch was fĂŒr dich.
42:33Hier.
42:35Lanula Deluxe.
42:35Ich musste sowieso einkaufen.
42:38So hast du eine Sache weniger zu erledigen.
42:59Vielleicht, Àh...
43:01Sollte ich ja mal meine Einkaufsliste hier legen lassen und die erledigt sich von alleine.
43:05Herr Brenner wird noch die Wahl zum Kollegen des Monats gewinnen.
43:10Ohne SchweiĂ kein Preis.
43:12Aber wissen Sie was, meine Damen?
43:14Arbeit ist nicht alles im Leben.
43:16Aber jetzt sieht nur noch was, meine Damen und Herren.
43:19Der Ohne SchweiĂ kein Preis.
43:25Ohne SchweiĂ kein Preis бДзzĂŒglicher.
43:31Kannst Du?
43:32Vielen Dank.