- vor 1 Tag
Kategorie
đș
TVTranskript
00:24Love Is Enough
00:46Zibylla Bernhard, 30 Jahre alt, Sturz aus dem Bett, linker Klöchel, stark gespollen, Bluterguss, Verdacht auf Sprunggelenksfraktur, der 10 Milligramm
00:54Methalon bekommt.
00:56Hallo Frau Bernhard, mein Name ist Brenner.
00:58Frau Bernhard liegt im Wachkoma.
00:59Aha, verstehe. Wie lange?
01:02Laut Pflegerin seit drei Jahren.
01:03Es tut mir so leid. Ich wollte Sie umlagern in den Rollstuhl, bin ausgerutscht und dann sind wir gestĂŒrzt.
01:10Haben Sie sich auch verletzt?
01:11Nein, nein, nein, aber schauen Sie sich bitte Ihren FuĂ an.
01:13Ja.
01:14Das muss höllisch wehtun. Und geben Sie bitte gleich was gÀngig Schmerzen.
01:17Ja, wĂŒrdest du sie schon mal im Röttin annehmen?
01:19Okay.
01:19Seien Sie unbesorgt. Die NotÀrztin hat ihr schon eine ausreichende Dosis eines starken Schmerzmibels verabreicht. Sie leidet ganz bestimmt nicht.
01:27Sind Sie eine Angehörige?
01:28Nein, ich bin Ihre Pflegerin seit ĂŒber einem Jahr. So was ist mir noch nie passiert.
01:41Tobias.
01:42Hey, ich bin Tobias Bernhard. Das ist meine Frau.
01:45Aha, gut. Wir bringen Sie direkt ins Röntgen.
01:48Ich weià nicht, wie das passieren könnte.
01:50Mach dir keine VorwĂŒrfe.
01:51Kommen Sie mal mit. Wir machen den Papierkram und dann können Sie bald zu ihr.
02:02Hey Jungs, holt mal eure Gummistiefel. Wo ist denn dein Kuscheltier? Das war doch noch eben hier.
02:07Ach, da ist es. Dein Mittagsschlaf ist gerettet, SĂŒĂe.
02:11So, wo soll das hin?
02:16Da.
02:20Ja.
02:24Oskar, Max, wer zuerst im Auto ist, hat gewonnen.
02:26Hey, los.
02:27Ja.
02:32GepĂ€ck fĂŒr eine Weltreise. Dabei fahrt ihr nur fĂŒr zwei Tage zu den GroĂeltern.
02:35So ist das eben, wenn man drei Kinder hat.
02:38Ich werde euch vermissen.
02:40Ach, Blödsinn.
02:42Du wirst deine Ruhe genieĂen.
02:44Und sieh zu, dass du dich auch ein bisschen ausrufst.
02:46Na klar, ganz viel in den Wald. Geht aber nur fĂŒr die Jungs.
02:49Ich werde mich derweil auf der Couch breit machen.
02:52So, und jetzt brauche ich einen groĂen, starken Mann.
02:55Er muss nicht nur groĂ und stark sein, sondern auch handwerklich begabt.
03:00So begabt, dass er seinem Sohn das Bett aufbaut.
03:02Ach, du meinst den Kerl, der sich beim Versuch, seinen Kindern ein Baumhaus zu bauen,
03:07was die Hand abgesÀgt hat?
03:08Bei dem Bett brauchst du keine SĂ€ge.
03:10So, SĂŒĂe, ab ins Auto.
03:17Ja.
03:24Guten Morgen.
03:27Guten Morgen.
03:29Der Klinikdirektor persönlich.
03:31Was verschafft mir die Ehre?
03:33Ich sehe mir einmal pro Woche jeden Patienten persönlich an.
03:36Komm mal her, oh, du SĂŒĂe.
03:39Oh, du bist aber alt.
03:43Das sieht sehr gut aus.
03:46Der Laborbefund ist auch OB.
03:48Das heiĂt, Sie können morgen nach Hause.
03:52Die U2 steht noch aus.
03:54Ich wĂŒrde Sie gerne hier noch durchfĂŒhren lassen.
03:56Gut.
03:59Ein sĂŒĂer ist das.
04:02Hatten Sie nicht letztens eine ErkÀltung?
04:03Ja, aber die ist schon lÀngst ausgestanden.
04:06Machen Sie sich keine Sorgen.
04:07Die sind ganz robust, die Zeuglinge.
04:09Sie verfĂŒgen in den ersten Wochen und Monaten
04:11ĂŒber die Antika bei Ihrer Mutter den sogenannten Nestschutz,
04:14bis ihr eigenes Immunsystem aufbauen.
04:15Aber Tim ist eine Kaiserschnittgeburt
04:17und da wÀre es besser, wenn ihr nicht die da gleich anpustet.
04:20Ja, na klar.
04:22Sie sind theoretisch ja bestens vorbereitet.
04:25NatĂŒrlich.
04:26Ich hatte mich bislang nur wenig mit der PĂ€diatrie auseinandergesetzt.
04:29Was ist mit dem Stillen?
04:33Ich stille nach Bedarf.
04:35Etwa acht bis zwölf Mal innerhalb 24 Stunden.
04:38So wie es die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt.
04:40Er trinkt gut und hat sein Geburtsgewicht bereits wieder erreicht.
04:44Das klingt doch sehr gut.
04:45Ja.
04:56Warum will da nicht was?
05:02Das hat beim besten Willen nicht mehr reingepasst.
05:05Max hat deswegen beinahe die Nerven verloren.
05:07Das kann ich mir vorstellen.
05:13Wie wĂ€r's mit Kaffee, RĂŒhrei und frischem Toast?
05:17In Ruhe frĂŒhstĂŒcken?
05:18Ich weiĂ gar nicht mehr, wann ich das das letzte Mal gemacht habe.
05:21Na, dann wird es höchste Zeit.
05:32Gebrochen?
05:34Ja.
05:35AuĂen, Knöchel und Innenknöchel.
05:37Das sehen Sie hier und hier.
05:38Reicht ein Gips?
05:40Leider nein.
05:41Der Bruch ist stark verschoben.
05:42Das mĂŒssen wir operativ richten und fixieren.
05:46Herr Brenner sagte, dass Sie Ihre Frau zu Hause fliegen?
05:49Ja, seit knapp zwei Jahren.
05:51Eine Achtung.
05:53Was war die Ursache fĂŒr Ihren Zustand?
05:56Ein Sportunfall.
05:57Beim Gleitschirmfliegen.
05:58Das war vor drei Jahren.
06:00Sie hatte schwere SchÀdelverletzungen und fiel ins Wachkoma.
06:02Daraus ist sie bis jetzt nicht zurĂŒckgekommen.
06:04Ein Jahr lang war ich jeden Tag bei ihrem Krankenhaus,
06:06aber es gab keine Verbesserung.
06:08Da habe ich sie nach Hause geholt.
06:10Wie schaffen Sie das beruflich?
06:12Ich bin Lehrer.
06:13Wenn ich in der Schule bin, kĂŒmmert sich Lydia, also Frau Wagner und meine Frau.
06:18So eine Pflegesituation ist auf Dauer sehr belastend.
06:23Wegen der Operation.
06:24Ich habe gehört, eine Vollnarkose könnte den Zustand meiner Frau verschlechtern.
06:28Dazu wird Ihnen Dr. Globisch genaueres sagen.
06:31Sie wird die AnĂ€sthesie durchfĂŒhren.
06:46Hallo, ihr zwei.
06:48Hier sind die BĂŒcher, die du haben wolltest.
06:52Was machst du denn da?
06:53Ist alles in Ordnung?
06:54Ich kontrolliere auch beatmet.
06:56Na klar, er hat mit der ersten Lebewesen.
06:59Schon mal was vom plötzlichen Kindstod gehört?
07:01Ja, vor allem, dass er total selten ist.
07:04Macht dich deswegen nicht so verrĂŒckt.
07:07Er ist ein KĂ€mpfer.
07:08Das hat er doch schon bewiesen.
07:12Ich habe gehört, dass ihr morgen nach Hause könnt.
07:15Wenn es bei der neugeborenen Untersuchung keine auffÀlligen Befunde gibt.
07:20Auf jeden Fall ist alles vorbereitet.
07:22Ich habe die Wiege gezimmert, Schlafsack und Laken sind zweimal gewaschen.
07:26Ich habe Windeln gekauft und FeuchttĂŒcher, natĂŒrlich ohne Duft und Konservierungsstoffe, so wie du gesagt hast.
07:31Und der KĂŒhlschrank ist auch proppervoll.
07:33Danke.
07:34Gut, ich hole euch dann morgen Vormittag ab und bringe euch dann gleich nach Hause.
07:37Wenn ich danach gleich mit dem Auto losfahre, dann schaffe ich es vielleicht noch nach Schwerin.
07:41Was, du willst nach Schwerin?
07:43Ich muss doch noch was erledigen.
07:45Naja, ich brauche noch ein paar Sachen fĂŒr die neue Wohnung.
07:48Ja, sicher.
07:50Daran hatte ich nicht gedacht.
07:52Ich meine, wenn das ein Problem ist, dann kann ich das doch verschieben, wenn du nicht alleine sein willst, ne?
07:55Gerne, ich kann ganz wunderbar allein sein.
07:58Das weiĂt du doch.
08:00AuĂerdem bin ich nicht allein.
08:02Tim und ich, wir kriegen das schon hin.
08:05Zu schwer ist das ja nicht.
08:09Na gut.
08:14Sie werden also heute die OP durchfĂŒhren, Herr Brenner?
08:18Ja, ich möchte meine Hand noch ein wenig schonen.
08:21Darum werde ich heute nur assistieren.
08:23Na dann?
08:24Kennen Sie Patienten mit apallischem Syndrom, die wieder zu Bewusstsein gekommen sind?
08:28Ja, kommt aber Ă€uĂerst selten vor.
08:30Aber Frau Bernhardt könnte wieder aufwachen.
08:33Je lÀnger sie in diesem Zustand ist, umso unwahrscheinlicher wird es.
08:37Aber die Hoffnung sollte man nicht aufgeben.
08:40Benötigt sie eine ebenso tiefe Narkose wie ein gesunder Mensch?
08:43Unbedingt.
08:43Obwohl das komplette GroĂhirn ausgefallen ist?
08:46Wir können nie mit Sicherheit sagen, was der Patient mitbekommt und was er empfindet.
08:51Und darum wirst du Frau Bernhardt keinesfalls ohne Narkose in den Knochen bohren.
08:57Also könntest du dich ruhig ein bisschen feinfĂŒhliger ausdrĂŒcken.
09:01Ich bin weicher, Algen.
09:04Grubian!
09:09Herr Webeck, wie geht's dem frischgebackenen Vater?
09:12Sehr gut.
09:13Ich kann's ehrlich gesagt immer noch nicht fassen, dass ich jetzt einen kleinen Sohn habe.
09:17So ein kleiner Mensch.
09:18Und der entwickelt sich so gut.
09:20Der trinkt ohne Ende und Lea geht's auch immer besser.
09:23Ich hol die beiden morgen nach Hause.
09:24Also, zu ihr nach Hause.
09:26Sie wissen ja, Lea und Bindung, das ist so eine Sache.
09:28Dabei weiĂ ich genau, dass sie mich noch liebt.
09:30Na dann wĂŒnsche ich Ihnen beiden alles Gute.
09:32Ich meine, das ist ja ĂŒberhaupt schon mal ein Riesending, dass sie sich ĂŒberhaupt auf den Kleinen einlĂ€sst.
09:35Da liegt das ganze Beziehungsthema erstmal auf alles.
09:37Deswegen habe ich mir jetzt auch eine Wohnung in Leipzig genommen.
09:40Sicher, es wĂ€re besser, wenn wir zusammenwohnen wĂŒrden.
09:43Aber stÀndig in der NÀhe der Frau zu sein, die man liebt, ohne mit ihr zusammen zu sein,
09:46ich meine, das stelle ich mir auch irgendwie hart vor.
09:49Deswegen ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass wir nicht jeden Tag und jede Nacht aufeinander hocken.
09:53Wenn Sie meinen.
09:55Entschuldigung, ich wechse Sie hier die ganze Zeit zu, aber es tat auch mal Gutes loszuwerden.
10:00Also, ich muss noch mal los, hm?
10:06Bora?
10:25Du machst das sehr gut.
10:26Danke.
10:27LĂ€ngenmesser.
10:3222.
10:35Platte.
10:38SpĂŒlung.
10:52Du hast keine Schuld an dem Unfall.
10:55Du bist eine wunderbare Pflegerin, das weiĂt du.
11:00Es ist alles gut verlaufen.
11:03Das ist eine Erleichterung.
11:05Zur Sicherheit ĂŒberwachen wir Ihre Frau noch eine Weile auf der Intensivstation.
11:09Wann können wir zu ihr?
11:10In einer Stunde.
11:11Ja, frĂŒhestens.
11:13Gehen Sie doch so lange was essen, sonst fallen Sie uns hier noch um.
11:16Die Cafeteria ist in die Richtung.
11:21Sagen Sie, geht es Ihnen wirklich gut?
11:24Ja.
11:25Im Augenblick schlÀft sie noch von der Narkose.
11:29Danke.
11:34Wer hat die U2 gemacht?
11:35Dr. Grams.
11:38Und?
11:40Ich stimme dem Kollegen zu.
11:41Die Herztöne sind vollkommen unauffÀllig.
11:44Vitamin K hat er bekommen?
11:45Ja, heute Morgen.
11:46Sie können ihn wieder anziehen.
11:48Der Kleine ist wirklich kerngesund.
11:51Wir haben doch das Ergebnis des Neugeborenen-Screenings noch nicht.
11:54Doch, ist gerade gekommen.
11:57BKU, HPA, alles negativ, Galactosomie negativ, AGS negativ.
12:02Durchweg positive Ergebnisse.
12:07Der Mororeflex ist ziemlich ausgeprÀgt.
12:10Dr. Peters, der Kleine ist wirklich kerngesund.
12:13Mit Verlaub, aber Sie sind ja wohl keine KinderÀrztin.
12:16Ich glaube, Dr. Peters und ich besprechen das mal unter vier Augen.
12:19Ja.
12:25Kann es sein, dass Sie erschöpft sind?
12:26Ich bin vollkommen in der Lage zu erkennen, dass eine abklÀrende Untersuchung sinnvoll ist.
12:30Und deshalb möchte ich so schnell...
12:31Dr. Peters, wir als Ărzte wissen so viel ĂŒber den menschlichen Organismus.
12:34Aber uns selbst gegenĂŒber sind wir oft Betriebsblinde.
12:37Ich nehme mich da nicht aus.
12:39Auch ich war eine ganze Weile in einer Ausnahmesituation und habe es nicht erkannt.
12:43Jetzt sind Sie in einer Ausnahmesituation, nicht nur den Schlafmangel betreffend.
12:47Und das ist, glaube ich, im Moment das dringendste Problem.
12:50Zum GlĂŒck gibt es dagegen ein einfaches und wirksames Mittel.
12:54Schlaf.
12:54Und den gönnen Sie sich jetzt.
12:57Den Sie?
12:57Der Kleine macht es Ihnen vor.
13:06Das ist so ein Fall, da weiĂ ich als Arzt nicht mehr, was ich sagen soll.
13:11Geht's dir auch so?
13:13Wenigstens die Pflegerin konnte ich ĂŒberzeugen, demnĂ€chst nach Hause zu gehen und sich auszuruhen.
13:17Aber er...
13:19Er will die ganze Nacht bleiben.
13:22So ein Zustand, dass ein geliebter Mensch da ist und gleichzeitig nicht.
13:27DafĂŒr ist die Menschenseele nicht gemacht.
13:30Es hat die Evolution nicht vorgesehen, so ein Zwischenstadium.
13:35Und er lebt damit seit drei Jahren.
13:38Ich weiĂ nicht, ob ich ihn bewundern oder bemitleiden soll.
13:42Doch, das weiĂt du.
13:45Du bewunderst ihn.
13:47Du wĂŒrdest fĂŒr Asu das Gleiche tun.
13:51So.
13:52Und jetzt geh endlich mal nach Hause, dich ausruhen und was essen.
13:57Hast recht.
13:58Ich bin am Verhungern.
14:00Ich hab ein Auge dafĂŒr.
14:21Ich bin am Verhungern.
14:42Hallo, Franzi.
14:43Hi.
14:45Ich bestell mir eine Pizza.
14:47Willst du auch eine?
14:50Ich glaube, ich hatte was Besseres.
14:55Das sieht ja toll aus.
15:01Mir das duftet.
15:05Ich warst mir schnell die HĂ€nde.
15:08Ich warst mir schnell die HĂ€nde.
15:33Danke.
15:38Also, das war spitzenklasse.
15:42Und es tut so gut, mal was fĂŒr Erwachsene zu essen.
15:45Wein in der SoĂe.
15:47Zwiebeln, Champignons, ordentlich Pfeffer.
15:49Alles, was die Jungs nicht mögen.
15:51Magst du noch einen Schluck?
15:54Ja.
15:56Super.
15:58Prost.
16:00Prost.
16:04Prost.
16:11Ich bring dir mal in die SpĂŒlmaschine.
16:13Nee, lass das.
16:15Ich mach das.
16:20Ich wollte mir noch einen Film anschauen, wenn das okay ist.
16:22Ja, klar.
16:28Guckst du mit?
16:30Ich meine, wenn du ins Bett willst, weil du mĂŒde bist.
16:33Achso, nee.
16:35Ja, klar.
16:35Ich muss das ja ausnutzen, dass hier abends mal Ruhe ist.
16:42Und selbst wenn ich heute spÀter ins Bett gehe, bekomme ich immer noch mehr Schlaf als sonst.
16:47Hast du Lust auf was Bestimmtes?
16:51Irgendein bestimmtes Genre?
16:53Lieber im Essen.
16:54Was fĂŒr Erwachsene.
16:55Also was Spannendes.
16:57Action.
16:58Thriller.
16:59Nein, ich weiĂ.
17:01Horror.
17:02Hab ich ewig nicht gesehen.
17:03Ich liebe Horrorfilme.
17:05Ich suche uns was raus.
17:25Sorry.
17:29Kein Problem.
17:31Was war das?
17:53Was war das?
17:55Sibylla?
18:03Sibylla?
18:04Guten Morgen.
18:07Der Film war wohl doch nicht so spannend.
18:10Bin ich eingeschlafen?
18:12Ich auch fast.
18:13Können mich gerade noch so ins Bett schleppen.
18:15Ja, ich muss.
18:17Ich bringe uns dann was vom Chinesen mit, okay?
18:19Ich kann gerne noch mal kochen.
18:20Ich hab ja Zeit.
18:22Nee, lass mal.
18:22Ich will ja noch das Bett fĂŒr Max aufbauen.
18:24Da hab ich keine Zeit, mich groĂ hinzusetzen.
18:27Wenn du willst, dann helfe ich dir.
18:28Ja, so schwer wird's schon nicht sein.
18:31Aber danke.
18:32Okay.
18:35Ja, ich muss.
18:37Alles klar.
18:38Bis dann.
18:39Bis dann.
18:40Bis dann.
18:44Sonst hat sie um diese Zeit immer mal die Augen geöffnet.
18:47Aber jetzt?
18:48Nicht mal mehr das.
18:50Herr Bernhardt.
18:51Sie sagten, dass das nicht passieren wird.
18:53Jeder Patient ist anders.
18:55Ob komatös oder nicht.
18:57Und jeder reagiert auch anders auf eine Narkose.
18:59Ihre Frau braucht einfach etwas lĂ€nger, um den NarkoseĂŒberhang abzubauen.
19:03Das ist ein vorĂŒbergehender Zustand.
19:07Entschuldigen Sie.
19:08Sie mĂŒssen sich nicht entschuldigen.
19:10Ich hab nicht viel geschlafen.
19:11Doch sonst ist es nicht ganz einfach gerade.
19:14Das ist doch klar.
19:15Wir wissen doch, wie aufaufferungsvoll Sie Ihre Frau pflegen.
19:18Das ist es gar nicht.
19:19Die Pflege strengt mich nicht anders.
19:21Das ist nur...
19:22Ich hatte mich damit abgefunden, dass Ihr Zustand irreversibel ist.
19:27Aber dass er sich jetzt auch noch verschlechtert.
19:30Haben Sie schon mal drĂŒber nachgedacht, Ihre Frau in einen Pflegeheim zu geben?
19:34Ja, hab ich.
19:36Aber jetzt, wo es ihr noch schlechter geht?
19:42Bis spÀter.
19:51Ich kann ihn verstehen.
19:53Ich verstehe ihn auch.
19:55Aber vernĂŒnftig ist das nicht.
19:58Was hat seine Frau davon, wenn er vor die Hunde geht?
20:00Liebe ist eben nicht vernĂŒnftig.
20:02Was weiĂt du schon davon?
20:13Hier sind die Entlassungspapiere fĂŒr Sie und Ihren Sohn.
20:17Und denken Sie an die in drei, in vier Wochen.
20:20Ja, danke.
20:21Und wie geht's Ihnen?
20:22Konnten Sie schlafen?
20:24Ja, ja, ganz gut.
20:33Was ist denn los mit mir?
20:34Wieso heule ich?
20:36Das könnte der Baby-Blue sein.
20:38FrĂŒher simpel.
20:39Die Heultage.
20:40Ach, ich weiĂ, was das ist.
20:41Ein reinpsychologischer Vorgang, bei dem die Hormonumstellung und die Stimmung der Mutter destabilisiert.
20:46Aber wenn ich das so weiĂ, dann mĂŒsste ich mich doch im Griff haben.
20:57Ich habe mich nicht im Griff.
20:59Ich bin nie mehr ich selbst.
21:00AuĂer, dass Ihre Nase verstopft ist, klingen Sie im Moment sehr wie Sie selbst.
21:05Und vielleicht hat es gar nicht mit den Hormonen zu tun.
21:07Vielleicht hat Ihr Zustand ganz pragmatische Ursachen.
21:11pragmatische Ursachen.
21:16Könnte es sein, dass Sie Angst haben, mit Ihrem Kind allein zu sein?
21:25Ich weiĂ nicht, ob ich das alles alleine schaffe.
21:28Ich war noch nie mit einem Neugeborenen allein.
21:32Was, wenn was schief geht?
21:34Wenn ich einen Fehler mache?
21:35Wenn er auf ist zu atmen?
21:37Entschuldigung.
21:39Was ist denn mit dem Vater?
21:41Er kann ja auch nicht die ganze Zeit da sein.
21:45Er unterschÀtzt die Risiken, denen ein Kind ausgesetzt ist.
21:49WĂŒrde es Ihnen helfen, wenn Sie noch eine Nacht hierbleiben?
21:51Dann hĂ€tten Sie noch UnterstĂŒtzung, wĂ€hrend der Körper sich umstellt, falls das die Ursache ist.
21:58Ja, das wÀre wohl gut, ja.
22:05Danke.
22:19Dr. Ruentano, kann ich Sie kurz sprechen?
22:22NatĂŒrlich.
22:24Kommen Sie.
22:34Als es hieĂ, meine Frau wird auf die Normalstation verlegt, da habe ich mich gefreut.
22:39Ich dachte, es geht ihr besser.
22:41Aber es geht ihr nicht besser.
22:43Die operative Ăberwachung ist nicht mehr nötig.
22:45Und fĂŒr Sie beide ist es bequemer auf der Station.
22:48Sind Sie verheiratet, Dr. Ruentano?
22:50Ja.
22:51In guten wie in schlechten Zeiten.
22:53Ich habe es ihr versprochen.
22:55Drei Jahre sind eine lange Zeit.
22:58Drei Jahre, in denen sich nichts Àndert, in denen die Hoffnung stirbt.
23:02Jeden Tag ein bisschen mehr.
23:06Ich hatte in letzter Zeit öfter darĂŒber nachgedacht.
23:09Ăber ein Pflegeheim.
23:11Ob ein Pflegeheim nicht besser fĂŒr Sibylla wĂ€re.
23:13FĂŒr uns alle besser.
23:15Ich meine, ich weiĂ ja noch nicht mal, was sie noch mitbekommt.
23:17Es gibt Einrichtungen speziell fĂŒr Wachkummerpatienten.
23:20Sie können Ihre Frau regelmĂ€Ăig besuchen und...
23:24...es wÀre sicherlich eine enorme Entlastung.
23:29Vielleicht geht es mir auch nur um mich selbst.
23:34Es ist ja nicht nur die Erschöpfung.
23:37Es ist auch...
23:41Um sich neu verliebt.
23:46Verstehen Sie?
23:48Ich liebe meine Frau.
23:51Aber trotzdem...
23:53Ja.
23:54So etwas passiert.
23:56Ja.
23:58Was ist passiert?
24:00Der soziale Dienst in unserem Haus kann Ihnen helfen,
24:02ein gutes Heil fĂŒr Ihre Frau zu finden.
24:28Wie geht es denn eigentlich unserer geschÀtzten Kollegin?
24:31Ich habe gehört, Dr. Peters ist noch nicht entlassen.
24:33Das ist richtig.
24:34Aber es geht der Mutter und dem Kind doch hoffentlich gut.
24:36Beide sind bei bester Gesundheit.
24:39Dann ist die Verzögerung vermutlich eher psychologischer Natur.
24:44Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die Mutter durch das Kind.
24:49Beides kann ein schwieriger und schmerzhafter Prozess sein.
24:51Und im Falle unserer Kollegin auch ein ĂŒberraschender...
24:56Wie meinen Sie das?
24:57Also wenn ich die ausschweifenden AusfĂŒhrungen des Kindsvaters richtig deute,
25:02ist die Entscheidung, das Kind gemeinsam aufzuziehen, noch frisch und wie mir scheint, ein wenig unausgeboren.
25:09Unausgeboren?
25:11Wie wĂŒrden Sie es bezeichnen?
25:14Derbeck liebt die Peters und das Kind und wÀre gern ganz normal mit beiden zusammen.
25:18Er ist doch ĂŒberzeugt, die Peters liebt ihn.
25:21Sie wollen das Kind gemeinsam aufziehen, aber in verschiedenen Wohnungen.
25:26Das ist Ihre Entscheidung.
25:27Richtig.
25:28Und dennoch, unter praktischen Gesichtspunkten ist das ein sehr kompliziertes Konstrukt.
25:34Eine totale Verschwendung von Raum, Zeit, Ressourcen.
25:37Ein Affentanks.
25:38Ein Affentanks?
25:41Sie bringen mich da fĂŒr eine Idee.
25:44Danke, Sie haben mir sehr geholfen.
25:48Tja, wenn Sie meinen.
26:00Verzeih mir, Sibila.
26:05Dr. Heilmann.
26:07Ich habe neulich eine Dokumentation ĂŒber das Brutpflegeverhalten der Bonobos gesehen.
26:11Das ist eine Unterart der Schimpansen, ein nahe Verwandter von uns Menschen.
26:14Ich weiĂ, was ein Bonobo ist.
26:15Eine der wenigen Tierarten, die ihre Jungen im Kollektiv aufziehen.
26:20Was genau wollen Sie mir sagen?
26:21Auch ein Menschenkind wird idealerweise von einer GroĂfamilie oder besser noch von einer ganzen Gemeinschaft groĂgezogen.
26:29Ja, und?
26:30Ihre Angst, mit dem Neugeborenen allein zu sein, ist ganz natĂŒrlich.
26:34Und gerade kein Ausdruck einer Störung oder einer persönlichen SchwÀche.
26:41Ach, guten Tag, Herr Derbeck.
26:43Hallo.
26:43Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges Mitglied Ihres Kollektivs.
26:50Was ist mit dem denn los?
26:52Ich gucke zu viele Tierdokus.
26:54Das erklÀre ich dir spÀter.
27:06Schwester Eureke hat gesagt, dass sie noch eine Nacht im Krankenhaus bleibt.
27:10Ist alles in Ordnung?
27:11Ja, ist alles in Ordnung.
27:16Tim und mir geht es gut, mach dir keine Sorgen.
27:18Wir bleiben einfach nur noch eine Nacht lÀnger im Krankenhaus.
27:23Ja, vielleicht ist es auch besser so, dann erledige ich das, was ich noch zu erledigen habe in Schwerin
27:27und hole ich dann morgen ab und kann gleich in Leipzig bleiben.
27:30Bei euch ganz in der NĂ€he, hm?
27:32Ja, ja, tu das.
27:37Ja gut, braucht ihr noch was?
27:40Nein.
27:42Dann gehe ich mal.
27:45Lass mich schön auf die Mama aus, oder?
27:53Bis morgen, hm?
27:54Ja.
28:06Du willst das wirklich machen mit dem Pflegeheim?
28:09Zumindest will ich es mir mal ansehen.
28:15Unsertwegen, oder weil es dir schlechter geht?
28:17Ich weiĂ nicht, vielleicht beides.
28:22Das ist meine Entscheidung, Lydia.
28:24Du musst kein schlechtes Gewissen haben.
28:26Ich habe drei Jahre lang gewartet und gehofft, dass sich etwas Àndert.
28:28Und es hat sich etwas geÀndert.
28:30Anders, als ich gedacht habe.
28:31Durch die OP jetzt?
28:33Nein, durch dich.
28:35Nach Sibylas Unfall war ich völlig am Ende.
28:38Das war, als wÀre ich mit ihr ins Koma gefallen.
28:41Und dann kamst du.
28:43Du hast mir mein Leben zurĂŒckgegeben.
28:48Aber Sibylla...
28:49Sie hat das Leben geliebt.
28:51Sie hat nichts ausgelassen.
28:54Mehr als jeder andere hÀtte sie gewollt, dass ich mein Leben liebe.
29:00Das war eine Runde spazieren gehen.
29:03Mit dem Grube, alles gut.
29:07Was war denn vorhin eigentlich los?
29:09Von wegen, ich hÀtte keine Ahnung von der Liebe.
29:12Tut mir leid, war ein blöder Spruch.
29:15Der Fall kann einem auch schon ziemlich nahe gehen.
29:18Tobias Bernhard war ĂŒbrigens bei mir.
29:20Er ĂŒberlegt jetzt doch, seine Frau ins Pflegeheim zu geben.
29:23Ehrlich?
29:25Er sagt, dass er das nicht lÀnger aushÀlt.
29:27Oh je.
29:30Philipp, guck dir das mal an.
29:36Was ist das denn?
29:39Du erwartest jetzt nicht von mir, dass ich dir das erklÀre.
29:41Also das hÀtte ich jetzt nicht gedacht.
29:44Was ist denn mit denen los?
29:50Wie ist das letzte Labor?
29:52HBHK, Blutzucker ausgeglichen.
29:55CRP und Leukos unauffÀllig.
29:58Gut.
29:59Ich hoffe, du verurteilst Herrn Bernhard jetzt nicht.
30:03Dass er was mit einer anderen Frau anfÀngt?
30:07Dass er gewissen Tatsachen ins Auge sieht.
30:09Und sich nicht völlig aufgibt.
30:13Die Drainage ist sauber.
30:15Wenn der Neurologe grĂŒnes Licht gibt, kann sie morgen nach Hause.
30:19Entschuldigung.
30:24Was ist denn?
30:26Ich dachte, ich hÀtte was gesehen.
30:28Was denn?
30:29Da, schon wieder.
30:31Sie reagiert.
30:36Sie reagiert auf GerÀusche.
30:38Die Narkose ist jetzt raus.
30:39Ruf den Neurologen hinzu.
30:42Und noch kein Wort zu Herrn Bernhard.
30:44Ja, aber...
30:45Ich will nicht, dass er sich falsche Hoffnungen macht.
30:57Der Neurologe bestÀtigt das, was wir gesehen haben.
31:00Die Patientin reagiert auf ihr Umbild.
31:09Das ist zumindest ein Zustand minimalen Bewusstseins.
31:13Und das nach drei Jahren.
31:14Wahnsinn.
31:15Wie wird das jetzt weitergehen?
31:17HeiĂt das, sie wacht jetzt wieder richtig auf?
31:19Das kann keiner sagen.
31:20Jetzt ist es ganz wichtig, sie weiter basal zu stimulieren.
31:23Alle Sinne zu reizen.
31:24Musik, Lichteffekte, sanfte Vibrationen, Aromatherapie.
31:28Sprechen Sie mit dem Ehemann.
31:33Ja, komm, Philipp.
31:34Das ist genau das, was Herr Bernhard jetzt braucht.
31:37Ja, genau das, was er jetzt nicht braucht.
31:39Wie bitte?
31:41Nichts.
31:51Es gibt gute Nachrichten.
31:54Wir gehen davon aus, dass sich Ihre Frau
31:57nicht mehr im Wachkoma befindet.
31:59Wir sprechen von einem Zustand minimalen Bewusstseins.
32:03Was?
32:03In Ihrem Fall bedeutet das,
32:05sie reagiert auf GerÀusche mit den Augen.
32:07Also eindeutig bewusste Reaktionen.
32:10HeiĂt das,
32:11sie kommt zurĂŒck?
32:12Ja, ja.
32:13Das kann keiner genau sagen.
32:15Auch wenn sich der Zustand Ihrer Frau weiter verbessert,
32:18ist es unwahrscheinlich, dass sie wieder so wird wie vor dem Unfall.
32:22Ein völlig selbststÀndiges Leben nach einer solchen Verletzung ist kaum denkbar.
32:27Aber wir wissen,
32:29dass diese Patienten durchaus eine LebensqualitÀt haben wie...
32:32Wie gesagt,
32:33zu diesem Zeitpunkt können wir nichts Genaues sagen.
32:36Ja, aber es gibt wieder Hoffnung.
32:39Ihre Frau ist jetzt in einer sensiblen Phase.
32:42Es ist alles sehr aufregend fĂŒr Sie.
32:47Es ist vielleicht besser,
32:48wenn Sie erst mal alleine mit ihr...
32:54Ich fahrt in der Cafeteria.
33:04Geht es Ihnen gut?
33:06Ja, sicher.
33:08Es sind ja wunderbare Neuigkeiten.
33:16Ich frage mich...
33:17FĂŒr wen er sich entscheidet?
33:19Na, das ist doch klar.
33:20FĂŒr seine Frau.
33:22FĂŒr seine groĂe Liebe.
33:37Du, ich muss jetzt nach Hause.
33:40Morgen kommt Asu zurĂŒck
33:41und ich habe ihr versprochen,
33:42bis dahin ein neues Bett fĂŒr Oskar aufzubauen.
33:44Halt mich unbedingt auf dem Laufenden,
33:46wie es mit Frau Bernhardt weitergeht, ja?
33:48Meld dich.
33:49Egal wie spÀt es ist.
33:50Mach ich.
33:50Und du, pass auf.
33:52Du hast dich ja gerade erst an deiner Hand verletzt.
33:54Bei so einem Möbelaufbau
33:55kann eine Menge passieren.
33:57Fleischwunden, Streit, Nervenkrisen.
33:59Da sind schon ganze Ehen dran zerbrochen.
34:02Mach ich.
34:13Hey.
34:14Hey.
34:18Ich hab dir einen Kaffee mitgebracht.
34:20Danke.
34:24Hat sie noch mal reagiert?
34:26Bis jetzt nicht.
34:29Denkst du, sie?
34:31Ich weiĂ es nicht.
34:40Vielleicht hat sie es gespĂŒrt.
34:44Ich weiĂ es nicht.
34:46Du wirst dich heute Nacht hier bei ihr bleiben wollen.
34:49Ja.
34:51Dann sehen wir uns morgen.
34:53Dann.
34:54Okay.
34:56Okay.
35:14Ich hab hier elf Schrauben.
35:17Ich brauch aber zwölf.
35:19Nimm doch die, die hinter deinem Schuh liegt.
35:26Bist du sicher, dass du keine Hilfe willst?
35:28Sehe ich so aus, als wĂŒrde ich welche brauchen?
35:32Ehrliche Antwort.
35:34Ich verstehe nicht, wie diese beiden Teile zusammenpassen sollen.
35:46Sibylla?
35:56Kannst du mich hören?
35:59Ich bin hier.
36:01Bei dir.
36:05Ich muss Philippe Bescheid geben.
36:07Haben Sie das gesehen?
36:08Meine Frau ist wieder da.
36:10Sie ist wieder da.
36:11Ja.
36:13Sibylla?
36:16Sibylla?
36:18Ich weiĂ, du kommst zurĂŒck.
36:21Du kommst zurĂŒck.
36:28Und wie funktioniert das hier nicht?
36:30Ich glaub, wir haben den falschen DĂŒbel genutzt.
36:32Guck mal.
36:32Oh, nee.
36:34Wir mĂŒssen das wieder rausmachen.
36:38Ăhm, okay.
36:40Ich zieh und du drĂŒckst dagegen.
36:48Oh Mann, Philippe, du bist echt der schlechteste Heimwerker der Welt.
36:52Ja, und du bist...
36:55Ja, und du bist...
37:08Komm mal!
37:15Philippe, warum gehst du nicht an dein Handy?
37:18Sibylla Bernhardt hat ihren Mann in die Augen gesehen und ich war dabei und...
37:24Was ist denn hier passiert?
37:25Gar nichts.
37:25Nichts?
37:26Nichts?
37:27Ich freu mich so fĂŒr die beiden.
37:29Komm, darauf wollen wir anstoĂen.
37:30Habt ihr was zu trinken da?
37:31KĂŒhltrank.
37:37Es ist nichts passiert.
37:39Und wird auch nichts passieren.
37:42Ăh, niemals.
37:42Es ist nichts passiert.
37:44Ăh, bis geht's.
37:56Musik
38:28Sie hat mich heute Nacht angesehen. Nur ganz kurz. Sie hat mir in die Augen gesehen.
38:35Wie wunderbar.
38:40Wollen wir reden?
38:51Ich wĂŒnsche dir alles Gute.
38:59Der Neurologe sagt, Sibylla braucht jetzt eine ganz spezielle Reha-Einrichtung.
39:03Niemand kann sagen, wie sich ihr Zustand entwickelt.
39:06Aber sie ist zurĂŒck.
39:08Ja.
39:09Ist doch fantastisch.
39:14Lydia, ich...
39:14Nein.
39:17Du musst jetzt fĂŒr sie da sein.
39:20Das willst du auch.
39:23Das stimmt.
39:27Du bist ein toller Mann.
39:29Du bist eine Frau, die sich fĂŒr dich ins Leben zurĂŒckkĂ€mpft.
39:33Ich wĂŒnsche euch...
39:51Stött.
40:01Das stimmt.
40:08Ich wĂŒnsche dir sagen, wir können euch hinbekommen.
40:12Das stimmt.
40:14Ja.
40:14Das stimmt.
40:17Wir haben uns den Jepsen.
40:18Wollen wir uns auch wieder kommen?
40:19Ich bin der Bo. Ich bin Bo, der Bodo-Bo.
40:29Bo, Tim. Tim, Bo.
40:33So, dein neuer Freund. GefÀllt dir?
40:39Hast du in Schwerin alles erledigen können?
40:41Ja, hat alles ziemlich gut geklappt. Ich habe es nur noch nicht geschafft, fĂŒr mich einkaufen zu gehen.
40:44Aber das mache ich, nachdem ich euch nach Hause gebracht habe.
40:47Das musst du nicht.
40:50Du hast doch fĂŒr uns einen gekauft.
40:52Ja, also im Gegensatz zu meinem SĂ€uerkĂŒhlschranknĂŒppel, dicke Feuer.
40:55Das sage ich doch.
41:00Wenn du uns nach Hause gebracht hast, dann bleib bei uns.
41:04In meiner Wohnung also erstmal. Aus rein pragmatischen GrĂŒnden, ja.
41:08Ja, natĂŒrlich. Aus rein pragmatischen GrĂŒnden.
41:14Gut. Dann wÀre das geklÀrt.
41:16Ja, ich denke.
41:19Gut, dann. Los geht die wilde Fahrt.
41:26Glauben Sie, dass sie ganz zurĂŒckkommt?
41:28Es gibt keine Garantie.
41:30Aber die Tatsache, dass sie nach so langer Zeit reagiert, ist bereits ein Wunder.
41:38Jetzt gibt es nur das Prinzip Hoffnung.
41:41Ja.
41:42Gerade als ich so weit weiĂ, aufzugehen.
41:45Hm.
42:03Hallo, wir haben einen groĂen Hunger.
42:05Ja, da seid ihr wieder.
42:07Oh, Pauline ist satt, aber sie braucht eine frische Windel.
42:12Hallo.
42:13Na, dann werde ich die kleine Madame mal versorgen, ne?
42:16Ja, hallo, du sĂŒĂe Maus.
42:18Danke.
42:19Ich habe Spaghetti mit meiner LieblingssoĂe gemacht.
42:22Du bist meine Rettung.
42:24Ja.
42:24Hi, Jungs.
42:25Dank.
42:29So, jetzt hört mal ganz kurz auf.
42:31HĂ€nde waschen gehen.
42:32Es gibt nĂ€mlich Spaghetti mit Franzis LieblingssoĂe.
42:36Hopp, hopp.
42:37Na?
42:39Oh, hey, Gummischwerter.
42:42Toll.
42:42Abo angepasst.
42:43Du kennst doch meine Eltern.
42:45Immer pÀdagogisch werbvolle Spielzeuge.
42:48Das lasse ich erst mal richtig begrĂŒĂen.
42:50Hm.
42:55Habe ich was verpasst?
42:57Ich dachte, ich wÀre nur zwei Tage weg gewesen.
43:00Alles in Ordnung?
43:02Ja, klar.
43:03Alles in Ordnung.
43:04Ich habe dich nicht vermisst.
43:07Hm.
43:12Na, das hört eine Frau doch gerne.
43:15So, und jetzt wird gegessen.
43:17Ich habe Hunger.
43:21Ja.
43:21Ja.
43:22Ja.
43:22Ja.
43:23Ja.
43:23Ja.
43:24Ja.
43:25Vielen Dank.
Kommentare