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SpaßTranskript
00:00Ich würde es nicht vorstellen. Ausgerechnet Frederik.
00:03Ihnen ist klar, was das bedeutet, wenn sich herausstellt, dass Fahrlässigkeit die Brandursache war.
00:09Die Versicherung wird nicht zahlen.
00:11Ich muss mit Frederik sprechen.
00:14Ich verstehe ja, dass du wegen des Brandes in der Manufaktur unter Druck stehst.
00:18Aber glaub mir, Jessica weiß nichts darüber.
00:21Ich weiß. Das hat sie mir auch gesagt.
00:23Dann tu mir doch den Gefallen und geh in Zukunft ein bisschen vorsichtiger mit dir um.
00:28Natürlich.
00:28Ich bin ganz sicher, dass ich alles ordnungsgemäß weggeschlossen oder entsorgt habe.
00:33Hat denn jemand außer Ihnen noch einen Schlüssel zu Ihrem Schrank?
00:36Nein. Das ist ja, was ich nicht verstehe.
00:39Könnte sich denn jemand Zugang zu Ihrem Schlüssel verschafft haben?
00:42Damit genau das nicht passiert, habe ich diesen Schlüssel immer in meinem Schlüsselbund.
00:48Das gibt's ja nicht.
00:49Wieso, was ist denn?
00:51Der Schlüssel ist weg.
00:52Von mir erfährt niemand, dass dieser Brand entstanden ist, weil Sie im Suff mit Kerzen rumgespielt haben.
00:59Dafür überlasse ich Alexander, die Vaterschaft meines Kindes.
01:04Auf trinken wir.
01:06Du hattest Alexander doch versprochen, mich in Ruhe zu lassen.
01:10Ja, das werde ich auch.
01:11Sobald du zugibst, dass er nicht der Vater deines Kindes ist.
01:14Jessica, ich kann eins und eins zusammenzählen.
01:16Dein Geheimnis mit Michael, von dem Alexander nichts wissen darf.
01:18Deine ständigen Treffen mit ihm.
01:20Nora, ich will, dass du Alexander die Wahrheit sagst.
01:24Und wenn du es nicht tust, werde ich es tun.
01:47Hey, who's gonna make it right?
01:53This could be the first day of my life.
02:04Du und deine ständigen Verlöndungen.
02:06Das ist absurd.
02:06So absurd finde ich das gar nicht.
02:07Immerhin hast du mit Michael Adam geschlafen, kurz bevor du mit Alexander wieder zusammengekommen bist.
02:11Aber das heißt doch nicht, dass das Kind von Michael ist.
02:13Was für ein Geheimnis habt ihr denn beide sonst, von dem Alexander nichts wissen darf?
02:15Das geht dich nichts an.
02:17Wenn du versuchst, meinem Bruder ein Kind unterzuschieben, geht es mich sehr wohl etwas an.
02:20Du hast keine Beweise.
02:21Die brauche ich auch gar nicht.
02:22Ich sehe dich an, dann weiß ich Bescheid.
02:24Lächerlich.
02:24Pass auf.
02:25Es gibt zwei Möglichkeiten.
02:26Entweder sagst du es ihm oder ich werde es tun.
02:28Alexander wird mir glauben.
02:30Er ist sowieso schon sauer auf dich, weil du mich mit deinen Fragen so bedrängt hast,
02:33dass ich fast mein Kind verloren hätte.
02:35Ach ja, ja, ja.
02:35Deine angeblichen Unterleibskrämpfe.
02:37Ich habe mit dem Arzt gesprochen.
02:38Da war nichts.
02:39Die hast du vorgetäuscht.
02:40Das sieht Alexander aber anders.
02:42Er glaubt, dass du das Leben unseres Kindes gefährdet hast.
02:45Und wenn du ihm jetzt mit deinen neuen Verdächtigungen kommst,
02:48dann könnte es sein, dass er sich ganz von dir abwendet.
02:52Das Risiko gehe ich ein.
02:55Er ist nicht, dich zwischen mich und Alexander zu stellen.
02:58Das wird dir schlecht bekommen.
03:01Alexander ist mein Bruder.
03:03Und er hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren.
03:13Du glaubst es so wirklich, dass ich feilmäßig gehandelt habe?
03:16Ich sage ja nicht, dass du den Brand mit Absicht gelegt hast.
03:19Ach, du glaubst, dass ich aus Versehen die Manufaktur abgefackelt habe?
03:21Und dann bin ich zu feige, dazu zu stehen.
03:23Es könnte doch sein, dass du es nicht wahrhaben willst.
03:26Immerhin, es ist ein Millionenschaden entstanden.
03:28Und Tom ist schwer verletzt und liegt im Krankenhaus.
03:31Du glaubst, ich würde dich anlügen?
03:33Aus Angst, dass du mich für Toms Zustand verantwortlich machen würdest?
03:37Was soll ich denn noch glauben?
03:39Die ganze Zeit beschuldigst du Michael, dass er für den Brand verantwortlich ist.
03:43Und dann, wenn etwas auftaucht, was Michael entlasten könnte, lässt du das nicht gelten.
03:48Das ist doch komisch, oder?
03:49Weißt du, was komisch ist?
03:50Dass ausgerechnet dieser Schlüssel sich vom Schlüsselbund losgemacht hat.
03:53Aber das bin...
03:53Und alle da sind dran geblieben.
03:54Das beweist doch überhaupt gar nichts.
03:57Weißt du was?
03:57Ich kann dir nichts beweisen.
03:58Du musst mir einfach glauben.
04:03Spürst du nicht, dass ich die Wahrheit sage?
04:05Um ehrlich zu sein, ich bin geradezu verwirrt, um irgendetwas zu spüren.
04:21Nora, jetzt warte doch mal.
04:22Es bleibt dabei.
04:23Entweder du redest mit Alexander oder ich werde es tun.
04:26Ich liebe Alexander.
04:27Das habe ich auch nie bezweifelt.
04:30Ich glaube nur nicht, dass das Kind von ihm ist.
04:33Er ist der wichtigste Mensch in meinem Leben.
04:35Ich würde ihm so etwas nie antun.
04:36Pass mal auf.
04:37Irgendwas geht zwischen dir und Michael Adam vor.
04:39Und ich werde das dumpfe Gefühl nicht los, dass es sich entweder um den Brand handelt oder um das Kind.
04:43Wer weiß.
04:44Vielleicht teilt ihr beide auch zwei Geheimnisse.
04:46Und jetzt entschuldige mich.
04:48Ich weiß ganz genau, warum du alles daran setzt, meine Beziehung zu Alexander kaputt zu machen.
04:52Es geht mir um die Wahrheit.
04:54Du bist eifersüchtig.
04:56Ich liebe deinen Bruder.
04:57Aber du gönnst mir diese Liebe nicht.
04:59Und ich weiß noch ganz genau, warum.
05:03Was ist denn los?
05:06Ich weiß auch nicht, was ich ihr getan habe.
05:08Nora lässt mich einfach nicht in Ruhe.
05:17Hallo, Frederik.
05:18Hallo, Eva.
05:20Ich habe schon gehört, was passiert ist.
05:22Man gibt dir die Schuld an den Brand in der Manufaktur.
05:26Wenn es nur das wäre.
05:29Was denn noch?
05:31Sophie hat mir gerade gesagt, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie mir noch glauben kann.
05:35Was?
05:36Sophie glaubt, dass du schuld bist an den Brand?
05:39Ich kann sie gar nicht verdenken.
05:40Alles spricht gegen mich.
05:42Der Brandermittler hat Überreste von hochentzündlichem Material auf meinem Schreibtisch gefunden.
05:46Aber so etwas würdest du doch nicht herumliegen lassen.
05:49Ich bin mir absolut sicher, dass ich alles vorschriftsmäßig entsorgt habe.
05:52Aber wie soll ich denn das jetzt beweisen?
05:55Ich soll ja auch nur für den Schaden aufkommen.
05:57Was?
05:58Eine Million Euro.
06:01Nora bleibt gar nichts anderes übrig, als mich dafür haftbar zu machen.
06:05Als Eigentümerin der Manufaktur ist das ihre Precht.
06:08Das ist doch schrecklich.
06:12Das Schlimmste ist, dass Sophie mir nicht mehr vertraut.
06:16Naja, Sophie ist völlig durcheinander.
06:18Die Sorge um ihren Bruder.
06:23Ich weiß, dass es dir im Moment nicht viel hilft, aber...
06:28Ich glaube dir.
06:31Doch, Eva.
06:33Es hilft mir.
06:35Es hilft mir sehr gut.
06:40Es ist ja jetzt auch gut.
06:43Nora, ich habe dich doch gebeten, Rücksicht auf Jessica zu nehmen.
06:46Sie quält mich die ganze Zeit.
06:48Dabei habe ich ihr gar nichts getan.
06:50Ich kann ja verstehen, dass du den Brand in der Manufaktur aufklären willst.
06:53Aber Jessica hat ihr jetzt mehrfach gesagt, dass sie nichts weiß.
06:55Darum ging es nicht.
06:57Und warum dann?
07:00Oh Gott, mein Bauch.
07:02Jessica.
07:03Der Kammerats hat gesagt, du darfst dich nicht aufhören.
07:06Ich habe Angst.
07:07Das Baby.
07:08Dem Baby geht es ganz bestimmt gut.
07:10Was hältst du davon, wenn du hochgehst und dich einen Moment hinlegst?
07:13Ja?
07:15Bringst du mich rauf?
07:17Bitte.
07:18Na gut.
07:19Erstklassige Vorstellung.
07:21Hast du das gehört?
07:23Wie kann man nur so gemein sein?
07:27Musste das jetzt wirklich sein?
07:29Ich fürchte, ja.
07:30Alexander, ich muss dir was sagen.
07:34Ich glaube nicht, dass das Kind von dir ist.
07:39Aber warum tut Michael so etwas?
07:43Vielleicht ist er für den Brand selbst verantwortlich.
07:45Versuchst von sich abzulenken.
07:49Die Beweise zu fälschen und dir das Ganze anzuhängen, also das ist doch wirklich das Allerletzte.
07:54Er sieht in mir immer noch den Rivalen und den wäre damit los.
07:58Also, du meinst, er hofft, dass Sophie zu ihm zurückkommt?
08:01Ich denke, ja.
08:04Ja.
08:05Er hat ja auch schon die Nachricht auf dem Anrufbeantworter gelöscht und sich so die Anteile an der Manufaktur erschlichen.
08:12Er hatte gedacht, wenn ich die Anteile nicht bekomme, verlasse ich die Stadt.
08:14Und dann hat er angefangen, deine Arbeit zu sabotieren.
08:17Und er hat offen gesagt, dass er mich fertig machen will.
08:19Und das macht er jetzt wahr.
08:21Also, irgendwie müssen wir ihm das Handwerk legen.
08:25Dann müssen wir hoffen, dass er einen Fehler macht.
08:26Und sich verrät.
08:28Weißt du, ich glaube, das Beste ist, ich gebe ihm das Gefühl, sein Plan geht auf.
08:31Ja.
08:32Wiege deinen Feind in Sicherheit und er liefert sich selbst ans Messer.
08:37Er hätte jetzt auch nicht besser formulieren können.
08:39Egal, was du unternimmst.
08:40Du kannst dich voll und ganz auf mich verlassen.
08:42Danke.
09:15Jessica hat mit Michael Adam geschlafen?
09:17Bist du dir sicher?
09:19Kurz bevor sie wieder mit ihr zusammengekommen ist, ja.
09:23Woher weißt du das alles?
09:25Ich habe gehört, wie sie darüber gesprochen haben.
09:28Und jetzt glaubst du, Jessica schiebt mir ein Kind unter?
09:32Am Anfang war es auch nur ein Verdacht, aber es passt alles zusammen.
09:38Zum Beispiel?
09:40Zum Beispiel hat mir Elsa erzählt, dass du vorhattest, dich von Jessica zu trennen.
09:47Und ich erinnere mich, dass sie an diesem Tag ganz aufgelöst nach Hause kam.
09:51Mir hat sie gesagt, sie hat Angst, dass ich das Baby nicht will.
09:58Oder sie hat mitbekommen, wie du Konrad erzählt hast, dass du dich von ihr trennen willst.
10:04Jedenfalls hat sie dir daraufhin gleich erzählt, dass sie ein Kind von dir erwartet.
10:10Das ist doch ein merkwürdiger Zufall, oder?
10:32Und dann habe ich die beiden im Eingangsflug gesehen.
10:36Sie haben sich gestritten.
10:38Und Jessica hat gesagt, dass du davon nichts erfahren darfst.
10:42Wovon?
10:44Das weiß ich eben nicht. Ich konnte es nicht hören.
10:49Das passt alles zusammen.
10:55Nachdem Michael Adam weg war, habe ich Jessica zur Rede gestellt.
10:59Und sie hat mir gesagt, dass ich mich um meinen eigenen Kram kümmern sollte.
11:03Dann habe ich ihr klargemacht, dass ich mit dir darüber sprechen werde.
11:06Und dann hat sie plötzlich diese Unterleibsschmerzen bekommen.
11:11Und dann bin ich aufgetaucht.
11:18Alexander, ich habe mit Dr. Wehner gesprochen.
11:24Und er hat mir gesagt, dass diese Schmerzen, also diese Schmerzen waren...
11:32Warst du vorgetäuscht?
11:37Soll ich mit dir reden?
11:41Jessica hat mit Michael geschlafen.
11:44Das glaube ich nicht, dass...
11:48Nura hat recht.
11:52Ich habe mit Michael Adam geschlafen.
12:07Wie fühlen Sie sich?
12:09Gut.
12:10Wir sind durcheinander.
12:12Sie haben großes Glück gehabt, Herr Nowak.
12:16Und er wird wieder ganz gesund?
12:19In ein, zwei Wochen ist er wieder wie neu.
12:22Ich sehe nachher nochmal nach ihm.
12:24Gut.
12:26Danke.
12:27Vielen, vielen, vielen Dank.
12:33Hast du das gehört?
12:35Du wirst wieder ganz gesund.
12:38Wirst du gar nicht, dass ich krank bin?
12:40Ja, kein Wunder.
12:41Du hast ja auch alles verpennt.
12:44Was noch vom Brand?
12:48Sophie?
12:50Sophie geht's gut.
12:51Sie war gar nicht in der Manufaktur.
12:54Ich rufe sie gleich an, dass du aufgewacht bist.
12:58Sie hat die ganze Zeit hier an deinem Bett gesessen und...
13:03Sie ist auch gerade nur gegangen, weil...
13:05Weil ich ihr versprochen habe, dass ich hier bleibe.
13:08Und du warst hier?
13:10Ja.
13:12Ich hatte gerade nichts Besseres zu tun.
13:15Ach, komm.
13:16Nur nichts zu essen im Haus.
13:20Ach.
13:23Was?
13:24Was für ein Witz?
13:26Ja, weiß ich doch.
13:28Hey.
13:29Hast du dir Sorgen gemacht?
13:35Hey.
13:37Ganz tanze.
14:01Konstanze?
14:02Gibt's was Neues?
14:09Ich mach mich sofort auf den Weg.
14:18Warum bitte hast du mir nichts davon gesagt?
14:21Weil ich mich geschämt habe?
14:25Ich lasse euch dann mal am besten alleine.
14:27Bleib, bitte.
14:32Es war nur ein einziges Mal.
14:36Ich hab mich so alleine gefühlt.
14:38Und außerdem waren wir zu der Zeit noch gar nicht zusammen.
14:42Dann scheinst du aber keine großen Übergangsprobleme gehabt zu haben.
14:45Es war ein Riesenfehler, den ich so gerne rückgängig machen würde.
14:50Alexander, ich liebe dich.
14:54Dann lüg mich jetzt nicht an.
14:56Und sag mir, wer der Vater deines Kindes ist.
14:59Du.
15:00Du bist der Vater.
15:02Und warum bist du dir da so sicher?
15:04Ich hab's ausgerechnet.
15:05Ich glaube kaum, dass man das so genau ausrechnen kann.
15:07Ich bin mir sicher.
15:10Ich fürchte, das reicht mir nicht.
15:13Alexander, ich kann dir nicht sagen, warum.
15:16Ich hab's Michael versprochen.
15:17Dann hat das hier alles keinen Sinn, Jessica.
15:20Warte!
15:24Michael ist zeugungsunfähig.
15:35Hast du mit mir geredet?
15:38Ja, ein bisschen.
15:41War ja sonst niemand da zum Reden.
15:43Und was hast du gesagt?
15:46Nichts.
15:48Zu Wetter und so.
15:53Sophie.
15:54Geht's dir?
16:01Gottseidank.
16:04Wie es mir geht,
16:06du hast ja wohl einen Knall.
16:07Wie geht's dir?
16:09Schlucken schlecht.
16:11Liegen gut.
16:13Soll ich dir einen Kaffee mitbringen?
16:15Nein, danke.
16:27Ah.
16:34Ich hätte mir mein Leben lang Vorwürfe gemacht,
16:37wenn dir irgendwas, wenn du...
16:38Hermann.
16:39Du warst gar nicht in der Manufaktur?
16:42Nein.
16:45Und du wahnsinniger rennst da rein,
16:47um mich zu retten.
16:49Vergiss es.
16:51Jemand verletzt?
16:53Nein.
16:55Frederik?
16:56Nein.
16:59Der war auch nicht in der Manufaktur.
17:04Was ist los?
17:07Nichts.
17:08Alles in Ordnung.
17:10Komm, erzähl mir nix.
17:12Ich bin nicht blöd.
17:14Ja, es geht um Vater.
17:21Ich habe Michael eigentlich versprochen,
17:23mit niemandem darüber zu sprechen.
17:28Aber...
17:28Deine Schwester hat mich ja so unter Druck gesetzt,
17:30da hatte ich jetzt keine andere Wahl.
17:33Und euer Streit im Flur?
17:36Da ging es um diesen One-Night-Stand.
17:40Ich bin wirklich nicht stolz darauf.
17:42Aber ich habe dich nicht betrogen, Alexander.
17:46Schon gut.
17:53Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben.
17:57Nie würde ich dir sowas antun.
18:08Ich habe dir die ganze Zeit gesagt,
18:10dass dieses Kind von Alexander ist.
18:12Aber du konntest ja nicht locker lassen.
18:14Wie gesagt, es ging mir nur um die Wahrheit.
18:17Nein.
18:18Es ging dir nicht um die Wahrheit.
18:20Du setzt alles daran,
18:22meine Beziehung zu Alexander zu zerstören.
18:25Man könnte fast meinen,
18:27du bist eifersüchtig.
18:40Und jetzt glaubst du,
18:42er wählt seine Schuld auf Michael ab?
18:46Ich weiß es einfach nicht.
18:48Aber ich denke darüber nach
18:49und das ist schon schlimm genug.
18:52Also du hast dich so an ihm getäuscht?
18:55Ja, nicht das erste Mal,
18:56dass ich mich auf einen Mann anlasse,
18:58dem ich nicht vertrauen kann.
19:00Friedrich ist nicht wie Michael.
19:04Ja, das dachte ich auch.
19:06Ich weiß auch nicht.
19:07Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.
19:08Ich habe einfach Angst,
19:09dass er sich da in irgendwas verrennt.
19:14Liebst du ihn noch?
19:19Wenn man jemandem nicht mehr vertrauen kann,
19:22kann man dann noch sagen,
19:22dass man ihn liebt?
19:26Gleiches Visite.
19:31Kommt ihr wieder?
19:33Ja, klar, klar.
19:37Bis gleich.
19:38Tschüss.
19:45Ich hätte ihr keine Vorwürfe machen dürfen.
19:49Es tut zwar weh,
19:50dass sie mit Michael geschlafen hat,
19:51aber sie hatte recht.
19:53Wir waren nicht zusammen.
19:56Das stimmt.
19:57Sie hat dich nicht betrogen.
20:00Aber darum ging es doch auch gar nicht.
20:02Sie war verletzt, Nora.
20:03Zu Recht.
20:04Ich habe ihr misstraut.
20:07Aber warum hat sie dir nicht gleich gesagt,
20:08dass Michael Adam nicht der Vater sein kann?
20:11Keine Ahnung.
20:13Wahrscheinlich wollte Michael nicht,
20:14dass alle davon erfahren.
20:20Wenn es denn stimmt,
20:23dass er unfruchtbar ist.
20:25Du hast doch gehört,
20:26was Jessica gesagt hat.
20:31Alex, ich glaube ihr nicht.
20:35Ich glaube,
20:36dass sie sich das alles nur ausgedacht hat.
20:38Jetzt mach aber mal einen Punkt.
20:40Was willst du dir noch alles unterstellen?
20:42Ich unterstelle ihr nichts.
20:44Ich will nur,
20:45dass sie dir die Wahrheit sagt.
20:46Und warum willst du das?
20:49Warum?
20:50Was ist das denn für eine Frage?
20:53Ich möchte einfach nur wissen,
20:54ob es dir wirklich um die Wahrheit geht
20:55oder darum, Jessica schlecht zu machen.
20:59Das traust du mir zu.
21:02Vielleicht hat Jessica ja recht
21:03und du bist wirklich eifersüchtig auf sie.
21:05Nein!
21:07Das gibt's doch nicht.
21:09Ich wünsche mir doch,
21:10dass ihr glücklich werdet.
21:12Entschuldige, Nora.
21:16Ich sollte jetzt nach Jessica sehen.
21:26Und letztendlich kam der Brandermittler
21:28zu dem Ergebnis,
21:29dass die Dämpfer in dem Lappen,
21:31mit denen Herr Grafenberg
21:32offensichtlich gearbeitet haben,
21:34muss sich selbst entzündet haben.
21:35Man muss dir das so vorstellen,
21:36der Lappen war getränkt mit Leinöl-Firnes.
21:39Das ist eine hochempfindliche Substanz,
21:41die sich in der Luft
21:42tatsächlich selbst entzünden kann.
21:44Da darf man so einen Lappen
21:45nicht einfach herumliegen lassen.
21:46Das weiß Herr Grafenberg auch
21:47und er hat sich immer
21:48an die Sicherheitsvorkehrung gehalten.
21:50Und diesmal muss er es vergessen haben.
21:52Ich hätte nicht gedacht,
21:53dass er so fahrlässig handelt.
21:55Das ist tragisch.
21:56Das bedeutet natürlich auch,
21:57dass er für die Geschäftsbeführung
21:58nicht mehr tragbar ist.
22:00Frau Landmann,
22:01kann ich Ihnen behilflich sein?
22:02Sie brauchen gar nicht
22:03auf Gutwetter zu machen,
22:04Herr Adam.
22:05Ich habe Ihnen die Sache
22:06mit der Golf-Trophäe
22:07noch lange nicht verziehen.
22:08Ich hätte Sie nicht beschuldigen dürfen,
22:11meine Trophäe zerschlagen zu haben.
22:13Aber was kann ich nur tun,
22:16damit Sie mir verzeihen?
22:17Ach, Herr Adam, guten Tag.
22:20Frau Landmann,
22:21Entschuldigung,
22:22ich muss rangehen.
22:23Adam?
22:25Ich bin's.
22:27Herr Martin,
22:29es ist zwar gerade ungünstig,
22:30aber was kann ich denn für Sie tun?
22:32Verstehe, Sie können nicht reden.
22:33Dann hören Sie einfach nur zu,
22:34Sie sind zeugungsunfähig.
22:36Entschuldigung, ich bin was?
22:37Sie können keine Kinder zeugen.
22:39Keine Ahnung,
22:39wahrscheinlich hätten Sie als Kind
22:40einen schlimmen Unfall oder sowas.
22:42Herr Martin,
22:43können Sie mir bitte in aller Ruhe erklären,
22:45wovon Sie gerade reden?
22:47Alexander hat von unserem kleinen Abenteuer erfahren
22:50und wollte wissen,
22:50ob er wirklich der Vater meines Kindes ist.
22:52Da muss ich handeln.
22:53Ja, aber ich bin ja gar nicht...
22:55Natürlich nicht.
22:57Aber falls Nora oder Alexander
22:59Sie darauf ansprechen,
23:00dann werden Sie Ihnen
23:01diese kleine Lüge auftischen.
23:02Kapiert.
23:03Sie verlangen da ein bisschen viel von mir,
23:04Herr Martin, finden Sie nicht?
23:05Oder wollen Sie,
23:06dass ich den beiden erzähle,
23:07dass Sie mit besoffenem Kopf
23:08in Ihrem Büro herumgezündelt
23:10und die ganze Manufaktur abgefackelt haben?
23:14Wenn ich Ihnen damit einen Gefallen tun kann,
23:16sehr gerne.
23:17Na bitte, geht doch.
23:23Mein Gynäkologe.
23:31Jessica, das tut mir leid, wegen ihm.
23:37Probleme?
23:38Nein, nur ein etwas, sagen wir, komplizierter Kunde.
23:43Ich weiß auch nicht, was da los ist.
23:45Adam?
23:47Herr Grafenberg?
23:49Ja, das trifft sich gut.
23:50Ich bin gerade zu Besuch bei meinem Onkel.
23:51Ich kann in einer Minute bei Ihnen sein.
23:53Bis gleich.
23:54Herr Grafenberg bittet um eine Besprechung
23:56mit Frau von Weiden,
23:57hier im Arbeitszimmer.
23:58Ich bring dich hin.
23:59Danke.
24:02Frau Gartmann?
24:03Herr Adam,
24:06haben Sie doch ein bisschen Nachsicht
24:07mit Herrn Grafenberg.
24:09Er hat vielleicht einen Fehler gemacht,
24:10aber das war bestimmt nicht mit Absicht.
24:13Das weiß ich doch, Frau Landmann.
24:22Wiege deinen Feind in Sicherheit
24:23und er liefert sich selbst ans Messer.
24:27Hoffentlich klappt dein Plan, Frederik.
24:47Wenn Tom nicht wieder aufgewacht wäre,
24:50ich hätte ihm nie sagen können,
24:51wie leid es mir tut.
24:53Gott sei Dank ist Tom hart im Nehmen.
24:56Ja, Gott sei Dank.
24:57Und es hätte er bestimmt schon viel früher
24:59die Flucht ergriffen,
25:00so ungerecht,
25:01wie ich manchmal zu ihm war.
25:04Eigentlich habe ich das Gefühl,
25:07er genießt eure Streitereien fast.
25:09Trotzdem ein Wunder,
25:10dass er es so lange mit mir ausgehalten hat.
25:13Er wusste eben,
25:14dass du es nicht ernst meinst.
25:16Hat er mehr gewusst als ich?
25:20Ich habe erst jetzt kapiert,
25:22wie verbot ich manchmal war.
25:25Ich hatte wirklich immer ein Problem mit zu viel Nähe.
25:27Du hattest recht,
25:28weil ich Angst hatte,
25:29verlassen zu werden.
25:31Und jetzt?
25:32Hast du keine Angst mehr?
25:35Jetzt habe ich beschlossen,
25:37ich höre nicht mehr auf meine Angst,
25:38ich höre auf mein Herz.
25:40Und mein Herz sagt mir,
25:42dass Tom mich nie anlügen
25:43oder absichtlich verletzen würde.
25:46Und weißt du was?
25:48Damit hast du verdammt recht.
25:50Ja, ich kann ihm blind vertrauen.
25:53So wie du, Freda, denkst.
26:00Bitte.
26:07Es ist mir sehr unangenehm,
26:09aber ich trage die volle Verantwortung
26:12für den Brand der Manufaktur.
26:14Vermutlich habe ich tatsächlich die Dose
26:16und den Lappen auf einem Schreibtisch vergessen.
26:19Moment mal,
26:19Sie waren sich doch sicher,
26:20dass Sie alles weggeschlossen haben.
26:21Ich weiß,
26:22aber im Nachhinein ist mir klar geworden,
26:24dass ich mich geirrt haben muss.
26:26Es gibt keine andere Erklärung.
26:29Ja.
26:31Daher auch der Farbgeruch,
26:32den ich wahrgenommen habe.
26:34Frau van Weiden übrigens auch.
26:35Sie erinnern sich?
26:37Ja, ich weiß.
26:38Aber ich kann das alles noch nicht glauben.
26:41Durch mein Grobfahrt,
26:42dass Sie es handeln,
26:42habe ich Sie und alle anderen Kollegen
26:44schwer gefährdet.
26:45Und es gibt dafür überhaupt keine Entschuldigung.
26:48Herr Grafenberg,
26:48ich finde es von Ihnen mehr als anständig,
26:50dass Sie sich so offen zu dieser Sache bekennen.
26:52Obwohl ich bis zuletzt gehofft habe,
26:54dass es dafür eine andere Erklärung gibt.
26:56Danke.
26:58Sie wissen aber auch,
27:00was das finanziell bedeutet.
27:02Ja.
27:04Die Versicherung wird den Schaden nicht übernehmen.
27:08Ich stehe natürlich zu meiner Verpflichtung.
27:10Auch wenn ich noch nicht weiß,
27:11wo ich das Geld auftreiben soll.
27:14Etwas anderes habe ich von Ihnen
27:15auch gar nicht erwartet.
27:16Wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann,
27:17lassen Sie es mich wissen.
27:20Frederik,
27:21es war für mich eine Bereicherung,
27:22mit Ihnen zusammengearbeitet zu haben.
27:25Augenblick mal,
27:25was soll das heißen?
27:27Unter den gegebenen Umständen
27:29ist die einzige logische Konsequenz die,
27:30dass wir uns von Herrn Grafenberg trennen müssen.
27:33Unsere persönlichen Befindlichkeiten
27:34tun ja nichts zur Sache.
27:35Das kommt überhaupt nicht in Frage.
27:36Ich kann und will nicht
27:37auf Herrn Grafenbergs Kompetenz verzichten.
27:39Frau van Weiden,
27:40wie wollen Sie unseren Kunden erklären,
27:41dass Sie jemanden in der Geschäftsleitung halten,
27:43der für so einen Schaden verantwortlich ist?
27:44Das lassen Sie mal meine Sorge sein.
27:47Herr Adam hat recht.
27:49Ich werde so rasch wie möglich
27:50meinen Posten räumen.
27:54Entschuldigung.
27:54Ich warte auf eine dringende Mitteilung.
27:59Sophie,
28:00Tom ist auf dem Koma erwacht.
28:02Oh, Gott sei Dank.
28:04Das freut mich.
28:07Und da ruft Sophie sie nicht selber an?
28:12Keine Ahnung.
28:16Ja.
28:17Frau van Weiden,
28:18es ist ja erstmal alles geklärt.
28:19Ich habe noch einen wichtigen Termin.
28:20Wir sehen uns dann morgen.
28:22Frederik,
28:23alles Gute.
28:25Danke.
28:33Für mich?
28:35Na,
28:35Sie lassen aber auch nichts aus.
28:37Frisch aus dem Garten
28:38als Entschuldigung dafür,
28:39dass ich Sie zu Unrecht verdächtigt habe.
28:44Was soll ich denn noch tun?
28:46Ich bin beschämt,
28:47zutiefst.
28:49Na gut,
28:51Schwamm drüber.
28:52Sie nehmen es mir nicht mehr übel?
28:54Nein.
28:55Und es tut mir auch leid,
28:56dass die Kinder
28:57ihr Schmuckstück
28:58auf dem Gewissen haben.
28:59Sie haben es doch
28:59weitgehend wieder gut gemacht.
29:08Eva.
29:10Frederik.
29:11Und was gibt's?
29:13Genau wie ich erwartet hatte.
29:15Michael hat ganz offen versucht,
29:16mich aus der Firma zu drängen.
29:18Dieser kleine Gauner.
29:19Ich würde ihn mal sehen sollen.
29:21Wie ich zu Kreuze gekrochen bin,
29:23er hat gar nicht genug davon bekommen.
29:24Und was willst du jetzt unternehmen?
29:27Nichts.
29:28Wie nichts?
29:29Abwarten, was sein nächster Schritt ist.
29:31Ja, aber was könnte das sein?
29:33Mal sehen.
29:40Was machst du denn hier?
29:46Ich hab gehört,
29:47dass Tom wieder aus dem Kuma erwacht ist.
29:49Ja.
29:51Ich kann dir gar nicht sagen,
29:52wie erleichtert ich bin
29:52und wie sehr ich mich freue.
29:54Mir fällt auch ein Stand vom Herzen.
29:59Ja, ich weiß,
30:00Tom steht jetzt nicht unbedingt auf Blumen,
30:02aber ich kann ihm ja schlecht
30:03ein festes Bier ins Krankenhaus schmuggeln, oder?
30:06Blumen sind genau richtig.
30:08Gibst du sie ihm?
30:08Ich glaube,
30:10dass er heute außer seinen Angehörigen
30:11noch keinen Besuch empfangen darf.
30:12Natürlich, ich geb's ihm.
30:17Geht's dir gut?
30:19Mhm.
30:20Geh mal ein Stück.
30:22Ja.
30:24Und du bist allein?
30:26Nein, nein, Konstantin drückt gerade
30:27die Parkscheine weiter.
30:29Und, ähm,
30:30Frederik?
30:32Der hat zu tun.
30:35Ja, der andere.
30:37Ich kann mir immer noch nicht vorstellen,
30:38dass er für den Brand verantwortlich ist.
30:42Ich kann das auch nicht fassen.
30:45Ja, ausgerechnet Frederik.
30:47Er ist immer so umsichtig
30:48und verantwortungsbewusster.
30:51Jetzt hat er auch noch
30:52die Firma seiner Familie
30:53in Gefahr gebracht.
30:57Wie,
30:59wie geht's dir eigentlich damit?
31:01Wie meinst du das?
31:04Wir wissen beide,
31:05dass sich sowas
31:06auf eine Beziehung auswirkt.
31:09Michael,
31:10ich möchte nicht
31:10mit dir darüber sprechen.
31:11Ja, natürlich.
31:12Entschuldigung.
31:13Aber,
31:14wenn du mal jemanden
31:16zum Reden brauchst,
31:17du weißt,
31:18ich bin immer für dich da.
31:25Zuerst brennt die Manufaktur
31:27und jetzt soll ich auch noch
31:28die kreative Hälfte
31:29meiner Geschäftsführung verlieren.
31:31Damit wäre die Katastrophe
31:32wirklich perfekt.
31:34Aber auch wenn Michael
31:35recht damit hat,
31:36dass einige Kunden
31:37Frederiks Kopf fordern werden.
31:39Ich schätze seine Kompetenz
31:41und seine Stilsicherheit
31:42und seinen Einsatz.
31:44Ich vertraue ihm einfach.
31:47Außerdem sagt mir mein Gefühl,
31:48dass etwas faul ist.
31:51Jetzt ist nur noch die Frage,
31:52ob ich meinem Gefühl trauen kann.
32:18Haben Sie sich entschieden?
32:19Oh, nein, entschuldigen Sie.
32:21Ich bin noch nicht so weit.
32:23Darf ich Ihnen schnell etwas
32:24zu trinken bringen?
32:25Wir haben einen neuen
32:25neuseeländischen Wein im Sortiment.
32:28Ja, warum nicht?
32:35Ich sitze den ganzen Abend
32:37dem Mann gegenüber,
32:38der meinen absoluten
32:39Lieblingswein produziert
32:40und Sie sagen kein Sterbenswörtchen?
32:44Es wäre einfach so schön,
32:45Ihnen zuzusehen,
32:46wie Sie jeden Schluck
32:47davon zelebriert haben.
32:49Du verrennst dich da in irgendwas.
32:52Alles sieht danach aus,
32:53dass Michael es gewesen sein könnte.
32:55Ehrlich gesagt sieht gerade im Moment
32:57alles danach aus,
32:58als ob du es selbst gewesen wärst.
33:00Du glaubst,
33:01dass ich für den Brand verantwortlich bin?
33:07Dürfen wir uns zu dir setzen?
33:09Hallo, natürlich.
33:12Danke.
33:23Hättest du ruhig mit Sophie
33:24essen gehen können?
33:25Ich stehe total auf Schwung, Kost.
33:29Danke, Schwester.
33:31Soll ich dir
33:32was aus der Zeitung vorlesen?
33:36Wie bitte?
33:38Na ja, ich könnte doch
33:39runter zum Kiosk laufen
33:40und dir eine Zeitung holen.
33:43Komm mal näher.
33:47Jetzt sag mir die Wahrheit.
33:50Was hast du mit der
33:51richtigen Konstanze gemacht?
33:54Das hier,
33:55das ist die richtige Konstanze.
33:57Na ja, Moment.
33:58Also die
33:58die richtige Konstanze
34:00würde mir den Bademantel
34:01vor die Füße werfen
34:02und sagen,
34:03ich soll mich nicht so anstellen
34:04und mir meine
34:04verdammte Zeitung
34:05selber holen.
34:07So schlimm.
34:08Ich könnte sogar
34:11versuchen,
34:11mir das Kleingeld
34:12selber aus dem Portemonnaie
34:13zu fischen.
34:16Als du so da gelegen hast,
34:17dann ist mir was bewusst geworden.
34:22Du und ich,
34:23wir sind eigentlich
34:25komplett unterschiedlich.
34:26Ich meine,
34:27du bist pünktlich,
34:29pedantisch,
34:30irgendwie auf eine
34:31zwanghafte Art ordentlich.
34:34Besserwisserisch.
34:34Hast du vergessen?
34:35Mhm.
34:37Besserwisserisch.
34:37Das hatte ich vergessen.
34:38Genau.
34:40Ich fange nochmal
34:41von vorne an.
34:43Also,
34:45obwohl wir beide
34:45so unterschiedlich sind,
34:47habe ich gemerkt,
34:48dass
34:49ich habe mich
34:50irgendwie an dich gewöhnt
34:51und darum will ich nicht,
34:53dass du wieder gehst.
34:54Also,
34:54nicht nur aus der Wohnung,
34:55sondern überhaupt.
34:58Weil
34:59ein Leben ohne dich,
35:03das kann ich mir
35:04nicht vorstellen.
35:06Soll das jetzt
35:06irgendwie sowas
35:07wie eine Liebeserklärung sein?
35:09Quatsch.
35:11Küss mich.
35:14Guck mal runter.
35:31Das kann ich mir
35:32bei Frederik
35:32gar nicht vorstellen.
35:34Es fiel mir
35:35am Anfang
35:35auch schwer zu glauben.
35:38Ich meine,
35:38fahrlässig zu handeln
35:39ist die eine Sache.
35:40Aber Michael
35:41dafür die Schuld
35:41in die Schuhe zu schieben,
35:42das passt gar nicht
35:44zu Frederik.
35:45Traust du ihm
35:45denn sowas zu,
35:46Sophie?
35:47Es spricht einfach
35:48so vieles gegen ihn.
35:50Diese Farbdose
35:51auf seinem Schreibtisch,
35:52der verlorene Schlüssel
35:53und
35:55er hätte sogar
35:56ein Motiv,
35:57alles abzustreiten.
35:59Ja,
35:59und welches?
36:01Tom wurde
36:01bei dem Brandschwehr verletzt.
36:03Und wenn er gestorben wäre,
36:06Frederik hat sicher gedacht,
36:07dass ich ihm das niemals
36:08verzeihen würde.
36:11Ja gut,
36:11das kann ich nachvollziehen.
36:13Abgesehen davon,
36:14dass ja ein immenser
36:14Sachschaden entstanden ist.
36:16Es passt einfach
36:16alles zusammen.
36:17Das mag ja sein.
36:19Aber jetzt versuch doch mal,
36:20die Juristin in dir
36:21abzuschalten.
36:22Unabhängig von
36:23irgendwelchen Indizien
36:24oder der Frage,
36:24wie plausibel etwas ist.
36:26Was sagt denn
36:27dein Gefühl?
36:31Ich glaube eigentlich
36:31nicht,
36:32dass das war.
36:33Aber
36:34ich kann doch nicht
36:35einfach blind
36:35auf meine Gefühle vertrauen
36:37und alle Fakten
36:38außer Acht lassen.
36:40Oh, Gefühle können
36:41tatsächlich manchmal
36:42ganz schön beeinflussen,
36:44wenn ich dann
36:44meine Ehe mit Annabelle denke.
36:47Es geht hier aber
36:48nicht um Annabelle,
36:49es geht um Frederik.
36:50Aber Frederik hat mich
36:50auch schon einmal enttäuscht.
36:52Aber du hast ihm
36:53wieder vertraut.
36:55Was, wenn es
36:56ein Fehler war?
36:59Egal, was Frederik
37:00damals getan hat.
37:02Er war immer
37:02ehrlich zu dir.
37:03Er hat dich
37:04niemals angelogen.
37:05Und vor allem
37:06war er niemals feige.
37:29Nora hat mich
37:30einfach verunsichert, Jessica.
37:38Es tut verdammt weh,
37:40dass du ihr mehr glaubst
37:40als mir.
37:43Was hätte ich auch
37:43anderes glauben sollen?
37:45Du hast selber gut zugegeben,
37:46mit Michael geschlafen zu haben.
37:48Aber das heißt noch lange nicht,
37:49dass ich eine Frau bin,
37:50die dir ein Kind
37:51unterschieben will.
37:53Das weiß ich doch.
37:56Ich habe mit Michael
37:57geschlafen, weil
38:01du hattest mich
38:02zurückgewiesen,
38:02schon vergessen?
38:04Ich habe mich einfach
38:04irgendwie minderwertig
38:05gefühlt.
38:08Unattraktiv.
38:11Es war ein Ausrutscher,
38:12das musst du mir glauben.
38:15Ich wollte dich damals
38:16bestimmt nicht verletzen,
38:17Jessica.
38:18Das tut mir leid.
38:23Woher weißt du eigentlich,
38:24dass Michael
38:24zeugungsunfähig ist?
38:28Ich habe mit ihm gesprochen,
38:29als ich erfahren habe,
38:30dass ich schwanger bin.
38:32Ich war am Anfang
38:33ziemlich panisch.
38:35Rein rechnerisch
38:35hätte es sein können,
38:36dass das Kind von ihm ist.
38:39Und die Zeugungsunfähigkeit
38:40ist ärztlich nachgewiesen?
38:43Glaubst du mir nicht?
38:46Bitte, wir können ihn anrufen.
38:48Jessica, das ist doch
38:49kindisch.
38:53Lass uns die Sache
38:53doch einfach vergessen, ja?
38:56Ich weiß nicht,
38:57ob ich das kann.
38:57oder?
39:26Ich weiß nicht.
39:30Hallo.
39:32Hallo.
39:37Du räumst nicht gerade auf, oder?
39:42Frederik, wir müssen reden.
39:48Was soll das heißen? Du kannst nicht einfach so wieder zu Tagesordnung übergehen.
39:51Du hast mir misstraut. Das kann ich nicht einfach vergessen.
39:56Was hättest du denn an meiner Stelle geglaubt? Es passte alles zusammen.
40:00Aber du hättest doch wissen müssen, dass ich dir so etwas nie antun würde.
40:03Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick so aussieht.
40:06Entschuldige. Als Nora mir das erzählt hat, war ich total überrumpelt.
40:12Ich dachte, du liebst mich und freust dich auf unser Kind.
40:16Aber das tue ich doch auch.
40:18Offenbar nicht genug. Nicht so sehr, wie du deine Schwester liebst.
40:23Ich habe sehr früh gemerkt, dass Nora dir wichtiger ist als das Baby und ich.
40:27Das stimmt doch gar nicht.
40:28Aber Nora braucht nur daherzukommen und irgendwelche Gerüchte über mich zu verbreiten.
40:32Und schon glaubst du ihr jedes Wort und behandelst mich wie eine Aussätzige.
40:37Kannst du dir vielleicht vorstellen, dass das für mich im Moment auch nicht einfach ist?
40:39Alexander, wir lieben uns doch, oder?
40:41Ja.
40:41Warum schafft Nora es dann jedes Mal, unsere Beziehung zu gefährden?
40:46Nora hat nur geglaubt, dass es ihre Pflicht ist, mit mir über diesen Verdacht zu reden.
40:49Und jetzt verteidigst du sie schon wieder.
40:52Jessica, jetzt beruhig dich doch.
40:56Was soll das jetzt?
40:58Ich ziehe aus.
41:00Das meinst du jetzt nicht ernst.
41:01Doch.
41:03Solange deine Schwester in der Lage ist, dich derartig zu manipulieren, gibt es für uns keine Chance.
41:08Mein Kind ist besser dran ohne einen Vater, der es bei der erstbesten Gelegenheit verleugnet.
41:18Wenn Michael, wenn er glaubt, dass er und ich, dass wir gemeinsam eine Chance haben,
41:23vielleicht könnte ich ihn so weit bringen, dass er mir alles gesteht.
41:26Deshalb verstehe ich jetzt auch nicht, warum du ihn verlassen willst.
41:28Weil es schon eine Frau in Alexanders Leben gibt und das ist Nora.
41:32Wie machst du das?
41:34Wie schaffst du es, mich nicht mehr zu lieben?
41:36Nora, ich habe nie aufgehört damit.
41:38Und ich werde es auch nie.
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