- vor 10 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Du packst deine Sachen und gehst.
00:03Das kann ja jetzt bitte nicht dein Ernst sein.
00:05Lieber Tom, das hier, das ist meine Wohnung. Du bist mein Mitbewohner.
00:09Wenn dir hier was nicht passt, dann musst du eben gehen.
00:11Hilfe!
00:12Rass mich da nie!
00:15Ist hier raus!
00:17Rass mich auf!
00:20Michael, ist da noch irgendjemand drin?
00:21Ich weiß es nicht.
00:22Sophie.
00:23Mein Sophie.
00:24Michael, was ist mit Sophie?
00:26Michael, ist sie noch in der Manufaktur?
00:28Michael!
00:29Ich geh da jetzt rein.
00:30Was? Das geht nicht. Du kriegst aber auch keine Luft.
00:32Ich hol Sophie raus. Pass auf ihn auf!
00:33Komm!
00:36Ich glaube, dass dieses Kind eine große Chance für Neuro ist.
00:38Weil sie so besser mit euch abschließen kann.
00:40Je schneller wir uns damit abfinden, dass wir nicht zusammen glücklich werden können,
00:43desto einfacher wird es für jeden von uns, sein eigenes Leben weiterzuleben.
00:48Kennst du schon die Brandursache?
00:49Nein, noch nicht. Aber es gibt zwei Verletzte.
00:52Michael, Adam und Tom liegt mit einer Rauchvergiftung im Krankenhaus.
00:56Oh nein.
00:57Ich geb dir schon mal den neuen Wohnungsschlüssel, ja?
01:03Den brauchst du ja, wenn du wieder nach Hause kommst.
01:08Und nach Hause kommen musst du, ja?
01:12Wir haben immerhin noch was zu klären.
01:16Was ist denn das?
01:18Tom, ist alles okay?
01:20Tom, geh nicht weg!
01:23Tom!
01:26Tom!
01:38Tom!
01:39Tam!
01:56Tom!
01:56Tom!
01:59Tom, Tom, das kannst du doch nicht machen.
02:03Herzstichstand. Was ist denn los?
02:06Schnell runter. Runter.
02:09Supra, vorbereiten zum Intubieren.
02:11Wie lange dauert sein Herzstichstand schon an?
02:13Weiß nicht. Ein paar Sekunden.
02:15Bitte raus. Verlassen Sie den Raum.
02:17Aber wir können ihn doch nicht alleine lassen.
02:28Nova, dann bin ich froh, dass dir nichts passiert ist.
02:33Sag mal, ich konnte es erst gar nicht glauben, als mir Judith von dem Brand erzählt hat.
02:36Ja, aber wir haben Glück gehabt. Es hätte viel schlimmer ausgehen können.
02:39Gibt es denn irgendwelche Verletzten?
02:40Tom Nowak ist mit einer Rauchvergiftung im Krankenhaus.
02:43Großer Gott. Wie ist denn das passiert?
02:46Er dachte, Sophie ist da drin und wollte sie retten.
02:50Und, wie geht es jetzt weiter?
02:52Ja, bis auf Weiteres wird die Manufaktur geschlossen bleiben.
02:55Mhm. Gibt es denn schon irgendwelche Hinweise?
02:58Also, ich vermute, dass das Feuer in dem Büro von Frederik Grafenberg und Michael Adam ausgebrochen ist.
03:03Und haben die beiden eine Ahnung, wie das passiert sein könnte?
03:05Frederik war gar nicht da. Und Michael Adam, er konnte ich noch nicht sprechen.
03:10Warum nicht?
03:11Er lag bewusstlos in seinem Büro. Und ich habe ihn da rausgeschleppt.
03:14Du hast ihn wach.
03:16Ja.
03:16Nora, weißt du, was alles passiert?
03:18Ja, aber es ist doch nochmal gut gegangen. Mir geht es gut.
03:20Und er wurde auch schon wieder nach Hause geschickt.
03:23Oh, okay.
03:25Warum musste das ausgerechnet jetzt passieren?
03:27Wir waren gerade dabei, die Manufaktur wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
03:30Das wirst du auch.
03:32Das wirst du auch. Und wenn du irgendwelche Hilfe brauchst, ich bin jederzeit für dich da.
03:37Okay?
03:39Okay.
03:49Aber so eine Rauchvergiftung ist doch nicht schlimm, oder?
03:53Es kommt drauf an, wie viel Rauch Tom eingeatmet hat.
03:56Ich werde nachher mal Constanze anrufen und fragen, wie es ihm geht.
03:59Warum besuchen wir dich einfach im Krankenhaus?
04:01Weil Sophie und Constanze auch schon bei ihm sind und Tom braucht vermutlich viel Ruhe.
04:04Aber ich will doch nur kurz sehen, wie es ihm geht.
04:06Ja, das würde ich auch gerne.
04:07Aber?
04:10Ich muss ja Elsa abholen. Ich meine, sie kommt ja heute von ihrer Fortbildung zurück.
04:14Ja, richtig.
04:16Okay, du holst Elsa ab und ich erkunde mich im Krankenhaus nach Tom, wie es ihm geht.
04:20Gut.
04:21Sag ihm liebe Grüße, ja? Falls sie dich überhaupt zu ihm lassen.
04:24Mehr mache ich.
04:24Theo, ich bin sehr froh, dass dir nichts passiert ist.
04:28Dir und Paula.
04:30Ja.
04:56Friedrich, Tom hat den Herzstillstand und dann haben sie versucht, ihn wieder zu beleben.
04:59Dann haben sie uns rausgeschickt, jetzt haben sie ihn weggebracht und wir warten jetzt einfach nur.
05:09Wahrscheinlich haben sie nicht die richtigen Geräte gekannt.
05:11Ja.
05:11Wahrscheinlich.
05:13Jetzt sind schon sicher alles, um Tom zu retten.
05:16Ja.
05:18Weißt du was? Ich schaue mal, dass ich einen empfinde draußen.
05:21Glaubst du mehr sagen?
05:22Ich komme am besten mit.
05:24Ich glaube, es ist besser. Du bleibst hier bei Constanze.
05:26Ja, natürlich.
05:48Eigentlich halte ich ja nichts von solchen Tütensuppen, aber ich sollte ja nicht nochmal einkaufen gehen.
05:55Mir geht's doch schon viel besser.
05:57Und lieber Onkel Ludwig, wenn es dich beruhigt, dann kann ich dich ja nachher anrufen und dir sagen, wie die
06:01Suppe geschmeckt hat.
06:03Tu das. Und wenn du noch irgendwas brauchst, sagst du Bescheid.
06:08Mach du.
06:11Komm.
06:13Komm.
06:14Komm.
06:14Herr Weiden, es tut mir sehr leid, dass es in der Manufaktur gebrannt hat. Das ist eine Tragödie.
06:19Ja. Danke, Ludwig. Wie geht es Ihrem Neffen?
06:23Gehen Sie nur zu ihm. Es geht ihm etwas besser.
06:26Okay.
06:28Hallo, Herr Adam. Fühlen Sie sich besser?
06:31Ja, das wird schon wieder.
06:34Sie haben ja in der Manufaktur das Leben gerettet.
06:38Danke.
06:40Ich bin froh, dass Ihnen weiter nichts passiert ist.
06:44Ja.
06:48Ich würde Ihnen gerne, also wenn es Ihnen recht ist, ein paar Fragen stellen.
06:52Ja.
06:54Frau Fuchs hat erwähnt, dass Sie letzte Nacht in Ihrem Büro verbracht haben.
07:00Ja, ich muss über den Akten eingeschlafen sein.
07:04Sie hat auch angedeutet, dass Sie betrunken waren.
07:10Also, ich bitte Sie, ich würde doch niemals im Büro mich betrinken.
07:14Ich habe keine Ahnung, wie Frau Fuchs auf sowas kommt.
07:17Ich hatte den Eindruck, dass Sie sich gestritten haben.
07:23Entschuldigen Sie, es ist...
07:25Wir können ja darüber reden, wenn es Ihnen wieder besser geht.
07:28Ja?
07:30Sobald mir wieder etwas eingefallen ist, dann melde ich mich bei Ihnen.
07:33Okay.
07:33Gute Besserung.
07:34Ja, danke.
07:50Sie konnten Tom wiederbeleben.
07:52Und?
07:52Wie geht es Ihnen?
07:54Sein Zustand ist kritisch.
07:57Dr. Burger sagt, er hat ein toxisches Lungenöldein.
08:00Was heißt das jetzt?
08:01Dass er Wasser in der Lunge hat.
08:04Ja, das ist der Grund, warum sein Blutkreislauf mit zu wenig Sauerstoff versorgt wurde.
08:08Und warum sein Herz stehen geblieben ist.
08:11Und was jetzt?
08:12Jetzt muss man versuchen, die Flüssigkeit aus seiner Lunge abzuleiten.
08:15Und dann...
08:17Dann kann man nur hoffen, dass sich die Lunge wieder vollkommen erholt.
08:21Aber sein Herz schlägt wieder und er bekommt genügend Sauerstoff.
08:24Das heißt, das ist doch gut, oder?
08:27Das ist noch nicht alles.
08:29Was noch?
08:31Tom muss in der Milz operiert werden.
08:34Bei dem Brand muss ihn ein abstürzendes Bauteil getroffen haben und hat er einen Riss in der Milz verursacht.
08:40Aus dem sind seine Hände deutlich verbrannt.
08:45Das ist alles nur, weil er dachte, dass ich in einem Feuer bin.
08:49Das ist alles meine Schuld.
08:51Das ist ein Blödsinn.
08:52Das darfst du gar nicht sagen.
08:53Niemand hat Schuld.
08:56Die nächsten Stunden sind entscheidend.
08:58Wenn sich sein Zustand stabilisiert, dann kann man ihn operieren.
09:01Und er hat gute Voraussetzungen, wieder vollkommen zu genesen.
09:05Und wenn nicht?
09:08Können wir zu ihm?
09:12Nur eine von euch.
09:14War wirklich nur kurz.
09:15Braucht absolute Ruhe.
09:20Geh du zu ihm.
09:22Er ist dein Bruder.
09:24Danke.
09:46Und ich werde ermahnt, wenn ich mich mal an einem Schokoriegel vergreife, ja?
09:50Ich bin ein Opfer meiner Hormone.
09:52Natürlich.
09:56Ich bin wirklich froh, dass dir und dem Baby nichts passiert ist.
09:59Wenn du in der Manufaktur gewesen wärst, als der Brand ausgebrochen ist, dann...
10:03Es geht uns ausgezeichnet.
10:05Gut.
10:08Hast du was von Tom gehört?
10:10Ja.
10:11Ich hab vorhin im Krankenhaus angerufen.
10:13Tom liegt auf der Intensivstation.
10:16Sie wollten mir nichts Genaues sagen, aber es geht ihm wohl sehr schlecht.
10:20Er wird ganz bestimmt wieder gesund.
10:24Was hältst du davon, wenn wir unsere Bootstour heute nachholen?
10:28Das würde dich auf andere Gedanken bringen.
10:32Pass auf, du musst dich immer so positionieren, dass die Nadel auf Ende seilt.
10:38Wofür steht es jetzt?
10:54Was sagst du?
10:56Ich schulde dir noch dein Geburtstagsgeschenk.
10:58Ja.
11:00Du, ein Stück Sahnetorte würde fürs Erste auch schon helfen.
11:05Dann muss ich aber erst mal nachfragen, ob unser kleines dir was abgibt.
11:12Gut, du hast Glück.
11:14Aber nur, weil du der Papa bist.
11:19Hm.
11:22Ich freue mich schon so auf unseren Ultraschalltermin.
11:25Ob man da überhaupt schon was erkennen kann?
11:27Ich füttere das Kleine einfach bis dahin weiter mit Sahnetorte.
11:31Und dann werden wir schon was sehen.
11:33Gute Idee.
11:41Mann, warum muss der Kerl auch immer den Helden spielen?
11:44Kann er sich nicht damit begnügen, den Verkehr zu regeln
11:47oder als einer alten Dame über die Straße zu helfen?
11:53Hey, Constanze!
11:56Hallo, Frederik.
11:57Hi.
11:57Ich, ähm, wo ist der Tom?
11:59Wie geht es ihm denn?
12:02Tom, geht's gut.
12:04War nur eine leichte Rauchvergiftung.
12:06Da hatte er wirklich Glück gehabt.
12:08Kann man nur sagen.
12:10Ja, dann geh ich mal zu ihm
12:11und bring ihm dieses Motorradmagazin hier vorbei,
12:13dass er sich im Krankenhaus zu Tode langweilt.
12:15Theo ist echt lieb von dir, aber Tom muss sich wirklich noch ausruhen.
12:17Ich sag ihm einfach, dass du da warst, ja?
12:19Okay.
12:21Dann besuch ihn einfach morgen nochmal.
12:22Aber du kannst ihm das hier schon mal vorbeibringen, oder?
12:24Ja, mach ich.
12:26Und mach dir keine Sorgen.
12:27Tom ist bestimmt bald wieder auf den Beinen.
12:29Okay, cool.
12:30Also, bis dann.
12:31Und schöne Grüße an Tom, ja.
12:33Nicht vergessen.
12:39Du wolltest dich nicht mehr unruhigen?
12:42Kontinue so einfach.
12:44Und er ist 17.
12:45Wie soll der denn damit klarkommen, dass Tom...
12:50Dass wir ihn vielleicht nicht wiedersehen?
12:54Wie hätte ich ihm das denn sagen sollen?
12:59Tom wird sicher gesund.
13:01Ich glaub, fest daran.
13:10Noah, hallo.
13:12Hast du mit Herrn Adam schon über den Brand gesprochen?
13:15Ich hab es versucht, aber es ging ihm nicht so gut.
13:18Er war immer noch blau.
13:19Nein.
13:20Und er hat auch bestritten, dass er überhaupt betrunken war.
13:23Noah, ich bin schwanger, aber nicht blöd.
13:25Du hast selber gesagt, dass es in seinem Büro nach Alkohol gerochen hat.
13:28Nein, das hab ich nicht gesagt.
13:30Ich fand es stickig.
13:32Michael Adam hatte eine Fahne.
13:34Aber du scheinst mir hier wieder irgendwas unterstellen zu wollen.
13:36Jetzt hör doch mal auf damit.
13:37Ich will dir überhaupt nichts unterstellen.
13:39Ich will herausfinden, wer für den Brand verantwortlich ist.
13:42Und das Feuer ist nun mal in dem Büro von Frederik Gravenberg und Michael Adam ausgebrochen.
13:46Wo du kurz vorher warst und dich mit ihm gestritten hast.
13:48Weil ich ihn auf seinen desolaten Zustand angesprochen habe.
13:52Aber du scheinst mich wegen irgendwas zu verdächtigen.
13:54So, Jessica, ein für alle Mal.
13:55Ich verdächtige dich nicht.
13:56Ich suche nach Hinweisen.
13:58Für die Manufaktur steht alles auf dem Spiel, wenn die Versicherung nicht zahlt.
14:01Noah, ich kann dir da wirklich nicht weiterhelfen.
14:04Okay?
14:05Ich habe dir alles gesagt, was ich darüber weiß.
14:21Wie geht's ihm?
14:24Unverändert.
14:26Ist er die Ärzte schon, wann Sie ihn operieren können?
14:28Nein, noch nicht.
14:30Sie können im Moment auch nur abwarten.
14:35Sophie, er ist hier in den besten Händen.
14:37Ich weiß.
14:38Ich werde Nora anrufen und Sie bitten, dass sie den Termin mit der Feuerwehr für mich übernimmt.
14:42Nein, nein, das ist wirklich lieb von dir.
14:44Aber, Frederik, du kannst dir sowieso nichts tun und Constanze ist doch bei mir.
14:50Bist du sicher?
14:51Ja, geh ruhig.
14:53Das ist ein wichtiger Termin.
14:56Okay.
15:02Du rufst mich an, dass es noch was gibt, ja.
15:05Ja, versprochen.
15:36Und Tom hat wirklich nicht viel Rauch abgekriegt?
15:38Constanze sagt, dass er bald wieder auf den Beinen ist.
15:40Gott sei Dank hast du deine Schicht in der Manufaktur abgesagt.
15:42Ich will mir nicht vorstellen, wenn auch dir was passiert wäre.
15:45Tja, im Moment habe ich wirklich verdammt viel Glück.
15:53Jetzt muss ich nur noch das Essen bei deinem Opa überstehen.
15:55Gar kein Problem.
15:56Wenn du so bist, wie du bist, dann muss er dich einfach mögen.
15:59Meinst du, ich soll mit ihm Stieblos tanzen?
16:01Du weißt, was ich meine.
16:04Ja, jetzt verstehe ich, warum du dich die ganze Zeit nicht bei mir gemeldet hast.
16:09Hallo, Mama.
16:10Hallo, Theo.
16:11Du hast mir gefehlt.
16:12Ach ja?
16:13Paula, schön dich zu sehen.
16:14Hallo, Elsa.
16:15Das Haus steht noch.
16:17Wie war es denn bei Tom im Krankenhaus? Gibt es was Neues?
16:19Ich war gar nicht bei ihm, aber ich habe Constanze voll getroffen und sie sagt, dass es ihm gut geht,
16:23er aber noch viel Ruhe braucht.
16:25Gut.
16:26Das sind doch schöne Neuigkeiten. Dann werden wir ihn besuchen gehen, sobald er Besuch empfangen darf.
16:30Siehst du, kaum bist du zurück, kommt hier alles wieder in Ordnung in Falkenthal.
16:37Ach, ich freue mich auch, euch zu sehen.
16:39Naja, jetzt erzählt mir doch mal, was ich alles so verpasst habe.
16:54Auf meine Frage nach ihrem Gespräch mit Michael Adam hat Jessica ziemlich heftig reagiert.
16:59Dabei versuche ich doch nur herauszufinden, wie das Feuer entstanden ist.
17:03Jessica und Michael Adam haben sich gestritten, oder zumindest kam es mir so vor.
17:07Und jetzt widersprechen sie sich. Was hat das zu bedeuten?
17:10Und wie kommt Jessica nur auf die Idee, dass ich ihr die Schuld an den Brand unterschieben will?
17:14Ist es, weil sie ein schlechtes Gewissen hat?
17:18Möglicherweise hat sie wirklich etwas damit zu tun.
17:24Herr Rein.
17:26Hallo, Nora.
17:27Hallo.
17:29Nehmen Sie Platz.
17:31Aufgrund des Brandes arbeite ich heute hier.
17:34Ich habe gerade mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr gesprochen.
17:37Aus seinen Schilderungen zufolge schätze ich den Schaden, der durch den Brand in der Manufaktur entstanden ist, auf rund eine
17:43Million.
17:46Eine Million Euro.
17:49Ui, kann ich Ihnen hoffen, dass die Versicherung zahlt.
17:53Andernfalls sehe ich aufgrund unserer finanziellen Situation schwarz.
17:56Ja.
17:57Branduntersuchung nimmt morgen Ihre Arbeit auf, aber solange keine Fahrlässigkeit im Spiel war, muss die Versicherung zahlen.
18:03Das kann ich nur hoffen.
18:07Halten Sie denn das für möglich?
18:09Jessica hat mir erzählt, dass Herr Adam heute Morgen eine Fahne hatte und auch sonst ziemlich neben der Spur war.
18:16Ich habe gestern Abend mit ihm noch einen getrunken, aber als ich ihn verlassen habe, war er völlig in Ordnung.
18:23Dann hoffe ich mal für uns alle, dass er nicht verantwortlich ist für den Brand.
18:27Ob nun absichtlich oder aus Versehen.
18:30Ja, das hoffe ich auch.
18:33Ansonsten wäre er mitverantwortlich, dass Tom in Lebensgefahr schwimmt.
18:37Was?
18:38So schlimm steht es um Sophies Bruder?
18:46Gott sei Dank ist Jessica und dem Baby nichts passiert.
18:48Ja.
18:49Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass sich für Nora und die Manufaktur wieder alles zum Guten wendet.
18:53Das wird es ganz bestimmt.
18:57Aber bis dahin braucht Nora unsere volle Unterstützung.
18:59Ja, die werden wir ihr geben.
19:02Judith, ich bin so froh, dass ich dich habe.
19:05Ich kann es gar nicht erwarten, dich zu heiraten.
19:08Mir geht es ganz genauso.
19:11Aber in Anbetracht der Ereignisse, wäre es da nicht besser, die Hochzeit zu verschieben?
19:16Schließlich haben wir nur noch drei Wochen.
19:18Ich will aber nicht länger warten.
19:21Und bis dahin hat sich das mit der Manufaktur bestimmt geklärt.
19:24Wahrscheinlich.
19:27Was hältst du davon, wenn wir einen Weddingplaner engagieren?
19:30Na ja, dann haben wir den Kopf frei und können Nora besser unterstützen.
19:32Das ist eine sehr gute Idee.
19:35Dann werde ich mich mal darum kümmern.
19:37Absolut.
19:40Entschuldige.
19:43Ja.
19:45Ja, stellen Sie durch.
19:48Herr Peters, ja, vielen Dank für Ihren Rückruf.
19:52Ja, ja, ich habe Ihr Angebot erhalten.
19:54Ja, ja, aber ich denke schon, dass es da noch einiges zu klären gibt.
19:57Ja.
19:58Hallo.
20:04Du strahlst ja so.
20:06Ja, ich heirate ja auch in drei Wochen.
20:10Es ist schon was anderes, verheiratet zu sein, oder?
20:12Egal, wie lang man zusammen ist.
20:14Ja.
20:16Vor allem, wenn man schon mal verheiratet war.
20:18Wie meinst du das?
20:22Ich habe das Gefühl, dass unsere schreckliche Trennung von damals erst endgültig vorbei ist,
20:27wenn wir uns beide wieder das Ja-Wort gegeben haben.
20:30Weil es eure Scheidung sozusagen wieder ausgleicht.
20:33Ja, dann ist es so, als wenn es nie passiert wäre.
20:37Das ist jetzt vielleicht ein bisschen albern, oder?
20:39Nein.
20:40Gar nicht.
20:42Ich kann dich sogar sehr gut verstehen.
20:54Und dann habe ich ihn rausgeschmissen.
20:58Aber Tom weiß doch, dass du das nicht ernst gemeint hast.
21:01Ihr strahlt euch doch ständig.
21:04Nee, diesmal war es anders.
21:07Diesmal war es ernst gemeint.
21:10Du wolltest dich tatsächlich von ihm trennen.
21:13Nein.
21:14Eigentlich wollte ich nur, dass alles so bleibt, wie es ist.
21:18Du hältst mich für verrückt, oder?
21:22Keine Sorge.
21:24So schnell halte ich niemanden für verrückt.
21:27Verstehe mich ja selber nicht.
21:31Ich würde ihm so gern einfach alles erklären.
21:37Wenn Tom über den Berg ist, dann entschuldigst du dich einfach bei ihm und alles ist gut.
21:46Und wenn er es nicht schafft.
21:52Ich würde alles dafür tun, diesen dämlichen Streit rückgängig zu machen.
21:58Das darf einfach nicht das Letzte sein, was ich zu ihm gesagt habe.
22:12Entschuldige, ich wusste gar nicht, dass du hier bist.
22:14Ich suche nur eine Schere.
22:16Und ich wüsste gar nicht, dass du noch mit Stofftieren spielst.
22:19Ach, verdammt.
22:21Jetzt kennst du mein dunkelstes Geheimnis.
22:24Erzähl es bitte niemandem, ja?
22:26Na gut.
22:28Das ist mein alter Teddybär.
22:31Ich dachte, für das Baby.
22:34Du kannst es wohl kaum erwarten.
22:37Gibt es was Neues von Tom?
22:40Ja, Frederik hat mir erzählt, dass sich sein Zustand verschlechtert hat.
22:43Die nächsten Stunden sind entscheidend.
22:45Mein Gott, das wusste ich gar nicht.
22:47Hey, er wird es schaffen.
22:49Bestimmt.
22:52In solchen Augenblicken wird einem immer wieder bewusst, dass man jeden Moment genießen sollte.
22:57Alles kann sich von jetzt auf gleich ändern.
23:00Deshalb ist es ja auch gut, dass du hier wieder eins siehst.
23:03Du und Jessica, ihr seid jetzt eine Familie.
23:05Oder ihr werdet bald eine Familie sein.
23:09Ist es wirklich in Ordnung für dich, dass wir beide jetzt wieder Tür in Tür wohnen?
23:13Natürlich.
23:16Danke.
23:17Ich weiß, das ist nicht leicht für dich.
23:20Ob er das wirklich weiß?
23:22Ist es für ihn gar nicht schwer?
23:26Doch.
23:27Bestimmt.
23:29Aber er wird Vater und er versucht mit Jessica glücklich zu werden.
23:33Und es ist gut so.
23:36Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass wir beide eines Tages eine Familie zusammen gründen.
23:45Entschuldige.
23:50Jessica Fuchs?
23:51Ich bin Adam hier.
23:51Wir müssen reden.
23:54Es ist gerade etwas ungünstig.
23:57Es ist mir ehrlich gesagt völlig egal, ob es gerade etwas ungünstig ist.
24:00Frau von Weiden war vorhin hier und hat mich zu dem Brand befragt.
24:04Irgendjemand muss hier erzählt haben, dass ich nicht ganz nüchtern gewesen bin.
24:07Frau Fuchs?
24:09Ähm, können wir das nicht ein andermal besprechen?
24:12Nein, das können wir nicht.
24:14Es sei denn, Sie möchten, dass ich mit Alexander ein kleines Gespräch über die Freuden des Vaterwerdens führe.
24:20Ihr Angebot klingt sehr interessant, aber ich habe im Moment wirklich keine Zeit.
24:24Ich melde mich dann später bei Ihnen.
24:29Wie du willst.
24:32Mein ehemaliger Arbeitgeber.
24:34Er wollte mir ein Jobangebot machen.
24:37Dass du doch hoffentlich nicht annehmen willst.
24:39Natürlich nicht.
24:41Ich bin doch gerade dabei, mir mit deinem Sohn hier in Falkenthal eine Zukunft aufzubauen.
24:45Das will ich hoffen.
24:46Schließlich bekommst du mein erstes Enkelkind.
24:49Und Alexander ist ganz außer sich vor Freude.
24:51Siehst du, es war richtig, Alexander nicht zu erzählen, dass Nora und er keine Geschwister sind.
24:55Du siehst ja, wie glücklich wir beide sind.
24:59Richard würde es das Herz brechen, wenn er erfahren würde, dass Alexander nicht sein Sohn ist.
25:02Er würde dich verlassen.
25:05Wahrscheinlich.
25:06Was sage ich denn da?
25:08Es ist ja alles gut.
25:10Und ihr werdet heiraten.
25:12Ich hoffe, Alexander und ich, wir werden auch immer so glücklich sein wie ihr beide.
25:17Ganz bestimmt.
25:18So ein Kind schafft eine ganz besondere Bindung zwischen zwei Menschen.
25:23Ja, da hast du recht.
25:32Wenn du dich so ins Zeug legst, dann werde ich jetzt wohl öfter mal ein paar Tage verreisen.
25:36Untersteh dich.
25:37Ich habe nicht vor, mich an mein Strohwitwadasein zu gewöhnen.
25:41Oh, wisst ihr was?
25:42Ich werde nachher einfach was Schönes kochen und dann können wir ja einen Spieleabend machen.
25:46Also Paula und ich, wir können nicht.
25:47Ich bin heute Abend schon bei Herren von Weiden zum Abendessen eingeladen.
25:51Bei den Reichen und Schönen?
25:53Na, da kann ich mit meiner Einladung natürlich nicht mithalten.
25:55Eigentlich ist mein Opa ganz cool drauf.
25:58Naja, cool.
25:59Er ist schon immer ein bisschen steif, oder?
26:00Jetzt mach dir doch keine Sorgen.
26:01Er will dich bloß ein bisschen näher kennenlernen.
26:03Dafür ist so ein Abendessen doch genau das Richtige.
26:05Ja, es sei denn, es gibt dann irgendwie so Haute-Quizien-Zeug.
26:07Und dazu dann zehn verschiedene Messer und Gabeln.
26:10Da wäre ich total aufgeschmissen.
26:11Naja, dafür scheint ja dein Nachhilfeunterricht wenigstens Früchte zu tragen.
26:15Haute-Quizien-Zeug.
26:16Jetzt mal im Ernst, ich will mich nicht total blamieren.
26:18Also ich glaube, Paula kann dir bestätigen,
26:20dass selbst bei den Van Weidens nur mit Messer und Gabel gegessen wird.
26:23Und was für welche das sind, ist im Endeffekt egal.
26:26Im Zweifelsfall arbeitest du dich mit dem Besteck
26:28einfach bei jedem Gang von außen nach innen vor.
26:31Na, ich arbeite in der Gastronomie.
26:33Ich glaube, Eva macht Dorade.
26:36Ach nee, Fisch.
26:38Und dann die ganzen Gräten.
26:39Und dann muss ich das Viech ja auch noch irgendwie sezieren.
26:41Am besten bitten wir meine Oma einfach,
26:44stattdessen Fischstäbchen zu machen oder so.
26:45Das fände ich auch gut, aber so locker ist mein Opa auch nicht drauf.
26:48Was soll ich denn jetzt machen?
26:50Also ich kann dir auch nicht helfen.
26:51Fisch kommt mir auch nicht auf den Teller.
26:55Weißt du was?
26:56Für solche Fragen gibt's hier doch einen Fachmann.
27:05Ich finde es bewundernswert, wie du mit der Situation umgehst, Nora.
27:09Das mit Jessica und mir ging ja auch alles ziemlich schnell.
27:14Du wirst bald Vater.
27:16Ich kann mir vorstellen, dass dir das sehr viel bedeutet.
27:19Da du doch selbst ohne Vater aufgewachsen bist.
27:21Tu mal her.
27:22Das ist wirklich ein tolles Gefühl, ja.
27:25Obwohl ich mir noch gar nicht vorstellen kann,
27:26dass ich bald Windeln wechseln werde
27:27oder zum Breiexperten mutiere.
27:31Du wirst ein toller Vater sein.
27:36Ah, gut, dass ihr beide da seid.
27:38Ich wollte etwas mit euch besprechen.
27:40Wieso, worum geht's denn?
27:42Ich, äh,
27:43ich wollte euch bitten,
27:44bei der Hochzeit von Judith und mir
27:45Trauzeugen zu sein.
27:47Was sagt ihr?
27:51Darf ich Sie beide um einen Gefallen bitten?
27:53Ja, okay.
27:54Gerne.
27:54Ich wollte Sie fragen,
27:55ob Sie unsere Trauzeugen sein würden.
27:57Wir?
27:58Sind Sie sicher?
27:59Sie kennen uns doch gar nicht.
28:00Immerhin haben Sie beinahe Ihr Leben riskiert,
28:02um den Schleier zu helfen.
28:03Und Sie sind selbst so ein hübsches Paar.
28:04Ich hab das Gefühl,
28:05Sie können uns einfach nur glücken.
28:06Wir sind gar kein Paar.
28:08Wirklich?
28:08Aber ich hätte,
28:09ich hätte schwören können,
28:10dass Sie...
28:10Also, mir wäre es eine Ehre,
28:12Ihr Trauzeugen zu sein.
28:14Ja, mir natürlich auch.
28:20Hallo?
28:22Ihr würdet mir einen großen Gefallen tun.
28:23Ja, natürlich, sehr gerne.
28:25Es wäre mir eine große Ehre.
28:26Klar.
28:28Fein.
28:40Ja, natürlich, sehr gerne.
28:48Ja, natürlich, sehr gerne.
29:07Ja, natürlich, sehr gerne.
29:15Ja, natürlich, sehr gerne.
29:45Also, erst die Haut entfernen und dann das Fleisch vorsichtig abheben.
29:50Am besten, du arbeitest dich vom Kopf zum Schwanz mit dem Messer entlang des Rückgrates vor.
29:59Dann lässt sich die Haut leichter lösen.
30:02Ich weiß schon, warum wir für Stäbchen lieber sind.
30:07Ich wusste doch, dass du das nötige Fingerspitzengefühl hast.
30:10Na, das ist doch schon ganz schön.
30:13Jetzt den oberen Teil des Fleisches von den Gräten lösen, die Gräte entfernen und schon hast du es geschafft.
30:21Wenn dir das anklickt, ist das so einfach, Herr Adam.
30:23Na ja, auch hier gilt, Übung macht den Meister.
30:26Aber für den Genuss frischen Fisches lohnt sich jede Mühe, glaube mir.
30:31Ist das so richtig?
30:32Ja, ja.
30:38Na also, das hätten wir.
30:41Und was gibt's zum Nachtisch?
30:46Konrad, sag mal, jetzt wo Theo und Paula ein richtiges Paar sind,
30:52meinst du nicht, wir sollten mit Theo nochmal über Verhütung sprechen?
30:57Ich fürchte, da kommst du ein bisschen zu spät.
31:00Wieso?
31:01Nee.
31:03Doch.
31:05Ich hab ne Packung Kondome gefunden.
31:08Da bin ich einmal verreist und schon wird unser Sohn erwachsen?
31:11Irgendwann musste es ja mal passieren.
31:15Hat Theo mit dir darüber gesprochen?
31:17Nein.
31:19Also, ich hab versucht, das Thema anzusprechen, aber...
31:22Naja, ich hab mich irgendwie wohl nicht ganz so geschickt angestellt.
31:27Komisch, wo Vater-Sohn-Gespräche doch deine Spezialität sind.
31:32Naja gut, also dieses Mal hab ich jedenfalls nicht den richtigen Ton getroffen.
31:36Theo hat sogar Tom gebeten, mich hier aus der Wohnung zu locken, damit er sturmfreie Bude hat.
31:39Warst du denn enttäuscht, dass Theo mit Tom darüber gesprochen hat?
31:46Ach Quatsch.
31:47Ich meine, ich bin ja froh, dass er überhaupt jemanden hat, mit dem er über dieses Thema spricht.
31:52Und da ist mir Tom allemal lieber als irgendwelche unreifen Teenager-Kollegen von Theo.
31:59Was ist?
32:02Du bist ein toller Vater.
32:07Noch halb so toll wie seine Mutter.
32:11Jetzt muss ich mir wohl nur noch ein bisschen Mühe geben, unseren Sohn nicht mehr wie einen kleinen Jungen zu
32:15behandeln.
32:23Vielen Dank, Katharina.
32:26Ach ey, Katharina, bringen Sie uns doch bitte eine Flasche Champagner.
32:29Und für Jessica natürlich einen frisch gepressten Saft.
32:32Sehr gerne, Herr von Watt.
32:33Danke.
32:33Gibt es was zu feiern?
32:35Ja, es gibt was zu feiern.
32:37Auch wenn uns der Brand in der Manufaktur heute böse überrascht hat, so bringt dieser Tag doch etwas Erfreuliches.
32:43Ich habe meine Kinder gerade gefragt, ob sie unsere Trauzeugen sein wollen und sie haben Ja gesagt.
32:49Das freut mich auch, zumal Alexander ja bis jetzt nicht viel von Hochzeiten gehalten hat.
32:55Ja, er ist tatsächlich ein richtiger Heiratsmuffel.
32:58Ja, jetzt aber.
32:59Wann bekommt man denn schon mal die Gelegenheit, Trauzeuger auf der Hochzeit der eigenen Eltern zu sein?
33:04Was versteckst du eigentlich da hinter deinem Rücken?
33:08Ja, das ist mein alter Teddy.
33:11Ich dachte für unser Baby.
33:14Ach, der ist ja süß.
33:16Von dem hast du mir nie erzählt.
33:18Du musst ja auch nicht immer alles von mir wissen.
33:20Oh, da wird unser Kleines aber begeistert sein.
33:23Habt ihr euch eigentlich schon einen Abend für euer Baby überlegt?
33:28Also, falls es ein Junge werden sollte, fände ich es sehr schön, wenn wir ihn nach seinem Großvater nennen.
33:36Also, wenn ihr mich fragt, ist das eine ausgezeichnete Wahl.
33:40Ich finde, Richard klingt sehr schön.
33:43Du hast doch nichts dagegen, oder?
33:45Warum nicht, nein?
33:54Tada!
33:56Und?
33:57Was sagt ihr? Kann ich mich so bei den von Weidens blicken lassen?
34:00Ach, aber hallo.
34:02Das ist doch der Anzug, den du auf unserer Hochzeit anhattest, ne?
34:04Jo.
34:06Also, wenn Paula nicht schon längst in dich verliebt wäre, dann würde ihr das heute Abend passieren.
34:13Hast du gar kein Bammel mehr vor dem Fünf-Gänge-Menü?
34:17Der Adam hat mir gezeigt, wie ich mit einer der gerade fertig werde.
34:19Ist eigentlich gar nicht so schwer.
34:21Das kannst du Konrad bei Gelegenheit ja mal vorführen.
34:24Er fängt auch den Fisch.
34:26Ach, Theo.
34:28Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie du dich damals auf dem Hochsitz versteckt hast und wir dich gesucht
34:32haben.
34:33Und jetzt bist du schon fast erwachsen geworden.
34:35Mama, das ist nur ein paar Tage her, die du weg warst.
34:37Und so viel hat sich in der Zwischenzeit auch nicht geändert.
34:39Wie man es nimmt.
34:42Äh, aber Theo, willst du nicht vielleicht vorm Abendessen den Anzug nochmal ausziehen?
34:46Sonst machst du dir noch einen Fleck rauf.
34:48Äh, Jo.
34:51Ja, so viel zu dem Thema.
34:52Ihn nicht mehr behandeln wie einen kleinen Jungen.
35:00Ah, Frau Landmann, wie ich sehe, waren Sie erfolgreich bei Ihrem Einkauf.
35:04Ja, ich habe etwas ganz Feines auf dem Markt bekommen.
35:08Das soll ja auch etwas Besonderes werden, ne?
35:10Wenn Herr van Weyden schon mal meinen Enkelsohn zum Essen einlädt.
35:14Ja, Theo ist auch schon gut vorbereitet.
35:16Natürlich ist er vorbereitet.
35:18Ich habe mir erlaubt, ihm bei der Vorbereitung etwas zu helfen.
35:21Sie haben Theo darauf vorbereitet, mit dem Großvater seiner Freundin zu Abend zu essen?
35:30Ich habe Ihren Enkelsohn an meinem Wissen über praktische Gepflogenheiten bei solchen Anlässen teilhaben lassen.
35:40Hm, da haben Sie Ihre Hilfe wahrscheinlich aufgedrängt.
35:44Keineswegs.
35:45Ich kann es mir aber lieber vorstellen.
35:46So, und jetzt muss ich mit meinen Vorbereitungen beginnen.
35:48Denn so eine afrikanische Delikatesse, die kocht sich ja nicht von selbst.
35:53Gibt es denn keine Dorade?
35:54Nein, der Fischstand hat mich heute nicht überzeugt.
35:57Und da habe ich gedacht, ich nutze die Gelegenheit und probiere ein Rezept,
36:01das ich bei Daniel und Julia in Südafrika kennengelernt habe.
36:06Und weiß denn Ihr Enkelsohn schon davon?
36:08Es soll doch eine Überraschung werden.
36:10Aber mit Herrn van Weyden habe ich das abgesprochen.
36:14Ja, Ihr Fischbesteck, das können Sie in der Schublade lassen.
36:24Danke, Katharina.
36:31Was wollen Sie?
36:33Ich habe Ihnen doch gesagt, dass es gerade nicht passt.
36:36Mir passt was anderes nicht.
36:37Und zwar, dass Sie Frau van Weyden gesagt haben,
36:39ich wäre betrunken gewesen, als der Brand, der meine Faktor ausgebrochen ist.
36:42Ich habe nur die Wahrheit gesagt.
36:45Und jetzt verschwinden Sie.
36:46Wir haben da drin, was zu feiern.
36:48Ich glaube, die Feilstimmung wäre sehr schnell auf dem Nullpunkt,
36:51wenn ich Alexander von unserem kleinen Abenteuer erzähle
36:53und er dann weiß, wer sie wirklich geschwängert hat.
36:57Was wollen Sie?
36:59Sie sagen Frau van Weyden, dass Sie sich geirrt haben
37:01und dass alles in bester Ordnung war, als Sie mein Büro verließen.
37:04Ich soll lügen, ja?
37:07Und ich soll auch nichts von der Kerze erzählen.
37:09Was für eine Kerze?
37:11Jetzt sagen Sie nicht, dass Sie sich nicht erinnern können.
37:15Woran?
37:20Oh Gott.
37:22Ja, das wollte ich auch gerade sagen.
37:27Verstehe.
37:28Das ist eindeutig.
37:30Funktioniert.
37:31Ist das der Grund, warum Sie hier übernachtet haben?
37:33Hat Ihr neuer Freund Sie versetzt?
37:38Als ich Ihr Büro verlassen habe, waren Sie gerade dabei,
37:42ein Zeitungsfoto zu verbrennen,
37:44auf dem Sie und Herr Gravenberg zu sehen waren.
37:47Und Sie waren so besoffen,
37:48dass Sie kaum das Papier halten konnten.
37:52Das bedeutet aber nicht,
37:53dass ich für den Brand verantwortlich bin.
37:57Das sind mir alles zu viele Eventualitäten.
37:58Sie werden dieses Kind nicht bekommen und gehen in die Klinik.
38:01Das werde ich garantiert nicht tun.
38:02Das ist mein Kind und ich werde es bekommen.
38:04Das werden Sie nicht.
38:19Die Feuerwehr hat den Brandherd in Ihrem Büro festgestellt.
38:25Ich würde sagen,
38:26sieht schlecht aus.
38:42Er sieht doch schon wieder ein bisschen besser aus, oder?
38:45Ich weiß nicht.
38:47Die ganzen Schläuche, die Infusionen,
38:50dann noch die inneren Blutungen.
38:54Dr. Burger bereitet bereits die Operation vor.
38:57Und wenn sein Zustand so stabil bleibt,
38:59dann können Sie operieren.
39:01Und wenn nicht?
39:03Tom gibt nicht so schnell auf.
39:05Das weißt du doch.
39:08Stimmt.
39:09Hartnäckig ist er.
39:12Weißt du was?
39:14Ich hole uns jetzt erst mal einen Kaffee.
39:17Wir werden sicherlich noch eine Weile warten müssen.
39:21Danke, Sophie.
39:23Ich bleib hier.
39:24Bei Tom.
39:33Tom, hörst du mich?
39:37Deine Schwester sagt,
39:38du gibst nicht so schnell auf.
39:40Und sie hat recht.
39:42Ich meine,
39:43du bist der Typ,
39:44der sogar in ein brennendes Gebäude läuft,
39:46obwohl alle sagen,
39:46es ist zu gefährlich.
39:51Also darfst du jetzt auch nicht aufgeben, ja?
39:54Du musst kämpfen.
39:58Ich will dich nämlich nicht verlieren,
39:59du blöder Bulle.
40:06Ich brauche dich doch.
40:14Sie werden nichts sagen,
40:16oder Alexander weiß Bescheid.
40:17Ich frage mich,
40:18für wen hier mehr auf dem Spiel steht.
40:21Ich riskiere meine Beziehung.
40:23Okay.
40:26Aber Sie könnten für Jahre ins Gefängnis gehen.
40:30Dann haben wir beide ein Interesse daran,
40:33dass jeder sein Geheimnis für sich behält.
40:34Sie haben es erfasst.
40:37Wenn Alexander auch nur ein Wort davon erfährt,
40:39dann mache ich sie fertig.
40:41Ich kann schweigen.
40:44Ich auch.
40:56Was darf Alexander nicht erfahren?
40:58Nora, kümmere dich einfach um deine eigenen Angelegenheiten, ja?
41:01Alexander ist mein Bruder.
41:02Und wenn du ihm etwas Wichtiges verheimlichst,
41:03dann ist es auch meine Angelegenheit.
41:05Deine schwesterliche Zuneigung ist wirklich rührend.
41:07Ich warte auf eine Antwort.
41:09Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig.
41:10Merk dir das.
41:12Okay.
41:13Der Brand in der Manufaktur kann es nicht sein.
41:15Damit hat Alexander nichts zu tun.
41:17Dann geht es um den One-Night-Stand mit Michael,
41:19von dem Alexander nichts wissen darf.
41:21Ich verstehe das nicht.
41:23Warum macht dich das so nervös?
41:26Die Sache war doch,
41:27bevor du wieder mit Alexander zusammengekommen bist.
41:31Gut, er wäre nicht erfreut,
41:32aber er würde dir doch verzeihen als Mutter seines Kindes.
41:37Es sei denn.
41:40Es sei denn was?
41:43Alexander ist gar nicht der Vater,
41:44sondern Michael.
41:51Wird mit bald wieder wach.
41:53Ich habe dir noch etwas Wichtiges zu sagen.
41:55Jetzt regen Sie sich nicht so auf.
41:57Ich stehe mit einem Fuß im Knast.
41:58Glauben Sie wirklich,
41:59dass mich Ihr Fruchtbarkeitszustand irgendwie interessiert?
42:01Wir könnten versuchen,
42:02den Verdacht von Ihnen abzulenken.
42:04Ich mache mir wirklich Sorgen.
42:07Und darum möchte ich,
42:07dass du in Zukunft
42:08mehr Rücksicht auf Jessica nimmst.
42:11Sie hätte deinetwegen unser Baby verlieren können.
42:12Ist dir das eigentlich klar?
42:15Ich mache mir das Video.
42:17Untertitelung des ZDF, 2020
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