- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00... dass sich Frederik von dir getrennt hat.
00:02Aber ich bin darüber hinweg und ich werde Michael heiraten.
00:05Was für mich aber die eigentliche Frage ist, was willst du, Sophie?
00:08Was macht dich glücklich?
00:10Michael macht mich glücklich.
00:12Ich weiß noch nicht wie, aber ich habe vor, die Manufaktur zu retten.
00:15Es gibt nur ein Problem.
00:16Meine Erfahrungen in dieser Branche sind sehr gering.
00:20Und deshalb wollte ich Sie bitten, Herr Grafenberg,
00:23mir als Berater zur Seite zu stehen.
00:27Ich habe Ihnen doch gesagt, dass Sie nicht länger auf meine Miete warten.
00:30Das kann doch nicht wahr sein. Ich habe Ihnen doch gesagt, dass Sie das Geld bekommen.
00:33Das dauert mir zu lange.
00:35Ich werde Sie anzeigen.
00:37Tun Sie das. Ich bin gespannt, von welchem Geld Sie einen Anwalt bezahlen wollen.
00:41Das ist riesig. Warten Sie.
00:43Herr Witt!
00:59Gott sei Dank.
01:03Warum passiert mir das alles?
01:06Irgendwann ist es auch mal gut.
01:08Ich bin gespannt, von welchem Geld.
01:38Ich werde mir das erste Mal von meinem Leben.
01:43Ich werde mir das erste Mal von meinem Leben.
02:33Ich werde mir das erst sehen.
02:45Frederik, also Herr Grafenberg, soll Ihnen helfen, die Manufaktur vor dem Aus zu bewahren.
02:51Ich wurde mit sofortiger Wirkung zum Insolvenzverwalter bestimmt.
02:54Und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um der Manufaktur zu helfen.
02:58Aber dazu brauche ich Ihre Hilfe.
03:01Was wären denn meine Aufgaben als Berater?
03:03Wir würden alle geschäftlichen Entscheidungen gemeinsam treffen.
03:06Ich bin Anwalt und wie ich bereits sagte, meine Kenntnisse, was das Porzellan betrifft, sind im Grunde genommen nicht vorhanden.
03:17Gerade habe ich gesagt, dass ich alles täte, um die Firma meiner Familie zu retten.
03:21Das heißt, Sie sind dabei?
03:23Eigentlich halte ich nicht vor, in Falkenthal zu bleiben.
03:25Oh, das würde ich bedauern. Und nicht nur wegen der Manufaktur.
03:31Das ist keine leichte Entscheidung.
03:34Aber die Manufaktur ist das Lebenswerk deines Vaters.
03:37Die Manufaktur war 300 Jahre im Besitz ihrer Familie.
03:40Sie sind damit groß geworden. Es war praktisch ihr zweites Kinderzimmer.
03:43Sie kennen die meisten der Mitarbeiter noch.
03:45Zusammen können wir verhindern, dass diese Leute demnächst auf der Straße stehen.
03:51Ich muss darüber in Ruhe nachdenken.
03:54Natürlich.
03:55Frau Landmann.
03:58Ich fände es sehr schön, wenn Sie sich dazu entscheiden würden, hier zu bleiben.
04:02Und auch Sophie würde sich freuen, wenn wir sie öfter zu Gesicht bekommen.
04:05Denken Sie darüber nach.
04:20Ah ja.
04:25Das war's dann, ja?
04:27Du legst die 30.000 Euro zurück in den Safe und damit ist die Sache für dich einfach erledigt.
04:31Die Sache ist erledigt.
04:35Glaubst du im Ernst, dass du Nora auf diese Art und Weise aus deinem Leben entfernen kannst?
04:39Indem du ihr Geld gibst, damit sie aus deinem Dunstkreis verschwindet?
04:44Sie hat dein Geld nicht genommen.
04:46Das zeigt doch, dass sie es ernst meint.
04:48Sie will sich nur mit dir versöhnen.
04:50Aber ich will das nicht.
04:52Ja, deswegen ist Annabelle frei.
04:54Das glaubst du.
04:57Das ist schon so lange her.
04:59Nora war sechs Jahre im Gefängnis.
05:00Sie hat ihre Schuld bezahlt.
05:02Aber sie hat keine Einsicht gezeigt.
05:05Sonst würde sie uns endlich verraten, wohin Annabelle sich abgesetzt hat.
05:08Und wenn du dich irrst.
05:09Wenn sie die Wahrheit sagt.
05:11Wenn sie gar nicht weiß, wo Annabelle ist und es auch nie gewusst hat.
05:13Ach Gott.
05:14Es gibt genug Beweise für Noras Verwicklung in Annabelles Flucht.
05:18Ich habe mit meiner Tochter abgeschlossen.
05:21Ah ja, Nora ist dir völlig gleichgültig.
05:24Das sieht man.
05:27Richard, wir leben seit vier Jahren zusammen.
05:30Ich kenne dich.
05:31Ich sehe doch, wie sehr dich die Situation belastet.
05:36Wenn Nora die wäre, für die du sie hältst,
05:39dann hätte sie dein Geld genommen und irgendwo ein neues Leben angefangen.
05:43Aber sie geht den steinigen Weg.
05:44Sie versucht hier in Falkenthal einen Neuanfang.
05:47wo sie ständig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
05:51Siehst du denn nicht, wie mutig Nora ist?
05:53Alles, was sie sich wünscht, ist eine zweite Chance.
05:57Die zweite Chance hatte sie.
05:59Sie hätte mein Geld nehmen sollen.
06:01Jetzt kann ich nichts mehr für sie tun.
06:15Nora von Weiden?
06:16Hallo, Nora.
06:17Ah, ich weiß, Ihre Schicht hier im Lanzino beginnt erst heute Nachmittag,
06:20aber Marie hat sich krank gemeldet.
06:22Sie haben doch nach Sonderschichten gefragt, also wenn Sie wollen.
06:25Ähm, da gibt es ein Problem.
06:27Sie sind doch nicht etwa auch krank?
06:29Ja, genau.
06:30Mir geht es heute gar nicht gut.
06:32Es tut mir leid.
06:33Na gut.
06:34Dann sehen Sie aber zu, dass Sie sich heute erholen,
06:36damit Sie schnell wieder auf den Beinen sind.
06:37Genau das habe ich vor.
06:39Vielen Dank.
06:40Tschüss.
06:49Ich kann mir Falkenthal ohne Falkenthal-Porzellan einfach nicht vorstellen.
06:54Gut, dass Vater das alles nicht miterleben muss.
06:56Ja, wenn er das erleben müsste, oh Gott.
06:59Die Vorstellung ist furchtbar.
07:00Ja, 500 Mitarbeiter auf der Straße,
07:03die immer ihr Bestes für die Firma gegeben haben.
07:05Die Manufaktur, die über 300 Jahre im Besitz unserer Familie war.
07:12Aber da ist eben auch noch Sophie.
07:16Die mit einem anderen verlobt ist.
07:21Also du und der Junge, Herr Adam,
07:23ihr müsstet zusammenarbeiten
07:25und da würdest du denn zwangsläufig wieder auf Sophie treffen.
07:29Ich weiß nicht, wie ich das durchstehen sollte.
07:31Hier zu leben und mit anzusehen, wie die beiden glücklich wären.
07:40Ich glaube auch nicht, dass Sophie davon begeistert wäre.
07:42Ich habe sie damals stehen lassen.
07:45Als ich gegangen bin, um Annabelle zu suchen.
07:48Ja, aber das ist doch sechs Jahre her.
07:51Sie hat Michael Adam nie davon erzählt.
07:55Verstehe.
07:58Aber Michael braucht jemanden, der sich in der Manufaktur auskennt.
08:01Sonst hat er gar keine Chance, die Firma zu retten.
08:03Also in deiner Haut möchte ich nicht stecken.
08:06Ich kann mir momentan wirklich was Lustiges vorstellen.
08:10Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.
08:14Vielleicht solltest du einfach das tun, was du willst.
08:18Unabhängig von Sophie und Michael Adam.
08:23Ja.
08:24Du hast recht.
08:26Was täte ich nur ohne deine Meisenradschlinge?
08:30Das frage ich mich auch.
08:33Daher rate ich dir, jetzt mit dem Umruhen aufzuhören und deinen Tee zu trinken, bevor er kalt ist.
08:52Hallo.
08:54Hallo.
09:05Das wäre doch wirklich zu schade, wenn dieses schöne Stück kaputt gehen würde.
09:09Vielleicht wäre sie in deiner Wohnung doch besser aufgehoben.
09:13Aber da würde ich sie ja nie sehen.
09:15Außerdem hat sie die letzten fünf Jahre mit dir ganz gut überstanden.
09:18Und ich bin sehr zuversichtlich, dass du deine Ungeschicklichkeit bald wieder in den Griff bekommst.
09:23Ich bin also ungeschickt?
09:26Du musst ja ungeschickt sein.
09:28Wenn du es nicht wärst, könnte man ja denken, dass du diese Tasse mit Absicht herunterwerfen wolltest.
09:33Und das wiederum würde bedeuten, dass du sie gar nicht magst.
09:36Und das ist ja...
09:36Völliger Blödsinn.
09:37Du sagst es.
09:38Wo warst du denn eigentlich?
09:39Ich war auf der Suche nach deinem alten Bekannten, Herrn Grafenberg.
09:43Oh.
09:44Tja, das Amtsgericht hat meiner Bewerbung zugestimmt.
09:48Ich bin der Insolvenzverwalter von Falkenthal Porzellan.
09:51Wow.
09:52Herzlichen Glückwunsch.
09:54Du wirst es ganz sicher schaffen.
09:56Da bin ich mir nicht so sicher.
10:00Alleine schaffe ich das auf keinen Fall.
10:02Deshalb habe ich Herrn Grafenberg darum gebeten, als meinen Berater zu arbeiten.
10:05Ach so.
10:06Mhm.
10:08Ja, und wie hat er reagiert?
10:10Tja, er hat gesagt, dass er sich das nochmal durch den Kopf gehen lassen will.
10:14Aber um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass er zustimmt.
10:17Er will Falkenthal eigentlich verlassen.
10:19Schade.
10:20Ja.
10:24Sophie.
10:27Würdest du mal mit ihm reden?
10:29Was?
10:29Ich?
10:30Naja, es ist ja eher dein Freund und du kennst ihn auch schon so lange.
10:34Also ich, ich, ich, ich weiß nicht.
10:37Ja, ich habe ja auch gedacht, dass er sofort zustimmt, wenn er die Manufaktur seiner Familie retten kann.
10:42Aber so leicht war es dann doch nicht.
10:45Ich habe keine Ahnung von dem Geschäft.
10:46Ich bin Anwalt.
10:47Ich brauche ihn.
10:50Sophie, bitte rede mit ihm.
10:56Ich verstehe das nicht.
10:58Der Brennofen müsste doch schon längst repariert sein.
11:00Dieser staatliche Verwalter, dieser Schmidt, dachte wahrscheinlich, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt.
11:04Nur weil wir gerade in finanziellen Schwierigkeiten stecken, heißt es noch lange nicht, dass hier die Brennofen ausgehen.
11:09Sie müssen uns nichts vormachen, Frau Becker.
11:11Wir wissen noch längst, dass wir demnächst alle entlassen werden.
11:13Nein, niemand wird hier entlassen.
11:16Außer dieser unfähige Herr Schmidt.
11:18Ich bin mir sicher, dass sich eine Lösung für die finanziellen Probleme der Manufaktur finden lässt.
11:23Und bis dahin arbeiten wir wie gewohnt weiter.
11:26Trotz des kaputten Ofens?
11:27Ja, trotz des kaputten Ofens.
11:29Und zum Glück hat die Manufaktur ja auch noch mehr Öfen.
11:32Also, zurück an die Arbeit.
11:34Ihr habt sie gehört.
12:01Das kann doch nicht wahr sein.
12:02Die brauchen doch nicht zwei Tage, um Ofen Nummer drei zu reparieren.
12:06Tut mir leid.
12:07Naja, kann man nichts machen. Vielen Dank, dass Sie sich drum gekümmert haben.
12:15Bestöre ich?
12:15Nein, gar nicht.
12:17Komm rein, schön, dass du da bist.
12:18Ich wollte noch was zum Essen vorbeibringen, bevor ich in Barnes arbeite.
12:21Ich kann ja nicht zulassen, dass meine Frau hier auf Zwangsdiät gesetzt wird.
12:25Also entweder bin ich mit einem Gedankenleser verheiratet,
12:28oder man hat bis zu Hause gehört, dass mein Magen knurrt.
12:30Vielen Dank.
12:32Nee, du bist mit deinem Gedankenleser verheiratet.
12:34Also, pass auf, wenn du an andere Männer denkst.
12:43Was denn? Ist doch deine Lieblingspizza.
12:44Ja, ja. Klar, danke.
12:48Aber?
12:49Ach, es ist wegen der Manufaktur.
12:53Ach so.
12:55Weißt du, ich hab hier als Praktikantin angefangen,
12:58hab meine Ausbildung hier gemacht,
12:59dann hat mich Herr Reichenbach zur Chefdesignerin befördert
13:02und ich hab der Manufaktur einfach verdammt viel zu verdanken
13:04und jetzt soll alles vielleicht vorbei sein?
13:06Mach dir keine Sorgen, das schaffen wir schon.
13:09Ich hab dir ja versprochen, ich suche mal einen neuen Job,
13:10würde mich mehr verdienen.
13:12Lass mich überlegen.
13:14Wann hast du mir das versprochen?
13:16Vor ungefähr zwei Wochen.
13:18Aber ich mach das, ehrlich.
13:19Schon klar.
13:21Sag mal, zweifelst du vielleicht an meiner Entschlossenheit?
13:25Nein, das würde ich natürlich nie wagen.
13:28Das will ich dir auch geraten haben.
13:30Ich hab dir nämlich was versprochen.
13:32Und wenn ich was verspreche,
13:35dann halte ich das auf.
13:36Und darum
13:37geh ich jetzt auch zum Arbeitsamt.
13:40Na, wenigstens lachst du wieder.
13:45Danke, Sebastian.
13:50Du liegst völlig falsch.
13:52Ich liebe Michael.
13:54Er hat gerade seinen Antrag erneuert
13:56und ich freue mich darauf, ihn zu heiraten.
14:01Als du mir das erste Mal von Frederik erzählt hast,
14:04war es was, zwei Jahre her, dass er dich verlassen hat?
14:07Und trotzdem war es nicht zu übersehen,
14:10dass es immer noch wehtat.
14:12Judith,
14:13Frederik hat mir gesagt, dass er mich liebt
14:15und danach hat er mich sitzen gelassen,
14:16um Annabelle nachzujagen.
14:17Und natürlich war ich verletzt.
14:21Vielleicht war es auch so schlimm,
14:22weil er deine große Liebe war?
14:24Quatsch.
14:24Große Liebe.
14:27Gibt's sowas überhaupt?
14:29Technisch gesehen könnte man auch sagen,
14:30dass wir eine Affäre hatten.
14:35Und dass das mit Michael alles ein bisschen langsamer geht,
14:38das hat nichts damit zu tun,
14:40dass meine Liebe zu ihm kleiner ist.
14:42Sie ist eben nur langsamer.
14:46Und er würde mich niemals so verletzen.
14:52Ich mag Michael sehr
14:53und wenn du mit ihm glücklich bist,
14:55freue ich mich.
14:56Und natürlich ist er auch der Zuverlässigere von beiden.
14:59Es ist nur,
15:00ich rede mir die Situation schön.
15:04Du hast recht.
15:06Ich bin meilenweit davon entfernt,
15:08über Frederik hinweg zu sein
15:09und am liebsten wäre mir,
15:11er würde ganz schnell aus Falkenthal verschwinden.
15:14Aber
15:17Michael hat mich gebeten,
15:18ihn zum Bleiben zu überreden.
15:20Was willst du jetzt machen?
15:23Gute Frage.
15:24Gute Frage.
15:55Gute Frage.
15:56Gute Frage.
16:08Gute Frage.
16:35Alles Gute zum Geburtstag, Nora.
16:39Danke.
17:30Hallo.
17:32Guten Tag.
17:34Guten Tag.
17:38Sie erinnern sich bestimmt nicht mehr an mich.
17:41Ich war schon mal vor sechs Jahren hier.
17:44Alle Wetter.
17:46Das ist ja mal eine Überraschung.
17:48Dann wissen Sie das noch.
17:49Ich bin doch nicht tüdelig.
17:51Sie sind damals über alle Berge und haben den Jungen hier einfach sitzen lassen.
17:57Ich weiß.
17:59Aber es ging damals nicht anders.
18:00Ich hatte keine Wahl.
18:02Das hätten Sie ihm mal erklären sollen.
18:04Der Junge war ja fertig mit Jack und Büx, kann ich Ihnen sagen.
18:08Oh Gott.
18:10Haben Sie denn noch mal irgendwas von ihm gehört?
18:12War er noch mal hier?
18:14Mal?
18:17Er ist jedes Jahr hier aufgekreuzt und hat nach Ihnen gefragt.
18:20Und immer an Ihrem Geburtstag.
18:24Jedes Jahr?
18:26Dann muss er auch heute hier gewesen sein.
18:28Heute ist mein Geburtstag.
18:29Aber vielleicht kommt er ja noch.
18:31Ist es möglich, wenn ich mich hier hinsetze und einfach auf ihn warte?
18:34Ich sage kein Wort.
18:34Es hat keinen Zweck, Kindchen.
18:37Er war letztes Jahr schon nicht mehr hier.
18:40Ja.
18:41Irgendwann hat er die Hoffnung aufgegeben.
18:43Das kann man ja auch verstehen, oder?
18:45Sie kommen nach sechs Jahren wieder.
18:49Sie haben ja Gottvertrauen, dass er immer noch was von Ihnen wissen will.
18:53In dieser Zeit kann doch viel passieren.
18:56Ja.
18:58Warten Sie mal.
19:00Er hat mir doch irgendwas...
19:07Na bitte.
19:12Was ist deine Telefonnummer?
19:15Warten Sie aber nicht wieder sechs Jahre.
19:18Und alles Gute zum Geburtstag.
19:22Danke.
19:38Okay, was ist los?
19:40Was soll es sein?
19:41Ihr streitet nicht. Seid ihr krank?
19:43Quatsch.
19:44Ist irgendwas passiert?
19:46Gar nichts.
19:48Wie geht's denn Konrad und Elsa?
19:50Ihre Hochzeitsreise muss der Hammer sein.
19:52Die beiden futtern jeden Tag Pizza, schwimmen im Kummersee und braten anschließend faul in der Sonne.
19:55Oh, klingt das schön.
19:57Hätte auch mal wieder Lust zu campen.
19:58Ich auch.
19:59Ihr seid einer Meinung?
20:01Wie krass ist das denn?
20:04Sorry Theo, dass ich spät bin, aber ich war noch kurz auf dem Arbeitsamt.
20:07Wieso suchst du einen neuen Job?
20:09Ich kann ja nicht ewig hinter der Theke arbeiten.
20:11Warum denn nicht?
20:12Manche Menschen wollen eben aus ihrem Leben was machen, Konstanze.
20:15Aha.
20:16Eigentlich sollte jeder so ein spießiges Beamten-Dasein führen wie du.
20:19Also ehrlich gesagt, ich glaube, Polizist ist wirklich der einzige Job, der laut Berufsberatung nicht für mich in Frage kommt.
20:24Dafür passen Fußpfleger, Friseur, Tierpfleger, Landschaftsgärtner, Zahntechniker.
20:28Fußpfleger klingt doch spannend.
20:29Also ich finde es gut, dass du über eine Alternative nachdenkst.
20:32Ja.
20:33War ja klar.
20:34Das war klar.
20:35Dass du mal wieder dafür bist, vernünftig zu sein.
20:38Langweiler.
20:38Sorry Theo, kannst du vielleicht meine Schicht übernehmen?
20:40Ich habe gerade Ersatzteile für mein Motorrad bekommen.
20:43Ja, kein Problem.
20:43Ja?
20:44Cool.
20:44Hast du was gut mit mir?
20:45Danke.
20:45Tschüss.
20:46Ciao.
20:49Was hat denn vernünftig mit langweilig zu tun?
20:51Ja klar.
20:52Immer hübsch das Richtige machen.
20:53Da kann man Abenteuer erleben der Wahnsinn.
20:56Man hat auch immer so viel Licht, oder?
20:57Von wegen Heiligenschein und so?
20:59Na also geht doch.
21:18Entschuldigung, ich wollte Nora sprechen.
21:20Nora?
21:21Nora von Weiden, sie arbeitet doch hier.
21:22Ach, die neue.
21:23Tut mir leid, die habe ich heute nicht gesehen.
21:28Frau Wagner, kann ich Ihnen helfen?
21:30Ich wollte Nora sprechen.
21:31Arbeitet sie heute?
21:33Sie ist krank.
21:35Ach.
21:37Hat sie gesagt, ob es was Ernstes ist?
21:39Ich weiß es nicht.
21:40Und von den Kollegen hat keiner Kontakt zu ihr.
21:43Ich werde mal nach ihr sehen.
21:44Können Sie mir eine Hühnersuppe zubereiten zum Mitnehmen?
21:47Natürlich.
22:02Genau hier haben wir gesessen.
22:05Ich kann mich noch an alles ganz genau erinnern.
22:07Und es kommt mir vor, als wäre seitdem nicht mal ein Tag vergangen.
22:11Aber es ist sechs Jahre her.
22:14Ob er sich überhaupt noch an mich erinnert?
22:17Und wie soll ich ihm bloß erklären, wo ich die ganze Zeit gewesen bin?
22:21Aber was habe ich schon zu verlieren?
22:25Nichts?
22:30Die gewählte Nummer ist nicht vergeben.
22:33Tja.
22:34Das war's dann wohl.
22:36Wäre ja auch zu schön gewesen, um wahr zu sein.
22:39Ich verbringe einen Tag mit ihm
22:40und sechs Jahre später wartet er immer noch auf einen Anruf von mir.
23:04Was hat Luisa nochmal gesagt am Tag ihrer Hochzeit?
23:08Man spürt es, wenn die große Liebe vor einem steht.
23:11Die Welt hört plötzlich auf sich zu drehen und man sieht in seinen Augen, dass er genau dasselbe fühlt.
23:33Wenn ich eins von Luisa gelernt habe, dann, dass man seine Liebe niemals aufgeben darf.
23:38Auch wenn ich nicht weiß wie.
23:39Ich werde Alexander wiederfinden.
23:44Ich werde Alexander wiederfinden.
24:13Sofie?
24:15Komm doch rein.
24:16Hallo, danke.
24:18Kann ich dir irgendwas anbieten?
24:20Einen Tee, Kaffee?
24:22Nein, nein, danke.
24:26Hör zu, ich bin wegen Michael da.
24:28Er hat mir von eurem Gespräch erzählt und ich, ich wollte dir nur sagen, falls du Falkenthal
24:34wegen mir verlassen möchtest, das ist wirklich nicht notwendig.
24:37Es ist okay für mich, wenn du diesen Job als Berater annimmst.
24:42Okay, okay.
24:46Sophie, Sophie, ich freue mich, dass du mit Michael so glücklich bist.
24:53Es tut mir nur weh, dich mit einem anderen Mann zu sehen.
24:56Das ist nicht dein Ernst.
24:59Du willst mir hier sagen, dass es für dich schmerzhaft ist, mich mit einem anderen Mann
25:05zu sehen, ja?
25:07Das ist das Letzte.
25:10Zuerst lässt du mich sitzen, nachdem du mir gesagt hast, dass du mich liebst.
25:14Und jetzt bist du derjenige, der leidet, ja?
25:17Du hast kein Recht zu leiden.
25:19Du wolltest es so.
25:21Du bist einfach gegangen.
25:24Und nichts, nichts, was ich gesagt habe, konnte deinen Entschluss ändern.
25:30Annabelle war dir wichtiger als unsere Liebe.
25:34Verschwinde aus meinem Leben.
25:35Geh weg aus Falkenthal.
25:52Nora?
25:56Nora, ich habe Ihnen Suppe mitgebracht.
26:00Nora?
26:04Was ist denn hier für ein Lärm?
26:07Oh.
26:08Was kann ich für Sie tun?
26:10Ich bin auf der Suche nach Nora van Weiden.
26:11Sie wohnt doch hier.
26:12Sie hat hier gewohnt, bis ich sie heute vor die Tür gesetzt habe.
26:16Ich lasse mir von niemandem auf der Nase rumtanzen.
26:18Sie haben ihr gekündigt?
26:19Wieso?
26:20Die Kleine konnte ihre Miete nicht zahlen.
26:22Sie kommt aus dem Knast.
26:23Was will man da erwarten?
26:25Das verstehe ich jetzt nicht.
26:27Sie ist doch gerade erst eingezogen.
26:28Wieso sollte sie da schon Miete bezahlen?
26:30Bei Leuten wie ihr, da nehme ich die Miete im Voraus.
26:36Und wissen Sie, wo sie jetzt ist?
26:38Keine Ahnung.
26:39Wenn sie weiß, was gut für sie ist, dann hat sie Falkenthal verlassen.
26:46Nein, meine Zeit in Argentinien war wichtig.
26:49Gut, hat mein Studium ein bisschen in die Länge gezogen.
26:51Bei acht Jahren kommt es auf vier Semester mehr oder weniger auch nicht an.
26:54Hey, ihr zwei.
26:56Hey.
26:56Hey, Michael.
26:57Ja, dann mache ich schon früher Feierabend, um Sebastian hier von seiner Schicht abzuholen.
27:00Da ist er gar nicht da.
27:01Wisst ihr, wo er steckt?
27:02Ja, der holt irgendeinen Teil für sein Motorrad.
27:04Theo ist für ihn eingesprungen.
27:05Verdammt.
27:06Was ist los?
27:07Was ist noch zu einer Dienstbesprechung aufs Revier?
27:10Tom.
27:10Bloß nicht zu spät kommen, ne?
27:12Dann platze auch mit dem Heiligenstein.
27:14Ja, ja.
27:14Ich wink dir dann von oben zu.
27:16Tschüss.
27:17Ciao.
27:19Und wie geht's dir so?
27:21Geht so.
27:23In der Manufaktur läuft's gerade nicht so gut.
27:26Naja, zum Glück habe ich ja Sebastian.
27:28Der hat gemerkt, dass ich mir Sorgen mache und wollte zum Arbeitsamt und sich über einen
27:33neuen Job informieren.
27:34Ja, da war er auch.
27:37Ja und?
27:38Hat er was gefunden, was ihm gefällt?
27:47Hallo.
27:53Hast du was Schönes gekauft?
27:54Was?
27:55Ach so, ja.
27:57Judith, es tut mir leid, dass wir vorhin aneinander geraten sind.
28:02Richard, wir müssen reden.
28:04Nora ist heute nicht zur Arbeit erschienen.
28:07Angeblich, weil sie krank ist.
28:08Ich wollte nach ihr sehen.
28:09Nachbar stell dir vor, ihr Vermieter hat ihr die Wohnung gekündigt.
28:12Ich weiß, wie sehr sie dich verletzt hat.
28:15Aber ihr Leben scheint zusammenzubrechen.
28:17Und ich mache mir furchtbare Sorgen um sie.
28:19Aber auch um dich.
28:21Ich wüsste nicht, warum ich anders zur Sorge gebe.
28:24Weil du sie liebst.
28:26Aber alles tust, um sie von dir zu stoßen.
28:29Sie hat keine Freunde unter den Kollegen.
28:31Niemand weiß, wo sie ist.
28:33Was ist, wenn sie Hilfe braucht oder Falkenthal längst verlassen hat?
28:37In dem Fall hätte sie schnell aufgegeben.
28:39Aber nicht weiter verwunderlich.
28:43Irgendwann wirst du deine harte Haltung bereuen.
28:45Aber dann ist es vielleicht zu spät und du hast deine Tochter verloren.
28:48Nora ist nicht mehr meine Tochter.
28:52Wieso hast du überhaupt nach ihr gesehen?
28:55Weil ich tue, was ich für richtig halte.
28:57Ja, gut.
28:59Dann hilf du ihr jetzt.
29:01Obwohl das Zeitverschwendung ist.
29:03Wahrscheinlich sitzt sie mit ihrer Mutter schon unter südlicher Sonne und lässt es sich gut gehen.
29:07Weißt du was?
29:08Mach doch, was du willst.
29:09Ach, ich vergaß. Das tust du ja sowieso.
29:26Und, Frau Landmann, was wünschen die Herrschaften zum Abendessen?
29:30Das weiß ich nicht.
29:34Nora ist nicht zur Arbeit erschienen.
29:36Sie hat sich krank gemeldet.
29:37Und in ihrer Wohnung ist sie auch nicht.
29:40Der Vermieter hat sie vor die Tür gesetzt.
29:42Da ist das andere Mädchen ja obdachlos.
29:44Und verschwunden.
29:46Wohin denn?
29:49Luisa und Simon sind in Neuseeland.
29:51Und Nora hat doch sonst niemanden hier.
29:54Und das ausgerechnet heute.
29:56An ihrem Geburtstag.
29:57Wo man sich nichts mehr wünscht, als im Kreise seiner Liebsten zu sein.
30:01Ja, oder eine vertraute Stimme zu hören.
30:05Ich hatte doch...
30:07Also, ich müsste doch...
30:10Mal sehen, ob ich...
30:11Was haben Sie vor, Frau Landmann?
30:14Sie wollen sich doch nicht wieder in Dinge einmischen, die Sie nichts angehen.
30:17Und ob ich das will?
30:19Nora geht mich nämlich sehr wohl etwas an.
30:21Und Ihnen sollte es genauso gehen.
30:23Schließlich hat sie Ihnen vielleicht das Leben gerettet.
30:26Bei Ihrem Schwächeanfall.
30:28Ich weiß, was ich Fräulein von Weiden zu verdanken, aber dennoch mische ich mich nicht in die Angelegenheiten unserer Herrschaften
30:34ein.
30:35Keine Angst, Herr Adam. Dafür bin ich ja da.
30:48Was ist hier.
30:53Ich bin ja so.
30:56Ich bin ja so.
31:13Mit Alexander war Hamburg wie eine riesengroße Wundertüte.
31:17Das Wasser, unsere Zeit am Strand, die Bootsfahrt.
31:22Als würde ich jede Sekunde etwas Neues entdecken.
31:25Als würde ich mich neu entdecken.
31:29In den letzten sechs Jahren ist kein einziger Tag vergangen, an dem ich mich nicht hierher gewünscht habe.
31:34Aber es war nicht Hamburg, was ich vermisst habe, sondern Alexander.
31:40Hallo?
31:42Nora?
31:44Hier ist Eva Landmann.
31:46Ach, hallo Eva. Das ist ja eine Überraschung. Ist irgendwas mit Herrn Adam?
31:50Nein, nein. Ihm geht es gut.
31:52Ja, dank ihrer Hilfe wurde er rechtzeitig versorgt.
31:56Das freut mich. Grüßen Sie ihn mal ganz lieb von mir.
31:59Ja, richtig auch.
32:01Aber eigentlich rufe ich ja Ihretwegen an.
32:04Ich habe gehört, Sie sind krank.
32:07Es war nur eine leichte Magenverstündung.
32:10Ist alles wieder in Ordnung?
32:12Außerdem habe ich gehört, dass Ihnen die Wohnung gekündigt wurde.
32:16Und dann sind Sie plötzlich verschwunden.
32:19Ja, ich brauchte einfach mal ein bisschen Abstand.
32:21Und wenn Sie Hilfe brauchen, also ich...
32:24Ja?
32:25Ja, Herr Adam und ich. Ich meine, wir sind immer für Sie da.
32:29Danke.
32:30Aber Sie müssen sich keine Sorgen machen, hören Sie. Es ist alles gut. Mir geht's gut.
32:35Trotzdem, also ich...
32:37Nora, wenn es auch banal klingt, es gibt für alles im Leben eine Lösung.
32:42Danke, Eva. Es bedeutet mir sehr viel.
32:47Sie kommen doch zurück, oder?
32:49Ja, natürlich komme ich zurück. So schnell gebe ich nicht auf.
32:52Ich brauche einfach nur eine kleine Verschnaufenhause.
32:55Das kann ich verstehen.
32:57Äh, Nora.
32:58Ja?
33:00Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
33:02Und alles Gute.
33:04Danke.
33:06Bis bald.
33:08Wird schon aufgelegt.
33:17Kein Mensch sollte an seinem Geburtstag allein sein.
33:22Da sind wir ausnahmsweise mal einer Meinung, Herr Adam.
33:26Das hat Nora nicht verdient.
33:29Ich habe nachgedacht, wissen Sie?
33:31Und ich glaube, wir haben dem Mädchen Unrecht getan.
33:34Haben Sie was von Nora gehört?
33:35Wir haben gerade mit ihr telefoniert.
33:38Frau Landmann hat mit ihr telefoniert.
33:40Ja, und wie geht's ihr? Wo steckt sie denn überhaupt?
33:42Also das hat sie nicht gesagt.
33:44Es geht ihr gut und sie sagt, dass sie ein bisschen Abstand braucht.
33:48Ich bin froh, das zu hören.
33:50Ich hätte es schrecklich gefunden, wenn sie sich hätte unterkriegen lassen.
33:54Und Richard hätte es irgendwann bereut, wenn er seine Tochter verloren hätte.
33:58Ich kann allerdings gut verstehen, dass sie Falkenthal verlassen will.
34:01Sie hat hier nichts zu lachen.
34:04Wir würden ihr sehr gern helfen.
34:07Das tun sie doch.
34:08Sie glauben an sie und sie halten zu ihr.
34:26Aha.
34:29Maike, hi.
34:30Was machst du denn hier?
34:31Hi.
34:32Ich wollte mal sehen, was deine Jobsuche so macht.
34:35Ach, ja, die Jobsuche.
34:38Also pass auf, das kann ich dir erklären.
34:41Ich bin schon gespannt.
34:43Ja, ich war gestern auf deinem Arbeitsamt und habe mich informieren lassen, welcher Job zu mir passt.
34:47Halt, lass mich raten.
34:48Fußpfleger.
34:49Was?
34:50Woher weißt du das?
34:51Passt doch super zu dir.
34:52Was?
34:53Nein, Scherz.
34:55Konstanz hat mir alles erzählt.
34:57So, ich habe mir schon gedacht, man würde mir das irgendwie ansehen oder so.
35:00Hör zu, Sebastian.
35:01Ich finde es wirklich lieb von dir, dass du wegen mir deinen Job wechseln willst.
35:05Aber ich glaube, das ist falsch.
35:08Wenn du dich wohl in deinem Job fühlst, dann solltest du ihn nicht ändern.
35:12Nee, ich mache das.
35:12Ich habe dir das versprochen.
35:14Gleich morgen gehe ich nochmal ins Arbeitsamt, lass mich nochmal beraten und dann können wir uns gemeinsam die Broschüre durchlesen.
35:18Nein, wirklich.
35:18Wir kommen schon irgendwie über die Runden.
35:20Und du hast doch auch gesagt, Elsa zahlt doch super.
35:23Ich will das machen, okay?
35:25Ich kann doch nicht ewig mein Motorrad im Kopf haben.
35:28Was hältst du davon, wenn wir jetzt eine kleine Spritztour machen?
35:33Ist das eine Fangfrage?
35:34Nein, dann kriegen wir beide den Kopf frei und du kannst dir ein paar Gedanken über deine berufliche Zukunft machen.
35:42Okay.
35:49Meine Güte, Eva.
35:51Wer soll denn das alles essen?
35:52Ich meine, Theo ist in der Wachstumsphase, aber ich glaube nicht mal, dass er das alles wegkriegt.
35:57Also irgendwie muss ich dich doch überzeugt bekommen, hier zu bleiben.
36:00Und was ist da am besten geeignet als dein Lieblings-Effenknödel mit Sauerbraten zum Abendbrot?
36:06Das ist Erpressung.
36:08Sag mal, würde es helfen, wenn ich dann auch noch anfange zu weinen?
36:12Ich weiß ja, dass das keine leichte Entscheidung ist.
36:19Ich habe den Scherl schon getroffen.
36:22Ich werde das Angebot von Michael Ader mit der Manufaktur zur Arbeit nicht annehmen.
36:30Es tut mir leid, Eva.
36:34Ich verstehe dich ja.
36:36Ich weiß auch nicht, ob ich das könnte.
36:38Die ganze Zeit mit anzusehen, wie der Mensch, den ich am meisten liebe, mit einem anderen glücklich wird.
36:44Es geht nicht nur um mich.
36:47Sophie war vorhin hier.
36:48Und was hat sie gesagt?
36:51Dass es ihr egal ist, ob ich den Posten annehme.
36:53Ist aber hart.
36:55Dann hat sie gesagt, dass ich aus ihrem Leben verschwinden soll.
36:58Oh.
37:02Deshalb kann ich nicht bleiben.
37:04Ich habe ihr so sehr wehgetan.
37:06Ich kann ihr Leben jetzt nicht schon wieder durcheinander bringen.
37:09Es tut mir so leid für euch, Friedrich.
37:23Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt.
37:26Nun bist du doch gekommen, mein Dean.
37:28Das gibt es ja gar nicht.
37:29Nach sechs Jahren.
37:31Ja, richtig.
37:32Sie wissen noch, wer ich bin?
37:33Ich weiß sogar noch mehr.
37:36Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
37:38Ich danke, aber ich wusste gar nicht, dass ich Ihnen das damals erzählt habe.
37:41Hast du auch nicht, aber der junge Mann ist jedes Jahr wiedergekommen und von dem weiß ich das.
37:46Alexander war hier? Wann?
37:48Jedes Jahr zur selben Zeit.
37:50Und immer mit einem Strauß Luftballons in der Hand.
37:52Aber du warst nie da.
37:55Ja, das ist eine lange Geschichte.
37:56Aber war er dann heute auch schon hier?
37:58Haben Sie ihn gesehen?
37:59Nee, ich glaube auch nicht, dass er hier nochmal wieder auftaucht.
38:02Warum?
38:03Er war jedes Jahr hier, immer zur gleichen Zeit.
38:05Da konnte man seine Uhr nachstellen.
38:07Aber in diesem Jahr keine Spur.
38:10Ich habe ihm selbst noch gesagt, dass er endlich aufhören soll, sich Hoffnungen zu machen.
38:23Das gibt es nicht.
38:26Ich habe ihn um ein Jahr verpasst.
38:30Ich wollte kommen.
38:32Ich wollte immer kommen.
38:34Ich hätte wissen müssen, dass du kommst.
38:37Wer sich auf dem Wasser verliebt, der kehrt immer wieder zurück.
38:42Ich habe bloß meinen Rand gehalten.
38:48Wenn zwei solche Sehnsucht nacheinander haben, dann bringt das Leben sie wieder zusammen.
38:54Egal wie.
38:58So, nur komm an, meinte ich ja.
39:23Und, konntest du mit Frederik sprechen?
39:25Ja.
39:26Hast du irgendwas erreichen können?
39:28Ich fürchte, es sieht nicht sehr gut aus.
39:31Es sieht nicht sehr gut aus.
39:32Was hat er denn gesagt?
39:33Na ja, nicht viel.
39:35Aber ich hatte den Eindruck, dass ihm das Fernwege passt hat.
39:38Ich habe es gewusst.
39:41Ohne ihn bin ich aufgeschmissen.
39:42Was soll ich denn jetzt machen?
39:45Michael, es tut mir wirklich leid.
39:48Das muss es ja nicht.
39:49Ich bin dir ja dankbar, dass du überhaupt mit ihm gesprochen hast.
39:55Oh, Herr Grafenberg.
39:58Wollen Sie sich zu uns setzen?
39:59Sophie.
40:00Hallo.
40:00Gut, dass wir uns treffen.
40:01Ich wollte Sie ohnehin anrufen.
40:02Ja, ja, Sophie hat mir alles erzählt.
40:05Und das ist Ihr letztes Wort?
40:08Ich habe lange und grundlich darüber nachgedacht.
40:11Ich fürchte...
40:13Ich fürchte...
40:19Ja?
40:20Ich meine, ich bin dabei.
40:22Ich bleibe in Falkenthal und werde Ihnen helfen.
40:48Hier habe ich Alexander kennengelernt.
40:50Ich habe mich noch nie so frei gefühlt wie an diesem Tag.
40:54Als könnte ich fliegen, wie der Hochzeitsschleier der Braut.
40:58Vera und Paul haben sich nach über 30 Jahren in Hamburg wieder getroffen.
41:02Auf dem Schiff.
41:03Und sofort geheiratet.
41:05Ich wünsche, es wäre bei Alexander und mir auch so.
41:11Alexander?
41:12Bist du's?
41:17Alexander, bitte, bitte, bitte.
41:18Du musst es sein.
41:19Alexander?
41:21Alexander!
41:22Alexander!
41:25Alexander!
41:29Allein, um über die nächsten Wochen zu kommen, brauchen wir einen riesigen Batzen Geld auf einen Schlag.
41:33Auf einen Schlag.
41:34Ich glaube, ich habe eine Idee.
41:36Ich meine, komm, Frederik und ich werden miteinander geredet und wir werden versuchen, uns aus dem Weg zu gehen.
41:41Ich bin wirklich froh, dass ich Michael niemals von Frederik erzählt habe.
41:44Wie geht es Sophie damit, dass wir so gut zusammenarbeiten?
41:47Wieso Sophie?
41:48Sie war sich mal sicher, dass Frederik der Richtige ist und sie hat lange gebraucht, darüber hinwegzukommen, dass er sie
41:53verlassen hat.
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