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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00...jahrelang an nichts anderes gedacht als an dich.
00:03Wie soll ich meine Gefühle von einem auf den anderen Tag einfach abstellen?
00:12Ich sehne mich so sehr danach, von denen in den Augen genommen zu werden.
00:22Alexander, ich...
00:24Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
00:26Ich hätte dich nach dem Golfturnier nicht so zurechtweisen dürfen.
00:30Das war unangemessen und das tut mir leid.
00:34Aber es tut dir nicht leid, wie du deine Tochter behandelst?
00:40Ich bedauere zutiefst, dass es zwischen Nora und mir so weit gekommen ist.
00:43Und ich wünschte, es wäre anders. Das kannst du mir glauben.
00:46Habe ich Ihnen denn schon erzählt, dass Sophie und ich uns entschieden haben, ein Grundstück zu kaufen für unser Haus?
00:52Nein, das haben Sie nicht.
00:54Das ist noch ein bisschen verwildert, aber es ist ein wunderschönes Grundstück.
00:57Und ich glaube, dass Sophie und ich sehr glücklich werden dort.
01:01Ich bin mit Michael zusammen und ich werde ihn heiraten.
01:04Ich weiß.
01:06Ich verstehe auch, dass du keine gute Meinung von mir hast.
01:09Du hast mich Hals über Kopf sitzen lassen, nachdem du mir gesagt hast, dass du mich liebst.
01:13Welche Meinung soll ich denn von dir haben?
01:15Das war ein Fehler.
01:18Wahrscheinlich der größte Fehler meines Lebens.
01:19Aber Sophie, gib mir eine zweite Chance.
01:38Das war ein Fehler.
01:56Day of my life.
02:00Wir können doch nicht einfach so tun, als hätte es die letzten sechs Jahre nicht gegeben.
02:05Warum nicht?
02:06Ich will in Falkenthal bleiben.
02:08Ich will mit dir zusammen sein, so wie ich es dir vor sechs Jahren versprochen habe.
02:12Kurz darauf bist du verschwunden, weil du unbedingt Annabelle suchen musstest.
02:17Ich habe aus meinen Fehlern gelernt.
02:19Ich habe mich verändert.
02:23Ich habe mich verändert.
02:34Deshalb bin ich hier.
02:36Es ist zu spät, Frederik.
02:38Die Zeit ist nicht stehen geblieben.
02:41Ich bin seit zwei Jahren verlobt.
02:44Ich weiß.
02:47Ich bitte dich auch nur um die zweite Chance, weil ich beim Golfturnier gemerkt habe, dass da noch etwas zur
02:52Chance ist.
02:55Das war doch keine Einbildung.
02:56Vielleicht war da was.
02:58Ja, ein Hauch von Erinnerung, eine Spur unserer alten Vertrautheit.
03:01Aber was hat das schon zu bedeuten?
03:04Lass es uns herausfinden.
03:06Wie soll denn das funktionieren, Frederik?
03:08Gib uns die Zeit festzustellen, was wir füreinander empfinden.
03:30Der Wind hat den Brautschleier davongetragen.
03:34Luisa gab ihn mir als Symbol, dass ich eines Tages auch die große Liebe finden werde.
03:38Es war richtig, dass ich mich von meiner Liebe verabschiedet habe.
03:42Alexander und ich.
03:43Nora, so ein Zufall.
03:46Was machst du hier?
03:48Ich brauchte frische Luft.
03:52Schau mal, was ich gefunden habe.
03:55Das gibt es doch nicht.
03:57Sieht ganz so aus, als ob mir schon wieder ein Brautschleier entgegen geflogen ist.
04:00So wie uns damals in Hamburg.
04:03Sieht ganz so aus.
04:05Ob sich das Schicksal über uns lustig machen will?
04:07Ich habe den Schleier wegfliegen lassen.
04:10Du?
04:12Meine Schwester Luisa hat ihn mir geschenkt, als sie vor sechs Jahren geheiratet hat.
04:17Damit ich wie sie an die große Liebe glaube.
04:21Und sie festhalte, wenn sie mir begegnet.
04:26Aber du willst den Schleier nicht länger behalten.
04:31Luisa konnte nicht an, dass ich mich in meinen Bruder verlieben würde.
04:37Kann doch auch sein, dass du der großen Liebe noch begegnen wirst.
04:42Ich bin ihr begegnet.
04:45Wer weiß.
04:46Vielleicht hat das Schicksal etwas ganz anderes mit uns vor.
04:50Glaubst du das wirklich?
04:52Es kann doch sein, dass es dir helfen will.
04:55Und deshalb stellt es dir einen Bruder an die Seite.
04:57Mich.
04:59Na klar.
05:00Deshalb habe ich auch den Schleier gefangen und niemand anderes.
05:02Damit wir uns kennenlernen und endlich Geschwister werden.
05:07Ich bin Alexander, dein Bruder.
05:36Bei allem Respekt, Frau Landmann, aber das geht zu weit.
05:39Was denn?
05:40Soll ich die Milch etwa nicht in den Kühlschrank stellen?
05:43Sie wissen genau, was ich meine.
05:44Sie mischen sich schon wieder ein.
05:45Diesmal in die Beziehung meines Neffen.
05:47Ach, das Thema schon wieder.
05:49Ich werde es aber nicht zulassen, dass Sie das Glück meines Neffen zerstören.
05:54Ich tue doch Ihrem Neffen nichts.
05:58Sie treiben seine Verlobte in die Arme von Herrn Grafenberg.
06:02Also jetzt machen Sie aber mal einen Punkt, Herr Adam, ja?
06:05Ich habe lediglich Frederik und Sophie etwas zu essen für einen kleinen Ausflug vorbereitet.
06:10Ach, tun Sie doch nicht so unschuldig, Sie.
06:13Kuppeln, ich weiß, das sagten Sie bereits.
06:15Ach, nein.
06:18Jetzt sehen Sie mal, was Sie angerichtet haben.
06:21Was denn?
06:22Na, ich habe doch gerade die Brote für Frederik vergessen.
06:25Und was habe ich damit zu tun?
06:27Na, weil Sie mich immer durcheinander bringen.
06:30Jetzt muss ich die Brote noch vorbeibringen.
06:32Das kommt nicht in Frage.
06:34Aber die beiden haben doch nichts zu essen.
06:37Da müssen Sie eben Ihren Ausflug verkürzen.
06:40Also in letzter Zeit sind Sie wirklich manchmal unausstehlich.
06:43Liegt das an Ihrer Nahrungsumstellung wegen des Cholesterinspiegels?
06:47Also lassen Sie mich jetzt vorbei.
06:49Wenn Sie das tun, dann sind Sie geschiedene Leute.
07:01Und was machen wir jetzt damit?
07:04Ich weiß es nicht, überlassen Sie den Wind.
07:08Ich kann ihn für dich aufheben.
07:15Ich brauche ihn nicht mehr.
07:19Nora.
07:22Das funktioniert nicht, Alexander.
07:28Wir haben es noch gar nicht versucht.
07:33Ich kann nicht deine Schwester sein.
07:38Aber wir sind Geschwister.
07:46Mir fällt es doch auch schwer, dich mit den Augen eines Bruders zu sehen.
07:51Soll ich dich besser vergessen?
07:53Aus meinem Leben streichen?
07:54Nein.
07:56Aber wir können auch nicht so tun, als ob nichts zwischen uns gewesen wäre.
07:59Was bleibt uns übrig?
08:02Sollen wir ganz aufeinander verzichten?
08:04So tun, als ob wir uns nie begegnet wären?
08:08Vielleicht ist es einfacher.
08:09Nein.
08:11Ich bin so froh, dass wir uns endlich begegnet sind.
08:14Und jetzt soll ich dich gehen lassen?
08:18Alex.
08:21Die Sache ist so kompliziert.
08:24Denk doch nur mal an deine Familie.
08:27Unsere Familie.
08:29Richard lehnt es ab, auch nur ein Wort mit mir zu reden.
08:32Selbst wenn.
08:34Das sind Probleme, die wir lösen können.
08:39Es tut mir leid.
08:40Das geht nicht.
08:43Nora, warte!
09:00Bitte bringen Sie mir doch eine Probe vom ersten Brand.
09:02Ich möchte wissen, ob Brennofen Nummer drei tatsächlich funktioniert, ja?
09:05Vielen Dank.
09:07Sophie, es tut mir wirklich leid, dass ich dich vorhin überrumpelt habe mit dem Grundstück für unser Haus.
09:11Du kennst mich.
09:12Ich bin manchmal einfach voreilig.
09:14Ich wollte das wirklich nicht so.
09:15Bitte ruf mich zurück.
09:16Ich liebe dich.
09:18Herr Adam.
09:19Frau Becker, was gibt's denn?
09:21Die Brennofen funktionieren wieder um...
09:22Sehr gut.
09:23Das Golfturnier war wirklich ein voller Erfolg, ja?
09:24Und dank der Spendengelder konnten wir auch die Insolvenz der Manufaktur abwenden.
09:28Gott sei Dank.
09:28Ja, das freut mich auch wirklich sehr.
09:30Was nicht zuletzt auch ihr Verdienst war.
09:32Jetzt seien Sie nicht so bescheiden, Frau Becker.
09:33Die Manufaktur hat Ihnen wirklich eine Menge zu verdanken.
09:35Hat es Ihnen Herr Grafenberg schon erzählt?
09:37Wir haben darüber nachgedacht, eine neue Serie aufzulegen.
09:39Nein, Herr Grafenberg ist auch gegangen.
09:41Kurz nach Ihnen.
09:43Ach so.
09:45Hat er Ihnen vielleicht erzählt, wo er hinwollte oder wann er wieder da ist?
09:48Nein, tut mir leid, aber vielleicht könnten Sie mir ja was zu der Serie sagen.
09:50Nein, nein, da lasse ich Ihnen völlig freie Hand.
09:51Sie sind Geschäftsdesignerin, ich bin nur Insolvenzverwalter.
09:54Ich habe einen dringenden Termin.
10:02Herr Adam, machen Sie keinen Fehler.
10:05Sie müssen jetzt ganz stark bleiben.
10:08Ich weiß, nach Ihrem großartigen Sieg beim Golfturnier fühlen Sie sich wahrscheinlich wieder völlig gesund,
10:13aber Sie müssen sich wirklich an Ihre Diät halten.
10:15Auch wenn ich nicht auf meine Ernährung achten müsste, würde ich lieber zu Wasser und Brot greifen, als diese Schnitten
10:23zu verzehren.
10:24Da bin ich ja beruhigt.
10:25Und Eva sicherlich auch.
10:26Frau Landmann?
10:27Rückhau.
10:29Sie haben sich wieder mal gestritten.
10:31Und ich komme da auch noch mit einer schlechten Nachricht.
10:34Es geht um das Geburtstagsgeschenk für Eva.
10:36Das Konzert von Johannes Hesters ist leider bereits seit Monaten restlos ausverkauft.
10:41Tja, da kann man nichts machen.
10:43Ihnen wird bestimmt was anderes für Eva einfallen.
10:46Ich wüsste nicht, was mir da einfallen sollte.
10:49Wie meinen Sie das?
10:51Ich werde vermutlich zur Geburtstagsfeier von Frau Landmann nicht erscheinen.
10:55Herr Adam, zum wievielten Mal feiern wir jetzt Evas Geburtstag gemeinsam?
11:00Zum siebten Mal.
11:01Was sehen Sie?
11:03Von dieser wunderbaren Tradition wollen Sie einem einzigen kleinen Streit opfern?
11:07Ich habe mir es gut überlegt.
11:09Ich bin ja nicht ohne Grund Butler geworden, sondern weil ich mich der Pflege alter Traditionen verpflichtet fühle.
11:16Aber ich fürchte, für diesen Fall bleibt mir nichts anderes übrig.
11:24Das hat mir gefehlt.
11:26Der Blick über den See.
11:29Die Ruhe.
11:36Ich bin hier in der Gegend aufgewachsen.
11:38Von unserem Haus war erst mein Katzensprung runter zum See.
11:43So eine Bindung an einen speziellen Ort, das fehlt mir total.
11:46Ich bin in der Stadt groß geworden und meine Eltern sind mit Tom und mir mehrmals umgezogen.
11:53Es ist mir auch erst sehr spät und weit weg von hier klar geworden, wie wichtig das alles für mich
11:56ist.
12:01Afrika war atemberaubend.
12:05Ohne Seele ist ein Traum.
12:08Auf meiner Veranda hatte ich einen wundervollen Blick auf eine kleine Bucht und hinter dem Haus haben sich die Weinberge
12:13erstreckt.
12:15Das klingt wirklich traumhaft.
12:17Ich war richtig verliebt in diesen kleinen Flecken.
12:27Warum bist du nicht wieder nach Neuseeland zurückgegangen?
12:32Irgendetwas hat gefehlt.
12:38Der kleine See hier.
12:40Irgend so was wie Vertrautheit.
12:48Ist da auch rum, ne?
12:49Ja.
12:50Jetzt, wo du sagst...
12:52Kannst du nämlich helfen?
12:55So sieht also dein spontaner, völlig unvorbereiteter kleiner Ausflug aus, ja?
13:00Ihr wart in den Korb aufgedrängt.
13:02Du hast sogar Frau Landmann eingespannt.
13:05Allerdings hat sie unseren Appetit komplett unterschätzt.
13:07Oder es ist ein dezenter Hinweis darauf, dass wir unseren kleinen Ausflug nicht allzu sehr ausdehnen.
13:13Ich glaube eher, sie wollte mir die Gelegenheit geben, mich von dir als Patentenkerl zu präsentieren.
13:19Um Gottes Willen, was hast du jetzt vor?
13:21Willst du unter die Jäger und Sammler gehen?
13:23Ich denke dann was anderes.
13:44Natürlich wäre es gut, einen Bruder zu haben und nicht mehr allein zu sein.
13:48Aber wie soll das funktionieren?
13:50Wir sind beide erwachsen und haben jeder unser eigenes Leben.
13:54Außerdem hat Alexander eine Familie.
13:56Soll er das gute Verhältnis zu Richard meinetwegen riskieren?
14:00Soll ich mich vielleicht zwischen meinem Vater und meiner Schwester entscheiden?
14:05Ich könnte mir vorstellen, dass Nora durch dich immer wieder damit konfrontiert wird, was sie verloren hat.
14:09Ihren Vater. Und wahrscheinlich geht sie deswegen auf Distanz.
14:13Aber damit verliht sie mich doch auch.
14:15Hey Jungs, was ist denn hier los?
14:16Skat-Verbot in Bahnichs oder was?
14:18Nein, es geht um Nora.
14:20Es ist halt nicht leicht für sie.
14:22Na klar, ich meine zwei, sechs Jahre im Gefängnis.
14:24Was sie jetzt braucht, ist ein bisschen brüderlicher Beistand.
14:27Gute Idee.
14:29Und wie mache ich das?
14:30Keine Ahnung.
14:32Wann hast du sie dann zuletzt gesehen?
14:34Gestern beim Golfturnier.
14:35Und eben sind wir uns zufällig über den Weg gelaufen.
14:38Gut, also Kontakt halten ist sowieso erstmal das Wichtigste.
14:41Ja.
14:41Nur leider hat sie mich weggeschickt, als ich ihr klar machen wollte, dass ich für sie da bin.
14:45Meinst du nicht, dass sie sich das noch anders überlegt?
14:48Da bin ich mir nicht sicher.
14:54Ich weiß, wie schön es sein kann, Geschwister zu haben.
14:57Ohne Luisa, die trotz allem zu mir gehalten hat, hätte ich vieles nicht durchgestanden.
15:02Aber mit Alexander ist alles ganz anders.
15:05Weil wir uns nicht als Geschwister kennengelernt haben, sondern ein Liebespaar waren.
15:13Wie ist es denn bei euch und euren Geschwistern?
15:15Wir reden miteinander, versuchen uns zu helfen, so gut es geht.
15:18Ich meine, vor allem hat Sophie damals mir geholfen.
15:20Das stimmt, ja.
15:21Als du untergetaucht warst wegen dieser Bestechungsgeschichte, da hat Sophie die ganze Zeit an deine Unschuld geglaubt.
15:26Sie hat Delbrück hinter Gitter gebracht und dafür gesorgt, dass ich rehabilitiert werde.
15:30Ja.
15:31Sophie hat an ihn geglaubt.
15:32Und das tun Geschwister.
15:35Aber genau das habe ich ja versucht.
15:37Nora klar zu machen, dass ich an sie glaube.
15:42Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass jemand bedingungslos zu mir hält.
15:45Ganz egal, was alle Welt erzählt.
15:48Es erfällt es mir ja auch so schwer, Alexander abzuweisen.
15:53Aber es geht nicht anders.
15:55Wir können nicht nur einfach Geschwister sein.
15:57Es steht zu vieles zwischen uns.
16:00Und ich hätte schwören können, dass ihr wie Hund und Katz zueinander seid.
16:02Nee, nee, ganz im Gegenteil.
16:04Wenn früher einer von uns Mist gebaut hat, dann haben wir uns gegenseitig in Schutz genommen.
16:07Und sind so eigentlich immer dem Hausarrest entgangen.
16:09Na, da kann ich ja heilfroh sein, dass Theo ein Einzelkind ist.
16:12Ich werde Nora auch beweisen, dass ich auf ihrer Seite stehe.
16:15Unabhängig davon, wie ihr Verhältnis zu Richard ist.
16:28Guten Tag hier, Adam.
16:31Könnten Sie mich freundlicherweise mit Herrn Hesters verbinden?
16:35Adam.
16:36Ludwig Adam.
16:39Ich würde es gern Herrn Hesters persönlich sagen.
16:44Was heißt Ihr plumber Trick?
16:45Natürlich geht es um Eintrittskarten für sein Konzert.
16:49Hallo.
16:50Hallo.
16:53Aufgelegt.
16:55Das ist eine Unbezogenheit.
16:59Aber das ist vielleicht gar nicht so schlecht.
17:02Frau Landmann verdient es nicht besser.
17:07Und du meinst wirklich, da beißt einer an?
17:10Da beißt sicher einer an.
17:12Hoffentlich.
17:14Der Apfel war nicht sehr sättigend.
17:16Im schlimmsten Fall müssen wir improvisieren.
17:18Das tun wir doch schon.
17:19Ich meine richtig improvisieren.
17:22Ich könnte dir ein paar schmackhafte Insekten zubereiten.
17:26Beispiel Heuschrecken auf Löwenzahnblättern mit Gänseblümchen.
17:32Dann schon lieber Ameiseneier an Schneckenschleim auf Entengrötze.
17:37Also mein kulinarischer Höchstpunkt sind ja gekröte Borkenkäferlarven.
17:44Ich weiß schon, warum ich ein Leben in der Zivilisation bevorzuge.
17:48Was ist denn?
17:49Psst, da habe ich noch was.
17:57Gratulation.
17:58Ein sehr erfolgreicher Fang.
18:01Friedrich, da ist was.
18:03Es bewegt sich.
18:04Was soll ich denn tun?
18:05Leine und dann blockieren.
18:06Was?
18:06Festhalten.
18:12Jetzt ist es sich losgemacht.
18:14Dann schwimmte die Feier.
18:17Vielleicht ist das besser so.
18:20Wer kann schon sagen, was besser oder schlechter ist.
18:39Keine Sorge, Herr Adam.
18:42Ich bereite lediglich einen Obstsalat vor.
18:46Eine kleine Zwischenmahlzeit.
18:48Keine Butterbrote, kein Picknickkorb für einen Spaziergang.
18:55Nun seien Sie doch nicht so humorlos.
18:58Wenn es um meinen Neffen geht, verstehe ich keinen Spaß.
19:01Glauben Sie nicht, dass die jungen Leute...
19:03Guten Tag, Onkel Ludwig.
19:05Hallo, Michael.
19:06Frau Landmann, wissen Sie, wo Herr Grafenberg ist?
19:09Ich muss ihn dringend sprechen in einer geschäftlichen Angelegenheit.
19:12Und in der Manufaktur habe ich ihn nicht mehr angetroffen.
19:14Ja, er war heute Mittag kurz hier.
19:17Aber seitdem habe ich ihn auch nicht mehr gesehen.
19:20Erwähnten Sie nicht vorhin, dass er den Nachmittag mit Fräulein Nowak verbringen wollte?
19:26Sie wollten zusammen spazieren gehen, erinnere ich mich.
19:30Wollten Sie das?
19:32Ja, dann sind Sie ja bestimmt noch ganz in der Nähe.
19:34Dann mache ich mich auf die Suche.
19:35Danke.
19:39War das nötig, Herr Adam?
19:42Soll ich etwa meinen Neffen anlügen?
19:44Was heißt denn hier anlügen?
19:45Müssen Sie denn die drei aufeinander hetzen?
19:49Über dieses Thema möchte ich mit Ihnen nicht streiten.
19:52Dafür ist es mir viel zu wichtig.
19:54Ich habe nicht angefangen mit streiten.
19:57Bloß gut, dass Sie sich niemals in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen.
20:10Hallo, Liebling.
20:11Hallo, du bist schon so früh zurück?
20:13Ja.
20:15Ich habe das Meeting abgekürzt.
20:17Ich dachte, wir unternehmen etwas zusammen.
20:19Wir müssen doch unsere Versöhnung feiern.
20:21Das klingt nach einer sehr guten Idee.
20:26Ich bin sehr froh, dass wir uns endlich ausgesprochen haben.
20:29Ja.
20:31Ich bin einfach etwas über das Ziel hinausgeschossen,
20:33als ich dir und Alexander vorschreiben wollte,
20:35wie ihr mit Nora umzugehen habt.
20:37Keiner von uns sollte dem anderen vorschreiben,
20:39mit wem er Kontakt haben darf.
20:41Ja.
20:43Ich bin dankbar, dass du mir verziehen hast.
20:47Das ist mir nicht schwer gefallen.
20:49Viel wichtiger ist, dass du jetzt einen Schritt auf Nora zugehst.
20:53Ja.
20:55So einfach ist das nicht.
20:57Richard, sie ist deine Tochter.
20:58Ihr lebt in derselben Stadt.
21:00Willst du ihr immer ausweichen?
21:02Nein, natürlich nicht.
21:04Aber für mich ist die Situation auch nicht leicht.
21:08Dann tu was.
21:10Ja.
21:11Das will ich.
21:13Ich habe mir fest vorgenommen,
21:16ab sofort Nora nicht mehr anzugreifen,
21:18sondern ganz normal auf sie zu reagieren,
21:20wie auf jeden anderen Menschen auch.
21:22Das ist immerhin ein Anfang.
21:26Tja, was bleibt mir denn weiter übrig?
21:28Außerdem will ich nicht riskieren,
21:30dass ich mit Alexander noch einmal darüber streite.
21:34Ihm liegt sehr viel an seiner Schwester.
21:36Deshalb hat er sich beim Golfturnier so für sie eingesetzt.
21:38Ja, ich weiß.
21:40Was hältst du davon,
21:41wenn ich dich zur Feier des Tages zum Essen ausführe?
21:43Eine sehr gute Idee.
21:45Ich habe einen Riesenhunger.
21:46Wunderbar.
21:47Was hältst du vom Lanzino?
21:49Äh, sag mal,
21:51wenn wir nicht den neuen Thailänder ausprobieren?
21:53Weil wir da Nora nicht über den Weg laufen?
21:57Also gut, ins Lanzino.
21:59Hallo, ihr zwei.
22:00Hallo.
22:01Hallo.
22:01Störe dich etwa.
22:02Nein, nein, nein, nein.
22:03Hast du Lust, mit uns essen zu gehen?
22:05Wir gehen ins Lanzino.
22:08Ich weiß nicht,
22:09ob das so eine gute Idee ist.
22:11Deine Begegnungen mit Nora
22:12waren bisher alles andere als erfreulich.
22:13Ja, ich weiß,
22:14aber ich habe deiner Mutter gerade versprochen,
22:16dass ich so normal wie möglich
22:18mit Nora umgehen werde.
22:20Na, Louis,
22:20gib deinem Vater eine Chance,
22:21seine Fehler wieder gut zu machen.
22:24Na schön.
22:25Jeder hat eine zweite Chance verdient.
22:37Das ist natürlich nicht
22:37mit deinem Nobel-Loft zu vergleichen,
22:39aber mir gefällt es hier.
22:41Schöner ist es hier.
22:44Vielleicht kannst du mir
22:45auch was zu essen anbieten.
22:46Ich meine,
22:47außer Borkenkäfer.
22:49Ist mir überhaupt noch nie passiert,
22:51dass ich nicht einmal
22:51einen winzigen Stichling gefangen habe.
22:53Na ja,
22:55irgendwann ist immer
22:56das erste Mal.
22:58Nach dem ersten Mal
22:59kommt das zweite Mal.
23:03Du bist ja zielstrebig.
23:05Nur entschieden.
23:08Und für was
23:09hast du dich entschieden?
23:35Und zwar mal Pasta con Spinacci.
23:37Guten Appetit.
23:39Nora.
23:40Hallo.
23:40Hallo.
23:43Keine Sorge.
23:44Richard hat versprochen,
23:45so normal wie möglich
23:46mit dir umzugehen.
23:46Und ich bin ja auch noch da.
23:48Kein Problem.
23:49Das ist ein öffentliches Restaurant.
23:50Ich passe schon auf dich auf.
23:54Hallo.
23:55Hallo, Nora.
23:57Wie wäre es mit diesem Tisch?
23:58Ja, gut.
23:59Wie geht's dir?
24:01Ja, gut.
24:03Danke.
24:05Ja, dann hole ich mal
24:06die Karte an.
24:08Ach du meine Güte.
24:09Ricardo,
24:09Nora, Nora,
24:10das ist überhaupt kein Problem.
24:11Das kann passieren.
24:12Entschuldige bitte.
24:12Das ist auch gar nicht deine Schuld.
24:15Ja,
24:15dann bringe ich mal
24:16den Stuhl weg.
24:27Und, warst du schlimm?
24:29Nein, überhaupt nicht.
24:32Es ist nicht deine Schuld.
24:34Ich wünschte,
24:35Richard würde das zu mir sagen
24:36und Annabels Flucht meinen.
24:39Dann würde er mich wieder
24:39als Teil seiner Familie akzeptieren.
24:43Aber ich will nicht undankbar sein.
24:44Immerhin hat er gerade
24:45einen Schritt auf mich zugemacht.
24:57Guten Tag,
24:58das ist die Mailbox von Sophie Noah.
24:59Mailbox.
25:09Ah, Tom, du bist...
25:11Ich freue mich auch,
25:12dich zu sehen, Michael.
25:13Auch wenn du jemand anders erwartet hast.
25:15Ja, tut mir leid.
25:16Ich habe gedacht zu Sophie.
25:18Du hast sie nicht zufällig gesehen?
25:20Sophie?
25:20Ja.
25:24Seit heute Morgen nicht, ne.
25:25Ach, ich kenn sie doch.
25:26Wahrscheinlich hat sie sich mit Judith
25:27in irgendeinem Café festgequatscht.
25:29Ja, schön wär's.
25:32Hattet ihr jetzt auf?
25:33Nein.
25:36Ja.
25:37Ja.
25:37Ja, wir haben uns gestritten,
25:39vorhin, als ich ihr das Grundstück
25:40für unser Haus gezeigt habe.
25:41Sie hat sich von mir überrumpelt gefühlt
25:43und dann hat sie mich einfach stehen lassen.
25:47Vielleicht geht das ja auch alles
25:48wirklich ein bisschen schnell.
25:52Wie dem auch sei,
25:53seitdem erreiche ich sie nichts.
25:54Sie geht nicht ins Handy.
25:56Aber ich weiß,
25:57dass sie mit Frederik Grafenberg
25:58unterwegs ist.
26:01Moment, langsam, Michael.
26:02Nur weil ihr euch gestritten habt,
26:03rennt sie nicht gleich zu einem anderen.
26:05Schon gar nicht zu Frederik Grafenberg.
26:06Da hat sie damals sitzen lassen.
26:07Schon vergessen?
26:10Das wird sie sich doch wohl
26:11kein zweites Mal antun.
26:13Und wenn doch?
26:16Hör zu,
26:16vielleicht geht das mit dieser Hausgeschichte
26:17wirklich ein bisschen schnell.
26:18So viel liebt ihre Unabhängigkeit.
26:20Da ist ohne Hauskauf ein Riesenschritt.
26:23Andererseits sehnen sie sich natürlich
26:24auch nach einer gewissen Sicherheit
26:25und die kann Frederik Grafenberg
26:27ihr ganz bestimmt nicht geben.
26:28Du bist der Mann, den sie liebt.
26:30Mit dir plant sie ihre Zukunft.
26:33Was ist, wenn sich ihre Pläne geändert haben?
26:34Was mache ich denn dann?
26:37Wie ich so viel kenne,
26:39braucht sie jetzt einfach
26:39nur ein bisschen Zeit für sich.
26:41Vertraue ihr, okay?
26:44Ich geh mal duschen.
26:51Fischstäbchen haben mit wirklichem Fisch
26:53eigentlich gar nichts zu tun.
26:54Es tut mir leid.
26:54Ich hab nichts anderes.
26:56Dafür muss man sie nicht ausnehmen.
26:59Die sollten wenigstens
26:59einen guten Wein dazu trinken.
27:01Suchst du einen aus?
27:08Du hast ja noch eine Flasche
27:09von deinem Weinberg.
27:11Darf ich die nehmen?
27:12Aber natürlich.
27:13Es schließe ich unser Wein.
27:15Und genau für so einen Moment
27:16habe ich ihn aufgehoben.
27:19Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern,
27:21als wir diesen Wein
27:22das erste Mal
27:23gemeinsam getrunken haben.
27:28Ich erinnere mich aber auch
27:29an
27:31eine andere Situation.
27:36Ich hab dich verlassen,
27:37um an Appell hinterher zu jagen.
27:39Ich kann es nur immer wiederholen.
27:42Ich weiß jetzt,
27:42was ich für ein Idiot war.
27:46Ich habe mich verendet.
27:48Vertraue mir.
27:52Selbst wenn ich das könnte.
27:56Es gibt einen Grund,
27:58warum ich seit all diesen Jahren
27:59mit Michael zusammen bin.
28:06Hör einfach auf dein Herz.
28:13So einfach ist das nicht.
28:16Moment mal,
28:17habe ich das eben richtig verstanden?
28:18Du versuchst mir,
28:19meinen besten Mitarbeiter auszuspannen
28:20und das in meiner Gegenwart?
28:22Also so hart würde ich das nicht formulieren.
28:23Ich würde mich einfach freuen,
28:24wenn mein Sohn
28:25eine leitende Funktion
28:26in meiner Firma einnimmt.
28:27Dein Sohn hat bereits
28:28eine leitende Funktion
28:29in meiner Firma.
28:30Ja gut, dafür finden wir eine Lösung.
28:32Was meinst du, Alexander?
28:34Wie bitte?
28:34Ich?
28:36Ich sehe das ganz genauso.
28:37Siehst du?
28:38Ich kann Mutter doch nicht einfach
28:39allein lassen mit unserer Firma.
28:41Ach so.
28:42Ja gut, ich will euch ja nicht drängen.
28:44Überlegst du einfach, okay?
28:45In Ordnung.
28:48Die Rechnung, die gewünscht?
28:50Ja.
28:52Ich hoffe, ihr wart zufrieden.
28:54Ja.
28:55Ja.
28:56Stimmt zwar.
28:59Keine Angst,
28:59es ist kein weiterer Bestechungsversuch.
29:03Okay, danke.
29:05Dann sehen wir uns vielleicht mal öfter.
29:08Ja, dann wünsche ich noch
29:10einen schönen Nachmittag.
29:14Danke für die Einladung.
29:16Hier, entschuldige ich mich kurz.
29:17Aber ja.
29:21Bringst du den jetzt auf den Müll?
29:22Nee, den nehme ich mir nach Hause.
29:24Was?
29:25Irgendwann ist kaputt.
29:26Ach was?
29:27Ach, kriege ich doch wieder hin.
29:29Nee, im Ernst,
29:29ich bastle gerne mal.
29:30So rum.
29:31Hm?
29:32Soll ich ihn denn nach Hause bringen?
29:34Ach Quatsch,
29:34so schwer ist der nicht.
29:36Außerdem warten die beiden doch auf dich, oder?
29:38Ja.
29:41Tja, dann.
29:46Pinotage mit Fischstäbchen.
29:48Ist doch perfekt.
29:51Worauf wollen wir trinken?
29:55Auf uns?
29:59Auf uns.
30:05Das ist das Einzige,
30:06was mir von meinem Weingut
30:07in Neuseeland übrig geblieben ist.
30:09Und ein paar Flaschen Wein.
30:12Du hast alles verkauft?
30:13Ja.
30:14Nur diesen Ableger habe ich mitgebracht.
30:16Warum?
30:17Was willst du mit ihm machen?
30:19Ich habe schon eine Stelle,
30:20wo ich ihn im Herbst einpflanzen werde.
30:23Du willst ihn hier in Falkental einpflanzen?
30:27Natürlich.
30:29Wir beide wollen hier endlich Wurzeln schlagen.
30:39Guten Tag,
30:40das ist die Mailbox von Sophie Nowak.
30:42Bitte hinterlassen Sie mir Ihre Nachricht.
30:53Oh, Walter.
30:58Sophia.
31:01Hat sich irgendwas verändert,
31:02was ich nicht mitgekriegt habe?
31:04Nein, natürlich will ich mit dir zusammenziehen.
31:06Aber?
31:07Aber ich will nichts überstürzen.
31:10Ich möchte in Ruhe mit dir
31:12ein Grundstück aussuchen.
31:13Ich will in Ruhe
31:14den Kaufvertrag durchlesen.
31:15Und ich will in Ruhe
31:16meine Finanzen dafür ordnen.
31:18Aber das habe ich doch alles schon getan.
31:20Für uns.
31:21Aber ich muss es selbst tun.
31:22Für mich, verstehst du?
31:43Entschuldige mich,
31:44ich muss nur einen Geschäftspartner zurückrufen.
31:50Ich bin froh,
31:50dass Richard sich halbwegs normal
31:52gegenüber Nora verhalten hat.
31:54Na ja, normal ist für Vater und Tochter was anderes.
31:57Aber du hast recht.
31:58Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung.
32:01Vielleicht hat unser gestriger Streit
32:02in dieser Hinsicht ja doch etwas Gutes gebracht.
32:05Glaubst du, dass Nora sich auch gefreut hat?
32:06Sie wirkte auf mich so verunsichert.
32:09Versetz dich mal in ihre Lage.
32:11Sie wusste nichts von Richards Versprechen.
32:13Und dann tauchen wir zu dritt da auf
32:14und tun soll, als ob nichts gewesen wäre.
32:16Vielleicht hätte ich Richard doch nicht überreden sollen,
32:18ins Lanzino zu gehen.
32:19Ach, mach dir keine Vorwürfe.
32:21Immerhin hat Nora gleich gesehen,
32:22dass Richard sie nicht mehr so rigoros ablehnt.
32:25Allerdings würde ich noch gerne mehr für sie tun.
32:29Zeig ihr einfach, dass du für sie da bist.
32:31Egal, was für ein Verhältnis sie zu eurem Vater hat.
32:34Wenn das so einfach wäre.
32:36Du bist ihr Bruder, das musst du ihr beweisen.
32:39Wie wäre es, wenn du ihr finanziell
32:40ein bisschen unter die Arme greifst?
32:42Ach, auf keinen Fall.
32:44Nora will keine Almosen.
32:45Für sie ist nur wichtig,
32:46dass Richard ihr wieder offener begegnet.
32:49Ein bisschen Geld, damit sie aus dieser Wohnung rauskommt,
32:52wäre trotzdem nicht schlecht.
32:54Ist das wirklich so schlimm?
32:56Es ist mehr als bescheiden.
32:58Oder besser gesagt, weniger als das.
33:01Deshalb auch der kaputte Stuhl.
33:03Du meinst den Stuhl aus dem Restaurant?
33:05Was ist denn damit?
33:09Ich glaube, ich weiß, wie ich Nora helfen kann.
33:14Herr von Weiden möchte sein Tier heute gerne im Arbeitszimmer einnehmen.
33:17Ich werde mich umgehend darum kümmern.
33:19Ach, Katharina, könntest du Herrn Adam fragen,
33:23ob er meinen Balsamico-Essig irgendwo gesehen hat?
33:27Würden Sie bitte Frau Landmann erklären,
33:30dass eine gute Köchin in ihrer Küche Ordnung hält und weiß, wo alles steht?
33:34Richte doch bitte dem Neunmal-Klugen aus,
33:37dass meine Küche immer aufgeräumt war,
33:40bevor er sich hier eingenistet hat.
33:42Erklären Sie ihr zuvor,
33:43dass es sich keineswegs um Ihre Küche handelt
33:46und dass ich mich nicht eingenistet habe.
33:48Katharina,
33:49mach Herrn Adam klar,
33:51dass solche Provokationen auf mich gar nichts bewirken.
33:54Und dass er sich nicht immer
33:56in die Angelegenheiten fremder Leute einmischen soll.
33:59Sie ist ja wohl die große Einmischerin.
34:02Sagen Sie das, Frau Landmann-Katharin.
34:15Also, ich kann mir nicht vorstellen,
34:17dass deine Schwester eine Affäre hat.
34:18Und dann auch noch mit Frederik.
34:20Genau das habe ich Michael auch gesagt.
34:21Frederik hat Sophie damals so richtig schön im Regen stehen lassen.
34:23Das tut sie sich bestimmt kein zweites Mal an.
34:26Aber so richtig überzeugt scheint es
34:27deinen zukünftigen Schwager nicht zu haben.
34:29Gut, dass ihr noch da seid.
34:30Ich brauche eure Hilfe.
34:31Worum geht's?
34:32Um Nora.
34:34Um Nora?
34:35Ja?
34:36Ist das ein Problem?
34:39Nein, also für mich nicht.
34:40Aber ich weiß nicht genau, was Elsa davon hält.
34:42Was hat Elsa denn damit zu tun?
34:44Naja,
34:45Nora ist seit dieser Geschichte mit Hagen damals
34:48ein heikles Thema bei uns.
34:49Das ist Jahre her.
34:51Nora hat ihre Strafe längst verbüßt.
34:52Mir brauchst du das nicht zu erzählen.
34:53Leute, es geht doch nicht um Noras Vergangenheit,
34:56sondern um ihre Zukunft.
34:57Ich will ihr einfach zeigen,
34:58dass ich als Bruder für sie da bin.
35:00Also,
35:01seid ihr dabei?
35:04Du hast es wieder mal geschafft,
35:06innerhalb von wenigen Stunden
35:07mein gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen.
35:13Es tut mir leid,
35:14dass ich erst zu spät begriffen habe,
35:15was wirklich wichtig für mich ist.
35:18Dass ich dich überhaupt verlassen habe.
35:23Was ist, wenn es zu spät ist für uns?
35:26Ich,
35:28ich habe mit Michael Pläne,
35:29wir.
35:30Wir wollen unser Haus bauen,
35:32wir wollen unsere Kanzlei gründen,
35:33wir.
35:36Ist das dein Leben?
35:38Michael im eigenen Häuschen,
35:40sicher und verlässlich allzuher?
35:42Du bist dir deiner sehr sicher,
35:44Frederik Kaffenberg.
35:45Das bin ich mir nicht.
35:48Ich bin mir im einzigen Punkt sicher,
35:50dass ich dich liebe.
35:58Ich muss mit Michael sprechen.
36:01Ich will
36:02keine Geheimnisse,
36:03ich will kein doppeltes Spiel
36:04und wenn das mit uns beiden
36:06irgendetwas werden soll,
36:09dann muss vorher mit Michael
36:10alles geklärt sein.
36:11Das verstehe ich.
36:13Es wird nicht leicht.
36:15Nein, das wird es nicht.
36:19Ich begleite dich.
36:22Ich muss allein mit ihm sprechen.
36:28Na, für Sätze.
36:33Ich habe doch gelacht.
36:38Oh, nee.
36:46Hallo.
36:47Was machst du denn hier?
36:49Darf ich?
36:50Ja, klar.
36:54Na, da komme ich ja gerade richtig, hm?
36:56Ich bin doch gar nicht fertig.
36:58Ich bin schon
36:59noch dabei.
37:01Das müssen wir eigentlich
37:02hinkriegen.
37:04Und du kommst klar?
37:05Ja, ja.
37:06Kein Problem.
37:11Wozu hast du denn jetzt
37:12einen Bruder, hm?
37:14Bist du deshalb gekommen?
37:16Eigentlich wollte ich nur sehen,
37:17ob du da bist.
37:19Und dich dann schon darauf vorbereiten,
37:21dass gleich ein paar Freunde
37:22von mir hier einfallen werden.
37:23Warum?
37:24Um dir zu helfen.
37:26Wissen die auch,
37:27wissen die auch,
37:27wem sie helfen wollen?
37:28Deshalb kommen sie ja.
37:30Sie wollen meine Schwester kennenlernen.
37:31Ich bin doch gar nicht fertig.
37:55Ich dachte, wir gehen wir immer gemeinsam zum Hausboot, um in Evas Geburtstag rein zu feiern.
37:59Sie werden in diesem Jahr wohl auf meine Anwesenheit verzichten müssen.
38:04Aber wieso denn?
38:05Wir fahren doch immer in Evas Geburtstag rein.
38:07Jetzt sag doch immer was, Eva.
38:09Ich kann Herrn Adam nicht vorschreiben,
38:11wie und mit wem er seine Freizeit verbringt.
38:12Außerdem ist mir momentan sowieso nicht nach Gesellschaft.
38:15Ja, ich verstehe.
38:16Ihr habt euch immer noch nicht vertragen.
38:19Ich kann doch nicht dafür, dass der so ein Sturkopf ist.
38:22Wenn hier jemand über einen sturen Kopf verfügt,
38:26dann ist das auf alle Fälle Frau Landmann.
38:28Ich weiß zwar nicht, worüber ihr euch gestritten habt,
38:31aber morgen ist Evas Geburtstag.
38:32Und ich finde, das ist ein Grund, um sich zu versöhnen und zusammen zu feiern.
38:37Dann müsstest du ihm ausrichten,
38:39dass er sich dafür erst einmal bei mir entschuldigen müsste.
38:42Das wird schwer möglich sein, da Frau Landmann nicht mit mir spricht.
38:47Außerdem müsste sie sich bei mir entschuldigen
38:50und nicht ich mich bei ihr.
38:53Im Übrigen scheint es mir am besten zu sein,
38:56wenn ich der Feier fernbleibe.
39:04So.
39:06Richard war heute erstaunlich freundlich.
39:09Könnte es sein, dass du da deine Finger mit im Spiel hattest?
39:12Vielleicht ein ganz kleines bisschen, ja.
39:15Aber wenn du mich so fragst,
39:17haben wir seine Einsicht ja hauptsächlich
39:18dem guten Einfluss meiner Mutter zu verdanken.
39:21Ja.
39:21Ich glaube auch, dass Judith ihm wirklich gut tut.
39:25Es ist schön für ihn,
39:26dass er jemanden an seiner Seite hat, der für ihn da ist.
39:30Ich hoffe, du weißt,
39:31dass du auch jemanden auf deiner Seite hast,
39:32auf den du dich verlassen kannst.
39:34Ja, das weiß ich.
39:36Also ich meine,
39:37auf deine handwerklichen Fähigkeiten auf jeden Fall.
39:39Darum sollten wir es auch nicht bei dem Stuhl belassen.
39:41Hier könnte man schließlich noch so einiges machen.
39:43Ich weiß,
39:44es ist kein Fünf-Sterne-Apartment.
39:46Aber für was anderes
39:48habe ich nicht das nötige Kleingeld.
39:50Na, das nenne ich Teil.
39:55Wir sind's.
39:56Hallo.
39:57Hallo.
39:58Könnte es sein,
39:59dass ihr euch in der Tür geirrt habt?
40:00Nein, sicher nicht.
40:01Ich habe noch mal ein bisschen was mitgebracht.
40:03Du hast doch sicher noch Verwendung für ein paar Möbel
40:05und da tust du frische Farbe an den Wänden, ne?
40:08Ich glaube,
40:08es ist doch nicht so schlecht,
40:09deinen Bruder zu haben.
40:10Das sage ich doch die ganze Zeit.
40:19Ich warte auf dich.
40:21Ja.
40:33Ist alles okay?
40:35Ja, ja.
40:36Ich würde dir gerne was abnehmen,
40:37aber das geht nicht.
40:39Nein, das kannst du nicht.
40:43Ich werde Michael sehr wehtun.
40:47Schließlich weiß ich ja,
40:48wie es sich anfühlt,
40:49wenn man verlassen wird.
40:51Und manchmal,
40:54da kommt man erst im Nachhinein drauf,
40:56was man eigentlich verloren hat.
41:00Ich möchte so etwas nie wieder erleben.
41:03Das wirst du nicht.
41:06Wenn mir noch vor einer Woche
41:07irgendjemand erzählt hätte,
41:08dass ich mich jemals wieder auf dich einlasse.
41:11Ich hätte ihn für verrückt erklärt.
41:12Und jetzt ich.
41:15Ich weiß auch nicht,
41:15es fühlt sich an,
41:16als wäre es das einzig Richtige.
41:21Und ich will,
41:21dass es so bleibt.
41:24Frederik,
41:24ich.
41:26Ich lieb.
41:32Anna-Bell.
41:53Ich werde diesen Brief
41:56Sophie hat sich entschieden.
41:58Und deshalb sage ich Ihnen noch mal,
41:59halten Sie sich in Zukunft
42:00aus unserem Leben raus.
42:01Ich habe drei Jahre meines Lebens
42:03für etwas bezahlt,
42:04was ich nicht begangen habe.
42:05Und damit ist jetzt Schluss.
42:07Okay, egal was du vorhast,
42:08ich helfe dir dabei.
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