- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Ich hab mit ihr geredet. Und das, was du mir über sie erzählt hast, das seh ich in ihr nicht
00:04wieder, wenn ich ihr in die Augen blicke.
00:05Auf mich wirkt sie nicht wie eine berechnende Lügnerin.
00:08Judith, du weißt nicht, wie das vor sechs Jahren war.
00:10Damals hat Nora auch allen die reue Gesünderin vorgespielt.
00:13Und ich hab ihr geglaubt, sie feststellen musste, dass alles pures Kalkül war, auf das eine Lüge nach der anderen
00:19folgte.
00:20Du bist ja schon sicher, dass du Michael wirklich heiraten willst.
00:22Natürlich will ich Michael heiraten. Er ist ein großartiger Mann.
00:25Wir haben Spaß zusammen, wir können über alles reden, wir haben dieselben Ziele.
00:29Sophie, ich hab doch miterlebt, wie du drei Jahre lang, nachdem Frederik sich von dir getrennt hat,
00:33noch bei jedem Türklingeln gehofft hast, dass er zu dir zurückkommt.
00:37Manchmal hab ich das Gefühl, das hoffst du auch immer noch.
00:39So ein Quatsch.
00:41Vor zwei Jahren hab ich dich gefragt, ob du meine Frau werden willst.
00:44Du hast damals Ja gesagt und hast mich zum glücklichsten Mann auf der ganzen Welt gemacht.
00:49Wir haben angefangen, unser gemeinsames Leben zu planen.
00:52Aber leider sind wir über das Plan nie hinausgekommen.
00:55Deshalb frage ich dich jetzt nochmal.
00:59Sophie Nowak
01:05Willst du meine Frau werden?
01:20Hey, what you looking for?
01:25No one has the answer, they just want more.
01:32Hey, who's gonna make it right?
01:40This could be the first day of my life.
01:53Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass dir mein Antrag so die Sprache verschlägt.
01:58Ach so.
02:00Kann es sein, dass du noch ein wenig Bedenkzeit brauchst, weil dir zwei Jahre Verlobung noch nicht genug sind, oder?
02:05Ich, nein, also ich...
02:14Was ist denn?
02:16Bitte entschuldige.
02:18Ich bin gleich wieder da, ja.
02:24Frederic!
02:27Frederic!
02:30Hallo, Sophie!
02:31Hallo, Sophie!
02:31Seit wann bist du wieder da?
02:33Gerade angekommen.
02:34Und was willst du hier?
02:37Es ist vorbei.
02:38Die Suche nach Annabelle ist vorbei.
02:41Ich kann nicht mehr.
02:42Aber was willst du hier?
02:45Dich sehen.
02:48Das war wohl kein günstiger Zeitpunkt.
02:51Ich habe sechs Jahre lang nichts von dir gehört.
02:54Keinen Anruf, keine Postkarte.
02:56Und jetzt kommst du hierher, weil du mich sehen willst?
02:58Ich glaube, du hast sie nicht mehr alle.
03:02Das war keine gute Idee.
03:05Leb wohl.
03:14Sophie?
03:14Entschuldige.
03:15Was ist denn los?
03:16Du rennst mitten in meinem Heiratsantrag raus und...
03:18Es tut mir leid, ich habe einen alten Bekannten gesehen, habe ihn knapp verpasst.
03:22Ja, gut, wollen wir vielleicht wieder reingehen?
03:24Ich habe immer noch keine Antwort und ich würde...
03:26Ja, gehen wir wieder rein.
03:28Ja, ja, ich will.
03:31Michael, wir sind seit fünf Jahren zusammen, seit zwei Jahren verlobt.
03:35Du, du bist der Mann, mit dem ich alt werden möchte.
03:38Ich will, ich will dich heiraten, ich will Kinder mit dir haben, ich will ein Haus fahren,
03:42ich will alles und das so schnell wie möglich.
04:01Danke.
04:03Ich bin froh, dass wir miteinander reden können.
04:09Wieso, Noah?
04:12Ich habe dir so viel verziehen.
04:14Und dir geglaubt, dass du mit der Vergangenheit und mit all den Lügen Schluss machen wolltest.
04:18Wieso hast du dich nach dem Prozess wieder auf Annabelle eingelassen?
04:21Das habe ich nicht.
04:25Als wir nach der Verurteilung im Gefängnistransporter saßen,
04:28hat Annabelle meine vorzeitigen Wehen dazu genutzt, um zu fliehen.
04:32Sie hat Kommissarin Redmann niedergeschlagen und ihr die Schlüssel für ihre Handschellen abgenommen.
04:37Die Schlüssel sind dann zufällig in deine Sachen geraten.
04:41Du hast gewusst, dass Annabelle Viktoria auf dem Gewissen hat.
04:44Du hast nichts gesagt.
04:46Im Gegenteil.
04:48Du hast dein Meinheit geleistet.
04:50Mit deiner Hilfe ist Annabelle damals wieder freigekommen.
04:52Und konnte Helenas Ermordung planen.
04:54Oder willst du das leugnen?
04:58Es gibt nichts, was ich mir bereue.
05:02Aber ich habe diesen Meinheit damals vor Gericht gestanden.
05:06Um die ganze Wahrheit zu sagen.
05:12Zum wievielten Mal eigentlich? Entschuldige, ich habe nie mitgezählt.
05:18Beantworte mir nur eine Frage.
05:21Wo ist Annabelle?
05:25Ich weiß es nicht.
05:30Okay.
05:32Als wir uns vor sechs Jahren das letzte Mal gesehen haben,
05:34da habe ich dir gesagt, dass du nicht mehr meine Tochter bist.
05:38Solange du nicht ehrlich sein kannst,
05:41wird sich daran auch nichts ändern.
05:45Halt dich von mir fern.
05:48Und von meiner Familie.
06:19Ich hatte so sehr gehofft, dass Richard mir irgendwann glauben wird.
06:23Ich bin unschuldig.
06:24Ich habe Annabelle nicht bei der Flucht geholfen.
06:27Es fühlt sich schrecklich an, die Wahrheit zu sagen und der eigene Vater, der einem so viel bedeutet, glaubt es
06:31nicht.
06:33Egal, was ich auch sage oder tue, er will einfach nicht erkennen, wie sehr ich mich verändert habe.
06:39Was soll ich nur tun?
06:41Wie kann ich zu ihm durchdringen?
06:45Nur Annabelle kann meine Unschuld bezeugen.
06:47Sie weiß, dass ich ihre Flucht verhindern wollte.
06:49Aber Annabelle ist geflohen.
06:52Richard glaubt, dass ich weiß, wo sie ist und es nicht sage.
06:55Dabei würde ich alles tun, um sie zu finden.
06:58Nur sie kann meine Unschuld bestätigen.
07:02Auf uns.
07:09Am besten ist, wir rufen gleich am Standesamt an und nehmen den nächstmöglichen Termin.
07:15Aus dir soll mal einer schlau werden.
07:17Erst lässt du dir alle Zeit der Welt und dann kannst du auf einmal nicht schnell genug gehen.
07:21Du bist verrückt.
07:23Ich will dir nur ersparen, dass du nicht noch einen dritten Heiratsantrag machen musst.
07:27Ich bin unschuldig, Frau Anwältin.
07:30Denn alle Fälle, die ich angenommen habe, hätten es mir durchaus erlaubt, dich schon viel früher zu heiraten.
07:35Ja, ja, ich bekenne mich schuldig.
07:37Es tut mir leid.
07:38Das musst du nicht.
07:40Alles, was du tust, das tust du mit Leidenschaft.
07:42Und dafür liebe ich dich.
07:44Außerdem war ich sehr gerne mit dir verlobt.
07:46Und wichtig ist ja jetzt nur, dass es endlich klappt.
07:50Das wäre das.
07:52Ich will dich heiraten.
07:54Und das so schnell wie möglich.
07:56Oh, wenn du das ernst meinst, dann müssen wir sofort zum Flughafen und ab nach Las Vegas.
08:01Aber ich fürchte, dass uns unsere Familien und unsere Freunde das niemals verzeihen werden.
08:06Und in wenig Zeit, um eine schöne Hochzeitsfeier zu planen, brauchen wir schon.
08:11Ich brauche keine Feier.
08:13Ich brauche dich, den Pfarrer und vielleicht eine schöne Hochzeitsreise.
08:36Konrad und Elsa haben sich gemeldet.
08:39Sie sind jetzt am Komasee angekommen und haben einen wunderschönen Wohnwagen.
08:44Sie werden sicher herrliche Flitterwochen erleben.
08:46Davon gehe ich doch aus, nach sechs Jahren warten.
08:51Von warten kann ja wohl keine Rede sein.
08:54Immerhin leben die beiden ja schon längere Zeit zusammen in einem Haus mit Ihnen, Vorlandmann.
09:01Die beiden sind ja auch heute jung und nicht vor hundert Jahren.
09:05Sagen Sie, müssen Sie nicht heute zum Arzt?
09:08Ja, ich habe in einer halben Stunde Termin.
09:10Ich hoffe, dass alles gut ist bei Ihnen und Sie nicht wieder einen Schwächeanfall bekommen.
09:17Herr van Weyden, können wir etwas für Sie tun?
09:25Ab sofort werden Sie dafür sorgen, dass Nora keinen Schritt mehr in mein Haus oder auf mein Grundstück setzt.
09:29Haben Sie mit Nora gesprochen?
09:32Nora hat Hausverbot.
09:34Ich will Sie hier nicht mehr sehen.
09:35Aber Nora hat doch rein zufällig am Katering ausgeholfen.
09:38Sie konnte doch nicht wissen, dass Sie zur Hochzeit kommen.
09:41Ob zufällig oder nicht, ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt.
09:44Selbstverständlich, Herr van Weyden.
09:45Herr van Weyden.
09:46Frau Landmann!
09:48Das ist eine Arbeitsanweisung und ich erwarte, dass sie befolgt wird.
09:59Vielen Dank.
10:00Sag mal, was hältst du davon, wenn wir den Rest des Nachmittags einfach freimachen und schwänzen?
10:06Kannst du dir das denn erlauben?
10:08Selbstverständlich.
10:08Das ist ein besonderer Tag und da sollte es nur dich und mich geben.
10:12Klingt sehr verlockend.
10:16Geh ran, du.
10:18Oh, der Architekt.
10:20Herr Lohnbrink, ja?
10:23Oh, das halte ich für eine großartige Idee.
10:25Natürlich machen wir das.
10:27Oh, wie jetzt gleich.
10:29Moment.
10:31Geh ruhig.
10:32Aber das ist unser Tag.
10:33Ich will doch mit dir feiern.
10:34Aber es geht auch um unser Haus.
10:36Und je schneller es fertig ist, umso schneller können wir einziehen.
10:39Und das Feiern holen wir nach.
10:41Ich verspreche es dir.
10:42Versprochen?
10:42Ja.
10:44Herr Lohnbrink, in einer halben Stunde.
10:46Bis gleich.
10:48Sag mal, willst du nicht einfach mitkommen?
10:50Ich will nicht jede Entscheidung alleine fällen.
10:52Das ist auch dein Haus.
10:53Nicht, dass es nachher noch Beschwerden gibt.
10:54Ach komm, ich steig bei diesen Plänen sowieso nicht durch.
10:56Und ich bin mir ganz sicher, dass du alles genau richtig entschieden wirst.
11:00Nein, ich nehm nicht einfach mit.
11:01Komm.
11:03Ich koche uns was schon aus, okay?
11:05Also gut.
11:07Ich kann's kaum erwarten.
11:08Mhm.
11:35Hausverbot.
11:36Also das geht nur wirklich zu weit.
11:39Das Mädchen ist seine Tochter und nicht irgendein hergelaufener Straßendieb.
11:43So kann man doch mit seinen Kindern nicht umgehen.
11:45Herr von Weiden gibt sich vielleicht nur so hart und unnachgiebig.
11:48Ja, wahrscheinlich tut er das.
11:51Was man am meisten liebt, kann einen auch am meisten verletzen.
11:55Er ist felsenfest davon überzeugt, dass seine Tochter mit Frau Grafenberg zusammengeflohen ist.
12:01Was ich in letzter Zeit immer weniger glaube.
12:04Insbesondere seit Sie mit Fräulein von Weiden geredet haben.
12:06Ja.
12:08Eigentlich konnte ich mich auf meine Menschenkenntnis immer verlassen.
12:11Sie hat gesagt, dass sie mit der Flucht von Annabelle nichts zu tun hatte.
12:15Und ich habe ihr dabei in die Augen gesehen.
12:17Ich glaube nicht, dass sie gelogen hat.
12:19Immerhin hat sie mir möglicherweise das Leben gerettet.
12:22Mhm.
12:23Sie hat sich bei ihrem Schwächeanfall vorbildlich verhalten.
12:27Und wenn sie die Wahrheit sagt, ist dem armen Mädchen wirklich furchtbares Unrecht geschehen?
12:33Ja.
12:33Dann hat sie neben ihrer eigentlichen Haftstrafe drei Jahre zusätzlich unschuldig im Gefängnis gesessen.
12:41Aber wie will man das feststellen?
12:45Nur Annabelle Grafenberg könnte die Wahrheit sagen über das, was wirklich geschehen ist, auf dem Weg ins Gefängnis.
12:51Aber die wird ein Teufel tun und aus ihrem Versteck riechen.
13:11Ich glaube, ich sollte das jetzt nicht tun.
13:17Hör nicht auf.
13:21Wie kann ich dich?
13:24Ich komme zurück, wenn ich Annabelle gefunden und an die Polizei übergeben habe.
13:29Das soll ich ab jetzt hier für den Rest meines Lebens auf dich warten.
13:34Der falsche Zeitpunkt, als dem wir uns kennengelernt haben.
13:42Liebvoll.
13:44Das soll ich bei Ihnen nehmen.
14:42Untertitelung. BR 2018
14:55Ja, verstehe. Ja? Ja, gut, dann bis in ein paar Tagen. Ja, mach's gut, Sascha.
15:01Ich soll dich schön grüßen von deinem Sohn. Die Geschäftsreise wird ein paar Tage länger dauern als erwartet.
15:09Zähe Verhandlung?
15:11Er wird sich schon durchbeißen. Ich hab ihm nicht gesagt, dass Nora aus der Haft entlassen wurde.
15:18Wieso auch? Er kennt seine Schwester nicht.
15:22Richard, wir leben hier seit vier Jahren zusammen, Sascha, du und ich.
15:27Seitdem wurde das Thema Nora praktisch totgeschwiegen. Das geht doch so nicht weiter.
15:31Du kennst meine Haltung zu diesem Thema.
15:33Wir werden ihm seine Schwester auf Dauer nicht vorenthalten können.
15:37Ich habe gerade dafür gesorgt, dass Nora dieses Haus nicht mehr betreten wird.
15:41Wie, du hast ihr Hausverbot erteilt?
15:44Ja.
15:46Und ich werde ganz bestimmt nicht akzeptieren, dass ihr hinter meinem Rücken glückliche Familie spielt.
15:50Richard!
15:51Entschuldige bitte.
15:53Ich erwarte, dass du mich unterstützt und meine Entscheidung akzeptierst.
15:59Nora soll sich von mir fernhalten. Und von meiner Familie.
16:06Ich werde nicht zulassen, dass sie mir noch einmal alles kaputt macht.
16:19Sind Sie schon zurück, Herr Adam?
16:21Das ging aber schnell.
16:24Ja, es hat immerhin sechs Jahre gedauert.
16:27Friedrich.
16:28Hallo, Eva.
16:30Bist du es wirklich?
16:32Ja, ich bin es wirklich.
16:34Lass dich anschauen.
16:39Schmal bist du geworden.
16:41Aber du bist es. Du bist es wirklich.
16:45Heißt das, du hast Annabelle gefunden?
16:48Nein.
16:50Nein.
16:51Ich war manchmal ganz knapp dran, aber sie ist mir immer entwischt.
16:55Du hast sicher alles Menschenmögliche getan.
16:59Und, ich meine, willst du es etwa noch mal versuchen?
17:03Ich glaube, ich, ich glaube, ich muss mich erst mal setzen.
17:08Entschuldige.
17:08Ich, ich, ich wollte dich nicht so überfallen, aber weißt du, du hast so plötzlich wieder in der Tür gestanden.
17:13Und warum hast du denn nicht angerufen?
17:16Ich, ich wusste ja selbst nicht, wann ich ankam.
17:18Aber jetzt bist du wieder da.
17:20Du bist richtig wieder da.
17:23Ich bin so froh, dich wiederzusehen.
17:34Hey, ich glaube es ja nicht.
17:35Mein Bruder geht einkaufen, es geschehen noch Zeichen und Wunder.
17:38Komm, komm, das ist nicht das erste Mal.
17:40Oh ja, lass mich überlegen.
17:41Du wohnst seit sechs Jahren bei mir und stimmt, du warst einmal einkaufen und hast sogar einmal für mich gekocht.
17:47Ich glaube hoch und heilig, ich werde mich bessern.
17:49Aber jetzt erzähl mal, was soll denn das hier darstellen?
17:51Das hier ist unser Traumhaus und Michael trifft sich gerade mit dem Architekten.
17:57Was?
17:59Ich bin sprachlos.
18:00Eheringe hat er auch schon besorgt.
18:02Tja, Verlobungsringe hatten wir ja schon.
18:04Das klingt ja wirklich nach Nägeln mit Köpfen.
18:06Ja, von mir aus könnten wir morgen heiraten und übermorgen in das Haus einziehen.
18:10Moment, Moment.
18:12Erst willst du ewig nicht und jetzt kannst du ja auf einmal nicht schnell genug gehen.
18:14Naja, ich meine, irgendwann muss man es einfach tun.
18:17Sonst wird doch nie was draus.
18:19Du bist ja wirklich sicher, dass du das willst?
18:21So sicher war ich mir noch nie.
18:24Sag mal, Sophie, ist irgendwas?
18:26Das soll denn sein?
18:28Naja, du hast das selber gesagt, du bist nicht so ein überschwänglicher Typ, aber naja, wenn man dich kennt, man
18:34könnte schon ein bisschen ins Grübeln kommen.
18:37Okay.
18:39Weißt du, das, worauf ich deiner Meinung nach all die Jahre gewartet habe, ist heute eingetreten.
18:45Frederik ist wieder da.
18:51Also, gibt es keine Spur von Annabelle?
18:55Sie muss in Brasilien, im Amazonasgebiet, untergetaucht sein.
18:58Es ist riesig.
19:01Ich habe Annabelle all die Jahre immer wieder ganz knapp verpasst.
19:04Zuerst in Libyen, dann habe ich eine Spur nach Venezuela verfolgt, von dort nach Chile.
19:09Und irgendwann ist sie in Brasilien untergetaucht.
19:14Ja.
19:15Selbst mit Privatdetektiven ist es mir nicht gelungen, sie zu fassen.
19:18Diese Frau ist wie ein Phantom.
19:22Willst du die Suche jetzt aufgeben?
19:26Ich bin am Ende meiner Kräfte.
19:28Und es ist mir klar geworden, dass ich nicht den Rest meines Lebens damit verbringen will, sie zu verfolgen und
19:32zu fangen.
19:33Das ist richtig, wenn du anfängst, dein eigenes Leben zu leben.
19:37Ja.
19:38Es ist höchste Zeit.
19:40Und jetzt, ich, meine, wirst du wieder nach Neuseeland auf dein Weingut gehen?
19:46Ich weiß noch nicht.
19:49So hast du immer als Junge geguckt, wenn du mir etwas verheimlichen wolltest.
19:55Es gibt kein Weingut mehr.
19:57Was?
19:59Ich habe das Anwesen verkaufen müssen.
20:01Um ehrlich zu sein, mein ganzes Vermögen ist weg.
20:05Und alles wegen Annabelle?
20:07Das ist ja schon...
20:09Mach dir keine Sorgen.
20:11Ich komme schon wieder auf die Beine.
20:14Übrigens, was ist denn in Falkenthal passiert?
20:18Mein Sohn hat endlich geheiratet.
20:21Herzlichen Glückwunsch.
20:22Ja, und Richards zweite Ehefrau, die Judith Wagner,
20:28die ist vor vier Jahren mit ihrem gemeinsamen Sohn hier eingezogen.
20:34Und die beiden sind sehr glücklich.
20:38Das freut mich für ihn.
20:41Ja, er glaubt, dass Nora für Annabelles Flucht verantwortlich ist.
20:47Kurz nachdem du Annabelle gefolgt bist, hat er mit Nora gebrochen.
20:52Und uns hat er angewiesen, alles aus dem Gutshaus zu entfernen,
20:56was ihn an seine Tochter erinnert.
20:58Das kann ich verstehen.
21:00Wenn Nora ihr nicht geholfen hätte,
21:01dann würde Annabelle jetzt lebenslängig hinter Gittern sitzen.
21:04Also, ich weiß mit der Zeit, ich weiß wirklich nicht, ob Nora...
21:07Aber Eva, die Beweise waren doch eindeutig.
21:10Aber mein Gefühl sagt mir dennoch etwas anderes.
21:14Ja, aber solange Annabelle hier nicht wieder auftaucht
21:18und dein Geständnis ablehnt,
21:19da werden wir wohl nie Gewissheit haben.
21:29Hast du Sophie schon gesehen?
21:34Die im Verlobten.
21:37Hat dir vor meinen Augen einen Antrag gemacht.
21:40Es tut mir leid.
21:43Was ist denn mit Nora?
21:44Wie lange dauert ihre Haftstrafe noch?
21:46Ach, also sie ist vor zwei Tagen entlassen worden.
21:50Vorzeitig, wegen guter Führung.
21:51Und wie ist sie jetzt?
21:53Sie ist noch hier in Falkenthal.
21:55Im Land Sino.
21:56Sie arbeitet als Kellnerin.
22:06Moment.
22:08Ich komme.
22:14Aufblick.
22:22Guten Tag, Herr Witt.
22:24Ich will die Miete für diesen Monat.
22:26280 Euro.
22:28Wieso die Miete?
22:28Ich wohne doch erst seit zwei Tagen hier.
22:30Ich kann ja nicht sicher sein,
22:32dass Sie den ganzen Monat bleiben.
22:33Sie haben von mir drei Monatsmieten Kautionen bekommen.
22:36Außerdem haben wir vereinbart,
22:37dass die Miete Ende des Monats gezahlt wird.
22:40Haben Sie das schriftlich?
22:41Nein, weil ich immer noch auf meinen Mietvertrag warte.
22:43Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen.
22:46Und Sie sind leider nicht die einzige Mieterin,
22:48bei der ich meiner Miete hinterherlaufen muss.
22:50Und wir haben was anderes vereinbart.
22:52Sie können froh sein,
22:53dass ich Ihnen die Wohnung überhaupt vermietet habe.
22:55Mit Ihrer Knastvergangenheit.
22:58Ich habe jetzt einen Job.
22:59Ich versuche, die Miete in den nächsten Tagen zu zahlen.
23:01Ist das okay?
23:02Oh, das sollten zwei besser.
23:05Sonst fliegen Sie ganz schnell wieder hier raus.
23:17Und?
23:18Wie lange bleibt Frederik noch in Falkenthal?
23:21Ich habe keine Ahnung.
23:23Ich meine, ich habe kaum mit ihm gesprochen.
23:25Deswegen die ganze Heiratseuphorie.
23:27Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.
23:29Komm, ist ja schon ein bisschen komisch.
23:30In dem Moment, wo Frederik auftaucht,
23:32kannst du es auf einmal gar nicht mehr erwarten,
23:33Michael zu heiraten.
23:34Du siehst das völlig falsch.
23:36Und wie siehst du das?
23:38Frederik hat mich vor sechs Jahren sitzen gelassen
23:40und er hat sich kein einziges Mal bei mir gemeldet.
23:42Und jetzt bin ich über ihn hinweg.
23:44Aha.
23:45Und dieser Mann ist mir völlig egal.
23:48Und Michael ist der Mann, den ich heiraten werde.
23:52Ich werde mit ihm ein Haus bauen,
23:53ich werde mit ihm eine Kanzlei gründen und Kinder haben.
23:56Das klingt auch gut, ja.
23:58Das klingt nicht nur gut, sondern sehr gut.
24:01Ich will ja nur, dass du glücklich wirst.
24:03Das werde ich.
24:04Übrigens, ich wollte nachher noch was kochen
24:06und, na ja, ein wenig feiern.
24:08Schon klar.
24:08Du brauchst eine sturmfreie Bude.
24:10Ich bin sowieso noch verabredet.
24:11Oh, mit Konstanz, he?
24:13Nein, mit einem Kollegen.
24:15Und was ist mit Konstanze?
24:17Was soll mit Konstanze sein?
24:18Wir sind gute Freunde.
24:20Wenn wir ab und zu mal der gleichen Meinung sein sollten.
24:25Was soll dieser Blick?
24:28Gute Freunde, ja?
24:30Allerdings.
24:31Mach dir mal keine Sorgen, ich komme schon klar.
24:33Mhm.
24:34So wie ich.
24:44Sie wollen einen Vorschuss?
24:46Es ist wirklich dringend.
24:49Ich kann so viele Schichten übernehmen, wie Sie wollen.
24:52Das geht nicht.
24:53Wir zahlen immer erst am Ende des Monats.
24:54Vielleicht machen Sie bei mir mal eine Ausnahme.
24:56Ich brauche auch nur einen Teil meines Lohns.
24:59Und wer garantiert mir, dass Sie den ganzen Monat hier arbeiten?
25:01Ich gebe Ihnen mein Wort.
25:02Wenn Sie wollen, auch schriftlich.
25:06Ich wüsste nicht, wie ich einen Vorschuss in Ihrem Fall rechtfertigen sollte.
25:10Weil ich im Gefängnis war.
25:13Weil Sie erst einen Tag bei uns sind.
25:15Es geht wirklich nicht.
25:18Trotzdem danke.
25:29Der Herr da drüben möchte mit Ihnen sprechen.
25:40Friederik.
25:41Hallo, Laura.
25:43Nehmen Sie Platz.
25:49Herr Adam, da sind Sie ja.
25:53Sie wissen nicht, wer gerade hier war.
25:55Keine Ahnung.
25:56Tja, Friederik Grafenberg.
25:59Mein lieber Friederik.
26:01Der stand plötzlich in der Tür.
26:03Das ist doch unglaublich.
26:05Ich hoffe, es geht ihm gut.
26:07Ja, wie man es nimmt.
26:09Er ist am Ende seiner Kräfte.
26:11Hat alles verloren.
26:12Das ist ja furchtbar.
26:14Wieder etwas, wofür Annabelle Grafenberg verantwortlich ist.
26:18Hoffentlich weiß er etwas über den Verbleib von ihr.
26:21Nein.
26:22Er hat die Suche aufgegeben.
26:25Das ist wirklich sehr bedauerlich.
26:27Aber jetzt zu Ihnen.
26:29Was sagt der Arzt?
26:30Gibt es schon Untersuchungsergebnisse?
26:32Äh, der Untersuchungsbericht ist noch nicht fertig.
26:52Sie wissen also nicht genau, wo Annabelle sich in Brasilien versteckt hält?
26:56Ich war die letzten sechs Jahre im Gefängnis.
26:59Sie haben keinen Kontakt mit Ihrer Mutter gehabt?
27:00Nein, habe ich nicht.
27:03Vielleicht sollte ich mir ein Schild umhängen, auf dem steht, ich habe keinen Kontakt zu Annabelle.
27:06Das würde viel Zeit sparen.
27:08Sie haben mir doch bei der Flucht geholfen.
27:09Nein, habe ich nicht, Friederik.
27:11Sie und ich.
27:12Wir haben dafür gesorgt, dass Annabelle vor Gericht den Mord an Helena gestanden hat.
27:17Dann haben Sie Panik bekommen?
27:18Nein!
27:21Ich glaube Ihnen einfach nicht.
27:25Ich kann nicht mehr.
27:28Annabelle ist die einzige Person, die bezeugen kann, dass ich nichts mit ihrer Flucht zu tun habe.
27:32Und erst, wenn meine Unschuld bewiesen ist, kann ich ein neues Leben anfangen.
27:36Ich muss jetzt auch ein neues Leben anfangen.
27:39Ich habe sechs Jahre mit einer völlig sinnlosen Suche verbracht.
27:42Das war aber Ihre Entscheidung, nicht meine.
27:47Okay, ich weiß nicht, wo Annabelle ist.
27:50Und Sie wollen mir offensichtlich nicht helfen.
28:14Keiner glaubt mir.
28:16Und wie soll sich das jemals ändern, solange ich meine Unschuld nicht beweisen kann?
28:21Ich habe mich noch nie so hilflos gefühlt.
28:27Wird Frau Wagner nicht zum Essen erscheinen?
28:33Das sieht nicht so aus.
28:35Soll ich mit dem Auftragen noch warten?
28:38Nein, nein.
28:40Fangen Sie ruhig schon an, aber nur ein bisschen.
28:41Ich habe keinen großen Hunger.
28:42Sehr wohl, Herr Van Breiden.
29:11Du würdest mir glauben, Alexander.
29:13Das weiß ich.
29:16Warum kannst du nicht hier sein bei mir?
29:19Du fehlst mir.
29:31Frau Wagner?
29:33Darf ich reinkommen?
29:43Das ist wirklich eine hervorragende Idee.
29:46Herr Lohnbrink, ich glaube, meine Verlobte wird sich sehr über einen begehbaren Kleiderschrank freuen.
29:51Ich danke Ihnen.
29:52Das freut mich, Herr Adam.
29:53Wir bleiben in Kontakt.
29:53Selbstverständlich.
29:54Kommen Sie gut nach Hause.
29:57Entschuldigung.
29:59Würden Sie mir bitte die Rechnung bringen?
30:01Und dann habe ich noch eine Bitte.
30:02Ich bräuchte eine Flasche Rotwein für zu Hause.
30:04Können Sie mir einen empfehlen?
30:06Nehmen Sie den Chateau de Klerk.
30:08Der 2004er ist ein guter Jahrgang.
30:10Danke.
30:12Den probiere ich.
30:13Sehr gerne.
30:15Entschuldigung.
30:16Sind Sie nicht der Bekannte von Sophie?
30:20Sophie Nowak, meine Verlobte.
30:22Ja, richtig.
30:24Sie waren vorhin so schnell weg.
30:25Sie muss sie ganz knapp verpasst haben.
30:27Entschuldigung.
30:27Ich habe ihn noch gar nicht vorgestellt.
30:30Michael Adam.
30:32Friedrich Grafenberg.
30:34Friedrich Grafenberg?
30:35Der Friedrich Grafenberg?
30:37Sie haben damals in dem Prozess gegen Annabelle Grafenberg ausgesagt.
30:41Bestimmt.
30:43Sophie hat mir sehr viel von diesem Fall erzählt.
30:45Ich bin auch Anwalt.
30:46Und nach allem, was ich gehört habe, müssen Sie großartig gewesen sein.
30:50Was hat sie denn sonst so erzählt?
30:51Ich fiel nur, dass sie in, was war es noch?
30:55Neuseeland.
30:56Und in Neuseeland Weinbau betreiben.
30:58Stimmt's?
31:00Dankeschön.
31:01Ist es der?
31:04Was halten Sie davon, wenn Sie mich zu Sophie begleiten?
31:07Und wir gemeinsam diese Flasche verkosten?
31:11Das ist sehr verlockend.
31:12Wir wohnen wirklich nur kurz ums Eck.
31:14Und Sophie würde sich sicherlich freuen, Sie zu sehen.
31:18Ich glaube, das geht einfach nicht.
31:19Ach, kommen Sie.
31:20Für diesen Moment haben Sie doch Zeit.
31:21Eine halbe Stunde.
31:22Mehr ist es nicht.
31:22Kommen Sie.
31:24Hm?
31:27Hat mein Vater Sie geschickt?
31:29Nein, Richard weiß nicht, dass ich hier bin.
31:31Was wollen Sie denn hier?
31:33Ich dachte, es wäre schön, wenn wir uns ein bisschen näher kennenlernen würden.
31:39Wissen Sie, Nora, ich liebe Ihren Vater sehr.
31:44Wir leben seit vier Jahren zusammen und ich kenne ihn nur als gerechten und versöhnlichen Menschen.
31:49Außer in einer Sache.
31:51Er hat all die Jahre versucht, Sie zu vergessen und aus seinem Leben zu verbannen.
31:57Aber es ist ihm nicht gelungen.
32:00Als Sie sich begegnet sind auf Elsass und Konrads Hochzeit, das hat ihn sehr mitgenommen.
32:06Er hat gesagt, ich soll nie wieder einen Fuß auf seinen Boden setzen.
32:09Nora, er hat nicht mit Ihnen abgeschlossen.
32:12Ganz im Gegenteil.
32:14Wenn Sie ihm gleichgültig wären, würde er doch nicht so heftig reagieren.
32:23Ich vermisse ihn.
32:28Luisa, meine Schwester, lebt in Neuseeland.
32:32Richard ist der einzige Mensch, den ich noch habe.
32:39Nach den wenigen Erzählungen habe ich sie mir ganz anders vorgestellt.
32:45Richard hat doch bestimmt kein gutes Haar an mir gelassen.
32:49Wissen Sie, wenn wir verletzt sind, dann verzerrt sich manchmal die Erinnerung.
32:57Deshalb wollte ich mir ja ein eigenes Bild von Ihnen machen.
33:00Ich wollte wissen, wer Richards Tochter wirklich ist.
33:08Das duftet ja, Frau Landmann.
33:10Das Essen, das Sie für Hanf an Weiden gekocht haben, sah auch schon sehr gut aus.
33:15Davon ist leider nichts mehr übrig.
33:17Aber Sie kochen doch immer so viel, dass für uns beide was übrig bleibt.
33:21Ja, tut mir leid, da muss ich mich für heute verschätzt haben.
33:25Ist es Ihnen nicht gut?
33:27Wieso?
33:28Was meinen Sie denn?
33:29Das ist das erste Mal, dass Sie freiwillig einen Fehler einräumen.
33:32Das wundert mich sehr.
33:33Ach, ich bin also nicht nur neugierig und mische mich in Dinge anderer Leute ein.
33:38Jetzt bin ich auch noch recht aberisch.
33:40Schwamm drüber.
33:41Ich habe uns etwas anderes gekocht.
33:43Was haben Sie denn gezaubert?
33:45Das sieht schon sehr gut aus.
33:46Und das Fleisch befindet sich im Herd?
33:49Es gibt kein Fleisch.
33:50Und dann ist das die Vorspeise?
33:53Ja, auch.
33:55Wie kann ich das verstehen?
33:58Das ist die Vor-, die Haupt- und die Nachspeise.
34:03Mhm.
34:04Fettarm, schmackhaft und sehr gesund.
34:09Frau Landmann, haben Sie etwa wieder in meinen Privatsachen herumgeschnüffen?
34:13Wie bitte?
34:15Das ist doch unerhörert.
34:17Das wäre nicht das erste Mal.
34:20Haben Sie vielleicht zufälligerweise das hier gelesen?
34:29Richard war dabei, als man die Schlüssel für Annabels Handschellen in meinen Sachen gefunden hat.
34:34Von da an war er überzeugt von meiner Schuld.
34:36Wie jeder andere auch.
34:37Und ich bin für sechs statt für drei Jahre ins Gefängnis gegangen.
34:41Und als ich nachts im Gefängniskrankenhaus wach wurde, nachdem ich mein Kind verloren hatte und die Tür unverschlossen war, bin
34:51ich einfach gegangen.
34:53Aber Sie sind freiwillig ins Gefängnis zurückgekehrt.
34:57Ich bin dann nach Hamburg gefahren und habe mir ein Ticket gekauft, um das Land zu verlassen.
35:02Aber ich wollte auch nicht permanent auf der Flucht sein.
35:05Und ich habe begriffen, dass man nicht vor sich selbst fliehen kann.
35:10Und ich habe gehofft, dass Richard vielleicht doch irgendwann meine Unschuld erkennt und mir verzeihen wird.
35:21Vielleicht braucht er noch ein bisschen Zeit.
35:23Meinen Sie nicht, dass sechs Jahre genug sind?
35:28Schon gut.
35:31Ich weiß nicht, ob Ihnen das was bedeutet, aber ich für meinen Teil bin sehr froh, dass wir uns kennengelernt
35:36haben.
35:38Danke.
35:40Und danke, dass Sie mir zugehört haben.
35:42Es gibt im Moment nicht viele Menschen, die das tun.
35:45Ich habe mir jetzt mein eigenes Bild von Ihnen gemacht.
35:48Und was ich sehe, ist eine sehr mutige, starke junge Frau.
35:53Nora, Sie haben so viel durchgemacht.
35:55Geben Sie jetzt nicht auf.
35:57Glauben Sie an sich.
35:57Das werde ich.
35:59Ich bin sicher, es wird sich lohnen.
36:01Sie sind frei.
36:02Sie sind noch so jung.
36:03Sie werden Ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen können.
36:11Alles gut.
36:12Danke.
36:24Also gut.
36:26Ich habe Ihre Untersuchungsergebnisse gelesen.
36:28Aber nur, weil ich prüfen wollte, ob Sie mich anlügen.
36:31Von wegen keine Ergebnisse.
36:34Ich wollte mich erst mal selbst damit befassen.
36:37Ich wusste doch, dass Sie keine Ruhe geben, wenn ich Ihnen sage, dass ich den Bericht schon habe.
36:41Und?
36:42Wäre das denn so schlimm?
36:43Ich wollte keine schlafenden Hunde wecken.
36:45Also, wenn Sie mich für einen schlafenden Hund halten, dann kennen Sie mich aber schlecht.
36:49Nein, Sie sind ein... Sie sind sehr wachsam, Frau Landsmann.
36:53Ja, Sie sollten durch diese Ergebnisse wachgerüttelt worden sein.
36:57Denn Sie haben sehr hohe Cholesterin- und Blutwerte.
37:01Außerdem hatten Sie einen schlechter Anfall.
37:03Aber es geht mir wesentlich besser.
37:05Ja, und da denken Sie, Sie können so weitermachen wie vorher?
37:09Was soll denn schon passieren?
37:10Ach so, was passieren soll?
37:12Sie könnten doch wieder aus den Puschen kippen.
37:14Und diesmal wäre denn keine Nora da, um Ihnen zu helfen.
37:18Sie machen sich Sorgen, nämlich...
37:21Pappalapapp.
37:23Bilden Sie sich bloß nichts ein.
37:25Das ist wirklich sehr nett von Ihnen.
37:28Sie sollten das nicht überbewerten.
37:30Ich brauche Ihre Hilfe, ihr.
37:32Und ehe ich mich an jemanden Neuen gewöhne...
37:35Das ist wirklich sehr schmackhaft.
37:37Schön, dass es Ihnen schmeckt.
37:39Dann fällt es Ihnen leichter, sich daran zu gewöhnen.
37:47Was ist denn das?
37:48Ihr neuer Diätplan.
37:50Ihr was?
37:51Soll ich's buchstabieren?
38:05Judith, da bist du ja.
38:08Ich...
38:09Ich möchte mich bei dir entschuldigen für meinen Ton, Farin.
38:12Ich hätte dich nicht anfahren dürfen.
38:13Ich bin dir nicht böse.
38:15Ich kann ja verstehen, dass du aufgebracht bist.
38:18Ich bin froh, dass du mich jetzt verstehst.
38:21Lass uns einfach nicht mehr davon reden.
38:26Ich denke, so einfach ist das nicht.
38:29Wie meinst du das?
38:30Ich bin gerade bei Nora gewesen.
38:35Wie bitte?
38:36Ich wollte deine Tochter kennenlernen und mir ein eigenes Bild von ihr machen.
38:41Hinter meinem Rücken?
38:43Wieso?
38:43Ich erzähle dir doch gerade davon.
38:45Aber es stimmt, ich hab dich nicht um Erlaubnis gefragt und ich muss das auch nicht.
38:50Natürlich musst du das nicht.
38:51Aber du weißt ganz genau, dass ich nicht möchte, dass Nora Kontakt zu unserer Familie hat.
38:55Nora ist keine Gefahr für unsere Familie.
38:59Alles, was sie möchte, ist ein Neuanfang.
39:02Richard, deine Tochter lebt unter sehr ärmlichen Verhältnissen.
39:04Sie geht Kellnern, um ihre Miete zahlen zu können.
39:07Ich finde, sie ist sehr stark.
39:11Sie möchte sich einfach mit dir versöhnen.
39:14Oh Gott, du hast dich von ihr einwickeln lassen.
39:18Richard?
39:19Nein, Judith, nein, nein, nein.
39:20Ich kenne sie besser als du.
39:22Und du weißt ganz genau, ich habe dir gesagt, ich möchte sie nicht mehr in meinem Leben haben.
39:25Und was machst du?
39:26Du gehst hin und hältst mit ihr Kaffeekränzchen.
39:28Jetzt mach aber mal einen Punkt.
39:32Jeder macht Fehler.
39:34Du hattest 30 Jahre lang keinen Kontakt zu deinem Sohn.
39:37Aber Sascha hat dir verziehen, weil er froh war, seinen Vater zu finden.
39:40Und weil er dein Sohn sein will.
39:42Und Nora ist deine Tochter.
39:45Ich finde, sie hat ein Recht darauf, dass du ihr eine Chance gibst.
39:52Hallo?
39:53Perfektes Timing. Das Essen ist gleich fertig.
39:57Das riecht aber auch wunderbar.
39:59Ups, ich hoffe, es schmeckt auch so. Ich habe mein Bestes gegeben.
40:01Ey, Finger weg, ja?
40:02Ich habe mir noch einen Rotwein mitgebracht.
40:04Du bist ein Gedanke, dieser. Wir hatten keine mehr.
40:06Und ich habe noch was mitgebracht.
40:08Ach ja?
40:08Überraschung.
40:09Ja?
40:12Guten Abend, Sophie.
40:20Frau Wagner hat recht.
40:22So wie Richard sich verhält, hat er noch nicht mit mir abgeschlossen.
40:27Wer weiß.
40:28Vielleicht wird sie sich für mich einsetzen und ihn dazu bewegen, mir noch eine Chance zu geben.
40:33Und ich bekomme die Möglichkeit, ihn davon zu überzeugen, dass er sich geirrt hat.
40:46Richard.
40:49Hallo, Nora.
40:51Magst du reinkommen?
40:56Danke, ich will nicht lange bleiben.
40:58Möchtest du was trinken?
41:00Nein, danke.
41:02Judith war hier?
41:04Ja.
41:05Sie ist ja nett.
41:06Sie hat mir erzählt, dass du in finanziellen Schwierigkeiten bist.
41:10Es geht schon.
41:11Ich arbeite jetzt im Lanzino.
41:17Das sind 30.000 Euro.
41:20Das dürfte erst einmal genügen.
41:23Nimm das Geld und fang irgendwo neu an.
41:26Möglichst weit weg von Falkenthal.
41:34Es gibt keinen Grund für sie, in Falkenthal zu bleiben.
41:36Doch, du bist der Grund.
41:38Du bist alles, was sie hat.
41:39Ich will aber nicht der Grund sein.
41:41Verstehst du das nicht?
41:42Was willst du, Sophie?
41:43Was macht dich glücklich?
41:45Michael macht mich glücklich.
41:46Ich weiß noch nicht wie, aber ich habe vor, die Manufaktur zu retten.
41:49Es gibt nur ein Problem.
41:50Meine Erfahrungen in dieser Branche sind sehr gering.
41:54Und deshalb wollte ich Sie bitten, Herr Grafenberg, mir als Berater zur Seite zu stehen.
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