- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Hallo, Sophie.
00:01Seit wann bist du wieder da?
00:03Gerade angekommen.
00:04Was willst du hier?
00:07Es ist vorbei.
00:08Die Suche nach Annabelle ist vorbei.
00:11Ich kann nicht mehr.
00:12Aber was willst du hier?
00:15Dich sehen.
00:19Nora ist keine Gefahr für unsere Familie.
00:22Alles, was sie möchte, ist ein Neuanfang.
00:24Oh Gott, du hast dich von ihr einwickeln lassen.
00:28Richard?
00:29Nein, Judith, nein, nein, nein.
00:30Ich kenne sie besser als du.
00:32Und du weißt ganz genau, ich habe dir gesagt,
00:34ich möchte sie nicht mehr in meinem Leben haben.
00:36Und was machst du?
00:37Du gehst hin und hältst mit ihr Kaffeekränzchen.
00:39Jetzt mach aber mal einen Punkt.
00:43Jeder macht Fehler.
00:44Du hattest 30 Jahre lang keinen Kontakt zu deinem Sohn.
00:47Aber Sascha hat dir verziehen,
00:49weil er froh war, seinen Vater zu finden.
00:51Und weil er dein Sohn sein will.
00:52Und Nora ist deine Tochter.
00:55Ich finde, sie hat ein Recht darauf,
00:57dass du ihr eine Chance gibst.
00:59Judith war hier?
01:00Ja.
01:01Sie ist ja nett.
01:02Sie hat mir erzählt,
01:03dass du in finanziellen Schwierigkeiten bist.
01:06Es geht schon.
01:08Das sind 30.000 Euro.
01:11Nimm das Geld und fang irgendwo neu an.
01:15Möglichst weit weg von Falkenthal.
01:29Das ist schon mal.
01:32Das ist schon mal.
01:36Das ist schon mal.
01:53Das kannst du nicht machen.
01:57Mit diesem Geld wird dir ein Neuanfang sicher leichter fahren.
02:01Ich will dein Geld nicht.
02:02Sicher?
02:04Dieses Geld könnte deine Probleme lösen.
02:07Und meine auch.
02:09Deine Probleme?
02:11Ich lebe seit über vier Jahren in einer sehr harmonischen Beziehung.
02:14Und kaum taust du hier auf, schon geraten Judith und ich ständig aneinander.
02:18Aber das wollte ich nicht.
02:20Gut.
02:22Dann tu mir den Gefallen, nimm die 30.000 und geh weg von hier.
02:25Du kannst überall neu anfangen.
02:27Und nicht hier in Falkental.
02:45Auf unseren Gast.
02:46Und auf unsere Hochzeit natürlich.
02:54Als sie nämlich vorhin im Lanzino aufgetaucht sind, hatten wir uns gerade verlobt.
02:58Das habe ich mitbekommen.
03:00Im Grunde genommen schon zum zweiten Mal.
03:01Wir sind nämlich schon seit zwei Jahren verlobt.
03:03Aber diesmal meinen wir es ernst.
03:06Ja, ich glaube nicht, dass das unseren Gast interessiert.
03:08Doch, doch.
03:09Herzlichen Glückwunsch.
03:10Ja, und wir wollen auch bauen.
03:11Also das Modell da drüben, das soll mal unser Haus werden.
03:13So ungefähr soll es aussehen.
03:14Schön.
03:17Ja, ich glaube, es ist ziemlich spät.
03:19Ich muss gehen.
03:20Im Gegenteil, setzen Sie sich.
03:21Sie sind doch gerade erst angekommen.
03:23Außerdem müssen wir unbedingt noch den Wein probieren, den Sie uns empfohlen haben.
03:26Und dann vergessen Sie nicht das Essen.
03:28Das ist ja nett.
03:29Aber es wäre doch wirklich viel zu schade, wenn dein alter Bekannter jetzt schon wieder los muss.
03:32Ihr habt euch jahrelang nicht gesehen.
03:34Da gibt es bestimmt eine Menge zu erzählen.
03:35Und ich bin auch neugierig.
03:36Neuseeland, Weingut.
03:37Apropos Weingut.
03:38Jetzt mache ich den Wein auf.
03:41Ah, Sophie.
03:42Wenn ich den Korkenzieher nicht finde, dann ist er.
03:44Bei Tom im Zimmer.
03:45Bei Tom im Zimmer.
03:52Das war keine gute Idee.
03:56Du hast recht.
03:57Ich konnte nicht widerstehen.
04:00Ich wollte wissen, wie du lebst, wie es dir geht.
04:01Ja gut, jetzt weißt du es.
04:04Er ist nett.
04:05Er passt zu dir.
04:07Frederik, was hast du erwartet?
04:09Dass ich sechs Jahre lang auf dich warte?
04:12Natürlich nicht.
04:15Er weiß nichts von uns.
04:17Nein.
04:17Und ich will auch, dass das so bleibt.
04:20Und warum?
04:24Sophie, ich glaube, dein Bekannter hat genau deinen Geschmack getroffen.
04:33Mein Vater gibt mir Geld, um mich loszuwerden.
04:37Was glaubt er nur, was für ein Mensch ich bin.
04:40Ich hätte so auf eine zweite Chance gehofft.
04:44Vielleicht hat er es sich überlegt und es tut ihm leid.
04:50Herbert, Sie schon wieder.
04:52Allerdings.
04:52Und?
04:53Haben Sie die Miete?
04:55Wie stellen Sie sich das vor?
04:56Sie haben mir vorhin erst gesagt, dass Sie die Miete im Voraus wollen.
04:59Dann habe ich gesagt, okay, ich versuche das Geld irgendwie aufzutreiben.
05:02Also haben Sie es nicht.
05:04Ich habe versucht, Vorschuss auf mein Gehalt zu bekommen, aber das ist nicht möglich.
05:08Können Sie nicht warten bis zum Monat...
05:10Morgen früh will ich die Miete haben, sonst fliegen Sie hier raus.
05:32Frederik hat wirklich die letzten sechs Jahre damit verbracht, Annabelle zu suchen?
05:35Ja.
05:37Aber leider ohne Erfolg.
05:39Und jetzt hat er aufgegeben.
05:43Er hat ja schließlich sechs Jahre seines Lebens geopfert.
05:46Und nicht nur das.
05:48Er wäre doch glücklich geworden mit Sophie.
05:51Das war eine große Liebe.
05:53Und jetzt heiratet sie bald einen anderen.
05:57Und was will Frederik jetzt tun?
05:59Ich weiß es nicht.
06:01Über seine Pläne hat er mit mir nicht gesprochen.
06:04Ich weiß nur, dass er sein gesamtes Vermögen in den sechs Jahren ausgegeben hat.
06:12Auch sein Weingut in Neuseeland musste er verkaufen.
06:15Mein guter Freund für Nico.
06:19Frederik hat viel für den Jungen getan und sich immer sehr großzügig gezeigt.
06:24Wir sollten ihm helfen.
06:27Er hat viel für deinen Sohn getan, also sollten wir jetzt etwas für ihn tun.
06:31Zumal es uns inzwischen so gut geht.
06:33Das ist eine großartige Idee.
06:46Hallo.
06:48Hallo.
06:50Ich habe gerade mit Sascha telefoniert.
06:53Er kommt nächste Woche von seiner Geschäftsreise zurück.
06:55Dann haben wir unseren Sohn wieder bei uns.
06:59Schön.
07:02Richard, ich weiß, wie wenig du davon hältst, dass ich mich mit Nora getroffen habe.
07:06Du dich, bitte, bitte.
07:07Nicht schon wieder.
07:09Aber wir müssen darüber sprechen.
07:11Ich sehe doch, wie sehr dich das belastet.
07:12Nein, nein, nein, nein.
07:13Ich will damit abschließen.
07:15Das hast du die letzten sechs Jahre versucht.
07:17Ja, da ist es mir auch gelungen.
07:19Dass Nora wieder aufgetaucht ist.
07:21Du hast damit noch nicht abgeschlossen.
07:23Und das wird dir auch nicht gelingen.
07:25Nora ist deine Tochter und das wird sie auch immer bleiben.
07:28So wie sie Falkenthal verlassen hat, werde ich nicht mehr an sie denken.
07:31Wieso sollte sie Falkenthal verlassen?
07:33Sie hat sich gerade einen Job gesucht und eine Wohnung.
07:35Komm, Judith.
07:36Sie ist Kellnerin und lebt in einer Bruchbude.
07:41Du warst bei ihr?
07:44Ja.
07:47Was hast du ihr gesagt?
07:51Ich habe ihr Geld gegeben als Starthilfe,
07:53um dir nahegelegt, Falkenthal zu verlassen.
07:57Sag mir bitte, dass das nicht wahr ist.
08:06Asien, Afrika, Südamerika.
08:08Das ist wirklich beeindruckend, wo Sie überall schon gewesen sind.
08:11Nicht immer ganz freiwillig.
08:13Aber ich bin ziemlich herumgekommen.
08:15Ich glaube, jetzt untertreiben Sie ein bisschen.
08:17Sie haben gerade erzählt, dass Sie davor zwei Jahre in Neuseeland waren
08:20und davor mehrere Jahre, wenn ich das richtig verstanden habe, in Südafrika.
08:24In Südafrika habe ich eine Lodge aufgebaut.
08:26Meine Vier Daniel wohnt jetzt mit seiner Frau ganz in der Nähe.
08:30Ein Weingut in Neuseeland, eine Lodge in Südafrika.
08:34Und da kommen Sie ausgerechnet in das verschlafende Falkenthal zurück?
08:38Ich bin hier aufgewachsen.
08:41Haben Sie denn vor, länger zu bleiben?
08:44Das weiß ich noch nicht.
08:46Vielleicht können Sie uns ja einen Tipp für unsere Hochzeitsreise geben.
08:50Bitte?
08:51Ja, unsere Hochzeitsreise.
08:52Sie als Weltenbummler wissen doch sicherlich, wo das schönste Fleckchen ist für zwei frisch verheiratet.
08:58Wissen Sie, ich habe wirklich viel gesehen auf dieser Welt.
09:02Aber ich glaube, am schönsten ist es dort, wo man mit dem Menschen ist, den man am meisten liebt.
09:07Ich glaube, da haben Sie recht.
09:11Und du glaubst, du kannst dich mit 30.000 Euro aus seiner Verantwortung als Vater freikaufen?
09:15Sie wird das Geld für einen Neuanfang sicher gut gebrauchen können.
09:18Den du ihr nur ermöglichst, wenn sie aus Falkenthal verschwindet.
09:21Es gibt keinen Grund für sie, in Falkenthal zu bleiben.
09:23Doch, du bist der Grund. Du bist alles, was sie hat.
09:26Ich will aber nicht der Grund sein. Verstehst du das nicht?
09:29Du willst ihr ja nicht mal eine Chance geben.
09:31Sie hatte Chancen genug. Mehr als genug. Immer und immer und immer wieder. Irgendwann ist genug.
09:35Auch nachdem sie sechs Jahre lang im Gefängnis war?
09:37Wann, wenn nicht jetzt, hat sie noch eine Chance verdient?
09:40Nora hat gelogen. Sie hat intrigiert.
09:43Ihretwegen ist Annabelle immer noch auf freiem Fuß.
09:44Ach, Richard, ich kann es nicht mehr hören.
09:47Dass Nora sich auf die Seite ihrer Mutter gestellt hat, hattest du ihr längst verziehen.
09:50Ja, weil ich gedacht habe, dass sie sich endgültig von Annabelle abgewandt hat.
09:53Hat sie aber nicht.
09:55Hätte sie ihrer Mutter nicht zur Flucht verholfen?
09:57Nora bestreitet das.
09:58Ja, schlimm genug, dass sie immer noch nügt.
10:00Und solange sie das tut, will ich nichts mit ihr zu tun haben.
10:02Die Wahrheit werden wir wahrscheinlich nie herausbekommen können.
10:07Ich kenne die Wahrheit.
10:09Weil ich Nora kenne.
10:13Nach sechs Jahren Gefängnis kann man sich ändern.
10:16Nora wird sich nicht ändern.
10:18Glaub mir.
10:19Ich kenne sie besser als du.
10:41Danke, dass Sie so spontan noch für ein paar Stunden ausgeholfen haben.
10:45Wenn Sie die Stühle noch hochstellen könnten...
10:47Ja, klar, mache ich.
10:50Kann ich bei dir mitfahren?
10:51Ja, ich hole nur schnell meine Sache.
10:53Okay.
10:54Ich helfe dir dann solange.
10:56Danke.
11:01Wir erkennen uns ja noch nicht so lange.
11:05Ich habe ein Problem.
11:06Schieß los.
11:08Kannst du mir Geld leihen?
11:10Es ist so, mein Vermieter verlangt bis morgen früh die Miete, sonst schmeißt er mich raus.
11:14Du bekommst es sofort wieder, sobald ich meinen ersten Lohn habe.
11:17Tut mir echt leid.
11:18Ich kann gerade so die Klassenfahrt meines Sohnes bezahlen.
11:22Ja, dann geht's wohl nicht.
11:24Sorry.
11:25Tschüss.
11:26Ich werde ansprechen.
11:27Tschüss.
11:30Und absperren nicht vergessen.
11:32Ja, mache ich.
11:46Happy Birthday, Nora.
11:50Auf ein erfolgreiches und aufregendes neues Lebensjahr.
12:09Sag mal, wie war es denn eigentlich beim Architekten?
12:13Ach so, das habe ich dir ja noch gar nicht erzählt.
12:16Nein.
12:17Ich habe ja noch so eine klitzekleine Überraschung für dich.
12:19Ach ja?
12:20Und wie wäre?
12:22Was hältst du denn von einem riesigen, begehbaren Kleiderschrank, ganz allein für dich?
12:27Oh Gott, grandios.
12:32Das ist aber noch nicht alles.
12:35Was hältst du denn von einem großen Bad, ganz allein für dich?
12:39Das glaube ich jetzt nicht.
12:40Ach doch?
12:42Das klingt wundervoll.
12:45Vor allem, weil wir beide ja wissen, wer von uns zwei immer viel länger im Bad braucht.
12:49Das kann ja wohl nicht wahr sein.
12:50Jetzt fängst du schon wieder damit an.
12:52Das ist eine Frechheit.
12:53Es ist paradiesisch.
12:55Keine Wartezeiten mehr vor der Badezimmertür.
12:58Tja, ich bin keine 20 mehr.
13:00Ich gehe langsam auf die 40 zu.
13:01Das ist echt harte Arbeit im Bad.
13:03Sag mal, und was heißt es dann, wenn ich schneller im Bad bin?
13:07Oh.
13:09Na, dass du eine Naturschönheit bist.
13:23Sophie, was ist denn?
13:27Nichts, ich.
13:29Sophie, ist alles in Ordnung?
13:31Ja.
13:33Ich habe nur gerade gedacht, ich...
13:37Ich kann es noch gar nicht glauben.
13:39Ich meine, dass ich...
13:41Dass ich nun endlich deine Frau werden soll.
13:43Meine Frau?
13:46Sophie Adam.
13:50Wie klingt das?
13:52Zu schön, um wahr zu sein.
13:55Ja.
13:55Zu schön, um wahr zu sein.
13:57Ja.
13:58Ja.
13:58Ja.
13:59Ja.
14:19Ich glaube, ich sollte das jetzt nicht tun.
14:25Nicht auch.
14:29Wie könnte ich?
14:57Alexander.
14:58Alles Gute zum Geburtstag, Noah.
15:07Woher wusstest du, dass ich hier bin?
15:10In den ersten Jahren habe ich immer an deinem Geburtstag im Hafen auf dich gewartet.
15:14Als du nicht kamst, habe ich dich gesucht.
15:17Und jetzt habe ich dich gefunden.
15:19Nach sechs Jahren.
15:21Ich lasse dich nie wieder gehen, Noah.
15:26Ich liebe dich.
15:28Ich liebe dich.
15:30Ich liebe dich.
16:25Du hast dich ja mächtig ins Zeug gelegt mit dem Haus da.
16:27Ah, gut.
16:29Bis jetzt existiert ja alles nur auf Papier oder als Modell.
16:32Danke.
16:33Und Sophie fand's auch toll, oder?
16:35Oh, die war begeistert.
16:36Besonders an der Stelle, als sie erfahren hat, dass sie ihr eigenes Badezimmer kriegt.
16:40Na, kein Wunder.
16:41So lange wie du im Bad brauchst.
16:43Das glaube ich jetzt nicht.
16:44Jetzt fängst du auch schon damit an, du Verräter.
16:46Komm, ist doch ziemlich offensichtlich.
16:47Ist jetzt nicht dein Ernst, da?
16:50Und, Verliebungsweihrer war schön gestern?
16:51Mhm.
16:52War ein schöner Abend.
16:53Am Anfang hatten wir noch einen alten Bekannten von Sophie zum Abendessen.
16:56Ach was.
16:57Mhm.
16:57Kennst du vielleicht auch, ähm, Frederik Grafenberg.
17:00Wie bitte?
17:01Kennst du ihn?
17:03Ja, flüchtig.
17:04Aber der Name sagt dir schon was, ne?
17:05Genau, ja.
17:08Er kam zufällig vorbei, als ich Sophie gerade den Heiratsantrag gemacht habe.
17:12Und später habe ich ihn nochmal getroffen, dann habe ich ihn spontan zu uns zum Essen eingeladen.
17:16Ach, du hast ihn eingeladen?
17:17Ja.
17:18Ich wollte Sophie eine Freude machen und sie damit überraschen.
17:21Und?
17:21Überraschung gelungen?
17:22Mhm.
17:23Obwohl sie dann später natürlich mit mir alleine sein wollte.
17:26Details werden jetzt nicht verraten.
17:28Aber dieser Frederik Grafenberg scheint ein netter Kerl zu sein.
17:31Er ist schon überall rumgekommen.
17:33Ich habe mir gedacht, wenn er länger bleibt in Falkenthal, dann könnten wir zu dritt doch mal was trinken gehen.
17:37Wir machen uns einen netten Männerabend.
17:39Ja, sicher.
17:41Ich gehe jetzt nochmal ins Bad.
17:43Kein Kommentar.
17:44Bis bald.
17:53Schön, habt ihr es euch hier gemacht.
17:55Danke.
17:56Ja, wir haben uns hier alles ausgebaut.
17:59Du weißt ja, dass es immer schon ein Traum von mir war, direkt am Wasser zu wohnen.
18:03Ich kann mich erinnern.
18:05Damals, als du noch für meinen Vater gearbeitet hast, da habt ihr dieses kleine Haus direkt am See gehabt.
18:09Ja.
18:10Ich muss jetzt leider rüber ins Gutshaus.
18:13Wir sehen uns später.
18:14Bis später eben.
18:16Bis dann.
18:19Es scheint euch gut zu gehen, oder?
18:22Ja, es ist noch untertrieben.
18:25Du hast vielleicht gehört, dass wir die Lizenzen für die Beckerit-Formel meines Bruders verkaufen konnten.
18:30Ich werde mir davon erzählt.
18:31Es freut mich.
18:32Vor allem, nachdem Annabelle euch die Formel so lange streitig gemacht hat.
18:36Ach, und Sie haben sechs Jahre lang nach Annabelle gesucht?
18:39Ja.
18:41Irgendwann war klar, dass es aussichtslos ist.
18:45Aber durch mich ist sie auch nicht zur Ruhe gekommen.
18:48Ich allerdings auch nicht.
18:51Und dann...
18:53Dann war ich am Ende meiner Kräfte.
18:57Eva hat uns erzählt, dass du bei der Suche nach Annabelle...
19:04Das hat Eva euch gesagt?
19:06Ja, sie wollte nicht indiskret sein.
19:08Sie macht sich eben Sorgen und ich...
19:09Schon gut.
19:11Es stimmt, ja.
19:12Ich...
19:13Ich habe meinen Weinberg in Neuseeland verkaufen müssen.
19:16Die Weinhandlung.
19:17Das Haus.
19:19Ich habe alles verloren, was ich geabte.
19:22Und was wollen Sie jetzt machen?
19:25Es wird sich finden.
19:28Irgendwo neu anfangen?
19:29Ja, das ist ja Nico.
19:32Du hast viel für Nico getan damals, Frederic.
19:35Wir waren doch befreundet.
19:36Es gibt niemanden, der mir so viel über Motorräder beigebracht hat wie er.
19:41Du hast sowieso eine Menge für uns getan.
19:44Quatsch.
19:44Das war selbstverständlich.
19:45Nein, das war es nicht.
19:47Und deshalb...
19:49möchten wir uns auch bei dir revanchieren.
19:52Ich komme schon wieder auf die Beine.
19:55Macht euch keine Sorgen.
20:10Ich habe letzte Nacht von dir geträumt.
20:13Du hast mir zum Geburtstag gratuliert und gesagt, dass du mich nie wieder gehen lässt.
20:18Ich vermisse dich.
20:20Hallo?
20:22Sind Sie da?
20:25Ich will endlich meine Miete...
20:29Jetzt tun Sie mal nicht so, als wenn Sie nicht zu Hause wären.
20:32Ich weiß genau, dass Sie da sind.
20:38Also schön.
20:40Das war Ihre letzte Chance.
20:42Sie haben es nicht anders gewollt.
20:51Sie haben es nicht anders gewollt.
21:31Sie haben es nicht anders gewollt.
21:41hat. Sophie, mir ist es völlig egal, ob Frederik hierher zu Besuch kommt oder nicht. Dann ist ja
21:46gut. Gar nichts ist gut. Michael hat offenbar keine Ahnung von deiner Beziehung mit Frederik.
21:52Warum sollte er auch? Das Ganze ist sechs Jahre her und es hielt auch nicht sehr lange. Aber er
21:58glaubt immer noch, ihr kennt euch nur vom Prozess? Ja, da habe ich Frederik doch auch
22:01kennengelernt. Und warum soll er nicht wissen, was zwischen euch gewesen ist? Weil es längst
22:06vorbei ist und weil es nichts mehr zu bedeuten hat. Sophie, du hast so lange darunter gelitten,
22:12dass sich Frederik von dir getrennt hat. Aber ich bin darüber hinweg und ich werde Michael
22:16heiraten. Der gerade dabei ist, sich mit Frederik anzufreunden, ist dir das klar? Wie bitte?
22:23Ja, er hat mir sogar angeboten, dass wir mal zu dritt was trinken gehen. Ich habe natürlich
22:26so getan, dass wir dich von nichts wissen. Ah, ich verstehe. Darum geht es dir eigentlich.
22:32Du hast Angst, dass du in Gewissenskonflikte gerätst. Unsinn.
22:36Ich gebe zu, dass es keine angenehme Situation ist für mich, aber die eigentliche Frage
22:39ist, was willst du, Sophie? Was macht dich glücklich? Michael macht mich glücklich. Und
22:46darum werde ich ihn heiraten. Gut. Solange du auf dein Herz hörst, ist alles gut. Das
22:53mache ich. Versprich es dir. Und Michael? Sobald sich die passende Gelegenheit ergibt, werde
23:00ich ihm von Frederik erzählen, ja?
23:09Jan, was glaubst du, wo Annabelle jetzt ist?
23:12In Brasilien. Aber ich werde sie nicht mehr suchen. Ich kann einfach nicht zulassen, dass
23:18sie weiter mein Leben ruiniert.
23:20Sie hat schon zu viel angerichtet.
23:24Sie hat mir meinen Vater genommen, die Manufaktur. Sein Lebenswerk.
23:30Ach, das wird unser Anwalt sein.
23:32Mir ist ein Termin geplatzt und da habe ich gedacht, ich komme schon mal vorbei.
23:36Oh, störe ich.
23:37Nein, Sie stören nicht. Wir haben Sie nur nicht zu früh erwartet.
23:40So schnell sieht man sich wieder.
23:41Guten Morgen. Hallo.
23:43Sie sind der Anwalt der Bäckers?
23:44Ach, Sie zwei kennen sich bereits?
23:46Ja, Herr Grafenberg war gestern Abend bei uns spontan zum Abendessen. Es war ein schöner
23:50Abend. Ich wollte mich noch mal bei Ihnen bedanken, für die Hilfe mit dem Modell.
23:54Ach, das habe ich gern gemacht. Keine Ursache.
23:56Es war fantastisch. Sophie war, sie war regelrecht begeistert. Und sie hat Ja gesagt. Und das
24:02heißt, ich werde bald heiraten.
24:05Ja, herzlichen Glückwunsch.
24:07Gratulieren wir Ihnen.
24:07Vielen Dank.
24:08Möchten Sie vielleicht eine Tasse Kaffee?
24:10Auch gern.
24:10Setzen Sie sich doch.
24:11Dankeschön.
24:13Ach, ich habe da noch eine Frage.
24:15Wir wundern uns, weil...
24:17Wir haben von der Manufaktur keine Lizenzzahlungen für das Beckerit mehr bekommen. Wissen Sie
24:21da was davon?
24:22Nein, davon weiß ich nichts. Wie lange fallen die Zahlungen denn schon aus?
24:26Seit zwei Monaten. Bis dahin wurde immer pünktlich bezahlt. Und die anderen Lizenznehmer, die zahlen
24:32auch weiterhin.
24:33Waren Sie denn schon bei dem Verwalter?
24:35Ich dachte, wir reden erst mal mit Ihnen.
24:37Gut.
24:37Was denn für ein Verwalter?
24:39Nachdem Henning Reichenbach weggegangen ist, wurde ein staatlicher Verwalter an die Spitze
24:43der Manufaktur gesetzt, ein Herr Schmidt.
24:45Ja.
24:46Das ist der Job, den Reichenbach mir angeboten hat.
24:48Ich glaube, ich sollte so schnell wie möglich mit diesem Herrn Schmidt reden. Es sieht so
24:52aus, als hätte die Manufaktur Liquiditätsprobleme.
24:55Herr Grafenberg, was halten Sie davon, wenn Sie mich begleiten? Immerhin war die Manufaktur
25:00im Besitz Ihrer Familie.
25:02Wenn es Ihnen nichts ausmacht?
25:03Natürlich nicht.
25:04Wir kommen auch mit, dann wissen wir wenigstens gleich, was los ist.
25:17Frau Lein van Weiden.
25:18Hallo, Herr Adam.
25:19Wie geht es Ihnen?
25:20Danke, es geht mir wieder viel besser.
25:22Was machen Sie hier?
25:23Ich will mit meinem Vater sprechen.
25:25Es tut mir leid, das ist leider nicht möglich.
25:27Und mir tut es leid, dass ich darauf keine Rücksicht nehmen kann.
25:31Frau Lein van Weiden.
25:34Hallo.
25:36Tut mir leid.
25:39Was willst du?
25:44Ich will dir dein Geld zurückgeben.
25:47Oh, überleg dir das.
25:49Du kannst das Geld bestimmt gut gebrauchen.
25:52Damit ich von hier verschwinde?
25:55Nein, ich will dein Geld nicht.
25:57Und ich werde in Falkental bleiben.
26:02Loria, jetzt hör mal zu.
26:03Warte, warte bitte, jetzt rede ich.
26:05Ich lasse mir von dir nicht vorschreiben, wo ich zu leben habe.
26:10Ich habe sechs Jahre im Gefängnis durchgestanden.
26:13Ohne deine Hilfe.
26:14Und ich werde das jetzt erst recht schaffen.
26:19Wie du willst.
26:22Hast du auch nur eine Minute daran geglaubt, dass ich dein Geld annehme?
26:29Du kennst mich nicht, Vater.
26:32Mir geht es um was anderes.
26:34Und ich werde dir beweisen, dass ich mit Annabels Flucht nichts zu tun habe.
26:39Dass ich drei Jahre zu Unrecht im Gefängnis saß.
26:42Und dass du mich zu Unrecht so behandelst.
27:02Ich habe mit Herrn Schmidt gesprochen.
27:04Ja?
27:05Sieht nicht gut aus.
27:07Und was heißt das?
27:10Das Unternehmen steckt offenbar in einer schweren Krise.
27:12Das ist aber auch der Zahlungsrückstand.
27:14Wie schlimm?
27:16Die Manufaktur ist zahlungsunfähig.
27:18Das heißt, sie muss Insolvenz anmelden.
27:26Viel zu tun?
27:28Ja, ziemlich.
27:33Du willst nicht darüber reden, oder?
27:36Oh, ich will dich nicht mit den Bilanzen meines Unternehmens langweilen.
27:40Das meine ich nicht.
27:43Sondern?
27:45Nora.
27:46Ich glaube, sie hat recht.
27:50Womit?
27:51Du kennst sie nicht richtig.
27:53Ach, aber du kennst sie.
27:55Nein, Richard.
27:57Das Bild, was du von ihr hast, das hat früher wahrscheinlich einmal gestimmt.
28:01Aber jetzt sehe ich etwas ganz anderes.
28:03Was macht dich so sicher, dass dein Bild das richtige ist?
28:06Sie ist nicht an deinem Geld interessiert, sondern daran, sich mit dir zu versöhnen.
28:10Sie hat längst keinen Grund mehr, dich anzulügen.
28:12Sie ist damals freiwillig ins Gefängnis zurückgegangen und hat mehr als genug für ihre Tat bezahlt.
28:17Sie versucht alles, mich wieder auf ihre Seite zu kriegen.
28:20Unter anderem damit, indem sie dich einwickelt.
28:23Ich lasse mich nicht einwickeln.
28:24Ich glaube nur, was ich sehe.
28:26Und ich sehe, dass du eine Tochter hast, auf die du eigentlich stolz sein müsstest.
28:33Wenn ich richtig informiert bin, hat sie doch heute Geburtstag, oder?
28:43Es zeichnet sich wohl schon seit längerer Zeit ab, dass die Manufaktur in Schwierigkeiten steckt.
28:47Und hat niemand was dagegen unternommen?
28:50Unter uns.
28:51Dieser staatliche Verwalter, dieser Herr Schmidt, der wurde auf diese Stelle gesetzt, ohne dass er wirklich Lust auf diesen Posten
28:57hatte.
28:57Und für mich sieht es so aus, dass er sich lieber um seinen Schrebergarten kümmert, als um die Geschäfte der
29:01Manufaktur.
29:02Das kann doch einfach nicht wahr sein.
29:08Maike, hast du mal einen Moment?
29:09Ja, sicher. Hallo.
29:11Das ist Friedrich Grafenberg. Seinem Vater und Großvater hat die Manufaktur gehört.
29:15Freut mich sehr. Hallo.
29:17Freut mich auch.
29:17Das ist Maike Becker. Sie ist hier die Chefdesignerin.
29:20Und ganz nebenbei auch die Frau meines Sohnes, Sebastian.
29:24Und ihr macht einen Manufakturrundgang?
29:27Nein, eigentlich nicht.
29:29Ist irgendetwas passiert?
29:32Ich habe gerade erfahren, dass es nicht gut um die Manufaktur steht.
29:36Ja, Probleme haben wir ja schon länger.
29:39Herr Schmidt verprillt einen wichtigen Kunden nach dem anderen.
29:41Ich habe auch schon mit ihm geredet und ihm...
29:43Maike, die Manufaktur muss Insolvenz anmelden.
29:47Was?
29:49Wie das heißt, dass wir jetzt den Laden dicht machen können?
29:53Und dass wir jetzt alle unseren Job verlieren?
29:56Ich denke, ich gehe mal zum Amtsgericht, um rauszukriegen, wie als Insolvenzverwalter eingesetzt wird.
30:01Und was der vorhat.
30:02Bis dann.
30:15Ich hätte nicht gedacht, dass Herr von Weiden so weit gehen würde.
30:18Sie meint, dass er seiner Tochter Geld anbietet, damit sie Falkenthal verlässt.
30:23Sie versucht doch gerade alles, um hier wieder auf die Füße zu kommen.
30:27Warum will er das nicht sehen?
30:28Er ist eben so sehr enttäuscht von ihr.
30:32Na ja, aber wie lange soll denn das noch weitergehen?
30:36Ich meine, Nora wird ihre Unschuld wahrscheinlich niemals beweisen können,
30:40solange Annabelle nicht wieder auftaucht und alles gesteht.
30:43Ach, Sie glauben jetzt, dass sie mit der Flucht von Frau Grafenberg nichts zu tun hat?
30:48Ich weiß nicht, was ich glauben soll.
30:55Da wir die Wahrheit nicht herausfinden werden, sollten wir ja wenigstens eine zweite Chance geben.
31:02Ja, Frau von Weiden ist eine liebenswürdig und hilfsbereite junge Dame.
31:07Sie hat immerhin ein Vorstellungsgespräch abgesagt, nur damit sie mir helfen kann.
31:12Ich hoffe, dass Herr von Weiden eines Tages merkt, dass Nora sich geändert hat.
31:18Er leidet doch unter dieser Situation, zumindest genauso wie seine Tochter.
31:23Er hat sich vorgenommen, sie abzulehnen und das tut er, wenn es ihn auch noch so schmerzt.
31:28Ja, wenn er zu verletzt ist.
31:30Aber das war doch gut, wie Nora ihm gegenübergetreten ist.
31:35Sie will keine Almosen, sie will Respekt.
31:38Gut so, Mädchen.
31:48Na ja, es ist der Wille, der zählt.
31:54Maike?
31:55Bist du schon da?
31:56Hallo.
31:58Wie, hast du schon Feierabend?
32:00Ja.
32:01Hat der Schmidt wieder einer deiner tollen Vorschläge abgelehnt?
32:04Ach.
32:07Vielleicht heitert dich das hier ein bisschen auf.
32:09Was ist das?
32:10Mach auf.
32:20Wow.
32:22Das sind genau die, die ich immer haben wollte.
32:24Das ist immer ein sehr aufmerksamer Mann.
32:26Ja, das stimmt.
32:28Danke.
32:30Aber die waren doch sicher ziemlich teuer, oder nicht?
32:33Na klar.
32:34Je hochwertiger das Werkzeug, desto bessere Designs kannst du entwerfen.
32:42Was ist denn los?
32:45Ich werde wahrscheinlich in Zukunft keine Entwürfe mehr machen.
32:50Was soll denn das heißen?
32:52Die Manufaktur ist pleite.
32:54Was?
32:55Das ist nicht dein Ernst.
32:56Doch.
32:58Die Firma muss jetzt Insolvenz anmelden.
33:00Und wir verlieren alle unseren Job.
33:02Das darf doch nicht wahr sein.
33:03Dieser unfähige Schmidt.
33:05Aber es ist ja kein Wunder, wenn der Stern nicht in seinem Schrebergarten rumhängt, anstatt zu arbeiten.
33:08Ja, jetzt wird erstmal ein Insolvenzverwalter eingesetzt.
33:11Und mit etwas Glück, da kann er noch einiges retten.
33:14Vielleicht finden die ja ein paar neue Investoren und dann geht's wieder bergauf.
33:18Das wäre zu schön, um wahr zu sein.
33:21Aber ich stelle mich trotzdem erstmal darauf ein, dass ich bald arbeitslos bin.
33:25Hey Süße, du findest überall einen Job.
33:27Du bist eine erstklassige Designerin.
33:29Und bis dahin werde ich uns durchfüttern.
33:31Das schaffen wir schon.
33:41Es wäre furchtbar, wenn die Manufaktur schließen müsste.
33:44Ja.
33:45Es geht um fast 500 Arbeitsplätze.
33:47Es ist ein Traditionsunternehmen.
33:48Die Manufaktur gibt es seit über 300 Jahren.
33:51Ja, sie gehörte Fredericks Vater und dafür seinem Großvater.
33:53Ich weiß.
33:54Willst du was zu trinken?
33:55Ja.
33:55Er hat es mir vorhin erzählt.
33:57Hast du ihn getroffen?
33:58Na ja, ich hatte doch den Termin bei den Bäckers.
34:01Und da war er gerade da.
34:03Also habe ich ihn gefragt, ob er mich begleiten will.
34:05Warum?
34:06Wie warum?
34:07Na, um sich umzuschauen.
34:09Die Manufaktur kennt er seit seiner Kindheit.
34:11Natürlich will er wissen, was da los ist.
34:13Aber er hat nicht vor, wieder dort zu arbeiten.
34:15Davon hat er nichts gesagt.
34:17Aber im Moment ist sowieso völlig unklar, was mit der Manufaktur wird.
34:21Bitte.
34:21Danke.
34:22Gibt es schon einen Insolvenzverwalter?
34:24Nein.
34:24Ich war mit dem Amtsgericht.
34:25Sie haben noch keinen eingesetzt.
34:27Hoffentlich finden Sie jemanden, der die Manufaktur retten kann.
34:30Tja, das hoffe ich auch.
34:31Aber um ehrlich zu sein.
34:35Sophie.
34:38Was hältst du davon, wenn ich mich um diesen Posten bewerbe?
34:41Du?
34:42Ja, ich weiß.
34:43Ich habe keine Ahnung von diesem Geschäft.
34:45Aber ich wollte erst mit dir darüber reden, bevor ich irgendwelche Schritte unternehme.
34:51Naja, es wäre eine ziemlich große Verantwortung.
34:53Ich weiß.
34:54Aber genau darum geht es ja.
34:55Ich finde, dass so ein Familienunternehmen, so ein Traditionsunternehmen nicht einfach unter den Hammer kommen sollte.
35:01Was meinst du?
35:06Ich finde, das solltest du es versuchen.
35:15Die Manufaktur ist insolvent?
35:17Also, wie kann denn sowas sein?
35:22Offenbar hat der staatliche Verwalter keine Ahnung vom Portionale-Geschäft.
35:27Die Manufaktur ist Werners Lebenswerk.
35:30Dein Vater würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er das erfahren würde.
35:34Das würde ihm das Herz brechen.
35:35Er kannte doch jeden Mitarbeiter persönlich.
35:40Mein Gott.
35:41Die werden ja alle ihre Arbeit verlieren.
35:46Vielleicht ist noch nicht alles verloren.
35:49Wie meinst du das?
35:51Ja, vielleicht investiert ja irgendjemand neu.
35:57Wenn ich nicht sechs Jahre Annabelle hinterhergejagt wäre, dann hätte ich jetzt genug Geld, um der Manufaktur wieder auf die
36:02Beine zu helfen.
36:11Es war richtig, dass ich Richard das Geld zurückgegeben und ihm meine Meinung gesagt habe.
36:15Er muss merken, dass er mich falsch einschätzt.
36:17Vielleicht begreift er dann eines Tages, dass er mir in Bezug auf Annabelle Unrecht getan hat.
36:21Aber ohne Beweise wird das wohl nie passieren.
36:24Ich muss Annabelle finden.
36:32Und bis dahin werde ich mich nicht unterkriegen lassen.
36:37Hallo, hallo.
36:39Entschuldigt, dass wir euch so unangemeldet überfallen, aber wir wollten euch ein paar Kleinigkeiten vorbeibringen.
36:44Danke.
36:45Habe ich was verpasst?
36:47Wir haben eingekauft und ein bisschen zu viel eingekauft und dachten, bevor es schlecht wird.
36:53Wollt ihr einen Kaffee?
36:54Gerne.
36:55Ja.
36:55Bevor es schlecht wird?
36:58Pesto, Spaghetti.
37:00Lass mich mal schauen.
37:01Die werden so in zwei, drei Jahren schlecht.
37:03Naja, und so lange müssen sie ja nicht bei uns rumliegen, oder?
37:07Kann das sein, dass der Großankauf etwas mit der Insolvenz der Manufaktur zu tun hat?
37:11Was?
37:12Wie kommst du denn darauf?
37:14Maike hat mir davon erzählt.
37:15Und dass er auch dort war.
37:18Ja, ich mache mir Sorgen.
37:21Deine Mutter meint, dass ihr euch keine Sorgen machen müsst.
37:23Genau.
37:24Und wenn alle Stricke reißen, dann könnt ihr auf unsere Unterstützung zählen.
37:28Das ist lieb von euch, danke.
37:30Danke, Mama.
37:31Aber ich habe ja auch noch einen Job.
37:34Kellner, ich weiß.
37:35Ja.
37:36Und im Notfall kann ich uns damit auch durchbringen.
37:39Längerfristig suche ich sowieso was Neues.
37:42Das ist ja fantastisch.
37:44Und was?
37:45Nein, das wird sich noch zeigen.
37:48Und noch habe ich ja meinen Job.
37:49Noch.
37:51Jedenfalls schaffen wir das auch so.
37:53Ich will mir nichts mehr schenken lassen.
37:56Du bist in den letzten sechs Jahren sehr erwachsen geworden.
38:01Aber die Spaghetti könnt ihr trotzdem da lassen.
38:13Meinst du nicht, dass du vielleicht doch noch etwas für die Manufaktur tun könntest?
38:18Die Manufaktur war 300 Jahre im Besitz unserer Familie.
38:21Wenn es irgendetwas gäbe, was ich tun könnte, ich würde auch keine Sekunde lang zögern.
38:24Ich habe kein Geld mehr.
38:28Vielleicht hätte ich überhaupt nicht herkommen sollen.
38:31Was denn, du willst schon wieder weg?
38:32Wo willst du denn hin?
38:35Ich weiß es noch nicht.
38:39Es ist wegen Sophie, oder?
38:43Sie wird heiraten, ein Haus bauen, Kinder kriegen.
38:46Sie wird glücklich sein.
38:47Ich freue mich für sie.
38:50Ja, aber es ist trotzdem schwer.
38:52Ich kann das nicht mit ansehen.
38:54Weil du sie immer noch liebst.
38:56Ich habe nie aufgehört.
39:01Egal wo ich war, ich habe jede Nacht ihr Gesicht vor mir gesehen.
39:07Entschuldigung.
39:08Sehr gut, Sie habe ich gesucht.
39:11Es tut mir leid, Frau Landmann, dass ich einfach so reinplatze.
39:14Aber es gibt wichtige Neuigkeiten.
39:15Was gibt es denn?
39:16Ich komme gerade vom Amtsgericht.
39:18Wegen des Insolvenzverwalters?
39:20Konnten Sie herausfinden, wer es ist?
39:22Es gibt noch keinen.
39:23Deshalb habe ich mich um diesen Posten beworben.
39:26Mit Erfolg.
39:27Sie?
39:27Tja, ich weiß noch nicht wie, aber ich habe vor, die Manufaktur zu retten.
39:31Aber das ist doch großartig.
39:34Es sind gute Neufe.
39:36So weit, so gut.
39:38Es gibt nur ein Problem.
39:40Meine Erfahrungen in dieser Branche sind sehr gering.
39:44Oder um es ganz ehrlich zu sagen, ich habe keine Ahnung.
39:48Und deshalb wollte ich Sie bitten, Herr Grafenberg, mir als Berater zur Seite zu stehen.
40:08Herr Witt, was machen Sie mit meinen Sachen?
40:13Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich nicht länger auf meine Miete warte.
40:16Das kann doch nicht wahr sein.
40:17Ich habe Ihnen doch gesagt, dass Sie das Geld bekommen.
40:18Tja, das dauert mir zu lange.
40:20Der, ich, ich werde Sie anzeigen.
40:23Ja, tun Sie das.
40:24Ich bin gespannt, von welchem Geld Sie einen Anwalt bezahlen wollen.
40:27Das können Sie nicht machen.
40:29Herr Witt!
40:31Halt auf, Steiner!
40:35Halt auf, Steiner!
41:27Halt auf, Steiner!
41:31Halt auf, Steiner!
41:32mir das alles.
41:34Irgendwann ist auch mal gut.
41:42Zuerst lässt du mich sitzen,
41:43nachdem du mir gesagt hast, dass du mich liebst.
41:45Und jetzt bist du derjenige, der leidet, ja?
41:48Geh weg aus Falkenthal.
41:50Ich war schon mal vor sechs Jahren hier.
41:53Sie sind damals über alle Berge
41:55und haben den Jungen hier einfach sitzen lassen.
41:58Haben Sie denn noch mal irgendwas von ihm gehört?
42:00War er noch mal hier?
42:01Er ist jedes Jahr hier aufgekreuzt
42:02und hat nach Ihnen gefragt.
42:04Und immer an Ihrem Geburtstag.
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