- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00kennengelernt haben, ist sehr viel in meinem Leben passiert.
00:05Und das kann ich nicht einfach rückgängig machen.
00:08Auch wenn ich mir im Moment nichts anderes wünsche.
00:10Ich wünsche dir alles Gute, Richard.
00:12Und wann immer du den Wunsch verspürst,
00:15eine Tür steht dir und Sascha jederzeit offen.
00:16Ich hoffe, du weißt das.
00:18Ich wünschte, wir werden uns in einem anderen Leben begegnet.
00:24Aber bevor ich das beginnen kann, muss ich mich diesem stellen.
00:28Mein Name ist Nora von Weiden.
00:30Ich bin hier, um meine Haftstrafe anzutreten.
00:32Ihre Tochter Nora ist seit heute Morgen inhaftiert.
00:34Wo ist sie denn aufgegriffen worden?
00:36Überhaupt nicht. Sie hat sich selbst gestellt.
00:40Sie können Ihre Tochter gern besuchen, Herr von Weiden.
00:42Also von Seiten der Polizei steht dem nichts im Wege.
00:44Danke, ich habe mit dem Kapitel abgeschlossen.
00:47Ich habe Nora nichts mehr zu sagen.
01:05Das ist es also.
01:07Freiheit.
01:08So fühlt es sich an, wenn man alles hinter sich gelassen hat und ein neues Leben beginnt.
01:13Sechs Jahre habe ich im Gefängnis verbracht.
01:15Drei Jahre davon unschuldig.
01:17Keiner hat mir geglaubt.
01:19Die alte Nora wäre davon gelaufen.
01:21Aber ich habe gelernt, dass ich mich den Dingen stellen muss.
01:24Auch wenn ich alleine bin, ich bin stark genug, mein Leben in die Hand zu nehmen.
01:28Ich werde es schaffen.
01:30Ich fange ganz von vorne an und hole mir mein Leben zurück.
01:53Ich bin stark genug, mein Leben in die Hand zu nehmen.
02:03Ich bin stark genug, mein Leben in die Hand zu nehmen.
02:12Freiheit.
02:14Ich habe mich so lange nach diesem Moment gesehnt.
02:18Sonne, blauer Himmel und keine Mauern, die meine Sicht versperren.
02:27Früher hätte ich diese alltäglichen Dinge gar nicht wahrgenommen.
02:30Aber die letzten sechs Jahre hinter Gittern haben mir die Augen geöffnet.
02:34Ich habe erkannt, dass ich mich in Zukunft auf das Wesentliche konzentrieren will.
02:39Da steht an erster Stelle die Aussündung mit meinem Vater.
02:42Ich will ihm beweisen, dass ich mit Annabels Flucht damals nichts zu tun hatte.
02:47Dann will ich einen Job finden, der mich ausfüllt und der mir hilft, auf eigenem Bein zu stehen.
02:54Und vielleicht finde ich eines Tages die große Liebe jemanden wie Alexander.
03:01Es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht an Alexander und unseren wundervollen Tag in Hamburg gedacht habe.
03:06Auch wenn jetzt niemand hier ist, der auf mich wartet, werde ich mich nicht unterkriegen lassen.
03:11Und ich bin endlich frei.
03:14Heute ist der erste Tag meines neuen Lebens.
03:17Und ich werde ganz von vorne beginnen.
03:46Wir werden gleich zum Polterabend abgeholt.
03:49Ich dachte, ich überlasse es diesmal Ihnen, die Hochzeitstorte mir in Figuren zu krönen.
03:54Wieso? Ich dachte, Sie tun das gern.
03:56Naja, als Sie damals die Torte von Luisa und Simon geschmückt haben, als ich es vor lauter Aufregung vergessen habe.
04:05Deshalb lasse ich Ihnen den Vortritt.
04:07Na gut, wenn Sie glücklich macht.
04:24Schatz, hast du irgendeine Ahnung, wo meine Manschettenknöpfe hin sind?
04:30Unkonventionelles Outfit, der Anwalt. Ich bin beeindruckt.
04:32Ah, mein Gott. Die Hose dampft noch aus vom Bügeln. Aber ich suche meine Manschettenknöpfe. Kannst du mir helfen?
04:38Ich habe keine Ahnung, wo Sie sind. Aber höchstwahrscheinlich sind Sie in deiner Wohnung.
04:44Ja. Aber wenn wir erstmal unser gemeinsames Haus haben, dann hört dieses ständige Gesuche nach irgendwelchen Dingen sowieso endlich auf.
04:51Bevor wir in unser Haus einziehen, sollten wir vielleicht mal mit der konkreten Planung anfangen.
04:55Ja, da hast du allerdings recht. Aber so ein Traumhaus braucht Zeit. Schließlich soll ja alles perfekt sein, oder?
05:01Plan auf jeden Fall zwei Badezimmer ein. Dann haben wir eine reelle Chance, mal pünktlich loszukommen.
05:06Moment. Möchten Sie damit in irgendeiner Weise andeuten, Frau Anwältin, dass ich zu viel Zeit im Bad verbringe?
05:11Ach Quatsch. Zwei Stunden sind völlig normal.
05:14Zwei Stunden? Stimmt überhaupt nicht. Ich war nicht mal eine halbe Stunde drin.
05:24Schatz?
05:25Kannst du mir erklären, wie meine Tasse in die Kiste mit dem Polterporzellan kommt?
05:30Wie?
05:33Wie ist denn die da reingekommen?
05:35Tja.
05:37Wie ist die denn da reingekommen? Gute Frage. So sehr, wie du sie magst.
05:41Oh, hör mal auf. Was willst du denn damit andeuten?
05:44Dass ich diese Tasse absichtlich da reingetan habe?
05:47Das wäre ja eine infame Unterstellung.
05:49Ich weiß, dass es deine Lieblingstasse ist.
05:52Allerdings.
05:53Aber solange du nur die Tasse und nicht mich loswerden willst, ist ja alles in Ordnung, oder?
05:59Keine Sorge. Du darfst bleiben.
06:02Aber ich kann dir nicht versprechen, dass diese Tasse nicht irgendwann mal doch kaputt geht. Ganz unabsichtlich natürlich.
06:12Hallo.
06:16Eine Kugelpistazie.
06:17Ja, ich würde mich dann zurück.
06:19Ja, sag ich doch.
06:20Wie ich wohl früher auf sowas reagiert hätte.
06:23Sicher nicht gerade freundlich.
06:25Aber von jetzt an lasse ich mich durch nichts und niemanden mehr aus der Ruhe bringen.
06:29Ich werde jeden einzelnen Tag genießen.
06:31Egal, was passiert.
06:32Hallo.
06:33Na, was darfst du deine junge Frau?
06:34Wir haben ganz neue Sorten. Cola, Kaugummi, Chili, Vanille.
06:38Aha.
06:40Gibt's denn auch einfach nur Schoko-Eis?
06:42Ja klar, Schoko hab ich auch.
06:44Gut, dann nimm ich eine Kugel.
06:47Ich schwöre, das ist das beste Eis, das Sie seit Jahren gegessen haben.
06:51Was bekommen Sie?
06:53Lassen Sie mal.
06:53Ich lade Sie ein, weil der Typ sich vorgedrängelt hat.
06:58Vielen Dank.
06:59Bitteschön.
07:00Schönen Tag noch.
07:01Wünsch ich auch.
07:01Tschüss.
07:03Es wäre doch gelacht, wenn ich mein Leben nicht in den Griff bekommen würde.
07:07Dazu brauche ich zuallererst eine Wohnung und einen Job.
07:11Luisa wird mir dabei nicht mehr helfen können, denn sie lebt jetzt mit Simon und ihrem Sohn in Neuseeland.
07:16Es wird also höchste Zeit, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
07:21Ich bin in den letzten Jahren ein anderer Mensch geworden.
07:24Und mein Vater wird es hoffentlich auch bald erkennen.
07:28Ich muss ihn irgendwie davon überzeugen, dass ich damals mit Annabels Flucht nichts zu tun hatte.
07:33Auch wenn ich überhaupt keine Ahnung habe, wie ich das anstellen soll.
07:37Ich werde Beweise brauchen, aber dazu müsste Annabelle zuerst gefasst werden.
07:42Ich habe Vater immer wieder geschrieben, aber er hat keinen meiner Briefe beantwortet.
07:49Offensichtlich ist er noch nicht bereit, sich mit mir zu versöhnen.
07:53Ich möchte ihn so gerne einmal sehen.
07:56Selbst wenn es nur aus der Entfernung ist.
08:14Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf, Frau Landmann, Sie sind sehr attraktiv gekleidet.
08:20Danke.
08:21Aber was ist denn mit Ihnen? Sie sind ja immer noch nicht umgezogen.
08:24Hopp, hopp, hopp. Wir kommen sonst noch zu spät.
08:25Ich komme nicht mit zum Polterabend Ihres Sohnes.
08:29Wieso? Was ist denn mit Ihnen?
08:30Irgendwie fühle ich mich heute außer Pfuste.
08:33Sie wären mir doch nicht etwa krank?
08:34Nein, nein, nein. Ich bin etwas müde. Morgen zur Trauung feiere ich mit.
08:39Na schön. Dann ruhen Sie sich jetzt erst einmal aus und ich koche Ihnen noch einen Tee.
08:43Nein, also es kommt nicht in Frage. Bitte gehen Sie, sonst kommen Sie zu spät.
08:46Ich werde Herrn van Weyden fragen, ob er noch irgendwelche Dienste benötigt.
08:50Frau Landmann?
08:51Ja, hallo, hallo.
08:53Onkel Ludwig?
08:54Ihr Onkel fühlt sich nicht wohl. Er möchte lieber zu Hause bleiben.
08:58Was hast du denn?
08:59Es ist nichts weiter. Die Zipperlein werden mit den Jahren nicht weniger.
09:04Sollen wir Sie vielleicht zum Arzt bringen?
09:05Nein, nein, auf keinen Fall. Gehen Sie, feiern Sie. Morgen beteilige ich mich am Feiern.
09:11Also gut. Frau Landmann, können wir?
09:13Gehen Sie nur. Es ist doch der Polterabend Ihres Sohnes. Da können Sie doch nicht fehlen, oder?
09:18Nein, natürlich nicht. Aber Sie versprechen mir, sich zu schonen.
09:22Versprochen.
09:24Das nehme ich. Und sobald irgendwas ist, rufst du an. Sofort.
09:28Natürlich.
09:33Wiedersehen.
09:50Das Gutshaus.
09:51Das Gutshaus. Hier war ich einmal zu Hause.
09:54Zu Hause.
09:56Mein Gott, wie sehr habe ich das vermisst.
09:58Das Gefühl, irgendwo hinzugehören.
10:02Alles sieht wie immer aus.
10:05Offensichtlich hat Richard etwas zu feiern.
10:08Wenn ich mich hier so umsehe, scheint es, als hätte sich nichts geändert.
10:12Aber in Wirklichkeit ist nichts mehr so, wie es war.
10:20Gut, dann nehmen Sie sich für den Rest des Tages frei. Ich habe noch einen Termin.
10:23Sehr wohl.
10:24Vater, wie sehr würde ich mir wünschen, dass du mich in deine Arme schließt.
10:31Wenn es doch nur so einfach wäre.
10:42Nora, bitte.
10:43Du musst der Polizei sagen, wo sie ist.
10:45Du wolltest deinem Leben doch eine neue Chance geben.
10:47Ich weiß nicht, wo Annabelle ist.
10:49Nora, Kind, das ist deine letzte Chance.
10:51Ihr wolltet zusammen fliehen.
10:53Sag mir, wo sie ist.
10:54Nein, ich wollte nicht fliehen. Bitte glaub mir das.
10:56Ist das alles, was du mir zu sagen hast?
10:58Es ist die Wahrheit.
10:59Dann gibt es zwischen uns nichts mehr zu sagen.
11:01Vater.
11:02Nenn mich nicht so.
11:03Was?
11:04Du bist nicht mehr meine Tochter.
11:06Nein.
11:08Warte, ab hier.
11:09Bitte.
11:26Bitte.
11:31So, ihr Süßen, das ist euer Einsatz.
11:33Och, nee, oder?
11:35Ja, natürlich.
11:36Erst wird gepoltert und dann fegt das Brautpaar alles weg.
11:40Das müsst ihr doch mittlerweile wissen.
11:41Das ist doch nicht euer erster Versuch, dass ihr heiratet.
11:44Sondern der sechste.
11:45Na dann los.
11:48Hey, wer bist du, ihr Süßer?
11:50Hi.
11:52Ja, Krisensitzung in der Manufaktur.
11:54Herr Schmidt hat sich mal wieder ein bisschen eher abgesetzt.
11:57Der ist ja so engagiert.
12:00Wenn er so weitermacht, dann habe ich auch keinen Lust mehr auf den Job, genauso wie er.
12:05Hallo Oma.
12:06Theo.
12:07Ne?
12:07Schick siehst du aus.
12:08Du hast dich aber auch ganz schön in den Schale geschmissen.
12:10Ja.
12:10Hallo ihr beiden.
12:11Hi.
12:11Wo hast du denn Herrn Adam gelassen?
12:13Der musste sich heute etwas ausruhen.
12:15Ich dachte, du machst keinen Schritt mehr ohne ihn.
12:17Was soll denn das heißen?
12:18Wir arbeiten zusammen.
12:20Das ist ganz schön frech, mein Junge.
12:21Also Theo, du hast das hier wirklich ganz toll organisiert, finde ich.
12:24Tja, wann wird man schon mal von seinen Eltern als Hochzeitsplaner engagiert?
12:27Da drüben gibt es Getränke.
12:28Bedient euch.
12:29Oma, wie wär's an Eierlicker?
12:31Nein.
12:34Bist du schon aufgeregt, den Morgen?
12:36Wieso, du?
12:37Oh ja.
12:38Ich bin das erste Mal Trauzeugin.
12:40Tom, bitte, wenn ich mich morgen irgendwie daneben nehmen sollte, versprich mir, dass
12:44du eingreifst, ja?
12:45Mach ich das sowieso.
12:48Zweimal Sex on the Beach.
12:49Wow, für euch Total Talk-Kinder.
12:53Oh, was hast du denn da reingetan?
12:55Willst du, dass wir bei der Hochzeit morgen alle im Koma liegen oder was?
12:58Na klar.
12:59Hey.
13:00Was ist denn mit dem Sänger für die Hochzeitsfeier?
13:02Läuft das?
13:03Mhm, mach ich gleich klar.
13:04Der Sänger ist ein Freund von Juan.
13:06Wenn ich den darum bitte, muss er Ja sagen.
13:08Super.
13:16Ich hole mir noch was zu trinken.
13:18War's doch schon was.
13:20Was, was anderes.
13:24Wow.
13:25Du bist wunderschön, Miam.
13:41So, ist die Wohnung.
13:48Ja.
13:50Hübsch.
13:52Sie dürften schlechteres gewohnt sein.
13:55Ich beschwere mich ja nicht.
13:56Das will ich hoffen.
13:58Normalerweise nehme ich keine Ex-Sträflinge, aber Sie haben Glück.
14:02Für Sie mache ich eine Ausnahme.
14:04Sie werden es nicht bereuen.
14:05Gut, ich nehme die Wohnung.
14:08Gut, dann bekomme ich drei Kaltmieten-Kaution.
14:10Das macht 840 Euro.
14:14Ähm, das Problem ist, ich habe im Moment nur mein Haftentlassungsgeld von 900 Euro.
14:20Und, ähm, ich würde gerne die Kaution erst bezahlen, wenn ich einen Job gefunden habe.
14:24Ist das möglich?
14:27Vergessen Sie es.
14:28Okay, gut.
14:29Jetzt bekommen Sie das Geld.
14:40Bist du?
14:43340 Euro.
14:49So, das sind die Schlüssel.
14:51Und die Miete wird pünktlich gezahlt, sonst fliegen sie raus.
14:53Und was ist mit dem Mietvertrag?
14:55Ich mache mit Leuten wie Ihnen keine Verträge.
14:58Sie halten sich doch eh nicht an das Gesetz.
15:00Ich bestehe aber vor einem Mietvertrag.
15:01Sonst verlange ich auf der Stelle die Kaution zurück.
15:03Also, ich könnte mich natürlich auch an den Mieterschutzpunkt wenden.
15:07Aber das macht natürlich nicht so viel Spaß.
15:09So gut.
15:10Sie bekommen Ihren Vertrag.
15:13Ich werde ihn in den nächsten Tagen aufsetzen.
15:27Naja, das ist keine schöne, aber wenigstens eine Aussicht.
15:57Ich werde ihn in den nächsten Tagen aufsetzen.
16:15Unsere Begegnung ist schon so lange her.
16:18Ich wünschte, ich könnte dich einfach anrufen, Alexander.
16:21Aber ich habe weder deine Telefonnummer noch kenne ich deinen vollen Namen.
16:24Ich bin endlich frei.
16:27Und wir könnten uns überall treffen.
16:29Wieder eine Bootsfahrt in Hamburg machen.
16:32Das war der schönste Tag meines Lebens.
16:41Wenn du wüsstest, wie viel Kraft und Hoffnung du mir in den letzten sechs Jahren gegeben hast.
16:47Also was ist jetzt, Oma?
16:48Hältst du morgen deine Räder?
16:50Ja, also eigentlich wäre das ja die Sache des Brötigampfadlers gewesen.
16:55Hätte Oma gerne kennengelernt.
16:57Wenn er nur halb so cooler wie du.
16:58Sie hättet euch bestimmt gut verstanden.
17:01Na gut, ich werde die Rede halten.
17:05Mein Mann hat gar keine Zeit für mich.
17:07Och, jetzt hast du schon einmal frei und er muss arbeiten.
17:10Ja, wenn ich morgens aus dem Haus gehe, da schläft er noch.
17:14Und wenn ich abends nach Hause komme, steht er hinterm Tresen und arbeitet.
17:17Es ist eine Schande, dass ein Kurierdienst Insolvenz anmelden musste.
17:21Ja, aber er arbeitet gerne hier.
17:23Es macht ihm Spaß, er verdient Geld, hat mit Leuten zu tun.
17:26Und er muss sich nicht um die Umsatzsteuer kümmern.
17:28Ja, ja. Und für die Karriere bist du zuständigst. Ganz schön modern.
17:32Ja, aber mir ist es egal, wer das Geld verdient.
17:35Hauptsache, wir sind glücklich.
17:38Also wenn es nach mir gehen würde, dann hätte dieser Juan schon längst Hausverbot.
17:41Schon, wenn schon. Konstanze kann ja machen, was er will.
17:44Juan ist noch fremd hier. Juan muss sich erst noch einnehmen.
17:46Das muss ich dir noch einlegen.
17:48Ich plündere doch seit vier Jahren unseren Kühlschrank.
17:49Na, ihr beiden, seid ihr bei eurem Lieblingsthema?
17:52Der böse Juan.
17:54Ach so, kommst du drauf?
17:56Naja, ich muss nur euren Blicken folgen.
17:59Seid ihr eifersüchtig?
18:01Quatsch. Warum sollten wir?
18:03Naja, weil er verdammt gut aussieht, weil er charmant und witzig ist.
18:08Und weil er sehr, sehr gut tanzt.
18:11Ja, schon gut.
18:11Danke, so genau wollten wir es nicht wissen.
18:13Du hast eine Frage gestellt, also beantworte ich es mal.
18:15So, und jetzt will ich tanzen.
18:17Komm.
18:33Na toll, jetzt habe ich BWL studiert und habe ein Diplom.
18:38Und hat trotzdem keinen Job.
18:39Na ja.
18:42Auf ein neues.
18:56Gut, Händchen.
19:02Das hat sich doch gut an erfahrene Buchhaltungskraft gesucht, ab sofort.
19:09Bewerbungen an M. Schmidt.
19:17Falkenthal-Burzellan.
19:19Ausgerechnet in der Manufaktur.
19:21Annabels alter Firma.
19:24Will ich da wirklich arbeiten?
19:26Auf der anderen Seite.
19:27Meine Mutter ist seit sechs Jahren verschwunden.
19:31Ich weiß, ob ihr die Manufaktur überhaupt noch gehört.
19:33Außerdem brauche ich dringend einen Job.
19:36M. Schmidt.
19:38Der Name sagt mir nichts.
19:40Ach, was soll's.
19:41Ich stelle mich dieser Herausforderung und gehe morgen dahin.
19:53Nochmal zwei Sex on the Beach.
19:56Na, Sheriff?
19:59Warum tanzt du nicht?
20:00Was?
20:01Tanzen.
20:02Das macht locker.
20:03Dann klappt's vielleicht doch mit den Frauen, ne?
20:05Was soll ich sagen?
20:07Die Frauen lieben tanzen.
20:09Siehst du ja.
20:13Hey, Moment mal.
20:18Wer ist das?
20:19Ähm, das ist Pian.
20:21Juan?
20:22Ist ein alter Bekannter.
20:24Du hast nur alte Bekannte.
20:26Komm, wir gehen jetzt.
20:28Nein, ich will noch bleiben.
20:29Bist du taub?
20:30Wir gehen jetzt.
20:32Juan?
20:33Was spätst du was rum?
20:34Hey, Juan.
20:35Lass sie in Ruhe, okay?
20:36Nun kapierst du es endlich, dass sie nichts von dir will, du weiche Ei.
20:39Komm jetzt.
20:39Was ist jetzt noch?
20:40Komm, raus jetzt.
20:42Komm doch.
20:42Komm, mein Freund hat sie.
20:44Lass sie nicht.
20:48Es wurde auch mal Zeit.
21:08Kann ich Ihnen weiterhelfen?
21:10Ja, ich möchte mich für die offene Stelle in der Buchhaltung bewirben.
21:13Oh, Sie kommen ohne Termin?
21:16Ich weiß nicht, ob der Chef gerade Zeit hat.
21:18Das Problem ist, ich habe im Moment kein Telefon.
21:20Vielleicht wäre es möglich, beim Chef einfach mal nachzufragen.
21:23Also gut.
21:24Haben Sie Ihre Bewerbungsunterlagen dabei?
21:26Ja, klar.
21:29Bitte schön.
21:31Herr Schmidt?
21:32Hier ist gerade eine Bewerberin gekommen.
21:34Für die Stelle in der Buchhaltung.
21:36Nora van Weyden.
21:39Gut.
21:40Sag ich Bescheid.
21:44Herr Schmidt meldet sich gleich nochmal.
21:46Sieht ganz so aus, als könnte er sie noch dazwischen schieben.
21:48Schön.
22:02Ah, Herr Adam.
22:04Geht es Ihnen wieder besser?
22:05Doch.
22:05Ich bin beizeiten zu Bett gegangen und bin jetzt wieder wohlauf.
22:09Ja.
22:10Also bisher läuft ja alles planmäßig mit der Hochzeit.
22:13Da dürfen Sie auch nicht schwächeln.
22:15Na, also an mir hat es nicht gelegen, wenn die Hochzeit...
22:18...mehrfach verschoben worden ist.
22:20Das möchte ich mal hier festhalten.
22:21Na ja, an mir auch nicht.
22:23Aber wer weiß, was das Schicksal diesmal so parat hält.
22:26Ich habe mir das alles aufgeschrieben.
22:28Im Tagebuch notiert.
22:30Dass hier im ersten Jahr, also vor sechs Jahren, da saß Elsa in der Grube Füße.
22:36Die Konrad und Theo gegraben hatten.
22:40Und das Jahr darauf.
22:41Da sind doch Theo, Elsa und Konrad umgezogen.
22:45Na ja, und da haben sie dann die Hochzeit verschoben.
22:48Weil sie nicht genug Geld hatten.
22:50Na ja, heiraten ist teuer.
22:51Ja, aber sie hätten es tun sollen, ne?
22:53Weil gab das Jahr darauf der Blitz in die Kirche eingeschlagen.
22:57Aber zum Glück ist kein Personschaden entstanden.
22:59Ja, aber der Dachstuhl, der war ja erst ein Jahr später fertig.
23:03Und da, als sie dann heiraten wollten, da hatte doch der Herr Pfarrer einen Autounfall.
23:09Na, Gott sei Dank ist der mit einer Gehirnerschütterung davon gekommen.
23:12Ja, und dann, das Jahr darauf, da schien ja alles gut zu gehen.
23:18Wir waren ja schon auf dem Weg zur Kirche, ne?
23:21Oh je, die Schuhe.
23:23Ja, und ich habe Elsa noch extra gesagt, dass sie sich bequeme Schuhe anziehen soll zur Hochzeit.
23:29Aber sie wollte ja unbedingt diese hochabhängigen Dinger.
23:32Ah, der Sturz von der Treppe blieb leider nicht ohne Folgen.
23:37Und als das Bein endlich ausgeheilt war und der nächste Sommer vor der Tür stand...
23:42Ich erinnere mich genau.
23:44Ich hatte gerade die Hochzeitsfiguren auf die neue Torte gesteckt.
23:48Tja, und da erwartete Elsa zu Hause eine ganz besondere Überraschung.
23:53Ungewöhnlich, dass ein Kind die Windpocken erst mit 16 bekommt.
23:56Also ich könnte schwören, dass mein Konrad die schon mit drei hatte.
24:01Aber wie das bei Theo und Konrad eben so ist, die beiden halten eben immer zusammen.
24:06Selbst wenn es um die Windpocken geht.
24:10Aber in diesem Jahr, das scheint ja alles gut zu gehen.
24:12Ja, alle sind gesund. Die Hochzeitstorte steht bereits im Kühlraum.
24:18Und der Sekt für die Erdbeerwohle ist gekühlt.
24:21Ja. Also diesmal scheint alles...
24:26Sagen Sie, haben Sie gerade Erdbeerwohle gesagt?
24:30Ja. Weißwein ist da, Sekt ist da, etwas Orangenschale, ein bisschen Puderzucker.
24:39Nur keine Erdbeeren.
24:41Regen Sie sich nicht auf. Ich bin schon fort, welche zu besorgen.
24:45Herr Adam, bitte langsam. Ja?
24:47Nicht, dass Ihnen irgendetwas passiert. Dann hätten wir ja gleich wieder ein Unglück.
24:51Ich kann Ihnen sagen, die Bohle wird die Küche nicht ohne Erdbeeren verlassen.
24:59Sie haben hier schon gearbeitet?
25:01Ja.
25:02In der Buchhaltung?
25:03Nein, als Assistentin der Geschäftsleitung. Aber ich habe inzwischen BWL studiert.
25:08Das heißt, im Gegensatz zu damals weiß ich jetzt, was ich tue.
25:11Für die Stelle reicht auch eine kaufmännische Ausbildung.
25:16Entschuldigen Sie die Frage, seit wann sind Sie denn eigentlich Geschäftsführer der Manufaktur?
25:22Ich bin hier seit sechs Jahren als staatlicher Verwalter eingesetzt.
25:27Hat mich meine Frühpensionierung gekostet.
25:32Es tut mir leid.
25:33Mir auch.
25:36Und was ist denn eigentlich aus der Besitzerin der Manufaktur geworden?
25:39Haben Sie nichts davon gehört?
25:41Sie ist vor dem Gefängnis geflogen und seitdem nicht wieder aufgetaucht.
25:48Eigentlich sind Sie für die Stelle überqualifiziert, Frau...
25:53Wie war nochmal Ihr Name?
25:55Van Weiden. Nora van Weiden.
25:57Das ist mir egal. Ich hätte trotzdem gerne die Stelle.
26:00Haben Sie etwas mit den Van Weiden zu tun, die hier im Gutshaus leben?
26:04Ja, aber ich habe keinen Kontakt mehr zu meiner Familie.
26:07Ich war die letzten sechs Jahre im Gefängnis.
26:14Ich erinnere mich dunkel.
26:16Richard van Weiden ist Ihr Vater.
26:22Danke für das Gespräch, Frau van Weiden.
26:26Sie hören von uns.
26:27Sie können gerne meine Unterlagen behalten.
26:29Das wird nicht nötig sein. Ich weiß ja jetzt, was drinsteht.
26:32Wollen Sie denn sonst noch irgendwas über mich wissen?
26:34Nein, danke. Das genügt mir soweit.
26:36Wir melden uns bei Ihnen.
26:38Auf Wiedersehen.
26:40Okay.
26:42Wiedersehen.
26:56Hast du gestern Abend noch irgendwas gehört von Constanze und Juan?
26:58Das kann man wohl sagen.
27:00Wir haben die ganze Nacht gestritten.
27:02Ach, du Heiliger.
27:03Wieso? Der Typ hat eigentlich bekommen, was er verdient hat.
27:05Wenn Constanze das genauso sehen würde.
27:08Was soll ich wie sehen?
27:10Hi, Constanze.
27:12Wie geht's dir?
27:14Super.
27:15Ist mir noch nie besser gegangen.
27:17Juan hat mit mir Schluss gemacht.
27:19Nur weil du dich gestern Abend so dämlich aufgeführt hast.
27:22Moment.
27:23Juan hat mit dir Schluss gemacht, weil ich ihn rausgeschmissen habe, oder wie?
27:26Bist du vielleicht ein Kaffee?
27:28Nein.
27:29Ich bin nur gekommen, um ihm zu sagen, dass er erreicht hat, was er wollte.
27:32Der Herr, ich misch mich gerne mal in andere Leute Angelegenheiten.
27:35Bist du jetzt zufrieden?
27:36Das ist, entschuldige, ist mir zu hoch.
27:38Warum hat er Schluss gemacht?
27:41Weil ich auch noch so blöd war, dich zu verteidigen.
27:44Jetzt mal ehrlich, Constanze.
27:45Wie oft habt ihr euch schon gestritten?
27:47Ich meine, der Typ ist so dermaßen eifersüchtig, das geht gar nicht.
27:50Was, jetzt soll das auch noch Juan's Schuld sein, oder was?
27:52Wie oft, Constanze?
27:53Sei ehrlich.
27:53Ja, klar, wir haben uns ein paar Mal gestritten, aber, na und?
27:57Wir sind halt leidenschaftliche Menschen.
28:00Dafür wird's wenigstens nicht langweilig.
28:02Auf die Alphanleidenschaft könnte ich verzichten.
28:04Mhm.
28:05Bei dir gibt's nämlich weder das eine noch das andere, weil du, weil in deinem Leben
28:09nämlich überhaupt rein gar nichts passiert.
28:11Hey, hey, hey, Moment mal, könnt ihr jetzt bitte aufhören zu streiten?
28:16Tom, unsere Freundschaft kannst du vergessen.
28:26Es ist gar nicht so einfach, einen halbwegs passablen Job zu finden.
28:30Und die Stelle in der Manufaktur werde ich bestimmt nicht bekommen,
28:33so wie dieser Schmidt auf mich reagiert hat.
28:36Früher hätte ich einfach gelogen und in meiner Vergangenheit verschwiegen,
28:38um den Job zu bekommen.
28:40Aber diese Zeiten sind vorbei.
28:42Es war richtig, dass ich ihm die Wahrheit gesagt habe.
28:45Ich lasse mich jetzt nicht entmutigen.
28:48Ich werde meine Chance noch bekommen.
28:54Ja, guten Tag, mein Name ist Dora van Beiden.
28:57Ich rufe an wegen der Stellenanzeige als Filialleiterin.
29:01Nein, ich hab sowas noch nie gemacht, aber ich hab BWL studiert.
29:05Ja, verstehe ich, aber ich bin sehr engagiert, lerne sehr schnell.
29:09Lassen Sie mich das doch beweisen.
29:12Ja?
29:14Ja, super, ich kann sofort.
29:16Ja, wunderbar, dann bis gleich.
29:17Tschüss.
29:18Na also, geht doch.
29:30Herr Adam?
29:33Herr Adam?
29:35Herr Adam, ich bin's, Lora.
29:36Lora, was ist denn los?
29:37Wo tut es denn weh?
29:38Was ist passiert?
29:38Die Edwärme.
29:40Was?
29:41Sie müssen mir in die Borde.
29:43Bleiben Sie ganz ruhig, ganz ruhig.
29:45Ich...
29:45Die Rauchzeit.
29:48Geht's los, Herr Adam?
29:50Geht's?
29:51Hier.
29:52Setzen Sie sich mal.
29:53Hier auf ihn.
29:54Ganz ruhig.
29:55Ganz ruhig.
29:56Ja.
29:59Atmen Sie mal ganz tief durch.
30:21Ich bin gleich wieder da.
30:28Ich ruf schon den Krankenwagen, ja?
30:30Ja.
30:40Ja, hallo.
30:40Nora von Weiden hier.
30:41Wir bräuchten mal einen Krankenwagen in die Lindenallee, Ecke Ahornweg.
30:45Hier ist ein älterer Herr.
30:46Der hat einen schwächer Anfall.
30:48Ja, ja, natürlich bleib ich bei ihm und kümmere mich um ihn.
30:50Ja.
30:51Gut, danke.
30:59Der Wagen ist in wenigen Minuten da.
31:03Sind Sie es wirklich, Fräulein von Weiden?
31:07Ja, Herr Adam.
31:09Ich bin's.
31:11Ich bin ja da.
31:13Ganz ruhig.
31:26Den Tag trage ich mir im Kalender ein.
31:28Endlich habe ich dich im Tennis geschlagen.
31:30Du hattest einen klaren Vorteil.
31:32Ich war gestern erst sehr spät im Bett.
31:34Ach ja, wie war denn der Polterabend?
31:36Ach, sehr schön.
31:37Fast hätte ich's vergessen.
31:38Judith?
31:39Ich habe es fast geschafft.
31:41Die Tasse des Grauens.
31:42Na ja, und was ist dann passiert?
31:44Hey, ich hatte sie gerade erfolgreich ins Porzellan zum Poltern geschmuggelt und dann Michael hat es entdeckt und sie gerettet.
31:52Irgendwann wirst du es schaffen.
31:55Ausgerechnet dieses hässliche Ding hat er bei mir in der Wohnung, ja, und alles andere vergisst er ständig bei sich.
32:00Gleich muss ich noch los und ihm seine Krawatte holen.
32:02Ich glaube, es war die mit dem blauen Streifen.
32:05Wie lange willst du ihm eigentlich noch seine Sachen hinterher tragen?
32:08Na ja, so lange, bis wir eben zusammengezogen sind.
32:10Und wir denken ja darüber nach, hm?
32:13Ah ja, so wie ihr seit zwei Jahren übers Heiraten nachdenkt.
32:16Ich weiß, du hast schlechte Erfahrungen gemacht.
32:19Erst mit Hagen und dann mit Frederik.
32:23Das ist sechs Jahre her.
32:25Und mit Michael bist du schon seit fünf Jahren zusammen.
32:28Wir sind eben auch ohne Trauschern glücklich.
32:34Weißt du, als ich Richard vor über 30 Jahren kennengelernt habe, da haben wir viel zu schnell geheiratet.
32:43Genauso schnell ist die Ehe dann auch wieder auseinandergegangen.
32:45Siehst du?
32:46Aber jetzt leben wir schon seit vier Jahren zusammen mit Sascha.
32:50Wir sind wieder eine richtige Familie.
32:52Ihr wisst eben erst jetzt, was ihr aneinander habt.
32:56Stimmt, du hast ja recht.
32:58Man muss sich ja ein bisschen Zeit lassen.
32:59Aber man kann es auch übertreiben.
33:02Du weißt doch längst, was du an Michael hast.
33:07Ja, aber schade um die schönen Erdbeeren.
33:10Ach, Herr Adam, die sind doch jetzt wirklich nicht so wichtig.
33:13Soll ich jemanden informieren?
33:14Das wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie meinen Neffen Michael benachrichtigen könnten.
33:19Wenn es Ihnen keine besonderen Umstände macht.
33:22Ach, Sie sind immer noch ganz der alte Herr Adam.
33:24Natürlich informiere ich Ihren Neffen.
33:26Sie sind wirklich sehr aufmerksam.
33:30Sie sind praktisch als Geschenk des Himmels zu mir gekommen.
33:33Nicht wirklich.
33:34Ich war auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch.
33:36Da habe ich Sie ganz zufällig gesehen.
33:39Wir hatten den Eindruck, dass Sie erst in zwei Monaten entlassen würden.
33:43Sind Sie etwa getürmt?
33:46Nein.
33:46Ich bin wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden.
33:49Aber das ist sehr schön.
33:51Wo haben Sie denn übernachtet?
33:54Ich habe mir eine kleine Wohnung genommen.
33:56Und weiß denn Ihr Herr Vater...
33:59Nein, weiß er nicht.
34:00Und ich wäre Ihnen auch sehr dankbar, wenn Sie unsere Begegnung nicht erwähnen.
34:03Ja, wenn Sie das so wollen.
34:05Das Tuch, das ist meinetwegen ganz feucht geworden.
34:09Das kann ich Ihnen so nicht zurückgeben.
34:11Ich muss es reinigen.
34:12Ach, Quatsch.
34:12Das ist doch nicht nötig.
34:13Nein, nein.
34:13Bitte geben Sie mir Ihre Adresse.
34:15Ich sende es Ihnen zu.
34:17Ja, gut.
34:17Wenn Sie darauf bestehen.
34:19Aber hatten Sie nicht ein Vorstellungsgespräch?
34:22Oh Gott, ja.
34:22Sie sind nicht weg.
34:23Oh mein...
34:25Könnte ich mal ganz schön Ihr Handy haben?
34:26Ja.
34:28Bitte sehr.
34:36Ja, hallo, Nora van Weiden noch mal von eben, ich wegen der Stelle der Filialleiterin.
34:41Wäre es möglich, eine halbe Stunde später zu kommen, ist da was dazwischen?
34:47Nein, ich bin nicht unzuverlässig.
34:49Es ist, wie ich gesagt, es...
34:51Hallo?
34:54Sie haben meinetwegen die Stelle nicht bekommen?
34:59Ist nicht so wichtig.
35:01Hauptsache, es geht Ihnen wieder gut.
35:27Vor dem Haus ist gerade ein Krankenwagen weggefahren.
35:29Herr Adam, war der Ihretwegen da?
35:31Ja, es geht schon wieder, außer den Erdbeeren.
35:33Jetzt beruhig dich doch, wir haben noch neue besorgt.
35:35Setz dich.
35:36Danke.
35:38Was ist denn passiert?
35:39Mein Onkel hatte auf der Straße einen Schwächeanfall.
35:42Um Himmels Willen.
35:43Einen ganz geringfügigen...
35:45Eine junge Dame war so nett und hat sich um ihn gekümmert.
35:48Dann hat sie in den Krankenwagen gerufen und anschließend mich benachrichtigt.
35:51Eine junge Frau, die kann den Wahn sehr offenbar in Gubben hin.
35:55Ja.
35:56Tja, leider konnte ich nicht mehr sehen, wer es war.
35:58Als ich dort ankam, war sie schon weg.
36:00Ja, sie hat einen dringenden Termin.
36:03Was ist das denn?
36:04Das Tuch hatte sie mir zum Kühlen geliehen.
36:07Ich werde sie jetzt zurückgeben.
36:08Geben Sie mal her.
36:09Ich wasche es und bügelt es dann.
36:11Vielen Dank.
36:14Wie sah denn die junge Frau aus?
36:17Weshalb fragen Sie?
36:18Herr Adam, das Monogramm NVW.
36:25Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.
36:28Frau Landmann, Frau Landmann von Weiden ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden.
36:37Hoffentlich passe ich da rein.
36:39Ach, ganz bestimmt.
36:40Und die Schuhe ziehst du nachher auf der Straße an, damit du nicht wieder stolperst.
36:43Alles wird gut, Elsa.
36:46Hast du die Horoskope?
36:48Ja.
36:48Ich habe alle gegriffen, die ich finden konnte.
36:51Möchtest du sie hören?
36:52Natürlich.
36:54Also hier, Astrologie professionell.
36:57Die müssen es ja wissen.
37:00Löwe, richtig?
37:01Ja.
37:02Sonne und Mond bilden keinen Aspekt miteinander.
37:05Der Mond erwartet einen Plutoquadrat.
37:07Der Tag...
37:09Der Tag?
37:11Der Tag könnte nicht schlechter gewählt sein.
37:16Nehmen wir ein anderes.
37:18Hier, Horoskop heute, ja?
37:23Wenn ein Löwe und eine Waage heiraten und glücklich werden wollen,
37:29sollten Sie heute lieber die Finger davon lassen.
37:33Na, das war doch klar.
37:35Der Tag, der wird die reinste Katastrophe.
37:36Da kann ich mich ja gleich ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen.
37:39Nein, nein, Elsa, einen Versuch haben wir noch, ja?
37:42Eins nützt.
37:46Wenn zwei Menschen mit dieser Konstellation am besagten Datum heiraten wollen,
37:50erwartet sie eine tiefe, harmonische und überaus liebevolle Beziehung,
37:55die ein ganzes Leben lang halten wird.
37:58Steht das wirklich da?
37:59Ja.
38:00Wort für Wort.
38:01Elsa, das wird ein wunderschöner Tag.
38:04Und heute Abend kannst du als frischgebackene Frau Landmann den Kopf unter die Decke stecken.
38:10Danke, Mike, jetzt bin ich doch etwas beruhigter.
38:13Was für eine Zeitschrift war das?
38:14Häkeln und stricken für Anfänger jetzt mit gratis Horoskop.
38:21Wenn Frau Landmann weiß, dass Frau Landmann von Weiden entlassen ist,
38:25dann weiß es bald ganz Falkenthal.
38:27Jetzt mach dir doch darüber keine Sorgen.
38:29Wichtig ist erst mal, dass du wieder auf die Beine kommst.
38:31Ja, danke, mir geht es wieder viel besser.
38:32Du hast mir schon ganz schönen Schrecken eingejagt.
38:36Was hättest du davon, wenn du für ein paar Tage zu uns kommst?
38:39Äh, wohin, wenn ich fragen darf?
38:42Sophie hat die größere Wohnung, also zu Sophie.
38:44Aber ich würde deiner Freundin nicht zulast fallen.
38:47Verlobte. Wir sind bereits verlobt.
38:50Wenn man so lange verlobt ist wie ihr, ist man bald gar nicht mehr verlobt.
38:56Wie meinst du das?
38:57Na, die Leute glauben euch gar nicht mehr, dass ihr irgendwann noch heiraten wollt.
39:01Ist das so?
39:02Hm?
39:02Hm?
39:03Hm?
39:09Warum freust du dich?
39:11Ach, du willst ihr einen Heiratsantrag machen?
39:15Aber bitte nicht erst irgendwann in den nächsten zehn Jahren.
39:26Einfach rein.
39:26Ja.
39:28Einfach ab.
39:28Okay.
39:30Langsam bist du ernst. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
39:32Die Hostet soll einfach perfekt werden.
39:34Das wird sie. Keine Sorge.
39:35Bis auf die beiden Trauzeugen, die kein Wort mehr miteinander sprechen.
39:38Du und Constanze?
39:39Sag bloß nicht ihr Stress, weil du Juan gestern Abend rausgeschmissen hast.
39:42Ja.
39:43Wie ungerecht ist das denn?
39:45Die sollte dir lieber dankbar sein.
39:46Äh, wofür genau bitte? Dass mein Freund deshalb mit mir Schluss gemacht hat?
39:51Constanze.
39:52Ich bring den Gemüseauflauf. Ich konnte ja nicht ahnen, dass hier Kaffeekränzchen angesagt ist.
39:57Tut mir leid wegen Juan, ehrlich.
39:59Hm, du kannst ja nichts dafür, Theo.
40:02Fehlt noch was für die Hochzeit?
40:03Nur die Überraschung von uns drei und der Sänger. Dann ist alles komplett.
40:08Der Sänger?
40:10Der das Lieblingslied für meine Eltern singen soll.
40:12Ihr habt versprochen, euch darum zu kümmern.
40:14Äh, Theo, das ist ehrlich gesagt nicht mehr ganz so einfach, weil das wollte eigentlich ein Freund von Juan machen.
40:19Ja, und weil Juan und ich ja jetzt nicht mehr zusammen sind, da kann ich seinen Kumpel schwer noch um
40:23den Gefallen bitten.
40:24Das glaube ich jetzt nicht.
40:25Wir haben keinen Sänger, weil ihr euch gestritten habt.
40:31Lieber Alexander, das ist mein erster Brief in Freiheit.
40:36Es war ein unbeschreibliches Gefühl, das Gefängnis endlich verlassen zu können.
40:40Ich habe mir gleich eine Wohnung gesucht.
40:43Nichts Besonderes.
40:44Aber immerhin kann ich hier ein- und ausgehen, wann immer ich will.
40:49Als nächstes kümmere ich mich um einen Job.
40:52Meine ersten Anläufe waren leider nicht so erfolgreich, aber ich lasse mich nicht unterkriegen.
40:56Denn ich habe mir fest vorgenommen, jeden Tag in Freiheit zu genießen.
41:00Aber um ehrlich zu sein, ist das gar nicht so einfach.
41:03Ich bin ganz auf mich allein gestellt.
41:05Meine Schwester lebt mit Simon und ihrem Sohn in ihrem Hotel in Übersee.
41:08Und mein Vater will nichts mehr mit mir zu tun haben.
41:11Ich habe ihn heute aus der Ferne gesehen und es hat mir fast das Herz gebrochen, ihm nicht in die
41:15Arme fallen zu können.
41:17Er und alle anderen sehen nur die Kriminelle in mir.
41:20Wenn dich dieser Brief nur erreichen könnte.
41:23Aber ich habe keine Ahnung, wo du bist.
41:26Ich bin ganz allein und niemand will etwas von mir wissen.
41:47Ich bin natürlich daran schuld, dass dein Macho-Freund dich sitzen lässt.
41:50Ja, wer hat Juan denn aus den Bahnen hieß geworfen und sich als mein großer Beschützer aufgespielt?
41:56Sie könnte sich geändert haben.
41:57Nora hat mehr als eine Chance gehabt, sich zu ändern.
41:59Ich glaube einfach nicht, dass sie das kann.
42:01Die Hochzeit der Familie Landmann.
42:02Sie findet auf dem Guter von Weidens statt.
42:05Eine Kellnerin hat sich den Fuß verstaucht.
42:07Und sie werden für sie einspringen.
42:08Ich kann da nicht kellnen, nicht auf dieser Hochzeit.
42:10Sie kellnern auf dieser Hochzeit oder sie kellnern gar nicht mehr.
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