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SpaßTranskript
00:00...würde, dann hätte dieser Juan schon längst Hausverboten.
00:02Und wenn schon mal Constanze, kann er machen, was er will.
00:04Juan ist noch fremd hier, Juan, muss ich erst mal einziehen.
00:07Komm, wir gehen jetzt.
00:09Nein, ich will noch bleiben.
00:10Gehst du taub. Wir gehen jetzt.
00:13Juan, sag mal, spielst du was hin?
00:15Hey, Juan, lass sie in Ruhe, okay?
00:17Nun kapierst du es endlich, dass sie nichts von dir will, du Weichei.
00:20Komm jetzt.
00:21Was ist jetzt?
00:21Komm, na, raus jetzt.
00:23Warte doch!
00:23Komm, was soll das lassen?
00:33Herr Adam?
00:37Herr Adam, ich bin's, Nora.
00:40Atmen Sie mal ganz tief durch.
00:44Frau Herrn von Weiden, wie ist das möglich?
00:47Das erkläre ich Ihnen, wenn Sie mir versprechen, jetzt mal ganz tief durchzuatmen.
00:52So, das jetzt legen wir noch in den Nacken.
00:54Komm, halten Sie mal fest, ja?
00:56Ich bin gleich wieder da.
00:57Ich ruf schon einen Krankenwagen, ja?
00:59Das Monogramm.
01:00N-V-W.
01:02Sagen Sie mir bitte, dass das nicht verheißt.
01:06Frau Landmann, Frau Herrn von Weiden ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden.
01:12Nur?
01:49Sie sind es also wirklich.
01:55Schön, Sie zu sehen.
01:58Herr Adam hat mir gesagt, dass er Sie getroffen hat, aber ich sagte zu ihm, das kann doch nicht.
02:03Ich meine, Sie sollten doch erst in ein paar Monaten entlassen werden.
02:07Ich bin wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden.
02:10Verstehe.
02:11Ich wollte Ihnen das zurückgeben.
02:14Oh, das ist aber sehr nett.
02:16Wie geht es denn, Herr Adam?
02:17Hat er sich von seinem Schwächeanfall erholt?
02:19Er, der Arzt sagt, es lag an der Hitze.
02:22Gut, bin ich überfroh.
02:24Wenn Sie Herrn Adam nicht geholfen und den Arzt geholt hätten, dann wäre das wahrscheinlich für ihn nicht so glimpflich
02:31abgelaufen, danke.
02:32Das war doch selbstverständlich.
02:34Herr Adam würde sich auch gerne bei Ihnen bedanken, aber er ist noch zu schwach.
02:39Und telefonisch sind Sie ja nicht erreichbar.
02:41Doch, ich habe mir eben gerade ein gebrauchtes Handy gekauft.
02:44Ich kann Ihnen doch die Nummer schnell mal aufschreiben.
02:46Gut, kommen Sie doch erst mal rein.
03:08Frau Landmann.
03:11Bitte gehen Sie nicht.
03:18Soll das heißen, keiner von euch hat den Sänger für die Hochzeitsfeier von Konrad und Elsa gebucht?
03:22Oh, oh.
03:23Mann, ihr seid die Trauzeugen und habt versprochen, euch darum zu kümmern.
03:26Wie konntet ihr das vermasseln?
03:27War ja klar.
03:28Was heißt denn jetzt, war ja klar?
03:31War ja klar heißt, dass Frau, ich gebe gern die Verantwortung ab, sich wieder nur um sich gekümmert hat.
03:35Bitte?
03:36Wenn Herr, ich mische mich gerne mal in fremder Leute Angelegenheiten,
03:40sich um seinen Kram gekümmert hätte, dann hätten wir jetzt einen Sänger.
03:43Klar, ich bin an allem schuld.
03:44Bin ja sogar daran schuld, wenn dein Freund mit dir Schluss macht.
03:46Ja, daran bist du auch schuld.
03:47Hättest du dich auf dem Polterabend nicht betragen wie John Wayne, dann hätten wir jetzt einen Sänger...
03:51Schluss jetzt!
03:52Ich habe euch beide gebeten, euch um den Sänger zu kümmern.
03:54Wisst ihr auch warum?
03:55Damit die beiden Gelegenheit haben, sich zu streiten?
03:57Damit wir einen Plan B haben.
03:58Falls einer von euch vergisst, was wir zu tun haben.
04:00Ich habe wohl nicht ganz hingehauen, was?
04:02Nein.
04:04Tut mir leid.
04:05Mir auch.
04:06Muss es nicht.
04:07Denn ihr werdet euch jetzt darum kümmern.
04:09Und wenn ihr zur Hochzeit kommt, kann ich unter den Sänger einen Haken machen.
04:12Ist klar?
04:13Mhm.
04:14Kein Problem.
04:15Ich wusste, ich kann mich auf euch verlassen.
04:18Tja.
04:19Theo hatte euch immer schon am besten im Griff.
04:22Und jetzt?
04:24Jetzt versuche ich zu retten, was du verbockt hast.
04:27Das wird mir ja sehen.
04:41Tobias, denk darin, dass wir die Braut abholen müssen.
04:43Naja, wir sind hier gleich fertig, Marianne.
04:45Ich darf sie wohl nicht aufhalten, ne?
04:47Kein Problem, Michael.
04:48Ich habe es ja gleich.
04:49Hier, vergiss deine Krawatte nicht.
04:51So, ja.
04:53Ja, und das wollen Sie Sophie schenken, wenn Sie Ihren Heiratsantrag erneuern?
04:56Ja, nicht den Plan.
04:57Nein, ich will es ja bauen lassen.
05:00Das wird doch eine ganze Weile dauern, bis es fertig ist, ne?
05:02Deshalb habe ich gedacht, dass ich Sophie ein Modell schenke.
05:05Das ist ja eine schöne Überraschung.
05:07Ja.
05:07Sophie soll sehen, wie ernst ich es meine mit unserer Heirat.
05:10Und zwei Jahre Verlogungszeit sind im Grunde genommen genug, ne?
05:13Was meinen Sie?
05:15Werden Sie mir helfen können?
05:16Ja, natürlich helfe ich Ihnen.
05:17Sehr gut.
05:18Mal sehen.
05:18Ihr wollt doch nicht jetzt damit anfangen.
05:21Tobias, denk daran.
05:23Wir sind dafür verantwortlich, dass Elsa dieses Mal heil und unversehrt zu ihrer Hochzeit kommt.
05:28Also verwende deine handwerklichen Fähigkeiten, darauf deine Krawatte zu binden, ja?
05:32Ich werde mich nie an diese Dinger gewöhnen.
05:40Was gibt's denn so Neues im Falkenthal?
05:44Mein Sohn heiratet heute.
05:46Naja, Sie haben es schon einige Male verschoben, aber heute ist es endlich soweit.
05:50Das ist ja schön.
05:51Ich finde, er und Elsa passen sehr, sehr, sehr gut zusammen.
05:54Er verwaltet jetzt die Ländereien Ihres Vaters.
05:57Er, Elsa, Theo und ich, wir wohnen jetzt zusammen, also gemeinsam als Familie unter einem Dach.
06:04Wirklich.
06:05Und Marianne und Tobias?
06:06Die sind ins Hausboot gezogen.
06:09Schön.
06:12Ja.
06:15Und?
06:16Ihr Vater?
06:19Dem geht's gut.
06:25Es hat einige Zeit gedauert.
06:28Aber vor vier Jahren, da ist seine zweite Ehefrau, Judith Wagner, mit ihrem gemeinsamen Sohn zu ihm gezogen
06:34und seitdem ist er nicht mehr so bedrückt.
06:38Ich werde mit ihm reden, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
06:42Und was wollen Sie bis dahin machen?
06:45Ich habe später einen Vorstellungstermin in Lanzino.
06:49Ja, und wenn ich dann mein Leben endlich wieder richtig geordnet habe, dann...
06:55Ach ja, Luisa und Simon leben ja mit ihrem Sohn in Neuseeland.
06:58Ich weiß.
06:58Ja, klar.
07:00Ja.
07:02Ich hätte es der einzige Mensch, den ich noch habe.
07:06Außer ihrer Mutter.
07:11Und weil mein Vater glaubt, dass ich ihr damals zur Flucht vorhelfen habe, will er nichts mehr mit mir zu
07:15tun haben.
07:17Aber das habe ich nicht getan.
07:19Das müssen Sie mir glauben.
07:20Ich war bereit, die Strafe für meine Vergehen anzunehmen.
07:23Aber es gab doch Beweise, die gegen Sie sprachen.
07:27Ich habe versucht, Annabelle aufzuhalten, als sie fliehen wollte.
07:33Sie glauben mir nicht.
07:35Es tut mir leid, Nora.
07:37Aber es ist spät und mein Sohn heiratet heute und...
07:41Ja, ich verstehe.
07:41Ja, ich verstehe.
07:47Ich verstehe.
07:51Ich verstehe.
08:02Ja, ich verstehe.
08:12Die ist wunderschön.
08:15Ist wie für dich gemacht.
08:18Aber was ist der anders?
08:20Doch nicht etwa die Hochzeit nebenan?
08:23Die Hochzeit nebenan? Nein.
08:27Weißt du denn nicht, was für ein Tag heute ist?
08:30Ähm, da wir noch nicht verheiratet sind, kann ich nicht den Hochzeitstag vergessen haben, den unserer ersten Ehe schließen?
08:38Na, seitdem ich lange gehalten habe, vergessen wir den lieber.
08:41Aber ich bin ja jetzt vorgewarnt und ich werde dich immer an unseren Hochzeitstag erinnern, wenn wir erst wieder verheiratet
08:46sind.
08:49Also?
08:52Heute, vor vier Jahren, bist du mit Sascha bei mir eingezogen.
08:56Oh Gott, ja, du hast recht.
09:00Ich glaube, ich werde alt.
09:01Oh, oh.
09:03Fishing for compliments, Frau Wagner.
09:05Und? Habe ich Erfolg?
09:07Nein.
09:08Nein, du hast es gar nicht nötig.
09:11Judith, du bist...
09:13Du bist wunderschön.
09:15Und ich möchte dich keinen Tag jünger haben.
09:19Die letzten vier Jahre waren wundervoll.
09:22Du hast mir das gegeben, wonach ich mich am meisten gesehnt habe.
09:26Deine Familie.
09:29Danke.
09:36Theo?
09:37Theo?
09:39Hast du diese Ansteckblumen gesehen?
09:40Habe ich hier.
09:41Ah, super.
09:42Oder mach du die mal dran, bitte.
09:44Die Ringe.
09:45Haben die Trauzeugen.
09:47Ja.
09:48Und wann habe ich jetzt diese Manschettenknöpfe hingeschmissen?
09:51Papa, ganz ruhig.
09:52Alles wird gut.
09:53Wir sind frei von ansteckenden Krankheiten.
09:55Mama hat keine hochhackigen Schuhe an.
09:57Heute wird geheiratet.
09:59Ja, zum Glück.
10:00Ich hätte auch nicht noch ein Jahr warten können, bis Elsa endlich meine Frau wird.
10:03Deine Mutter ist wirklich das Beste, was mir jemals passiert ist.
10:06Alles klar, du siehst super aus.
10:09Ja.
10:09Fehlt nur noch die Braut.
10:11Man hoffentlich schafft die das auch pünktlich.
10:15Du bist eine wunderschöne Braut.
10:18Immer wieder das Gleiche.
10:20Jedes Jahr.
10:21Und?
10:22Nach sechs Jahren immer noch bereit, in den heiligen Stand der Ehe zu treten.
10:26Wie am ersten Tag.
10:27Aber noch ein Jahr könnte ich nicht länger warten.
10:29Ich auch nicht.
10:30Ich gehe mir mal mein Make-up neu machen.
10:32Oh.
10:33Konrad und du, ihr werdet sehr glücklich werden.
10:36Konrad ist das Beste, was mir jemals passiert ist.
10:40Boah, Theo, ich bin nervös wie beim ersten Mal.
10:42Dafür ist es heute zum letzten Mal, das verspreche ich dir.
10:45Ja, du, die letzten Male habe ich auch gedacht, das wäre das erste und einzige Mal.
10:48Ich konnte ja nicht wissen, dass jedes Mal wieder ein Mal dazukommt.
10:51Papa.
10:52Hm?
10:53Du faselst.
10:54Ja.
10:55Ich bin nervös.
10:57Ganz ehrlich.
10:59Ich auch.
11:00Gott, bin ich nervös.
11:01Wenn heute irgendwas schief geht, dann drehe ich durch.
11:04Keine Sorge, Theo hat alles perfekt organisiert.
11:07Ja, und ich habe ja auch die neuen Schuhe, die alten Ohrringe von Eva, den geliehenen Ring von dir und
11:12das Blau...
11:12Mir fehlt was Blaues.
11:14Wo ist mein blaues Strumpfband?
11:16Ich habe keinen blassen Schimmer.
11:18Aber das bringt doch Unglück.
11:20Moment.
11:22Ich denke...
11:23Die tut es auch.
11:26Stimmt.
11:29Und wieder mal ist es dir gelungen, keine Krawatte tragen zu müssen.
11:35Elsa, das wird schon.
11:40Herr Adam, Sie sollten sich doch schon...
11:43Sie sind ja immer noch nicht für die Hochzeit umgezogen.
11:46Ich komme gerade von Nora.
11:49Und finden Sie nicht auch, dass es sich sehr verändert hat?
11:52Ja.
11:54Sie ist um vieles reifer und erwachsener geworden.
11:57Da kann ich Ihnen nur zustimmen.
11:58Auch in Ihrem Wesen sind Veränderungen vorgegangen.
12:01Sie ist, wie ich finde, milder und besonnener geworden.
12:06Ja.
12:07Sechs Jahre Gefängnis hinterlassen wahrscheinlich bei jedem Menschen ihre Spuren.
12:13Außerdem hat Nora ja vor Beginn der Haftstrafe ihr Baby verloren.
12:18Also sie hat schon einiges durchgemacht.
12:21Frau Grafenberg ist immer noch ohne Strafe davon gekommen.
12:25Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
12:30Irgendwo auf dieser Welt läuft diese Mörderin frei herum.
12:35Ich hoffe nur, dass wir das nicht Nora zu verdanken haben.
12:39Nora van Weiden hat sechs Jahre Haft hinter sich.
12:42Und damit ist ihre Strafe auf alle Fälle verbüßt,
12:46falls sie überhaupt Frau Grafenberg bei der Flucht geholfen hat.
12:49Aber das hat sie ja immer bestritten.
12:50Ich weiß.
12:51Und das tut sie immer noch.
12:53Sie sind sich immer noch nicht sicher, ob sie ihr glauben können oder nicht.
12:59Die Beweise sprachen doch gegen sie.
13:03Ihre Fingerabdrücke waren auf der Waffe,
13:06mit der auf den JVA-Beamten geschossen wurde.
13:09Und die Schlüssel von Annabels Handschellen, die waren in ihrer Kleidung.
13:13Aber?
13:16Ich...
13:18Ich weiß auch, wozu Annabelle Grafenberg fähig ist.
13:22Und...
13:24Und ich habe Noras Augen gesehen,
13:27als sie mir ihre Unschuld beteuert hat.
13:30Und sie...
13:32Sie wirkte so aufrichtig.
13:39Ja, danke, dass Sie so kurz vor sich einspringen können.
13:41Sie sind unsere Rettung.
13:43Ja gut, da kommen Sie dann abholen.
13:44Sagen wir so in 20 Minuten.
13:47Ähm, oder eine gute halbe Stunde vielleicht.
13:49Ja, das müsste passen.
13:50Alles klar, danke schön.
13:52Bis dann.
13:54So.
13:55Gut, können wir weiter?
13:56Ich finde diese verdammte Bielefelder Straße nicht.
14:00Wieso Bielefelder Straße?
14:01Bitterfelder.
14:03Der Sänger wohnt Bitterfelder Straße 29.
14:07Dann sind wir hier völlig falsch.
14:10Ich habe dich doch extra noch gefragt,
14:12weißt du, wo wir hin müssen?
14:13Du hast gesagt, ja, ich weiß, wo wir hin müssen.
14:14Kannst du nicht einmal was anpacken wie ein normaler Mensch?
14:17Das wäre doch langweilig.
14:27Was?
14:28Ich glaube, der Tank ist leer.
14:30Das glaube ich jetzt nicht.
14:33Ersatzkanister?
14:34Ja klar habe ich einen Ersatzkanister.
14:40Wo bitte?
14:42Habe ich wohl vergessen.
14:45Na super!
14:46Das hast du ja wieder fantastisch hinbekommen.
14:47Wieso denn ich?
14:49Was soll das jetzt für eine Frage sein?
14:50Hätte ich etwa dafür sorgen sollen,
14:51dass dein Wagen vollgetankt ist oder was?
14:53Nein, aber du hättest dich einfach nur um deinen Kram kümmern können.
14:56Dann wären wir überhaupt nicht in dieser Situation.
14:58Was?
15:00Wenn du Juan nicht so blöd angemacht hättest,
15:02dann hätte er sich nicht von mir getrennt.
15:04Ich hätte seinen Freund als Sänger engagieren können
15:07und alles wäre wunderbar.
15:09Das habe ich ja ganz vergessen.
15:10Ich bin natürlich daran schuld,
15:11dass dein Macho-Freund dich sitzen lässt.
15:13Ja, wer hat Juan denn aus den Banis geworfen
15:15und sich als mein großer Beschützer aufgespielt?
15:17Ich denke, Anna muss ja auf dich aufpassen.
15:19Vielen Dank.
15:19Ich kann sehr gut auf mich alleine aufpassen.
15:21Ach ja?
15:22Ja, allerdings.
15:23Ich habe mein Leben im Griff.
15:24Ja, sicher.
15:25Deswegen stehen wir auch hier in der Pampa
15:26ohne verdammten Topfen Benzin im Tank.
15:28Ja, und?
15:29Ich stehe gerne in der Pampa.
15:31Das ist mein Tank.
15:33So ist nun mal mein Leben überraschend und spontan.
15:35Da stehst du auch so drauf, ja?
15:36Ja, allerdings.
15:37Tatsächlich?
15:38Ja und ob.
15:54Sie sind also erst gestern aus dem Gefängnis gekommen.
15:56Ich wurde wegen guter Führung vollzeitig entlassen, ja.
16:00Ich habe im Gefängnis BWL studiert.
16:02Ihre Papiere brauche ich nicht.
16:04Ich kann sie oben in der Buchhaltung abgeben.
16:08Haben Sie schon mal gekellnert?
16:10Nein, aber ich lerne schnell.
16:12Ich habe einige Jahre am Empfang in einem Hotel gearbeitet.
16:16Das heißt, ich weiß, was guter Service bedeutet.
16:19Sie haben also ein abgeschlossenes BWL-Studium.
16:23Und jetzt wollen Sie hier als Kellnerin arbeiten?
16:26Ganz genau.
16:27Warum?
16:31Als ich aus der Haft entlassen wurde, hatte ich 900 Euro.
16:35840 Euro hat mir mein Vermieter für die Mietkortion abgenommen.
16:39Dann musste ich noch ein paar Lebensmittel einkaufen.
16:41Ja, und jetzt habe ich nur noch 30 Euro.
16:43Ich brauche das Geld.
16:47Zumindest sind Sie ehrlich.
16:51Also gut, Sie haben den Job.
16:54Ja.
16:55Hören Sie, es ist mir egal, wie gut Ihre Führung im Gefängnis war oder mit welcher Note Sie Ihr Studium
17:01abgeschlossen haben.
17:02Alles, was zählt, ist, was Sie hier leisten.
17:04Ich führe das Land Sino erst seit kurzem und ich will seinen guten Ruf nicht ruinieren.
17:09Ist das klar?
17:10Natürlich.
17:12Und denken Sie daran, genauso schnell, wie Sie den Job bekommen haben, können Sie ihn auch wieder verlieren.
17:16Das ist nur fair.
17:18Wann können Sie anfangen?
17:20Sofort?
17:23Gut.
17:25Dann willkommen im Team.
17:27Danke.
17:38Ja.
17:41Und das war jetzt keine so gute Idee, oder?
17:44Ja.
17:45Da hast du recht.
17:46Ja.
17:50Und was meinst du?
17:52Den Sänger können wir jetzt vergessen, oder?
17:56Ja.
17:56Ja.
17:57Und wenn wir hier nicht bald wegkommen, dann fehlen neben dem Sänger auch noch die Trauzeugen auf der Hochzeit.
18:02Das wird Theo uns nie verzeihen.
18:04Stimmt.
18:06Wo doch alles so generalstabsmäßig geplant ist.
18:13Was machen wir hier mit?
18:16Stehen lassen?
18:17Oder du lenkst und ich schiebe.
18:19Vielleicht kommt ja irgendwann eine Tankstelle.
18:21Und was sagen wir Theo?
18:23Warum wir den Sänger nicht mitgebracht haben?
18:24Die Wahrheit.
18:25Du hast es vermasselt.
18:39Kannst du ernst sein.
18:42Handbremse.
18:44Oh.
18:47Los.
18:48Ja.
19:02Ich bin wirklich froh, diesen Job bekommen zu haben.
19:07Er macht mir sogar Spaß.
19:10Und er wird gar nicht so schlecht bezahlt.
19:15Kann ich mir auch ein paar Kleinigkeiten leisten.
19:19Ich hoffe nur, dass das Schicksal mich noch etwas vor einer Begegnung mit Richard verschont.
19:24Früher war er hier sehr oft zu Gast.
19:26Ich würde gerne zahlen.
19:31Ein Cappuccino und ein Wasser, das macht 4,50 bitte.
19:37Sechs bitte.
19:38Sagen Sie, kennen wir uns?
19:40Sie kommen ja so bekannt vor.
19:43Nein.
19:44Nicht, dass ich wüsste.
19:45Ich meine, ich war eine Zeit lang weg, aber...
19:47Nein.
19:48Ach.
19:56Ähm, Entschuldigung.
19:57Sie müssen mir versehentlich falsch rausgegeben haben.
20:00Oh Gott, es tut mir leid.
20:03Sie können mir Sachen packen.
20:05Darf ich fragen, wie viel Ihnen fehlt?
20:07Ähm, ich habe zu viel bekommen.
20:10Wahrscheinlich, weil ich Ihre Mitarbeiterin abgelenkt habe.
20:14Verzeihen Sie meinen Erdung, Frau Wagner.
20:16Von mir müssen Sie sich nicht entschuldigen.
20:23Entschuldigung.
20:24Ich habe etwas vorschnell geurteilt.
20:27Kein Problem.
20:29Sie erlauben mir, dass ich Sie auf einen Kaffee einlade?
20:32Ah.
20:34Ja gut, dann hat mein Lebensgefährte noch eine Viertelstunde länger Zeit,
20:37unsere Verabredung einzuhalten.
20:38Ah, Sie erwarten Herrn von beiden.
20:40Ja.
20:42Hallo, Richard?
20:45Ja.
20:46Kein Problem.
20:47Im Lanzino.
20:48Ja, kommst du denn noch her?
20:50In zehn Minuten.
20:53Ja gut.
20:54Bis gleich.
20:55Tschüss.
21:07Frau Landmann, Sie sind noch hier und die Torte, ich dachte, die stehen jetzt schon längst in der Kühlkammer.
21:15Das tut sie auch, Herr Adam.
21:17Ich bitte um Aufklärung.
21:20Ich habe eine zweite Torte gemacht.
21:22Aber wieso denn das?
21:25Mein Sohn und Elsa werden heute heiraten.
21:29Und sollte der Torte etwas zustoßen, habe ich Ersatz.
21:34Ich habe noch nie gehört, dass eine Hochzeit wegen einer fehlenden Hochzeitstorte abgesagt worden wäre.
21:40Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
21:45Und deshalb habe ich für Ersatz gesorgt bei allem, was heute von Nöten ist.
21:53Zum Beispiel ein zweites Paar Ringe, ein zweites Hochzeitskleid und einen Hochzeitsanzug und so weiter und so weiter.
22:01Und was ist mit dem Brotpaar?
22:04Ja, die beiden sind natürlich ein Unikat.
22:08Aber eins muss man den beiden lassen.
22:11Sie haben immer an ihrem Vorhaben festgehalten.
22:14Trotz aller Hindernisse.
22:15Ja?
22:17Da haben Sie recht.
22:19Jedes Ding muss eine zweite Chance bekommen.
22:22Jeder hat eine zweite Chance verdient.
22:24Ja.
22:25Und wenn Sie sich nicht beeilen, braucht Ihr Sohn vielleicht auch eine siebente Chance.
22:30Denn die zukünftige Schwiegermutter der Braut ist, wie ich höre, auch ein Unikat.
22:37Nur eine Naturkatastrophe könnte mich davon abhalten, heute nicht Schwiegermutter zu werden.
22:50Hey, da bist du ja endlich. Wir müssen gleich los.
22:53Wieso müssen wir gleich los?
22:55Ich dachte, wir gehen nur zur Feier, nicht auch noch zu Traum.
22:57Ja, machen wir auch. Aber wie ich dich kenne...
22:59...willst du dich noch umziehen und musst garantiert noch mal ins Bad.
23:02Meinst du?
23:03Ja, meine ich. Hast du denn diesmal alles dabei?
23:06Ach, der Anzug.
23:09So ein Mist. Jetzt habe ich den Anzug bei mir in der Wohnung vergessen.
23:12Noch ein sehr guter Grund, endlich zusammenzuziehen.
23:16Es war dann nur Spaß.
23:18Ich vergesse dann meinen Anzug nicht.
23:19Natürlich habe ich meinen Anzug dabei.
23:21Du weißt denn, in dem Moment, wo wir nicht mehr nur verlobt sind, sondern auch verheiratet und unser gemeinsames Haus
23:28steht, das ist der Moment, in dem ich mit dir zusammenziehe.
23:32Da bin ich ja gespannt, wie lange das noch dauern wird. Also bei unserem Tempo, ich schätze mal zehn Jahre.
23:38Hm, darüber reden wir noch, du Ungläubiger. Ich gehe mich jetzt erst mal umziehen, ja?
23:42Mach das.
23:44Wo warst du eigentlich so lange?
23:45Ich musste noch ein paar Sachen besorgen.
23:47Und das hast du nicht auf morgen verschieben können?
23:49Ja, es gibt Dinge, die darf man nicht ständig verschieben.
23:55Dinge, für die du in einen Bastel laden musst?
23:58Nimmst du die Finger von die Tüten?
24:01Sophie Nowak.
24:03Warum? Weil ich dann deine heimliche Leidenschaft für Buddelschiffe entdecke?
24:07Ah, du hast mich erwischt.
24:10Nein, nein.
24:13Ist eine Überraschung.
24:15Für mich?
24:17Nein.
24:17Ich habe gedacht, ich überrasche mich mal selbst.
24:24Michael Adam, du willst mir etwas Gebasteltes schenken.
24:28Aber du hast zwei linke Hände.
24:30Sei doch nicht so neugierig.
24:34Hm, hm.
24:43Schönen Tag, du.
24:46Ich glaube, der Herr möchte zahlen.
24:47Ja, ich...
24:48Und ich glaube, es wäre ihm angenehm, wenn er heute noch bezahlen könnte.
24:51Klar.
24:54Okay, Sie möchten zahlen.
24:56Zwei Kaffee, vier zwanzig, viertig.
25:00Stand so.
25:01Dankeschön.
25:02Schönen Tag noch.
25:05Ich muss Sie ganz dringend was fragen.
25:07Wäre es möglich, dass ich meine Pause um eine Stunde vorziehe?
25:11Heute ist Ihr erster Tag.
25:13Ich weiß.
25:14Ich bin Ihnen auch sehr dankbar, dass Sie mir diese Chance gegeben haben.
25:16Aber ich habe ja auch sofort angefangen.
25:18Und ich müsste ganz dringend noch ein paar Dinge erledigen.
25:21Überstrapazieren Sie es nicht.
25:22Es gibt viele Leute, die Ihren Job brauchen.
25:23Das ist wirklich wichtig.
25:25Also gut.
25:26Aber in einer Stunde sind Sie wieder hier.
25:28Dankeschön.
25:32Was ist?
25:33Ich dachte, Sie hätten es eilig.
25:35Habe ich auch.
25:45Da wären wir also wieder einmal.
25:48Erwarten Sie viele Gäste.
25:49Zur Trauung kommt nur die Familie und die Trauzeugen.
25:51Und ist die Braut auch schon da?
25:53Ja, ich weiß leider nicht, wo sie steckt.
25:54Sie müsste eigentlich schon längst hier sein.
25:56Sie muss jeden Augenblick hier auftauchen.
25:57Elsa?
25:58Ah, Mutter.
26:00Na, das ist ja eine herzliche Begrüßung.
26:02Entschuldigung.
26:02Hast du Elsa gesehen?
26:04Sie müssen jeden Moment hier sein.
26:06Keine Sorge.
26:07Tobias, Marianne und Maike, sie sorgen dafür, dass Elsa wohlbehalten und sicher hier ankommt.
26:13Siehst du, sage ich doch.
26:14Du machst dir ganz unnötig Sorgen.
26:15Ja, danke.
26:16Ja, und wo sind die Trauzeugen?
26:17Alles easy.
26:18Konstanz und Tom sind unterwegs.
26:20Oma, könnt ihr dich mal einen kleinen Augenblick sprechen?
26:22Entschuldige uns einen Moment.
26:26Was gibt's denn?
26:27Oma, ich hab keine Ahnung, wo die beiden stecken.
26:29Sie wollten den Sänger abholen und seitdem hab ich nichts mehr von den beiden gehört.
26:33Na ja, dann findet die Trauung eben ohne die beiden statt.
26:35Gar eine schlechte Idee.
26:36Die beiden haben die Ringe.
26:38Und ohne Ringe keine Trauung.
26:39Was hast du vorhin gesagt?
26:41Alles easy.
26:45Das ist dein letzter Tag als unehelicher Adoptivsohn.
26:49Das verspreche ich dir.
26:51Oma, du bist eine Wucht.
26:56Sechs Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet.
26:59Fast jeden Tag habe ich mir vorgestellt, wie ich meinem Vater gegenüberstehe und ihn endlich davon überzeugen kann, dass ich
27:05nichts mit Annabels Flucht zu tun hatte.
27:08Und jetzt?
27:09Ich hab mich einfach davon gemacht.
27:14Wer weiß.
27:16Vielleicht ist es tatsächlich besser, auf den richtigen Moment zu warten.
27:20Wenn ich erstmal eine normale Wohnung und einen ordentlichen Job habe.
27:25Wenn ich mein Leben wieder im Griff habe.
27:28Was rede ich denn da?
27:30Ich hätte einfach Angst vor dem Moment.
27:34Richard hat sich sechs Jahre lang nicht einmal gemeldet und keinen meiner Briefe beantwortet.
27:40Und ich habe Angst, dass er mich auch jetzt nicht sehen will.
27:44Und noch viel mehr Angst habe ich davor, dass sich das niemals ändern wird.
27:48Dass ich ihm nie beweisen kann, dass ich Annabelle nicht zur Flucht verholfen habe.
27:54Vielleicht ist es utopisch, auf den richtigen Moment zu warten, weil der niemals kommen wird.
27:58Aber die Hoffnung ist das Einzige, was mir in den letzten sechs Jahren Kraft gegeben hat.
28:03Und ich werde nicht zulassen, dass Annabels Flucht mein Leben zerstört.
28:07Ich werde dafür kämpfen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
28:11Und Richard mir verzeiht.
28:15Und dann habe ich erfahren, dass die neue Kellnerin erst kürzlich eine Haftstrafe abgesessen hat.
28:20Herr von Weiden?
28:21Ja?
28:21Ein Boot hat Ihre Unterlagen gebracht. Ich habe sie Ihnen auf den Tisch gelegt.
28:24Danke, Katharina. Aber du meinst, der Kellner hat deshalb so reagiert.
28:28Das liegt doch auf der Hand. Er hat sofort angenommen, dass sie mich betrügen wollte.
28:32Er hätte sich zumindest erkundigen müssen, was vorgefallen ist.
28:35Sag ich ja.
28:36Aber da hatte er die Rechnung unter den Gast gemacht.
28:39Ja.
28:40Wenn Menschen ungerecht behandelt werden, dann kann man nicht einfach daneben stehen und nichts tun.
28:45Wenn jemand seine Haftstrafe verbüßt hat, dann ist damit seine Schuld an der Gesellschaft gesühnt.
28:53Denkst du an deine Tochter?
28:57Naja.
28:59Noah hat ein bisschen mehr getan, als nur falsches Wechselgeld herauszugeben.
29:03Deshalb muss sie doch nicht für alle Zeit für dich gestorben sein.
29:05Judith.
29:07Das Thema hatten wir bereits.
29:09Ich weiß. Und ich weiß auch, dass du nicht darüber reden möchtest.
29:13Richtig.
29:21Judith, bitte.
29:24Versteh doch mal.
29:25In den letzten sechs Jahren habe ich mir ein neues Leben aufgebaut.
29:29Ich lebe jetzt mit dir und Sascha zusammen.
29:31Und habe endlich wieder eine Familie.
29:35Ich will einfach nicht, dass Nora mir mit ihren Lügen das alles wieder kaputt macht.
29:41Dazu ist mir unsere Familie viel zu wichtig.
29:47Und ich liebe dich für deinen Familiensinn.
29:50Genau deshalb solltest du aber nochmal darüber nachdenken, ob du Nora nicht vielleicht doch noch eine Chance geben willst.
29:56Es ist sechs Jahre her, dass sie ins Gefängnis gegangen ist.
30:00Sie könnte sich geändert haben.
30:02Nein, nein, nein, nein, nein.
30:03Nora hat mehr als eine Chance gehabt, sich zu ändern.
30:06Ich glaube einfach nicht, dass sie das kann.
30:08Verstehst du? Sie denkt nur an ihren Vorteil.
30:11Und sie ist sich nicht zu schade dafür, zu lügen und zu betrügen.
30:33Wow, das sieht sehr umwerfend aus.
30:35Bist du sicher, dass du den Förster heiraten willst?
30:37Hey!
30:38Und zwar nur den Förster. Schließlich konnte ich die letzten sechs Jahre darüber nachdenken.
30:42Siehst du, ich muss gar keine Sorgen machen.
30:44Außerdem gibt es nur eine Braut, die am Tag ihrer Hochzeit noch schöner war.
30:47Oh, sind denn jetzt alle da?
30:50Jetzt schon?
30:51Ja, geschafft.
30:52Ist was passiert?
30:54Nö, wieso? Wir sind doch hier, oder?
30:56Entschuldig, Konstanz hat sich ein bisschen verfahren.
30:58Ja, weil du die Adresse falsch aufgeschrieben hast.
31:01Nein, weil du sie falsch gelesen hast.
31:02Kein Wunder bei deiner Handschrift.
31:04Und sie hat vergessen zu tanken. Und ich musste den Wagen schieben.
31:07Stop!
31:08Ich weiß nicht, wo ihr hinwolltet und wer sich warum verfahren hat.
31:10Es ist mir auch egal. Es ist mir auch egal, worüber ihr euch streitet, weil ihr euch streitet, seitdem ihr
31:14euch kennt.
31:15Aber heute habt ihr euch gefälligst zu vertragen, weil ich heute Konrad heirate.
31:18Und alles wird ganz wunderbar und harmonisch sein. Klar?
31:21Klar.
31:22Klar. Gut.
31:23Dann können wir ja jetzt loslegen.
31:26Ich heirate!
31:41Ich bin wieder da.
31:43Die können Sie gleich wieder ausziehen.
31:45Was? Ich bin doch pünktlich von der Pause zurück.
31:47Ja, das ist korrekt und sehr löblich.
31:49Ja, aber warum wollen Sie mich dann feuern?
31:51Ich will Sie nicht entlassen.
31:55Wir richten ein Catering für eine Hochzeit aus.
31:58Eine Kellnerin hat sich den Fuß verstaucht. Und Sie werden für sie einspringen.
32:02Eine Hochzeitsfeier?
32:03Ja, die Hochzeit der Familie Landmann. Sie findet auf dem Guter von Weidens statt.
32:08Der Wagen steht am Hintereingang und wird gerade beladen. Da können Sie gleich helfen gehen.
32:13Na los, los. Worauf warten Sie denn noch?
32:15Ich kann nicht.
32:17Haben Sie sich etwa auch einen Fuß verstaucht?
32:19Nein, aber...
32:21Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen es nicht übertreiben.
32:24Ich kann da nicht kellnern. Nicht auf dieser Hochzeit.
32:27Und wieso nicht, wenn ich fragen darf?
32:31Das hat persönliche Gründe.
32:34Sie kellnern auf dieser Hochzeit oder Sie kellnern gar nicht mehr.
32:37Das ist Ihre Entscheidung.
32:46Wie war denn das vorhin? Von wegen, wir müssen uns beeilen, damit wir nicht zu spät zur Feier kommen?
32:52Ich bin doch gleich soweit.
32:53Lass dir ruhig Zeit. Ich liebe es, wenn Klischees sich bestätigen.
32:57Jetzt kannst du wenigstens nicht mehr behaupten, dass ich mehr Zeit im Bad verbringe als du.
33:01Und damit kann ich dich jetzt die nächsten Jahre aufziehen.
33:03Und das wäre ich auch...
33:04Ich hoffe, es hat sich gelohnt.
33:07Komm her.
33:10Siehst wunderschön aus.
33:12Habe ich dir heute schon gesagt, dass ich dich liebe?
33:14Lass mal überlegen.
33:16Nein, hast du nicht.
33:17Ich liebe dich.
33:19Und ich liebe dich.
33:23Und um auf deine Frage nochmal zurückzukommen, es hat sich gelohnt.
33:29Für so einen Anblick würde ich noch viel länger warten.
33:33Das Kleid habe ich mir ja schon letztes Jahr zur Hochzeit von Elsa und Konrad gekauft, aber damals kam es
33:38ja nicht zum Einsatz.
33:39Aber es passt noch.
33:40Dreh dich noch.
33:43Wie angegossen.
33:44Ich glaube, es gibt nur ein einziges Kleid auf dieser Welt, in dem du noch schöner aussehen wirst.
33:48Ach ja?
33:48Mhm. Dein Hochzeitskleid.
33:51Na, dann hoffe ich mal, dass ich die nächsten Jahre meine Figur behalte.
33:54Oh, ich glaube, das kriegst du hin. Das schaffst du.
33:56Und wer weiß, vielleicht heiraten wir ja auch ein halbes Jahr früher.
33:59Also, Elsa und Konrad waren sechs Jahre verlobt.
34:03Weißt du was?
34:04Mhm.
34:05Ich wette mit dir, dass wir es schaffen, sie zu überholen.
34:09Ich meine nur noch vier Jahre und wir haben schon Gleichstand.
34:12Sophie Nowak, ich wette zwar niemals, aber diese Wette nehme ich an mir.
34:37Ich wette doch keinen Tag länger warten können.
34:48Liebe Freunde, liebe Verwandte, liebes Brautpaar.
34:53Wir haben uns heute hier versammelt, um dieses Paar in den heiligen Stand der Ehe zu führen.
34:58Soll ich doch tatsächlich meine Taschentücher vergessen?
35:01Soll ich ein zweieinander stecken?
35:04Ja, ich denke.
35:06Der Herr segne euch und behüte euch und gebe euch seinen Frieden.
35:11Es ist die einzige Sache, dass es nur zu wenig Liebe gibt.
35:17Aber die Welt ist nicht.
35:21Es ist Liebe, liebe Liebe.
35:24Ich will.
35:25Nein, nicht nur für einige, aber für alle.
35:30Ja, natürlich will ich.
35:32Reedus.
35:33Lord, we don't need another meadow
35:36There are cornfills and wheatfills, enough to grow
35:42There are sunbeams and moonbeams, enough to shine
35:49Oh, listen Lord, if you want to know
36:10Hiermit erkläre ich euch zum Mann und Frau.
36:38Also, Moment, äh, ich möchte als Mutter des Bräutigams noch ein, zwei Worte sagen.
36:47Also, was lange wird, wird endlich gut.
36:51Also, den Weg, den ihr bisher gegangen seid, der, der war kein leichter.
36:56Ihr musstet Fallgruben, brennende Kirchendächer, Knochenbrüche und Kinderkrankheiten überwinden,
37:04um euch endlich heute das Ja-Wort geben zu können.
37:09Ihr habt eben durchgehalten und ihr habt nicht aufgegeben.
37:12Und der Weg, der hinter euch liegt, der hat euch stark gemacht, stark gemacht für die nächsten gemeinsamen Jahre.
37:22Ach ja, ich bin so stolz auf euch.
37:25Ein Hoch auf meine Eltern Konrad und Elsa.
37:28Hoch, hoch.
37:34Das läuft doch alles wie im Schnürchen.
37:38Wo ist denn der Sänger?
37:41Theo, Theo, wir müssen doch mal ganz kurz mit dir reden.
37:51Mein erster Arbeitstag im Lanzino hat es wirklich in sich.
37:55Erst wäre ich dort bei naher Richard in die Arme gelaufen und jetzt kellnerig ausgerechnet auf Konrads und Elsas Hochzeit.
38:02Wie die Gäste wohl auf mich reagieren werden.
38:05Schließlich sind die meisten meiner alten Bekannten von meiner Mitschuld an Annabels Flucht überzeugt.
38:11Wahrscheinlich wird mir eine Welle der Abneigung entgegenschlagen.
38:15Danke, Marcin.
38:18Aber ich werde versuchen, so gut es geht damit umzugehen.
38:21Schließlich hätte ich mich dem früher oder später sowieso stellen müssen.
38:25Warum also nicht jetzt?
38:26Die Zeit des Weglaufens ist vorbei.
38:31Aber...
38:32Was ist, wenn Richard kommt?
38:35Vor allem von Weiden, was machen Sie denn hier?
38:37Herr Adam, warten Sie, ich helfe Ihnen.
38:39Sie müssen sich doch schon...
38:39Danke, danke, es geht mir viel besser.
38:42Ich bin sehr überrascht, Ihnen hier zu begegnen.
38:44Ich habe ehrlich gesagt auch nicht damit gerechnet, dass wir uns so schnell wiedersehen.
38:47Dann arbeiten Sie denn hier?
38:48Ich habe eine Stelle im Lanzino gefunden.
38:50Allerdings haben die mich auch gleich hierher geschickt.
38:53Sind Sie denn schon jemandem begegnet?
38:55Nein, noch nicht.
38:57Ich habe aber meinen Vater im Lanzino gesehen.
38:59Er hat dort mit seiner Verlobten gegessen.
39:01Mit Frau Wagner.
39:02Und hatten Sie die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen?
39:05Das ist noch nicht der richtige Zeitpunkt.
39:08Wissen Sie, ob er dann auch zur Feier eingeladen ist?
39:11Ja, er ist eingeladen, aber er hat mich gebeten, ihn zu entschuldigen.
39:15Es sind wichtige geschäftliche Termine, die ihn daran hindern zu kommen.
39:23Wir haben keinen Sänger.
39:25Das ist doch jetzt nicht wahr, oder?
39:26Was habt ihr denn dann die ganze Zeit gemacht?
39:28Vermutlich gestritten, habe ich recht?
39:30Ja.
39:31Nein.
39:33Nein.
39:33Ja.
39:34Oh Mann, könnt ihr euch nicht einmal in nur einem Punkt einig sein?
39:38Wir haben es verbockt.
39:39Ich glaube, da sind wir uns einig.
39:41Komm, dann muss es eben ohne Gesang gehen.
39:46Nicht unbedingt.
39:51Und nun ein kleines Präsent und große Überraschung, auch für die beiden Interpreten.
39:55Ein Ständchen fürs Hochzeitspaar.
39:58Euer Lieblingslied.
40:02Liebe Elsa, lieber Konrad, das hier ist für euch.
40:09I knew right from the start, that you'd conquer my heart, with those ocean blue eyes, with those ocean blue
40:22eyes.
40:24Since you've come in my life, all things they turned out right, and I'm telling no lies.
40:34And I'm telling no lies.
40:39There's a ray of light, deep down inside, where nothing seems to work at all.
40:59Richard wird spätestens nach der Hochzeit wissen, dass ich aus der Haft entlassen bin.
41:04Wenn er erfährt, dass ich sogar hier war, um zu arbeiten, was wird er dann denken?
41:10Schließlich hat er mit mir gebrochen und will mich bestimmt nicht auf seinem Anwesen wissen.
41:15Dabei will ich ihm doch die Zeit geben, die er braucht.
41:20Andererseits, Schluss mit dem Warten auf den richtigen Moment.
41:24Morgen werde ich zu Vater gehen und ihn um ein Gespräch bitten.
41:31Entschuldigung, könnte ich bitte drei Gläser Sekt haben?
41:33Aber was ist, wenn Richard kommt?
41:52Auf mich wirkt sie nicht wie eine berechnende Lügnerin.
41:55Judith, du weißt nicht, wie das vor sechs Jahren war.
41:57Damals hat Nora auch allen die reuige Sünderin vorgespielt.
42:00Und ich hab ihr geknaucht.
42:01Glaubst du nicht, dass er ihr doch noch eine Chance geben sollte?
42:04Ich glaube nicht, dass Richard sich nochmal auf Nora einlassen wird.
42:08Du hast damals mit Annabelle gemeinsame Sache gemacht.
42:11Ich weiß.
42:12Deinetwegen ist diese Frau immer noch auf freiem Fuß.
42:14Janne, bitte.
42:14Du solltest hier fertig werden und dann gehen.
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