- vor 21 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Ich hatte keine Ahnung von dem Testament.
00:02Ich wüsste auch nicht, wie ich Annabelle beigestanden haben soll.
00:05Ich habe es nicht getan, ich habe ihr nicht geholfen.
00:07Entschuldigung, mit deinem Ausreden.
00:09Das ist die Wahrheit.
00:10Die Wahrheit? Du weißt ja gar nicht, was das ist.
00:13Das stimmt nicht.
00:13Das Testament beweist eindeutig, dass Annabelle und du bis zuletzt gemeinsame Sache gemacht hast.
00:18Nein! Nein, das ist eine Lüge.
00:19Warum sonst hat sie dir ihr gesamtes Vermögen vermacht?
00:22Die Manufaktur und zwei Millionen oben drauf.
00:24Ich weiß es nicht, weil sie sich an mir rächen will.
00:26Weil sie sich an dir rächen will?
00:28Für mich sieht das aus wie eine Belohnung für gute Dienste.
00:32Das stimmt nicht.
00:34Ich weiß nicht, warum du ihr geholfen hast.
00:36Bitte glaub mir.
00:37Ich habe dir nichts mehr zu sagen.
00:39Frederic, ich...
00:40Du hattest recht.
00:41Ich war von Annabelle besessen, aber es ist vorbei.
00:44Bis zum nächsten Mal.
00:46Annabelles Vergangenheit.
00:48Glaub mir.
00:49Wir zwei, wir könnten...
00:50Ich werde Michael heiraten.
00:53Wir haben den Kaufvertrag für unser Baugrundstück unterschrieben.
01:02Du hast mich sogar noch verleugnet.
01:05Schon alle Beweise auf dem Tisch lagen.
01:12Ich weiß nicht, warum ich dich nicht einfach vergessen kann.
01:18Wir sind nie Mutter und Tochter gewesen.
01:21Das muss ja nicht so bleiben.
01:35Das muss ja nicht so bleiben.
01:38Das muss ja nicht so bleiben.
01:39No one has the answer.
01:42They just want more.
01:46Hey, who's gonna make it right?
01:53This could be the first day of my life.
02:05Du lebst.
02:07Wie ist das möglich?
02:09Ich weiß, es muss ein Schock für dich sein, mich hier zu sehen.
02:12Das kann nicht sein.
02:13Du bist bei einem Autounfall in Südamerika gestorben.
02:15Ich habe deinen Totenschein gesehen und das Testament.
02:18Alle sollen denken, dass ich tot bin.
02:21Ich bin hier, weil ich deine Hilfe brauche.
02:24Meine Hilfe?
02:29Wo kommst du überhaupt her?
02:31Ich bin seit sechs Jahren auf der Flucht.
02:33Zuletzt war ich in einem Kloster in Uruguay.
02:36Ich bin am Ende meiner Kraft.
02:38Ich brauche dich.
02:39Komm nicht näher.
02:41Komm nicht näher.
02:42Bleib stehen.
02:48Okay.
02:50Was willst du von mir?
02:52Ich will mit dir ein neues Leben beginnen.
02:55Nur wir beide.
02:56Weit weg von Falkenthal.
02:59Damit wir endlich Mutter und Tochter sein können.
03:19Jetzt ist die Beerdigung.
03:24Bereuen Sie es nicht, hingegangen zu sein?
03:27Nein.
03:29Seit ich Annabelle kenne, hat sie nur unheil gestiftet.
03:33Und das über 30 Jahre lang.
03:36Ich kenne sie.
03:37Wenn es Ihnen gleichgültig wäre, würden Sie es nicht ständig betonen.
03:43Naja.
03:45Irgendwie mache ich mir Sorgen um Nora.
03:47Dass sie nur ihre Mutter ganz allein beerdigen muss.
03:51Ihr Bruder ist doch bei ihr.
03:54Und außerdem war Fräulein von Weiden nicht so ehrlich zu uns, wie wir es dachten.
04:00Das Testament weist eindeutig aus, dass sie Alleinerben ist.
04:07Und das macht doch stutzig.
04:10Ach.
04:11Also seit ich Nora wieder gesehen habe, hatte ich das Gefühl, dass sie sich von ihrer Mutter getrennt hat.
04:19Tja, ihre Gefühle in Ehren, aber die beiden standen sich näher, als wir geahnt haben.
04:24Du willst, dass ich dir helfe und mit dir weggehe.
04:28Warum sollte ich das tun?
04:30Du bist meine Tochter.
04:32Hast du dir nicht immer gewünscht, dass wir zusammen sind?
04:35Deinetwegen saß ich drei Jahre unschuldig im Gefängnis.
04:38Wärst du mit mir geflohen, wäre dir das erspart geblieben.
04:40Du hast mir die Schlüssel für die Handschellen untergeschoben, damit alle glauben, ich sei deine Komplizen.
04:46Deinetwegen hätte ich für den Rest meines Lebens im Gefängnis gesessen.
04:50Ich musste etwas tun.
04:52Musstest du?
04:55Musstest du auch den Beamten niederschießen?
04:59Musstest du auch die Kommissarin bewusstlos schlagen?
05:02Musstest du mich auf der Straße liegen lassen?
05:05Musstest du?
05:07Weißt du eigentlich, dass ich deswegen mein Kind verloren habe?
05:11Ich weiß.
05:14Das tut mir sehr leid.
05:17Lass mich wieder gut machen, was du durchleiden musstest.
05:28Nora hat es sich nicht nehmen lassen, die fassungslos Trauern der Tochter zu nehmen.
05:33Ihre Mutter hätte es auch nicht besser gekonnt.
05:35Ach, du tust Nora Unrecht.
05:38Sie mag unter dem schlechten Einfluss von Annabelle gestanden haben, aber sie hat ihre guten Seiten.
05:44Jetzt dieses Testament.
05:46Nora gehört jetzt alles, was sich Annabelle unrechtmäßig angeeignet hat.
05:50Wenn sie einen Funken Anstand besäße, müsste sie dieses Erbe ausschlagen.
05:54Woher weißt du es, Alice?
05:58Ich habe dich nie aus den Augen verloren.
06:01Ich weiß, dass du im Gefängnis BWL studiert hast.
06:06Ich weiß, dass du für einen Hungerlohn im Land Cino arbeitest.
06:11Das kann doch nicht deine Zukunft sein.
06:13Meine Zukunft hat gerade erst begonnen.
06:15Im Gegensatz zu deiner.
06:17Denn ich rufe jetzt die Polizei.
06:19Tu das nicht.
06:20Niemand wird dir glauben.
06:22Die Polizei nicht und Richard schon gar nicht.
06:25Ich weiß, wie es um eure Beziehung steht.
06:28Du bist ganz allein.
06:30Ja.
06:31Und daran bist du auch schuld.
06:33Aber du irrst dich.
06:34Es gibt einen Menschen, der mir glauben wird.
06:37Mein Bruder, Alexander.
06:38Und wenn er mir glaubt, glauben mir alle anderen auch.
06:41Und dann bist du nirgendwo mehr sicher.
06:44Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf.
06:47Ich habe gehört, dass Frau Leifan Weidens erste Reaktion war,
06:50das Erbe auszuschlagen.
06:53Ist das wahr?
06:54Oder wissen Sie das?
06:56Bitte zwingen Sie mich nicht, Ihnen meine Quelle preiszugeben.
07:01Dann gäbe es ja doch eine Möglichkeit, die Manufaktur zu erwerben.
07:04Was? Du willst die Manufaktur kaufen?
07:06Wie denn? Womit denn?
07:07Das weiß ich noch nicht.
07:08Aber es ist ein Versuch wert.
07:11Als erstes muss ich wissen, ob Nora dieses Erbe ausgeschlagen oder angenommen hat.
07:17Ich biete dir die Chance, mit mir ein neues Leben zu beginnen.
07:21Mit dem Geld, das du erben wirst.
07:23Können wir sorgenfrei leben?
07:25Weit weg von Falkenthal.
07:29Alexander?
07:30Polizeistation Falkenthal. Was können wir für Sie tun?
07:32Ja, ich...
07:33Nora, ist alles in Ordnung?
07:34Hallo?
07:37Hast du sie gesehen?
07:38Wegen es hin? Was ist los?
07:41Annabelle!
07:43Annabelle war hier!
07:47Das ausgerechnet du mir eine Affäre vorschlägst.
07:50Na ja, ich dachte, du kommst gerade aus einer langen Beziehung und hast schlechte Erfahrungen gemacht.
07:55Deshalb, aber wenn es dir lieber ist...
07:56Ich habe nie behauptet, dass ich mit Juan eine Beziehung hatte.
07:59Also was immer ihr die letzten zehn Jahre hattet, willst du denn sowas gleich wieder?
08:04Deshalb, für mich war es jedenfalls völlig okay.
08:05Was ist denn überhaupt Beziehung für dich?
08:07Kinder, Haus, Hund und ein Kombi vor der Tür.
08:10Davon kann ja jetzt erstmal sowieso keine Rede sein.
08:13Zumindest jetzt noch nicht.
08:14Ja, dann sind wir uns ja einig.
08:16Genau.
08:18Genau.
08:19Solange keiner weiß, dass wir...
08:21Hast du es irgendwen erzählt?
08:24Du?
08:25Geht das irgendjemandem was an?
08:28Richtig.
08:29Muss ja keiner wissen, dass wir...
08:31Dass wir eine...
08:32Eine was?
08:34Wir müssen es ja nicht benennen.
08:37Sehe ich auch so.
08:38Wir hatten Sex,
08:40aber nichts, weshalb man jetzt alles umkrimpeln müsste.
08:44Absolut.
08:46Aber schön, dass du schon, oder?
08:57Sehr schön.
09:10Ich schwöre dir, Annabelle war hier.
09:13Sie wollte, dass du Falkenthal mit dir verlässt.
09:14Aber ich habe ihr gesagt,
09:15dass ich das auf keinen Fall machen werde.
09:18Okay.
09:18Okay, mal angenommen, sie war wirklich hier.
09:20Wo ist sie jetzt?
09:21Ich weiß es nicht.
09:22Als ich die Polizei rufen wollte, war sie weg.
09:25Weit kann sie ja nicht sein.
09:27Sie muss doch in irgendeinem Hotel untergekommen sein.
09:29Wahrscheinlich unter falschem Namen.
09:31Einfach so?
09:32Dann müsste sie doch jemand gesehen haben.
09:34Sie war sechs Jahre nicht mehr in Falkenthal.
09:36Keiner rechnet hier mit ihr.
09:38Könnte es nicht auch sein,
09:39dass du jemanden gesehen hast, der ihr ähnlich sieht?
09:41Das gibt's doch nicht.
09:41Sie stand an ihrem Grab und hat mit mir gesprochen.
09:47Nora, du hast ziemlich viel durchgemacht in letzter Zeit.
09:51Du glaubst mir nicht.
09:52Ich glaube, dass die Beerdigung dich sehr mitgenommen hat.
09:55Du hast so sehr gehofft, deine Mutter zu finden
09:56und deine Unschuld zu beweisen.
09:57Annabelle lebt.
09:58Sie hat ihren Tod nur vorgetäuscht
09:59und ich werde es dir beweisen.
10:01Was hast du denn jetzt vor?
10:02Sie hat die Polizei an.
10:04Sie muss doch noch auf der Fahndungsweste stehen.
10:05Da müssen sie jedem Hinweis nachgehen.
10:11Ja, hallo, hier ist Nora van Weiden.
10:13Könnten Sie mich bitte mit einem Beamten verbinden,
10:15der sich um den Fall Anna bei Gravenberg kümmert?
10:20Ja, aber kann er mich denn so schnell es geht zurückrufen?
10:22Bitte.
10:23Meine Nummer ist...
10:25Ja, auf dem Display, genau.
10:27Okay.
10:27Ja.
10:28Okay.
10:29Tschüss.
10:33Komm, ich bring dich nach Hause.
10:44Es ist schon ein komisches Gefühl,
10:45nach so vielen Jahren den Arbeitsplatz zu räumen.
10:48Michael Adam wird schon noch merken,
10:50dass deine Kündigung ein Fehler war.
10:51Ach, der denkt doch, es reicht einmal im Jahr
10:53einen Star-Designer zu engagieren
10:55und dass er auf seine Chef-Designerin verzichten kann.
10:57Typ ist eben Insolvenzverwalt.
10:58Dann hat keine Ahnung, was du hier leistest.
11:02Schau mal, mein Gesellenstück.
11:05Weißt du noch, als du mir damals in die Prüfung
11:07die Goldfarbe gebracht hast?
11:09Ja, du warst völlig fertig.
11:11Aber dann hast du die Prüfung mit Auszeichnung bestanden
11:13und bist Chef-Designer eingebauten.
11:15Ja.
11:16Und jetzt habe ich die Wahl.
11:18Entweder ich werde zur Porzellanmalerin degradiert
11:21oder ich suche mein Glück woanders.
11:24Ich habe mich fürs Risiko entschieden.
11:27Irgendwie geht es immer weiter.
11:28Du bist eine super Designerin
11:30und findest bestimmt einen neuen Job.
11:33Ja, ich weiß.
11:36Kolja, Lisi, Erik und Lili,
11:38die haben es ja auch geschafft.
11:41Ich werde das trotzdem alles hier sehr vermissen.
11:49Becker, hallo?
11:51Was?
11:52Hallo?
11:53Ja, Moment, der Empfang ist hier sehr schlecht.
11:55Bitte?
12:00Ja, das erste Lehrjahr ist fast schon wieder vorbei.
12:03Und wer hätte gedacht,
12:04dass ich es so lange mit euch aushalte?
12:05Also speziell mit dir, Erik.
12:07Umso erstaunlicher ist es,
12:09dass ihr beide die Zwischenprüfung mit gut bestanden habt.
12:13Dann ist wohl eine Beförderung fällig.
12:16Im Ernst?
12:16So ein Talent wie Sie,
12:18dass ich doch nicht an die Konkurrenz gehe.
12:20Vielen Dank, Herr Reichenbach.
12:22Ich freue mich.
12:22Ich mich auch.
12:28Frau Becker,
12:29wir haben gehört, dass wir uns verlassen.
12:31Ja, danke.
12:33Das ist aber wirklich sehr lieb von Ihnen.
12:35Danke.
12:37Wir werden Sie sehr vermissen.
12:39Ja, das werde ich auch.
12:41Ich werde Sie auch vermissen.
12:55Ihre Post ist da.
12:57Bitteschön.
12:58Danke, Katharina.
12:59Dankeschön.
13:00Danke.
13:06Meinst du, dass Nora
13:08das Erbe von Annabelle antreten wird?
13:11Bleiben wir los.
13:12Egal, was sie uns hier vorspielt.
13:15Was ist das denn hier?
13:18Das ist eine Karte von Paula.
13:21Der Tochter von Nina?
13:23Ja, ja, ja, ja.
13:24Meine Enkelin.
13:25Sie schreibt,
13:27dass die Schulferien begonnen haben
13:28und dass sie uns besuchen will
13:29den ganzen Sommer über.
13:31Ah ja, dann lerne ich sie
13:32endlich mal kennen.
13:35Was ist los?
13:37Schlechte Nachrichten?
13:39Ach, nein.
13:40Es ist nur ein Brief
13:41von meiner Tante Anna.
13:43Anna, Anna, Anna, Anna, Anna,
13:45Anna, kenne ich sie?
13:47Ihr seid euch nie begegnet.
13:49Als ich dich damals verlassen hatte,
13:50habe ich vorübergehend bei ihr gewohnt.
13:55Aus dieser Zeit weiß ich gar nichts von dir.
13:58Darüber haben wir nie gesprochen.
13:59Das ist lange her.
14:02Sie schreibt,
14:03dass sie in eine kleinere Wohnung zieht
14:04und dass sie mir ein paar alte Sachen schicken möchte.
14:07Alte Sachen?
14:08Das klingt spannend.
14:10Das ist bestimmt nichts Wichtiges.
14:13Du entschuldige,
14:14ich muss zum Tennistraining.
14:16Bis später, ja?
14:16Okay.
14:32Hey, wo kommen denn die Blumen her?
14:35Die sind von meinen Mitarbeitern.
14:37Süß, oder?
14:38Ja, ich war richtig gerührt.
14:41So schlimm?
14:42Ja.
14:44Lass uns schnell nach Hause,
14:45sonst fällt mir der Abschied noch schwerer.
14:47Du, der Anruf vorhin,
14:48das war meine Arbeitsvermittlerin.
14:49Die hat ein Vorstellungsgespräch für mich
14:51als Landschaftsgärtner.
14:53Ja, super, wann denn?
14:55Naja, eigentlich jetzt gleich.
14:58Los, worauf wartest du noch?
15:00Bist du sicher?
15:01Ja, klar, ich schaff das schon alleine.
15:03Okay, aber die Kiste trage ich dir noch runter, ja?
15:06Danke.
15:07Bis später.
15:15Frau Becker, Sie haben schon gepackt.
15:17So ist es, Herr Adam.
15:19Oder haben Sie sich alles nochmal anders überlegt?
15:21Die Entscheidung ist gefallen, das tut mir leid.
15:24Ich weiß nicht, ob es Ihnen etwas hilft,
15:25aber ich habe es mir nicht leicht gemacht dabei.
15:28Und ich lasse Sie wirklich sehr ungern gehen.
15:30So ungern wie Herrn Gravenberg?
15:32Wie darf ich das verstehen?
15:34Er hat mit dem Golfturnier die Manufaktur gerettet.
15:37Und jetzt setzen Sie ihn einfach so vor die Tür.
15:39Das ist nicht fair.
15:41Wenn Sie weiterhin so einen Kahlschlag hier veranstalten,
15:44dann bleibt bald von der Manufaktur nichts übrig.
15:46Ich tue alles, um die Manufaktur zu retten.
15:48Es gibt zahlreiche Kaufinteressenten,
15:50die nur darauf warten, diese Firma zu zerschlagen.
15:52Und genau das werde ich verhindern.
15:53Also erklären Sie mir nicht, wie ich meinen Job zu machen habe.
15:55Sie machen ihn aber mit den falschen Methoden.
15:59Viel Glück.
16:10Herr Wong?
16:12Ja, ich habe Ihr Angebot erhalten.
16:15Ich muss Ihnen nur leider mitteilen,
16:16dass die Manufaktur nicht zum Verkauf steht
16:18und schon gar nicht zum Abtransport nach China.
16:35Sophie, was machst du denn hier?
16:37Hallo, ich wohne hier.
16:39Hi.
16:40Ich nehme an, ihr beiden, ihr seid zum Essen gekommen.
16:43Ist gleich fertig.
16:44Tja, also nicht wirklich.
16:46Hast du Hunger?
16:48Nö, nicht so.
16:49Tja, dann wollen wir mal nicht länger stören.
16:51Aber wir beiden, ihr stört doch nicht.
16:53Du, Sophie, wir wollten eigentlich...
16:55Gerade gehen.
16:56Ich habe nur mein...
16:57Ach, ich dachte, ich hätte mein Portemonnaie vergessen.
17:00Da ist es ja...
17:01Wir wollten nämlich noch...
17:02Eis essen gehen.
17:03Ja?
17:03Ja, genau.
17:04Also, tschüss dann.
17:07Ja.
17:12Eis essen.
17:13Schon klar.
17:14Na, das wurde aber auch Zeit bei den beiden.
17:27Hatte jemand seinen Schlüssel verstanden?
17:29Hast du mal mehr Zeit für mich?
17:35Ja, ich verstehe.
17:36Trotzdem danke, dass Sie zurückrufen haben, Herr Kommissar.
17:39Ja, tschüss.
17:44Annabels Totenschein wurde natürlich überprüft.
17:45Der ist echt.
17:46Der internationale Haftbefehl wurde ausgesetzt.
17:48Die Akte wird geschlossen.
17:49Ich habe Annabelle gesehen.
17:51Ich habe sogar mit ihr geredet.
17:52Sie wusste über mein Studium Bescheid und über meine Arbeit im Lanzino.
17:55Ich bilde mir das doch nicht ein.
17:56Nora, du kannst sie nicht gesehen haben.
17:58Warum glaubst nicht wenigstens du mir?
18:01Ich glaube, dass du davon überzeugt bist, sie gesehen zu haben.
18:04Und ich glaube, dass du in den letzten Wochen unheimlich viel aushalten musstest.
18:07Dass deine Nerven blank liegen, ist doch normal.
18:08Sie hatte recht.
18:10Sie hat vorausgesagt, dass niemand mir glauben wird.
18:12Auch du nicht.
18:13Warum kannst du nicht akzeptieren, dass deine Fantasie dir einen Streich gespielt hat?
18:16Weil ich sie verdammt nochmal gesehen habe und mit ihr geredet habe.
18:20Warum glaubst du mir nicht?
18:21Du hast gesagt, dass du immer an mich glauben wirst.
18:27Was kann ich für dich tun?
18:28Ich brauche deinen Rat in einer geschäftlichen Angelegenheit.
18:31Du bist doch beauftragt, Annabelles Testament zu verstricken.
18:34Ja, das stimmt.
18:35Und Nora ist die Alleinerbin.
18:37Wenn es dir wieder um Annabelle geht.
18:38Sie ist tot.
18:39Schließ bitte endlich damit ab.
18:42Es geht nicht um Annabelle.
18:43Ich habe lange genug in der Vergangenheit rumgewühlt.
18:45Ich muss wissen, ob Nora das Testament angenommen hat oder nicht.
18:48Das darf ich dir nicht sagen.
18:52Meine Familie hat über Jahrhunderte diese Firma aufgebaut.
18:55Mir ist klar geworden, wie wichtig Falkenthal Porzellan für mich und mein Leben ist.
18:59Ich muss wissen, ob ich eine Chance habe, diese Manufaktur zu erwerben.
19:03Du willst die Manufaktur kaufen.
19:06Wenn Nora das Erbe ablehnt, fällt es an den Staat zurück, richtig?
19:10Michael als Insolvenzverwalter muss versuchen, die Gläubige zufriedenzustellen.
19:14Was liegt denn näher, als an den Höchstbietenden zu verkaufen?
19:17Ich weiß nicht, was Michael vorhat.
19:20Aber natürlich, wenn Nora das Erbe tatsächlich ablehnen würde,
19:25dann würde derjenige, der das erste Angebot macht, die besten Chancen haben.
19:31Man entscheidet sich das.
19:33Sie hat eine Andeutung gemacht.
19:36Wahrscheinlich schon bald.
19:38Vielleicht schon morgen.
19:40Okay.
19:41Bis morgen schaffe ich es, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen.
19:43Ich danke dir, Sophie.
19:47Vergiss nicht, von mir hast du das nicht, okay?
19:53Ich habe einen juristischen Rat gebraucht.
19:57Danke, Frau Anwältin.
20:13Tschau.
20:18Tschau.
20:21Michael? Sebastian? Seid ihr da?
20:23Ich glaube, wir sind ungestört.
20:26Warum frischst du denn immer noch?
20:27Stimmt, wir sollten einfach die Klappe halten.
20:30Gute Idee, reden jetzt stark über Scheiß.
20:43Hallo? Jemand zu Hause?
20:46Oh, äh, da habe ich euch wohl über irgendetwas gestört.
20:56Es war also ein normales geschäftliches Gespräch.
20:58Michael, das habe ich dir jetzt schon mindestens zehnmal gesagt, ja.
21:01Wenn das ein ganz normales geschäftliches Gespräch war,
21:03verstehe ich nicht, warum du mir nicht sagen kannst, warum es darum ging.
21:07Okay, Frederic wollte wissen, ob Nora das Erbe angenommen hat oder nicht.
21:11Das unterliegt der Schweigepflicht.
21:12Ja, das habe ich ihm auch gesagt.
21:14Das hast du ihm gesagt. Dafür sah er aber sehr zufrieden aus, als er rausging.
21:18Michael, woher kommt schon wieder dieses Misstrauen?
21:21Entschuldige bitte, versetz dich mal in meine Lage.
21:23Du würdest nach Hause kommen und würdest mich mit meiner Ex-Freundin
21:25in einer, sagen wir, etwas merkwürdigen Situation vorfinden.
21:29Also erstens, war das keine merkwürdige Situation.
21:31Ach nein.
21:32Und zweitens, nein, haben wir das geklärt, dachte ich zumindest.
21:34Ich liebe dich und ich will dich heiraten.
21:36Und wenn du es genau wissen willst.
21:38Frederic wollte wissen, wie seine Chancen stehen, die Manufaktur zu kaufen.
21:41Das ist nicht dein Ernst. Deshalb war der hier.
21:43Ich meine bitte, das ist ja wirklich nur ein Vorwand, damit er dich sehen kann.
21:46Der Typ hatte noch nicht mal genug Geld, um sich ein Fahrrad zu kaufen.
21:48Wahrscheinlich kommt das nächste Mal vorbei, weil wir wissen, wie spät es ist.
21:51Kannst du jetzt bitte deine Eifersucht in den Griff kriegen?
22:00Tut mir leid. Hey, tut mir leid.
22:03Du hast recht.
22:07Michael, als du dich um den Job als Insolvenzverwalter beworben hast,
22:12da ging es dir um die Manufaktur und um die Mitarbeiter.
22:16Ja, warum?
22:18Bitte versprich mir, dass du jetzt nicht das Gegenteil tust, nur um Frederic loszuwerden.
22:23Du meinst, weil Frederic nicht mehr als mein Berater arbeitet.
22:27Ich hab dir das schon mal gesagt.
22:28Wir hatten unterschiedliche Auffassungen und ich musste das auch aus Kostengründen tun.
22:32Ich kann sehr wohl Privates von Geschäftlichem unterscheiden.
22:35Okay.
22:37Dann hoffe ich, dass es so bleibt.
22:40Du hast keinen Grund, eifersüchtig zu sein.
22:43Weder auf Frederic, noch auf sonst irgendjemanden.
22:49Nur um dich zu beruhigen.
22:51Ich habe gerade einem Investor aus China eine Absage erteilt.
22:54Denn wenn wir an die Chinesen verkaufen würden, bedeutet das das Ende für die Manufaktur.
23:00Ich habe die Situation im Griff.
23:04Ich habe dir geglaubt, dass du deiner Mutter nicht zur Flucht verholfen hast und unschuldig im Gefängnis warst.
23:08Und das tue ich immer noch.
23:09Aber du glaubst mir nicht, dass ich sie heute auf dem Friedhof gesehen habe.
23:12Nora, du hast dich wahnsinnig über dieses Testament aufgeregt.
23:15Vielleicht hast du dir unbewusst gewünscht, dass du sie noch mal zur Rede stellen kannst.
23:19Das Testament.
23:22Na klar.
23:25Sie kommt nicht an ihr Geld.
23:27Deshalb hat sie mir alles vererbt.
23:28Und sie wusste ganz genau, dass alle mich für schuldig halten und mich verstoßen, wenn ich ihre Alleinerbin bin.
23:34Dass mir gar keine andere Alternative bleibt, als mit ihr wegzugehen.
23:37Was?
23:39Das ist so typisch, Annabelle.
23:41Das ist so typisch.
23:43Sie schwirrt mir die reuige Mutter vor und glaubt auch noch, dass ich darauf reinfalle.
23:46Nora, was redest du da?
23:47Und es funktioniert doch.
23:48Natürlich, das klappt doch.
23:50Richard verstößt mich und du hältst mich für bekloppt.
23:52Das tue ich nicht.
23:54Dann glaub mir, Alex.
23:55Bitte, glaub mir.
23:56Ich würde nichts lieber tun als das, aber...
24:00Bitte, Nora.
24:01Du brauchst Ruhe.
24:04Ja.
24:06Ja.
24:07Das ist vollkommen recht.
24:08Ich sollte erstmal eine Nacht drüber schlafen, dann sieht die Welt schon ganz anders aus.
24:15Brauchst du noch irgendwas?
24:16Nein.
24:17Ich lege mich gleich hin.
24:18Danke.
24:22Soll ich bleiben, dass du schläfst?
24:46Schön, dass Sie uns mal wieder besuchen.
24:47Hallo, Marianne.
24:48Hallo, Frederik.
24:49Kann ich dir was anbieten?
24:50Ähm, ich wollte mit euch etwas besprechen.
24:52Bitte setze.
24:53Danke.
24:53Es geht um die Manufaktur.
24:55Um die Manufaktur?
24:56Wieso?
24:57Ja, das Golfton ist doch eine Menge Geld reingekommen.
24:59Ja, das hat die Firma auch erstmal gerettet, aber das reicht bei weit nicht aus.
25:04Allerdings nach Annabelles Tod bietet sie sich jetzt die Möglichkeit für eine dauerhafte Sanierung.
25:08Nein, was ist mit Nora?
25:10Ich meine, wenn sie Annabelles gesamtes Vermögen erbt, dann gehört ihr doch jetzt die Manufaktur.
25:14Es besteht die Möglichkeit, dass Nora das Erbe ablehnt.
25:16Und dann würde die Manufaktur umgehen zum Verkauf ausgeschrieben.
25:19Und du möchtest jetzt da einsteigen?
25:22Mit eurer Hilfe.
25:26Ich bin der Meinung, dass die Manufaktur trotz aller Probleme noch immer eine sehr solide Kapitalanlage ist.
25:34Ja, für die Erlöse aus den Bekarit-Lizenzen wird es sicher eine gute Verwendung.
25:43Da gibt es allerdings noch ein Problem.
25:45Für den Verkauf wäre Michael Adam zuständig und ich weiß nicht, ob der momentan mit mir verhandeln würde.
25:50Verstehe, du suchst neben dem Kapital auch jemanden, der den Kauf aushandelt.
25:55Ich will niemanden täuschen.
25:56Michael Adam soll ruhig wissen, dass ich hinter dem Deal stehe.
25:58Aber vielleicht hilft es ihm, wenn er einen neutralen Verhandlungspartner hat.
26:05Ja.
26:06Was meinst du?
26:09Naja, ich fände es schon gut, wenn die Manufaktur wieder in den Händen der Familie Grafenberg wäre.
26:16Nur ich bin nicht sicher, ob Michael das nicht vielleicht in den falschen Hals bekommt.
26:20Lass das meine Sorge sein.
26:22Ich werde heute mit Michael reden und ihm signalisieren, dass wir gerne in Faltental Porzellan investieren wollen.
26:28Zusammen mit dir.
26:30Ich danke euch.
26:31Ich danke euch.
26:31Ich danke euch beiden.
26:32Das werde ich euch nicht vergessen.
26:43Es ist mir richtig schwer gefallen, nach so vielen Jahren den Arbeitsplatz zu räumen.
26:48Und wie geht's dir jetzt?
26:49Bist du okay?
26:51Geht so.
26:53Ich bilde mir ein, dass so eine Kündigung auch eine Chance für einen Neuanfang sein kann.
26:58Ja genau.
26:58Jetzt kannst du in Ruhe von deiner Abfindung leben und dir in Ruhe einen neuen Job suchen.
27:02Ja.
27:05Komm, das Tollste ist doch, dass du jetzt unter der Woche auch mal schocken gehen kannst.
27:11Die Schuhe anprobieren.
27:14Ja.
27:14Zum Beispiel.
27:15Ja.
27:16Ja.
27:17Ja.
27:17Du könntest Sebastian zum Beispiel heute mit einem neuen schicken Outfit überraschen.
27:22Der ist gerade bei einem Vorstellungsgespräch.
27:25Vielleicht gibt's heute Abend ja was zu feiern.
27:30Soll ich was kochen?
27:33Wir haben doch gar nichts im Haus.
27:35Supermarkt.
27:37Irgendjemand könnte ja vielleicht was einkaufen.
27:38Einkaufen.
27:39Einkaufen ist, einkaufen ist gut.
27:41Hier, indische Küche.
27:42Ja.
27:43Da muss man zwar eine Weile rennen, bis man die ganzen Zutaten zusammen hat.
27:46Aber dann schmeckt's auch ganz toll.
27:48Ach, weißt du was?
27:49Ich mach einfach Nudeln.
27:50Ich glaub, wir haben noch welche da.
27:51Aber für Nudeln braucht man...
27:52Braucht man doch eine Soße.
27:54Tomaten, Kräuter...
27:55Käse.
27:57Okay.
27:58Dann geh ich einkaufen.
28:04Hey.
28:05Hallo.
28:05Hey, Sebastian.
28:06Hi.
28:07Und wie war's?
28:09Hast du den Job?
28:10Nee, leider nicht.
28:11Gegen drei Landschaftsgärtner und zwei Floristen hatte ich keine Chance.
28:16Naja.
28:17Setz dich doch erstmal und erzähl, was passiert ist.
28:20Hm.
28:29Ich kann Alexander ja verstehen.
28:32Er sucht nach einer vernünftigen Erklärung für das, was kaum zu erklären ist.
28:36Annabelle ist wieder da.
28:39Und wenn Alexander recht hat.
28:41Was, wenn mir wirklich am Grab die Nerven durchgegangen sind und sie gar nicht da war?
28:45Das ist doch absurd.
28:47Ich kann mir das doch alles nicht nur eingebildet haben.
28:50Oder?
28:57Ja.
29:04Hallo, Nora von Weiden.
29:05Hallo, Nora.
29:06Ich bin's, deine Mutter.
29:08Woher hast du meine Nummer?
29:10Unwichtig.
29:11Hat dir die Polizei geglaubt oder dein Bruder?
29:14Ich weiß, wie schlimm es ist, wenn einem niemand mehr glaubt.
29:17Und man niemandem mehr vertrauen kann.
29:19Was willst du?
29:20Mein Angebot steht noch.
29:21Lass uns ein neues Leben anfangen.
29:23Hier in Falkental kannst du nicht mehr glücklich werden.
29:26Für wie blöd hältst du mich eigentlich?
29:28Ich weiß ganz genau, dass du nur an dein Geld willst.
29:29Ich bin dir vollkommen egal.
29:30Was redest du denn da?
29:31Ich liebe dich.
29:32Ich habe viel wieder gut zu machen.
29:35Dann hast du so etwas zu dir von Richard gehört.
29:38Ich lasse mich von dir nicht zu irgendeinem Unsinn verführen.
29:42Vergiss es und lass mich in Ruhe.
29:43Ich leg jetzt auf.
29:54Nora erzählt also Annabelle gesehen zu haben.
29:56Ja.
29:57Ich denke, sie steht unter Schock.
29:59Unter Schock?
30:00Worüber denn?
30:01Dass sie gerade ein paar Millionen geerbt hat, weil sie ihrer Mutter zur Flucht verholfen hat?
30:06Du warst mal bereit, das Gegenteil zu glauben.
30:08Ja, weil ich weich geworden bin, als sie mir die trauernde Tochter vorgespielt hat.
30:12Glaub mir.
30:13Nora weiß immer, welche Knöpfe sie drücken muss.
30:16Bei dir übrigens auch.
30:17Sie hat ihrer Mutter nicht zur Flucht verholfen, Richard.
30:19Woher bist du so sicher?
30:22Denk an das Testament.
30:23Auf meine Tochter Nora konnte ich mich bis zuletzt immer verlassen.
30:27Ach, das Testament.
30:29Nora glaubt, es wurde nur geschrieben, um sie von uns zu isolieren.
30:31Und sieh dich an.
30:32Der Gedanke ist gar nicht so abwegig.
30:35Richard, lass ja doch nicht so naiv.
30:36Das Ganze ist eine Farce.
30:38Tatsache ist, sie ist völlig fertig und sie braucht Hilfe.
30:41Lässt sich das völlig kalt?
30:43Weißt du was?
30:45Sechs Jahre lang habe ich gefürchtet, dass Annabelle wieder auftauchen könnte.
30:49Jetzt, wo sie tot ist, zieht hier endlich Frieden ein.
30:51Und den lasse ich mir von Nora nicht kaputt machen.
30:54Und von dir übrigens auch nicht.
30:58Für sie noch einen Kaffee.
31:00Danke, Ludwig.
31:02Glaubst du nicht, dass du das eines Tages bereust, Richard?
31:15Herr Becker, was kann ich für Sie tun?
31:20Marianne und ich haben gehört, dass die Zukunft der Manufaktur noch immer ungewiss ist.
31:25Das stimmt leider, ja.
31:27Ich versuche die ganze Zeit, Investoren zu finden.
31:29Aber solange noch nicht mal die Erbfrage geklärt ist.
31:33Nun verzichtet Nora ja vielleicht.
31:34Dann entscheiden Sie, was aus der Manufaktur wird.
31:36Das ist richtig, ja.
31:38Wie viel Kapital bräuchte man, um die ganze Firma zu übernehmen?
31:43Vier, viereinhalb Millionen.
31:48Jetzt sagen Sie nicht, dass Sie unter die Fabrikanten gehen wollen.
31:51Wir suchen eine langfristige Investition für die Einnahmen aus den Beckerit-Lizenzen.
31:57Ehrlich gesagt, es würde mich freuen, wenn Sie die Manufaktur übernehmen.
32:00Ich versuche die ganze Zeit, die Chinesen auf Distanz zu halten.
32:03Die wollen die Manufaktur kaufen, einpacken und so schnell wie möglich nach China verfrachten.
32:09Ich will ganz offen zu Ihnen sein.
32:11Marianne und ich wären nur die Geldgeber.
32:13Käufer und Besitzer wäre Frederik Grafenberg.
32:17Ist es ein Problem für Sie?
32:20Wieso solltest es?
32:21Es ist kein Geheimnis, dass Sie beide nicht gerade Freunde sind.
32:25Hier geht es ums Geschäft, um eine Menge Geld und viele Arbeitsplätze.
32:28Ich kann das trennen.
32:28Das freut mich zu hören.
32:30Ohne Frederik Snowor könnten wir die Manufaktur ja gleich nach China schicken.
32:35Warum ist er eigentlich nicht selbst zu mir gekommen und hat mir das Angebot gemacht?
32:39Das liegt ja wohl auf der Hand.
32:41Sie beide können nicht so gut miteinander und wir zwei schon eher.
32:45Aber die Karten liegen auf dem Tisch.
32:49Gut.
32:50Dann warten wir noch Frau von Weidens Entscheidung ab und einem Verkauf steht da nichts mehr im Weg.
32:54Schön.
32:56Ich bin sicher, dass die Manufaktur bei Frederik in guten Händen ist.
33:00Herr Becker?
33:01Ja, dann.
33:10Aber wenn ich es Ihnen doch sage, Frau von Weidens glaubt, ihre Mutter gesehen zu haben.
33:14Offenbar steht sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
33:17Das ist doch auch kein Wunder.
33:18Der Tod der Mutter, das Testament.
33:20Wer soll denn das alles aushalten?
33:22Aber versuchen Sie jetzt bloß nicht, hinter Hand von Weidens Rücken mit ihr Kontakt aufzunehmen.
33:27Und wenn ich das tue, dann werde ich es Ihnen ganz bestimmt nicht sagen, denn Sie sind ja unter die
33:32Plaudertaschen gegangen.
33:35Hören Sie, falls Nora noch einmal versuchen sollte, ins Haus zu kommen, dann weisen Sie sie bitte ab.
33:40Aber wenn es ihr nun wirklich nicht gut geht?
33:42Es gibt keine Ausnahmen, Frau Landmann.
33:45Das Wohl der Familie geht vor.
33:48Ich will nicht, dass Nora noch einmal mit ihren Lügen hier für Unruhe sorgt.
33:55Da hören Sie es.
33:56Wüten Sie sich vor Alleingängen.
33:58Ja doch, aber richtig finde ich es trotzdem nicht.
34:02Schließlich ist es immer noch sein Kind.
34:07Alles okay bei euch?
34:10Ja klar, wieso?
34:12Ihr wirkt irgendwie angespannt.
34:14Quatsch.
34:15Dann ist alles okay.
34:17Ich muss noch los.
34:19So Unterlagen muss ich durchgehen, Schulungskram und sowas.
34:22Was denn für eine Schulung?
34:23Du, da fällt mir ein, ich muss noch eine Bioklausur vorbereiten.
34:26Ah, was für ein Thema.
34:29Paarungsverhalten von Primaten.
34:31Ach so, aber wenn du auch gehen musst jetzt zufällig, dann können wir halt zusammen...
34:34Ich gehe in die Unibibliothek und du gehst irgendwo hin.
34:38Ja.
34:40Tschüss.
34:41Ciao.
34:44Was war das denn? Weiß doch jeder, dass sie eine Affäre haben.
34:47Ich dachte sogar, die hätten eine Beziehung.
34:55Paarungsverhalten von Primaten?
34:57Ja, ich musste improvisieren.
34:59Und? Was ist?
35:01Machen wir noch was?
35:04Meinetwegen sofort, aber meine Wohnung ist belegt und Dana ja wohl auch.
35:07Wie wäre es hier im Park?
35:10Soll es ein Witz sein?
35:13Jetzt?
35:16Hier?
35:18Ich habe es doch gewusst, unser Spießer traut sich nicht.
35:22Spießer?
35:23Spießer.
35:35Herr Mowak, du hast ja ungeahnte Talent.
35:38Du hast doch gar keine Ahnung.
35:46Hey, was macht ihr denn hier?
35:50Hey.
35:54Was?
35:57Ja, klar, ja, das hört sich gut an, aber...
36:01Du, ich muss da mit Sebastian erstmal drüber reden.
36:05Ja.
36:06Ja, nein, du hast ja recht.
36:08Ich denke nochmal drüber nach, okay?
36:11Ja, ja, mache ich.
36:14Und grüße Robert von mir, ja?
36:17Ciao. Danke, Lissi.
36:20Na, bei dem langen Telefonat müssen das ja tolle Neuigkeiten sein.
36:24Allerdings.
36:26Lissi und Robert haben ein Haus in Vancouver gekauft.
36:29Und die reisen nicht mehr um die Welt.
36:31Sind ja zu bedauern.
36:38Was ist denn los mit dir?
36:41Lissi hat mir ein Jobangebot gemacht.
36:44Ich könnte in ihrer Hotelkette als Innendesignerin arbeiten.
36:49Das ist ja toll.
36:50Da hast du gleich eine neue Herausforderung.
36:51Und wo ist das?
36:53Das ist ja das Problem.
36:55In Vancouver.
37:06Es tut mir leid, es ist niemand für Sie zu sprechen.
37:10Adam, ich muss mit meinem Vater reden, bitte.
37:11Jetzt, wo ist er?
37:12Es geht wirklich nicht.
37:15Was ist denn hier los?
37:16Ich muss mit dir reden, bitte.
37:17Es gibt nichts zu reden.
37:19Bitte, hör mir zu, bitte.
37:23Oh Gott, es...
37:25Annabelle lebt.
37:28Sie lebt.
37:29Sie ist hier in Falkenthal.
37:31Das ist vielleicht unsere letzte Chance, sie zu kriegen.
37:34Oh, hör auf.
37:35Ich hab genug von deinen Lügengeschichten.
37:38Annabelle ist tot.
37:40Und es gibt nichts mehr, was dich und mich verbindet.
37:42Das ist genau das, was sie will.
37:45Sie hat mir alles vererbt, damit du glaubst, ich hätte ihr geholfen.
37:48Sie will, dass ich mit ihr fortgehe.
37:50Ja, dann tut ihr keinen Zwang an.
37:52Und grüße sie von mir in der Hölle, oder wo immer sie jetzt sein mag.
37:56Frau, bitte, Richard, du wolltest doch auch, dass sie bestraft wird.
37:59Es wäre sie längst, wenn du ihr nicht immer wieder geholfen hättest.
38:02Bitte glaub mir, bitte, bitte, bitte.
38:04Du machst einen Riesenfehler.
38:05Ich mache einen Fehler.
38:06Ja.
38:07Weißt du, mein größter Fehler war, an dich zu glauben.
38:09So, und jetzt raus hier.
38:10Ich will dich nie wieder sehen.
38:19Das war jetzt wirklich die lämlichste Ausrede, die man sich denken kann.
38:22Wir wollten mit dir und deinen Freunden noch ein bisschen Basketball spielen.
38:25Wieso? Ich spiele doch wirklich gerne Basketball.
38:26Was, lieber als mit mir?
38:28Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude, oder?
38:31Vorsicht.
38:32Sonst?
38:33Außerdem haben wir doch noch alle Zeit der Welt für unsere, ähm, wie auch immer wir es nennen.
38:39Rüber, rüber.
38:40Ich.
38:41Hey.
38:45Hallo.
38:46Wir sind nicht zum Quatschen hier, sondern zum Spielen.
38:51Also.
38:53Spielen wir.
38:55Hier.
38:55Hierher.
39:01Viereinhalb Millionen.
39:04Das ist mehr, als ich dachte.
39:05Ja, es ist für uns die absolute Obergrenze.
39:08Aber wir können es schaffen.
39:10Natürlich nur, wenn wir einen Kredit aufnehmen.
39:12Ich habe noch ganz gute Kontakte zu unserer alten Hausbank.
39:15Die machen uns sicher ein faires Angebot.
39:16Gut.
39:18Und, äh, Michael?
39:20Der hat natürlich geschluckt, als er gehört hat, dass du der Besitzer wirst.
39:24Das kann ich mir vorstellen.
39:25Aber ich glaube, er ist Profi genug, sich nicht von seinen Gefühlen leiden zu lassen.
39:29Es gibt auch ein Angebot aus China, das er aber zu unseren Gunsten ablehnen wird.
39:33Die wollen doch gleich die ganze Manufaktur hier abbauen und in China wieder aufbauen.
39:38Das wäre eine Katastrophe.
39:39Und wir würden alle Arbeitsplätze verloren geben.
39:42Ich danke euch, dass ihr mir helft.
39:44Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie wichtig mir die Manufaktur ist.
39:49Herr Wong?
39:51Ich habe nochmal über Ihr Angebot nachgedacht.
39:54Allerdings gibt es da ein kleines Problem.
39:56Mittlerweile gibt es ein Gegenangebot vom ehemaligen Eigentümer der Manufaktur, Herrn Frederik Grafenberg.
40:01Ja.
40:02Ich bin aber weiterhin auf allen Seiten offen.
40:05Und wenn Sie Ihr Angebot noch einmal erhöhen,
40:08sagen wir um eine Million,
40:10bin ich sicher, dass Herr Grafenberg nicht mehr mitbieten kann.
40:12Und dann stünde einem Verkauf an Sie
40:15nichts mehr im Weg.
40:18Warum tust du das?
40:34Ich habe dir doch gesagt, dass dir niemand glauben wird.
40:37Oh, Annabelle.
40:41Ich würde mir so sehr wünschen, dass du mich wieder Mutter nennst.
40:44Warum tust du mir das an?
40:45Nur weil du an dein blödes Geld willst?
40:48Es ging mir immer nur um dich.
40:51Ich liebe dich.
40:53Deshalb bin ich zurückgekommen.
40:55Obwohl ich jederzeit entdeckt werden kann.
40:57Ich glaube dir kein Wort.
40:58Du bist meine Tochter.
41:00Ich habe dich immer geliebt.
41:02Sogar als du mich der Polizei ausgeliefert hast.
41:06Was hält dich denn noch hier?
41:10Richard hat dich aus seinem Leben verbannt.
41:13Du lebst in einer Wohnung,
41:15die gerade mal so groß ist wie eine Gefängniszelle.
41:18Und dein Bruder denkt,
41:20dass du kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehst.
41:23Willst du wirklich so leben?
41:27Allein, unverstanden, ungeliebt?
41:30Komm mit mir.
41:32Die beide gehören doch zusammen.
41:35Was all das hier hinter dir?
41:44Also Maike hat ein super Jobangebot bekommen
41:46und wir haben beschlossen,
41:48wir gehen nach Kanada.
41:52Sie müssen Judith sein.
41:53Nora hatte recht,
41:54Sie sind nicht tot.
41:55Das kann ich nicht leugnen.
41:58Es ist dumm,
41:59dass Sie mich gesehen haben.
42:00Heißt das,
42:01Sie helfen mir?
42:04Schließlich habe ich Sie auch gesehen
42:06und mir gefällt der Gedanke,
42:07dass ich mir das nicht eingebildet habe.
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