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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:01Kann ich dir was bringen?
00:02Es ist schön, dich wiederzusehen.
00:04Du hast deiner Mutter aber nichts erzählt, oder?
00:06Nein, natürlich nicht.
00:07Es ist besser, wenn niemand erfährt,
00:10was in Hamburg passiert ist.
00:12Von mir wird niemand was erfahren.
00:14Gut, dann tun wir so, als wäre man uns heute zum ersten Mal begegnet.
00:17In Ordnung.
00:18Zunächst einmal möchte ich Sie ganz herzlich hier begrüßen
00:22zum ersten Golfturnier von Falkenthal-Porzellan.
00:26Team Nummer 5, Sophie Nowak.
00:30Und Frederik Grafenberg.
00:33Team Nummer 6.
00:34Oh, hier ist nochmal.
00:35Hallo!
00:38Keiner. Tut mir leid, Richard.
00:40Weißt du nichts dafür?
00:41Ich hoffe nur, dass Sophie und Frederik nicht auf uns warten
00:43und schon mal anfangen.
00:46Ja, das hoffe ich auch.
00:48Aus der Hüfte heraus.
00:49Genau.
00:50Jetzt in einem Schwung.
00:55Das war schon sehr gut.
00:57Naja, er glaubt, dass du weißt, wo deine Mutter ist.
00:59und dass du damals mit dir flehen wolltest.
01:01Du bist ja nicht der Einzige.
01:02Ich glaube das nicht.
01:04Ich bin froh, dass wenigstens ein Mensch an mich glaubt.
01:07Da.
01:07Wo?
01:08Seh ich nicht.
01:08Na da, da ist er doch.
01:09Ah ja, jetzt hab ich ihn.
01:10Ah, schau.
01:11Nein, nein.
01:13Nein.
01:17Nein.
01:18Nein.
01:19Nein.
01:19Nein.
01:19Nein.
01:20Nein.
01:20Nein.
01:22Nein.
01:22Nein.
01:23Nein.
01:36Nein.
01:39Nein.
01:40Nein.
01:40Nein.
01:41Nein.
01:41Nein.
01:42Nein.
01:42Nein.
01:42Nein.
01:43Nein.
01:46Nein.
01:46Nein.
01:48Nein.
01:48Nein.
01:51Nein.
01:52This could be the first day of my life.
02:22Oh Gott, ich, ich, ich, ich komme nicht raus.
02:27Kann ich dir helfen?
02:27Ja, ich weiß nicht.
02:29Sekunde.
02:44Toller Schlag, Konstanze.
02:45Zumindest, wenn du uns alle umbringen willst.
02:47Sehr lustig, Tom.
02:51Alles in Ordnung?
02:52Nichts passiert.
02:53Entschuldigung, Michael, ich wollte eigentlich das Loch da treffen.
02:56Ach so, wirklich keine Absicht, Michael.
02:58Konstanze spielt immer rückwärts auf das letzte Loch.
03:00Deswegen haben uns die anderen Teams doch alle überholt.
03:02Wo warst du eigentlich die ganze Zeit?
03:04Ich war nur in der Manufaktur, bin dann mit Richard im Fahrstuhl hängen geblieben.
03:07Aber es war halb so wild.
03:08Wo ist eigentlich Sophie?
03:09Wer hat sich mit Frederik zusammengetan?
03:12Die beiden sind gar nicht mal so schlecht als Team.
03:14Vielleicht, weil sie nicht so ein Besserwisser dabei hat wie ich.
03:17Was denn? Stimmt doch.
03:19Na, jedenfalls hatten die beiden eine Menge Spaß.
03:20Sophie hat die ganze Zeit auf dich gewartet.
03:22Als du nicht gekommen bist, hat sie mit Frederik einfach schon mal angefangen.
03:24Sagt Sophie, dass ich sie suche, ja?
03:26Ja.
03:27Wenn ihr sie seht.
03:29Was ist denn mit dem los?
03:30Versuch einfach nicht in seine Richtung zu schlagen, okay?
03:41Sekunde, es sind lauter Daune.
03:43Das geht viel zu langsam, Frederik.
03:45Warte, ganz ruhig.
03:46Du reißt doch nur alles auf.
03:47Frederik.
03:48Warte.
03:50Na?
03:57Ja, ich glaube, ich werde dann wohl noch mal neu abschlagen.
04:12Ich glaube kaum, dass sich das etwas angeht.
04:15Nun, da bin ich anderer Meinung.
04:16Es geht mich sehr wohl etwas an, wenn du Nora wie eine Aussätzige behandelst.
04:20Immerhin ist sie meine Schwester.
04:21Alexander, bitte.
04:22Es ist in Ordnung.
04:23Nein, Nora, das ist es nicht.
04:25Gehst du mit allen Leuten so um, die dich enttäuscht haben?
04:27Muss ich auch mal damit rechnen, aus der Familie ausgestoßen zu werden, wenn ich mal was tue, was dir nicht
04:31gefällt?
04:32Sascha, Richard, bitte.
04:33Es geht nicht darum, ob mir etwas gefällt oder ob mir etwas nicht gefällt.
04:37Nora deckt eine Mörderin.
04:38Sie bestreitet das.
04:39Warum glaubst du ihr nicht?
04:40Könnt ihr das bitte woanders klären?
04:43Weil ich es viel zu oft versucht habe.
04:45Und jedes Mal hat sie mich enttäuscht.
04:47Und deshalb schreibst du sie ab und tust du, als ob du sie nicht kennen würdest.
04:50Deine eigene Sochter.
04:51Wenn ich sie dann mal um ihre Aufmerksamkeit bitten dürfte.
04:56Ja, wie ich sehe, sind fast alle vom Golfspiel zurück.
05:00Ja, als nächsten Programmpunkt unserer Benefizveranstaltung möchte ich sie zu einem Rundgang durch die Manufaktur einladen.
05:08Ich möchte Ihnen zeigen, wie wir traditionelles Handwerk mit modernen Herstellungsverfahren verbinden.
05:18Ja, aber keine Sorge, ich werde Sie danach nichts abfragen.
05:22Ja, wenn Sie mir dann doch bitte folgen würden.
05:28Ich gehe mal mit, vielleicht kann ich noch mal mit ihm reden.
05:35Alexander, ich...
05:37Warte, bitte.
05:42Es tut mir leid, aber du solltest dich nicht meinetwegen mit Richard streiten.
05:55Verstehe Richard einfach nicht.
05:57Wie kann er sein eigenes Kind verleugnen?
05:59Bei allen Leuten.
06:00Er glaubt, dass ich genauso bin wie Annabelle.
06:04Aber das ist mein Problem.
06:05Deshalb solltest du dich nicht mit deinem Vater zerstreiten.
06:09Unser Vater Noah.
06:11Egal, was er sagt.
06:12Er ist und bleibt auch dein Vater.
06:15Ich weiß.
06:22Es tut mir so leid, Noah.
06:24Nicht.
06:26Die Sache ist ohnehin schon kompliziert genug.
06:33Oh nein.
06:34Es ist der kaputte Aufzug.
06:37Ich war so wütend.
06:38Ich habe gar nicht daran gedacht.
06:39Das gibt's doch nicht.
06:49Ich kann es immer noch nicht glauben, wie professionell Herr Adam diesen Ball geschlagen hat.
06:53Das war doch pures Anfängerglück.
06:55Also entschuldige mal, die sind auch Anfänger.
06:57Und mir will heute gar nichts gelingen.
07:00Ich fürchte, mein Ball ist weg.
07:02Dafür kriege ich jetzt einen Strafpunkt.
07:04Naja, das war sowieso mein letzter Schlag.
07:06Ich bin auch raus.
07:08Dann wollen wir mal sehen, wie Adam und Eva sich schlagen.
07:11Herr Adam, bitte sehr, Sie sind dran.
07:17Herr Adam, falls Sie es noch nicht gemerkt haben, da müssen Sie hinschlagen.
07:21Ich lese das Grün.
07:23Wie bitte?
07:24Ich prüfe den Boden auf seine Beschaffenheit.
07:26Auf eventuelle Bodenwellen, die die Rollbahn des Balles ablenken könnten.
07:32Die Rollbahn des Balles?
07:34Also wenn Sie hier auch den Experten spielen, ja?
07:37Sie sind genauso ein blutiger Anfänger wie wir.
07:39Und es ist Zufall, ob Sie den Ball treffen oder nicht.
07:42Ich glaube, Herr Adam versucht einen sogenannten Patt.
07:46Egal, wie er das nennt, das wird ihm sowieso nichts nutzen.
07:53Wahnsinn.
07:55Bravo, Herr Adam.
07:56Wie machen Sie das bloß?
07:58Ein bisschen Glück gehört natürlich dazu.
08:00Sag ich doch, Anfängerglück.
08:05Ich werde dieses Gestrüpp einfach nicht los.
08:08Kann ich dir helfen?
08:09Nein, nein, danke, es geht schon.
08:11Ich merke, das macht dich wahnsinnig.
08:13Komm, zeig mal.
08:15Da seid ihr ja.
08:17Hallo, Michael.
08:18Ich habe dich schon überall gesucht.
08:20Sophie hatte Pech und wir mussten das Unterholz durchforsten.
08:23Ich habe auf dich gewartet, aber dann war unser Team dran und...
08:27Ich habe Sophie überredet, mit mir anzufangen.
08:29Ich dachte, einer der Veranstalter sollte Flagge zeigen.
08:32Natürlich, völlig richtig, hätte ich auch gemacht.
08:34Aber jetzt können wir beide ja zusammenspielen.
08:37Aber wieso denn?
08:38Ihr habt das Spiel begonnen und ihr seid offensichtlich gut eingespielt.
08:41Dann müsst ihr das Spiel auch beenden.
08:43Ich habe mich aber gefreut darauf, mit dir zu spielen.
08:48Warum machen wir das nicht einfach so?
08:49Ich spiele für heute euren Caddy.
08:52Und dann bin ich die ganze Zeit in deiner Nähe.
09:02Nichts.
09:03Anscheinend hat man hier wirklich keinen Empfang.
09:05Uns hätte Richard vorhin schon angerufen, als er hier fest saß.
09:10Vielleicht hat uns ja doch irgendjemand.
09:13Wenn wir nur oft genug drücken.
09:15Du hast schon hundertmal gedrückt.
09:18Komm schon.
09:19Wenn sich niemand meldet, funktioniert der Alarm offensichtlich nicht.
09:24Entschuldigung.
09:26Und was machen wir jetzt?
09:29Ich weiß es nicht.
09:38Was ist?
09:39Die Decke.
09:41Flö, ich komme da rüber raus.
09:43Ich versuche dich hochzuheben, ja?
09:50Bereit?
09:51Okay.
10:02Keine Angst, ich habe dich.
10:14Ist vielleicht ein blöder Plan.
10:16Ja, vielleicht.
10:18Vielleicht.
10:30Herr Adam, nun machen Sie schon.
10:32Wir haben nicht den ganzen Tag über Zeit.
10:34Da muss ich doch konzentrieren.
10:36Was gibt es denn da zu konzentrieren?
10:37Der Ball muss ins Loch.
10:38Da braucht man auch nicht länger drüber nachzudenken.
10:41Eva, Herr Adam ist der einzige, der wenigstens den Ball trifft.
10:47Sagen Sie mal, Herr Adam, Sie sind doch kein Anfänger.
10:50Das habe ich nie behauptet.
10:52Und wo haben Sie so wunderbar Golf spielen gelernt?
10:54Ich stand einen Sommer lang im Dienst des schottischen Lords Hamish McDougall.
10:59Echter Lord?
11:00Ein dritter Earl of Loxen.
11:03Neben dem Servieren von exklusiven Single Malt Whisky war es meine Hauptaufgabe, Golf zu spielen.
11:10Nebenbei verstehe ich mich ganz gut auf Cricket.
11:11Das ist sehr interessant, Herr Adam.
11:13Aber jetzt bist du dran.
11:14Und vielleicht kann dir Herr Adam ja die richtige Technik zeigen.
11:19Ja, das wird sein muss.
11:24Es widerspricht der Etikette des Golfspiels, seinen Mitspielern Ratschläge zu erteilen.
11:28Das kann zu Punktabzug führen.
11:31Herr Adam, nun seien Sie mal nicht so kleinlich.
11:33Wir sind doch unter uns.
11:34Na gut, wenn Sie es wünschen.
11:37Ja, gut.
11:38Also, so dann?
11:40Die Leger rechtwinklig.
11:43Und nicht die Armgelenke benutzen.
11:45So.
11:46Ich zeige es Ihnen mal.
11:49Also, gut.
11:54Dann machen Sie es bitte auf Ihre Art.
12:06Das war doch schon ganz gut.
12:08Beim nächsten Mal geht es besser.
12:10Das war eigentlich Ihr letzter.
12:13Natürlich haben Sie noch einen Versuch.
12:27Du solltest den Pitcher nehmen.
12:30Sie ist so nah am Green.
12:31Ich würde den Putter nehmen.
12:34Da hat er recht.
12:35Nimm den Putter.
12:37Weißt du was?
12:39Ich nehme das Sandwich.
12:41Viel Glück.
12:43Danke.
12:46Ich hoffe, Sie haben sich prächtig amüsiert mit Sophie.
12:50Ja, das habe ich.
12:52Das ist eine großartige Frau.
12:55Ja, das ist sie.
12:56Und ich werde diese großartige Frau heiraten.
13:00Das weiß ich.
13:02Haben Sie mir eigentlich schon zu meiner Verlogen gratuliert und uns Glück gewünscht?
13:06Ja, das habe ich.
13:07Aber ich kann es gerne nochmal machen.
13:09Ich wünsche Ihnen und Sophie alles Glück.
13:12Danke.
13:13Na, alles in Ordnung?
13:15Und du bei mir bist immer.
13:18Herr Grafenberg.
13:20Sie sind dran.
13:34Also, wenn der Adam jetzt einlocht, bleibt er unter Paar.
13:38Klingt ja wunderbar, aber was bedeutet das?
13:40Unter Paar bedeutet weniger Schläge, als eigentlich für das Loch vorgesehen sind.
13:44Na und?
13:44Wenn wir mehr geübt hätten, dann hätten wir auch besser abgeschnitten.
13:49Oh, Herr Adam.
13:53Wahnsinn.
13:53Was sagst du dazu, Eva?
13:55Ja, nicht übel.
13:56Was heißt denn hier nicht übel?
13:58Das klingt ja gerade so, als würdest du ihm den Erfolg nicht gönnen.
14:00Ach, Unsinn.
14:02Ihr solltet ihn nur nicht zu sehr loben.
14:03Das verträgt er nämlich nicht.
14:05Also, ich wette, er gewinnt das Turnier.
14:06Na.
14:08Also, Herr Adam schlägt sich zwar sehr tapfer,
14:11aber bei all diesen Leuten, die hier heute mitmachen, hat er doch keine Chance.
14:14Na, da bin ich mir nicht so sicher.
14:16Aber ich, ich fress den Besen, wenn Herr Adam heute diesen Pokal gewinnt.
14:42Lieber Ludwig, ich gratuliere dir recht herzlich,
14:45auch im Namen aller Mitarbeiter von Falkenthal Porzellan,
14:48die an der Organisation und Ausführung dieses Turniers tatkräftig teilgenommen haben.
14:53Bravo!
14:56Bravo!
15:02Vielen Dank Ihnen allen, auch für diese wunderschöne Trophäe.
15:08Und, wie magst du deinen Besen am liebsten essen?
15:11Essig und Öl?
15:12Wer hätte gedacht, dass sich Herr Adam so wohl fühlt im Scheinwerferlicht, ne?
15:16Das tut er doch gar nicht so bescheiden, wie er ist.
15:18Von wegen.
15:19Da geht's hin aber schlecht.
15:21Diesen Triumph wird er mir noch jahrelang unter die Nase reiben.
15:25Naja, es wäre ja auch sein gutes Recht, oder?
15:27Gib's ruhig zu, in Wirklichkeit bist du ganz schön stolz auf Herrn Adam.
15:31Herr von Weiden,
15:32dürfte ich ein Foto von Ihnen machen, zusammen mit Ihrer Verlopfen?
15:37Ja, natürlich.
15:43Das war's auch schon. Vielen Dank.
15:45Danke.
15:54Richard.
15:55Ja?
15:55Alles in Ordnung bei dir?
15:57Ja, ja, natürlich.
15:58Judith und du, das hat gerade so ausgesehen,
16:01als seid ihr beide nicht so gut aufeinander zu sprechen.
16:03Ach, das sind ja kleine Meinungsverschiedenheiten, weiter nichts.
16:06Und du?
16:07Hast du dich avisiert beim Geholfen?
16:09Ja.
16:10Ja, ja, ich hatte sehr viel Spaß.
16:14Du, entschuldige.
16:14Ich sehe gerade, dass der Bürgermeister sich anscheinend schon verabschieden will.
16:17Ich bin gleich wieder bei dir.
16:18Natürlich.
16:24Constanze, bitte, lass es sein.
16:26Kannst du ja schon vorgehen, ich spiele hier noch das letzte Loch.
16:31Das sieht gut aus, das wird ein...
16:34Volltreffer.
16:36Tom?
16:36Ja, wirklich, Respekt.
16:37Mit einem Schlag eingelog.
16:39Ich glaube kaum, dass das für Wasserlöcher gilt.
16:42Ich hole mir meinen Ball zurück.
16:43Das ging in die Regeln.
16:45Siehst du ja irgendwen, den das interessiert?
16:47Du willst ja jetzt nicht wirklich in den Teich steigen.
16:49Ja, von alleine wird er wohl kaum wieder zurückkommen.
16:51So, Constanze, bitte, komm, lass gut sein.
16:53Ich trage dir auch einen Ars ein, komm.
16:55Das ist gegen die Regeln.
16:59Das habe ich bloß verbrochen.
17:04Constanze!
17:29Ein Ersatzschlüssel für die Wohnung und zwei Handtücher, bitte.
17:32Der Ersatzschlüssel ist in der Küche.
17:34Was ist denn mit euch beiden passiert?
17:36Constanze hat versucht, einen Golfball vor dem Ertrinken zu retten.
17:39Und unser Hüter des Gesetzes hat mich daran gehindert, weil das nämlich verboten ist.
17:44Es ist verboten, oder was glaubst du, warum sind wir vom Golfplatz geflogen?
17:47Und dann hat er sich noch bei diesem spießigen Platzwart entschuldigt.
17:50Nur weil man sich an gewisse Regeln hält, ist man noch lange kein Spießer.
17:52Und zu deiner Information, ich wollte dir helfen.
17:54Und zu deiner Information, ich kann schwimmen, solltest du eigentlich wissen.
17:58Aber offenbar kannst du nicht lesen, oder was glaubst du, bedeutet das Schild betreten verboten.
18:01Ach, dieses, dieser Zauner in diesem Wasserloch, der war so niedrig, der war doch nur dafür da, dass die kleinen
18:06Kinder nicht in den Tümpel fallen.
18:08Ja, hier hat sich ja anscheinend nicht viel verändert, seit wir weg waren.
18:11Die beiden sind doch klatschnass, merken die das gar nicht?
18:13Ich glaube, solange die nicht geklärt haben, wer recht hat und wer nicht, da holen die sich lieber eine Lungenentzündung.
18:18Vielleicht sollten wir einfach wieder fahren und erst wieder kommen, wenn die beiden ihre seltsamen Balzrituale beendet haben.
18:23Das wäre schön.
18:24Aber dann lass uns Theo mitnehmen.
18:26Wer weiß, wie lange das noch dauert.
18:29Da seid ihr ja wieder.
18:30Hey!
18:32Gut seht ihr aus.
18:33Selber.
18:35Wie war's?
18:36Gut.
18:42Du denkst, dass ich vorhin zu hart zu Alexander war, richtig?
18:45Ja.
18:46Er hat versucht, für Frieden in seiner Familie zu sorgen. Ist das so verwerflich?
18:50Nein.
18:51Aber ein harmonisches Familienleben kann man nicht erzwingen.
18:54Das müsste unser Sohn eigentlich wissen.
18:57Er kann nicht verstehen, warum du Nora gegenüber so unerbittlich bist.
19:01Und ich kann es ihm nicht erklären, weil ich es auch nicht verstehe.
19:05Judith, ich kenne Nora besser als du oder Alexander.
19:08Und eines ist sicher, ihr solltet euch gar nicht erst auf sie einlassen.
19:13Ist dir nie der Gedanke gekommen, dass sie sich geändert haben könnte?
19:17Sie ist sechs Jahre im Gefängnis gewesen.
19:19Das ist weiß Gott genug Zeit, um sich über seine Fehler klar zu werden.
19:23Aber sie hat sich nicht geändert.
19:25Wenn das so wäre, dann hätte sie der Polizei nur sagen müssen, wo Annabelle ist.
19:29Das hat sie aber nie getan.
19:31Machst du es dir damit nicht zu einfach?
19:34Judith, hör zu.
19:36Die Entscheidung, Nora nicht mehr zu sehen, ist mir nicht leicht gefallen.
19:41Aber ich hatte keine andere Wahl.
19:44Sie hat mich zu sehr enttäuscht.
19:48Darum geht es doch gar nicht.
19:50Die Dinge sind nicht nur schwarz oder weiß.
19:53Richard, Nora ist deine Tochter.
19:55Es muss doch möglich sein, dass du ihr verzeihst.
19:56Nein.
19:58Das tut mir sehr leid für dich.
20:04Ich frage mich nur, ob du den hohen Ansprüchen gerecht wirst, die du an andere Menschen hast.
20:12Judith!
20:24Oh Gott, entschuldige mich.
20:26Macht nichts.
20:30Im Gefängnis habe ich die ganze Zeit davon geträumt, mit Alexander zusammen zu sein.
20:35Sechs Jahre lang habe ich mir nichts mehr gewünscht als das.
20:38Und jetzt kann ich seine Nähe kaum ertragen.
20:40Wenn das keine Ironie des Schicksals ist.
20:43Der Traum, der mir all die Jahre Mut und Kraft gegeben hat, ist jetzt verboten.
20:49Von seinen Lippen habe ich geträumt.
20:52Und dass ich ihn gerne küssen würde.
20:55Und
20:57Schluss jetzt.
20:59So etwas darf ich einfach nicht denken.
21:01Es macht alles nur noch schlimmer.
21:04Schlimm.
21:07Hey, mach dir keine Sorgen.
21:09Spätestens beim Abendessen werde ich vermisst.
21:12Wir kommen ja schon irgendwie wieder raus.
21:32Wenn ich für einen Augenblick um Ruhe bitten dürfte.
21:35Meine Damen und Herren, es freut mich, Ihnen mitteilen zu können, dass das heutige Spendenturnier
21:41ein voller Erfolg gewesen ist.
21:44Dank Ihrer großzügigen Startgelder ist die unglaubliche Summe von 865.750 Euro gesetzt.
22:00Überhöhe auf eine Million.
22:04Nein, nein, danke nicht mir, sondern den Organisatoren dieser wundervollen Veranstaltung.
22:09Danke, Richard.
22:12Im Namen aller Mitarbeiter möchte ich mich bedanken bei Ihnen.
22:15Für Ihr zahlreiches Erscheinen und Ihre großzügige Spendenbereitschaft.
22:20Dank Ihrer Hilfe und Ihres Engagements haben Sie uns wieder neuen Mut gegeben, für diese Firma,
22:25für dieses Traditionsunternehmen weiterzukämpfen.
22:28Und so erfüllt mich dieser Tag nicht nur mit Freude, sondern mit großer Zuversicht.
22:32Und damit übergebe ich das Wort an meinen geschätzten Kollegen und Freund Frederik Grafenberg,
22:37der die ganze Zeit das gleiche Ziel verfolgt hat wie ich.
22:41Frederik.
22:49Auch ich habe zu danken.
22:51Mit dem Erlös dieses Turniers werden wir die laufenden Kosten vorerst decken können.
22:58Und das versetzt uns in die glückliche Lage, weiterhin für den Erhalt von Falkenthal Porzellan zu kämpfen.
23:04Einem Unternehmen, das für viele Falkenthaler die Lebensgrundlage schafft
23:07und das mir persönlich sehr am Herzen liegt.
23:12Mein Vater hat für dieses Unternehmen gelebt.
23:15Und heute verstehe ich warum.
23:19Es geht bei Falkenthal Porzellan nicht nur um die Optimierung des Profits oder die Dotierung an der Börse.
23:26Es geht um eine Vision.
23:29Bei uns zählt noch immer der Mensch.
23:33Unsere Mitarbeiter werden geachtet und respektiert
23:35und in Zeiten wie diesen macht sich diese Wertschätzung bezahlt.
23:39Mit Loyalität und einer außergewöhnlichen Einsatzbehaltschaft.
23:44Ich möchte mich im Namen meiner Familie, der Familie Grafenberg bedanken.
23:48Und es erfüllt mich mit Stolz, wieder Teil von Falkenthal Porzellan zu sein.
24:20Mein Vater wäre heute sehr stolz auf dich.
24:23Er wäre vor allem froh, dass wir endlich wieder die Gehälter unserer Angestellten zahlen könnten.
24:28Siehst du, es geht schon aufwärts.
24:30Ja, es stimmt, was du vorhin gesagt hast.
24:33Werner hat für die Manufaktur gelebt.
24:34Und ich bin sehr stolz darauf, dass du heute für die Manufaktur kämpfst, dass sie weiter besteht.
24:40Können Sie nicht aufpassen.
24:43Schönen Abend noch.
24:44Wiedersehen.
24:44Gleichfalls.
24:45Wiedersehen.
24:49Aber es wird nicht leicht, was?
24:51Nein.
24:53Vielleicht wird es nicht.
24:56Aber du wirst es schaffen, da bin ich mir ganz sicher.
25:07Ach, ich wünschte, wir könnten jedes Jahr in Flitterwochen fahren.
25:10Leider ist das eine einmalige Angelegenheit, Herr Landmann.
25:13Tja, aber nächstes Jahr haben wir erst einen Hochzeitstag.
25:16Und der wird ganz groß gefeiert.
25:18Aber nicht im Wald.
25:24Wollt ihr nicht nach Hause fahren?
25:25Habt ihr nicht einen Jetlag?
25:26Theo, wir waren in Italien, da hat man keinen Jetlag.
25:29Ich glaube, wir sind ihm peinlich.
25:31Wäre es dir lieber, wenn wir uns immer so streiten würden wie Constanze und Tom?
25:33Bloß nicht.
25:37Entschuldigt mich.
25:40Aber die beiden sind wirklich unglaublich.
25:43Bin gespannt, wie lange sie sich noch vormachen, dass sie nur Freunde sind.
25:46Das glaubt sowieso keiner außer den beiden.
25:48Also wenn dieser Juan aus Argentinien damals nicht aufgetaucht wäre, dann wären die beiden schon längst ein Paar.
25:52Allerdings kein sehr harmonisches.
25:54Aber auf unserer Hochzeit waren sie sehr harmonisch.
25:57Unsere Hochzeit war auch ein ganz besonderer Tag.
26:01Herr Landmann.
26:13Habt die Sachen jetzt zum Trocknen aufgehängt?
26:17Ja, das kann ja noch eine Weile dauern.
26:21Hättest du ruhig ein größeres Handtuch nehmen können?
26:24Befindet sich eine Dame im Raum.
26:25Das war das Einzige, was da war.
26:27Irgendjemand vor mir hat sich nämlich gleich drei Handtücher genommen.
26:31Da war noch ein Bademantel?
26:33Ja, ein rosafarbener.
26:36Achso.
26:37Du hast Angst um deinen Ruf.
26:39Was für ein Ruf?
26:40Deinetwegen bin ich gerade eben vom Golfplatz geflogen.
26:42Und ich war mit dir klatschnass im Barneys.
26:45Ach, Quatsch.
26:46Du wolltest doch nur der ganzen Welt zeigen, was für ein toller Kerl du bist,
26:49weil du sogar in den Teich springst, um ein armes, kleines, hilfloses Mädchen zu retten.
26:55Ich bin nicht gesprungen, du hast mich reingezogen.
26:57Schon vergessen.
27:08Wie sieht ihr denn aus?
27:10Das ist ihre Schuld.
27:20Das ist ein wunderschöner Teller.
27:22Ihre Schwiegertochter hat wirklich viel Talent.
27:25Sag mal, wie wäre es denn hier, wenn ich nun da aufhänge?
27:28Eine schöne Erinnerung.
27:30Was macht ihr denn hier?
27:32Wir suchen einen würdigen Platz für ein Adams-Golf-Trophäer.
27:35Natürlich, nur wenn Sie erlauben.
27:36In meiner Küche?
27:38Aber warum denn nicht?
27:39Dann hättet ihr sie immer vor Augen.
27:41Das ist ja das Problem.
27:43Ich fürchte, dass Herr Adam etwas hochmütig werden könnte.
27:48Eva, hochmütiger wohl kaum.
27:50Obwohl Sie allen Grund dazu haben, stolz zu sein.
27:52Ich meine, Sie sind ja ein richtiger Profi.
27:54Wir haben uns sogar überlegt, ob Sie nicht vielleicht Lust dazu hätten, uns Golfunterricht zu geben.
28:00Aber mit Vergnügen.
28:02Tja, wie ist denn mit dir, Eva? Das wäre doch lustig, ne?
28:05Nein.
28:06Ich bekomme schon genug Belehrungen von Herrn Adam.
28:10Anregungen.
28:10Besser Wissereien.
28:14Also, du hast wirklich was dagegen, dass der Teller da hängt?
28:19Natürlich nicht.
28:20Danke. Ich finde, er macht sich doch sehr gut.
28:24Ja, das finde ich auch.
28:27Ich bin froh, dass wenigstens ein Mann bei euch wohnt, sonst würde ich jetzt noch am Handtuch da stehen.
28:31Ich glaube, Constanze hätte es nicht wirklich gestört.
28:33Was ist da auch mit diesem Quatsch?
28:34Ach bitte, jetzt komm nicht wieder mit dieser Nummer, dass ihr nur Freunde seid.
28:36Echt, das kann ich nicht mehr hören.
28:38Wenn ihr nur gute Freunde wärt, dann würdet ihr euch nicht so oft streiten.
28:43Weil gute Freunde sich nicht streiten dürfen, oder was?
28:45Nein, weil es offensichtlich ist, dass ihr euch nur streitet, um von euren wahren Gefühlen abzulenken.
28:51Das hört bloß auf mit dieser Frauenlogik.
28:53Ach komm, wenn Mike und ich nicht gekommen wären, dann hättet ihr euch doch die Handtücher vom Leib gerissen.
28:57Das ist ein völliger Blödsinn.
28:59Tom ist überhaupt nicht mein Typ.
29:01Ja, dann hoffe ich, dass ihr noch die Kurve kriegt, bevor es zu spät ist.
29:05Bitte?
29:05Ja, überleg doch mal.
29:07Es könnte doch alles so schön sein, wenn ihr euch nicht so oft streiten würdet.
29:11Ich gehe halt nicht jedem Konflikt gleich aus dem Weg.
29:15Ja, so könnte man das auch nennen.
29:18Ich gehe noch mal runter ins Banus.
29:21Um nach dem Typen zu sehen, der nicht ein Typ ist?
29:25Nein, um...
29:27Ja, vielleicht.
29:34Hey!
29:34Hey, wie geht's?
29:36Na, wie ist es gelaufen?
29:37In Banus.
29:38Alles bestens, wie immer.
29:39Ja?
29:40Bei dir auch, ja?
29:41Alle Verbrecher hinter Schloss und Riegel?
29:42Erstaunlich ruhig in Falkenthal, da zu weg warst.
29:44Die einzige Missetat heute war unerlaubtes Schwimmen im künstlichen Gewässer.
29:48Ja, ja.
29:49Aha.
29:50Ach, Sebastian, sag mal, ich bin ja jetzt da. Willst du Feierabend machen?
29:55Ja, okay.
29:56Alles klar.
29:57Ja.
29:57Tschüss.
29:58Tschüss.
30:00Buongiorno.
30:01Hallo.
30:02Hey.
30:03Hey.
30:04Na, wie waren eure Flüterwochen?
30:06Wunderschön.
30:07Obwohl ich am Anfang dachte, dass wir uns jeden Tag streiten werden.
30:09Wieso das?
30:10Na ja, Elsa wollte den ganzen Tag am Strand liegen und da hab ich halt gesagt, dass ich
30:14das etwas langweilig finde.
30:15Konrad wollte jeden Tag spazieren gehen im Wald, aber dazu hätten wir ja nur nicht wegfahren
30:19müssen, oder?
30:19Klingt nach der ersten Ehekrise.
30:21Ich hab auch das Schlimmste befürchtet, zumal wir dieses Mal Theo nicht dabei hatten, der
30:25uns sonst immer ein bisschen zur Ordnung ruft.
30:26Und wie habt ihr das Problem denn gelöst?
30:28Der übliche Kompromiss, ein Tag Strand, ein Tag Wald, ein Tag Strand.
30:32Und das hat funktioniert?
30:34Ja, Konrad war nach seinem ersten Tag Strand von seinem Handtuch gar nicht mehr wegzukriegen.
30:38Ja, ich hab halt festgestellt, dass es recht interessant ist, den Leuten zuzugucken.
30:42Fast so spannend, wie dem Rotwild bei der Brunft zuzusehen.
30:45Ah ja.
30:46Und Elsa war aus dem Wald auch nicht mehr wegzukriegen.
30:48Weil du deine Liebe zur Natur entdeckt hast.
30:51Ja.
30:51Nein, weil der Wald der einzige Ort war, an dem ich mein Konrad mal für mich ganz alleine hatte.
30:56Naja, und unsere romantischsten Momente hatten wir auch im Wald.
31:11Übrigens, Süße, Elsa und Konrad sind wieder da.
31:14Und, wie waren Ihre Flitterwochen?
31:16Hm, sehen glücklich aus.
31:17Ach, die sind aber auch ein schönes Paar.
31:20Hm, genauso wie wir.
31:22Hm, das stimmt.
31:23Und wir ergänzen uns ganz gut.
31:26Ohne dich wäre ich, glaube ich, total ausgeflippt, als ich den kaputten Pokal gesehen habe.
31:30Kein Wunder, du hast ja auch eine Menge Arbeit reingesteckt.
31:33Ja, aber manchmal steht einem der Perfektionismus auch im Weg.
31:36Da ist es wichtig, im Notfall ein bisschen improvisieren zu können.
31:39Das ist dann wohl meine Spezialität.
31:41Ja, die Idee, einen alten Teller als Trophäe zu nehmen, war wirklich genial.
31:47Vielen Dank nochmal.
31:52Und ich dachte schon, du findest das blöd, dass ich mit meiner Berufswahl nicht vorankomme.
31:56Ach, Quatsch, mach dir keinen Stress.
31:59Richtig ist, dass du glücklich bist mit dem, was du tust.
32:12Die Feier in der Manufaktur müsste mittlerweile auch vorbei sein.
32:15Aber es sieht nicht so aus, als ob uns jemand vermissen würde.
32:18Ich schätze, wir müssen uns darauf einstellen, hier die Nacht zu verbringen.
32:22Zumal was anderes.
32:25Verdammt.
32:26Die können uns doch nicht einfach hier vergessen.
32:29Ich halte das hier nicht mehr aus.
32:35Entschuldige, das war unpassend.
32:41Die Wahrheit ist,
32:44ich kann mich einfach noch nicht damit abfinden, dass du meine Schwester bist.
32:49Ja.
32:50Das ist eine ziemlich komplizierte Situation.
32:56Mehr als nur kompliziert, nur.
33:01In den Jahren, in denen du verschwunden hast, habe ich jeden Tag an dich gedacht.
33:06Jede Stunde.
33:08Jede Minute.
33:12Bitte sag das nicht.
33:28Ich komme aber einfach noch nicht klar damit.
33:32Ich weiß zwar, dass du meine Schwester bist.
33:36Aber ich kann nicht einfach aufhören, dich zu lieben.
33:59Ich kann nicht einfach aufhören, dich zu lieben.
34:13Nun hat sein Handy ausgeschaltet und zum Abendessen ist er auch nicht erschienen.
34:19Ja, wahrscheinlich will er mir aus dem Weg gehen, weil wir vorhin so aneinandergeraten sind.
34:23Schon möglich.
34:29Du denkst, ich hätte ihn nicht so angehen dürfen, richtig?
34:32Alexander hat sich für seine Schwester eingesetzt.
34:34Ich finde nicht, dass man ihm daraus einen Vorwurf machen sollte.
34:37Judith, du kannst mir nicht vorschreiben, wie ich mit Nora umzugehen habe.
34:40Das ist einzig und allein meine Sache.
34:44Als wir uns vor sechs Jahren wieder getroffen haben, hast du mir gesagt, dass du ein ganz anderer Mensch geworden
34:49bist.
34:50Dass dir die Familie jetzt das Wichtigste ist.
34:53Deshalb habe ich dir eine Chance gegeben.
34:55Ja, so ist das auch.
34:56Die Familie ist mir das Wichtigste.
34:59Aber Nora bekommt keine Chance von dir.
35:01Nora ist kein Teil dieser Familie.
35:03Merkst du denn gar nicht, wie hart du geworden bist?
35:07Und du weißt nicht, wie es ist, immer und immer wieder belogen zu werden.
35:11Ich habe es dir schon x-mal gesagt, Judith.
35:13Ich kann mich einfach nicht mehr auf Nora einlassen.
35:15Aber du kannst doch auch nicht so tun, als wenn es sie gar nicht gäbe.
35:19Ich merke doch, wie du selbst unter dem leidest, was du ihr antust.
35:23Und anstelle darüber zu sprechen, frischst du den ganzen Kummer in dich hinein.
35:27Ja gut, das soll nicht dein Problem sein.
35:29Aber das ist es doch längst.
35:32Du verschließt dich, du blockst alles ab, was dir nahegehen könnte.
35:36Ich habe langsam das Gefühl, gar nicht mehr an dich ranzukommen.
35:41Judith, findest du nicht, dass du ein bisschen übertreibst?
35:45Nein, Richard.
35:47Du hast dich lange genug in dein Schneckenhaus zurückgezogen.
35:51So geht das nicht weiter.
36:06Hey.
36:08Du freust dich ja gar nicht.
36:10Das Turnier war doch ein voller Erfolg.
36:12Doch, sicher.
36:14Aber?
36:16Nichts aber. Ich glaube, ich bin einfach ein bisschen müde.
36:20Hat es mit Frederik zu tun?
36:22Wie kommst du denn darauf?
36:24Michael, ich habe nur mit ihm gespielt, weil du nicht da warst und weil ich den Betrieb nicht aufhalten wollte.
36:28Ja, ja, ja. Ist ja gut. Alles ist gut. Ich weiß.
36:33Ich hätte lieber mit dir gespielt.
36:38Ist mir klar, weil ich das bessere Handicap habe.
36:42Nein.
36:44Weil ich dich liebe und weil ich dir vertraue und den Rest meines Lebens mit dir verbringen will.
36:57Das will ich auch.
37:01Und das mit Frederik, das ist Jahre vorbei.
37:03Ich weiß.
37:05Ich weiß.
37:07Ich weiß.
37:08Ich helf dir, komm.
37:15Was ist denn da passiert?
37:23Was ist denn da passiert?
37:49Hast du dir wie getan?
37:50Golfarm.
37:54Diese Golferei.
37:57Da schleppt man stundenlang schwere Schläger hinter sich her, die man sowieso nicht auseinanderhalten kann.
38:04Und da muss man sich auch noch von Herrn Adam sagen lassen, dass man den Rasen lesen muss.
38:09Na ja, bin ich denn ein Kaninchen?
38:14Ich glaube, wir sollten jetzt besser.
38:19Nee.
38:22Ist alles in Ordnung?
38:24Ja, ja.
38:26Draußen steht ein Koffer. Sind Konrad und Elsa wieder da?
38:28Ja.
38:30Aber ich habe sie noch nicht gesehen. Ich hoffe nur, dass sie sehr schöne Flitterwochen hatten.
38:35Ja, sicher. Sie sind doch ein glückliches Paar, oder?
38:37Ja, das sind sie. Es hat ja auch lange genug gedauert, bis sie endlich heiraten konnten.
38:42Das hast du erzählt. Sechs Jahre ist immer irgendwas dazwischen gekommen.
38:45Das war wie verhext. Aber die beiden haben nicht aufgegeben und letzten Endes hat er sich ja auch ausgezahlt.
38:51Tja, mit der Liebe braucht man manchmal einen langen Atem und starke Nerven.
38:55Wenn zwei Menschen füreinander bestimmt sind, dann gibt es auf Dauer nichts, was sie trennen kann.
39:07Du hast recht.
39:08Ja, das weiß ich. Womit?
39:17Richard, rede mit mir.
39:20Judith, es ist doch bereits alles gesagt.
39:23Meine Haltung zu Nora wird sich nicht ändern, egal wie oft wir darüber reden.
39:27Aber du schließt mich aus deinem Leben aus und das ertrage ich nicht.
39:31Weißt du, woran mich das erinnert?
39:36An das Ende unserer Ehe.
39:39Damals hast du dich genauso verhalten wie jetzt.
39:41Du hast alle Probleme mit dir selbst ausgemacht.
39:44Die Verbindung zwischen uns war abgerissen.
39:46Wir haben nicht mehr zusammengelebt, sondern nur noch nebeneinander her.
39:49Damals war meine berufliche Situation sehr schwierig.
39:52Und heute ist es deine private.
39:55Ich ertrage das nicht.
39:57Heute genauso wenig wie damals.
39:59Sag mal, worauf läuft das jetzt eigentlich hinaus?
40:02Darauf, dass du dich wieder von mir trennen möchtest?
40:09Zu einer Beziehung gehören zwei Menschen.
40:12Aber du kapselst dich ab und machst alles mit dir selbst aus.
40:18So kann man nicht zusammenleben.
40:24Sechs Jahre bin ich zu jedem deiner Geburtstage nach Hamburg gefahren.
40:27Nur weil ich die Hoffnung nicht aufgeben konnte, dich wiederzusehen.
40:30Ich konnte mich in keine andere Frau verlieben.
40:32Alexander, bitte hör auf.
40:33Und dann finden wir uns tatsächlich wieder?
40:35Nur um dann herauszufinden, dass unsere Liebe ein Irrtum sein soll?
40:38Das kann doch nicht sein.
40:39Wir sind Geschwister, das lässt sich nicht ändern.
40:41Und Gefühle kann man auch nicht ändern.
40:43Was bleibt uns denn anderes übrig?
40:49Du hast recht.
40:51Uns bleibt nichts anderes übrig.
40:54Ich hätte nicht mit dem Thema anfangen sollen.
40:56Es wird nicht wieder vorkommen.
40:59Schon gut.
41:01Du scheinst viel besser damit umgehen zu können als ich.
41:05Ich wünschte, ich wäre so stark wie dem.
41:08Ich bin überhaupt nicht stark.
41:11Ich habe dich auch die ganze Zeit geliebt.
41:14Und ich liebe dich immer noch.
41:22Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
41:24Ich hätte dich nach dem Golfturnier nicht so zurechtweisen dürfen.
41:27Das tut mir leid.
41:27Aber es tut dir nicht leid, wie du deine Tochter behandelst?
41:30Ich bedauere zutiefst, dass es zwischen Nora und mir so weit gekommen ist.
41:33Habe ich Ihnen denn schon erzählt, dass Sophie und ich uns entschieden haben,
41:35ein Grundstück zu kaufen für unser Haus?
41:37Nein, das haben Sie nicht.
41:38Ich habe dir gestern Abend gesagt, dass ich noch Zeit brauche.
41:41Aber du hast nichts Besseres zu tun, als sofort mit dem Notar einen Termin auszumachen,
41:45um den Kaufvertrag zu unterschreiben.
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