- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Ich versuch dich hochzuhaben, ja?
00:06Ist vielleicht ein blöder Plan.
00:09Ja, vielleicht.
00:11Lieber Ludwig, ich gratuliere dir recht herzlich, auch im Namen aller Mitarbeiter von Falkenthal Porzellan.
00:17Bravo!
00:20Tja, mit der Liebe braucht man manchmal einen langen Atem und starke Nerven.
00:24Wenn zwei Menschen füreinander bestimmt sind, dann gibt es auf Dauer nichts, was sie trennen kann.
00:33Du hast recht.
00:35Womit?
00:37Meine Haltung zu Nova wird sich nicht ändern, egal wie oft wir darüber reden.
00:41Aber du schließt mich aus deinem Leben aus und das ertrage ich nicht.
00:46Weißt du, woran mich das erinnert?
00:48An das Ende unserer Ehe.
00:52Sechs Jahre bin ich zu jedem deiner Geburtstage nach Hamburg gefahren.
00:55Nur weil ich die Hoffnung nicht aufgeben konnte, dich wiederzusehen.
00:58Ich konnte mich in keine andere Frau verlieben.
01:00Exzene, bitte hör auf.
01:01Und dann finden wir uns tatsächlich wieder, nur um dann herauszufinden, dass unsere Liebe ein Irrtum sein soll?
01:06Das kann doch nicht sein.
01:07Wir sind Geschwister, das lässt sich nicht ändern.
01:09Du scheinst viel besser damit umgehen zu können, als ich.
01:13Ich wünschte, ich wäre so stark wie du.
01:15Ich bin überhaupt nicht stark.
01:19Ich habe dich auch die ganze Zeit geliebt.
01:22Ich liebe dich immer noch.
01:30Ich liebe dich auch die Zeit geliebt.
01:55Ich liebe dich auch die Zeit geliebt.
01:56Ich liebe dich auch die Zeit geliebt.
01:57Ich liebe dich auch die Zeit geliebt.
01:59Ich liebe dich auch die Zeit geliebt.
02:00Du liebst mich.
02:03Ich dachte, du hättest deine Gefühle irgendwie, ich weiß auch nicht, abgeschaltet.
02:07Wie denn?
02:10Ich habe sechs Jahre lang an nichts anderes gedacht als an dich.
02:15Wie soll ich meine Gefühle von einem auf den anderen Tag einfach abstellen?
02:24Ich sehne mich so sehr danach, von denen in den Augen genommen zu werden.
02:29Nicht zu küssen.
02:32Dass wir uns nah sind.
02:36Dass ich die Welt und mich einfach vergessen kann.
02:40So wie damals in Hamburg.
02:44Aber es geht nicht.
02:47Du bist mein Bruder.
02:54Ich weiß doch auch nicht, wie es gehen soll.
03:08Was soll das jetzt heißen?
03:11Willst du dich von mir trennen?
03:17Es muss sich grundlegend etwas ändern in unserer Beziehung.
03:22Entschuldige.
03:24Findest du nicht, du reagierst ein bisschen übertrieben?
03:27Du stellst unsere Beziehung in Frage, nur weil dir mein Umgang mit Nora nicht gefällt?
03:33Das ist es nicht allein.
03:34Es ist dein Umgang mit mir, der mich nachdenklich macht.
03:36Ich kenne dich, Richard, und ich erlebe das alles nicht zum ersten Mal.
03:39Entschuldige.
03:40Als wir verheiratet waren, das war eine völlig andere Situation.
03:44Das stimmt, die Situation war anders, aber du warst derselbe.
03:48Und du gehst noch genauso mit Problemen um wie damals.
03:51Du kapselst dich ab und lässt mich überhaupt nicht mehr an dich heran.
03:55Weil ich dich nicht unnötig belasten will?
03:57Nein, weil du glaubst, dass du alles mit dir selbst ausmachen musst.
04:02Aber so funktioniert das nicht.
04:03Nicht in einer vertrauensvollen Beziehung.
04:08Es belastet mich viel mehr, wenn du aufhörst, mit mir zu reden.
04:10Aber wir können über alles reden.
04:12Nein, nur nicht über Nora.
04:15Sie ist das beherrschende Thema, ob wir nun darüber reden oder nicht.
04:19Wozu müssen wir denn darüber reden?
04:23Nichts, worüber wir beide reden können, würde an meiner Haltung zu Nora etwas ändern.
04:28Ich verstehe.
04:31Und das ist ein echtes Problem, wenn man seinem Partner gegenüber seine Haltung und Gedanken nicht mehr in Frage stellen
04:36kann.
04:38Moment, Moment, Moment.
04:39Moment, nur weil ich meine Haltung zu Nora nicht hinterfrage, drohst du damit, dich von mir zu trennen?
04:45Ist es das, was du dir unter einer vertrauensvollen Beziehung vorstellst?
04:48Entschuldige, Judith, ich lasse mich nicht von dir erpressen.
05:01Du willst also um Sophie kämpfen.
05:05Glaubst du denn, dass sie dir noch eine zweite Chance gibt?
05:08Das hoffe ich.
05:11Obwohl ich natürlich verstehen würde, wenn sie sich nicht mehr auf mich einlässt.
05:16Immerhin ist sie verlobt. Und das schon zwei Jahre lang.
05:19Genau, du sagst es. Seit zwei Jahren.
05:22Geheiratet haben die beiden nicht.
05:23Ja, aber das hat doch nichts zu bedeuten.
05:26Konrad und Elsa haben auch lange nicht geheiratet.
05:28Ja, aber da hat der Blitz in die Kirche eingeschlagen.
05:31Der Pfarrer hatte eine Autopanne.
05:32Das war bei Sophie und Michael nicht der Fall.
05:35Da hast du recht.
05:37Aber hat dir denn Sophie auf irgendeine Art und Weise gezeigt, dass sie deine Gefühle erwidert?
05:45Bei dem Golfturnier hätten sie es beinahe geküsst.
05:52Verstehe.
05:55Ich weiß, was du jetzt denkst.
05:58Sophie und Michael sind zusammen und es ist einfach nicht in Ordnung, eine Beziehung zu zerstören.
06:04Aber ich frage dich, soll ich denn kampflos meine große Liebe aufgeben?
06:09Nicht, wenn du dir wirklich etwas davon versprichst.
06:13Ja, das tue ich.
06:16Ich weiß natürlich nicht, ob ich eine Chance habe, dass Sophie sich nochmal auf mich einlässt.
06:20Schließlich habe ich sie einfach sitzen gelassen.
06:22Ja, einfach stimmt ja nicht.
06:24Du hast von Annabelles Flucht erfahren und hast dann Falkenthal verlassen, um sie jahrelang zu verfolgen.
06:32Ja, dummerweise habe ich ihr kurz vorher gesagt, dass ich für immer bei ihr bleibe.
06:37Ja, aber was willst du denn jetzt tun?
06:40Ich werde dir zeigen, dass ich die Suche nach Annabelle aufgegeben habe.
06:43Und dass ich mich dauerhaft den Feiten da niederlasse.
06:46Dann willst du wirklich jetzt hierbleiben?
06:48Ja.
06:49Ich werde mir eine Wohnung nehmen, einen Job in der Manufaktur habe ich schon.
06:55Na, ich wünsche dir, dass Sophie dir eine zweite Chance gibt.
07:02Richard, lass uns doch vernünftig darüber reden.
07:04Gerne, aber nicht über Nora.
07:07Du kannst doch nicht bestreiten, dass das Thema dich beschäftigt.
07:09Das mag sein, aber ich versuche so wenig wie möglich daran zu denken.
07:13Das wird dir nicht gelingen. Nora ist deine Tochter.
07:15Nicht mehr.
07:17Nora hat sich selber aus dieser Familie ausgeschlossen, als sie damals versucht hat, mit Annabelle zu fliehen.
07:22Was sie all die Jahre bestritten hat.
07:24Ja, ist doch umso schlimmer.
07:26Das zeigt doch, dass sie sich kein bisschen geändert hat.
07:33Selbst wenn du recht hättest und selbst wenn Nora damals Annabelle zur Flucht verholfen hätte,
07:38findest du nicht, dass sie inzwischen genug dafür bezahlt hat?
07:43Das weiß ich nicht.
07:45Tatsache ist, ich kann Nora einfach nicht wieder vertrauen.
07:49Sie hat mit der Mörderin von Helena und Viktoria gemeinsame Sache gemacht.
07:54Nora hat schlimme Dinge getan.
07:57Und möglicherweise hat sie tatsächlich nicht aus ihren Fehlern gelernt.
08:01Umso mehr solltest du darauf achten, dass du keine weiteren Fehler begehst.
08:05Und deine Tochter aus deinem Leben auszuschließen, ist ein Fehler.
08:07Also sprich mit ihr.
08:10Ich wüsste nicht wozu.
08:12Nora hat ihre Chance auf einen Neuanfang verspielt.
08:20Weißt du noch, als wir uns vor sechs Jahren, nach über 20 Jahren wiederbegegnet sind?
08:28Ja, natürlich.
08:32Damals hast du mir gesagt, dass du ein ganz anderer Mensch geworden bist, als der, den ich kannte.
08:37Du hast mich darum gebeten, dir eine Chance zu geben, damit du es mir beweisen kannst.
08:44Ich habe dir diese Chance gegeben.
08:47Und ich habe es nicht bereut.
08:50Du hast mich damals davon überzeugt, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich zu verändern.
08:55Und vielleicht hat Nora es inzwischen auch geschafft.
09:07Was hast du schon wieder vor, Eva?
09:08Ich habe vielleicht eine Wohnung für dich.
09:10Wo?
09:10Das wird nicht verraten.
09:11Du machst es spannend.
09:12Ja, es muss doch erst sicher sein, dass es auch knappt.
09:15Du wartest hier.
09:16Ich bin gleich wieder da.
09:19Ach, sieh.
09:20Guten Tag, Herr Grafenberg.
09:22Hallo, Herr Adam.
09:25Darf ich Ihnen eine private Frage stellen?
09:27Ja, natürlich.
09:27Also, wenn sie nicht zu privat ist.
09:29Nichts Ungebührliches.
09:30Worum geht's?
09:32Frau Landmann hat übermorgen Geburtstag.
09:33Sie kennen sie doch schon längere Zeit.
09:35Ja, so könnte man das bezeichnen.
09:36Können Sie mir einen Tipp geben, womit man ihr eine Freude machen könnte?
09:40Vielleicht, was sie sich schon lange gewünscht hat.
09:43Wenn man Eva fragen würde, was sie braucht, würde sie sagen, sie hat schon alles.
09:46Na ja, ich überlege schon monatelang.
09:48Es ist wirklich ein schwieriger Fall.
09:51Aber Sie kennen sie doch auch schon eine ganze Weile.
09:53Ich habe ihr schon Verschiedenes für die Küche geschenkt, aber bei den Küchengeräten ist sie auch sehr eigen.
09:59Dann habe ich überlegt, ob ich ihr ein Kochbuch verehre.
10:03Aber ich fürchte, sie fasst das als Kritik an ihre Kochkunst auf und reagiert empört.
10:09Könnten Sie recht haben.
10:11Können Sie mir vielleicht einen Tipp geben, welche musikalischen Vorlieben sie hat?
10:17Ach so.
10:18Ich weiß überhaupt nicht, was für einen Musikgeschmack Eva hat.
10:21Ich habe dummerweise versäumt, sie rechtzeitig zu fragen.
10:23Wenn ich sie jetzt danach frage, dann schöpft sie verdacht.
10:27Da fällt mir ein, es gibt einen Sänger, für den Eva immer geschwärmt hat.
10:30Johannes Hestes.
10:31Johannes Hestes, tatsächlich?
10:33Für den hatte sie immer eine Schwäche.
10:35So, so.
10:36So.
10:46Alles klar?
10:49Danke.
10:53Es geht schon wieder.
10:56Sicher?
10:58Ja.
11:10Oh, doch.
11:12Oh, doch.
11:12Oh, doch.
11:13Oh, doch.
11:13Oh, doch.
11:13Oh, doch.
11:14Oh, doch.
11:15Oh, doch.
11:15Oh, doch.
11:16Oh, doch.
11:19Oh, doch.
11:20Oh, doch.
11:22Oh, doch.
11:24Oh, doch.
11:25Oh, doch.
11:26Oh, doch.
11:27Oh, doch.
11:28Oh, doch.
11:30Oh, doch.
11:32Oh, doch.
11:46Und was tun wir hier?
11:48Gefällt es dir?
11:50Ja, aber ich verstehe immer noch nicht.
11:52Du könntest sofort einziehen, wenn du willst.
11:55Einziehen? Wie geht es denn so einfach?
11:57Herr van Weiden hat schon zugestimmt.
12:00Mit deinem Vermittlungstempo machst du den Immobilienmarkt dann hier aber mächtig Konkurrenz.
12:04Ich kann doch nicht zulassen, dass du ans andere Ende der Stadt ziehst, wenn hier etwas frei ist.
12:09Dann wären wir Nachbarn.
12:10Du könntest jederzeit zum Essen zu uns kommen.
12:13Schon überredet.
12:15Ich bringe morgen meine Sachen hierher.
12:17Das heißt, was davon noch übrig ist.
12:21Herr, du hast für deine Suche nach Annabelle einen hohen Preis bezahlt.
12:26Und umso wichtiger ist es, dass du endlich zur Ruhe kommst.
12:30Simon und Luisa haben hier gewohnt und die beiden sind sehr glücklich geworden.
12:34Und ich wünsche dir von Herzen, dass du das auch wirst.
12:41Danke.
12:43Aber was ist, wenn Sophie sich gegen dich entscheidet und mit Michael glücklich werden will?
12:51Dann werde ich das akzeptieren.
12:54Aber es ist ihre Entscheidung.
12:56Und so lange werde ich alles tun, damit sie begreift, dass ich es diesmal ernst meine.
13:09Sophie.
13:10Hey.
13:12Es tut mir leid, dass du so lange warten musstest.
13:14Ich hoffe, es hat sich wenigstens gelohnt.
13:16Oh, da habe ich nicht die Spur eines Zweifels.
13:19Was ist das?
13:20Schau doch mal rein.
13:22Ein Plan für ein...
13:23Grundstück.
13:24Das Grundstück für unser Haus.
13:25Und ich habe noch was.
13:34Den Kaufvertrag gab es gleich dazu.
13:35Das ist doch Wahnsinn, oder?
13:36Ich habe ja auch gedacht, dass wir mindestens noch drei, vier oder fünf Monate brauchen, bis wir ein geeignetes Grundstück
13:41finden.
13:41Aber dass es so schnell geht, das hat sogar mich umgehauen.
13:44Und der Makler hat gesagt, dass wir dieses Grundstück sofort kaufen können.
13:47Wir brauchen nur noch einen Termin beim Notar.
13:49Sophie.
13:50Was sagst du?
13:51Ich bin...
13:52Ja?
13:55Überrascht.
14:06Oh Gott, was für eine Situation.
14:09Da sehne ich mich sechs lange Jahre danach, Alexander wieder zu begegnen.
14:14Und jetzt, wo wir wissen, dass wir Geschwister sind und uns jede Nähe verbieten wollen, bleiben wir im Fahrstuhl stecken.
14:21Es ist zwar schön, dass wir füreinander die gleichen Empfindungen haben, aber schmerzhaft uns einzugestehen, dass wir unsere Liebe niemals
14:27werden leben können.
14:34Alexander und ich, wir können nie wieder so zusammen sein wie in Hamburg.
14:39Wir können nie ein Paar sein.
14:42Er und meine Freiheit waren das, was ich im Gefängnis am meisten vermisst habe.
14:47Meine Freiheit kann mir niemand mehr nehmen.
14:50Und jetzt muss ich versuchen, Alexander als meinen Bruder zu sehen.
14:57Ich weiß, es wird nicht einfach.
15:00Aber ich werde mich nicht unterkriegen lassen.
15:02Dafür habe ich zu lange gewartet.
15:14Hallo, Gott sei Dank bist du wieder da.
15:16Dann bin ich gleich nicht allein, wenn Konrad wieder von seinen Flitterwochen am Koma See anfängt.
15:19So viel habe ich dir noch überhaupt nicht erzählt.
15:22Und die Fotos sind übrigens auch noch nicht entwickelt.
15:24Kannst du kaum erwarten.
15:25Großaufnahmen von Zypressen und Zirbelkiefern und ab und zu ein Eichelherr.
15:28Ach, Tom ist doch nur neidisch.
15:30Genau wie ich.
15:30Stimmt.
15:31Ich wäre wirklich gern zu eurer Hochzeit gekommen.
15:33Das weiß ich doch.
15:34Wie war es denn bei dir in Hamburg?
15:39Nichts erfreulich.
15:40Äh, die Traumfrau schon wieder nicht gefunden?
15:45Ja.
15:52Ja, aber mein Familienname endet doch nicht zwischen uns.
15:54Doch, es ändert alles.
15:59Nora, ich bin dein Bruder.
16:06Wie lange fährst du da jetzt schon vergeblich hin?
16:08Sechs Jahre.
16:10Du Ärmster.
16:12Fühlst du nicht, dass langsam mal Zeit ist, die Sache aufzugehen?
16:15Ja, das werde ich auch.
16:17Ich werde nicht mehr nach Hamburg fahren und nach meiner Traumfrau suchen.
16:19Was ist denn mal ein Wort?
16:20Ich werde sie einfach vergessen.
16:23Einfach so.
16:26Ganz einfach wird es wahrscheinlich nicht.
16:28Aber ich werde sie vergessen.
16:30Okay?
16:32Stimmt so, das ist für Sie.
16:37Sophie?
16:40Danke.
16:43Was sagt denn Ihr Terminkalender, Frau Anwältin?
16:48Meinst du, wir könnten diese Woche noch einen Termin beim Notar machen?
16:51Was?
16:51Diese Woche schon?
16:52Ja?
16:55Da geht das alles ein bisschen zu schnell.
16:57Ja, um ehrlich zu sein.
16:59Ja.
17:00Ich kann das verstehen, Sophie.
17:02Man kauft ja nicht jeden Tag ein Grundstück für sein Haus.
17:04Und das, was wir hier machen, ist wirklich ein großer Schritt.
17:08Aber mein Gefühl sagt mir,
17:10es ist der richtige Schritt für unsere Zukunft.
17:24Sophie?
17:25Entschuldige bitte, wo warst du?
17:27Na, hier bei dir.
17:28Ich habe dir gerade erklärt, dass ich verstehe, warum du nervös bist.
17:31Weil das, was wir hier vorhaben, was wir hier planen, ist wirklich ein großer Schritt.
17:35Ich, ich verstehe ja nur nicht, warum du es plötzlich so eilig hast.
17:38Warum möchtest du den Kaufvertrag sofort unterschreiben?
17:40Na, weil wir das doch beide wollten, auch du.
17:43Und weil ich dich liebe.
17:44Aber darum geht es doch nicht, Michael.
17:47Worum geht es dann?
17:50Das Grundstück, ich, ich habe das Grundstück noch nicht mal gesehen.
17:54Ja, natürlich, du hast recht.
17:55Es tut mir leid.
17:56Aber es ist überhaupt kein Problem, weil es ist wirklich nur ein paar Minuten von hier.
17:59Wir können sofort hinfahren und es uns anschauen.
18:00Ich habe jetzt keine Zeit.
18:02Ich habe gleich noch einen Termin.
18:03Ein Fall, der morgen verhandelt wird und es ist wirklich wichtig.
18:06Es tut mir leid.
18:08Kein Problem.
18:13Sophie, unser Haus, du willst es doch auch, ne?
18:16Natürlich will ich das.
18:20Wir sehen uns später, ja?
18:27So.
18:28Zack.
18:30Die Herzdame.
18:30Mann, Mann, Mann, Mann, Mann, Mann.
18:32Heute bringt dir die Dame aber Glück.
18:33Da wird ja auch Zeit, jetzt, wo die Traumfrau aus Hamburg nicht mehr im Rennen ist.
18:36So, lass uns über was anderes reden, ja.
18:37Alles klar.
18:39Hast du Nora eigentlich schon gesehen?
18:40Nora?
18:41Na, deine Schwester.
18:43Ja.
18:44Ich habe sie im Lanzino getroffen.
18:46Meine Mutter hat uns vorgestellt.
18:48War bestimmt komisch, oder?
18:50Ja, das war's.
18:51Was ist das für ein Gefühl?
18:54Wie meinst du das?
18:55Plötzlich der Frau gegenüber zu stehen, die die eigene Schwester ist.
18:58Was ist das für ein Gefühl?
19:00Gefühl?
19:01Na ja, das ist kompliziert.
19:03Gefühle sind schon da.
19:04Aber ein Bruder zu sein, ist eben eine ziemlich neue Erfahrung für mich.
19:08Das kommt schon mit der Zeit.
19:09Ich kann zum Beispiel nur sagen, dass ich total froh bin, einen Bruder zu haben.
19:12Hagen hat nämlich früher immer die bösen Jungs vertrieben, die mich von der Seite blöd angemacht haben.
19:16Wahrscheinlich hat er einfach Angst um die Jungs gehabt.
19:19Naja, solche Erfahrungen hatten Nora und ich noch nicht.
19:22Deshalb werden wir wohl auch nie richtige Geschwister sein.
19:25Na, ihr werdet das schon schaffen.
19:26Also vielleicht nicht sofort, aber mit der Zeit bestimmt.
19:29Ich meine, Elsa und ich, wir haben den Großteil von Theos Kindheit auch verpasst.
19:33Und trotzdem sind wir eine richtige Familie geworden.
19:36Damit will Konrad sagen, dass Gefühle mit der Zeit entstehen.
19:39Dankeschön.
19:40Ich finde jedenfalls, Konrad hat vollkommen recht.
19:42Euch beiden fehlen 30 Jahre zusammen.
19:43Das kann man nicht an einem Tag aufholen.
19:45Das braucht Zeit.
19:47Na ja, ihr werdet das schon schaffen.
19:49Bin ich mir sicher.
19:51Das hoffe ich.
19:53Du gibst.
19:55Okay.
19:57Das hilft, es heilt die göttliche Kraft.
20:32Annabelle hat unsere Leben ziemlich durcheinander gewirbelt.
20:36Was machen wir beide bloß, wenn sie morgen vor Uhrzeit wird?
20:39Oh, dann werden unsere Leben aber furchtbar langweilig.
20:44Werden Sie wieder nach Neuseeland zurückgehen?
20:47Entschuldigung, wir würden jetzt gerne schließen.
20:50Es ist schon so spät.
20:55Wir haben wohl ganz die Zeit vergessen.
20:58Wir könnten noch einen Spaziergang machen und ich bringe Sie dann nach Hause.
21:02Eigentlich sind die Straßen von Falkenthal ziemlich sicher.
21:05Erst seitdem ich nicht mehr mit meinem Motorrad unterwegs bin.
21:15Das scheint ja tatsächlich Ihr Lieblingswein zu sein.
21:18Der Besitzer vom Land Silo besorgt ihn mir immer. Ich habe den auch in keinem Laden gefunden.
21:21Ich weiß noch nicht mal, welche Rebsalte das eigentlich ist.
21:24Pinotage. Ich baue den Wein an.
21:26Ich sitze den ganzen Abend dem Mann gegenüber, der meinen absoluten Lieblingswein produziert.
21:31Und Sie sagen, kein Sterbenswörtchen?
21:34Es war einfach so schön, Ihnen zuzusehen, wie Sie jeden Schluck davon zelebriert haben.
21:58Du arbeitest noch.
22:00Ich versuche es zumindest.
22:06Es tut mir leid.
22:09Ich wollte dich nicht aus meinem Leben ausschließen.
22:13Ich habe tatsächlich geglaubt, dass ich die Sache mit Nora mir selbst ausmachen muss.
22:20Wahrscheinlich, weil ich unterschwellig das Gefühl habe, dass ich nur noch mir selbst vertrauen kann.
22:25Wie meinst du das?
22:29Ich habe das Vertrauen in andere Menschen verloren.
22:33Ich hoffe, das gilt nicht auch für mich.
22:37Natürlich nicht.
22:39Aber für fast alle anderen.
22:43Ich bin vorsichtig geworden.
22:46Bestrauschen.
22:50Versuch dir doch mal vorzustellen, nur für einen Augenblick.
22:54Dass Nora dich nicht belogen hat und dass sie Annabelle nicht zur Flucht verholfen hat.
23:01Hab Geduld mit mir.
23:05Das habe ich.
23:10Danke.
23:12Danke.
23:17Liebe Alexander, seit fast vier Jahren bin ich nun im Gefängnis.
23:21Das ist eine lange Zeit.
23:23Und obwohl ich alles versuche, um mich zu beschäftigen, habe ich das Gefühl, dass die Tage sich unendlich in die
23:27Länge ziehen.
23:28Ich spüre sogar, dass es mir immer schwerer fällt, mich an mein altes Leben in Freiheit zu erinnern.
23:34An den Geschmack von frischen Erdbeeren.
23:37In ein Café zu gehen und eine heiße Schokolade zu trinken.
23:41Einen Spaziergang zu machen und dabei vom Regen überrascht zu werden.
23:44All das kann ich mir nur noch mühsam in Erinnerung rufen.
23:48Sogar die Gesichter von Menschen, die ich gekannt habe, verblassen.
23:52Der einzige, den ich immer noch ganz deutlich vor mir sehe, bist du.
23:58Selbst im Schlaf könnte ich jede Linie deines Gesichts beschreiben.
24:02Das muss doch etwas zu bedeuten haben, dass dein Bild sich so in mein Herz gebrannt hat.
24:06Ich glaube fest daran, dass unsere Geschichte noch nicht vorbei ist, sondern dass sie erst beginnen wird.
24:12Dass wir uns wiedersehen werden und dass es so sein wird, als wären wir nie getrennt gewesen.
24:18Dass unsere Geschichte erst beginnen wird.
24:23Und nun ist sie zu Ende, bevor sie richtig angefangen hat.
24:27Mir bleibt nichts anderes übrig, als den Tatsachen ins Gesicht zu sehen.
24:31Unsere gemeinsame Zeit in Hamburg war ein schöner Traum, der mir sechs Jahre lang Kraft gegeben hat.
24:37Aber dieser Traum ist endgültig vorbei.
24:39Und je weniger mich daran erinnert, desto besser.
24:53Das Golfturnier hat uns eine Menge guter Presse eingebracht.
24:56Wenn es uns jetzt noch gelingt, die alten Geschäftskontakte meines Vaters zu reaktivieren,
25:00könnten wir neue Kunden gewinnen und die Produktion wieder hochfahren.
25:04Ich habe das Gefühl, dass es langsam, aber sicher wieder bergauf geht.
25:08Ich hoffe nur, dass Ihre Zuversicht nicht ein wenig verfrüht ist.
25:12Ich habe ein wirklich gutes Gefühl.
25:13Ja, und auf Ihr Gefühl kann man sich ja normalerweise verlassen.
25:16Absolut. Ich habe mir sogar eine Wohnung genommen.
25:18Das ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass ich wieder sesshaft werde.
25:21Ist schön sowas, ne?
25:23Habe ich Ihnen denn schon erzählt, dass Sophie und ich uns entschieden haben, ein Grundstück zu kaufen für unser Haus?
25:30Nein, das haben Sie nicht.
25:31Das ist noch ein bisschen verwildert, aber es ist ein wunderschönes Grundstück.
25:34Und ich glaube, dass Sophie und ich sehr glücklich werden dort.
25:45Und, wie sehen Deine Pläne für heute aus?
25:48Ich werde mit Alexander ein paar geschäftliche Dinge besprechen.
25:50Wir beabsichtigen, auch in Süddeutschland Kaffeebars zu eröffnen.
25:53Na, das klingt doch noch eine gute Idee.
25:55Morgen.
25:56Morgen.
25:58Vater?
26:00Alexander, möchtest Du Kaffee?
26:02Gerne.
26:08Danke.
26:13Alexander, ich möchte mich bei Dir entschuldigen.
26:17Ich hätte Dich nach dem Golfturnier nicht so zurechtweisen dürfen.
26:21Das war unangemessen und das tut mir leid.
26:25Aber es tut Dir nicht leid, wie Du Deine Tochter behandelst?
26:31Ich bedaure zutiefst, dass es zwischen Nora und mir so weit gekommen ist.
26:34Und ich wünschte, es wäre anders, das kannst Du mir glauben.
26:38Aber ich bin froh, dass Du sie in Schutz genommen hast.
26:43Verstehe ich das jetzt richtig?
26:45Du möchtest selbst nichts mit Nora zu tun haben, findest es aber gut, dass ich Kontakt zu ihr habe.
26:49Naja, sie ist Deine Schwester.
26:51Und egal, was ich für Vorbehalte gegen sie habe, ich wäre doch ziemlich enttäuscht,
26:56wenn Du Dich wenigstens versucht hättest, Dir ein eigenes Bild von ihr zu machen.
27:01Das klingt ehrlich gesagt ziemlich widersprüchlich, Vater.
27:04Ja, die Sache ist kompliziert.
27:10Es ist nicht leicht für mich, mit Nora umzugehen.
27:14Das verstehe ich.
27:16Für mich ist es auch nicht leicht.
27:23Ich habe ja am Anfang gedacht, das ist viel zu groß, weil hier hinten geht es ja noch weiter.
27:26Dann braucht man ja fast zwei Gärten, um das alles in Schutz zu halten.
27:28Ich wollte mit Ihnen übrigens wegen...
27:30Aber dann habe ich gespürt, das ist genau das richtige Grundstück, auch in der Größe.
27:33Weil Sie wissen ja, wie es ist ja.
27:34Wenn Sie dann erst mal anfangen zu laufen, brauchen Sie auch Platz zum Spielen.
27:37Was?
27:38Unsere Kinder.
27:39Sophie und ich, wir wollen Kinder, mindestens zwei.
27:42Ja.
27:43Danke, Frau Becker.
27:44Sehr gerne.
27:45Sophie, ich habe Herrn Grafenberg gerade von unserem Bauplan erzählt.
27:48Hallo.
27:49Bitte entschuldigen Sie, Herr Adam, aber ich bräuchte Sie einen Moment.
27:52Das ist aber schlecht jetzt, weil meine Verlobte und ich, wir haben gleich einen Termin.
27:55Das geht ganz schnell.
27:56Die Buchhaltung braucht dringend ein paar Unterschriften.
27:59Na gut, bis gleich.
28:01Bitte.
28:07Michael hat mir von euren Plänen erzählt.
28:09Ja, das sehe ich.
28:11Eure Zukunftsplanung wird ja im Alltempo vorangetrieben.
28:13Grundstück aus, Kinder.
28:15Jetzt mal schön langsam, eins nach dem anderen.
28:17Wir sehen uns jetzt erst mal ein Grundstück an.
28:21Ich müsste dringend mit dir reden.
28:23Noch heute ist es wichtig.
28:24Du hast doch gehört, wir, wir haben gleich noch einen Termin.
28:28Im Anschluss daran.
28:29Mal sehen.
28:31Wir treffen uns am See.
28:36Wir sehen uns am See.
29:25Nein, das gibt es doch nicht.
29:53Ist das etwa?
30:02Du musst Hellseherin sein.
30:04Ich habe nichts zu essen zu Hause.
30:05Ach so.
30:07Brot und Salz, das sind die traditionellen Willkommensgeschenke für dein neues Zuhause.
30:12Wenn ich dir etwas zu essen bringen würde, dann hätte ich doch etwas gekocht.
30:15Das weiß ich doch.
30:17Danke.
30:19Ich vermute, die erste Nacht in deinem neuen Zuhause war nicht sehr bequem.
30:23Ach, keine Sorge.
30:24Auf meiner Suche nach Annabelle habe ich wesentlich schlimmere Nächte verbracht.
30:28Und das?
30:28Sieht auch nicht nach einer normalen Topfpflanze aus.
30:32Ist es auch nicht.
30:33Das ist mein letzter Weinstock aus Neuseeland.
30:36Ach.
30:38Ein Andenken an dein altes Leben.
30:40Ich hoffe, dass er nicht eingeht.
30:41Das wäre kein gutes Omen für meinen Neuanfang hier in Falkenthal.
30:47Hast du dir schon überlegt, was du Sophie sagen willst?
30:52Nicht wirklich.
30:53Aber ich habe sie vorhin gefragt, ob wir uns nicht nachher am See treffen.
30:56Und?
30:57Was hat sie geantwortet?
30:58Sie hat nicht zugesagt, sie hat aber auch nicht abgelehnt.
31:00Das ist doch ein gutes Zeichen.
31:02Weißt du was?
31:02Ich werde euch ein paar Sachen zu essen zusammenpacken.
31:05Eva, wir wollen keinen Picknick veranstalten, sondern wir wollen uns einfach aussprechen.
31:08Ja, aber gerade deshalb.
31:10Wie kann man denn ein vernünftiges Gespräch führen, wenn einem der Magen knurrt?
31:14Ich weiß gar nicht, ob sie kommt.
31:17Naja, also dann ist es umso wichtiger, dass du etwas zu essen hast.
31:21Wenn du den ganzen Tag da allein am See rumsitzt und auf sie wartest.
31:25Du kannst doch nicht vor Hunger umkommen.
31:27Ich kann dich eh nicht davon abhalten.
31:28Bestimmt nicht.
31:30Komm in einer halben Stunde in die Küche und dann habe ich dir etwas zurecht gemacht, ja?
31:35Danke.
31:36Gern geschehen.
31:45Richard, warte.
31:47Soll ich dich mit in die Stadt nehmen?
31:49Nein.
31:52Ich wollte dir nur sagen, dass ich es sehr nobel von dir fand.
31:55Dass du dich vorhin bei Alexander entschuldigt hast.
31:58Es ist mir sehr wichtig, dass ihr euch wieder besser versteht.
32:00Ja, darüber bin ich auch sehr froh.
32:02Das heißt ja nicht, dass damit alle unsere Probleme aus der Welt sind.
32:05Aber du gibst dir Mühe und das rechne ich dir hoch an.
32:09Ich gebe mir Mühe, weil ich dich liebe und weil ich dir vertraue.
32:12Und wenn du mir sagst, dass ich mein Verhalten ändern soll, dann werde ich alles tun, was in
32:16meiner Macht steht, um mich zu ändern.
32:19Judy, du bist alles für mich.
32:21Ich habe mich in unserer Ehe wie ein Idiot benommen.
32:23Und dich verloren.
32:27Diesen Fehler werde ich kein zweites Mal machen.
32:30Ich will dich auch kein zweites Mal verlieren.
32:39Mein Termin.
32:41Geh nur, ich laufe dir nicht weg.
32:43Sicher?
32:44Ja.
32:46Tschüss.
32:52Ja, genau.
32:53Das hier ist ja nur, ist ja nur das Erdgeschoss.
32:55Und dann hast du hier, ist der Eingangsbereich.
32:58Da, Tür auf, hast du die Garderobe.
33:00Und dann, zack, bis zum Wohnzimmer.
33:02Hier ist der Kamin.
33:04Und dann, pass auf, lass, stell dir vor, alles Glas.
33:07Terrasse 1, Morgensonne hinter dir.
33:09Terrasse 2, Abendsonne.
33:10Und dann, Tür auf, bist du wieder im Flur.
33:12Küche, Küche, Küche.
33:14Und dahin geht es dann zu den Arbeitsräumen von unserer Kanzlei.
33:17Ah, habe ich noch vergessen.
33:18Wieder Tür auf, Tür zu.
33:20Zack, durch den Flur.
33:21Links rein, die Tür.
33:22Und dann ist hier Gäste-WC.
33:24Das ist ja...
33:25Ein Traum.
33:26Ja, so ähnlich.
33:28Ja, ich weiß, das kann man sich ja da schwer vorstellen.
33:30Aber wenn ich Sie jetzt bitten dürfte, mich in den zweiten Stock zu begleiten.
33:34Ja?
33:35Achtung, Wendeltreppe.
33:36Ja, immer noch Wendeltreppe.
33:38Ja, ja, ja, ja.
33:39Und jetzt, voilà.
33:42Panorama-Blick.
33:44Komm, noch ein Stück.
33:46Noch ein Stück.
33:47Ja.
33:48Und jetzt sind wir genau in unserem Schlafzimmer.
33:50Direkt vor unserem Bett.
33:55Ich...
33:56Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
33:57Das kann ich dir...
33:58Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
34:01Oh, ja, das ist er.
34:02Hallo?
34:04Ja?
34:05Das ist wunderbar, dass das geklappt hat.
34:07Wir sind in fünf Minuten da.
34:08Bis gleich.
34:10Wer war das?
34:11Der Notar.
34:11Er hat die Kaufverträge fertig gemacht.
34:13Wir müssen nur noch unterschreiben.
34:15Wuhu!
34:19So.
34:22Wer weiß, ob Sophie überhaupt kommt?
34:24Ach, ich denke doch.
34:25Sonst hätte sie doch schon abgesagt.
34:27Wünschte mir Glück?
34:28Hm?
34:28Viel Glück.
34:29Ganz, ganz, ganz viel Glück.
34:34Seltsam.
34:35Ich hatte das Gefühl, dass Sie mit jemandem sprechen.
34:37Ich rede mit mir selbst.
34:40Und worüber sprechen Sie, wenn Sie mit sich selbst plaudern?
34:43Meistens über Sie.
34:46Das war ein kleiner Scherz.
34:48Ich habe mit Frederik gesprochen.
34:51Das erleichtert mich.
34:52Ja, ich habe ihm Glück gewünscht bei seinem Gespräch mit Sophie.
34:57Sophie und Herr Grafenberg haben ein Gespräch?
35:00Ja, Sie sind am See verabredet.
35:03Am See?
35:04Und wozu haben Sie Herrn Grafenberg Glück gewünscht?
35:06Herr Grafenberg will Sophie um eine zweite Chance bitten.
35:09Und ich wünsche ihm, dass das Gespräch so verläuft, wie er es sich vorgestellt hat.
35:14Sie unterstützen also die Bemühungen von Herrn Grafenberg um eine Frau, von der Sie genau wissen,
35:19dass es die Verlobte meines Neffen ist.
35:23Ich unterstütze was?
35:25Also ich habe den beiden lediglich etwas zu essen gemacht.
35:30Das wird ja immer besser.
35:31Sie haben wieder mal einen Ihrer berüchtigten romantischen Picknickkörbe gepackt.
35:37Was?
35:39Romantische Picknickkörbe?
35:41Ich habe ein paar belegte Brote gemacht.
35:44Die beiden müssen doch nicht verhungern.
35:46Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen.
35:48Sagen Sie jetzt nicht, dass ich mich wieder in die Angelegenheiten fremder Leute einmische.
35:53Noch viel schlimmer, Sie kuppeln.
35:55Ich kupple?
35:56Genau.
35:57Sie gefährden bewusst das Glück anderer Menschen.
36:00Ach was?
36:01Warum sollte sich Sophie für Frederik entscheiden, nur weil ich ein paar leckere Brote eingepackt habe?
36:10Was soll das, Michael?
36:12Ich habe gedacht, dass du dich freust.
36:14Ja, natürlich freue ich mich, aber...
36:16Das tust du nicht, Sophie.
36:18Jeder andere Frau würde ihrem Mann, also ihrem zukünftigen Ehemann, um den Hals fallen,
36:22wenn er sich so für den gemeinsamen Traum ins Toll klebt.
36:24Vielleicht mögen es andere Frauen, von ihrem zukünftigen Ehemann überrumpelt zu werden,
36:29aber ich mag es nicht.
36:30Ich wollte dich nicht überrumpeln, Sophie.
36:32Ich wollte dich überraschen.
36:33Michael, du tust etwas anderes.
36:35Das musst du mir mal bitte genauer erklären.
36:37Okay, wie genau soll ich denn noch werden?
36:39Ich habe dir gestern Abend gesagt, dass ich noch Zeit brauche,
36:42dass ich in Ruhe über alles nachdenken möchte.
36:45Trotzdem bin ich heute mit dir hierher gekommen, um das Grundstück anzusehen.
36:48Aber du hast nichts Besseres zu tun, als sofort mit dem Notar einen Termin auszumachen,
36:52um den Kaufvertrag zu unterschreiben.
36:53Soll das jetzt heißen, dass du unser gemeinsames Haus nicht mehr willst?
36:59Sophie,
37:01Hat sich irgendwas verändert, was ich nicht mitgekriegt habe?
37:04Nein, natürlich will ich mit dir zusammenziehen.
37:07Aber ich will nichts überstürzen.
37:10Ich möchte in Ruhe mit dir ein Grundstück aussuchen.
37:14Ich will in Ruhe den Kaufvertrag durchlesen.
37:16Und ich will in Ruhe meine Finanzen dafür ordnen.
37:19Aber das habe ich doch alles schon getan.
37:20Für uns.
37:21Aber ich muss es selbst tun.
37:23Für mich, verstehst du?
37:27Entschuldige mich bitte.
37:28Ich...
37:29Ich habe noch einen Termin.
37:36Sophie!
37:37Sophie!
38:00Sophie!
38:04Sophie!
38:06Sophie!
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