- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Wollen Sie was anfangen?
00:01Hören Sie mal, so einen guten Joker lässt man sich nicht einfach aus den Händen nehmen.
00:06Und auch wenn die Aussage morgen zurückgezogen wird,
00:10ich kenne da jemanden, den sie ziemlich nervös machen dürfte.
00:14Ich kann mir Ihre Version des Mordes sehr gut vorstellen.
00:18Willst du sie hören?
00:20Sie wird bestreiten, dir den Mordauftrag gegeben zu haben.
00:23Sie wird den Mord ganz alleine dir in die Schuhe schieben.
00:25Und wieso soll man ihr mehr glauben als mir?
00:28Es wird Gutachten geben, die beweisen, dass du den Untersuchungsbericht gefälscht hast
00:33und dass du es warst, der den Wagen verschrotten hat lassen.
00:36Annabelle wird sich aus der Affäre ziehen.
00:39Ähm, ja, wenn es das Lanzino noch gibt, dann könnten wir uns dort ja auf ein Glas Wein treffen.
00:44Ja, warum nicht? Auf ihre brillante Vorlage bei Gericht.
00:49Und auf die tolle Fortsetzung danach.
00:55Noah?
00:57Herr Staatsanwalt?
01:00Was?
01:02Das glaube ich jetzt nicht.
01:04Das ist ja...
01:06Ja, vielen Dank.
01:09Ich wünsche Ihnen auch noch eine gute Nacht.
01:12Was ist passiert?
01:13Der Sprück.
01:14Was ist mit ihm?
01:15Er hat gestanden.
01:17Er wird morgen früh gegen Annabelle aussagen.
01:33Das ist ja...
01:39We just want more
01:44Hey, who's gonna make it right?
01:51This could be the first day of my life
02:16Was passiert gerade mit uns?
02:21Ich weiß nicht
02:22Es fühlt sich gut an
02:31Ich glaube, ich sollte das jetzt nicht tun
02:37Hör nicht auf
02:42Ich kann dich
02:52Eva
02:54Was denn, ihr seid auch noch wach?
02:57Ja, wir sind zu nervös, um zu schlafen
03:01Der Prozess macht uns zu schaffen
03:04Ich habe mir von Herrn Adam
03:07Lavendelblütentee machen lassen
03:08Der hilft
03:11Wenn wir morgen getankt haben, bloß schon vorbei wäre
03:14Nach alledem, was Annabelle unserer Familie angetan hat
03:17Könnte ich es nicht ertragen, bitte
03:20Ich werde den Gedanken nicht los, dass sie doch noch ungeschoren davon kommen könnte
03:24Ich verstehe das
03:25Ich verstehe das
03:26Mir ging das genauso
03:28Aber jetzt, wo Frederik da ist, da geht es mir besser
03:31Immerhin hat er Annabelle dazu gebracht, zu gestehen, dass sie von dem manipulierten Wagen wusste
03:35Ich weiß nicht, wenn das so ist
03:37Beweist es aber noch nicht, dass sie auch den Auftrag für den Mord an Helena Bernstein gegeben hat
03:43Aber es beweist, dass Nora in ihrer Aussage gegen ihre Mutter nicht gelogen hat
03:49Ja, und wenn Nora glaubwürdig ist, kann Annabelle aufgrund dieses Geständnisses verurteilt werden
03:54Und nicht nur wegen Helena Bernstein, sondern auch wegen Haralds Unfall
03:57Also, ich glaube, wir müssen uns keine Sorgen mehr machen
03:59Das Einzige, wofür Annabelle wahrscheinlich nie bestraft wird
04:03Es Werner Grafenbergs Tod
04:20Es ist schon spät
04:23Ja
04:32Du hast morgen einen wichtigen Tag im Prozess
04:37Ja, ich
04:38Ich sollte
04:41Ausschlafen
04:42Muss ich ja noch was vorbereiten, jetzt für Delbrück
04:45Gegen Annabelle Aussagen will
04:48Ja, ich
04:51Müsste mir noch einmal die
04:52Akte ansehen
05:04Aber
05:07Das reicht auch morgen früh
05:10Wir dürfen uns keinen Fehler gegenüber Annabelle erlauben
05:13Das werden wir nicht
05:18Ich glaube, es ist das Beste, wenn ich jetzt gehe
05:20Ja, das ist vernünftig
05:22Gute Nacht
05:23Gute Nacht
05:24Gute Nacht
05:24Frederik
05:27Ich will nicht vernünftig sein
05:29Ich gezin über die
05:45Und älte
05:57Ja, das zu Till
06:18Bist du noch wach?
06:20Ja, komm rein.
06:30Henning war vorhin bei mir.
06:32Er wird Falkenthal verlassen und nach Kanada gehen, um für Lissi zu arbeiten.
06:38Dann bist du ja jetzt ganz alleine hier.
06:40Ist schon okay.
06:43Ich an seiner Stelle würde genauso handeln.
06:51Du packst es.
06:54Das Urteil wird für morgen erwartet.
06:56Ich rechne nicht damit, eine Begehungsstrafe zu bekommen.
06:59Nora, niemand zwingt dich aus, zu sagen, dass du Hagen damals niedergeschlagen hast.
07:05Ich habe ihn hilflos im Wald liegen gelassen.
07:09Ich bin auch nicht zur Polizei gegangen, um zu sagen, dass meine Mutter gerade gestanden hat, Viktoria umgebracht zu haben.
07:14Du standest unter dem Einfluss von Annabelle.
07:16Wenn ich mich damals richtig entschieden hätte, dann wäre Annabelle schon längst verurteilt.
07:21Und Helena könnte noch am Leben sein.
07:25Ich muss es einfach vor Gericht aussagen, damit ich endlich mit mir ins Reine komme.
07:29Ich hoffe, der Richter sieht, dass du aufrichtig versuchst, ein besserer Mensch zu werden.
07:36Hier.
07:39Ich dachte, das könnte dir Freude machen.
07:43Bis morgen.
07:54Danke, Papa.
08:21Sag bloß, du machst Frühstück.
08:24Ich kann dich doch nicht mit leerem Magen ins Gericht gehen lassen.
08:27Ähm, ich fürchte, der Kaffee ist alle.
08:32Dann war das gestern Abend nur ein Vorwand, mich auf den Kaffee einzuladen.
08:35Ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage, euer Ehren.
08:40Ich verurteile dich zu einem Kuss und einem Frühstück ohne Kaffee.
08:45Ich nehme das Urteil an.
08:52Hast du noch genug Zeit für Rühreier mit Schinken?
08:56Oh Gott.
08:57In einer halben Stunde beginnt die Verhandlung.
08:59Frühstück fällt aus.
09:00Ich fahr dich.
09:01Falls du Tee willst, der ist unten rechts neben dem Herd.
09:04Wo sind denn die Tassen?
09:05Oben rechts.
09:07Ah, und für mich nimm bitte die Weiße mit den Rosen.
09:09Aber seid bloß vorsichtig.
09:11Die ist von meiner Großmutter.
09:12Und jedes Mal, wenn ich daraus trinke, dann muss ich an sie denken.
09:18Das ist die Tasse, aus der er an dem Morgen getrunken hat, als er, ja, als ich könnte wetten, dass
09:28Annabelle etwas in den Tee getan hat.
09:30Das wird sich heute nicht nur nachweisen lassen.
09:32Jetzt ist es nur noch eine einfache Teetasse.
09:38Es ist nicht nur eine einfache Teetasse.
09:41Hast du was gesagt?
09:42Ich muss vor dem Prozess noch mal ins Gutshaus.
09:45Wieso das denn?
09:47Vielleicht gibt es doch einen Weg, dass Annabelle den Mord an meinem Vater gesteht.
10:00Theo, du kommst zu spät zur Schule.
10:02Ich komme gleich.
10:04Was ist denn los mit ihm?
10:06Sonst beeilt er sich doch immer so.
10:08Wahrscheinlich hat er heute seinen Trödeltag.
10:09Den hat jedes Kind.
10:11Frag mal meine Mutter.
10:12Willst du das wirklich?
10:13Wer weiß, was sie mir für Geheimnisse über dich erzählt.
10:16Ich glaube, heute erzählt sie dir gar keine Geheimnisse.
10:18Heute sind ihre Gedanken voll und ganz beim Prozess gegen Annabelle Gravenberg und Nora.
10:22Weißt du, wie lange der Prozess geht?
10:24Es rechnen alle damit, dass heute die Urteile gefällt werden.
10:26Meine Mutter will sich sogar extra in den Gerichtssaal schmuggeln, weil sie eigentlich Hausverbot hat.
10:31Warum wundert mich das nicht?
10:32Theo!
10:33Sie hat sich nur ein ganz kleines bisschen über Annabelle Gravenberg aufgeregt, vorgestern im Gerichtssaal.
10:37Das kann man ihr nicht verübeln.
10:40Glaubst du, Nora kommt ins Gefängnis?
10:43Vermutlich, ja.
10:45Hast du Mitleid?
10:49Naja, zumindest kann man ja anerkennen, wenn sich jemand bemüht und die Wahrheit sagt.
10:53Im Gegensatz zu deinem Sohn, da verhänge ich gleich Sanktionen, wenn er sich nicht beeilt.
10:57Theo!
10:57Ich gehe mal gucken, wo er bleibt.
11:00Danke.
11:03Danke.
11:08Tun Sie mir den einen Gefallen und versuchen Sie sich diesmal zu zügeln.
11:12Es war schwer genug, den Saaldiener zu überreden, sie wiederum einzulassen.
11:16Ja, ja, ich schweige wie ein Grab.
11:19Haben Sie Frederik schon gesehen?
11:27Glauben Sie, dass die beiden die ganze Nacht sich auf den Prozess vorbereitet haben?
11:31Offensichtlich.
11:34Bitte erheben Sie sich.
11:47Ich eröffne den dritten Verhandlungstag im Prozess, das Volk gegen Annabelle Gravenberg und Nora von Weyten.
11:55Nach dem gestrigen, überraschenden Geständnis der Angeklagten Frau Gravenberg möchte ich zunächst...
12:01Herr Vorsitzender, im Namen meiner Mandantin möchte ich um das Wort für eine Erklärung bitten.
12:07Bitte?
12:09Meine Mandantin bestreitet nachdrücklich gestern einen Auftrag zum Mord an Helena Bernstein gestanden zu haben.
12:16Das gibt's doch kein Faulamt, Mann.
12:18Bitte um Ruhe.
12:20Fahren Sie fort.
12:20Die gestrige Äußerung meiner Mandantin wurde durch massiven psychischen Druck provoziert und darf als Beweis nicht zugelassen werden.
12:29Haben Sie dem noch etwas hinzuzufügen, Frau Gravenberg?
12:32Ich habe mit dem Mord an Helena Bernstein nichts zu tun.
12:37Herr Vorsitzender, ich beantrage einen neuen Zeugen zum Fall Helena Bernstein zu hören, der die gestrige Aussage untermauern wird.
12:46Wie ist der Name des Zeugen?
12:49Jan Delbrück, ehemals Kommissar bei der Kripo Falkenthal.
12:56Einspruch.
12:57Abgewiesen.
12:58Der Zeuge Delbrück, bitte.
13:02Zeuge Delbrück.
13:16Theo, was ist denn los mit dir?
13:18Mir geht's nicht gut.
13:20Bist doch ein bisschen blass.
13:21Ist das ja krank.
13:23Willst du halt lieber zu Hause bleiben?
13:27Hat deine Krankheit vielleicht was mit deinem verpatzten Aufsatz zu tun?
13:34Theo?
13:36Naja, Frau Reinhardt hat mich so komisch angeguckt, als sie mir den Aufsatz zurückgegeben hat.
13:42Und jetzt denkst du, sie ist böse auf dich?
13:45Also wenn, dann ist sie wohl böse auf mich.
13:47Ich habe dir das Ganze ja eingebrockt, indem ich dir den Aufsatz diktiert habe.
13:51Naja, aber du bist kein Schüler bei ihr.
13:53Ja, Frau Reinhardt wird dir nicht den Kopf abreißen.
13:58Weißt du, was wir machen?
14:00Konrad wird sie anrufen und ihr sagen, dass er für deinen verpatzten Aufsatz verantwortlich ist.
14:05Das muss ja wohl nicht sein.
14:06Doch, das muss sein.
14:07Und du gehst zu Frau Reinhardt und fragst sie, ob du den Aufsatz nochmal schreiben kannst.
14:11Glaubst du, das geht?
14:12Ja, sie wird dir bestimmt noch eine zweite Chance geben.
14:15Dann kann ich meinen ganzen Aufsatz noch von vorne schreiben?
14:18Genau.
14:19Aber dann muss Konrad bei Frau Reinhardt anrufen und ihr sagen, dass es ihm sehr, sehr leid tut.
14:28Ja.
14:32Sie geben also zu, dass Annabelle Grafenberg Ihnen den Auftrag erteilt hat, Helena Bernstein zu töten?
14:38Ja, ja, ist richtig.
14:40Einspruch. Der Mann sitzt wegen Betruges im Gefängnis und ist nicht glaubwürdig.
14:45Dass sich der Zeuge soeben gerade schwer belastet hat, halte ich ihn für durchaus glaubwürdig.
14:51Warum haben Sie getan, was Annabelle Grafenberg von Ihnen verlangte?
14:56Ich brauchte Geld und Frau Grafenberg hat Geld.
15:01Sie wollte mir auch welches geben, aber natürlich nur für eine entsprechende Gegenleistung.
15:05Das ist eine Lüge.
15:07Also nochmal, ich brauchte Geld.
15:10Außerdem habe ich schon mal ein Beweismittel gefälscht im Fall von Harald Becker.
15:13Ich habe dafür gesorgt, dass auf dem entsprechenden Radarfoto Frau van Weyden nicht zu sehen ist,
15:17sondern an ihrer Stadt Luisa Maywald.
15:20Frau Grafenberg wusste das und hat damit gedroht, es öffentlich zu machen.
15:25Sie hat sie erpresst?
15:27Ja.
15:28Wie kam es, dass Helena Bernstein in dem Wagen von Frau Grafenberg verunglückte?
15:35Ich habe die Bremsleitungen am Fahrzeug von Frau Grafenberg manipuliert.
15:41Und dann habe ich dafür gesorgt, dass der Wagen von Frau Bernstein,
15:45also mit dem sie zum Standesamt gefahren werden sollte, aus dem Verkehr gezogen wird.
15:49Und Frau Grafenberg hat dann?
15:51Ihr Fahrzeug zur Verfügung gestellt.
15:54Großzügigerweise.
16:04Ich hatte keine Ahnung, dass der Wagen manipuliert war.
16:07Im Bericht des Kriminaltechnischen Instituts heißt es,
16:10die Bremsen des Unfallwagens waren eindeutig unbeschädigt.
16:14Ja, ja, ja, der Bericht, der Bericht.
16:16Ich hatte natürlich Zugang und den habe ich auch gefälscht.
16:18Hier ist das Original des Unfallberichts.
16:21Daraus geht hervor, dass die Bremsleitungen des Unfallwagens durchtrennt kommen sind.
16:26Von einem ehemaligen Mitarbeiter der Manufaktur, der mich umbringen wollte.
16:31Richtig, der ehemalige Mitarbeiter, der jetzt im Gefängnis sitzt.
16:36Herr Delbrück, können Sie uns dazu auch etwas sagen?
16:41Ich habe den Mann zur Falschaussage überredet und bezahlt, hat die Süße da also Frau Grafenberg.
16:52Ja, ja, ja, nein, ich werde auf gar keinen Fall, werde ich mehr Theos Hausaufgaben machen.
17:00Ja, ja, das verspreche ich Ihnen auch, ja.
17:05Vielen Dank, Frau Reinhardt, ja.
17:07Vielen Dank, wiederhören.
17:10Mann, hat die mich zusammengefaltet.
17:12An Theos Stelle hätte ich auch Angst gehabt, heute in die Schule zu gehen.
17:15Hauptsache, du hast jetzt alles richtig gestellt.
17:18Das habe ich.
17:19Aber sie will uns beim nächsten Elternabend persönlich kennenlernen.
17:22Klingt fast so, als müssen wir bei ihr nachsitzen.
17:24Ach, Konrad.
17:26Wahrscheinlich ist sie einfach nur neugierig auf Theos neue Eltern.
17:32Ich weiß nicht.
17:35Bin ich überhaupt ein guter Vater?
17:37Wegen mir wollte Theo heute nicht in die Schule gehen.
17:40Natürlich bist du ein guter Vater.
17:42Du warst einfach ein bisschen übereifrig.
17:45Wahrscheinlich, weil du dich so gefreut hast, dass Theo eben auch Förster werden will.
17:49Ich will ihm einfach ein gutes Vorbild sein.
17:52Stattdessen bin ich einfach nur sein bester Kumpel.
17:55Ist dir schon mal aufgefallen, dass er ihm zu mir noch nie Papa gesagt hat?
17:59War dein Vater dein bester Kumpel?
18:01Nein.
18:02Eben.
18:03Das ist nämlich das Besondere an dir und Theo.
18:05Du bist Theos Held.
18:07Weil du eben nicht nur sein Vater bist, sondern auch sein bester Kumpel.
18:11Wenn du meinst.
18:15Muss der beste Kumpel eigentlich mit zum Elternabend?
18:19Absolut.
18:22Versuch was wert.
18:25Die Aussage des Zeugen Jan Deldrück und die von den Anwälten vorgelegten Beweise bestätigen damit das Geständnis der Nora von
18:33beiden.
18:35Die Angeklagte Annabelle Grafenberg ist schuldig der Anstiftung zum Mord an Helena Bernstein.
18:42Das gemäß § 26 StGB gleich bestraft wird wie die Tat selbst.
18:48Weiterhin der Anstiftung zur Fahrerflucht und zur unterlassenen Hilfeleistung gegenüber Herrn Harald Becker.
18:55§ 142, 222 und 323 C StGB.
19:01Ich wollte doch nur das Beste für die beiden.
19:03Nein, das wolltest du nicht.
19:05Bitte, Werner, schick mich nicht weg.
19:08Es gibt nichts mehr zu sagen, Annabelle.
19:11Ich werde jetzt einen Spaziergang machen.
19:14Und du hast Zeit genug, dich zu verabschieden.
19:21Wenn ich zurückkomme, will ich dich hier nicht mehr sehen.
19:26Bitte, du musst Hilfe holen.
19:28Schnell.
19:30Hallo, Bill.
19:32Du wirst mich hier nicht sterben lassen.
19:38Ich beantrage hiermit eine lebenslängliche Freiheitsstrafe.
19:43Das wollte ich nicht.
19:44Ich, ich wollte Werner nicht umbringen.
19:50Er hat ihm halt alles angefangen.
19:55Ich hatte keine Wahl.
19:57Frau Gravenberg, was soll das?
20:00Ich glaube, Ihre Mandantin will uns was sagen.
20:04Frau Gravenberg.
20:07Was hätte ich denn tun sollen?
20:09Marie, das dumme Ding.
20:12Sie wollte Werner alles erzählen.
20:15Dass ich sie dazu überredet habe,
20:19die Schwangerschaft vorzutauschen.
20:25Werner wollte mich bestrafen, mich fortschicken.
20:33Ich hätte alles verloren.
20:35Mein Zuhause.
20:38Meine Familie.
20:41Mir blieb nichts anderes über hier.
20:44Ich musste es tun.
20:49Werner wollte Daniel erzählen, dass Marie nicht schwanger war.
20:58Mein Sohn hätte mir das nie verziehen.
21:01Marie hast du auch niedergeschlagen.
21:03Ja.
21:04Marie.
21:06Sie, sie, sie hatte geahnt,
21:09das Werner keines natürlichen Todesstab.
21:13Ich wollte euch alles erzählen.
21:15Das könnte ich doch nicht zulassen.
21:17Viktoria von Weiden hatte mit all dem nichts zu tun.
21:21Warum musste sie sterben?
21:23Viktoria.
21:25Sie wollte mich vergiften.
21:28Sie hatte das Gift mitgebracht,
21:29aber ich habe es gemerkt
21:30und habe die Gläser ausgetauscht.
21:34Und Helena Bernstein?
21:39Ich konnte es nicht ertragen,
21:41dass sie
21:44an der Seite
21:45des Mannes war,
21:48den ich immer geliebt habe.
21:52Ich beantrage hier mit der Anklage
21:54gegen Annabelle Grafenberg
21:55folgende Punkte hinzuzufügen.
21:57Mord an Werner Grafenberg,
22:00versuchte Mord an Marie Vermont
22:02und Mord an Viktoria von Weiden.
22:07Stattgegeben.
22:31Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.
22:35Die angeklagte Annabelle Grafenberg,
22:38geborene Krüger,
22:39geschiedene von Weiden,
22:40wird wegen Anstiftung zum Mord
22:42an Helena Bernstein
22:44zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt.
22:47Weitere Verfahren
22:48wegen Mordes,
22:50Mordversuchs,
22:51Anstiftung zur Fahrerflucht,
22:53unterlassener Hilfeleistung,
22:55gefolgt von fahrlässiger Tötung,
22:57Betrug- und Urkundenfälschung
22:58stehen noch aus.
23:01Angesichts der fehlenden Reue
23:03sowie der Schwere der Taten
23:05ordne ich für die Zeit
23:06nach Ablauf der Haftstrafe
23:10Sicherungsverwahrung an.
23:12Annabelle Grafenberg
23:13soll das Gefängnis
23:13zu Lebzeiten
23:14nie mehr verlassen.
23:17Die Angeklagte trägt
23:18die Kosten des Verfahrens.
23:19Ich ordne die Überführung
23:21in die Justizvollzugsanstalt an.
23:38Ich wollte immer
23:39eine gute Mutter sein.
23:41Auch dir.
23:44Ich bin bereit.
23:47Ruhe!
23:47Die Verhandlung
23:48ist noch nicht geschlossen.
23:50Das Gericht hat
23:51doch über eine weitere Klage
23:52zu entscheiden.
23:54Ich möchte noch
23:55eine Aussage machen,
23:56bevor das Urteil
23:57über mich gesprochen wird.
24:06Ich meine,
24:07so ein Prozess
24:07kann sich natürlich hinziehen.
24:08Alleine,
24:09bis alle Zeugen
24:09angehört wurden.
24:10Uh, Konrad kennt sich aus.
24:12Na, so was weiß man doch.
24:13Hauptsache Annabelle
24:14wird verurteilt.
24:15Das hat sie verdient.
24:17Hallo.
24:18Hi.
24:20Warum guckt ihr so traurig?
24:22Wir gucken gar nicht traurig.
24:24Theo, wie war es
24:25in der Schule?
24:25Super.
24:26Frau Reinhardt war
24:27gar nicht böse auf mich.
24:28Hey.
24:29Und?
24:30Ich darf den Aufsatz
24:31nochmal schreiben.
24:32Super, dann los.
24:33Aber ich weiß noch nicht,
24:34was ich außer Förster
24:35noch werden will.
24:37Das ist klar,
24:38weil Förster
24:39ist natürlich
24:39ein absoluter Traumberuf.
24:41Aber es gibt auch
24:42noch andere tolle Berufe.
24:44Über was willst du
24:45denn am liebsten schreiben?
24:46Äh, was ist mit dir, Elsa?
24:50Äh, Barkeeper,
24:51Empfangsdame, Friseur.
24:52Ach, ich glaube nicht,
24:52dass das was für dich
24:53oder Frau Reinhardt wäre.
24:55Und was ist mit dir?
24:56Ich habe einen Kurierdienst.
24:58Also, ob das ein Traumjob ist?
24:59Also, ich habe meinen Traumberuf gefunden.
25:01Ich bin Porzellanmalerin.
25:03Malen tue ich ja auch gern,
25:04aber nicht auf Porzellan.
25:05Ähm, gibt es da noch
25:06andere tolle Berufe?
25:08Also, Schatz,
25:09ich glaube,
25:09wir haben da ein ernsthaftes Problem
25:11bei der Berufswahl
25:12unseres Sohnes.
25:13Hm.
25:17Sie haben Hagen Ritter
25:19also dabei geholfen,
25:20Frau Grafenberg
25:21eine Falle zu stellen?
25:22Ich sollte ihr Geständnis,
25:23dass sie Viktoria
25:24von beiden umgebracht hat,
25:25mit einer versteckten Kamera
25:27aufzeichnen.
25:28Aber dann habe ich gemerkt,
25:30dass Hagen Ritter
25:31meine Mutter
25:31eigentlich umbringen wollte.
25:33Das wollte ich verhindern
25:35und bin ihr zur Hilfe gekommen
25:38und habe Herrn Ritter
25:39mit einem Katzenleuchter
25:40niedergeschlagen.
25:42Und was ist dann passiert?
25:46Er war bewusstlos.
25:48Ich dachte, er sei tot.
25:51Dann haben wir ihn,
25:52also meine Mutter und ich,
25:55in einem Waldstück abgelegt.
25:56Sie haben den Mann
25:57einfach so hilflos liegen lassen.
26:00Das beruhe ich heute zutiefst.
26:02Ich hätte meine Mutter
26:03damals schon
26:04wegen des Mordes
26:04an Viktoria belasten können,
26:06aber ich habe es nicht getan.
26:08Nachdem ich
26:09Hagen Ritter
26:10niedergeschlagen habe,
26:12hat meine Mutter
26:13mich damit erpresst.
26:15Und so wurde ich
26:16zu ihrer Komplizin.
26:17Um den eigenen Hals zu retten,
26:19haben Sie wissentlich
26:19eine Mörderin gedeckt
26:21und den Tod eines Menschen
26:22billigend in Kauf genommen.
26:24Keine weiteren Fragen.
26:27Möchten Sie noch etwas sagen,
26:28bevor sich das Gericht
26:29zur Beratung zurückzieht?
26:31Frau Anwältin?
26:32Ja, Herr Vorsitzender.
26:35Wir haben im Laufe
26:36dieses Prozesses
26:37viel über Nora van Weyden
26:38erfahren.
26:40Zweifellos hat sie
26:41Schuld auf sich geladen.
26:42Große Schuld.
26:44Aber sie hat nicht
26:46versucht, diese Schuld
26:47von sich zu weisen.
26:48Im Gegenteil.
26:51Und was noch viel wichtiger ist,
26:53wir haben gesehen,
26:54dass Nora van Weyden
26:55ein anderer Mensch geworden ist.
26:56Ein Mensch,
26:57der seine früheren Taten
26:59aufrichtig bereut.
27:01Sie hat Dinge gestanden,
27:02die sie getan hat,
27:03die sie belasten.
27:05Sie hat ihn kaufgenommen,
27:06dass sich ihre Strafe
27:07verschlimmert,
27:08damit die Wahrheit
27:09ans Licht kommt.
27:10Und damit sie mit ihrer
27:12Vergangenheit
27:13endgültig abschließen kann.
27:16Und damit sie ohne Schuld
27:18ein neues Leben beginnen kann.
27:21Ich bitte das Gericht,
27:22dies bei der Entscheidung
27:23zu berücksichtigen.
27:25Ich danke Ihnen,
27:26Frau Norwag.
27:27Das Gericht zieht sich
27:28zur Beratung zurück.
27:31Danke.
27:39Konstanze,
27:40was hast du eigentlich
27:40für einen Beruf?
27:42Meine Schwester ist
27:43Weltreisende
27:43und Lebenskünstlerin.
27:45Ist das ein Beruf?
27:45Nee,
27:46das ist kein Beruf.
27:47Aber eine ziemlich
27:48große Aufgabe.
27:50Von der kleine Brüder
27:51übrigens nichts verstehen.
27:52Groß ist nicht so gut,
27:54sonst wird mein Aussatz
27:55noch viel zu lang.
27:56Da ist ein Pragmatiker
27:58im Werk,
27:58ne?
27:59Hör nicht auf meinen Bruder.
28:00Ich studiere Biologie
28:02und will Lehrerin werden.
28:04Lehrerin?
28:04Ja.
28:05Das würde ich
28:05lieber nicht werden.
28:09Wie wär's denn
28:10mit Polizist?
28:12Mein Sohn
28:13und Polizist?
28:15Ist Polizist denn cool?
28:17Der da schon.
28:20Aber das ist jetzt
28:20nicht dein Ernst, oder?
28:21Polizist ist jetzt
28:22wirklich kein Traumberuf.
28:24Doch, ist es.
28:28Was gibt's denn hier zu gucken?
28:31Ist irgendwas?
28:35Ich gebe zu,
28:36selten ist es mir
28:37so schwer gefallen,
28:38ein Urteil zu fällen
28:39wie in diesem Prozess.
28:41Frau von Weyden,
28:43Sie haben ein umfassendes
28:44Geständnis abgelegt,
28:46wodurch der Prozess
28:47gegen Frau Grafenberg
28:48überhaupt erst möglich wurde.
28:50Sie zeigen ehrliche Reue
28:53und sind damit auf dem Weg,
28:55den eine Bestrafung
28:56Ihnen eigentlich weisen soll.
28:58Doch kann ich mich hier
28:59nicht nur von meinem Gefühl
29:00leiten lassen,
29:01sondern muss auch
29:02dem Gesetz gerecht werden.
29:04Deshalb ergeht im Namen
29:06des Volkes
29:07folgendes Urteil.
29:13Frau Nora von Weyden
29:15wird wegen Fahrerflucht
29:16mehrfach unterlassener
29:18Hilfeleistung
29:19gefolgt von
29:19fahrlässiger Tötung,
29:21Deckung einer Straftat
29:22und wegen Meinheits
29:23zu einer Freiheitsstrafe
29:25von drei Jahren
29:26ohne Bewährung
29:27verurteilt.
29:29Angeklagte
29:29trägt die Kosten
29:30des Verfahrens.
29:35Ich nehme das Urteil an.
29:37Die Verhandlung
29:38ist hiermit geschlossen.
29:43Er konnte nicht
29:44auf Bewährung gehen.
29:46Die Staatsanwaltschaft
29:47hätte sofort Revision
29:47eingelegt.
29:49Aber er ist weit
29:50unter der Höchststrafe
29:51geblieben.
29:53Mit drei Jahren
29:54habe ich gerechnet.
29:56Da wird mein Kind
29:56noch so klein sein,
29:57da wird es die Haft
29:58gar nicht bewusst
29:58miterlegen.
30:01Alles Gute, Nora.
30:04Danke.
30:21Du hast dich davon geschlagen.
30:25Ich bin froh,
30:26dass es jetzt
30:26eine Entscheidung gibt.
30:31Kommst du mich
30:32im Gefängnis besuchen?
30:37Ja, das werde ich.
30:40Bei meiner Aussage
30:41ist mir klar geworden,
30:42dass ich nah dran war,
30:43so zu werden wie Annabelle.
30:46Ihr habt mich davor bewahrt,
30:47du und Luisa.
30:50Wir haben an dich geglaubt.
30:55Wenigstens habe ich
30:56meine Tasche
30:56nicht umsonst gepackt.
30:58Es ist Zeit zu gehen, Nora.
30:59wenn Sie bereit sind.
31:03Auf Wiedersehen, Papa.
31:18Pass auf dich auf.
31:19Ja?
31:21Okay.
31:22Ja, danke.
31:23Okay.
31:25Okay.
31:27Okay.
31:27Okay.
31:46Guck mal, die beiden verstehen sich immer besser.
31:50Kein Wunder bei dem Prachtkerl.
31:53Hey, bist du jetzt schon eifersüchtig,
31:55weil sich Tom und Konstanz
31:56so gut verstehen?
31:57Zum letzten Mal,
31:58ich bin nicht eifersüchtig.
31:59Aber es wurmt dich,
32:00weil du glaubst,
32:01dass Tom jetzt
32:02Theos neuer Held ist.
32:03Quatsch.
32:04Also,
32:05macht er eben kein Wunder
32:06bei dem Job.
32:09Die Handschellen?
32:10Ich glaube,
32:11auf die können wir
32:11bei Ihnen verzichten, Nora.
32:14Alles in Ordnung?
32:16Es war wohl alles
32:17ein bisschen viel heute.
32:18Mein Kind braucht Ruhe.
32:19Keine Sorge,
32:19der Weg zur Haftanstalt
32:20ist nicht weit.
32:22Okay,
32:23es geht schon wieder.
32:25Ihre Mutter sitzt auch im Wagen.
32:27Das ging leider nicht anders.
32:28Aber wenn sie Ärger macht,
32:29dann klopfen sie einfach.
32:30Ich fahre mit,
32:31bis zum Gefängnis.
32:33Okay.
32:49Hallo, Mutter.
32:58Als Polizist muss man vieles können,
33:00nicht nur schießen.
33:01Meinen allerersten Einbrecher
33:02zum Beispiel
33:02habe ich nur deshalb gefangen,
33:03weil ich schneller laufen konnte als er.
33:05Und,
33:05weil ich ein bisschen stärker war.
33:08Guck mal,
33:09das Leben eines Polizisten
33:10scheint ja genau das Richtige
33:11für Theo zu sein.
33:12Er ist ganz hin und weg von Tom.
33:14Habe ich auch schon gemerkt, ja.
33:17Eifersüchtig?
33:18Auf Tom?
33:20Quatsch.
33:20Das Wort Eifersucht
33:21kenne ich überhaupt nicht.
33:23Wow.
33:24Wusstet ihr schon,
33:25dass Tom
33:26seinen ersten Einbrecher gefangen hat,
33:27ohne zu schießen?
33:28Nämlich schießt,
33:29macht er auch nur zu Übung.
33:31Das klingt ja nach
33:32einem richtig aufregenden Aufsatz.
33:33Und wie?
33:34Na,
33:34dann hast du deinen Traumjob ja gefunden.
33:36Das habe ich Tom auch gesagt.
33:38Und er will mir alles zeigen,
33:39damit ich später so ein cooler Polizist werden kann wie er.
33:46Eifersüchtig.
33:53Wenn wir schon zusammen fahren,
33:54können wir uns doch auch unterhalten.
33:57Ich dachte,
33:58du redest nicht mehr mit mir.
33:59Dazu hätte ich auch allen Grund.
34:02Ohne dich säße ich jetzt
34:03in einem Café,
34:04würde Zeitung lesen
34:04und mir überlegen,
34:05ob ich vielleicht abends
34:06in die Oper gehe.
34:08Ja,
34:09das scheint jetzt
34:10für immer vorbei zu sein.
34:13Hör endlich auf,
34:15mir die Schuld
34:15für das zu geben,
34:16was du getan hast.
34:17Du allein bist schuld daran,
34:19dass du jetzt hier bist.
34:20Hör sich einer meiner
34:22undankbare Tochter an.
34:24Ich dachte,
34:25du bist so wie ich.
34:26Aber da habe ich mich wohl getäuscht.
34:29Ich bin froh,
34:30dass ich nicht so bin wie du.
34:33Ich habe irgendwann verstanden,
34:37dass dein Weg nur direkt
34:38in eine Zelle führen kann.
34:40Habe ich was verpasst
34:41oder bist du dich auch gerade
34:42auf dem Weg in eine Zelle?
34:43Wenn meine Zeit im Gefängnis
34:45vorbei ist,
34:45dann fängt mein Leben neu an.
34:49Wie lange wirst du denn
34:50im Gefängnis sein?
34:52Drei Jahre.
34:54Glück gehabt.
34:56Bei mir wird es wohl
34:57ein bisschen länger werden.
34:58Oh Gott.
35:00Hast du Schmerzen?
35:01Oh, ja.
35:03Oh, Baby.
35:04Oh, mein Gott.
35:08Anhalten!
35:08Meine Tochter hat Schmerzen!
35:11Verdammt noch mal!
35:12Hört mich denn niemand?
35:13Anhalten!
35:17Anhalten!
35:20Jetzt sei doch bitte nicht albern.
35:22Denkst du wirklich,
35:22dass Theo Tom mehr mag,
35:23nur weil der Polizist ist
35:24und kein Förster?
35:25Nein.
35:27Es ist nur,
35:28wenn ich mit Theo im Wald bin.
35:30Das ist einfach ein tolles Gefühl,
35:31so als Vater,
35:32der dem Sohn alles beibringt.
35:35Aber Theo kann sich doch
35:36nicht sein Leben lang
35:36für Riehe und Bäume interessieren,
35:38weil es dir ein tolles Gefühl gibt.
35:40Das ist mir auch klar.
35:41Er soll sich für alles Mögliche interessieren,
35:43nur ich hatte einfach nicht damit gerechnet,
35:45dass es so schnell geht.
35:47Das wussten wir doch,
35:48als wir uns für ein Kind entschieden haben
35:49und nicht für ein Baby.
35:51Dass es eben ein bisschen schneller geht.
35:53Ja, das kann man so sagen.
35:55Und jetzt wird eben nicht mehr
35:56Windetou gespielt,
35:57sondern Räuber und Gendarm.
35:59Und du musst mitspielen
36:00und nicht beleidigt sein.
36:15Beeilen Sie sich,
36:16es geht dir wirklich schlecht.
36:17Frau van Weiden?
36:18Frau van Weiden?
36:20Nora, halten Sie durch.
36:22Wir bringen Sie zum Arzt.
36:46Was ist denn vor?
36:51Ich hab dir doch gesagt,
36:52ich lasse mich nicht einsperren.
36:53Was ist denn hier?
36:59Oh, nein!
37:01Nein!
37:03Bleib stehen!
37:06Bleib stehen!
37:08Bleib auf!
37:09Sonst was?
37:09Willst du mich erschießen?
37:11Sei nicht dumm, komm mit mir.
37:12Ich hab vorgesorgt.
37:13Ich hab einen Plan an Reserve.
37:15Es gibt keine Pläne mehr.
37:16Du wartest jetzt hier,
37:17bis die Polizei kommt.
37:18Du kannst sie nicht aufhalten.
37:23Du kannst sie nicht aufhalten.
37:47Du kannst sie nicht aufhalten.
37:48Herr Großer, wie sieht's aus?
37:51Fast fertig.
37:52Echt?
37:54Darf ich mal lesen?
37:55Klar.
38:01Wenn ich mal groß bin, will ich Polizist werden.
38:05Dann passe ich auf die Autos auf und auf die Einbrecher.
38:10Aber vor allem kann ich immer helfen, wenn ein Kind wegläuft oder ein Hund.
38:15Und ich kann schießen.
38:17Aber nur manchmal, wenn es sein muss.
38:21Super.
38:22Ehrlich?
38:25Indianerloses Ehrenwort.
38:26Bist du böse auf mich, weil ich kein Förster mehr werden will?
38:29Nein.
38:30Förster und Polizist ist sowieso fast das Gleiche.
38:34Ich muss im Wald aufpassen, dass alles in Ordnung ist.
38:36Ich muss den Tieren helfen.
38:38Und schießen muss ich auch manchmal.
38:40Aber nur manchmal, wenn es sein muss.
38:42Wie ein Polizist.
38:43Genau.
38:45Und damit du ein richtig guter Polizist wirst, habe ich dir was mitgebracht.
38:51Für mich?
38:53Willst du mal reingucken?
38:54Mhm.
38:57Wow, super. Danke, Papa.
39:05Wenn du willst, können wir gleich ein bisschen üben.
39:07Ich bin der Räuber, du der Gendarme.
39:08Ja, komm gleich mit raus.
39:29Hier bist du also.
39:32Ganz allein?
39:34Ich habe so ein komisches Gefühl.
39:38Wie wenn es noch nicht vorbei ist.
39:40Das muss die Gewohnheit sein.
39:43Schredderin.
39:45Du hast so viele Jahre versucht, Annabelle dran zu kriegen.
39:51Wahrscheinlich erst durch.
39:57Und jetzt ist er endlich im Gefängnis.
40:01Ich wäre froh, wenn das schon vor Jahren passiert wäre.
40:05Hättest du Falkenthal dann überhaupt wieder verlassen?
40:10Wahrscheinlich nicht.
40:13Und ich wäre wahrscheinlich niemals nach Falkenthal gekommen.
40:19Und wir beide hätten es wahrscheinlich niemals kennengelernt.
40:25Ich erinnere mich dran, dass ich Annabelle eine Karte ins Gefängnis schicke und mich dafür bedanke.
40:35Und was hast du jetzt vor?
40:36Ich meine, du bist doch nur wegen Annabelle nach Falkenthal zurückgekommen.
40:44Könntest du dir vorstellen, zu bleiben?
40:55Gott, helfen Sie mir bitte.
40:56Lassen Sie die Waffe fallen.
40:58Mein Baby.
40:59Sofort die Waffe fallen lassen.
41:03Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern.
41:05Alles, was sie jetzt sagen kann, wird bei Gericht gegen sie verwendet werden.
41:08Ich habe damit nichts zu tun.
41:09Das war meine Mutter.
41:10Das wissen Sie doch.
41:11Alles, was ich weiß, ist, dass ich niedergeschlagen wurde.
41:13Ein Kollege ist schwer verletzt.
41:14Ihre Mutter ist flüchtig und Sie sind offenbar nicht in der Lage zu fliehen.
41:17Das stimmt nicht.
41:18Ich wollte nicht fliehen.
41:19Nora van Weiden, ich nehme Sie hiermit vorläufig fest.
41:22Wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Flucht,
41:24Widerstands gegen die Staatsgewalt und versuchten Mordes an einem Polizeibar.
41:32Als Nora das Urteil gehört hat, ist sie in Panik verfallen
41:35und als Annabelle ihr dann vorgeschlagen hat, gemeinsam zu fliehen,
41:38ist sie darauf eingegangen.
41:39Ich weiß es nicht.
41:39Aber Nora hat dafür gesorgt, dass Annabelle verurteilt wurde, Richard.
41:43Ich habe nicht auf den Beamten geschossen.
41:46Ich wollte auch nicht fliehen.
41:47Können Sie mir erklären, wie diese Schlüssel zu Ihren Kleidern kommen?
41:50Das sind nicht meine.
41:51Ich habe diese Schlüssel noch nie gesehen.
41:52Das sind meine.
41:53Sie hätten sie wegwerfen sollen,
41:55nachdem Sie Ihrer Mutter damit die Handschellen geöffnet haben.
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