- vor 2 Tagen
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:00Musik
00:33Musik
00:34Musik
00:34Musik
00:39Musik
00:45Musik
00:54Christoph
01:03Wir müssen aufstehen.
01:05Nicht aufhören.
01:08Es ist früh, die Mist.
01:09Noch fünf Minuten.
01:11Es ist schon halb sieben.
01:18Hey.
01:20Raus mit dir.
01:21Wie kann man so ein Herz bloß sein?
01:27Da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da.
01:37Hast du heute Nachmittag Zeit?
01:39Wofür denn?
01:40Hey.
01:42Na, Jonas kommt noch.
01:44Wann kommt denn der Zug an?
01:45Um halb zwei.
01:46Boah, das schaff ich niemals.
01:49Hey, wir haben uns eilig.
02:01Und tut mal los.
02:03Nicht so schüchtern, ihr drei.
02:06Fick, Trick und Trak.
02:07Ich weiß immer noch nicht, wer wer ist.
02:10Wie heißt eigentlich das Weibchen?
02:12Das kann man sich ganz leicht merken, Frau Doktor Mertens.
02:15Da gibt es eine Eselsbrücke.
02:16Das Weibchen heißt Trak wegen Vertrackt.
02:20Das müssen Sie mir aber schon genauer erklären.
02:24Aber ihr Weibchen, ich meine, die Frauen sind doch manchmal ganz schön vertrackt mit den Damen, oder nicht?
02:31Wer ist denn das da oben?
02:32Das ist Tick.
02:33Der hat einen Säuberungstick.
02:35So oft wie der sich das Fell putzt.
02:38Na, Tick, möchtest du nicht mit deinen Geschwisterchen spielen?
02:43Hey.
02:44Haben Sie sonst irgendwas Ungewöhnliches gemerkt?
02:46Ja, nur, dass er ruhiger ist, wie die beiden anderen, und viel weniger frisst.
02:51Mhm.
02:52Hat er heute schon was gefressen?
02:53Ja, seit gestern Morgen nichts.
02:57Gut, dann bringen Sie das Tier in den Einzelkäfig und sehen Sie jede Stunde nach ihm.
03:01Vielleicht ist es nur falscher Alarm, aber wenn es ein Infekt ist, dann ist das in dem Alter keine leichte
03:06Angelegenheit.
03:06Ist in Ordnung.
03:08Übrigens, ich habe vier Tage Urlaub genommen, mein Sohn ist zu Besuch.
03:11Also, Sie können mich natürlich jederzeit anrufen, aber bitte nur in dringenden Fällen.
03:14Naja, wie immer.
03:21Das Fundament der Tropenhalle ist um fast 30 Zentimeter abgesunken.
03:25Wie konnte denn das passieren?
03:27Das können verschiedene Ursachen haben.
03:29Jedenfalls müssen wir es seitlich wieder aufmachen und unterspritzen.
03:33Rufen Sie Wegebrecht an wegen der Mehrkosten.
03:35Ich habe heute Nachmittag Aufsichtsratssitzung.
03:38Da brauche ich die Zahlen.
03:39Sofort.
03:41Das sieht sehr hübsch aus.
03:43Ja, danke.
04:06Jonas, wir sind hier.
04:08Ey Jonas, du bist ja schon wieder gewachsen.
04:11Ist ja unglaublich.
04:12Hallo.
04:13Was machen Jungs an dem Alter immer so?
04:15Schicke Jacke.
04:17Na, und wie geht's Papa?
04:19Ich schätze gut.
04:20Hat er dich in Berlin zum Bahnhof gebracht?
04:22Nein, er musste kurz vor sich noch zum Flughafen.
04:26Wollen wir geparkt?
04:28Da vorne, links.
04:30Magst du mir die Tasche geben?
04:31Nee, geht schon.
04:34Danke.
04:36Entschuldigung.
04:36Entschuldigung.
04:38Um welche Summe geht es denn?
04:41Wir reden hier von einem Baustopp von ungefähr drei bis vier Wochen.
04:45Wir brauchen alles in allem ca. 300.000 Euro.
04:50Das heißt, die Stadt muss den Rahmen ihrer Bürgschaft um diese Summe erhöhen.
04:54Müssen tun wir gar nichts.
04:58Aber gut, ich werde dir die Angelegenheit im Finanzausschuss vorstellen.
05:01Das war's dann.
05:06Auf Wiedersehen.
05:09Es ist natürlich nicht Ihre Schuld, dass es ein Problem am Bau gibt.
05:14Aber alle werden Sie verantwortlich machen.
05:17Worauf wollen Sie hinaus, Herr Oberbürgermeister?
05:20Es ist doch ein ungünstiger Zeitpunkt, um sich unbeliebt zu machen.
05:24Ich meine Ihren Arbeitsvertrag.
05:26Ein Vertrag?
05:28Was hat der damit zu tun?
05:30Er läuft in zwei Wochen aus.
05:34Schönen Tag noch.
05:45Wir starten hier.
05:47Und die erste Etappe sind 40 Kilometer. Bis da.
05:50Sag mir mal, ob da noch was fehlt.
05:56Tymia.
05:58Und dann machen wir die Zelte auf.
06:00Du hast sogar keine Lust zu Zelten.
06:02Doch, doch. Schon.
06:03Hallo.
06:04Hallo, Jonas.
06:05Hallo, Christoph.
06:06Schön mal wieder hier zu sein.
06:08Ja.
06:11Hallo.
06:12Hallo.
06:12Neuerdings wird wieder laufen geknutscht.
06:14Ich halte das für eine ziemlich verrückte Idee, bei diesen Temperaturen zu zelten.
06:19Wir können ja auch alleine fahren, Jonas und ich.
06:21Das kommt überhaupt nicht in Frage.
06:23Was gibt's denn?
06:27Oh.
06:28Lecker.
06:30Hunger.
06:50Und? Wie fühlst du dich?
06:52Müde.
06:53Hast es ja bald geschafft.
06:55Ja.
06:57Schön, dass du da bist.
07:00Sollen wir das Kaffee trinken morgen nicht lieber absagen?
07:02Nein.
07:05Jonas schon so lange nicht gesehen.
07:08Ich freue mich so, dass die ganze Familie immer wieder zusammen ist.
07:14Aber nur eine Stunde.
07:17Und du wirst sie schon rechtzeitig rausschmeißen.
07:24Georg.
07:25Sorg dich nicht so um mich.
07:28Ich muss die Chemo durchstehen, nicht du.
07:31Bitte.
07:32Ja.
07:41Na komm, hm.
07:42Du frisst doch.
07:44Hast du keinen Hunger, hm?
07:47Na komm.
07:48Kannst du mir bei den Okapis helfen?
07:49Moment.
07:50Na komm, friss mal.
07:52Du friss mal.
07:53Was ist denn los mit ihm?
07:54Also irgendwas stimmt mit ihm nicht.
07:56Er hat seit zwei Tagen nichts mehr gefressen.
07:59Du willst da doch nicht einfach reingehen?
08:01Das hat Dr. Fährmann ausdrücklich verboten.
08:03Was Fährmann nicht weiß, macht ihn nicht heiß.
08:06Eine alte Pflegerregel.
08:07Ich will ihm das vielleicht direkt geben.
08:09Vielleicht frisst er dann.
08:10Trotzdem, Conny.
08:12Du weißt doch, was das letzte Mal passiert ist.
08:14Du hast wohl Angst um mich?
08:15Wie schön.
08:17Sabine hätte tot sein können.
08:19Das damals war ein ausgewachsener Tiger.
08:21Mit dem hier wäre das schon fertig.
08:26Na komm mal her, mein Kleiner.
08:28Guck mal hier.
08:29Feines Leckerli.
08:36Was ist denn das?
08:37Sieht aus wie Erbrochenes.
08:40Komm, probier's mal.
08:43Okay, jetzt kommt er wieder raus.
09:08Jonas.
09:10Was ist los?
09:12Hm?
09:13Nichts.
09:14Hast du mit Papa gestritten?
09:15Nein, der ist ja sowieso immer weg.
09:17Hast du was angestellt?
09:18Ist irgendwas in der Schule?
09:19Nein!
09:21Wenn ich dir verspreche, dass ich nicht schimpfe, sagst du mir dann, was los ist?
09:26Ach, Mama.
09:28Sonne, Conny hat angerufen.
09:29Du sollst dringend in den Zoo kommen.
09:30Einer von den jungen Tigern ist krank.
09:32Ich kann jetzt nicht.
09:33Du, er sagtest, es ist sehr dringend.
09:36Geh halt.
09:37Ich muss eh noch meine Sachen auspacken.
09:39Komm, fahr hin.
09:40Ich bin auch noch da.
09:42Jonas, wenn du Lust hast, spiel mal nachher eine Runde Fußball.
09:44Ja, später.
09:47Ist das wirklich in Ordnung für dich?
09:51Ich beeil mich und wenn ich zurück bin, dann sprechen wir, ja?
09:54Ja.
10:15Was ist los?
10:17Er sitzt nur da und frisst nicht.
10:20Dann muss ich ihm Blut abnehmen.
10:22Ich komme mit rein und halte ihn fest.
10:24Das kommt überhaupt nicht in Frage.
10:26Im Gegensatz zu Ihnen halte ich mich an die Anordnungen.
10:28Manchmal.
10:30Ich muss Dr. Fehrmann um Erlaubnis fragen.
10:45Herr Direktor?
10:46Wo ist der Vertrag?
10:49Welcher Vertrag?
10:50Mein Arbeitsvertrag, den ich Ihnen vor ein paar Monaten gegeben habe.
10:53Ach so.
10:54Das sind übrigens die Bestelllisten für die Futtermittel.
10:57Moment bitte.
11:02Bitte.
11:05Herrenbrück hat recht.
11:06Der läuft in zwei Wochen aus.
11:09Das habe ich völlig vergessen.
11:11Sie hätten mich daran erinnern müssen.
11:13Ich habe Ihnen den Vertrag für den entsprechenden Tag in die Wiedervorlage-Mappe gelegt.
11:17Im Kalender habe ich es eingetragen.
11:18Gesagt habe ich es Ihnen auch, aber Sie...
11:20Schon gut, schon gut.
11:21Frau Wittig, das ist eine Katastrophe.
11:24Aber ich verstehe Sie nicht.
11:25Die Verlängung des Vertrages ist nur eine Formsache.
11:27Für jemanden wie unseren Herrn Oberbürgermeister, der mich absägen will,
11:31ist das genau der richtige Zeitpunkt.
11:34Kann ich Sie kurz sprechen?
11:39Ich denke, Sie haben frei.
11:41Einer der kleinen Tiger ist krank.
11:43Ich müsste ihm Blut abnehmen.
11:44Ja und, worauf warten Sie noch?
11:46Auf Ihre Genehmigung.
11:50Wieso?
11:50Das ist Ihre Anweisung.
11:52Der Tiger ist jetzt über drei Monate alt.
11:53Also kein direkter Kontakt ohne Ihre Erlaubnis.
11:56Ach ja, richtig.
11:57Können Sie ihn narkotisieren?
12:00Ja, natürlich, aber das ist riskant, solange ich nicht weiß, was er wirklich hat.
12:03Entscheiden Sie.
12:06Das ist ein Grenzfall.
12:08Also, ich würde es lieber ohne Narkose versuchen.
12:11Gut.
12:11Passt das?
12:13Ja.
12:15Ja.
12:16Ja.
12:42Guten Tag.
12:43Guten Tag.
12:43Guten Tag.
12:44Ist Herr Mertens da?
12:45Haben Sie einen Termin?
12:46Es ist dringend.
12:48Es tut mir leid, aber Herr Mertens ist geschäftlich in Brüssel.
12:51Aber er wollte doch erst morgen fliegen.
12:52Ja, der Termin ist vorverlegt worden.
12:54Hat er Jonas mitgenommen?
12:56Ich glaube nicht, dass ich Ihnen darüber Auskunft geben kann.
12:58Ich bin Anna Möller.
12:59Ich bin Jonas Lehrerin.
13:01Es ist wirklich wichtig.
13:03Soweit ich weiß, ist Jonas in Leipzig.
13:05Bei seiner Mutter.
13:06Soll ich Ihnen einen Termin machen bei Herrn Mertens?
13:08Das ist nicht nötig.
13:10Danke.
13:10Wiedersehen.
13:12Wiedersehen.
13:15Ist ja gut, mein Kleiner.
13:17Du brauchst keine Angst zu haben.
13:18Wir kümmern uns um dich, ja?
13:20Alles wird gut.
13:21Ganz ruhig.
13:22Ganz ruhig.
13:23Und?
13:24Was hat er?
13:25Der Bauch ist verhärtet.
13:29Und das bedeutet?
13:31Magen-Darm-Infekt.
13:34Ganz ruhig.
13:35Alles wird gut, mein Süßer.
13:44Eine, zwei.
13:46Ähm.
13:49Jonas.
13:53Hein?
13:53Eins.
13:54Danke.
13:55Genau.
13:57Eins, zwei, drei.
13:59Das bin ich?
14:00Ja.
14:01Das nächste zurück.
14:03Zwei.
14:04Okay.
14:05Eins, zwei.
14:07Oh, das ist mal weiß geworden.
14:10Bin ich dran?
14:11Ja.
14:14Hallo?
14:15Hallo, Anna Möller hier.
14:17Kann ich bitte mit Susanne Mertens sprechen?
14:19Nein.
14:21Nein, hier gibt es keine Susanne Mertens.
14:23Jonas?
14:24Auf Wiedersehen.
14:25Jonas, bist du das?
14:31Wer war sie?
14:32Ach, hat sich jemand verwählt.
14:34Eins, zwei, drei, vier, fünf.
14:37Ey, ihr habt mich ausgelassen.
14:38Ja, na klar.
14:38Gut, dann eben am Montag.
14:40Wiederhören.
14:45Ja?
14:47Ich würde gerne mit Ihnen über den jungen Tiger sprechen.
14:49Ich habe sein Blut untersucht.
14:51Und?
14:52Ich habe erhöhte Entzündungswerte gefunden.
14:54Es könnte eine Infektion sein.
14:56Das kommt bei Jungtieren gar nicht so selten vor.
14:58Er endet aber meistens tödlich.
15:00Was schlagen Sie vor?
15:01Ich würde ihm gerne ein Breitband-Antibiotikum geben
15:04und seinem Geschwistern Blut abnehmen.
15:06Die könnten sich auch angesteckt haben.
15:08Und dann?
15:09Dann habe ich hoffentlich endlich Zeit für meinen Sohn.
15:12Einverstanden?
15:16Gibt es Probleme?
15:20Ja, die Truppen alle.
15:22Wir brauchen eine neue Bürgschaft von der Stadt.
15:26Schönen Urlaub.
15:28Alles Gute.
15:38Alles Gute.
15:39Hast du Flache verlernt, oder was?
15:42Was soll das denn?
15:45Schau, also der Kuchen war wieder mal krasse.
15:47Hilf mir raus?
15:48Ein bisschen flach vielleicht.
15:49Und ihn hat Papa getracken.
15:52Was?
15:54Papa, das ist der beste Kuchen, den ich je gegessen habe.
15:57Der ist ja wirklich sehr gut gelungen, mein Schatz.
16:01So.
16:05Das sind keine guten Nachrichten.
16:08Und der OB wird Ihnen die Bürgschaft definitiv nicht erhöhen.
16:12Oder nur eventuell nicht.
16:17Im Vertrauen.
16:19Er würde mich am liebsten zum Mond schießen.
16:23Was denken Sie, wann Sie den Jahresabschluss haben?
16:25Ich denke mal ein bis zwei Tage.
16:27Und?
16:29Ich würde mal sagen, was das letzte Jahr anbelangt, müssen Sie sich keine Sorgen machen, Herr Fährmann.
16:34Ach, und geben Sie mir mal die Unterlagen zu Ihrem eingestürzten Erdreich.
16:40Ich hatte da erst zwei Prüfungen bei zwei Unternehmen hier in Leipzig, die genau dasselbe Problem hatten.
16:51Christoph, willst du auch einen Cognac?
16:53Sehr gerne.
16:56Mama sieht richtig gut aus.
17:01Geht's dir auch so gut?
17:03Übermorgen haben wir einen Termin bei Dr. Lauterbach, dann wissen wir mir, Susanne, ich will dir was zeigen.
17:13Eine Kreuzfahrt im Nordmeer, nach Spitzbergen.
17:16Diese Reise wollen Charlotte und ich ein Leben lang machen.
17:19Ich habe diese Tickets vor zwei Monaten gekauft, als es ihr so gut ging.
17:22Aber das ist ja schon in vier Wochen.
17:24Ja, und ich weiß nicht, ob sie's bis dahin schafft, dass die Werte wieder normal sind.
17:27Wenn ich die Reise jetzt storniere, dann...
17:30Ach, Papa.
17:33Dann ist es doch so, als ob ich die Hoffnung aufgegeben hätte.
17:36Weißt du, was ich an deiner Stelle machen würde?
17:39Du kaufst einfach schon zwei richtig warme Jacken fürs Nordkapp, hm?
17:44Gute Idee.
17:45Was ist denn jetzt mit dem Cognac?
17:48Und regendicht sollten sie sein, ja.
17:54Jonas!
17:55Jonas, hör auf!
17:57Jonas, spinnst du!
18:00Jonas, was machst du denn da?
18:02Hey, was soll denn das?
18:04Bist du noch bei Trost?
18:05Was soll denn das?
18:08Jonas!
18:11Was war denn los?
18:12Nichts!
18:23Meinst du nicht, du bist mir eine Erklärung schuldig?
18:27Oma und Opa haben sich so auf dich gefreut.
18:29Warum machst du denn sowas?
18:31Rebecca hat gesagt, ich kann nicht rechnen.
18:33Da bestand es 18 zu 14 für mich.
18:36Jonas, du bist kein Baby mehr.
18:38Du bist alt genug, um zu wissen, dass du dich so nicht benehmen kannst.
18:41Dann fahr ich halt wieder nach Berlin.
18:43Wenn ihr mich hier nicht haben wollt.
18:44Ich hab kein Wort davon gesagt, ja?
18:46Aber gedacht.
18:47Du willst mich hier nicht haben, stimmt's?
18:49Jonas, ich will dich einfach nur verstehen.
18:52Aber dazu musst du verdammt nochmal mit mir reden.
18:54Du willst mich hier nicht haben.
18:57Wenn du dich nicht zusammenreißt, ja, dann will ich dich nicht hier haben.
19:00Aber du kannst dir bis morgen ja mal überlegen, wie das hier weitergehen soll.
19:03So jedenfalls nicht.
19:10Mit der Drogen, oder was?
19:14Wie kommst du denn da auf?
19:15Da ist mir plötzlich sowas von fremd.
19:20Schatz, das glaub ich nicht.
19:23Ich denke, Jonas steht unter Druck.
19:26Dem liegt irgendwas auf der Seele und der hat noch nicht den Mut, das rauszulassen.
19:29Hm?
19:30Wir Jungs sind ja nicht so schnell wie ihr Mädchen.
19:32Das weiß ich von mir.
19:34Ich glaub, du musst ihn einfach mal ein bisschen in Ruhe lassen.
19:37Psst.
19:38Das fällt mir aber ziemlich schwer, wenn er Blumentöpfe zertrümmert und überhaupt nicht zugänglich ist.
19:45Vielleicht sollte ich Klaus anrufen.
19:47Mhm.
19:50Kriege ich einen Kuss?
19:51Nein.
19:52Du bist ein ganz klein.
19:53Nein, ich bin sauer.
19:54Und das tut auch nicht auf mich.
19:56Ein klein.
20:00Jetzt will ich mehr.
20:02Komm her.
20:02Komm her.
20:05Ich hab das gemein.
20:26Der neue Sachsen-Tunnel.
20:28Geht ein bisschen schneller voran als ihre Tropenhalle, Doktor Führmann.
20:32Tut mir leid, dass Sie warten mussten.
20:34Kann ich Ihnen was anbieten?
20:35Nein, danke.
20:36Sie haben also mit dem Finanzausschuss gesprochen.
20:38Ja.
20:39Die Stadt übernimmt die neue Bürgschaft.
20:42Das freut mich.
20:43Moment.
20:44Es gibt da eine kleine Bedingung.
20:47Wie Sie wissen, haben wir allerhand finanzielle Verpflichtungen.
20:51Ich sehe da Herausforderungen auf uns zukommen.
20:54Die Verbreiterung der Ringstraße.
20:55Die Theatersubventionen und nicht zuletzt die Fertigstellung vom Sachsen-Tunnel.
21:00Kommen Sie doch bitte zum Punkt.
21:01Ich fürchte, wir müssen im Gegenzug die Subventionen für den Zoo um 40 Prozent kürzen.
21:10Das kann nicht Ihr Ernst sein.
21:1340 Prozent sind absolut nicht tragbar.
21:16Wenn Sie nicht in der Lage sind, ohne diese immensen Subventionen Ihr Unternehmen zu führen,
21:22dann weiß ich beim besten Willen nicht, wie ich mich dafür einsetzen soll,
21:26dass Ihr Arbeitsvertrag verlängert wird.
21:28Das kriegen Sie im Aufsichtsrat nicht durch.
21:31Ich.
21:32Vertrauen Sie mir.
21:37Sie haben das Angebot verstanden.
21:40Wir werden es auf der nächsten Sitzung dann fixieren.
21:48Auf Wiedersehen, Herr Oberbürgermeister.
22:12Die Temperatur ist erhöht.
22:15Das Antibiotikum scheint nicht angeschlagen zu haben.
22:18Vielleicht ist das gar keine Infektion.
22:20Lass mal sehen.
22:21Hat der Stuhlgang?
22:22Oder noch mal erbrochen?
22:23Nix.
22:25Der Bauch ist ganz hart.
22:28Entschuldige.
22:28Sehr gut.
22:29Na, wir müssen eine Ultraschallübersuchung machen.
22:38Na, ist ja gut.
22:52Hallo?
22:56Hallo?
22:58Wollen Sie zu uns?
23:00Wohnt ihr Frau Dr. Mertens?
23:02Ja.
23:04Freut mich.
23:05Ich bin Anna Möller.
23:06Jonas Lehrer.
23:08Sie kommen extra aus Berlin hierher.
23:10Ja, ich würde gerne mit Jonas Mutter persönlich sprechen.
23:12Dann kommen Sie bitte rein.
23:13Danke.
23:18Kann ich Ihnen was anbieten?
23:20Ja, ein Wasser vielleicht, danke.
23:23Susanne ist noch im Zoo.
23:25Ja, Jonas Mutter hat einen ziemlich ungewöhnlichen Beruf, ich weiß.
23:28Er hat ein paar Mal davon in der Schule erzählt.
23:30Wollen Sie mit Jonas reden?
23:31Er ist oben.
23:32Ich denke, ich sollte zuerst mit Frau Mertens reden.
23:35Also, sie müsste bald da sein.
23:36Aber ich kann sie natürlich anrufen.
23:38Ist nicht nötig.
23:39Vielleicht schau ich mir mal selber in den Zoo an.
23:41Hier ist kaum noch Darmtätigkeit zu sehen.
23:45Ich befürchte einen drohenden Darmverschluss.
23:47Und woher kommt das?
23:49Ich habe da so eine Vermutung.
23:52Na, du?
23:54Wir werden schon auf dich aufpassen.
23:56Können Sie ihn in den Käfig?
23:58Ja.
23:58Ja.
24:06Dieses...
24:07Ruhig wäre man ruhig.
24:08Ich denke, er hat einen Vizua.
24:11Wer?
24:11Der Tiger.
24:12Ein Haarballen im Magen.
24:14In leichten Fällen können wir versuchen, mit Malzextrakt den Haarballen aufzulösen, aber...
24:19Aber hier haben wir einen schweren Fall.
24:20Ja.
24:21Deshalb würde ich für eine Operation plädieren.
24:22Ich befürchte, wenn ich nicht sofort operiere, stirbt er an einem Darmverschluss.
24:26Wie stehen die Chancen bei einer OP?
24:29Naja.
24:30Eine Operation am Magen ist immer ein Risiko.
24:32Noch dazu bei einem Jungtier.
24:34Gut.
24:35Dann versuchen Sie es zuerst mit dem Abführmittel.
24:37Geben Sie ihm das Malzextrakt.
24:41Aber nur, dass Sie es wissen.
24:42Ich halte das für einen Fehler.
24:43Dann ist es eben mein letzter Fehler, den ich hier mache.
24:47Wie meinen Sie das?
24:49Der Finanzausschuss genehmigt eine weitere Bürgschaft nur...
24:52wenn ich im nächsten Jahr auf 40 Prozent der Subventionen für den Zoo verzichte.
24:59Was?
25:01Da können wir ja praktisch zu machen.
25:04Und wenn Sie darauf nicht eingehen?
25:07Dann wird mein Arbeitsvertrag nicht verlängert.
25:10Hast du das etwa so gesagt?
25:12Nicht direkt, aber dafür unmissverständlich.
25:15Und wenn Sie nicht auf die Bedingungen der Stadt eingehen, dann macht das der neue Direktor?
25:20Mit Sicherheit.
25:23Aber ich habe noch so etwas wie Ehre im Leib.
25:26Ich werde meinen Zoo nicht verraten.
25:31Das ist sehr ehrenhaft von Ihnen, Dr. Fehrmann.
25:34Aber diese Haltung können Sie Ihren Job kosten.
25:36Ich weiß.
25:56Entschuldigung.
25:57Ja?
25:57Wissen Sie, wo ich Dr. Mertens finden kann?
25:59Ja, das bin ich.
26:00Was kann ich für Sie tun?
26:01Ich bin Anna Müller.
26:03Unas Lehrerin.
26:04Kann ich kurz mit Ihnen reden?
26:06Ja, selbstverständlich.
26:10Ihr Sohn macht mir wirklich Sorgen.
26:12Um Gottes Willen, warum?
26:13Er hat sich in ganz kurzer Zeit sehr negativ entwickelt.
26:15Er ist aufmüpfig, schwänzt.
26:17Wahrscheinlich wissen Sie das gar nicht.
26:19Nein.
26:20Klaus, mein Ex-Mann, hat mir nichts davon gesagt.
26:23Haben Sie mit ihm besprochen?
26:24Weiß er denn Bescheid?
26:25Doch, doch.
26:26Er hat ihn eine Zeit lang sogar persönlich morgens zur Schule gebracht.
26:28Aber Jonas ist einfach wieder hinten rausgegangen.
26:31Das passt gar nicht zu Jonas.
26:33Das ist leider noch nicht alles.
26:35Ja?
26:36Jonas hat versucht, die Aufgaben für die nächste Mathearbeit aus der Tasche eines Kollegen zu klauen.
26:42Das kann ich gar nicht glauben.
26:44Das ist, als würden Sie von einem völlig fremden Menschen sprechen.
26:48Kriegt er jetzt einen Verweis oder was bedeutet denn das jetzt?
26:51Ich konnte den Kollegen davon abhalten, die Sache an die große Glocke zu hängen.
26:56Das ist ja nett von Ihnen. Aber warum machen Sie das?
26:59Weil ein solcher Betrugsversuch zusammen mit seiner Vorgeschichte ziemlich sicher einen Schulverweis bedeutet.
27:04Sagen Sie, setzen Sie sich für alle Ihre Schüler so ein?
27:09Ich meine, Sie kommen extra nach Leipzig, Sie verschweigen einen Betrugsversuch.
27:14Also ehrlich gesagt, Klaus und ich, wir...
27:21Sie haben ein Verhältnis.
27:23Ja.
27:24Wir haben beide nicht gewusst, was wir damit anrichten.
27:27Nein.
27:29Das erklärt Jonas' Verhalten zumindest ein bisschen.
27:32Kannst Du klicken.
27:41Wir freuen uns im Internet.
27:49Alle Eternatoren in prin filmed all dem von.
27:49voll dich räumen.
27:53Dass wir gerade nicht Hermann noch sagen dürfen.
28:03Wie lange brauchst du noch?
28:04Ich bin gleich fertig.
28:06Wo ist Jonas?
28:07Der müsste in seinem Zimmer sein.
28:08Ich bin sofort wieder hier.
28:10Wollen Sie auch was mitessen?
28:12Wir versuchen gerade chinesisch.
28:13Klar, warum eigentlich nicht?
28:15Anne, Rebecca.
28:17Nehmen Sie doch Platz.
28:19Kann ich was mithelfen?
28:21Wir sind hoffentlich gleich fertig.
28:23Wollen Sie auch ein Glas Weißwein?
28:24Gerne.
28:26Er ist nicht da.
28:27Rebecca, weißt du was?
28:28Hat er dir was gesagt?
28:29Nein, er war ja sowieso nur komisch.
28:32Du, der wird irgendwo draußen sein.
28:33Christoph, der ist weggelaufen.
28:35Wie kommst du denn darauf?
28:36Seine Jacke ist weg, seine Tasche ist weg.
28:38Alles ist weg.
28:39Rebecca, pass dir mal auf den Herd auf.
28:41Ich gucke mal in der Garage rücken.
28:44Entschuldigung.
28:46Ich glaube, der will nur provozieren.
28:48Wenn es dunkel wird, wird es der wieder da.
28:50Jonas kommt nach Hause, braucht meine Hilfe.
28:52Und ich streite mit ihm und mache ihm auch noch Vorwürfe.
28:53Du weißt doch nur, ob sein Verhalten reagiert.
28:56Vielleicht ist er bei meinen Eltern.
29:06Hallo, Papa.
29:07Ist Jonas bei euch?
29:10Nein, dann gab es da wohl ein Nutzverständnis mit einer Verabredung.
29:14Aber sag bitte Bescheid, wenn er bei euch auftaucht, ja?
29:17Nein, das klingt nicht komisch.
29:19Nein, das bildest du dir ein.
29:20Bis später, ja?
29:23Ich überlege gerade, vielleicht ist er ja doch bei einem seiner alten Freunde.
29:26Tom oder Maurice.
29:27Das glaube ich nicht.
29:28Er ist mit dem Fahrrad unterwegs und das Zelt hat er auch mitgenommen.
29:31Du meinst, er ist alleine an den Kulkwittersee gefahren?
29:33Das weiß ich nicht, aber er ist garantiert aus der Stadt raus.
29:36Christoph, wir müssen ihn suchen.
29:37Wenn Sie möchten, kann ich hier bei Rebecca bleiben.
29:40Und wenn Jonas sich meldet, rufe ich Sie an.
29:42Ja, das wäre nett.
29:43Danke, Rebecca hat ja unsere Nummer.
29:58Es ist jetzt alles für die Reparatur vorbereitet.
30:00Schön.
30:01Es war nicht ganz leicht, in der Kürze der Zeit ein Tiefbauunternehmen aufzutreiben.
30:05Die sind jetzt nämlich alle für den Bau vom Sachsentunnel abgestellt.
30:08Ich habe gehört, die wollen wir nächste Woche schon in den ersten Teilabschnitt einweihen.
30:12Ja, das ist das Lieblingsprojekt unseres Oberbürgermeisters.
30:15Herr Dr. Fehrmann!
30:17Was ist los?
30:18Dem kleinen Tiger geht es richtig schlecht.
30:20Rufen Sie Dr. Mertens an.
30:21Dann habe ich versucht, aber sie nimmt nicht ab.
30:23Dann sehe ich ihn mir mal ran.
30:24Kommen Sie.
30:25Ich gehe da mal.
30:26Schönen Tag.
30:26Ja, Wiederschauen.
30:30So weit kann er ja noch nicht gekommen sein in den paar Stunden.
30:3320 bis 30 Kilometer kann er schon geschafft haben.
30:36Ich hätte ihn nie nach Berlin gehen lassen dürfen.
30:39Es war sein unbedingter Wunsch.
30:41Du wolltest, dass es ihm gut geht.
30:42Du hast halt nichts falsch gemacht, Susanne.
30:45Du bist lieb.
30:47Da vorne.
30:48Da ist er.
30:56Jonas!
30:57Jonas!
30:59Jonas!
31:00Jonas!
31:04Ist was?
31:09Sollen wir umkehren?
31:11Lass uns nochmal die Landstraße Richtung Norden weiterfahren.
31:21Dieses Malzextrakt hat offensichtlich nicht geholfen.
31:24Und jetzt hat er höchstwahrscheinlich einen Darmverschluss.
31:28Dr. Mertens muss sofort kommen und operieren.
31:31Bereiten Sie alles für eine Operation vor.
31:33Ich versuche, sie zu erreichen.
31:34In Ordnung.
31:35Und sagen Sie Annette Bescheid.
31:36Dr. Mertens wird sie brauchen.
31:37Okay.
31:40Mach mir doch nicht solche Sorgen, Kleiner.
31:46Rebecca?
31:49Rebecca ist oben.
31:51Gibt's was Neues?
31:52Nein.
31:53Hier hat er auch nicht angerufen.
31:54Leider.
31:57Jonas ist seit über sechs Stunden weg.
31:59Wir müssen die Polizei entschalten.
32:03Jonas?
32:05Dr. Fehrmann.
32:06Ja, ich habe mein Diensthandel ausgeschaltet.
32:09Also doch.
32:11Nein, tut mir leid.
32:11Mein Sohn ist verschwunden.
32:12Sie müssen einen anderen Tierarzt anrufen.
32:14Tut mir leid.
32:16Jetzt auch noch der kleine Tiger.
32:18Ich meine, der müsste sterben, wenn ich ihn nicht sofort operiere.
32:21Komm, lass uns zur Polizei fahren.
32:22Susanne, ich mach dir einen Vorschlag.
32:23Du fährst in den Zoo.
32:24Ich gehe zur Polizei und gebe die Vermisstenmeldung auf.
32:27Ich kann doch jetzt kein Tier operieren.
32:29Ich muss mich um meinen Sohn kümmern.
32:30Susanne, du bist die Einzige, die die Vorgeschichte kennt.
32:33Wie viele Tierärzte gibt es in Leipzig, die sich mit Tigern auskennen?
32:36Wir können doch jetzt gar nichts anderes tun.
32:37Okay.
32:38Okay, wir fahren zur Polizei.
32:39So lange kann das ja nicht dauern.
32:41Und dann fahre ich in den Zoo.
32:43Könnten Sie noch ein bisschen hierbleiben?
32:45Selbstverständlich, kein Problem.
32:46Danke.
32:46Okay, die Telefonnummer haben Sie ja.
32:49Danke.
33:10Ich würde gerne eine Vermisstenanzeige aufgeben.
33:17Ich ruf mich an, wenn das ist.
33:18Ich nehme das Handy mit in den OP.
33:20Ja, klar.
33:26Sie regeln die Zufuhr des Narkotikums nach der Herzfrequenz.
33:31Wie stehen seine Chancen?
33:34Schlecht.
33:35Wir hätten schon heute Morgen operieren sollen.
33:40Tschöne, hier ist ein kleiner Junge eingeliefert worden.
33:42Schwerverletzt, wofür finde ich den?
33:43Der ist schon im OP.
33:49Clemme?
33:53Ach, hier ist etwas.
33:57Pinzette?
34:06Hier ist der Fremdkörper, der ihm solche Schwierigkeiten bereitet.
34:11Sein Puls geht runter.
34:12Ja?
34:21Da komme ich schon, mein Kleiner.
34:23Frau Dr. Mertens, das hat doch keinen Sinn.
34:262,5 Adrenalin.
34:282,5?
34:29Das gleicht einer Explosion.
34:32Und hier muss man eben ins Leben zurückspringen.
34:41Na, komm schon, komm schon.
34:51Herzschlag.
34:54Das gibt's doch nicht.
34:56Früchte Handschuhe.
35:01Geh doch bitte ran.
35:04Ja, Susanne hier.
35:05Hallo, Frau Möller.
35:06Ist Jonas?
35:07Noch nicht.
35:09Kann ich bitte Christoph sprechen?
35:11Wo ist er denn?
35:14Noch nicht zurück.
35:15Ich komme gleich nach Hause.
35:18Danke.
35:20Das haben Sie gut gemacht.
35:21Er könnte es schaffen.
35:23Neuigkeiten von Ihrem Sohn?
35:25Nein.
35:27Gehen Sie nach Hause.
35:28Er wird bestimmt wieder auftauchen.
35:33Ich übernehme die Nachtwache.
35:35Machen Sie was.
36:05Frau Müller, Entschuldigung, ich bin gerade ein bisschen eingeschlafen.
36:10Sie müssen sich doch nicht entschuldigen. Möchten Sie einen Tee?
36:14Ja, sehr gerne. Hat sich Ihr Mann gemeldet?
36:21Ja, er war im Krankenhaus. Da wurde ein Junge eingeliefert, der auf Jonas Beschreibung passte.
36:29Zum Glück war er es nicht.
36:53Wie lange sind Sie eigentlich schon mit Klaus zusammen?
36:56Fast ein halbes Jahr.
37:00Und? Sind Sie glücklich?
37:06Entschuldigung. Das war vielleicht ein bisschen indiskret. Tut mir leid.
37:10Das ist schon in Ordnung.
37:13Ja, eigentlich sind wir sehr glücklich miteinander, aber die Situation mit Jonas, die bedrückt mich.
37:21Wie stört er Sie?
37:22Ach, im Gegenteil. Ich mag Jonas sehr. Anfangs hatten wir versucht, unsere Beziehung geheim zu halten und Klaus war oft
37:31bei mir.
37:34Aber Jonas hat seinen Vater vermisst und hat ihn wieder für die Schuld gegeben.
37:39Dann haben wir ihm die Wahrheit erzählt und der Schuss ging nach hinten los.
37:45Die Probleme in der Schule?
37:47Nein. Die Probleme mit mir. Er hat sich nicht mal im Unterricht beteiligt und ich unterrichte Deutsch und Geschichte.
37:57Er ist sonst ein sehr guter Schüler.
37:59Ja, eigentlich schon.
38:01In Mathe und Physik eine glatte Eins. Und im Sport? Er will unbedingt Profifußballer werden.
38:08Ja? Offensichtlich kennen Sie meinen Sohn besser als ich.
38:18Hoffentlich ist ihm nichts passiert.
38:20Es ist sicher nichts passiert. Er kommt ganz bald nach Hause.
38:25Wenn er wieder da ist, fühle ich ihm jeden Wunsch.
38:28Danke.
38:34Jonas?
38:37Ist er da?
38:38Nein.
38:40Das war echt die Hölle, ich sag's dir.
38:43Zum Glück war es nicht Jonas.
38:46Dieses Warten macht mich noch wahnsinnig.
38:49Schatz, das ist doch gehört, was die Polizei gesagt hat.
38:51Die meisten sind innerhalb von 24 Stunden wieder da.
38:55Ich hab solche Angst.
38:57Es wird nichts passieren.
39:00Er wird wiederkommen, glaub mir.
39:02Ja.
39:04Das hat Frau Müller auch gesagt.
39:15Wir müssen uns beeilen. Der Termin bei Doktor Lauterbach ist um halb neun.
39:21Ich möcht gern pünktlich sein.
39:27Ist denn das so früh?
39:30Jonas?
39:41Hallo.
39:43Wo kommst du denn her?
39:46Das mit dem Blumentopf tut mir leid.
39:49Komm doch rein!
39:50Seid ihr mir noch böse?
39:51Nein.
39:53Komm, setz dich.
39:57Seid ihr überhaupt nicht böse.
39:59Wo kommst du denn her?
40:02Ich bin die ganze Nacht gefahren.
40:03Och.
40:05Ich bin so müde.
40:07Du warst die ganze Nacht lang weg?
40:10Weißt deine Mutter, wo du bist?
40:12Ich ruf Susanne an.
40:15So.
40:18Und du erzählst jetzt mal alles von Anfang an.
40:33Ja, ich weiß.
40:35Ich darf hier alleine gar nicht rein.
40:37Schon gut.
40:38Wie geht es ihm?
40:41Birgau.
40:42Er trinkt wieder.
40:44Na komm hier.
40:46Gehen Sie nach Hause.
40:47Sie haben heute frei.
40:49Danke.
40:49Und was machen Sie?
40:51Ich übernehme das.
40:52Ich habe nachher noch einen Termin mit unserem Wirtschaftsprüfer.
41:01Susanne, er hat uns alles erzählt.
41:02Mach ihm bitte keine Vorwürfe.
41:04Er hat einfach Angst, ein Versager zu sein.
41:06Loser, hat er gesagt.
41:07Er hat Angst, ein Loser zu sein.
41:08Jonas, ich bin so froh, dass du wieder da bist.
41:10Geht's dir gut?
41:11Mama, ich hab nichts gebaut.
41:12Ich weiß.
41:13Wir kriegen das alles wieder hin.
41:14Ja.
41:16Frau Möller.
41:17Keine Angst, Jonas.
41:18Deine Mutter und ich haben alles geklärt.
41:20Du bist so ein verrückter Kerl.
41:22Warum hast du mir nie von dem Sportgymnasium erzählt?
41:24Hey, die machen einen tollen Torschützenkönig aus dir.
41:28Bitte kommt auch noch mit rein.
41:30Ich habe einen Termin bei Dr. Lauterbach.
41:31Der letzte.
41:32Und nächste Woche geht's tatsächlich auf Kreuzfahrt.
41:35Okay.
41:36Alles Gute.
41:36Danke.
41:37Tschüss.
41:37Danke, Papa.
41:38Tschüss.
41:39Tschüss.
41:45Danke, Frau Wittig.
41:47Bitte.
41:48Ach, Herr Weber ist da.
41:50Schicken Sie ihn rein.
41:54Guten Morgen.
41:55Das ist in der Tat.
41:57Jahresabschluss.
42:00Die letzte Seite.
42:01Da steht die wichtigste Zahl.
42:02Der Gewinn vor Steuern.
42:03Das operative Geschäftsergebnis.
42:06Das kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.
42:09Moment.
42:12Frau Wittig, bringen Sie doch bitte mal zwei Gläser von dem Cognac,
42:15den ich vom Botschafter aus Namibia habe.
42:17Natürlich.
42:20Und das ist eine, sagen wir mal, private Gefälligkeit.
42:24Die beiden Unternehmen, von denen ich gesprochen hatte.
42:28Dafür müssen Sie mir aber Ihre Sekretärin mal zum Abendessen ausleihen.
42:33Gutachten Sachsentunnel.
42:35Prozess am Oberlandesgericht.
42:38Der Verursacher Ihrer Bauverzögerung ist laut diesen Unterlagen.
42:43Das ist so schön, um wahr zu sein.
42:50Bitte.
42:51Frau Wittig, Sie werden demnächst mit Herrn Weber essen gehen.
43:04Zum Wohl.
43:07Meine Herren, kommen wir zur Tagesordnung.
43:10Punkt eins, Mehrkosten durch die Bauverzögerung der Truppenhalle.
43:15Punkt zwei, Erhöhung der kommunalen Bürgschaft.
43:19Punkt drei, Kürzung der Subventionen für das kommende Geschäftsjahr.
43:22Und Punkt vier, Fortsetzung des Arbeitsvertrags des Geschäftsführers Dr. Reinhard Fährmann um ein weiteres Jahr.
43:31Dann fangen Sie mal an, Herr Direktor.
43:34Punkt eins.
43:35Aufgrund eines Gutachtens des Instituts für Bodenphysik und eines Grundsatzurteils des Oberlandesgerichts Dresden stehen als Verursacher der Fundamentabsenkung die Bauarbeiten
43:51am Sachsentunnel fest.
43:53Ich habe daher eine Schadensersatzklage am OLG in Dresden eingereicht gegen den Bauunternehmer, die GHAB AG, den Freistaat Sachsen und
44:04die Stadt Leipzig.
44:06Sie wollen die Stadt Leipzig verklagen?
44:09Ja.
44:10Sie haben mich doch aufgefordert, die Ursachen für die Bauverzögerung vorzulegen.
44:15Und wer könnte das besser machen als ein Gericht?
44:18Sie wollen doch nicht etwa behaupten...
44:19Kann ich fortfahren?
44:21Bitte.
44:23Vor Ihnen liegt der Jahresabschluss.
44:26Steigerung der Besucherzahlen auf 1,8 Millionen.
44:31Umsatzsteigerung mit dem Zooshop um 120 Prozent zum Vorjahr.
44:37Zunahme der Patenschaften.
44:39Das operative Ergebnis finden Sie auf der letzten Seite.
44:43Ich glaube Punkt zwei war die Bürgschaft.
44:46Lieber Herr Aufsichtsratsvorsitzender.
44:50Sehen Sie sich die letzte Seite genau an.
44:55Ich brauche keine Bürgschaft.
44:59Ich zahle die Mehrkosten aus der Portokasse.
45:03Bar, wenn es sein muss.
45:07Und ich hole mir jeden Cent von Ihnen wieder, wenn der Prozess gelaufen ist.
45:12In welchem Ton reden Sie eigentlich mit mir?
45:14Tut mir leid, dass ich Ihnen schon wieder ins Wort fallen muss.
45:17Punkt drei.
45:18Die Subventionskürzung.
45:21Ich bin einverstanden.
45:24Und nun zu Punkt vier.
45:27Ich stehe für ein weiteres Jahr nicht zur Verfügung.
45:33Angesichts der herausragenden wirtschaftlichen Lage ist eine Vertragsverlängerung um ein Jahr eine Beleidigung.
45:43Ich habe aus dem Zoo einen der beliebtesten Tierparks Deutschlands gemacht.
45:48Dann kommen Sie doch endlich zum Punkt.
45:50Ich wurde gestern in den Vorstand des Weltzooverbandes gewählt, dessen Konferenz ich hier in Leipzig in zwei Jahren ausrichten werde.
46:03Entweder ich bekomme einen Vertrag über drei Jahre oder ich stehe ab morgen im freien Markt wieder zur Verfügung.
46:10Ich danke Ihnen, meine Damen und Herren. Einen schönen Tag, Mama.
46:16Dr. Fehrmann!
46:18Herr Dr. Fehrmann!
46:22Es tut mir leid.
46:30Hey, kriege ich keinen Kuss?
46:36Ich werde dich vermissen.
46:39Ich euch auch.
46:41Aber Weihnachten-Skifahrt steht, oder?
46:43Na klar.
46:44Und du redest mit Klaus?
46:45Verlass dich drauf.
46:46Und wenn er Nein sagt, dann bringe ich dir Jonas persönlich zurück.
46:49Danke.
46:51Jonas, und du benimmst dich und passt bei Anna im Unterricht wieder auf, ist das klar?
46:56Ja.
46:57Mach's gut, Rosa.
46:58Komm, steig ein.
47:00Tschüss.
47:01Tschüss.
47:15Eigentlich macht mich der Abschied von Jonas immer traurig, aber heute bin ich irgendwie glücklich.
47:20Das liegt doch sicher an mir, oder?
47:22Na klar.
47:23An wen denn sonst, du mein Held?
47:25Komm, geh an mir, oder?
47:32Komm.
47:33Komm.
47:33Komm, geh an mir, Leute.
48:05Untertitelung des ZDF, 2020