- vor 2 Tagen
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01:05Schlecht geschlafen?
01:06Mhm
01:08Vollmund
01:10Ich weiß sogar, wie denn Vollmund den Vornamen heißt.
01:13Matthias
01:14Hm?
01:16Dein Vater lässt dich nicht schlafen.
01:19Weißt du, was das Schlimmste ist?
01:21Das hat meine Mutter schlechtmacht und die kann sich nicht mehr wehren.
01:25Vielleicht hatte sie damals wirklich schon einen anderen.
01:27Das ist Blödsinn. Er hat uns verlassen, nicht meine Mutter ihn.
01:31Kannst du nicht mal über deinen Schatten springen?
01:33Was meinst du?
01:34Gib ihm eine Chance. Ich finde, er hat sie verdient.
01:37Ich habe meinen Vater geliebt.
01:39Und ich habe ihm blind vertraut, wie das Kinder so tun.
01:41Und er ist abgehauen, ohne sich zu verabschieden.
01:43Ich dachte mal, das liegt an mir.
01:44Ich bin es nicht wert, dass man meinetwegen zurückkommt.
01:48Und es hat sehr lange gedauert, bis ich das nicht mehr geglaubt habe.
01:51Guten Morgen.
01:52Guten Morgen? Wieso bist du denn schon auf?
01:55Du hast doch heute frei.
01:56Ja, aber ich treffe mich mit Opa im Zoo. In einer halben Stunde schon.
01:59Das glaube ich jetzt nicht.
02:01Sag mal, der schleißt sich von hinten in mein Leben rein.
02:04Ich gehe duschen.
02:09Ist ja sauer, weil ich mich mit Opa treffe.
02:11Der kann es mir doch nicht verbieten. Der ist mein Großvater.
02:14Ja, aber dein Großvater hat sich um seinen Sohn nicht so gekümmert wie dein Vater um dich.
02:18Das tut ihm einfach bis heute noch weh.
02:21Dafür gibt es doch bestimmt irgendeinen Grund.
02:24Auf deinen neuen Großvater lässt du nichts kommen, hm?
02:27Bringst du mal das Obst rüber?
02:29Mhm.
02:34So.
02:35Los, fähr weiter!
02:42Oh.
02:45Los, fahr weiter!
02:47Los, fahr rein!
02:47Los, fahr rein!
02:50Ja!
02:52Ani, fahr rein!
02:53Ah, nee!
02:56Ani, fahr rein!
02:56Ah, nee!
03:25Was?
03:27Unglaublich, wie sich der Zoo in den letzten Jahrzehnten verändert hat.
03:31Frau Dr. Mertens, hallo, es geht um Effie.
03:35Wieder das Übliche?
03:35Ja, sie krümmt sich vor Schmerzen und dann sitzt sie wieder ganz apathisch in der Ecke.
03:39Ich komme sofort mit. Viel Spaß, ihr zwei.
03:41Ja, wir haben.
03:43Komm, zuerst gehen wir zum Elefanten.
03:44Ja, dann los.
03:54Dr. Fehrmann?
03:55Was ist?
03:56Und das ist ein Anruf.
03:57Ich rufe zurück.
03:59Ich denke, die Sache ist ziemlich wichtig, Herr Bredow.
04:03Staatssekretär Bredow?
04:05Stellen Sie durch.
04:11Dr. Mertens, ich suche Sie schon überall.
04:14Ja, ich komme.
04:15Effie bietet mal wieder ein Schauspiel der Extraklasse.
04:18Dabei ist sie nur ganz wild auf ihren Babybrei.
04:21Babybrei?
04:21Als sie wirklich mal krank war, hat sie einen Spezialbrei bekommen.
04:24Das hat ja so gut geschmeckt, da macht sie jetzt immer mal wieder einen auf Magenschmerzen.
04:28Aha.
04:30Dr. Mertens, ich brauche Ihren Bärenverstand.
04:33Haben wir ein Problem mit unseren Bären?
04:35Wir nicht, aber an der tschechischen Grenze ist ein Braunbär aufgetaucht.
04:39Ach, das kann ja gar nicht sein.
04:40Das war bestimmt der Wildschwein.
04:42Ja, das habe ich auch gedacht, aber die Leute, die ihn gesehen haben, wirken offensichtlich glaubwürdig.
04:46Vermisst denn irgendein Zirkus seine Bärennummer?
04:48Das wurde ausgeschlossen. Es handelt sich tatsächlich um ein wildes Tier.
04:53Staatssekretär Bredow hat mich persönlich um Hilfe gebeten.
04:55Dann muss der Bär aus Tschechien rübergekommen sein.
04:57Ja, das ist das Wahrscheinlichste.
04:59In den letzten Jahren sind dort vereinzelte Exemplare gesichtet worden.
05:03Ich fahre jetzt gleich zur Grenze. Ich möchte, dass Sie mich begleiten, Dr. Mertens.
05:07Ja, natürlich.
05:07Und was wird mit Effie?
05:10Geben Sie noch mal Brei, aber wirklich das allerletzte Mal.
05:14Wir sollten Ihren Vater anrufen. Er hat von uns allen die größte Erfahrung mit Wildtieren.
05:19Ja, gut.
05:23Die Oberfläche des Jupiters können Sie fotografieren.
05:26Wieso kann niemand Anzüge erfinden, die nicht knittern?
05:29Lass mich dir doch helfen.
05:31Wie soll ich die Qualitätsstandards in chinesischen Zoos überprüfen, wenn ich da meinen verknitterten Anzug trage?
05:39Geh ruhig ran. Ich mach das hier.
05:57Kannst du alles wieder auspacken? Ich brauche meinen Rucksack.
06:01Ich verstehe gar nichts.
06:03Ich gehe auf Safari.
06:05Beeren-Safari an der tschechischen Grenze.
06:08Ach so, ja, natürlich. Wo auch sonst.
06:12Sie haben uns eben mit den Beeren im Radio gebracht. Der ist der Beeren Sachsen.
06:14Seit über 160 Jahren. Frau Wittig, das ist eine absolute Sensation.
06:19Glauben Sie, er muss erschossen werden?
06:21Eine von diesen Jauberinnen hat gerade im Radio gesagt, er habe Sie angegriffen.
06:25Ich werde versuchen, den Abschuss zu verhindern.
06:28Aber in dem dicht besiedelten Gebiet kann er auch nicht bleiben.
06:31Wir müssen ihn einfangen.
06:35Darf ich Ihnen dabei helfen?
06:36Frau Sommer.
06:37Ich würde gerne mitfahren.
06:40Sie sollen doch Dr. Mertens im Zoo vertreten.
06:42Dr. Fährmann, Sie haben selbst gesagt, der Bär ist eine Sensation.
06:47Und jetzt wollen Sie so herzlos sein und mich nicht mitnehmen?
06:53Na gut, ich rufe den Zootierarzt in Halle an und bitte Dr. Pfeiffer, sich in Bereitschaft zu halten.
07:02Warte, warte, warte, warte.
07:03Ja?
07:05Ja.
07:07Und lächeln.
07:08Zack.
07:09Schön.
07:12Jetzt musst du aber stoppen.
07:18Guck mal hier.
07:21Das ist mein Lieblingselefant.
07:22Die schöne Dornschung.
07:24Susanne hat sich schon mal im Knie operiert.
07:26Ja, sie ist ja auch sehr dankbar dafür.
07:30Woher weißt du das denn?
07:31Sie hat es mir eben gesagt.
07:33Schon klar.
07:35Ja.
07:35Ich kann nämlich mit Tieren reden.
07:37Also nicht so wie du und ich jetzt, sondern per Gedankenübertragung.
07:41Aber nur mit Tieren von der Südhalbkugel.
07:45Komm, lass uns doch mal von oben gucken.
07:46Ja.
07:52Tja, dann sag mir doch mal, was der Alte so erzählt.
07:57Der redet nicht mit jedem.
07:59Komm.
08:00Frag ihn, wie es ihm geht.
08:02Ich versteh kein Wort.
08:04Ach, der spricht nur Indisch.
08:06Ist wahrscheinlich noch nicht so lange hier.
08:09Dann frag Bombay.
08:10Das ist der Opa.
08:11Der ist schon uralt.
08:13Ja, der ist einsam.
08:15Einsam und traurig.
08:18Warum?
08:19Weil er seinen Sohn verloren hat.
08:22Ist der Sohn gestorben?
08:24Nein, der will von seinem Vater nichts mehr wissen.
08:28Ich muss mich mal kurz hinsetzen.
08:36Aber ich glaube nicht, dass Papa nichts mehr von dir wissen will.
08:41Was?
08:41Weißt du, manche Dinge im Leben kann man einfach nicht mehr ändern.
08:45Ich werde heute Abend nach Magdeburg zurückfahren.
08:48Was, schon?
08:50Kannst du nicht wenigstens noch einen Tag bleiben?
08:52Ich wollte doch morgen noch Murphys Lieblingspark zeigen.
08:55Es ist das Beste für uns alle, wenn ich heute fahre.
08:59Es wird nur noch schwerer.
09:02Aber weißt du was?
09:06Rebecca, ich nehme was sehr Schönes mit.
09:09Ich weiß jetzt, was für eine tolle Enkelin ich habe.
09:13Ja.
09:15Ja.
09:16Ja.
09:31Ei!
09:39Vergessen Sie nicht die Nachtsichtgeräte.
09:42Ich habe schon drei eingepackt.
09:44Und haben Sie genug Betäubungsmittel?
09:4724 Ampulen. Das sollte reichen für mindestens sechs Bären.
09:50Gut, in einer halben Stunde geht's los.
09:52Ach ja, Frau Sommer wird uns ebenfalls begleiten.
09:55Wir brauchen also ein Nachtsichtgerät mehr.
09:58Soweit ich weiß, hat Frau Sommer keine Erfahrung mit solchen Situationen.
10:01Das könnte gefährlich werden.
10:02Aber irgendwann muss Frau Sommer diese Erfahrung ja machen.
10:05Das ist aber sehr großzügig von Ihnen, dass Sie ja dabei helfen.
10:09Ihre Spitzen können Sie sich sparen.
10:20Vögel, die am Morgen pfeifen, holt abends…
10:23Der Bär?
10:24Sagen Sie mal, was haben Sie eigentlich gegen mich?
10:27Ich?
10:28Gar nichts.
10:29Überhaupt nichts.
10:40Tschüss, Herr Doktor Lenz.
10:42Tschüss, Jelda.
10:43Vielen Dank. Auf Wiedersehen.
10:44Alles Gute.
10:48Hallo, Papa.
10:51Was machst du denn hier?
10:52Ich muss mit dir reden.
10:54Oh, wo tut's denn weh? Mach mal die Tür zu.
10:59Opa will zurück nach Magdeburg fahren.
11:01Ja, irgendwann muss er ja mal nach Hause.
11:03Du kannst ihn doch so nicht fahren lassen.
11:04Du musst dich mit ihm vertragen.
11:06Jetzt fängst du auch noch an. Hat dich Susanne geschickt?
11:08Ich bin doch kein kleines Kind mehr. Ich merke doch selbst, was los ist.
11:14Ich verstehe überhaupt nicht, was ihr für ein Theater um einen alten Mann macht,
11:17den es bis vor kurzem noch gar nicht gegeben hat.
11:19Tut dir dein Vater nicht ein bisschen leid? Der fährt jetzt allein zurück in sein leeres Haus.
11:23Ich finde das furchtbar.
11:24Ja, aber er ist selber dran schuld, dass er einsam ist.
11:28Ja, du hast uns. Und er hat niemanden.
11:35Ach, und schönen Gruß von Susanne. Sie kommt heute nicht nach Hause.
11:38Wir haben sie noch mal im Zoausgang getroffen.
11:40Was macht sie denn?
11:41Sie fängt den Bären. Tschüss.
12:03Daher rate ich den Bewohnern der Region nicht im Wald spazieren zu gehen.
12:07Das Tier ist unserer Einschätzung nach nicht ungefährlich.
12:10Natürlich hoffen wir auf eine glückliche Lösung.
12:13Niemand hat daran Interesse, den Bären abzuschießen.
12:16Allerdings hat die Sicherheit der Bevölkerung höchste Priorität.
12:21Das war ja klar. Die Gegnerschaft muss natürlich auch wieder mitmischen.
12:25Wenn die den Bären abschießen, machen sie sich aber auch keine Freunde.
12:28Da sind sie ja endlich.
12:30Sie waren wohl mit Frau Sommer wieder etwas schneller unterwegs.
12:33Darf ich vorstellen, Herr Staatssekretär?
12:36Unsere Tierärztin, Frau Dr. Mertens, Herr Prof. Baumgart.
12:39Nicole Sommer.
12:41Na ja, da kann ja nichts mehr schiefgehen bei so viel geballter Kompetenz.
12:44Hier auf dem Parkplatz war die erste Sichtung.
12:47Ja, heute morgen, kurz vor neun, von zwei Spaziergängerinnen.
12:50Wie hat das Tier sich verhalten?
12:52Die Frauen sagen, er wollte sie eindeutig angreifen.
12:55Ist ja eher ungewöhnlich.
12:58Normalerweise sind die Tiere sehr scheu.
13:00Ja, unser Meister Petz offensichtlich nicht.
13:02Er hat sozusagen eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
13:05Erst hat er ein Reh gerissen und dann vor einer halben Stunde hier ganz in der Nähe
13:09einen Spaziergänger zu Tode erschreckt.
13:11Auch bei dem Vorfall ist er auf den Menschen zugelaufen.
13:15Und das hört sich nicht gut an.
13:16Ja.
13:17Er muss so schnell wie möglich eingefangen werden, bevor irgendwas Ernsthaftes passiert.
13:20Wir sollten uns hier erstmal umsehen.
13:39Schau mal, Fußsprün.
13:44Ja.
13:46Sehr kleiner Abdruck.
13:4814 Zentimeter.
13:50Wahrscheinlich ein Weibchen.
13:52Oder noch nicht ganz ausgewachsen.
13:59Hier ist Blut.
14:09Das kann nur von Bären.
14:11sein.
14:12Mhm.
14:14Ihr wisst, was das bedeutet.
14:34Jo, was ist denn?
14:49Es gab bisher drei Sichtungen.
14:51Der Bär bewegt sich offensichtlich Richtung Westen.
14:54Haben Sie was gefunden?
14:56Eine Blutspur.
14:57Der Bär ist offensichtlich verletzt.
14:58Das wird erklären, warum er so unberechenbar ist.
15:01Ja, das leuchtete ein.
15:02Das bedeutet allerdings, wir machen kurz einen Prozess.
15:05Damit wäre das Tier auch von seinem Leid erlöst.
15:07Aber wir sollten den Bären schon noch eine Chance geben.
15:09Ich würde ihn gern zitieren und untersuchen und dann entscheiden, wie und ob wir ihn behandeln.
15:13Herr Staatssekretär.
15:14Ja.
15:15Danke.
15:15Entschuldigen Sie mich, bitte.
15:17Ja.
15:18Ja, Bredow?
15:20Wo liegt der Hof?
15:22Gut.
15:23Verstanden.
15:24Noch eine Sichtung.
15:25Ja, auf einem Bauernhof.
15:27Er kommt immer näher an besiedelte Gebiete heran.
15:29Folgen Sie einfach der Polizeistreife.
15:31Komm.
15:37Der Bauch ist ganz hart.
15:39Kaum noch Puls.
15:44Wolltest du den Hof verteidigen?
15:46Der Arme.
15:47Er ist da hinten aufgetaucht.
15:49Dann ist Leo auf ihn los.
15:50Ich konnte ihn nicht zurückhalten.
15:52Dieses Ungetüm hat nur einmal mit seiner Prank ausgeholt.
15:55Dann lag der schon.
15:59Und wo ist der Bär dann hingelaufen?
16:01Zum Schocken.
16:01Ich hab's nur krachen hören.
16:04Das sehen wir uns mal an.
16:09Er hat epileptische Anfälle und einen ganz harten Bauch.
16:13Das sind Anzeichen für schwere innere Verletzungen.
16:16Wir sollten ihn einschläfern.
16:22Tut mir leid.
16:29Was wollte der denn hier?
16:31An den Müll.
16:32Er hat Hunger.
16:33Der Mund war nicht mehr zu helfen.
16:36Damit ist für mich die Entscheidung gefallen.
16:38Wie?
16:39Wir sollten schon noch versuchen, den Bären zu fangen.
16:41Das finde ich auch.
16:42Bis jetzt waren es nur Tiere.
16:43Das nächste Mal ist vielleicht ein Mensch.
16:45Geben Sie uns noch 24 Stunden, Herr Staatssekretär.
16:47Ausgeschlossen.
16:48Sie müssen auch mich verstehen.
16:50Wenn bekannt wird, dass ich bei dieser Sachlage nicht gehandelt habe,
16:53will ich meinen Job los.
16:54Zwei Stunden?
16:55Ich hab nichts dagegen, wenn Sie trotzdem Ihr Glück versuchen, Frau Dr. Mertens.
16:59Aber ich werde jetzt der Jägerschaft die Abschussgenehmigung erteilen.
17:04Bredo hat recht. Das Tier ist gefährlich.
17:08Wir müssen uns beeilen.
17:09Gegen die Jäger wird es schwer.
17:11Ja.
17:11Die kennen das Gelände hier besser als wir.
17:14Der Bär bewegt sich offensichtlich Richtung Nordwesten.
17:18Also auf dieses Waldstück zu.
17:20Die postieren sich hier, hier und hier.
17:35Sieht so aus, als würde er sich an diesem Bachlauf orientieren.
17:39Hier wäre also ein strategisch günstiger Punkt, um sich auf die Lauer zu legen.
17:42Nein, das wäre falsch.
17:44Warum?
17:45Da verläuft eine stark gefahrene Bundesstraße.
17:48Bären sind geräuschempfindlich, außerdem ist er verletzt.
17:50Ich denke eher, der Lärm schreckt ihn ab und treibt ihn hier über den Bach.
17:54Hier, da wäre ein guter Platz für die Bärenfalle zwischen den beiden Hochständen.
17:58Wir werden uns aufteilen.
18:00In Zweiergruppen.
18:01Und auf die Lauer legen.
18:04Kontakt halten wir über die Funkgeräte.
18:06Und keine Alleingänge, so ein Bär ist ein äußerst gefährliches Tier.
18:35Das Ziel ist unserer Einschätzung nach nicht ungefährlich.
18:39Natürlich hoffen wir auf eine glückliche Lösung.
18:41Niemand hat daran Interesse, den Bären abzuschießen.
18:45Allerdings hat die Sicherheit der Bevölkerung höchste Priorität.
19:14Christoph.
19:17Ich wollte gerade zu dir ins Hotel.
19:20Weswegen?
19:23Ich wollte...
19:25Was machst du eigentlich hier?
19:27Ja, ich habe hier den Schülerausweis von Rebecca in meiner Manteltasche gefunden.
19:34Ich war schon auf dem Weg zum Bahnhof.
19:37Hast du eine Idee, wie der da reingekommen sein könnte?
19:41Ja, die habe ich.
19:48Ja, mein...
19:50Nächster Zug, der geht dann in einer Stunde.
19:59Komm rein.
20:01Ja.
20:03Dankeschön.
20:10Willst du ein Stück Apfelkuchen?
20:13Nein, nein, danke.
20:17Ist sehr gut.
20:19Aha.
20:23Deine Mutter hat früher oft Apfelkuchen gebacken.
20:27Weißt du das noch?
20:28Ja, später dann aber nicht mehr, nachdem du abgehauen warst.
20:33Ich bin zwar abgehauen, Christoph.
20:37Aber nicht vor euch.
20:38Ach, hör auf.
20:43Ich habe deine Mutter geliebt.
20:45Und zwar mehr...
20:46Erzähl mir lieber, warum du jetzt erst kommst.
20:52Ich habe mich nicht getraut.
20:54Ich habe geglaubt, du hast meine Briefe gelesen und wolltest trotzdem nichts mit mir zu tun haben.
21:01Später habe ich dir noch aufgehört zu schreiben.
21:04Das sind doch Ausreden.
21:12Ich habe die Briefe geliebt.
21:19Das ist eine kleine Briefe.
21:22Ich habe mich nicht getraut.
21:24Ich habe mich nicht...
21:34...belst du in der kommenden Zeit.
21:35seit Wochen, als ob sie es bezahlt kriegt.
21:38Langsam knickt er auch ein.
21:40Tja, eine gewisse Spannung zwischen den beiden
21:42ist mir auch schon aufgefallen.
21:44Nicht, dass die sich jetzt vor unseren Augen entlädt.
21:47Naja,
21:48wo die Liebe hinfällt.
21:50Ich denke, um die Liebe geht es
21:51Frau Sommer eher weniger.
21:53Sondern?
21:55Sie will meinen Job.
21:56Wie kommst du denn darauf?
22:00Es gibt doch bei Primaten
22:01ein gewisses Verhaltensmuster.
22:05Mein Weibchen,
22:06was in der Rangordnung aufsteigen will.
22:08Bezirks das stärkste Männchen.
22:11Genau.
22:12Ja, ich weiß nicht,
22:14ob sich das so einfach auf unsere komplexe Welt
22:16übertragen lässt.
22:21Was ist denn das?
22:23Deine Mutter, damit wir nicht verhungern.
22:25Lecker.
22:27Ich habe heute Mittag
22:28sowieso noch nichts gegessen.
22:31Mh.
22:34Er müsste aus dieser Richtung kommen.
22:38Haben Sie eigentlich gar keine Angst?
22:41Ich habe schon mit ganz anderen Tieren zu tun gehabt.
22:44Ich meine,
22:45ganz allein mit mir,
22:46im Wald.
22:49Was hätte ich denn zu befürchten?
22:55Da ist was.
23:04Was ist das?
23:08Was ist das?
23:13Was ist das?
23:15Oh, was ist das?
23:18Was ist das?
23:20Ich habe schon mit mir.
23:45Ist Opa da?
23:47Ja, und kannst du dir denken, warum er da ist?
23:49Nö.
23:50Er hat deinen Schülerausweis wiedergebracht.
23:54Ja, ich geh dann mal hoch.
23:57Rebecca!
23:58Ja, ich weiß, wir sprechen uns noch.
24:00Komm Murphy, wir stören nicht mehr.
24:17Den wollte ich dir eigentlich nie zeigen.
24:22Ich habe in Westberlin auf euch gewartet.
24:25Ich hatte eine schöne Wohnung für uns gefunden.
24:28Alles war vorbereitet.
24:30Aber ich habe nichts von euch gehört.
24:33Nach einem halben Jahr kam dann dieser Brief.
24:42Er ist von meiner Mutter.
24:45Er ist über 25 Jahre alt.
25:07Langsam bin ich stocksteif.
25:10Vielleicht haben wir uns doch geahnt.
25:12Und die Jäger haben ihn längst erwischt.
25:15Dann hätte Bredo uns doch Bescheid gesagt.
25:18Nein.
25:20Ich glaube, der ist einfach durch die Verletzung geschwächt
25:23und hat sich irgendwo einen Schlafplatz gesucht.
25:27Da drüben ist noch Licht.
25:42Schlafen Sie doch ein bisschen.
25:44Damit ich den Bären verpasse?
25:45Auf gar keinen Fall.
25:47Ich wecke Sie, sobald sich was rührt.
25:49Versprochen.
25:58Jetzt haben Sie es ausgemacht.
26:01Dann muss ich wohl das Nachtsichtgerät benutzen.
26:04Susanne, sowas macht man doch nicht.
26:09Ich meine doch für unseren durchgeknallten Zottelbeeren.
26:15Sag mal, wie redest du eigentlich von deinem Chef?
26:30Wenn das stimmt, was hier steht,
26:36dann hat mich meine Mutter über die ganzen Jahre belogen.
26:43Sie hat mir mal erzählt, sie hätte Wolfgang erst kennengelernt,
26:45nachdem du in den Westen gegangen bist.
26:48Sie hatten schon ein halbes Jahr lang ein Verhältnis,
26:52als sie mit mir angeblich nach West-Berlin gehen wollte.
27:07Denkst du,
27:11denkst du, sie wollte nicht loswerden?
27:13Nein, ich denke, sie hätte wirklich dann gedacht,
27:18dass wir als Familie im Westen nochmal von vorne anfangen.
27:22Aber die Liebe zu Wolfgang war wohl stärker.
27:27Sie hat es nicht geschafft, ihn zu verlassen.
27:30Ich kann das nicht glauben.
27:34Ich will das auch gar nicht glauben.
27:37Es tut mir leid, Christoph.
27:39Ich wollte das Bild, was du von deiner Mutter hast,
27:43nicht kaputt machen.
27:44Sie hat sich verliebt, das kommt vor.
27:47Und ich war leider im Westen und konnte nicht zurück,
27:51um unsere Ehe vielleicht auch noch zu retten.
28:00Ich gehe dann jetzt wohl besser, ne?
28:03Was?
28:06Weißt du, den letzten Zug eh verpasst?
28:08Gehe ich nochmal ins Hotel?
28:10Quatsch.
28:12Du kannst in Jonas' Zimmer.
28:21Ein typisches Jugendzimmer.
28:23Alle Jungs interessieren sich für Sport und Technik.
28:26Die meisten jedenfalls bis zum gewissen Alter.
28:28Du hattest noch ein Faible für Schmetterlinge.
28:32Ich sehe diese vielen Glaskästen noch vor mir.
28:35Viele bunte Falter aufgespießt auf Stecknadeln.
28:38Das hatte ich ganz vergessen.
28:42Was ist los?
28:43Ach, das ist nichts weiter.
28:45Ich habe nur manchmal Kreislaufprobleme.
28:47Du solltest dich vielleicht mal richtig durchchecken lassen.
28:49Ich traue keinem Arzt.
28:51Weil du selber einer bist.
28:52Dr. Hedemann bei uns in der Klinik ist ein sehr guter Internist.
28:55Machst du dir etwas Sorgen um mich?
28:58Den Rat würde ich jedem geben, der in deinem Alter ist und Schwindelanfälle hat.
29:02Ah, ja.
29:03Danke.
29:04Danke.
29:07Ja, dann schlaf gut.
29:10Ja, klar auch.
29:31haver Zeit, bis zum Töitten.
29:34Ja.
29:44Geht, danke.
29:46Töne, töne.
29:48Töne.
29:49Töne.
29:50Töne, töne.
29:51Töne.
29:51Töne, töne.
29:54Töne.
29:55Töne.
29:56Töne.
30:02Mein lieber Sohn, wie du siehst, oder eben auch nicht,
30:06ich habe immer noch die vage Hoffnung, dass du irgendwann auf meine Briefe reagierst.
30:10Ich möchte mich so gern mit dir treffen.
30:12Ich würde auch zu dir kommen.
30:15Ich habe übrigens im Ärzteblatt einen Aufsatz von dir gelesen.
30:19Stoffwechselerkrankungen bei Kleinkindern.
30:21Ich finde deine Arbeit brillant.
30:23Aber ich bin völlig anderer Meinung.
30:25Wie gern würde ich mit dir über deine These streiten.
30:29Auch wenn ich fürchte, dass du am Ende recht behalten wirst.
30:32Denn die Söhne sind immer besser als die Väter.
30:36Christoph, ich bin so stolz auf dich.
30:58Ich habe das ernst, schafft abgewaltigt.
31:04Ich hoffe, wir können jetzt schon kurz übermitteln.
31:05attained sich die Vorbezug aufbauen.
31:43Was macht die denn da?
31:51Musst ihr gerade jetzt runtergehen?
31:56Hallo, was wird denn das?
32:02Was ist?
32:03Ihre Dame hat sich gerade verabschiedet.
32:06Wie bitte?
32:09Es darf doch wohl nicht wahr sein.
32:23Da!
32:24Da ist er wieder.
32:27Frau Sommer!
32:30Verrückt.
32:36Verdammt.
32:37Die läuft ja genau in seine Richtung.
32:54So ein Mist.
32:58Susanne.
32:59Wir müssen näher ran.
33:09Bis zum nächsten Mal.
33:39Untertitelung des ZDF für funk, 2017
33:44Alles in Ordnung, Susanne?
33:47Ja, schon okay, danke.
33:49Es tut mir wirklich leid, Frau Dr. Mertens.
33:52Ich hoffe, Sie haben Ihre Erfahrung gemacht.
33:54Ich hätte nicht gedacht, dass Sie so unvernünftig sind.
33:56Frau Sommer, das war einfach nur dumm.
33:58Was hätte ich denn tun sollen? Hätte ich fragen sollen,
34:00liebe Herr Dr. Fehrmann, bitte geben Sie mir Feuerschutz. Ich muss mal.
34:03Genau das.
34:05Dr. Mertens hat Ihnen das Leben gerettet.
34:09Der Puls ist ganz niedrig.
34:11Sie schläft jetzt.
34:14Oh, das sieht ja böse aus.
34:17Eine Empfehlungswunde.
34:19Sie muss auf der Jagd einen ziemlich starken Ast mitgerissen haben.
34:22Können Sie ihr helfen?
34:24Ich habe nicht eine Nacht auf dem Hochstand verbracht, um ihr dann nicht zu helfen.
34:27Gut, dann bringen wir Sie in den Zoo.
34:31Was denkst du?
34:32Herr Staatssekretär, ja, wir haben den Bären.
34:37Lebend.
34:48Guten Morgen, Papa.
34:50Ja, Morgen, mein Schatz.
34:53Sie bist ja dann so traurig.
34:56Ich war sehr ungerecht zu deinem Opa.
34:59Das weiß ich jetzt.
35:02Siehst du, ich habe dir doch gesagt, der ist cool.
35:05Stimmt.
35:07Gehst du ihn wecken?
35:08Ich mache uns ein Frühstück.
35:20Und, hatten Sie eine gute Farbe mit der dicken Farbe?
35:24Sehr, sehr witzig.
35:26Sie haben ja schon im Warm gesessen.
35:28Ich denke, Sie sind für Nervenpitzel.
35:35So, die Fahrt hat sie erst mal gut überstanden.
35:38Ist der OP vorbereitet?
35:40Ja, natürlich, wir können.
35:41Okay.
35:42Also, kommt, wir müssen uns beeilen.
35:49Papa!
35:51Papa, komm mal bitte!
35:54Papa!
35:55Irgendwas stimmt mit Opa nicht.
36:06Hey.
36:07Kannst du mich hören?
36:09Hörst du mich?
36:10Ich wollte ihn ja wecken, aber er ist einfach nicht wach geworden.
36:12Er muss sofort in die Klinik.
36:15Holst du mir das Telefon?
36:20Sieht ja übel aus.
36:22Damit ist sie mindestens zwei Tage rumgelaufen.
36:25Drücken Sie dagegen.
36:27Auf die Wunde.
36:29Auf die Wunde.
36:31Metalfunktionen?
36:32Bis jetzt alles in Ordnung.
36:35Wir müssen die Holzsplitter rausholen.
36:37Es darf sich auf gar keinen Fall entzünden.
36:39Nehmen Sie das Bein ein Stückchen nach hinten.
36:42Puls geht hoch.
36:43Warte nach links.
36:44Wacht sie auf?
36:45Noch nicht.
36:48Das muss unbedingt ordentlich ausgespült werden.
36:50Dr. Mertens, Sie wacht auf.
36:52Nachrelaxieren.
37:05Er hat diffuse Schwindelanfälle.
37:07Schon länger.
37:08Und starke Kopfschmerzen.
37:10Ich habe versucht, ihn wach zu kriegen, aber...
37:15Christoph, bitte bleib draußen.
37:17Wir kümmern uns um ihn.
37:18Ja, komm.
37:24Jetzt können wir nähen.
37:27So.
37:29Herzschnellstand.
37:32Adrenalin.
37:33Meinen Sie, das ist so eine gute Idee?
37:35Nachher springen Sie uns hier vom Tisch.
37:36Es gibt keine Alternative.
37:38Sollen wir Sie sterben lassen?
37:40Na, los.
37:41Kommen Sie schon.
37:52Okay.
37:53Sie ist wieder bei uns.
37:54Sehr gut, danke.
38:06Wie stehen Ihre Chancen?
38:08Wenn sie die nächsten Stunden übersteht, dann wird sie es schaffen.
38:11Aber die Entzündung war schon ziemlich weit fortgeschritten.
38:13Du hast getan, was du konntest, so sein.
38:15Mehr geht nicht.
38:16Sollen wir nach einer Aufregung nicht zusammen frühstücken?
38:18Ich lade Sie ein.
38:20Also, nein, danke.
38:22Ich will jetzt wirklich nach Hause.
38:23Ich fahr dich.
38:24Ich fahr dich.
38:28Was ist mit Ihnen?
38:32Ich hätte schon Lust auf ein Frühstück.
38:36Bei mir?
38:41Ich bin wieder da.
38:43Ich habe ein bisschen Brötchen mitgebracht.
38:45Zusammen.
38:46Opa ist krank.
38:48Was hat er denn?
38:49Er ist nicht mehr aufgewacht und jetzt ist er im Krankenhaus.
38:52Ist Christoph bei ihm?
38:53Ja.
38:55Ich bin einig.
39:07So, Sekt-Fürstück.
39:12Schenkt Sie ein?
39:13Gerne.
39:16Haben Sie auch so einen Bärenhunger wie ich?
39:19Bärenhunger ist gut.
39:22Auf unsere erste gemeinsame Safari.
39:25Die ja beinahe auch Ihre letzte geworden wäre.
39:29Ich weiß.
39:30Ich habe mich wie eine Anfängerin benommen.
39:33Zum Glück ist es ja noch mal gut gegangen.
39:40Ich glaube, ich kann noch sehr, sehr viel von Ihnen lernen, Dr. Fehrmann.
39:55Woran denken Sie jetzt?
40:02Wollen Sie das wirklich wissen?
40:21Was ist denn passiert?
40:23Wie geht es ihm?
40:24Sie wissen es noch nicht.
40:26Er wird noch untersucht.
40:31Ich habe die ganzen Briefe gelesen.
40:36Mein Vater hat die ganze Zeit mit mir gelebt.
40:40Er hat sich für mich interessiert.
40:43Für meine Arbeit wollte sie ihn mit mir treffen.
40:50So komisch das klingt,
40:53der war wie ein richtiger Vater.
40:56Obwohl er nicht da war.
41:01Jetzt, wo ich das begreife,
41:02jetzt passiert sowas.
41:11Schlaganfall?
41:13Ja.
41:15Und kein leichter.
41:16Leider.
41:19Ich weiß noch nicht,
41:20ob er durchkommt.
41:21Er ist immer noch ohne Bewusstsein.
41:23Kann ich ihn sehen?
41:25Ja.
41:29Komm.
41:51Mein Gott,
41:51jetzt reiß dich gefälligst zusammen.
41:56Kannst du nicht einfach so in meinem Leben wieder auftauchen
42:00und dich dann so verabschieden?
42:04Verdammt, ich will dich nicht noch mal verlieren.
42:08Ich...
42:09Ich wollte dir noch so viel sagen.
42:15Dann sei doch nicht so ungemütlich.
42:17Komm zurück ins Bett.
42:18Ich muss in dir zu.
42:21Ich habe heute frei.
42:23Mach du das doch auch.
42:24Schließlich bist du der Chef.
42:26Ich kann die arme Frau Wittig
42:27unmöglich mit den Presseleuten alleine lassen.
42:29Ach komm,
42:30dann gib dir ein Statement ab
42:31und komm zurück zu mir.
42:34Nicole,
42:36es war sehr schön mit dir.
42:37Aber jetzt muss ich wirklich los.
42:41Darf man dir zu mich heute Abend zum Essen ein?
42:47Ich rufe dich an.
43:02Ich bin schuld, wenn er stirbt.
43:03Ach, das ist doch Wahnsinn.
43:04Das sind 25 vergeudete Jahre.
43:07Ich habe den so verletzt.
43:08Ich war so ungerecht.
43:10Du hast doch diese Selbstvorwürfe
43:11helfen jetzt niemandem.
43:13Ich habe doch gesagt,
43:14er muss sich durchschicken lassen.
43:15Er ist so stur.
43:17Er ist dein Vater.
43:20Komm,
43:21du musst was essen.
43:22Du hast noch nicht gefrühstückt.
43:25Wenn er in der nächsten Stunde
43:27nicht aufwacht, dann...
43:29Wir müssen Rebecca anrufen.
43:32Ja, das müssen wir.
43:35Was ist denn eigentlich mit deinem Bären?
43:38Das war eine Bärin.
43:42Wie sieht es denn aus, Herr Weidner?
43:44Schauen Sie mal.
43:48Das gibt es doch nicht.
43:51Sie muss sich großartig fühlen.
43:53Endlich wieder ohne Schmerzen.
43:55Naja, dann werde ich mal
43:56meinen Anzug anziehen
43:57und die Presse informieren.
44:00Ich habe den Kommen.
44:14Danke.
44:16Was macht ihr denn hier?
44:19Christoph.
44:20Rebecca hat uns erzählt,
44:21was passiert ist.
44:22Mein Gott.
44:23Wie geht's, Opa?
44:24Das wissen wir noch nicht.
44:27Es lieb, dass ihr hier seid.
44:30Dabei kennt ihr ihn ja nicht mal.
44:31Noch nicht, Christoph.
44:33Oder Opa auch einen Kaffee.
44:36Ich bin sehr gespannt darauf,
44:37ihn kennenzulernen.
44:39Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät.
44:42Erzähl doch mal so ein bisschen,
44:45wie er so ist.
44:46Mama, jetzt komm.
44:48Naja, ich meine...
44:49Das weiß ich ja nicht.
44:52Ich habe ihn ja nur als Kind gekannt.
44:57Er hat mir mein erstes Taschenmesser geschenkt.
45:00Da war ich gerade mal sieben.
45:03Mit neun durfte ich alleine
45:04ein Feuer am Garten machen.
45:06Dann hat er mir gezeigt,
45:07wie man so aus Blättern
45:08Zigaretten...
45:09Rotodendron.
45:10Ja, wie man aus Rotodendron
45:12Blättern Zigaretten dreht.
45:13Gott, mir war so schlecht.
45:14Mir war so schlecht.
45:17Aber er hat mir immer vertraut.
45:19Ich glaube, das ist das Beste,
45:21was ein Vater tun kann.
45:24Ja, hallo.
45:25Schönen guten Tag allerseits.
45:26Christoph, kommst du bitte mal.
45:28Ich habe dich gesucht.
45:30Dem Einsatz unserer Tierärztin,
45:32Frau Dr. Mertens,
45:34ist es zu verdanken,
45:35Ist es zu verdanken,
45:35dass meine unbedingte Forderung
45:37nach dem Schutz des Bären
45:39umgesetzt werden konnte.
45:40Von Anfang an habe ich mich vehement
45:44dafür eingesetzt,
45:44das Tier am Leben zu lassen.
45:46Sobald die Bärin genesen ist,
45:48wird sie zurück nach Tschechien gebracht
45:50und dort wieder ausgewildert.
45:51Ich danke Ihnen.
45:54Noch Fragen?
45:55Herr Stahlsekretär.
45:57Sie.
45:59Gab es bei der Verfolgung des Bären
46:01gefährliche Situationen für Menschen?
46:03Ich kann Ihnen versichern,
46:04dass wir die Situation
46:05zu jeder Zeit unter Kontrolle haben.
46:08Der Bär,
46:10wie Sie hier sehen,
46:11hat zu keiner Zeit
46:12eine wirkliche Gefahr
46:14für die Bekölkungen.
46:15So sehen Sie aus,
46:17unsere braunen Freunde.
46:25Wir wissen,
46:26dass du wach bist.
46:29Ich habe übrigens gerade
46:30draußen erzählt,
46:31wie du mir damals
46:32im Garten gezeigt hast,
46:33wie man aus...
46:34Wie man aus so Blättern?
46:36Oder denn?
46:38wenn Zigaretten dreht.
46:41Mein Gott,
46:42fand ihr schlecht.
46:45Es tut mir wirklich sehr leid,
46:47dass ich euch solche Umstände mache.
46:49Aber ich habe mir schon gedacht,
46:51dass das mit dem Rotwein
46:53nicht mehr lange gut geht.
46:56Wie geht's denn dir?
46:58Hast du Schmerzen?
47:01Das linke Bein
47:02ist ein bisschen taub.
47:04Aber der Arzt sagt,
47:06das sei reversibel.
47:07Aber ich traue zwar keinem Arzt,
47:09dies eine Mal
47:10will ich eine Ausnahme machen.
47:14Gott, wir sind so froh.
47:17Ja, ich habe auch gedacht,
47:20ich sehe euch nicht wieder.
47:21Hast du dich aber geschnitten?
47:23Um doch einiges
47:24miteinander zu besprechen.
47:26Ach ja?
47:27Ja, zum Beispiel
47:28meine Stoppwechselstudie.
47:29Richtig.
47:30Ja, da mach dich
47:31auf was gefasst,
47:32mein Sohn.
48:04Ja, da mach dich
48:11.