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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
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00:58Ein Dendrobatis Tinctorius, auch Pfeilgiftfrosch genannt. Heimat Südamerika.
01:06Ist das ein Direktimport? Steht da was drauf?
01:09Ja, aus Brasilien. Warum?
01:13Der Pfeilgiftfrosch ist das giftigste Tier auf der Welt. Also Vorsicht, Annett. Auf seiner Haut ist ein Sekret.
01:20Schon die Menge von einem Sandkorn kann einen erwachsenen Menschen töten.
01:24Hey, hey, na komm her.
01:27Aber das gilt nur für Exemplare, die in der freien Natur leben. Sie beziehen ihr Gift aus Insekten, die es
01:34nur im Regenwald gibt.
01:36Na, siehst ja ganz gut aus. Wohl genährt.
01:40Wir behalten ihn die nächsten Monate in der Quarantänestation. Dann lässt die Giftproduktion langsam nach.
01:46Bringen Sie ihn bitte in das Terrarium.
01:49In ca. eineinhalb Jahren ist er ungefährlich und Nachzüchtungen sind dann vollkommen harmlos.
01:54Und was kriegt er bei uns?
01:56Was Leute so mögen, Fruchtfliegen und Grillen.
02:00Die Exkremente soll das Labor auf Parasiten und Erreger untersuchen.
02:15Sie sind vorsichtig, Annett, ja?
02:17Mhm.
02:31Ich bin für niemanden zu sprechen, Frau Wittig.
02:46Ich bin für niemanden zu sprechen, Frau Wittig.
02:57Ich brauche noch eine Aufstellung der Kosten für die Truppenhalle.
03:01Äh, ich, äh, hab die Unterlagen schon da.
03:05Prima.
03:07Da müssen wir ja keine Überstunden machen.
03:10Und, äh, wir haben den Abend für uns?
03:14Leider nicht.
03:16Aus zu einer Fachtagung.
03:18Der Minister ist auch da.
03:22Aber wir können uns ja am Wochenende sehen.
03:25Bei dir oder bei mir?
03:29Von mir aus gerne da, wo wir letzte Woche waren.
03:31Aber bitte ohne Personal Trainer und, äh, Ayurveda-Diät.
03:36Mal sehen.
04:01Um 17 Uhr holt Ihr Fahrer sie ab.
04:03Ja.
04:03Ihr Vortrag.
04:04Ich habe noch ein paar Zahlen korrigiert.
04:06Nach der Tagung lädt der Minister noch zu einem Bankett.
04:08Und das Programm für die ausländischen Gäste?
04:09Alles geklärt.
04:11Morgen früh Messegelände, Thomas Kirche, Zoo, abends Gewandtags.
04:14Also, wie haben Sie das alles so schnell auf die Reihe bekommen?
04:16Sie waren doch im Urlaub.
04:17Waren ja nur drei Tage.
04:18Und auch nur um die Ecke in einem kleinen Wellnesshotel.
04:20Sie sehen sehr erholt aus.
04:22Danke.
04:23Ich kann es Ihnen auch nur empfehlen.
04:24Übrigens, unser Zoodirektor war auch da.
04:27Fährmann?
04:27In Damenbegleitung.
04:29Wie sah die denn aus?
04:31Eine sehr attraktive Dame.
04:33Etwas, ähm, größer als Fährmann.
04:35Das ist ja interessant.
04:37Selbst im Urlaub leisten Sie noch ganz hervorragende Arbeit.
04:41Danke.
04:45Nubi ist ein ziemlicher Angeber.
04:48Der macht ganz gerne mal eine Show.
04:50So kann ich ihn aber leider nicht untersuchen.
04:54Ich mach mal.
04:58Hey, Dicker.
05:00Ja, hier gibt's was Feines.
05:02Ich weiß ja, dass du kurzsichtig bist, aber schnuppere doch mal.
05:06Prima, Annette.
05:06Das sieht sehr gut aus.
05:14Hm.
05:16Er hat sich verletzt.
05:17Die Wunde ist entzündet.
05:20Noch ein?
05:21Okay, du führst Rass.
05:23Ja.
05:24Er muss in den Stall.
05:25Ich geb ihm vorsorglich Antibiotika.
05:27Er muss sowieso rein.
05:29Damit wir hier mal aufräumen können.
05:32Jungs, wir können dann.
05:49So, irgendwie.
05:57Nubi.
05:59Du hast wirklich ein großartiges, sexy Hinterteil.
06:02Aber das nützt mir leider gar nichts.
06:05Nubi.
06:07Guck mal.
06:09Guck mal.
06:11Guck mal.
06:13Ich brauch dein Uhr.
06:19Sehr gut, oder nicht?
06:27Ja.
06:30Jungs, bring den Baumstamm darüber.
06:32Nicht, dass er denkt, wir haben ihm sein Spielzeug weggenommen.
06:35Hat sich Dr. Mertens die Verletzung angesehen?
06:37Sie ist gerade drin bei Nubi.
06:39Ich verstehe noch immer nicht, wie das passieren konnte.
06:41Das ist doch Weichholz, gerade damit er sich nicht verletzt,
06:44sondern nur sein Horn daran setzt.
06:45Naja, das reicht ihm eben nicht.
06:47Der muss kämpfen.
06:48Und deshalb hat er den Glocken darüber geschoben.
06:50Er ist nochmal mit vollem Spiel dagegen.
06:52Klassischer Knockout.
06:53Direkt auf die Zwölfe.
06:54Und jetzt hat er eine dicke Lippe.
06:56Eigentlich wollte ich ihn bald zu den Nashorn pülen lassen.
06:58Damit warten wir lieber noch.
07:00Erstmal muss die Verletzung heilen.
07:01Die macht ihn ziemlich unwirsch.
07:03Und beim Liebespiel wird es auch nochmal ziemlich heftig.
07:06Nicht, dass er sich gleich wieder weh tut.
07:09Hallo, Schatz.
07:10Hast du etwa da drin, in deinem Zustand?
07:15Ich habe ihm nur eine Spritze gegeben.
07:17Ähm, in welchem Zustand?
07:20Ich bin im dritten Monat schwanger.
07:22Ich wollte sowieso noch mit Ihnen über meine Vertretung sprechen.
07:25Und wie stellen Sie sich das vor?
07:27Ich gehe sechs Wochen vor dem Termin in Schwangerschaftsurlaub
07:31und nach der Entbindung...
07:32Aber Sie kommen wieder zurück.
07:33Sonst hätte ich sicher nicht nur über eine Vertretung gesprochen.
07:36Ja, dann...
07:39Erstmal herzlichen Glückwunsch Ihnen beiden.
07:41Danke.
07:41Danke.
07:43Wieso wusste er noch nichts davon?
07:46Die ersten Monate in einer Schwangerschaft sind immer ein bisschen heikel.
07:49Ich wollte einfach warten bis...
07:50Bis zur Entbindung?
07:52Nein, bis zur Einschulung.
07:54Ich finde, du solltest langsam kürzer treten.
08:07Was wollte ich dir eigentlich zum Geburtstag schenken?
08:10Aber wer weiß, was bis dahin noch alles passiert.
08:14Meinen Geburtstag feiern wir alle zusammen.
08:16Und bis dahin bist du auch wieder gesund.
08:18Ja.
08:20Das wünsche ich mir wirklich sehr.
08:21Ja.
08:26So.
08:28Das Bild bleibt hier.
08:32Susanne, wenn...
08:34Wenn mir etwas zustößt...
08:37Bitte kümmere dich um Papa.
08:40Ich kümmere mich um euch beide.
08:42Aber so weit ist es noch lange nicht.
08:50Das Bild nimmst du mit.
08:52Macht überhaupt keinen Sinn, dass es hier bei mir verstaubt.
08:56Ich bewundere Charlotte, wie sie damit umgeht.
08:59Nach außen lässt sie sich nichts anmerken.
09:02Dabei liegt sie nächtelang wach.
09:04Und ich weiß nicht, was ich ihr sagen soll.
09:06Ich...
09:07Spiel den Optimisten.
09:09Ist doch richtig so.
09:10Ist doch gut, dass du ihr Mut machst.
09:12Der Tumor ist noch recht klein.
09:14Das ist die Prognose wirklich günstig.
09:15Aber Charlotte's Mutter ist an Krebs gestorben.
09:17Und die Großmutter auch?
09:18Es mag sein, dass es in der Familie eine Veranlagung gibt.
09:21Aber denk nicht nur immer an das Schlimmste.
09:24Gut gesagt.
09:26Wir müssen doch erst mal die Operation abwarten.
09:28Dabei wird man jetzt zur Kontrolle einen Lymphknoten entfernen.
09:30Den untersuchen.
09:31Und erst dann weiß man, ob der Krebs gewandert ist.
09:34Und dann kann man heutzutage immer noch eine Menge machen.
09:36Naja.
09:38Ihr Ärzte.
09:41Ihr könnt immer alles so schön erklären.
09:47Ohne Charlotte hat mein Leben keinen Sinn mehr.
09:54Ich weiß nicht, was ich denn mache.
10:03Glaubst du, er meint das wirklich ernst?
10:05Dass er ohne Mama nicht mehr leben will.
10:07Meine Eltern sind seit fast 40 Jahren zusammen.
10:10Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das sein soll,
10:12wenn einer von beiden alleine zurückbleibt.
10:15Meine Mutter stirbt nicht.
10:17Noch nicht.
10:19Naja.
10:20Es ist ein bösartiger Krebs.
10:22Und die Operation wird nicht einfach werden.
10:26Du hast ja recht.
10:28Man darf sowas nicht verdrängen.
10:30Sonst ist man im Ernstfall noch hilfloser, als man sowieso schon ist.
10:34Meine Mutter hat mich gebeten, dass wir uns um ihn kümmern.
10:36Das ist doch selbstverständlich.
10:38Wir könnten ihn auch zu uns nehmen. Vorausgesetzt, er will's.
10:41Hab ich dir schon mal gesagt, dass du der liebste und großherzigste Mensch bist, den ich kenne?
10:46Jetzt übertreib mal nicht.
10:52Ist so okay?
10:54Reicht's vielleicht noch eine Idee höher?
10:56Ja.
10:57So ist gut.
10:59Meinst du, der ist bestimmt auch gut gepasst?
11:01Ja, da hätten aber jetzt einige von deinen Postern abhängig.
11:04Wenn Charlotte wieder gesund ist, malz ich dir bestimmt auch eins.
11:07Ach übrigens, ich hab ein Geschenk für sie.
11:12Habt ihr mal einen Rahmen?
11:17Da finden wir einen.
11:18Es kann sich dann im Krankenhaus auf ihren Nachttisch stellen.
11:21Damit sie nicht so allein ist.
11:23Ich weiß noch etwas, womit wir ihr eine Freude machen können.
11:26Ich hab mit Jonas telefoniert, er kommt morgen.
11:28Der schon wieder.
11:30Hey!
11:32War ein Scherz.
11:33So, fertig.
11:37Ihre Rede war wirklich sehr erfrischend.
11:41Tja, was der Landesregierung nicht gelingt, das können kluge Bürgermeister schaffen.
11:45Wir müssen uns jedenfalls nicht verstecken.
11:47Herr Minister, ich würde noch ein paar Fragen stellen.
11:49Sie entschuldigen mich, bitte.
11:50Das ist das Projekt.
11:51Nehmen Sie morgen auch an unserer Stadtrundfahrt teil?
11:54Wir machen noch an den Abstechern den Zoo.
11:56Ich glaube, das ist eher etwas für unsere auswärtigen Gäste.
12:00Außerdem fühlen Sie sich ja dort schon fast wie zur Haute.
12:03Ich habe dort sehr viel zu tun, ja, das stimmt.
12:06Ich weiß, Dr. Fährmann und Sie arbeiten ja sehr eng zusammen.
12:13Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?
12:16Leipzig ist nicht groß, sonst.
12:19Mir entgeht nichts.
12:22Sie spielen mit dem Feuer, Frau Staatssekretärin.
12:27Guten Abend.
12:31Wenn er dem Minister von uns beiden erzählt hat, dann kann ich meinen Hut nehmen.
12:36Lena, wir haben uns nichts vorzuwerfen, außer, dass wir uns lieben.
12:43Die Anspielung war eindeutig.
12:45Ich frage mich, wie ihr darauf gekommen bist.
12:48Wir sind doch nicht händchenhaltend durch die Stadt gelaufen.
12:55Die einzige, die von uns beiden weiß, ist deine Tierärztin.
12:59Das würde sie nie machen.
13:01Sie hat uns doch versprochen, es niemandem zu sagen.
13:05Sprechen kann man viel.
13:17Dankeschön.
13:18Ich zeige Ihnen jetzt Ihr Zimmer, dann machen wir noch ein paar Tests
13:21und am Nachmittag kommt die Anästhesistin vorbei.
13:24Sind Sie schon mal operiert worden?
13:26Ja, am Blinddarm, aber das ist schon eine Ewigkeit her.
13:31Ach Georg, lass nur, du brauchst nicht mitzukommen.
13:34Ich muss doch wissen, wo ich dich finde.
13:43Ich muss doch wissen, wo ich dich finde.
13:44So, das ist Ihr Zimmer. Bad und Toilette finden Sie hier.
13:48Und dort ist der Schrank. Da können Sie alle Sachen reintun.
13:51Und wenn Sie noch irgendwas brauchen, ich bin vorn.
13:53Danke.
14:00Tja, ist doch gar nicht so schlecht hier, oder?
14:03Also, ich packe dir mal deine Sachen aus.
14:05Schein, das lässt du gefälligst bleiben. Ich muss doch irgendwie die Zeit rumkriegen.
14:09Geh du ruhig nach Hause.
14:11Ach, Charlotte. Am liebsten würde ich dich wieder mitnehmen.
14:15Ja, nichts lieber als das. Das geht jetzt nicht, Georg.
14:19Ich weiß.
14:22Alles wird gut. Bestimmt.
14:28So. Und jetzt raus.
14:31Los.
14:32Los.
14:43Los.
14:47Los.
14:48Los.
14:51Los.
14:52Los.
14:52Los.
15:02Los leerkes.
15:11Nobis ist irgendwie komisch.
15:13Das ging schon los als wir gestern weg sind.
15:15Er hat nichts gefressen und nun steht da und weiß nicht ob er rein oder raus will.
15:19Das heißt, der war die ganze Nacht hier draußen?
15:21Ja, er stand ja da wie an der Salzsäule.
15:22Nur ab und zu hat er gezittert, als ob er friert und geschnauft, als ob er keine Luft mehr kriegt.
15:27Vielleicht verträgt er die Antibiotika nicht.
15:30Das glaube ich nicht.
15:31Der hätte ja ganz andere Symptome.
15:34Ich werde auf jeden Fall einen Abstrich machen.
15:36Die Wunde ist zwar äußerlich ganz gut verheilt und nicht mehr so entzündet,
15:39aber darunter könnten sich möglicherweise Keime eingenistet haben.
15:43Das könnte durchaus auch Wunschdarkrampf sein.
15:46Wunschdarkrampf? Und? Was können Sie da machen?
15:49Antibiotika nützen da nichts. Und Serum auch nicht.
15:53Man könnte höchstens die Wunde säubern und dafür sorgen, dass sich die Bakterien nicht immer wieder neu bilden.
15:58Soll ich das Betäubungsgewehr holen oder reicht das Blasrohr?
16:03Wenn ich Nubi in dem Zustand betäube, besteht die Gefahr, dass die Atmung aussetzt.
16:07Wenn ich wüsste, dass er so stehen bleibt, dann würde ich ja reingehen.
16:12Conny, ich traue Ihnen wirklich eine ganze Menge zu.
16:14Aber einem Nashorn Auge in Auge eine offene Wunde zu säubern?
16:18Nein. Ich muss erst mal wissen, was er wirklich hat.
16:22Vielleicht ist er wirklich nur erkältet und hat Fieber.
16:24Haben Sie mal einen Apfel?
16:25Na klar.
16:28Ja, komm mal her, Nubi.
16:30Ja, so ist fein.
16:32Ja, komm.
16:33Ja, komm mal her.
16:36Nein, komm mal hier.
16:39Ja, da komm.
16:41Appetit hat er ja, aber warum frisst er nicht?
16:45Das kann daran liegen, dass sich beim Wunschdarkrampf die Kaumuskeln verspannen.
16:52Ja, danke schön.
16:54So.
16:55Zur Sicherheit nehme ich auch gleich noch eine Blutprobe.
16:58Vielleicht ist er ja doch noch erkältet.
17:01Eine Urinprobe wäre auch nicht schlecht.
17:03Ja, ja, aber das wird schon schwerer.
17:05Probieren.
17:06Wir werden also versuchen, die Bauten so zu bauen, dass wir dann eine Rotschef bauen können,
17:12dass die Tiere eigentlich...
17:13Oh, oh.
17:14Na, Sie haben es wohl eigentlich.
17:16Oh, Entschuldigung.
17:17Darf ich ganz kurz vorstellen?
17:18Das ist unsere Zootierärztin, Frau Dr. Mertens.
17:21Guten Tag, freut mich sehr.
17:22Ihr Vater war lange Jahre unser Zoodirektor.
17:25Ein sehr verdienstvoller Mann.
17:27Wie geht's ihm denn?
17:28Soweit ganz gut, danke.
17:29Ich habe ihn ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.
17:31Und Ihre Mutter?
17:32Die ist leider krank.
17:34Oh, es tut mir jetzt aber sehr leid.
17:43Das mache ich gerne, danke.
17:45Und Ihnen einen schönen Tag.
17:47Tschüss.
17:48Ja, hier drüben.
18:07Annett, bringen Sie das bitte ins Labor.
18:09Ich fülle gleich den Laborschein aus.
18:11Und sagen Sie, es ist dringend.
18:13Was ist denn passiert?
18:15Nobe, unser Nashornbulle, hat möglicherweise Wundstarkrampf.
18:23Tierarztpraxis, Annett?
18:25Mhm, sage ich ihr.
18:28Sie sollen zu Dr. Fährmann kommen.
18:30Es ist dringend.
18:32Mhm.
18:49Frau Dr. Weingarten?
18:50Aber der Herr Minister hat in zehn Minuten seinen nächsten Termin.
18:55Herr Minister, Frau Dr. Weingarten?
18:56Mhm.
19:00Guten Morgen, Frau Dr. Weingarten.
19:03Guten Morgen, Herr Minister.
19:05Sie wollten mich sprechen?
19:06Ja.
19:06Was gibt's denn so Dringendes?
19:08Ich muss Ihnen etwas mitteilen.
19:09Mhm.
19:10Und ihr, Sie ist von dritter Seite erfahren,
19:13Sie hat mich doch mit dem Controlling des Projektes der Truppenhalle betraut.
19:17Mhm.
19:19Ich hätte das ablehnen sollen.
19:22Ich bin mit Dr. Fährmann zusammen, dem Zudirektor.
19:29Seit wann geht diese Beziehung?
19:31Seit ein paar Wochen.
19:33Wir haben uns kennengelernt, als unser Ministerium die Gelder für den Bau der Truppenhalle bewilligt hat.
19:39Ich kann Ihnen versichern, dass ich meine Arbeit stets korrekt und völlig unabhängig von meinen persönlichen Beziehungen erledigt habe.
19:44Aber die Öffentlichkeit sieht das vielleicht anders.
19:48Und ich soll Sie jetzt von der Aufgabe entbinden?
19:52Ich möchte das Amt nicht beschädigen.
19:55Es soll nicht heißen, dass in unserem Ministerium persönliche Belange eine Rolle spielen.
20:02Ich würde verstehen, wenn Sie mich entlassen.
20:07Das täte mir sehr leid. Sie machen gute Arbeit.
20:09Danke.
20:11Lieben Sie diesen Mann?
20:12Ja.
20:15Und vor die Wahl gestellt.
20:19Würden Sie sich für ihn oder für Ihre Arbeit entscheiden?
20:28Ich werde das Controlling natürlich jemand anderem übertragen müssen.
20:33Aber ich kann mich nur dann uneingeschränkt vor Sie stellen,
20:38wenn Sie diese Beziehung sofort beenden.
20:43Guten Morgen, Frau Wittig.
20:45Guten Morgen.
20:46Herr Dr. Fährmann, mit dem ich spreche.
20:47Ja.
20:49Frau Dr. Nettens ist da.
20:50Soll reinkommen.
20:52Ich glaube, es gibt Ärger.
20:57Es wird Ihnen sicher nicht entgangen sein,
20:58dass Oberbürgermeister Herrenbrück und ich
21:01ein paar Probleme miteinander haben.
21:03Ich weiß.
21:04Die Sache mit der Denkmalpflege,
21:06die den Weiterbau der Tropenhalle stoppen wollte.
21:08Weil ich mich wegen der Finanzierung der Tropenhalle
21:10an die Landesregierung gewandt habe.
21:12Ja.
21:14Gut.
21:15Und was wollen Sie jetzt von mir?
21:17Ihnen sagen, wie enttäuscht ich von Ihnen bin.
21:20Sie haben dem Oberbürgermeister offensichtlich
21:21gesteckt, dass ich ein Verhältnis mit der Staatssekretärin Dr. Weingarten habe.
21:26Wie kommen Sie darauf?
21:28Weil er Frau Weingarten darauf angesprochen hat.
21:30Und Sie die Einzige sind, die davon weiß.
21:33Das trauen Sie mir tatsächlich zu.
21:35Sie wissen das rein arbeitsrechtlich.
21:37Das Vertrauensverhältnis derart gestört ist,
21:39dass ich Sie fristlos entlassen kann.
21:42Wie kommen Sie auf eine derartige Unterstellung?
21:44Susanne, wir kennen uns jetzt seit 20 Jahren.
21:47Ich war Ihr Professor an der Uni.
21:50Sie hatten mir Ihr Wort gegeben.
21:52Das habe ich auch gehalten.
21:55Lassen Sie mich jetzt bitte allein.
22:03Das ist doch wohl eine Frechheit, was der mir da unterstellt.
22:07Mit wem der ein Verhältnis hat, das ist mir doch vollkommen wurscht.
22:10Warum bringst du nicht so auf?
22:12Na, hör mal.
22:13Ich kann das doch nicht so einfach auf mir sitzen lassen.
22:15Du, dann gehst du einfach früher an Mutterschaftsurlaub
22:17und musst den Kerl nicht mehr sehen.
22:19Ist das alles, was dir dazu einfällt?
22:20Ja, weil ich hätte auch nichts dagegen, wenn du bald zu Hause bleibst.
22:24Hey, ich liebe meine Arbeit.
22:26Und ich liebe unser Kind.
22:28Ich will, dass du auf dich aufpasst.
22:30Und auf unser Baby.
22:31Ich meine Hyänen, Elefanten, Nashörner, was da jeden Tag passieren kann.
22:34Nur einem Türarzt, der nicht aufpasst, dem kann etwas passieren.
22:37Und ich passe auf.
22:39Ich habe doch einfach keine ruhige Minute,
22:41wenn ich daran denke, welchen Gefahren du dich jeden Tag aussetzt.
22:44Hör mal.
22:46Die Chancen, die Straße zu überqueren und von einem Auto gefahren zu werden,
22:49sind jedenfalls größer, als dass ein Tier mir was tut.
22:53Hey, was ist denn los?
22:54Wir müssen zur Bahnhof.
22:58Nur weil ich schwanger bin,
22:59heißt das noch lange nicht, dass ich in Watte gepackt werden muss.
23:04Ich bin eine ganz normale Frau.
23:06Mit einem ganz normalen Beruf.
23:08Wie viele andere auch.
23:23Ich bin ein Typ.
23:28Das ist dich.
23:40Mama! Jonas!
23:45Hallo.
23:46Hi.
23:47Hallo.
23:48Hey Murphy, guck mal, was ich für dich hab.
23:50Ja, guck mal. Du feiner.
23:56Komm, Murphy.
24:04Wie ist Berlin eigentlich?
24:05Cool.
24:06Und deine Schule?
24:08Schön.
24:09Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.
24:11Hast du denn schon Freunde gefunden?
24:14Ja, mach ich.
24:16Hört sich ja wahnsinnig aufregend an.
24:19Ist jedenfalls sehr schön, dass du gekommen bist, Jonas.
24:21Oma wird sich unheimlich freuen.
24:23In so einer Situation muss man unbedingt zusammenhalten.
24:26Ist sie sehr krank?
24:28Ja, deshalb braucht sie uns.
24:30Aber jetzt geht's erst mal ab nach Hause.
24:35Meinst du, dass es ihm wirklich so gut gefällt, wie er sagt?
24:37Naja, wenn's nicht so wäre, würde es nicht zugeben.
24:39Er will ja nicht als Verlierer dastehen.
24:42Soll ich ihn fragen, ob er zu uns zurück will?
24:44Ist das nicht ein bisschen früh?
24:45Ich meine, er ist das erste Mal nach Hause gekommen.
24:48Hm.
24:50Wie dann mal dein altes Bett auch nicht schlecht, oder?
24:53Mir ist tatsächlich gar nicht weg gewesen.
24:55Hat Papa das mit der Schule geregelt?
24:57Dass du zwei Tage nicht zum Unterricht kommst?
25:00Er hat mir eine Entschuldigung geschrieben.
25:01Aber ich muss ihn dreimal drum bitten.
25:03Arbeitet er immer noch so viel?
25:05Ja, ziemlich.
25:06Ich habe doch so viel unternommen.
25:10Am Anfang schon.
25:13Du weißt, dass du jederzeit zu uns zurückkommen kannst.
25:17Soll ich mal mit Papa reden?
25:20Ich bin jetzt an der neuen Schule und Papa will mich in einem Gokot-Ferein anmelden.
25:24Da fahren wir ein richtiges Rennen und ich krieg mein eigenes Kart.
25:27Jonas, komm mal her. Ich muss dir was Schönes sagen. Komm her.
25:32Du bekommst ein neues Geschwisterchen. Wir kriegen ein Baby.
25:35Echt? Wann?
25:37Ach, das dauert noch ein bisschen.
25:41Dann habt ihr einen Ersatz für mich.
25:45Hey!
25:45Für dich gibt es keinen Ersatz, hörst du?
25:48Ohne dich ist unsere Familie einfach nicht komplett getrunken.
25:56Ich hätte niemals geglaubt, dass ich mich so in dich verlieben könnte.
26:01Aber es hat nicht gereicht.
26:04Doch.
26:07Wenn ich bei dir war.
26:10Du hast mich die Welt vergessen lassen.
26:16Dein Minister hat dich für die Wahl gestellt.
26:20Und wenn wir zwei etwas Neues empfangen.
26:23Ohne Druck von irgendjemandem.
26:26Wir können auch woanders glücklich werden.
26:32Reinhard.
26:35Ich liebe dich.
26:39Aber ich liebe auch meinen Beruf.
26:42Und du hast dich für deinen Beruf entschieden.
26:48Ja.
26:51Das mit uns beiden, das...
26:54Das wäre ja nicht gut gegangen.
26:56Nee.
26:57Ich muss meinen eigenen Weg gehen.
26:59Du meinst...
27:01Deine Karriere.
27:05Ich habe viel erreicht.
27:10Aber ich habe auch noch sehr viel vor.
27:22Wenn du mir jetzt ein Taxi rufen könntest.
27:25Natürlich.
27:26Natürlich.
27:31Vielen Dank.
28:08Du musst jetzt los.
28:10Nein, Papa, ich bleib bei dir.
28:11Nein, nein, nein, Charlotte, ich hab gesagt, Alltag.
28:14Es soll alles ganz normal laufen.
28:15Also geh bitte arbeiten.
28:17Ich bin ja hier.
28:36Ich hab den Eindruck, er kriegt kaum noch Luft.
28:38Gefressen hat er auch nichts.
28:40Und er ist irgendwie noch schreckhafter als sonst.
28:42Licht scheint ihn auch zu stören.
28:45Tja, dann bleibt uns gar nichts weiter übrig, als die Hunde aufzuschneiden.
28:49Aber die Betäubung.
28:51Kann genauso tödlich sein, ja, bestimmt.
28:54Aber wir haben keine andere Wahl.
28:55Ich werde jedenfalls nicht zusehen, wie Novi uns eingeht.
28:59Dr. Mertens?
29:01Ja?
29:02Das Labor hat nochmal angerufen und einen Fax geschickt.
29:05Also Wunsch-Darkrampf ist es nicht.
29:10Im Abstrich sind keine Täter, also Regen nachweisbar.
29:14Nichts im Urin, nichts im Blut, gar nichts.
29:17Aber was kann das denn dann sein?
29:19Vielleicht haben die sich ja geirrt.
29:21Ja, oder was verwechselt.
29:22Nein, nein, die sind absolut zuverlässig.
29:26Kein Befund.
29:27Das passt überhaupt nicht zu Nobis Symptomen.
29:30Er hat Krämpfe, zittert.
29:32Er kriegt keine Luft, atmet schwer.
29:34Vielleicht ist es ja eine Vergiftung.
29:37Im Gehege legt auch keiner Reitengift aus.
29:39Um Himmels Willen, nein.
29:41Der Strechnin geht auch auf die Atemwege und löst Muskelkrämpfe aus.
29:46Ich rufe nochmal den Labor an.
29:48Ich werde jetzt eine Feinanalyse machen.
30:11Ist sie immer noch im OP?
30:13Ja, schon seit über drei Stunden ist das normal.
30:17Das kann man so nicht sagen.
30:18Das gibt ja da keine Norm.
30:20Das ist ein schlechtes Zeichen.
30:22Das glaube ich nicht.
30:23Ich kann ja mal reingehen und mich erkundigen.
30:45Das ist ein schlechtes Zeichen.
31:00Das ist ein schlechtes Zeichen.
31:08Das ist ein schlechtes Zeichen.
31:17Mertens?
31:20Ein weißer Niederschlag. Also ein Alkaloid. Und welches?
31:28Verstehe. Aber Sie geben Ihr Bestes, ja? Ich warte auf Ihren Anruf.
31:33Es ist tatsächlich ein Gift. Sie haben winzige Spuren im Marien gefunden.
31:38Und was für ein Gift?
31:39Das wissen Sie noch nicht. Von Alkaloiden. Davon gibt es tausend Sorten.
31:44Strychnin, Koffein, Nikotin, Morphin. Das genau rauszufinden, dauert Stunden.
31:50Ich weiß nicht, ob wir die noch haben.
31:51Vielleicht hat ihm ein Besucher irgendetwas gegeben.
31:55Wieso sollte jemand ein Nashorn vergiften?
31:57Wir haben garantiert nichts Falsches gegeben. Das letzte waren die Äpfel, die Annette und ich ihm gegeben haben.
32:03Ja, und die waren ja nicht vergiftet.
32:10Der Frosch.
32:11Was für ein Frosch?
32:12Der Peilgiftfrosch.
32:14Ich habe ihn doch angefasst und danach habe ich Nobi einen Apfel gegeben.
32:18Ist das Gift auf der Haut etwa ein Alkaloid?
32:21Sie hatten doch Handschuhe an.
32:24Ja, schon. Aber ich glaube, ich habe mir die Hände am T-Shirt abgewischt.
32:28Und Nobi ist da dran gekommen?
32:30Hat er Kontakt zu Ihrer Kleidung?
32:33Als ich ihm den Apfel gegeben habe, wollte er natürlich noch einen.
32:36Und dann hat er mich so angestupt.
32:38Kann das sein?
32:40Ich stupe es nicht allein.
32:43Entweder er hat daran geleckt und das Gift über die Schleimhäute aufgenommen.
32:48Oder es ist über die Hautverletzung angedrungen.
32:50Gibt es da nicht irgendein Gegengift?
32:52Es ist über die Schleimhäute.
33:26Glückshormone, bei mir hilft es, wenn ich mich mal nicht so fühle.
33:36Danke.
33:37Frau Wittig, Sie müssen mir helfen.
33:40Ich brauche dringend die Telefonnummern von allen pharmakologischen und toxikologischen Instituten in und um Leipzig.
33:45Wir müssen herausfinden, ob einer von denen Tetratodoxin vorrätig hat.
33:49Schau mal nach.
33:50Was ist denn passiert?
33:51Unser Nashornbully ist mit dem Hautsekret von einem Pfeilgiftfrosch in Berührung gekommen.
33:55Es gibt auch ein computerunterstütztes Informationssystem für klinische Toxologie.
34:00Darf ich ins Internet?
34:01Ja, bitte.
34:01Vielleicht haben wir da mehr Glück.
34:03Pfeilgiftfrosch, wie kommt das Nashorn daran?
34:05Das erkläre ich Ihnen später.
34:06Auf jeden Fall ist es das einzige Mittel, mit dem wir Nobi eventuell noch helfen können.
34:10Wie heißt es gleich?
34:12Tetrodotoxin, das Gift vom Kugelfisch.
34:14Es ist genauso gefährlich wie das Froschgift.
34:17Beide lämmen das zentrale Nervensystem.
34:18Das eine macht die Zellmembranen durchlässig und das andere verschließt sie.
34:21Das heißt, Sie neutralisieren sich.
34:23Wenn wir Glück haben.
34:24Aber es ist unsere einzige Chance.
34:26Ich rufe in der Uni an.
34:29Das Veterinärmedizinische Institut.
34:30Ich habe eine Nummer von dem Institut in Leipzig und eins in Berlin und die von der Uni in Hamburg.
34:39Oh Gott, wenn Nobi wirklich stirbt, dann ist das nur meine Schuld.
34:46Dr. Mertens hat doch extra gesagt, dass ich vorsichtig sein soll.
34:49Hey, Gott sei Dank ist es dir ja noch eingefallen, was du verzapft hast.
35:02Tetrodotoxin.
35:02Ja, ich verstehe.
35:05Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
35:07Nein, es ist wirklich eilig.
35:09Ja, das ist auch geartig.
35:10Ja, ich weiß.
35:11In Zürich meinen Sie?
35:12In Wien?
35:12Dann versuche ich es dort.
35:13Danke.
35:14Verstehe, Herr Kollege.
35:15Nein, da haben wir es noch nicht probiert.
35:17Tetrodotoxin.
35:18Was nie gehört?
35:20Falls Ihnen doch noch etwas einfällt, dann rufen Sie uns an.
35:22Ja, zu Leipzig.
35:24Wie viel haben Sie vorrätig?
35:26Ja, das müsste reichen.
35:28Die Tropenklinik in Hamburg hat das Mittel.
35:31Nein, mit dem Wagen dauert es zu lange.
35:33Schicken Sie einen Hubschrauber, sonst stirbt das Tier.
35:36Vielen Dank für Ihre Hilfe.
35:38Der Hubschrauber ist in zwei Stunden hier.
35:42Hoffentlich halten Nobi so lange durch.
35:48Ich habe gerade mit dem Chefarzt gesprochen.
35:50Was ist denn, Charlotte?
35:52Sie hat die OP gut überstanden.
35:54Oh Gott, sei Dank.
35:57Aber warum hat das so lange gedauert?
35:58Sie mussten mehr Gewebe entfernen als gedacht.
36:00Der Tumor war nicht klar abgegrenzt.
36:02Aber die Lymphknoten waren nicht befallen.
36:05Das heißt, der Krebs hat nicht gestreut.
36:10Was ist denn, was ist denn, was ist denn, was ist es?
36:38Deo, übernimmst du den Bereich. Daniel, du gehst da an.
36:43Guten Morgen.
36:46Guten Morgen.
36:47Bleibt ihr denn?
36:48Sind Sie überhaupt sicher, dass das Gegengift birgt?
36:51Befrechen kann ich es nicht.
36:52Das Gift vom Pfeilgiftfröschen besteht aus mehreren Substanzen.
36:54Jede hochtoxisch und bei jeder Froschart in unterschiedlicher Zusammensetzung.
36:59Dann wird das ein Schuss ins Blaue?
37:00Das ist das Einzige, was ihr tun könnt.
37:09Er ist so still.
37:13Atmet er überhaupt noch?
37:17Ja.
37:41Da ist er.
37:45Hoffentlich schaffen wir es noch.
38:11Das ist ein Schuss.
38:18Annette, wie sieht's aus?
38:21Bereiten Sie alles vor, wir sind unterwegs.
38:23Und?
38:25Wie ist es hier so ohne mich?
38:28Anstrengend.
38:29Ich krieg jetzt Liebe hoch zwei von unseren Aufpassern.
38:32Ich glaub, Papa erlaubt mir viele Sachen nur, weil er Angst hat, dass ich sonst zu Mama nach Amerika ziehe.
38:37Aber so schlecht ist das gar nicht.
38:38Ich nutze es ja voll aus.
38:41Und bei dir?
38:43Ja.
38:44Berlin ist eigentlich ganz cool.
38:47Komm, mir kannst du es ehrlich sagen.
38:49So glücklich bist du da nicht, oder?
38:51Nein, aber sag bloß nicht meiner Mutter.
38:53Sonst macht die einen Riesenaufstand bei meinem Vater und holt mich zurück.
38:57Und wenn, dann würde ich das selbst erscheinen.
38:59Ich halte dicht.
39:00Ehrenwort.
39:03Anfangs hat mein Vater noch mehr mit mir gemacht, aber jetzt hat er eine neue Freundin und hängt die ganze
39:06Zeit bei der ab.
39:09Neue Freunde hab ich auch noch nicht so gut gefunden.
39:12Und die, die ich in der Schule leiden kann, wohnen alle am anderen Ende von Berlin.
39:15Und was machst du da den ganzen Tag?
39:18Nicht viel.
39:20Wir haben ja nicht so einen tollen Garten wie hier.
39:23Nur so ein doofes Apartment, dann putzt er mal Platz.
39:27Ich spiel dann halt den ganzen Tag Computer.
39:30Ist aber auch nicht so der Burner, oder?
39:33Herr Becker, Jonas, kommt, wir müssen los.
39:35Wir müssen Susanne noch vom Zoo abholen und dann zu Oma ins Krankenhaus.
39:38Wir kommen!
39:42Aber halt, ja, die Klappe, ja?
39:44Kannst du dich auf mich verlassen?
39:49Das habt ihr ja wieder ausgeheckt.
39:51Papa?
39:52Ja?
39:54Kannst du ein Geheimnis für dich behalten?
39:56Ja, klar.
39:57Gut.
39:58Ich auch.
40:02Sehr witzig.
40:14Hey, du bleib mal ganz ruhig.
40:37Ich kann schon das Antidot in die Ohrwene spritzen.
40:40Woanders komme ich nicht durch die Haut.
40:41Ja, wie wollen Sie da rankommen?
40:43Das hilft dir nichts.
40:44Ich muss da rein.
40:45Das geht nicht.
40:46Auch wenn er sich jetzt nicht rührt, das ist viel zu gefährlich.
40:48Herr Weidner hat recht.
40:49Schon gar nicht in Ihrem Zustand.
40:53Dann mache ich das.
40:54Nein.
40:57Bitte.
40:59Nobi kennt mich und Spritzen habe ich bei ihm gelernt.
41:12Gehen Sie von der Seite.
41:14Ganz ruhige Bewegungen.
41:20Ja.
41:22Sehr gut, Annette.
41:24Pstst, noch ein bisschen höher.
41:30Ja.
41:43Ganz ruhige Bewegungen.
41:50Ja.
41:51Ja.
42:19Es scheint zu wirken.
42:22Es wäre großartig.
42:27Ich bin stolz, dass Sie ermutigen.
42:33Lassen Sie ihn raus.
43:04Nehmen Sie sich den Rest des Tages frei und kümmern Sie sich um Ihre Mutter.
43:07Danke.
43:20Ich habe jetzt tatsächlich Appetit auf Himbeeren mit Schlagsahnen.
43:27Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist.
43:31Naja, ich weiß nicht. Ich glaube, die Narbe wird ziemlich groß sein.
43:36Das ist doch vollkommen egal. Hauptsache, der Krebs ist weg.
43:40Charlotte, für mich bist du die schönste Frau der Welt.
43:44Okay, aber ich habe solche Angst gehabt.
43:47Ich auch.
43:50Ja?
43:51Hallo!
43:52Hi!
43:53Jonas!
43:54Jonas, Rebecca, kommt rein alle.
43:57Die sind für dich.
43:59Och, danke.
44:00Wie geht's dir denn?
44:01Gut.
44:02Charlotte hat schon wieder Appetit.
44:04Sind die Himbeeren mit Schlagsahne erlaubt?
44:06Na klar.
44:07Hier, das habe ich dir mitgebracht.
44:09Kannst du die auf deinen Nachttisch stellen?
44:10Ach, so schön, dass ihr alle da seid.
44:15Aber wir reden jetzt nicht die ganze Zeit über Krankheiten.
44:17Nein, die kommen doch überhaupt nicht in Frage.
44:26Sie glauben also, dass ich meine Beziehung zur Staatssekretärin Beingarten ausgenutzt habe,
44:30damit die Landesregierung den Bau der Tropenhalle finanziert?
44:34Ja.
44:35Und deshalb denke ich auch, dass Sie auf Ihrem Post nicht mehr lange zu halten sind.
44:40Als die Mittel bewilligt worden sind, bestand ein rein dienstliches Verhältnis zwischen Frau Weingarten und mir.
44:46Aber wenn Sie unbedingt jemand anderen auf meinem Posten sehen möchten,
44:51dann bitte mit einer sachlichen und fachlichen Begründung.
44:54Und nicht, weil jemand privaten Tratsch verbreitet.
44:57An dem ja wohl etwas dran ist.
44:59Wenn Sie etwas wissen wollen, fragen Sie in Zukunft gefälligst mich und nicht meine Tierärztin.
45:05Frau Dr. Mertens?
45:07Wer hat damit überhaupt nichts zu tun?
45:10Nein.
45:11Meine Referentin hat Sie und Frau Weingarten letztes Wochenende in einem Wellness-Hotel gesehen.
45:17Die Beziehung ist beendet.
45:20Selbst der Minister weiß Bescheid.
45:22Also machen Sie sich nicht lächerlich.
45:25Sie haben sicher nichts dagegen, wenn ich jetzt wieder an meine Arbeit gehe.
45:34Einen schönen Tag noch.
45:43Nehmen Sie doch bitte Platz.
45:45Danke.
45:48Frau Dr. Mertens, ich war beim Oberbürgermeister.
45:51Ich möchte mich bei Ihnen in aller Form entschuldigen.
45:55Ach ja.
45:57Ich habe Ihnen Unrecht getan.
46:00Ich weiß jetzt, dass Sie Ihr Versprechen gehalten haben.
46:05Akzeptiert.
46:09Wenigstens müssen Sie jetzt nicht mehr Verstecken spielen.
46:13Lena und ich, wir haben uns getrennt.
46:19Oh.
46:21Schade.
46:22Ja.
46:25Du rufst uns sofort an, sobald du in Berlin bist, ja?
46:28Mach ich.
46:33Es war schon mal was.
46:35Du weißt, was ich dir gesagt habe.
46:40Gib einfach ein Zeichen.
46:42Wir warten.
46:52Ey Kumpel ist ja dran, dann bin ich irgendwie.
46:55Schade!
47:07Wir den Händen م
47:15Am liebsten hätte ich ihn da behalten.
47:17Das mit dem Giftforsch hast du mir gar nicht erzählt.
47:20Ach komm, Schatz, fang nicht wieder damit an.
47:22Ich bringe unsere Bibel schon gesund zur Welt.
47:26Fehrmann hat mich gebeten, nach der Geburt so bald wie möglich wieder zurück in den Zoo zu kommen.
47:30Was hast du gesagt?
47:33Dass ich das noch mit dir besprechen muss.
47:36Ich weiß zwar nicht, ob ich das wirklich will, aber vielleicht können wir uns das Elternjahr ja auch teilen.
47:43Ein halbes Jahr ich, ein halbes Jahr du?
47:48Rebecca, komm!
47:52Darüber müssen wir schon noch mal reden.
48:33Untertitelung des ZDF für funk, 2017
48:36Untertitelung des ZDF für funk, 2017
48:37Katie, Olivia wunderbar vor der Grundelung des ZDF für funk, 2017
48:37holidays, 2017
48:37Y nói Du,
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