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KurzfilmeTranskript
00:00Ich werde überhaupt nichts mehr für dich tun. Hast du mich verstanden?
00:02Du bist für mich ein für alle Mal gestorben.
00:38Du bist für mich.
00:41Du bist für mich.
01:12Du bist für mich.
01:16Du bist für mich.
01:18Du bist für mich.
01:33Du bist für mich.
01:39Du bist für mich.
02:05Du bist für mich.
02:07Wir haben sich.
02:07Und wer möchte ich michけど anwalten?
02:08Wie beruhigend.
02:09Hören Sie, ich hoffe wirklich, Sie haben alles im Griff, ich muss mich nämlich im Augenblick
02:13blind auf Sie verlassen können.
02:14Das können Sie, Frau von Fein.
02:16Na schön.
02:16Und?
02:17Was tut Richard?
02:18Was hat er vor?
02:19Haben Sie etwas herausbekommen.
02:20Na, also ehrlich gesagt musste ich mich nicht sonderlich anstrengen.
02:24Schließlich spielt er sich hier als großzügiger Retter auf.
02:26Sie hat mal seine Rede an die Belegschaft hören sollen.
02:27Und alle sind ihm ja so dankbar.
02:29Er spielt sich als Retter auf?
02:32Ja, er will die Manufaktur doch nicht zerschlagen.
02:35Hat er das etwa vor?
02:37Nee, jetzt angeblich nicht mehr.
02:38Aber ich trau dem Mann nicht.
02:40Ich bin ihm auch gleich heftig in die Parade gefahren.
02:43Sie sind was?
02:44Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich so dämlich oder tun Sie nur so?
02:47Ich bezahle Sie nicht dafür, dass Sie meine Firma heimlich sabotieren,
02:50sondern dafür, dass Sie die Stellung halten, bis ich wieder da bin.
02:54Ja, aber genau das tue ich doch.
02:55Ich wollte doch nun...
02:56Aber jetzt hören Sie auf zu denken, verstanden?
02:59Und tun stattdessen das, was mein Mann Ihnen sagt.
03:02Ihr Mann?
03:04Ich verstehe nicht.
03:05Was ist denn daran, mich zu verstehen?
03:07Richard hat seine soziale Ader entdeckt.
03:09Wie schön.
03:10Wenn er damit die Manufaktur über Wasser hält, bis ich zurück bin, soll es mir recht sein.
03:14Verstehe.
03:15Wir kollaborieren.
03:16Sie verstehen gar nichts.
03:18Und ich frage mich langsam ernsthaft, was mich Momenten mehr beunruhigt.
03:21Die Tatsache, dass Richard die Firma leitet oder dass Sie meine rechte Hand vor Ort sind.
03:25Frau von Weiden, ich verspreche Ihnen...
03:27Versprechen Sie lieber nichts.
03:29Tun Sie das, was ich Ihnen sage und ich bin glücklich.
03:32Und jetzt gehen Sie zu meinem Mann und entschuldigen Sie sich.
03:35Ich soll was?
03:36Wegen Sie ihn in Sicherheit.
03:38Geben Sie ihm ein gutes Gefühl und kriegen Sie heraus, was er vorhat.
03:42Natürlich.
03:43Ich will, dass Sie mich über jeden Schritt meines Mannes aufklären.
03:47Jetzt gehen Sie schon.
03:49Aber gerne doch.
03:51Nichts lieber als das.
04:10Bist du sicher, dass Annabelle von Weiden Noras Mutter ist?
04:17Wir haben das Foto.
04:21Und Frau Wiegans Aussage, es besteht kein Zweifel.
04:26Das Einzige, was sie nicht weiß, ist, wer Noras Vater ist.
04:32Aber wir dachten doch, das ist Werner Grafenberg.
04:34Ach, das ist doch unter diesen Umständen vollkommen unmöglich.
04:37Werner und Annabelle.
04:40Da haben wir die ganze Zeit gesucht und Noras Mutter war so nah.
04:44Ja, viel zu nah.
04:46Und du gibst mir doch sicher recht, dass das nicht gerade die Traummutter ist, die wir für Nora gesucht haben.
04:51Nein.
04:53Aber Nora muss es trotzdem erfahren.
04:56Ja, ich verstehe.
05:00Sie ist die Einzige, die zumindest ansatzweise die gleiche Sprache spricht wie Annabelle von Weiden.
05:05Naja, manchmal zumindest.
05:07Gleich und gleich gesellt sich gern.
05:10Jedenfalls noch.
05:12Du meinst, wenn Annabelle von Weiden erfährt, dass Nora ihre Tochter ist, dann...
05:17Ja, Fakt ist, Annabelle wird nicht teilen wollen.
05:21Die Familie Grafenberg ist daran zerbrochen, dass Annabelle ihr Erbe bis aufs Messer verteidigt hat.
05:28Jedenfalls das, was sie für ihr Erbe gehalten hat.
05:32Diese Frau möchte man nicht zum Feind haben.
05:35Aber zum Freund auch nicht.
05:47Hallo?
05:50Herr von Weiden?
05:53Oh Gott.
05:57Hallo?
05:59Hallo, hören Sie mich?
06:05Oh nein.
06:07Mir glaubt doch kein Mensch, dass ich damit nichts zu tun hab.
06:12Hallo?
06:15Simon ist also dein Chef?
06:16Ja.
06:17Der Beste der Welt.
06:19Ach, wirklich?
06:20Danke, aber ich muss mich entschuldigen dafür, dass ich Sie gestern und heute im Stich gelassen habe.
06:25Ach, das ist in Ordnung.
06:26Kein Problem.
06:27Ich hab ja dann doch noch alles hinbekommen.
06:29Tja, das ist mein Arbeitsreich, zumindestens für einen Teil des Tages.
06:34Naja, immerhin kommst du inzwischen wenigstens mal für ein paar Stunden aus deinem Atelier.
06:37Ach, hat er sich da früher auch immer eingeschlossen?
06:39Ja, er kam nur raus, wenn es was zu essen gab oder wenn er...
06:41Ich warne dich, keine Familie hinterher noch.
06:43Das könnte ja glatt gegen ihn verwendet werden.
06:46Was ist, trink mal jetzt noch eine Tasse Kaffee, bevor du gehst?
06:49Jetzt weiß ich, was mir die ganze Zeit gefehlt hat.
06:51Und, was ist das?
06:52Meine direkte und offene Art, denke ich mal.
06:54Ja, so könnte man das auch nennen.
06:57Nora!
06:58Es ist was passiert.
06:59Was denn?
07:00Ich schwöre, als ich reinkam, lag er schon da.
07:02Wo rein?
07:03Von wem redest du überhaupt?
07:05Herr van Weiden.
07:06Er liegt bewusstlos in seinem Büro.
07:21Hallo, können Sie mich hören?
07:23Ruf deinen Rettungswagen.
07:25Mach ich.
07:26Ja, dann eine Sanitäterausbildung.
07:30Ja, guck mal, Herr Kansen, mein Name.
07:32Wir brauchen einen Rettungswagen in die Manufaktur.
07:34Ja, in die Porzellanmanufaktur.
07:36So schnell wie möglich. Danke.
07:38Er atmet noch.
07:40Schauen wir mal, ob er das hier spüren kann.
07:45Schön, dass Sie wieder bei uns sind.
07:47Jetzt wird Ihnen gleich besser gehen.
07:50Vermutlich Herz-Kreislauf-Versagen.
07:52Er sollte auf jeden Fall in eine Klinik zur Überprüfung.
07:58Alles in Ordnung?
08:00Wir sind ein bisschen schwindelig.
08:02Komm.
08:02Setz dich.
08:12Wir müssen Nora auf jeden Fall sagen, wer ihre Mutter ist.
08:17Ich fürchte nur, sie wird mir im Moment nicht zuhören.
08:19Ich habe es schon versucht.
08:21Aber ohne Erfolg.
08:22Wirklich?
08:23Ja.
08:24Gestern Abend.
08:25Aber sie war so wütend, sie wollte gar nichts davon hören.
08:28Vielleicht hat sie mich da gerade mit Simon zusammen gesehen.
08:31Ja.
08:32Das würde ja einiges erklären, warum sie so aufgebracht war.
08:35Nora hat ein Recht darauf zu erfahren, wer ihre Mutter ist.
08:41Ich hätte ihr eine liebevollere Frau zur Mutter gewünscht.
08:44Hm.
08:45Und was ist, wenn Annabella fährt, dass Nora ihre Tochter ist?
08:50Was geschieht dann?
08:52Du meinst, sie könnte Nora gefährlich werden?
08:54Hm.
08:55Wenn es um ihren Besitz und ihren Status geht, da kennt Annabelle keine Skrupel.
09:02Aber solange sie im Gefängnis sitzt, sind ihr die Hände gebunden?
09:05Ja.
09:05Das ist unser Glück.
09:08Ich habe Nora versprochen, heute Nachmittag zu fahren.
09:14Ist es denn so schlimm hier?
09:17Ich will Simon nicht wieder begegnen.
09:20Jedes Mal, wenn wir uns in die Augen sehen, dann passiert was Magisches.
09:25Aber das ist doch das schönste Gefühl der Welt.
09:28Aber dann geht alles wieder von vorne los.
09:31Also, du kennst meine Meinung dazu.
09:33Simon liebt dich und nicht deine Schwester.
09:37Also, was machen wir nun?
09:39Selbst wenn ich bleibe, ich glaube nicht, dass Nora mir zuhören wird.
09:46Ich weiß nicht, wie ich an sie rankommen soll.
09:50Der Schmerzreflex hat sofort funktioniert.
09:53Danach war er wieder ansprechbar.
09:54Gute Arbeit, Kollege.
10:02Simon?
10:03Ja?
10:04Kannst du mir vielleicht ein bisschen was erzählen?
10:06Ja.
10:14Es war so furchtbar, als er einfach so da lag.
10:20Na ja, zum Glück hast du ihn ja rechtzeitig gefunden.
10:23Ja.
10:24Ich hatte plötzlich so ein merkwürdiges Gefühl draußen am Empfang.
10:28Dann bin ich einfach losgelaufen.
10:30Wie?
10:30Du hast gespürt, dass Richard von Weiden in seinem Büro umgekippt ist?
10:34Na ja, nicht direkt gespürt, aber...
10:38Na ja, jedenfalls bist du mal genau dann da, wenn irgendjemand hilflos auf dem Boden liegt.
10:41Fast wie ein rettender Engel.
10:42Findest du nicht?
10:46Jedenfalls bin ich froh, dass ich helfen konnte.
10:55Oh, das war alles ein bisschen viel, Leute.
10:59Da hast du allerdings recht.
11:01Was hältst du davon, wenn wir zusammen eine Kleinigkeit essen gehen?
11:04Ich dachte, die ist schwindelig.
11:06Ja, ja, aber es geht schon wieder.
11:10Aber eine kleine Stärkung würde uns sicher gut tun.
11:13Ja, warum nicht? Ich wollte sowieso nochmal mit dir reden.
11:23Alles klar. Okay. Tschüss.
11:26Du bist also Rettungssanitäter?
11:29Nicht direkt. Ich habe meinen Zivildienst als Rettungsfahrer gemacht.
11:32Ganz schön beeindruckend.
11:33Ach, es war eine ganz normale Erste-Hilfe-Maßnahme.
11:37Na ja, ich weiß nicht, ob ich das könnte.
11:39Ja, wenn du willst, dann können wir mal einen Crashkurs machen.
11:43Gerne.
11:44Ich meine, das ist reiner Selbstzweck.
11:46Ich komme jetzt öfters vorbei und falls ich mal umkippen sollte,
11:49na ja, man will ja nicht von jedem Mund zu Mund beatmet werden.
11:55Ja, keine Angst.
11:56Wir können ja mal mit einem Druckverband anfangen.
12:00Ja, dann werde ich mal meinen Bruder suchen und mich von ihm verabschieden.
12:05Und sag deiner Freundin, sie braucht sich keine Sorgen machen.
12:08Ihr Vater ist bald wieder über dem Berg.
12:10Mach ich. Danke nochmal.
12:12Sag mal, wo ist Lissi überhaupt?
12:15Keine Ahnung.
12:17Vorher im anderen Büro war sie noch da?
12:19Sokrates ist auch nicht da.
12:21Da stimmt was nicht.
12:25Wie sehr Nora mich hassen muss.
12:27Und sie hat recht.
12:29Ich musste mich ja ausgerechnet in denselben Mann verlieben wie sie.
12:33Es gibt nur eine Lösung für alles.
12:36Ich muss Falkenthal verlassen.
12:38So wie ich es vorhatte.
12:41Aber kann ich das jetzt noch?
12:44Wie wird es Nora aufnehmen, wenn sie erfährt, dass Annabelle ihre Mutter ist?
12:49Wie wird Annabelle reagieren?
12:52Kann ich Nora jetzt wirklich allein lassen?
12:54Nora hat doch nur mich.
12:57Mich und eine Mutter, die man niemanden wünschen möchte.
13:17Weit kann sie ja nicht sein.
13:18Das Auto hat sie auch stehen gelassen.
13:21Ach, wir finden sie schon.
13:22Langsam mache ich mir echt Sorgen.
13:24Macht sie sowas öfter?
13:25Also, einfach abhauen?
13:27Nein.
13:28Deswegen mache ich mir ja so einen Topf.
13:30Ah, der ist so krates.
13:32Hey, Lissi.
13:33Lissi, warte.
13:37Lissi, warte doch mal.
13:39Hey.
14:01Haben Sie es schon erlebt?
14:08Ein furchtbarer Tag.
14:14Ich habe keinen Appetit.
14:16Möchtest du dann vielleicht was trinken?
14:18Ein Wasser.
14:22Zwei Wasser und erst mal ein bisschen Brot.
14:25Selbstverständlich.
14:29Ja, wenn so etwas Schreckliches wie eben passiert, dann wird einem Essen bewusst, wie belanglos manche Dinge im Alltag sind.
14:39Unser kleiner Streit vorhin zum Beispiel...
14:41Unser kleiner Streit?
14:42Ja.
14:43Ich denke, wir sollten nicht mehr darüber reden.
14:45Schließlich...
14:45Unser kleiner Streit?
14:47Unser kleiner Streit, wie du ihn so schön nennst, ist etwas, über das wir sehr wohlreden müssen.
14:52Und zwar am besten sofort.
14:57Ich konnte es einfach nicht mit ansehen, wie er da so helflos lag.
15:02Das kann ich gut verstehen.
15:07Ich habe ihn noch nie so gesehen.
15:08Mein Vater weiß sonst immer was zu tun.
15:10Es hat immer alles unter Kontrolle.
15:11Und jetzt...
15:12seit Vicky tot ist er.
15:14Hey, dein Vater hatte einen Schwächeanfall.
15:17Er hat sich wohl etwas übernommen in der letzten Zeit.
15:19Aber glaub mir, er wird bald wieder bei euch zu Hause sein.
15:23Und wenn nicht?
15:24Was, wenn er auch noch stirbt?
15:26Ach, Lissi, das war einfach alles ein bisschen viel für dich.
15:29Deinem Vater geht es bestimmt bald wieder gut.
15:31Und deiner Familie...
15:32Meine Familie?
15:34Ich habe überhaupt keine Familie.
15:35Ich hatte nie eine Familie.
15:37Seit meine Mutter tot ist, habe ich nur noch meinen Vater.
15:39Ich habe nur noch meinen Vater.
15:41Ich habe nur noch meinen Vater.
15:43Darf ich fragen, was mit deiner Mutter passiert ist?
15:47Sie ist bei einem Autounfall gestorben, als sie noch ziemlich klein war.
15:52Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich fast kaum noch an sie erinnern.
15:55Es tut mir leid.
16:00Sie war die Erste, die mich alleingelassen hat.
16:03Und dann Max, mein Halbbruder.
16:05Erst hieß es, er ist tot.
16:07Und dann kam er wieder.
16:08Und jetzt...
16:10Er ist in meiner psychiatrischen Klinik.
16:12Und wer ist Vicky?
16:22Vicky ist meine Halbschwester.
16:23Sie ist vor ein paar Wochen gestorben.
16:38Eigentlich habe ich sie immer ziemlich gehasst.
16:41Darf ich fragen, warum?
16:44Weil sie immer Dettys Liebling war.
16:49Sie hatte alles, was mein Vater an mir vermisst.
16:51Sie war immer die zierstrebige, die die alles richtig gemacht hat.
16:56Wahrscheinlich war sie sogar eines Tages in Papas Fußstapfen getreten.
16:59Und ich habe nicht mehr Abitur gemacht.
17:03Noch nicht.
17:05Machen wir uns doch nichts vor.
17:08Den Vicky-Status hätte ich nie erreicht.
17:11Große Geschwister werfen große Schatten.
17:13Ich weiß, wovon du sprichst.
17:15Willkommen im Club.
17:17Sag bloß, du hast auch ältere Geschwister.
17:19Ja, ein Bruder, er ist Ben.
17:21Er hat jetzt geheiratet.
17:23Und er ist wirklich der beste Bruder, den man sich wünschen kann.
17:28Vicky war als Schwester eigentlich auch immer ziemlich in Ordnung.
17:32In letzter Zeit haben wir uns so gut verstanden, dass wir fast Freunde geworden sind.
17:37Und jetzt ist sie auch weg.
17:39Wie alle anderen.
17:40Ich bleib noch ein bisschen.
17:46Also, ich auch, wenn ihr nichts dagegen habt.
18:17Danke, danke.
18:18Danke, danke.
18:18Ich bin doch eigentlich kerngesund.
18:20Mhm, das bin ich auch.
18:22Aber ich werde dabei nicht bewusstlos und muss von Rettungssanitätern in eine Klinik gebracht werden.
18:26Ach komm, jetzt war ein kleiner Schwächeanfall.
18:28Der Doktor hat gesagt, ein paar Tage Ruhe genügen und dann...
18:30Hier zu Hause habe ich das Sagen und nicht der Arzt.
18:33Und ich sage...
18:34Entschuldigen Sie, dass ich störe.
18:36Ach, kommen Sie nur, Eva.
18:37Der Tee.
18:40Es ist alles meine Schuld.
18:41Aber Frau Landmar, bitte.
18:43Ja, ich hätte Sie nicht bitten sollen, sich um die Manufaktur zu kümmern.
18:47Sie haben gerade genug andere Sorgen.
18:50Ja, hinter denen ich mich verschanzt habe.
18:53Ich habe gedacht, ich könnte besser mit dem Tod meiner Tochter umgehen, aber...
18:57Das war wohl ein Irrtum.
18:59Na, jetzt ruhen Sie sich erst einmal aus.
19:02Und dann werden Sie richtig gesund.
19:04Die Manufaktur kann auch...
19:05Für alles eine Lösung finden.
19:07Auf keinen Fall werden wir die Belegschaft im Stich lassen.
19:10Es war richtig, in die Manufaktur zu gehen.
19:13Danke.
19:14Und gute Besserung.
19:16Danke, Frau Landmar.
19:20Ich bin froh, dass du...
19:21Dass ich endlich zugebe, dass ich auch nur ein Mensch bin.
19:27Als ich da an Annabelles Schreibtisch saß, hat mich alles wieder eingeholt.
19:34Ich musste daran denken, was diese Frau unserer Tochter alles angetan hat.
19:39Und als in das Telefon klingelte und Annabelle dran war da...
19:42Was? Annabelle hat dich aus der Untersuchungshaft angerufen?
19:44Ja, sie hat so getan, als wäre nichts geschehen.
19:46Als hätte sie unsere Tochter nicht auf dem Gewissen.
19:49Und da plötzlich ist mir schwindlig geworden und...
19:51Bitte, reg dich nicht auf, reg dich nicht auf.
19:52Diese Frau ist es nicht wert.
19:54Ja.
19:57Da hast du recht.
20:00Und trotzdem werde ich keinen Frieden finden, bevor Annabelle nicht verurteilt ist.
20:03Und ihre gerechte Strafe bekommen hat.
20:07Als bin ich meiner Tochter...
20:10Das sind wir unserer Tochter schuldig.
20:22Was dachtest du, wie es zwischen uns weitergehen würde?
20:26Du hast doch gespürt, dass etwas nicht stimmt.
20:28Sonst hättest du mich nicht angelogen und behauptet, du wärst die Frau hinter der Maske.
20:31Ich hab dich nicht angelogen.
20:33Ich hab mich in dich verliebt.
20:35So wie du dich in mich verliebt hast.
20:38Oder warum warst du die ganzen Wochen über mit mir zusammen?
20:41Sicher, ich hab zuerst gedacht, dass ich mich in dich verliebt hätte, aber...
20:45Ich dachte, du wärst diejenige, der ich damals im Atelier begegnet bin.
20:49Aber es hat immer irgendetwas gefehlt.
20:52Simon, du hast damals zwei Augen hinter einer Maske gesichert.
20:56Und mit mir warst du die ganze Zeit zusammen.
20:59Das hat dir doch gefallen.
21:00Nein, Nora, du verstehst es nicht.
21:04Ich hatte oft das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
21:07Wenn ich deine Augen sah, dann...
21:08Aber du hast nie was gesagt.
21:10Weil ich es nicht wahrhaben wollte.
21:12Weil ich dachte, du wärst die Frau, in die ich mich verliebt habe.
21:16Ich wollte dich nicht verlieren.
21:20Ich war an dich verliebt.
21:23Ich bin's immer noch.
21:26Mein Gott, wir hatten so eine schöne Zeit zusammen.
21:32Wenn man jemanden liebt, sollte man dann nicht immer offen und ehrlich mit ihm über alles reden können?
21:39Doch, natürlich.
21:42Hör zu, Nora, ich...
21:43Und du?
21:44Warst du denn immer ehrlich?
21:46Oder hast du mich nicht auch die ganze Zeit belogen?
21:48Ich dich eingelogen?
21:50Wann?
21:51Als du mich geküsst hast.
21:53Als du mich gemalt hast.
21:55Als du mir gesagt hast, dass du mich magst.
21:57Mich.
21:58Es waren immer meine Augen, in die du dabei geguckt hast.
22:01Es ist eben nicht, Nora.
22:03Es waren eben nicht deine Augen.
22:07Es tut mir leid.
22:11Ich liebe nicht dich.
22:12Ich liebe Luisa.
22:17Es ist vorbei.
22:32Auch wenn Simon jetzt sagt, dass er mich liebt und nicht Nora,
22:35so wird er vielleicht seine Gefühle für sie wieder entdecken.
22:39Schließlich hat er doch etwas für sie empfunden, bevor er mich getroffen hat.
22:43Und vielleicht findet Nora selbst mit Annabelle als Mutter
22:46die Familie, nach der sie sich ihr Leben lang gesehnt hat.
22:50Vielleicht kann dann wenigstens eine von uns hier in Falkenthal glücklich werden.
23:00Ich muss es Nora sagen.
23:02So schnell wie möglich.
23:05Und danach werde ich gehen.
23:22Du hast mir gerade noch gefehlt.
23:28Zahl, bitte.
23:40Ich bin so froh, dass du
23:43wieder da bist.
23:45Hier bei mir,
23:46bei uns.
23:51Du warst so weit weg.
23:53Viel zu weit weg.
23:54Von uns allen.
23:57Ich war's.
23:59Und es tut mir sehr leid.
24:00Aber ich...
24:06Als ich von Victorias Tod erfuhr,
24:09da...
24:11Für einen Augenblick dachte ich,
24:13ich kann ohne meine Tochter nicht leben.
24:16als wäre ein Teil von mir mit ihr gestorben.
24:20Ich habe geglaubt, ich könnte damit fertig werden.
24:24Als würde der Schmerz mich nicht erreichen.
24:29Wir mussten alle versuchen,
24:31mit den Dingen zurechtzukommen.
24:34Und das war eben deine Lösung.
24:37Ja,
24:38aber es war keine Lösung.
24:41Ich war...
24:42Ich war ungerecht.
24:44Dir und vor allem,
24:45Lissi gegenüber.
24:46Ich war auch ungerecht.
24:48Lissi.
24:50Ich hatte geglaubt,
24:52mein Vater könnte alle Probleme
24:54dieser Welt auf einmal lösen.
24:56Mit dem Schmerz um Victoria umgehen.
24:59Mit dem Hass gegen Annabelle.
25:01Und dann auch noch die Manufaktur retten.
25:04Du hast eben große Stücke
25:05auf deinen alten Vater gehalten.
25:08Das tue ich auch immer noch.
25:13Ich bin so froh,
25:14dass es dir wieder besser geht.
25:16Ich habe dich so vermisst.
25:18Ich dich auch, meine Kleine.
25:20Ich dich auch.
25:39Tja, und dann ist Herr Van Weyden
25:40wieder zu Sie gekommen.
25:41Nachdem Sebastian
25:42ihm nur gekonnt
25:43ein paar Handkräfte angelegt hat.
25:44So habe ich es zumindest gehört.
25:45Ist das wahr?
25:46Ja, das stimmt.
25:48Das würde ja bedeuten,
25:49dass unser Basti Herrn Van Weyden
25:51quasi das Leben gerettet hat.
25:53Tja, mein Sohn.
25:55Also ich kann mich noch
25:56an ihn erinnern,
25:57da war er so.
25:59Lässt mein großer Bruder
26:00etwa schon wieder über mich?
26:02Oh nein, ganz im Gegenteil.
26:05Basti, da bist du ja endlich.
26:07Hallo, Mama.
26:09Mama, hatten wir nicht was vereinbart?
26:12Hatten wir?
26:13Hatten wir.
26:14Kein Basti mehr.
26:17Also, kennst du Eva Landmann noch?
26:20Hallo, Sebastian.
26:21Na, kein Problem,
26:22ist schon lange her.
26:23Hallo, Eva.
26:24Ich darf dich doch Eva nennen, oder?
26:25Ja, selbstverständlich.
26:26Wer meinem Chef das Leben rettet,
26:27der darf das.
26:28Jetzt komm, Sebastian,
26:29setz dich.
26:29Gut, dann bist du dir zuerst
26:30das Haus ansehen.
26:31Ja, gerne.
26:32Kommst du mit, Simon?
26:32Nein, entschuldige dich.
26:33Ich habe noch etwas
26:34im Atelier zu arbeiten.
26:36Okay, gut.
26:36Dann gehen wir beide.
26:37Aber in einer Viertelstunde
26:38gibt es Abend.
26:38Ja, ja, ja.
26:39Komm.
26:40Simon, du isst doch mit uns, oder?
26:42Sei mir nicht böse,
26:43aber ich habe keinen Hunger.
26:44Ist alles in Ordnung?
26:45Oder ist deswegen...
26:48Mach dir keine Sorgen, okay?
27:35Es tut mir leid.
27:37Ich liebe nicht dich,
27:38ich liebe Luisa.
27:43Es ist vorbei.
28:09Warte, bleib genauso.
28:15Was hörst du vor?
28:18Genau das hat die ganze Zeit
28:19dem Entwurf gefehlt.
28:20Ich habe es gewusst.
28:22Warte mal.
28:23Du willst mich doch jetzt
28:25einen Moment
28:26nicht zeichnen, oder?
28:27Doch, will ich.
28:31Fotos haben keine Seele.
28:33Sie zeigen nur, was ist.
28:36Eine Zeichnung hingegen sieht,
28:38dass kein Foto sehen kann.
28:43Und was ist das?
28:46Liebe.
28:48Liebe.
28:48Liebe.
28:59Liebe.
29:11Musik
29:48Fünf Tage Erholungsurlaub on der Nordsee. Klingt echt gut. Kann ich nicht mitkommen, Papa?
29:54Dein Vater soll sich erholen, Lissi.
29:56Was soll das denn heißen?
29:59Also, wenn du mich fragst, eine Woche ist viel zu wenig. Du solltest lieber einen Monat oder noch länger ausspannen.
30:05Ach, du wirst mich loswerden. Es tut mir leid, Lissi, aber ich brauche dich hier vor Ort. Du musst dein
30:09Auge auf deine Stiefmutter haben.
30:11Glaubst du, sie hat einen Liebhaber?
30:13Stiefmutter? Wie das klingt.
30:15Ach, und der Vorwurf des Liebhabers, der stört dich gar nicht. Muss ich mir Gedanken machen.
30:20Im Ernst, Richard. Eine Woche ist wirklich viel zu wenig. Du hattest einen Kreislaufkollaps.
30:25Helena hat recht. Du brauchst jetzt ein bisschen Zeit für dich.
30:29Das ist ja eine Verschwörung.
30:32Und habt ihr euch auch Gedanken darüber gemacht, wer sich so lange um die Geschäfte kümmert?
30:37Die van Weidengroot wird von meinem Prokuristen geleitet, aber die Manufaktur?
30:41Tja, das kann ich doch machen.
30:42Du?
30:43Ja, warum nicht?
30:44Nicht. Anscheinend liegt es doch hier allen am Herzen, dass die Manufaktur weitergeführt wird.
30:47Was würdest du tun?
30:49Na dann kann sich Nora Maywald ja mal warm anziehen.
30:52Luisas Schwester? Warum?
30:54Die fühlt sich ganz gerne mal als Chefin auf, wenn niemand anderes in der Nähe ist.
30:58Wie bitte?
30:59Ja.
31:00Annabelle hat sie ja angeblich zu ihrem verlängerten Arm ernannt.
31:03Und das nutzt sie gehörig aus.
31:05Sie hat Maike sogar an den Empfang gesetzt, weil sie selber zu faul ist, ans Telefon zu gehen.
31:09Bis Papa sie dann endlich zurückgepfiffen hat.
31:12Na, dann wird sich Annabelles Wachrund aber umgucken, wenn ich jetzt da bin.
31:15Dann ist also wohl schon alles entschieden, oder was?
31:18Ja.
31:19Ja, habe ich vielleicht da ein Wörtchen noch mitzureden?
31:22Nö.
31:28Sokrates.
31:30Hast du das gehört?
31:32Ich glaube, wir müssen zusammenhalten.
31:38Na, von deinem Prinzen geträumt?
31:43Nora, ich...
31:43Aber weißt du was?
31:44Du brauchst im richtigen Leben gar nicht lange nach ihm suchen.
31:46Drei Schritte über den Hof und dann links.
31:48Wie praktisch, wenn die Schwester für alles sorgt.
31:49Sogar für den Traummann.
31:51Nora, hör mir bitte zu.
31:52Immer soll ich zuhören, aber ich habe es satt zuzuhören.
31:55Du sagst immer dasselbe.
31:56Ich werde Falkenthal verlassen.
31:57Ich opfere mich für dich.
31:58Schließlich hast du ja als erstes Simon kennengelernt.
32:00Große Töne hast du gespuckt.
32:02Und jetzt bist du immer noch hier.
32:03Ich weiß, es war ein Fehler, hier zu bleiben.
32:05Ach, auf einmal?
32:06Erst wolltest du den Zug vorgestern nehmen, dann gestern.
32:10Ich werde fahren.
32:12Aber vor mir, ich dir was sagen.
32:14Hör doch auf, mich anzulügen.
32:15Du wolltest Falkenthal nie verlassen.
32:17Als wo Simon sich von mir getrennt hat.
32:20Simon hat sich getrennt?
32:22Du bist so eine miese, kleine Heuchlerin, als ob du es nicht schon längst wüsstest.
32:27Ich wusste es nicht.
32:29Und ich wollte es auch nicht.
32:31Ja.
32:32Genauso wie du dich auch nicht an Holger heranmachen wolltest und ihn deshalb heimlich ins Hotel gelockt hast.
32:36Ich habe dir so oft erklärt, dass ich dir mit Holgers Besuch eine Freude machen wollte.
32:40Er hat dich geliebt.
32:41Ja.
32:42Das hat er.
32:42Und wenn schon.
32:43Du hast ihn ja erfolgreich aus meinem Leben gestrichen.
32:47Nora, warte.
32:48Was willst du denn noch?
32:50Du hast doch alles.
32:51Es gibt nichts mehr, was du mir noch wegnehmen könntest.
32:52Ich glaube, du verstehst nicht.
32:53Bro, endlich ab.
32:55Jetzt vergesse ich noch, dass du meine Schwester bist.
33:15Was ist mir fehlen?
33:17Spätestens nach der zweiten Aromaölmassage hast du nicht vergessen.
33:21Wahrscheinlich schon nach der ersten.
33:25Oh, ihr seid schlimmer als frisch verliebte Teenager.
33:28Mir gefällt es.
33:30Pass auf dich auf.
33:31Das mache ich.
33:32Obwohl ich fürchte, dass Kolonnen von Masseuren und Wellnessberatern im lieben langen Tag nichts anderes tun werden.
33:37Zu Recht.
33:38Schließlich kann man dich in letzter Zeit kaum noch alleine lassen, ohne dass du gleich umfällst.
33:42Ich arbeite dran.
33:43Versprochen.
33:46Na, ist gut, meine Kleine.
33:47Tschüss.
33:48So klein bin ich gar nicht mehr, Papa.
33:50Ich weiß, ich weiß.
33:51Ich bin sehr stolz auf dich, Lissi.
33:54Obwohl ich teure Puls zerstört habe und kein Abitur gemacht habe?
33:56Kein Abitur der Welt ersetzt einen verantwortungsvollen Charakter und ein Herz am rechten Fleck.
34:02Was nicht heißt, dass ein Abitur schadet.
34:05Sobald du wieder da bist, melde ich mich an.
34:07Versprochen.
34:08Du hast es gehört?
34:10Okay.
34:12Pass auf dich auf, Papa.
34:14Ciao.
34:15Ciao.
34:15Tschüss.
34:43Tja, da muss ich Sie wohl leider enttäuschen, Herr Mayer.
34:45Was?
34:46Müller.
34:47Ja, mein Gott.
34:47Müller, Mayer, Schmidt ist doch das Gleiche.
34:50Jedenfalls habe ich seit diesem Schwächeanfall von Herrn von beiden hier die Entscheidungsgewalt.
34:53Und wenn Sie es nicht akzeptieren, dann hatten Sie mal einen Job.
34:55Haben wir uns verstanden?
34:57Ja.
34:57Tschüss.
34:59Frau Bernstein, ich habe Ihr Klopfen gar nicht gehört.
35:01Ich habe nicht geklopft.
35:02Ach so.
35:03Was kann ich für Sie tun?
35:05Die Frage sollte wohl eher lauten, was können Sie für mich oder diese Firma tun?
35:08Oh, das besprechen Sie lieber mit Frau von beiden.
35:11Der Frau ihres, wie sagt man, Ex-Mannes.
35:14Naja, jedenfalls hat sie mich beauftragt, hier die Leitung zu übernehmen, solange sie abwesend ist.
35:18Hat sie das?
35:19Ja, und daher Ihr, also Herr von beiden, bedauerlicherweise gesundheitlich, naja, wie soll ich sagen?
35:25Herrn von beiden geht es bestens, zum Glück.
35:27Er spannt lediglich für ein paar Tage aus.
35:29Oh, das freut mich zu hören.
35:30Ja, schön, dann freut Sie sicher auch zu hören, dass ich hier so lange die Geschäfte übernehme.
35:35Und zwar ab sofort.
35:50Ja, Alice hat schon wirklich für ihr Alter einiges durchmachen müssen.
35:53Allerdings, aber sie hält sich tapfer.
35:55Und sie ist ziemlich nett.
35:56Ja?
35:57Stimmt.
35:57Und hübsch.
35:58Wie praktisch.
35:59Danke, zurzeit kein Bedarf.
36:01Moment, hat das gerade mein Herzensbrecher und Lebensretter, alle werden Schwachbruder gesagt?
36:06Jetzt kommst du mal unter die Haube, Brüderchen.
36:08Du bist der Ältere.
36:10Ach komm, Mama hat mir am Telefon alles erzählt.
36:12Hat sie?
36:13Du und diese Nora hier.
36:15War sie das eigentlich gestern im Büro?
36:21Hi.
36:22Hi.
36:24Ja, willst du mich nicht vorstellen?
36:25Ja, natürlich, entschuldige.
36:28Das ist Luisa Maywald, mein Bruder, Sebastian.
36:32Freut mich.
36:33Ebenso.
36:38Bist du wegen mir hier?
36:41Ich bin wegen Eva hier.
36:42Ich muss dringend mit ihr sprechen.
36:44Oh, das tut mir leid.
36:46Ich glaube, sie ist mit meiner Mutter in den Obstgarten gegangen.
36:50Dann warte ich mal in der Küche drüber auf sie.
36:52Okay.
36:55Hat mich gefreut.
36:57Mich auch?
37:02Was war das denn?
37:09Hören Sie, Frau Bernstein, ich kann ja verstehen, dass Sie Ihren Ex-Mann in deiner Abwesenheit unterstützen wollen, aber...
37:13Ich unterstütze ihn nicht.
37:14Ich vertrete ihn.
37:15Und zwar an allen Belangen dieser Firma.
37:18Und jetzt wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie dieses Büro verlassen würden.
37:21So viel ich weiß, arbeiten Sie am Empfang.
37:23Ja, das habe ich auch.
37:24Solange Frau von Weiden hier die Manufaktur geleitet hat.
37:26Aber inzwischen...
37:27Inzwischen ist Annabelle von Weiden die Leitung dieser Firma entzogen und an Richard von Weiden übertragen worden.
37:33Wenn Sie jetzt bitte gehen würden, ich habe zu arbeiten.
37:35Moment mal.
37:36Frau von Weiden hat mich ausdrücklich gebeten, in Ihrem Auftrag die Geschäfte zu überwachen.
37:41Ich kann doch jetzt...
37:41Sagen Sie mal, was ist an dem Satz?
37:44Verschwinden Sie und machen Sie verdammt nochmal, Ihren Job nicht zu verstehen.
37:47Ich versuche ja, meinen Job zu machen.
37:49Ich fürchte nur nicht, dass Sie nicht ganz verstehen, mit welchen Aufgaben und Kompetenzen ich hier ausgestattet bin.
37:54Wissen Sie, Frau Maywald, es ist das eine, dass Sie Ihre sogenannten Kompetenzen nicht nur während dieses Gesprächs eindeutig überschritten
38:02haben.
38:03Das andere ist, dass das, was Annabelle von Weiden zu sagen hat, niemanden mehr auf dieser Welt interessiert.
38:08Und mich schon gar nicht.
38:09Und jetzt packen Sie Ihre Sachen und verschwinden Sie.
38:12Meine Sachen...
38:12Ja, Sie sind gefeuert.
38:15Ach ja.
38:16Und nach einer neuen Unterkunft sollten Sie sich auch schon mal umsehen.
38:31Ich bin wirklich froh, dass es deinem Vater besser geht.
38:33Und ich erst.
38:34Ich hoffe, er kann sich gut erholen.
38:36Ach, ganz bestimmt.
38:39Danke, dass du gestern für mich da warst.
38:40Ist doch klar.
38:42Bin ich deine Freundin oder bin ich deine Freundin?
38:44Natürlich bist du meine Freundin.
38:46Und ich bin froh, dass ich dich hab.
38:49Immer wieder gern.
38:51Ich hoffe, so schnell kriege ich keine Vater-Tochter-Sinn-Krise mehr.
38:54Na, warte mal ab, wenn du von deinem Abi büffelst.
38:56Ach, musst du mir den Tag versauen?
38:58Ich hab's grad verdrängt.
39:03Und sonst?
39:05Wie und sonst?
39:07Na ja, ich weiß nicht, wovon du sprichst.
39:10Natürlich nicht.
39:12Wie hieß sie noch gleich?
39:13Die männliche Naturgewalt von gestern?
39:16Sebastian?
39:17Ich weiß, wie er heißt.
39:18Und ich weiß auch, dass er ziemlich nett ist.
39:20Ziemlich nett?
39:21Hallo.
39:22Dieser Typ hier, der rettet deinem Vater das Leben also zumindest fast.
39:26Und dann springt er mit seinem Motorrad ein,
39:28wenn irgendjemand in Falkenthal Hilfe braucht.
39:30Und er sieht auch noch...
39:33Verdammt gut aus.
39:34Du siehst du, du sagst es.
39:39Oh, was ist der denn über die Leber gelaufen?
39:42Ich schätze mal, meine liebe Stiefmutter.
39:45Na, du meinst, die Frau deines Vaters
39:47hat unserer Empfangsdame mal erklärt, wer hier der Boss ist?
39:53Na, müsstet ihr die Mama vorschicken, damit sie die böse Hexe verjagt?
39:56Nein, sagen Sie bloß, sie sind gefeuert.
39:58Und dabei hatten wir uns noch so für sie eingesetzt.
40:00Man sieht sich.
40:01Wohl erst im nächsten Leben.
40:02Bye, bye.
40:03Verlasst euch nicht drauf.
40:05Jetzt ist sie weg, die blöde Hexe.
40:07Du musst keine Angst mehr haben.
40:09Hoffentlich für immer.
40:33Ich habe es versucht, aber Nora lässt mich nicht mehr an sich ran.
40:37Sie gibt dir die Schuld daran, dass Simon die Beziehung zu ihr beendet hat.
40:40Er hat sie beendet?
40:41Aber das heißt doch...
40:42Das heißt gar nichts, Eva.
40:44Doch.
40:45Das heißt, dass Simon dich liebt und nicht Nora.
40:48Deutlicher kann das ja wohl nicht sagen.
40:50Ja.
40:50Hör auf, deine alte Busenfreundin.
40:52Sie hat bestimmt recht.
40:53Jetzt hast du dir so viel Mühe gegeben, Simon und mich auseinanderzubringen.
40:55Und das ist doch gar nicht wahr.
40:56Da solltest du auch die Lobbären ernten, findest du nicht?
40:59Nein, Nora.
41:00Mein Job bin ich jetzt auch noch los.
41:02Und Frau Bernstein will, dass ich hier ausziehe.
41:05Was?
41:08Nora, mach dir keine Sorgen, ich kümmere mich drum.
41:10Du wirst dich kümmern können, indem du rechtzeitig abgereist wärst.
41:13Jetzt ist es nicht zu spät.
41:13Nora, warte, ich muss dir was sagen.
41:18Deine Mutter ist nicht tot.
41:23Was soll das?
41:23Ist das wieder irgend so ein Trick von dir?
41:25Nein, das stimmt.
41:27Sie lebt.
41:32Wir haben endlich herausgefunden, wer sie ist.
41:49Annabelle von Weiden ist deine Mieter.
41:55Die Mieter 5
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