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Kurzfilme
Transkript
00:00Pass mal auf.
00:07Du bist wunderschön.
00:12Es brennt jetzt kurz.
00:22Jetzt hält es still, sonst...
00:25sonst kann ich die Wunde nicht verbinden.
00:28Ich kann nicht mehr stillhalten, Luisa.
00:30Jetzt nicht mehr.
01:00Ich kann nicht mehr.
01:03Hey, who's gonna make it right?
01:09This could be the first day of my life.
01:28Warte, bleib genauso.
01:33Was hast du vor?
01:37Genau das hat die ganze Zeit im Entwurf gefehlt. Ich hab's gewusst.
01:41Warte mal. Du willst mich doch jetzt im Moment nicht zeichnen, oder?
01:46Doch, will ich.
01:48Aber wieso?
01:51Für die Steinbüste. Sonst hast du dein Hotel, ehe ich mit der Skulptur fertig bin.
01:57Aber mein Hotel ist ein sehr ferner Traum.
02:00Das kann zwar sein, aber das ist dir auch egal.
02:04Deine Augen, dein Lächeln, das kleine Grübchen an deinem Kinn.
02:11Kleines Grübchen.
02:12Bist du dir sicher?
02:13Das hat die ganze Zeit dem Entwurf gefehlt.
02:18Also ich...
02:19Ich soll für dich posieren. Was...
02:21Was muss ich machen?
02:22Ja, nichts. Bleib so.
02:23Du bist perfekt.
02:25Deinetwegen haben die Menschen überhaupt angefangen zu malen.
02:29Meinetwegen?
02:30Sag mal, kann es sein, dass sich der Hund ein bisschen zu fest gebissen hat?
02:34Denk, was du willst, aber tu mir einen Gefallen und bitte beweg dich nicht.
02:43Verräterin.
02:55Das sieht ihr ähnlich.
02:57Ihr eigenes Kind wegzugeben und zu verleugnen.
03:00Ja, wenn ich mich recht erinnere, hing Annabelle immer sehr an Daniel und Patricia und das sind ja auch ihre
03:04Kinder.
03:05Ja, und wer hat sie großgezogen und sie getröstet, wenn sie Kummer hatten?
03:08Du.
03:09Weil du die beste Trösterin der Welt bist.
03:11Und die beste Köchin noch dazu.
03:13Ja, bei uns war immer viel los.
03:17Den ganzen Tag über kam immer einer von euch und wollte was.
03:19Als hättet ihr euch verabredet.
03:21Hatten wir ja auch.
03:22Papa hat auch immer gesagt, er weiß gar nicht mehr, welches Kind zu ihm gehört und welches zu den Gravenbergs.
03:27Oh, und jetzt haben wir ein Kind, von dem wir wirklich nicht wissen, wo es hingehört.
03:32Annabelles Tochter.
03:34Wenn Werner nicht der Vater ist, wer ist es dann?
03:39Guten Tag, Nora.
03:41Haben Sie einen Moment Zeit?
03:42Nicht jetzt.
03:43Es wird Sie aber interessieren, es geht um Ihre Mutter.
03:48Meine Mutter ist tot und liegt auf dem Friedhof.
03:50Warum können Sie nicht endlich Ruhe geben?
03:52Schon, dass Sie damals im Hotel aufgetaucht sind, um mir zu sagen, wer mein Vater ist, hat mir nur Pech
03:56gebracht.
03:56Hören Sie endlich auf, sich in Dinge einzumischen, die Sie nichts angehen.
04:04Schätzt Sie, das war nicht der richtige Augenblick, um ihr zu sagen, wer Ihre Mutter ist?
04:09So langsam zweifle ich, ob es den bei ihr überhaupt gibt.
04:29Papa, willst du nicht vielleicht doch mal was essen?
04:33Richard, willst du die Akte nicht beiseite legen, bis wir gegessen haben?
04:40Also schön, worüber wollt ihr reden?
04:48Vorhin in Vickys Wohnung.
04:51Was war da mit dir los?
04:54Darüber will ich jetzt nicht sprechen.
04:57Wir machen uns Sorgen, Richard.
04:59Das ist nicht nötig.
05:01Das ist nicht nötig?
05:03Du läufst hier seit Tagen rum wie der letzte Zombie.
05:05Oh, wie schmeichelhaft.
05:07Ich arbeite, damit du ein gutes Leben haben kannst.
05:09Und dafür ernte ich jetzt noch Vorwürfe?
05:11Lissi will doch nur helfen.
05:12Wenn sie mir helfen will, soll sie sich Gedanken über ihre Ausbildung machen.
05:15Doch, das ist nicht fair.
05:16Das ist nicht fair?
05:18Du lebst hier in Saus und Braus und tust nichts dafür.
05:21Ist das vielleicht fair?
05:23Victoria war in deinem alterschen Kundenberaterin in unserer Firma.
05:26Na du, du hast nicht mal dein Abitur.
05:28Victoria war auch immer hier bei dir, Papa.
05:30Mich dagegen hat sie in der Naht abgeschoben mit deiner Zustimmung.
05:33Ich verbitte dir so, über deine Schwester zu reden.
05:36Was macht überhaupt der Hund wieder im Wohnzimmer?
05:38Ich hatte doch klar angesagt, dass ich ihn nicht mehr sehen will.
05:41Richard, bitte.
05:43Du schaffst jetzt den Hund nach draußen, Lissi.
05:45Und bei der Gelegenheit überlegst du dir, was du gerade gesagt hast.
05:49Komm, Socke.
05:58So, Richard, es reicht.
06:00Wir müssen uns unterhalten, und zwar jetzt.
06:06Deine Entwege haben Menschen überhaupt angefangen zu malen.
06:31Du bist ja immer noch hier.
06:34Nicht mehr lange.
06:35Ich finde es gut, wenn du dich zur Abwechslung mal an ein Versprechen halten würdest.
06:39Ich fahre morgen früh.
06:41Gut.
06:43Hast du Simon gesehen?
06:48Warum?
06:50Willst du dich nicht von mir verabschieden?
06:56Für den
06:56Was?
07:22Untertitelung des ZDF, 2020
07:55Untertitelung des ZDF, 2020
08:13Untertitelung des ZDF, 2020
08:26Untertitelung des ZDF, 2020
08:54Ich kann es nicht in Worte fassen
08:58Sag du es mir, du bist der Künstler
09:04Fotos haben keine Seele
09:06Sie zeigen nur, was ist
09:09Eine Zeichnung hingegen sieht, was kein Foto sehen kann
09:16Und was ist das?
09:19Liebe
09:29Lissys Einstellung zum Thema Arbeit ist eine einzige Enttäuschung und du weißt das genau
09:33Hast du dich jemals gefragt, woran das wohl liegt?
09:35Sie ist verwöhnt
09:38Lissi ist doch nie aus dem Schatten ihrer Schwester herausgekommen
09:40Und jetzt bestrafst du sie dafür, dass sie dem Vergleich mit Viktoria nicht standhält
09:44Wir reden hier nicht über Viktoria
09:46Richard
09:47Ich weiß, wie sehr sie dir fehlt
09:49Mir fehlt sie doch genauso
09:50Aber wir müssen über sie reden, Lissi zuliebe
09:54Ja
09:55Wenn die Zeit dazu kommt
09:57Du musst das doch nicht allein durchstehen
09:59Wir können uns gegenseitig Kraft geben
10:02Als Familie
10:02Ich würde es auch nicht besser
10:04Indem du es verdrängst, auch nicht
10:07Wir leiden doch alle unter dem Verlust
10:09Ich schlafe kaum noch und wenn, dann nur mit Tabletten
10:11Aber ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen können
10:14Und was soll ich deiner Meinung nach tun?
10:23Bitte, Richard
10:27Verschließ dich nicht vor uns und
10:30Hör auf, Lissi ständig an Viktoria zu messen
10:34Sie verdient es, dass wir sie so nehmen, wie sie ist
10:48Wenigstens hat er jetzt endlich offen zugegeben, was er von mir hält
10:51Und ich gar nichts
10:53Ach, das hat dein Vater bestimmt nicht so gemeint
10:56Was soll denn an Viktoria, war in deinem Alter schon längst Kundenberaterin, nicht so gemeint gewesen sein?
11:00Ich glaube, das zeigt einfach nur, wie sehr er Viktoria vermisst
11:08Besonders, wenn er jeden Tag so einer Enttäuschung wie mir gegenüber steht
11:12Ach komm, jetzt hör auf
11:15Bestimmt tut es ihm schon längst leid, dass er dich mit Viktoria verglichen hat
11:20Ich bin nicht besonders scharf darauf, das zu überprüfen
11:24Am liebsten würde ich überhaupt nicht mehr ins Gutshaus gehen
11:26Aber das ist doch dein Zuhause
11:29Warum fühlt es sich dann nicht so an?
11:31Da bin ich ja hier mehr zu Hause als da
11:34Kannst du den Kochlöffel bitte in Ruhe lassen, den brauchen wir noch
11:37Entschuldigung
11:44Was soll ich denn jetzt machen?
11:46Ich kann ihn Viktoria nicht ersetzen
11:48Nein, das brauchst du auch nicht, das wäre wirklich das Dümmste, was du tun kannst
11:53Du bist Lissi und dafür liebt er dich
11:55Das kann er dir nur im Moment nicht so wirklich zeigen
11:59Es würde vollkommen reichen, wenn er endlich aufhört, mich fertig zu machen
12:03Warum sonst sitze ich hier den ganzen Abend und heule dir die Ohren voll?
12:08Was hältst du davon, wenn du einfach hier heute übernachtest?
12:12Hier?
12:14Meinst du es ernst?
12:15Ja klar, seit Ben und Nina nicht mehr da sind, ist es hier sowieso total einsam geworden
12:20Wir machen uns so einen richtig schönen Abend zu zweit, ja?
12:27Hast du Schokolade da?
12:28Ja, jede Menge
12:29Eis ist auch noch im Kühlschrank
12:31Und die Videothek hat bestimmt auch noch geöffnet
12:34Eis und Schokolade essen und die ganze Nacht Filme gucken
12:38Das hört sich gut an
12:42Komm, lass nur, das mach ich
12:43Ich räum das weg
12:47Meinst du nicht, du mutest dir ein bisschen zu viel zu?
12:50Wie meinst du das?
12:51Ja, deine Arbeit hier
12:53Erst 40 Jahre bei den Gravenbergs
12:55Dann die Manufaktur, jetzt bist du hier
12:57Willst du eigentlich ewig arbeiten?
12:59Naja, sicher nicht
13:00Aber zu Hause sitzen und die Wand anstarren will ich auch nicht
13:03Die Arbeit in einer Familie, die hat mir gefällt
13:05Obwohl Annabelle Teil dieser Familie ist
13:09Naja, das war ja auch der Grund, weswegen ich die Stelle erst nicht annehmen wollte
13:13Richard van Weiden musste mich erst überreden
13:15Da konntest du natürlich nicht widerstehen
13:17Nein, vor allem, weil er mir gesagt hat, dass Annabelle nicht mehr lange im Gutshaus sein wird
13:22Jetzt ist sie im Gefängnis
13:23Und wir müssen uns mit ihrer Tochter rumschlagen, die sie die ganze Zeit vor der Welt verheimlicht hat
13:30Jetzt nimm dir das mal nicht so zu Herzen, was Nora dir an den Kopf geworfen hat
13:33Aber vielleicht hat sie auch recht
13:36Vielleicht mische ich mich wirklich in Dinge ein, die mich nichts angehen
13:40Ja, wenn sie erfährt, um was es geht, wird sie dir am Ende noch dankbar sein
13:44Dankbar?
13:45Ich glaube nicht, dass es dieses Wort überhaupt in ihrem Wortschatz gibt
13:49Klingt ja wirklich so, als käme sie ganz nach ihrer Mutter
13:59Simon?
14:00Hörst du das?
14:04Mitternacht
14:06Wir sind doch gerade erst vom See aufgebrochen
14:10Wie die Zeit verkehrt
14:11Und wenn schon
14:12Wir haben doch alle Zeit der Welt
14:15Wirklich?
14:17Vielleicht haben wir nur heute Nacht
14:18Psst
14:20Das bringt Unglück, so zu reden
14:24Bist du abergläubisch?
14:28Nein, aber seitdem uns dein Glücksbringer zusammengebracht hat, bin ich auf alles gefasst
14:41Wie viele Sterne man von ihr aussehen kann
14:42Wie viele Sterne man von ihr aussehen kann?
14:46Neulich nachts
14:48Da konnte ich nicht schlafen und habe eine Sternschnuppe gesehen
14:51Ich auch
14:54Wann?
14:55Ich weiß nicht
14:57Wie sah sie aus?
14:58Vielleicht haben wir ja dieselbe gesehen
15:00Sie war groß
15:02Und schön und unerreichbar fern
15:04Na, klar
15:05Das muss sie gewesen sein
15:06Ich dachte schon, ich wäre der Einzige, der in der Nacht nicht schlafen konnte
15:11Und hast du dir was gewünscht in dieser Nacht?
15:15Ja
15:17Und es ist in Erfüllung gegangen?
15:21Da, unsere Sternschnuppe
15:24Bist du sicher, dass sie es war?
15:26Natürlich war sie es
15:26Sie ist nochmal zurückgekommen, um mit den eigenen Augen zu sehen, dass sich mein Wunsch auch erfüllt hat
15:56Sphärisch
16:14Wer hätte gedacht, dass ein ausgefallener Zug mich jemals so glücklich machen könnte?
16:19War es nun Zufall oder Schicksal?
16:22Was immer es war, es hat dafür gesorgt, dass wir eine wundervolle Zeit miteinander hatten.
16:29Dabei hatte ich Nora versprochen, abzureisen.
16:32Und dieses Versprechen habe ich gebrochen.
16:37Aber mit Simon und mir ist etwas Magisches geschehen, das stärker war als jedes Versprechen.
16:46Ich muss mit Nora reden und ihr erzählen, was passiert ist.
16:50Ich kann ja nicht verheimlichen, was geschehen ist.
16:54Ich kann meine Gefühle nicht verstecken.
17:14Ich kann ja nicht verheimnischen, was habe ich keine Wunderschehen.
17:16Ich kann meine Gefühle nicht über...
17:21Aber ich kann meine Gefühle nicht so gut haben.
17:24Ich kann meine Gefühle nicht sofort sagen.
17:28Ich kann meine Gefühle nicht so gut gehen.
17:37Hast du Lissi gesehen? Auf ihrem Zimmer ist sie nicht.
17:41Sie hat sich gestern Abend bei Katharina abgemeldet.
17:43Sie wollte bei ihrer Freundin Maike übernachten.
17:46Ich muss sie so schnell wie möglich sprechen.
17:50Aber versprich mir, dass du ihr keine Vorhaltung mehr machst.
17:52Elena, ich tue mein Bestes, die Familie zusammenzuhalten. Vertrau mir.
17:56Bitte, Herr von Weiden, Ihre Post.
17:58Danke, Katharina.
18:10Richard, ich weiß, dass es dir sehr schwerfällt, aber es würde mir sehr viel bedeuten, wenn du mich bald einmal
18:17zum Friedhof begleitest.
18:18Das kann doch wohl nicht wahr sein.
18:22Was ist?
18:23Noch aus dem Gefängnis heraus schafft Annabelle mir Probleme.
18:27Was hat sie denn diesmal getan?
18:29Der Brief ist vom Amtsgericht.
18:31Und da Annabelle die Firma nicht mehr leiten kann, fällt die Verantwortung rechtlich gesehen dem Ehegatten zu.
18:36Und das bin leider immer noch ich.
18:39Du bekommst die Scheidungssicherheit durch.
18:40Schließlich ist sie im Gefängnis. Das ist ein harter Fall.
18:43Ja, das hoffe ich.
18:44Aber bis dahin muss ich mich um die meine Faktur kümmern.
18:47Ich fahre am besten gleich vorbei, um mir einen Überblick zu verschaffen.
18:51Du könntest einen Stellvertreter nennen.
18:53Ja, aber nicht von heute auf morgen.
18:55Bis dahin muss ich mich selber kümmern.
18:56Richard, tust du das nicht nur, um damit vor etwas anderem davon zu laufen?
19:03Helena, ich werde Victorias Grab besuchen.
19:06Aber bitte, bitte dräng mich nicht dazu, okay?
19:08Das tue ich doch gar nicht, aber Annabelles Firma steckt auch voller Erinnerungen.
19:13So wie gestern Abend Victorias Wohnung.
19:16Überforderst du dich damit nicht.
19:18Ich kann sehr gut das Geschäft dich vom Privaten trennen.
19:21Also mach dir keine Sorgen.
19:23Bis später.
19:32Übrigens, danke nochmal, dass ich bei dir schlafen durfte.
19:34Ich finde ja, wir sind eine richtig coole WG.
19:38Wo du es gerade erwähnst, kann ich vielleicht auch die nächsten Tage bei mir wohnen?
19:42Ja, klar.
19:43Aber meinst du nicht, du solltest erstmal den Streit mit deinem Vater klären?
19:46Ach nee, lieber nicht. Ich gehe ihm besser aus dem Weg.
19:49Na, wenn du meinst.
19:51Du kannst natürlich so lange bei mir wohnen, wie du willst.
19:54Bist ein Schatz.
19:55Vorausgesetzt, wir machen nicht jeden Abend durch.
19:58Das halte ich nicht durch.
19:59Vor allem seit diese Zicke Nora mich an den Empfang gesetzt hat.
20:02An deiner Stelle würde ich mir das eh nicht bieten lassen.
20:05Ja, aber bei wem soll ich mich denn beschweren?
20:07Weißt du, Simon ist seit Ewigkeiten nicht aufgetaucht und meldet sich nicht.
20:10Und soll ich Annabelle von Weiden jetzt im Gefängnis anrufen oder was?
20:13Sie hat ja angeblich Nora freie Hand gegeben.
20:16Wenn ich weiterhin am Empfang arbeite, dann schaffe ich meine ganzen Entwürfe überhaupt nicht mehr.
20:21Weißt du was? Ich kann dir doch helfen.
20:24Du am Empfang?
20:25Klar.
20:27Seit meiner Zwangsarbeit am Catering habe ich den vollen Durchblick, was den Empfang angeht.
20:31Ich wusste gar nicht, dass du auch freiwillig arbeitest.
20:34Ja, in Bezug auf Arbeit hat mein Vater leider recht.
20:38Ich bin der Arbeit in meinem Leben nicht gerade entgegengerannt.
20:41Ich könnte ja mal damit anfangen.
20:55Ja?
20:57Guten Morgen, Simon.
20:59Guten Morgen.
21:01Ich wollte dich zum Frühstück holen.
21:04Aber offensichtlich hast du schon gegessen.
21:06Ach, das, das, das war nur ein kleines Picknick.
21:09Heute Nacht.
21:11Ein Picknick? Mitten in der Nacht?
21:17Oh.
21:19Aber das hat ja offensichtlich nicht mit Nora stattgefunden.
21:22Nein, Nora war nicht hier.
21:26Und ich hatte schon Angst, dass du Luisa vor ihrer Abreise nicht mehr erwischst.
21:30Um eine Haar hätten wir uns auch verpasst.
21:33Wie konnte ich nur die ganze Zeit davon ausgehen, Nora sei die Frau, in die ich mich damals im Atelier
21:37verliebt habe.
21:38Sie hat alles dafür getan, dass du das tust.
21:43Ich habe auch Gefühle für Nora.
21:47Aber es ist nicht das, was ich für Luisa empfinde.
21:51Mit Luisa, das...
21:52Das war Magie.
21:54Vom ersten Augenblick an.
21:58Dann hast du also endlich die Richtige gefunden.
22:02Ja.
22:03Und diesmal passe ich besser auf, dass sie mir nicht verloren geht.
22:11Bedauere.
22:12Frau van Weiden ist im Moment leider außer Haus.
22:15Wann sie wieder da ist?
22:16Och, so in 20 Jahren würde ich tippen.
22:19Sie können trotzdem gerne Nachrichten hinterlassen, wenn sie wollen.
22:24Tja.
22:25Lucy, wenn wir die Kunden vergraulen, dann ist hier wirklich bald Schluss.
22:28Wie soll ich sie anlegen?
22:29Nein, oder?
22:34Lucy, was machst du denn hier?
22:38Ich...
22:39... helfe Maike am Empfang.
22:40Sie schafft das nicht alleine.
22:42Ich denke, Sie machen eine Ausbildung als Porzellanmalerin.
22:45Ja, aber Nora Maywald hat mich hier hingesetzt.
22:48Sie ist jetzt die neue Chefin, während Annabelle von Weiden im Gefängnis sitzt.
22:53So.
22:55Und wo ist diese neue Chefin?
22:56Keine Ahnung, wir versuchen ja einfach nur die Stellung zu halten.
23:00Mhm.
23:01Hören Sie...
23:02... Maike?
23:04Maike, ich schätze Ihr Engagement.
23:06Aber ich habe hier auch etwas zu sagen.
23:08Und Sie gehören in die Designabteilung.
23:10Für den Empfang finden wir eine andere Lösung.
23:12Wenn Sie wollen, können Sie gehen.
23:14Wirklich?
23:14Ja, klar.
23:16Vielen Dank, Herr von Weiden.
23:27Soll ich dir was zu trinken holen?
23:28Nein.
23:29Ich will mit dir reden.
23:33Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
23:36Was ich gestern Abend gesagt habe, war dumm.
23:38Und es tut mir leid, dich so verletzt zu haben.
23:40Ach, na ja.
23:42Es stimmt.
23:43Viktoria und ich haben...
23:47Viktoria und ich hatten ein ganz besonderes Verhältnis, aber...
23:51... ich habe dich die ganze Zeit geliebt und...
23:53... es wäre schrecklich, dich jetzt auch noch zu verlieren.
24:03Als ich dich da in Viktoria´s Wohnung gesehen habe, da wusste ich einfach nicht, was ich tun soll.
24:09Du sahst auf einmal so hilflos aus.
24:14Es gibt Momente, da...
24:17... da weiß ich wirklich nicht mehr, wie es weitergehen soll.
24:19Aber das ist nicht deine Schuld.
24:22Danke.
24:24Wusstest du, dass ich hier bin?
24:26Nein.
24:28Und ich hätte es mir auch nicht vorstellen können.
24:31Ich dachte noch deiner Ansage gestern Abend, versuche ich es einfach mal mit Arbeit.
24:37Und dein Abitur?
24:38Das mache ich auch.
24:40Natürlich.
24:41Versprochen.
24:43Gut.
24:45Dann pass auf den Empfang auf, bis Frau Maiwald wiederkommt.
24:48Und ich verschaffe mir in der Zwischenzeit...
24:50... einen Überblick...
24:52... über den Zustand der Manufaktur.
24:54Okay?
24:55Übernimmst du die Firma?
24:57Das werden wir sehen.
25:14Vielleicht hat Eva recht.
25:16Und das Schicksal hat Simon und mich zusammengeführt.
25:19Aber bedeutet das auch, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben werden?
25:23Wer weiß das schon?
25:25Ich kann nur offen und ehrlich sein.
25:28Diesen Stoff kenne ich.
25:31Das Kleid, das mir Nina zu ihrer Hochzeit geliehen hat.
25:38Nora, bist du da?
25:50Nora, was ist passiert?
25:51Das siehst du doch.
25:54Er hält dir dein schönes Kleid noch?
25:57Warum hast du das getan?
26:01Warum bist du nicht abgereist?
26:04Mein Zug ist ausgefallen.
26:06Klar, der Zug ist schuld.
26:22Ich hab Simon gesehen.
26:26Du weißt es also.
26:29Ich hab mich gestern Nacht im Atelier gesehen.
26:34Nora, ich bin hier, um mit dir darüber zu reden.
26:37Worüber?
26:37Wer von uns beiden besser küssen kann?
26:41Ich verstehe, dass du verletzt bist.
26:47Lass mich bitte erzählen, was passiert ist.
26:50Damit ich mir vorstellen kann, wie schön es für dich war.
26:53Willst du mir ein Bild dazu meinen?
26:56Du hast mir versprochen, dass du Simon in Ruhe lässt.
26:58Ich dachte, ich könnte mich auf dich verlassen.
27:09Und, wie kommst du mit deiner Forschung voran?
27:12Ach, wie das in der Wissenschaft so ist.
27:14Zwei Schritte vor, drei Schritte zurück.
27:17Aber ich bin ja froh, überhaupt weitermachen zu können.
27:21Aber Ben Petersen hat doch gesagt,
27:24dein Forschungsauftrag bleibt bestehen,
27:26auch wenn Frau von Weiden im Gefängnis sitzt.
27:28Ja, ja, schon, aber mir gehen langsam die Materialien aus.
27:30Und ich weiß nicht, bei wem ich die Bestellungen abzeichnen soll.
27:34Dafür muss doch irgendjemand verantwortlich sein.
27:36Ja, fragt sich nur wer.
27:38Guten Morgen.
27:40Siehst du, da ist jemand gut aufgelegt.
27:42Gut gelaunt und hungrig wie ein Bär.
27:45Hm, Simon konnte gestern jemanden ganz kurzfristig noch davon abhalten,
27:49Falkenthal zu verlassen.
27:51Ach so, ja.
27:52Ja, vermutlich jemand ganz Besonderes.
27:55Ja, sehr Besonderes.
27:56Ich wusste gar nicht, dass Nora uns verlassen wollte.
27:59Wieso denn Nora? Wir reden über Luisa.
28:01Wieso Luisa?
28:02Na, weil Luisa die Frau hinter der Maske war, nicht Nora.
28:05Hinter welcher Maske?
28:06Na, in meinem Atelier.
28:07In deinem Atelier war eine Frau?
28:08Da war Luisa. Und jetzt habe ich sie wiedergefunden.
28:11Okay, das ist mir zu hoch.
28:12Lieber ist eine Wissenschaft für sich.
28:16Wichtig ist nur, dass du dir sicher bist, die Richtige gefunden zu haben.
28:19Na, ich bin mir ganz sicher, Vater.
28:20Ja, das freut mich. Ich muss jetzt in die Manufaktur.
28:23Kannst du bitte Bescheid sagen, dass ich etwas später komme?
28:25Ich habe gestern überhaupt nicht mehr daran gedacht, mich abzumelden.
28:28Kein Wunder.
28:29Und jetzt willst du wahrscheinlich nicht los, ohne Luisa noch einen Kuss zu geben.
28:34Diese Regel gefällt mir.
28:36Gilt die auch für uns?
28:37Aber sicher, Schatz. Ich bring dich zur Tür.
28:46Ich dachte, du bist längst abgereist und dann sehe ich, wie du mit Simon...
28:49Ich sagte doch, mein Zug ist ausgefallen. Ich konnte nicht weg.
28:52Klar.
28:55Simon war auch am Bahnhof.
28:57Er wollte mich aufhalten.
29:00Er hat mich gebeten zu bleiben.
29:02Du wusstest, dass ich seit Wochen mit ihm zusammen bin.
29:04Du hättest einfach Nein sagen müssen.
29:08Vielleicht hätte ich das.
29:11Aber da war etwas...
29:12Das war stärker als ich.
29:16Ich habe mich in Simon verliebt.
29:22Das ist Blödsinn.
29:24Du konntest es nun nicht ertragen, dass er mich liebt.
29:27Und deshalb hast du dich zwischen uns gedrängt.
29:29Seit Simon mich matelierende der Maske gesehen hat, sucht er nach mir.
29:33Ich habe deine Lüge gedeckt, weil ich dachte, er hätte sich wirklich in dich verliebt.
29:37Ich habe dir dein Glück mit ihm gegönnt.
29:38Das sehe ich.
29:41Was glaubst du, wie lange wäre diese Lüge gut gegangen?
29:43Für immer.
29:45Wenn du rechtzeitig abgereist wärst, dann hätten wir jetzt kein Problem.
29:48Aber du musstest ja unbedingt bis zu dieser blöden Hochzeit bleiben.
29:52Glaubst du das wirklich?
29:53Ja, du wolltest nur in seiner Nähe sein.
29:56Und Simon, warum ist er mir zum Bahnhof gefolgt?
29:58Weil du ihn dazu gedrängt hast.
30:00Von mir wusste er jedenfalls nicht, wo du bist.
30:02Ich habe mich wochenlang vor ihm versteckt.
30:03Nur damit du dein Glück leben kannst.
30:05Meinst du, ich bestelle ihn dann zum Bahnhof, damit er mich aufhält?
30:09Das war für dich.
30:17Das sollte eine Überraschung sein.
30:19Schöne Überraschung.
30:21Erst hast du mir Holger genommen und jetzt nimmst du mir auch noch Simon.
30:24Ich verstehe das nicht.
30:27Warum hast du mich so?
30:54Hey, danke schön.
30:55Bitte.
30:56Du legst dich ja ganz schön ins Zeug.
30:57Das kenne ich ja gar nicht von dir.
30:59Solange es keine Strafarbeit ist wie früher, macht es richtig Spaß.
31:02Hast du mit deinem Vater gesprochen?
31:04Ja, als er sich für gestern Abend bei mir entschuldigt.
31:06Siehste habe ich doch gesagt.
31:08Und es gibt Neuigkeiten.
31:10Er will die Manufaktur übernehmen.
31:11Nein, wirklich?
31:12Ja, er verschafft sich gerade in Annabels Büro einen Überblick.
31:15Ach, super.
31:15Dann hätten wir jetzt wenigstens wieder einen Chef und einen, der nicht Nora Maywald heißt.
31:19Die würde sich wundern, wenn du nicht mehr am Empfang sitzt und mein Vater am Chef sessel.
31:22Dann kann ich ja doch noch meine Ausbildung hier beenden.
31:28Meike, sitzen Sie jetzt nicht mehr am Empfang?
31:30Nein, seit Herr van Weiden die Manufaktur übernommen hat, bin ich wieder Porzellanmalerin.
31:35Herr van Weiden, dann kann er dann meine Bestellungen abzeichnen.
31:38Ach, bestimmt.
31:39Aber er möchte im Moment nicht gestört werden.
31:41Geben Sie mir die Bestellung, ich lasse sie von ihm abzeichnen.
31:44Ja, bitte.
31:48Klang ich überzeugend?
31:50Birgit, hätte es nicht besser gekonnt.
31:51Dann sind Sie also jetzt am Empfang?
31:53Ja, solange Nora Maywald nicht da ist.
31:56Wo ist eigentlich Simon heute?
31:58Ach so, ich hätte fast vergessen.
31:59Der lässt sich entschuldigen, er kommt etwas später.
32:02Wie, schon wieder?
32:03Ja, der muss sich noch von jemandem verabschieden.
32:05Da gibt es eine Verwechslung mit einer Maske, eine hochkomplizierte Sache.
32:09Es geht um Liebe.
32:11Um Liebe?
32:12Ja, und deshalb kommt er heute etwas später.
32:14Also.
32:15Naja, das erklärt wenigstens, warum Nora Maywald auch noch nicht aufgetaucht ist.
32:20Anscheinend haben die beiden sich wieder versöhnt.
32:22Ich verstehe überhaupt nicht, wie der es mit dieser Frau aushalten kann.
32:25Jedenfalls wäre ich mit so einer fadenscheinigen Entschuldigung wie ich komme heute ein bisschen
32:28später nicht sehr weit gekommen im Internat.
32:30Genau genommen bist du auch so nicht weit gekommen im Internat.
32:33Hey, das hatte überhaupt nichts mit meinen Ausreden zu tun.
32:51Ja, das hatte überhaupt nichts mit meinen Ausreden.
33:15Erzähl mir, was genau passiert ist.
33:17Hagen hat Viktoria gefunden.
33:20Aber du warst schon zu spät.
33:22Sie ist in seinen Armen gestorben.
33:25Ein Schlammgift, sagt der Notarzt.
33:28Viktoria konnte Hagen noch sagen,
33:32dass das Gift in Annabels Handtasche ist.
33:35Annabelle hat meine Tochter umgebracht.
33:38Es spricht alles gegen sie.
33:44Und schön weiterarbeiten.
33:49Lissi, du bist hier?
33:51Ja, hallo.
33:53Ich helfe ein bisschen am Empfang aus.
33:55Und Richard?
33:56Der ist auch hier.
33:58Sag mal, hast du gestern Abend mit ihm über mich geredet?
34:02Wieso?
34:03Er hat sich gerade bei mir entschuldigt.
34:05Oh, das freut mich.
34:07Ich kenne doch meinen Vater.
34:09Der ist genauso dickköpfig wie ich.
34:11Normalerweise hätten wir uns jetzt tagelang ignoriert.
34:13Ich habe dir doch gesagt, dass wir es nur schaffen,
34:15wenn wir als Familie zusammenhalten.
34:17Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel,
34:18dass ich mit ihm gesprochen habe.
34:19Ach, ganz im Gegenteil.
34:21So eine Familie, die zusammenhält,
34:23das ist doch mal eine ganz neue Erfahrung für mich.
34:25Soll ich ihm sagen, dass du da bist?
34:27Meinst du, ich kann ihn stören?
34:28Ach, stimmt.
34:30Wir sind alle total happy,
34:31dass er die Firma übernehmen will.
34:33Hat er das gesagt?
34:35Ja.
34:36Wieso stimmt irgendwas nicht?
34:37Ich mache mir nur Sorgen,
34:38dass er sich damit übernimmt.
34:40Ach so.
34:42Wegen der Erinnerungen an Annabelle und Victoria.
34:45Ja.
34:45Deshalb wollte ich nach ihm sehen
34:46und fragen, wie es ihm geht.
34:48Ich sage ihm mal Bescheid.
35:06Hallo, Papa.
35:08Du, Helena ist hier am Anfang
35:10und möchte dich sprechen.
35:11Hast du Zeit?
35:15Hallo, Papa?
35:18Ich brauche noch einen Moment, Lissi.
35:19Sag ihr bitte, ich komme gleich vor.
35:22Okay.
35:23Bis gleich.
35:25Bis gleich.
35:37Bis gleich.
35:39Du warst immer die Nettere von uns.
35:41Die Kleine, Süße.
35:42Egal, wie viel Mühe ich mir gegeben habe,
35:44dich haben immer alle sofort geliebt.
35:45Ich hatte auch zu kämpfen, Nora.
35:47Der Einzige, der von Anfang an nur mich geliebt hat,
35:49das war Holger.
35:50Und das konntest du nicht ertragen.
35:52Das ist nicht wahr.
35:53Natürlich ist es wahr.
35:54Deshalb hast du ihn dir auch heimlich ins Hotel eingeladen.
35:57Er wollte dir eine Freude machen.
35:59Ich habe ihm geholfen, ein Zimmer zu reservieren.
36:01Es sollte eine Überraschung sein.
36:02Ja, die ist ja auch gelungen.
36:05Kannst du dir vorstellen, wie es ist?
36:08Wenn man seinen Verlobten tot in der Badewanne findet?
36:13Ich weiß, dass es schrecklich für dich war.
36:18Aber es war ein Unfall.
36:19Du hättest diesen Unfall verhindern können.
36:21Aber du hast ihn mir einfach nicht gegönnt.
36:24So wie du mir Simon auch nicht gönnst.
36:31Ich wünschte, ich könnte Holger wieder lebendig machen.
36:36Ich wünsch mir doch, dass du glücklich bist.
36:37Ich wünsch mir endlich.
36:39Hau ab!
36:42Du willst mir Simon nicht auch nur nehmen.
37:07Er muss wohl ausgerutscht sein.
37:08Er wollte sich wohl noch festhalten.
37:10Aber der Griff...
37:11Ich kam rein und rief nach ihm.
37:13Aber er lag mir noch da.
37:19Er ist tot, Luisa.
37:22Oh Gott, Nora.
37:24Hast du das Zimmer nicht kontrolliert?
37:26Was?
37:28Ja, natürlich.
37:29Warum war denn der Handgriff nicht fest?
37:31Warum war denn der Handgriff nicht fest?
37:32Warum war denn der Handgriff nicht fest?
37:34Ich weiß nicht.
37:36Ich muss es übersehen haben.
37:39Übersehen?
37:40Du bist schuld des Neugertodes.
37:43Wegen dir ist mit Verlob der Tod.
37:50Nora hat recht.
37:53Ich bin schuld an ihrem Unglück.
37:56Damals.
37:57Und heute wieder.
38:01Wie konnte ich nur hoffen, dass das Schicksal Simon und mich zusammengebracht hat, um glücklich zu sein.
38:07Ich habe dieses Glück nicht verdient.
38:11Nicht solange Nora wegen mir unglücklich ist.
38:21Hallo, Frau Bernstein.
38:22Hallo, Maike.
38:24Hey, Lissi, ich habe gehört, du willst jetzt hier regelmäßig arbeiten?
38:26Ja, aber nur, wenn ich auch diesmal ordentlich bezahlt werde.
38:30Ja, das ist doch super.
38:31Könntest du den Kurierdienst anrufen?
38:33Das sind Entwürfe, die müssen heute unbedingt noch zu einem Kunden in Falkenthal.
38:37Klar.
38:37Es tut mir leid, dass du warten musstest.
38:38Das macht doch nichts, Richard.
38:41Lissi bewirbt sich gerade offiziell um einen Job am Empfang.
38:44So, einen Job.
38:45Darf ich?
38:46Nur bis zum Abi.
38:47Ist diese Nora Maywald inzwischen aufgetaucht?
38:49Nein, aber den Empfang, das mache ich mit links.
38:51Das wird nicht mehr nötig sein.
38:54Geht das dir nicht gut, Richard?
38:55Mir ging es nie besser.
38:57Wenn Frau Maywald kommt, soll sie bitte Memo an alle Mitarbeiter schreiben.
39:00Denn meine Faktur wird schnellstmöglich verkauft.
39:03Verkauft?
39:04Kommst du.
39:05Es gibt hier nichts mehr zu tun für mich.
39:12Hat er gerade gesagt verkauft?
39:14Es war einfach wunderschön.
39:17Es war um uns herum nichts mehr wichtig.
39:19Es gab nur noch Luisa und mich.
39:21Und?
39:22Hast du schon mit Nora geredet?
39:24Als ich gehört habe, dass Luisa abreisen will,
39:26hatte ich nur noch eins im Kopf, sie aufzuhalten.
39:28Du musst dich mit ihr aussprechen.
39:31Sonst macht sie sich weiterhin Hoffnung auf dich.
39:33Ich weiß.
39:34Sie ist mir ja auch nicht gleichgültig.
39:36Bis vor kurzem habe ich sogar gedacht, ich sei in sie verliebt.
39:38Aber als ich Luisa getroffen habe, das war einfach...
39:43...wunderschön.
39:44Simon, du musst das klären.
39:46Damit es keine Missverständnisse gibt.
39:48Das werde ich.
39:58Luisa!
40:00Komm doch rein.
40:01Hallo, Simon.
40:02Hallo.
40:06Bitte.
40:10Guten Morgen.
40:11Guten Morgen, Luisa.
40:14Ich werde dann mal gehen.
40:16Ich habe noch im Garten zu tun.
40:21Und?
40:22Hast du gut geschlafen?
40:25Ja.
40:30Als ich vorhin aufgewacht bin und du warst nicht da, habe ich einen Moment lang gedacht, ich hätte alles nur
40:35geträumt.
40:38Vielleicht war das alles auch nur ein Traum.
40:43Wie meinst du das?
40:46Simon, ich...
40:48Ich glaube, wir haben einen Fehler gemacht.
40:51Wir haben den schönsten Tag meines Lebens gemeinsam verbracht.
40:55Wie soll das ein Fehler sein?
40:58Wie soll das ein Fehler sein?
40:58Du wolltest eine Chance.
40:59Und es war ein wunderschöner Tag, aber ein Tag reicht nicht aus.
41:02Natürlich reicht ein Tag nicht aus.
41:04Wir werden noch viele schöne Tage miteinander haben.
41:06Nein.
41:08Wir sehen uns heute zum letzten Mal.
41:09Ich werde wie geplant den Zug nehmen und abreißen.
41:11Nein, warte mal.
41:12Du kannst jetzt nicht gehen.
41:13Ich...
41:14Wir gehören doch zusammen.
41:15Wir haben doch Gefühle füreinander.
41:19Ich habe mir da irgendwas vorgemacht.
41:23Ich...
41:24Ich...
41:27Ich habe Gefühle für dich.
41:31Aber nicht genug.
41:33Es tut mir leid.
41:40Wir gehören doch zusammen.
41:42Warum soll sich daran was ändern?
41:44Weil sich alles geändert hat, Nora.
41:46Alles.
41:47Falkenthal-Porzellan
41:49war nie die Firma von Annabelle.
41:51Das ist sie nie gewesen.
41:53Falkenthal-Porzellan war in erster Linie
41:55das Lebenswerk von Werner Grafenberg.
41:58Ich werde Falkenthal verlassen.
42:00Endgültig.
42:01Das hast du schon mal gesagt.
42:03Ich werde deinem Glück nie mehr im Weg stehen.
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