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Kurzfilme
Transkript
00:11Das ist Annabelle.
00:14Annabelle ist Nora's Mutter.
00:56Wir suchen diese Frau.
01:03Der Kopf fehlt.
01:04Ja, das ist das Problem.
01:06Also das Baby auf dem Arm der Frau, das ist meine Schwester und wir vermuten, dass die Frau Noras Mutter
01:12ist.
01:13Gibt es einen Grund dafür, dass man die Mutter auf diesem Foto nicht sieht?
01:16Ja, darüber haben wir auch schon gerätselt.
01:19Also da war offenbar jemand daran interessiert, die Identität der Mutter zu verheimlichen.
01:48Du bist die Frau, die sich bei mir im Atelier versteckt hat.
01:58Und jetzt, diese Augen würde ich niemals vergessen.
02:01Sie müssen mich verwechseln.
02:07So, ein letzter Rappen, der sich in der Tür.
02:09So, ein letzter Rappen, der sich in der Tür.
02:53Wie hier bist du?
02:55Wieso bist du aus meinem Zimmer weggerannt?
02:56Ich wollte mir doch nur schnell die Knopf wieder annehmen.
02:59Ich habe noch viel zu tun.
03:01Ich muss noch einen Entwurf anfertigen.
03:04Verstehe.
03:05Oh Gott.
03:06Willst du etwa dieses Ding hier zeichnen?
03:08Was?
03:09Ah, natürlich nicht.
03:11Das Maskenspiel auf Nina und Bens Hochzeit war wirklich albern.
03:13Schlimmer als auf dem Kindergeburtstag.
03:15Dabei gibt es doch viel, viel, viel schönere Spielchen.
03:18Vermisst du mich?
03:18Es tut mir leid, Nora.
03:20Ich habe heute noch wirklich viel zu tun.
03:22Ja, schon gut.
03:24Ich muss ja auch in die Manufaktur.
03:26Kommst du mit?
03:27Ähm, nein, ich komme nach.
03:29Und den Abend haben wir heute nur für uns alleine.
03:33Weißt du, nach der Hochzeitsfeier gestern,
03:35da möchte ich mal wieder für mich alleine sein einen Abend.
03:38Ein bisschen Ruhe finden.
03:42Natürlich.
03:43Das verstehe ich doch.
03:46Danke.
03:48Dann bis später.
03:50Ja, bis später.
03:52Ja.
04:18Hallo, hier ist eine Verbindung zu Tobias Becker.
04:21Bitte nach dem Pfeift und sprechen.
04:24Ja, Tobias, hier ist Eva.
04:27Ich denke, ihr seid gut im Schwarzwald angekommen.
04:30Ja, Birgit kann sich freuen,
04:33dass du ihr beim Umzug geholfen hast.
04:36Du, ich wünschte, du wärst hier.
04:39Ich habe etwas Neues über Noah Maiwads Mutter herausgefunden.
04:43Bitte, bitte ruf mich doch zurück.
04:45Ich muss dringend mit dir reden.
05:03Ja, ist gut, Hagen.
05:04Ich richte es ihm aus.
05:06Ja, es ist sicher das Beste so.
05:09Dann habt eine schöne Reise.
05:16Das war eben Hagen.
05:17Er verreist für ein paar Tage mit seiner Schwester.
05:20Die Hochzeit von Nina und Ben hat ihm ganz schön zu schaffen gemacht.
05:24Die Erinnerung an Viktoria.
05:29Es kommen auch immer noch Kondolenzbriefe.
05:33Danke.
05:39Es war eine wunderschöne Hochzeit, die du Nina und Ben ausgerichtet hast.
05:44Und es war gut, sich mal von...
05:48Es war gut, sich einmal ein bisschen abzulenken.
05:55Und jetzt?
06:00Jetzt müssen wir lernen, weiterzuleben.
06:03Annabelle kann uns nichts mehr anhaben.
06:05Sie ist im Gefängnis und wird bestraft für das, was sie getan hat.
06:15Nichts wird mal so sein, wie es war.
06:19Viktoria kommt nicht mehr zurück.
06:22Max ist in einer psychiatrischen Klinik ohne Aussicht auf Besserung.
06:28Und Paula lebt jetzt mit Nina und Ben auf den Virgin Islands.
06:33Du hast noch eine Tochter, Richard.
06:36Lissi ist bei dir und ich bin es auch.
06:40Wir sind eine Familie.
06:45Ja, ich weiß.
06:54Hallo.
06:55Hallo, Simon.
06:56Ich dachte, du wärst längst in der Manufaktur?
06:58Nein, mir ist etwas Wichtiges dazwischengekommen.
07:02Was ist denn los?
07:04Ich...
07:07Ich weiß, wer sie ist.
07:09Obwohl, eigentlich weiß ich nicht, wer sie ist.
07:12Nur...
07:12Was redest du denn überhaupt?
07:15Die Frau in dem roten Kleid von der Hochzeitsfeier.
07:17Ich hab dir davon doch erzählt.
07:19Mit der ich beim Maskenspiel getanzt habe.
07:20Ach, hast du sie gefunden?
07:22Sie ist Noras Schwester. Kannst du dir das vorstellen?
07:24Ausgerechnet die Schwester meiner Freundin.
07:26Redest du von Luisa?
07:28Du kennst sie?
07:29Ja, na sicher.
07:30Ich bin ihr etliche Male begegnet.
07:33Nora sagt, sie ist weg.
07:34Weißt du etwas darüber?
07:35Hat sie...
07:35Ja, soweit ich weiß, wollte sie nach der Hochzeit von Nina und Ben
07:39ihre Stelle im Gutshaus aufgeben und fortgehen.
07:42Moment mal.
07:43Sie hat im Gutshaus gearbeitet?
07:45Dann war sie ja immer in meiner Nähe.
07:47Ja, ich...
07:48Ich staune, dass ihr euch nie begegnet seid.
07:50Ich meine so richtig.
07:53Warum fragst du nicht Nora, ob sie weiß, wo ihre Schwester hingegangen ist?
07:57Na, wie könnte ich?
07:58Sie weiß nicht, dass ich auf der Suche nach Luisa bin.
08:01Aber sie weiß doch, dass die Frau, in die du dich damals im Atelier verliebt hast,
08:06dass das Luisa war.
08:08Luisa war die Frau hinter der Maske und nicht Nora, oder?
08:11Ich weiß selber noch nicht genau, was damals wirklich passiert ist.
08:14Aber im Moment ist nur eins wichtig.
08:16Ich muss sie finden.
08:17Dann schlage ich vor, frag Eva.
08:19Luisa und Eva sind sehr befreundet.
08:21Scheinbar kennen sie alle hier, außer mir.
08:23Tja, du hättest ja sagen können, dass du Luisa meinst.
08:27Wenn ich es bloß vorher gewusst hätte.
08:30Tschüss.
08:31Tschüss.
08:47Mein Zug fährt erst in zwei Stunden.
08:50Aber es ist gut, dass ich so früh das Gutshaus verlassen habe.
08:53Jetzt besteht keine Gefahr mehr, dass ich Simon begegne.
09:05Nora?
09:06Was gibt's?
09:07Hallo Luisa.
09:09Ich wollte mich nur noch mal melden, wegen gestern.
09:12Ich war einfach sauer, es tut mir leid.
09:14Schon gut, ich bin jetzt weg.
09:15Ich meine, du hattest gesagt, dass du nicht zur Hochzeit kommen würdest
09:17und auf einmal tauchst du dort auf.
09:19Nina hat mich gebeten, beim Werfen des Brautstraußes dabei zu sein
09:22und danach konnte ich nicht gleich gehen, weil das Mastenspiel anfing.
09:25Hast du bei dem Spiel eigentlich auch getanzt?
09:29Ja, aber nur kurz.
09:31Ich bin dann auf meinem Zimmer, um zu packen.
09:34Ja, dann hab eine gute Reise.
09:36Wie viel müsste ich jetzt schon?
09:38Wirklich?
09:39Ja, irgendwie schon.
09:41Ist schon komisch.
09:43Erst wolltest du hierher und ich nicht und jetzt will ich nicht mehr weg von hier.
09:47Ja, ich kann das gut verstehen.
09:49Weißt du, ich bin sehr glücklich hier.
09:52Ich weiß.
09:53Das freut mich.
09:54Ja, ich wollte mich eigentlich nur mal bei dir bedanken.
10:00Durch dich bin ich erst hierher gekommen, sonst hätte ich Simon nie kennengelernt.
10:04Schon gut, ich hab ja nicht wirklich viel getan.
10:06Bist du schon am Bahnhof?
10:08Nein, aber so gut wie.
10:10Und grüß alle zu Hause in Waldruh.
10:13Das werde ich tun.
10:15Danke.
10:16Ich komm die Sicherheit besuchen.
10:19Mach das.
10:21Und viel Glück, Nora.
10:23Dir auch.
10:24Mach's gut.
10:28Nora wollte nochmal sicher gehen, dass ich auch wirklich abreise.
10:32Und ich kann sie verstehen.
10:34Es war ein Fehler, dass ich das Maskenspiel mitgemacht habe.
10:37Und Simon mir ein zweites Mal in die Augen sehen konnte.
10:42Könnte ich bitte bezahlen?
10:44Selbstverständlich.
10:46Es ist die richtige Entscheidung.
10:49Nora ist glücklich mit Simon.
10:52Und ich werde ihr Glück nicht noch einmal zerstören.
10:55Das hab ich ihr versprochen.
11:04Stimmt so.
11:05Willst du mir bitte ein Taxi rufen?
11:07Natürlich.
11:09Nina hat ihre große Liebe in Falkenthal gefunden.
11:12Und Nora wird hier auch glücklich werden.
11:16Auf mich wartet das große Glück irgendwo anders.
11:20Ganz sicher.
11:42Hallo, Eva.
11:43Hä?
11:44Ach, Simon.
11:45Mein Gott, haben Sie mich erschreckt.
11:47Es tut mir leid.
11:48Sagt man nicht, dass jemand, der sich so erschrickt, etwas zu verbergen hat?
11:52Was zu verbergen?
11:53Was denn?
11:53Wieso denn ich?
11:54Was denn?
11:55Sagen Sie, Sie wissen nicht zufälligerweise, wo ich Luisa finde?
11:59Luisa?
12:01Sie kennen sie doch.
12:02Sie hat doch bei Ihnen gearbeitet, oder?
12:04Ja, schon.
12:06Aber was wollen Sie denn von ihr?
12:08Ich will Sie etwas fragen.
12:11Ach so.
12:12Na ja, sie ist heute früh abgereist.
12:15Eva.
12:17Ich habe vor ein paar Wochen eine Frau in meinem Atelier gesehen und mich sofort unsterblich in sie verliebt.
12:22Ich weiß jetzt, dass diese Frau Luisa ist.
12:27Selbst wenn die Welt heute noch untergehen würde und wir nur noch einen Tag zu leben hätten.
12:32Ich muss Sie noch einmal sehen und mit ihr sprechen.
12:34Bitte, Eva.
12:35Helfen Sie mir.
12:38Ja.
12:40Sie wollte zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren.
12:43Nach Hause?
12:44Wo ist das?
12:45Mit welchem Zug fährt Sie?
12:47Mit dem Nachmittagszug nach Waldruhe.
12:49Eva, danke.
13:04Der hat mich einfach weggedrückt.
13:08Simon?
13:09Sie haben ja eine schöne Art, sich am Telefon zu melden.
13:11Oh, Frau von Weiden, das tut mir leid.
13:14Ist Ihnen bewusst, dass Sie die Manufaktur repräsentieren, wenn Sie sich am Telefon melden?
13:18Ja, natürlich.
13:19Das war eine Verwechslung.
13:20Das hoffe ich.
13:21Und jetzt kommen Sie bitte sofort zu mir.
13:24Jetzt gleich ins Gefängnis, aber ich...
13:26Natürlich ins Gefängnis.
13:27Was dachten Sie denn, wo ich bin?
13:28Aber wenn ich sage sofort, dann meine ich sofort.
13:32Natürlich, ich komme zu Ihnen.
13:34Sie sitzt im Gefängnis und fühlt sich immer noch auf wie Kleopatra.
13:38Hallo?
13:39Ja, können Sie sich nicht ordentlich am Telefon melden, Frau Hansen?
13:42Was?
13:43Wieso ich...
13:43Das Telefon in der Designabteilung ist ein öffentlicher Anschluss.
13:46Sie repräsentieren damit die Manufaktur.
13:48Ja, klar.
13:49Sie wissen nicht zufällig, wo Simon Becker steckt.
13:51Nein, keine Ahnung.
13:52Ich vermisse ihn auch schon.
13:53Er muss sich eigentlich ein paar Entwürfe von mir ansehen, aber...
13:56Ja, ich habe jetzt einen Termin außer Haus.
13:57Geben Sie mir bitte Bescheid, sobald er auftaucht.
13:59Ich bin über Handy erreichbar.
14:00Okay.
14:12Simon!
14:13Und, hast du mit Eva gesprochen?
14:15Ja, habe ich.
14:16Luisa ist auf dem Weg nach Hause.
14:18Vielleicht treffe ich sie noch am Bahnhof.
14:20Verdammt!
14:21Was suchst du denn?
14:22Meine Autoschlüssel.
14:23Sie müssen irgendwo hier sein.
14:28Das ist kreis.
14:29Bitte schön.
14:33Was würde ich nur ohne dich tun?
14:34Das habe ich mich auch schon oft gefreut.
14:38Moment.
14:38Wie erkenne ich sie eigentlich?
14:40Das Einzige, was ich bis jetzt von Luisa gesehen habe, sind ihre Augen.
14:43Sie hat braune, schulterlange Haare, wunderschöne blaue Augen.
14:47Und wenn du vor ihr stehst, dann möchtest du sie sofort in die Arme schließen.
14:51Du kannst sie gar nicht verfehlen.
14:52Wünsche mir Glück, dass ich sie antreffe.
14:55Das mache ich.
14:56Und jetzt beeile dich.
14:57Ja.
14:59Ja.
15:17Oh nein.
15:18Die Schlüsse zum Gutshaus.
15:20Ich habe in der Eile total vergessen, sie abzugeben.
15:24Ich könnte sie schicken.
15:26Andererseits könnte ich es noch schaffen, sie schnell selbst zurückzubringen.
15:31Vielleicht werden sie schon vermisst.
15:33Was macht 57?
15:35Tut mir leid, ich habe was vergessen.
15:36Wir müssen noch mal zurück.
15:38Zum Gutshaus der von Weidens, bitte.
15:57Richard?
15:58Ja?
15:59Musst du heute den ganzen Tag arbeiten?
16:03Ja, warum fragst du?
16:05Ich möchte gleich zum Friedhof.
16:09Willst du nicht mitkommen?
16:12Das würde ich sehr gerne, aber durch die Hochzeit ist in den letzten Tagen sehr viel Arbeit liegen geblieben.
16:18Aber du warst seit der Beerdigung nicht mehr in Victorias Grab.
16:21Wie gesagt, Helena, ich habe andere wichtige Dinge zu erledigen.
16:27Sicher.
16:29Du kommst dann mit, wenn du mir Zeit hast.
16:34Richtig.
16:36Hallo.
16:39Ja, komm, Socke, komm.
16:41Mach schön Platz.
16:43Hi.
16:50Ganz schön ruhig hier.
16:52Nach dem Trubel der letzten Tage.
16:55Jetzt, wo alle Hochzeitsgäste wieder abgereist sind, bleiben nur noch wir drei.
16:59Plus Hund.
17:01Ist das immer noch der Hund, der dir bei deinen Sozialstunden im Park zugelaufen ist?
17:05Ja, Socke.
17:06Ich hatte ihn noch Elsa geliehen, als sie blind war.
17:08Und jetzt, wo Hagen und sie im Urlaub sind, kümmere ich mich wieder um ihn.
17:12Lissi, wir hatten doch die Regelung, dass das Wohnzimmer für Haustiere tabu ist.
17:15Es wäre schön, wenn es so bliebe.
17:18Aber das war doch früher wegen Wikis Allergie.
17:22Muss ich mich dafür auch noch rechtfertigen?
17:24Nein.
17:25Dafür wenigstens mit auf mein Zimmer.
17:29Wenn es sein muss.
17:30Ja, muss es.
17:32Komm.
17:36Socke ist mein Hund und er ist wenigstens für mich da, wenn ich ihn brauche.
17:50Ich habe zu tun.
17:57Also, ich gehe dann zum Friedhof.
18:19Wir haben 40 Jahre zusammen erlebt.
18:25Und erst jetzt weiß ich,
18:28was du für ein großes Geheimnis mit ins Grab genommen hast.
18:33Und mich lässt du hier zurück.
18:35Mit all den Fragen.
18:38Und ohne Antworten.
18:43Das ist mir unbegreiflich,
18:46was damals passiert ist.
18:49Also,
18:52dass Annabelle
18:53die Mutter
18:54deines Kindes ist,
18:56das will mir einfach nicht in den Kopf.
18:58Du hast sie immer gehasst.
19:01Also, du hast sie doch nur
19:02akzeptiert,
19:03weil sie deine Schwiegertochter war.
19:06Weil dein Sohn sie so geliebt hat.
19:11Oder
19:13hast du das Kind
19:14deswegen zur Adoption freigegeben?
19:18Ich wünschte,
19:19du wärst hier
19:21und könntest mir all meine Fragen beantworten.
19:35Herr Petersen hat sich also endgültig
19:37aus Falkenthal verabschiedet.
19:39Ja.
19:40Er und Nina
19:41haben sich mit einem Segelboot
19:43auf in die Karibik gemacht.
19:47Ich hätte mir denken können,
19:48dass er auf mein Angebot
19:49nicht eingeht,
19:50die Manufaktur
19:51weiterzuleiten.
19:53Aber wenigstens
19:54ist Nina jetzt auch weg.
19:56Sie hat sich ein bisschen zu sehr
19:57in meine Angelegenheiten eingemischt.
19:59Frau von Weiden,
19:59wie geht es denn jetzt weiter
20:00mit Falkenthal-Porzellan?
20:03Ja, deshalb wollte ich Sie sprechen.
20:08Mein Anwalt hat sich gemeldet.
20:11Es ist möglich,
20:12dass ich
20:12die Firma von hier aus
20:14bald nicht mehr leiten kann.
20:16Warum nicht?
20:18Die Untersuchungshaft
20:19ist kein Vergnügen.
20:21Es wird mir wohl untersagt werden,
20:24die Geschäfte von hier aus abzuwickeln.
20:25Und was bedeutet das?
20:29Wahrscheinlich
20:31wird meinem Mann
20:33die Geschäftsleitung übertragen.
20:36Was?
20:37Ja, von Weiden
20:38wird die Manufaktur übernehmen?
20:40Das glaube ich kaum.
20:42Wenn er sie erst einmal hat,
20:43wird er sie zerschlagen
20:44und verkaufen.
20:47Frau Maywald, hören Sie,
20:49Sie sind wirklich
20:50die einzige Person,
20:52auf die ich mich noch verlassen kann.
20:54Natürlich.
20:56Das können Sie.
20:58Deshalb müssen Sie mich
20:59über alles,
21:01was in der Manufaktur geschieht,
21:03auf dem Laufenden halten.
21:04Das mache ich doch jetzt schon,
21:06Frau von Weiden.
21:06Sorgen Sie dafür,
21:08dass der Manufaktur
21:09keinen Schaden zugefügt wird.
21:11Heißt das,
21:12dass ich kümmere mich jetzt um alles?
21:14Natürlich.
21:15In enger Absprache mit mir.
21:17Selbstverständlich.
21:20Ich hoffe wirklich,
21:21dass ich mich auf Sie verlassen kann.
21:22Das können Sie,
21:23Frau von Weiden.
21:30Eva?
21:35Frau Landmann,
21:35würden Sie mir bitte
21:36einen Tee machen?
21:37Oh, Frau Maywald.
21:38Ich dachte,
21:38Sie wären schon abgereist.
21:39Ich hatte vergessen,
21:40den Schlüssel abzugeben.
21:42Ah ja.
21:43Danke.
21:44Wir wussten,
21:44dass wir uns auf Sie verlassen können.
21:46Soll ich Ihnen vielleicht
21:47einen Tee machen,
21:48bevor ich fahre?
21:49Nein, nein,
21:50das ist nicht nötig.
21:51Das ist wirklich kein Problem.
21:56Ich bedauere sehr,
21:58dass Sie uns verlassen.
21:59Unter Ihrer Führung
22:00war der Haushalt
22:02immer perfekt organisiert.
22:04Danke.
22:06Ich finde es auch schade.
22:08Und ich kann Sie da nicht umstellen?
22:11Nein.
22:15Ich sollte Ihnen wenigstens
22:16ein Arbeitszeugnis ausstellen.
22:17Haben Sie noch die Zeit?
22:18Das wäre wirklich sehr nett.
22:20Aber ich muss gleich zum Zug.
22:21Vielleicht können Sie es
22:22meiner Schwester geben?
22:24Okay.
22:26Also dann,
22:26alles Gute für Sie.
22:29Danke Ihnen auch.
22:34Luisa.
22:34Ich dachte,
22:35Sie wären zum Bahnhof gegangen.
22:37Äh,
22:37ich meine,
22:38abgereist.
22:39Hallo, Frau Becker.
22:41Ich hatte nur was vergessen.
22:42Tee zu machen?
22:43Nein,
22:44die Hausschlüssel.
22:45Aber jetzt muss ich
22:46wirklich gleich los.
22:47Ach, wirklich?
22:49Das würde sich gut helfen.
22:50Eva wollte Sie dringend sprechen.
22:54Eva,
22:54aber ich habe mich
22:55von ihr verabschiedet.
22:56Es klang sehr dringend.
22:58Wo ist sie denn?
22:59Bei uns drüben.
23:00Kommen Sie doch
23:01auf einen Sprung mit rüber, ja?
23:03Na gut.
23:04Ein bisschen Zeit habe ich noch.
23:25Ich habe nicht vor,
23:26Daniel zu enterben.
23:27Das weißt du ganz genau.
23:28Nicht.
23:29Dann willst du ihn also
23:30nur demütigen.
23:31Und deshalb ziehst du
23:33jemand anderen vor.
23:34Wie heißt er gleich noch mal?
23:35Versage,
23:36anfängst.
23:36Es reicht,
23:37Annabelle.
23:37Das finde ich auch.
23:38Herr Grafenberg,
23:39denken Sie wenigstens
23:40an Ihr Herz.
23:41Muss augenblicklich
23:41in die Manufaktur.
23:42Und was ist mit dem
23:43Notartermin?
23:44Ja genau,
23:44um den geht es ja.
23:46Meine verehrte
23:46Schwiegertochter hat ihn
23:47hinter meinem Rücken
23:49abgesagt.
23:49Und damit ist sie
23:50eindeutig zu weit gegangen.
23:52Also in diesem Zustand
23:53sollten Sie nicht
23:53mit Ihrer
23:54Schwiegertochter sprechen.
23:56Nein.
23:58Nein, nein, nein.
23:59Das kann nicht wahr sein.
24:09Konrad.
24:10Lass dich umarmen.
24:14Wenn du wüsstest,
24:15wie sehr ich mich
24:16gerade nach einem
24:16Menschen gesehnt habe,
24:17mit dem ich reden kann.
24:18Und wenn du wüsstest,
24:19wie sehr ich mich
24:20nach meiner lieben Mutter
24:21gesehnt habe.
24:30Hat Simon sich gemeldet?
24:32Nein, noch nicht.
24:33Was und Sie machen?
24:34Wo gerade Mittagspause?
24:35Ich wüsste nicht,
24:35was Sie das angeht.
24:36Eine ganze Menge.
24:38Ich sehe Sie hier
24:38den ganzen Tag
24:39immer irgendwo
24:39nutzlos rumstehen.
24:40Wie bitte?
24:40Ich habe mir einfach
24:41nur einen Kaffee geholt.
24:42Ihr Platz ist ab sofort
24:43hier am Empfang.
24:44Ja, guter Witz.
24:46Das ist kein Witz,
24:47Frau Hansen.
24:47Und Sie werden in Zukunft
24:48aufpassen,
24:48wie Sie mit mir reden.
24:50Frau Maywald,
24:52Entschuldigung,
24:53aber ich weiß gerade
24:53überhaupt nicht,
24:54was Sie von mir wollen.
24:55Frau van Weiden
24:55hat mich während
24:56ihrer Abwesenheit
24:57zu ihrer Stellvertreterin
24:58ernannt.
24:58Das heißt,
24:59ich kümmere mich
24:59jetzt um den Laden.
25:00Das heißt,
25:01Sie sind jetzt
25:01die neue Frau van Weiden,
25:03sozusagen.
25:04Oder will ich gleich
25:04mal ein Memo
25:05in die Belegschaft
25:05rausschicken.
25:06Na ja,
25:07und da ich ja jetzt
25:07Wichtigeres zu tun habe,
25:08werde ich nicht mehr
25:09am Empfang sitzen.
25:10Ja, ja,
25:10aber ich habe auch
25:11Wichtigeres zu tun.
25:12Auf mich warten Entwürfe
25:13und geht's nicht.
25:14Frau Hansen,
25:15Sie können doch
25:15Ihre Blümchenmuster
25:16genauso gut hier weiterzeichnen.
25:18Aber ich zeichne
25:18nicht nur Blümchenmuster.
25:19Sie bewachen das Telefon,
25:21nehmen die Post entgegen,
25:22empfangen Besucher
25:22und was sonst noch so anfällt.
25:24Das werden Sie doch wohl schaffen, ja?
25:25Und falls irgendwas sein sollte,
25:26ich bin im Chefbüro.
25:28Ach ja.
25:29Aber bitte stören Sie mich
25:29nicht alles so oft.
25:30Und einen Kaffee
25:30hätte ich auch gern.
25:31Schwarz und ganz viel Zucker.
25:32Merken.
25:44Wo ist Eva denn?
25:45Ich weiß es nicht.
25:47Ich schaue mal nach, ja?
25:48Ich würde wirklich gerne warten,
25:49weil mein Zug fährt gleich.
25:50Es geht ganz schnell.
25:51Versprochen.
26:19Hallo, hier ist die Mailbox
26:20von Simon Becker.
26:21Im Augenblick bin ich
26:22nicht zu erreichen,
26:23aber Sie wissen ja,
26:23Sie können einfach eine Nachricht
26:25nach dem Signalton hinterlassen.
26:27Simon, Luisa ist
26:28noch mal zurückgekommen.
26:29Sie ist hier bei mir.
26:31Ich weiß nicht,
26:32wie lange ich sie noch
26:32aufhalten kann.
26:33Also beeil dich
26:34und komm so schnell
26:34du kannst zurück.
26:43Und?
26:44Haben Sie sie gefunden?
26:45Nein, leider nicht.
26:46Aber was wollte Eva
26:47denn so dringend?
26:48Wenn ich das wüsste.
26:50Vielleicht hat es
26:51mit ihrer Abreise zu tun.
26:52Hat sie das gesagt?
26:54Nein, hat sie nicht,
26:55aber das wird sie Ihnen
26:56sicher gleich selbst sagen.
26:58Na gut.
26:59Zwei Minuten
27:00warte ich noch.
27:00Schön.
27:01Dann mache ich Ihnen
27:02jetzt noch etwas Reiseproviant.
27:04Danke, Frau Becker,
27:05aber das ist wirklich
27:05nicht nötig.
27:06Das macht wenig Arbeit
27:07und hinterher werden Sie
27:08sich darüber freuen.
27:09Hm?
27:19Aber nun erzähl mal.
27:22Warum bist du hier?
27:23Was gibt es?
27:25Ich war neulich schon mal hier,
27:27um mich in der Försterei
27:28von Falkenthal zu bewerben.
27:30Wieso?
27:31Was ist passiert?
27:32Ich meine,
27:33haben sie dir gekündigt?
27:34Nee, im Gegenteil.
27:35Ich kriege ein größeres Revier.
27:37Es standen mehrere zur Auswahl,
27:38aber als ich hörte,
27:39dass hier eine Stelle
27:39frei werden soll...
27:40Aber als du hier warst,
27:41hättest du dich ruhig
27:42bei mir melden können.
27:43Ich wollte nichts verraten,
27:44bevor es nicht sicher ist.
27:45Heißt das du?
27:46Ja, ich kehre an den Ort
27:47meiner Kindheit und Jugend zurück.
27:49Ich bin jetzt
27:49Revierförster von Falkenthal.
27:52Das finde ich wundervoll.
27:55Ja, also ich hätte es mir
27:56doch gleich denken können,
27:57dass du nicht in einem Dorf bleibst,
27:59in dem es mehr Bäume als Frauen gibt.
28:01Mutter, bitte.
28:02Ich komme schon noch früh genug
28:03unter die Haube.
28:04Ach, bist du sicher?
28:05Oder gibt es noch mehr,
28:07was du mir eigentlich erzählen solltest?
28:09Nein, aber wenn es jemanden
28:10in meinem Leben gibt,
28:11bist du die Erste,
28:12die davon erfährt.
28:13Also, wann fängst du an?
28:14Hm?
28:14Wann kommst du hier?
28:15Muss nur noch meinen Umzug organisieren,
28:17dann kann es losgehen.
28:18Ich kann es gar nicht glauben,
28:20dass du hier hilfst.
28:22Ja, gewöhn dich lieber mal dran
28:24an den Gedanken.
28:25Aber sag mal,
28:26was war mit dir vorhin los?
28:27Du hast gesagt,
28:28du musst dringend
28:28mit jemandem reden.
28:30Ja.
28:31Ja, äh.
28:32Ich weiß gar nicht,
28:33wo ich anfangen soll.
28:34Komm.
28:41Erinnerst du dich an
28:43Werner Grafenbergs Schwiegertochter?
28:45Annabelle?
28:45Die Mutter von Daniel und Patricia?
28:48Klar.
28:49Wer würde sich nicht
28:50an sie erinnern?
28:51Was ist mit ihr?
28:54Sie sitzt im Gefängnis.
28:57Und das ist nicht
28:58die einzige Neuigkeit,
28:59die ich von ihr weiß.
29:00Na, jetzt hast du mich
29:01aber neugierig gemacht.
29:02Erzähl, was ist los?
29:13Nein, ich bin im Moment
29:14für niemanden zu sprechen.
29:15Es tut mir leid.
29:17Bing.
29:21Ach ja.
29:26An die gesamte Belegschaft
29:34zur Kenntnisnahme.
29:37Doppelpunkt.
29:40Mit sofortiger Birkung hat
29:45Noah Maywald die Befugnis von Annabelle van Weyden bekommen,
29:56die Geschäfte von Falkenthal Porzellan zu übernehmen.
30:07Punkt.
30:10Ihren Anweisungen
30:13ist ab sofort
30:15Folge zu leisten.
30:18Punkt.
30:36Entschuldigung, wissen Sie, ob der Zug nach Waldruhe schon abgefahren ist?
30:39Keine Ahnung, kann ich Ihnen auch nicht heilheben.
30:41Danke.
30:55So, hier ist Ihr Reiseproviant.
30:57Vielen Dank.
30:58Ich wusste gar nicht,
30:59dass Sie uns so schnell schon wieder verlassen wollen.
31:02Die Arbeit als Hochzeitsplanerin für Ben und Nina
31:04war meine letzte Aufgabe hier.
31:06Die Hochzeit war wunderschön.
31:07Sie haben ein großes Talent dafür.
31:10Danke.
31:11Besonders das Maskenspiel.
31:13Man wusste überhaupt nicht, mit wem man tanzt
31:15und konnte seinem Gegenüber völlig problemlos tief in die Augen blicken.
31:21Also das Maskenspiel haben sich Maike und Lissi überlegt.
31:23Damit habe ich gar nichts zu tun.
31:25Ach, dann haben Sie gar nicht mitgetanzt?
31:28Doch.
31:29Getanzt habe ich schon.
31:31Also jetzt muss ich wirklich los
31:32und wenn Sie Eva treffen, dann sagen Sie, dass ich auf Sie gewartet habe, ja?
31:35Haben Sie nicht noch fünf Minuten?
31:38Tut mir leid.
31:41Ich finde es furchtbar, dass Sie so überstürzt abreisen wollen.
31:44Glauben Sie mir, ich würde auch gerne bleiben.
31:46Aber ich habe keine andere Wahl.
31:49Sind es private Gründe?
31:52Ja, so könnte man es sagen.
31:55Also vielen Dank für den Proviant und leben Sie wohl.
31:59Sie auch, Luisa.
32:00Ich hoffe, dass Sie es nicht bereuen werden.
32:10Kein Zweifel, das auf dem Foto ist Annabelle von Weiden.
32:13Du meinst Werner und Annabelle?
32:18Ja.
32:19Na ja, zumindest ist Annabelle die Mutter von Nora.
32:23Und wahrscheinlich ist Werner der Vater.
32:26Das kann ich mir nicht vorstellen.
32:27Beim besten Willen nicht.
32:29Ich wünschte, du hättest recht.
32:32Jetzt nicht weinen, Mutter.
32:34Wie kommst du überhaupt darauf, dass Werner Gravenberg der Vater des Kindes sein könnte?
32:40Das ist eine lange Geschichte.
32:42Alles fing damit an, dass ich einen Brief in Werners Sachen gefunden habe.
32:47Und in dem steht, dass er Geld bezahlt hat, damit das Kind zu Pflegeeltern kommt.
32:53Das kann er aber auch aus einem anderen Grund gemacht haben.
32:56Werner Gravenberg war doch bekannt für sein soziales Engagement in Falkenthal.
33:00Für Annabelle?
33:01Also die Frau, die ja am meisten geastert?
33:04Ah, Frau Landner, da sind Sie ja.
33:06Guten Tag, Herr von Weiden.
33:08Das ist mein Sohn Konrad Landmann, Herr von Weiden.
33:11Freut mich, Herr Landner.
33:12Gleichfalls, Herr von Weiden.
33:13Ja, ich wollte eigentlich nur meinen Tee holen.
33:15Und Katharina hat mich ja offensichtlich vergessen.
33:17Oh, Katharina hat ihn gemacht.
33:19Nein, nein, nein, nein, Frau Maywald hat ihn gemacht.
33:21Sie kam noch einmal zurück, weil sie vergessen hat, den Schlüssel abzugeben.
33:24Dann habe ich Sie wohl knapp verpasst.
33:25Ja, ja, ja.
33:27Wir sollten uns bald nach Ersatz für Sie umschauen.
33:29Ich meine, ich habe nichts dagegen, wenn ich mir ausnahmsweise meinen Tee selbst hole.
33:32Aber zur Regel sollte das nicht werden.
33:33Entschuldigung, Herr von Weiden.
33:35Es wird nie wieder vorkommen.
33:36Ich weiß, ich weiß.
33:38So.
33:43Bitteschön.
33:44Dankeschön.
33:45Herr Landmann.
33:45Darf ich an Weiden?
33:50Sehr nett, dein Chef.
33:52Kann schon verstehen, dass du dich hier wohlfühlst.
33:54Ja.
33:59Simon, Luisa ist noch mal zurückgekommen.
34:01Sie ist hier bei mir.
34:02Ich weiß nicht, wie lange ich sie noch aufhalten kann.
34:04Also beeil dich und komm zu selten, komm.
34:06Ja.
34:07Jetzt, ich muss zurück.
34:12Nora hier, wo steckst du denn?
34:14Ja.
34:26Luisa?
34:28Luisa?
34:29Ja.
34:32Ja.
34:33Ja.
34:35Ja.
34:40Ja.
34:44Ja.
34:46Ja.
34:46Amen.
35:19Und diese Hedwig Wiegand, die damals den Brief an Herrn Gravenberg geschrieben hat, behauptet, Noras Mutter hätte sich umgebracht.
35:27Dann hat sie offenbar gelogen, falls das Foto wirklich der Beweis ist.
35:31Ja, aber warum? Versucht sie Annabelle zu decken?
35:35Offenbar. Und vielleicht weiß sie auch, wer der Vater ist. Wir sollten sie fragen.
35:40Ja, zur Zeit, glaube ich, arbeitet sie im Fahrhaus oder auf dem Friedhof.
35:44Ja gut, worauf warten wir?
35:46Los geht's.
35:47Was denn jetzt gleich?
35:49Ja, warum nicht?
35:50Tja, ich wollte eigentlich dir dein Lieblingsessen kochen.
35:54Du machst mir die Entscheidung wirklich nicht leicht. Aber manchmal muss man Prioritäten setzen.
36:00Komm.
36:12Ich muss los.
36:15Luisa, warte.
36:20Mein Zug fährt gleich.
36:22Aber du kannst ja jetzt nicht einfach losfahren.
36:24Es geht nicht anders.
36:26Das verstehe ich nicht.
36:31Du bist mit meiner Schwester zusammen.
36:34Du hast Gefühle für sie.
36:37Das hast du mir selbst gesagt, gestern Abend im Gutshaus.
36:40Die Frau mit der Sonnenbrille.
36:42Die Frau mit der Sonnenbrille.
36:43Das warst du.
36:45Aber ich meinte doch dich.
36:47Von Anfang an.
36:50Als du dich damals in meinem Atelier versteckt hast.
36:52Da habe ich deine Augen gesehen.
36:53Und dann war plötzlich Nora da.
36:55Es ist zu spät.
36:58Nora liebt dich.
37:00Du bist seit Wochen mit ihr zusammen.
37:02Ich kann mich da nicht dazwischen drängen.
37:07Luisa, warte.
37:08Bitte.
37:21Sag mal, was machst du denn hier?
37:23Hallo.
37:24Birgit.
37:24Du siehst heute aber jung aus.
37:26Haha.
37:27Was machst du denn hier?
37:29Bist du jetzt Empfangsdame?
37:30Ich wünschte, ich könnte drüber lachen.
37:32Wieso?
37:32Was ist denn passiert?
37:33Nora Maywald hat mich hier abgesetzt.
37:35Sie meinte, ich könnte jetzt beides machen.
37:37Empfang und Entwürfe.
37:39Das können die doch nicht entscheiden.
37:41Und ob?
37:42Annabelle von Weiden hat Nora Maywald
37:44zur persönlichen Stellvertreterin ernannt.
37:47Wie bitte?
37:48Ja.
37:49Nora Maywald als neue Firmenchefin?
37:52Sag mal, will Annabelle ihre Manufaktur
37:55jetzt komplett in den Ruin treiben, oder was?
37:56Ja, Simon ist auch noch nicht aufgetaucht.
37:58Der hatte bestimmt auch was dagegen,
37:59mich hier am Empfang zu sehen.
38:00Na, mach dir da mal keine Hoffnung.
38:02Ja, und die Maywald haben was miteinander.
38:04Glaubst du wirklich,
38:05dass er sich deinetwegen mit ihr anlegt?
38:07Auf jeden Fall reden sie nicht mehr miteinander.
38:10Sie fragt alle fünf Minuten,
38:11ob er angerufen hat.
38:13Na, jetzt ist ich ein Glückwunsch.
38:14Die beiden haben Krach miteinander
38:16und du stehst in der Mitte.
38:18Hier.
38:19Kleine Aufmunterung,
38:20dein Lieblings-Cappuccino.
38:22Danke.
38:25Warum bist du denn eigentlich hier?
38:28Ich dachte,
38:28ich kann dir ein bisschen Gesellschaft leisten.
38:31Hattest du Stress zu Hause?
38:34Ach, es ist wegen Socke.
38:36Jetzt, wo Elsa nicht da ist,
38:38ist er wieder bei mir
38:39und mein Vater regt sich tierisch darüber auf.
38:42Ja, aber er tut doch niemandem was.
38:44Darum geht's nicht.
38:47Viktoria hatte eine Tierhaarallergie.
38:50Warte mal,
38:51da komm ich jetzt nicht mit.
38:53Weil Viktoria,
38:54deine verstorbene Schwester,
38:55eine Tierhaarallergie hatte...
38:57Es geht nicht um die Allergie.
38:59Jetzt, wo der ganze Trubel
39:00mit der Hochzeit und so vorbei ist,
39:02fängt mein Vater an zu grübeln.
39:04Ich glaube,
39:05er kann einfach nicht begreifen,
39:06dass sie nicht mehr da ist.
39:08Wahrscheinlich will er sich so
39:09jedes Stück Erinnerung an sie bewahren.
39:19Guten Tag, Frau Wiegand.
39:22Ach, Frau Landmann.
39:24Wollen Sie etwa zu mir?
39:26Ja.
39:26Mein Sohn, Frau Wiegand,
39:29also mein Sohn und ich,
39:30wir hätten noch eine Frage
39:31zu Noras Mutter.
39:34Ich hab der Schwester von Frau Maywald
39:36schon alles gesagt, was ich weiß.
39:37Dann wiederholen Sie es doch bitte
39:38noch einmal für uns.
39:42Wozu?
39:45Erinnern Sie sich noch an das Foto,
39:46das wir Ihnen damals gezeigt haben,
39:48wo der Kopf der Mutter abgeschnitten war?
39:51Das war doch Noras Mutter, oder?
39:54Natürlich.
39:56Sie ist eines Tages
39:57im Vorhaus aufgetaucht,
39:59hochschwanger und verzweifelt.
40:01Wir haben sie aufgenommen.
40:03Sie hat das Kind zur Welt gebracht
40:04und hat sich wenige Tage danach
40:06das Leben genommen.
40:07Sie ist also tot.
40:12Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte,
40:14ich habe noch zu tun.
40:15Wenn sie tot ist,
40:18wie kommt es dann,
40:19dass ich ihr 30 Jahre lang
40:20den Kaffee koche?
40:33Ich weiß nicht,
40:34wer das ist.
40:36Ganz Falkenthal weiß,
40:37wer das ist.
40:39Bitte sagen Sie uns die Wahrheit.
40:41Was ist damals passiert?
40:53Luisa!
40:57Sie mich bitte an.
41:02Du warst die Frau,
41:03in die ich mich von Anfang an verliebt habe.
41:06Nicht deine Schwester.
41:09Was verlangst du von mir?
41:11Soll ich meiner Schwester
41:12den Mann wegnehmen?
41:13Ihr seid zusammen.
41:16Ich mag Nora,
41:18aber sie ist nicht die Richtige.
41:20Wie kannst du das wissen?
41:21Ich weiß es eben,
41:22weil du es bist.
41:23Ich wusste es vom ersten Augenblick an.
41:25Aber das kann nicht sein,
41:26du kennst mich überhaupt nicht.
41:27Aber du fühlst doch auch,
41:28was zwischen uns ist.
41:31Sag mir,
41:31wenn du es nicht fühlst.
41:32Sag es mir ins Gesicht.
41:38Fahre nicht.
41:40Gib uns eine Chance.
41:50Ich mache mir Sorgen um dich.
41:52Und um uns als Familie.
41:56Das ist nicht nötig.
41:57Ist Simon hier?
41:59Nein,
42:00ich habe ihn seit heute Morgen
42:01nicht mehr gesehen.
42:02Wissen Sie, wohin ist?
42:03Ich habe ihn schon mehrmals angerufen,
42:04aber er meldet sich einfach nicht.
42:05Wenn du da bist,
42:06er gibt auf einmal alles einen Sinn
42:07und ich weiß,
42:08warum ich hier bin.
42:09Warum?
42:11Um dich glücklich zu machen.
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