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Kurzfilme
Transkript
00:01Ich glaube, wir haben einen Fehler gemacht.
00:04Wir haben den schönsten Tag meines Lebens gemeinsam verbracht.
00:08Wie soll das ein Fehler sein?
00:10Du wolltest eine Chance.
00:12Und es war ein wunderschöner Tag, aber ein Tag reicht nicht aus.
00:15Natürlich reicht ein Tag nicht aus.
00:17Wir werden noch viele schöne Tage miteinander haben.
00:19Nein.
00:20Wir sehen uns heute zum letzten Mal.
00:22Ich werde wie geplant den Zug nehmen und abreißen.
00:24Nein, warte mal, du kannst jetzt nicht gehen.
00:27Wir gehören doch zusammen.
00:28Wir haben doch Gefühle füreinander.
00:32Ich habe mir da irgendwas vorgemacht.
00:36Ich...
00:40Ich habe Gefühle für dich.
00:44Aber nicht genug.
00:47Es tut mir leid.
00:55Für dich.
00:57Oh, ich bin ja.
01:04Oh, ich bin ja.
01:11Ich habe mich geplant.
01:14Oh, ich bin ja.
01:17I'll be the first day of my life.
01:24Luisa, warte, ich...
01:26Ich kann dir das nicht glauben.
01:28Mach es uns doch nicht noch schwerer.
01:30Ja, ich will es aber wenigstens verstehen.
01:32Bitte, du musst mir sagen, was los ist.
01:33Was ist denn passiert?
01:34Nichts ist passiert.
01:35Ich will einfach nicht mit dir zusammen sein.
01:37Aber du hast doch selber noch gesagt, wie glücklich du bist.
01:40Gestern da...
01:41Das war ein Moment.
01:43Aber heute ist ein neuer Tag.
01:47Hat das was mit Nora zu tun?
01:48Will sie, dass du nicht mehr mit mir zusammen bist?
01:51Nein.
01:52Das hat nichts mit Nora zu tun.
01:53Das ist allein meine Entscheidung.
01:55Ich möchte nicht, dass du sie dafür verantwortlich machst.
01:58Hör zu, Luisa, ich liebe Nora nicht.
02:00Ich liebe dich.
02:05Es tut mir leid.
02:08Aber ich liebe dich nicht.
02:12Mein Koffer ist noch in deinem Auto.
02:15Bringst du ihn bitte in die Küche, ins Gutshaus?
02:19Also dann...
02:20Ich bin Luisa.
02:28Lass mich gehen.
02:31Und versuch nicht, mich aufzuhalten.
02:47Das ist für meine Ausbildung.
02:48Die kann ich jetzt echt an den Nagel hängen.
02:50Oh Mann, das war alles umsonst.
02:52Mach dich doch nicht verrückt.
02:53Warte doch erst mal ab.
02:54Die Ansage von deinem Vater war ziemlich eindeutig.
02:58Ich werde mir das nicht sehen.
02:59Ich komme doch mal wegen meiner Materialbestellung.
03:01Und dann haben Sie die ihrem Vater zur Unterschrift vorgelegt?
03:03Das tut mir sehr leid, Herr Becker.
03:04Aber mit Ihrer Bestellung, das wird wohl erst mal nichts.
03:06Wieso?
03:07Ich muss dringend los.
03:08Meike, kannst du es ihm erklären?
03:09Kopf hoch.
03:10Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.
03:13Ich weiß nur, dass die Manufaktur verkauft werden soll.
03:15Und ich glaube nicht, dass Herr van Weiden Ihnen die Bestellung unterschreiben wird.
03:19Was?
03:20Oh nein, der Kurierdienst.
03:22Entschuldigen Sie bitte.
03:27Ja, guten Tag.
03:28Hansen hier von Falkenthal-Porzellan.
03:31Ich brauche unbedingt einen Kurierboten.
03:36Wie?
03:36Da ist keiner frei.
03:39Ja, aber die Entwürfe müssen noch heute beim Kunden sein.
03:43Ja, gut.
03:43Ja, stimmt.
03:44Da kann man nichts machen.
03:46Ja, auf Wiederhören.
03:47Nein, das auch noch.
04:03Wie fühlst du dich?
04:05Gut.
04:06Sehr gut.
04:07Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe.
04:10Weißt du?
04:11Mhm.
04:13Du willst die Manufaktur also tatsächlich verkaufen?
04:16Ja.
04:18So schnell wie möglich.
04:21Und warum?
04:24Es lohnt sich einfach nicht.
04:27Soweit ich gehört habe, ist die Auftragslage nicht schlecht.
04:30Und gibt es da nicht eine ausgesprochen lukrative Erfindung?
04:34Nein, nur eine Forschung.
04:36Die Kosten verursacht.
04:41Richard.
04:43Ich bin vorhin in die Manufaktur gekommen, weil ich mir Sorgen gemacht habe.
04:47Um dich.
04:48Das musstest du nicht.
04:50Ich habe dir gesagt, dass mich die Situation dort nicht überfordert.
04:53Sag mir doch die Wahrheit.
04:54Ich kenne dich.
04:56Was ist passiert?
04:59Was wirst du hören?
05:01Dass ich mich an Annabelle erinnert habe?
05:04Ja?
05:06Und wo die Erinnerung an Annabelle ist?
05:08Er ist doch die an Victoria, ich weiß.
05:11Du hattest recht.
05:14Es ist zu viel geschehen.
05:17Ich kann nicht die Manufaktur von Annabelle weiterführen.
05:20Das musst du doch nicht, Richard.
05:22Und was ist mit der richterlichen Anordnung,
05:24dass ich als noch Ehemann die Verantwortung für die Firma trage?
05:28Ich erkundige mich bei meinen Anwälten, welche Möglichkeiten du hast.
05:32Und ich höre mich bei meinen Geschäftspartnern nach Kaufinteressenten um.
05:36Gut.
05:37Dann bleibt es also dabei.
05:39Die Manufaktur wird verkauft.
05:51Ich werde Falkenthal verlassen.
05:54Endgültig.
05:55Das hast du schon mal gesagt.
05:57Ich wäre auch längst weg, wenn der Zug nicht ausgefallen wäre.
06:00Und wenn er nicht der Prinz auf seinem weißen Pferd gekommen wäre,
06:03um dich zu entführen?
06:04Ach, du armes Ding.
06:05Konntest dich nicht wehren.
06:08Ich habe mit Simon geredet.
06:11Was hast du ihm gesagt?
06:18Dass ich nichts mehr für ihn empfinde.
06:22Und dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben will.
06:25Wie großzügig von dir.
06:27Jetzt hast du ihn also freigegeben.
06:29Soll ich jetzt noch Danke sagen?
06:32Nein, Nora.
06:35Ich will doch nur, dass du glücklich mit ihm warst.
06:37Das fällt dir ja früh ein.
06:39Erst nimmst du ihn mir weg, und dann darf ich ihn wieder zurücknehmen.
06:41Ich dachte, das ist das, was du willst.
06:43Mensch, Luisa.
06:45Simon wird sich doch denken, dass ich dich beeinflusst habe.
06:48Ich habe Simon gesagt, dass du damit nichts zu tun hast.
06:51Wie stellst du dir das eigentlich vor?
06:52Dass wir dann alle so tun, als wäre nichts geschehen?
06:54Wach auf, Luisa.
06:58Aber bevor das alles passiert ist,
07:00da war er doch auch glücklich.
07:03Warum sollt ihr nicht noch einmal glücklich werden?
07:05Wenn dir das so wichtig ist,
07:06warum hast du da nicht die Finger von ihm gelassen?
07:12Ich...
07:13Ich bin einfach nicht dagegen angekommen.
07:17Das ist deine Entschuldigung?
07:19Du konntest dich nicht wehren?
07:21Ich kann dir sagen, warum du es gemacht hast.
07:24Weil du es nicht erträgst,
07:25wenn auch ich einmal glücklich bin mit einem Mann.
07:27Ob mit Holger oder mit Simon oder mit sonst wem.
07:30Das ist nicht wahr.
07:33Ich werde deinem Glück nie mehr im Weg stehen.
07:36Leb wohl.
07:47Mutter, hier bist du.
07:50Ich wollte mich verabschieden.
07:52Verabschieden?
07:53Ja, nur für ein paar Tage, bis ich meinen Umzug organisiert habe.
07:55Das Forsthaus ist renoviert.
07:56Alles ist bereit.
07:58Ja, natürlich.
08:03Hast du mit Luisa schon gesprochen über Noras Mutter?
08:07Nein.
08:09Luisa hat doch im Augenblick andere Sorgen.
08:11Und welche Sorgen hast du?
08:15Richard van Weiden will die Manufaktur verkaufen.
08:19Falkenthal Porzellan?
08:20Wie kommt er denn dazu?
08:22Er und Annabelle sind ja noch verheiratet.
08:25Und sie sitzt im Gefängnis.
08:26Und da hat er alle Vollmachten bekommen?
08:28Ja, und er will jetzt alles so schnell wie möglich loswerden, was ihn an Annabelle erinnert.
08:33Verstehe.
08:33Dazu gehört natürlich auch die Manufaktur.
08:35Ja, nicht nur, dass die Leute ihren Job verlieren.
08:38Das ist das Lebenswerk von Werner Grafenberg.
08:40Das kann man doch nicht so einfach verschleudern.
08:43Mutter, wenn es dich so bedrückt, dann rede mit Herrn van Weiden.
08:48Ich?
08:49Das kann ich nicht.
08:51Aber ihr versteht euch doch gut.
08:53Du kannst es wenigstens versuchen.
08:54Ja, aber ich kann ihm doch nicht in seine Geschäfte reinreden.
08:58Ich bin seine Köchin.
08:59Ja, für Werner warst du mehr als das.
09:01Und jetzt bist du die einzige Fürsprecherin, die er noch hat.
09:03Du musst mit Herrn van Weiden reden.
09:05Wer, wenn nicht du?
09:34Wer bist du?
09:38Warte.
09:43Simon, bitte verzeih mir.
09:47Ich hab dir wehgetan, aber das musste sein.
09:51Nur wenn du glaubst, dass ich dich nicht liebe, gibt es eine Chance, dass du mit Nora wieder zusammenkommst.
10:00Wir hatten einen wunderschönen Tag miteinander.
10:04Den kann uns keiner mehr nehmen.
10:10Und jetzt verlasse ich dich, damit Nora endlich glücklich werden kann.
10:17Ob ich Simon je vergessen kann?
10:21Ich hab noch nie so etwas für einen anderen Menschen empfunden.
10:27Gestern am Bahnhof hat er gesagt, dass so etwas nur ein einziges Mal im Leben geschieht.
10:33Stimmt das?
10:35War das meine einzige Chance, so etwas zu erleben?
10:39Oder wartet irgendwo da draußen auch auf mich mein Glück?
10:54War das meine Chance, so etwas zu erleben?
11:11Die Fotos haben keine Seele.
11:13Sie zeigen nur, was ist.
11:16Eine Zeichnung hingegen sieht, was kein Foto sehen kann.
11:23Und was ist das?
11:26Liebe.
11:30Da, unsere Sternschnuppe.
11:33Bist du sicher, dass sie es war?
11:35Natürlich war sie es.
11:36Sie ist nochmal zurückgekommen, um mit den eigenen Augen zu sehen, dass sich mein Wunsch auch erfüllt hat.
11:42Ich hab Gefühle für dich.
11:46Aber nicht genug.
11:48Aber nicht genug.
11:49Es tut mir leid.
11:50Es tut mir leid.
12:01Hallo, Harald.
12:02Was machst du denn hier?
12:03Willst du deine Pause heute hier verbringen?
12:05Ich fürchte, das wird eine lange Pause.
12:09Wie meinst du das?
12:11Die bekommen keine Materiallieferungen mehr und das wird auch so bleiben.
12:15Und warum?
12:17Herr Van Weyden will die Manufaktur verkaufen.
12:20Mike hat es mir eben erzählt.
12:22Oh mein Gott, und was wird dann aus euren Jobs?
12:26Vielleicht übernimmt uns auch der neue Investor.
12:28Es kann aber auch sein, dass Herr Van Weyden die Manufaktur einfach schließen will.
12:32Man weiß es nicht.
12:34Hast du mit Simon schon darüber geredet?
12:36Nein, ich hab ihn noch nicht gesehen.
12:38Und er hat so dafür gekämpft, dass du deinen Forschungsauftrag kriegst und er seinen Job.
12:44Simon findet ganz schnell wieder eine Arbeit.
12:48Tja, aber was wird mit uns?
12:51Basti hat gerade angerufen.
12:52Er hat unseren Hausstand aufgelöst und abgewickelt.
12:55Er ist schon auf dem Weg hierher.
12:56Wir können nicht mehr zurück, Harald.
12:58Ach, Marianne.
12:59Freu dich doch, dass Sebastian wiederkommt.
13:01Alles andere findet sich schon.
13:03Aber wie?
13:05Nein.
13:09Ja, bitte.
13:13Ihr Tee.
13:15Danke, Frau Landmann.
13:16Sehr aufmerksam.
13:28Ist noch was?
13:30Nein.
13:31Nein, also...
13:34Vielleicht doch.
13:37Was ist denn mit Ihnen?
13:39Naja.
13:41Ich weiß, es steht mir nicht zu.
13:44Was?
13:46Ich...
13:47Ich habe gehört, Sie wollen die Manufaktur verkaufen.
13:51Das hat sich aber schnell herumgesprochen.
13:53Darf ich Sie fragen, warum Sie das tun wollen?
13:58Nun, dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen.
14:01Die momentane Marktlage zum Beispiel.
14:03Aber...
14:17Aber...
14:18Ja.
14:20Äh, äh, ich...
14:21Die Manufaktur sorgt hier für viele Arbeitsplätze.
14:26Und, äh, ohne die Manufaktur ist Falkenthal nichts.
14:30Oder umgekehrt.
14:32Roland Mann, ich will die Manufaktur nicht in die Luft springen, sondern verkaufen.
14:37Es ist ein ganz normaler, wirtschaftlich notwendiger Vorgang.
14:40Ja, ja, ja.
14:41Aber eins sollten Sie doch wissen.
14:43Also, Falkenthal Porzellan war nie die Firma von Annabelle.
14:49Das ist sie nie gewesen.
14:50Falkenthal Porzellan war in erster Linie das Lebenswerk von Werner Grafenberg.
14:55Ich weiß, wie viel ihm die Firma bedeutet hat.
14:58Ja.
14:58Und Annabelle hat in kurzer Zeit vieles von dem, was Werner Grafenberg aufgebaut hat, zerstört.
15:04Sie könnten das doch weiterführen, Herr van Weiden.
15:08Frau Landmann, Werner Grafenberg war bestimmt ein großartiger Mann.
15:11Ja, das war er.
15:12Und er hat vor allem eins gewusst.
15:15Dass die Menschen in so einer Firma das Wichtigste sind und nicht das Geld.
15:21Und er war trotzdem erfolgreich.
15:23Vielleicht gerade deswegen.
15:24Danke, Frau Landmann, danke.
15:27Ich denke, Sie haben gesagt, was Sie zu sagen hatten.
15:29Aber erlauben Sie mir, dass ich meine eigene Meinung dazu habe.
15:32Okay?
15:33Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten, Herr van Weiden.
15:37Aber bitte, denken Sie doch noch einmal darüber nach.
16:06Und wie komme ich jetzt rechtzeitig zum Kunden?
16:13Was für ein toller Tag.
16:23Lissi, schon zurück.
16:24Ich dachte, du meinst es ernst mit dem Job am Empfang.
16:28Ach, weißt du, es ist einfach nicht sehr motivierend, wenn man hört, dass der eigene Job auf der Abschlussliste steht.
16:33Also von dir hätte ich zuletzt erwartet, dass dir der Verkauf der Manufaktur etwas ausmacht.
16:38Meine Freunde arbeiten da und die machen sich jetzt große Sorgen.
16:41Das verstehe ich, aber so etwas lässt sich in meinem Geschäft leider nicht vermeiden.
16:45Ach, Papa, das sind doch Peanuts für dich.
16:47Erzähl mir bitte nicht, dass es bei dir um gutes Geschäft geht.
16:50Lissi, bitte. Ich habe mir gerade von Eva eine Ansprache anhören müssen.
16:53Also bitte verschone mich.
17:06Papa?
17:07Ja?
17:09Erinnerst du dich daran, als du mir als kleines Kind immer zum Einschlafen Geschichten vorgelesen hast?
17:14Ich erinnere mich.
17:16Leider hast du immer so aufmerksam zugehört, dass du dabei nie einschlafen konntest.
17:21Meine Lieblingsgeschichte war immer die von dem guten König und seinem Königreich.
17:25Das von einer bösen Hexe verzaubert wurde und dann ganz dunkel und trist und farblos wurde.
17:32Bei dieser Geschichte hast du dich immer unter der Bettdecke versteckt.
17:38Für mich warst du mal der gute König, Papa.
17:42Und wenn ich jetzt darüber nachdenke, fällt mir auch gleich die böse Hexe dazu ein.
17:45Annabelle.
17:49Aber der gute König konnte die böse Hexe besiegen und das Land wurde wieder farbig und froh.
17:54Und alle Leute haben den König gefeiert.
17:57So, so.
17:59Was willst du mir eigentlich mit dieser Geschichte sagen?
18:03Was, wenn der König stattdessen das Land verscherbelt und sich aus dem Staub gemacht hätte?
18:09Nessie, das ist ein Märchen.
18:11Die Manifaktur aber ist eine Firma und kein gutes Königreich.
18:18Papa, du hast mir mein Leben lang weigebracht, dass man Verantwortung übernehmen muss.
18:22So wie der gute König.
18:24Warum gilt das Gleiche jetzt nicht für dich?
18:26Das Leben ist nun einmal komplizierter als im Märchenbuch.
18:31Gut, dass die böse Hexe böse ist, weil sie nicht anders kann, das sehe ich ein.
18:35Aber der gute König hat sich entschieden, das Land von der bösen Hexe zu befreien.
18:40Und das ist Verantwortung übernehmen im Leben, Papa.
18:44Und das gibt es nicht nur im Märchen.
18:48Ich glaube, du hast das Richtige getan.
18:50Dir ging es ja nicht um Geschäfte, sondern um einen Menschen, den du geliebt hast.
18:53Trotzdem.
18:54Es ist doch klar, dass ein Richard von Weiden nicht meinetwegen seine Meinung ändert.
18:59Aber vielleicht hättest du dir ewig Vorwürfe gemacht, wenn du es nicht wenigstens versucht hättest.
19:03Ich hoffe nur, dass er es mir nicht übel nimmt, so entschieden, wie er mich abgewiesen hat.
19:08Ich glaube, auch wenn er dich abgewiesen hat, versteht er deine Beweggründe.
19:14Wahrscheinlich hast du recht.
19:15So kann ich wenigstens in den Spiegel sehen und sagen, ich habe es versucht.
19:20Und wer weiß, vielleicht wird jemandem Faktor an jemanden verkauft, der damit verantwortungsvoll umgeht.
19:26Ja, vielleicht.
19:29Ach, weißt du, das ist schön, dass du wieder da bist.
19:35Nein, Eva.
19:38Ich verlasse Faltenthal.
19:41Ich war heute Nachmittag.
19:44Warum?
19:45Was ist passiert?
19:48Ich kann nicht mit Simon zusammen sein.
19:51Aber du liebst ihn doch.
19:54Und er liebt dich.
19:57Aber Nora liebt ihn auch.
19:59Ja, verstehe.
20:01Ihr habt wieder miteinander geredet.
20:05Sie hat uns zusammen gesehen, Simon und mich.
20:07Als wir uns geküsst haben.
20:10Und lass mich raten.
20:12Jetzt ist sie wütend und setzt dich unter Druck.
20:14Eva Nora hat recht.
20:16Sie ist mit Simon zusammen.
20:18Sie hat sich zuerst verliebt.
20:19Aber Simon liebt dich.
20:22Und du musst ihm schon die Entscheidung selbst überlassen, mit wem er zusammen sein will.
20:27Oder hat er dir gesagt, dass er Nora liebt?
20:30Na also.
20:32Was hast du eben gesagt?
20:34Man muss sich für den Menschen einsetzen, den man liebt.
20:37Aber Nora lieb ich auch.
20:39Sie ist meine Schwester.
20:41Ja, aber willst du eines Tages in den Spiegel sehen und dir vorwerfen müssen, dass du es nicht einmal versucht
20:47hast?
20:47Ich hab es versucht, aber es geht nicht.
20:50Weil du dir immer noch Vorwürfe machst, dass Noras Verlobter deinetwegen verunglückt ist.
20:56Ich wünschte, ich könnte ungeschehen machen, was damals durch meine Schuld passiert ist.
21:21Nora, da bist du ja.
21:23Wer hat es du denn erwartet?
21:25Luisa?
21:26Wieso sollte ich?
21:27Sie hat dich eingeladen, stimmt's?
21:29Ja, stimmt.
21:29Um dich zu überraschen.
21:30Überraschen?
21:31Na klar.
21:32Damit, dass ihr beide hier zusammen seid.
21:35Es fließt ein Eifer.
21:36Aber absolut unbegründet.
21:38Ich lieb nämlich nur dich.
21:40Jetzt komm hier zu.
21:46Oh Gott.
21:48Oh Gott.
21:49Olga.
21:52Olga, sag doch was.
21:56Olga, sag doch was.
22:00Oh mein Gott.
22:04Oh Gott.
22:06Was hab ich getan?
22:11Das Bild alles auf mich zurückgegangen.
22:18Ja.
22:32Oh Gott.
22:34Oh Gott.
22:49Untertitelung des ZDF, 2020
23:14Untertitelung des ZDF, 2020
24:03Untertitelung des ZDF, 2020
24:14Untertitelung des ZDF, 2020
24:40Untertitelung des ZDF, 2020
25:09Untertitelung des ZDF, 2020
25:36Untertitelung des ZDF, 2020
26:01Dankeschön!
26:40Untertitelung des ZDF, 2020
27:04Untertitelung des ZDF, 2020
27:25Untertitelung des ZDF, 2020
27:52Untertitelung des ZDF, 2020
28:16Genau.
28:18Dann würde die Manufaktur in Einzelteile zerlegt werden.
28:21Ja, und das würde Annabelle sicherlich nicht besonders freuen.
28:25Die Mitarbeiter allerdings auch nicht.
28:29Das ist wahr.
28:30Und wir würden das Lebenswerk eines großartigen Mannes zerstören.
28:34Werner Grafenberg?
28:36Ja.
28:37Er hat wohl nach der Devise gelebt, erst die Menschen und dann das Geld.
28:42Das mag schon sein, aber du bist ein Geschäftsmann.
28:44Ja, das war er auch.
28:46Ein sehr guter sogar, wie ich höre.
28:47Und er war ein guter König.
28:50Guter König, Richard. Geht es dir gut?
28:53Ja, sehr gut sogar.
28:56Würdest du mir vielleicht sagen, wovon du gerade sprichst?
28:59Werner Grafenberg, guter König, was hat das zu bedeuten?
29:03Eva Landmann hat mich darum gebeten, das Lebenswerk Werner Grafenbergs weiterzuführen.
29:08Und Lissi hat mich daran erinnert, dass es manchmal wichtig ist, an das Gute zu glauben.
29:12Wie im Märchen.
29:14Du willst die Manufaktur also doch nicht verkaufen?
29:18Ja, also ich finde es richtig, nochmal darüber nachzudenken, aber du hast diese Entscheidung nicht ohne Grund getroffen.
29:24Dir ging es nicht gut.
29:25Aber ich kann nach meiner Entscheidung mich von einer einzigen bösen Hexe abhängig machen.
29:30Damit ist wohl ohne Zweifel Annabelle gemeint.
29:33Ja, Annabelle.
29:34Und jetzt? Was willst du tun?
29:37Ich wäre ein schlechter, guter König, wenn ich es nicht versuchen würde.
29:47Du hast mir die ganze Zeit etwas vorgemacht, Nora.
29:50Das ist nicht wahr.
29:51Du hast dich für deine Schwester ausgegeben. Willst du das leugnen?
29:53Was sollte ich denn tun? Du lagst hier auf dem Boden.
29:55Lass mir die Wahrheit sagen.
29:58Die Wahrheit ist, dass ich mich in dich verliebt habe. Spätestens seit diesem Moment wusste ich es.
30:03Und dann sagtest du, erinnere dich, dass du dich auch in mich verliebt hättest.
30:07Damit meinte ich Luisa.
30:08Aber du hast mich geküsst.
30:09Du hast die Situation ausgenutzt.
30:11Nein.
30:11Du hast mir das Gefühl gegeben, dass du dich in mich verliebt hast.
30:15Du hast mir in die Augen gesehen, hast mich geküsst.
30:17Du warst wochenlang mit mir zusammen.
30:18Ja, das stimmt.
30:21Dann hast du doch Gefühle für mich.
30:24Natürlich warst du mir nicht gleichgültig.
30:27Sonst wäre ich nicht mit dir zusammen gewesen.
30:31Aber du warst nun mal nicht die Frau hinter der Maske.
30:37Mit der ich diese Magie gefühlt habe.
30:41Du bist nicht die Frau, in die ich mich wirklich verliebt habe.
30:45Dann hast du mir die ganze Zeit was vorgemacht.
30:49Du hast mir deine Liebe vorgeheuchelt.
30:52Ich habe dir nichts vorgeheuchelt, Nora.
30:55Hattest du dir vorstellen, wie sehr mich das verletzt?
30:57Du hast mich die ganze Zeit betrogen.
31:01Nora, bitte hör mir zu. Hör mir einfach mal zu.
31:03Nein.
31:05Simon, das tut so weh.
31:21Weh.
31:28S Michais.
31:50Vielen Dank noch mal!
31:52Dann haben wir ein Vergnügen!
31:53Und wenn du wieder mal einen Kurier brauchst, dann...
31:55Dann stelle ich mich einfach mit dem kaputten Fahrrad an den Straßenrand, versprochen!
32:00Ja, dann...
32:02Ich muss dann mal!
32:04Gut, bis dann!
32:06Ciao!
32:07Tschüss!
32:07Man sieht sich!
32:18Hey, kannst du nicht aufpassen?
32:20Entschuldigung, ich...
32:21Was passiert?
32:22Nein, nein!
32:24Schade eigentlich!
32:26Sonst hätte ich erste Hilfe leisten können!
32:27Was?
32:30Tag auf!
32:31Mann, ich hätte es mir denken können!
32:32Sebastian!
32:33Hey!
32:35Super!
32:35Dir?
32:36Ja, bestens!
32:37Sehr gut!
32:39Ich wusste gar nicht, dass Sie sich so für die Manufaktur einsetzen!
32:42Manchmal überrasche ich mich selbst!
32:44Hallo zusammen!
32:47Na, was zieht ihr denn für Gesichter?
32:49Haben wir schon vergessen?
32:51Manufaktur dicht, Job weg, Ausbildung futsch!
32:54Ach, stimmt!
32:55Sag mal, Meike, geht's dir gut?
32:57Ja, sogar ziemlich gut!
32:59Frau Hansen!
33:00Wieso ist der Empfang nicht besetzt?
33:01Oh, ich glaube, da haben Sie was nicht mitbekommen!
33:03Der Herr von Weiden hat mich zurück in die Designabteilung versetzt!
33:06Ist das mit Frau von Weiden abgesprochen?
33:07Wieso sollte es denn?
33:08Weil sie immer noch die Chefin hier ist!
33:11Außerdem habe ich gesagt, dass ich diese Stinktöhle hier nicht mehr sehen will!
33:16Wenn ich die Versammlung kurz unterbrechen dürfte!
33:19Ich weiß, Sie sind alle beunruhigt, dass ich die Manufaktur verkaufen will!
33:23Aber das war vielleicht ein wenig voreilig von mir!
33:27Jedenfalls brauchen Sie sich, um Ihre Arbeitsplätze keine Sorgen zu machen!
33:30Ich übernehme vorläufig Treue an Ihre Geschäfte!
33:33Ich danke!
33:34Moment mal, das können Sie ja nicht einfach so von sich aus bestimmen!
33:37Haben Sie damit ein Problem, Frau Maywald?
33:38Müssen Sie das nicht mit Frau von Weiden abklären?
33:40Nein, muss ich nicht!
33:42Im Übrigen verbitte ich mir, dass Sie unsere Auszubildenden an den Empfang stellen!
33:47Das ist immer noch Ihr Platz!
33:49Haben wir uns verstanden?
33:51Gut!
33:58Eva?
34:04Haben Sie einen Moment Zeit?
34:06Ja, natürlich Frau Bernstein!
34:08Möchten Sie das Menü für heute Abend mit mir besprechen?
34:10Nein, nein!
34:13Ich dachte, es interessiert Sie, dass Richard von Weiden die Manufaktur nun doch nicht verkaufen wird!
34:20Wirklich?
34:21Das freut mich sehr!
34:23Ich hörte, Ihnen lag das Erbe Ihres alten Arbeitgebers immer sehr am Herzen!
34:26Ja, verzeihen Sie mir, dass ich mich eingemischt habe!
34:31Ich weiß, dass mir das eigentlich nicht zusteht!
34:34Falkenthal ist Ihre Heimat!
34:35Ich verstehe, dass Sie sich die bewahren wollen!
34:37Naja, das geht nicht nur um das Erbe von Werner Grafenberg!
34:41Es geht auch um die Arbeit der vielen Menschen hier!
34:44Ja!
34:46Hoffen wir, dass wir diese Entscheidung nicht eines Tages bereuen!
34:50Falkenthal hat unsere Familie bis jetzt kein Glück gebracht!
34:53Das lag an Annabelle!
34:55Und die sitzt jetzt im Gefängnis!
34:59Ich hoffe, dass wir diesen bösen Geist endlich los sind!
35:04Frau Bernstein, hallo!
35:06Schön, dass ich Sie nochmal sehe, um mich zu verabschieden!
35:09Ich dachte, Sie wären längst weg!
35:10Ach, mir ist was dazwischen gekommen, aber heute Nachmittag fahre ich endgültig!
35:14Ja, dann noch einmal eine gute Reise!
35:16Sie werden uns fehlen!
35:17Vielen Dank!
35:23Ach, Luisa!
35:25Meinst du wirklich, dass du das Richtige tust?
35:28Ja!
35:29Es ist besser so!
35:31Nora soll hier glücklich werden, nicht ich!
35:35Wer weiß, ob das hier der richtige Ort für sie ist!
35:39Was meinst du damit?
35:42Luisa, komm, setz dich hier!
35:44Ich muss dir etwas sagen!
35:48Es geht um deine Schwester!
35:52Was?
35:54Was ist mit ihr?
35:59Ja, bitte!
36:04Stürich!
36:05Herr Becker, immer herein!
36:08Was kann ich für Sie tun?
36:09Ich wollte nur...
36:11Ich bin froh, dass Sie die Firma doch nicht verkaufen!
36:14Meine Frau und ich, wir waren schon etwas in Sorge!
36:16Und ich wollte mich eigentlich bedanken, dass diese Sorge jetzt der Vergangenheit angehört!
36:20Schon gut, schon gut!
36:22Für meine Forschungsarbeit würde ich ein paar Materialien benötigen!
36:25Ich hoffe, Sie auch bald abschließen zu können, wenn Sie das hier abzeichnen können!
36:30Natürlich!
36:34Ich wünsche Ihnen, dass Sie bald Erfolg damit haben!
36:38Frau von Weyden hat große Hoffnung in meine Erfindung angesetzt!
36:41Ich hoffe, dass ich Sie auch nicht enttäuschen werde!
36:49Ich bin sicher, dass Sie das nicht werden!
36:50Danke!
36:52Auf Wiedersehen!
36:53Auf Wiedersehen!
36:55Auf Wiedersehen!
37:11Nein!
37:11Du bist irgendwie anders, seit du wieder hier bist!
37:14Sagen wir mal so, ich hatte eine Reifenpfanne!
37:17Und dabei bist du auf den Kopf gefallen!
37:19Nein!
37:20Dabei ist mir der süßeste Typ weitenteils begegnet!
37:24Wahrscheinlich auf einem weißen Schimmel dahergeritten!
37:26Nein, auf einem Motorrad!
37:27Die Farbe weiß ich nicht mehr!
37:28Und?
37:30Boah, jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen!
37:32Okay!
37:34Er heißt Sebastian!
37:36Und er hat mich auf dem Motorrad mitgenommen!
37:38Sebastian kenn ich nicht!
37:40Siehst du ihn wieder?
37:41Hast du seine Handynummer?
37:45Och, Maike!
37:46Du kannst doch nicht mit dem süßesten Typen Falkenthalts Motorrad fahren,
37:49ohne dir die Nummer geben zu lassen!
37:55Ach, stimmt!
38:12Hagen hat Victoria gefunden!
38:14Sie ist in seinen Armen gestorben!
38:17Ein Schlammgift, sagt der Notarzt!
38:20Victoria konnte Hagen noch sagen,
38:22dass das Gift in Annabels Handtasche ist!
38:26Annabelle hat meine Tochter umgebracht!
38:28Sag dich wie!
38:29Ich dich auch!
38:38Nein!
38:55So groß ist Falkenthal nun auch wieder nicht!
38:57Du triffst diesen Sebastian bestimmt noch x-mal!
38:59Wir könnten ja ein Video drehen und das ins Internet stellen, so wie wir das bei Collie und Erik getan
39:03haben.
39:04Verzweifelt ist das denn? Dann denkt ihr doch sofort, du hast es nötig.
39:07Naja, bei meinem Glück in der Liebe ist es ja auch wirklich nicht abwegig.
39:11Maike, du siehst gut aus, du bist liebenswert und auch noch zuverlässig.
39:15Verkauf dich doch nicht so unter Wert.
39:17Naja, ich habe auch nicht gesagt, dass ich verkuppelt werden will.
39:19Ich will einfach nur mal mit Sebastian...
39:22Mit Sebastian was?
39:24Das ist ja...
39:25Hier, Sebastian.
39:28Hier kann ich dir gleich meine Kollegin Maike Hansen vorstellen.
39:30Hi. So sieht man sich wieder.
39:33Ja, anscheinend.
39:34Kennt ihr euch schon?
39:35Aber wir noch nicht. Lissi.
39:37Hi.
39:39Ja, dann zeige ich dir jetzt einfach mal meinen Arbeitsplatz, Brüderchen.
39:45Oh nein.
39:46Was hast du denn? Problem gelöst. Sebastian ist der Bruder deines Chefs.
39:50Ja, aber das ist ja gerade das Schlimme. Ich habe mich bei ihm total über meinen Chef ausgelassen.
39:54Und ich habe mich darüber beschwert, dass er mir die ganze Arbeit überlässt.
39:57Ups.
39:58Was hast du denn genau gesagt?
39:59Ich weiß es nicht. Ich war auf jeden Fall total wütend.
40:03Naja, sie ist doch mal positiv. Jetzt hast du einen Grund rüber zu gehen und das klarzustellen.
40:07Meinst du?
40:20Von Weiden.
40:21Richard, gut, dass ich dich erreiche.
40:25Was willst du, Annabelle?
40:27Ich habe gehört, das Gericht hat dir die Vollmacht über die Manufaktur gegeben.
40:31Ja, allerdings.
40:32Was hast du vor, Richard?
40:34Das geht dich nichts an.
40:36Es ist meine Firma. Du kannst dort nicht einfach tun, was du willst.
40:40Ah, nein. Ich verschaffe mir gerade einen Überblick.
40:43Du bist dort?
40:44Ja. In deinem Büro.
40:47Heißt das, du kümmerst dich persönlich um meine Firma?
40:51Das diskutiere ich nicht mit dir, Annabelle.
40:53Bitte, Richard. Leite die Firma. Du weißt doch, wie viel sie mir bedeutet.
40:58Hör mir zu, Annabelle. Ich werde überhaupt nichts mehr für dich tun.
41:00Hast du mich verstanden? Du bist für mich ein für alle Mal gestorben.
41:37Du bist für mich.
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