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Kurzfilme
Transkript
00:02Sieh mich bitte an.
00:07Du warst die Frau, in die ich mich von Anfang an verliebt habe.
00:10Nicht deine Schwester.
00:13Was verlangst du von mir?
00:15Soll ich meiner Schwester den Mann wegnehmen?
00:17Ihr seid zusammen.
00:20Ich mag Nora.
00:22Aber sie ist nicht die Richtige.
00:25Wie kannst du das wissen?
00:26Ich weiß es eben, weil du es bist.
00:28Ich wusste es vom ersten Augenblick an.
00:30Aber das kann nicht sein, du kennst mich überhaupt nicht.
00:32Aber du fühlst doch auch, was zwischen uns ist.
00:36Sag mir, wenn du es nicht fühlst.
00:37Sag es mir ins Gesicht.
00:43Fahr nicht.
00:44Gib uns eine Chance.
01:06Hey, who's gonna make it right?
01:13This could be the first day of my life.
01:22Eine Chance.
01:24Und dann?
01:25Ich habe Nora versprochen, dass ich heute fahre.
01:29Ich kann dich nicht gehen lassen, jetzt, wo ich dich gerade gefunden habe.
01:33Aber verstehe mich doch.
01:36Ich würde wirklich gern bleiben, aber das ist nicht so einfach, wie du denkst.
01:39Aber was ist so kompliziert daran?
01:42Vielleicht, dass du der Freund meiner Schwester bist.
01:44Weil ich dachte, sie sei du.
01:46Aber Nora hat sich in dich verliebt.
01:48Alles, worum ich dich bitte, ist eine Chance.
01:52Denk doch mal daran, was du fühlst.
01:55Wenn ich dir egal bin, dann sag es mir.
01:58Dann gehe ich und lasse dich in Frieden.
02:01Wenn er mich ansieht, dann steht die Zeit still.
02:04Und alles andere wird unwichtig.
02:06Nur er und ich.
02:08Lass uns einfach die Zeit anhalten.
02:10Was zwischen uns geschieht, das geschieht nur ein einziges Mal im Leben.
02:16Und willst du davor davonlaufen?
02:20Ich weiß nicht mehr, was ich will oder nicht.
02:24Ich wiederhole, gegen eine technische Störung ist der heutige Zug nach Beidem.
02:28Ich wiederhole, gegen eine technische Störung ist der heutige Zug nach Beidem.
02:33Wir bitten, um ihr Verständnis.
02:37Hörst du?
02:41Heute fährt kein Zug mehr.
02:45Das Schicksal hat entschieden.
02:48Und wer sind wir, dass wir dem Schicksal widersprechen können?
02:51Komm.
02:53Vielleicht hat er recht.
02:55Das Schicksal ist eine Macht.
02:57Ein Sog.
02:58Genauso stark wie die Gefühle, die ich für Simon empfinde.
03:02Kann ich dem trauen?
03:04Muss ich dem trauen?
03:28Ich bin froh, dass die Wahrheit endlich ans Licht kommt.
03:42Annabelle Krüger sagte damals, sie könne das Kind auf keinen Fall behalten, weil es ihr Leben zerstören würde.
03:51Warum?
03:54Sie hat mir Geld gegeben, damit ich mich um alles kümmere.
03:58Es schien ihr wichtig, dass nie jemand davon erfährt.
04:02Sie haben sich dafür bezahlen lassen.
04:06Ich habe selbst eine Tochter und als Haushälterin ist das Geld immer knapp.
04:14Ich wollte, dass meine Tochter einen besseren Start ins Leben hat.
04:19Hat Annabelle je über den Vater gesprochen?
04:23Hat sie ihn überhaupt erwähnt?
04:27Sie wollte nicht darüber reden, aber wenige Wochen, nachdem sie das Baby bei mir abgegeben hatte, hat sich Herr Grafenberg
04:37bei mir gemeldet.
04:38Er wollte wissen, ob das Baby gut untergebracht ist und hat mich gebeten, Geld an die neue Familie des Babys
04:47weiterzuleiten.
04:49Und deshalb haben sie den Brief damals an ihn geschickt, den ich dann gefunden habe.
04:54Das Wohl des Kindes schien ihm sehr am Herzen zu legen.
04:58Ich habe deswegen angenommen, dass er der Vater ist.
05:16Ich gucke Papa an und es ist, als ob mir ein Fremder gegenüber sitzt.
05:22Er weigert sich mit mir, über Victorias Tod zu sprechen.
05:30Sie trinken ja schon wieder Kaffee.
05:33Hat sich Simon mittlerweile gemeldet?
05:34Leider nein.
05:35Dann rufen Sie ihn an und finden heraus, wo er steckt.
05:37Und setzen Sie sich an den Empfang.
05:39Sie werden doch hier nicht fürs Pause machen bezahlt.
05:41Eigentlich werde ich dafür bezahlt, dass ich mich als Porzellanmalerin ausbilden lasse.
05:45Also Ihr Ton gefällt mir gar nicht.
05:47Passen Sie lieber auf, sonst werden Sie hier bald gar nicht mehr bezahlt.
05:49Sie können mich nicht feuern.
05:51Frau von Weiden hat mich beauftragt, in Ihrer Abwesenheit für Ordnung zu sorgen.
05:54Und wenn Sie hier die Arbeit verweigert...
05:56Ich verweigere meine Arbeit nicht.
05:58Gut, dann ab ans Telefon.
06:00Und wenn Sie Simon erreichen, ist es dringend.
06:03Psst, sogar der Sitz.
06:05Was macht denn der Köter hier?
06:06Das ist kein Köter, das ist mein Hund.
06:07Das ist hier eine Porzellanmanufaktur und keine Hundewiese.
06:10Er tut doch keinem was.
06:11Doch, er stört mich.
06:13Ich will den Hund hier nicht mehr sehen.
06:14Und sagen Sie Simon, er soll sich bei mir melden.
06:19Die hat ja eine Laune.
06:21Du hast wohl recht, die beiden scheinen arge Probleme miteinander zu haben.
06:24Ja, und ich kann es ausbaden.
06:32Ich verstehe nicht, wie wir die ganze Zeit Tür an Tür leben konnten, ohne uns zu begegnen.
06:37Aber wir sind uns doch begegnet.
06:39Damals im Atelier.
06:41Ja, und danach habe ich die ganze Zeit nach dir gesucht, ohne zu ahnen, wie nah du eigentlich warst.
06:47Nora hat mir nie gesagt, dass du im Gutshaus gearbeitet hast.
06:51Wahrscheinlich hat sie es vergessen.
06:53Oder sie dachte, es sei nicht wichtig.
06:55Wahrscheinlich.
06:57Warte, halt mal bitte.
07:07Nora hat nicht vergessen, mich zu erwähnen.
07:09Sie wollte nicht, dass ich Simon treffe.
07:11Dass ich Zeit mit ihm verbringe.
07:13Das für uns.
07:15Verlieben.
07:19War es wirklich Schicksal, dass der Zug ausgefallen ist?
07:22Oder nur Zufall?
07:25Ich fühle mich, als würde ich etwas Verbotenes tun.
07:29Doch alles zieht mich zu Simon hin.
07:32Mit jeder Sekunde, die ich mit ihm verbringe, wird dieses Gefühl stärker.
07:37Ich kann mich nicht dagegen wehren.
07:44Leider sind es keine Vergissmein nicht.
07:47Sie sind wunderschön.
07:49Ich habe nur einen Schlüsselanhänger gefunden, aber einen Vergissmein nicht drauf.
07:52Seit da an denke ich, dass sie mir Glück bringen.
08:00Dieser hier?
08:02Mein Glücksbringer.
08:03Ich hatte ihn verloren und die ganze Zeit gesucht.
08:06Und als ich eines Tages an deinem Atelier vorbeigekommen bin, da habe ich ihn dort liegen sehen.
08:10Deshalb warst du damals im Atelier.
08:12Ja, aber als du kamst, dann war es mir peinlich, dass ich einfach so reingegangen bin.
08:17Deshalb habe ich mich hinter dem Regal versteckt.
08:19Wo ich dich entdeckt habe und wo ich zum ersten Mal deine schönen Augen gesehen habe.
08:23Das werde ich nicht vergessen.
08:27Ich auch nicht.
08:28Na ja, vor allen Dingen, weil ich ihn natürlich im nächsten Moment außer Gefecht gesetzt habe.
08:33Pass gut auf ihn auf, damit er uns das nächste Mal wieder zusammenbringt, wenn du versuchst, wieder zu verschwinden.
08:39Ne, und was machen wir jetzt?
08:43Lassen wir uns überraschen.
08:46Magst du Wasser?
08:52Ich habe schon eine Idee.
08:57Was glaubst du, wie lange zieht Nora diese Chef-Nummer noch durch?
09:00Na, wenn ich Pech habe, solange wie Annabelle von Weiden im Empfängnis sitzt.
09:04Das sind mindestens 20 Jahre. Darunter kommt sie hoffentlich nicht raus.
09:07Stimmt nicht.
09:08Man hat doch bei ihr das Gift gefunden, was Viktoria umgebracht hat, oder?
09:11Ja.
09:13Sie hat sie vergiftet und sterben lassen.
09:15Und lebt selber fröhlich weiter. Und dafür hasse ich sie.
09:18Ich wünsche, man könnte ihr das Gleiche antun.
09:21Aber das meinst du doch jetzt nicht im Ernst.
09:23Doch.
09:24Ich verstehe ja, dass du Viktoria vermisst.
09:26Aber man sollte wirklich nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.
09:29Ich hatte das erste Mal im Leben eine Familie und sie hat sie zerstört.
09:32Du hast auch jetzt eine Familie.
09:33Du hast deinen Vater und deine Stiefmutter.
09:35Mein Vater merkt doch noch nicht mal, dass ich da bin.
09:37Entweder er steht vor Viktoria's Bild und schweigt stundenlang oder er arbeitet.
09:40Vielleicht solltest du den ersten Schritt tun.
09:43Wie denn?
09:46Wenn er früher Probleme hatte, konnte er sie immer mit Viktoria besprechen.
09:49Und jetzt vermisst er sie so. Und ich komme einfach nicht an ihn ran.
09:53Als ich noch mit Ben zusammen gewohnt habe, da habe ich mich einfach neben ihn gesetzt.
09:56Und irgendwann hat er angefangen zu erzählen, was ihn bedrückt.
10:00Ich weiß nicht, ob das bei meinem Vater funktioniert.
10:25Ach ja, Frau Maywald.
10:30Entschuldigen Sie, ich hatte es eilig, sonst hätte ich natürlich den Hintereingang genommen.
10:34Nein, nein, es ist gut, das ist die Treffe.
10:37Tja, was wird denn nun aus Ihnen hier, nachdem Ihre Schwester abgereist ist?
10:41Nun, ich hatte gehofft, hier noch ein bisschen wohnen zu können, bis ich was Größeres für mich gefunden habe.
10:48Ach so, ja. Ja, gut, meinetwegen.
10:51Aber es wäre mir lieb, wenn Sie nicht mehr den Haupteingang benutzen.
10:53Klar, aber danke.
10:56Ja, ist sonst noch was?
10:59Ach, warten Sie. Ihre Schwester bat mich vorhin um ein Arbeitszeugnis. Leiten Sie es bitte weiter an Sie.
11:06Vorhin? Aber Luisa ist doch heute Morgen ganz früh abgereist.
11:09Ja, sie hatte den Gutshausschlüssel aus Versehen mitgenommen.
11:12Und sie ist extra zurückgekommen, um ihn persönlich abzugeben?
11:14Ja. Ich hoffe, sie hat ihren Zug deshalb nicht verpasst.
11:18Ja, das hoffe ich auch.
11:21Es ist sehr schade, dass wir Sie als Angestellte verlieren.
11:23Ihre Schwester ist sehr zuverlässig.
11:26Ja, sehr zuverlässig.
11:28Das findet man selten heutzutage.
11:30Offensichtlich.
11:32Ja, dann.
11:41Wir können doch nicht einfach über den Zaun klettern. Das ist ein privates Seegrundstück.
11:45Wir wollen den See doch nicht klauen, sondern nur eine Runde schwimmen.
11:50Was ist? Worauf wartest du?
11:54Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Was ist, wenn der Besitzer kommt?
11:58Na, dann sage ich, dass ich es nicht anders konnte.
12:01Weil ich die Frau, auf die ich ein Leben lang gewartet habe, davon abhalten musste, in den nächsten Zug zu
12:05steigen und sich auf ein Immerwiedersehen zu verabschieden.
12:08Ist das ein Verbrechen?
12:10Du bist mir bis hierher gefolgt.
12:12Willst du jetzt umkehren?
12:23Ich will nicht glauben, dass ich das mache.
12:25Daran wirst du dich gewöhnen müssen.
12:26Daran irgendwo einzubrechen?
12:29Daran mit mir schwimmen zu gehen.
12:31Ich kann an einen See vorbei, ohne eine Runde zu dehnen. Also, wer als erster am Wasser ist.
12:34Hey! Hey!
12:35Hey!
12:36Hey!
12:58Hallo, Richard.
13:00Hallo.
13:05Schade, dass du nicht mit beim Friedhof warst.
13:08Du hast das Grab ja noch gar nicht gesehen.
13:14Ich habe überlegt, Frau Becker zu fragen, ob sie mir hilft, das Grab etwas zu bepflanzen.
13:20Sie hat so schöne Blumengestecke zu Ninas und Bens Hochzeit gemacht.
13:24Sie war früher Floristin und kann mir bestimmt ein paar gute Tipps geben.
13:27Mach das.
13:39Willst du die Kondolenzbriefe gar nicht lesen?
13:43Irgendwann, wenn ich Zeit habe.
13:47Richard, warum machst du das?
13:48Was?
13:51Ich spüre doch, wie du dich verschließt.
13:53Du tust lieber so, als könnten die Geschäfte nicht warten.
13:56Die Geschäfte können nicht ewig liegen bleiben.
13:58Gerade du solltest das wissen.
14:00Aber du wirst doch wohl fünf Minuten Zeit haben, mit mir über das Grab unserer Tochter zu sprechen.
14:04Können wir das nicht heute Abend machen?
14:06Ich muss jetzt wirklich nur ein paar wichtige Telefonate führen.
14:08Richard.
14:11Ich habe auch meine Tochter verloren.
14:14Ich brauche dich jetzt.
14:20Jeder trauert auf seine Weise.
14:23Ich versuche da weiter zu machen, wo ich aufgehört habe.
14:26Es gab ein Diplom, das sind die meine Form der Trauer.
14:31Versuch das zu verstehen.
14:33Oder lass es.
14:41Komm schon.
14:42Ich verspreche dir, dass du auch keine nassen Füße bekommst.
14:45Und?
14:46Das ist bestimmt kalt.
14:48Du musst ja nicht reinspringen.
14:50Aber vielleicht falle ich rein.
14:52Nicht, wenn ich dir meine Hand gebe.
14:54Wie wirst du das Gleichgewicht halten?
14:56Simon, vergiss es.
14:59Simon, jetzt setz dich.
15:00Setz dich.
15:02Simon, setz dich.
15:03Simon.
15:07Du hast dir ja Sorgen nicht gemacht.
15:11Bild dir bloß nichts drauf ein.
15:17Schau mal.
15:19So flach ist es hier.
15:22Mir kann überhaupt nichts passieren.
15:30Und?
15:31Wer von uns beiden übernimmt jetzt das Gude?
15:34Ja.
15:37Ja.
15:55Hallo, hier ist die Mailbox von Simon Becker.
15:57Im Augenblick bin ich nicht zu erreichen.
15:58Aber Sie wissen ja, Sie können einfach eine Nachricht nach dem Signalton hinterlassen.
16:02Ich melde mich dann zurück.
16:04Ja, dass du nicht zu erreichen bist, das merke ich.
16:06Wo bist du denn, Simon?
16:07Ich versuche schon seit Stunden, dich an den Apparat zu bekommen.
16:09Stell dir vor, ich vertrete ab heute Annabelle van Weiden in der Manufaktur.
16:14Sie hat mich zu ihrer Stellvertreterin gemacht, solange sie in Untersuchungshaft ist.
16:19Ich dachte, wir könnten meine Beförderung wenig zusammen feiern.
16:24Nur du und ich.
16:26Eine gute Flasche Champagner.
16:29Tja, wo auch immer du dich jetzt rumtreibst, melde dich mal, sobald du das hier abhörst, ja?
16:35Okay, tschüss.
16:48Oh Gott.
16:50Wo willst du etwa dieses Ding hier zeichnen?
16:52Masken?
16:53Ah, natürlich nicht.
16:54Das Maskenspiel auf Nina und Ben's Hochzeit war wirklich albern.
16:57Schlimmer als auf dem Kindergeburtstag.
16:58Da gibt es doch viel, viel, viel schönere Spielchen.
17:01Wissen Sie?
17:02Es tut mir leid, Nora.
17:03Ich habe heute noch wirklich viel zu tun.
17:07Warum habe ich das Gefühl, dass Sie mir aus dem Weg gehen?
17:10Sie dürfen mir nur Fragen stellen, die ich mit Ja oder Nein beantworten kann.
17:19Was?
17:20Was, Simon? Suchst du eine neue Partnerin?
17:22Ähm, Nora, jetzt nicht.
17:27Gleich geht's los!
17:28Du wolltest doch nicht kommen.
17:29Ich gehe gleich wieder.
17:31Achtung und jetzt!
17:36Luisa, du verlogenes Biest!
17:46Das ist die Mailbox von Luisa Meilwald, Nachrichten nach dem Piepen.
17:51Luisa, was ist los?
17:52Ich habe eben von Herrn von Weiden gehört, dass du noch mal zurück ins Gutshaus gekommen bist.
17:56Gibt es da irgendwas, wovon ich wissen sollte?
17:59Melde dich mal und sag mir, wo du bist, ja?
18:02Sonst machen wir nur Sorgen um dich.
18:04Tschüss!
18:11Was würde Nora sagen, wenn sie es erfährt?
18:15Würde?
18:17Du wirst es ihr wohl sagen, oder?
18:20Ich mache mir Sorgen um sie.
18:22Na, so wie du von Nora geredet hast, ist sie nicht sehr zart beseitet.
18:26Das ist sie auch nicht.
18:28Sie sorgt schon dafür, dass sie nicht zu kurz kommt und dass es ihr gut geht.
18:32Also mit anderen Worten, sie steht sich selbst am nächsten.
18:34Ja, wovor hast du dann Angst?
18:36Dass die Nachricht von einer Mutter, die im Gefängnis sitzt, sie aus der Bahn wirft?
18:39Im Gegenteil.
18:40Ich habe Angst, dass die beiden sich zu ähnlich sind.
18:44Ja, sie sind beide egoistisch, unehrlich, manipulativ und sie streben beide nach Luxus und Macht.
18:50Du meinst, Annabelle könnte ihre Tochter unter ihre Fittiche nehmen.
18:53Ein Duo Infernale aus Mutter und Tochter.
18:56Naja, das würde keinem gut tun.
18:59Ne, einer allein ist schon anstrengend, aber gleich zwei von der Sorte?
19:02Nora glaubt, dass ihre Mutter tot ist.
19:06Na, vielleicht wäre es besser, sie in diesem Glauben zu lassen.
19:11Zu ihrem eigenen Schutz.
19:12Ich verstehe ja, dass du dir Sorgen machst.
19:14Aber vielleicht ist Nora nur aus dem Grund ein so schwieriger Mensch, weil ihr die Wurzeln fehlen.
19:18Ein Baum ist auch nur gesund, wenn seine Wurzeln gesund sind.
19:21Ja, und wenn diese Wurzeln giftig sind, wie bei Annabelle, hm?
19:26Na, ich wünschte, ich hätte mich nie darauf eingelassen, Luisa zu helfen, Noras Mutter zu finden.
19:32Mutter, du warst immer für Ehrlichkeit.
19:35Und außerdem, du weißt überhaupt nicht, wie die beiden reagieren werden.
19:38Vielleicht will Nora überhaupt nichts von Annabelle wissen.
19:40Und außerdem ist das Noras Entscheidung und nicht deine, findest du nicht?
19:45Ja.
19:46Ich wünschte, Luisa wäre hier.
19:49Die kennt ihre Schwester besser als ich und die würde wissen, was zu tun ist.
19:52Du wirst auch ohne sie das Richtige tun.
20:12Du weißt, es ist mitgekommen zu sein?
20:15Ich hätte nicht gedacht, dass es auf dem Wasser so herrlich ist.
20:18Und wenn man nichts zu tun hat.
20:22Das war deine Idee.
20:24Stimmt.
20:25Als Kind war ich schon magisch vom Wasser angezogen.
20:27Ich konnte keine Pfütze widerstehen.
20:29Und wer hat dir das Rudern beigebracht?
20:31Mein Plastikkrokodil.
20:33Als ich fünf war, ist die mitten auf dem See die Luft ausgegangen.
20:36Ich bin wie panisch zum Ufer zurückgepaddelt mit den Händen.
20:39Und als ich angekommen bin, war das Krokodil platt und ich konnte rudern.
20:43Nur schwimmen konnte ich leider noch nicht.
20:47Ich durfte immer auf dem Rücken meines Vaters mal schwimmen.
20:49Damit ich es auch rechtzeitig lerne.
20:52Und eines Tages hat er meinen Arm von seiner Schulter genommen und gesagt,
20:56so, Luisa, jetzt kannst du's.
20:59Und das stimmte.
21:00Aber kaltes Wasser macht dich trotzdem nie.
21:07Meine Eltern sind beim Autounfall ums Leben gekommen.
21:10Ja, ich weiß.
21:13Nora hat mir davon erzählt.
21:16Es muss schrecklich sein, seine Eltern so zu verlieren.
21:19Sie wollten immer, dass Nora nicht glücklich sind.
21:23Als ich damals an ihrem Grab stand,
21:25habe ich versprochen, dass ich dafür sorge, für Nora und mich.
21:31Und?
21:33Bist du gerade glücklich?
21:36Weißt du, was mir mein Vater nach dem Schwimmen beigebracht hat?
21:39Hm.
21:40Gut dann.
21:41Also, Platz da.
21:43Ja.
22:13Frau Bernstein.
22:16Kann ich irgendetwas für Sie tun?
22:19Ja.
22:19Ich wollte das Menü für heute Abend mit Ihnen besprechen.
22:23Ja, selbstverständlich.
22:24Gibt es Änderungswünsche?
22:25Wir werden wahrscheinlich nur zu zweit sein.
22:27Ach, äh, ist Lissi außerhalb?
22:30Aber, äh, Herr von Weiden hat momentan sehr viel zu tun.
22:35Die Geschäfte sind in den letzten Wochen liegen geblieben.
22:37Ah, ja.
22:39Und jetzt geht das Leben weiter.
22:41Tja, das muss es wohl.
22:45Frau Bernstein,
22:47ich habe mir gerade frischen Tee aufgebrüht.
22:51Möchten Sie auch eine Tasse?
22:53Sehr gern.
23:06Wissen Sie,
23:10damals,
23:12als er an der Grafenberg gestorben ist,
23:16er stand mir sehr nah.
23:18Genau.
23:19Da habe ich auch geglaubt,
23:22dass der Schmerz nie aufhört.
23:29Heute Morgen bin ich aufgewacht
23:32und die Sonne hat mir ins Gesicht geschienen.
23:36Für einen kurzen Moment habe ich alles vergessen
23:39und es nur genossen, da zu liegen.
23:43Aber dann kam der Gedanke an Viktoria zurück
23:47und der Schmerz.
23:52Ich verstehe nicht,
23:53wie Richard das einfach alles verdrängen kann.
23:57Kann er nur so tun,
23:58als wäre der Alltag hier wieder eingekehrt.
24:03Jeder Mensch trauert auf seine Weise.
24:06Er will von dem Grab und all dem überhaupt nichts wissen.
24:11Unsere Tochter ist erst vor kurzem beigesetzt worden
24:14und was macht er?
24:17Geschäfte abschließen.
24:21Entschuldigen Sie, dass ich hier so...
24:23Sie müssen sich nicht entschuldigen.
24:26Jeder Mensch tut,
24:29ich meine,
24:31aus Instinkt heraus,
24:33in so einem Moment,
24:34das, was für ihn das Beste ist.
24:36Und für Richard von Weiden,
24:38das ist die Arbeit,
24:40die ihm Kraft gibt.
24:41Ja.
24:44Ich wünschte nur,
24:45ich würde auch so funktionieren.
24:50Aber manchmal möchte ich einfach nur von ihm in den Arm genommen werden.
24:55Ist das so viel verlangt?
25:00Warum wolltest du ausgerechnet nach Waldruhe fahren?
25:03Das ist mein Zuhause,
25:04schon mein Leben lang.
25:10Wartet dort jemand auf dich?
25:13Nein, niemand.
25:16Nicht einmal eine Wohnung.
25:19In meinem Job im Hotel bin ich auch los.
25:22Das heißt,
25:24du weißt eigentlich noch gar nicht so genau,
25:26wo du eigentlich hin willst.
25:30Doch, das weiß ich.
25:33Ich habe nämlich einen Traum.
25:36Verrätst du ihn mir?
25:40Ich möchte irgendwann ein eigenes Hotel haben.
25:44Und deshalb
25:44ist auch mein Glücksbringer
25:46ein alter Schlüsselanhänger eines Hotels.
25:50Irgendwann hängt ja der Schlüssel
25:51zu meinem kleinen Hotel dran.
25:52Und wo soll das sein?
25:56Ich weiß nicht,
25:56vielleicht an einem See wie diesem.
26:01Das ist gut.
26:02Dann kannst du ja auch Ruderboote vermieten.
26:06Im Garten stehen Obstbäume
26:08und die Gäste sitzen auf einer Terrasse
26:11umgeben von Blumen.
26:12Alles ist ganz familiär und friedlich.
26:15Von dem Hotel in der Einfahrt
26:16flätschert ein alter Brunnen.
26:21Woher weißt du,
26:22wie mein Hotel aussieht?
26:24Ich weiß sogar noch mehr.
26:26Die Gäste werden davor empfangen
26:27von der Steinbüste
26:29einer wunderschönen Frau.
26:31Der Besitzerin des kleinen Hotels.
26:34Ich hab aber keine Steinbüste.
26:36Noch nichts.
26:37Daran arbeite ich noch.
26:39Du willst meine Steinbüste machen?
26:41Den Steinblock hab ich schon.
26:43Daraus will ich die ideale Frau gestalten.
26:45Ich wusste bislang nur nicht,
26:47wie sie eigentlich aussieht.
26:48Das ist natürlich ein Problem.
26:50Nicht mehr.
26:51Seit heute weiß ich,
26:52wie sie aussieht.
26:56Fallen eigentlich viele Frauen
26:57auf die Masche rein?
26:58Das ist keine Masche.
27:00Ich habe bis jetzt nie
27:01einen richtigen Entwurf
27:02der Steinbüste hinbekommen.
27:04Bis du ins Atelier gekommen bist.
27:06Plötzlich ging alles wie von selbst.
27:09War das bevor oder nachdem
27:11dir die Skulptur
27:11auf den Kopf gefallen ist?
27:14Wenn du da bist,
27:15ergibt auf einmal alles einen Sinn
27:16und ich weiß,
27:17warum ich hier bin.
27:21Warum?
27:23Um dich glücklich zu machen.
27:26Und weil du es deinen Eltern
27:27versprochen hast.
28:08Helena, glaub nicht,
28:09dass ich kalter als ich bin.
28:13Das tue ich nicht.
28:14Ich möchte es bloß verstehen.
28:18Hast du nicht auch das Bedürfnis,
28:19über Viktoria zu sprechen,
28:20wie sie war und
28:22wie sie dir fehlt?
28:23Nein.
28:29Das bringt es mir auch nicht wieder.
28:31Außerdem habe ich die Verantwortung
28:32für eine Vielzahl
28:33von Beschäftigten zu tragen.
28:39Ich mache mir Sorgen um dich.
28:41Und um uns als Familie.
28:44Das ist nicht nötig.
28:48Entschuldige bitte,
28:49ich muss noch die Unterlagen
28:50von Aerospace United
28:51aus dem Lauftholen.
28:52Du willst in Victorias Wohnen?
28:55Ich hatte ihr die Buchhaltung
28:57zur Durchsicht nachgelassen,
28:58bevor...
29:01Ich nehme an, sie liegen noch dort.
29:03Bis später.
29:15Hallo?
29:16Wenn mich hier
29:17irgendjemand sieht.
29:20Wo will dein Papa hin?
29:22ins Luft
29:23Unterlagen abholen.
29:27Du lässt ihn da ganz alleine hingehen?
29:31Das sind doch die ganzen Sachen
29:32von Viktoria.
29:34Meinst du nicht,
29:35dass ihm das weh tut?
29:39Vielleicht ist das seine Art,
29:40mit der Trauer fertig zu werden.
29:42Das müssen wir akzeptieren.
29:47Hallo?
29:49Ach,
29:50Frau Becker,
29:51ist Simon hier?
29:52Nein,
29:53ich habe ihn seit heute Morgen
29:54nicht mehr gesehen.
29:55Wissen Sie,
29:55wohin ist?
29:56Ich habe ihn schon mehrmals angerufen,
29:57aber er meldet sich einfach nicht.
29:59Äh,
30:00ich weiß nicht,
30:00wo er hingegangen ist.
30:02Soll ich ihm irgendwas ausrichten,
30:03wenn ich ihn sehe?
30:04Ja,
30:05ich bin jetzt verantwortlich
30:06für die Manufaktur
30:07und ich hätte da etwas
30:08sehr Wichtiges,
30:09Geschäftliches mit ihm zu besprechen.
30:10Sie sind Annabels
30:12Stellvertreterin?
30:13Na,
30:13irgendwer muss sich doch
30:14um alles kümmern
30:15und Frau von Weiden
30:16schätzt meine Kompetenz.
30:18Ich werde Simon sagen,
30:20dass sie da war.
30:20Er soll sich sofort
30:21bei mir melden.
30:22Als Chefdesigner
30:23sollte er eigentlich
30:23immer erreichbar sein.
30:25Ich meine,
30:25ich möchte nur nicht,
30:26dass er Ärger bekommt.
30:27Ich werde es ihm ausrichten.
30:32Eine bessere Vertretung
30:33hätte Frau von Weiden
30:34wohl nicht finden können.
30:36Also,
30:36ich hoffe sehr,
30:37dass Simon Luisa
30:38noch getroffen hat.
30:39Ich finde,
30:40dass die beiden
30:40viel besser zusammenpassen.
30:42Ja,
30:43das finde ich auch.
30:48Was tue ich da nur?
30:50Es ist,
30:51als wäre da eine Kraft,
30:52die mich an Simon fesselt.
30:55Noch nie habe ich
30:55so etwas gefühlt.
30:58Als wäre er
30:58meine andere Hälfte.
31:01Am liebsten möchte ich
31:02hierbleiben
31:03und alles um mich herum
31:04vergessen.
31:10und alles um mich herum
31:10Oh Gott,
31:10der mein Wachhund.
31:11Schnell,
31:12zum Zauber.
31:18Simon,
31:20ist das da?
31:23Oh Gott,
31:27das war klar.
31:27Er kriegt dich!
31:29Er kriegt dich!
31:33Den möchte ich lieber
31:34nicht näher kennenlernen.
31:35Müssen wir uns beim nächsten Mal
31:36einen anderen Platz suchen.
31:39Nein.
31:41Was ist denn?
31:42Mein Glücksbringer ist weg.
31:46Oh nein.
31:47Nein.
31:47Oh Gott.
32:46Untertitelung. BR 2018
33:14Oh nein!
33:17Das alte Ding hast du aufgehoben?
33:21Ja, du warst noch zu klein, als Max eingeschult wurde, aber trotzdem wolltest du auch unbedingt zur Schule.
33:27Ich habe einfach nicht begriffen, warum Max dahin darf und ich nicht.
33:32Aber wenigstens habe ich meine eigene kleine Schultüte bekommen.
33:42Ich weiß auch nicht, warum ich das Ding immer wieder verliere.
33:44Na, ist doch logisch. Damit ich dir den Glücksbringer immer wieder zurückgeben kann.
33:49Du bist doch deines Rübers, Simon. Was ist mit dem Hund?
33:52Na, wenn ich schnell genug bin, schaffe ich es bis zum Anhänger und zurück, bevor der Hund nicht anwohlt hat.
33:55Simon, du kennst jetzt nicht über den Zaun.
33:57Wünsch mir Glück.
34:00Simon, du hast dich bemerkt!
34:03Los!
34:05Los!
34:16Danke!
34:19Ich bedanke dich bei deiner Mutter. Sie hat mir die Leberwurststunde mitgegeben als Wegproviant.
34:24Sie hat sich schon immer gute Brote gemacht.
34:27Zeig mal, dein Bein wird so verletzt.
34:28Oh, ist nicht so schlimm.
34:29Das sah aber von hier drüben ganz anders aus.
34:32Das ist ein Gutshaus aus meiner Bandskassen. Komm, wir gehen.
34:34Warum passieren mir eigentlich immer solche Sachen, wenn du in meiner Nähe bist?
34:38Vielleicht, weil ich kein guter Umgang für dich bin?
34:41Na, wenn das der Preis ist, in deiner Nähe zu sein, zahle ich ihn gerne.
34:45Ach.
35:14Ist Papa wieder da?
35:16Nein, noch nicht.
35:19Wollte er noch irgendwo anders hin?
35:25Nicht, dass ich wüsste.
35:27Aber dann müsst ihr doch seit Stunden wieder hier sein.
35:31Ja, ich weiß.
35:33Aber vielleicht tut es ihm gut, dort zu sein.
35:36Vielleicht kann er dort besser trauern als hier bei uns.
35:38Ja, wenn nicht.
35:40Vielleicht geht's ihm schlecht und er braucht unsere Hilfe.
35:43Lissi,
35:45wir sind momentan alle ein bisschen aufgewöhlt.
35:48Aber das ist doch kein Grund, den Teufel an die Wand zu malen, hm?
35:51Für dich vielleicht nicht.
35:53Aber ich habe in den letzten Monaten schon zwei Geschwister verloren.
35:56Da bin ich jetzt lieber übervorsichtig.
35:58Ich will meinen Vater nicht auch noch verlieren.
36:00Wo willst du denn hin?
36:01In's Luft, ich muss sehen, was da los ist.
36:03Warte, ich komme mit.
36:13Du, wo bist der?
36:15Wir müssen dich sofort verarzten.
36:16Ach, das ist nicht schlimm.
36:17Wirklich.
36:19Schau dir lieber den hier an.
36:27Daraus kannst du ja eine Büste machen?
36:29Ich habe ihn selber in Italien ausgesucht.
36:32Er steht dir noch genauso da wie an dem Tag,
36:35als du ins Atelier gekommen bist.
36:37Es hat immer irgendwie was gefehlt.
36:41Das ist eine schöne Vorstellung, aber ich glaube, du übertreibst.
36:45Soll ich dir mal die Entwürfe zeigen, die ich gemacht habe, ohne dass du da warst?
36:48Du zeigst mir gar nichts, bevor ich dich nicht verarztet habe.
36:52Ich hole einen Verbandskasten.
36:53Ich bin gleich wieder da.
36:56Bleib kurz liegen.
36:57Ich hole den Verbandskasten.
36:59Ich bin gleich wieder da.
37:01Genau das Gleiche hast du damals auch gesagt und bist nie wiedergekommen.
37:04Aber diesmal komme ich zurück.
37:06Du darfst nur nicht wieder ohnmächtig werden, während ich weg bin.
37:17Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, oder?
37:40Richard, du bist noch hier?
37:43Warum bist du nicht an dein Telefon gegangen?
37:45Wir haben dich dreimal angerufen.
37:48Richard?
37:50Papa, ist alles in Ordnung mit dir?
37:55Richard.
37:57Helena.
37:58Was machst du denn hier?
38:00Wir haben uns Sorgen gemacht.
38:03Ich habe doch gesagt, dass ich nur kurz die Verträge hole.
38:06Du wolltest seit Stunden wieder zurück sein und du bist nicht an dein Handy gegangen.
38:11So.
38:13Das muss ich voll überhört haben.
38:16Ist das Victorias Schultüte?
38:21Vermutlich.
38:22Es ist in Ordnung.
38:24Ich vermisse sie auch.
38:28Ja.
38:32Ich habe ganz vergessen, mich nach einem neuen Buchhalter für Erlehrungsface United und so sehr.
38:38Was ist das? Können wir dann fahren?
38:40Frau Landmann wartet bestimmt mit dem Essen auf uns.
38:43Ja.
38:45Was ist das?
39:15Untertitelung. BR 2018
39:25Und den Abend haben wir heute nur für uns lehrt.
39:28Was für nach der Hochzeitsfeier gestern,
39:30da möchte ich mal wieder für mich alleine sein, einen Abend.
39:38Eva, ich brauche einen Verbandskasten.
39:40Luisa, du bist wieder da?
39:41Ja, mein Zug ist ausgefallen. Ich kann erst morgen fahren.
39:43Das ist ja großartig. Aber wozu brauchst du denn den Verbandskasten?
39:46Das erzähle ich dir später. Jetzt muss ich ihn erst einmal verarzten.
39:49Ihnen heißt das wieder, Simon?
39:51Ja. Diesmal ist er von einem Wachhund gebissen worden.
39:53Also ich glaube, ich habe ein Déjà-vu. Soll ich diesmal einen Krankenwagen holen?
39:56Nein, ich glaube, so schlimm ist es auch wieder nicht.
39:58Du, ich bin froh, dass er dich wirklich noch rechtzeitig gefunden hat.
40:02War er etwa bei dir?
40:03Ja. Und er hat so lange keine Ruhe gegeben, bis ich ihm gesagt habe, dass er dich am Bahnhof findet.
40:08Er war schon am Bahnhof, als ich kam, und hat auf mich gewartet.
40:11Und dann haben wir uns in die Augen gesehen und...
40:14Ach, dann war es also richtig, dass ich ihm gesagt habe, wo du bist.
40:18Ich weiß nicht mehr, was richtig oder falsch ist, Eva.
40:21Ich weiß nur, dass ich schon lange nicht mehr so glücklich war.
40:31Da bin ich wieder. Wie versprochen. Mit Verbandskösten.
40:37Im Glücksbringer behalte ich am besten hier. Dann weiß ich, dass du immer wieder zurückkommst.
40:43Jetzt lenke nicht ab. Ich muss zuerst dein Bein verarzten.
41:00Tut das weh?
41:01Nein.
41:03Was machen wir?
41:10Das ist wunderschön.
41:15Das brennt jetzt kurz.
41:25Jetzt hältst du still, sonst...
41:28Sonst kann ich die Wunde nicht verbinden.
41:31Ich kann nicht mehr stillhalten, Luisa.
41:34Jetzt nicht mehr.
41:50Geht es dir nicht gut, Richard?
41:52Mir ging es nie besser.
41:53Wenn Frau Maywald kommt, soll sie bitte ein Memo an alle Mitarbeiter schreiben.
41:57Meine Faktur wird schnellstmöglich verkauft.
41:59Verkauft?
42:01Kommst du?
42:02Es gibt hier nichts mehr zu tun für mich.
42:04Er hat mich gebeten zu bleiben.
42:06Du wusstest, dass ich seit Wochen mit ihm zusammen bin.
42:08Du hättest einfach Nein sagen müssen.
42:10Vielleicht hätte ich das.
42:13Aber da war etwas...
42:15Das war stärker als ich.
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