- vor 7 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Gut, dann sind wir uns einig.
00:01Ja.
00:02Vielen Dank.
00:03Bitte.
00:08Entschuldigen, bitte.
00:11Annabelle?
00:15Ich darf mal eben...
00:17Ehrlich gesagt...
00:17Keine Angst, es dauert nicht lang.
00:21Ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht ist, zurückzukommen und feststellen zu müssen, dass sich vieles verändert hat.
00:26Aber das gibt Ihnen noch lange nicht das Recht, sich in fremde Beziehungen einzumischen.
00:30Na?
00:31Was wollen Sie von mir?
00:32Lassen Sie Nina ab sofort in Ruhe.
00:35Nina ist erwachsen, sie kann für sich selbst entscheiden.
00:37Ja, genau das hat sie bereits getan.
00:40Sicher?
00:41Ganz sicher. Akzeptieren Sie einfach, dass Sie draußen sind. Okay?
00:44Nina sieht das offensichtlich anders.
00:46So wie sie mich geküsst hat.
00:48Das fühlt sich ganz und gar nichts an, als ob ich draußen wäre.
01:00Hey, what you looking for?
01:05No one has the answer.
01:08They just want more.
01:13Hey, who's gonna make it right?
01:20This could be the first day of my life.
01:29Ach, Sie wussten gar nicht, dass Nina und ich uns heute am See getroffen haben.
01:32Ja, natürlich wusste ich das.
01:34Nina hat mir auch erzählt, dass Sie versucht haben, Sie zu küssen.
01:37Ich weiß ja nicht, was sie Ihnen genau erzählt hat, aber...
01:40Sie hat meinen Kuss erwidert.
01:43Ach, wirklich?
01:46Na, dann haben Sie offensichtlich was falsch verstanden, oder?
01:48Sie wollen es falsch verstehen.
01:50Das glaube ich nicht.
01:51Und deshalb werde ich auch um Sie kämpfen.
01:53Um Nina und um meine Familie.
01:56Weil ich weiß, dass Nina immer noch Gefühle für mich hatte.
01:58Sie hatte Gefühle für Sie?
02:00Ja.
02:01Lassen Sie Nina und mich einfach in Ruhe.
02:04Wir haben keine Lust auf Ihre Art von Vergangenheitsbewältigung.
02:07Schönen Tag noch.
02:12Liebes, ich weiß, dass dir das wehtut.
02:14Aber jetzt komm erst mal wieder nach Falkenthal zurück.
02:16Okay, ich warte auf dich.
02:17Ja.
02:17Ciao.
02:19Probleme?
02:21Annabelle hatte gehofft, dass ihre Tochter Patrizia nach Falkenthal zurückkommt.
02:24Und?
02:27Sie geht nach New York.
02:36Das ist zwar nicht der letzte Schrei, aber alle anderen Klamotten sind gerade in der Wäsche.
02:40Schon okay, danke.
02:41Ja.
02:44Wohnst du allein hier?
02:45Nee, mit meinem Kumpel Keuer.
02:46Das ist der, der hier nie aufräumt.
02:48Aber der ist gerade nicht da, weil er in der Manufaktur arbeitet und auch ganz schön Stress hat.
02:53Wieso hast du auch Stress?
02:54Ja, ich bereite gerade meine Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule vor.
02:59Ach, dann bist du der mit den ganzen Tonleitern.
03:03Ja, Entschuldigung.
03:04Aber das ist echt sehr wichtig, um seine Finger geschmeidig zu halten und sich einzuspielen.
03:09Ja, geht nicht so glatt ins Ohr wie Mozart.
03:12Nein, ist schon okay.
03:13Es ist halt einfach nur ein bisschen ungewohnt, wenn man es nicht kennt.
03:17Das hast du sehr nett gesagt.
03:19Übersetzt so viel wie es nervt total.
03:24Kann ich mich irgendwo anziehen?
03:26Ja, das Bad ist hier rechts.
03:29Okay, danke.
03:30Du, ich gehe mal ganz kurz hoch zu Ben und schreibe ihm einen Zettel, damit er weiß, wo er dich
03:33findet.
03:35Okay.
03:36Dann bis gleich.
03:38Ja.
03:41Kein Hunger?
03:43Nein.
03:46Beschäftigt dich irgendwas?
03:49Schon vorbei.
03:52Ah ja.
03:56Hat es mit Ben Petersen zu tun?
03:59Er wollte mir unbedingt sagen, dass ich die Finger von Nina lassen soll.
04:02Die Finger von dir lassen? Wie kommt ihr dazu?
04:07Nina und ich haben uns heute Vormittag getroffen.
04:09An unserem Hochzeitstag.
04:12Und dabei habe ich versucht, ihr zu zeigen, wie viel sie mir noch bedeutet.
04:20Bedeutest du ihr auch noch etwas?
04:22Das dachte ich.
04:24Aber vielleicht war ich etwas zu schnell, als ich sie...
04:28Als du warst.
04:30Als ich ihr beweisen wollte, was ich für sie empfinde.
04:37Liebst du sie noch?
04:39Ja.
04:42Peterson weiß das.
04:44Wenn er auch nur halbwegs bei Verstand ist, dann kann er es sich denken.
04:49Und bist du sicher, dass du noch genauso viel für Nina empfindest?
04:52Ja.
04:53Mindestens so sicher, wie du dem mit Annabelle bist.
04:57Ja, dann bleibt dir gar nichts weiter übrig, als um Nina zu kämpfen.
05:11Nein, wir werden die Sanierung auf keinen Fall übernehmen.
05:13Wir liefern Ihnen frisches Kapital für die Weiterfinanzierung.
05:16Und Sie kümmern sich um die Sanierung.
05:17Das war der Deal.
05:18Wenn Ihnen das nicht passt, können Sie sich jederzeit einen neuen Finanzier suchen.
05:21Ja, ich erwarte Ihre Entscheidung bis morgen Abend.
05:24Wiederhören.
05:29Na, machen die Haie der Van Weidengrub wieder die Weltmeere unsicher?
05:33Wenn es diese Haie nicht gäbe, gäbe es so manche kleine Firma nicht mehr.
05:36Ach, ihr seid also sowas wie das internationale Rote Kreuz der Finanzwelt.
05:40Ganz genau.
05:41Was ist los? Schlechte Laune?
05:44Nee.
05:46Ich hatte nur gerade irgendwie eine Begegnung der dritten Art.
05:50Mit wem?
05:50Mit wem? Mit Viktoria.
05:52Als wir telefoniert haben.
05:54Und sie hat wirklich einen ziemlich verstörten Eindruck gemacht.
05:57Was ist passiert?
05:58Das ist es ja.
06:00Nichts.
06:00Also, ich stand am Empfang.
06:02Sie kam und wollte einen Schluck Wasser für eine Tablette.
06:04Dann fährt sie mich auf einmal absolut an und verlässt fluchtartig die Manufaktur.
06:10Ja.
06:15Seit sie weiß, dass Richard nicht ihr leiblicher Vater ist, hat sie völlig den Boden unter den Füßen verloren.
06:20Tja, den Eindruck hatte ich auch.
06:23Hast du eine Ahnung, wo sie ist?
06:25Nee.
06:37Pass doch auf!
06:41Pass doch auf!
07:27Untertitelung des ZDF, 2020
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12:41Ja, aber glaubst du, dass er auch in Zukunft zu seinem Wort steht?
12:47Ja, er bleibt auch in Zukunft dein Vater und wird zu seinem Wort stehen.
12:49Und es wird sich nichts ändern.
12:54Ja, gut.
13:05Auf jeden Fall stand ich dann halbnackt im Flur, als plötzlich Tim vorbeikam.
13:08Ja, sei froh. Wer weiß, wie lange du da noch gestanden hättest.
13:11Ja, aber peinlich war das schon, dass mir gleich sowas am ersten Tag bei dir passiert.
13:16Glaub mir, Tim hat das sicherlich überlebt.
13:20Sag mal, hat Nina gesagt, wie lange sie noch wegbleibt?
13:23Nein. Sie war sehr unzufrieden mit ihren Fotos. Sie wollte, glaube ich, neue machen.
13:28Aber keine Ahnung, wann sie wieder da ist. Warum?
13:31Nicht so wichtig.
13:38So sehr ich Tim für seine Musikalität bewundere, das nervt jetzt echt.
13:42Ach komm, jetzt übertreib mal nicht. Ich finde das gar nicht mehr so schlecht.
13:47Maike?
13:49Kann es sein, dass die Begegnung mit Tim deine Einstellung zu dieser Katzenmusik an mir nicht verändert hat?
13:56Kann es sein, dass du ein bisschen gereizt bist?
14:00Ja.
14:01Hallo, ihr seid.
14:02Hallo, Nina.
14:03Hi.
14:04Wie war euer Tag noch so?
14:06Abgesehen davon, dass ich halbnackt im Flur stand? Okay.
14:10So, alles Weitere weiß Ben. Ich gehe jetzt erst mal da weitermachen, wo ich vor zwei Stunden unterbrochen wurde.
14:15Ich bin unter der Dusche.
14:16Okay. Deine Schwester?
14:19Alles halb so wild, sie hat sich nur ausgesperrt.
14:26Bist du fertig?
14:27Ich glaube, ich habe jetzt alles zusammen.
14:31Wenn ich jetzt noch die Auswahl fertig mache, dann können wir die Hintergrundbilder einspielen und dann hoffentlich endlich die neue
14:39Website fertig machen.
14:42Und sonst?
14:45Nichts weiter.
14:46Und bei dir?
14:48Das Übliche. Termine. Geschäftsessen im Lanzino.
14:53Bei dem ich übrigens Max getroffen habe.
14:57So.
15:04Wolltest du mir eigentlich irgendwann sagen, dass ihr euch tatsächlich geküsst habt? Max und du?
15:34Erden, entschuldige, wenn ich so einfach reinplatze.
15:36Richard, komm doch rein.
15:37Victoria hat heute zwei wichtige Termine nicht wahrgenommen. Und ich mache mir langsam Sorgen.
15:41Ja. Sie war nicht besonders gut drauf.
15:44Was ist denn los?
15:46Was ist denn los?
15:46Kannst du dir das nicht denken?
15:49Ich habe ihr doch so oft versichert, dass sich zwischen uns nichts verändert hat. Sie bleibt meine Tochter.
15:54Das habe ich ja auch versucht klarzumachen. Immer und immer wieder. Sie schaut mich an. Sie nickt mit dem Kopf.
16:01Aber es kommt nicht durch.
16:03Ist sie da?
16:04Ist sie da? Sie hat sich hingelegt. Bitte setz dich doch einen Moment.
16:09Ich meine, was, was kann ich denn, was können wir denn noch tun?
16:15Victoria war nie besonders einfach. Und sie hat oft Sachen gemacht, die weder dir noch mir gefallen haben.
16:20Ja, ich weiß. Und?
16:21Sie wird wieder solche Sachen machen.
16:23Ja, davon gehe ich aus. Sonst wäre sie nicht Victoria.
16:27Und genau da liegt ihre Angst. Sie hat einfach Angst davor, dass du sie das nächste Mal mit anderen Augen
16:32siehst, weil du jetzt weißt, dass sie nicht deine leibliche Tochter ist.
16:35Sie hat Angst davor, dass du das nächste Mal die Sachen nicht so einfach tolerierst.
16:38Nee, du hast ihr doch hoffentlich gesagt, dass diese Angst absurd ist.
16:41Richard immer und immer wieder.
16:45Warum kommt ihr nicht einfach zum Abendessen bei uns vorbei, hm?
16:48Vielleicht hilft es Victoria, wenn sie merkt, dass wir alle für sie da sind, auch wenn es ihr nicht so
16:51gut geht.
16:53Und Abel müsste bis dahin auch zurück sein.
16:56Gut.
16:57Dann bis heute Abend.
17:09Max küsst dich an eurem Hochzeitstag und du behauptest, das sei unwichtig.
17:15Entschuldige mal, wem willst du da gerade was vormachen? Dir oder mir?
17:19Ben, bitte!
17:21Max ist sentimental geworden.
17:23Und er dachte, ich wäre es auch. Und dann wollte er mich küssen. Das ist alles.
17:27Seine Version war etwas anders.
17:29So? Und wie?
17:32Dass du den Kuss und die Gefühle erwidert hast.
17:34Das ist aber nicht so. Er hätte es vielleicht gerne.
17:37Wirklich nicht?
17:38Nein!
17:47Nina, was ist los?
17:51Was passiert gerade mit uns?
17:55Wir sind auf dem besten Wege, uns ernsthaft zu streiten. Wegen eines Missverständnisses.
17:59Das ich im Übrigen schon längst geklärt habe, als ich vorhin bei Max war.
18:05Warum hast du es nicht gleich gesagt?
18:09Weil ich genau diese Situation hier vermeiden wollte.
18:15Und auch, weil ich dir nicht wehtun wollte.
18:22Und weil Maike gerade angekommen war und weil es einfach eben nicht ging.
18:28Ich bin hier bei dir.
18:39Und ich habe nicht vor, wegzugehen.
18:47Ich weiß nicht, was ich glauben soll.
18:54Die Frage ist doch eigentlich,
18:59wem du glauben willst.
19:02Mir oder deinen Zweifeln?
19:07Dir möchte ich glauben.
19:12Das ist doch.
19:15Das ist doch.
19:18Das ist doch.
19:47Bienvenue, Mappetit.
19:49Erzähle, wie war es in Frankreich?
19:51Oh, mon Dieu.
19:52Jede Menge Arbeit, sehr wenig Schlaf, aber sehr erfolgreich.
19:56Das heißt also, du bist hundermüde, hast keine Lust, viel zu erzählen
19:58und willst am liebsten gleich ins Bett.
20:00Nein, im Gegenteil.
20:02Ich bin überhaupt nicht müde.
20:03Erik, hast du noch Lust, mit ins Cousy zu kommen?
20:06Oh, nee, danke.
20:07Ich bin total fertig.
20:08Ich habe den ganzen Tag gearbeitet.
20:09Ach, Erik macht gerade ein Schnupperpraktikum in einem Malerbetrieb.
20:14Dein Vater hat ihm das verschafft.
20:16Und, wie ist es?
20:18Ja, für den ersten Tag ganz okay.
20:21Jetzt erzähl du mir nur noch, warum du kein bisschen müde bist.
20:24Ich habe keine Ahnung.
20:26Aber ein lieber Italiener auf der Messe hat mir gesagt,
20:29dass man sehr viel Energie zurückkriegt,
20:31wenn man seinen Job mit Freuden macht
20:32und deshalb weniger Schlaf braucht.
20:35Wenn der sich mal nicht sein Leben nur ein bisschen schön geredet hat.
20:39Tja, dann heißt das also, dass du deinen Job überhaupt nicht magst.
20:42Ich meine, so fertig, wie du dich fühlst.
20:45Moment mal, während sich Lilly auf einer Messe
20:47von irgendeinem lieben Italiener die Welt erklären lässt,
20:50habe ich den ganzen Tag körperlich gearbeitet.
20:52Ich denke, das macht doch einen kleinen Unterschied, oder?
20:54Also kein Kuchen.
20:56Nee, ich schaue noch, was im Fernsehen läuft.
21:00Na gut.
21:02Ausführliche Berichte gibt es morgen, okay?
21:04Viel Spaß noch.
21:06Sieht ganz so aus, als wären wir heute Abend wieder mal allein.
21:11Ja.
21:14Also ich glaube, der Malerbetrieb könnte wirklich was für Eric sein.
21:22Oder hat er dir was anderes erzählt?
21:25Besonders glücklich ist er nicht.
21:27Aber er will sich vor dir nichts anmerken lassen.
21:30Warum denn nicht?
21:32Du hast ihm das Praktikum besorgt.
21:34Er will dich nicht enttäuschen.
21:39Ich hoffe, ihr habt euch nicht im Streit getrennt.
21:42Nein, gar nicht.
21:44Das war noch sehr traurig.
21:47Tut mir leid.
21:48Ich weiß, du hättest Patrice gerne im Hutshaus gehabt.
21:54Ich wollte ihr endlich eine Mutter sein.
21:56Aber das warst du.
21:58Du warst für sie da, als sie dich am dringendsten brauchte.
22:02Was will sie denn jetzt in New York machen?
22:05Sie wird als Designerin für die Vermon-Kaufhäuser arbeiten.
22:09Mhm.
22:11Vielleicht tut dir der Abstand erst mal gut.
22:14Falkenthal ist mit so vielen schwierigen Erinnerungen für sie verbunden.
22:18Apropos.
22:19Schwierige Erinnerungen.
22:21Wie geht's denn Victoria?
22:24Sie hat das Ergebnis des DNA-Tests immer noch nicht überwunden.
22:28Ich hab sie und Halen heute Abend zum Essen eingeladen.
22:31Ich hoffe, du hast nichts dagegen.
22:32Nein.
22:33Ganz und gar nicht.
22:35Ich weiß aus Erfahrung mit Patricia,
22:38wie wichtig für Victoria jetzt die Familie ist.
22:41Ja.
22:46Wie seid ihr überhaupt ins Gespräch gekommen, du und Max?
22:49Du hattest doch ein Geschäftsessen.
22:51Ja, er war, wie gesagt, zufällig im Lanzino.
22:53Ich bin auf ihn zu, hab ihn angesprochen.
22:55Was hast du ihm gesagt?
22:57Dass er akzeptieren soll, dass du dich für mich entschieden hast.
23:00Mina, ich weiß, du findest das jetzt wahrscheinlich daneben,
23:03dass ich so direkt auf ihn zugehe und...
23:05Stopp. Stopp.
23:08Das hatte ich nicht vor.
23:09Ich...
23:09Ich hab mich für dich entschieden
23:11und ich kann deine Reaktion verstehen.
23:15Auch wenn ich vielleicht nicht
23:16ganz so direkt
23:18gewesen wäre.
23:21Wie hat Max reagiert?
23:24Erst hat er mir nicht geglaubt,
23:25dann hat er angekündigt, um dich zu kämpfen.
23:32Was machst du?
23:37Ja, Nina Bergmann, guten Tag.
23:39Wer ist womöglich...
23:40Ja, danke.
23:42Ich ruf meinen Anwalt an.
23:44Und danach geh ich zu Max.
23:54Ich ruf meinen Anwalt an.
24:09Viktoria.
24:10Hallo.
24:11Schön, dich zu sein.
24:14Hallo, Richard.
24:16Es tut mir wirklich leid,
24:17dass ich die beiden Termine heute versäumt habe.
24:20Aber halb so schlimm.
24:22Ich hab gerade mit Bangkok telefoniert
24:24und einen Termin für übermorgen ausgemacht.
24:27Das hat er auch noch Zeit
24:28bis nächste Woche.
24:2913 Uhr Telefonkonferenz.
24:32Domingos hab ich auch angerufen.
24:33Der ruft übermorgen zurück.
24:34Die Termine hab ich ihm zugefaxt.
24:38Es tut mir so leid,
24:39dass ich das vermasselt habe.
24:40Es kommt nicht wieder vor.
24:41Toja, es ist kein Problem.
24:44Entschuldigt.
24:47Ja, von beiden?
24:48Sekunde.
24:49Die Japaner wegen der Verträge.
24:51Ich bin oben im Arbeitszimmer, ja.
24:52Ich komme nach.
24:53Okay.
24:55Ja, hallo.
24:58Die Termine kann auch Hagen wahrnehmen.
25:00Ich hab mich immer um diese Firma gekümmert.
25:02Ja, ich weiß.
25:04Aber vielleicht tun dir weniger Termine
25:07und etwas Entlastung auch gut.
25:10Entlastung?
25:11Ja.
25:13Wie soll die denn aussehen?
25:15Wie wäre es denn zum Beispiel,
25:16wenn wir dir vorübergehend
25:17Max zur Seite stellen würden?
25:19Max?
25:20Ja.
25:22Der hat doch in unseren Geschäften
25:23überhaupt keine Ahnung.
25:24Er soll sie auch gar nicht übernehmen.
25:25Sondern?
25:26Er soll dir nur zur Seite stehen
25:27und dir vielleicht den einen oder anderen
25:29unwichtigen Repräsentationstermin abnehmen.
25:35Ja.
25:37Wenn er sich das antun will.
25:39Ich teuer, mir geht es doch nur darum,
25:40dir zu helfen.
25:42Ich würde noch nie im Traum daran denken,
25:43auf deine Mitarbeit zu verzichten.
25:47Ich habe nichts gegen ein bisschen mehr Freizeit.
25:52Hey, Prinzessin.
25:56Das hast du ja wunderbar hinbekommen,
25:58Nina Bergmann.
26:01Und mein Haar wäre es das gewesen mit Ben.
26:04Nur weil du keine klaren Entscheidungen triffst.
26:07Ich hätte Max sofort zurückweisen müssen
26:09und den Kuss, den hätte ich nie zulassen dürfen.
26:12Ich muss das jetzt richtig stellen.
26:13Ein für alle Mal.
26:16Auch wenn es Max weh tut.
26:23Vittoria, schön dich zu sehen.
26:26Wie geht's dir?
26:27Danke, gut.
26:30Das hört man gern.
26:34Ich freue mich sehr,
26:35dass ihr heute Abend unsere Gäste seid.
26:37Richard meinte,
26:38du brauchst etwas familiäre Zuwendung.
26:40Könntest du bitte damit aufhören?
26:42Womit?
26:43Mit dieser dämlichen Heuchelei.
26:46Ich weiß nicht, wovon du redest.
26:47Seh, jetzt tu doch bitte nicht so,
26:48als würde dich interessieren, wie es mir geht.
26:53Wovon sprichst du bitte?
26:54Je schlechter es mir geht,
26:55desto besser wird doch deine Laune.
26:59Deine Anschuldigung ist absurd.
27:01Der Tag, an dem mein Vater erfahren hat,
27:03dass ich nicht seine Tochter bin,
27:04da war doch ein Fest für dich.
27:06Also hör bitte auf mit deinem scheinheiligen Getue.
27:08Victoria, was ist denn los mit dir?
27:10Danke, Max.
27:13Deine Schwester
27:15scheint ziemlich durcheinander zu sein.
27:18Vielleicht redest du mal mit ihr.
27:25Victoria, wieso greifst du Annabelle so an?
27:27Weil sie eine verlogene Heuchlerin ist.
27:29Deren größter Wunsch ist es, mich loszuwerden.
27:30Niemand will dich loswerden.
27:32Du kennst doch diese Frau überhaupt nicht.
27:35Ist ja nicht dieses Spiel immer umgekehrt.
27:36Du wolltest Vaters Frauen loswerden.
27:38Kann es sein,
27:39dass du deine Meisterin gefunden hast
27:40und deshalb sauer bist?
27:44Du begreifst doch auch überhaupt gar nichts, Max.
27:48Nichts.
27:56Und, was sagst du das Nachtleben in Toulouse?
27:59Ich hab keine Ahnung.
28:00Ich hab hauptsächlich Hotelbars
28:02und Hotelrestaurants zu Gesicht bekommen.
28:04Mhm, ganz alleine.
28:06In Gesellschaft.
28:07So viele Einladungen, wie ich da pro Abend hatte,
28:10hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht.
28:15Arbeitsessen, ihr Knallköpfe.
28:17Ja, und nach dem Arbeitsessen?
28:20Wahrscheinlich Arbeitstrinken, Arbeitstannissen, Arbeitst...
28:23Na klar, was dachtet ihr denn?
28:24Ja, ist er doch.
28:27Ja, Beißen, komm.
28:39Hallo.
28:39Hey.
28:41Ähm, du kennst heute?
28:43Ja, und jetzt mach ich dir den besten Latte Macchiato, okay?
28:46Ja.
28:48Ähm, vielleicht kannst du ja mal eine Pause machen.
28:52Ja, wahrscheinlich später.
28:53Ich möchte dir mal zwei gute Freunde vorstellen.
28:55Mhm.
28:56Das hier ist Kolja,
28:58der, der in der WG fürs Chaos verantwortlich ist.
29:01Ach, sie kennt schon unsere Wohnung.
29:02Das ging ja schnell.
29:03Na, hör nicht hin, was er sagt.
29:05Und das ist Lilly, eine sehr gute Freundin von dir.
29:08Und das ist, ähm, Maike,
29:10die Halbschwester von Ben,
29:11die gerade zu Besuch ist.
29:13Hi, Maike.
29:14Hi, Maike.
29:15Hi.
29:15Hallo.
29:17Richard sagt entlasten,
29:19aber eigentlich meint er ersetzen.
29:22Vicky, du tust gerade so,
29:23als würde man dir einen wildfremden Manager vor die Nase setzen.
29:26Das ist Max.
29:27Mr. XY von außerhalb oder Max?
29:29Wo ist denn da der Unterschied?
29:31Max ist dein Bruder?
29:32Mein Halbbruder.
29:33Kann ich ihm deswegen mehr trauen?
29:35Versteht er mich deswegen besser?
29:39Du siehst Gespenster.
29:41Richard wollte Max doch schon immer in der Firma haben.
29:44Glaubst du denn im Ernst?
29:45Man kann dich so einfach ersetzen.
29:46Vor allen Dingen doch nicht durch Max.
29:48Er kann doch nur ein paar Semester BWL-Studium nachweisen.
29:50Ja, aber warum will ihn Richard denn dann an meine Seite stellen?
29:53Weil dein Vater dir helfen will.
29:55Und nach außen,
29:56dem muss er demonstrieren,
29:56dass es keinerlei Probleme in der Geschäftsführung der Van-Buyden-Group gibt.
29:59Jetzt hör mal zu.
30:02Warum lässt du es nicht ein bisschen ruhiger angehen?
30:04Und besinnst dich auf deine wahren Stärken,
30:07deine Entscheidungskraft und deine Souveränität.
30:10Wenn man dich jetzt anschaut,
30:11dann hat man das Gefühl, du magst dich selber nicht.
30:13Und das ist nicht gut.
30:13Im Gegenteil, das macht alles nur noch schlimmer.
30:17Ja, vielleicht hast du recht.
30:19Dann schlage ich vor, du ziehst dich jetzt wieder an
30:21und wir gehen runter und tun so, als wäre nichts gewesen.
30:23Nein, nein, nein.
30:24Ich bin noch nicht so weit,
30:25dass ich ein Abendessen mit Annabelle durchstehe.
30:26Wirklich nicht.
30:28Soll ich dich nach Hause fahren?
30:30Ich frage, ich möchte hierbleiben.
30:31Ich bin todmöde.
30:34Sicher?
30:35Ja.
30:37Bleibst du auch?
30:40Okay.
30:43Aber es kann sein,
30:44dass ich nachher noch mal in die Kanzlei muss
30:46und ein paar Unterlagen hole.
30:47Wird aber nicht lange dauern.
30:49Und wenn was sein sollte,
30:50wusste mich ja.
30:51Mhm.
30:51Wo ist das?
30:57Ja.
31:27Untertitelung des ZDF, 2020
31:34Du hast deinen Anwalt angerufen?
31:36Ich will die Scheidung einreichen.
31:38Das Beste ist, wenn du dir auch einen Anwalt nimmst.
31:42Warum hast du es plötzlich so eilig?
31:46Weil jeder Tag, den wir warten, bei dir eine Hoffnung wird, die es nicht gibt.
31:52Kann es sein, dass die Scheidung der einfachste Weg ist für dich, von mir und deinen Gefühlen davon zu laufen?
31:56Bitte verschon mich mit Psychologie, Max.
31:59Davon hast du noch nie viel verstanden.
32:01Warum leugnest du, dass zwischen uns was ist?
32:03Zwischen uns ist was, Max, richtig.
32:06Die Freude darüber, dass du lebst.
32:08Und dass Paula ihren Vater zurück hat.
32:11Mehr nicht.
32:13Und vor allem nicht das, was du denkst.
32:16Dann erklär mir dein Verhalten am See.
32:18Bitte, Max, mach aus.
32:19Einen sentimentalen Kuss, keine große Liebesgeschichte.
32:22Die hatten wir.
32:24Aber die ist vorbei.
32:26Wahrscheinlich hat dir Ben von unserer kleinen Begegnung erzählt.
32:29Ja, und ich fand deine Ansage ziemlich daneben.
32:32Nina, ich bin kein Träumer.
32:34Und ich kämpfe nicht für etwas, das es nicht gibt.
32:36Aber zwischen uns ist etwas.
32:38Etwas sehr Starkes.
32:40Und solange das da ist, gebe ich nicht auf.
32:43Ich liebe Ben.
32:45Und ich werde ihn heiraten und mit ihm leben.
32:51Nina, du machst dir was vor.
32:52Wir sehen uns, Max.
32:54Und denk an den Anwalt, ja?
33:02Ja, bitte.
33:04Hallo, Vater.
33:04Was gibt's denn?
33:08Können wir das nicht auf morgen verschieben?
33:10Ich bin heute Abend wirklich nicht in der Stimmung.
33:14Na gut, wenn's so wichtig ist.
33:16Dann aber gleich hier im Lanzino.
33:19Ja, ich warte auf euch.
33:21Bis gleich.
33:44Hagen?
33:47Bist du da?
33:50Hagen.
34:04Bist du da?
34:32Ich wüsste gar nicht, dass du hier geblieben bist.
34:34Kann ich dir helfen?
34:35Ist Hagen schon zurück?
34:38Zuletzt habe ich ihn zusammen mit deinem Vater gesehen.
34:42Wo sind sie denn?
34:43Nicht da.
34:45Sieht ganz so aus, als wären wir heute Abend allein im Haus.
34:49Wo ist mein Vater?
34:52Wo ist mein Vater?
34:52Wo ist Hagen?
34:54Abendessen.
34:55In der Stadt.
34:57Gib mir das Telefon.
35:00Wir sollten endlich aufhören mit dieser dämlichen Heuchelei.
35:06Ich will mit Hagen sprechen.
35:08Du wolltest mich vernichten.
35:11Du hast versucht, mich loszuwerden.
35:15Aber so wie es jetzt aussieht, werde ich viel länger Teil dieser Familie sein, als du.
35:23Was willst du damit sagen?
35:27Hagen und Richard treffen sich gerade mit Max.
35:31Worüber meinst du, reden die drei?
35:59Weiß Max, warum wir uns zusammensetzen?
36:01Nein.
36:02Du glaubst wirklich, er hat Interesse an einem Job in der von beiden Gruppen?
36:05Ja, das werden wir gleich sehen.
36:07Naja.
36:08Früher hat er keine Gelegenheit ausgelassen, hier zu zeigen, wie unmoralisch er deine Arbeit findet.
36:12Ja, früher.
36:13Aber Max ist nicht mehr der Gleiche.
36:16Ich glaube, er hätte ein Interesse daran, in Falkenklag zu bleiben.
36:19Mit viel größere Problemen sehe ich im Moment in Viktoria.
36:21Wieso das denn?
36:23Sie soll nicht das Gefühl haben, plötzlich durch Max ersetzt zu werden.
36:27Haben Sie mit dir darüber geredet?
36:29Ja.
36:31Sie hat Angst, nur noch die zweite Geige zu spielen.
36:34Ihr könnt die Sachen mit Max immer noch abblasen.
36:36Nein, ich denke, ich konnte ihr klar machen, dass sie Angst umgegründet ist.
36:40Wirklich?
36:41Ja.
36:42Und außerdem, ich glaube, eine Auszeit tut ihr gut.
36:45Sie muss endlich mal wieder einen klaren Kopf kriegen.
36:49Okay.
37:02Glaubst du, es hat mir Spaß gemacht, wochenlang in einem Sanatorium zu sitzen, ohne zu wissen, ob Richard mich jemals
37:10wiedersehen wird?
37:13Ich will jetzt telefonieren.
37:16Hast du überhaupt eine Ahnung, was Patrizia durchgemacht hat, weil du ihr heimlich Alkohol gegeben hast?
37:24Was willst du denn von mir?
37:26Ja, es war ein Fest, als ich gehört habe, dass du nicht Richards leibliche Tochter bist.
37:34Du weißt ganz genau, dass das nichts an dem Verhältnis zu meinem Vater ändern wird.
37:38Oh, das ändert alles, meine Liebe.
37:40Du bist keine von beiden mehr.
37:43Beim kleinsten Fehler wird dich Richard fallen lassen.
37:45Seine Nachsicht mit dir hat ein Ende.
37:48Ich bin und bleibe seine Tochter.
37:49Träum weiter.
37:51Du hast verloren, Viktoria.
37:53Dein schlimmster Albtraum ist wahr geworden.
37:54Du weißt es nun.
38:22Ich komm-
38:25Zeit.
38:42Ich komm-
39:02Weißt du, wie ihr ausseht? Wie zwei Verschwörer, die einen Attentat planen.
39:07Ach ja? Nein, so schlimm ist es nicht. Wir wollten dir eigentlich nur eine einfache Frage stellen.
39:12Kannst du dir vorstellen, Viktoria in ihrer schwierigen Situation zu helfen?
39:17Natürlich.
39:18Und dazu führt die von Weidengrub zu arbeiten?
39:23Das hast du mich vor vielen Jahren schon mal gefragt. Du kennst meine Antwort.
39:27Ja, aber du hast dich verändert. Ich habe mich verändert. Vielleicht sollten wir noch einen neuen Versuch starten.
39:32Vater, ich will morgens auch in den Spiegel sehen können. Leute entlassen, Firmen zerschlagen, um dann die Reste mit größtmöglichem
39:38Profit weiter zu verkaufen. Das ist nicht mein Ding.
39:41Max, die von Weidengrub ist auch längst schon auf anderen Geschäftsfeldern tätig.
39:44Warum siehst du es dir nicht einfach mal an?
39:47Ich glaube, dass die Heuschrecke als Firmenlogo immer noch ganz gut zu euch passt, wenn man so die internationale Wirtschaftspresse
39:52liest.
39:52Können wir die Polemik beiseite lassen?
39:54Ich habe deine Art, Geschäfte zu machen, immer abgelehnt. Und daran hat sich nichts geändert.
39:59Max, darum geht es doch gar nicht. Viktoria braucht jemanden, der sie unterstützt und dem sie vertraut. Für eine Weile.
40:05Das heißt, es geht dir nur um Viktoria?
40:07Es geht mir um Viktoria, ja. Wir müssen sie entlasten. Wenigstens vorübergehend.
40:13Und da habt ihr an mich gedacht?
40:16Ja, und jetzt sagt bitte nicht gleich nein.
40:22Herr Tarina!
40:27Ja, Frau von Weiden?
40:28Haben Sie eine blaue Unterschriftenmappe gesehen?
40:30Nein, aber wenn Sie wollen, kann ich gerne in Ihrem Zimmer nachsehen.
40:33Nicht nötig. Ich dachte mir schon, dass ich Sie im Büro vergessen habe. Bitte holen Sie mir doch meinen Mantel.
40:39Gerne.
40:42Ich muss nochmal auf einen Sprung in die Manufaktur.
40:45Danke sehr. Ich brauche diese Unterlagen.
40:48Ich bin dann spätestens in einer Stunde wieder da.
40:51Danke.
41:18Der Vorschlag, mich in die Firma zu holen, um Viktoria zu assistieren, war ja vielleicht auch nicht gemein.
41:21Aber jetzt denkt sie, dass ich dich an ihre Stelle setzen will. Ich weiß!
41:24In der Manufaktur wird ein Ausbildungsplatz frei.
41:26Kolja soll den Azubi aussuchen.
41:28Gut, dann können wir das Ganze gleich wieder vergessen.
41:30Warum denn?
41:31Ich soll Erik die Lehrstelle geben?
41:33Wolltest du nicht um deine Ehe kämpfen?
41:34Wir sollten die Scheidung mit dem geringstmöglichen Aufwand hinterherzuhören.
41:37Gut.
41:37Erst will er um dich kämpfen, jetzt will er eine möglichst unkomplizierte Scheidung.
41:41Gut.
41:46Wir werden das, was so gut.
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