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KurzfilmeTranskript
00:00Paula.
00:01Hallo, Mama.
00:02Hallo, mein Schatz.
00:05Geht's dir gut?
00:06Ich hab Pause, aber...
00:13Ich weiß, weil du Opa nicht gesagt hast, was in der Schule passiert ist, oder?
00:19Weißt du, ich hab mich früher auch manchmal gestritten mit den anderen Kindern in der Schule.
00:26Er hat...
00:27Hat er dir wehgetan?
00:30Paula, egal was er gemacht hat, du kannst es mir erzählen.
00:36Er hat gesagt, dass...
00:37Was hat er gesagt?
00:40Er hat gesagt, dass ich nur bei Opa wohnen muss, weil du mich nicht mehr haben willst.
00:47Finde das, Mama?
00:57Hey!
01:00What you're looking for?
01:03No one has the answer.
01:06They just want more.
01:10Hey!
01:12Who's gonna make it right?
01:16This could be the first day of my life.
01:26Paula.
01:28Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben.
01:31Und das Beste, was mir je passiert ist.
01:36Und immer, wenn ich dich hier besuchen kann, bei Opa, dann bin ich sehr, sehr glücklich.
01:42Ich fahr jetzt für zwei Wochen weg, weil ich arbeiten muss.
01:46Aber das mach ich nur, damit wir dann für immer zusammen sein können.
01:52Glaubst du mir das?
01:57Bist du jetzt böse auf mich?
01:59Nein, mein Schatz.
02:01Ich verstehe dich.
02:04Aber Opa war böse auf mich.
02:06Und meine Lehrerin auch.
02:09Soll ich mit ihnen sprechen und ihnen erklären, warum du den Jungen gehauen hast, dann werden sie dich auch verstehen.
02:19Mama, versprichst du mir was?
02:21Alles, was du willst, mein Engel.
02:23Wenn du jetzt wegfährst, versprichst du mir, dass du ganz bald wieder zurückkommst.
02:29In zwei Wochen bin ich wieder da.
02:32Und deine Zwischenzeit ruft dich jeden Tag ein.
02:37Versprochen.
02:52Jetzt haben wir ja mal wieder das Zollchen gekriegt.
02:55Hey, keine Panik.
02:57Wenn ich mit der Ölpest an meinen Händen fertig bin,
03:01dann ist das Waschbecken gleich wieder blitzblank.
03:03Ich hab dir gesagt, dass Birgit weiter in der fairen Wohnung bleibt.
03:06Na, ich weiß.
03:08Dann warum kommt Birgit, hast du mir gefragt, ob ich die fairen Wohnung teurer vermieten will?
03:13Moment mal.
03:15Ich hab nicht mit ihr geredet.
03:17Und du hast recht nicht über sowas.
03:19Dann steht mir meine finanzielle Situation wohl schon auf die Stirn geschrieben.
03:22Ja, es ist ja kein Geheimnis, dass du momentan keinen Job hast.
03:25Und jeder weiß, dass ich einen suche.
03:29Papa, ich verstehe dein Problem nicht.
03:32Birgit ist doch nicht mit dir zusammen, weil du Big Gates bist oder so.
03:39Birgit glaubt, ich wollte nur mit ihr zusammenziehen, um Geld zu sparen,
03:42um mit der fairen Wohnung noch etwas mehr dazu zu verdienen.
03:45Ihr zieht also zusammen?
03:47Nein.
03:49Birgit hat meine Frage wohl in den falschen Hals bekommen.
03:52Na ja, aber so ein Missverständnis lässt sich doch leicht aufklären.
03:58Ich will nicht, dass Birgit denkt.
03:59Ich habe sie aus praktischen Gründen gefragt.
04:02Na siehst du, dann weißt du jetzt ja bereits, was du ihr sagen musst.
04:10Der Streit zwischen Paula und dem Jungen hat aber auch nichts damit zu tun, dass die Schule schlecht ist.
04:14Ja, das mag ja sein.
04:16Ich werde mich trotzdem weiter nach Privatschulen umsehen.
04:22Und dir hat sie also erzählt, warum sie den Jungen geschlagen hat?
04:26Ja.
04:31Sie konnte es dir nicht sagen.
04:33Sie wollte mich in Schutz nehmen.
04:38Paula hat sich mit dem Mitschüler gestritten, weil der sie damit geärgert hat, dass sie nicht bei ihrer Mutter wohnt.
04:47Sie hat geglaubt, dass ich sie nicht mehr haben will.
04:52Merkst du da nicht, wie sehr sie an mir hängt?
04:55Ich weiß, dass Paula dich liebt.
04:58Warum verhältst du dich da nicht so?
05:01Fragst du dich eigentlich nicht, warum Paula so aggressiv reagiert?
05:05Vielleicht, weil es stimmt, was der Junge sagt.
05:08Aber du verhinderst doch, dass Paula und ich uns öfter sehen.
05:11Um ihr neue Abschiede zu ersparen.
05:14Wer ist denn bei ihr geblieben und hat sie getröstet, als du weg warst?
05:17Das ist nicht fair, Richard.
05:19Es war eine Ausnahmesituation.
05:20Ich habe Max gesucht.
05:22Das weißt du ganz genau.
05:23Ah, und jetzt?
05:24Ist das auch eine Ausnahmesituation, dieser Job in Island?
05:28Ich habe einen Auftrag.
05:30Ich bin Fotografin und verdiene mein Geld.
05:34Was willst du denn noch?
05:36Das kann ich dir sagen, Nina.
05:39Du musst dich endlich entscheiden, was dir wichtiger ist.
05:42Deine Karriere oder dein Kind.
06:12Nico, zum letzten Mal.
06:14Ich habe mit Birgit nicht über Papas Geldsorgen gesprochen.
06:17Und wie kommt sie dann auf die Idee, dass er wieder was mit der Ferienwohnung verdienen will?
06:20Woher soll ich das wissen?
06:21Frag sie doch.
06:22Tolle Idee.
06:23Damit würden wir die Sache nur verschlimmern.
06:25Ja, wahrscheinlich.
06:26Ich frage mich echt, wie Birgit auf die Idee kommt, dass Papa nur wegen der Kohle mit ihr zusammenziehen will.
06:32Du wolltest ihm doch Geld leihen.
06:33Hat sie davon was mitbekommen?
06:34Quatsch.
06:35Ich habe mit ihm gesprochen, als wir alleine waren.
06:41Moment mal.
06:43Ich habe dich doch deswegen angerufen.
06:47Du hast von einem Empfang telefoniert, richtig?
06:49Birgit war nicht an ihrem Platz.
06:51Ich dachte, sie wäre in einem der Chefbüros.
06:53Offensichtlich nicht.
06:54Jedenfalls nicht die ganze Zeit.
06:56Oh Mann.
06:58Das Ganze ist ein riesengroßes Missverständnis.
07:01Haben denn Papa und Birgit überhaupt nicht darüber geredet?
07:03Naja, offensichtlich nicht richtig.
07:06Ich dachte, die beiden wären erwachsen.
07:09Ich glaube, dass die beiden in diesem Fall unsere junge, unkomplizierte Hilfe gut gebrauchen könnten.
07:17Habt ihr so eine Idee?
07:23Hat Richard etwa recht?
07:25Es ist meine Schuld, dass Paula so durcheinander ist.
07:29Meine Suche nach Max.
07:31Ich musste doch rausfinden, was mit ihrem Vater ist.
07:35Aber vielleicht war genau das mein größter Fehler.
07:38Dass ich immer wieder weggefahren bin.
07:44Der Abschiedsbrief für Paula.
07:47Will ich das wirklich?
07:50Will ich mich schon wieder von Paula verabschieden?
08:14Hallo, Bernd.
08:14Hier ist Nina.
08:16Ruf mich doch morgen bitte so schnell wie möglich zurück.
08:19Es geht um Reykjavik.
08:40Ja, bitte.
08:43Herr Petersen.
08:45Bitte, kommen Sie doch herein.
08:47Frau von Weiden, ich wusste gar nicht, dass wir heute das Vergnügen haben.
08:51Bitte.
08:52Danke.
08:53Weil Sie mit meiner Tochter telefoniert haben?
08:55Ja.
08:56Nun, die letztendliche Entscheidung treffe ich.
09:00Ich freue mich jedenfalls, dass wir uns so mal persönlich kennenlernen.
09:03Das ist wahr.
09:05Nun, ich möchte nicht arrogant klingen, aber ich schätze mal, Sie haben schon mehr von
09:09mir gehört als ich von Ihnen.
09:11Glauben Sie?
09:12Ihre Halbschwester Julia Schilling wird Ihnen noch sicherlich einiges erzählt haben.
09:16Julia?
09:17Ja, ja, natürlich, aber nur Gutes.
09:20Natürlich.
09:22Allerdings pflege ich Berufliches und Privates zu trennen.
09:26Das finde ich sehr vernünftig.
09:28Ich habe Ihre Bewerbung mit großem Interesse gelesen.
09:33Ich habe nicht jeden Tag das Vergnügen, so erstklassige Unterlagen zu bekommen.
09:38Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich bin nach wie vor sehr überrascht, heute hier zu sitzen.
09:42Habe ich das vielleicht Ihnen zu verdanken, oder?
09:44Nicht direkt.
09:45Allerdings sind wir natürlich immer auf der Suche nach guten Mitarbeitern.
09:49Leute mit Ihren Referenzen findet man selten.
09:54Referenzen oder Kontakten?
09:56Beides natürlich.
09:57Also doch.
09:58Und ich dachte, Sie trennen Berufliches und Privates.
10:01Das tue ich.
10:02Wovon um Himmels Willen sprechen Sie denn?
10:04Sie wissen doch sicherlich, dass ich mit der Schwiegertochter Ihres Mannes, Nina Bergmann,
10:08in einer WG lebe, oder?
10:10Ach, tun Sie das.
10:12Ach, wie schön für Sie.
10:13Allerdings ist das für uns, und ich denke, ich spreche da auch für meinen Mann,
10:17eher von geringem Interesse.
10:20Was Sie nicht sagen?
10:22Da bin ich jetzt irgendwie beruhigt.
10:24Ich habe gerade mit Bernd gesprochen.
10:26Und ihm abgesagt.
10:29Was?
10:30Mensch, das ist das zweite Mal innerhalb von kurzer Zeit.
10:33Er wird nicht begeistert gewesen sein.
10:35Du, beim nächsten Mal...
10:36Das wird kein nächstes Mal geben, Birgit.
10:39Ach so.
10:40Wieso nicht?
10:42Meine Situation wird sich auch in Zukunft nicht ändern, so schnell.
10:45Und ich musste einfach eine Entscheidung treffen.
10:49Was für eine Entscheidung?
10:51Eine Entscheidung für Paula und gegen meinen Beruf als Fotografin.
10:56Nina, das hört sich nicht gerade so an, als hättest du diese Entscheidung aus freien Stücken getroffen.
11:01Richard konnte nur an das Sorgerecht von Paula rankommen, weil ich nicht da war.
11:04Ja, mein Gott!
11:07Du bist Fotografin!
11:09Jedes Mal, wenn ich nicht da bin, ist Paula traurig.
11:11Und wenn Paula traurig ist, ist das ein Argument mehr für Richard.
11:15So leicht werde ich sie in Zukunft nicht mehr machen.
11:18Okay.
11:19Was hast du vor?
11:20Ich meine, du musst Geld verdienen.
11:23Naja.
11:24Bis ich ihren Job hier in Falkenthal oder in der Umgebung habe, werde ich wohl weiter kennenlernen gehen müssen.
11:30Und hoffe einfach, dass ich hier demnächst irgendwas anderes bekomme.
11:38Das sieht aber sehr nach Erfolg aus.
11:42Darf man gratulieren?
11:43Wenn's von Herzen kommt.
11:45Was kommt auf die Visitenkarte?
11:47Richards Liebling?
11:49Schöne Idee.
11:50Lass uns heute Abend mal bei einem Glas Wein drüber reden.
11:52Ich muss jetzt hoch in die Personalabteilung.
11:54Okay?
11:57Ähm, besonders glücklich scheinst du überhaupt, wenn's Anstellung aber nicht zu sein.
12:01Ich kann's nur nicht richtig zeigen.
12:05Es passt dir nicht, dass er unter Richards Leitung gearbeitet?
12:08Nein, ich freue mich wirklich für ihn.
12:11Sonst ist wenigstens sein Teil der Miete gesichert.
12:15Aber in Zukunft muss ich wohl aufpassen, was ich zu Hause sage und was nicht.
12:20Jetzt hat Mutter mir sogar angeboten, ins Gutshaus einzuziehen.
12:23Uff.
12:25Da wird sich ja ein gewisser Herr noch mehr nach dir sehnen.
12:28Ach, das letzte Mal hab ich das vergessen.
12:30Hat mir Nico für dich gegeben, als wir auf eure Scheintrennung angestoßen haben.
12:34Darauf habt ihr angestoßen.
12:36Frechheit.
12:37Und ich saß mit Mutter und Richard von Weiden im Land Simo.
12:42Eure Gesellschaft wär mir lieber gewesen.
12:44Dafür bist du in die Geschäftsleitung aufgestiegen.
12:49Und warum bekomm ich die Unterlagen erst jetzt?
12:51Frederik lässt sich generell etwas mehr zahlt.
12:55Wenn er es sich leisten kann?
12:56Ich jedenfalls hab zu tun.
13:00Und du kannst dem Kollegen sagen, dass ich diese Situation nicht mehr lange dulden werde.
13:10Wie ich sehe, hast du noch nicht mal angefangen zu packen.
13:14Warum sollte ich packen?
13:16Ach.
13:17Hat dir niemand Bescheid gesagt?
13:18Nein.
13:19Aber ich vermute, du wirst es gleich nachholen.
13:22Tut mir leid, Frederik, aber du musst dieses Büro räumen.
13:26Ach.
13:26Du kennst ja die Tradition.
13:28Die Einzelbüros sind seit jeher der Geschäftsleitung vorbehalten.
13:32Und da du dich jetzt um die Akquise kümmerst...
13:34Aber Patricia hat doch ihr eigenes Büro.
13:36Es geht hier nicht um Patricia.
13:38Unser neuer Marketingleiter braucht ein vernünftiges Büro.
13:42Ah.
13:42Dann hat diese Aktion ja einen ernsthaften Hintergrund.
13:45Du solltest wissen, dass ich nichts Unüberlegtes tue.
13:48Natürlich.
13:50Wohin wirst du mich denn abschieben?
13:52Du weißt, es steht dir frei, jederzeit zu gehen.
13:58So, vielleicht wirst du mich nicht los.
14:01Das ist deine Entscheidung.
14:10Kolja, Nico und ich, wir wollten dich um Hilfe bitten.
14:13Wegen der Scheintrennung von Patricia?
14:15Nee, es geht um Birgit.
14:16Meine Mutter?
14:17Ja, und Papa.
14:19Wir glauben, dass die beiden sich in ein tierisches Missverständnis verrannt haben.
14:22Und wir haben da so eine Idee.
14:24Verstehe, die Geheimpläne der Familie Becker.
14:26Ja.
14:28Lilly, Kolja, ich muss mit euch reden.
14:40Das hier ist ein neuer Farbanbieter da.
14:42Müsstest du ein paar Proben bestellen.
14:44Und das hier ist eine Liste mit Praktikumsbewerbern, die wir uns ansehen sollten.
14:50Ich denke, dass wir auch in der Designabteilung bald aufstocken müssen.
14:55Ich mache das ja alles sehr gern, aber...
14:58Wie ihr wisst, bin ich jetzt Assistentin meiner Mutter in der Geschäftsleitung.
15:02Da bleibt für die Designabteilung weniger Zeit.
15:05Wow, das sieht fast so aus, als wärst du gerade befördert worden, Kolja.
15:08Ich erwarte, dass ich mich auf euch verlassen kann.
15:11Klar.
15:12Du kannst auf uns zählen, egal worum es geht.
15:14Ich werde mit der Personalabteilung über eine entsprechende Gehaltserhöhung reden.
15:21Für dich scheint sich die Trennung von Nico und Patricia richtig zu lohnen, hm?
15:25Lilly, was zwischen deinem Bruder und mir ist, ist allein unsere Sache.
15:30Ja, natürlich.
15:34Kann es sein, dass Nico stille Brust gespielt hat?
15:37Mann, Patricia, Papa und ich, wir haben fast einen Herzinfarkt gekriegt, als er von eurer Trennung geredet hat.
15:42Um uns zu retten, hat er lieber die Wahrheit gesagt.
15:47Ich weiß auch Bescheid.
15:51Langsam frage ich mich, wer noch nicht eingeweiht ist.
15:55Ich hoffe mal, meine Mutter weiß noch nichts davon.
15:58Von uns erfährt sie nichts.
16:00Ich riskiere doch nicht meine Gehaltserhöhung.
16:17Hey, Papa, alles okay?
16:20Hey, Nico, was machst du denn hier?
16:23Ich wohne hier.
16:26Wo wir gerade beim Thema Wohnen sind.
16:29Ich weiß jetzt, wie Herr Birgit den Floh mit deinem Geldproblem ins Ohr gesetzt hat.
16:33Ja?
16:34Lilly.
16:35Sie hat sich einfach Sorgen gemacht, weil sie die Mahnung vom Öllieferanten gefunden hat.
16:39Sie hat es mir am Telefon erzählt und Birgit hat das mitbekommen.
16:44Ist ja auch meine Schuld, wenn ich meine Mahnung hier offen rumliegen lasse.
16:47Naja, aber...
16:49Wie heißt so schön?
16:50Problem erkannt, Gefahr gebannt.
16:53Und wie soll ich mit dieser Erkenntnis meine Ölrechnung bezahlen?
17:00Papa, du wirst es nicht verstehen, oder?
17:03Du weißt es, wo das Missverständnis zwischen dir und Birgit herkommt,
17:06also kannst du dich vor einem Gespräch mit ihr nicht mehr drücken.
17:10Jetzt ist es also schon so weit gekommen, dass der Sohn dem Vater eine Standpauke hält.
17:15Tja, Zeiten ändern sich eben.
17:22Übrigens, ich habe dir vorher in die Post mit reingebracht.
17:26So, schau, da ist nur Mahnungen, Rechnungen.
17:30Ich glaube, da will jemand eine Rechnung begleichen.
17:34Nico.
17:40Ich habe dir doch gesagt, dass ich von dir kein Geld nehme.
17:43Ich habe noch was offen gekostet.
17:45Ja, ich habe mich entschieden, dass ich keine Schuld mehr haben will,
17:49bevor ich mit Patrizia losfahre.
17:51Du kannst dich jetzt entscheiden, ob du das als Rückzahlung für die Werkstattstaathilfe siehst,
17:55oder einfach nur als Geschenk, aber das Geld gehört dir.
18:11Ähm, Entschuldigung, ich habe mich, glaube ich, in der Tür geerrt.
18:15Kommen Sie nur rein.
18:16Das ist Ihr Büro.
18:17Ich bin gleich verschwunden.
18:20Ähm, also wegen mir müssen Sie nicht gehen.
18:25Ich weiß, aber da ist jemand anderer Meinung.
18:32Wissen Sie eigentlich, in welcher Steilangrube Sie sich hier beworben haben?
18:35Naja, ich habe mich zwar nicht beworben, aber schon in meinem Gespräch mit der eisernen Lady
18:39ist mir ziemlich schnell klar geworden, dass es hier nicht langweilig wird.
18:43Dann sind Sie einer von Annabelle's Auserwählten.
18:45Da sollten Sie besonders viel Acht geben.
18:50Harald.
18:52Guten Tag, eine Blumensendung?
18:55Äh, ja, danke.
18:56Bitte.
18:56Wiedersehen.
18:57Tschüss.
18:59Für Sie?
19:01Alte Tradition unserer Manufaktur.
19:03Blumen zum Abschied.
19:07Aha.
19:09Offensichtlich ist nicht nur Frau von beiden Senior von Ihnen beeindruckt.
19:12Blumen sind für Sie.
19:14Was für mich?
19:16Was denn?
19:20Aha.
19:24Was machst du denn noch hier?
19:28Kleines Missverständnis.
19:30Ich hoffe, Ihnen gefallen die Blumen.
19:32Ja, sind sie schon.
19:34Meine Stiefmutter hat mich gebeten, Ihnen die Produktionsräume zu zeigen.
19:37Da sind Sie sehr gut beraten.
19:39Frau von beiden kennt sich hier hervorragend aus.
19:42In jeder Hinsicht.
19:43Gewinner sehen anders aus.
19:46Aber jetzt zu Ihnen.
19:48Wollen wir?
19:48Ja.
20:08Mama?
20:10Siehst du aus, als ob du eine Aufmunterung gebrauchen kannst.
20:12Hallo.
20:13Weißt du was?
20:15Koya ist ab heute der Leiter der Designabteilung.
20:17Wow.
20:19Na ja, ich vertrete Patricia.
20:21Schön, Großer.
20:22Glückwunsch, freu mich.
20:24Wir wollen das gerne feiern.
20:25Bei uns zu Hause mit dir und Papa.
20:28Und vielleicht auf dem getrennten Paar Nico und Patricia.
20:32Gute Idee.
20:35Lilly, ich wollte gerne noch was aufklären mit dir und Papa.
20:40Lilly, mach dir wegen uns keine Sorgen.
20:43Ich will mich auch gar nicht einmischen.
20:44Ich habe nur irgendwie das Gefühl, dass ich es ja verbockt habe.
20:49Also, jetzt mal ganz ehrlich, Birgit.
20:53Papa mag dich.
20:55Sehr sogar.
20:56Und er hat zwar zur Zeit keinen Job, aber...
20:59Lilly, ich weiß wirklich, dass Tobias es ernst gemeint hat, als er mich gefragt hat, ob ich bei ihm wohnen
21:04will.
21:05Ja, wirklich?
21:06Ja.
21:08Boah, da bin ich aber froh.
21:10Dann gibt es gleich zwei gute Gründe, um zu feiern.
21:13Genau.
21:14Na komm.
21:15Ja.
21:16Ja, dann bis später, Mama.
21:17Ja.
21:17Tschüss.
21:18Tschüss.
21:30Leider schon besetzt.
21:33Muss ich jetzt Angst haben?
21:35Aber doch nicht vor mir.
21:38Ich dachte nur, wir sind vielleicht besser allein.
21:42Für die drei Worte unter vier Augen.
21:45Bevor ich Sie Ihren neuen Arbeitskollegen vorstelle.
21:47Ich bin gespannt.
21:49Worauf?
21:50Auf die drei Worte.
21:52Jetzt setzen Sie mich aber unter Druck.
21:54Nichts liegt mir fern.
21:56Schon weil wir demnächst so engen Zusammenarbeiten quasi Tür an Tür.
21:59Ja, wer hätte das gedacht?
22:00Sie haben zufällig nichts damit zu tun.
22:02Womit?
22:03Mit meinem rasanten Aufstieg in der Firma.
22:05Ich meine, der Posten des Marketingchefs fliegt da mir für gewöhnlich nicht einfach so zu.
22:10Tja, entweder Sie sind ein Glückskind oder aber...
22:13Oder jemand scheint Ihre wahren Qualitäten zu kennen.
22:17Da frage ich mich nur, welche wahren Qualitäten dieser jemand meint.
22:21Tja, ich fürchte, das müssen Sie schon selber rausfinden.
22:44Ja, natürlich wollte Paula Ihre Mutter schützen.
22:46Die Frage ist, warum.
22:48Weil sie tief drinnen weiß, dass dieser Junge recht hat.
22:51Deshalb hat sie ihn auch geschlagen.
22:52Ach, red dich nicht auf, Liebling.
22:53Ich denke, Paula hat inzwischen begriffen, dass sie einen Fehler gemacht hat.
22:58Ja, Paula schon.
23:00Aber ich bezweifle, dass Nina ihren Irrtum begriffen hat.
23:04Das Kind ständig alleine zu lassen, ist eben keine Lösung.
23:06Du hast recht.
23:08Und diese öffentliche Schule schon gar nicht.
23:10Die Lehrer sind eben überlastet.
23:12Ja, sie sind überlastet.
23:13Sie haben keine Zeit, sich um die Kinder zu kümmern.
23:15Nein, nein, im privaten Institut ist Paula wirklich besser aufgehoben.
23:20Also, ich finde, wir sollten erst mal abwarten, bis die Situation sich beruhigt hat.
23:24Ein erneuter Schulwechsel würde Paula nur noch weiter durcheinander bringen.
23:34Wahrscheinlich hast du recht.
23:37Was für eine schöne und kluge Frau ich doch habe.
23:42Willst du mich verlegen machen?
23:44Vielleicht.
23:47Und willst du vielleicht auch Neuigkeiten aus der Firma hören?
23:51Unbedingt.
23:55Wusstest du, dass Ben Petersen und Paulas Mutter zusammenwohnen?
24:00Also, unter Neuigkeiten aus der Firma habe ich mir irgendwie was anderes vorgestellt.
24:03Aber nein, ich wusste es nicht.
24:05Ich habe Ben Petersen heute eingestellt.
24:07Als neuen Leiter unserer Marketingabteilung.
24:10Moment, Moment.
24:11Wir sprechen von demselben Petersen, der Nina und Paula bei der Flucht geholfen.
24:14Und Hagen dieses saftige Feilchen verpasst hat?
24:17Du hast noch vergessen, dass er mit der Frau meines Sohnes verwandt ist.
24:21Um genau zu sein, er ist Julias Halbbruder.
24:25Das mag ja sein und du wirst sicher da einen guten Grund gehabt haben, den Mann einzustellen.
24:29Ja, ja, den hatte ich auch.
24:32Erstens macht er einen sehr patenten Eindruck, seine Unterlagen sind erstklassig.
24:36Und zweitens wohnt er mit deiner Schwiegertochter unter einem Dach.
24:39Unter einem Dach?
24:40Was soll das denn heißen?
24:41Sie teilen sich so eine Art WG.
24:43Und deshalb schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.
24:47Der Mann wird nicht nur unsere Marketingabteilung hervorragend leiten.
24:51Er sitzt sozusagen an der Quelle.
24:53Du willst den Mann als Spion gegen Nina einsetzen?
24:56Ach, wie du das sagst, klingt es fast ein wenig hinterhältig.
25:00Nein, er könnte uns doch nützlich sein.
25:02Er wohnt mit Nina zusammen und heilt all ihre Sorgen.
25:06Du verstehst?
25:07Ja, ja, ich verstehe es schon.
25:11Schau ihn dir doch einfach nochmal an.
25:22Hallo.
25:23Hallo.
25:24Wasser, frisches Basilikum.
25:27Gorgonzola.
25:28Ich dachte, ich koche heute für uns.
25:30Zur Feuer des Tages.
25:33Oh ja.
25:35Lass uns feiern.
25:37Darauf, dass ich Reykjavik nie zu Gesicht bekommen werde und Paula trotzdem nicht bei mir ist.
25:41Moment mal, du hast den Job wegen Paula abgesagt?
25:44Sie hat sich meinetwegen mit einem Jungen geprügelt.
25:47Und ich will nicht, dass Richard recht behält.
25:51Sie hat geglaubt, dass ich jetzt wieder für länger weg bin.
25:55Nur weil ich meinen Beruf zurück will, mache ich ihr solche Angst.
25:58Nur ist gut.
26:00Aber ich kann dich natürlich verstehen.
26:03Ja, tust du das.
26:05Na klar.
26:06Für Paula ist es besser, wenn wir hier müssen.
26:09Vielleicht findest du ja was in Falkenthal.
26:12Ja.
26:14Kindergeburtstage und Vereinsfeiern.
26:15Ein bisschen mehr Geduld, Frau Bär.
26:17Ein bisschen mehr Geduld.
26:18War noch nie so wirklich meine Stärke.
26:21Und solange wie du deinen Job suchst, kann ich die Miete hervorstrecken.
26:25Oh ja, mit dem Geld meines Schwiegervaters.
26:28Richards Frau wusste übrigens nicht, dass wir zusammen wohnen.
26:32Natürlich nicht.
26:34Sag mal, wie naiv bist du eigentlich, Ben?
26:37Ben, ja bitte sei mir nicht böse.
26:38Aber wenn wir hier zusammen wohnen wollen, dann müssen wir...
26:41Dann was?
26:42Ich brauche den Job.
26:44Zufällig ist meine Firma abgebrannt, die Versicherung lässt mich sitzen, okay?
26:48Ja, ich weiß es.
26:50Es tut mir leid, Ben.
26:53Ich kann ja auch nicht erwarten, dass meine Probleme automatisch deine sind.
26:57Wir wohnen zusammen und tun uns nichts.
26:58Ganz ehrlich, auch wenn ich dich verstehe, aber so ist es nun mal.
27:01Ja, na klar.
27:07Hallo?
27:10Ja, ist er.
27:13Für dich.
27:15Richard.
27:19Herr Petersen?
27:21Richard von Weiden hier.
27:23Ja, von Weiden, was kann ich für Sie tun?
27:25Sie werden demnächst eine führende Position in einer unserer Firmen einnehmen.
27:28Ich dachte, wir lernen uns vorher etwas besser kennen.
27:31Ich meine, besser als bisher.
27:33Warum nicht?
27:34Was halten Sie davon, wenn wir heute Abend zusammen essen?
27:36Sie, meine Frau und ich.
27:38Eine gute Idee.
27:40Ja, schön, wir freuen uns.
27:41Dann um acht im Lanzino.
27:43Ja, gerne.
27:44Wie ist heute Abend, Herr Petersen?
27:48Du willst doch diesen Typen nicht wirklich für dich arbeiten lassen.
27:51Annabelle hält große Stücke auf ihn.
27:52Richard, dieser Neanderthal...
27:53Ich weiß, was dieser Mensch getan hat.
27:57Aber auch er hat eine zweite Chance verdient.
28:01Findest du nicht?
28:04Ich weiß nicht.
28:13Er will mich besser kennenlernen.
28:15Ach ja?
28:17Und ganz nebenbei rausfinden, mit welchem Anwalt ich das Sorgerecht für Paula zurückbekommen will.
28:22Was ich so mit dem Jugendamt rede.
28:23Vielleicht schreibst du mir einfach eine Liste der wichtigsten Sachen.
28:26Dann habe ich heute Abend nicht so viel zu tun.
28:32Nico hat es doch nur gut gemeint.
28:34Und wenn ihr das Geld erst mal hilft?
28:37Es tut es ja auch.
28:38Zumindest so lange, bis ich einen Job gefunden habe.
28:41Tobias, du wirst einen Job finden.
28:45Alles wird sich finden.
28:47Alles?
28:48Ja.
28:49Es tut mir leid.
28:50Ich habe mich blöd benommen.
28:53Und sie nicht hätte ja auch...
28:54Nein, das war meine Schuld.
28:58Dir jetzt.
29:00Ich dachte halt nur, dass Geld zwischen uns keine Rolle spielt.
29:02Tut es ja auch nicht.
29:04Aber weißt du, als Lilly anfing, von euren...
29:06Das war ein Missverständnis.
29:08Ja und nein.
29:12Wieso nein?
29:13Vielleicht kam mir das Missverständnis ja auch entgegen.
29:19Als du mich gefragt hast, ob wir zusammenziehen wollen,
29:22da kam mal eine ganze Menge Erinnerungen in mir hoch.
29:27Meinst du an Dietmar und deine Ehe?
29:28Ja.
29:29Wie für einen, wie lange ich abhängig und unselbstständig gelebt habe.
29:34Und dass ich mir geschworen habe,
29:37dass ich das nie wieder bin.
29:40Siehst du?
29:41Und dafür liebe ich dich.
29:43Dass du so unabhängig und unselbstständig bist.
29:45Ach so.
29:54Tja, dann...
29:56kann ja eigentlich weiter gar nichts passieren,
29:58wenn wir zusammenziehen.
30:00Also, gar nichts würde ich nun wieder nicht sagen.
30:21Ja, es ist einiges schiefgelaufen zwischen uns.
30:24Aber deshalb ist mir nicht egal, wie es dir geht, ob du lebst oder...
30:28oder ob ich tot bin.
30:30Du wolltest mich genauso aus dem Haus jagen wie Daniel.
30:33Ich brauche deine Fürsprache nicht.
30:37Und auch nicht dein Mitleid.
30:39Ihr habt mir deutlich zu verstehen gegeben,
30:43dass ich für euch gestorben bin.
30:46Weißt du was?
30:48Und das seid ihr für mich auch.
30:52Herzlich willkommen, Patricia.
30:53Tja, ehrlich gesagt habe ich nicht geglaubt,
30:56dass ich diese Worte noch mal aus deinem Mund hören würde.
30:58Und ich hätte nicht gedacht,
31:00dass ich sie noch einmal aussprechen würde.
31:02Aber?
31:03Ich bin sehr glücklich,
31:04dass es so ist, wie es ist.
31:06Das musst du mir einfach glauben.
31:08Nichts lieber als das.
31:15Und?
31:17Hast du die wunderbare Umgebung genossen?
31:19Ja, habe ich.
31:21Na, wie schön.
31:24Ich warte seit 20 Minuten auf dich.
31:26Wir wollten die Bodenbach-Papiere durchgehen.
31:29Ich musste nachdenken.
31:32Verrätst du mir worüber?
31:35Nichts wirklich Wichtiges.
31:39Na dann?
31:41Weißt du, dass deine Stiefmutter diesen Petersen eingestellt hat?
31:44Mhm.
31:45Er ist unser neuer Marketing-Chef.
31:50Das ist doch kein Zufall.
31:53Kann es sein,
31:53dass du dir gerade ein neues Spielzeug suchst?
31:56Wie meinst du denn das Liebste?
31:58Ich habe doch eins.
32:02Da bin ich aber beruhigt.
32:05Ich dachte schon.
32:06Du denkst eben zu viel, mein Lieberhaven.
32:12Ja, wahrscheinlich.
32:17Wollen wir dann?
32:20Wollen schon.
32:23Müssen aber nicht.
32:24Wenn wir doch das ganze Haus für uns alleine haben.
32:26Wieso das denn?
32:29Wir wollten doch mit Daddy und meiner reizenden Stiefschwester essen gehen.
32:33Ich fürchte, das fällt aus.
32:35Patricia hat sich gleich nach ihrer Ankunft hingelegt.
32:38Dein Vater will den neuen Marketing-Chef unter die Lupe nehmen.
32:42Was?
32:43Wann?
32:46In einer halben Stunde.
32:48Und wo?
32:49Im Land Zino, denke ich.
32:52Und das sagst du mir erst jetzt?
33:10Weißt du, deine Freundin eigentlich, dass du ein Internet-Jean gibst?
33:13Oh, wie konnte ich das vergessen?
33:16Sie ist ja auch abhängig.
33:17Du bist ja bloß neidisch.
33:20Ja.
33:20Ja, das stimmt jetzt, wo du es sagst.
33:24Weil ich tolle Leute kennenlerne und du nicht.
33:28Also, kennenlernen ist in diesem Zusammenhang ja wohl eher der falsche Begriff.
33:32Du wirst diese Dame nie zu Gesicht bekommen.
33:35Wart's ab.
33:36Mann, das ist doch der Klassiker.
33:38Die Spannung wird aufgebaut für ein erstes Treffen und dann wird's kurzfristig abgesagt.
33:42So ein Blödsinn.
33:44Du guckst eindeutig zu viel fern.
33:46Mann, jeder weiß, dass diese Netzbekanntschaften einfach nur Fake sind.
33:51Es geht nur darum, wer wen am längsten täuschen kann.
33:54Alexis und ich täuschen uns nicht.
33:57Außerdem ist sie demnächst hier in der Gegend und will vorbeikommen.
34:00Ja, ja, sicher, weiß ich das.
34:04Alexis kommt.
34:06Ja, Jan, irgendwann ganz bestimmt.
34:11Morgen schon.
34:14Morgen.
34:15Morgen.
34:22Ach, hey, ist Mist.
34:25Allerdings.
34:26Ich dachte, du bist längst weg.
34:29Ich hab verschl... Mist.
34:31Ich muss los.
34:32Ach, ich freu mich schon riesig, dich in Richard heute Abend zu bedienen.
34:35Warte mal, warte mal, warte mal.
34:36Hatten wir nicht gerade bei einer friedlichen Pasta angefangen und einem ziemlich versöhnlichen Salat aufgehört?
34:40Du warst friedlich.
34:41Ich nicht.
34:42Stimmt, ich erinnere mich.
34:46Was denn das?
34:47Hast du ein Taxi bestellt?
34:48Na klar.
34:49Ich wohne ja jetzt mit Krösus in einer WG.
34:54Gehst du hin?
34:56Wieso immer ich?
34:58Was soll das denn heißen?
34:59Das ist das erste Mal, dass es bei uns klingelt.
35:01Ja, stimmt.
35:11Viktoria.
35:14Komm ich vielleicht ungelegen?
35:16Nö.
35:17Nö.
35:20In diesem Casablanca ist leider mehr Eierlikör aus Wodka drin.
35:24Na, lecker.
35:24Na ja, der Wodka war leider alle.
35:27Stimmt, da Papa seinen Frust der letzten Tage im Alkohol ertränkt.
35:30Ist ja jetzt Gott sei Dank vorbei.
35:33Außerdem möchte ich nicht, dass ihr hier über euren Vater redet.
35:37Ich glaube, es wäre Zeit, dass hier mal jemand durchgreifen würde.
35:40Wieso?
35:40Wir wollten dich überraschen.
35:41Ja, dein Lieblingsgericht, Ratatatouille.
35:45Und das Apprediv, was Nordafrikanisches.
35:47Casablanca, da guckt der für Liebende.
35:49Was?
35:49Wir wollten den Einzug gebührend feiern.
35:51Und Koljas Beförderung.
35:53Wie? Beförderung?
35:55Die Brownies sind ein bisschen dunkel.
35:57Was?
35:58Na dann, bestimmt schön knusprig.
36:00Ich liebe knusprige Brownies.
36:01Hinsetzen essen.
36:03So.
36:04Auf das glückliche Paar.
36:06Oh, danke.
36:08Auf das glückliche Paar.
36:10Auf das glückliche Paar.
36:16Oh, Nico, schmeckt ja ätzend.
36:26Ich habe euch ja gewarnt.
36:27Ich sage nur Eierlikör.
36:31Also, ich danke euch.
36:41Tja, bevor sie abgebrannt ist, war meine Agentur eigentlich recht erfolgreich.
36:45Was mit Ihrer Firma tut mir leid.
36:48Naja, da kann man nichts machen.
36:50Fange ich halt wieder bei Null an.
36:52Und etwas Eigenes aufbauen wollen Sie sich nicht wieder?
36:53Doch, doch, doch, doch.
36:55Ich arbeite dran.
36:56Das tue ich halt gerade eben hier in Falkenthal.
36:59Verstehe.
37:00Wir sind sehr froh darüber, dass Sie Ihre Fachkenntnisse in die Manufaktur einbringen wollen.
37:06Nicht wahr?
37:07Ja, ja, natürlich.
37:11So schweigsam heute, Viktoria.
37:12So kenne ich dich ja gar nicht.
37:13Tja, du kennst einiges nicht von mir.
37:16Da bin ich mir sicher.
37:18Ich dachte auch, du bist heute Abend extra gekommen, um unseren neuen Marketingchef näher kennenzulernen.
37:23Bin ich auch.
37:24Und ich frage mich gerade, ob Herr Petersen wirklich nur aus beruflichen Gründen in der Stadt geblieben ist.
37:33Ihr Bier.
37:34Danke.
37:36Dafür, dass ihr beide euch siezt, hat er dir aber vorhin verdammt wenig an.
37:41Ich bin mir sicher, Nina wollte nur höflich sein.
37:45Heißt das, ich bin unhöflich?
37:46Viktoria.
37:49Also, ich finde das sehr interessant.
37:51Heißt das, dass Sie und Frau Bergner...
37:53Es gibt kein Ich und Frau Bergmann. Wir wohnen zusammen.
37:56Also nichts für ungut. Aber so sah das vorhin wirklich nicht aus.
37:59Warum lassen wir Herrn Petersen nicht einfach mal aussprechen?
38:04Ich war eigentlich fertig.
38:06Nina und ich, wir wohnen zusammen. Punkt.
38:08Außerdem glaube ich nicht, dass mein Privatleben in irgendeiner Weise zur Debatte stehen sollte.
38:13Oder?
38:26Überraschung.
38:27Gibt es mich so erschrecken.
38:29Danke für deine Nachricht.
38:32Frederik hat seine Rolle als Geimes-Info-Shuttle hervorragend gespielt.
38:36Keine Angst, wir sind allein. Es ist niemand gefolgt.
38:41Zwölf Jahre?
38:43Klingt irgendwie teuer.
38:44Richtig teuer.
38:46Und ein gelungener Griff aus dem Weinregal meines Stiefvaters.
38:49Also, dann bist du heute wirklich bei den Fernweidens angezogen.
38:53Ja.
38:53Und?
38:55Wie ist es, mit deiner Mutter wieder unter einem Dach zu wohnen?
38:59Merkwürdig.
39:01Das ist, glaube ich, das Wort.
39:03Man könnte fast glauben, sie meint es ehrlich mit mir.
39:06Und ich.
39:09Was mache ich?
39:12Du versuchst einfach, was richtig zu erstellen.
39:14Ja.
39:15So kann man das auch nennen.
39:18Aber wenn wir ehrlich sind, dann spiele ich gerade ein ziemlich schmutziges Spiel mit meiner Mutter.
39:23Also, wenn ich mich recht entzünde...
39:26Sind es ihre eigenen Waffen, ich weiß.
39:28Aber dass ich sie jetzt benutze, macht es nicht weniger schlimm.
39:32Doch, allerdings.
39:34Sie hat schließlich damit angefangen.
39:38Ich fühle mich trotzdem irgendwie mies.
39:43Du weißt ja.
39:45Kolumbus.
39:46Und ich.
39:48Na, wir warten hier auf dich.
39:51Ach ja?
39:52Tut der das?
39:53Also, von mir aus kann es jederzeit losgehen.
39:56Das weißt du.
39:57Wenn ich dich nicht hätte.
40:00Was wäre dann, Patricia?
40:04Der erste Gang war hervorragend.
40:06Danke.
40:06Ich werde es dem Koch ausrichten.
40:08Jedenfalls sollten wir alle froh sein, dass Paula nun bald wieder eine richtige Familie haben wird.
40:12So mit Mama, Papa und Kind.
40:14Na ja.
40:15Jetzt, wo Nina endlich einen würdigen Ersatz für meinen Bruder Max gefunden hat, wird ja wohl auch Paula bald einen
40:19neuen Vater bekommen.
40:21Oder nicht?
40:22Ihre Tochter ist wirklich hartnäckig.
40:24Ja, das war sie schon immer.
40:27Sie haben natürlich recht, ihr Privatleben geht uns nichts an, aber...
40:29Aber?
40:31Na ja, Sie müssen schon verzeihen.
40:33Immerhin haben Sie meiner Schwiegertochter Schützenhilfe bei einer Kindesentführung geleistet.
40:38Und wenn Sie jetzt wieder mit ihr...
40:40Wie gesagt, Nina und ich, wir wohnen zusammen.
40:42Und ich würde nicht so weit gehen, Ninas verzweifelte Flucht als Kindesentführung zu bezeichnen.
40:47Nein.
40:49Wie würden Sie es nennen, wenn jemand ein Kind widerrechtlich seinem Zuhause entzieht?
40:53Und dazu noch demjenigen, der das Sorgerecht hat?
40:54Die Frage ist doch wohl, wie derjenige an das Sorgerecht gekommen ist.
40:58Und außerdem, finden Sie nicht auch, dass ein Kind irgendwie immer zu seiner Mutter gehört?
41:03Also ich weiß nicht, wie Sie das sehen, aber ich finde, ein Kind sollte in stabilen Verhältnissen aufwachsen.
41:07Und nicht bei einer Frau, die es ständig zurücklässt, um ihre eigenen egoistischen Pläne zu verfolgen.
41:11Sie wissen ganz genau, dass die Frau, von der wir sprechen, eine gute Mutter ist.
41:14Und dass sie ihr Bestes gibt, das als Alleinerziehender auch immer wieder hinzukriegen.
41:18Der Punkt ist nur, Nina ist nicht allein.
41:20Aber genau das will sie nicht begreifen.
41:22Sie verweigert sich jeglicher Hilfe. Also müssen andere für Sie entscheiden.
41:26Ehrlich gesagt, ich verstehe was anderes unter Hilfe.
41:28Ach ja? Und was, wenn man fragen darf?
41:30Sie dürfen.
41:32Es kann nicht gut sein für ein Kind, es gewaltsam seiner Mutter zu entreißen und ihm stattdessen ein paar Besuchsstunden
41:36in der Woche einzuräumen.
41:37So verhält sich kein liebevoller Großvater, sondern mit Verlaub nur ein Arsch.
41:48Immer noch dasselbe Passwort wie früher?
41:49Was machst du denn hier? Das ist doch gar nicht dein Computer.
41:52Du musst zugeben, dass du nicht der 1A-Glücksbringer bist.
41:55Tut mir leid.
41:55Ehrlichkeit und Loyalität sind Charaktereigenschaften, die ich an einem Menschen ganz besonders schätze.
42:00Da sind wir schon zu zweit.
42:02Geheimnis bleibt Geheimnis, stimmt's?
42:04Der wird das Ganze schon noch vergehen.
42:06Ich weiß nicht, ob es eine wirklich gute Idee war, Patrice hier in unser Haus zu holen.
42:12Ich weiß nicht, ob es eine wirklich gute Idee war.
42:15Ich weiß nicht, ob es eine wirklich gute Idee war.
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