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KurzfilmeTranskript
00:00Und? Hast du drüber nachgedacht?
00:02Ein paar Tage wegzufahren, meinst du?
00:04Nächste Woche vielleicht. Du und ich. Ganz allein.
00:07Das hättest du wohl gerne was.
00:09Victoria, schön jetzt zu sein.
00:10Lass gut sein, Annabelle. Dein Familiengefasel habe ich dir heute Mittag schon nicht abgenommen.
00:14Victoria!
00:16Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
00:17Du bist aufgeflogen. Es ist vorbei. Endgültig.
00:20Kannst du mir bitte mal verraten, was das hier soll?
00:22Gerne. Damit du siehst, wen du hier Tag für Tag in dein Vertrauen ziehst.
00:26Muss ich mir diese Beleidigenden länger gefallen lassen?
00:28Hör zu, Victoria. Wenn du etwas zu sagen hast, dann sag es jetzt.
00:31Wusstest du, dass deine ach so liebende Gattin hinter deinem Rücken einen Vaterschaftstest in Auftrag gegeben hat?
00:38Warum sagst du nichts?
00:40Sag ihr, dass du das nicht willst.
00:41Sag ihr, dass sie endlich verschwinden soll.
00:43Wir beide, wir wissen doch, dass ich deine Tochter bin. Oder etwa nicht?
00:46Victoria, es tut mir so leid, aber ich habe diesen Test in Auftrag gegeben.
01:27Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:29Warum?
01:32Warum machst du diesen Test?
01:34Dann lasse ich euch jetzt mal besser allein.
01:43Victoria, ich...
01:46Komm, setz dich doch.
02:03Du hast doch gesagt, du glaubst, Helena, dass nur ich deine Tochter sein kann.
02:10Ja, das habe ich auch. All die Jahre. Aber jetzt...
02:17Was ist denn anders?
02:20Sie hat uns belogen.
02:21Dich und mich. Die ganze Zeit.
02:26Aber...
02:27Helena war sich nie sicher, ob ich dein Vater bin oder Georg Wessinger.
02:44Ach, Ben, hast du nicht eine Mail oder ein paar Briefe, die ich für dich schreiben könnte?
02:48Ich bin ab jetzt weg. In dringenden Fällen erreichte ich mich auf dem Handy.
02:51Ach, stimmt. Ihr bringt ja Paula jetzt ins Internat zurück.
02:54Na, ich fahre nicht mit.
02:55Aha.
02:56Max fährt nicht. Paula hat es sich gewünscht.
02:58Verstehe. Und was sagt Nina dazu?
03:01Was soll sie dazu sagen? Max ist Paulas Vater.
03:04Ja, aber du bist ja...
03:05Ich habe damit kein Problem.
03:07Natürlich nicht.
03:08Du, ich bin spät dran. Ich muss los.
03:09Okay.
03:10Bis später.
03:12Tschüss.
03:13Tschüss.
03:23Nicht sicher.
03:26Es tut mir sehr leid. Ich hätte dir das gerne erspart.
03:31Wenn du nicht mein Vater bist, dann...
03:32Aber ich bin dein Vater. Egal, was irgendein Test sagen wird. Und du bist und bleibst meine Tochter.
03:39Aber...
03:39Ich habe dir neulich schon gesagt, als ich Wessingers Briefe verbrannt habe. Wir sind Vater und Tochter. Und dabei wird
03:45es auch bleiben.
03:47Du machst einen Gentest. Hinter meinem Rücken.
03:50Ja, weil ich dir das hier ersparen wollte. Die Angst. Die Unsicherheit. Du hättest nie davon erfahren sollen.
03:59Nie?
04:00Es wird sich nichts zwischen uns ändern. So oder so.
04:04Aber wenn sich nichts ändert, warum machst du denn den Test überhaupt?
04:06Für mich. Nur für mich. Nur für mich. Damit ich das Thema endlich hinter mir lassen kann.
04:14Das glaubst du doch für selber nicht.
04:15Doch, Viktoria.
04:19Ich kann mit jeder Wahrheit besser leben, als mit dieser Ungewissheit.
04:24Das sagst du jetzt.
04:28Ich kenne mich ganz gut.
04:31Vertrau mir.
04:41Vermutlich die Holländer.
04:49Von Icke hat den Termin bestätigt.
04:53Na wunderbar.
05:13Na, du Süßer.
05:15Du willst am liebsten gleich loslaufen, hä?
05:31Hey, sag mal. Kannst du mich nicht vorwarten?
05:33Jetzt habe ich bestimmt total dämlich geguckt.
05:35Überhaupt nicht.
05:36Wirklich.
05:38Ich finde es nur schade, dass Stefan nicht da ist.
05:40Dann könnt ihr auch gleich aufs Familienfoto.
05:42Stefan ist beim Basketball mit Ben.
05:44Aha. Und was machst du hier?
05:47Du solltest doch bei ihm sein und deinen Ausnahmesportler anfeuern.
05:50Naja, wir müssen ja nicht alles zusammen machen.
05:52Außerdem vielleicht hat er einfach mal Lust,
05:55was unter Männern zu machen.
05:58Ich glaube, aus euch könnte wirklich noch was werden.
06:07Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin.
06:10Naja, dass wir uns nicht mehr verstellen müssen.
06:13Und so.
06:15Ich habe mich wirklich völlig mies gefühlt.
06:17Und Stefan auch.
06:18Aber wir haben einfach nicht gewusst, wie wir dir...
06:20Ja, ist schon klar.
06:22Wie sagt man denn sowas am besten?
06:24Ich hätte an eurer Stelle auch lange drüber nachgedacht.
06:27Naja, und außerdem bist du ja schwul.
06:31Aber ich bin trotzdem dein Mann.
06:33Ja.
06:34Und Stefan ist dein Bruder.
06:36Und das ist unser Kind.
06:37Also dein Sohn und meiner.
06:40Ja, und hoffentlich bleibt er das auch für immer.
06:43Ja.
06:44Das bleibt er. Immer.
06:49Und?
06:51Was und?
06:52Bist du glücklich?
06:56Ich freue mich wirklich sehr für dich, Silke.
06:58Von ganzem Herzen.
07:00Du hast wirklich einen von den besseren Kerlen verdient.
07:05Danke.
07:08Und Stefan hat ja auch ganz schönes Glück mit dir.
07:18Ja, komm.
07:19Mit ein bisschen Übung wird das schon.
07:26Ja, dir geht's gut, oder?
07:29Ja.
07:30Ja.
07:31So gut wie schon lange nicht mehr.
07:33Das heißt, deine Probleme haben sich geklärt?
07:35Ja, zum Glück.
07:37Das heißt, eigentlich gab's gar kein Problem.
07:40Ich hab das nur nicht gemerkt.
07:41Ach so?
07:42Ja, man, das kennst du doch.
07:44Du willst auf jemanden Rücksicht nehmen,
07:46hältst die Klappe, sprichst dich nicht aus
07:47und alles wird mir viel komplizierter.
07:49Das Problem kenn ich ganz gut.
07:53Statt von Anfang an ehrlich zu sein,
07:56spart jede Menge Stress für alle Beteiligten.
08:01Jetzt ist alles geklärt.
08:03Weißt du, was war es dran?
08:09Alles klar?
08:11Ja, alles klar.
08:25Hang?
08:26Der ist noch in der Kanzlei.
08:27Kommt später.
08:28Ach so, du bist's.
08:31Aber er hat versucht, dich auf dem Handy zu erreichen.
08:33Es war nur aus.
08:38Alles klar bei dir?
08:41Das ist sicher.
08:42Alles klar.
08:44Naja, ich hab nur gedacht, weil du so...
08:46Nein, nein, ist alles okay.
08:50Wenn du Hunger hast,
08:51du kannst gern was abhaben.
08:53Wie großzügig.
08:54Nein, danke.
08:55Danke.
08:56Danke.
08:59Danke.
08:59Danke.
08:59Victoria, wenn ich irgendwas für dich tun kann, dann...
09:02Ach, so schlimm ist es so wirklich nicht.
09:09Na, was frag ich auch?
09:12Der hätte es auf mich hören sollen.
09:14Mit mir legt man sich nicht ungestraft an.
09:17Danke, Katharina.
09:23Warst du die ganze Zeit spazieren?
09:25Ja, ich hab nachgedacht.
09:27Magst du es mal dich zurück?
09:28Nein.
09:30Worüber hast du denn nachgedacht?
09:32Über Victoria?
09:34Ja.
09:36Wie um alles in der Welt hat sie von dem Vaterschaftstest erfahren.
09:41Das ist ja eine gute Frage.
09:43Ja, nicht?
09:45Doch, wir beide wussten davon.
09:47Ich habe ihr nichts gesagt, also müsste ich es eigentlich von dir haben, aber...
09:51Du würdest mir dieser Sache doch niemals in den Rücken fallen, oder?
09:54Natürlich nicht.
09:56Wie kannst du das nur in Erwägung ziehen?
09:58Tja, irgendeine Erklärung muss es geben.
10:04Ja, natürlich, das könnte es sein.
10:06Was?
10:07Vorhin kam ein Anruf von dem Genlabor, die den Test machen und dummerweise war Victoria gerade hier.
10:16Moment, du hast vor Victoria mit dem Institut gesprochen?
10:18Nein, ich bin extra in mein Zimmer gegangen, um den Anruf entgegenzunehmen.
10:24Naja, es wäre doch möglich, dass sie den Anruf von hier mit angehört hat.
10:31Warum sollte sie das tun?
10:33Ich weiß nicht.
10:35Vielleicht hat sie ihr Verdacht geschöpft.
10:40Ausschließen kann man es doch nicht, oder?
10:47Genau so eine Situation wollte ich vermeiden.
10:52Richard, ich weiß, das tut mir so leid.
10:55Das muss das nicht.
10:57Du kannst ja nichts dafür.
11:01Ich hätte den Anruf nicht annehmen und zurückrufen sollen, aber in dem Moment habe ich an diese Möglichkeit einfach nicht
11:07gedacht.
11:12Schon gut.
11:24Ich glaube, Paula war heute das glücklichste Kind der Welt.
11:27Danke, dass ich mitkommen durfte.
11:29Na, du brauchst dich nicht bei mir zu bedanken.
11:30Das war ja Paulas Wunsch.
11:32Dann wärst du sicher lieber mit Ben gefahren, oder?
11:35Paula war so stolz, den anderen Kindern ihren Vater zu zeigen.
11:38Es war richtig, dass du mitgekommen bist.
11:40Ich wäre am liebsten da geblieben.
11:42Der Astrid ist mir so schwer hingefallen.
11:44Ich weiß.
11:47Ich finde, wir sollten Paula so schnell wie möglich wieder aus dem Internat abnehmen.
11:50Naja, wir müssen wenigstens noch bis zum Ende des Schuljahres warten.
11:54Außerdem ist Paula sehr gerne da.
11:55Es war ja ihr Wunsch, dort hinzugehen.
11:57Ja, aber jetzt hat sich alles verändert.
11:59Ich glaube,
12:01es ist ganz gut, wenn sie
12:03ein bisschen Abstand von uns hat, bis wir
12:06die Scheidung hinter uns haben.
12:08Ich habe schon so viel Zeit mit meiner Tochter verloren.
12:10Ich möchte sie um mich haben.
12:11Für sie da sein.
12:13Das verstehe ich.
12:15Aber?
12:17Max, ist dir eigentlich klar, was für eine Verantwortung du übernehmen willst?
12:22Wenn du Paula jetzt versprichst,
12:23dass du für sie da sein willst
12:25und sie wieder enttäuscht,
12:27so wie damals.
12:28Nina, du...
12:28Tu ihr das nicht an!
12:31Überleg dir gut, was du wirklich willst.
12:34Das habe ich bereits, Nina.
12:36Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken.
12:38Das kannst du mir glauben.
12:40Ich bin nicht mehr derselbe Mensch wie früher.
12:46Es ist kalt.
12:47Wollen wir reingehen?
12:49Eine Minute.
12:58Hi.
13:00Hi.
13:07Wie war dein Spiel?
13:08War klasse.
13:10Aber
13:11wenn Ben öfter spielen würde,
13:13hätte ich wahrscheinlich kaum eine Chance.
13:15Ja, dann kannst du froh sein,
13:16dass Ben nicht so viel Zeit hat zum Spielen, oder?
13:21Und jetzt?
13:23Was und jetzt?
13:24Ja, das frage ich dich.
13:26Lass uns was machen.
13:30Wir könnten was kochen.
13:32Oder mit DVD gucken.
13:34Nein.
13:35Nicht hier.
13:38Ich hätte Lust,
13:40mit dir
13:41wegzugehen.
13:43Irgendwo
13:44fahren ins Restaurant
13:47oder ins Kino
13:50zum Tanzen.
13:52Du hast so eine Kleinigkeit vergessen, weißt du?
13:55Nein, das habe ich nicht vergessen.
13:58Lukas schläft für einen Engel.
14:00Wir können das Babyfone runter,
14:01ins Kose stellen
14:02und Andreas fragen,
14:04ob er aufpasst.
14:06Nein, das können wir nicht.
14:07Weil wir können nicht ausnutzen,
14:09dass Andreas es Bescheid weiß.
14:11Es ist einfach keine Art.
14:12Ja, aber wir können ausnutzen,
14:14dass wir jetzt offiziell ein Paar sind.
14:18Komm.
14:19Ich mache mich frisch
14:20und wir gehen auf ein Bier runter ins Kose.
14:25Wir beide.
14:26Ins Kose.
14:27Jetzt.
14:27Du und ich.
14:29Ja, ganz offiziell.
14:31Und völlig entspannt.
14:35Und das hier nehmen wir mit.
14:48Hast du gesehen,
14:50wie der Verkäufer geguckt hat?
14:55Der hat bestimmt gedacht,
14:57dass einer von uns beiden
15:00sich tätowieren lassen will.
15:02Das soll er doch.
15:03Hauptsache,
15:04dass er das sagt,
15:05dass er das ernst nimmt.
15:06Ja.
15:14Also ich glaube aber,
15:17dass er das merkt,
15:20dass wir dagegen sind.
15:21Und solange wir dagegen sind,
15:23da will er schon aus Trotz Tätowierer werden.
15:25Und ich bin dagegen.
15:26Absolut.
15:26Als Nico damals die Idee mit der Motorradwerkstatt hatte,
15:29war ich am Anfang auch nicht begeistert.
15:30Aber er hat mich eines Besseren belehrt.
15:33Ja, aber das ist doch etwas ganz anderes.
15:36Vielleicht haben wir ganz einfach Vorurteile.
15:38Sieh mal,
15:40ich meine,
15:41das sind doch ganz interessante Arbeiten.
15:43Aber das ist ein Koi-Karpfen.
15:45Äh?
15:45Das ist erstaunlich realistisch,
15:47ne?
15:47Ja.
15:49Der Koi-Karpfen
15:51ist ein beliebtes,
15:55klassisches,
15:56japanisches
15:58Tattoo.
15:59Tja, ja, siehste.
16:01Ja,
16:01er steht für
16:03Erfolge im Leben eines Menschen.
16:05Denn er ist das Symbol für Stärke und Entschlossenheit.
16:09Ja, so wie du, ne?
16:11Ja, ja, ja, ja, ja.
16:13Das ist wirklich erstaunlich,
16:14wie genau,
16:15also das ist ein wirklicher Künstler, ne?
16:17Ja.
16:18Guck mal.
16:20Und hier,
16:21guck mal,
16:21das ist die Adresse von einem Tätowierer aus Falkenthal.
16:24Du, was hältst du davon,
16:25wenn wir mal so jemanden kennenlernen?
16:27Ach, weißt du.
16:28Bloß, weil ein paar von den Bildern ganz hübsch sind.
16:31Ich will doch auch,
16:32dass er eine richtige Ausbildung macht.
16:33Aber wir könnten uns doch mal informieren.
16:36Ja.
16:37Naja, also vielleicht hast du...
16:38Ja, du hast recht.
16:39Ruf doch an.
16:41Ah.
16:42Ah, ja, ja.
16:43Gib mir mal die Telefonnummer.
16:45Ja.
16:47Hier.
16:53Ja, guten Abend.
16:54Mein Name ist Becker.
16:56Ich habe eine etwas ungewöhnliche Bitte.
16:58Und zwar, in meinem Bekanntenkreis
16:59möchte jemand Tätowierer werden.
17:00Und da wollte ich sie...
17:02Ja, genau.
17:04Also, es wäre uns lieber,
17:06wenn Sie vielleicht zu uns kommen könnten.
17:08Ach, das ist ja nett.
17:10Ja, da richten wir uns ganz nach Ihnen.
17:13Die Adresse ist
17:14Parkerley 3.
17:16Ja, es passt.
17:17Ja gut, dann bis morgen.
17:20Der kommt hierher?
17:22Ja.
17:22Oh, das ist ja spannend.
17:25Hm.
17:26Hm.
17:28Du glaubst mir nicht,
17:28dass ich mich verändert habe.
17:30Ich glaube dir,
17:30dass du es ernst meinst, Max.
17:33Und ich bin mir auch sicher,
17:34dass du der beste Vater
17:35für Paula sein möchtest.
17:38Aber weißt du noch nach ihrer Geburt?
17:41Da wolltest du das auch.
17:44Und zwar genau ein Jahr lang.
17:47Ich weiß.
17:49Aber diesmal ist es anders.
17:51Ich kenne dich lang genug, Max.
17:54Ich glaube nicht daran,
17:55dass sich ein erwachsener Mensch
17:56so sehr verändern kann.
18:00Fast zwei Jahre lang
18:02habe ich jeden einzelnen Tag
18:04da gesessen und gedacht,
18:05das war's.
18:07Den nächsten Tag
18:08wirst du nicht mehr erleben.
18:11Und ich habe darüber nachgedacht,
18:13was ich mit meinem Leben
18:14eigentlich angestellt habe.
18:16Was war gut davon?
18:19Mein Erfolg, der Job,
18:22all die Reisen,
18:22die ich gemacht habe.
18:26Nein.
18:28Das alles
18:29war völlig bedeutungslos.
18:33Das, was wirklich wichtig war,
18:35das warst du.
18:38Unsere Liebe,
18:39unsere Ehe
18:41und unser Kind.
18:45Und dann habe ich mir vorgestellt,
18:47was ich alles anders machen würde,
18:49wenn ich noch einmal
18:50die Chance dazu kriegen würde.
19:06Ich habe die Chance bekommen.
19:10Ich werde sie nicht noch einmal vertun.
19:15Ja.
19:17Ich muss dann los.
19:19Bin wartet zu Hause auf mich.
19:43Stimmt was mit dem Babyfone?
19:45Ich habe nur das blöde Gefühl,
19:47ich könnte Lukas überhören.
19:50Ich glaube nicht,
19:50dass du ihn überhörst,
19:51wenn der mal so richtig loslegt.
19:54Ja.
20:01Andreas, guck die ganze Zeit her.
20:04Ja.
20:05Das ist mir auch schon aufgefallen.
20:08Meinst du,
20:08der hat vielleicht ein Problem damit,
20:09dass wir zusammen sind?
20:11Hm.
20:12Das glaube ich nicht.
20:20Alle gucken uns an.
20:25Kolja jedenfalls nicht.
20:30Wie war denn eigentlich
20:31dein Basketballspiel?
20:32Hast du jetzt gewonnen oder nicht?
20:35Also, Silke,
20:36du bist wirklich süß.
20:53Siehst du das?
20:55Was, ja?
20:56Silke und Stefan.
20:59Ja, und unser neues Traumpaar in Falkenthal.
21:01Du wusstest davon?
21:03Als erster noch,
21:04vor Andreas.
21:05Und was sagt ihr?
21:06Ich meine,
21:06immerhin sind die beiden ja verheiratet.
21:08Ja,
21:08die teilen den Tisch,
21:10aber nicht das Bett.
21:11Außerdem sieht Andreas aus,
21:13als ob er damit ein Problem hätte.
21:16Schön,
21:17dass es noch glückliche Paare
21:18im Falkenthal gibt.
21:24Warum bin ich so misstrauisch,
21:26Max,
21:26gegenüber?
21:27Warum kann ich nicht einfach glauben,
21:28was ich sehe?
21:30Das ist wirklich nicht mehr der Mann,
21:32der mich vor zwei Jahren verlassen wollte.
21:34Das ist der Vater,
21:35den ich mir immer für Paula gewünscht habe.
21:39Aber wird das auch bleiben?
21:42Geht das überhaupt?
21:44Kann sich ein erwachsener Mensch
21:46so grundlegend verändern?
21:49Ich weiß es nicht.
21:53Hi.
21:55Hi.
21:56Entschuldige,
21:56dass es so spät geworden ist.
21:58Kein Problem.
22:00Na,
22:01wie war der Tag mit Paula und Max?
22:02Ist es gut gelaufen?
22:03Ja.
22:04Ja,
22:04Paula hat, glaube ich,
22:05jede Minute genossen.
22:07Ist doch gut.
22:09Ja,
22:10ich glaube,
22:10ähm,
22:11ich habe Hunger.
22:13Küche?
22:13Ja.
22:16Warum vertraust du Richard nicht einfach?
22:19Wenn er sagt,
22:20dass das Ergebnis des Vaterschaftstests
22:21nichts an eurem Verhältnis ändern wird,
22:23dann meint er das auch so.
22:24Ja,
22:24das kann schon sein,
22:25dass er das meint.
22:26Aber er macht sich was vor.
22:28Er redet sich das ein.
22:29Woher willst du das denn wissen?
22:32Wenn ihn das Ergebnis
22:33wirklich nicht interessieren würde,
22:36dann würde er diesen Test
22:36gar nicht erst machen.
22:37Ja.
22:42Du klingst,
22:43als wärst du sicher,
22:43dass er nicht dein Vater ist.
22:46Weil ich vom Schlimmsten ausgehen muss.
22:49Aber es ist doch viel wahrscheinlicher,
22:50dass er es ist
22:51und nicht dieser Wössinger.
22:52Wenn nicht mal Helena das weiß.
22:55Vicky,
22:57egal,
22:58wer dein biologischer Vater ist,
23:00du bist Victoria von beiden.
23:03Nein.
23:04Du bist und bleibst die Frau,
23:06die ich liebe.
23:07Und für deinen Vater
23:07bleibst du immer die Tochter.
23:09Solche Gefühle kann man nicht
23:09einfach ausschalten.
23:12Sei mir nicht böse,
23:13aber ich brauche einen kleinen Kopf.
23:14Ich muss mal in die Luft.
23:30Vater?
23:31Alles klar mit dir?
23:33Hey, da bist du ja wieder.
23:35Wie war's mit Paula?
23:36Gut.
23:37Ich soll dich von dir grüßen.
23:38Danke.
23:39Ich wollte dich nicht stören,
23:41wenn du lieber allein sein willst.
23:42Nein, nein, das störst du überhaupt nicht.
23:44Trinkst du was mit?
23:45Gerne.
23:47Ach, bevor ich's vergesse,
23:48dein Verleger hat angerufen.
23:50Er will sich in den nächsten Tagen
23:51nochmal melden.
23:52Er war heute in der Stadt,
23:53dann wollte er sich mit mir treffen.
23:56Das Buchprojekt?
23:57Ja.
23:58Aber als er anrief,
23:59hatte ich Paula schon versprochen,
24:00sie ins Internat zu begleiten.
24:01Deshalb habe ich den Termin abgesagt.
24:03Es freut mich,
24:04dass du deine Prioritäten
24:05jetzt anders setzt.
24:08Ich hab lange keinen Tag
24:08mehr so genossen.
24:10Das sag ich gerade
24:11über jeden Tag,
24:12den ich mit Paula und Nina verbringe.
24:14Ja, so ist die Familie.
24:17Na komm, sag schon.
24:19Ich weiß nicht,
24:19was du meinst.
24:21Das, was du mir früher
24:22immer gepredigt hast.
24:24Mein Junge,
24:25eines Tages wirst du begreifen,
24:26dass die Familie
24:27das Wichtigste ist.
24:28Und?
24:29Hatte ich recht?
24:33Du hattest recht.
24:35Sehst du?
24:42Magst du auch?
24:43Danke.
24:45Und?
24:46Wie war es im Internat?
24:47Jetzt erzähl doch mal.
24:49Seid ihr noch lange geblieben?
24:51Na ja,
24:51wenn es nach Paula gegangen wäre,
24:53ja.
24:53Na ja, klar.
24:55Sie hat ihren Vater
24:55an die Hand genommen
24:56und hat ihn
24:56jeden einzelnen Lehrer vorgestellt
24:58und allen Mitschülern.
24:59Na ja, wenn man geglaubt hat,
25:00dass man keinen Vater mehr hat,
25:01plötzlich ist er wieder da.
25:02Ja.
25:04Sie war sehr stolz.
25:06Und glücklich.
25:08Das freut mich.
25:13Und dann seid ihr
25:14sofort wieder zurückgefahren.
25:16Also du und Max.
25:17Ja.
25:21Das war eine weite Strecke
25:22bis hier nach Falkenthal.
25:24Wie lange fährt man da?
25:26Na ja, so weit ist jetzt
25:27auch wieder nicht.
25:30Na ja,
25:32worüber habt ihr dann geredet?
25:33Wie geht's, Max, jetzt?
25:35Inzwischen?
25:37Besser.
25:40Er hat sich verändert.
25:43Also eine Menge
25:44passiert sind in seinem Leben.
25:45Also in letzter Zeit.
25:46Allerdings.
25:53und du wolltest ja,
25:54dass er sich verändert.
26:00Was soll das, Ben?
26:03Was soll was?
26:07Bist freifersüchtig.
26:10Warum?
26:11Sollte ich?
26:13Das frage ich dich.
26:16Ich hab nur gefragt,
26:17ob du und Max und, und, und Paula
26:19einen schönen Tag hattet.
26:20Ja.
26:22Hatten wir.
26:23Na prima.
26:24Das ist wunderbar.
26:31Und du?
26:32Wie war dein Tag?
26:35Ein paar Termine.
26:37Wie immer.
26:38Hab ich mit Stefan
26:39ein paar Körbe geworfen.
26:47Ja.
26:50Entschuldige, aber ich...
26:53Ich glaub, ich ins Bett.
26:54Ja.
26:58Ja.
26:59Ich auch.
27:33Das freut mich für dich, Patricia.
27:37Wann bist du denn entlassen?
27:40Ja, wenn du willst,
27:41hol ich dich ab.
27:43Ist dir das recht?
27:45Was?
27:47Danke, dass du mich angerufen hast.
27:50Grüße von Richard.
27:52Das mach ich.
27:54Ja, dir auch einen schönen Tag.
27:56Bis bald.
27:58Grüße zurück.
28:00Danke.
28:01Hab ich das gerade richtig verstanden?
28:02Patricia hat ihre Therapie abgeschlossen.
28:04Erfolgreich abgeschlossen.
28:07Endlich hat sie wieder Selbstvertrauen.
28:09Das freut mich wirklich sehr für sie.
28:11Ich kann es kaum erwarten,
28:12sie wieder hier zu haben.
28:13Das heißt, du möchtest,
28:14dass sie wieder zu uns ins Gutshaus zieht?
28:16Ja, natürlich.
28:17Nur, wenn du nichts dagegen hast.
28:19Patricia ist deine Tochter
28:21und hier immer willkommen.
28:23Ich werde ein Zimmer für sie herrichten lassen.
28:26Vielleicht das große Helle
28:27neben Victorias Zimmer.
28:31Entschuldige, wie unsensibel von mir.
28:34Wie geht es, Victoria, dann?
28:35Hast du heute schon mit ihr gesprochen?
28:37Nein, sie ist nicht zu erreichen.
28:39Und, ähm...
28:42Wahrscheinlich kümmern sie sich um, um sie.
28:45Entschuldige, ich möchte eigentlich
28:46über dieses Thema nicht sprechen.
28:48Aber ich sehe doch,
28:49wie sehr es dich belastet.
28:51Ich will endlich das Testergebnis sehen
28:53und dann diese ganze leidige Geschichte
28:55hinter mir lassen.
29:11Als Ben mich letzte Nacht so offen nach dem Tag
29:13mit Paula und Max gefragt hat,
29:15da dachte ich für einen Moment,
29:17es war alles gut.
29:19Er vertraut mir.
29:21Aber dann...
29:23war er doch eifersüchtig.
29:28Obwohl er überhaupt keinen Grund dazu hat.
29:32Naja, mal ehrlich.
29:36Wenn Bens große Liebe von früher
29:37plötzlich hier auftauchen würde,
29:39was würde ich denn dann wohl machen?
29:44Habe ich Ben gestern eigentlich
29:45ein einziges Mal gesagt,
29:46dass ich ihn liebe
29:47und den Max nur den Vater von Paula sehe?
29:50Kein Wunder,
29:51dass er eifersüchtig reagiert hat.
29:55Eins ist mir jedenfalls klar.
29:57Absolute Offenheit ist nicht der richtige Weg.
30:00Dass Max mich um eine zweite Chance gebeten hat,
30:02das werde ich Ben nicht erzählen.
30:03Damit verunsichere ich ihn nur.
30:10Bergmann.
30:11Mama, hier ist Paula.
30:13Hallo, meine Süße.
30:15Na, wie geht's dir?
30:16Mir geht's gut.
30:18Alle sind total nett zu mir
30:19und freuen sich,
30:20dass Papa wieder da ist.
30:21Das ist schön.
30:23Jetzt erzähl doch mal,
30:24was hast du denn gestern noch gemacht,
30:25als wir weggefahren sind?
30:43Annabelle,
30:44wenn du zu Hagen willst,
30:45dann hast du gerade verpasst.
30:45Ich möchte zu dir.
30:47Zu mir?
30:48Freiwillig?
30:49Bin ich aber gerührt.
30:51Du musst vor mir nicht die Starke spielen.
30:53Ich weiß,
30:54dass du dich schrecklich fühlst.
30:56Komm zur Sache.
30:57Was willst du?
30:58Ich möchte dir meine Hilfe anbieten.
31:01Deine Hilfe?
31:02Nun,
31:03deine geschäftlichen Verpflichtungen.
31:04Ich kann mir vorstellen,
31:05dass das im Moment ein bisschen viel für dich ist.
31:07Wenn ich dir was abnehmen kann...
31:09Das hättest du wohl gerne was.
31:12Es ist ein Angebot.
31:15Sonst kann ich dir ja leider nicht helfen.
31:18Das muss ja ein Hochgenuss für dich sein.
31:21Ich weiß nicht, was du meinst.
31:23Du weißt genau, was ich meine.
31:25Aber du wirst mich weder aus den Geschäften
31:26noch aus der Familie der von beiden drängen.
31:28Das ist nämlich meine Familie
31:29und die wird es auch bleiben.
31:31Nach dem,
31:32was du mir und meiner Tochter angetan hast.
31:35Ich bin hier, um dir zu helfen
31:37und du unterstellst mir...
31:39Hör auf.
31:43Na gut.
31:44Wie du willst.
31:45Ich lasse dich allein.
31:46Hervorragende Idee.
31:48Du siehst angeschlagen aus.
31:50Bist du sicher, dass...
31:51Raus!
31:55Ach, da fällt mir noch etwas ein,
31:56was dich vielleicht aufmuntern wird.
31:59Patrizia geht es schon sehr viel besser.
32:01Sie wird bald wieder in Falkenthal sein.
32:16Ja, schön, dass Sie so schnell kommen konnten, Herr Hoffmann.
32:19Ja, kein Problem.
32:20Möchten Sie einen Kaffee?
32:21Nee, kein Bedarf.
32:25Na, nett haben Sie es hier.
32:27Vielleicht ein bisschen farblos, wa?
32:29Also, wenn Sie mal etwas ändern wollen,
32:30ich mache auch Airbrush.
32:32Ja, danke.
32:34Was mich interessieren würde,
32:36ist, äh, wie haben Sie das eigentlich gelernt?
32:38So, die Einfahrt habe ich gekehrt und...
32:41Das ist Herr Hoffmann.
32:42Er ist, äh, Tätowierer.
32:45Von Hot Niedels.
32:45Hast du vielleicht schon mal gehört.
32:47Klar.
32:48Cool.
32:49Äh, Erik Landmann.
32:50Hallo.
32:51Und du willst also Tätowierer werden?
32:53Ja, ja, ja.
32:53Will ich.
32:56Dann zeige ich dir am besten meine Entwürfe, oder?
32:59Die sind oben.
32:59Soll ich sie schnell runterholen?
33:01Nee, lass mal.
33:02Ich komme gleich mit.
33:03Okay.
33:06Ob das wirklich so eine gute Idee war?
33:10Tätowieren ist noch die ganze Wohnung.
33:14Also untersuche die Verträge genau nach juristischen Fußangeln.
33:18Von Eyck ist mit allen Wassern gewaschen.
33:20Dann ist sie spätestens heute Abend wieder auf dem Tisch.
33:23Gut.
33:25Übrigens,
33:26ich habe versucht,
33:27Viktoria zu erreichen.
33:31Sie bereitet sich auf die Verhandlungen mit Van Eyck vor.
33:34Gut, das freut mich.
33:37Richard, es geht dir nicht gut.
33:39Warum tust du die Sache mit dem Vaterschaftstest an?
33:42Argen, ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen.
33:44Stimmt.
33:44Vor mir nicht.
33:47Die Sache hat sich auf eine Weise entwickelt,
33:49auf die ich keinen Einfluss mehr hatte.
33:51Ich wünschte, es wäre anders,
33:52aber es ist nun mal so.
33:53Damit ist Viktoria nicht geholfen.
33:56Richard,
33:57ich habe sie schon wütend und verunsichert erlebt,
33:59aber noch nie so.
34:01Es ist gut, dass sie dich hat.
34:04Ja.
34:09Ja, natürlich muss man bei einem Mischkonzern
34:12diese Art sehr genau abwägen.
34:14Van Eyck hat aber einen ausgezeichneten Ruf
34:16und wir waren uns doch einig,
34:18dass er 2,7 Prozent runtergeht.
34:24Ja, ja.
34:25Die Verträge sind schon raus.
34:29Ich kann Ihnen die Aufstellung auch noch mal zuschicken.
34:33Ja, ich kann Ihnen die Zahlen auch mündlich durchgeben.
34:37Die Aufstellung nach Steuern im letzten Quartal.
34:50Entschuldigen Sie, ich habe die gerade nicht zur Hand.
34:54Und ich werde dafür sorgen,
34:55dass das Büro Sie Ihnen noch heute zuschickt.
34:58Ja, es tut mir leid.
35:00Ich weiß, dass Ihre Zeit knapp ist.
35:02Ja, bis dann.
35:06Mist.
35:09Mach dir nichts draus.
35:11Ja.
35:19Ist der Tätowierer schon gegangen?
35:23Es war aber ein kurzes Gespräch.
35:25Er hat gesagt, es gäbe nichts mehr zu sagen.
35:28Was ist denn los?
35:30Ihm haben meine Entwürfe nicht gefallen.
35:32Er hat gesagt, ganz nett gezeichnet,
35:33aber total unoriginell.
35:36Es tut mir leid.
35:37Ja, aber nett gezeichnet ist doch auch schon was.
35:39Ich meine, daran kann man doch arbeiten.
35:41Und wenn schon.
35:43Könnt ihr euch vorstellen,
35:43dass der Typ 60 Stunden die Woche arbeitet,
35:45nur um die Miete für seinen Laden reinzubekommen?
35:48Nee.
35:49Hätte ich auch nicht gedacht.
35:50Er hat gesagt,
35:51die meisten Tätowierer,
35:51die machen das nur nebenher,
35:53so als Hobby.
35:54Und ich dachte,
35:55die verdienen tierisch Kohle damit.
35:56Ja, und was macht er hauptberuflich?
35:58Der ist richtig Tätowierer,
35:59aber nur, weil er nichts anderes gelernt hat.
36:02Er hat gesagt,
36:02ich soll erst mal eine Lehre machen.
36:04Ah, hat der?
36:06Ja.
36:06Ich dachte,
36:07dass der den ganzen Mist mit Ausbildung
36:08und so anders sieht.
36:11Ja, ich auch.
36:12Ja, ich meine,
36:13ich verstehe ja,
36:14dass du jetzt sauer bist,
36:15aber sei doch froh,
36:18dass es dir jemand vorher gesagt hat.
36:20Oh Mann,
36:20da wird mir schon mal was Spaß machen
36:22und dann...
36:23Dann suchen wir ihm was anderes für dich.
36:25Ja.
36:26Nee.
36:28Mir wäre es am liebsten,
36:29wir würden das Thema einfach lassen.
36:51Guten Morgen, Elsa.
36:52Hey.
36:53Ich habe viel zu lange mit Paula telefoniert.
36:56Schon jemand nach mir gefragt?
36:57Ach, Frau van Weiden ist auch noch nicht so lange da.
36:59Aber Ben ist gerade wieder gegangen.
37:00Hat er ein Kundentreffen?
37:01Nein, nicht, dass ich wüsste.
37:03Ich weiß auch nicht, wo er hinwollte.
37:05Komisch.
37:05Wir wollten eigentlich den Katalog besprechen.
37:07Er ist wohl ein bisschen durch den Wind, glaube ich.
37:11Naja, Ben hat mir erzählt,
37:12dass Paula unbedingt Max
37:13auf der Rückfahrt vom Internat dabei haben wollte.
37:15Ja.
37:16Paula fand das gerecht,
37:18weil...
37:18Naja, weil Ben halt schon dabei war,
37:20als wir sie abgeholt haben.
37:22Wenn es nur so einfach wäre.
37:25Ich wusste, dass es Ben nicht so egal ist, wie er tut.
37:28Das ist doch immer so.
37:29Aber Elsa, ich weiß auch nicht,
37:30wie ich sonst damit umgehen soll.
37:32Wenn ich Ben von Max erzähle,
37:34dann habe ich das Gefühl, ich verletze ihn.
37:35Und wenn ich es nicht tue,
37:36dann verschweige ich ihm etwas.
37:37Und?
37:38Verschweigst du etwas?
37:40Nein.
37:41Das Einzige, was Ben und ich brauchen,
37:42ist mal wieder ein bisschen Zeit miteinander.
37:45Entschuldige.
37:47Falkenteil Porzellan,
37:48was kann ich für Sie tun?
37:50Ah.
37:51Ja, nein, die ist noch nicht im Haus.
37:53Ich könnte eine Nachricht hinterlassen.
37:55Sie können es später noch mal versuchen.
37:58Ja, natürlich,
37:59das kann ich auch per Fax an Sie fertig machen.
38:01Ja, kein Problem.
38:03Gut, auf Wiederhören.
38:04Gut, auf Wiederhören.
38:26Petersen.
38:29Nina ist nicht hier.
38:29Ich will zu Ihnen.
38:31Ich will Sie auch gar nicht lange aufhalten,
38:32aber es gibt etwas,
38:34was zwischen uns geklärt sein sollte.
38:36Wollen wir nicht reingehen?
38:37Ich mache es kurz.
38:39Versuchen Sie über Paula,
38:40Nina zurückzugewinnen?
38:44Nina würde sich niemals darauf einlassen.
38:46Wie bitte,
38:47darf ich das verstehen?
38:49Ich habe nicht vor,
38:50Nina in irgendeiner Weise zu manipulieren.
38:52Ich will nichts weiter als Paula
38:53ein guter Vater sein.
38:54Ach, auf einmal.
38:56Früher hat es Sie doch auch nicht interessiert,
38:58dass Sie eine Tochter haben, oder?
38:59Was wollen Sie, Petersen?
39:01Ich will wissen, woran ich bin.
39:02Punkt aus.
39:03Was wollen Sie von Nina?
39:06Nina ist meine Frau.
39:07Ich liebe sie.
39:09Und ich habe sie gebeten,
39:10uns noch eine Chance zu geben.
39:22Das dauert zu lange.
39:24Ich habe doch fest zugesagt,
39:26dass die Quartalsaufstellung
39:27noch heute bei Van Eyck sein muss.
39:31Ja, aber das ist mir doch egal.
39:34Hören Sie mal,
39:34wenn Sie Ihren Job
39:35nicht richtig machen können,
39:36dann suchen Sie sich bitte
39:37einen anderen...
39:38Mann, gib das her!
39:52Was ist das denn?
39:54Das ist ein Fabelwesen aus...
39:56Na ja, komm, egal.
40:02Meine Entwürfe sind einfach nicht gut genug.
40:04Werde ich halt nicht tätowierer.
40:07Müsste ich ja ganz gut in den Kram passen.
40:09Das stimmt doch nicht, Erik.
40:12Ich habe das selbst gesagt.
40:13Das ist kein richtiger Beruf.
40:15Das dachten wir,
40:15bevor wir den Herrn Hoffmann getroffen haben.
40:19Ist ja allerhand.
40:20Aber ich wusste gar nicht,
40:21was da alles für dazugehört,
40:22um Tätowierer zu sein.
40:25Ebenfalls mehr, als ich bringe.
40:27Ich finde, du hast Talent.
40:29Mir gefallen deine Zeichen.
40:30Ja, ja, ist gut.
40:31Komm.
40:33Bei Mitleid kann ich verzichten.
40:41Wiederhören.
40:43Ben!
40:46Hi.
40:47Nina.
40:48Warte, warte, warte.
40:48Ich zuerst, ja?
40:49Ich muss dir was sagen.
40:53Ich weiß,
40:53dass du es in den letzten Tagen
40:54nicht so leicht mit mir hattest.
40:56Und da dachte ich,
40:57es wäre ganz schön,
40:57wenn wir mal wieder
40:58ein bisschen Zeit miteinander verbringen.
41:01Das ist eine Einladung
41:03zu einem verlängerten Wochenende
41:05in einem Wellnesshotel.
41:07Nur wir beide.
41:13Ja, wir müssen ja nicht fahren.
41:15Ich dachte nur,
41:15es wäre eine schöne Idee.
41:18Was ist zwischen dir und Max?
41:21Zwischen mir und Max.
41:22Was meinst du?
41:23Du weißt ganz genau,
41:24was ich meine.
41:26Ich war gerade bei ihm.
41:28Bei Max?
41:29Äh, warum?
41:31Weil ich wissen will,
41:32woran ich bin.
41:34Woran du bist?
41:36Mhm.
41:38Ben, ich...
41:41Du bist der Mann,
41:42mit dem ich zusammenleben will.
41:43Ich liebe dich.
41:44Das weißt du doch.
41:46Okay, warum lügst du mich dann an?
41:49Ich zu bitte was?
41:51Warum hast du mir nicht gesagt,
41:53dass er dich liebt
41:53und dass er eine zweite Chance haben will?
42:00Das Problem ist nicht,
42:01dass Max noch Gefühle für Nina hat.
42:03Sie hat noch Gefühle für ihn.
42:04Natürlich lässt mich die Tatsache nicht kalt,
42:07dass er plötzlich wieder aufgetaucht ist.
42:08Aber das hat bitteschön nichts mit uns beiden zu tun.
42:11Doch!
42:12Doch, das hat eine ganze Menge mit uns beiden zu tun.
42:14Es tut mir leid,
42:14wenn ihr Probleme habt,
42:15aber ich bin nicht der Auslöser dafür.
42:17Bevor du hier aufgetaucht bist,
42:19war hier alles in Ordnung.
42:21Ich bin nun mal am Leben.
42:23Und ihr solltet anfangen,
42:24damit klar zu kommen.
42:25Ich bin nun mal am Leben.
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