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KurzfilmeTranskript
00:02Stimmt es, dass du mit diesem Wössinger ein Verhältnis hattest?
00:05Eine Affäre, ja, das stimmt.
00:07Wann?
00:09Ach, das ist schon so lange her. Du warst noch nicht geboren.
00:12Und ich war damals sehr einsam. Richard war viel unterwegs.
00:14Er hat das Geschäft in Amerika aufgebaut.
00:16Und du hattest nichts Besseres zu tun, als mit seinem besten Freund in die Kiste zu hüpfen.
00:22Victoria, du bist eine erwachsene Frau. Sicher weißt auch du, dass man das nicht so einfach macht.
00:27Hast du eigentlich eine Ahnung, wie sehr du meinen Vater damit verletzt hast?
00:31Wir hatten beide unsere Seitensprünge. In der Beziehung war dein Vater auch kein Heiliger.
00:35Was immer er getan hat, er hätte nie seine Familie dafür aufs Spiel gesetzt.
00:44Wie lange warst du mit Wössinger zusammen?
00:47Was spielt denn das für eine Rolle?
00:49Eine große. Wie lange?
00:52Wann habt ihr das letzte Mal miteinander geschlafen?
00:56Moment mal.
00:58Hat Wössinger etwa etwas über dich geschrieben?
01:01Beantworte meine Frage.
01:02Nein, jetzt beantwortest du meine Frage.
01:05Behauptet Wössinger etwa, dass er dein Vater ist?
01:31Wössinger etwa, dass er das letzte Mal miteinander geschlafen hat.
01:38Could be the first day of my life.
01:46Sag du es mir.
01:48Ist er mein Vater?
01:50Nein, das ist er nicht.
01:52Und warum behauptet Wössinger dann das Gegenteil?
01:54Das weiß ich nicht, aber es entspricht nicht der Wahrheit.
01:56Er hat die Briefe geschrieben, als er im Sterben lag.
01:59Warum sollte er lügen?
02:00Vielleicht war er nicht ganz bei Sinn.
02:02Vielleicht stand er unter dem Einfluss von Medikamenten.
02:04Vielleicht.
02:05Vielleicht hat er aber auch die Wahrheit gesagt.
02:07Das hat er nicht.
02:09Was macht dich da so sicher?
02:11Weil unsere Affäre lange beendet war, bevor ich mit dir schwanger wurde.
02:15Weißt du das genau?
02:16Was ist denn das für eine Frage?
02:18Natürlich weiß ich das genau.
02:20Ich bin deine Mutter.
02:22Was hätte ich davon nicht anzulügen?
02:27Das ist die Wahrheit, Viktoria.
02:33Boller schreibt, dass sie nicht mehr mit mir böse ist.
02:37Sie wünscht sich, dass Nina und ich uns wieder vertragen.
02:40Das klingt jetzt...
02:41Wäre sie ziemlich verletzt worden.
02:44Max, ich weiß, dass es damals ein Fehler war, Nina das Sorgerecht für Paula wegzunehmen.
02:49Weiß Nina, dass es ihr leidtut?
02:52Sie hat das Sorgerecht zurück.
02:54Mehr will sie von mir nicht hören.
02:56Und Paula?
02:59Der Brief...
03:01ist das erste Zeichen von ihr, seit sie im Internat ist.
03:05Ehrlich gesagt, mir fällt ein Stein vom Herzen, dass sie sich gemeldet hat.
03:09Ich werde ihr antworten und mich bei ihr entschuldigen.
03:19Ja?
03:19Hallo Richard, hier ist Nina.
03:20Ich bin auf der Suche nach Max.
03:22Ist er vielleicht bei dir in der Nähe?
03:24Ja, Augenblick.
03:26Nina.
03:28Nina!
03:29Hallo, ich hoffe, ich störe nicht.
03:31Hast du Zeit, dich mit mir zu treffen?
03:33Sicher.
03:33Wo?
03:34Im Lanzino.
03:35Kennst du das?
03:37Nein, aber ich finde schon hinten.
03:39In einer halben Stunde?
03:40Ja, in Ordnung.
03:41Bis dann.
03:42Bis gleich.
03:44Danke.
03:45Das Lanzino, kannst du mir sagen, wo das ist?
03:48Ja.
03:49Ihr wollt euch treffen?
03:52Gut.
04:09War eine.
04:15Du hast dich, du hast dich vertreten.
04:16Du hast dich, du hast dich vertreten.
04:17Du hast dich vertreten.
04:19Hast du dich dauerst?
04:22War eine lange Nacht gestern, oder?
04:25Ja, na ja.
04:27Hast du denn Charlotte noch gesehen?
04:30Warum habt ihr denn nicht Bescheid gesagt?
04:32Ich wäre denn doch auch vorbeigekommen.
04:35Weil wir es gar nicht wussten.
04:38Ja, als wir ihr um zwölf gratulieren wollten,
04:40da war Chani schon weg.
04:42Wie, so einfach so, ohne sich zu verabschieden?
04:45Nein, sie hat sich verabschiedet.
04:47Aber halt auf ihre Art.
04:49Sie hat eine Videobotschaft dagelassen,
04:51dass sie mit Marie auf Weltreise geht.
04:54Aha.
04:55Und das konnte sie keinem sagen?
04:58Sie wollte keine traurigen Gesichter, wenn sie geht.
05:02Sie hat nur Andreas eingeweiht
05:05und der hat uns dann noch Briefe von ihr gegeben.
05:09Ja.
05:10Für mich?
05:13Du sagst, sie ist bei Marie?
05:16Ja, erst feiern sie Charlies Geburtstag in Las Vegas
05:20und dann gucken sie sich alle Vermont-Kaufhäuser
05:22auf der ganzen Welt an.
05:24Wenn Charlie will, kann sie damit in die Geschäftsführung einsteigen.
05:28Aha.
05:30Aber dann hat sie ja Falkenthal ganz und gar verlassen, oder?
05:33Das sieht so aus.
05:36Was schreibt sie?
05:40Dass ich die beste Ersatz-Großmutter von der Welt bin,
05:44die sie je erlebt hat.
05:46Und wenn ich jemals Falkenthal verlassen sollte...
05:49Ah, kommt überhaupt nicht in Frage.
05:52Dich beiden wäre schön hier.
05:55Ach.
05:56Was hat sie dir denn geschrieben?
05:58Nicht so richtig.
06:00Ähm,
06:01Ich muss jetzt auch schnell in die Manufaktur.
06:19Guten Morgen, Hagen.
06:20Richard erwartet Sie schon.
06:21Guten Morgen, Annabelle.
06:22Haben Sie eine Minute?
06:23Ich hätte eine Frage.
06:24Natürlich.
06:25Sie erinnern sich an meine Schwester?
06:27Allerdings.
06:28Wer würde sich nicht an Sie erinnern?
06:30Kaum zu glauben, dass Sie Geschwister sind.
06:32Das höre ich öfter.
06:33Ich habe eine Bitte.
06:34Sie brauchen doch in der Manufaktur sicherlich ab und zu helfende Hände.
06:37Helfende Hände?
06:38Soll das heißen,
06:40Ihre Schwester will länger in Falkenthal bleiben?
06:42Annabelle, ich weiß,
06:43dass Ihre erste Begegnung mit Elsa etwas unglücklich war.
06:46Aber glauben Sie mir,
06:47sie hat durchaus liebenswerte Seiten,
06:48wenn man sie besser kennt.
06:50Was ist Ihre Schwester dann für Beruf?
06:53Friseurin.
06:54Obwohl ich sie mehr für ein Multitalent halte.
06:56Das glaube ich Ihnen gern.
06:58Können Sie sich nicht wenigstens mal
06:59zu einem Vorstellungsgespräch einladen,
07:01von mir zu lieben?
07:03Was tut man nicht alles für die Familie?
07:06Danke.
07:07Ich kann mir vorstellen,
07:09dass nicht nur Ihre Schwester momentan
07:11Ihre Unterstützung braucht.
07:13Worauf wollen Sie hinaus?
07:14Nun, wenn ich richtig gehört habe,
07:15hatten Viktoria und Ihre Mutter
07:17gerade eine handfeste Auseinandersetzung.
07:19Vielleicht wollen Sie mal nach ihr sehen.
07:20Und sagen Sie Ihrer Schwester,
07:23sie kann heute vorbeikommen.
07:25Danke.
07:35Danke dir, Doreen.
07:36Gerne.
07:38Danke.
07:39Bitte schön.
07:43Du scheinst Stammkundin zu sein.
07:46Nein.
07:47Nein, ich habe hier mal gearbeitet.
07:50Du hast gekellnert?
07:52Mhm.
07:54Als ich mit Paula nach Falkenthal kam,
07:55da brauchte ich einen Job.
07:57Für das Fotografieren hätte ich
07:58wieder ins Ausland gehen müssen.
07:59Und das wollte ich nicht.
08:01Es tut mir leid,
08:02was mein Vater dir und Paula angetan hat.
08:05Du weißt also Bescheid.
08:08Es muss ihm sehr schwer gefallen sein,
08:10als er erfahren hat.
08:10Ich weiß, Max.
08:14Ich will damit sein Verhalten
08:16keinesfalls entschuldigen.
08:17Jetzt habe ich das Sorgerecht
08:18für Paula ja zurück
08:19und das ist die Hauptsache.
08:23Du warst schon immer eine Kämpferin.
08:27Wenn es um Paula geht, immer.
08:30Aber ohne Ben hätte ich das
08:31wahrscheinlich nicht geschafft.
08:39Heute kam ein Brief
08:40von Paula an Richard.
08:43Ich habe ihn gelesen.
08:45Paula hat auch ein Bild dazu gemalt.
08:48Auf dem Bild standet ihr beide
08:49vor dem Haus
08:51und habt Richard gewunken,
08:52der aus dem Fenster geguckt hat.
08:57Paula hat dir auch
08:58einen Brief geschrieben damals.
09:00Ein Brief für mich?
09:02Wann?
09:03Ein Abschiedsbrief.
09:06Als klar war, dass du nicht mehr
09:07wiederkommst.
09:09Es hat ihr geholfen,
09:10damit fertig zu werden.
09:12Hast du ihn noch?
09:15Kann ich ihn sehen?
09:24Hier bist du.
09:29Alles in Ordnung?
09:31Sie sagt, dass Wörsinger lügt.
09:36Ihr habt über die Briefe gesprochen.
09:39Annabelle muss ihr davon erzählt haben.
09:41Und sie hat auch dafür gesorgt,
09:42dass Helena die Unterlagen
09:43für den Vaterschaftstest findet.
09:46Was genau sagt denn Helena?
09:48Dass die Affäre mit Wörsinger vorbei war,
09:50bevor sie mit mir schwanger wurde.
09:51Und du glaubst ihr nicht?
09:54Warum sollte sie lügen?
09:57Andererseits,
09:59warum sollte Wörsinger lügen?
10:03Wem soll ich denn glauben?
10:06Vielleicht wollte Wörsinger sich ja rächen.
10:09Wofür denn?
10:13Ist er nicht nach seiner Affäre
10:14entlassen worden?
10:16Helena hat ihn noch fallen lassen.
10:19Da kommen Männer schon mal auf Rache.
10:20Und er hat ihn noch auf Rache entstanden.
10:22Aber zig Jahre später?
10:24Du kennst doch deinen Vater.
10:26Zu Wörsingers Lebzeiten
10:27hätte er alles dran gesetzt,
10:28den Mund tot zu machen.
10:29Aber gegen einen Toten
10:31kommst du nicht an.
10:32Du meinst,
10:33er hat all die Jahre gewartet,
10:34um meinen Vater am Ende eins auszuwischen?
10:37Vicky,
10:38du hast keine Ahnung,
10:39was auf Testamentseröffnungen los ist.
10:40Da gibt es Ehemänner,
10:42die ihre Frau enterben,
10:43weil sie ihn zu Lebzeiten
10:44nicht sagen konnten,
10:45wie sehr sie sie gehasst haben.
10:46Oder Erbtanten,
10:47die sich einen Spaß draus machen,
10:48wenn die Verwandten leer ausgehen.
10:49Und wenn du mich fragst,
10:53Basinger ist genau das gleiche,
10:54lieber.
10:56Ja, aber
10:56sicher sein können wir nicht.
11:00Jetzt hör mal zu.
11:04Sowohl Richard
11:05als auch Helena
11:06sagen,
11:06dass du Richards Tochter bist.
11:08Was willst du denn noch?
11:12Ja.
11:15Vielleicht hast du recht.
11:18Vielleicht habe ich
11:19für Shinger
11:19wirklich zu viel Glauben geschenkt.
11:26Danke, Herr Anwalt.
11:30Und was machen wir mit Annabelle?
11:32Wieso?
11:33Was ist mit der?
11:35Immerhin hat sie
11:35Helena von den Briefen erzählt.
11:37Ja.
11:38Ja, in Solaren war sie
11:39ausnahmsweise sehr vorhersehbar.
11:41Aber solange Helena da ist,
11:43muss Annabelle warten.
11:45Ich kann wirklich nicht
11:45gegen zwei von den Kalibaren kämpfen.
11:55Paula war sechs, als es passiert ist.
11:57In dem Alter
11:57machen sich Kinder
11:58ihre eigene Vorstellung davon,
12:00was der Tod ist.
12:02Wenn jemand stirbt,
12:03dann ist er nicht mehr hier,
12:03also
12:04muss er woanders sein.
12:07Für Paula war völlig klar,
12:08dass sie dir einen Brief
12:09schreiben musste.
12:11Und er hat ihn vor dem Schlafengehen
12:13aufs Fensterbrett gelegt.
12:15Und in der Nacht
12:16wurde er dann abgeholt.
12:19Ja, am nächsten Morgen
12:20war ihr dann ganz klar,
12:21dass es dich irgendwo
12:22noch geben musste.
12:27Sie hatte ja auch recht.
12:32Den hat sie geschrieben?
12:34Nein.
12:35Sie konnte ja damals
12:36noch nicht schreiben.
12:38Sie hat ihn mir diktiert
12:39und hat dann selbst unterschrieben.
12:42Lieber Papa,
12:43Mama sagt,
12:44du bist jetzt im Himmel.
12:45Ich bin traurig,
12:46dass du nicht mal hier
12:47bei uns bist.
12:48Wir denken ganz viel an dich.
12:51Ich trage jetzt immer die Kette,
12:52die du mir geschenkt hast.
12:54Dann vergesse ich dich nie.
12:55Denkst du auch an mich?
12:57Ich habe dich ganz doll lieb,
12:58Papa.
12:59Deine Paula.
13:03Kim,
13:04das bist du
13:05im Himmel.
13:19vor der Zeit in Gefangenschaft
13:21wäre es mir nie in den Sinn gekommen,
13:23dass ich ihr so viel bedeute.
13:26Du bist ihr Vater.
13:28Toller Vater.
13:30Wann war ich denn mal
13:31wirklich für sie da?
13:32Seit sie laufen konnte,
13:34war ich doch mehr unterwegs
13:34als bei euch.
13:36Dir war es gewohnt,
13:37dass du viel weg bist.
13:39Und wenn du da warst,
13:40dann war sie sehr glücklich.
13:42Ich habe mich immer mehr
13:43für meine Arbeit interessiert
13:44als für sie.
13:46Und dabei habe ich nicht mal gemerkt,
13:49wie sehr sie mich eigentlich liebt.
13:54Was musst du damals
13:55von mir gedacht haben?
14:00Ich wünschte,
14:01ich könnte es rückgängig machen.
14:03Das kannst du leider nicht.
14:12Erzählst du mir mehr von ihr?
14:14Von euch?
14:16Ich will alles wissen.
14:24Sorry, Kolja.
14:26Ich habe verschlafen.
14:28Kein Problem.
14:29Ich bin schon den halben Tag hier.
14:31Was, echt jetzt?
14:33Ist egal.
14:35Du siehst doch nicht gerade fit aus.
14:37Danke.
14:38Ich könnte mir in den Hintern beißen,
14:39dass ich gestern so viel getrunken habe.
14:42Gibt es schon Entwürfe,
14:42die ich kolorieren könnte?
14:44Ja.
14:47Und?
14:48Wie lange hast du gestern noch gemacht?
14:50Ach, keine Ahnung.
14:51Ich habe nicht auf die Uhr geguckt.
14:54Es ist ziemlich spät geworden, oder?
14:56Tim hat noch tief und fest geschlafen,
14:57als ich aus dem Haus bin.
14:59Wieso Tim?
15:00Ey, er saß doch zusammen,
15:01als ich gestern gegangen bin.
15:03Ach so, ja, nee,
15:04wir haben uns dann aus den Augen verloren.
15:07Hast du mitbekommen,
15:08dass Charlotte, Andreas und Silke
15:10das Kosi geschenkt hat?
15:11Ja, ist das nicht nett von ihr?
15:13Das war nicht nett,
15:14das war phänomenal.
15:16Hallo, ihr beiden.
15:18Hi.
15:18Hallo.
15:19Holger, denkst du an die Infomappe
15:20für die Messe in Toulouse?
15:21Die muss bis morgen fertig sein.
15:23Äh...
15:23Ich hatte dir einen Zettel hingelegt,
15:24dass ich die Entwürfe mit Nina und dir
15:26besprechen wollte.
15:29Ja, stimmt.
15:31Ich bin noch nicht dazu gekommen.
15:33Kein Thema.
15:33Ich wollte dir eh sagen,
15:34Nina kommt später rein.
15:35Also der Termin verschiebt sich auf Mittag.
15:36Okay, kommst du in mein Büro.
15:38Ja.
15:39Danke.
15:43Die Entwürfe für die Infomappe
15:44schaffe ich doch mit links.
15:50Warum hast du mich nicht informiert,
15:51als diese Briefe von Wöchinger kamen?
15:54Ich habe ihnen keinerlei Bedeutung beigemessen.
15:57Viktoria macht mir Vorwürfe,
15:59weil sie befürchtet,
15:59nicht deine Tochter zu sein.
16:00Wieso hast du ihr das nicht ausgeredet?
16:02Ich habe ihr gesagt,
16:03dass sie sich keine Sorgen zu machen braucht.
16:05Und du hast nicht bemerkt,
16:07dass sie das nicht beruhigt hat?
16:09Je mehr ich mich damit beschäftigt hätte,
16:11umso mehr wäre Viktoria verunsichert.
16:14Ich habe das Gefühl,
16:15du wolltest sie in dem Glauben lassen,
16:17weil sie mir die Schuld daran geben würde.
16:18Das ist doch nur kompletter Unsinn.
16:20Entschuldige bitte.
16:22Entschuldigung,
16:22darf ich Ihnen noch was zu trinken bringen?
16:24Kaffee oder Tee?
16:24Danke, Katharina, wir wollen nichts.
16:26Entschuldige, oder möchtest du?
16:27Danke.
16:29Du hättest die ganze Aufregung vermeiden können,
16:31wenn du mich informiert hättest.
16:33Ich hätte Viktoria sagen können,
16:34wenn das nicht stimmt, was in den Briefen steht.
16:37Bist du da wirklich sicher?
16:45Paula bei ihrer Einschulung.
16:47Es war zu der Zeit,
16:49als ich dich gesucht habe.
16:53Ich bin zurückgeflogen,
16:55um dabei zu sein.
16:57Du warst immer für sie da.
17:00Ich dagegen war schon stolz auf mich,
17:01wenn ich ihren Geburtstag nicht vergessen
17:02und sie angerufen habe.
17:04Na ja, für Paula war das immer was Besonderes.
17:06Ihr Papa ruft von irgendwo aus der Welt an extra für sie.
17:11Ich hätte lieber hier sein sollen.
17:18Sieht ganz nach ihrem Lieblingsbuch aus.
17:22Das hat Benni ihr geschenkt.
17:24Das war sein Lieblingsbuch als Kind.
17:29Hey, war das unser Urlaub auf dem Maledit?
17:32Mhm.
17:34Ihr hättet mich bis zu den Schultern eingebuttet.
17:36Weil du dich die ganze Zeit hinter deinen Büchern vergraben hast.
17:41Oh, das ist auch ein schönes Bild.
17:44War das nicht der Abend, als wir in Malé essen waren?
17:47Paula hat fast die ganze Zeit
17:48mit dem Hund des Besitzers unterm Tisch gespielt.
17:52Ich hätte nicht gedacht,
17:53dass du dich daran noch erinnerst.
17:55Am nächsten Tag musste ich dann leider weiter.
17:58Zum nächsten Auftrag nach Bombay.
18:01Ich hatte damals das Gefühl,
18:03dass der Urlaub sowieso zu langweilig war.
18:07Vielleicht habe ich noch nicht gemerkt,
18:09wie spannend er eigentlich war.
18:17Ja?
18:18Hallo, ich bin's, Ben.
18:19Bist du noch in der Erziehung?
18:21Nein, wir sind jetzt bei uns zu Hause.
18:23Aha.
18:25Ja, ich hatte noch einen Brief von Paula für Max.
18:29Und, naja, dann sind wir ins Plaudern gekommen.
18:31Verstehe.
18:33Wann bist du dann hier?
18:35Du, ich wollte dich bitten,
18:36ob wir die Besprechung der Fotos
18:37vielleicht auf morgen verschieben können.
18:39Ich...
18:41Ich möchte Max jetzt ungerne
18:43abwürgen und wegschicken.
18:45Ja, ja, sicher.
18:48Danke.
18:49Dann sehen wir uns heute Abend.
18:51Ja, klar.
18:54Ich vermisse dich.
18:57Ich dich auch.
19:00Bis dann.
19:01Bis dann.
19:06Hi, geht's schon los, oder?
19:07Soll ich später nochmal wiederkommen,
19:09wie Nina da ist?
19:09Nein, Kolja.
19:10Wir sprechen die Entwürfe zu zweit durch.
19:12Komm mal.
19:18Was glaubst du eigentlich,
19:19dass ich dich damals angelogen habe,
19:21dass die Affäre mit Wössinger weiterging
19:23und Viktoria von ihm ist?
19:24Ehrlich gesagt kam mir der Gedanke.
19:25Ja.
19:27Du bist immer noch verletzt.
19:29Selbst nach 30 Jahren.
19:30Ach, komm.
19:32Wössinger war nicht irgendein kleiner Verehrer.
19:33Er war ein Freund.
19:35Und mein Geschäftspartner.
19:36Und der war für mich da,
19:38als ich dich gebraucht hätte.
19:39In der Zeit habe ich auch nur
19:40unsere Zukunft aufgebaut,
19:41aber das zählt ja nicht.
19:42Als hätten wir das je nötig gehabt.
19:43Wir hatten Geld.
19:44Deine Familie hatte Geld.
19:47Ich wollte dir von meinem Geld
19:48den Luxus bieten,
19:49den du gewohnt warst.
19:50Darum war ich so oft unterwegs
19:51und habe die Firma aufgebaut.
19:53Mir wäre es wichtiger gewesen,
19:54dich bei mir zu haben.
19:55Ich saß mit unserem Kind allein da
19:57und konnte nicht richtig arbeiten.
19:58Das war kein Leben für mich.
19:59Ja, du hast es dir
20:00mit meinem Geschäftspartner versüßt.
20:02Ich verstehe.
20:04Wössinger hat mir nie etwas bedeutet.
20:06Und nachdem ich dir davon erzählt hatte,
20:08habe ich ihn nie wieder gesehen.
20:10Es gibt nur einen,
20:11der als Vater in Frage kommt.
20:12Und das bist du, Richard.
20:13Warum hat Wössinger
20:14dann die Briefe geschrieben?
20:16Hast du schon mal darüber nachgedacht,
20:18dass er genau das wollte?
20:19Dass wir hier nach zig Jahren zusammensitzen
20:21und uns seinetwegen streiten?
20:23Du meinst, er will sich rächen,
20:24weil du ihn damals abserviert hast?
20:26Und du ihn gekündigt hast.
20:27Er hat wegen uns damals alles verloren.
20:30Warum sollte er so lange warten?
20:32Aus demselben Grund,
20:34aus dem wir immer noch darüber streiten.
20:36Er war verletzt.
20:38Du bist Victorias Vater, Richard.
20:41Es liegt an dir,
20:42ob du ihm glaubst oder mir.
20:46Dummerweise kann ich ihn dazu
20:47jetzt nicht mehr befragen.
20:51Dann nimm wenigstens Victoria die Unsicherheit.
20:53Ich will nicht, dass sie darunter leidet,
20:55dass du mir nicht verzeihen kannst.
21:20Alle Achtung!
21:22Hast du gut gemacht.
21:23Danke.
21:26So.
21:27Und?
21:27Was passiert jetzt hiermit?
21:29Na, das fährst du jetzt mit der Schubkarre
21:31und danach hinten hin zu den Kompostbehältern.
21:33Schubkarre.
21:34Über die Anschaffung von Maschinen
21:36haben wir ja schon gesprochen.
21:39Es wäre nur der halbe Spaß.
21:40Bis sehen,
21:41heute Abend legst du die Beine hoch
21:42und bist froh,
21:43was du alles geschafft hast.
21:44Ohne Maschinen.
21:45Na ja.
21:47Solange ich sofort einschlafen kann
21:48und an nichts mehr denken muss,
21:49ist mir das alles recht.
21:52Komm, jetzt machen wir erstmal Pause.
21:54Setz dich.
21:55Ja.
22:06Hat dir Charlotte auch einen Brief dagelassen?
22:13Ich war gerade bei Eva,
22:16den T-Zonen,
22:17da hat sie mir von den Briefen erzählt.
22:20Nein, das hat sie nicht.
22:22Sie hatte mir wohl nichts mehr zu sagen.
22:26Das verletzt dich jetzt.
22:29Ich habe immer noch gehofft,
22:30dass sie kapiert,
22:30wie wichtig sie mir ist.
22:33Ich glaube, das weiß sie.
22:35Ich habe einfach zu viel missgebaut.
22:39Ich bin ein hoffnungsloser Fall.
22:41Lass ich jetzt den Selbstmitleid zerflüchten,
22:43das bringt überhaupt nichts.
22:45Was soll ich denn machen?
22:46Soll ich ja nachfahren?
22:48Das ist gelaufen.
22:50Du weißt nie,
22:51wie lange eine Beziehung gut geht.
22:53Manchmal merkt man selber erst als Letzter,
22:55dass sie vorbei ist.
22:57Danke.
22:58Das baut mich jetzt echt auf.
23:01Wenn man schon jemanden trifft,
23:03der ihm wichtig ist,
23:04sollte man es selber nicht kaputt machen.
23:07Dafür passiert es viel zu selten.
23:11Ich arbeite daran.
23:16Schubkarre wartet.
23:25Danke.
23:34Du sollst allein zur Messe nach Frankreich?
23:36Ja, Ben muss hierbleiben,
23:38weil nächste Woche die Schweden kommen,
23:39um meine Entwürfe abzunehmen.
23:42Ja?
23:44Die Entwürfe, ja, die, die werden heute fertig.
23:47Ja, kein Problem.
23:49Aber die Arbeit der Designabteilung auf einer Messe zu repräsentieren,
23:52das war immer Sache des Chefdesigners.
23:53Ja, aber sieh dich mal hier um.
23:55Siehst du irgendwo einen Chefdesigner?
23:57Aber du bist gerade mal aus der Ausbildung,
23:58das können sie auch nicht von dir verlangen.
24:00Du sollst dich beschweren.
24:01Ich schaff das schon.
24:02Außerdem kommt der Vertriebsleiter
24:03und einer vom Marketing mit.
24:05Kann ich dir wenigstens irgendwie helfen?
24:08Ich weiß es nicht.
24:09Ich muss mich erst mal einarbeiten.
24:15Kolja,
24:15du brauchst mal eine Pause.
24:17Am besten du machst jetzt Mittag
24:18und isst erst mal was Ordentliches, hm?
24:21Oh je, schon so spät.
24:22Genau die richtige Zeit, um was zu essen.
24:25Komm.
24:27Kolja,
24:29wir gehen jetzt zum Catering.
24:31Okay?
24:32Gehst du nicht zu Tim?
24:34Heute nicht.
24:35Er muss auch mal wieder ohne mich klarkommen.
24:37Verstehe.
24:41Wie kann ich Ihnen sonst noch helfen?
24:44Ich hatte eigentlich gehofft,
24:46Frau Bergmann bei Ihnen anzutreffen.
24:48Nina hat sich heute den Tag freigenommen.
24:51Praktisch.
24:52So kurz vor der Tendance-Messe.
24:54Sie verbringt den Tag mit Max.
24:57Die beiden haben, glaube ich,
24:58eine Menge zu besprechen.
25:00Verstehe.
25:01Das ist vermutlich nicht ganz leicht für Sie.
25:04Ich habe kein Problem damit.
25:07Es ist nett, dass Sie sich um mich sorgen,
25:09aber dazu besteht kein Anlass.
25:10Gut zu wissen.
25:11Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten.
25:14Und Sie?
25:15Sicherlich ungewohnt,
25:16wenn man plötzlich einen Stiefsohn hat.
25:18Ich freue mich sehr für meinen Mann.
25:21Dass Max geht.
25:22Das tun wir alle.
25:25Sehr gute Arbeit, Prozessin.
25:28Danke, dass du dich darum gekümmert hast.
25:30Gerne.
25:35Helena war vorhin hier.
25:38Ich weiß.
25:41Habt ihr geredet?
25:43Ja, und du musst dir keine Sorgen machen.
25:46Inwiefern?
25:47Deine Mutter weiß über die Wössinger Briefe Bescheid.
25:50Und sie hat mir versichert,
25:52dass es völliger Unsinn ist, was sie behauptet.
25:55Und das glaubst du ihr?
25:57Ja.
25:59Es tut mir leid, dass ihre Ankunft das alles nochmal aufgewühlt hat.
26:01Das heißt...
26:02Wir vergessen die ganze leidige Geschichte.
26:08Gut.
26:10Ich bin froh, dass das endlich vom Tisch ist.
26:15Vielleicht wollte Wössinger sich nur an uns reichen.
26:17Ja.
26:18Das hat Hagen auch vermutet.
26:21Egal, was ihn dazu bewogen hat,
26:23diese Briefe zu schreiben.
26:25Es ist vorbei.
26:48Hier.
26:50Was ist das?
26:51Das ist ein Gutschein.
26:53Wellness.
26:53Zwei Personen.
26:55War doch nicht der,
26:56der den Silke Charlotte schenken wollte.
26:58Na doch, genau der.
26:59Ja, und was soll ich damit?
27:01Du sollst da hingehen.
27:04Dich ein bisschen massieren lassen.
27:06Ein bisschen durchkneten lassen.
27:07Wird dir gut tun.
27:08Ich dachte, ihr macht das gemeinsam.
27:10Nee, du.
27:10Ehrlich gesagt,
27:11steht mir der Kopf nicht danach.
27:12Und ich hab so viel zu tun mit dem Cosi.
27:15Hast du das schon Silke gesagt?
27:17Natürlich hab ich ihr das gesagt.
27:18Und sie findet auch,
27:18dass du ein bisschen Abwechslung brauchst,
27:20dass du dich ein bisschen entspannen sollst.
27:23Also, ich weiß nicht.
27:25Ist dir das jetzt etwa peinlich?
27:28Peinlich?
27:29Naja, dass ihr dann gemeinsam schwimmen geht,
27:32dass ihr vielleicht in der Sauna seid.
27:39Normalerweise bist du doch nicht so verklemmt.
27:40Ach, darum geht's doch nicht.
27:42Worum geht's denn dann?
27:42Was ist denn dein Problem?
27:43Freu dich doch auf einen schönen Nachmittag.
27:45Ja, aber Sauna ist einfach nicht so mein Ding.
27:49Ja, das ist doch jetzt eine Ausrede.
27:53Wenn du erst mal drin bist,
27:54dann wirst du sehen, wie schön das ist.
27:59So, Lukas ist jetzt bei Tim.
28:02Na bitte.
28:03Sogar an das haben wir gedacht.
28:04Also steht eurem Abenteuer nichts mehr im Wege.
28:29Da ist er.
28:31Hallo, Ben.
28:34Na?
28:35Du, Nina ist heute nicht hier.
28:37Ach, wie ihr hier arbeitet, hätte ich gerne mal Urlaub.
28:40Übrigens habe ich heute ein Vorstellungsgespräch bei eurer Chefin.
28:43Oh, gratuliere.
28:44Hat mir Hagen vermittelt.
28:46Siehst du, manchmal ist er eben doch ein echter Ritter.
28:49Auf welche Stelle bewirbst du dich denn?
28:51Ach, was gerade so ansteht.
28:53Ach so.
28:54Hast du vielleicht noch ein paar Tipps für mich?
28:57Normalerweise würde ich sagen,
28:58lass dich ja nicht einschüchtern, aber in deinem Fall...
29:00Wohl eher.
29:01Sag nicht gleich alles, was dir durch den Kopf geht.
29:03Ich könnte helfen, ja.
29:04Sagst du mir nachher Bescheid, wie es gelaufen ist?
29:06Klar.
29:07Viel Erfolg.
29:07Ach, sag mal, kann ich Nina zu Hause erreichen?
29:10Ja, nur Max ist gerade bei ihr.
29:14Ach, verstehe.
29:15Naja.
29:17Muss schon komisch für euch sein, ne?
29:19Wieso?
29:21Nein, es ist doch klar, dass sie jetzt für ihn da ist, oder?
29:23Ja, klar.
29:24Klar.
29:25Kein Grund zur Sorge.
29:28Naja, dann...
29:34Und dieser, ähm, ähm...
29:37Erik.
29:38Erik soll ihm bei der Gartenarbeit helfen.
29:41Der Junge braucht eine Aufgabe.
29:43Und so kann ich mich am besten um ihn kümmern.
29:46Ja, gut.
29:46Ich bin einverstanden.
29:48Und die Entlohnung ist auch kein Problem.
29:52Danke, das ist sehr nett von Ihnen.
29:54Ja.
29:54Ach, ähm, Herr Becker, wo Sie schon da sind, ich habe eine Bitte.
29:58Gerne.
29:58Was kann ich für Sie tun?
30:01Mein Sohn Max ist doch wieder da.
30:04Ihr Sohn lebt?
30:06Ja.
30:07Ja.
30:07Stellen Sie sich vor.
30:08Und er ist hier in Falkenthal.
30:11Das ist...
30:13Sie müssen sehr glücklich sein.
30:15Ja.
30:17Geht's ihm gut?
30:18Ja.
30:19Es war eine Riesenüberraschung, als meine Ex-Frau plötzlich mit ihm hier auftauchte.
30:25Und wie kann ich Ihnen behilflich sein?
30:27Ah.
30:28Es geht um den alten Wagen meines Sohnes.
30:30Ein Sportwagen.
30:32Er war sein Ein-und-Alles-Sein.
30:33Baby sozusagen.
30:34Ich hab mich nie von ihm trennen können.
30:37Ja, der Wagen steht jetzt noch in einer Garage in Niedersachsen.
30:40Die Adresse steht hier auf dem Zettel.
30:41Könnten Sie dafür sorgen, dass er schnellstmöglich hierher kommt?
30:45Ja, natürlich.
30:46Gerne.
30:47Ich hoffe, er ist noch fahrtüchtig.
30:48Weil er wurde über zwei Jahre nicht bewegt.
30:51Ich krieg den schon zum Laufen.
30:54Ich danke Ihnen, Herr Becker.
30:55Vielen Dank.
31:05Also ich sage Ihnen, der Laden, der lief natürlich nur durch meine Stammkundschaft.
31:08Und die haben immer gesagt, Elsa, wenn du gehst, dann gehen wir auch.
31:13Naja, die kommen hier natürlich nicht her.
31:17Worauf genau bewerben Sie sich denn jetzt?
31:20Also ich finde, ich würde ganz gut ins Marketing passen.
31:23Ich meine, das lebt ja davon, dass man den Leuten was aufschwatzt.
31:25Und das kann ich ganz gut.
31:27Und ich bin flexibel.
31:29Fassen wir mal zusammen.
31:34Realschulabschluss?
31:37Friseurausbildung, diverse Anstellungen.
31:39Keine länger als ein Jahr.
31:40Naja, das war alles nicht meine Schuld.
31:42Und was das Marketing angeht.
31:44Ich war lange Jahre Chefin der Marketingabteilung.
31:47Und glauben Sie mir, dazu muss man eine Menge mehr können, als den Leuten etwas aufzuschwatzen.
31:51Ja, also so war das jetzt auch nicht gemeint.
31:55Was genau qualifiziert Sie denn nun hier zu arbeiten?
31:59Nichts.
32:00Wir brauchen weder Leute, die Haare schneiden können,
32:02noch die Klatsch und Tratsch verbreiten und die Belegschaft aufhetzen.
32:06Sie sind hier fehlerhaft.
32:08Wie, und das war's jetzt, oder was?
32:10Ja.
32:15Nee.
32:16So nicht.
32:18Also, okay.
32:19Ich verstehe, Sie fühlen sich so ein bisschen auf den Schlips getreten,
32:22wegen dem Marketing, ja?
32:24Aber Sie können doch auf so eine engagierte Mitarbeiterin wie mich nicht verzichten.
32:28Ist das so?
32:29Ja.
32:31Und Sie kennen mich gar nicht.
32:32Also, deswegen bleibe ich jetzt einfach hier so lange sitzen,
32:35bis Sie sich das überlegt haben.
32:47Also, gut.
32:49Ihr Bruder hat sich sehr für Sie eingesetzt.
32:51Wenn Sie unbedingt wollen, werde ich eine Ausnahme machen
32:53und Sie können hier für zwei Tage in der Woche arbeiten.
32:57Am Catering.
32:59Kaffee kochen.
33:01Frau Landmann freut sich sicher über Ihre engagierte Unterstützung.
33:15Die Bilder hat Paula gemacht.
33:17In dem Glauben, dass ihr Vater tot ist.
33:21Wie schwer muss es für Max sein, sie anzugucken?
33:24Die Bilder sind der Hammer.
33:26War das Paulas Idee?
33:27Ja.
33:29Sie hat sie gemacht, kurz nachdem der Brief vom Fensterbrett verschwunden war.
33:33Sie muss sehr tapfer gewesen sein.
33:36Damit kommt sie ganz nach ihrer Mutter.
33:39Weniger nach ihrem Vater.
33:40So schlimm warst du auch nicht.
33:49Warum bist du mir hinterhergereist?
33:52Warum hast du mich gesucht?
33:54Ich habe dich gesucht, weil ich für Paula eine Erklärung finden musste,
33:58was mit ihrem Vater passiert ist.
34:00Und du wolltest du keine Erklärung?
34:05Ich...
34:05Ich musste Paula eine Antwort geben.
34:11Wie wird sie reagieren, wenn sie erfährt, dass ihr Vater noch lebt?
34:17Ja, darüber...
34:19Darüber wollte ich auch mit dir sprechen, Max.
34:20Ich glaube, es ist besser, wenn du erst mal nicht dabei bist, wenn ich es ihr sage.
34:25Sie hat dich wahnsinnig vermisst und ich möchte sie ungern überfordern.
34:28Ja, wahrscheinlich hast du recht.
34:30Du wusstest immer am besten Bescheid, wenn es um Paula ging.
34:33Ich melde mich dann sofort bei dir, wenn ich es ihr gesagt habe.
34:37Ich habe Angst davor, wie sie reagieren wird.
34:41Ich habe Angst davor, wie sie sich schreit.
34:44Ich habe Angst davor, wie sie sich schreit.
34:44Auch wenn sich Paula erst mal erschreckt.
34:47Sie wird sich freuen.
34:50Komm.
34:55Das Geräusch kenne ich doch irgendwoher.
34:58Hunger?
35:00Ja.
35:01Na komm, wir ziehen ungenüglich.
35:06Und ruhig, wer dann soweit?
35:09Prima.
35:11Hast du denn eine Badehose dabei?
35:13Ja, klar.
35:13Ich gehe ja auch nur schwimmen.
35:16Ja.
35:17Genau.
35:17Ich habe mein Bikini auch dabei.
35:20Schön.
35:20Dann kann es ja losgehen.
35:21Ja.
35:23Sag mal, was meint Andreas eigentlich damit,
35:25dass unserem kleinen Abenteuer nichts mehr im Weg stehen würde?
35:29Er hat mich aufgezogen,
35:30weil ich nicht in die Sauna gehen wollte.
35:33Ja, ich finde auch, dass du mal in die Sauna gehen solltest.
35:36Das ist wirklich toll.
35:39Ja, also normalerweise ist es toll.
35:42Aber wir müssen ja nicht.
35:44Ach, wir schauen einfach,
35:46ob wir Lust haben.
35:47Genau.
35:49Aber falls mir
35:50der Kreislauf wegsackt,
35:53müsstest du mir erste Hilfe leisten.
35:54Ja, genau.
35:55Dann küsse ich dich wach.
35:57Ja.
35:59Ja.
36:00Ja.
36:01Ja, dann mal los.
36:04Dein Schuhband ist auf.
36:13Ich müsste mal in den Schrank.
36:20Hier.
36:32So.
36:34Da bin ich wieder.
36:36Ach.
36:37Du hättest mir ruhig sagen können,
36:38dass diese Frau Haare auf den Zehen hat.
36:40Du hast dir doch gesagt, was du denkst.
36:42Damit hatte ich zumindest einen Teilerfolg.
36:44Ich darf jetzt zweimal die Woche im Catering arbeiten.
36:47Aber?
36:48Ich wollte einen Job, der mir Spaß macht.
36:51Du hast abgesagt?
36:52Nee.
36:53Ich überleg's mir nur.
36:55Tja, Annabelle ist nicht einfach.
36:57Ich hab sonst keine Probleme mit komplizierten Menschen.
37:00Du, ich leb ja sogar mit Viktoria und einem.
37:02Da ist was Wahres dran.
37:07Du siehst irgendwie fertig aus.
37:09Hast du so viel zu tun?
37:11Naja, wir stellen nächste Woche auf einer großen Messe aus.
37:13Da muss ich noch ein paar Dinge erledigen.
37:15Naja.
37:17Dann werden wir uns wohl die Tage am Catering sehen.
37:20Elsa, Elsa.
37:22Hast du damals die Trennung von Nina und Max mitbekommen?
37:26Naja, was man halt so mitbekommt, ist nicht...
37:29Elsa, du bist Ninas beste Freundin.
37:31Natürlich hat sie dir alles über diese Trennung erzählt.
37:33Nicht so wirklich.
37:35Elsa.
37:38Naja, das liegt vielleicht daran, dass die Trennung damals, also in dem Sinne, nicht so richtig vollzogen wurde.
37:45Also...
37:45Was?
37:46Moment.
37:47Wie darf ich das Herz verstehen?
37:48Ben, man erzählt nicht weiter, was einem die beste Freundin sagt.
37:51Elsa.
37:55Naja.
37:56In eurem Fall solltest du wahrscheinlich doch Bescheid wissen.
38:01Setz dich.
38:07Easing?
38:09Ja.
38:29So.
38:31Okay.
38:32Max wollte weiter auf Reisen gehen, seine Reportagen machen.
38:34Nina ist wegen Paula da geblieben.
38:36Das weiß ich alles.
38:36Das hat sie mir so erzählt.
38:37Ja, sie hat versucht, ihn zu überreden, da zu bleiben und er hat darauf bestanden, sein Ding durchzuziehen.
38:41Ja, daraufhin haben sie sich getrennt.
38:43Hm?
38:45Ja, also so direkt nicht.
38:48Ja, vielleicht haben sie sich nicht direkt ausgesprochen, aber es war doch beiden klar, dass die Beziehung so nicht funktioniert.
38:53Nina war das erst mal nicht so klar damals.
38:57Was meinst du?
38:58Sie hat mir gesagt, sie haben sich getrennt.
39:00Ja, das stimmt ja auch irgendwie, aber erst hat Nina eben noch um die Ehe gekämpft.
39:03Ja, wegen Paula, das ist doch auch klar.
39:06Sie wollte nicht, dass sie ohne Vater aufwächst.
39:08Ben, also ich finde, den Rest solltest du wirklich mit Nina bestellen.
39:10Dann war Nina klar, dass sie sich von Max trennt.
39:14Sie hat sich doch von ihm getrennt.
39:19Elsa, sag mir bitte die Wahrheit!
39:21Nina hat Max sehr geliebt.
39:22Der hat seine Chance verpasst und der Rest ist doch Schnee von gestern.
39:27Es gab keine Trennung in beidseitigem Einverständnis.
39:32Max hat Nina verlassen.
39:35Sie hat ihn immer noch geliebt.
39:43Was ist das für eine Situation?
39:48Ich habe an seinem Grab gestanden und um ihn getrauert.
39:51Und jetzt?
39:53Jetzt sitzen wir hier in meiner Küche und essen Spaghetti, als wäre nichts gewesen.
39:59Was ist?
40:01Alles okay.
40:02Es ist nur...
40:05Ich bin so ein Idiot gewesen, dich sitzen zu lassen.
40:08Dass ich so gut Spaghetti kochen kann, was?
40:10Weil du der einzige Grund bist, für den es dich gelohnt hat, weiterzuleben.
40:17Max, ich glaube nicht, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um darüber zu sprechen.
40:20Doch.
40:22Denn du bist die Frau, mit der ich mein Leben verbringen wollte.
40:26Mit der ich unsere Tochter aufziehen wollte.
40:29Und mit der ich alt werden wollte.
40:32Und dann habe ich Idiot mich nur noch um meine Arbeit gekümmert.
40:35Und habe zugelassen, dass das alles kaputt geht.
40:39Und jetzt sitze ich hier und...
40:42Es fühlt sich verdammt gut an, bei dir zu sein.
40:46Und...
40:47Ich kann nur noch an eins denken.
40:49Max, sag es bitte nicht.
40:54Ich liebe dich.
40:56Und jetzt ist mir ein zweites Leben geschenkt worden.
41:00Und es wäre das allergrößte überhaupt, wenn...
41:04Wenn es für uns zusammen...
41:05Auch noch ein zweites Leben gäbe.
41:09Du, Paula und ich, wir sind doch eine Familie.
41:14Gibt es für uns noch eine Chance, Nina?
41:17Gibst du mir noch einmal diese Chance?
41:27Sie liebt dich.
41:29Sie liebt dich.
41:31Ja.
41:34Was ist denn mit Max?
41:35Mein Leben hat sich verändert.
41:37Trotzdem, der Gedanke an dich und an Paula...
41:39hat mich am Leben gehalten.
41:41Die Sicherheit einer Mutter sollte überzeugend genug sein.
41:44Wie gesagt, ich...
41:46habe meine Beziehung zu Weschinger beendet...
41:48bevor ich mit Viktoria schwanger wurde.
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