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KurzfilmeTranskript
00:23Die Ausführungen von Patricia Grafenberg
00:30Für die Beschlussfindung konnten Sie jedoch nur bedingt einbezogen werden
00:35Näheres dazu später
00:37Wenn Sie sich bitte erheben möchten
00:49Dem Antrag auf Übertragung des Sorgerechts für Paula Bergmann
00:53durch die Kindsmutter Nina Bergmann wird nicht stattgegeben
00:56Das Sorgerecht verbleibt bei Ihrem Großvater Richard von Weiden
01:25Das Sorgerecht verbleibt bei Ihrem Großvater Richard von Weiden
01:30This could be the first day of my life
01:41Setzen Sie sich!
01:45Frau Bergmann, bitte!
01:52Zur Begründung der Antragsabweisung
01:54Ich sehe durchaus, dass Frau Bergmann sich bemüht hat, ihre Lebensumstände zu ändern
02:00Aber die Situation erscheint mir dennoch noch nicht so gefestigt, wie sie das dem Gericht gegenüber glaubhaft zu machen versuchte
02:07Dabei ist es unerheblich, ob Herr Petersen derzeit verheiratet ist oder geschieden
02:12Entscheidend ist, dass Sie sich beide als Paar nicht richtig zu kennen scheinen
02:19Ich musste bei meiner Urteilsfindung davon ausgehen, dass eine kindgerechte, familiär gefestigte Situation noch nicht gegeben ist
02:29Ohne zu unterstellen, dass...
02:30Wir sind ein Paar
02:31Herr Petersen
02:32Und wir lieben uns
02:33Und vor allem bin ich nicht mehr verheiratet
02:35Bitte unterbrechen Sie mich nicht
02:38Ich möchte Frau Bergmann nicht unterstellen, dass sie eine eheähnliche Gemeinschaft mit Ihnen nur vorgetäuscht hat
02:43Aber eine familiär gefestigte Situation gibt es ohne jeden Zweifel bei Richard und Annabelle von Weiden
02:51Dass sich Paula auch bei ihrer Mutter wohlfühlt, wird von mir nicht angezweifelt
02:56Deswegen spricht auch nichts dagegen, Frau Bergmann einen regelmäßigen Umgang mit ihrer Tochter durch Gerichtsbeschluss zu gewähren
03:04Jedes zweite Wochenende darf Paula einschließlich Übernachtung bei ihrer Mutter verbringen
03:11Die Anhörung ist beendet
03:20Sind Sie hier zufrieden?
03:23Einer Mutter ihr Kind wegzunehmen?
03:25Ha!
03:26Herr Petersen, die Sitzung ist bei Ihnen, komm
03:28Gut erkannt, Herr Kollege
03:29Ach und, Petersen
03:32Wenn Sie ein Problem mit der Klageabweisung haben, dann lassen Sie sich von Ihrem Anwalt bereiten
03:35Vielleicht finden Sie am nächsten Mal einen besseren
03:43Liebes
03:44Die Klage ist abgewiesen
03:45Paula bleibt bei uns
03:50Ja, sehr glücklich
03:56Das ist lieb von dir
03:58Bis gleich
04:04Oh, hast du an Milch und Eier gedacht? Die Schulden Andreas und Silke eine halbe Wagenladung
04:18Tadaa
04:19Und tadaa
04:21Von Patricia?
04:23Ja
04:25Und was schreibt sie?
04:26Ja, dass sie es halt angehen will
04:28Mit dem Sanatorium?
04:31Sie schreibt, dass sie eine Weile gebraucht hat, um zu realisieren, was die wirklich wichtigen Dinge sind, aber dass sie
04:37es jetzt angehen will
04:39Respekt
04:40Und sie steht zu ihrem Wort und bezahlt deine Behandlung?
04:47Ja, sie will mich spielen hören
04:49Im Sanatorium?
04:51Nein, in einem großen Orchester oder als Solist
04:55Tim, das funktioniert natürlich nur, wenn du die OP machst
05:00Richtig
05:03Hast du eine Ahnung, wann der nächste Flieger nach Paris geht?
05:06Du machst die OP?
05:08Ich werde mich jetzt auch den wirklich wichtigen Dingen stellen
05:11Und der Brief hat mir klargemacht, dass ich eine Zukunft als Musiker haben will
05:14Das ist gut
05:16Ach Quatsch, was sage ich? Das ist die beste Entscheidung, die du seit langem getroffen hast
05:20Du vergisst den Kauf unseres letzten Computerspiels, die war auch nicht schlecht
05:25Da freut sich Lilly bestimmt, dass du nach Paris fliegst, die OP machst
05:28Ja, Lilly weiß noch nichts
05:30Aber sie hat doch den Brief gebracht
05:32Ja, aber ich wollte ihn alleine lesen, ohne Publikum
05:35Und jetzt würde ich ganz gerne den Brief weiterschreiben
05:50Das habe ich mir nur vorgemacht
05:52Es war doch absehbar
05:54So fest habe ich geglaubt, dass alles endlich wieder gut wird
05:58Ich habe Paula sogar versprochen, dass ich mich mit Richard einigen werde und sie wieder bei uns wohnen kann
06:10Nina?
06:12Nina, bist du da?
06:17Nina?
06:31Es ist, als hätte ich das alles schon mal erlebt
06:35Wieder verlässt Richard das Gericht als Sieger
06:38Und wieder muss ich Paula Dinge erklären, die ich nicht erklären kann
06:43Ich habe mich auf Ben verlassen
06:46Ich dachte, dass kein Blatt zwischen uns passt und plötzlich
06:50taucht ein Mensch namens Tatjana auf
07:02Psst
07:08Ich habe Ben gesagt, dass wir nach der Anhörung klären, was noch zwischen uns läuft und was nicht
07:15Aber jetzt fühle ich mich nur leer
07:39Ich würde mich heute mal in der Zeit
07:46Deptieren
07:46Aber ich möchte mich nur noch bei mir
07:47Ja, von wem ist denn das neue Angebot?
07:51Ist das dein Mankler?
07:53Ich habe keine Ahnung.
07:59Das Seniorenstift hat sein Angebot korrigiert.
08:05Sie haben sich entschuldigt für ihr erstes Angebot und meinten, das wäre irgendein Zahlendreher gewesen und haben also jetzt ihr
08:13Angebot erhöht.
08:15Wie, noch höher als das Angebot von gestern?
08:17Ein ganzes Stück höher.
08:19Ja, und Sie reißen das Haus auch nicht mehr ab.
08:21Sie wollen dort das Direktorat unterbringen, sobald das Haus saniert ist.
08:25Oh, Wahnsinn.
08:27Hey, hab ich was verpasst?
08:30Ähm, das Seniorenheim hat ein neues Angebot gemacht und es ist wesentlich höher als das erste.
08:38Sag mal, Oma, Zahlendreher und Missverständnisse und das Häuschen jetzt sanieren und doch nicht abreißen, kommt dir das nicht ein
08:46bisschen seltsam vor?
08:50Ja, schon.
08:52Na, es gab jetzt eben mein zweites Angebot, das Hörnack.
08:56Ja, ja, aber ich meine, wer bietet schon für ein Haus, das im Garten eines Altersheims liegt?
09:05Ich glaube, wir kennen diese Leute.
09:10Naja, wir wollten...
09:12Ja, das zweite Angebot stammt von uns.
09:14Aber jetzt gibt's ja ein aktuelleres.
09:16Genau.
09:17Also deswegen ruf am besten sofort den Makler an und sag, er soll den Kaufvertrag aufsetzen.
09:22Sag mal, ist das nicht alles ein bisschen illegal?
09:26Oh, Oma, das ist völlig legal.
09:28Charlotte wollte schon immer eine Immobilie in Falkenthal haben.
09:31Ja, jetzt bin ich nur leider überboden worden.
09:34Also, was soll ich denn dazu sagen?
09:36Also, ich finde, ihr seid unmöglich.
09:43Gar nichts schlecht für einen Wirtschaftsanwalt, oder?
09:46Natürlich war es richtig, dass du Patricia zum Flughafen gebracht hast.
09:49Dein Rückhalt wird dir guttun.
09:52Patricia wird ihren eigenen Weg gehen.
09:53Lass uns nicht sentimental werden.
09:55Und auf meinen Rückhalt kann sie dabei gut verzichten.
09:58Auf die Sieger!
09:59Auf den K.O. in allerletzter Sekunde!
10:01Aber, Viktoria, das war doch kein Boxkampf.
10:03Natürlich nicht.
10:04Gab ja auch keine Schläge unter die Gürtellinie.
10:06Danke.
10:07Das habt ihr ganz, ganz großartig gemacht.
10:11Hagen, besten Dank.
10:13Mein Kompliment.
10:15Und dir natürlich auch.
10:16Guten Tag.
10:17Guten Tag.
10:17Auf den positiven Ausgang dieser völlig überflüssigen Anleitung.
10:21Trink mir auch, Paula.
10:25Herr Petersen.
10:27Wenn Sie einen Anwalt wechseln wollen, ist nicht der wichtige Zeitpunkt.
10:29Kommen Sie morgen in meine Kanzlei.
10:30Komm, bitte verschonen Sie mich mit Ihrem billigen Zynismus.
10:32Ja?
10:32Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir Sie zu unserer kleinen Feier eingeladen haben.
10:37Ich bin mir sicher, dass für Paula weder heute noch morgen ein Tag zum Feiern sein wird.
10:41Dank Ihrer unfairen Tricks.
10:42Lassen Sie Ihre Unterstellungen.
10:44Es ist Ihr Problem, wenn Sie vor Jahren vergessen haben, sich scheiden zu lassen.
10:48Ich habe Paula das Versprechen gegeben, dass sie einen Platz in meinem Herzen hat.
10:51Wie rührt.
10:52Glauben Sie wirklich, dass ich Nina allen Ernstes einen Heiratsantrag gemacht hätte, wenn
10:56ich noch verheiratet gewesen wäre?
10:58Ben.
10:59Sie sind vor Jahren diese Ehe eingegangen.
11:00Und Sie konnten vor Gericht nicht beweisen, dass Sie geschieden sind.
11:03Damit gelten Sie nach wie vor als verheiratet.
11:04Was wollen Sie?
11:05Familienrecht ist ja doch spannender, als ich dachte.
11:10Wie soll ich es Paula sagen?
11:13Sie hat so sehr gehofft, dass Richard und ich uns einigen und dass sie wieder bei mir wohnen kann.
11:19Es war richtig, es gut aus allem rauszuhalten.
11:22Je weniger sie davon mitbekommt, umso weniger belastet sie das dann hinterher.
11:27Ich weiß nicht, wie ich ihr wieder unter die Augen treten soll.
11:30Wenigstens hat das Gericht euch regelmäßige Wochenenden zugesprochen.
11:33Warum?
11:35Alle zwei Wochen, Tobias.
11:39Das ist ein schwacher Trost, ich weiß, aber...
11:41Das bedeutet, dass Paula nicht mehr Teil meines Lebens ist.
11:44Und dass ich nur noch ein ganz kleiner Teil ihres Lebens bin.
11:48Paula wird es nie so empfinden.
11:49Da bin ich mir nicht so sicher.
11:52Es ist nicht das erste Versprechen, das ich ihr gegenüber nicht halten konnte.
11:57Ich habe mich an alles geklammert, um Paula ein Zuhause zu schaffen.
12:02Eine eigene Wohnung, ein fester Job, eine feste Beziehung.
12:09War das alles falsch?
12:10Wahnsinn, du bist die beste Mutter für Paula überhaupt.
12:13Und Ben ist...
12:15Wo ist er überhaupt?
12:16Ich weiß es nicht.
12:19Und im Moment will ich es auch nicht wissen.
12:24Birgit...
12:24wäre dir jetzt wahrscheinlich eine bessere Hilfe.
12:29Aber die ist bei ihrer Patentante.
12:31Sie hat einen Oberschenkelhalsbruch.
12:34Sollte ist anscheinend...
12:36komplizierter, als sie angenommen haben.
12:42Ich bin froh, dass ich hier sein darf, Tobias.
12:51Jeder, der Paula kennt, jeder, der sie nur einmal mit ihrer Mutter erlebt hat, weiß, wohin sie gehört.
12:57Finden Sie sich mit dem Urteil ab.
12:59Und jetzt gehen Sie bitte.
13:01Ben, mach keinen Ärger.
13:03Du hast es verbockt, nicht wir.
13:04Ich glaube, wir waren mittlerweile beim Sie, oder?
13:09Wenn ich sehe, wie Sie feiern, weil Paula der Mutter entzogen wurde, könnte ich kotzen.
13:13Erzählen Sie mir nie wieder etwas über eine seriöse Familie.
13:16Das sind Sie nicht.
13:17Das reicht jetzt.
13:19Wenn Sie glauben, sich in Ihrer eigenen Familie wohler zu fühlen,
13:21dann gehen Sie doch zu Ihrer Frau oder Freundin oder zu beiden.
13:24Katharina?
13:27Herr Petersen möchte jetzt gehen.
13:29Lassen Sie nur, Katharina. Ich begleite Herrn Petersen hinaus.
13:32Ich möchte Ihnen noch über das Strafmaß für Hausfriedensbruch aufklären.
13:45Was für eine Vorstellung.
13:47Wahrscheinlich habe ich heute vor Gericht wirklich was verpasst.
13:51Richard?
13:54Ja?
13:55Trinken wir noch einen Schluck. Das haben wir uns heute alle verdient.
13:59Danke.
14:02Du hast erreicht, was du wolltest, vor Gericht.
14:06Paula wird bei uns bleiben.
14:09Sicher.
14:12Und darüber bin ich sehr froh.
14:16Freuen wir uns auf Paula.
14:18Sie hat uns sicherlich viel zu erzählen, wenn sie aus dem Landschulheim zurück ist.
14:24Ja.
14:42Ich glaube, das ist schon trocken.
14:45Tim, was treibt dich denn hierher?
14:47Ich wollte fragen, kannst du mir einen Gefallen tun?
14:49Diesen Brief an Patricia weiterleiten?
14:51Du hast doch bestimmt ihre Adresse im Sanatorium, oder?
14:53Ja, gern. Da wird sie sich freuen.
14:55Ja.
14:56Ich habe großen Respekt vor Ihrer Entscheidung, die Therapie jetzt zu machen.
15:00Ja.
15:00Das wird auch nicht leicht werden.
15:02Was glaubst du, wie lange bleibt sie da im Sanatorium?
15:05Hm.
15:05Hm. Das kann dauern. Wochen, Monate. Ich weiß es auch nicht.
15:11Na, dann habe ich wenigstens genügend Zeit nach der OP zum Üben. Sie hat nämlich geschrieben, dass sie mich spielen
15:15hören möchte.
15:18Du willst jetzt deine Hand doch operieren lassen?
15:22Ja. Ich habe mich ja lange genug vor dieser Entscheidung gedrückt, aber Patricia hat mir Mut gemacht.
15:27Ha. Weil sie die Therapie angefangen hat.
15:31Ja, weil sie ihre Zukunft in die Hand nimmt.
15:35Hm. Ja. Irgendwann fordert einen die Zukunft heraus und dann muss man das Alte hinter sich lassen.
15:40Ja. Und ich denke, es ist langsam Zeit, dass man das Vergangene hinter sich lässt.
15:45Hm. Also, wenn Patricia in Falkenthal zurück ist, dann sitzen wir beide in der ersten Reihe in deinem ersten Konzern.
15:55Ich meine, wenn es nicht ausverkauft ist.
15:58Eva, ich verspreche euch, dass ihr die besten Plätze bekommt.
16:21Ich gebe es ja zu. Euer Plan, der war durchaus brauchbar.
16:26Ah, brauchbar? Der war spitze. Oder meinst du nicht vielleicht sogar genial?
16:30Ja. Ja. Ich sage ja, großen Respekt. Wirklich. Jetzt müssen wir nur hoffen, dass Eva drauf eingeht.
16:37Ja. Sonst hätte Charlotte ein ziemlich großes Problem.
16:40Ja, oder ein Haus. Wie man es nimmt.
16:44Nein, wirklich danke, dass du dieses Risiko auf dich nimmst.
16:47Komm, das ist eine Familienanlehnung.
16:50Das ist doch keine Selbstverständlichkeit.
16:53Auch das Geld, das du mir geliehen hast, dass ich es Oma zurückzahlen kann, das...
16:57Ich habe es nicht vergessen. Du kriegst es zurück.
17:00Nach und nach. Ein Raten, okay?
17:03Okay. Wenn nicht die Art der Raten bestimmt, nein?
17:07Ach, hi, Lili. Sag mal, hast du Silke gesehen?
17:10Ähm, da drüben.
17:15Lukas schläft jetzt.
17:17Okay. Jetzt ist Stefan oben?
17:18Mhm. Er passt auf ihn auf. Ich hatte den Eindruck, er wollte ein paar Minuten für sich sein.
17:23Ach so, ja. Dann weißt du, er hat einen Sack voller Probleme mitgebracht nach Falkenthal.
17:26Ja, und deswegen wollte ich deinen Bruder auf andere Gedanken bringen und was Leckeres kochen.
17:30Und er lässt alles liegen und stehen und verkrümelt sich.
17:33Ach, weißt du, das darfst du nicht so übernehmen.
17:34Mensch, schau mal, seine Ehe liegt in Trümmern. Auf dem Haus liegt ein großer Schuldenberg.
17:39Dann hat er gestern seinen Dienst angefangen, muss sich erst mal mit den Kollegen zurechtfinden.
17:42Das ist ganz normal.
17:43Und er hat einen Brief bekommen. Der hat ihn ziemlich aufgewühlt.
17:46Ach, weißt du zufällig, worum es geht?
17:48Also, ich wollte mit ihm reden, aber er wollte jetzt auch nicht zu neugierig sein.
17:53Naja, nein. Stefan ist ein guter Zuhörer und hilft keinen anderen Menschen, aber seine Probleme löst er am liebsten alleine.
18:00Dabei ist es so wichtig, über seine Sorgen zu reden.
18:02Sonst fressen die einen wirklich noch auf.
18:06Nein, ich habe ihm auch gesagt, dass es gut ist, wenn man anderen Menschen hilft,
18:11aber irgendwann muss man auch mal Hilfe annehmen können.
18:15Mhm.
18:16Ja.
18:34Wie soll es jetzt mit dir und Ben weitergehen?
18:37Keine Ahnung.
18:39Ich glaube nicht, dass er noch verheiratet ist.
18:42Das glaube ich auch nicht, Tobias. Aber das ist doch nicht das Problem.
18:47Du gehst mit dem Mann, den du liebst, mit dem du deine Tochter aufwachsen sehen willst, vor Gericht.
18:54Du denkst, du kennst ihn, du denkst, du weißt, was das für ein Mensch ist. Und dann?
19:02Petersen.
19:05Petersen. Tatjana.
19:08Ja.
19:09Ja, in Kiew.
19:10Yes.
19:12No.
19:14No, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no.
19:17Yes, documents, I need no documents.
19:20Scheidung, ich meh.
19:22Also, Sie sprechen Deutsch.
19:24Gut, gut, hören Sie zu.
19:25Ich brauche Dokumente.
19:26Ja, Dokumente.
19:27Und zwar ein Duplikat meiner Scheidungsurkunde.
19:32Ben und Tatjana Petersen.
19:36Das ist lange her. Zehn Jahre.
19:39Und du wusstest nichts von dieser Ehe?
19:43Genau das ist es, was ich nicht verstehe.
19:46Er hätte mir doch davon erzählen können.
19:49Ich habe ihm alles von meiner Ehe mit Max erzählt.
19:52Aber wenn ich das richtig verstanden habe,
19:53dann hat diese Ehe zwischen Ben und dieser Frau
19:55auf dem Papier existiert.
19:57Ach, ja.
19:58Wahrscheinlich hat er sich gar nicht so richtig verratet gefühlt.
20:03Du kannst diese Ehe
20:05nicht mit der von dir und Max vergleichen.
20:08Das ist mir schon klar.
20:10Aber ich bin verunsichert.
20:13Verstehst du das?
20:16Ben und du, ihr kennt euch erst kurze Zeit.
20:19Ihr hattet doch kaum Gelegenheit,
20:21über alles zu sprechen.
20:24Gut. Gut, okay.
20:26Okay. Dann rufe ich da jetzt dort an.
20:29Achso, morgen erst.
20:31Ja, okay.
20:33Das will Danja.
20:36Äh.
20:39Okay.
20:42Okay.
20:43Klar kennen wir uns viel zu kurz,
20:45um alles über das Leben des anderen zu wissen.
20:47Aber gerade das,
20:48das hätte er mir erzählen müssen.
21:01Nina?
21:04Hallo, Ben.
21:06Nina, wo steckst du denn?
21:07Ich mache mir Sorgen.
21:10Ich bin bei Tobias.
21:12Gut, dann hole ich dich ab.
21:14Lass uns was essen gehen.
21:15Ben.
21:17Ich.
21:21Dann kein Essen.
21:23Und warte bitte nicht auf mich, ja?
21:25Nina, bitte, bitte.
21:26Lass uns darüber reden.
21:27Heute noch.
21:28Ich bin müde.
21:30Und leer, Ben.
21:31Ich kann heute nicht mehr reden.
22:01Lieb von dir, dass du mich nach Hause begleiten darfst.
22:03Kein Problem.
22:04Aber jetzt haben wir die ganze Zeit nur über die Arbeit gesprochen.
22:07Dabei gibt es Wichtigeres.
22:08Was denn?
22:09Tim lässt die OP machen.
22:11Wirklich?
22:12Ja.
22:12Patricias Brief scheint ihn überzeugt zu haben.
22:14Wow, Koya, das ist klasse.
22:16Dann hat Tim endlich wieder ein Ziel vor Augen
22:18und hängt mich die ganze Zeit nur in der WG rum.
22:20Ich hatte das Gefühl, er meint das sehr ernst.
22:23Hat er schon einen Termin gemacht?
22:24Keine Ahnung.
22:26Was hältst du davon, wenn wir Pizza holen und bei Tim vorbeischauen?
22:29Soweit ich weiß, ist sein Französisch nicht wirklich gut.
22:31Vielleicht kann er unsere Unterstützung gebrauchen.
22:34Ich glaube, das fände er etwas übertrieben.
22:38Koya, wenn Tim nicht nach Paris fährt,
22:40dann kann er seine Zukunft als Musiker vergessen.
22:43Wir müssen jetzt für ihn da sein.
22:46Okay, lass uns Pizza holen.
22:50Wir müssen einen Weg finden,
22:51das Paula irgendwie schon zu erklären.
22:54Aber Paula weiß doch gar nichts von der Anhörung.
22:58Ja, aber Petersen hat mich ganz unrecht.
23:01Paula hat von sich aus erklärt,
23:03dass sie gern bei Nina wohnen möchte.
23:05Kinder in Paulas Alter haben alle möglichen Wünsche.
23:09Sie möchten Ponys, jeden Tag ein neues Spielzeug
23:11und tonnenweise Süßigkeiten.
23:14Sie wissen gar nicht, was wirklich gut für sie ist.
23:18Paula liebt dich.
23:20Es ist gut für sie, hier zu leben.
23:22Ja, ich weiß, ich weiß.
23:26Warum hast du denn solche Zweifel?
23:28Dazu gibt es überhaupt keinen Grund.
23:31Vielleicht hätte es doch
23:32eine gütliche, außergerichtliche Einigung geben können.
23:35Aber du hast doch wirklich alles versucht.
23:38Du hast Nina eingeteiltes Sorgerecht
23:40und großzügigen Umgang angeboten.
23:42Aber sie musste ja vor Gericht ziehen.
23:45Mir war es egal,
23:46dass Paula zum Streitobjekt vor Gericht wird.
23:48Ja, ja, ja, ja, aber ich bin mir nicht sicher,
23:50ob es richtig war,
23:51vor Gericht zu solch drastischen Mitteln zu greifen.
23:54Aber Hagen hat dir doch klar gemacht,
23:56dass es schwer sein würde,
23:58das Sorgerecht zu behalten.
23:59Ja, ich weiß, ich weiß.
24:02Und am Ende zählt nicht, wer Recht hat,
24:05sondern wer Recht bekommt.
24:06Also hör doch auf zu grübeln.
24:09Mach dir keine Sorgen.
24:11Überlass das mir.
24:13Freu dich darauf,
24:14dass Paula schon bald wieder
24:15durchs Gutshaus toben wird.
24:19Ich weiß jetzt wirklich sehr zu schätzen,
24:21was du für mich tust.
24:22Ich bin immer für dich da.
24:24Das weißt du doch.
24:27Ich bin froh,
24:29dass ich dir deine Sorgen abnehmen kann.
24:37Und jetzt ist wirklich
24:38das letzte Wort gesprochen?
24:41Also für den dritten Anlauf
24:44müsste ich erstmal wieder Kraft sammeln.
24:47Das ist bitter.
24:48Also, aber eigentlich ist das doch unmöglich.
24:52Ich bin wirklich hundemüde.
24:55Kannst du im Gästezimmer übernachten?
24:59Ja, das wäre sehr nett.
25:01Mach dir denn alles fertig, okay?
25:02Mach dir keine Umstände, Tobias.
25:04Kenn mich doch aus.
25:05Okay.
25:06Gute Nacht.
25:07Guten Tag.
25:08Nachdem.
25:16Gibt's was Neues vom Makler?
25:20Ja.
25:21Ein noch viel höheres Angebot
25:24als das von gestern.
25:25Herzlichen Glückwunsch.
25:26Dann hast du dir wohl
25:27dem Verkauf zugestimmt.
25:28Nein, noch nicht.
25:30Weißt du, warum denn nicht?
25:33Charlotte steckt hinter
25:34diesem hohen Angebot.
25:36Naja, und Lilly auch.
25:37Die beiden wollten
25:38den Preis in die Höhe treiben.
25:39Das gibt's doch nicht.
25:41Aber es hat dir geklappt.
25:43Jetzt bekommst du endlich
25:44einen fairen Preis.
25:45Tja.
25:47Ich hab's mir immer gewünscht.
25:49Das Erbe
25:50Werner Grafenbergs
25:52soll erhalten bleiben.
25:55Und jetzt wird sein Haus
25:57nicht abgerissen.
25:59Tja.
26:00Also, ich werde das Haus
26:02dem Seniorenstift
26:04zum Verkauf anbieten.
26:06Und morgen
26:06werde ich den Makler anrufen.
26:09Er soll den Vertrag fertig machen.
26:11Gut.
26:19Ist der für Claudia?
26:21Ihrem Anwalt.
26:23Glaub nicht,
26:24dass sie sich bequemt,
26:25mir persönlich zu schreiben.
26:27Gibt's Stress?
26:29Eher
26:30eine Kriegserklärung.
26:32Was will sie denn?
26:33Ach, das ist völlig absurd.
26:37Da steht was von
26:38Unterhalt, ja?
26:39Ja.
26:40Dann fordert sie
26:41Übergangsgeld
26:42für ihre neue Wohnsituation.
26:44Schließlich
26:45Teilfinanzierung
26:46ihres notwendigen
26:46Grundmobiliars.
26:48Und zu guter Letzt
26:49zwei finanzierte
26:50Urlauber im Jahr.
26:51Was, ihr will,
26:52dass du in Urlaub bezahlen?
26:53Ja.
26:53Das lässt sich angeblich
26:55gesetzlich berechnen.
26:56Wir hatten bisher
26:57immer so zwei, drei
26:58kleinere Urlauber im Jahr.
26:59Und das nimmt ihr Anwalt
27:00jetzt als Berechnungsgrundlage
27:01dafür an,
27:02dass ich ihr zwei
27:03Urlauber im Jahr
27:04bezahlen muss.
27:04Na, Quatsch.
27:06Die zieht dich über den Tisch
27:07und du unternimmst
27:07nichts dagegen.
27:08Ach, was soll ich denn machen?
27:10Es gibt Gesetze,
27:11die das festlegen.
27:12Es gibt bestimmt auch
27:12Gesetze, die dir helfen können.
27:13Nimm dir einen Anwalt.
27:15Ich muss den ganzen Tag
27:16an diese verdammte Trennung denken.
27:19Ich kann mich kaum mehr
27:20auf irgendwas anderes konzentrieren.
27:22Hm.
27:23Dann ist dir wohl
27:24der Appetit vergangen, ne?
27:25Ja.
27:26So ist es.
27:28Schade.
27:29Da war jetzt wirklich
27:30eine ganz gute Küchin.
27:32Oh, Mist.
27:33Das Essen.
27:34Hm.
27:36Mensch, das tut mir leid.
27:38Ach, das versteht sie bestimmt.
27:40Nee, mir ist das
27:41wirklich unangenehm.
27:42Ähm, wie kann ich das
27:44denn wieder gut machen?
27:47Also, wenn ein Gewissen
27:49dich wirklich so sehr plagt,
27:50dann gebe ich dir
27:50sehr gerne einen Tipp,
27:52wie du es wieder
27:52glücklich machen kannst.
27:55Kauf dir doch einen Kaktus.
27:58Kaktus.
27:59Ja.
28:02Kommt.
28:09Hi.
28:10Hast du Lust
28:10auf Gesellschaft heute Abend?
28:12Ja, warum nicht?
28:14Na dann.
28:16Es kursieren
28:17zwei Gerüchte
28:18in Falkenthal.
28:19Erstens,
28:19bei Hertel-Gerlach
28:20gibt es ja selten
28:21etwas Vernünftiges zu essen.
28:23Und zweitens,
28:25du hast urplötzlich
28:26deine Vorliebe
28:27für Frankreich
28:27den Sektor?
28:29Na ja,
28:30in Urlaub wird es
28:31nicht gerade.
28:32Das soll es ja auch gar nicht.
28:34Schließlich willst du
28:34danach wieder das
28:35Violinkonzert von Mendelssohn
28:36spielen können, oder?
28:38Mhm.
28:39Ich finde es sehr mutig
28:40und ganz toll von dir.
28:42Glückwunsch
28:43zu deiner Entscheidung.
28:44Essen ist fertig.
28:46Du hast nur deine Jacke
28:47an, ja?
28:49Wie sieht es denn aus
28:49mit einem Termin
28:50bei Dr. Lamarck?
28:52Ich habe vorhin
28:53mit Paris telefoniert.
28:55Das ohne
28:56Französisch
28:57und
28:58mit Händen und Füßen
28:59und irgendwie
28:59Englisch
29:00mit der Assistentin.
29:02Und wenn ich das
29:03richtig verstanden habe,
29:04wollen die mich
29:04in vier Tagen operieren.
29:06Wenn du willst,
29:07dann rufe ich gleich
29:07morgen früh nochmal an
29:08und klär die Details.
29:10Ja.
29:11Ja, das wäre ganz gut.
29:13Weil
29:16eine Sache
29:16ist noch ungeklärt.
29:20Die Klinik sagt,
29:21dass ich eine
29:22Begleitperson mitbringen
29:22soll,
29:23weil ich unter
29:24Narkose gesetzt werde.
29:28Es steht natürlich
29:29außer Frage,
29:30dass du nicht
29:30alleine fahren musst,
29:31aber wir beide
29:32müssen erst noch klären,
29:33wer von uns
29:34ein paar Tage frei bekommt.
29:35Ja, aber mach dir
29:36keine Sorgen.
29:37Das klappt bestimmt.
29:37Einer von uns beiden
29:38fährt mit, okay?
29:39Okay.
29:40Aber jetzt
29:41lasst du uns
29:41erst mal pfeifen.
29:43Greif zu,
29:43bevor es kalt wird.
29:46Okay.
30:08Ich bin nicht so,
30:09aber...
30:12okay.
30:20Ich bin ja.
30:22Ich bin ja.
30:25Ich bin ja.
30:27Okay.
30:28Okay.
30:33Ich bin ja.
30:34Ich bin ja.
30:35Und ja.
30:37Ich bin ja.
31:06Untertitelung. BR 2018
31:10Guten Morgen, Silke.
31:12Morgen, Stefan.
31:14Hinsetzen.
31:14Was?
31:15Hinsetzen.
31:19So, Augen zu.
31:22Augen zu.
31:24Geschummelt wird nicht.
31:26So.
31:37Okay. Du kannst die Mütze abziehen.
31:46Ist der schön.
31:47Woher weißt du denn, dass ich Kakteen liebe?
31:50Ah, ich habe einen verflucht guten Informanten.
31:53Ah, du lädst mich zum Brunch ins Lanzino ein?
31:58Musst du nicht arbeiten?
32:00Ich habe heute Spätdienst.
32:02Aber das Lanzino ist doch so unglaublich teuer.
32:04Ja, das ist die angemessene Entschuldigung dafür,
32:07dass ich dich mit dem Essen habe gestehen lassen.
32:12Wollen wir?
32:13Ich habe einen Riesenhunger.
32:15Ja.
32:16Ja.
32:18Ich, ich muss mich nur schnell anziehen, ja?
32:21Alles klar.
32:39Und dann hat irgendjemand Zahnpasta unter die Türklinke vom Waschraum geschmiert.
32:43Das hat die Hände total verklebt.
32:45So, und wer musste die Schweinerei hinterher wieder sauber machen?
32:47Wir alle.
32:48Aber vorher haben wir uns eine Kriegsbemalung ins Gesicht gemacht.
32:52Auch mit Zahnpasta.
32:53Na, das sind ja wilde Aktionen, mein Schatz.
32:56Mama?
32:57Ja, was denn?
32:58Hast du dich jetzt wieder mit Opa vertragen?
33:03Also Opa und ich,
33:05wir haben ja viel geredet.
33:09Aber jetzt komm du doch erst mal wieder nach Hause.
33:11Du hast doch bestimmt noch so viel zu erzählen.
33:13Holst du mich ab?
33:14Mit Ben.
33:15Bitte.
33:17Ich weiß nicht, ob ich es schaffe.
33:19Also wenn ich es nicht schaffe, dann,
33:21dann ist Opa an der Schule und wartet auf dich, okay?
33:25Bitte, Mama.
33:27Ich versuche es.
33:29Jetzt ab zum Frühstück.
33:31Okay.
33:32Tschüss, Mama.
33:33Ich habe dich lieb.
33:34Ich habe dich auch lieb.
33:38Du hast Paula also noch nichts gesagt.
33:41Ich kann das nicht am Telefon, Tobias.
33:46Wann ist denn das erste Wochenende,
33:48an dem du sie beide haben darfst?
33:50Darüber haben wir noch nicht gesprochen.
33:54Aber ich möchte sie so schnell wie möglich in den Arm nehmen.
34:25Danke.
34:26Ja, du willst es jetzt wissen.
34:30Swiss Pharmatec will verkaufen.
34:33Dieser Schweizer Biotech-Laden, der schon seit Jahren um die Zulassung neuer Krebsmedikamente kämpft?
34:38Die kriegen ihre Zulassung nächstes Jahr.
34:41Sure.
34:42Absolutely sure.
34:44Deshalb müssen sie auch investieren.
34:46Ein Pharmakonzern.
34:47Da wirst du ja eine Menge Geld hinlegen müssen.
34:50Was willst du damit?
34:52Wieder verkaufen.
34:53Mit 200-prozentigem Gewinn.
34:55Und ich weiß auch schon an wen.
34:57Die Inder sind ganz scharf darauf,
34:59ihre eigenen Biotech-Konzerne durch Schweizer Know-how aufzuwerten.
35:03Na dann.
35:04Schön, dass ihr euch beide geschäftlich so gut versteht.
35:07Wie wäre es denn,
35:08wenn wir das längst geplante Hochzeitsessen in Falkenthal endlich nachholen?
35:12Das ist doch eine hervorragende Idee.
35:13Findest du nicht auch, Vicky?
35:14Ja, ganz wunderbar.
35:15Wenn sich das Termin nicht irgendwie arrangieren lässt.
35:17Ganz bestimmt.
35:19Jetzt, wo uns die Anhörung nicht mehr belastet,
35:21wird es endlich Zeit für eine Familienfeier.
35:45Da hast du einfach die Stützräder von Andreas' Fahrrad abmontiert?
35:49Nein.
35:50Ich habe sie so weit losgeschraubt,
35:51dass sie erst nach ein paar Metern abfielen.
35:54Ja, aber wie ging denn das?
35:56Der ist doch bestimmt sofort umgefallen.
35:57Ach, im Gegenteil.
35:58Er konnte plötzlich ganz alleine fahren.
36:01Und Andreas war so stolz darauf,
36:02dass er sich umgedreht hat und mich anlachte.
36:05Beim Fahren?
36:06Ja, das war das Problem.
36:08Er konnte zwar plötzlich fahren,
36:09aber er hatte keine Ahnung vom Bremsen.
36:12Nein.
36:13Und dann?
36:14Dann kam der Bach.
36:18Doch.
36:19Kopf über.
36:20Ich habe ihn dann rausgefischt.
36:22Mann, ich dachte schon,
36:24jetzt ist alles aus und er verpetzt mich.
36:25Und hat er?
36:26Nein.
36:28Klitschnass stand er vor seinem Kinderfahrrad
36:29und hat gelacht und gelacht.
36:32Nicht so ein süßes Lachen wie deins,
36:34sondern so ein breites, freches Kinderlachen.
36:39Ich bin ganz schön froh,
36:40dass du nicht mein Fahrlehrer gewesen bist.
36:42Ich glaube, du hättest mich
36:43nach der 32. Stunde rausgeschmissen.
36:46Ach, glaube ich nicht.
36:47So nach dem Motto,
36:48wahrscheinlich lernst du es besser allein.
36:51Nein.
36:52Ich glaube eher,
36:54du bist eine der Frauen,
36:55die rückwärts einparken können,
36:58ohne anschließend gleich
36:59ihre Vollkaskoversicherung anrufen zu müssen.
37:02Woher willst du das denn wissen?
37:05Ich habe einen untrüglichen,
37:07beruflichen Kennerblick.
37:09Mir entgeht nichts.
37:18Erik?
37:19Ja, hi.
37:20Komm gleich.
37:22Okay.
37:25Ey, dein Handy klingelt.
37:27Das hört doch wieder auf.
37:36Das nervt.
37:38Ja, geh halt ran.
37:52So, von mir aus kann man.
37:58Du hast mit dem Scheiß nie aufgehört, oder?
38:05Das Meeting dauert nicht lange.
38:07Danach fahre ich in der Schule vorbei
38:08und hole Paula ab.
38:11Paula hat bestimmt viel zu erzählen.
38:12Ich lasse ihr heute Abend
38:13ihr Lieblingsessen kochen.
38:15Fine.
38:16Ciao.
38:17Hallo.
38:18Hallo.
38:20Ich weiß,
38:20dass ich das Gerichtsurteil akzeptieren muss.
38:22Und das werde ich auch.
38:24Aber bitte lass mich heute Paula abholen.
38:28Ich halte das für keine gute Idee.
38:31Wir wissen beide,
38:32was vor Gericht gelaufen ist.
38:34Du musst das mit deinem Gewissen vereinbaren.
38:37Nicht ich.
38:37Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht,
38:40dass Sie vielleicht weniger Probleme hätten
38:41mit dem richtigen Mann an Ihrer Seite?
38:45Paula möchte bei mir sein,
38:46das weißt du, Richard.
38:48Sie wird mit dieser Lösung
38:48alles andere als glücklich sein.
38:50Bitte lass sie mich abholen.
38:52Lena.
38:53Vielleicht ist es ja tatsächlich besser,
38:55wenn Sie das tun.
39:01Siehst du das genauso?
39:06Also gut,
39:07du darfst sie abholen.
39:09Aber pünktlich um 15 Uhr
39:10ist sie wieder zu Hause.
39:11Kleine Extratoren.
39:17Warum willst du Nina Paula
39:18von der Schule abholen lassen?
39:20Irgendjemand muss Paula doch darüber aufklären,
39:22dass sie keine Chance
39:23auf ein Familienleben
39:24mit Nina und Ben hat.
39:26Lass es doch ihre Mutter erledigen.
39:34Ich dachte, du meinst es ernst.
39:35Das tue ich auch.
39:36Das ist ein blödes Missverständnis.
39:37Dann seid ihr in der Lutsch von morgens oder was?
39:38Nein, natürlich nicht.
39:40Warum?
39:41Ich habe dir die ganze Zeit vertraut.
39:42Jetzt lass mich doch bitte mal erklären.
39:44Alle hatten recht.
39:45Sie haben mich die ganze Zeit vor dir gewarnt
39:47und ich habe die auch noch verteidigt.
39:49Ich habe dir das Geld für Eva gegeben,
39:50damit du das Konto ausgleichst kannst.
39:52Und du,
39:52du hast dich die ganze Zeit verhalt.
39:54Das stimmt nicht.
39:55Ich habe einfach vergessen,
39:55dass diese Scheißpillen noch in meiner Jacke sind.
39:57Halt!
39:58Mann, was ist das so vor?
39:59Ich will dir mal zeigen,
39:59dass ich jetzt verdammt ernst meine.
40:01Ich will mit diesem ganzen Dreck
40:02einfach nichts mehr zu tun haben.
40:03Ist dir das klar?
40:05Charlie, Charlie,
40:06mir ist nichts wichtiger,
40:07als dass du mir glaubst.
40:08Ich will hier ein neues Leben anfangen
40:09und nicht um einetwillen,
40:10sondern,
40:11sondern ich will dich nicht verlieren.
40:19Besten Dank.
40:20Ich melde mich,
40:21sobald ich die Urkunde bekommen habe.
40:24Das wird Danny.
40:29Hallo.
40:31Hallo.
40:35Ich muss gleich wieder los.
40:37Bist du bei Tobias übernachtet?
40:40Ja.
40:43Das Amt in Kiew hat mir zugesichert,
40:45ein Duplikat der Scheidungsurkunde zukommen zu lassen.
40:51Schön.
40:53Ich ziehe mich noch schnell um.
40:55Nina, warte.
40:59Ich liebe dich.
41:02Und ich will dich heiraten.
41:05Aber ich habe mich gefragt,
41:07ob du,
41:08nach all dem, was passiert ist,
41:09mich immer noch heiraten willst.
41:21Ich will dich nicht.
41:21Gerade in dem Moment,
41:22wo Ben und Nina
41:22um das gemeinsame Sorgerecht
41:23für Paula kämpfen,
41:24taucht diese angebliche Ehefrau auf.
41:26Jeder hat dunkle Flecken
41:27in seiner Vergangenheit,
41:28auch Ben Petersen.
41:29Oder an seinen Vorwürfen
41:30ist tatsächlich was dran.
41:31Und ihr habt wirklich
41:32mit unkoscheren Mitteln gearbeitet.
41:35Du darfst das jetzt nicht falsch verstehen.
41:37Ich mach mir nur Sorgen.
41:38Ich weiß,
41:39dass du mich nicht verletzen wolltest.
41:41Aber es ist passiert.
41:42Paula darf nicht bei mir sein
41:44und damit muss ich erst mal klarkommen.
41:45Die Lacht.
41:47Die Lch.
41:48Untertitelung des ZDF, 2020
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