- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Wir sollten den Richter davon überzeugen, dass Ninas neue Familie alles andere als perfekt ist.
00:08Den Vorschlag hat Hagen auch schon gemacht.
00:10Er ist ein guter Anwalt. Er weiß, wann man welche Waffen wählen muss.
00:16Ja, aber selbst wenn wir wollten, wir würden bei Petersen nichts Anrückiges finden.
00:20Der Mann ist grundanständig.
00:22Das wissen wir, aber weiß es auch das Gericht?
00:26Wenn man nur tief genug gräbt, findet man überall Dreck.
00:33Ich weiß nicht. Ich möchte eigentlich nicht mit unlauteren Mitteln kämpfen.
00:38Willst du das Sorgerecht für Paula behalten oder nicht?
00:41Natürlich, was für eine Frage.
00:43Dann darfst du dir von jetzt an keine Skrupel mehr leisten.
01:23Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:26Ich weiß nicht. Mir gefällt das Ganze gar nicht.
01:30Glaub mir, so ein Schritt macht mir auch kein Vergnügen.
01:33Aber wenn wir Paula nicht verlieren wollen, haben wir keine andere Wahl.
01:37Siehst du, genau das ist meine Angst. Paula endgültig zu verlieren.
01:40Wir müssen handeln.
01:42Hast du moralische Bedenken?
01:44Ach, in dem Dreck, andere Leute zu wühlen?
01:47Nein.
01:48Was ist es dann?
01:50Ihr mit unlauteren Mitteln die Mutter zu nehmen.
01:52Paula würde mir das nie verzeihen.
01:54Ach, unlautere Mittel.
01:56Da musst du was falsch verstanden haben.
01:59Mir geht es nur darum,
02:01Ninas und Bens Vergangenheit zu beleuchten,
02:03um vor Gericht zu beweisen,
02:05dass Paula das bessere Zuhause bei uns hätte.
02:09Was schlägst du vor?
02:12Wir engagieren einen Privatdetektiv,
02:14der Ben Petersons Vergangenheit ganz genau unter die Lupe nennt.
02:20Ganz unabfällig. Keiner wird was davon bemerken.
02:24Vor allen Dingen Paula, nicht?
02:25Ja, darum geht es ja.
02:26Ich kenne da jemanden,
02:28der der Manufaktur schon gute Dienste erwiesen hat.
02:31Aber ich...
02:32Ich möchte, dass die Sache sozusagen in der Familie bleibt.
02:35Es gibt einen Mann, dem ich nämlich vertraue.
02:39Ruf ihn an und schildere ihm die Situation.
02:44Einverstanden.
02:46Du kannst sie auf mich verlassen.
02:49Danke.
02:55Jetzt warte doch mal.
02:57Sag bitte was dazu.
02:59Erlegt gesagt, weiß ich nicht, was ich sagen soll.
03:01Keine Ahnung, sagt er...
03:02Tim, der Kuss war ab, total daneben.
03:05Oder sag, steck deine Energien lieber in deinem Handtraining.
03:10Oder...
03:10Ich hätte gern noch einen Tee.
03:14Keine Ahnung, aber...
03:15Jetzt einfach wegzugehen, ist, glaube ich, nicht die beste Idee.
03:20Oma, jetzt hör doch auf.
03:25Das Haus ist doch ein Geschenk von Werner.
03:29Was mache ich denn bloß?
03:32Oma Hans, es wird schon irgendwas einfallen.
03:38Warte kurz, ich bin gleich wieder da, ja?
03:51Hey.
03:52Hi.
03:55Überraschung.
03:58Also?
04:00Was?
04:01Du wolltest reden, dann reden wir.
04:04Nee, nee, nee.
04:05Du wolltest einfach gehen.
04:07Und ich meinte nur, bleib lieber hier und sag, was du denkst,
04:10damit du es nicht in dich reinfährst.
04:13Okay.
04:15Dich zu küssen war...
04:17blöd.
04:19Aber warum hast denn du da mitgemacht?
04:22Du hast doch mitgemacht.
04:24Also zumindest hatte ich den Eindruck.
04:28Na ja, ich...
04:32Ich wollte dich nicht entmutigen.
04:36Äh, was?
04:37Ja, du machst gerade so gute Fortschritte und du hast endlich wieder Mut.
04:41Das erste Mal nach dem Unfall.
04:42Und das wollte ich alles nicht kaputt machen.
04:47Und deswegen küsst du mich?
04:49Das ist nicht dein Ernst.
05:00Kannst du mir mal verraten, was mit dir los ist?
05:03Ja, zu...
05:04Ich...
05:05Sag mir jetzt nicht, dass du nicht alleine bist.
05:07Was?
05:08Nee, ja, ja, nein, nein, es ist nicht so, wie du denkst.
05:12Ja, Hammer-Spruch.
05:13Was denke ich denn bitte, ha?
05:14Ey, ey, dass ich hier mit einer anderen Frau sitze.
05:16Ja, das ist ja wohl auch ziemlich offensichtlich.
05:20Ich krieg keine so miese Laune.
05:22Siehst du, und genau das wollte ich nicht.
05:24Jetzt bist du sauer und enttäuscht.
05:26Aber nicht, weil du mich nicht küssen willst.
05:29Warum dann?
05:31Weil du anscheinend glaubst,
05:33du müsstest mich in Watte packen.
05:35Und auf dein Mitleid kann ich verzichten.
05:38So war das auch nicht gemeint.
05:40Wie war es denn dann gemeint?
05:42Hör zu, da drin sitzt meine Oma, ja?
05:44Die weint, die hat echt Probleme.
05:47Nicht so große Probleme wie du.
05:49Weißt du, was du bist?
05:51Du bist so ein Arsch.
05:52Erst schläfst du mit mir, dann pumpst du dir von mir Geld.
05:54Und jetzt erwisst du mich einfach so ab.
05:56Charlotte, kann ich das morgen mit dir klären, bitte?
05:58Weißt du, was du mich morgen mal kannst?
06:00Charlotte, jetzt warte doch.
06:03Jetzt renn doch nicht dauernd weg.
06:05Bleib mal hier und erklär es mir.
06:07Warum hast du mich denn geküsst?
06:09Warum?
06:09Warum? Warum, was ist denn das für eine Frage?
06:12Das ist eine wichtige Frage. Also?
06:15Ich
06:17vielleicht
06:19weil ich mich bei dir bedanken wollte.
06:21Ja, genau. Ich wollte dir eine Freude machen.
06:24Du wolltest mir eine Freude machen.
06:27Ja, du
06:28engagierst dich so für mich.
06:30Erst mit der Geige, jetzt mit der Handriebe.
06:31Ja, und?
06:33Ja, was und?
06:35Jetzt wollte ich mich
06:37erkenntlich zeigen.
06:38Na, vielen Dank.
06:40Gern geschehen.
06:42Wenn man sich bei jemandem bedanken will, dann...
06:46Wie wär's mit einem Blumenstrauß?
06:49Kriegst du morgen, okay?
06:50Danke, verzichte.
06:53Du gehst schon?
06:54Ja, allerdings.
06:55Und pass auf, wenn er sich bei dir bedanken will.
06:57Ganz übel.
07:06Du gehst schon.
07:10Ich höre nur, was ich will.
07:19Und du sagst, ich spreche so oft.
07:29Jetzt reg dich doch nicht so auf.
07:31Du hättest mal dabei sein sollen.
07:34Du machst gerade so gute Fortschritte. Ich will dich nicht entmutigen.
07:38Klingt doch nett.
07:40Also, was bildet die sich denn ein, dass ich mich gleich aufhänge, nur weil sie mir nicht Händchen hält?
07:45Mann, ey.
07:46Alter, ich weiß nicht, die küsst mich, um mir Mut zu machen.
07:50Ich dachte, du hast sie geküsst.
07:52Was? Ja, auch.
07:55Ich kapiere überhaupt nichts mehr.
07:56Ja, da sind wir schon zu zweit.
07:59Was wollte Lilly überhaupt?
08:01Dass sie wollte über dein Tattoo reden.
08:04Bitte? Hat die keine eigenen Probleme?
08:06Ja, sag ich doch.
08:07Sie soll zur Heilsarmee gehen, wenn sie ein Helfer-Syndrom hat.
08:10Weißt du was?
08:11Wir sollten uns über sowas nicht mehr aufregen.
08:13Wir kapieren doch eh nicht, was die wollen.
08:16Ja, das kannst du laut sagen.
08:27Jetzt reg dich doch mal nicht so auf.
08:29Nein, das muss jetzt mal gesagt werden.
08:31Bist du wie du bist, bist du ihr nicht gut genug.
08:33Und wenn du versuchst, was aus dir zu machen, dann ist das auch wieder falsch.
08:37Du bringst es auf den Punkt.
08:39Ich glaube, du bist der Einzige, der mich versteht, Mann.
08:42Und das Tattoo mach ich mir trotzdem.
08:44Was mit der Jacke?
08:45Du wolltest doch zurückgeben.
08:47Ach, der Laden hatte schon zu.
08:49Ich weiß auch nicht, was ich jetzt damit mache.
08:52Sag mal, wie spät ist es eigentlich?
08:54Oh.
08:55Kurz vor sieben?
09:00Soll ich jetzt noch mal ins Büro oder mich hinlegen?
09:05War das eine Frage?
09:06Wenn man die Stimme hinten anhebt, dann ist das eine Frage.
09:10Und du fragst mich jetzt, ob du dich noch mal hinlegen sollst?
09:13Du weißt doch sonst immer alles besser.
09:17Okay, ich sag dir, was du machen sollst.
09:20Frag dich selber.
09:22Frag dich von jetzt an nur noch selber.
09:24Weil wenn wir uns nur noch auf uns selbst verlassen,
09:27dann kann nichts mehr schief gehen.
09:31Wow, Tim, bist ja ein richtiger Philosoph.
09:35Lebenserfahrung.
09:36Und was machst du jetzt?
09:39Ach, scheiß drauf, ich geschlafen.
09:42Dann kommt unser braver Keuer, aber zu spät zur Arbeit.
09:45Verzeiht, dass sich das ändert.
09:47Nacht?
09:48Nacht.
09:56Guten Morgen.
09:57Guten Morgen.
10:01Ich hole heute Patricia aus der Klinik ab.
10:04Ach ja? Wie schön.
10:07Sie kann bei uns bleiben und sich erholen, solange sie möchte.
10:10Danke.
10:11Es ist ja nur vorübergehend.
10:13So lange, bis sie ins Sanatorium geht.
10:17Hast du den Detektiv angerufen?
10:21Ja, gestern Nacht noch.
10:23Und?
10:25Er konnte sich gut an dich erinnern.
10:30Und?
10:30Nehmt ihr den Auftrag an?
10:32Er ist schon unterwegs nach Hamburg.
10:34Gut.
10:35Wie will er vorgehen?
10:37Ich nehme an, er beginnt mit dem Brand in der Werbeagentur.
10:40Aber wir haben über keine Details gesprochen.
10:42Ich habe ihm nur gesagt, es geht um Ben Petersen und dass wir alles über ihn in Erfahrung bringen wollen.
10:47Je weniger er weiß, desto besser.
10:49Und Paula darf nichts erfahren.
10:51Ich will den Prozess gewinnen und dann nie wieder über die Sache reden.
10:54Ich gehe davon aus, dass er verschwiegen ist.
10:56Hattest du schon öfter mit ihm zu tun?
10:58Nein.
11:00Also, ja, einmal.
11:02Eine Firmenangelegenheit.
11:04Natürlich.
11:06Ja, dann hoffen wir mal, dass er auch dieses Mal erfolgreich sein wird.
11:11Ja.
11:12Das hoffe ich auch.
11:16In zwei Tagen schon.
11:18Ein anderer Prozess wurde verschoben.
11:20Ich dachte, Sie freuen sich darüber.
11:22Ich weiß nicht.
11:24Ja, natürlich freuen wir uns hier.
11:25Der Prozess beginnt, desto besser.
11:27Ja, das dachte ich auch.
11:28Und deswegen bin ich gleich hergekommen, als ich den Anruf aus dem Bericht erhielt.
11:31Das ist nett von Ihnen.
11:33Wie geht es Ihnen jetzt weiter?
11:36Wir bereiten uns auf den Prozess vor.
11:38Gründlich vor.
11:39Ja, und dann gewinnen wir das Sorgerecht zurück.
11:43Super.
11:43Möchten Sie einen Kaffee?
11:44Einen Tee?
11:45Gerne.
11:46Das ist auch gut.
11:47Dann störe ich Sie gerade beim Frühstück.
11:49In zwei Tagen fällt die Entscheidung, was aus Paula wird.
11:53Ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht.
11:57Gott, bin ich froh, dass Ben da ist.
12:00Wie ruhig er ist.
12:02Wie souverän.
12:04Ohne ihn wäre ich jetzt verloren.
12:07Wie konnte ich nur jemals an ihm zweifeln?
12:10Ja, es ist gut, dass Sie Heiratspläne haben.
12:13Je konkreter wir vor Gericht werden können, desto besser.
12:16Wir haben noch zwei Tage.
12:17Ich habe keinen Frack.
12:18Was machen wir?
12:19Das ist wohl nicht so wichtig, denke ich mir.
12:21Wichtig ist, dass wir Paula auf die Verhandlung vorbereiten.
12:24Es kann sein, dass der Richter Sie befragen möchte.
12:27Ähm, muss das sein?
12:29Also ich...
12:30Ich möchte eigentlich nicht, dass Paula vor Gericht zwischen uns und ihrem Großvater wählen muss.
12:35Verstehen Sie das?
12:36Ich glaube, die Frage stellt sich gar nicht.
12:37Richard von Weiden hat Paula in ein Landschulheim geschickt.
12:40Für eine Woche.
12:42Aha.
12:43Das ist gut.
12:46Wenn wir das geschickt anstellen,
12:48dann wird es vor Gericht so aussehen, als hat er das Kind aus dem Wege inszeniert.
12:52Ein Punkt für uns.
12:56Gut.
13:07Hi.
13:09Wir haben noch geschlossen.
13:10Ich muss mal mit dir reden.
13:12Du, da drin sitzt gerade meine Oma und die hat wirklich Probleme.
13:15Also, tut mir leid, ich habe gerade keine Zeit.
13:17Du brauchst dich gar nicht über mich lustig machen, ja?
13:19Was ich dir gestern gesagt habe, ist wahr.
13:21Und was ich dir gesagt habe, ist auch wahr.
13:22Du bist ein Arsch und jetzt raus hier.
13:24Ich konnte gestern nicht mit dir reden.
13:27Meine Oma, die ist total verzweifelt.
13:28Die verliert ihr Haus und weiß nicht, was sie machen soll.
13:32Sag mal, wo habt ihr Typen eigentlich immer eure Ausreden her?
13:34Schickt ihr euch die gegenseitig per SMS oder was?
13:37Weißt du was?
13:38Ich will dich nicht mehr sehen.
13:39Begreifst du das nicht?
13:40Du beklaust mich.
13:41Du lügst mich an.
13:43Mein Bedarf ist gedeckt.
13:44Raus hier, bevor ich die Bullen...
13:46Hey, das hat man einmal die Wahrheit und dann ist es auch wieder nicht wichtig.
13:50Könnt mich doch einmal.
14:03Richard, verstehe mich nicht falsch, aber ein Privatdetektiv loszuschicken, ohne mich zu informieren.
14:10Es war eine Entscheidung, die später in der Nacht getroffen wurde.
14:13Und das sind nicht immer die Besten.
14:15Ich will diesen Prozess gewinnen.
14:16Das will ich auch.
14:18Aber sag mir mal, wie ich dich beraten soll, wenn du mich in deine Überlegungen nicht mit einbeziehst.
14:22Ich habe meine Entscheidung getroffen und dabei bleibt das.
14:26Du müsstest doch wissen, das ist speziell in meinem Fall.
14:28Ich habe kein Problem damit, habe Petersen auf den Zahn zu fühlen.
14:31Eure privaten Animositäten könnt ihr woanders lösen.
14:33Nicht in diesem Prozess.
14:35Hier geht es allein um Paula.
14:37Das ist mir klar.
14:38Aber wir sollten unsere Kräfte bündeln, um unsere Chancen zu optimieren.
14:43Richtig.
14:46Ich werde dich ab jetzt in alles einbeziehen.
14:48Einverstanden?
14:50Ja.
14:54Ich möchte, dass die Dinge zwischen uns wieder in Ordnung kommen.
14:58Ja, das finde ich auch.
15:01Was mit Viktoria alles andere als einfach ist.
15:04Ja.
15:06Hagen, ihr seid meine Familie.
15:08Und du weißt, wie wichtig mir das ist.
15:12Na, Paula, muss ich nicht reden.
15:13Aber zu dieser Familie gehört auch Annabelle und Patricia.
15:16Du weißt, was ich meine?
15:17Natürlich.
15:19Sorg dafür, dass Viktoria es aufersteht.
15:21Okay.
15:23Haben Sie noch einen Wunsch?
15:26Ja.
15:28Wir werden heute im Kreis der Familie zu Abend essen.
15:30Sagen Sie in der Küche Bescheid.
15:31Ja, natürlich.
15:33Ihr habt doch Zeit, oder?
15:35Ja, sicher.
15:37Danke für die Einladung.
15:59Noch zwei Tage.
16:02Und wenn wir gewinnen, sind wir eine richtige Familie.
16:07Und dann kommt die Hochzeit.
16:12Ein bisschen romantischer könnte es bei der Vorbereitung ruhig zugehen.
16:18Ich will Ben doch nicht heiraten, um den Prozess zu gewinnen.
16:31Sondern weil ich ihn liebe.
16:36Aber jetzt gehen wir erst mal zum Standesamt.
16:40Das andere kommt dann später.
16:45Morgen.
16:48Morgen?
16:49Weißt du, wie spät es ist?
16:51Nee.
16:52Haben wir irgendwo Kopfschmerztabletten?
16:54Soll ich dir vielleicht noch einen Kaffee bringen?
16:56Ja, bitte.
16:56Mit Milch und Zucker.
16:58Sag mal, jetzt reicht's langsam.
17:00Oh, Lilly, ich hab Kopfschmerzen.
17:02Du tauchst hier mittags auf?
17:04Du bist völlig durch den Wind?
17:05Willst du partout rausfliegen?
17:07Ich weiß nicht.
17:11Sag mal, du hast doch mit Tim geredet.
17:13Ja, bis heute Morgen um sieben.
17:19Wie geht's ihm so?
17:21Was meinst du?
17:24Naja, es...
17:27Er war gestern ziemlich schlecht drauf.
17:29Musstest du ihn sehr trösten?
17:31Tim?
17:32Nee, dann musst du was falsch verstanden haben.
17:36Wir hatten eine Auseinandersetzung, weil...
17:42Naja, er hat mich geküsst.
17:44Mhm.
17:48Das ist alles, was du dazu sagst?
17:50Ich erzähl dir hier, dass Tim mich geküsst hat und du sagst, mhm?
17:54Mhm.
17:55Er wollte dir eine Freude machen.
17:56Jetzt fängt das schon wieder an.
17:58Sag mal, wäre das mal nüchtern.
18:00Apropos nüchtern, wolltest du mir nicht einen Kaffee holen?
18:12Noch Tee?
18:13Tja.
18:14Das ist ja ein toller Service.
18:16Ich glaube, ich bleib eine Weile hier.
18:18Von uns aus gern.
18:19Jederzeit.
18:22Ja, wenn's nur so einfach wäre.
18:26Aber was ist denn so kompliziert?
18:28Naja, irgendwann muss ich wieder zurück nach Hause.
18:32Naja, aber du bist doch gerade erst nach Falkenthal gekommen.
18:37Ich hab den Antrag auf Rückversetzung schon eingereicht.
18:41Naja, aber willst du nicht noch ein bisschen hierbleiben?
18:44Ja, ich wollte ja bleiben, aber durch die Scheidung ist alles, äh, sehr kompliziert geworden.
18:52Verstehe.
18:53Und kann man da gar nichts mehr machen?
18:57An der Rückversetzung?
18:59Nein, ich meinte jetzt eigentlich an deiner Ehe.
19:03Ach so.
19:06Naja, das ist ein schwieriges Thema.
19:11Naja, ähm, noch Tee?
19:14Du hast doch gerade erst nachgeschenkt.
19:17Hab ich.
19:18Ach so, ja.
19:21Ja, aber so eine Ehe, ich meine, ich bin zwar noch nicht so lange verheiratet, aber
19:26normalerweise kann man doch da immer irgendwie noch was machen.
19:30Manchmal ja.
19:32Aber manchmal eben auch nicht.
19:36Okay, ja.
19:38Ach, lassen wir das traurige Thema.
19:41Erzähl mal lieber was über die Leute, die hier im Haus wohnen.
19:44Einige habe ich schon kennengelernt.
19:46Ja, also da haben wir zum Beispiel hier in der WG, da wohnt Kolja.
19:50Ist ein ganz, ganz netter.
19:52Ah ja.
19:52Wenn Kolja so weitermacht, dann fliegt er noch raus.
19:56Tja, kann er sich mit Erik zusammentun, der ist auch schon angezählt.
20:01Wie der rumläuft zurzeit, diese schreckliche Jacke.
20:05Und diese bescheuerte Idee mit dem Tattoo.
20:08Da hättest du ihn mal in der Firma erleben sollen gerade.
20:11Tja, kannst mir liebhaft vorstellen.
20:20Ah, der Rohling.
20:23Ja, vielen Dank.
20:24Wir melden uns bei Ihnen wegen der Muster.
20:25Tschüss, schönen Tag noch.
20:47Schon besser.
20:57Zeig mal, kriegt man die Midlife-Crisis nicht erst ab 40?
21:02Das habe ich auch gedacht.
21:05Aber Kolja hat sie definitiv jetzt schon.
21:09Und anscheinend ist es auch noch ansteckend.
21:12Ja, das könnte gut sein.
21:15Erik benimmt sich auch wie ein Vollidiot.
21:18Erik?
21:20Hm?
21:23Meinst du denn?
21:27Tim.
21:30Was hat der denn gemacht?
21:33Er hat mich geküsst.
21:36Sagt er, will mir eine Freude machen, weil ich mich so um ihn kümmer.
21:40Und deshalb küsste dich.
21:41Danke schön.
21:58Das war's für heute.
22:17Das war's für heute.
22:30Frauenpower.
22:35Ich würde wirklich mal gerne wissen, was mit dem Typen los ist.
22:39Mhm.
22:41Sind irgendwie alle durchgeknallt.
22:44Ja.
22:46Alle in den Sack stecken drauf und hast immer einen richtigen.
22:50Mhm.
22:51Mhm.
22:57Ja.
23:02Ja.
23:08Ja.
23:13Ja.
23:13Ja.
23:19Ja.
23:19Sag mal, was ist denn eigentlich mit dir und Erik?
23:22Ja, das ist so ein Mistkerl.
23:24Echt, mich eiskalt abblitzen lassen, als ich bei euch in die Küche wollte.
23:29Er hatte doch eine Frau da, ist doch offensichtlich.
23:34Dann besitzt er auch noch die Dreistigkeit zu behaupten, dass er Eva tröstet.
23:38Sie nicht so kotzen können.
23:42Hat er gesagt, was mit Eva los ist?
23:46Keine Ahnung.
23:47Er hat gesagt irgendwie irgendwas mit dem Haus oder so.
23:52Ähm, Charlie.
23:54Ich glaub, ich muss dir da mal was erklären.
23:56Ich glaub, ich muss dir da mal was erklären.
24:32Das kommt aus der Designabteilung.
24:36Den fehlt dringend eine ordnende Hand.
24:38Da geht's ja drunter und drüber.
24:41Frau Hertel, sorgen Sie dafür, dass der Kracher aufhört und zwar sofort.
24:44Wenn ich selbst gehen muss, wird es für ein paar Leute sehr unangenehm.
24:50Manche Menschen brauchen Musik, um denken zu können.
24:53Das nennen Sie Musik?
24:54Naja, über Geschmack kann man ja streiten.
24:58Hat diese Fotos alle Frau Bergmann gemacht?
25:01Ja.
25:03Die Bilder sind wirklich ausgezeichnet.
25:05Das Beste, was ich seit Langem gesehen habe.
25:09Das freut mich.
25:12Sie haben eine gute Wahl getroffen.
25:17Danke.
25:18Meinen Sie die Fotografin oder ist das Kompliment weitergefasst?
25:21Die übrigen Fähigkeiten von Frau Bergmann kann ich kaum beurteilen.
25:25Na, endlich.
25:27Gut, dann, äh, dann sage ich Frau Bergmann, dass Sie, äh, zufrieden sind.
25:31Tun Sie das.
25:34Sie wirken Sie überrascht.
25:36Tja, ist das ein Wunder?
25:37Unter den aktuellen Umständen hätte ich kein so deutliches Lob für Ninas Arbeit erwartet.
25:42Ich kann zwischen beruflichem und privatem unterscheiden.
25:45Es tut mir leid, wenn ich Sie falsch eingeschätzt habe.
25:48Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit.
25:51Wie darf ich das verstehen?
25:52Nun, ich bin ehrlich gesagt über Ihre Heiratspläne ein wenig überrascht.
25:58Ach so?
25:59Ich dachte nicht, dass Sie der Typ sind, der sich fest bindet.
26:03Tja, was soll ich sagen? Ich bin selbst ein bisschen überrascht.
26:06Zum ersten Mal wird es wirklich ernst.
26:13Danke.
26:15Sag mal, Kolja, hast du noch alle Lachen am Zaun? Verdammt doch mal!
26:19Die Alte soll sich nicht so aufregen wegen der bisschen Mucke.
26:22Sag mal, wie redest du denn?
26:25Sie ist deine Chefin und wenn dir hier irgendwas nicht passt, dann...
26:30...kann sie es hier gleich selber sagen.
26:33Wie gesagt, hier fehlt eine ordnende Hand.
26:39Wie geht es Ihrer Tochter?
26:41Sie wird wohl auf absehbare Zeit nicht in die Manufaktur zurückkehren.
26:45Wir werden uns etwas überlegen müssen.
26:48Grüßen Sie Patricia sehr von mir.
26:50Danke. Guten Tag.
26:52Guten Tag.
26:56Hallo.
26:57Und? Ist es okay?
27:00Was hat sie denn zu den Fotos gesagt?
27:02Fotos?
27:03Ben!
27:04Fotos! Ja, richtig. Summa cum laude. Das Beste, was ihr seit langem gesehen habt.
27:10So, Ladies, wann wird geheiratet?
27:13Hm?
27:14Ich meine, das geschäftliche ist ja jetzt geklärt. Jetzt können wir uns um das Private kommen.
27:17Also ich finde, Ben hat recht. In zwei Tagen ist der Prozess.
27:20Da könnte der Hochzeitstermin jetzt auch langsam mal festgelegt werden, oder?
27:25Willst du einen Rücksier machen?
27:26Ja, willst du einen Rücksier machen? Nein!
27:29Das kommt mir nur alles ein bisschen technisch vor.
27:32Eine gute Technik ist das A und O.
27:33Wow!
27:35Keine Heiter werden mit euch bald.
27:37Nein, aber jetzt mal bitte im Ernst, ein paar Sachen müssen organisiert werden.
27:41Ja.
27:42Vor der Kühe kommt die Pflicht.
27:43Dann schlägst du vor?
27:43Ich schlage vor. Ja, das schlage ich vor, das schlage ich vor.
27:46Wir treffen uns heute Abend bei uns zu Hause.
27:48Ich koche uns was und dann besprechen wir in aller Ruhe ganz gemütlich euren Hochzeitstermin.
27:53Das wird lecker.
27:57Na gut.
28:14Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
28:17Aber natürlich.
28:18Meinst du, ich lasse dich allein irgendwo in einem Hotel holen?
28:22Du kommst zu uns.
28:24Ehrlich gesagt, ich möchte eigentlich niemanden sehen.
28:29Aber hier ist niemand. Nur Richard und ich.
28:31Niemand stört dich. Niemand belästigt dich.
28:34Wenn du Lust auf Gesellschaft hast, dann sind wir für dich da.
28:38Na ja.
28:40Es ist ja nur für ein paar Tage.
28:42Und dann gehst du ins Sanatorium und bist gesandt.
28:46Mutter, ich rühre keinen Tropfen mehr an.
28:49Und ich helfe dir dabei, so gut ich kann.
28:51Komm.
28:59Guten Tag. Mein Name ist Landmann. Ich habe Ihre Annonce gelesen.
29:04Ach so. Die Wohnung ist schon weg.
29:06Ja, dann entschuldigen Sie bitte die Störung. Wiederhören.
29:13Verrätst du mir, was du da machst?
29:15Ich suche eine Wohnung.
29:16Aha.
29:17Du, das ist gar nicht so einfach. Ich meine...
29:20Das Angebot ist entweder...
29:22Es ist zu klein oder zu teuer, oder sie sind schon weg.
29:27Ja, und was wirst du da mit deinem Häuschen tun?
29:31Ich weiß es nicht, Tobias.
29:34Ich meine, zur Not werde ich mich von ihm trennen müssen.
29:41Aber...
29:42Ich wohne doch schon da so ewig.
29:44Und das Haus ist ein Geschenk von Werner.
29:48Naja.
29:49Man soll sein Herz nicht an Dinge hängen.
29:51Und trotzdem tun wir es immer wieder.
29:53Hm.
29:54Naja. So ein Haus ist eben nicht bloß ein Haufen Steine.
29:58Ich denke, du weißt, wovon ich rede.
30:02Hm.
30:03Wenn wir das Haus am See verlassen haben nach Nikos Tod...
30:07Das ist mir auch unglaublich schwer gefallen.
30:10Ja. Siehst du.
30:11Und du hast auch etwas Neues gefunden.
30:14Und das werde ich auch.
30:16Ich glaube, du hast es schon.
30:18Ich hab gestern Abend mit Birgit gesprochen und hab ihr die Situation mit dem Haus geschildert.
30:22Und weißt du, was ihre Reaktion war?
30:24Hm.
30:25Sie hat wörtlich gesagt, also wenn es in ihrem Haus nicht geht, dann wohnt Eva eben bei uns.
30:30Ach, Tobias.
30:31Jetzt sag nichts.
30:33Denk einfach mal in Ruhe drüber nach.
30:35Platz haben wir genug.
30:37Und du weißt, du bist uns von Herzen willkommen.
30:42Das...
30:43Hm.
30:45Hm?
30:46Patricia sah blass aus.
30:48Ja.
30:49Sie würde es niemals zugeben, dass sie am Ende ihre Kraft ist.
30:52Was sie jetzt braucht, ist vor allem...
30:55eine armen Frau von beiden.
30:57Was hat das so bedeuten? Bekommen wir Besuch?
31:00Ja.
31:01Ich dachte, es wäre schön, den Abend im Kreis der Familie zu verbringen.
31:06Du hast Viktoria eingeladen?
31:08Sie ist meine Tochter, sie gehört dazu.
31:11Aber Patricia ist sehr krank.
31:13Ich weiß.
31:14Sie braucht ihre Ruhe.
31:16Wir werden ihr helfen, wo wir können.
31:18Indem du Viktoria einlädst?
31:22Ich kann ja verstehen, dass dir die Sache mit Paula sehr nahe geht
31:26und dass du deine Familie um dich haben willst.
31:28Aber hast du denn schon vergessen, wie Viktoria Patricia behandelt hat?
31:32Es tut ihr leid, sie hat ihren Fehler eingesehen.
31:36Und das glaubst du ihr.
31:37Alabel, bitte.
31:39Viktoria wird Patricia in Ruhe lassen. Das verspreche ich dir.
31:41Okay. Nur komm.
31:43Okay.
32:05So ein Wasser kann dermaßen erfrischend sein.
32:08Viktoria, bitte.
32:10Entschuldigung, habe ich was Falsches gesagt?
32:13Das Essen ist übrigens ausgezeichnet.
32:15Mhm.
32:16Das Lamm ist ein Gedicht.
32:17Perfekt dazu wäre allerdings ein guter Bordeaux.
32:19Meinst du mich auch, Liebling?
32:25Ich freue mich, dass ihr alle gekommen seid.
32:28Ihr wisst, dass die letzten Tage nicht leicht für mich waren.
32:31Mach dir keine Sorgen wegen Paula.
32:33Nina hat zwar das Umgangsrecht erhalten, aber das Sorgerecht bleibt doch bei dir.
32:37Ich finde, darauf sollten wir anstoßen.
32:40Hm?
32:41Entschuldigt mich, bitte.
32:42Peter.
32:43Natürlich.
32:50Wie mir Hagen gerade mitgeteilt hat, hat das Gericht einen Termin festgelegt.
32:54In zwei Tagen wird nun auch das Sorgerecht verhandelt.
32:58Ich muss euch nicht sagen, was Paula mir bedeutet.
33:01Sie ist Teil dieser Familie.
33:03So wie jeder hier am Tisch.
33:07Und Familie ist das Wichtigste auf der Welt.
33:10Das dürft ihr niemals vergessen.
33:12Und was ist, wenn das Gericht gegen dich entscheidet?
33:15Viktoria, wir werden kämpfen.
33:16Mit allen Mitteln, wenn es sein muss.
33:19Pardon.
33:20Bitte.
33:24Ja, bitte.
33:26Das ging aber schnell.
33:29Tatsächlich.
33:31Wann können Sie hier sein?
33:33In Ordnung.
33:35Bis dann.
33:37Hat er etwas herausgefunden?
33:39Er will mit uns sprechen.
33:41Darf ich eurer Geheimnis-Tourer entnehmen, dass er sich bei dem ominösen Anrufer um den Privatdetektiv handelt?
33:47Hm.
33:49Du hast gesagt, wir sind eine Familie.
33:50Also sehe ich keinen Grund, warum wir Viktoria nicht einweihen sollten.
33:54Entschuldigt?
33:56Ja, natürlich.
33:59Ja, du hast recht.
34:02Also, ich habe einen Privatdetektiv beauftragt, um Herrn Ben Petersen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
34:08Das muss ja von mir nicht unangenehm sein.
34:10Ich hätte das schon längst gemacht.
34:11Ich fürchte allerdings, dass wir bei diesem Saubermann nicht viel finden werden.
34:20Das Schlimmste am Heiraten ist der Papierkrieg.
34:23Klingt als sprechst du aus Erfahrung.
34:25Naja, ich bin in den letzten Tagen acht Jahre gealtert ungefähr.
34:29Das übertreib mal nicht so.
34:32Die ganze Papierkame ist zwar ein bisschen lästig, aber halb so wild.
34:35Hm.
34:35Es sei denn, das ganze Zeug ist dir verbrannt.
34:37Dann hast du richtig rennen.
34:39Das ging sehr dramatisch.
34:41Herr Wirth, noch eine Runde.
34:43Oh.
34:43Der Mann hier hat eine Geschichte zu erzählen.
34:45Heute nicht mehr.
34:46Wir sind zum Essen eingeladen.
34:48Birgit und Tobias wollen unsere Hochzeit.
34:50Oh, das ist sehr schön.
34:52Aber pass bloß auf, dass Tobias seine Gitarre nicht rausholt.
34:55War immer noch besser eine Hochzeit mit Gitarre als eine Scheidung mit Pauken und Trompeten.
34:59Ey, der Mann hier hat aber auch eine Geschichte zu erzählen, oder?
35:02Aber hallo.
35:03Herr Wirth, stellen Sie das Bier kalt.
35:05Wir setzen die Runde fort.
35:07Mach's gut.
35:08Tschüss.
35:09Bis dann.
35:11Netter Kerl.
35:12Ja.
35:15Geh, Viktorie, einfach in den nächsten Tagen etwas aus dem Weg.
35:21So groß ist das Haus ja auch wieder nicht.
35:27Richard hat es gut gemeint mit der Einladung.
35:30Ich weiß.
35:31Er wollte einen Abend im Kreis der Familie.
35:38Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mir das wünsche.
35:43Aber es ist ja keiner mehr da.
35:46Ich bin da.
35:49Ja.
35:55Nur leider ein paar Jahre zu spät.
36:16Aber was ist denn hier los?
36:18Wir üben eure Hochzeit.
36:19Ah, man hat mich schon vor dir und deiner Gitarre gewarnt.
36:22Wer war das?
36:23Also ich stelle mich sofort um sein Fenster und singe.
36:26Oh.
36:26Nicht, dass du mir das Baby wachmachst.
36:28Andreas.
36:32Der Herr war in der Kneipe?
36:34Na ja, ich muss meinen Junggesellendasein ja noch ausnutzen.
36:36Na, hat er recht.
36:37Die langen Nächte zu Hause, die kommen noch früh genug.
36:40Oh.
36:44Sag mal, steht der Hochzeitstermin denn jetzt fest?
36:46Und habt ihr alle Papiere zusammen?
36:48Na, das wäre ziemlich schön, aber...
36:50Ja, also wann heiratet ihr jetzt?
36:52Lasst uns das mal besprechen.
36:55Also wenn es nach mir ginge, sobald wie möglich.
36:58Aber wir müssen noch bis nach dem Gerichtstermin warten.
37:01Ja, das wäre ganz gut, weil mir fehlen noch ungefähr 2000 Dokumente.
37:04Oh, ich dachte, du hast alles mitgebracht.
37:06Was? Nein, nein, das lag bei euch vor der Tür.
37:08Das ist die Post.
37:09Ach, die habe ich vorhin vergessen.
37:11Lasst uns doch mal essen und dann wollen wir besprechen,
37:13wie wir am besten euren Sieg vorgerechnet haben.
37:16Zeig mal her!
37:18Das ist von Julia.
37:20Nein!
37:21Anfamilie Tobias Becker.
37:23Nein, Lilly Becker.
37:25Nein, nein, nein.
37:27Warte mal.
37:28Also.
37:29Hallo ihr Lieben.
37:30Jetzt sind wir schon seit drei Wochen fort und es kommt uns bereits vor wie eine Ewigkeit.
37:34Ja.
37:35Das Leben hier in Afrika ist herrlich.
37:37Dennoch ist uns bewusst, dass die Aufgabe, die wir uns hier gestellt haben,
37:41durch die bisherigen... was?
37:42Also sie hat eine Schrift manchmal mit...
37:51Kannst du nicht einmal den Mund halten?
37:53Musst du Patricia so provozieren?
37:55Sie hat dir nichts getan.
37:56Jetzt hab dich doch nicht so.
37:59Du bist immer noch eifersüchtig wegen dieser Sache.
38:02Ich war nie eifersüchtig.
38:04Du bist uns angewidert.
38:07Sich mit einer kleinen Säuferin einzulassen.
38:09Ich hätte mir Stil zugetraut.
38:11Und ich den mir verstand.
38:13Du hast dich gerade mit deinem Vater versandt und dir fällt nichts besseres ein, als alles wieder kaputt zu machen?
38:17Oh doch.
38:19Was hältst du hier von?
38:20Hör mir zu.
38:23Du hast nicht nur deinen Kopf riskiert, sondern auch meinen.
38:25Und das lasse ich nicht zu. Hast du mich verstanden?
38:27Hör auf, du tust mir weh.
38:29Das ist nichts gegen das, was dein Vater mit dir machen wird, wenn er das von Patrizier erfährt.
38:34Er wird es nicht erfahren.
38:38Jedenfalls nicht von dir.
38:51Guten Abend.
38:52Annabelle.
38:53Ich möchte dir jemanden vorstellen. Ihr kennt euch bereits vom Telefon.
38:57Guten Abend.
38:58Danke, dass wir so schnell kommen konnten.
39:00Das ist mein Job.
39:02Ihr Ruf eilt Ihnen voraus. Sie haben ja schon früher für meinen Mann gearbeitet.
39:07Ja. Und ich vertraue ihm voll und ganz.
39:11Gut. Dann haben Sie auch mein uneingeschränktes Vertrauen.
39:15Ja. Wollen Sie uns zeigen, was Sie haben?
39:18Gut. Wenn Sie wissen wollen, ob Sie diesem Ben Peterson vertrauen können, kann ich Sie beruhigen.
39:24Ich habe selten einen Menschen gesehen, der so einen guten Läumund hat.
39:30Alle Nachfragen bei Behörden oder Kreditunternehmen ergeben immer das gleiche Bild.
39:36Der Mann ist blitzsauber. Es scheint, dass er in seiner Vergangenheit noch nicht einmal falsch geparkt.
39:41Hm. Wie langweilig. Und was ist mit dem Brand in seiner Werbeagentur?
39:46Damit hat der Petersen nachweilig nichts zu tun.
39:50Man könnte ihm, wenn ich das mal so salopp sagen darf, bedenkenlos der eigenen Kinder anvertrauen.
39:57Vielen Dank für Ihre Mühen.
39:59Ich hoffe, das waren die Informationen, die Sie wünschten.
40:02Und Sie sind sicher, dass Sie auch gründlich genug recherchiert haben?
40:05Darauf können Sie sich verlassen.
40:07Was ist? Stimmt was nicht?
40:10Ja, ich weiß nicht.
40:12Sehe ich das richtig?
40:14Laut dieser Unterlagen war Herr Petersen schon einmal verheiratet.
40:18Sicher?
40:19Naja, das mit den Papieren ist wirklich, das ist eine dumme Sache.
40:22Ja, das kann ich mir vorstellen.
40:24Familienstammbuch, Geburtsurkunde, es ist alles verbrannt.
40:26Da werde ich Spaß haben, die wiederzukriegen.
40:29Wer weiß, wen ich mir da angelacht habe, sondern kommender Sträfling oder so.
40:32Na, nein, nein, Nina. Das ist alles viel schlimmer.
40:35Viel schlimmer?
40:35Ich bin der letzte lebende Vampir.
40:40Und Sie sind sicher, dass ein Irrtum ausgeschlossen ist?
40:44Ja, er war verheiratet. Das steht zweifelsfrei fest.
40:47Ich dachte nicht, dass Sie der Typ sind, der sich festbindet.
40:51Tja, was soll ich sagen? Ich bin selbst ein bisschen überrascht.
40:54Zum ersten Mal wird es wirklich ernst.
40:56Was hast du denn?
40:58Verheiratet gewesen zu sein, ist doch kein Verbrechen.
41:00Eben. Und deshalb frage ich mich, warum er es verschweigt und stattdessen behauptet,
41:05die Ehe mit Nina Bergmann sei seine erste.
41:09Mein Gefühl sagt mir, hier stimmt etwas nicht.
41:13Ich weiß nicht.
41:15Willst du den Sorgerechtsprozess gewinnen?
41:19Natürlich will ich.
41:20Dann lass uns der Sache auf den Grund gehen.
41:23Vertrau mir.
41:28Einverstanden.
41:30Ihre Aufgabe wird jetzt etwas schwieriger.
41:33Ben Peterson war schon einmal verheiratet.
41:35Ich will wissen, mit wem.
41:38Wer diese Frau auch immer ist.
41:41Finden Sie sie.
41:46Wenn man schon nicht die besseren Argumente hat,
41:49dann ist Angst machen eine gute Strategie.
41:51Ein eingeschüchterter Gegner ist ein verwundbarer Gegner.
41:54Was ist denn, wenn die Manufaktur auf einmal wieder rote Zahlen schreibt?
41:56Und ihr beide arbeitslos seid?
41:58Könnt ihr euch dann auch um Paula kümmern?
42:00Findest du es nicht ein bisschen erbärmlich, uns mit Kündigungen zu drohen?
42:02Ihr solltet euch gut überlegen, was für Paula das Beste ist.
42:05Jetzt hat sie alles, was ein Kind sich wünscht.
42:07Nein.
42:09Sie sehnt sich nach mir.
42:12Nein.
42:12Nein.
42:14Nein.
42:15Nein.
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