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KurzfilmeTranskript
00:00Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie einen Moment über das Angebot nachdenken.
00:05Moment mal, Sie raten uns darauf einzugehen?
00:08Ich rate Ihnen gut abzuwägen.
00:10Denken Sie an Ihre Tochter.
00:12Ja, meine Tochter möchte zu mir.
00:16Richard von Weiden bietet Ihnen das geteilte Sorgerecht.
00:20Sie hätten Paula die Hälfte der Zeit bei sich.
00:22Das ist eine wesentliche Verbesserung zur momentanen Situation.
00:25Aber wenn ich morgen vor Gericht gehe, dann kann ich das ganze Sorgerecht bekommen.
00:28Richtig, Sie können.
00:30Wir wissen aber nicht, wie die Richtung entscheiden wird.
00:33Ihre Chancen stehen gut.
00:35Aber wenn Sie verlieren, bleibt Paula bei Richard von Weiden.
00:39Richard wird immer wieder versuchen, seinen Willen durchzusetzen.
00:42Wir würden uns permanent streiten.
00:44Und Paula stünde mittendrin.
00:46Ich kann Ihre Sorge verstehen, aber machen Sie sich die Konsequenzen bewusst.
00:50Niemand kann garantieren, dass Sie morgen die Anhörung gewinnen werden.
00:55Ich weiß, es ist schwer.
00:57Aber Sie müssen sich entscheiden.
01:12Sie müssen sie entscheiden.
01:13Ich kann nie, wie Sie versuchen, den Sie wangen.
01:15Nein, wenn Sie versuchen, den Sie versuchen.
01:18Aber Sie müssen einig, das ist einig, was Sie versuchen.
01:23Wir sind einig, das ist einig, das ist einig, was Sie versuchen.
01:29This could be the first day of my life.
01:39Ich habe mich entschieden.
01:55Und? Nimmst du mein Angebot an?
02:00Nein.
02:06Wie soll das heißen?
02:09Ich habe deinen großzügigen Vorschlag gemacht.
02:12Großzügig? Paula ist meine Tochter. Sie liebt mich. Und sie möchte bei mir sein.
02:17Paula hat das immer gut bei mir.
02:18Ja. Aber sie möchte bei mir sein und dafür werde ich kämpfen.
02:24Aber wenn du vor Gericht siehst, wirst du verlieren.
02:26Dann hast du gar nichts. Nicht mein geteiltes Augerecht.
02:31Du hast Angst, Richard.
02:34Du weißt, wie schlecht deine Chancen stehen, zu gewinnen.
02:37Nur deshalb hast du mir dieses Angebot überhaupt gemacht.
02:42Aber diesmal werde ich gewinnen.
02:45Das weiß ich.
02:48Sei dir mal nicht so sicher.
02:52Wer weiß, was wir ins Licht bringen.
02:56Ich lasse mich von dir nicht mehr einschüchtern.
03:00Wir sehen uns dann vor Gericht.
03:06Auf und rein.
03:07Ich lasse mich von dir!
03:36Charlotte, schön, dass du da bist.
03:38Hey Eva.
03:39Du willst bestimmt zu Erik.
03:41Der ist im Lager.
03:43Ähm, nein.
03:45Ich wollte zu dir.
03:46Hm, was kann ich für dich tun?
03:49Erik hat mir erzählt, dass du Probleme mit dem Haus hast.
03:54Ja, das ist wohl wahr.
03:57Die Sanierungskosten, die steigen ins Uferlose.
04:00Und einen Kredit bekomme ich nicht mehr, also werde ich wohl verkaufen müssen.
04:06Ich weiß doch, wie sehr du an dem Haus hängst.
04:09Hm, ich habe mein halbes Leben da verbracht.
04:13Und Werner hat es mir vererbt.
04:16Ja, deshalb wollte ich mit dir reden.
04:20Ich würde dir gerne helfen und dir einen Kredit geben.
04:24Zinslos.
04:26Charlotte, das ist ganz lieb von dir, aber...
04:30Kein aber.
04:31Du zahlst es mir einfach zurück, wenn du kannst.
04:33Ich weiß doch gar nicht, ob ich dir das jemals zurückzahlen kann.
04:36Also mach dir darüber mal keine Sorgen.
04:38Doch, Charlotte.
04:39So einfach ist das nämlich nicht.
04:41Bitte, denk in Ruhe drüber nach.
04:43Ja, das werde ich.
04:45Und vielen Dank für dein Angebot.
04:47Ja, natürlich.
04:50Oh.
04:51Hi.
04:52Na?
04:52Hm.
04:54Schau.
04:55Trägst du Cola mit?
04:58Oh.
05:04Ja, wenn das so ist, dann nehme ich auch an.
05:08Das war ja einfach.
05:10Er sagt, dass es immer schwer sein muss.
05:12Ich weiß jetzt übrigens, was du damit meinst, dass ein Kredit nicht immer von einer Bank kommen muss.
05:17Ja.
05:17Ich hoffe, dass sie sich das überlegt und es annimmt.
05:30Vielleicht war es zu offensichtlich, dass wir sie ködern wollten.
05:33Ja.
05:34Sie hat dazugelernt.
05:37Tja.
05:39Hoffen wir das Beste.
05:40Diesmal gibt's kein Zurück mehr.
05:42Hage, wir hoffen nicht.
05:44Ich habe schon einmal erfolgreich um das Sorgerecht für Paula gekämpft.
05:47Und es wird mir auch diesmal gelingen.
05:49Ja.
05:50Aber diesmal hat Nina ziemlich gute Karten.
05:53Dann brauchen wir bessere Karten.
05:55Also, was haben wir?
05:57Annabelle lässt nach der Ex-Frau von Petersen suchen.
06:00Mal sehen, was die uns zu erzählen hat.
06:03Dafür müssen wir sie aber erst mal finden.
06:04Und dann ist man auch die Frage, ob sie uns wirklich was erzählen kann, was uns weiterhilft.
06:07Ähm, in jeder Ehe gibt es schmutzige Wäsche.
06:11Du hast recht, wenn sie geschieden wurde.
06:14Und was vor Gericht zählt, sind Fakten?
06:18Und wenn du dich mit diesem Fall unwohl fühlst, dann musst du es nur sagen.
06:24Richard.
06:26Ich werde alles, alles, was in meiner Macht steht, tun, damit du Paula behältst.
06:47Das hätte Richard nicht erwartet, dass ich mich nicht mehr von ihm einschüchtern lasse.
06:51Aber ich muss an Paula denken.
06:54Und Paula möchte bei Ben und mir wohnen.
06:58Wenn ich nicht für sie kämpfe,
07:01wer denn dann?
07:03Ich will, dass sie glücklich ist.
07:08Wer war das?
07:10Mein Vertreter.
07:14Das war die richtige Entscheidung.
07:17Richard konnte es kaum fassen,
07:18dass ich sein großzügiges Angebot ausgeschlagen habe.
07:20Er weiß, dass du eine ernstzunehmende Gegnerin bist.
07:25Wenn wir beide das Sorgerecht hätten,
07:27dann würden wir uns nur streiten.
07:29Und er würde es so deichseln,
07:30dass er letztendlich dann doch eher über Paula entscheidet.
07:35Er hat mich damals eiskalt betrogen
07:36und sich seinen Sohn gesucht habe.
07:39Ich kann ihm einfach nicht mehr vertrauen.
07:42Das musst du jetzt doch gar nicht mehr.
07:45Na, bereust du es schon?
07:47Ne.
07:48Ich freue mich auf das ganze Theater.
07:51Außerdem lasse ich meine zukünftige Frau doch nicht im Stich.
07:54Wir sind jetzt eine Familie, hm?
07:58Ja.
07:59Sind wir.
08:01Du wirst gewinnen.
08:03Richard weiß das.
08:04Sonst hätte er dir das Angebot niemals gemacht.
08:11Mich interessieren nur Ergebnisse.
08:14Ich gehe davon aus,
08:15dass Sie in ganz Deutschland
08:16jedes noch so kleine Steinchen umdrehen werden,
08:18um diese Frau zu finden.
08:20Wenn nötig, holen Sie sich Verstärkung.
08:23Die Kosten sind völlig egal.
08:28Morgen möchte ich Ergebnisse.
08:31Ja.
08:31Guten Tag.
08:34Du scheinst ja nicht gerade Grund zur Freude zu haben.
08:38Ach.
08:39Nur ein unerfreuliches Gespräch
08:41mit einer Angestellten.
08:44Alles in Ordnung mit dir?
08:47Ich hatte vorhin auch ein unerfreuliches Gespräch.
08:50Mit Viktoria.
08:55Was ist passiert?
08:57Sie war es.
09:00Sie hat mir den Wodka gegeben.
09:03Hat sie das zugegeben?
09:05Ja.
09:07Nachdem ich es rausgefunden habe.
09:13Du wusstest das?
09:16Ich habe es vermutet.
09:22Und warum hast du mir nichts gesagt
09:23von deiner Vermutung?
09:44Ich habe es vermutet.
09:45Da bist du ja endlich.
09:46Ich komme auch schon wieder weg.
09:47Ich habe jetzt wirklich keine Zeit für dich.
09:48Oh doch.
09:49Die hast du.
09:50Und du weißt auch ganz genau, warum.
09:53Was ist denn mit deiner Wange?
09:55Du hast mich bei Patricia verraten.
09:58Was hast du dir nun dabei gedacht?
10:00Verstehe, Patricia.
10:01Antworte mir.
10:03Um ehrlich zu sein, gar nichts.
10:05Woher weiß ich es dann?
10:06Sie ist von alleine draufgekommen.
10:07Du hast dir nicht zufällig auf die Sprünge geholfen?
10:09Oh, warte, warte, warte.
10:10Doch, sie hat mich gefragt, ob du neulich die ganze Nacht bei mir warst.
10:15Wie kannst du nur?
10:16Wie kannst du nur?
10:19Erst bringst du sie fast um und dann stellst du dich hin und schaust zu, wie sie leidet?
10:22Ich bin deine Frau, Hagen.
10:23Hast du das schon vergessen?
10:24Ich erwarte von dir, dass du loyal bist.
10:26Und ich erwarte von dir, dass du aufhörst, Patricia zu quälen.
10:28Wenn mein Vater von der Sache erfährt, dann kannst du dir erdenken, was passiert.
10:31Und du alleine bist schuld daran.
10:34Viktoria, wenn du das Vertrauen deines Vaters willst,
10:37fang an, ihn zu unterstützen und bekämpfe nicht jeden in seinem Umfeld.
10:40Willst du mir doch von dir nicht erzählen, was ich tun oder lassen soll?
10:42Er hat dich erwachsen.
10:44Du baust ihn, du stehst dafür gerade.
10:49Wenn mein Vater mich rausschmeißt, Hagen,
10:52dann gehst du mit.
10:54Vergiss das nicht.
10:55Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun, als darüber nachzudenken.
10:58Dein Vater braucht mich nämlich.
11:00Morgen beginnt die Anhörung.
11:17Was hältst du davon, wenn wir drei verreisen?
11:19Paula, du und ich, nach der Hochzeit.
11:22Du meinst, in der Art flitterte Woche zu dritt?
11:24Ja.
11:25Quasi feiern wir unsere kleine Kleinfamilie.
11:30Wir können ja während der Schulferien, wenn Paula Lust hat.
11:33Was soll das heißen, wenn sie Lust hat?
11:35Ach, na ja, Paula braucht immer so viel Action.
11:38Na gut, dann geben wir ihm Action.
11:44Ich wollte ihr immer schon mal Segeln beibringen.
11:46Ja, super Idee.
11:46Fahren wir segeln.
11:50Oder glaubst du, sie hat keine Lust,
11:52mit uns beiden zu segeln?
11:54Natürlich hat sie Lust.
11:57So, dann hast du ja schon mit ihr geübt auf deinem Bett.
11:59Mhm.
12:01Ich bin auch sehr froh, dass sie mich akzeptiert hat.
12:03Ich auch.
12:07Ja.
12:10Jetzt sind wir bald eine richtige Familie.
12:13Wer hätte das gedacht, dass das so schnell geht?
12:15Mit Frau und Kind.
12:18War nicht so ganz dein Plan, als du nach Falkenteil gekommen bist, oder?
12:21Nein.
12:23Aber jetzt kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen.
12:29Was hältst du davon, wenn...
12:32Wenn?
12:33Wenn ich Paula adoptiere?
12:41Ich wollte dich nicht beunruhigen.
12:42Mich beunruhigen?
12:44Ich habe mich tausendmal gefragt,
12:46warum ich wieder rückfällig geworden bin.
12:48Ich habe nur versucht, dir Mut zu machen.
12:53Das hättest du getan, wenn du mir gesagt hättest,
12:55dass ich nicht von selber wieder angefangen habe zu trinken.
13:00Du hast recht.
13:01Aber ich wollte verhindern,
13:03dass du dich auf Viktoria stürzt, um dich zu rächen.
13:06Ich doch.
13:07Sie hat mich ja schließlich nur fast umgebracht.
13:09Das weiß ich, Patricia.
13:11Und wenn Viktoria wirklich Schuld hat,
13:13dann wird sie dafür bezahlen.
13:15Aber im Moment kann ich ihr nichts nachweisen.
13:17Und wenn ich Richard davon informiere,
13:19dann wird er Beweise haben wollen.
13:21Klar.
13:22Du willst dich nur bei deinem Ehemann nicht unbeliebt machen.
13:25Das stimmt nicht.
13:26Ich habe mir große Sorgen um dich gemacht.
13:28Das rechtfertigt noch lange nicht,
13:29Viktoria zu decken.
13:31Sieh es doch mal so.
13:33Der Rückfall war nicht deine Schuld.
13:35Du bist stark geblieben.
13:37Toll.
13:39Soll ich Viktoria jetzt auch noch dankbar sein?
13:42Für diese Erkenntnis?
13:43Sicher nicht.
13:44Aber wenn du jetzt in die Klinik gehst,
13:47dann musst du nicht an dir selbst zweifeln.
13:49Ja.
13:53So kann man das natürlich auch sehen.
13:57Patricia!
13:59Du musst dich jetzt auf dich konzentrieren.
14:02Auf dich und auf deine Genesung.
14:03Das ist jetzt das Allerwichtigste.
14:07Der Klinikaufenthalt
14:08ist das Allerwichtigste jetzt für dich.
14:13Du musst nach vorne sehen.
14:17Du kannst es schaffen.
14:19Das weiß ich.
14:22Du weißt es auch.
14:34Nee, ich weiß.
14:34Es ist wahrscheinlich zu voreilig.
14:36Und außerdem müssen wir auch Paula fragen.
14:39Ich kann verstehen, wenn du das nicht willst.
14:43Wir kennen uns noch nicht so lange.
14:45Und das ist auch...
14:47Es ist zu früh.
14:48Es ist wirklich zu früh.
14:50Also, ich finde es gut.
14:54Ja?
14:56Wirklich?
14:57Ja.
15:00Ich weiß, man muss jemandem sehr vertrauen.
15:03Paula hat ja schon einen Vater.
15:06Max ist tot bin.
15:08Er kann nicht mehr für Paula sorgen.
15:12Du schon.
15:16Und ich kann mir keinen besseren Vater für Paula vorstellen.
15:20Bist du sicher?
15:23Wenn Paula will.
15:28Und du?
15:31Bist du dir dann sicher?
15:34Ich habe mich für dich entschieden.
15:36Paula gehört zu dir.
15:37Weißt du?
15:49Das muss Dr. Six sein.
15:51Das muss Dr. Six sein.
16:10Und Annabelle hat es die ganze Zeit gewusst.
16:13Und warum hat sie es dir nicht gesagt?
16:16Sie hat doch gesehen, wie sehr du dich gequält hast.
16:18Du kennst sie doch.
16:20Natürlich hat sie dabei nur an mich gedacht.
16:23Und du glaubst ihr das nicht?
16:26Doch.
16:28Ich weiß nicht.
16:31Sie wollte nicht, dass ich einen Rachefeldzug gegen Viktoria starte.
16:36Übermorgen hast du alles hinter dir.
16:39Da bist du dann im Sanatorium und kümmerst dich nur noch um dich selbst.
16:43Und Viktoria, ich kann doch nicht einfach nichts tun.
16:46Ja, was diese Frau dir angetan hat, ist wirklich eine Ungeheuerlichkeit.
16:49Ich müsste sie anzeigen, wegen schwerer Körperverletzung.
16:53Diesmal muss ich deiner Mutter recht geben, Patricia.
16:57Viktoria wird schon eines Tages ihre gerechte Strafe bekommen.
17:02Du konzentrierst dich jetzt nur auf dich.
17:05Und auf das, was du vorhast.
17:16Und was machst du in nächster Zeit?
17:20Gibt's Neuigkeiten von deinem Haus?
17:23Ja.
17:26Die Sanierungskosten
17:29sind höher, als ich erwartet habe.
17:33Dass ich denke,
17:35dass ich das Haus verkaufen soll.
17:39Andererseits
17:42habe ich es von deinem Großvater geerbt.
17:47Ich weiß, wie sich das anfühlt.
17:51Als ich die Villa verkaufen musste,
17:53das war hart.
17:59Aber Großvater hätte nicht gewollt,
18:01dass sich das Haus irgendwann belastet.
18:03Da hast du ganz bestimmt recht.
18:06Lass mich dir doch helfen.
18:10Erst einmal versuche ich es allein.
18:17Es wird vor Gericht vor allem um eines gehen.
18:19Dass Sie beide ein gutes Bild abgeben.
18:21Das einer intakten Beziehung.
18:23Ja, das wird uns nicht schwerfallen.
18:24Es wird darum gehen,
18:25die Richterin davon zu überzeugen,
18:27dass Paula es bei Ihnen gut haben wird,
18:28dass es ihr an nichts fehlen wird,
18:30dass Sie beide gute Eltern sein werden.
18:32Wir haben vorhin darüber gesprochen,
18:33dass wir Paula adoptieren würden.
18:35Hervorragend.
18:36Das beweist dem Gericht,
18:37dass Sie Verantwortung übernehmen wollen.
18:39Und dass Sie die Absicht haben,
18:40eine wirkliche Familie zu sein.
18:42Ähm,
18:44heißt das,
18:44wir sollen das vor Gericht erklären?
18:46Ja, natürlich.
18:47Das ist ein weiterer Pluspunkt
18:48auf unserer Seite.
18:50Na ja, Moment mal.
18:51Wir haben nur kurz darüber gesprochen,
18:53gerade eben.
18:53Ja.
18:54Außerdem müssen wir Paula vorher fragen.
18:55Wir können nicht über Ihren Kopf hinweg entscheiden.
18:57Es handelt sich dabei
18:58um eine Absichtserklärung.
19:00Ja.
19:02Ich finde,
19:02das hört sich nicht so gut an.
19:04Wie meinen Sie das?
19:06Na ja,
19:07wir haben diese Entscheidung
19:07für uns getroffen
19:08und nicht dafür,
19:09irgendein Gericht zu beeindrucken.
19:11Außerdem kann uns das schnell
19:12so ausgelegt werden,
19:13als wollten wir
19:14nur eine gute Position
19:16vor Gericht haben.
19:17Das ist...
19:17Nein, das möchte ich nicht.
19:19Wir wollen die Adoption
19:20für uns und für Paula.
19:22Es ist sowieso spekulativ,
19:24ob diese Absichtserklärung
19:25etwas genützt hätte.
19:27Wir wollen heiraten.
19:29Das beweist doch genug,
19:31dass wir eine Familie sind.
19:33Haben Sie sich schon Gedanken gemacht,
19:34wie wir als Leumanns Zeugen
19:35vorladen sollten?
19:40Der Detektiv hat immer noch
19:42keine Spur?
19:42Aber er bleibt dran.
19:44Viel Zeit zum dranbleiben
19:45hat er nicht mehr.
19:46Vertrau mir, Richard.
19:47Irgendwo muss diese Frau
19:48aufzutreiben sein.
19:51Ja.
19:53Aber allein darauf
19:54können wir uns nicht verlassen.
19:55Wir wissen ja nicht einmal,
19:58ob diese Frau etwas Wichtiges
19:59über Petersen zu erzählen hat.
20:01Also, was haben wir noch?
20:05Was könnte Nina diskreditieren?
20:08Kindesentführung.
20:09Die haben wir gleich zweimal.
20:10Das erste Mal mit Hilfe
20:12von Herrn Becker und Frau Härte.
20:13Und das zweite Mal
20:14mit Hilfe von Petersen.
20:16Ja.
20:17Dann, Paula hat sich
20:19ihrer Mutter verschlossen.
20:20Wochenlang.
20:21Davon wussten?
20:22Herr Becker und Frau Härte.
20:25Haben sich Ben Peterson
20:26und Nina zwischenzeitlich
20:27nicht mal getrennt?
20:29Richtig.
20:30So stabil kann
20:31ihre Beziehung also nicht sein.
20:33Und auch darüber
20:34dürften die lieben
20:34Nachbarn Bescheid wissen.
20:36Nina wird die beiden
20:37sicher als ihre Zeugen
20:38vorladen lassen.
20:40Das kann schon sein.
20:42Aber darauf will ich's
20:42lieber nicht ankommen lassen.
20:45Ich habe nichts anderes
20:46von dir erwartet.
20:58Charlotte meint es gut,
20:59ich weiß.
21:02Aber
21:03ich kann das doch
21:04nicht annehmen.
21:06Dass sie, also
21:08die Sanierung
21:09meines Hauses bezahlt.
21:11Ich meine,
21:12die Bank gibt mir doch
21:13nicht ohne Grund
21:14keinen Kredit.
21:15Ja, klar.
21:16Die haben auch Angst,
21:17dass du,
21:18dass du's nicht
21:18zurückzahlen kannst.
21:20Ja.
21:20Und das ist doch
21:21dasselbe bei Charlotte.
21:23Ich weiß nicht,
21:23ob ich ihr das
21:24zurückzahlen kann.
21:28Mit anderen Worten,
21:29du willst da kaufen?
21:32Eva,
21:33mir ist es ganz wichtig,
21:35dass du weißt,
21:36dass ihr bei uns
21:37immer herzlich willkommen seid.
21:38Tobias sieht es
21:39ganz genauso.
21:41Unser Haus ist doch
21:41groß genug.
21:43Das ist ganz lieb von dir.
21:45Und ich fühle mich ja
21:47bei euch auch sehr wohl.
21:48Na, ich hoffe,
21:49das erleichtert dir
21:50ein bisschen die Entscheidung.
21:53Ich muss darüber
21:54noch mal in Ruhe nachdenken.
21:57Ich gehe jetzt erst mal
21:58in die frische Luft.
22:04Ich bin gleich wieder zurück.
22:05Beste Zeit.
22:11Naja,
22:13die beiden haben einfach
22:14am meisten davon mitbekommen.
22:15Und Birgit und Tobias
22:16sind die Besten,
22:17die bestätigen können,
22:18dass Paula bei Nina
22:19wohnen möchte.
22:19Sie denken daran,
22:20dass die Gegenseite
22:21die beiden auch befragen kann.
22:25Als Ben und ich
22:26damals zusammengekommen sind,
22:27da
22:29Paula hat sich verraten gefühlt
22:31und hat mehrere Wochen
22:32nicht mit mir gesprochen.
22:33Das haben Birgit und
22:34Tobias auch mitbekommen.
22:36Also wenn die Gegenseite
22:37die beiden dazu befragt,
22:38dann ist das nicht so
22:38günstig, oder?
22:40Die Gegenseite wird versuchen,
22:41die Aussagen möglichst
22:42negativ dastehen zu lassen.
22:44Ich kenne Hagen van Weiden,
22:45der ist ein Anwalt
22:46ohne Skrupel.
22:48Naja, aber sie werden ja
22:48nur die Wahrheit sagen.
22:49Die Wahrheit,
22:50die ist in einem solchen Fall
22:52sehr subjektiv.
22:53Sie müssen damit rechnen,
22:54dass die beiden so richtig
22:55in die Mangel genommen werden.
22:56Und die Gegenseite wird
22:57die Fragen so formulieren,
22:58dass am Ende durchaus
22:59negative Aussagen
23:00über sie herauskommen können.
23:02Naja, ich habe nichts zu verbergen.
23:03Ich habe immer nur
23:04im Sinne Paulus gehandelt.
23:06Sind Sie sicher?
23:07Ja.
23:08Es gibt niemanden,
23:09der positiver über uns
23:10aussagen könnte,
23:11als die beiden.
23:12Dann sollten wir
23:13Frau Hertel und
23:14Herrn Becker als
23:14Leumundszeugen vorladen.
23:15Und die beiden
23:16sagen bestimmt gerne
23:17für dich aus.
23:19Was ist denn,
23:20wenn Hagen sie
23:20zu der Entführung befragt?
23:24Tobias und
23:24Birgit haben
23:26mich damals
23:26vor der Polizei gedeckt.
23:28Können sie
23:29dafür bestraft werden?
23:31Wenn das vor Gericht
23:32zur Sprache kommt,
23:32dann müssen die beiden
23:33mit einer Anzeige
23:34wegen Strafverheitlung
23:35rechnen.
23:37Ich will nicht,
23:37dass die beiden
23:38meinetwegen Probleme bekommen.
23:39Sie haben schon
23:40so viel für mich getan.
23:42Aber einen besseren
23:43Leumundszeugen werden
23:44sie nicht finden kann.
23:46Ich weiß nicht.
23:47Ich habe kein gutes
23:47Gefühl dabei.
23:52Sie haben doch gesagt,
23:53dass unsere Chancen
23:54ganz gut stehen.
23:55Sehr gut sogar.
23:58Ja, dann möchte ich
23:58lieber auf
24:00Ihre Aussage verzichten.
24:02Auch wenn dann
24:02niemand für mich
24:03sprechen kann.
24:04Wir schaffen das auch so.
24:12Danke.
24:12Hallo, Herr Ritter.
24:14Von beiden.
24:15Herr Becker.
24:16Sie wollten mich sprechen?
24:18Setzen Sie sich.
24:21Sie wissen,
24:21was morgen für Tag ist?
24:23Ja.
24:25Morgen beginnt die Anhörung
24:27um das Sorgerecht
24:27von Paula Bergmann.
24:29Ja, ist mir bekannt.
24:31Um es kurz zu machen,
24:33ich würde Sie gerne
24:34als Zeugen vorladen.
24:38Aber Sie wissen doch,
24:40wie ich zu Nina
24:41und Paula stehe.
24:42Ja, ja, das weiß ich.
24:43Ich weiß aber auch,
24:44dass Sie Mutter und Tochter
24:44sehr gut kennen.
24:46Sie müssten einfach nur
24:47ein paar simple Fragen
24:48beantworten
24:49beziehungsweise
24:49Ihre Beziehung zu dem
24:50Ich werde dem Gericht sagen,
24:51dass Paula zu Ihrer Mutter gehört.
24:54Beantworten Sie einfach
24:54nur meine Fragen.
24:55Mehr wird von Ihnen
24:55gar nicht erwartet.
24:58Hier wäre dann
24:58die Vorladung.
25:02Wir sehen uns morgen.
25:04Vor Gericht.
25:06Gerne.
25:07Wiedersehen.
25:08Wiedersehen.
25:21Wie?
25:22Wir sollen nicht für dich aussagen.
25:24Ich meine, wer denn sonst?
25:26Wer kennt dich und Paula
25:27besser als wir?
25:27Ich weiß, wie gerne
25:28ihr mir helfen wollt,
25:29Berit.
25:30Aber ich will nicht,
25:31dass ihr meinetwegen
25:31Probleme bekommt.
25:32Ach, was?
25:33Ich werde aussagen,
25:34dass du die beste Mutter bist,
25:35die sich ein Kind nur wünschen kann.
25:36Und dass dich Paula vermisst,
25:38wenn sie nicht bei dir ist.
25:39Aber die Gegenseite
25:40wird euch auch befragen.
25:42Ja, das ist mir egal.
25:45Du hast doch
25:45nichts zu verbergen.
25:47Aber ihr habt
25:48was zu verbergen.
25:50Wenn Hagen mich
25:51noch damals fragt,
25:52als ich mit Paula
25:53vor der Polizei geflohen bin.
25:54Paula wollte nicht
25:55zurück zu Richard.
25:56Ja, aber darum geht es doch nicht.
25:58Ihr habt mich
25:59vor der Polizei gedeckt.
26:00Das war gelogen
26:01und das ist strafbar.
26:02Ist mir egal.
26:03Ich sage für dich aus.
26:04Nein, Birgit.
26:04Das kann Folgen für euch haben.
26:07Hagen ist skrupellos.
26:08Der wird euch einfach reinreißen.
26:09Ach.
26:10Mein Anwalt sagt auch,
26:11dass wir die besten Chancen haben.
26:15Richard hat mir sogar
26:15ein Angebot gemacht.
26:17Danke.
26:19Wie? Außergerichtlich?
26:21Ja.
26:21Er hat mir das geteilte
26:22Sorgerecht für Paula angeboten.
26:24Das hätte er nie gemacht,
26:26wenn er nicht wüsste,
26:27dass ich die besseren Chancen habe.
26:28Mensch, Nina.
26:30Ich hoffe wirklich,
26:31du hast recht.
26:32Birgit, ich will nicht,
26:34dass ihr für mich aussagt.
26:48Na, mein Kleiner?
26:52Glaubst du noch?
26:57Guck, wir machen jetzt einen Spaziergang.
27:00Ui, ui, ui.
27:05Ach, Mensch.
27:07Grüß dich.
27:08Ich hoffe, ich störe nicht.
27:09Nein, überhaupt nicht.
27:12Stefan, ich...
27:13Stefan, ich...
27:13Ach, du zuerst.
27:16Also, ich wollte dir sagen,
27:17es tut mir leid,
27:18dass ich dich vorhin
27:19einfach stehen gelassen habe.
27:21Naja, weißt du,
27:23das ist schon in Ordnung.
27:24Ich habe ja auch
27:24was richtig Blödes gesagt.
27:26Andreas hat es mir erzählt.
27:28Ja, konntest du ja nicht wissen.
27:31Naja.
27:32Wir beide wollten jetzt
27:33eigentlich einen Spaziergang machen.
27:34Möchtest du nicht mitkommen?
27:35Nein, spazieren war ich heute genug.
27:37Außerdem brauche ich mal
27:38ein bisschen Ruhe.
27:41Ja, wie wäre es denn dann
27:42mit so einem
27:42richtig gemütlichen Fernsehabend?
27:45Ach ja?
27:46Wir könnten einen Film gucken,
27:48zum Beispiel
27:48Frühstück bei Tiffany.
27:50Ach, das ist, glaube ich,
27:52nicht so eine gute Idee.
27:54Nein,
27:55nicht schon wieder, oder?
27:56Ja,
27:57der Lieblingsfilm
27:58meiner Ex-Frau.
27:59Ach.
28:00Aber das konntest du ja
28:01auch nicht wissen.
28:02Ja, wie immer,
28:03weißt du.
28:05Also, ähm,
28:06wir beide machen uns
28:07jetzt mal statt.
28:08Ja, aber es gibt ja noch
28:09genügend andere Filme.
28:11Ja, zum Glück.
28:12Aber ich mache
28:12keine Vorschläge mehr.
28:18Ich sage natürlich
28:19nur Gutes über Nina.
28:20Das habe ich diesem Morgen
28:21schon klar gemacht.
28:22Nina will nicht,
28:23dass du aussagst.
28:24Aber wir können dir doch helfen.
28:25Ja, das habe ich ihr
28:27ja auch gesagt,
28:27aber, ähm,
28:33Nina hat einfach Angst,
28:34dass wir Ärger
28:34mit der Polizei bekommen.
28:35Wir haben die doch
28:36damals belogen,
28:37als sie Nina und Paula
28:38gesucht haben.
28:38Da ist doch nichts passiert.
28:40Außerdem haben sie Nina
28:41ja gefunden.
28:42Das ist aber trotzdem
28:42eine Straftat, oder?
28:45Nina klang jedenfalls
28:46ziemlich besorgt.
28:47Dann habe ich die Polizei
28:48eben belogen.
28:50Nein, was Schlimmes
28:51wird schon nicht passieren.
28:53Du,
28:54dieser Hagen von Weiden,
28:56der würde dich nicht
28:56vorladen,
28:57wenn es nicht
28:57ihm was nutzen würde.
28:59Aber was wollen
29:00die denn machen?
29:00Ich sage für Nina aus.
29:02Egal, was die von
29:02Weidens planen.
29:05Er hat so,
29:05Ninas Anwalt
29:06kennt diesen Hagen von Weiden
29:07und der meint,
29:08der wäre nicht zu
29:09unterschätzen.
29:10Der dreht dir das Wort
29:10im Wunder.
29:11Ich verstehe es ja auch nicht.
29:13Nina weiß ja das,
29:14was wir es nur gut meinen,
29:15aber wenn sie nicht will,
29:16dass wir aussagen,
29:17dann wird sie schon
29:17irgendeinen Grund haben.
29:19Ich bin aber jetzt
29:19vorgeladen.
29:20Also, was machen wir jetzt?
29:22Ich bin aber auch nicht.
29:34Musik
29:54Sie sind doch die Einzige hier im Haus, die mich versteht und noch zu mir hält.
30:16Musik
30:20Uns verbindet etwas Besonderes.
30:24Schon vom ersten Tage an, als Sie unser Haus betraten.
30:28Deshalb vermache ich Ihnen das Haus, in dem Sie bisher wohnen.
30:33Musik
30:43Musik
30:44Musik
31:02Ich werde mein Leben wieder in den Griff kriegen, Nico.
31:08Ich weiß, dass du das auch gewollt hättest.
31:12Ab jetzt kümmere ich mich nur noch um mich.
31:17Was hat er wohl dazu gesagt, dass du so abgestürzt bist?
31:21Was willst du?
31:23Ich wollte dir nur sagen, ich hoffe, du schaffst den Entzug und bleibst trocken.
31:27Wie?
31:29Kein Wodka mehr, den du mir in den Saft kippen willst?
31:33Ich habe gehört, dass du in eine Klinik gehst.
31:35Geschlossene Abteilung.
31:36Und?
31:37Und das völlig freiwillig.
31:39Hut ab.
31:41Wann geht es denn los?
31:43Du kannst es wohl gar nicht erwarten, mich loszuwerden, was?
31:46Na ja, wieso denn?
31:47Ich wollte mich nur von dir verabschieden und dir alles Gute wünschen.
31:55Wie dreht sich dein falsches Getue eigentlich manchmal selbst an?
32:00Ich weiß nicht, was du meinst.
32:04Tu uns beiden den Gefallen und zeig einmal in deinem Leben Grüße, Viktoria.
32:10Bitte?
32:12Wir wissen doch beide, was du von mir willst.
32:14Sag es doch einfach.
32:16Was will ich denn?
32:17Du hast Angst, ich könnte Richard von dem Wodka erzählen.
32:20Da wäre er nämlich ziemlich böse auf sein Töchterchen.
32:24Und jetzt willst du, dass ich ihm nichts davon sage.
32:28Hast du Beweise?
32:31Eine Trinkerin, die Rechtfertigung für Besäufnis sucht, ist nicht gerade glaubwürdig, oder?
32:40Wir können das gerne ausprobieren.
32:42Deine Entscheidung.
32:47Warte.
32:52Was willst du dafür?
32:55Dass ich ihm nichts sage?
32:57Mhm.
33:00Gar nichts.
33:02Ein einfaches Bitte genügt.
33:07Sag es ihm nicht.
33:12Bitte.
33:15War doch gar nicht so schwer.
33:19Ach übrigens, ich hätte es ihm sowieso nicht gesagt.
33:25Ich habe nämlich Wichtigeres zu tun, als dich fertig zu machen.
33:29Dazu bist du mir einfach zu...
33:32egal.
33:35War doch gar nicht so schwer.
33:48War doch gar nicht so schwer.
33:54Und wie da ist ihm momuelle Witte?
34:05Tschüss.
34:05Ciao.
34:08Oma, wir sind fast die Letzten hier.
34:11Das stimmt.
34:12Ich kann es glauben, dass hier vorhin so viel los war.
34:14Da kommt man sich plötzlich richtig einsam vor.
34:17Ja.
34:18Da hast du völlig recht.
34:21Womit?
34:22Weißt du, ich habe immer gerne in meinem Haus gewohnt.
34:27Und zwar, weil die Grafenbergs nebenan waren.
34:31Ja, wir waren wie eine Familie.
34:33Daniel, Patricia.
34:37Ja, und jetzt?
34:38Jetzt wohnen die Grafenbergs da nicht mehr.
34:39Eben.
34:40Und jetzt, wo sie da nicht mehr wohnen, brauche ich da auch nicht mehr wohnen bleiben.
34:43Ja, zwischen lauter wildfremden Leuten.
34:46Ja, wildfremden alten Leuten.
34:47Die Villa gehört jetzt dem Seniorenstift.
34:49Also werde ich verkaufen.
34:51Und das Angebot von Tobias und Birgit annehmen und bei ihnen einziehen.
34:54Oma, du machst genau das Richtige.
34:56Und ich, ich werde mir eine Bude suchen.
34:58Ach, das Angebot gilt doch auch für dich.
35:00Ich meine, das Haus von Tobias ist groß genug.
35:02Und du hast doch schon ein Zimmer da.
35:04Ja, Oma, das ist lieb gemeint, aber Dauerzustand ist das nicht für mich.
35:08Ich weiß, ich meine ja auch nur, du musst dich nicht beeilen, wenn du dir etwas Neues suchst.
35:13Ja.
35:13Außerdem könntest du mir helfen.
35:16Beim Verkauf und beim Umzug.
35:19Logisch.
35:22Ja.
35:23Jetzt wird es langsam Zeit, dass wir Feierabend machen, oder?
35:26Ach, endlich.
35:28Ich dachte schon, du willst die ganze Nacht hierbleiben.
35:30Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, dass ich froh bin, dass du da bist?
35:34Und mir hilfst?
35:35Bitte nicht sentimental werden, ja?
35:37Ach, in meinem Alter habe ich ein Recht darauf.
35:43Na toll.
35:45Ausgerechnet die Menschen, die am meisten über mich wissen, kann ich nicht aussagen lassen.
35:48Aber ich kann Birgit und Tobias einfach nicht in so eine Situation bringen.
35:52Das wäre nicht fair.
35:55Dann werde ich also keine Fürsprecher auf meiner Seite haben.
36:00Wir werden auch so gewinnen.
36:03Bergmann?
36:04Hi, wo bleibst du denn?
36:06Ich bin schon mit Herrn Dr. Seek im Lanzino.
36:07Ich bin auf dem Weg zu Birgit und Tobias.
36:09Die wollten irgendwas Wichtiges noch mit mir besprechen.
36:12Okay, gut.
36:12Wir warten auf dich.
36:14Nee, braucht nicht zu warten.
36:15Ihr könnt schon mal anfangen.
36:16Ich beeile mich.
36:17Ich komme dann gleich nach.
36:18Okay?
36:19Okay, bis gleich.
36:20Ich liebe dich.
36:21Tschüss.
36:22Bis gleich.
36:24Nina, komm gleich.
36:26Dann können wir ja nochmal durchgehen, was ich zu Ihrer Person habe.
36:29Klar.
36:29Wichtig ist, dass Sie sich nicht in Widersprüche verwickeln.
36:32Also bleiben Sie immer schön bei der Wahrheit.
36:33Natürlich.
36:34Gut.
36:37Ben Petersen, geboren in Hamburg, 1974.
36:42Abitur, Studium, Werbeagentur in Hamburg.
36:45Warum kamen Sie nochmal nach Reisenthal?
36:47Ich wollte meine Halbschwester Julia kennenlernen.
36:50Und dann verliebten Sie sich in Nina Bergmann?
36:52Ja, also so ungefähr.
36:54Wir haben eine WG gegründet und dann so nachher.
36:57Verstehe.
36:58Und Sie wollten hierbleiben?
36:59Ja, vor allen Dingen, nachdem meine Agentur abgebrannt ist.
37:02Aha.
37:04Sie saßen mit Nina Bergmann eine Nacht im Gefängnis?
37:07Äh, ja.
37:09Mir wurde Mithilfe zur Kindesentführung vorgeworfen, aber wir wurden nicht angezeigt.
37:13Und dann nochmal.
37:14Ja, aber das ist ein Irrtum.
37:16Nina und ich, wir sind zufällig auf ein Drogenversteck gestoßen.
37:19Eins kann ich Ihnen sagen, das wird nicht einfach werden.
37:21Trotzdem glaube ich, dass wir es schaffen.
37:23Es ist absolut glaubhaft, dass Sie und die Mutter des Kindes eine harmonische und verantwortungsvolle Beziehung führen.
37:29Äh, hier wurde Ihr Familienstand nicht angegeben.
37:33Wahrscheinlich ledig, oder?
37:34Ja, klar.
37:35Ja.
37:37Beziehungsweise...
37:37Ja?
37:38Es ist noch etwas, was Sie vielleicht wissen sollten.
37:40Also, es ist eigentlich total unbedeutend.
37:42Ich habe es selbst fast vergessen.
37:43Alles ist wichtig.
37:45Ich bin geschieden.
37:49Zinina, ich kann doch so viel Positives über dich und Paula aussagen.
37:53Ich weiß aber, ich möchte nicht, dass ihr Schwierigkeiten bekommt.
37:56Ihr habt mich damals vor der Polizei gedeckt.
37:58Und euch dann mit der Komplizenschaft schuldig gemacht.
38:01Also, in uns brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen.
38:03Jetzt geht es vor allem um dich und Paula.
38:05Ja, er hat recht.
38:07Wir kommen schon klar.
38:09Ich würde einfach nur das sagen, was für dich spricht.
38:11Und alles andere werde ich mich einfach nicht erinnern.
38:14Nein, Tobias, nein.
38:16Du musst mir versprechen, die Wahrheit zu sagen.
38:19Ja, aber auch wenn...
38:20Auch dann.
38:21Nina, wir wollen dir helfen.
38:24Ja, ich weiß.
38:26Aber nicht, indem ihr euch selbst schadet.
38:30Tobias, du bist verpflichtet vor Gericht, die Wahrheit zu sagen.
38:34Hagen ist clever.
38:35Der lässt sich nicht austricksen.
38:38Und wenn du versuchst, dich rauszureden, dann wird er versuchen, dich in Widersprüche zu verwickeln.
38:43Ja, vielleicht hast du recht.
38:46Du weißt, es tut mir ja leid, dass er jetzt so zwischen den Fronten steht, aber...
38:50Mach dir bitte um uns keine Sorgen.
39:01Wisst ihr was?
39:03Wir haben Herrn Becker als Zeugen.
39:07Gut.
39:09Ja, und ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir aus dem guten Herrn Becker noch einiges rausbekommen werden, was unsere
39:14Kleinfamilie in keinem EU-Licht erscheinen lässt.
39:16Damit hätten wir schon mal einen wichtigen Zeugen auf unserer Seite.
39:20Und Nina wird keine Zeugen aufrufen.
39:23Aus Angst vor unserer Befragung.
39:26Weil jeder, der sie kennt, über die Schattenseiten im Bilde ist.
39:30Der Detektiv arbeitet weiter, unermüdlich.
39:32Jetzt mit Verstärkung.
39:34Er wird Petersens Expo aufspüren.
39:36Da bin ich mir sicher.
39:37Ja, wie auch immer.
39:39Wir haben eine ganze Menge gegen Nina in der Hand.
39:42Wir werden weitersuchen.
39:48Wirklich, das ist ewig her.
39:50Ich war damals 19, kurz nach dem Abitur.
39:52Dann sehe ich da kein Problem.
39:54Die Ehe ist geschieden.
39:55Das hat mit der Sorgerechtsklage und ihrer Beziehung zu Frau Bergmann gar nichts zu tun.
39:58Naja, es gibt noch eine Sache, die Sie über die Ehe wissen sollten.
40:01Wir sagen, dass es einen Scheidungskrieg gab.
40:03Das ist für diesen Fall nicht relevant.
40:04Machen Sie sich keine Sorgen.
40:05Nein, nein, einen Scheidungskrieg gab es nicht.
40:07Wir kannten uns kaum.
40:09Herr Petersen.
40:12Ich habe damals nicht aus Liebe geheiratet.
40:15Tatjana, so hieß die Dame, brauchte eine Aufenthaltsgenehmigung.
40:18Ich habe ihr geholfen.
40:19Drei Jahre später haben wir uns in Kioff wieder scheiden lassen.
40:21Seitdem habe ich sie nie wieder gesehen.
40:27Herr Petersen.
40:30Eine Scheinehe.
40:31Das ist eine Straftat.
40:32Ich weiß, aber es ist zehn Jahre her.
40:34Es ist doch verjährt, oder?
40:35Das ist egal.
40:37Wenn herauskommen sollte, dass Sie eine Scheinehe hatten, dann wirft es ein sehr schlechtes Licht auf Ihre jetzige Beziehung.
40:42Aber warum? Das ist doch was ganz anderes.
40:45Sie hätten mich vorher darüber informieren sollen.
40:46Dann hätte ich Frau Bergmann gebeten, das Angebot Ihres Schwiegerwaters anzunehmen.
40:50Nina will kein geteiltes Sorgerecht.
40:52Aber jetzt bekommt sie vielleicht gar keins.
40:55Wenn das herauskommen sollte mit Ihrer Scheinehe, dann könnte die Richterin denken, dass sie auch jetzt nur eine Scheinehe eingebt,
41:01um Frau Bergmann zu helfen.
41:02Ich liebe Nina.
41:03Ich bezweifle, dass Sie mit der Aussage durchkommen werden.
41:06Das heißt?
41:08Dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit die Anhörung morgen verlieren.
41:15Haben Sie sie gefunden?
41:16Weder die Ex-Frau noch Informationen über die Ehe.
41:18Gut.
41:20Das heißt zumindest, dass Hagen von Weiden auch nichts finden kann.
41:22Ist was Neues von Petersons Ex-Frau?
41:24Habt ihr sie gefunden?
41:24Nein, noch nicht.
41:26Ich tue mein Bestes.
41:28Aber im Moment sind die Chancen, den Prozess zu gewinnen, nicht so rosig.
41:30Manchmal bin ich aufgewacht und hab gedacht, ich packe es nicht.
41:38Ich packe es nicht alleine gegen Richard.
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