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  • vor 2 Tagen

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Transkript
00:20Love Is Enough
00:43Also von mir aus können wir das ruhig öfter machen.
00:47Aber du hast ja so selten Zeit.
00:51Ich dachte schon, du meldest dich ĂŒberhaupt nicht mehr.
00:54Ja, spÀtestens morgen zur Nachuntersuchung hÀtten wir uns ja gesehen.
01:01Zweite Runde?
01:02Oh ja.
01:10Ich bin nicht da.
01:16Vielleicht ist es ja was Wichtiges.
01:19Das ist höchstens die Nachbarin.
01:20Oha, war mir zu laut?
01:22Nein, die will entweder Walz oder Zucker.
01:25Ah, so eine ist das.
01:28Sieht so gut aus.
01:30Soll ich gehen?
01:31Nee, ich mach das.
01:36Beeil dich.
01:37Ja.
01:39Bleib genau so.
01:40Alles klar.
01:43Ja, ich komm da.
01:46So.
01:48Roland.
01:49Dein Handy ist aus.
01:50Ja, ich hab frei.
01:51Weiß ich.
01:52Und dann gehst du gleich mit den FĂŒhrern ins Bett.
01:54Mehr oder weniger.
01:55Ist das noch nicht mal halb acht?
01:57Ja, ich...
01:58Was ist denn los?
02:00Ich dachte, ich komm mal spontan vorbei.
02:01Auf ein Bier kann ich reinkommen.
02:03Ja, gern.
02:06Was macht ihr die Wohnungssuche?
02:08Da stehen wir ĂŒbermorgen vielleicht was in Gules an.
02:10Blick aufs Rosenthal.
02:11Klingt toll.
02:12Völlig ĂŒberteuert.
02:14Was ist denn da hin?
02:16Ach, du hast Besuch?
02:18Das ist Sophia.
02:19Entschuldigung, ich wollte mich stören.
02:20Ich muss noch rein ins Baden.
02:25Gules.
02:26Das ist ja eine ganz gute Gegend.
02:28Und direkt am Park.
02:30Also wenn ihr die Wohnung bekommen wĂŒrdet,
02:32das wĂ€re ein RiesenglĂŒck.
02:33Hast du fĂŒr dich recht?
02:34Jetzt, da ich schon mal hier bin,
02:35willst du mir deine Freundin nicht richtig vorstellen?
02:39Ola, ich wollte den...
02:39Kein Problem, ich bin gleich weg.
02:53Willst du wirklich nicht,
02:54dass einer von uns bei dir bleibt?
02:55Nee, das wird dann gleich wieder so dramatisch.
02:58Hallo.
02:59Hi.
03:00Und ich hatte Gesellschaft.
03:01Stimmt's, Alter?
03:03Ich hab dir eigentlich gesagt,
03:04ich will dich hier nicht so schnell wiedersehen.
03:07Hab das gute Essen vermisst.
03:08Ja, na dann, hier ist dein Abendbrot.
03:10Hau rein.
03:12So viele?
03:13DĂŒnns waren es doch immer nur sechs Pillen.
03:15Kleiner Gruß aus der KĂŒche.
03:17Hörst du wieder deine Kindergartenmusik?
03:18Hey.
03:19Wir gehen dann mal los.
03:20Also, bis spÀter.
03:21Halt die Ohren steif groß an.
03:22Klar.
03:23Bis morgen.
03:25Wenn irgendwas sein sollte,
03:26rufen sie uns einfach an.
03:27Egal, wie spÀt es ist.
03:28Ja, mach ich.
03:29TschĂŒss.
03:30Tschau.
03:35Es ist echt anstrengend,
03:36wenn man stÀndig den Eltern Mut machen muss.
03:38Hier.
03:39Halt mal die Mucke an.
03:46Ich zeig dir morgen mal Musik fĂŒr Erwachsene.
03:48Alter, sack ist einfach keine Ahnung,
03:49was gerade so angesagt ist.
03:51DafĂŒr habe ich Geschmack.
03:52Ja?
03:52Was denn du so mit 16 gehört?
03:54Backstreet Boys.
03:56Okay.
03:58Nicht vergessen.
04:01Backstreet, Backstory.
04:17Geh ruhig ran.
04:18Nee.
04:20Ich habe jetzt keine Lust,
04:21ĂŒber die Wochenpauschale fĂŒr den Planierraupel zu fahren.
04:24Ich muss auch noch zwei Klassenarbeiten korrigieren.
04:30Jetzt warten wir erst mal ab,
04:31was bei der Untersuchung rauskommt.
04:46Heimann?
04:46Guten Abend, Herr Heimann.
04:47Peters hier.
04:48Ja.
04:48Entschuldigen Sie die Störung,
04:49aber ich habe gerade Dominik Lorenz stationĂ€r aufnehmen mĂŒssen.
04:52Der junge LeukÀmie-Patient.
04:54Was ist mit ihm?
04:55Er ist sehr schwach und annehmisch.
04:57Gibt's schon Befunde?
04:58Nein, die kommen erst morgen frĂŒh.
05:00Es könnte sein...
05:01Dass er seinen Körper die Knochenmarktransplantation
05:03nicht angenommen hat.
05:05Ja.
05:07Haben Sie mit der Familie schon ĂŒber die Möglichkeit
05:09eines Rezidivs gesprochen?
05:11Nein, ich wollte erst die Ergebnisse abwarten.
05:14Wie geht's denn seinen Eltern?
05:15Aktuell sind sie noch relativ gefasst.
05:18Gut, dann spreche ich mit Ihnen morgen frĂŒh gleich persönlich.
05:22Danke.
05:23Bis morgen.
05:36Guten Abend.
05:38Herr Roland.
05:38Guten Abend.
05:39Willst du was essen?
05:40Nee, danke.
05:42GrĂŒĂŸe von Martin.
05:44Ah, und wie geht's ihm?
05:45Gut, ich habe ihn eben aus dem Bett geklingelt.
05:47Um die Zeit?
05:48Ist er krank?
05:49Was hat er denn?
05:49Nicht was, sondern wen.
05:52Hat er etwa eine neue?
05:53Wusstest du davon?
05:54Nein, aber gut zu hören.
05:56Der Junge war viel zu lange allein.
05:58Groß, blond, klein, dunkel.
06:01Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.
06:03Aber nett und sehr groß.
06:05Wie alt?
06:06Ich schÀtze Mitte 30.
06:08Oh, das ist der Klassiker.
06:09Willkommen in der Midlife-Crisis.
06:11Hat sie auch einen Namen?
06:12Sophia.
06:13Sind die Kinder rum?
06:14Ja, und dieser wollte noch was wegen der neuen Wohnung besprechen.
06:17Ich schaue mal nach den beiden.
06:20Mitte 30.
06:21Die ist doch viel zu jung.
06:24Was meinst du?
06:26Vielleicht laden wir sie mal ein?
06:28Unbedingt.
06:31Du riechst gut.
06:36Ich könnte dir jetzt einen Knutsch weg machen.
06:39Nee, bitte kein HĂ€matom am Hals.
06:42Ja, aber dann wĂŒssten die ganzen kleinen Schwestern, SchĂŒlerin,
06:44die dich bestimmt wahnsinnig annahmen,
06:46wenn das du gerade vergeben bist.
06:48Bin ich das?
06:55Sag mal, hast du das ja nicht mit deinen Kuscheltieren zu Hause,
06:58so mitten in der Nacht?
06:59Die sind doch traurig ohne dich.
07:01Sag einfach, wenn ich gehen soll, ist kein Problem.
07:04Das habe ich ĂŒberhaupt nicht gemeint.
07:07Ich muss mich erst mal wieder an Besuch gewöhnen.
07:12Ja, du bist ein alter, verschobener, junger Seiler geworden.
07:17Ganz so hÀtte ich es nicht formuliert.
07:19Keine Sorge.
07:21Ich mag verschoben.
07:26Sag mal, was meinst du, was morgen in meiner Untersuchung rauskommen wird?
07:30Schon ein bisschen Schiss.
07:31Ich meine, wenn ich jetzt schon kleine BrĂŒste haben muss,
07:33dann sollen die wenigstens gesund sein.
07:34Also der Tastbefund vorhin, der war schon sehr zufriedenstellend.
07:40Soll ich morgen frĂŒh eigentlich gleich mit dir mit in die Klinik kommen?
07:44Nee, morgen frĂŒh muss ich in den OP.
07:47Das reicht, wenn du am spÀten Vormittag da bist.
07:50Sehr gut.
07:51Dann kann ich wenigstens ausschlafen.
07:52Ich liebe dein Bett.
07:53Mit Ausschlafen?
07:55Nein, also auch.
07:56GrĂŒĂŸ mich.
08:02Ich hau ab.
08:05Deine Nachtschwester ist richtig sĂŒĂŸ, man hast GlĂŒck gehabt.
08:09Was machst du?
08:10Gucken, was mit mir wahrscheinlich gerade los ist.
08:12Hier.
08:15Oh nee, hör doch mal auf mit dem Scheiß.
08:17Geh lieber nur in den Schlafen.
08:19Wenn ich Pech habe, geht der ganze Mist wieder von vorne los.
08:21Ja, aber Doktor Internet hat auch nicht immer recht.
08:23Und in meinem Fall bisher leider doch.
08:26Bist du morgen wieder da?
08:27Also ich habe eigentlich frei, aber ich kann nicht besuchen kommen.
08:31Nee, ist schon in Ordnung.
08:33Ich bin ja noch eine Weile hier.
08:34Ich komme vorbei.
08:36Vielleicht klappt es ja diesmal mit dem Ausflug.
08:38Nur ohne Joint.
08:39Ja, schade eigentlich, man.
08:41Aber, ich war beim Chinesen.
08:54Wenn du glaubst, dass du eine wertvolle Lebensweisheit auf einem kleinen Zettel in einem 10 Cent GlĂŒckskix findest, bist du
08:59ein Idiot.
09:00Gar nicht.
09:05TrĂŒbsinn kann kein Erreichen, der stetig Möglichkeiten sucht zu lĂ€cheln.
09:11Ja, gute Nacht.
09:14Na.
09:17Bis morgen.
09:18Bis morgen.
09:19Bis morgen.
09:19Bis morgen.
10:03Raus aus den Fehlern.
10:05Oh, guck, wir haben doch gesagt, ich kann ausschlafen.
10:07Du hast das gesagt.
10:10Komm, steh auf, ich nehm dich noch ein StĂŒck mit.
10:13Hat da jemand Angst, ich könnte hier rumschnĂŒffeln, wenn ich alleine wöhne?
10:17Oh, nein.
10:19Was dann?
10:21Das ist mir ja einfach zu intim, verstehst du?
10:26Und wenn du mit mir schlÀfst, dann nicht?
10:31Muss ich das verstehen?
10:33Akzeptiere es einfach, okay?
10:36Okay.
10:38Das Bad ist ja jetzt frei, oder?
10:40Ja, und vergiss dein Kosmetikzeug bitte nicht.
10:43Und keine Haare im Abfluss, ich weiß.
11:09Was?
11:10Wie es aussieht, hat mein Körper die Knochenmarkspende nicht angenommen.
11:13Mein Immunsystem, das vor der Transplantation ausgeschaltet werden sollte, hat sich wieder
11:17durchgesetzt und die LeukĂ€mie ist zurĂŒck.
11:20Ich weiß, das ist nur ein schwacher Trost, aber es ist nicht ungewöhnlich, dass diese Therapie
11:24nicht gleich beim ersten Mal anschlÀgt.
11:25Also geht jetzt alles von voran los, wie der Chemo und die Suche nach dem neuen Spender, oder?
11:30Ja.
11:32Vorausgesetzt, du bist einverstanden.
11:33Dann könnten wir sofort mit der Behandlung beginnen.
11:36Ist gut, Mama.
11:38Ich kenn das doch schon.
11:39Schlimmer wird's diesmal auch nicht werden.
11:41Das heißt, wir können anfangen.
11:42Ich kann doch meine Eltern nicht im Stich lassen.
11:45Dann werde ich alles Nötige veranlassen.
11:55Tut dir mir einen Gefallen, steht jetzt bitte nicht weiter an meinem Bett rum.
11:59Ihr könnt mir gerade auch nicht helfen.
12:01Wir sind fĂŒr dich da.
12:02Ja, aber das hilft mir gerade nicht.
12:04Okay.
12:06Komm.
12:07Komm.
12:21Wir mĂŒssten dann bei Nicke mit der Chemo beginnen.
12:25Guten Tag.
12:25Dr. Heilmann hat mich eben auf den aktuellen Stand gebracht.
12:29Wollen Sie uns Ihr Beileid aussprechen?
12:30Jo.
12:32Wie stehen du mit nichts Chancen?
12:34Kann sie uns dazu irgendwas sagen?
12:37Nein.
12:38WorĂŒber reden wir dann?
12:40Wollen wir das GesprĂ€ch nicht in meinem BĂŒro fortsetzen?
12:43Nein.
12:45Vor sechs Wochen, als Nicke entlassen wurde und wieder nach Hause kam, da waren wir zuversichtlich
12:53und glĂŒcklich.
12:55War das alles umsonst?
12:56Nein.
12:57Wir hatten hier schon Àhnlich gelagerte FÀlle, die gut verlaufen sind.
13:00Patienten, die wir nach mehreren Jahren aus der engmaschigen Überwachung entlassen konnten.
13:04Ich gebe zu, solche FĂ€lle sind selten.
13:06Dominik hat das dritte Rezidiv.
13:09Er wird vermutlich zeitlebens ein Patient bleiben.
13:12Also es ist ein reines GlĂŒcksspiel und wir können nichts tun.
13:14Was Sie tun können, ist Ihrem Sohn zu sagen, dass es sich immer lohnt zu kÀmpfen.
13:18Was glauben Sie denn, was wir die ganze Zeit machen?
13:21Warum sagen Sie nicht einfach mal, dass Sie mit Ihrem Latein am Ende sind?
13:23Und wir haben noch therapeutische Optionen.
13:26Und Ihr Sohn hat relativ gefasst auf die Diagnose und die anstehende Therapie reagiert.
13:31Es ist zu frĂŒh aufzugeben.
13:33Nicke ist unglaublich tapfer, ja.
13:35Aber ich denke, dass er selber seine Situation inzwischen sehr klar sieht.
13:38Sie glauben, dass Ihnen der Mut verlÀsst?
13:42Ich glaube, dass er nur fĂŒr uns weitermacht.
13:48Ich höre, hast du eine neue Freundin.
13:53Also dafĂŒr, dass ihr eigentlich die Cafeteria nicht mehr fĂŒhrt, seid ihr ganz schön oft hier.
13:57Sie soll auch sehr hĂŒbsch sein. Und auch sehr jung. Mal wieder.
14:01Roland, die Plaudertasche.
14:04Stell sie uns doch mal vor.
14:05Wozu?
14:08Ach, dass du mir wieder einen Vortrag ĂŒber meine zu jungen Freundin halten kannst.
14:12Ich habe nicht vor Sophia zu heiraten.
14:15Von daher sehe ich auch keine Notwendigkeit eines Antrittsbesuchs.
14:18Ach komm schon.
14:20Charlotte, ihr Platz vor Neugier.
14:23Das kann ich mir lieber vorstellen.
14:25Halt.
14:25Was ist?
14:27Ja, was soll sein?
14:30Willst ein Foto?
14:32Allerdings.
14:35Es ist nichts Festes.
14:47Hallo.
14:47Sag mal, du hast doch heute frei?
14:49Ja, aber ich wollte mal kurz bei Nick vorbeischauen.
14:51Wie ist da der Stand?
14:52Er bekommt gleich die erste Chemo.
14:54Ich richte ihm schöne GrĂŒĂŸe von dir aus. Da freut er sich.
14:57Kann ich dabei sein?
14:59Dann musst du ihn fragen. Seine Eltern hat er zumindest weggeschickt.
15:01Ja gut, die sind fĂŒr ihn im Moment auch nicht so wirklich hilfreich.
15:04So ein Urteil steht weder dir noch mir zu. Ich finde, sie halten sich sehr tapfer.
15:08Ich komm trotzdem mit.
15:10Und wenn ich Nein sage?
15:13Gut siehst du aus.
15:15So, mein Kaffee.
15:17Danke.
15:20Ach nee.
15:21Was ist?
15:22Da kommt eine neue Schwiegertochter.
15:24Ach.
15:26Schön, Sie zu sehen.
15:27Komm, ich kann es dann gar nicht verabschieden.
15:29Sie waren so schnell wieder weg.
15:30Hallo, darf ich vorstellen, das ist Otto Stein, Martins Vater.
15:33Nee, echt jetzt?
15:34Die Ähnlichkeit ist doch unverkennbar.
15:37Wo finden Sie?
15:38Guten Tag erstmal.
15:40Stein.
15:41Oder einfach Otto.
15:43Sophia, freut mich wirklich sehr.
15:45Martin, werden Sie noch eine Weile entfernen mĂŒssen.
15:47Der steht gerade im OP.
15:48Mach nichts, ich hab ja jetzt Otto.
15:50Kann ich Ihnen was anbieten?
15:52Kaffee, Kuchen?
15:53Eigentlich gern, aber ich sollte besser nĂŒchtern bleiben.
15:56Warum denn?
15:57Wegen der Nachuntersuchung.
15:59Mir wurde doch vor ein paar Wochen etwas entfernt.
16:02Das hat Martin gemacht.
16:04Ach, Sie sind das.
16:06Na dann, ich muss wieder an meine Arbeit.
16:08Bis spÀter.
16:09TschĂŒss.
16:11Tja, darf ich Ihnen noch etwas gesellschaft lassen?
16:14Ja.
16:16Kann mir.
16:19Chris fragt, ob er dabei sein will.
16:21Ja klar, rein mit ihm.
16:24Wenn was ist, klingelst du, okay?
16:31Du kannst rein.
16:33Danke.
16:39Was machst du nur fĂŒr Sachen, Dicka?
16:42Erst kein GlĂŒck und jetzt auch noch Pech.
16:45So weit alles gut?
16:46Hat mich nie besser gefĂŒhlt.
16:49Ich hab dir mal Musik mitgebracht. Willst du reinhören?
16:52SpÀter.
16:53Ich will das hier erstmal richtig genießen.
16:59Wenn du mich schon mitleidest, dann unterhalte ich dich auch.
17:04Hallo.
17:05Dein Vater hat das Ganze gezaubert.
17:07Da hörst du's.
17:08Otto hat uns fĂŒr heute Abend...
17:09Otto.
17:10Otto, ja.
17:11Otto hat mir das Du angeboten und uns fĂŒr heute Abend zum Essen eingeladen.
17:15Toll.
17:16Kommst du, bitte?
17:17Ja, dann bis heute Abend.
17:20Ich freu mich.
17:20Ich freu mich auch.
17:21TschĂŒss.
17:22TschĂŒss.
17:26Was bist du denn jetzt so zickig?
17:28Oder ist dir das auch zu intim, wenn ich mich mit deinem Vater unterhalte?
17:30Ich find ihn toll.
17:32Ich hatte noch nicht mal ne richtige Freundin.
17:35Verstehst du?
17:36Ich hab noch nie...
17:38Ach, Sex wird völlig ĂŒberbewertet.
17:41Außerdem, als ich so alt war wie du, war ich auch noch jedenfalls.
17:44Echt?
17:44Ja, aber ich hab nur immer ne große Klappe gehabt und so getan als ob.
17:48Aber...
17:48Nur ne große Klappe.
17:50Und das hab ich noch nie jemandem gesagt, also pscht.
17:53Keine Sorge, ich behalt's fĂŒr mich.
17:56Und du versprichst mir jetzt, dass du nicht schlapp machst, okay?
17:58Hand drauf.
18:02Was ist los?
18:03Keine Ahnung.
18:05Merkst du was?
18:06Nein.
18:07Echt nicht?
18:09Keine Panik.
18:10Keine Panik.
18:11Und meine Beine fĂŒhlen sich auch so komisch an.
18:14Oh.
18:16Versuchst du mal eine Faust zu machen?
18:22Jetzt drĂŒck meine HĂ€nde.
18:29Und das begann ganz plötzlich unerkennbar ein Auslöser.
18:32Ja.
18:33Ich hatte das in den letzten Tagen auch schon ab und zu mal.
18:35Aber nur kurz, das ging dann immer gleich wieder weg.
18:38Werden Sie ihn bitte sofort zum CT an und informieren die Eltern.
18:41Ja.
18:41Muss das sein?
18:42Die drehen doch gleich wieder durch.
18:44Das ist deine Entscheidung.
18:45Aber ich denke, Sie sollten erfahren, was los ist.
18:50Okay.
18:51Sieht alles sehr gut aus.
18:53Wirklich?
18:55Ich kann doch ĂŒberhaupt nichts erkennen.
18:57Du hast ja auch nicht Medizin studiert.
19:00Nein, aber wusstest du, dass ich um ein Haar Krankenschwester geworden wÀre?
19:03Nein.
19:04Jetzt gucke ich so erstaunt.
19:06Auch ein Ex-Busenbunder kann ernsthafte Ambitionen hegen.
19:09Kannst dich gerne anziehen.
19:15Okay.
19:17Solltest du Angst haben, ich könnte dich irgendwie planieren heute Abend.
19:20Dann lassen wir das.
19:22Wir treffen uns einfach weiter zum Vögeln und wir nicht.
19:24Hm?
19:25Wir können jetzt nicht mehr absagen.
19:26Ich hole dich heute um 19 Uhr ab.
19:28Ist es denn so schlimm?
19:29Nein, ist es nicht.
19:30Aber das nÀchste Mal fragst du mich vorher, ja?
19:33Okay.
19:36Können wir wenigstens noch einen Kaffee trinken?
19:38Leider keine Zeit.
19:41Gut, dann gib mir vielleicht ein paar Tipps, was ich anziehen kann und so.
19:45Ich wĂŒrde schon gerne einen guten Eindruck bei deiner Familie hinterlassen.
19:48Meinen Vater hast du doch schon im Sack.
19:50Ja, aber ich kenn mich doch.
19:52Ich las kein FettnÀppchen aus.
19:54Ich muss mich jetzt hier wirklich konzentrieren.
19:56Gut, dann bis heute Abend.
19:57Mhm.
20:01Bekomm ich noch einen Kuss?
20:08Jetzt kannst du besser.
20:16Okay, danke.
20:22Ja, ja.
20:24Spinaler Tumor im Halswirbelbereich.
20:26Schwer zu sagen, ob intra oder subdural.
20:29Aber der drĂŒckt in jedem Fall aufs RĂŒckenmark.
20:32Man hÀtte vielleicht bei stationÀren Aufnahmen ein Ganzkörper CT machen sollen.
20:35Dazu bestand keine Veranlassung.
20:37Okay.
20:39Wie geht's ihm jetzt?
20:40Deutliche Kraftminderung.
20:42Sensorische AusfÀlle in allen vier ExtremitÀten.
20:44Ihm bleibt doch nichts erspart.
20:48So, das war's.
20:50Dominik ist fertig.
20:52Brauchst du mich noch?
20:53Nein.
20:54Ach so, diese Sophia MĂŒller?
20:59Ja.
21:01Die ist doch bei dir in Behandlung.
21:03Warum?
21:03Na, weil es eigentlich ein Tabu ist, etwas mit einer Patientin anzufangen.
21:08Danke fĂŒr die Belehrung.
21:09Aber ich darf dich beholen.
21:11Bevor Sophia bei mir auf dem OP-Tisch lag, lag ich in ihrem Bett.
21:15Schön. Und warum hast du mir das nicht erzÀhlt?
21:19Hört so.
21:20Ich hab einfach seit ein paar Wochen hin und wieder ein bisschen Spaß mit deiner Frau.
21:24Das wollte ich eigentlich nicht an die große Glocke hĂ€ngen.
21:27Aber das hat sowieso nicht geklappt.
21:29Was ist denn passiert?
21:30Otto hat uns heute Abend zum Essen eingeladen.
21:34Und da bist du sicher nicht ganz unschuldig dran.
21:36Du hast ja gestern Abend bestimmt alles brĂŒhwarm erzĂ€hlt.
21:40Dachte ich's mehr.
21:44Dieser Tumor drĂŒckt auf das RĂŒckenmark.
21:46Und das fĂŒhrt zu den Ausfallerscheinungen.
21:49Und jetzt?
21:50Wir sollten zeitnah operieren, um das RĂŒckenmark zu entlasten.
21:54OP in der HalswirbelsÀule.
21:56Aber sie kriegen das Ding raus und ich bin wieder fit.
21:59Soweit man das bei mir sagen kann.
22:01Das ist der Plan.
22:02Der Plan.
22:04Es kann also auch schief gehen.
22:05Wir versuchen den Tumor vollstÀndig zu entfernen.
22:07Ob das möglich ist, wird sich wÀhrend der OP zeigen.
22:11Das Risiko, das RĂŒckenmark zu verletzen, ist sehr hoch.
22:16Und dann wÀr ich komplett gelÀhmt.
22:21Ja.
22:23Und wenn sie nicht operieren, dann wÀchst das Ding weiter und ich bin auch komplett gelÀhmt.
22:34Cool.
22:52Das geht gleich los.
22:54Cool.
23:04Auf jeden Fall.
23:04gleich ins Labor.
23:13Morgen frĂŒh ruf ich unseren Rektor an.
23:15Ich lass mich beurlauben.
23:17Ich kann nicht mehr.
23:19Du solltest auch jemanden finden,
23:21der dich in der Firma vertritt.
23:23Du bist genauso am Ende.
23:25Die Firma ist das einzige,
23:26was gerade halbwegs funktioniert in meinem Leben.
23:34Ich dachte wirklich, wir hÀtten das alles hinter uns.
23:36Nick braucht uns jetzt.
23:39Wir mĂŒssen uns die Zeit fĂŒr ihn nehmen.
23:41Noch mehr Zeit als bisher.
23:43Merkst du, wie viel Kraft ihn das kostet?
23:46Wenn er auch noch unsere Trauer
23:47und unsere Hilflosigkeit mittragen muss.
23:55Eine erneuere Sektion ist unmöglich.
23:56Ich kann hier nicht schneiden.
24:01Das einzige, was wir machen können,
24:03ist eine reine Tumorreduktion,
24:04um das RĂŒckenmark etwas zu entlasten.
24:08Pipo?
24:10Jetzt warten wir erst mal ab,
24:11was die OP bringt.
24:14Und dann sehen wir weiter.
24:16Schritt fĂŒr Schritt.
24:17Ich bewundere deinen Optimismus.
24:20Das klingt ja so,
24:21als hÀttest du Nick schon aufgegeben.
24:22Nein, aber ich will mir auch nichts mehr vormachen.
24:24Selbst wenn sie den Tumor entfernen können,
24:26dann hat er immer noch die LeukÀmie.
24:28Glaubst du nicht mehr dran,
24:30dass Nick gesund wird?
24:34Erinnere dich an die letzten Wochen.
24:35Du hast Nick doch erlebt,
24:36er war glĂŒcklich.
24:37Und das wird wieder so sein,
24:39wenn das hier ausgestanden ist.
24:45Es ging nicht.
24:47Wir konnten den Eingriff nicht,
24:49wie geplant durchfĂŒhren.
24:58Das sieht nicht gut aus.
25:00Nein.
25:02Ich konnte nur reduzieren.
25:12Und jetzt musst du es ihm auch noch sagen.
25:21Man vergisst es ja manchmal,
25:23weil er schon so erwachsen wirkt.
25:25Er ist ja sogar noch zwei Jahre jĂŒnger als Marie.
25:34Wie geht's zu Hause?
25:48Jetzt bin ich aber wirklich gespannt.
25:51Sei nett zu ihr.
25:52Ich bin immer nett.
25:53Das wissen wir.
25:57Hereinspaziert.
25:57Guten Abend, Frau Steiner.
25:59Ich heiße Gauss. Charlotte Gauss.
26:01Klingt da wie bei James Bond.
26:02Mein Name ist Bond.
26:03James Bond.
26:04Darf ich?
26:04Bei uns wird der Martini weder geschĂŒttelt noch gerĂŒhrt.
26:07Danke, Otto.
26:08Macht nichts.
26:09Ich hoffe, ihr habt ausreichend Appetit mitgebracht.
26:11Oh ja.
26:13Komm rein, Sophia.
26:14Wow, das sieht ja toll aus.
26:17Und wie das duftet.
26:18Moment.
26:18Was gibt's denn?
26:19Moment.
26:20Ich komm selber drauf.
26:22Wer ist Droganoff?
26:24Richtig.
26:25Machen Sie die Soße mit Essig oder Zitronensaft?
26:28Essig.
26:28Und mit sortierten Champignons oder GewĂŒrzkurken?
26:30Gurken.
26:32KĂŒmmerst du dich bitte um den Wein?
26:35Kannst du kochen?
26:37Mit 17 habe ich eine Kochlehre angefangen
26:40im FĂŒnf-Sterne-Hotel in Dresden.
26:41Das war aber nicht so mein Ding.
26:43Und dann?
26:44Und dann habe ich eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht.
26:47Dann war das vorhin kein Witz.
26:49Nein.
26:50Aber die Ausbildung habe ich ja nicht abgeschlossen,
26:52weil ich dann in Sachsen und danach model wurde.
26:55Gut.
26:56Dann serviere ich jetzt mal die Suppe.
27:00Das wusste ich ja alles gar nicht.
27:02Also, dass ich gemodelt habe, das habe ich dir erzÀhlt.
27:03Ja, das schon, aber alles andere.
27:06Tja, vielleicht solltest du mir mal ein bisschen besser zuhören, Liebling.
27:13Und jetzt wÀchst das Ding also weiter, bis ich völlig gelÀhmt bin.
27:19Wir haben den Tumor immerhin etwas verkleinern können
27:21und so vorĂŒbergehend fĂŒr Entlastung gesorgt.
27:24Was ist mit Bestrahlung?
27:26Die Gewebeuntersuchung hat ergeben, dass der Tumor nicht auf Strahlung reagiert.
27:30Die einzige Hoffnung ist, dass er durch eine spezielle Chemotherapie nicht mehr so schnell wÀchst.
27:36Das heißt, Sie können es nur ein bisschen rauszögern.
27:39Wir versuchen, deinen Zustand auf dem jetzigen Niveau zu stabilisieren.
27:43Du mĂŒsstest also mit einer leichten bis mittleren Behinderung leben.
27:48Leben? Ein scheiß Leben ist das.
27:50Sag sowas nicht. Erinner dich an die letzten Wochen.
27:53Die waren toll, aber ich...
27:54HĂ€tt nicht auf, bitte.
27:55Ich habe es doch gar nicht mehr in der Hand.
27:58Heute LeukÀmie Chemo, morgen Tumor Chemo und dann wieder von vorn.
28:02Das hÀlt doch keiner aus.
28:03Wir stehen das durch.
28:04Wir.
28:05Ich muss doch die ganzen Medikamente nehmen und die Behandlungen ĂŒber mich hier gehen lassen.
28:09Lassen Sie uns einen Moment allein, bitte.
28:14Funktioniert doch alles null!
28:16Scheiße!
28:31Ja, wie geht's, Nick?
28:33Schlecht.
28:37ErzÀhlen Sie mich nicht so an. Sie wissen, dass ich nicht mehr sagen kann.
28:41Ja, spÀtestens, wenn ich morgen wieder im Dienst bin, werde ich Sie erfahren.
28:44Eben.
28:46Aber es ist schön zu sehen, wie Sie sich fĂŒr Dominic engagieren.
28:52Seine Eltern sind gerade noch bei ihm.
28:54Okay. Ich warte.
29:00Geht wieder.
29:08Bleibt ihr noch ein bisschen?
29:10Na klar, wenn du willst.
29:16Wir mĂŒssen ja auch nicht reden.
29:20Ja.
29:21Ihr seid tolle Eltern.
29:24Ich hab euch lieb.
29:34Ja, das war schon eine tolle Zeit damals.
29:36StÀndig rote Teppiche, Fotografen, irgendwelche Einladungen zur Veranstaltung.
29:41Zu Miss Germany hat's dann leider nicht gerecht.
29:43Aber fĂŒr eine Modelkarriere.
29:45Nein, nicht sofort.
29:46Deswegen hab ich auch erst mal angefangen, Jura zu studieren.
29:51Manchmal kann ich auch lustig sein, klappt noch nicht so oft.
29:53Aber um Ihre Frage zu beantworten, mit dem Modeln lief's erstmal ĂŒberhaupt nicht,
29:57weil ich einen völlig unfÀhigen Manager hatte.
29:59Der hat mir nur drittklassige Jobs vermittelt.
30:01Ich mein, als Miss Sachsen. Modelt man doch nicht fĂŒr irgendeinen Baumarktkatalog
30:04und dann auch noch halbnackt?
30:05DafĂŒr war ich mir dann doch zu schade.
30:08Wobei, ich stelle mir das gerade vor, wie du im Baumarkt mit so einer KettensÀge und halt...
30:13Also...
30:14Ja.
30:16Ich mein, ich hab ja nichts gegen ein bisschen Hautzeigen.
30:18Schließlich komm ich aus dem Osten. So bin ich aufgewachsen.
30:21Aber doch nicht fĂŒr einen Baumarkt.
30:22Also...
30:23Ja, ich hab ja dann zum GlĂŒck die Kurve bekommen, als ich Udo kennenlernte.
30:27Mein Manager. Der hat von Anfang an an mich geglaubt.
30:30Und hey, letztendlich haben wir es ihm zu verdanken, dass wir uns kennengelernt haben.
30:33Hatte er die BrustvergrĂ¶ĂŸerung nicht vorfinanziert, dann wĂ€re ich niemals in die Klinik...
30:35Ja, ich glaub, das fĂŒhrt jetzt ein bisschen weit.
30:37Stoßen wir doch ran.
30:38Stimmt.
30:38Auf Udo.
30:40Hm?
30:40Auf Udo.
30:44Ich rÀum dann schon mal ab.
30:50Ich komm mir aber komisch vor, wenn ich mich bedienen lasse.
30:53Alles gut.
30:54Außer im Bett.
30:57Hat jemand Lust auf den Nachtisch?
30:59Gerne.
30:59FĂŒr mich nicht, danke.
31:00Ich vernasch dann spÀter lieber dich.
31:17Na?
31:18Du schon wieder.
31:22Ich hab gehört, du lÀsst auch gar nichts aus.
31:25Nee.
31:26Was haben deine Eltern gesagt?
31:28Die waren bis eben hier.
31:31War diesmal eigentlich ganz schön.
31:33Haben zusammen ein Video geguckt.
31:36Willst du mal sehen?
31:37Ja.
31:41Warte, ich mach das.
31:46Das hier?
31:47Mhm.
31:49Das wurde vor sechs Wochen aufgenommen, nach meiner Entlassung hier.
31:53Aus meiner Klasse waren da.
31:56Wir haben Geburtstag gefeiert.
31:57Also so symbolisch.
32:00Neugeboren, zweites Leben und so.
32:02Du weißt schon.
32:05Warum kommt dich eigentlich keiner deiner Freunde besuchen?
32:09Ich will nicht, dass die mich hier so rumhÀngen sehen.
32:12Und ein paar von denen wollen sich das auch nicht antun.
32:16Ist ja auch nicht so toll.
32:21Die sollen mich so in Erinnerung behalten.
32:27Sag das nicht so.
32:30Danke fĂŒr den schönen Abend.
32:32Hat mich wirklich gefreut.
32:33Ja, uns auch.
32:35Ach, und ihr Stroganoff war, glaube ich, das Beste, was ich je hatte.
32:38Danke.
32:38Macht's gut.
32:39Auf Wiedersehen.
32:40Auf Wiedersehen.
32:41Kommt bald mal wieder.
32:43Gern.
32:47Und?
32:50Naja, irgendwie ist sie ja ganz rĂŒhrend.
32:56Aber?
32:58Leider nicht auf Augenhöhe mit Martin.
33:00Wieso?
33:01Ziemlich groß gewachsen.
33:02Du weißt ganz genau, was ich meine.
33:06Im Moment scheint er ja ganz glĂŒcklich zu sein.
33:11Oh mein Gott, Wahnsinn.
33:12Ich habe viel zu viel geredet.
33:14Habe ich dich sehr blamiert?
33:15Ne, ich fand es sehr amĂŒsant.
33:18Aber ich kann mir dich als Krankenschwester nicht so richtig vorstellen.
33:22Ich wollte mir damals schon den Oberarzt angeln.
33:25Ja.
33:27Wie spÀt ist es eigentlich?
33:29Ähm, halb eins.
33:31Warum?
33:34Happy Birthday to me.
33:36Happy Birthday to me.
33:37Du machst Geburtstag?
33:38Ja.
33:39Ne.
33:40Doch.
33:42Und ich wĂŒnsche mir von dir.
33:47Dich.
33:50Na gut.
33:52Dann herzlichen GlĂŒckwunsch.
34:15Na gut.
34:41Ich bin schon mal weg.
34:43Bevor es dir wieder zu intim wird.
34:45Aber in meinem Geburtstag will ich ausschlagen.
34:47und nicht wieder in aller HerrgottsfrĂŒh aus dem Bett geschmissen werden.
34:50So wie gestern.
34:53Genieß deinen Tag.
34:59Also,
35:02wie kriegst du das hin?
35:04Versuch mal.
35:21Ja, ich mach das schon.
35:22Ich mach das.
35:28Ich mach das.
35:29mit meiner Hintern an.
35:33Wenn's sein muss.
35:39Mit, Àh, Marmelade.
35:43Ja.
35:52Hier.
35:57Soll ich dich fĂŒttern?
35:59Lass mich allein.
36:05Na los, hau schon ab.
36:07Ich brauch kein Mitleid.
36:21Scheiße, Scheiße, Scheiße.
36:25Aber sonst geht's dir gut?
36:27Du könntest auch noch den Glaskontainer da hinten umwerfen, wenn dir das irgendwie hilft.
36:30Gibt's einen Grund fĂŒr die Show hier?
36:32Muss ich mal fĂŒr alles einen Grund geben?
36:36Ist es wegen Nick?
36:40Ihm geht's immer schlechter und es kotzt mich an.
36:43Wenn dir das zu nahe geht, ĂŒbernehme ich deine Schichten.
36:45Quatsch.
36:46Lass ihn doch jetzt nicht hÀngen.
36:49Ich muss mich nur immer mal wieder ein bisschen abreagieren, das alles.
36:52Dann kauf dir einen Boxsack.
36:54Alles klar, Schwester.
37:03Der momentane Verlauf bei Dominic Lorenz bietet wenig Anlass zum Optimismus.
37:07Ich mag das Wort ja eigentlich nicht, aber hĂ€ltst du ihn fĂŒr austherapiert?
37:13Machen kann man immer etwas.
37:15Weitere Chemozyklen in einen anderen Knochenmarkspender finden.
37:18Oder vielleicht nochmal eine Tumorreduktion.
37:20Könnten wir nicht alternativ auch noch eine Gentherapie mit KT-Zellen in Betracht ziehen?
37:25Aber nur theoretisch.
37:27Praktisch hat noch keiner von uns irgendwelche Erfahrungen mit diesem relativ neuen Verfahren.
37:31Er steckt doch noch mitten in der klinischen Erprobung.
37:33Von der EU gab es letztens eine Förderung fĂŒr gerade mal acht Kliniken europaweit.
37:38Und dazu gehören wir leider nicht.
37:40Also diese Therapieform liegt außerhalb unserer Möglichkeiten.
37:43Dann sollten wir auf jeden Fall einen neuen Spender suchen und die Transplantation wiederholen.
37:47Das sehe ich auch so.
37:48Gut. Hat noch jemand was?
37:51Nein.
37:51Dann war es das. Danke.
38:00Wie ich gehört habe, lief es gestern gar nicht so schlecht.
38:03Was denn?
38:05Martin hat eine neue Freundin.
38:07War gestern zum Antrittsbesuch bei Otto und Charlotte.
38:10Ach.
38:11Wann macht sie ihren Antrittsbesuch bei uns?
38:13Wie ist sie denn so?
38:16Viel zu jung.
38:17Also, gerade richtig fĂŒr meine Midlife-Crisis.
38:21Und sie passt perfekt zu meinem neuen Auto.
38:28Und wie ist sie wirklich?
38:29Auf jeden Fall völlig anders als alle Frauen, die du bisher an seiner Seite erlebt hast.
38:34Sie war vor kurzem seine Patientin.
38:36Sophia MĂŒller.
38:39Das Busenwunder?
38:42Ex-Busenwunder.
38:48Hallo.
38:50Wie geht's dir?
38:51Wunderbar. Und ihn?
38:55Wann wollten deine Eltern heute in die Klinik kommen?
38:58Keine Ahnung. Warum?
39:00Weil wir gemeinsam die weiteren Therapiemöglichkeiten besprechen mĂŒssen.
39:05Ich will keine Behandlung mehr.
39:10Die Konsequenzen sind dir bewusst?
39:12Ja. Ich werde sterben.
39:15Wir könnten das noch verhindern.
39:18Gehen Sie bitte.
39:19Dominik, hör mir bitte zu.
39:21Nein.
39:27Lass uns bitte darĂŒber sprechen.
39:43Dr. Hellmann will nachher mit uns nochmal die weitere Therapie besprechen.
39:47Dass ich davon nichts mehr hören will, hat er euch aber nicht erzÀhlt.
39:55Doch. Das hat er.
39:57Und worĂŒber reden wir dann?
40:00Ich will nicht noch eine Therapie.
40:02Und noch eine und noch eine und noch eine.
40:05Ich will, dass es vorbei ist.
40:09Ich habe bis jetzt immer alles mitgemacht.
40:12Jede Behandlung, jede Bestrahlung, jede Untersuchung.
40:15Ich hatte tierische Schmerzen.
40:17Und ich habe mir die Seele aus dem Leib gekolzt.
40:20Aber das war okay.
40:22Weil es Hoffnung gab.
40:25Aber das ist jetzt anders.
40:26Egal, was die Ärzte sagen.
40:28Ich weiß, dass ich sterben werde.
40:31Vielleicht nicht jetzt sofort, aber irgendwann in den nÀchsten Monaten bestimmt.
40:35Und dass ich jetzt vielleicht auch noch querschnittsgelÀhmt auf den Tod warten soll.
40:39Das ist zu viel. Das packe ich nicht.
40:50Ich kann nicht mehr.
41:07Du, ich bin in der Mittagspause mit Roland zum Essen verarbeitet. Kommst du mit?
41:09Ich stelle auch keine Fragen zu deiner neuen Freundin.
41:12Weil Roland dir schon alles erzÀhlt hat.
41:14Jetzt sei nicht so humorlos.
41:16Bin ich nicht. Ich will nur keine StaatsaffÀre draus machen.
41:19Das habe ich schon verstanden.
41:25Sophia tut mir gerade gut.
41:27Sie ist unkompliziert, meistens gut gelaunt. Auch mal ganz schön.
41:31Du musst dich bei mir nicht rechtfertigen.
41:32Tue ich nicht.
41:33Tust du doch.
41:35Also was ist? Kommst du mit?
41:38Nein. Ich habe hier noch was zu erledigen.
41:40Dann nicht.
41:58Oh!
42:00Hast du mich erschreckt?
42:01Ähm.
42:03Ist der fĂŒr mich?
42:06Du hast ja gesagt, du wĂŒnschst dir zu jedem Geburtstag ein Kuscheltier.
42:09Ja, aber doch immer nur ganz kleiner.
42:12Ja.
42:12Dass du dich daran erinnerst.
42:15Also einen Affen habe ich noch nicht.
42:17Bin ein bisschen darauf gekommen.
42:20Naja.
42:21Als ich heute Morgen alleine aufgewacht bin und deine Nachricht gelesen habe,
42:24da kam ich mir halt wie eine Affe vor.
42:28Warst du sauer?
42:30Warst du sauer?
42:31Ja.
42:32Auf mich.
42:35Weil ich manchmal so ein Idiot bin.
42:40Weißt du, ich bin vorsichtig geworden.
42:42Und ich möchte...
42:43WĂŒrdest du wirklich drĂŒber reden?
42:45Eigentlich nicht.
42:47Ich wollte mich bei dir entschuldigen.
42:50Ich habe mich unmöglich benommen und es tut mir leid.
42:55Heißt das, du schmeißt mich nicht wieder in aller HerrgottsfrĂŒh aus dem Bett?
42:58Sollte ich mal wieder bei dir ĂŒbernachten?
43:01Nein.
43:02Ich schwöre.
43:05Das ist ja schon fast ein Schritt hin zu einer richtig festen Beziehung.
43:10Das war ein Witz.
43:12Aber lass mir doch wenigstens zu meinem Geburtstag die Illusion,
43:15dass du mir vielleicht eines Tages einen Heiratsantrag machst.
43:18whatever zu erkennst!
43:30Vielleicht fĂŒr mich nicht.
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