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Transkript
00:24Love Is Enough
00:46Sehr gut, bis gleich.
00:49Gute Arbeit, Brenner.
00:51Oh, danke.
00:52Also Ihnen wird ja nochmal ein richtiger Chirurg.
00:58Und, was sehr schlimm?
01:00Was?
01:02Mit mir zu arbeiten.
01:04Nein, sonst hÀtte ich die Oberschwester auch nicht um diese Schicht gebeten.
01:07Ja, auch wieder wahr.
01:15Es tut mir leid, dass ich vor den Kollegen schlecht ĂŒber Sie geredet habe.
01:18Das war nicht gerade professionell und ich hoffe, Sie nehmen mir das nicht mehr ĂŒbel.
01:21Keine Angst, ich bin nicht nachtragend.
01:24Im Gegensatz zu Ihnen.
01:26Und Sie denken jetzt nicht mehr, dass ich ein impulsgestörter SchlÀger bin?
01:29Ich denke, dass ich Ihnen das ins Gesicht hĂ€tte sagen mĂŒssen. Und zwar nur Ihnen.
01:34Ja, das haben Sie ja jetzt.
01:35Malte ist ein Freund und ein Kollege.
01:37Ich denke, zu diesem Team ist jetzt alles gesagt.
01:41Kollege Brenner, der Patient sollte in ca. 20 Minuten aus dem CT raus sein.
01:47Nach der Mittagspause besprechen wir dann das weitere Vorgehen.
01:50In Ordnung.
01:53Wollen Sie denn nicht endlich aufhören mit diesen Unterstellungen?
01:56Das sind keine Unterstellungen. Ich weiß, was ich weiß.
01:58Na ja, waren Sie dabei?
02:01Wie ich bereits sagte, das ist Mobbing, was Sie da machen.
02:23Ich schwöre euch, ich musste mich in dem Moment so zusammenreißen.
02:26Aber es hat halt nicht funktioniert.
02:27Und dann hat er auch noch...
02:28Miriam?
02:32Malte?
02:39Was machst du denn hier?
02:41Du, ich habe mich so ĂŒber deine Nachricht gefreut.
02:43Ich dachte, bevor wir uns jetzt wochenlang hin- und hertexten,
02:45komme ich einfach vorbei und besuche dich.
02:50Ähm.
02:52Ähm.
02:53Das ist Malte, ein ehemaliger Kollege aus Berlin.
02:57Hi.
02:57Ja, wir mĂŒssen dann leider.
02:59Ich komme gleich nach.
03:02Aber jetzt erzÀhl mal.
03:03Wie geht's dir?
03:05Gut.
03:06Gut.
03:08Wirklich?
03:09Na, wie ich ehrlich bin, das geht so.
03:12Bist du denn wieder richtig fit?
03:13Ja, mittlerweile.
03:15Aber das, ja, waren echt ziemlich harte Jahre.
03:18Das glaube ich.
03:20Bist du denn noch in Berlin an der Klinik?
03:22Das ging nicht mehr.
03:23Warum nicht?
03:25Ja, mit meinem Vater in derselben Klinik, das war nicht immer ganz einfach.
03:29Und wo arbeitest du jetzt?
03:35Tut mir leid.
03:36Die Sache damals hatte ich ja richtig aus der Bahn geworfen.
03:40Ja, das kann man so sagen.
03:44Deswegen habe ich mich auch umso mehr ĂŒber deine Nachricht gefreut.
03:47Ich meine, vielleicht ist das ja ein Zeichen.
03:55Kein Problem, bin sowieso auf dem Weg ins Labor.
03:59Ja, wird mir gerade gereicht, danke.
04:03Keine Sorge, ich gebe Ihnen umgehend Bescheid.
04:05Gerne.
04:09Hallo.
04:10Was macht ihr denn hier?
04:11Wir machen einen kleinen Ausflug.
04:12In die Klinik?
04:14Zum SeeentenfĂŒttern.
04:15Oh, das ist aber ganz schlecht fĂŒr die Enten.
04:17Ja, aber sehr gut fĂŒr Tim.
04:19Du sagst mal im KĂŒhlschrank, da war keine MĂŒttermilch mehr.
04:21Ich weiß.
04:22Könntest du vielleicht noch welche abpumpen?
04:25Ungern.
04:27Wieso, gibt's Probleme?
04:29Nein, aber ich wollte tagsĂŒber nicht mehr abpumpen.
04:32Ich hatte angefangen abzustellen.
04:34Aha.
04:35Das ist doch keine Sache.
04:37Dann musst du ihm zufĂŒttern.
04:38Er ist doch alt genug.
04:39Und wann hast du das entschieden?
04:42Gestern?
04:43Habe ich dir das nicht erzÀhlt?
04:48Ich informiere noch den Chefarzt, dann kann es gleich losgehen.
04:51Hier, seine Akte fehlte noch.
04:52Danke.
04:53Ja, sehr gut.
04:54Wir sehen uns dann hinterher im Aufwachraum, wenn alles ĂŒberstanden ist.
05:00War das gerade der, Malte?
05:03So ein komischer Zufall, oder?
05:05Ja, ich weiß.
05:06Aber?
05:07Ich wollte mich nur erkundigen und fragen, wie es ihm geht.
05:09Mehr nicht.
05:11Ja, ist offensichtlich anders angekommen.
05:13Das ist mir total unangenehm.
05:15Das können Sie mir ruhig glauben.
05:17Ja.
05:19Ich muss weiter.
05:20Wir sehen uns.
05:24Die Empfehlung der WHO ist, zwei Jahre zu stillen.
05:26FĂŒr Frauen in EntwicklungslĂ€ndern.
05:28Ohne Zugang zu sauberem Wasser.
05:30Äh, das bitte fĂŒr sofort.
05:32Und das reicht heute Abend.
05:33Alles klar.
05:33Danke.
05:34Es wÀre trotzdem besser, aber Tim.
05:36Das weißt du doch auch.
05:37Ich bin voll berufstÀtig.
05:39Na und?
05:39Die meisten Frauen, die lange stillen, die machen das eher, weil sie sich gut dabei fĂŒhlen.
05:43Die machen das mehr fĂŒr sich.
05:45Also die als Ärzte muss ich, glaube ich, nicht sagen, dass die Mutter Mensch das Beste fĂŒr die Entwicklung des
05:48Kindes ist.
05:48Deswegen habe ich mir das ja auch sieben Monate lang angetan.
05:52Angetan?
05:52Was denn so schlimm?
05:54Genau diese Zeit ist wichtig fĂŒr die Gehirnentwicklung des Immunsystems und den Stoffwechsel.
05:58Ja, und deswegen ist jeder zusÀtzliche Tag ein...
06:01Jenny, lass es.
06:02Hör auf mir zu unterstellen, dass ich eine schlechte Mutter bin.
06:05Das tue ich nicht.
06:06Ich bin nur anderer Meinung.
06:06Tim, geht es gut.
06:08Und fĂŒr mich ist es eine unglaubliche Erleichterung, ihn nicht mehr sechsmal am Tag an der Brust zu haben.
06:12Mhm.
06:13Du wirst mich nicht umstimmen.
06:16Vielen Dank, Herr Riedler.
06:17Ich sehe mir gerne Ihre Unterlagen an und wĂŒrde mich dann nĂ€chste Woche bei Ihnen melden.
06:21Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
06:23Kein Thema.
06:24DafĂŒr bin ich da.
06:25Schönen Tag.
06:31Was war das denn?
06:33Was war was?
06:34Was hast du mit der Oberschwester zu bereden?
06:36Ich habe mich um eine Stelle beworben.
06:39Und warum erzÀhlst du mir nichts davon?
06:42Ich wusste nicht, dass ich dazu deine Erlaubnis brauche.
06:45Komm mit.
06:46Wohin?
06:47Ich muss mit dir reden.
06:49Ich wĂŒrde ganz gerne erfahren, wo wir eigentlich hingehen.
06:52Nach draußen.
06:54Sag mir doch einfach, was du hier fĂŒr eine komische Nummer abziehst.
06:57Pass auf, ich halte es einfach fĂŒr keine gute Idee, dass du hier anfĂ€ngst.
07:00Warum nicht?
07:02Miriam, das ist eine große Klinik.
07:03Wir werden uns hier nicht stĂ€ndig ĂŒber den Weg laufen.
07:08Hey.
07:10Das mit uns, das hÀtte eh nicht funktioniert.
07:13Oh Mann, Malte, das meine ich gar nicht.
07:15Sondern?
07:15Anders bitte zurĂŒck auf die Station, ja?
07:17Mist.
07:18Was?
07:19Schwester Miriam, ich hÀtte sie gern bei der Wien...
07:23Auf, Mann.
07:25Was macht der denn hier?
07:27Malte Riedler, ich weiß es nicht.
07:29Ist es das, was du mir sagen wolltest?
07:31Arbeitet der Penner jetzt hier?
07:33Vorsicht, Riedler, ja?
07:33Sonst was?
07:38Ich hĂ€tte sie gerne nach der Visite in meinem BĂŒro gesprochen, ja?
07:44Was will der Vogel hier?
07:46Das wollte ich dir gerade sagen, er ist unser neuer Chefarzt.
07:48Der?
07:50Chefarzt?
07:51Bei wem hat er sich denn hochgefögelt?
07:54Hochgefögelt?
07:55Du mal.
07:58Du hast mich hierher gelockt.
07:59Das ist doch Quatsch.
08:00Was hast du dir davon versprochen?
08:02Wolltest du mich nur erniedrigen oder willst du dich auch bei ihm einschleimen?
08:04Ich wollte ĂŒberhaupt nicht, dass du herkommst.
08:06Und warum quatschst du mir dann die Mailbox voll?
08:08Der Arsch hat mein Leben ruiniert und du sagst mir nicht, dass der hier ist?
08:11Walter, du machst mir alles.
08:12Das solltest du auch haben!
08:14Das ist echt eine ganz miese Nummer, die du hier abziehst.
08:16Riedler, lass den Unsinn.
08:17Und wenn nicht?
08:18Machst du mir dann wieder eine rein?
08:19Lass es nicht drauf ankommen.
08:31Ja, verpiss dich doch!
08:37Scheiße!
08:58Ich habe gehört, was passiert ist.
09:00Wie geht's Ihnen denn?
09:01Alles gut.
09:03Es ist nichts passiert.
09:10Sie wollen doch jetzt nicht wirklich da rein.
09:12Der Typ ist gefÀhrlich.
09:15Kann sein, aber er braucht mich jetzt.
09:32Weichteilverletzungen und Schwellung.
09:35Versuchen Sie mal eine Faust zu machen.
09:42Tut das weh?
09:43Ja, verdammt.
09:44Wir werden das gleich noch enden können.
09:46Aber ich gehe davon aus, dass Sie einen Mittelhandbruch erlitten haben.
09:49Klar, Boxerfraktur.
09:51Immer K5.
09:52Sie sind vom Fach.
09:54Krankenpfleger.
09:57Was?
10:00Ich habe gehört, Sie haben mit der Faust in einen Automaten geschlagen.
10:04Können Sie mir sagen, was Sie dazu veranlasst hat?
10:09Ist Ihnen das schon mal passiert?
10:11AnfÀlle von Jezorn?
10:13Probleme mit der Impulskontrolle?
10:16Nein.
10:17Ich weiß nicht.
10:18Keine Ahnung.
10:26Schauen Sie mich mal an.
10:32Sie haben eine leichte Anisokorie.
10:34Ihre Pupillen sind unterschiedlich groß.
10:36Ist das schon mal diagnostiziert worden?
10:38Nein.
10:39Ich werde das gleich abklÀren.
10:40Rechte Hand in zwei Ebenen und gleich noch ein SchÀdel-City.
10:50Frau Dr. Peters, ist die in Ordnung?
10:54Ja, schon.
10:57Ich meine, kann die was?
10:59Du kannst auch gern woanders hingehen, wenn du ein Problem mit ihr hast.
11:03Hey.
11:10Es tut mir leid.
11:13Malte, ich hatte echt Angst vor dir.
11:15Kannst du mir bitte mal erklÀren, was mit dir los ist?
11:16Keine Ahnung.
11:18Ich verstehe es selbst nicht.
11:23Malte Riedler, wir haben telefoniert.
11:24Ah ja.
11:25Kommen Sie, Herr Riedler.
11:34Ich hatte keine Ahnung, dass er nach Leipzig kommt.
11:36Ich wollte das nicht.
11:38Und das soll ich Ihnen glauben?
11:39Wenn ich einen Fehler mache, dann stehe ich auch dazu.
11:43Sie mĂŒssen schon zugeben, dass es ein seltsamer Zufall ist.
11:46Ich habe mich bei ihm gemeldet.
11:47Ich wollte wissen, wie es ihm geht, aber von ihm habe ich nichts erwÀhnt.
11:52Er hat sich ĂŒbrigens vorhin die Hand gebrochen.
11:55Muss heute noch operiert werden.
11:57Ist Ihnen vorher schon mal was in ihm aufgefallen?
12:00Er war völlig normal.
12:01So wie immer.
12:02Also irgendwas zwischen selbstbewusstem und arrogantem Großmaul?
12:06Da erwarten Sie jetzt nicht ernsthaft eine Antwort.
12:08Nein.
12:10War das damals genauso?
12:12Können Sie mir nicht einfach sagen, was passiert ist?
12:14Ich will das doch nur verstehen.
12:18Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, so wie ich mal...
12:20Das Thema ist beendet.
12:26Stark desloziert.
12:27Ich wĂŒrde das mit zwei Kirschenertreten fixieren.
12:29Wie ist denn das passiert?
12:31Faustschlag in einen Kaffeeautomaten.
12:33Einfach so?
12:34Ist wohl eine lÀngere Geschichte.
12:36Können Sie das ĂŒbernehmen?
12:37Ja, klar.
12:40Ja, Brentano, hallo.
12:42Ich habe eine Boxerfraktur.
12:43Maximal 45 Minuten.
12:45Geht das heute noch?
12:46Ja, wunderbar.
12:47Dann bis gleich.
12:51Ist noch was?
12:53Wie lange hat Ihre Frau eigentlich gestillt?
12:56Ernsthaft?
12:57Das fragen Sie mich?
12:58Ja.
13:00Sie wollen abstillen.
13:04Maximal drei Monate.
13:06Und jetzt bei Pauline hat sie sich auch nicht mehr so gestresst wie bei Oskar und Max.
13:09Hat sie sich schuldig gefĂŒhlt?
13:12Klar, da ist immer die Angst, nicht das Beste fĂŒrs Kind zu tun.
13:16Aber Muttermilch ist nicht das Einzige, womit Kinder glĂŒcklich und gesund aufwachsen.
13:22Ich muss noch.
13:42Wie geht es Ihnen?
13:44Ganz gut eigentlich.
13:45Bisschen groggy.
13:48Dann kann ich mit der Physio anfangen.
13:50Das mĂŒssen Sie mit Dr. Brentano besprechen.
13:52Das ist nicht mein Fachgebiet.
13:54Ich habe mir SchÀdel-CT angesehen.
13:57Wir haben hier eine Raumforderung im prÀfrontalen Kortex.
14:00Wahrscheinlich Folge einer Blutung.
14:03Bildmorphologisch muss es sich dabei um ein Àlteres HÀmatom handeln.
14:06Wie alt?
14:08Schwer zu sagen.
14:10Zwei Jahre?
14:13Möglich.
14:15Wie entsteht sowas?
14:18Meist durch ein SchÀdel-Hirn-Trauma nach einem Unfall oder sonstiger Gewalteinwirkung.
14:24War da was?
14:26Vor zwei Jahren?
14:27Ich lag zwei Monate in der Klinik.
14:31Wegen der SchlÀgerei mit einem Ihrer Kollegen.
14:35Das ist der Grund, oder?
14:39Ich will da nicht spekulieren.
14:53Hallo.
15:00Danke.
15:30Ich bin ja eher so der pragmatische Typ.
15:31Bist du nicht.
15:33Deshalb will ich nur das Positive sehen.
15:35Du willst abstellen?
15:37Großartig.
15:38Dann können wir ja unsere RaskÀse beenden.
15:41Ich kann mich auch ohne Alkohol amĂŒsieren.
15:43Du konntest dich noch nicht mal mit Alkohol amĂŒsieren.
15:45Aber das fÀllt mir denn mit Alkohol nicht mehr so auf.
15:47So schlimm bin ich nicht.
15:49Nein.
15:49Du bist noch viel schlimmer.
15:52Aber deshalb liebe ich dich also.
15:54Hast du Hunger?
15:55Ja.
15:57Und wie?
15:58Na, dann lass uns mal gehen.
16:00Mit ein bisschen GlĂŒck schlĂ€ft Tim bis zum Nachtisch.
16:05Oder auch nicht.
16:07Ja.
16:09Du hast echt nichts gemerkt?
16:12Du hattest eine Hirnblutung.
16:14Doch.
16:15Ich hatte ziemliche Kopfschmerzen.
16:17Immer mal wieder.
16:19Bis heute eigentlich.
16:21Ich hab mir mal gedacht, das kommt von der Kieferfraktur, die mir Hoffmann verpasst hat.
16:25Und das wurde nie untersucht?
16:27Die Schnauze voll von Ärzten.
16:30Und die Schmerzen?
16:32Da nehm ich was gegen.
16:43Wer hat dir die denn verschrieben?
16:45Hab ich mir besorgt.
16:48Die sind ziemlich heftig.
16:50Ich weiß.
16:53Aber ich verstehe einfach nicht, dass sie das alles in Berlin noch nicht festgestellt haben.
16:57Ich mein, dein Vater ist der Klinikleiter.
16:59Du hast da die komplette Rundumversorgung bekommen.
17:01Was?
17:03Ich war da nur kurz.
17:04Ich bin ziemlich schnell in dir, ja?
17:09Jetzt schlaf dich erstmal aus.
17:13Und versuch nach vorn zu schauen.
17:15Alles andere macht dich ja doch nur fertig.
17:18Ja.
17:37Erste Alkohol sein Heim, Ewigkeit.
17:41Und?
17:43Weiß nicht.
17:47Steht Ihnen gut, Frau Doktor, mal so ein bisschen?
17:50Ballermann.
17:51Ich fang dich an zu singen, falls du darauf wartest.
17:54Schade eigentlich.
17:56Nachschub?
17:57Unbedingt.
18:03Strohhalm?
18:04Geht schon.
18:26Und es ist mindestens genauso lange her, dass wir miteinander geschlafen haben.
18:30Es ist eben immer irgendetwas dazwischen gekommen.
18:34Erst kam Tim, dann die Nierenspende.
18:39Ja, und die meiste Zeit davon waren wir auch gar nicht zusammen.
18:44Nein.
18:46Im Gegensatz zu jetzt.
18:49Ist das ein Angebot?
18:52Hm.
18:55Versuchst du mich deswegen betrunken zu machen?
18:58Hm?
18:59Wirkt es schon?
19:04Vielleicht.
19:18Vielleicht.
19:19Guten Abend.
19:21Guten Abend.
19:22Guten Abend.
19:27Hat Dr. Peters schon mit Ihnen gesprochen?
19:29Über Malte Riedler?
19:31Nein.
19:34Er hat ein intrazerebrales HĂ€matom.
19:37Und hat seine Vermutung, was der Auslöser sein könnte?
19:40Sie ist sich nicht sicher, aber ein SchÀdel-Hirn-Trauma ist wohl die wahrscheinlichste ErklÀrung.
19:45Und fĂŒr Sie ist jetzt wieder alles klar?
19:48FĂŒr mich ist gar nichts klar.
19:50Ich weiß nur, dass das HĂ€matom sehr wahrscheinlich der Grund fĂŒr seine chronischen Kopfschmerzen ist.
19:54Die letzte Zeit muss die Hölle fĂŒr ihn gewesen sein.
19:56Und ich weiß außerdem, dass Malte nur ein SchĂ€del-Hirn-Trauma in den letzten Jahren hatte.
20:01Und zwar, als Sie ihn verprĂŒgelt haben.
20:03Da kann jetzt jeder seine eigenen SchlĂŒsse draus ziehen.
20:11Das war's.
20:16Das war's.
20:28Musik
20:39Musik
21:17Marken?
21:19Hey!
21:24Ich erinnere mich, da war doch noch was.
21:26Ja, da war was.
21:29Bin ich etwa eingeschlafen?
21:31Mhm, bist du.
21:33Aber nicht wÀhrenddessen, oder?
21:34Dann wĂŒrdest du jetzt keinen Kaffee ins Bett kriegen.
21:36Danke.
21:43Ich muss ehrlich gestehen, ich wĂ€re fast ĂŒber dich hergefallen.
21:51Aber ich respektiere dein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
21:55Danke.
21:57Da hĂ€tte ich in deinem Fall aber eine großzĂŒgige Ausnahme gemacht.
22:02Mhm.
22:10Was?
22:11Darfst du ĂŒberhaupt schon wieder?
22:13Warum sollte ich nicht?
22:14Na, wegen der OP.
22:15Du bist drei Monate her.
22:17Ja, aber das war schon ein ziemlich großer Eingriff, das mit den Nieren.
22:19Ich meine...
22:20Ich bin der Arzt und die Patienten.
22:22Also vertrau mir.
22:24Es ist alles in Ordnung.
22:28Du hast keine Ahnung, was dich erwartet.
22:32Ich denke doch.
22:38Das kann jetzt nicht wahr sein, oder?
22:40Ich oder die?
22:42Ich.
22:42Du machst mir das FlÀschchen.
22:52Morgen.
22:53Guten Morgen.
23:00Das sind die Bilder von Malte Rieger?
23:02Ja.
23:03Sind Sie sicher, dass es ein HĂ€matom ist?
23:05Und das ist die wahrscheinlichste ErklÀrung, HÀmatom nach SHT.
23:08Aber sicher sagen kann ich das natĂŒrlich nicht.
23:10Hat der Patient Beschwerden?
23:12In der Hauptsache Kopfschmerzen.
23:14Aber sein ganzes Verhalten spricht BĂ€nde.
23:16Frontalhirn-Syndrom.
23:18Störungen des Affekts und der KritikfÀhigkeit.
23:21HyperaktivitÀt, AggressivitÀt und so weiter und so weiter.
23:24Wir sollten das aber auf jeden Fall aufklÀren.
23:27Das hatte ich vor.
23:29Gut.
23:29Danke, Frau Dr. Peters.
23:31Gerne.
23:37Guten Morgen, Herr Redler.
23:38Morgen.
23:39Wie geht es Ihnen?
23:40Was macht die Hand?
23:42Gut.
23:43Wirklich.
23:44Das ist sowieso eine ganz tolle Klinik hier.
23:46Ich fĂŒhle mich sehr gut aufgehoben.
23:47Das freut mich.
23:50Ich wollte mit Ihnen ĂŒber Ihre Bewerbung sprechen.
23:53Ja.
23:55Ich habe mich ein bisschen erkundigt bei Ihrem ehemaligen Arbeitgeber.
24:00Ich habe immer gute Arbeit geleistet.
24:01Man hat mir gesagt, dass es mehrere Abmahnungen gab.
24:05Wegen Beleidigung, aggressiven Verhaltens, Gewaltandrohung.
24:08Das stimmt nicht.
24:10Aber Sie mĂŒssen verstehen, dass ich das Risiko nicht eingehen kann.
24:13Ich kann Ihnen leider keine Stelle bei uns anbieten.
24:17Ich kann das gegenĂŒber der Klinikleitung nicht rechtfertigen.
24:19Ja.
24:20Klar.
24:21Die Klinikleitung.
24:23Vor allem euer neuer Chefarzt, diese hinterhÀltige Dreck-Sau.
24:27Entschuldigung?
24:27Ach, das war doch nun.
24:28Boah, ich bin klar, dass ich hier keine faire Chance bekomme.
24:30Weil die alle unter einer Decke steckt.
24:32Nicht in diesem Ton, Herr Redler.
24:34Nicht in diesem Ton?
24:36Du kannst dir dann eine Klinikleitung sonst wohin stecken.
24:39Dieser mieser SchlÀgertyp arbeitet, will ich sowieso nicht bleiben.
24:41Aber Sie können jetzt nicht gehen.
24:43Das lasse ich mir von dir ganz bestimmt nicht sagen.
24:46Herr Redler, wenn Sie auf eigenen Wunsch gehen wollen,
24:47mĂŒssen Sie mir das schriftlich bestĂ€tigen.
24:49Gar nichts muss ich.
24:51Was ist denn passiert?
24:53Keine Ahnung, er ist plötzlich ausgerastet.
25:00Malte, wo willst du denn hin?
25:03Du kannst mit der Hand doch nicht Auto fahren.
25:06Hau ab!
25:16Danke, das war's.
25:21Sie wissen, dass da ein paar GerĂŒchte ĂŒber Sie im Umlauf sind
25:24wegen eines Zwischenfalls mit einem Kollegen an Ihrer letzten Klinik.
25:27Sie erscheinen mir nicht wie jemand, der viel auf GerĂŒchte gibt.
25:30Aber ich weiß, wie gefĂ€hrlich Sie sein können, wenn man Sie nicht ernst nimmt.
25:33Ich klÀre das.
25:35Davon bin ich ausgegangen.
25:36Herr Redler.
25:37Guten Morgen.
25:38Guten Morgen.
25:39Guten Morgen.
25:41Ach, Dr. Peters, ich wĂŒrde Sie gerne mal zur Nachuntersuchung sehen.
25:44Ja, natĂŒrlich. Wann?
25:46Passt es Ihnen heute?
25:48Ja, kein Problem.
25:49Lassen Sie sich gleich Blut abnehmen, dann haben wir auch Ihre Nierenwerte da.
25:52Gut.
25:52Die Kollegen haben hier wirklich Ihr Hobby zum Beruf gemacht, hm?
25:56Wie oft waren Sie denn schon unter Messer, Herr Brenner?
25:59Einmal.
26:01Ist das hier so eine Art Aufnahmeritual?
26:07Blöd, Mann.
26:18Der Mann ist mit dem Pkw gegen einen Baum gefahren, war angeschnallt, Airbag ist aufgegangen.
26:23Verdacht auf SchÀdel, Hirntrauma und Mittelgesichtsfaktor, keine Hinweise auf innere Verletzungen, aber ein frischer Verband an der rechten Hand.
26:29Der Mann hat initial bewusstlos Intubation vor Ort.
26:32Das ist ja Herr Redler.
26:33Sie kennen ihn.
26:33Ich habe gestern seine Hand operiert.
26:35Und heute schon entlassen.
26:36Ich hatte keine Ahnung.
26:37In den Schockraum, bitte.
26:39Sagen Sie Dr. Peters Bescheid?
26:47Ja.
26:48Das sieht alles gut aus.
26:50Das Labor mĂŒsste auch schon da sein.
26:52Danke.
26:54Na ja, die Werte sind in Ordnung.
26:57Die verbliebene Niere funktioniert tadellos.
27:02Erleichtert?
27:03Schon.
27:04Ein bisschen.
27:06Hatten Sie denn Beschwerden?
27:08Nein.
27:10Aber?
27:13Ach, Sie fragen sich wahrscheinlich, wann Sie wieder Sex haben können.
27:17Wie kommen Sie denn darauf?
27:19Wenn ich Zahnarzt wĂ€re, wĂŒrde ich nach Ihren Implantaten fragen.
27:24Oder ist Ihr Zoom tatsÀchlich vom Klapperstrich gebracht worden?
27:27Trotzdem hÀtten Sie ja erstmal auf Sport tippen können.
27:30Joggen zum Beispiel.
27:32Sie machen doch keinen Sport.
27:34Ich bitte Sie.
27:35Muss ich jetzt beleidigt sein?
27:36Sie wĂŒrden niemals laufen, wenn Sie nicht schnell irgendwo hin mĂŒssten.
27:40Ihren Körper zu bewegen, nur damit er sich bewegt, das macht fĂŒr Sie keinen Sinn.
27:46Ist die Analyse zutreffend?
27:47Ihre Menschenkenntnis ist nicht schlecht.
27:50Ich weiß.
27:51Traut man Ihnen gar nicht zu?
27:52Weiß ich auch.
27:54Ich habe zwar keine Ahnung, wie experimentierfreudig Sie und Ihr Freund im Bett sind.
27:59Und bei dieser Ahnungslosigkeit wollen wir es auch belassen.
28:01Ich kann Ihnen versichern, es ist alles gut verheilt.
28:04Sie können also Ihre Fantasien getrost ausleben.
28:07Ich muss los.
28:08Danke, Dr. Kaminski.
28:11Das war jetzt doch erschaulich.
28:14Die Fraktur ist nicht verschoben. Ich wĂŒrde das konservativ angehen.
28:19Sehe ich auch so.
28:20Die subturale Blutung mĂŒssen wir aber auf jeden Fall operativ ausrĂ€umen.
28:24Die Blutung sitzt genau mit dem alten HĂ€matom.
28:27Sie wollen das gleich mitmachen, ohne das mit dem Patienten zu besprechen?
28:30Ich weiß, aber ich denke, es ist zu verantworten.
28:32Wenn wir jetzt nur die Blutung ausrÀumen, wÀre es möglich, dass wir Narben hinterlassen, die spÀter den Zugang versperren.
28:37Da haben Sie allerdings recht.
28:39Assistieren Sie mir.
28:40Wann?
28:42In circa einer Stunde.
28:43Gut. Das lÀsst sich machen.
28:46Gut.
28:48Ich wĂŒrde gern dabei sein.
28:54Gut. Wenn es Ihnen hilft. Aber nur als Zuschauer.
29:00Philipp, bitte lass uns nicht widerstreiten. Wir haben uns gerade erst vertragen.
29:03Ich sag nur, dass Herr Riedler nicht hĂ€tte gehen dĂŒrfen.
29:06Habe ich doch versucht.
29:07Herr Riedler ist gegangen.
29:09Er gefahren.
29:11Du hĂ€ttest ihn aufhalten mĂŒssen.
29:12WĂ€rst du dabei gewesen, wĂŒsstest du, wovon ich rede.
29:15Er war wie ausgewechselt.
29:16Wir reden spÀter weiter. Ich muss in den OP.
29:19Und was meinen Sie damit, er war wie ausgewechselt?
29:22Ich habe ihn bisher sehr ruhig und freundlich erlebt.
29:25Aber plötzlich hat er die Kontrolle verloren.
29:27Als wĂŒrde ihm eine Sicherung durchbrennen.
29:29Der Mann ist nicht nur einfach ein Choleriker.
29:32Irgendwas stimmt mit ihm nicht.
29:39Die Blutung steht.
29:41Noch mal spĂŒlen.
29:45Gut. Dann sehen wir uns mal das HĂ€matom an.
29:49Pinzette, Neurotupfer.
29:53Da ist es.
29:55Wie ein HĂ€matom sieht das aber nicht aus.
29:58Mhm. Schere?
30:01Eher wie ein Abszess.
30:03Das scheint wirklich Àlter zu sein.
30:06Das hier ist schon alles richtig verwachsen.
30:09Schale?
30:14Das geht bitte gleich ins Labor, Histologie und Mikrobiologie.
30:22Malte Riedler, sagten Sie.
30:24Ja.
30:25Ich sehe mal nach.
30:27Der Patient scheint Sie ja sehr zu beschÀftigen.
30:29Ist aber auch wirklich ein interessanter Fall.
30:31Das war ziemlich sicher kein HĂ€matom.
30:34Sondern?
30:36Ich hab's. Bitte sehr.
30:39Und?
30:40Toxoplasmose?
30:41Darf ich mal?
30:43TatsÀchlich.
30:45Neurotoxoplasmose.
30:46So ein Verlauf ist selten bei Menschen mit intaktem Immunsystem.
30:50Ist HIV positiv?
30:52Nein, aber wer weiß, wie seine Konstitution zum Zeitpunkt der Infektion war.
30:56Der Herd muss schon lÀnger in seinem Hirn gewesen sein.
30:59LĂ€sst sich bestimmen, wie lange?
31:01Nein.
31:02Ich versuche eine Titerbestimmung, aber auf jeden Fall ist jetzt klar,
31:04dass der Grund fĂŒr seine Probleme kein SchĂ€del-Hirn-Trauma war.
31:20Malte?
31:25Willkommen zurĂŒck.
31:27Hey.
31:29Du hattest einen Autounfall.
31:32Mittelgesichtsfraktur und subturale Blutung.
31:34Dr. Peters hat dich operiert und die Blutung gestoppt.
31:38Also mach dir keine Sorgen.
31:46Hallo, Herr Riedler.
31:49Sie werden nun doch noch eine Weile bei uns bleiben mĂŒssen.
31:53Ja.
31:54Sie haben großes GlĂŒck gehabt.
31:56Ihre Gesichtsfraktur mussten wir nicht operieren.
31:59Die halt von selbst.
32:00Sie erinnern sich, was wir auf Ihrem SchÀdel-CT entdeckt hatten.
32:05Das HĂ€matom?
32:08Haben Sie das gleich mit entfernt?
32:10Ja.
32:11Nur, dass wir jetzt wissen, dass es kein HĂ€matom war.
32:13Sondern?
32:15Es war eine Art Abszess.
32:17Ein Toxoplasmoseherd.
32:20Wie bitte?
32:22Ich habe keine Katzen, wenn Sie darauf hinauswachen.
32:24Aber Toxoplasmose wird auch ĂŒber ungewaschenes GemĂŒse
32:27und nicht gegartes Fleisch ĂŒbertragen.
32:29Meist haben die Betroffenen ĂŒberhaupt keine Beschwerden
32:31und manchmal kommt es zu EntzĂŒndungsherden im Gehirn.
32:38Entschuldigung.
32:39Schwester Miriam, wĂŒrden Sie bitte kurz mitkommen?
32:41Die Oberschwester braucht mich bei Hilfe.
32:42Ich bin gleich wieder da.
32:48Die Infektion muss schon lĂ€nger zurĂŒckliegen.
32:50Der Herd war schon sehr stark mit der Umgebung verwachsen.
32:53Aber wir haben alles entfernen können.
32:55Wir werden Sie jetzt mit einer Antibiotika-Kombination behandeln.
32:59Und ich bin guter Dinge, dass die Sache damit ausgestanden ist.
33:02Und Ihre Kopfschmerzen dĂŒrften Sie auch los sein.
33:05Und ich denke, auch Ihr Verhalten wird sich Àndern.
33:09Die AggressivitÀt, der Kontrollverlust.
33:13Sie meinen, das lag alles nur in diesem ...
33:17Ja.
33:31Wird das jetzt zur Gewohnheit?
33:33Ich freue mich auch, Dich zu sehen.
33:36Wo ist Tim?
33:37In den besten HĂ€nden.
33:40Schwester Asu hat sich angeboten, ihn ĂŒber Nacht zu nehmen.
33:42NatĂŒrlich, nachdem ich sie gefragt habe.
33:44Über Nacht?
33:45Ja.
33:46Und ... warum?
33:48Weil ich Dich jetzt entfĂŒhren werde.
33:51Wohin denn?
33:52Das kann ich Dir nicht sagen, sonst wĂ€r's ja keiner in FĂŒhrung.
34:00So.
34:03Die muss jetzt noch ein paar Stunden durchlaufen.
34:05Aber nicht einfach selbst abmachen.
34:07Ich kenn Dich doch.
34:09Ich komm dann schon, wenn's soweit ist.
34:12Bis spÀter.
34:15Ich hatte diesen Toxoplasmoseherd schon lÀnger im Gehirn.
34:19Ich muss ihn also auch gehabt haben, als das mit Hoffmann passiert ist.
34:25Heißt das, deine Ausrester ...
34:28Die hattest Du vorher schon?
34:31Sieht so aus, ja.
34:33Was ist damals genau passiert?
34:38Du weißt, dass Du mir schon immer sehr wichtig warst.
34:43Mehr als das.
34:44Und ich hatte natĂŒrlich gehofft, dass es Dir genauso geht.
34:48Aber seit Deinem Unfall, da warst Du ...
34:53Es war einfach nie wieder wie vorher.
34:58Sag es mir, Malte.
35:04Ich ...
35:07Hallo, Herr Riedler.
35:09Hallo.
35:12Wie geht's Ihnen?
35:14Alles gut ĂŒberstanden?
35:16Ich denke schon, ja.
35:30Ich finde das albern.
35:32Ah, das wundert mich jetzt nicht.
35:34Mir ist das unangenehm.
35:36Vertraust Du mir etwa nicht?
35:40Doch, schon.
35:41Du hast gezögert. Das ist an sich schon eine UnverschÀmtheit.
35:44So, Mund auf.
35:45Ich hasse Dich.
35:47Tust Du nicht.
35:48Ah.
35:57Und?
36:00Ich weiß nicht.
36:02Salzig.
36:03Und ...
36:06ein bisschen sĂŒĂŸ.
36:08Das ist schon gar nicht mal so schlecht.
36:09Außen weich.
36:12Und innen ...
36:14irgendwie flĂŒssig.
36:16Ich wĂŒrde sagen ...
36:18Ravioli aus der Dose.
36:19Ach komm schon, jetzt verarsch mich doch nicht.
36:21Nein!
36:25Darf ich vorstellen?
36:26GetrĂŒffelte, karamellisierte Jakobsmuscheln an Weißwein schauen.
36:30Hm.
36:32Köstlich.
36:33Jetzt schmecke ich's auch.
36:35Hm.
36:38Wo hast Du das denn her?
36:39Selbst gekocht?
36:42Wirklich.
36:44Ich.
36:45Also die Frau, die ...
36:48Dich mal kriegt.
36:50Die?
36:58Du hast gar nicht richtig vermisst.
37:00Richtig auch.
37:04Wollen wir nicht in Schlafzimmer gehen?
37:06Speser.
37:15Ja.
37:16Das sieht ganz gut aus.
37:18Ein paar Tage werden Sie schon noch hierbleiben mĂŒssen.
37:20Ja, ich weiß.
37:25Wir sehen uns morgen.
37:30LĂ€sst Du Dich noch an, Frau Dr. Burgmeier?
37:34Lara.
37:35Die AssistenzÀrztin aus der Inneren.
37:37Blond, schlank, Sommersprossen.
37:40Gab es da nicht GerĂŒchte, dass Sie mit Ihnen ...
37:47Was soll das?
37:50Sie haben ihn wirklich verprĂŒgelt, weil Malte ihre Freundin falsch angeschaut hat?
37:54Nein.
37:56Nicht ganz.
37:58Es war klar, dass Lara nichts von mir wollte.
38:00Ich bin ja nur Pfleger.
38:03Da musste schon der Herr Oberarzt her.
38:05Da konnte mein Vater tausendmal Klinikleiter sein.
38:07Ach, Riedler.
38:10An dem Tag, als das passiert ist,
38:13es war schon spÀt, habe ich Lara in der Umkleider getroffen.
38:16Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und sie gefragt, ob wir mal essen gehen.
38:19Sie hat mich nur ausgelacht.
38:21Ich habe nicht gewusst, dass sie so ein ekelhafter Mensch sein kann.
38:26Dann bin ich ausgerastet.
38:29Ich habe sie gewirkt und auf den Boden gedrĂŒckt.
38:32Sie hat geschrien und sich gewehrt, aber das war mir scheißegal.
38:35Hast du sie?
38:36Ich weiß nicht.
38:39Es war alles so surreal.
38:42Als ob das gar nicht ich bin.
38:43Ich weiß nur noch, dass der Hoffmann ĂŒber mir stand und zuschlug.
38:47Dann war alles schwarz.
38:49Aufgewacht bin ich auf der Intensiv.
38:51Kieferbruch.
38:53Mehr tot als lebendig.
38:55Ich habe völlig ĂŒberreagiert.
38:58Es tut mir leid.
39:00Nein.
39:02Wer weiß, was ich sonst mit Lara gemacht hĂ€tte.
39:05Trotzdem.
39:07Vor zwei Wochen kam mein Vater zu mir.
39:10Das erste Mal.
39:12Er hat gesagt, dass sie und Lara die Klinik verlassen haben
39:15und mich gebeten nach der Reha nicht mehr zurĂŒckzukommen.
39:26Hoffmann.
39:27Ja, ich komme.
39:39Das war so ein Albtraum.
39:41Ich habe gewusst, dass das nicht ich bin.
39:44Du hattest einen Obszess im Hirn.
39:46Ich bin ein mieses Arschloch.
39:50Das weiß ich auch.
39:52Aber dafĂŒr habe ich echt den Preis bezahlt.
40:12Herr Brenner?
40:14Ja?
40:16Ich wollte mich entschuldigen.
40:18WofĂŒr?
40:20Sie hatten recht, was Dr. Hoffmann angeht.
40:23Ist er also doch kein SchlÀger?
40:25Doch.
40:26Ja, aber wieso habe ich dann recht?
40:29Das kann ich Ihnen nicht sagen.
40:31Aber wieso?
40:32Nehmen Sie die Entschuldigung einfach an und freuen sich.
40:51Du denkst an Tim, stimmt's?
40:54Du nicht.
40:55Doch, aber ich weiß, dass da bei dem Brontano so in guten HĂ€nden ist.
41:01Und wenn du es nicht aushÀltst, dann...
41:03Nein.
41:04Nein, auf gar keinen Fall.
41:05Wollte nie so eine Art Mutter sein.
41:08Na, die Gefahr ist ganz gering, kannst du mir glauben.
41:13Also?
41:16Wenn wir es schon mal frei haben, dann sollten wir die Chance auch nutzen.
41:19Und?
41:21Und?
41:22Und einfach mal so richtig ausschlafen.
41:25Keine Chance, Frau Dr. Peters.
41:31Was wird das?
41:33Ich zeig dir jetzt mal, was ein Spieß heißt.
41:43Hallo.
41:45Hallo, Schwester Miriam.
41:54Ich denke mal, Sie sind sowas wie ein Held.
41:59Ich bin da nicht stolz drauf.
42:02Das sollten Sie aber vielleicht.
42:08Ich meine das ernst.
42:10Was auch immer der Grund war, warum Malte das getan hat.
42:13Der Abszess in seinem Hirn oder der Frust, weil er es seinem Vater nie recht machen konnte.
42:20DafĂŒr gibt's keine Entschuldigung.
42:22Und Sie haben das verhindert.
42:25Ich hĂ€tte nicht zuschlagen dĂŒrfen.
42:27Er hatte nicht die leisteste Chance.
42:30Es war nicht meine Sternstunde.
42:33Tut mir leid, was ich ĂŒber Sie gedacht habe.
42:36Und gesagt.
42:40Entschuldigung angenommen.
42:42Danke.
42:47Ich werde es bei den Kollegen wieder gerade rĂŒcken.
42:50Ja, aber halten Sie es hier allgemein, ja?
42:53Besprochen.
42:55Guten Abend. Gibt's ein Problem?
42:57Äh, nein.
42:59Alles in Ordnung, danke.
43:01Hat sich alles geklÀrt.
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