- vor 16 Stunden
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00:20Love Is Enough
00:37Love Is Enough
00:44Ist irgendetwas Besonderes vorgefallen?
00:46Alles ruhig.
00:49Da drauĂen geht die Welt unter.
00:51Die Ruhe vor dem Sturm.
00:53Ich hab's gerade noch trockenen FuĂes in die Klinik geschaut.
00:57Der Kollege hatte wohl weniger GlĂŒck.
01:02GlĂŒck ist, wenn das Pech die anderen trifft.
01:04Guten Morgen.
01:08Einzelte Schauer hieĂ es.
01:11Plötzlich im Unwetter war nicht die Rede.
01:13Ist doch was dran am Klimawandel.
01:16Wieso machen Sie nicht auch mit bei der Aktion
01:19Eine Woche CO2 frei?
01:21Das ist zwar ein Tropfen auf den hohlen Stein,
01:23aber je mehr mitmachen,
01:25das Auto öfter mal stehen lassen,
01:27weniger Fleisch essen,
01:29kalt duschen.
01:30Ich glaube, Sie verwechseln uns gerade.
01:32Ich sehe ja wohl nicht so aus,
01:34als ob ich mich zu wenig bewege,
01:36zu viel Fleisch esse.
01:37Und kalt duschen tue ich sowieso jeden Tag.
01:40Ja, ich bin so eine Patientin.
01:42Schönen Tag noch.
01:46Jetzt rettet er nicht nur Neugeborene,
01:48sondern noch die ganze Welt.
01:56Haben Sie mal was von Ihrem Vater gehört?
01:58Wie bekommt ihn denn so die Reha?
02:01Wir haben eher sporadisch Kontakt.
02:04Ach, Mutaufnahme.
02:13Was haben wir?
02:14Morgen Mitte 30 wurde von SpaziergÀngern
02:16aus dem Kostbudener See gefischt.
02:17Bei Eintreffen Herz-Kreislauf-StĂŒlstand
02:19leicht unterkĂŒhlt.
02:20Wie lange lag er im See?
02:21Keine verlÀsslichen Angaben.
02:23Noch vor Ort Herzdruckmassage und Intubation
02:25nach ca. 5 Minuten Sinusrhythmus.
02:27Gibt er seinen Namen?
02:29Adonis?
02:30Im Ernst?
02:31Nein, wir haben keinen Namen.
02:32Hat er ja keine Papiere bei sich?
02:35Wo denn?
02:38In den Schockraum.
02:46Ah, von einer Ihrer zahlreichen Verehrerinnen?
02:49Nee.
02:50Ihr seid fĂŒr Herrn Brenner von eurem Findelkind.
02:52Also seiner Mutter.
02:55Tausend Dank fĂŒr alles.
02:56Hans und Caro.
02:58Wie sĂŒĂ, der Kumpel ist.
03:00Wer von den beiden?
03:03Soweit ich weiĂ, können Babys in den ersten Wochen
03:05nicht so richtig scharf sehen.
03:06Er wĂŒrde auch einen Luftballon anlĂ€cheln.
03:07Unser Kollege hat ihm das Leben gerettet.
03:10Mit Ihrer Hilfe?
03:10Schöne Katja.
03:11Ich komme gleich zu Ihnen.
03:13Der Ruhm gebĂŒhrt Herrn Brenner.
03:15Ohne seinen heldenhaften Einsatz
03:17wÀre der Kleine gestorben.
03:20Er ist ja unser Superheld.
03:21Sie hatten mich angepiept?
03:23Ja, ein kleiner Freund wurde heute entlassen.
03:25Ein Abschiedskurs.
03:28Die Blumen.
03:29Nein, nein, die haben Sie sich verdienen.
03:32Aber...
03:33Ja, die machen sich bestimmt super im Ărztezimmer.
03:42Ăh, ja, ich...
03:46Dann...
03:49Falls der Donut nach mir fragt,
03:50wirst du ja, wo er mich finden kann.
03:56Massive Tachycardie.
03:58Er bekommt 20 Milligramm RĂŒckenstabil.
04:00Bitte?
04:01Und ein kleines Blutbild, bitte.
04:03AuĂerdem Blutalkohol, Blutzucker,
04:05ein Drogenscreening und einen Astro.
04:10Was ist das da eigentlich am Ohr?
04:12Keine Ahnung.
04:13Ist so ein Gebammel wieder in Mode?
04:15Ein Dreieck? Irgendein Symbol?
04:17Eine Pyramide?
04:19Könnte sein.
04:21Schicken Sie das Blut bitte gleich ins Labor
04:22und geben Sie Dr. Heimann Bescheid.
04:24Mach ich.
04:38Morgen.
04:41Hoch und runter.
04:43Im Gegensatz zu Ihrer Stimmung, Dr. Brenner.
04:46Lebensretter und Frauenheld.
04:49Ich mache nur meine Arbeit.
04:50Hat dabei ganz schönen Eindruck.
04:52Auf Schwester Ulrike zum Beispiel.
04:54Wir sind gute Kollegen.
04:57Sie ist nett.
04:58Eine sehr nette Kollegin.
05:00Nett ist der kleine Bruder von ScheiĂe.
05:02Nein, nett heiĂt nett und nicht sonst.
05:06Wir verstehen uns gut.
05:07Als Kollegen.
05:09Und darĂŒber hinaus?
05:11Das ĂŒberlasse ich Ihrer Fantasie.
05:13Schwester Ulrike steht voll auf Sie.
05:15Woher wollen Sie das denn wissen?
05:17So wie Sie vorhin von Ihnen geschwÀrmt hat?
05:19Da geht was.
05:20Ja, ich verstehe was von Frauen.
05:22Ach ja?
05:22Ja, aber so richtig.
05:26Ja?
05:29Morgen.
05:30Hallo, Chris.
05:31Wie geht's bei Ihrem Lieblingszimmer?
05:32Danke.
05:36Also wenn ich Sie wÀre,
05:38ich wĂŒsste, was ich tun wĂŒrde.
05:47Guten Morgen.
05:48Guten Morgen.
05:49Ein Ertrinkungsunfall?
05:50Zumindest wurde er bewusstlos am Ufer eines Sees gefunden.
05:53Das sieht ziemlich durchtrainiert aus.
05:56Das EKG zeigt zunehmend Tachyarrhythmin und Extrasystolen.
06:00Ein Infarkt?
06:01Die Symptome deuten nicht darauf hin.
06:03Wie sieht's mit Ă€uĂeren Verletzungen aus?
06:05Negativ.
06:06Ultraschall war auch ohne Befund.
06:07Bis auf etwas FlĂŒssigkeit im Magen.
06:09Wahrscheinlich Wasser, das er geschluckt hat.
06:11Das Labor.
06:15Alkohol und Drogen negativ.
06:17Das ist alles OB.
06:18Leukozyten sind erhöht.
06:20Ja, der CK wird auch.
06:22Ăberlastung der Muskeln?
06:24Doch ein Infarkt?
06:25Vielleicht hat er sich beim FrĂŒhsport ĂŒbernommen und ist kollabiert.
06:28Was ist das?
06:31Eine kleine Wunde.
06:33Wir verlegen ihn auf die ETS und dann sehen wir weiter.
06:38Hallo?
06:39Ganz ruhig.
06:40Ihr atmet gegen den Tubus.
06:42Ein gutes Zeichen.
06:47Können Sie mich hören?
06:50Sie sind im Krankenhaus.
06:53Das ist doch eine Frage.
06:56Wissen Sie, was passiert ist?
07:04Wo kommt das Blut her?
07:06Sie sagten, der Ultraschall ist OB.
07:08Vielleicht eine kleine Verletzung im Rachen durch den Tubus.
07:10Hören Sie mich?
07:14Sauerstoff schnell.
07:15Kontrollieren Sie die Drainage von Herrn Rosner bitte stĂŒndlich.
07:18In Ordnung, Doktor.
07:20Herr Brenner.
07:21Sollte sich sein Zustand verschlechtern, geben Sie mir bitte sofort Bescheid.
07:28Eine Notfahrt?
07:30Nee, eine Patientin wartet auf mich.
07:31Zehn Personen sind allein im Schwesternzimmer.
07:38Oh, Herr Brenner.
07:40Kann ich was fĂŒr Sie tun?
07:42Ăh, nein.
07:44Entschuldigung, ich bin gleich wieder da.
07:46Hallo?
07:48Wir hatten telefoniert.
07:49Ja.
07:50Danke.
07:51TschĂŒss.
07:52TschĂŒss, vielen Dank.
07:54Die gehören vermutlich einem Neuzugang, der wurde am Kospodner See gefunden, bei uns eingeliefert.
07:58Wer lÀuft denn so rum?
08:00Ein Handwerker auf der Walz.
08:02Eine alte Tradition nach der GesellenprĂŒfung.
08:05Was Sie nicht alles wissen, Herr Brenner.
08:07Wollten Sie eigentlich was Bestimmtes?
08:10Entschuldigung.
08:12Kaminski wÀre es sonst.
08:13Bis spÀter.
08:15Wolf?
08:24Wir haben einen Namen.
08:27Wenigstens etwas.
08:28Adonis heiĂt Jene Derbeck.
08:29Er ist 34 und reist als Tischler durchs Land.
08:32Ein Jogger hat seine Sachen in der NĂ€he des Seehofers gefunden.
08:34Darunter auch ein Tagebuch.
08:36Ein bisschen alt fĂŒr einen Wandergesellen.
08:37Das sind eigentlich junge Burschen.
08:38Die ĂŒbernachten oft im Freien, besonders im Sommer.
08:42Romantisch.
08:42Wenn er nicht so verregnet wÀre, wie diese.
08:45Geben Sie mir mal ein Otroskop.
08:47Ein Otroskop?
08:48Nur so ein Gedanke.
08:58Das Trommelfeld ist perforiert.
08:59Vielleicht ist er zu tief getaucht.
09:02Ich tippe eher auf einen Knalltrauma.
09:07Sehen Sie hier?
09:10Wie ausgestanzt.
09:12Genau wie die Wunder am FuĂ.
09:13Der Patient wurde vom Blitz getroffen.
09:17Komm auf, Lehmann.
09:18D.T. schnell.
09:25Label auf 200.
09:28Achtung, Schock kommt.
09:32Nochmal.
09:33Label auf 200.
09:35Weg.
09:41Sinusrhythmus.
09:44Der Computer zu sich.
09:47Hallo, hören Sie mich?
09:49Sind Sie heute Morgen in ein Gewitter gekommen?
09:55Eine Magenblutung?
09:56Der Blitz ist einmal durch den ganzen Körper.
10:00Bauch ist bretthart.
10:02Immer so wird in den OP.
10:03Wir machen eine Notgastroskopie.
10:08Ist noch NRCL im Schrank?
10:12Das hier kommt dann auf die Kinderstation.
10:19Wie kommt die denn da rein?
10:20Die hat Cosme mitgebracht.
10:22Ein Freund von ihm arbeitet in einer Videothek.
10:25Arbeitete.
10:26Der leitet sich heutzutage noch DVDs aus.
10:29Naja.
10:30Der Laden hat dich gemacht und dann habe ich an Alia gedacht.
10:33Wir haben uns neulich ĂŒber Kinofilme unterhalten und ich kann es einfach nicht.
10:37Alles nur Quatsch.
10:39Lauter Ballerfilme und flache Komödien.
10:41Auf was fĂŒr Filme stehen Sie denn so?
10:43Auf Woody Allen zum Beispiel.
10:46Wer?
10:46Woody Allen?
10:48Amerikanischer Filmregisseur.
10:49Klein, Wuschelhaare, Brille.
10:50Total neurotisch.
10:51Und berĂŒhmt fĂŒr seine SprĂŒche.
10:53FrĂŒher hat er in seinen Filmen oft selbst mitgespielt.
10:56Ja, ist bestimmt so eine Generationsfrage.
10:58Sind die fĂŒr uns?
10:59Ja.
11:00Die habe ich von einer Patientin zum Abschied geschenkt bekommen.
11:02Wow.
11:03Sie sind wirklich richtig beliebt, Doktor Brenner.
11:06Ihr habt ihr viel mehr verdient.
11:08Alles, was SpaĂ macht, im Leben hat einen Haken.
11:11Es ist unmoralisch illegal.
11:12Oder machtig.
11:15Ist das auch so ein Spruch von Woody Allen?
11:18Nee, von Mae West, einer Schauspielerin.
11:21Oh, da kennt sich aber einer aus in Hollywood.
11:23Nur mit den DiÀten.
11:27Kollege Brenner ist aber auch voll der Kinoexperte.
11:30Ach ja?
11:32Der neue Woody Allen ist gerade angelaufen.
11:33Haben Sie bestimmt schon gesehen.
11:35Ja, oder?
11:36Schade, sonst hÀtten wir den zusammen ansehen können.
11:39Nee, also da, nee, da, da, ich glaube, da habe ich was verwechselt.
11:45Ich hatte laut darĂŒber nachgedacht, ihn mir anzusehen, aber dann ist was dazwischen gekommen.
11:50Na dann, was machen Sie denn heute Abend?
11:57Wie hÀlt er sich?
11:59Rhythmus ist regelmĂ€Ăig.
12:00Gelegentliche Extrasystolen.
12:02FĂŒr den Moment.
12:03Aber beeilen wir uns lieber.
12:04Sein Herz hat heute schon eine Menge verkraften mĂŒssen.
12:08Mehrere zehntausend Ampere wĂ€re noch nur fĂŒr einen Wimpernschlag.
12:11Zange?
12:14Haben Sie schon mal mit einem Blitzopfer zu tun gehabt?
12:17Nee.
12:19Aber ich kenne auch keinen, der im Lotto gewonnen hat.
12:23Die Magenwand ist perforiert.
12:25Sollten wir nicht besser offen operieren?
12:31Das verkraftet er nicht, wir mĂŒssen das so hinkriegen.
12:39Was war denn das eben?
12:40Ach, ich wollte nur ein bisschen nachhelfen.
12:42Ich brauch keine Nachhilfe.
12:44Schon mal gar nicht, was ein Jungspund, der irgendwelche Behauptungen ĂŒber mich in die Welt setzt.
12:48Ja, jetzt ĂŒbertreiben Sie aber auch.
12:50Ăbertrieben ist es, dass Sie mich einfach so zum Filmexperten machen.
12:53Das letzte Mal im Kino war ich mit Oskar.
12:56Ja, der Name passt doch schon mal.
12:57Das ist ein Zeichentrickfilm.
13:00Von Woody Allen habe ich in den letzten Jahren nichts mehr gesehen.
13:03Ich werde mich bis auf die Knochen blamieren.
13:04Ach, der Film und das Gequatscher darĂŒber ist doch nur so eine Art Vorspiel.
13:09Also im ĂŒbertragenen Sinne.
13:12Können Sie sich vorstellen, dass es nicht immer nur darum geht?
13:14Ja, aber kennenlernen wollen Sie sich doch.
13:18Ja, schon, aber das kann man doch nicht erzwingen.
13:22So etwas muss sich ergeben, ganz von alleine.
13:26Und wie oft genau ist Ihnen das in letzter Zeit passiert?
13:41Handwerker.
13:46Ich bin Dr. Peters. Sie sind in der Sachsenklinik.
13:49Sie wurden heute Morgen eingeliefert.
13:51Wahrscheinlich hat Sie einen Blitz getroffen.
13:53Ja.
13:58Das ist Dr. Heilmann. Wir haben Sie zusammen operiert.
14:01Durch die Wucht des Blitzes war die Magenwand eingerissen.
14:03Können Sie mir Ihren Namen sagen?
14:06Janne Derbeck.
14:08Wie alt sind Sie?
14:1034.
14:12Wohnort.
14:16Schwerin.
14:17Eigentlich.
14:18Ich bin auf der Wanderschaft.
14:20Haben Sie die vergangene Nacht im Freien verbracht?
14:23Im Sommer gibt es nichts Schöneres.
14:27Das wÀre Ihnen fast zum VerhÀngnis geworden.
14:30Sehe ich anders.
14:35Wir machen ein paar weiterfĂŒhrende Untersuchungen.
14:37Der Blitz könnte noch mehr in Mitleidenschaft gezogen haben.
14:49Rudi Allen wurde 24 Mal nominiert.
14:51Er erhielt die Auszeichnung vier Mal.
14:54Hat den Oscar aber nie persönlich entgegengenommen.
14:59Brenner?
15:00Chris hier.
15:01Ist was passiert mit Herrn Rosner?
15:03Nee, alles gut.
15:05Soll das etwa ein Kontrollanruf sein?
15:06Sie kneifen doch nicht, oder?
15:08NatĂŒrlich nicht.
15:09Sind Sie schon im Kino?
15:11Ja, die VorfĂŒhrung beginnt gleich und ich lege jetzt auch auf.
15:18Guten Abend.
15:19Hallo.
15:21Die Tickets habe ich schon.
15:23Oh, was bin ich Ihnen schuldig?
15:24Ach, na dann zahle ich das Popcorn.
15:27Sagen Sie mal, gehen wir zur Oscar-Verleihung oder ins Kino?
15:30Wenn schon, denn schon.
15:40Wozu die KostĂŒmierung?
15:42Weil es guter Brauch ist.
15:44Aber nicht besonders praktisch.
15:47DafĂŒr erkennt man uns ĂŒberall.
15:50Wie lange machen Sie das denn schon?
15:53Die Tischlerlehre begonnen habe ich vor acht Jahren und auf der Walz bin ich jetzt seit 1642 Tagen.
16:02Ganz schön, ja.
16:04Vorgeschrieben sind eigentlich drei Jahre und ein Tag.
16:07In der Zeit darf man seinem Heimatort nicht nÀher als 50 Kilometer kommen.
16:11Ich war schon auf dem Heimweg, aber habe ich gemerkt, das kann es noch nicht gewesen sein.
16:20Ich habe so viel noch nicht gesehen.
16:49Ich bin wohl ein GlĂŒckspilz.
16:54Die Wahrscheinlichkeit, einen Blitzschlag zu ĂŒberleben, ist relativ hoch.
16:59FrĂŒher waren die aus purem Gold, damit man davon seine Beerdigung bezahlen kann.
17:05SpĂŒren Sie das?
17:08Eher ein Kribbel?
17:10Ja.
17:12Ja.
17:16Durch die elektrische Entladung kann das Nervensystem geschÀdigt werden.
17:20Manchmal kommt es zu vorĂŒbergehenden LĂ€hmungen.
17:22Auch AlbtrÀume und AngstzustÀnde sind nach so einem Unfall keine Seltenheit.
17:26Ich wĂŒrde beim Einschlafen einfach an was Schönes denken.
17:31Na dann.
17:34Gute Nacht.
17:35Können Sie mir helfen?
17:38Mit dem Ohrring.
17:55Danke.
17:56Danke.
18:13Trauen Sie sich nicht nach Hause wegen der unsicheren Wetterlage?
18:17Knapp zwei Millionen Blitze gehen jedes Jahr in Deutschland nieder.
18:19Etwa 50 Menschen werden dabei getroffen.
18:22Ein Grund mehr, mit dem Faradierschen KĂ€fig nach Hause zu fahren.
18:25Trotz CO2.
18:26Soll ich Sie mitnehmen?
18:27Danke.
18:28Wie geht's an der weg?
18:31Insgesamt hat er es erstaunlich gut ĂŒberstanden, bis auf eine temporĂ€re GefĂŒhlsverwirrung.
18:35Eine temporĂ€re GefĂŒhlsverwirrung?
18:37Naja, er verhĂ€lt sich recht merkwĂŒrdig mir gegenĂŒber.
18:40Ich bin ja kein Experte, aber ich nehme an, er flirtet mit Ihnen.
18:42Oder versucht es zumindest.
18:44Ich habe ihn nicht dazu ermutigt.
18:46Wir heilen Patienten, wir retten Leben, da bringen manche etwas durcheinander.
18:51Haben Sie das noch nie erlebt?
18:52Nein.
18:52Deshalb bevorzuge ich das sachliche VerhÀltnis zwischen Arzt und Patient.
18:56Genau, da wissen beide Seiten, woran Sie sind.
19:07Und wie hat Ihnen der Film gefallen?
19:09Naja, so im GroĂen und Ganzen.
19:12War jetzt nicht sein gröĂter Wurf, vor allem im Vergleich zum letzten Film.
19:15Stimmt.
19:16Aber da war das Ende auch irgendwie unbefriedigend.
19:18Aber die Schauspieler waren besser und lustiger.
19:22Ja, Komödien kann er.
19:23Naja, also als Komödie wĂŒrde ich das jetzt nicht bezeichnen.
19:28Aber Sie mögen schwarzen Humor.
19:32Ein bisschen mehr davon hÀtte dem Film auch nicht geschadet.
19:41Was halten Sie?
19:43Wollen wir unser GesprĂ€ch bei einem Glas Wein fortfĂŒhren?
19:46Können Sie Gedanken lesen?
19:48Nein.
19:49Ist auch ganz schwer bei MĂ€nnern.
19:57Bitte schön.
19:58Dankeschön.
20:01Auf einen schönen Kinoabend.
20:03Trotz Woody Allen.
20:06Die Barfrau erinnert mich an diese Prostituierte.
20:11Also der Film ist auch schon 20 Jahre her.
20:14Mein Gott, wir werden alt.
20:15Den haben Sie bestimmt gesehen.
20:17Der ist groĂartig.
20:19Woody Allen spielt einen Sportjournalisten.
20:21Und er und seine Frau adoptieren ein Kind.
20:23Einen ganz intelligenten Jungen.
20:25Und dann will der Journalist rausfinden, wer die leibliche Mutter ist.
20:29Klassischer Tragödiensstoff.
20:30Das fÀllt Ihnen bestimmt wieder ein.
20:32In den Zwischenstenen ist immer dieser antike Chor.
20:36Irgendwas mit A.
20:37Antigonie.
20:38Nee.
20:39Ich kann mal sowas schlecht merken.
20:41Was, Filme?
20:42Und Namen.
20:43Na, zum GlĂŒck heiĂt unser Findelkind wie Sie.
20:47Den hÀtte ich auch so nicht vergessen.
20:50Auf den kleinen und den groĂen Hans.
20:51Peter.
20:52Ich bin Ulrike.
20:56Gebt mir fĂŒnf Minuten.
20:58Die Rommikarten bringe ich mir.
21:12Ja, Brenner?
21:13Na, wie lÀuft's?
21:14Ganz gut.
21:16Warum gehen Sie dann ans Telefon?
21:17Ja, das frage ich mich auch.
21:19Schwester Ulrike musste kurz.
21:22Sie hat mir das Du angeboren.
21:25Voll.
21:25Das Eis ist gebrochen.
21:26Wir verstehen uns gut.
21:29Aber wo ich es hier gerade dran habe.
21:31Sie können mir einen Gefallen tun.
21:34Ja?
21:35Schwester Ulrike.
21:36Wir suchen einen Filmtitel von Uli Allen.
21:39Schon etwas lÀnger her.
21:40Ein Paar adoptiert einen Jungen.
21:42Der Mann sucht nach der Mutter.
21:45Die Frau.
21:46Schwester Ulrike.
21:47Geh bitte.
21:48Herr Brenner.
21:49Vergessen Sie den alten Streifen.
21:51Sie sind der Held.
21:52Das ist Ihr Film.
21:53Hallo?
21:57So, wo waren wir stehen geblieben?
21:59Bei dem Film mit den Adoptiveltern.
22:01Ist dir der Titel wieder eingefallen?
22:03Ăh, auch egal.
22:09Vielleicht mache ich so etwas auch.
22:12Ein Kind adoptieren?
22:13Ich dachte eher an eine Patenschaft.
22:16FĂŒr den kleinen Hans?
22:17Warum nicht?
22:18Ich habe hier keine eigenen Kinder.
22:20Das kann doch nur werden.
22:21Ach, in meinem Alter.
22:23Entschuldige bitte.
22:23Deine biologische Uhr tickt ja wohl noch.
22:26Und mit der richtigen Partnerin?
22:28Du wÀrst jedenfalls ein toller Vater.
22:30Du hast ein groĂes Herz.
22:31Ist mir sofort aufgefallen.
22:34So, aber auch.
22:37Ist nicht ganz ungefÀhrlich.
22:41Gerade in unserem Beruf.
23:0021, 22.
23:28Das ist die Mailbox von Ludwig Peters.
23:30Ich bin zur Zeit nicht zu erreichen.
23:33Rufe aber gerne zurĂŒck.
23:3921, 22, 23, 24.
23:53Wollen wir noch einen?
23:54Hm.
23:55Hast recht.
23:56Wir sollten vernĂŒnftig bleiben.
23:57Du musst morgen frĂŒh auch raus.
23:58Ja.
24:00Geh ruhig ran.
24:03Der letzte Mann, mit dem ich aus war,
24:05der war nur am Handy.
24:06Der dachte wohl,
24:07das macht irgendwie Eindruck auf mich.
24:09Von wegen, guck mal,
24:09wie gefragt ich bin,
24:11immer erreichbar.
24:11Mir reicht es,
24:12wenn ich Bereitschaftsdienste habe.
24:15Also, ich bestelle dann die Rechnung.
24:17Ich zahle.
24:18Aber du hast doch die Kiste.
24:18Das ist eine Dienstanweisung,
24:20Schwester Ulrike.
24:22Dann bin ich das nÀchste Mal dran.
24:23Gerne.
24:25Nein.
24:34Guten Abend.
24:35Guten Abend.
24:37Eine Rose, bitte.
24:38Ja, ich gebe dir 5 fĂŒr 10.
24:41Nein, eine reicht.
24:43Drei Euro betrifft.
24:56Drei Euro betrifft.
24:58Es war ein schöner Abend.
25:00Ja.
25:01Fand ich auch.
25:03Und da dachte ich mir,
25:06wieso bedankst du dich nicht mal
25:08mit einer Hose?
25:10Einfach so.
25:11Einfach so.
25:14Ja, ich weiĂ,
25:15das war eine blöde Idee.
25:19Ich meine,
25:19weil du mit dem Pfarrer da bist.
25:21Ach, das geht schon.
25:28HĂ€ltst du mal?
25:46Danke.
25:52Schlaf gut.
25:54Bis morgen.
26:15Der Riss im Trommelfeld
26:16verheilt ganz gut.
26:17Wie bitte?
26:19Ja.
26:24Hören Sie das?
26:26Mhm.
26:27Jetzt auch?
26:28Ja.
26:29Ihr Hörvermögen
26:30ist wohl nicht beeintrÀchtigt.
26:33Ich wollte frĂŒher eigentlich
26:34Klavierbauer lernen,
26:35als es mit der Rockkarriere
26:36nicht geklappt hat.
26:38Und jetzt sind Sie Tischler.
26:39Auch ĂŒber Umwege
26:40gelangt man ans Ziel.
26:44SpĂŒren Sie sonst noch
26:45Nachwirkungen?
26:47Ja.
26:49Mein Herz rast.
26:55Nachhaltige
26:57Bewusstseinsstörungen.
27:00Steuert nicht das
27:01Unterbewusstsein
27:01unsere GefĂŒhle?
27:03Sie hatten eine
27:04Grenzerfahrung.
27:05Ein sogenanntes
27:06Nahtoderlebnis.
27:07Die Medizinleute
27:09hat ein solches
27:09Erleben als
27:10eine neurophysiologische
27:11Auswirkung der
27:12Stoffwechselprodukte
27:13des sterbenden Gehirns.
27:14Daher wird eine andere
27:15Wirklichkeit sichtbar.
27:16Ich glaube an die
27:17war auf den ersten Blick.
27:24Das ist in erster Linie
27:25Projektion.
27:26Hinzu kommt der
27:27verÀnderte
27:27Hirnstoffwechsel.
27:28Das kann schon mal
27:29zu emotionaler
27:30Verwirrung fĂŒhren.
27:31Das sollte sich aber
27:32bald legen.
27:36Was war das?
27:38Keine Ahnung.
27:42Versuchen Sie es
27:43nochmal.
27:51Nach einem Blitzschlag
27:53kann es durchaus
27:53zu neurologischen
27:54AusfÀllen,
27:56GesichtsfeldeinschrÀnkungen
27:56oder Paresen kommen.
27:58Manchmal direkt
27:59nach dem Trauma,
28:00manchmal erst
28:00Tage spÀter.
28:01In den meisten FĂ€llen
28:02lassen die Beschwerden
28:03aber nach
28:04oder verschwinden ganz.
28:05Trotzdem,
28:06wir wissen viel zu wenig
28:07ĂŒber die Langzeitfolgen.
28:08Zeigt Herr Derbeck
28:09noch weitere AuffÀlligkeiten?
28:10Nein, aber mit
28:11Ihrem EinverstÀndnis
28:12wĂŒrde ich zur Sicherheit
28:13ein SchÀdel-CT machen.
28:14Was meinen Sie, Herr Kollege?
28:22Wenn man bedenkt,
28:24welche Spannung
28:25durch den Körper
28:25geschossen sein muss,
28:27da bleiben auch
28:29BlutgefĂ€Ăe und Nerven
28:30nicht verschont.
28:31Und das heiĂt?
28:34Durch die extrem hohen
28:36und kurzen Ladungen
28:36kann gerade
28:37das Gehirn
28:37massiv geschÀdigt werden.
28:39Mit unvorhersebaren Folgen.
28:41Machen Sie das, CT.
28:48Moment!
28:50Guten Morgen.
28:51Morgen.
28:57Sind Sie?
28:59Bist du noch gut
29:00nach Hause gekommen?
29:01Ja.
29:02Sogar die Rose
29:02hat die Fahrt ĂŒberlebt.
29:05Die Rose.
29:06Ja, also,
29:07ich wollte mich wirklich
29:08nur fĂŒr den schönen Abend
29:09bedanken.
29:11Nicht, dass du mich
29:12falsch verstehst.
29:13Ja, das ist gut,
29:14dass du das sagst.
29:15Weil,
29:16sonst wÀre das ein bisschen...
29:17Kompliziert.
29:19Ja, ich schÀtze dich
29:20nÀmlich sehr als Freund.
29:22Du bist...
29:25na ja,
29:25ein netter Kerl.
29:28Wir sehen uns.
29:32Nett ist der kleine Bruder
29:33vom ScheiĂer.
29:37Morgen!
29:38Morgen.
29:40Probleme?
29:42Hat dich Dr. Kaminski
29:43mal wieder rund gemacht?
29:46Hast du mal eine Minute?
29:47Na klar.
29:52Ist denn die temporÀre
29:54GefĂŒhlsverwirrung
29:55inzwischen abgeklungen?
29:58Vielleicht gibt uns
29:59das CT auch darĂŒber
30:00Ausschluss.
30:04Sehen Sie das?
30:09Ein Aneurysma
30:10ist eine sackartige
30:11Erweiterung
30:12eines BlutgefĂ€Ăes.
30:13Normalerweise
30:14sind die GefĂ€ĂwĂ€nde
30:15stark und widerstandsfÀhig.
30:17Bei einer GefĂ€Ăerweiterung
30:18dagegen dehnen sie sich
30:20und werden
30:20dĂŒnner und schwĂ€cher.
30:24Ist das eine Folge
30:25von dem Blitz?
30:27Schon möglich.
30:28Andererseits
30:28kommen Hirnaneurysmen
30:30bei drei Prozent
30:30der Bevölkerung vor
30:31und die meisten
30:32werden zufÀllig entdeckt.
30:35Also hatte ich wieder GlĂŒck.
30:38Bei vielen Betroffenen
30:40macht sich ein Aneurysma
30:40erst bemerkbar,
30:41wenn es platzt.
30:42Und dann ist es
30:43oft zu spÀt.
30:45Rechtzeitig entdeckt
30:45lÀsst es sich
30:46wie in Ihrem Fall
30:47gut behandeln.
30:48Dr. Peters
30:48wird Ihnen
30:48den Eingriff erklÀren.
30:50Bis spÀter.
31:01Eigentlich wollte ich
31:02mein Herz in deine HĂ€nde legen.
31:04Können Sie endlich
31:04damit aufhören?
31:07Wenn wir endlich
31:07damit anfangen
31:08uns zu duzen?
31:13Es gibt zwei
31:14Behandlungsmethoden.
31:15Beim sogenannten
31:16Coiling fĂŒhrt man
31:16einen Katheter
31:17von der Leiste
31:18ins Gehirn
31:18und stopft das Aneurysma
31:19mit winzigen
31:20Platinspiralen aus.
31:21Beim Clipping
31:22wird das Aneurysma
31:23wÀhrend einer OP
31:24am offenen Gehirn
31:24mit einem Clip
31:25ausgeschaltet.
31:27Wo lauern die Gefahren?
31:29Bei jeder Hirn-OP
31:30besteht das Risiko
31:31wichtiger Areale
31:31zu verletzen.
31:32In Ihrem Fall
31:33könnte es zu EinschrÀnkungen
31:35im Sprachzentrum
31:37oder zu einem
31:38GedÀchtnisausfall kommen.
31:40Es wÀre sehr bedauerlich.
31:43Im schlimmsten Fall
31:43reiĂt das Aneurysma
31:44unter der OP
31:45und fĂŒhrt zu einem
31:46irreversiblen Koma.
31:49Und wenn ich mich
31:49nicht operieren lasse?
31:51WĂ€re das Risiko
31:52ungleich höher.
31:54Die Arterienwand
31:55des Aneurysmas
31:56wird zunehmend dĂŒnner
31:58und reiĂt
31:59eines Tages ein.
32:00Da der SchÀdel
32:01eine in sich
32:02geschlossene Kapsel
32:03darstellt,
32:04steigt der Druck
32:04rasant an
32:06und das Gehirn
32:07wird schwer geschÀdigt.
32:08Und ich falle tot um.
32:10Niemand weiĂ wann.
32:11Aber auch niemand ob.
32:15Sie mĂŒssen das
32:16nicht sofort entscheiden.
32:21Falls Sie noch
32:22weitere Fragen haben
32:22jederzeit.
32:36heute Abend schon etwas vor?
32:39Nee.
32:40Ich lasse wohl eher
32:41ruhiger angehen.
32:42Schwer vorzustellen,
32:43dass mein Mann
32:44und ich frĂŒher
32:44nach dem Dienst
32:45ausgegangen sind.
32:47Das wird sich
32:48die nÀchsten Jahre
32:49wohl kaum Àndern.
32:51Wie lange
32:52sind Sie denn
32:52schon zusammen?
32:54Mit
32:54oder ohne
32:55Unterbrechung.
32:57Damals
32:58konnte ich mir
32:58nicht vorstellen,
32:59ĂŒberhaupt mit
33:00jemandem aus der
33:00Klinik zusammen zu sein.
33:02Hallo.
33:03Hallo.
33:04Hi.
33:05Hallo, Chris.
33:07Soweit Sie
33:08umgezogen sind,
33:09helfen Sie bitte
33:10Schwester Alia
33:11bei der Essens-Ausgabe?
33:12Ja.
33:14Und wie war es
33:15im Kino?
33:17Ganz unterhaltsam.
33:18Der Film
33:19oder Kollege Brenner?
33:20Beides.
33:24Sie kennen ihn doch
33:25schon ein bisschen
33:26lÀnger, ne?
33:27Ein bisschen, ja.
33:30Kann es sein?
33:31Ich meine,
33:32haben Sie
33:34haben Sie
33:35Anzeichen
33:36bemerkt,
33:37dass er
33:39ein bestimmtes
33:40Interesse
33:40an mir
33:40haben könnte?
33:43Wieso?
33:44Naja,
33:45es wÀre einfach
33:46blöd,
33:47falsche Hoffnungen
33:47zu wecken.
33:51Ich kann mir
33:52das bei ihm
33:53eigentlich nur
33:54sehr schwer
33:54vorstellen.
33:57Okay,
33:58ich muss.
34:00Ja.
34:00Alia wartet.
34:08Ich kĂŒmmere
34:09mich darum.
34:14Schwester Ulrike?
34:15Ja.
34:15Herr Rosner
34:16braucht noch
34:16eine Infusion
34:17und kontrollieren
34:18Sie auch
34:19seinen Zugang.
34:20Sind wir
34:20wie der
34:20Persie?
34:21Na, hier
34:22in der Klinik
34:22und der
34:23Kollegen.
34:24Warum
34:24machst du
34:24nicht weiter?
34:26Mach mir nur
34:27kurz den
34:27Schuhen zu.
34:28Gar nicht
34:29so einfach
34:29ohne
34:29SchnĂŒrsenke.
34:31Ich gebe
34:32den Wagen
34:32weiter,
34:32wenn du fertig
34:33bist.
34:33Okay.
34:34Also gut,
34:35ich kĂŒmmere
34:35mich um
34:35Herrn Rosen
34:36oder sonst
34:36was?
34:36Nein.
34:37Gut.
34:39Guten Tag,
34:40Herr Brenner.
34:40Hi, Christian.
34:41Ich mĂŒsste
34:41Sie mal ganz
34:42kurz sprechen.
34:45Und ich
34:45muss ins
34:46Ărztezimmer.
34:51Du bist mir
34:52morgen fĂŒr
34:52eine HĂŒft-
34:53Enoprothesen-OP
34:54zugeteilt.
34:55Bitte
34:55beschÀftige
34:56dich mit
34:56dem
34:56minimalinvasiven
34:57Verfahren.
34:58Bis morgen?
34:58Ja, bis morgen.
34:59Hast du ein
34:59Problem damit?
35:00Nein, nein,
35:01natĂŒrlich nicht.
35:01Ich mache mich
35:02gleich an die Arbeit.
35:03Wie sieht es
35:03um neun?
35:04Schönen Abend.
35:07In meinem
35:08praktischen Jahr
35:09durfte ich im
35:09OP-Saal
35:09anfangs nur
35:10zusehen.
35:12Sonst
35:12nix.
35:13Dann nehme
35:13ich die
35:14morgige
35:14OP mal
35:15als
35:15Auszeichnung.
35:16Das
35:16sollten Sie.
35:17Kaffee?
35:17Ja.
35:27Ja, bitte?
35:37Ich verstehe
35:38dich.
35:39Liebe auf den
35:40ersten Blick.
35:41Wer glaubt
35:42dann an
35:42sowas?
35:44Andererseits
35:45glaubt dir auch
35:45keiner, dass du
35:46vom Blitz getroffen
35:46wurdest.
35:47Und noch viel
35:48weniger, dass du
35:49es ĂŒberlebt hast.
35:51Ist mir aber
35:51passiert.
35:53Beides.
35:54Und so wie es
35:55aussieht, hat es
35:56bei mir richtig
35:56eingeschlagen.
35:58Aber nur bei
35:59Ihnen, Herr Derbeck.
36:00Mir gefÀllt deine
36:01klare, unverstellte
36:02Art.
36:03Einfach und
36:04gerade heraus.
36:06Auf all meine
36:07Fragen zum
36:08Aneurysma hast du
36:08mir offen und
36:09ehrlich die
36:09Wahrheit gesagt.
36:11Das ist meine
36:12Aufgabe.
36:13Ich bin
36:13Ărztin.
36:15FĂŒr mich bist du
36:16vor allem eine
36:18sehr anziehende
36:19Frau.
36:23Die letzten Jahre
36:24war ich stÀndig
36:24auf der Suche.
36:25Ich wusste nur
36:26nicht, wonach.
36:27Jetzt weiĂ
36:28ich es.
36:30So wie ich dich
36:31kenne, wirst du
36:31nie etwas mit
36:32einem Patienten
36:32anfangen.
36:33Aber sobald ich
36:34entlassen bin, bin
36:35ich nicht mehr
36:36dein Patient.
36:37Warten Sie.
36:40Was ist mit
36:41der Operation?
36:43Nein.
36:44Keine OP.
36:46Das Risiko
36:46hinterher ein anderer
36:47zu sein und mich
36:49nicht mehr erinnern
36:50zu können, das
36:51gehe ich nicht
36:52ein.
36:53Aber das ist
36:54absolut unverantwortlich.
36:56Sie werden
36:57sterben.
36:58wenn es vorbei
36:59ist, ist vorbei.
37:01Bis dahin
37:01lebe ich.
37:03Und wenn du
37:04willst, mit dir.
37:18Milch und Zucker?
37:25Ulrike, die Rose
37:27war mehr als
37:28neun Dankeschön.
37:30Blödsinn.
37:33Ulrike, ich bin kein
37:35Mann groĂer Worte,
37:36aber immer, wenn ich
37:38dich sehe.
37:47Willst du zu mir?
37:49Ehrlich gesagt, nein.
37:51Schluss mit nett?
37:53Ja.
37:54Na dann.
38:06Neuer Zugang fĂŒr Herrn
38:07Rosner, Anweisung von
38:08Herrn Brenner.
38:10Aphrodite, ĂŒbrigens,
38:11Aphrodite, so hieĂ der
38:13Film, ĂŒber den wir
38:14gestern geredet haben.
38:15Ăh, ich muss dir was
38:16sagen.
38:18Nochmal wegen
38:19gestern.
38:23Ulrike, ich
38:28offen gesagt, ich
38:30kenne mich nicht
38:31sonderlich gut aus mit
38:32Filmen.
38:33Ich hÀtte das
38:34aufklÀren sollen, aber
38:35ich wollte Eindruck
38:36schinden.
38:38Das habe ich doch
38:39gestern schon gemerkt.
38:40Hast du?
38:41Ja, dabei hast du das
38:42gar nicht nötig.
38:43Du bist wirklich ein
38:44prima Kerl.
38:47Schönen Abend.
38:49Dir auch.
39:00Wo wollen Sie hin?
39:03Wieso lassen Sie sich
39:04nicht operieren?
39:06Das habe ich dir doch
39:06schon erklÀrt.
39:08Das akzeptiere ich
39:09nicht.
39:10Meinen Kopf?
39:11Eine Entscheidung.
39:13Ich bin eine sehr
39:14gute Hirnchirurgin.
39:15Eine der Besten.
39:16Ich habe diesen
39:17Eingriff schon
39:17zigfach durchgefĂŒhrt.
39:19Das Risiko, dass
39:20etwas schief geht, ist
39:21vergleichsweise gering.
39:22Auf jeden Fall
39:23geringer als die
39:24Gefahr, dass sie
39:25auf der StraĂe
39:26plötzlich umkippt.
39:29Macht ihr das
39:29Angst?
39:31Ich bin Ărztin.
39:55Hallo, Papa.
39:57Nein, ich bin noch
39:59wach.
40:01Danke gut.
40:02Und dir?
40:04Habt ihr auch
40:05so viel Gewitter?
40:06Nein, ich habe
40:07keine Angst.
40:08Nicht mehr.
40:10Mein Vater ist
40:10auch Physiker.
40:17Die Blutwerte sind
40:18alle im Normalbereich.
40:19Herzfrequenz unter
40:20Belastung ohne Befund.
40:22Ultraschall und CT
40:23sind ebenfalls
40:24unauffÀllig.
40:26HeiĂt es, ich kann
40:27gehen?
40:29Sie bleiben dabei
40:30keine OP?
40:31Ja.
40:33Von meiner Seite
40:34spricht nichts
40:34gegen eine Entlassung.
40:36Dr. Peters?
40:40Reisende
40:41soll man nicht
40:41aufhalten.
40:42Lassen Sie es
40:43in den nÀchsten Tagen
40:44langsam angehen.
40:45Ich muss erst
40:46in gut einer Woche
40:47in der NĂ€he von
40:47Senftenberg sein.
40:49Zu FuĂ?
40:51Ăffentliche
40:51Verkehrsmittel sind
40:52bei uns verpönt,
40:52wie auch andere
40:53technische Hilfsmittel.
40:54Und wie erfahren
40:55Sie, wo gerade
40:55Not am Mann ist?
40:57Mund-zu-Mund-Propaganda
40:58oder ĂŒbers Internet.
40:59Ist das kein
41:00technisches Hilfsmittel?
41:01Wer alte Tradition
41:02lebt, ist nicht
41:03automatisch altmodisch.
41:05Wenn es sich ergibt,
41:06bin ich einmal
41:06in der Woche online.
41:07Lese und da lasse
41:08Nachrichten fĂŒr all die,
41:09die wissen wollen,
41:10wie es mir geht.
41:10Haben Sie diese Woche
41:11ja einiges zu berichten?
41:14Allerdings.
41:14Alles Gute.
41:27Ich komme gleich nach.
41:32Guten Morgen.
41:34Guten Morgen, Chris.
41:37Sie sind hoffentlich
41:38nicht allzu sauer auf mich.
41:40Sie und Schwester Ulrike
41:42sind gute Freunde
41:44und Kollegen.
41:47Ich habe da
41:48offenbar gewisse Zeichen
41:49falsch gedeutet.
41:52Nicht nur Sie, Chris.
41:55Nicht nur Sie.
42:07Hallo, können Sie mir
42:08sagen, wovor, Àhm...
42:15Ich wollte mich
42:16noch verabschieden.
42:17Auf Wiedersehen.
42:19Wobei das eher
42:20unwahrscheinlich ist
42:20bei der Diagnose.
42:23Ihre Entscheidung
42:24ist falsch.
42:26Hör du ihn auf.
42:29Und wovon wird
42:30der Bestatter bezahlt?
42:31Solange du ihn hast,
42:32passiert mir nichts.
42:34Aber, glaube.
42:36In der NĂ€he von
42:37SĂ€nftenberg
42:37bauen wir einen Monat
42:38lang eine Scheune aus.
42:39Danach komme ich
42:40und hole ihn ab.
42:41Spare dir den Weg.
42:51Bis bald.
43:09LĂ€ssiger Typ.
43:12FahrlÀssig trifft es wohl eher.
43:16Schönen Tag.
43:17Schönen Tag.
43:19Schönen Tag.
43:24Schönen Tag.
43:28Schönen Tag.
43:29Schönen Tag.
43:31Schönen Tag.
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