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00:24Love Is Enough
00:57Love Is Enough
01:00Leider wieder nur, Schwester Ulrike. Ja, volles Programm heute. Ich hab's ihm gesagt, wenn er Luft hat, meldet er sich.
01:06Moment mal. Dr. Brentano, Ihre Frau.
01:08Ich ruf zurĂŒck.
01:09Ja, ist schon zum dritten Mal. Ich kĂŒmmere mich um die beiden.
01:12Danke.
01:12Danke. Ja, hilflose Personen vom Hauptbahnhof, eine SchlĂ€gerei in der Goethe-StraĂe und ein Ehepaar mit Lebensmittelvergiftung. Also wollten Sie
01:21mich alle nochmal sehen.
01:23Naja, blödes GefĂŒhl, ne? Letzter Dienst heute. Behandlungsraum 3. Frau Dr. Balk ist unterwegs.
01:31Ja, du hörst ja. Keine Zeit, hier melancholisch zu werden. Gib den beiden einen Kuss von mir. Ich dich auch.
01:42Alles in Ordnung?
01:45Morgen um 10 wollte ich mit meiner Familie im Flieger nach Oslo sitzen.
01:48Ja, Dr. Brentano erwartet Arbeit auf Sie.
01:51Gut, gut.
01:52Aber Dr. Brentano, jetzt esse ich los.
01:53Der hat mir gerade noch gefĂŒhlt.
01:55Er kommt wegen seiner Brandverletzung, wird stark Schmerzen, vermutlich Fieber und Wohlsein.
01:58Hm, habe ich auch gleich, wenn ich ihn sehe. Ich brauche Sie als Zeugin.
02:05Guten Abend.
02:06Guten Abend, Herr Haas. Dr. Peters, Ihre behandelnde Ărztin, ist heute nicht im Haus. Soll ich Sie untersuchen oder wollen
02:11Sie sich lieber an einer anderen Klinik verschwinden?
02:13Nein, Sie. Bitte.
02:16Weil Herr Haas eine Kunstfehlerklage gegen mich angestrengt hat, machen wir aktenkundig, dass er auf seinen ausdrĂŒcklichen Wunsch von mir
02:22behandelt wird. Ja? Schockraum 1.
02:273.39 Uhr.
02:29Seit wann geht das?
02:31Mit dem Fieber.
02:33Es wird heute Mittag.
02:35Was noch? Ăbelkeit, Erbrechen? Sind Sie erkĂ€ltet oder waren Sie in der letzten Zeit krank?
02:41Mir geht's gut. Bis auf die...
02:43...Band runter.
02:45Herr Haasern?
02:47Ah.
02:49UnauffÀllig.
02:51Und die Schulter?
02:53Tut ziemlich weh.
02:55Ich kann Sie kaum noch bewegen.
02:58Ja?
03:00Bringen Sie die Befunde ins Ărztezimmer. Ich bin gleich da.
03:05Desinfizieren. Trockne Wundauflagen drauf, bitte. Blutentnahme. GroĂes Labor und er bekommt 10 Milligramm Fieber im Wund.
03:11Alles klar.
03:12Dr. Brentano.
03:15Das mit der Klage tut mir wirklich leid.
03:18Keine gute Idee, das hier zu erörter. Bis spÀter.
03:25NatĂŒrlich kann ich das.
03:28Können wir vielleicht vorher das gemeinsam durchgehen?
03:31Nicht?
03:33Aha. Naja.
03:34Stell ich meine erste Visite.
03:36Ja, also dann bis...
03:38...bis morgen frĂŒh.
03:40Du, Philipp.
03:41Philipp, ich...
03:41...ich muss morgen auf der Visite vorstellen. Ich hab doch was noch nie gemacht.
03:44Ja, dann...
03:46...wird's ja mal Zeit.
03:48Ja.
03:48Ist es vielleicht besser, wenn ich vorher eine Stunde herkomme?
03:51Entschuldige, ich hab grad andere Probleme.
04:03Es gibt genug andere KrankenhÀuser in Leipzig. Warum muss er unbedingt heute hierher kommen? Ist mein letzter Dienst.
04:08Du hast dich doch abgesichert.
04:09Ich hab seine Blutwerte noch nicht.
04:11Wenn das Fieber von der Wunde kommt...
04:13...ah, das ist alles so verfahren.
04:16Papa?
04:16Sag mal, hör ich da Oskar im Hintergrund?
04:18WeiĂt du, wie spĂ€t es ist?
04:20Er ist mal wieder putzmunter.
04:22Wahrscheinlich spĂŒrt er meine Aufregung.
04:24Der Termin morgen mit der Marquardt.
04:26Hast du eigentlich schon mit ihr gesprochen?
04:27Ging bis jetzt wirklich noch nicht.
04:29Und jetzt mĂŒsste sie schon zu Hause sein.
04:31Und du meinst, dass jetzt alles glatt lÀuft?
04:33Hm. Lass ihn mal kommen.
04:35Wir stehen das durch.
04:36Und jetzt gib mir mal Oskar.
04:38Oskar, Papa will dich sprechen.
04:42Papa?
04:43Hey, Dicker.
04:44Auch wenn der KĂ€pt'n mal nicht zu Hause ist,
04:45kannst du nicht machen, was du willst.
04:48Hm, du musstest noch mal was trinken.
04:50Das hast du ja jetzt getan.
04:51Und jetzt ab ins Bett mit dir, Pirat.
04:54Ei, ei, KĂ€pt'n.
04:57Da hast du aber jemanden schnell ĂŒberzeugt.
05:00Dr. Brentano?
05:01Ich muss Schluss machen.
05:02Jetzt wirklich gute Nacht.
05:03Gute Nacht.
05:06So, mein GroĂer.
05:08Ab ins Bett.
05:10Der Befund von Herrn Haas ist da.
05:12Das ging aber schnell.
05:17Ich denke mal,
05:19der hat das einfach nicht ĂŒberblickt mit der Klage.
05:22Was denkt er sich denn?
05:24Erst die AnwÀlte von der Kette lassen
05:25und dann so tun, als wÀre nichts.
05:27So naiv kann selbst er nicht sein.
05:29Mir fliegt gerade meine Karriere um die Ohren.
05:31Ja, ich weiĂ.
05:32Ja, tut mir leid.
05:34Aber momentan ist er einfach ein rotes Tuch fĂŒr mich.
05:36Und trotzdem ist er unser Patient.
05:55Ich lese gerade ein bisschen in dem Buch, das du mir geschickt hast.
05:59Na ja, so wie du in drei Tagen schaffe ich das natĂŒrlich nicht.
06:03Aber ich freue mich, dass du an mich gedacht hast.
06:06Und so teilen wir mal wieder was miteinander.
06:09Im Bett.
06:11Auch wenn es nur was zu lesen ist.
06:14Ach, Pia, Dr. Brentano ruft gerade an. Bleib bitte dran.
06:18Heimann?
06:20Ne, ist schon in Ordnung.
06:24Richtig, auch wenn Sie sich nichts vorzuwerfen haben,
06:27sollten Sie den Patienten nicht alleine ĂŒbernehmen.
06:30Nein, das Labor klingt nicht gut.
06:33Ich bin gleich da.
06:36Pia, ich muss in die Klinik.
06:39Manche Dinge Àndern sich eben nie.
06:41Ich rufe dich morgen wieder an.
06:44Ich dich auch.
06:46TschĂŒss.
06:57Ihre Laborbefunde sind jetzt da.
06:59Wir mĂŒssen das besprechen.
07:00Ich habe Dr. Heilmann hinzugezogen.
07:02Er wird jeden Moment hier sein.
07:05Ihre Werte und die anderen Symptome,
07:08das hohe Fieber,
07:09es deutet alles darauf hin,
07:11dass wir es mit einer beginnenden Sepsis zu tun haben.
07:14Eine Blutvergiftung.
07:15Die EntzĂŒndung oder auch Infektionen
07:17breitet sich von Ihrer Brandverletzung ausgehend
07:20im gesamten Körper aus.
07:22Ich muss Sie nochmal befragen.
07:24Sie rauchen nicht.
07:28Guten Abend, Herr Haas.
07:29Machen Sie ruhig weiter.
07:31Darf ich?
07:34Und Sie haben mit der Wunde auch nicht gebadet.
07:37Im Schwimmbad oder privaten Pool.
07:40Und den Verband haben Sie auch nie selbst gewechselt.
07:43Das haben Sie immer hier machen lassen.
07:44Was soll das werden?
07:45Wollen Sie mir jetzt die Schuhe schieben?
07:46Eine Blutvergiftung ist eine sehr ernste Situation.
07:49Ich will, dass Sie das verstehen.
07:51Es kann zu Nierenversagen kommen,
07:52Leberversagen bis hin zum Tod.
07:56Ich muss Ihnen diese Fragen stellen.
08:00Und was passiert denn jetzt?
08:01Wir verlegen Sie auf die Intensivstation.
08:03Dort können wir Sie besser ĂŒberwachen.
08:05Wenn das Fieber nicht deutlich sinkt
08:06und die Laborwerte sich nicht bessern,
08:08mĂŒssen wir ein DeprĂštement durchfĂŒhren,
08:10eine groĂflĂ€chige AusrĂ€umung der Wunde.
08:14GroĂflĂ€chig.
08:17Und dann wird das wieder?
08:21Unter UmstĂ€nden mĂŒssen wir
08:24ganze Muskelgruppen entfernen.
08:26Wir Armen werden nicht mehr voll funktionsfÀhig.
08:28Sonst noch irgendwas?
08:29Ich meine,
08:30da muss es doch irgendeine andere Möglichkeit geben.
08:32Bitte machen Sie was!
08:33Heute ist mein letzter Dienst in der Sachsenklinik.
08:36Ab morgen bin ich nicht mehr da.
08:38Dr. Heilmann wird Ihre Behandlung ĂŒbernehmen.
08:44Ja, wen haben wir da?
08:45Grand Matthias.
08:48Zweiter postoperativer Tag
08:49nach Struma-Resektion.
08:52UnauffÀllige WundverhÀltnisse.
08:53Zu beachten war,
08:54dass der Patient an einem allergischen Asthma leidet.
08:56Ja, super, Herr Brenner.
08:57Ich habe eigentlich keine Zeit.
08:59Ich muss den FrĂŒhstĂŒckswagen...
09:00Ja, aber wir sind noch nicht durch mit der Visite.
09:02Hier, die nehmen wir noch.
09:04Frau Hollmann, Katharina.
09:05Ja, 52 Jahre.
09:08Zugang heute Nacht mit RTW-Verdacht auf akuten Bauch.
09:11Wenn der Herr Kollege mit seinem Privatissimum fertig ist,
09:14dann mĂŒsste das hier dringend ins Labor.
09:15Oh ja, das mache ich sofort.
09:18Was machen Sie hier eigentlich?
09:20Entertainment fĂŒrs Pflegepersonal?
09:22Ich referiere heute auf der Visite.
09:24Oh, na, das kann ja nett werden.
09:26Wie meinen Sie denn das?
09:27Ich bin auch dabei.
09:29Kaminski?
09:30Ja, ich habe den Befund gelesen.
09:33Gut, ich bin in 20 Minuten bei Ihnen.
09:36Ăbrigens, Ihr ehemaliger Mitbewohner HaHas ist im Haus.
09:40Hat er wieder Beschwerden?
09:42Könnte man so sagen, wenn man zur Untertreibung bleibt.
09:52Guten Tag.
09:54WeiĂt du, was du mich fĂŒr einen Schreck eingejagt hast?
09:57Ich wÀre doch gestern gleich noch gekommen.
09:59Du hÀttest eh nichts machen können.
10:01Warum bist du ausgerechnet hier in der Sachsenklinik?
10:03Das war mir gestern bei meinen Schmerzen ziemlich egal.
10:06Du weiĂt, es sieht schon ein bisschen komisch aus.
10:09Erst verklagen wir die und dann gehst du freiwillig hierher.
10:11HÀtte ich woanders hingehen sollen und alles nochmal von vorn erklÀren?
10:15Hast du Fieber?
10:19Ich habe eine BlutverwĂŒrftung.
10:23Was?
10:25Aber da kann man doch was machen.
10:27Ja, die Ărzte beraten sich auch gerade.
10:30Vielleicht muss ich nochmal operiert werden.
10:32Was heiĂt das denn?
10:38Kannst du mir vielleicht ein paar Sachen aus der WG bringen?
10:42Willkommen in der Sachsenklinik sage ich jetzt nicht.
10:45FĂŒr mich waren sie ja nie weg.
10:47Ich bin froh, dass sich das so einfach regeln lÀsst.
10:49Meinen Mann sehen Sie ja gleich.
10:51Ja, ja.
10:52Na, dann wĂŒnsche ich Ihnen einen schönen ersten Arbeitstag.
10:56Danke.
10:59Wir geben Sauerstoff, Volumen und Antibiotika.
11:02Haben wir ein Drogenscreening gemacht?
11:03Haben wir? Negativ.
11:05Die Nierenwerte sind, naja, sagen wir mal grenzwertig, aber noch tragbar.
11:09Du glaubst also auch, wir kommen vorerst ohne Dialyse aus.
11:12Was sagt seine Leber?
11:14UnauffÀllig.
11:16Das ist eine unangenehme Situation.
11:18Sein Vater und die Klage interessieren jetzt nicht, es geht nur um den Patienten.
11:21Darum ging es Dr. Brentano auch.
11:24Hallo.
11:26Ich hoffe, du hast in der Sache, Haas, alles unter Kontrolle.
11:29Wir mĂŒssen jetzt wirklich aufpassen, was wir machen.
11:31Ich dachte, das tun wir immer.
11:33Der Vater stand neulich selbst in einer Strafsache vor Gericht, als Angeklagter.
11:38Zwei Jahre auf BewÀhrung.
11:39Und?
11:40Das ist doch eine super Gelegenheit, sein angekratztes Ego aufzupolieren.
11:43Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt?
11:45So ticken MĂ€nner eben.
11:47Sarah, wenn du dich als Psychologin niederlassen willst, ich komme dir mit der Miete entgegen.
11:54War ganz schön was los heute Nacht.
11:58Die haben Dr. Heimann rausgetrommelt.
12:01Dr. Brentano ist immer noch so auf mich.
12:04Sie wissen vielleicht nicht...
12:05Ich weiĂ gar nicht warum, die haben wir noch sowieso nach Norwegen gehabt.
12:08Die Klinik in Oslo hat Dr. Brentano abgesagt.
12:12Echt?
12:12Wegen ihrer Kunstfehlerklage.
12:16Das wollte ich nicht.
12:19Und jetzt arbeiten die weiter hier, oder wie?
12:23Die Oberschwester und Dr. Brentano hatten ihre Stellen schon gekĂŒndigt.
12:28Ja, ich habe jetzt gleich wie Sitte.
12:30Ich komme nachher nochmal.
12:41Moment.
12:43Sie geben mir keinen neuen Vertrag?
12:46Es tut mir leid, unter den gegebenen UmstÀnden.
12:48Sie sagten, wir reden nochmal.
12:51Sie kommen einfach zu frĂŒh.
12:53Aber meiner schwangeren Frau haben Sie gerade einen Vertrag gegeben.
12:57Gegen Ihre Frau liegt auch keine Kunstfehlerklage vor.
13:00Wie groĂ wollen Sie das denn noch aufbauschen?
13:02Ich bin nicht der erste Arzt, gegen den geklagt wird.
13:05Herr Doktor, Sie haben selbst gekĂŒndigt.
13:08Wir sprechen hier von einer Neueinstellung.
13:09Das ist doch was völlig anderes.
13:13Sie wollen also weiter abwarten, wie sich die Dinge entwickeln?
13:16Ja.
13:19Tja, dann muss ich mich wohl an einer anderen Klinik bewerben.
13:24Hm.
13:26Allerdings wissen Sie, dass der Zeitpunkt dafĂŒr Ă€uĂerst ungĂŒnstig wĂ€re.
13:30Ich fĂ€nde es auch wirklich schade, wenn ich Sie fĂŒr immer aus der Sachsen-Klinik verabschieden mĂŒsste.
13:40Herr Doktor, im schlimmsten Fall wird alles gut.
13:48Sie bekommen einen Brief fĂŒr Ihren Hausarzt von uns mit.
13:51Er wird die weitere Behandlung koordinieren und auch die Kur veranlassen.
13:55Schönen Dank.
13:56Herr Brink.
14:00So, das ist Frau Hollmann-Katharina, 52.
14:05Zugang heute Nacht.
14:06Kam mit dem RTW.
14:08Interessant.
14:09Kam mit dem RTW.
14:10Verdacht auf akuten Bauch.
14:12Ich bin wegen meines Leistenbruchs hier.
14:13Ich bin nicht Frau Hollmann.
14:15Ich heiĂe Pol.
14:1852.
14:25Jetzt sind Sie gerade in der Kinderstation.
14:28Oh.
14:30Pol, Vera.
14:31Ja.
14:32Hernia inguinalis sinistra.
14:34Und wie gedenken Sie weiter vorzugehen?
14:36Operation unbedingt.
14:37Ach, und was sagt die Patientin dazu?
14:40Mein Leistenbruch wurde schon gestern operiert.
14:46Dann sehen wir uns doch mal die Naht an.
14:53Ich stimme mit Dr. Brentanus therapeutischem Vorgehen vollkommen ĂŒberein.
14:59Und was ist mit der groĂen OP?
15:02Wenn sich die Situation nicht bessert, kommen wir um die groĂflĂ€chige WundausrĂ€umung nicht herum.
15:07Und stimmt es, dass ich dann vielleicht meinen Arm nicht mehr richtig bewegen kann?
15:16Ja, also im schlimmsten Fall mĂŒssen wir amputieren.
15:21Wenn wir die selbst es nicht aufhalten können, dann geht es nicht mehr um ihren Arm, dann geht es um
15:24ihr Leben.
15:29Wir tun alles, damit dieser Fall nicht eintritt und ihr Arm erhalten bleibt.
15:33Und was, wenn es nicht funktioniert? Was?
15:34ErzÀhlen Sie mir dann, dass ich dann irgendeine Prothese bekomme, mit der ich dann Volleyball spielen kann und so?
15:38Das ist jetzt nicht der Zeitpunkt.
15:43Ich wĂŒrde gerne allein sein.
15:46Wenn Sie Fragen haben, lassen Sie mich rufen.
15:49Jederzeit.
16:00So, ich habe alles.
16:05Chris?
16:09Chris?
16:15Mein Junge.
16:20Abwarten, wie sich alles entwickelt.
16:23Das sind doch alles nur Phrasen.
16:26Wenigstens habe ich meinen Vertrag.
16:27Ja, damit ich mich noch mehr bestraft fĂŒhle.
16:30Was meinst du?
16:31Na, sie hat dich eingestellt, um mich fest an alleine zu haben.
16:34Damit ich mich bloĂ nicht woanders bewerbe.
16:36Und ich dachte schon, weil ich als Pflegedienstleiterin nicht gerade die Fehlbesetzung bin.
16:40Du gehst bald in Mutterschutz.
16:42Denkst du, das wĂŒrde sie sich sonst aufladen?
16:45Aufladen?
16:47Gestern hast du anders geredet.
16:48Da wollte ich dich beruhigen.
16:50Ich bin ja auch das Dummchen, was beruhigt werden muss.
16:53Danke.
16:55So habe ich das nicht gemeint.
16:58Entschuldige.
17:00Geh erst mal nach Hause und komm zu dir.
17:02Dann rĂ€ume ich noch den GeschirrspĂŒler aus.
17:05Spitzenidee.
17:07Hey.
17:09Wir finden eine Lösung.
17:12Das haben wir immer.
17:14Du musst jetzt die Familie ernÀhren.
17:16Wird erledigt.
17:21Wenn du Spaghetti machst, heb mir was auf.
17:25Woher wusstest du das?
17:26Weil du gestern FischstÀbchen gemacht hast.
17:36Amputation.
17:37Das kann doch nicht sein.
17:39Nicht du.
17:43Papa sagt auch, es war ein Fehler von dir, hierher zu gehen.
17:47Wir lassen dich verlegen.
17:49Ins Zentralklinikum.
17:50Die gehen die Dinge da vielleicht ganz anders an.
17:53Du weiĂt ja, Chirurgen sind immer...
17:54Doch da, Helman.
17:54Wird mir nicht einfach den Arm amputieren,
17:56weil es die einfachste Lösung ist.
17:58Du siehst doch, wie es dir hier geht.
17:59Ach, schön, dass du es mal merkst.
18:01Chris.
18:02Mir geht es gerade richtig dreckig.
18:03Und Papa und du haben die ganze Zeit nichts Besseres zu tun,
18:05als mir zu erklÀren, was ich alles falsch mache.
18:07Das stimmt doch ĂŒberhaupt nicht.
18:08Die Sache mit der Klage war total bescheuert.
18:11WeiĂt du ĂŒberhaupt, was ich damit angerichtet habe?
18:12Du, das ist mir ziemlich egal, was du damit angerichtet hast.
18:15FĂŒr dich muss gesorgt sein, wenn du...
18:17Wenn ich was!
18:18Vielleicht gehst du jetzt einfach mal und lÀsst mich in Ruhe.
18:21Ich lasse dich doch jetzt nicht allein.
18:24Ich fĂŒhle mich nicht gut.
18:26Wir rufen den Arzt.
18:27Hallo?
18:28Die Ărzte sehen andauert nach mir.
18:29Jetzt geh bitte.
18:37Bitte.
18:58Und, wie ist die Visite gelaufen?
19:01Ich hĂ€tte nicht ĂŒbel Lust, wieder hier im Schwesternzimmer zu arbeiten.
19:06Das war keine Visite.
19:08Das war eine Slapstick-Nummer mit mir als dick und doof in einer Person.
19:14In Hochform war wieder mal nur Dr. Kaminski.
19:18Ich kann froh sein, wenn ich hier noch die Autos der Klinikleitung waschen darf.
19:22Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen.
19:24Beim nÀchsten Mal...
19:25Ja, die Marquardt nimmt euch mit Kusshand wieder.
19:29Mich wĂŒrde interessieren, wie es in meinem Fall wĂ€re.
19:34Philipp hat sie keinen neuen Vertrag gegeben.
19:40Wegen der Klage?
19:43Wie geht's ihm denn?
19:48Das kann doch nicht ihr letztes Wort sein.
19:51Du weiĂt doch, was mit Chris ist.
19:54Warst du mal bei ihm?
19:56Ich wĂŒsste im Moment nicht, worĂŒber ich mit ihm reden sollte.
19:59Hat er nicht geahnt, dass die Klage solche Folgen fĂŒr euch hat?
20:03Damit ist uns auch nicht geholfen.
20:08Sein Arm muss vielleicht amortiert werden.
20:10Das tut mir leid.
20:17Ja, bitte.
20:20Gut.
20:22Ich muss in die Notaufnahmen.
20:24Ach, soll ich mitkommen?
20:25Das könnte dir so passen.
20:34Wie fĂŒhlen Sie sich?
20:37Beschissen.
20:38Und selbst?
20:42Haben Sie eigentlich auch irgendeinen Stress, meinetwegen?
20:44Einen Stress mache ich mir immer noch selbst.
20:46Dr. Heilmann war von hier.
20:48Ich weiĂ.
20:49Die Ărzte beraten gerade ĂŒber das weitere Vorgehen.
20:52Wir wissen doch, welchen Anfluss eine Amputation auf seine LebensqualitÀt und auf seine Psyche haben wird.
20:58Hier gibt's doch gar keine Alternative.
21:00Es geht um sein Leben.
21:03Sonst sind's immer die anderen.
21:06Und dann hat man Feierabend und geht einfach nach Hause.
21:11Und jetzt liege ich selbst hier.
21:16Warum sind Sie eigentlich nicht bei der Konferenz?
21:20Ich bin da eh nur ein kleines Licht.
21:22Oder handeln Sie im höheren Auftrag?
21:23Ich wollte einfach nach Ihnen sehen.
21:26Ich finde nĂ€mlich, aus Ihnen könnte er ein ganz vernĂŒnftiger Pfleger werden.
21:31HÀtte werden können.
21:34Einnahmige Pfleger habe ich hier zumindest noch nie gesehen.
21:38Das sind die Fakten.
21:39Das Fieber ist nur leicht gesunken.
21:41Die EntzĂŒndungsparameter sind immer noch hoch.
21:43Die Nierenwerte verschlechtern sich.
21:45Wir können maximal bis morgen frĂŒh auf Besserung warten.
21:49Dr. Heilmann weiĂ schon, was er da sagt, oder?
21:51Ja, es ist seine Ă€rztliche Pflicht, Sie ĂŒber alle Risiken aufzuklĂ€ren.
21:55Vor allem in einer solchen Situation mit der Klage.
22:00Ich kann mir denken, wie schwer das fĂŒr Sie ist.
22:02Und dass ich der Letzte wĂ€re, mit dem Sie darĂŒber sprechen.
22:06Nach Ihnen kommen noch ein paar.
22:08Ja, ich habe Ihre Mutter im Foyer gesehen.
22:12Sie war ganz verzweifelt.
22:14Sie hat ĂŒberhaupt nichts kapiert.
22:17Sie heult rum, als ob Ihr Arm amputiert werden mĂŒsste.
22:20Ihrer Mutter geht es nur um Sie.
22:22Das dachte ich auch immer.
22:25Jedes Mal.
22:28Sie erwarten plötzlich sehr viel von Ihren Eltern.
22:31Wenn ich mich recht erinnere...
22:32Stimmt, ich habe erschĂŒtzt.
22:33Was macht der Junge nur?
22:35Jetzt lÀsst sich auch noch den Arm abnehmen.
22:36Und seinetwegen kann Dr. Brentano nicht nach Haus lohnen.
22:38Sie halten die Klage fĂŒr berechtigt?
22:40Dann ist das eben so.
22:41So wollte ich das aber nicht.
22:44Also, wenn Sie trotzdem jemanden zum Reden brauchen...
23:05Wir verfahren wie bisher dazu engmaschige Verlaufskontrollen.
23:10Wenn alles stabil bleibt, geht er morgen frĂŒh in den OP.
23:13Wir versuchen es zuerst mit einem tiefen Departement.
23:17Die Amputation bleibt Ultima Ratio.
23:19Noch Fragen?
23:21Danke, Kollegen. Das war's.
23:39Nicht zufrieden mit dem Ergebnis der Beratung?
23:42Die Sache wÀchst sich gerade zu einem Familiendrama aus.
23:49Frau Dr. Peters, Dr. Kamensky.
23:51Es tut mir leid, dass die Visite heute Morgen so daneben ging.
23:57Ich weiĂ nicht, wie der Kollege das sieht.
24:00Können wir uns darauf einigen, dass Sie schon bessere Auftritte hatten?
24:04Ja, aber die Patientin denkt doch jetzt, sie ging erst runter und drĂŒber.
24:07Sind Sie deshalb den ganzen Tag so deprimiert?
24:11Herr Brenner, ich bin mal als junge Ărztin zur Visite auf einem MĂ€nnerzimmer erschienen.
24:17Nur mit den Akten aus der GynÀkologie.
24:20Und ehe ich's vergessen, Sie werden bei der OP Haas dabei sein.
24:30Danke.
24:34Na, das war ja jetzt interessant.
24:36Ist Ihnen das wirklich passiert, oder war das nur eine Schnur aus Ihrem pÀdagogischen MÀhkÀstchen?
24:42Haben Sie sowas?
24:43Dann halten Sie das aber gut versteckt.
24:46Sie finden, ich bin zu hart mit unserem hoffnungsvollen medizinischen Nachwuchs?
24:50Hm.
24:52Ich kann nur ahnen, was Ihnen damals widerfahren sein muss.
24:59Und wenn Sie nicht so tief ran mĂŒssen, wird's auch nicht so schlimm.
25:03Lassen Sie uns nicht spekulieren.
25:07FĂŒr mich war das immer so normal, dass ich mich bewegen kann, Sport machen.
25:14Hm.
25:15Etwas ganz SelbstverstÀndliches geht auf einmal nicht mehr.
25:22Ich hab mal einen Patienten nach der Amputation erlebt.
25:28Und als er aus der Narkose aufgewacht ist,
25:32wollte er gleich wieder einschlafen.
25:38Und ich bin nach dem Dienst erst mal Golibeispielen gegangen.
25:42Vielleicht reden Sie mal mit jemandem darĂŒber,
25:44der Ihnen etwas nÀher steht als Ihr Arzt.
25:47Daher ist momentan nicht gerade gedrÀngt.
25:50Was aus medizinischer Sicht zu sagen war, wissen Sie jetzt.
25:55Danke.
25:57Herr Dr.
26:19Hallo.
26:24Hier.
26:25Die hat mir Hans-Peter fĂŒr dich mitgegeben.
26:27Oh, danke.
26:28Die sind genau richtig.
26:31Und?
26:32Wie geht Heilmann vor?
26:33Morgen wird Chris operiert.
26:35Erst mal tiefe Abtragung und wenn das nicht reicht.
26:41Und ich sitz hier und kĂŒmmer mich um die GrĂŒnpflanzen.
26:45Mhm.
26:48Um die hier schon mal nicht.
26:53Mach dir nicht solche Sorgen.
26:55Mach dir nicht solche Sorgen.
26:55Die kriegen das wieder hin.
26:58Und wenn nicht?
27:00Ich will nicht schuld daran sein, dass der Haas womöglich irreversibel geschÀdigt ist.
27:04Das bist du auch nicht.
27:07Ich ĂŒberlege dauernd, ob wir was ĂŒbersehen haben.
27:10Irgendwas.
27:12Was sollte das denn sein?
27:14Du hast doch auf alle gÀngigen Keime getestet.
27:17MRSA.
27:18Du hast mehrfach das Antibiotikum gewechselt.
27:21Alles Fehlanzeige.
27:25Hallo, Jungs.
27:27Oh, schön.
27:29Was gibt's zum Abendbrot?
27:31Oh.
27:33Okay, dann mach ich schnell was.
27:35Nudeln oder Nudeln?
27:36Nudeln.
27:38Helft ihr mir?
27:40Kommt.
27:41So.
27:43Wir brauchen erst mal Nudeln.
27:45Nehmen wir braune Nudeln oder nehmen wir weiĂe Nudeln?
27:49WeiĂe.
27:50Okay, dann mach ich das wieder weg.
27:52So, jetzt brauchen wir noch einen Topf.
27:58So.
27:59Ăhm.
28:02Ja, danke schön, Mannschaft.
28:03Hier, fĂŒr euch nochmal Gesteck.
28:22Okay.
28:25Okay, john.
28:27Auf geht's.
28:29Tag.
28:30Ăhm.
28:42Musik
29:07Du hast die halbe Nacht am Computer verbracht und jetzt schon wieder.
29:11Die Jungs sind im Kindergarten. Jetzt beginnt der Rest vom Tag.
29:15Und wie geht's dir?
29:17Leichte MorgenĂŒbelkeit, aber sonst alles okay.
29:20Wird der Fall langsam zur fixen Idee fĂŒr dich?
29:23Egal was der Bengel uns eingebrockt hat. Ich will einfach nicht, dass er seinen Arm verliert.
29:28Du bist ein richtig guter Arzt.
29:31Ein richtig guter Arzt, der nicht immer so unbeherrscht zu seiner Frau sein sollte.
29:38Man sollte nicht immer immer sagen, wenn es gar nicht immer ist.
29:42Musst du wirklich in die Klinik?
29:44Ich denke, ich soll die Familie ernÀhren.
29:47Stimmt.
29:49Ich werde ja jetzt Privatgelehrter.
29:51Mir bist du gelehrt genug.
29:57Mach's gut.
29:59Du auch.
29:59Bis spÀter.
30:22Guten Morgen.
30:24Wie sehen Sie denn aus? Schlecht geschlafen?
30:26Guten Morgen. Kann doch mal sein, oder?
30:29Die OP. Ist nicht so einfach, wenn einem jemand am Herzen liegt.
30:34Das wird schon.
30:35Danke. Sie sind wirklich ein Schatz. Wissen Sie was?
30:38Klar bin ich das.
30:41Ja, der WG-Kumpel von Chris. WeiĂt du, wie der heiĂt?
30:45Ich brauch die Telefonnummer.
30:48Hast du eine Ahnung, wer die haben könnte?
30:53Egal, dann fahr ich jetzt zu ihm.
30:55Vielleicht ist er ja zu Hause.
30:57ErklÀr ich dir spÀter.
30:59Kuss!
31:11Morgen.
31:13Könnte ich dich kurz sprechen?
31:15Ja.
31:16Ich werde aber gleich abgeholt.
31:18Ja, ich weiĂ. Ich wollte dich noch kurz sehen.
31:25Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
31:29Papa und ich, wir haben den ganzen Abend von dir geredet.
31:34Es tut mir leid, Chris.
31:36Ich glaube, ich war ziemlich hysterisch gestern.
31:40Es waren ja auch ziemlich aufregende Neuigkeiten.
31:46Du sollst einfach wissen,
31:48dass wir immer fĂŒr dich da sind.
31:52Danke.
31:56Wo ist Papa?
31:58Der ist heute Morgen auf einer Baustelle.
32:00Aber er wollte jeden Moment hier sein.
32:10Alles Gute, mein Junge.
32:24Hallo, Chris.
32:39Alles klar, Herr Brenner?
32:42NatĂŒrlich.
32:44Gut.
32:47Ja, ich weiĂ, dass Dr. Hallmann nicht in seinem BĂŒro ist.
32:50Deswegen wollte ich auch nicht ins BĂŒro,
32:51sondern unmittelbar in den OP verbunden werden.
32:56Dann sehen Sie bitte nach.
33:25Herzlichen Dank fĂŒr Ihre MĂŒhe.
33:36Wir wollen immer noch die Ursache dieser Wundheilungsstörung
33:39und damit der Sepsis finden.
33:41Wir entnehmen also mindestens fĂŒnf Gewebeproben,
33:43dazu Abstriche.
33:44Es folgt ein tiefes Depritement.
33:47Danach wird der Tisch komplett neu abgedeckt
33:49und das gesamte Team kleidet sich neu ein.
33:52Danach wieder Gewebeproben und Abstriche.
33:54Ich will jeden einzelnen Keim aus dieser Wunde eliminieren,
33:57also Kollegen.
33:58Das verlangt Umsicht und höchste Konzentration.
34:01Alle bereit?
34:04Von mir aus kann's losgehen.
34:06Skalpell, bitte.
34:12Herr Brenner?
34:14Es ist Not.
34:18Was haben Sie?
34:20Ich kann das nicht.
34:24Nicht bei Ihnen.
34:31Dann mĂŒssen Sie den OP verlassen.
34:37Fordern Sie bitte einen neuen Assistenzarzt an.
34:40Schwester Andrea Sie ĂŒbernehmen.
34:42Schwester Corona hier.
34:44Wer von den AssistenzÀrzten steht,
34:45braucht es zu passieren.
34:46Wir brauchen dringend jemanden mit dem Zwang.
35:07war das nicht dieser Dr. Brent Hanum?
35:09Ja, ja. Ja, und wenn schon. Dr. Heilmann operiert.
35:13Ich war in seiner WG. Keine Ahnung, es war so eine Eingebung.
35:16Ich wollte mit dem Kumpel sprechen, gucken, ob da irgendwas ist.
35:19Haustiere, Schimmel, egal.
35:21Und der Kumpel, der erzÀhlte mir, er hatte ein Aquarium, Fische alle tot, Verdacht auf Tuberkulose.
35:26Es musste alles entsorgt werden, Pflanzen, Steine, alles.
35:28Herr Haas hat ihm geholfen, dabei muss der Verband nass geworden sein.
35:31Oder die HandtĂŒcher waren versorgt, keine Ahnung. Aber das könnte es wirklich sein.
35:35Also kein tiefes Depritment.
35:36Jedenfalls nicht, bevor der Befund da ist.
35:38Wissen Sie, wie lange das dauert? Der Patient ist gerade so stabil.
35:41Wenn meine Annahme stimmt, reicht eine kleine oberflÀchliche Wundtoilette und das erregerspezifische Antibiotikum.
35:51Gut, dann machen wir das so.
36:04Wieso bist du nicht mit im OP?
36:12Das ist wohl nicht der richtige Platz fĂŒr mich.
36:14Das ist ja ganz was Neues.
36:16Du bist doch kein AnfÀnger.
36:19Ich kann das einfach nicht.
36:24Wenn da ein Kollege liegt.
36:30So was ist unprofessionell, oder?
36:35Naja.
36:38Ist schon komisch mit dem Jungen.
36:41Ich hĂ€tte ihn auf den Mond schieĂen können, was der uns Nerven gekostet hat.
36:49Aber ich denke, ich weiĂ jetzt, was es ist.
36:52Was denn?
36:55Das Gewebe aus der Wunde wird gerade analysiert.
36:57Ja, das kann aber dauern.
37:01Und die typischen VerÀnderungen sollten den Verdacht bestÀtigen.
37:06FĂŒr Sturekulose.
37:09Ist er stabil?
37:10Ich weiĂ nicht, wie lange noch.
37:12Rufen Sie nochmal an.
37:13Was hab ich gerade gemacht?
37:14Moment, die melden sich sofort.
37:17Er wird arbeit misch.
37:18Wir können nicht mehr lÀnger warten.
37:19Nachweis-Kathrin.
37:31Das ist das Labor.
37:43Bist du ganz kalt?
37:45Sie sagen uns sofort Bescheid.
37:47Das dauert so lange.
37:48Das kann doch kein gutes Zeichen.
37:49Dr. Heimann.
37:51Können Sie uns was sagen?
37:52Der Eingriff ist erfolgreich verlaufen.
37:54Wir haben die Wunde oberflÀchlich gereinigt.
37:57Ich denke, sie wird zĂŒgig vereilen.
37:58HeiĂt das?
37:59Es wird keine BeeintrÀchtigung mehr geben.
38:02Was soll das bedeuten?
38:03Warum geht das jetzt auf einmal?
38:05Weil wir jetzt wissen, warum die Wunde nicht heilen konnte.
38:08Der entscheidende Hinweis kam von Dr. Brentano.
38:11Die Wunde ihres Sohnes wurde gewissermaĂen ĂŒber das Aquarium seines Mitbewohners mit Mykobakterien infiziert.
38:18Fisch-Tuberkulose.
38:19Kommt sehr, sehr selten vor.
38:22Was wollen Sie sagen, er hat jetzt Tuberkulose?
38:24Nein, Menschen können sich dadurch nicht mit Lung-Tuberkulose infizieren.
38:28Aber die Bakterien finden in offenen, wunden ideale Ansiedlungsbedingungen.
38:32Können wir Chris sehen?
38:33Er ist schon wach.
38:35Vielen Dank, Herr Doktor.
38:38Ich weiĂ gar nicht, was jetzt...
38:39Solche AuskĂŒnfte gebe ich gerne.
38:41Wie?
38:59Dankeschön.
39:02Dr. Heimann hat's mir gesagt.
39:05Sie sind dran geblieben, obwohl Sie so viel Stress haben, meinetwegen.
39:09Kann ich mittlerweile ganz gut trennen.
39:14Also ich hÀtte niemals gedacht, dass das Aquarium...
39:16Das konnten Sie wirklich nicht haben.
39:20Alles Gute.
39:23Die Klage ziehe ich noch heute zurĂŒck.
39:37Na?
39:40Du glaubst gar nicht, wie erleichtert wir sind.
39:43Und ich erst.
39:47Chris, Àhm...
39:48Ja, wir sind's ja gewohnt, dass du nicht von jedem Vorschlag begeistert bist, der von uns kommt.
39:51Aber vielleicht könnten wir uns mal abgewöhnen, dann immer gleich zu streiten.
39:56Das heiĂt was?
39:57Dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind.
40:01Ja.
40:04Also ich hab mich gerade mit Dr. Brentano unterhalten.
40:07Und ich zieh die Klage zurĂŒck.
40:10Aber jetzt, warte erst mal.
40:11Die Sache ist ja nun wirklich nicht optimal gelaufen.
40:13Das kann man so sehen.
40:14Ja, aber trotzdem.
40:18Herr Brenner, sowas wie im OP vorhin, das geht nicht.
40:21Ich weiĂ.
40:22Sie sind noch in der Ausbildung, aber ich kann Ihnen doch keinen Welpenschutz geben.
40:26Sie mĂŒssen Strategien entwickeln, wie Sie in solchen Situationen funktionieren.
40:30Chris, also Herr Haas ist...
40:33nicht nur ein Patient.
40:36Es ehrt Sie, dass Sie persönliche Schicksale nicht kalt lassen.
40:39Aber im OP hat es keinen Platz, egal wer da vor Ihnen auf dem Tisch liegt.
40:45Es war richtig, dass Sie die Operation abgegeben haben.
40:48Jemand, der unsicher ist, gehört nicht in den OP.
40:53Die Klage ist ja jetzt vom Tisch.
40:54Na, das sind doch wirklich gute Nachrichten.
40:56Dann können wir ja nochmal ĂŒber meine Anstellung reden.
40:59NatĂŒrlich.
41:00Ich hab Ihren Vertrag auch schon vorbereitet.
41:16Das ist nicht Ihr Ernst.
41:18Das sind ja nicht mal drei Viertel meines bisherigen Gehalts.
41:23Das ist die bei der Einstellung in diese Position ĂŒbliche VergĂŒtung?
41:26Und warum stellen Sie mich nicht zu den Altenbedingungen ein?
41:31Herr Haas hat zwar seine Klage zurĂŒckgezogen, aber...
41:37Sehen Sie, das ist heute Morgen erschienen.
41:44Das kann doch nicht wahr sein.
41:46Ich wĂŒrde vorschlagen, wir warten jetzt, bis sich die Wogen geglĂ€ttet haben.
41:49Und dann sprechen wir nochmal ĂŒber Ihr Gehalt in, sagen wir mal, vier Monaten?
41:56Nein.
41:58Bitte?
41:59Ich werde das so nicht unterschreiben.
42:01Schade.
42:02Also ich wĂŒrde vorschlagen, Sie denken nochmal in aller Ruhe darĂŒber nach.
42:04Weil in Anbetracht der Situation habe ich Ihnen ein wirklich faires Angebot gemacht.
42:09Melden Sie sich, wenn Sie bereit sind, mir mein altes Gehalt zu zahlen.
42:11Sie wissen ja, wo Sie mich finden.
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