00:00Zu spät kommt er wahrscheinlich auch.
00:04Wo finde ich denn Frau Schneider?
00:07Frau Schneider?
00:08Ja.
00:10Bringen Sie ihn?
00:20Ist das nicht in Ordnung, Herr Dr. Brostedt?
00:22Ja, der steht auf meinem Kalkblatt.
00:24Haben Sie das denn nicht bemerkt?
00:25Bemerkt schon, aber da ist doch Ihre neue Anweisung.
00:28Das Verlassen der Portiersloge ist während der Arbeitszeit verboten.
00:31So, was machen Sie jetzt gerade?
00:33Was?
00:34Wir haben Sie vorerst für drei Wochen angefordert.
00:37Aber wenn Frau Klose länger krank sein sollte, dann...
00:40Also wahrscheinlich müssen wir verlängern.
00:42Das müssen Sie alles mit der Personalservice klären.
00:44Ich arbeite immer da, wo die mich hinsteckt.
00:46Frau Schneider!
00:47Guten Morgen, Herr Dr. Brostedt. Darf ich Ihnen Frau Lehmünster fragen?
00:49Da steht doch so ein Ignorant auf meinem Parkplatz.
00:51Also sofort abschleppen und anzeigen. Ich lasse mich doch nicht provozieren.
00:54Unser Chef.
00:55Ja, ja.
00:56Morgen, Frau Schneider.
00:58Guten Morgen, die Damen. Das ist Frau Münzner.
01:00Sie bleibt bei uns, bis Frau Klose wieder einsatzfähig ist.
01:03Beziehungsweise der Personalservice sie bei uns lässt.
01:06Beziehungsweise Sie zufrieden sind, Frau Harnisch.
01:08Schönen Tag noch.
01:10Sagen Sie einfach Annette.
01:12Harnisch.
01:14Wenn Sie gut sind, kommen wir bestimmt miteinander aus.
01:16Wenn man freundlich zu mir ist, steht einem guten Arbeitsklima nichts am Weg.
01:21Hallo.
01:22Hallo.
01:23Ich bin die Gabi. Annette.
01:26Hallo.
01:28Gerlach. Renate Gerlach.
01:31Das ist Ihr Schreibtisch, Frau Münzner.
01:33Dachte ich es mir doch.
01:35Wenn Sie das hier zuerst erledigen. Frau Klose hat das leider nicht mehr geschafft.
01:39Nehmen Sie die üblichen Kopfbogen und schreiben Sie immer mit vier Durchschlägen.
01:42Frau Klose hat das Papier hier.
01:44Brokstedt, grün, Dolf, gelb, rosa in die Ablage, weiß die Tageskopie.
01:48Den Bückelmann versteht man manchmal schlecht. Dann fragen Sie mich.
01:51Ich werde schon damit klarkommen.
01:53Kann man sich hier irgendwo frisch machen?
01:55Der Waschraum ist direkt neben der Kaffeeküche und der Schlüssel hängt da drüben.
01:59Danke.
02:01Harnisch Schreibbüro.
02:07Frau Münzner, für Sie.
02:15Ja, hallo.
02:16Was, du? Ich habe dir doch gesagt, du sollst mich hier nicht anrufen.
02:20Im Übrigen wüsste ich nicht, was du noch von mir willst.
02:23Danke.
02:33Da hat der Brokstedt mal wieder nach Schönheit eingestellt.
02:36Ich sehe schon, für die werden wir wieder mitarbeiten müssen.
02:39Das muss der sein.
02:40Mensch, sieht der gut aus.
02:43Was ist denn da noch?
02:46Jetzt stellt die Sachen wieder hin und geht an eure Arbeit.
02:48Ja.
02:49Aber rasch.
02:52Hi.
02:55Hier ist noch ein Auftrag von Carnitz.
02:57Der hat an Sportschröder 60 Expander zu Sonderkonditionen verkauft.
03:01Und Herr Thieme will nur zum Listenpreis ausliefern.
03:03Da hat er endlich mal aufgepasst.
03:05Sonderkonditionen gibt es prinzipiell jetzt ab 100 Stück.
03:08Herr Carnitz hat die Sonderkonditionen aber schon zugesagt, weil er den Kunden für entwicklungsfähig hält.
03:12Dann kriegen die natürlich ihre Sonderkonditionen.
03:15Der Thieme, der soll nicht so kleinlich sein.
03:18Büro Dr. Brokstedt-Schneider.
03:20Guten Tag, Frau Dolff.
03:22Moment.
03:23Stehen Sie auf dem Parkplatz von Herrn Lorzer?
03:25Warum?
03:27Ja, er steht.
03:30Wollen Sie es ihm nicht persönlich ausrichten, Frau Dolff?
03:33Gut, ich richte es aus.
03:36Herr Lorzer konnte nicht auf seinen Parkplatz.
03:38Ich soll ihn ausrichten.
03:40Chef sei immer noch er.
03:41Auch wenn Sie glauben, dass er nicht da ist.
03:46Aber Herr Brokstedt, ich erledige das für Sie.
03:48Das mache ich schon selber.
03:55So, fertig.
03:56Und was soll ich jetzt machen?
03:57Sie haben ja ein ganz schönes Tempo.
03:59Kommen Sie her.
04:03Sind Sie die Neue?
04:04Bitte?
04:05Guten Tag, Herr Doktor.
04:06Sind Sie die?
04:07Haben Sie mich nicht verstanden?
04:08Doch.
04:09Na und?
04:10Na, Sie sehen doch, ich habe zu arbeiten.
04:12Na, hören Sie...
04:13Tag.
04:14Was?
04:15Tag, habe ich gesagt.
04:16Ja, natürlich, ja.
04:18Sie stehen...
04:19Jemand könnte uns hier vielleicht gegenseitig bekannt machen.
04:22Sie stehen auf...
04:23Ja, wenn ich bekannt machen darf, das ist Herbert.
04:26Doktor Brokstedt, unser Personalschef und kaufmännischer Leiter.
04:30Und das ist Annette Münzner, die Aushilfe für Frau Klose.
04:33Freut mich.
04:34Kann ich irgendetwas für Sie tun?
04:36Sie stehen auf meinem Platz.
04:38Wieso?
04:39Nicht direkt, Ihr Auto steht auf meinem Parkplatz.
04:42Und Sie meinen, ich soll wegfahren?
04:43Jawohl.
04:44Gut, mache ich doch.
04:46Frau Harnisch, darf ich mal kurz weg?
05:14Mensch, das war spitze, ne?
05:16Ja.
05:23Hey, das ist meins.
05:25Ich wollte Ihnen doch nur behilflich sein.
05:27Wenn ich alt bin, noch kann ich selber.
05:29War das ein Versprechen?
05:31Bei Ihnen piepst es wohl.
05:41Darf ich mich zu dir setzen?
05:42Ja, klar.
05:47Ich hab mir einen Schlankheitstag verordnet.
05:50Kann nie schaden.
05:52Findest du, dass ich zu dick bin?
05:54Ich nicht, aber dein Freund vielleicht.
05:56Hab ich keinen.
06:02Tolle Klamotten hast du an.
06:04Teuer, ne?
06:06Weiß ich nicht, hab ich nicht selber gekauft.
06:12Alt wirst du ja nicht werden bei uns, leider.
06:16Du meinst wegen Brockstedt?
06:19Sowas lässt er nicht oft so sitzen.
06:22Nämlich dumme Anrede?
06:24Aber er ist doch der Chef.
06:26Für mich gibt es keinen Chef.
06:28Für mich gibt es nur Leute mit verschiedenen Berufen.
06:30Der eine kümmert sich ums Personal, wie Brockstedt,
06:32und der andere tippt in die Maschinen.
06:34Wie du.
06:35Und du.
06:36Ja, klar.
06:38Darf man sich hier setzen?
06:40Natürlich, ich bin ohnehin fertig.
06:42Tschüss, wir sehen uns ja nachher.
06:44Tschüss.
06:45Viel Vergnügen, die Herren.
06:47Danke.
06:49Kaum in der Firma und schon berühmt.
06:51Ja?
06:53Ja, krach mit Brockstedt und immer noch da.
06:55Man kann eben nicht so schnell auf mich verzichten.
07:03Wenn Sie wieder mal Probleme mit Brockstedt haben,
07:05einfach zu mir kommen.
07:07Ich weiß mir schon selber zu helfen.
07:09Egal, nur damit Sie wissen, auf mich kann sie zählen.
07:11Hier meine Karte.
07:13Aber nicht zu Hause anrufen, Sie verstehen?
07:15Keine Sorge, ich werde Sie überhaupt nicht anrufen.
07:19Mahlzeit.
07:21Mahlzeit.
07:30Ich bin nicht verrückt.
07:32Ich übe irgendwie nur.
07:41Mahlzeit.
07:43Mahlzeit.
07:45So, da bringe ich wieder etwas Nachschub.
07:48Ich habe ein einiges schreiben, was heute noch raus muss.
07:51Wenn eine der Damen vielleicht so freundlich wäre?
07:53Es ist nicht viel, ich diktiere es auch direkt in die Maschine.
07:56Nee, ich habe keine Zeit, Herr Semmler.
07:58Kommen Sie her, wenn es nicht viel ist.
08:00Herr Semmler, Sie wissen, dass das nicht geht.
08:02Seit wir die Diktiergeräte ...
08:04Aber Frau Harnisch, geben Sie im rauen Herz noch einen Stoß.
08:06Es ist doch zum Wohle der Firma.
08:08Hören Sie auf, mich auf den Arm zu nehmen.
08:10Lernen Sie lieber, mit den Geräten umzugehen.
08:12Aber wenn die Dinger doch so unpersönlich sind.
08:13Also.
08:15Nein, Herr Semmler, Sie wissen,
08:17dass ich auch bei Ihnen keine Ausnahme machen kann.
08:19Aber ich kann eine machen.
08:21Danke, also.
08:23Also, los dann.
08:25Gut, dass Sie nur auswegsweise da sind.
08:27An das Sporthaus KB und KUKI am BH.
08:29Ich würde sagen, dass das ...
08:31Herr Semmler, was sehe ich denn da schon wieder?
08:34Wozu haben wir denn die teuren Diktiergeräte angeschafft?
08:37Ja, das frage ich mich auch.
08:39Das war doch Ihre Idee.
08:41Darum geht es nicht. Prinzip ist Prinzip.
08:43Prinzip geht es darum, dass Sie sich kümmern,
08:45um was Sie wollen, aber nicht um dieses Schreibzimmer hier.
08:47Sie können zehnmal die Sekretärin des Chefs sein.
08:49Was hier passiert, geht nur mich etwas an.
08:51Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?
08:53Der Brief an die Gewerkschaft, ist der fertig?
08:55Wenn er fertig wäre, wäre er schon längst bei Ihnen.
08:57Dürfen wir jetzt weiterarbeiten?
09:02Spitze, ist ja eine richtige Revolution heute.
09:05Ui, ui, ui.
09:08Ach, das ist so.
09:10Renovato.
09:14Hey, was hast du da noch vor?
09:16Ich denke, du hast keinen Freund.
09:19Hab ich auch nicht.
09:22Willst du dir heute erlangen?
09:26Wenn ich es dir sage, lachst du mich aus.
09:29Du meinst diesen Schmuck?
09:31Ja.
09:32Du meinst diesen Schlager-Wettbewerb?
09:35Woher weißt du das?
09:41Also, so kannst du wirklich nicht dahin gehen.
10:02Annette?
10:04Guck mal.
10:06Bist du eng?
10:08Scheiße.
10:10Sag ich doch, dass ich zu dick bin.
10:29Ich gebe ihr 100 Punkte.
10:30Was?
10:32Also, berauschend fand ich es auch wieder nicht.
10:34Nein?
10:35Nee.
10:42Was willst du denn so?
10:47Toll, toll, toll.
10:58Was ist denn los?
11:00Wer da ist, singe ich nicht.
11:02Wer?
11:03Singen ja dieser blöde Affemensch.
11:05Alles muss er mir versauen.
11:07Wenn du Schlagersängerin werden willst,
11:09dann darf dir sowas nichts ausmachen.
11:11Los, jetzt geh, du bist dran.
11:13Das wird schon gut gehen.
11:15Heute war alles okay.
11:17Warum?
11:20Hey, 100 Punkte, Bono.
11:25Und ihr herzlicher Beifall für unsere nächste Kandidatin,
11:28Gabriele Neuhammer.
11:30Vielen Dank.
12:01Was habe ich getan?
12:07Hinter mir,
12:09die Mädchen, die ich schon
12:12kennte.
12:14Sie sind hier,
12:17noch hier.
12:19Die Fehler, die ich hatte,
12:25wollte ich etwas tun
12:26und ich versuchte es.
12:30Seit einer Hälfte
12:32sitze ich,
12:34stehe ich auf,
12:37schlug die Fenster
12:39und suchte Schatten.
12:44Ich bin frei,
12:49ich singe,
12:51ein bisschen Anophan,
12:53ein bisschen Anophan,
12:54ein bisschen Anophan auch ich.
12:57Welche Leben
12:59gibt es von mir?
13:03Es gibt nichts,
13:06das weiß ich.
13:10Argentinien,
13:12weine nicht mehr,
13:16wirklich,
13:18ich lasse dich nie.
13:21Welche Leben
13:22gibt es von mir?
13:25Argentinien,
13:27weine nicht mehr,
13:29wirklich,
13:31ich lasse dich nie.
13:33Erich,
13:36schläfst du?
13:38Was ist denn?
13:41Es ist halb drei.
13:43Na und?
13:45So spät war es noch nie.
13:48Quatsch,
13:50es ist jede Nacht um diese Zeit halb drei.
13:53Was ist denn?
13:55Wer singt denn da?
13:57Was sage ich doch?
13:59Gaby kommt nach Haus.
14:03Nicht das Letzte,
14:05nicht das Letzte.
14:07Du kannst du nicht,
14:09jede Nacht bist du wahnsinnig.
14:11Du musst in vier Stunden zur Ankheit.
14:13Guten Abend.
14:15Guten Abend.
14:17Du hast ja gar keine Ahnung,
14:19ich bin ja so glücklich.
14:20Du machst es hier spielend und dann...
14:22Komm doch rein,
14:24das ist ja schon so.
14:26Das ist Herr Semmler und das Annette,
14:28meine neue Freundin.
14:30Guten Abend.
14:32Bitte.
14:34Sie stören auch nicht, oder?
14:36Die bleiben auch nicht lange.
14:38Sie sitzen durchaus raus.
14:40Du Mama,
14:42ich kriege einen Ausbildungsvertrag
14:44der Scheibklattenindustrie
14:46ich werde ein ganz großer Star.
14:47Hast du ein Glas Milch für uns?
14:49Milch?
14:51Setzt euch doch.
14:53Mensch, endlich hab ich auch mal eine Chance gekriegt.
14:57Jetzt ändert sich natürlich alles.
14:59Ich brauch eine Garderobe, eine eigene Wohnung.
15:01Guck mal, du hast da Lippen.
15:03Guck mal, du hast da Lippen.
15:06Guck mal, du hast da Lippen.
15:08Guck mal, du hast da Lippen.
15:10Guck mal, du hast da Lippen.
15:12Guck mal, du hast da Lippen.
15:14Guck mal, du hast da Lippen.
15:16Guck mal, du hast da Lippen.
15:18Guck mal, du hast da Lippen.
15:21Guck mal, du hast da Lippen.
15:27Schöne Wohnung haben Sie.
15:29Bisschen eng, aber bestimmt billig, ne?
15:33Sämmler, angenehm.
15:36Ich bin ein Kollegen Ihrer Tochter.
15:38Auf die können Sie stolz sein.
15:40Dir hat vielleicht eine Stimme...
15:42Darf ich?
15:44Na, was sagen Sie nun?
15:53Das ist Ihre Tochter.
15:56Das ist ja wunderschön.
15:59Bin auch sehr stolz, aber jetzt wird geschlafen.
16:02Die Kalkulation gratuliert auch ganz herzlich, Frau Dengarbis.
16:13Na, wir laden Sie natürlich alle heute Nachmittag zu Kaffee und Kuchen ein.
16:18Wer soll denn das bezahlen?
16:19Darum, was musst du machen?
16:20Kannst du mir sagen, was hier los ist?
16:21Die Gabi ist jetzt entdeckt worden.
16:22Die wird jetzt einen Stahlglauben ziehen.
16:23So, entdeckt.
16:24Sehr liebenswürdig, meine Damen und Herren, aber die Gratulationskurse ist jetzt beendet
16:25und wir wenden uns wieder unseren Pflichten zu.
16:26Aber Betriebsklima ist das hier.
16:27Nur gut, dass meine Zeit bald vorbei ist.
16:28Die Gabi soll uns wenigstens was singen.
16:29Ich kann Ihnen was pfeifen, wenn Sie das möchten.
16:30Das wäre sehr nett, Frau Rades.
16:31Ach, das wäre sehr nett, Frau Rades.
16:32Das wäre sehr nett, Frau Rades.
16:34Und was soll ich jetzt machen?
16:46Ich habe alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
16:48Ich kann mich doch nicht blamieren.
16:50Du bringst allen, die dir gratuliert haben, in der Mittagspause ein Stück Kuchen und
16:53sagst, ich hätte die Feier nicht erlaubt.
16:59Schreibe wir Rohrnis.
17:01Ja, ich komme mal rüber.
17:02Ja, Frau Schnalder, es ist alles in Ordnung.
17:03Habe ich es mir doch gedacht.
17:05Frau Schneider fragt, ob die Party hier vorbei ist.
17:14Glauben Sie, in Ihrem Büro ist alles in Ordnung?
17:17Ich glaube es nicht, nur ...
17:19Kommen Sie doch mal bitte.
17:21Was ist das hier?
17:23Schauen Sie mal.
17:25Sportbekleidung, Stadtsportabteilung.
17:28Und das hier?
17:30Und das?
17:32Das schreibt man ja wohl immer noch groß.
17:35Und da fehlt ein Komma und alles so ohne Diktatzeichen.
17:38Nicht?
17:40Ja, das tut mir leid.
17:42So etwas sollte natürlich nicht vorkommen.
17:44Eben, ja.
17:46Ich werde das in Ordnung bringen.
17:48Das ist nicht nötig, das mache ich schon selber.
17:50Jemand, der so etwas so schreibt, den brauchen wir nicht.
17:53Der kostet nur Zeit und Geld.
17:55Hören Sie mal, Dr. Bruchstedt, so ein paar Tippfehler sind doch kein Kündigungsgrund.
17:57Liebe Frau Harnisch, was ein Kündigungsgrund ist oder nicht,
17:59das müssen Sie bitte, bitte mir schon überlassen.
18:01Schicken Sie mir mal dieses Schreibwunder.
18:03Ich verstehe nicht, wieso denn nicht?
18:05Das ist ja auch gar nicht nötig, aber trotzdem,
18:07ich möchte Frau Annette Münzinger, wie sie heißt,
18:09sprechen, jetzt und sofort und damit passt das.
18:12Ach, Frau Münzner?
18:14Ja, natürlich. Wen dachten Sie denn?
18:16Gerne.
18:18Finde ich auch.
18:20Du hast aber auch leicht reden, ne?
18:22Wenn man aber erst mal fest in einer Firma ist.
18:24Warum bist du denn fest in einer Firma?
18:26Personalservice ist eine klare Sache.
18:28Firmen fordern einen an.
18:31Und wenn es anfängt, langweilig zu werden,
18:33ist der Einsatz auch meist schon zu Ende.
18:35Ja.
18:37Vielen Dank für die freundliche Auskunft.
18:39Bitte.
18:41Sie sollen zu Herrn Dr. Bruchstedt kommen, Frau Münzner.
18:43Was, jetzt?
18:45Ja, jetzt.
18:48Was will er denn von mir?
18:50Keine Ahnung.
18:52Schreibt mir Frau Harnisch.
18:54Ja, Frau Schneider, sie ist bereits unterwegs.
18:56Sag mal, Gabin,
18:59ist dir das wirklich ernst mit deiner Singerei?
19:01Ich brauch nur noch einmal zu gewinnen,
19:03dann hab ich den Ausbildungsvertrag.
19:05Und dann ist mit dem Büroleben Schluss?
19:07Ja.
19:09Dann komm mal mit, ich muss mit dir reden.
19:16Sehr liebenswürdig, dass Sie sich zu mir herbemüht haben,
19:18liebes Fräulein Münzinger.
19:21Münzner, wollen Sie mir keinen Platz anbieten?
19:23Ach so, ja, natürlich, bitteschön, setzen Sie sich.
19:25Danke.
19:27Sie legen ja so großen Wert auf gesellschaftliche Formalitäten.
19:29Liebes Fräulein Münzinger,
19:31Sie werden ja wissen, was ich von Ihnen will.
19:33Das heißt, ich will natürlich gar nichts von Ihnen,
19:35das wird Sie gar nicht interessieren,
19:37aber ich sag's trotzdem, wir sollten nicht auseinandergehen,
19:40ohne dass Sie wissen, was ich von Ihnen denke.
19:42Reden Sie nicht um den Brei herum.
19:44Sie wollen mich loswerden?
19:46Ja, ich will nicht, nein, Ihr Fall ist schon erledigt.
19:48Eine Kollegin Ihrer Firma wird Sie bei uns hier ablösen.
19:50Nicht, dass Sie mich um den Brei herumwerfen,
19:52das ist nicht so.
19:54Nicht, dass ich darüber besonders traurig bin, Herr Brockstedt,
19:56aber...
19:59Doktor, wenn ich bin, Doktor Brockstedt.
20:01Können Sie mir einen Grund nennen?
20:03Natürlich, ich kann Ihnen sogar zeigen.
20:05Ihr Verhalten und Ihre Frechheiten
20:07wären ja zur Not noch tolerierbar,
20:09würden Sie korrekte Arbeit leisten,
20:11aber einfach so, wie sagt man, auf den Putz hauen,
20:13ohne überdurchschnittliche Arbeitsleistung,
20:15nee, wissen Sie, nee.
20:18Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, lieber Doktor Brockstedt.
20:20Diesen Brief habe ich nicht geschrieben.
20:22Den haben Sie nicht geschrieben?
20:24Können Sie jetzt bitte die Personalservice anrufen
20:26und Ihren Irrtum berichtigen? Danke.
20:28Leben Sie wohl, Herr Dr. Brockstedt.
20:33So was darf einfach nicht passieren, Gabi.
20:35Komm doch zur Vernunft.
20:37Du steigerst dich da in was hinein, was...
20:39Ich will da nur meine Chance nutzen.
20:41Ich habe eine Auskunft eingeholt über deine sogenannte Chance.
20:43Die Orpheus Musikproduktion
20:46besteht aus einer alten Schreibmaschine,
20:48auf der ein ehemaliger Operettensänger
20:50die Urkunden für die Sieger tippt.
20:52Dieser Operettensänger bildet dich auch liebend gerne aus,
20:55für 800 Mark im Monat.
20:57Aber die kriegst du nicht von ihm,
20:59die musst du ihm bezahlen.
21:01Warum machen die das dann?
21:03Falls Stimmung bringt.
21:05Aber einen Plattenvertrag
21:07hat deshalb noch niemand bekommen.
21:16Gott, Herr Semmler!
21:23Darf ich?
21:25Ich möchte mich für den Kuchen bedanken.
21:27Wenn's sein muss.
21:29Schlecht gelaunt heute?
21:31Ja.
21:53Was hat sie denn?
21:55Genug von der Karriere.
21:57Jetzt guckt er das mal hier an.
22:10Sagen Sie mal, wieso haben Sie Ihrem beknackten Personalchef
22:12nicht gesagt, wer diesen Brief geschrieben hat?
22:15Und im Übrigen möchte ich Ihnen nur sagen,
22:17dass ich heute Nachmittag nicht mehr hier sein werde.
22:19Ich habe nämlich genug von Ihrem Saftladen.
22:22Saftladen?
22:24Nein, danke.
22:26Frau Lenkari,
22:28ich wollte Ihnen nur eine Freude machen.
22:30Ich will nichts mehr davon hören.
22:33Mir gefällt, wie Sie singen.
22:35Ich meine, wenn es mir gefällt,
22:37dann gefällt es den anderen auch.
22:39Da kenne ich mich aus.
22:41Hören Sie auf, ich meine blöde, ganz wahr, ich.
22:48Was ist denn hier los? Was machst du denn da?
22:50Was willst du da unten packen?
22:52Wieso?
22:55Weil du nicht schreiben kannst.
22:57Was ist?
22:59Brockstedt hat Annette wegen deiner Tippfehler zur Sau gemacht.
23:01Verstehe ich nicht. Und dich schmeißt er jetzt raus?
23:03Ja, wer bin ich denn? Ich gehe von selber.
23:05Wieso denn?
23:07Weil man so was mit ihr nicht machen kann.
23:09Weil sie nämlich eigentlich gar nicht zur Tipse geboren ist,
23:11sondern eher zur Chefin.
23:14Sagen Sie mal, Frau Harnisch, wie komme ich eigentlich dazu,
23:16mich ständig blöde von Ihnen anreden zu lassen?
23:18Frau Münzner? Das ist von Herrn Dr. Brockstedt.
23:20Er hat gesagt, er versucht, bei uns zu bleiben,
23:22bis Frau Klose wieder genesen ist.
23:24Dass ich da anderer Meinung bin, ist Ihnen wohl klar?
23:29Die Schneider muss er schicken.
23:31Warum kommt er denn nicht selber?
23:33? Büro, Büro, Büro, Büro.
23:36? Büro, Büro, Büro, Büro.
23:38?
23:40?
23:42Büro, Büro, Büro, Büro.
23:44?
23:46?
23:49Büro, Büro, Büro, Büro.
23:51?
23:53?
23:55Büro, Büro, Büro, Büro.
23:57?
24:00?
24:02?
24:04?
24:06?
24:08?
24:10Büro, Büro, Büro, Büro.
24:12?
24:14?
24:16Bero, Bero, Bero, Bero
24:22Bero, Bero, Bero, Bero