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  • vor 20 Stunden
Verunsicherung und Aufregung herrschen bei Lehmann und von Niederbach, als sie von der Schneider erfahren, daß Dr. Schmidt Lausitz die Sonderabteilung mangels Ideen auflösen will. Azubi Florian denkt sich was aus. Die Rothenbaum riskiert einen Krach mit SL, sorgt schließlich aber für einen Experimentierraum. Ohne Wissen von SL arbeiten von Niederbach und Lehmann an Florians Idee. Nach Fertigstellung der Erfindung – einer aggressionshemmenden ‚Schlaglichtwand‘ – erscheint Brokstedt und ist begeistert von dem Produkt. (Text: EinsFestival)

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Transkript
00:00ARD Text im Auftrag von Funk
00:30Das ist ein Grundstück, kann man wohl, oder?
00:31Aber wenn Sie sich als Radfahrer tarnen und sich so an die Wand drücken...
00:36Wagen abgeschafft?
00:37Wagen angeschafft, heißt das...
00:39Okay, okay. Keine Unterhaltung über Privatangelegenheiten.
00:43Oh, guten Morgen, Herr Ziehme.
00:44Guten Morgen, Herr Ziehme.
00:45Morgen, Ziehme.
00:53Guten Morgen.
00:54Ich lade Ihnen zufällig da aus dem Finster gesehen.
00:58Nee, noch nicht.
00:58Schade ist Ihnen einiges entgangen.
01:01Hätte mich fast umgefahren, die Rotenbaum, mit Ihrem blöden Sportflitzer.
01:05Oh, mein Gott. Aber seit wann hat denn Frau Rotenbaum einen Sportflitzer?
01:08Nach dem, wie sie ihn eben beherrscht hat, seit gestern, vermute ich.
01:12Ah, ah, einen neuen Auszubildenden.
01:16Verdanken wir also auch.
01:18Schon gesehen, den hoffnungslosen jungen Mann?
01:21Nee, ist doch heute sein erster Tag.
01:22Da soll nur an allen Ecken und Enden gespart werden und dann...
01:28Oh je, sieht gar nicht gut aus.
01:30Junge Leute auszubilden ist doch immer gut.
01:33Da sollte man nicht mit Sparen anfangen.
01:35Oh, scheiße, ich rede von der kranken Wasserpflanze hier.
01:37Oh, Verzeihung.
01:38Ach, entschuldigen Sie sich doch nicht immer.
01:40Tue ich das?
01:41Ja, tun Sie.
01:42Verzeihung.
01:42Ich hätte die Wallisneria Spiralis einsetzen sollen, zu Deutsch Sumpfschraube.
01:50Die ist anspruchslos, rasch wüchsig, naja.
01:54Werden wir uns als nächstes mal ein paar Gedanken über die Sonderabteilung machen.
01:59Die könnte jetzt wohl eigentlich aufgelöst werden.
02:01Hat das Brockstedt gesagt?
02:03Er ist doch der Leiter der Abteilung.
02:04Wenn Brockstedt hier nicht irgendwo hinter dem Lamellenvorhang steht, habe ich es wohl gesagt.
02:10Hm.
02:10Wir werden jetzt wohl aufgelöst.
02:14Ach, das würde Brockstedt niemals zulassen.
02:17Da wäre ich nicht so sicher.
02:19Was? Wieso?
02:22Sag, was ist denn los mit dir?
02:25Seit wann interessierst du dich denn für die Firma?
02:28Seit wann? Seit wann?
02:31Seit heute.
02:38Habt ihr im Moment Zeit?
02:40Eigentlich sind wir wahnsinnig beschäftigt.
02:43Mach keinen Quatsch für Sie immer.
02:44Also ich wollte euch nur sagen, es wäre gut, wenn euch irgendwas einfallen würde.
02:48Na bitte, habe ich es nicht gesagt.
02:49Hat Lothar sich erkundet wegen eventueller Unterbeschäftigung?
02:51Ja, ja. Und Schmidt-Lausitz sagt, er sieht schwarz, wenn euch nichts Geniales einfällt.
02:54Danke.
02:55Ich habe zu tun. Also macht es gut.
02:57Hallo.
02:58Hallo.
02:58Wollt bloß mal ein bisschen reinschnuppern.
02:59Ja, bitte.
03:01Zu Ihnen komme ich auch gleich. Wo arbeiten Sie?
03:02Bei Herrn Dr. Schmidt-Lausitz. Aber melden Sie sich vorher an.
03:06Wird gemacht?
03:07Ich bin der Florian. Auszubildender. Mein erster Tag heute.
03:12Oh mein Gott.
03:14Tag.
03:15Tag.
03:18Tag hierhin.
03:19Tag.
03:20Sie kommen wohl über den Rotenbaum, nicht?
03:22So etwa ja.
03:23Ja.
03:24Aber der Betrieb interessiert mich wirklich.
03:26Na wie schön.
03:27Die Pflanze steht ungünstig.
03:33Ah ja?
03:34Nimmt unheimlich viel Licht weg. Besser stellt sie da hin.
03:38Der interessiert sich wirklich für die Firma.
03:41Die Brögele mit dem?
03:43Niemals.
03:44Ja klar. Was glaubst du denn, warum die sich plötzlich so rausteilt?
03:48Mensch, die Brögele.
03:50Wer hätte das gedacht, wa?
03:51Ich sag dir, in der Brögele, da haben wir uns alle getäuscht. Alle. Von wegen spätes Mädchen. Da ist ein Knoten geplatzt.
03:59Ein Knoten? Was ist denn für ein Knoten?
04:01Vergiss es.
04:03Also ich sage dir, mit Hungerbrotwandel.
04:05Quatsch, ich hab dir doch gesagt, das ist der...
04:07Du warst aber reichlich lange weg.
04:14Ja, das war ich.
04:17Wo warst du denn?
04:19Bei Thieme.
04:21Bei Thieme?
04:22Aha. Ich bin mit ihm die Büromaterialaufstellung für den nächsten Monat durchgegangen.
04:33Hab ich mir gestern gekauft.
04:37Ich weiß auch nicht.
04:40Findest du, es steht mir?
04:41Das geht so.
04:46Ach, Florian, mach keinen Quatsch.
04:48Nee, wirklich. Ich mach keinen Quatsch.
04:52Eine Freundin meiner Schwester hat sich das echt schon überlegt.
04:55Die hat achtjährige Zwillinge und die kriegen alle paar Tage derartige Wutanfälle.
04:58Was? Gleichzeitig?
04:59Ja, sicher gleichzeitig. Die kriegen alles gleichzeitig.
05:02Masern, Windpocken, die große Heulerei, alles.
05:04Aber die Wutanfälle nerven am meisten.
05:06Die werden ganz scharf auf irgendein Gerät, wo die Kinder dagegen treten könnten.
05:09Und dann müsste oben ein Licht aufleuchten oder eine Klingel losgehen, so wie bei Hau dem Lukas auf den Hummel.
05:13Wumm!
05:15Wumm!
05:16Wumm!
05:20Na ja, vergess das.
05:28Äh, die Blätter müsst ihr mal mit nem feuchten Lappen abwischen.
05:31Die ist überhaupt keine Luft mehr voll aus der Staub.
05:34Tschüss!
05:34Ich glaub, der Junge hat nen Riss im Börsing.
05:42Meinst du?
05:51Sag bloß, du hast ne Idee.
05:54Das wird der Hit.
05:58Ach, ja, na. Schön, dass du noch da bist.
06:00Warum?
06:00Warum?
06:02Warum?
06:03Ja, ich, äh, ich wollte ein paar Worte mit dir reden.
06:06Bitte.
06:08Hör mal, du, ich weiß, was ich, weil ich hab mich da ziemlich blöd benommen.
06:13Und das tut mir auch sehr leid.
06:14Was tut dir leid?
06:15Dass du mit der Bär nach Paris nicht geflogen bist?
06:18Ja, das tut sich.
06:19Ich mein, das wär ja noch schlimmer geworden.
06:21Nein, nee, das ganze Geschichte, das Ende, das war ja sowieso programmiert.
06:24Hör mal, ich mein, könnten wir nicht so tun, als sei nichts geschehen?
06:28Wir tun doch schon lange so.
06:29Wieso denn?
06:34Wir tun doch seit langem so, als sei nie etwas zwischen uns gewesen.
06:37Aber Hör mal, das können wir doch ändern.
06:39Ich meine, wir müssen nur einen Entschluss fassen.
06:41Was heißt wir?
06:42Du hast doch schon vor einem Jahr einen Entschluss gefasst.
06:44Du hast dein Apartment gemietet.
06:45Du wolltest zu dir selbst kommen.
06:49Naja, nun bin ich bei mir angekommen.
06:52Bei dir ja, aber nicht bei mir.
06:54Frau Schneider, Herr Kalinke, hatten wir einen Termin?
07:00Wir, nein.
07:02Das heißt, ich denke, nein.
07:03Umso besser.
07:04Ist ja alles klar, oder?
07:05Alles klar, ja.
07:08Frau Schneider, kommen Sie doch bitte mal.
07:10Was dagegen, wenn ich mich zu dir setze?
07:24Bitte, Herr von Niederbach.
07:26Muss das sein?
07:27Ich kann mich ja auch woanders hinsetzen.
07:29Nein, nein, bleiben Sie nur, Herr von Niederbach.
07:31Ich bin sowieso gleich fertig.
07:32Mann, schnell doch auf mit dem Quacken.
07:40Würdest du mir bitte meinen Ohrklepp rübergeben?
07:50Das hast du bei mir liegen lassen.
07:52Bist du wahnsinnig.
07:55Mahlzeit, Herr Riemel.
07:56Mahlzeit.
07:57Mahlzeit.
07:57Und, wie geht es in der Sonderabteilung?
08:01Neue Projekte oder leiden Sie unter der ständigen Unterbeschäftigung?
08:06Ach, mal zur Abwechslung ganz auf Kurs von Schmidt-Lausitz, ha?
08:09Was?
08:09Kommen Sie denn da drauf?
08:12Er hat mit Lurzer konfrontiert, er will uns absägen.
08:15Was?
08:16Weiß Brauchstädter von?
08:18Ich habe versucht, ihn zu erreichen, er war aber nicht da.
08:21Außerdem vergiss es.
08:22Schmidt-Lausitz hat keine Ahnung.
08:23Wir haben den Superknüller in Arbeit.
08:25Ah ja?
08:25Ich schwöre es dir, wir brauchen nur noch einen Raum, um einen Test zu fahren.
08:28Mahlzeit.
08:29Na, na, na, na, na.
08:30Und was handelt es sich denn da?
08:32Wenn wir fertig sind, schicke ich dir eine Einladung zur Premiere.
08:36Ach, das wäre sehr reizend, Herr von Niederbach.
08:39Idiot.
08:44Äh, Frau Schneider, ich besorge nur schnell ein paar Wasserpflanzen.
08:46Wir sind in einer Viertelstunde wieder da.
08:48Morgen.
08:51Herr Kalinke, kein Appetit heute?
08:54Nein, das heißt, ja doch, ich meine, ich gehe gleich runter.
08:57Ach, na dann, Mahlzeiten.
08:59Was?
08:59Ach so, ja, gleichfalls.
09:01Ich dachte, vielleicht gehen wir was essen.
09:18Mir reicht das.
09:19Edmund, vergiss es.
09:30Aber ich dachte, weißt du, wenn, wenn ich vielleicht wieder zu dir ziehen würde,
09:34vielleicht noch für eine Woche, ich meine...
09:36Was ist denn das für ein Vorschlag?
09:40Lass mich hier ganz ehrlich zu sagen.
09:41Ach, das ist ja mal ganz was Neues.
09:44Ich habe meine Wohnung einem Freund vermietet.
09:46Ab heute für acht Tage.
09:47Ach, für deine Pariser Zeit.
09:49Aber der Freund ist jetzt schon da.
09:53Ach, und jetzt weißt du nicht, wohin.
09:55Edmund, du bist unmöglich.
09:57Bei mir nicht.
10:07Ja, Edmund, dann...
10:09Ja, dann kann man nichts machen.
10:11Schau, Edmund.
10:17Nicht schlecht.
10:19Ist ja schon ganz schön weit.
10:22Du, hier nehmen wir ganz normale Türpolsterungen.
10:25Die kriegst du in jeder Fabrik.
10:26Und hier eine gestapelte Lichterkette mit Laserblitz.
10:29Den besorge ich mir von Joey.
10:30Sag mal, hast du der Schneider schon was gesagt?
10:32Natürlich habe ich ihr was gesagt.
10:33Ich habe ihr gesagt, das wird der Hammer des Jahres.
10:35Lurzer schlägt sie alle.
10:37Hey, Moment, ich habe es.
10:39Was?
10:39Ja, den Namen.
10:41Der Lurzerhammer.
10:45Oh mein Gott.
10:48So, die Sonderabteilung braucht einen Experimentierraum.
10:55Ich hatte diese Forderung für berechtigt.
10:56Was Sie für berechtigt halten, Frau Rotenbaum, spielt in dem Fall leider so gut wie überhaupt keine Rolle.
11:03Ich denke doch.
11:05Wunschträume, Frau Rotenbaum.
11:06Wer hätte die nicht?
11:07Aber Ihre Verkaufsabteilung hat mit der Sonderabteilung leider so viel zu tun wie die Relativitätstheorie mit dem Grottenmolch.
11:14Herr Dr. Brockstedt ist da anderer Ansicht.
11:17Dr. Brockstedt?
11:18Wieso?
11:19Herr Dr. Brockstedt ist Leiter der Sonderabteilung.
11:22Ich habe ihm die Lage hier geschildert und ihm mitgeteilt, dass Sie die Absicht haben, die Sonderabteilung aufzulösen.
11:31Daraufhin hat er mich damit beauftragt, ihn in dieser Sache zu vertreten.
11:34Und wir sind hinsichtlich des Experimentierraumes eine Ansicht.
11:39Ach ja, dann soll ich Sie noch herzlich grüßen.
11:41Und selbst Kinder lang nicht zweimal ins Feuer, hat er gesagt.
11:44Du Missbrüche.
11:45Kann er gerne für sich behalten.
11:48Woher soll ich den Raum nehmen?
11:50Hinter dem Büro von Frau Wespe gibt es doch noch so einen Lagerraum.
11:54Ach, den meinen Sie?
11:56Nicht möglich, die Wespe bringt mich um.
11:59Oh, Sie werden Ihnen das schon beibringen, Herr Dr. Schmidt-Lausitz.
12:09Na ja, das verstehe ich doch.
12:12Nein, nein, nein, du, kein Problem.
12:13Es ging ja nicht nur allein wegen des Zimmers, sondern es wäre ganz nett gewesen, ein paar Tage mit euch zusammen zu sein, weißt du.
12:20So wie früher.
12:21Ja, ja.
12:25Wiedersehen, Frau Westgorek.
12:26Wiederschauen, Herr Beck.
12:27Wiedersehen, Frau Brögele.
12:30Na, Herr Beck.
12:32Also, bis morgen, nicht?
12:33Ja, Wiedersehen.
12:34Herr Beck, Ihre Familie, ich meine, alles gesund?
12:37Ja, sicher, keine Klagen.
12:40Na, das ist fein, nicht?
12:42Weil, ich meine, Herr von Niederbach, ich soll Ihnen was von Frau Rotenbaum ausrichten.
12:47So, was denn?
12:48Sie soll nicht immer auf Ihrem Parkplatz parken.
12:50Die Frau hat Probleme.
12:52So geht das wirklich nicht.
12:54So geht das nicht.
13:03Was ist denn da los?
13:04Die Lieder von Niederbach und die Rotenbaum, da spinnt sich was an.
13:08Ich schwöre ich Ihnen.
13:10Oh mein Gott.
13:13Oh, Scheiße.
13:17Schönen Ordnung.
13:29Frau Brot, ich bitte Sie.
13:32Was soll das jetzt vielleicht immer so gehen?
13:39Das ist ja eine Zumutung, ist das.
13:42Das ganze Leben ist eine Zumutung, Frau Wespe.
13:44Ach, Sie immer mit Ihren Sprüchen.
13:46Am besten, Sie lassen die Tür immer offen, Frau Wespe.
14:02Dann geht's am schnellsten.
14:03Na, da kann ich ja gleich noch ausgehen.
14:05Dann mahnen Sie es doch einfach.
14:07Heute vermisst Sie bestimmt niemand.
14:08Na, das denken Sie.
14:09Ja, hoch, hoch, komm, komm, komm, komm, komm.
14:22Entschuldigung, Frau Wespe.
14:24Runter.
14:26Moment.
14:27Jetzt.
14:27Ja, jetzt.
14:37Na?
14:40Äh, hinterhält sich.
14:45Frau Schneider.
14:46Ja.
14:46Schon gesehen?
14:52Rechnung für neue Materialien der Sonderabteilung für über 2000 Mark.
14:57Ach ja, mehr Knall.
14:58Es soll aber sehr schön werden.
15:00Was genau wird es, Frau Schneider?
15:03Tja, ich weiß es auch nicht.
15:08Timmel, stecke gerade einer wichtigen Angelegenheit.
15:11Tut mir leid, ein Fall von Kriminalität.
15:15Von was?
15:17Die Tür zum Sanitätsraum wurde aufgebrochen.
15:19Von Sanni.
15:21Warum?
15:23Das weiß ich auch nicht.
15:25Man fehlt irgendwas, Medikamente oder was weiß ich.
15:30Das wird nur überprüft.
15:31Der Schrank mit den Decken ist durchwühlt, da scheint was zu fehlen.
15:34Soll ich die Polizei...
15:35Nein, auf gar keinen Fall, Himmels Willen, mach mich doch nicht lächerlich.
15:38Ich geh mal nachsehen, ich kenn mich da aus.
15:41Ja, vielen Dank, lieber Tim, vielen Dank.
15:44Ich hab's zur Kenntnis genommen.
15:54Helma!
15:54Los, gib die Decke her.
15:55Ja, aber Helma, woher weißt du denn...
15:57Die Decke!
15:58Ja, äh...
15:59Ja, aber Helma, sag mal, woher weißt du denn wirklich, dass ich...
16:02Die Decken sind vollzählig.
16:25Ja, aber irgendwas muss doch fehlen.
16:26Wer bricht denn sonst einen Schuss auf?
16:27Woher soll ich das denn wissen, Herr Thieme? Ich bin doch kein Detektiv.
16:31Und wie verschließe ich jetzt den Raum?
16:33Kleben Sie Leukoplast über die Tür.
16:36Das war ein Blödsinn.
16:37Zehn Quadratmeter Türpolster, ein Laserblitz, drei Klanghupe, fiel bloß in der Achterbahn.
16:48Sind wir auf der Kirmes oder was?
16:49Wer hat Ihnen diese Rechnung gegeben?
16:51Thieme?
16:51Gott sei Dank hat er.
16:52Meinen Sie, die Lotzer KG finanziert diese, diese unausgegorenen Kindergartenträume des Herrn von Niederbach?
16:57Herr Dr. Brockstedt und ich unterstützen dieses Projekt.
17:00Dann richten Sie Dr. Brockstedt bitte aus, dass die Lotzer KG aber auch nicht einen Pfennig für diesen Schwachsinn zur Verfügung stellt.
17:06Ist das Ihr Geld?
17:07Ja.
17:07Was?
17:08Ich meine, nein.
17:09Wie auch immer, gezahlt wird nicht.
17:15Was erfinden die beiden eigentlich?
17:17Scheint ein tolles Ding zu sein.
17:21Lassen wir uns überraschen.
17:22Also, wie gesagt, am sensibelsten reagieren die Quadrate in der unteren Reihe.
17:30Auf diese Weise können drei- oder vierjährige mit einem leichten Fußtritt die Lämpchen zum Leuchten bringen.
17:36Ach, Frau Schneider, wenn Sie das bitte mal demonstrieren würden.
17:49Sehr schön.
17:50Die zweite Reihe ist für etwas kräftigere Fußtritte ausgelegt.
17:55Ich mache das mal vor.
17:58Und in der dritten Reihe gehen wir davon aus, dass die Kleinen mit den Fäusten dagegen schlagen.
18:03So etwa.
18:06So.
18:06Und hier oben muss man schon viel Kraft aufwenden, damit sich überhaupt etwas tut.
18:10Sebi, magst du mal?
18:13Aber immer.
18:14Aber immer.
18:20Ja, meine Herren, das war's dann wohl.
18:30Guten Tag.
18:31Sie, ich fand's super.
18:40Na ja.
18:44Ja, und was sagen Sie dazu, Frau Rotenbaum?
18:51Ich hätte gern einen Schlüssel für diesen Raum.
18:53Haben Sie noch einen übrig?
18:54Ja, natürlich.
18:59Danke.
19:01Darf man fragen, was Sie mit dem Schlüssel vorhaben?
19:03Ja.
19:05Darf man.
19:08Mensch, Lehmann, bist du wahnsinnig!
19:10Ich kenne ja Ihre Preise.
19:34Dankeschön.
19:35Morgen, Herr Dr. Brockstedt.
19:36Guten Morgen, Herr Beck, sind denn alle Anwesenden schon vorhanden?
19:40Ja, Herr Dr. Brockstedt, alle im Konferenzraum.
19:42Na gut, dann wollen wir mal.
19:43Ja.
19:49Hier, Herr Dr. Brockstedt.
19:51Das ist ja sehr liebenswürdig.
19:53Da fehlt ja bloß noch der rote Deppi.
19:57Mach's doch mal drüben.
20:01Guten Morgen allerseits.
20:04Guten Morgen, Herr Dr. Brockstedt.
20:07Das ist ja fast wie beim Bund, was?
20:09Guten Morgen, Herr Dr. Brockstedt.
20:11Guten Morgen, Herr...
20:12Thieme, Alvin Thieme.
20:13Ach, richtig, ja, Herr Thieme, ja.
20:16Guten Morgen.
20:16Wie geht's denn, Herr Thieme?
20:18Vielen Dank, sehr gut.
20:19Ja?
20:19Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe Sie...
20:23Oh, Herr Dr. Brockstedt.
20:24Ja.
20:25Bitte?
20:26Ich habe Sie heute...
20:27Ach, nein, Entschuldigung.
20:28Ich habe Sie heute hierher gebeten, weil ich Ihnen eine höchst erfreuliche Mitteilung machen möchte.
20:32Wie Sie vielleicht wissen, haben die Kollegen von der Sonderabteilung in der letzten Zeit einen neuen Verkaufsartikel entwickelt,
20:38den Sie, Herrn Dr. Schmidt-Lausitz, und mir vorgeführt haben.
20:43Herr Dr. Schmidt-Lausitz stand dieser Erfindung eher skeptisch gegenüber,
20:47wohingegen ich Sie doch für so interessant befand, dass ich Sie, Herrn Dr. Brockstedt, im Weisern mehrere Kunden vorgeführt habe.
20:54Deshalb der Schlüssel.
20:56Ja, genau.
20:57Also, diese Vorstellung war so erfolgreich, wie ich erhofft habe.
21:01Aber alles weitere wird Ihnen jetzt, Herr Dr. Brockstedt, erläutern.
21:04Ja, ich habe... Entschuldigung.
21:06Jetzt geht es...
21:08Meine...
21:11Meine sehr verehrten...
21:16Und Herren, meine lieben Mitarbeiter,
21:21Aus gegebenem Anlass möchte ich mich bei Ihnen bedanken,
21:25ganz besonders natürlich bei der Sonderabteilung,
21:28nicht aber auch bei Frau Rotenbaum,
21:30die aufopferungsvoll sämtliche Hürden und Hindernisse,
21:33die die Arbeit in der Sonderabteilung Behinderten aus dem Weg geräumt hat.
21:38Bei dem neuen Produkt mit dem schlagenden Namen Schlaglicht...
21:42Äh, was für ein Ding?
21:43Bitte, was für ein Ding?
21:44Ach so, was für ein Ding?
21:46Ja, da handelt es sich um eine bahnbrechende Erfindung,
21:49die unserer Ansicht nach alle Qualitäten eines Verkaufsschlagers vermuten lässt.
21:56Ein Produktionsauftrag ist bereits erfolgt.
21:59Weiterhin hat Herr Lurzer angeregt,
22:01und ich kann mich dem natürlich nicht anders als anschließen,
22:03dass alle Mitarbeiter in Zukunft Einfälle und Verbesserungsvorschläge
22:07der Sonderabteilung einreichen können.
22:10Realisierbare Ideen werden angemessen honoriert.
22:14Auch den Erfindern von Schlaglicht ist eine Goldprämie,
22:17nicht Gold, Geldprämie, unverbindlich zugesagt worden.
22:22Das Urexemplar der Erfindung überreiche ich jetzt als Urexemplar der Belegschaft,
22:30hiermit der Belegschaft zur kostenlosen Verwendung.
22:33Und jetzt, Frau Rotenbaum, jetzt enthüllen Sie sich bitte,
22:36enthüllen Sie bitte das Schlaglicht auf mein Kommando.
22:41Eins, zwei, drei, gut, Schlag!
22:48Wohlsein zum Prosit.
22:49Prost, Herr Dr. Brox.
22:54Also, meine Damen und Herren, ich denke, es wäre doch ganz interessant,
22:58wenn sich jetzt jeder Einzelne mal hier nach vorne begibt
23:01und sein Temperament unter Beweis stellt.
23:03Herr Dr. Schmidt-Lausitz, wie wäre es denn mit Ihnen?
23:06Was denken Sie? Wollen Sie einen Anfang machen?
23:08Ich? Wieso? Ich?
23:10Kommen Sie schon, kommen Sie schon.
23:12Na ja, ich kann ja mal.
23:16Wenn ich weiß.
23:18Schön.
23:19Von mir aus.
23:20Ja, ich kann ja mal.

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