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Gert Becker besteht seine Prüfung bei der Handelskammer. Die Mitarbeiter gratulieren ihm nur nicht der neue Chef, Albrecht Brömmelkamm. Beckers Wunsch nach einem Anstellungsvertrag wird nicht entsprochen. Er beschließt, die Firma zu verlassen, lädt aber die Lurzers noch zu einer Prüfungsfeier ein. Unangekündigt taucht Brömmelkamm auf und überrascht die Anwesenden mit einer erfreulichen Nachricht. (Text: EinsFestival)
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TVTranskript
00:00Herzlich willkommen!
00:30Guten Morgen.
00:31Morgen.
00:33Wenn Sie so weitermachen, kriegen wir bald wieder einen neuen Chef.
00:36Die Firma braucht Vorbilder, Frau Schneider.
00:40Danke.
00:41Wenn ich mich nicht voll einsetze, wie kann ich es dann von den Mitarbeitern erwarten?
00:46Die Mitarbeiter haben aber vielleicht ein Privatleben.
00:48Ich etwa nicht. Ich habe auch eine Frau.
00:51Wollen Sie einen Kaffee?
00:52Ja, bitte, möglichst stark. Und die Frau Rotenbaum möchte sprechen.
00:55Vor oder nach dem Kaffee?
00:57Das überlasse ich Ihnen am besten während des Kaffees.
01:00Ich habe mir die Prüfung viel schwerer vorgestellt.
01:04Du solltest dir auch mal überlegen, dich richtig zu qualifizieren.
01:07Ich als MA?
01:08Ich habe das Gefühl, für diese Firma bin ich schon überqualifiziert.
01:12Na siehst du, genau das meine ich.
01:13Wenn du bei Lourdes weiterkommen willst, musst du dich wieder irgendwie runterqualifizieren.
01:17Mensch, ich suche dich überall. Und du?
01:20Hat es denn gestern geklappt?
01:21Na logisch.
01:22Das musst du mir genau erzählen.
01:24Kommst du in einen Augenblick?
01:28Guten Morgen, Frau West.
01:30Ich war erschöpft nach der Prüfung.
01:37Ja, du hast erschöpft zu Hause im Bett geblieben.
01:40Du konntest nicht mal die Tür aufmachen, als ich geklingelt habe.
01:44Ich habe mit den anderen...
01:45Mein Gott, wir haben die Prüfung ein bisschen gefeiert.
01:48Kann ich mir denken.
01:49Weißt du was?
01:49Du kannst mit den anderen in Zukunft auch in die Disco gehen.
01:54Die Akte liegt schon auf ihrem Schreibtisch, Herr Brommelkamp.
01:57Du sag mal, jetzt wo ich die Prüfung habe, meinst du, die Firma gibt mir einen Anstellungsvertrag?
02:02Warum nicht?
02:02Du hast dein Praktikum ordnungsgemäß absolviert und die Prüfung...
02:05Frau Bär, ich suche Sie überall.
02:07Frau Schneider, Herr Becker hat...
02:08Hier, der Brief ist doch schnell auf die Post, wenn Sie so freundlich sind.
02:11Geht's nicht durch Telex?
02:12Nein.
02:12Herr Brommelkamp wünscht, dass es per Allboten geschieht.
02:15Und, falls Sie noch weitere Fragen haben, Herr Förster ist im Augenblick sehr beschäftigt.
02:20Na gut, wenn's der Firma dient...
02:23Guten Morgen.
02:24Wenn ich Sie ganz besprechen würde...
02:26Ja, ich komme nochmal rüber.
02:28Warte mal, warte mal.
02:29Wer ist denn überhaupt hier?
02:31Wo soll der neue Schreibtisch hin?
02:34Schreibtisch?
02:35Ja, sieht das wie ein Konzertflügel aus.
02:36Ach so, ein Schreibtisch.
02:39Ah, ich nehme an zu Herrn Becker.
02:41Ja, der hat nämlich seine Prüfung bestandet.
02:43Und vielleicht haben die anderen...
02:43Dann, wo finden wir den Herrn Becker?
02:45Im Kellergeschoss.
02:46Warten Sie, ich zeig's Ihnen.
02:48Danke.
02:48Kommen Sie.
02:57Warten Sie, ich helf Ihnen.
03:00Hoch und kniff runter.
03:04Was?
03:05Von 1984?
03:06So lange hebt doch kein Mensch einen Sicherheitsbericht auf.
03:09Hier ist er.
03:10Ich sag's Ihnen mal.
03:11In einer ordentlichen Firma geht nichts verloren.
03:15Kommst du mal?
03:16Ich?
03:17Wieso?
03:17Jetzt komm.
03:19Voila!
03:22Donnerwetter.
03:23Herr Brömmelkamm hat vielleicht ein Tempo.
03:25Sind Sie hier Becker?
03:26Thieme, Alvin Thieme.
03:28Leiter der Revisionsabteilung und Sicherheitsbeauftragter.
03:30Wie später?
03:30Ich muss doch schnell zur Post.
03:32Ich bin Gerd Becker.
03:33So.
03:34Ja.
03:34Dann räumen Sie mal Ihren Schreibtisch ab.
03:36Wir bringen den Neuen.
03:37Ja.
03:37Entschuldigung, das muss ein Irrtum sein.
03:45Für mich ist ein neuer Schreibtisch bestellt.
03:47Die Sekretärin hat ausdrücklich gesagt, für Herrn Becker.
03:50Die Schneider.
04:05Frau Rotenbaum.
04:06Oh, ich kann gerne später nochmal wiederkommen.
04:11Na ja, bitte kommen Sie.
04:12Nehmen Sie Platz.
04:13Danke.
04:14Wollen Sie auch frühstücken?
04:16Sehr freundlich.
04:17Aber ich habe schon gefrühstückt.
04:19Zu Hause.
04:20Beneidenswert.
04:22Das werde ich auch können, wenn hier mal alles wieder richtig läuft.
04:24Ich habe hier die Finanzstatistiken von Herrn Lehmann, Umsatzzahlen von Herrn Kalinke und den
04:37Sicherheitsbericht von Herrn Thieme, sogar in achtfacher Ausfertigung.
04:42Frau Rotenbaum, warum habe ich die Umsatzzahlen von Herrn von Niederbach noch nicht?
04:49Herr von Niederbach hat...
04:50Ja, ja, er hat gewisse Ausrede, das weiß ich.
04:53Frau Rotenbaum, wenn Sie nicht fähig sind, Ihre Abteilung zur Arbeit zu motivieren,
04:58dann ist entweder Herr von Niederbach faul oder Sie sind zur Menschenführung nicht.
05:03Ja, was ist denn?
05:06Entschuldigung, Frau Schneider hat Herrn Becker meinen Schreibtisch zugeteilt.
05:10Ich verbitte mir solche Anschuldigungen.
05:12Ich weiß überhaupt nichts von dem Schreibtisch.
05:13Herr Thieme, ich habe doch ausdrücklich angeordnet, dass ohne Anmeldung...
05:19Ja, aber was für ein Schreibtisch.
05:20Herr Lehmann hat ihn für mich bestellt und jetzt hat ihn Herr Becker.
05:24Dann klären Sie das mit Herrn Lehmann.
05:26Ich habe es ein für allemal satt, dass ich mich hier um jeden Dreck persönlich kümmern muss.
05:31Verstanden, Herr Thieme?
05:38Männer sind nun mal so.
05:41Weißt du, solange ihr nur mit Kollegen feiert, brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
05:46Weißt der Brommelkamp schon, dass dein Gerd bestanden hat?
05:48Nehm ich doch an. Gratuliert hat er ihm zwar noch nicht, aber er hat einen neuen Schreibtisch bekommen.
05:53Das bedeutet doch, dass es weiß.
05:55Ach, in dieser Firma ist doch alles möglich.
06:00An Gerds Stelle, ja, würde ich zumindest der Schneider sagen, dass er seine Prüfung bestanden hat.
06:04Warum denn der Schneider?
06:06Eine gute Sekretärin ist das dritte Ohr ihres Chefs. Verstehst du?
06:09Ich bin mir nur noch nicht sicher, welche ich besser finden soll.
06:18Die 135 PS Maschine oder die mit 153?
06:22Aber ich bin mir sicher, dass der Brommelkamp auf deine Zahlen wartet.
06:26Du, mit deinen Zahlen, Mensch, 153 PS.
06:31Herr von Niederbach, kann ich Sie mal kurz in meinem Büro unter vier Augen sprechen?
06:34Ich hab das allmählich satt.
06:48Heute muss ich mir von Brommelkamp sagen lassen, dass ich meine Abteilung nicht im Griff habe.
06:52Mensch, Marianne, lass dich doch von dem nicht verrückt machen.
06:55Du machst mich allmählich verrückt.
06:59Du, was privat zwischen uns ist.
07:01Ja.
07:02Das gibt dir noch lange nicht das Recht, deine Arbeit liegen zu lassen.
07:05Mensch, mach doch nicht so einen Aufstand.
07:07Ich mach überhaupt keinen Aufstand.
07:09Ich will lediglich, dass jeder in meiner Abteilung seine Pflicht tut.
07:11Okay, okay, Frau Abteilungsleiterin.
07:14Wenn's weiter nichts ist, diese paar Zahlen sind dann auch in Kleinigkeit.
07:19Bitte, Tini, bitte.
07:20Auf einer Wetter, wer kriegt denn das Prachtstück?
07:28Ich, mein geduldiges Warten hat sich gelohnt.
07:31Da möchte ich meinen super Hightech-Schreibbücher aber auch wieder haben.
07:34Jetzt fass erst mal mit an.
07:35Ja.
07:36Mensch.
07:39Du hast in aller Nähe rein, Mensch.
07:41Wo ist denn?
07:42Kipp hin.
07:42Kipp hin.
07:44Wohin denn?
07:46Jetzt hab ich's schon seit Tagen mit dem Magen.
07:48Ich sag dir ja, gesunde Ernährung.
07:52Na ja, schaut her.
07:53Was ess ich denn schon?
07:55Ich lass mich ja schon bald eine Portion nehmen.
07:57Tut mir leid, dass ich vorhin so blöd reagiert hab.
08:00Du, dein neuer Schreibtisch, der war für Tine bestimmt.
08:04Was?
08:05Das kann doch nicht wahr sein.
08:07Ist aber so.
08:08Eine Apfelsine oder ein Apfel.
08:10Sind Sie her.
08:11Es tut doch eine einfache Morge.
08:13Sag mal, hast du dem Brömmelkamm schon Bescheid gesagt?
08:15Ich? Wieso?
08:16Der fährt das doch sofort von der Handelskammer.
08:20Glaubst du, mir hat bisher auch nur einer von denen zur bestandenen Prüfung gratuliert?
08:23Ich?
08:25Ich gratulier dir.
08:26Verspätet, aber herzlich.
08:29Herzlichen Glückwunsch gerne.
08:30Ja.
08:31Ich muss doch mal dir das sagen.
08:32Wo ist denn?
08:33Also.
08:35Also, das.
08:37Das ist doch.
08:38Die Jugend, Frau Wespe.
08:40Bitte?
08:40Oder steht irgendwo im Tarifvertrag, dass Liebe im Büro verboten ist?
08:47Gut, dass Sie mir das gesagt haben.
08:49Die Handelskammer hat zwar gestern schon angerufen, aber Herr Brömmelkamm hat den Kopf so voll,
08:54dass er eine bestandene Prüfung nicht wahrnimmt.
08:57Eine schöne Firma, für die wir arbeiten.
08:58Was, Frau Schneider?
08:59Wozu der so viele Zahlen braucht?
09:14Transparenz und Konsequenz, mein lieber Mitarbeiter.
09:17Was?
09:18Ich finde eher Penetrans und Ignoranz.
09:20Dann ist es nicht so tragisch.
09:22Der kommt auch noch drauf, dass man mit Druck nichts anstellen kann.
09:27Was, das darf ja nicht wahr sein.
09:29Wie viel hast du denn?
09:3245.000 im letzten Monat.
09:33Und du?
09:35250.000.
09:37So, hast du den an Aufträgen erfasst?
09:38Zeig mal.
09:39Ich prüfe sie mal nach.
09:40Ja, so, und wenn es wirklich so ist, dann musst du es eben so tippen lassen und vorlegen, nicht?
09:45Da kann ich meinen Entlassungsgesuch ja gleich mit vorlegen.
09:48Ja, Herr Lurzer.
09:50Nur, ähm, Herr Lurzer, ich kann Ihnen den Bericht erst geben, wenn ich die Zahlen habe.
09:56Bitte?
09:57Aber, Herr Lurzer, mehr als Tag und Nacht arbeiten kann ich nicht.
10:02Ja.
10:03Ja.
10:04Wünsche ich Ihnen auch.
10:08Die Post.
10:09Ja.
10:14Danke.
10:15Übrigens, der Bäcker hat seine Prüfung bestanden.
10:23Bäcker? Welcher Bäcker?
10:24Ach, Sie wissen schon.
10:26Der Praktikant aus der Registratur.
10:28Ach so, ja, ja.
10:30Wollen Sie ihm nicht gratulieren?
10:32Was?
10:33Gratulieren.
10:34Ah.
10:35Herr Kalinke, Herr Lehmann und Herr von Niederbach sollen kommen.
10:38Wann kriege ich eigentlich endlich mal die Zahlen von dem?
10:41Und dann, äh, der Vertrag für Herrn Rohr, den möchte ich heute noch im Entwurf sehen.
10:45Und was soll ich zuerst tun?
10:47Alles, Frau Schneider?
10:49Alles?
10:50In Ordnung ist es nicht.
10:52Wenn einer eine schwierige Prüfung besteht, dann...
10:55In anderen Firmen wird in solchen Fällen gesammelt und gefeiert.
10:58Aber in unserem Laden...
11:00Mann, dann tu doch was. Mach eine Liste und geh einfach sammeln.
11:02Ich? Wie sieht denn das aus?
11:05Die wissen doch alle, dass ich... dass ich und der Gerd...
11:08Nee, nee.
11:09Ich spreche lieber erst mal mit der Wespe.
11:14Nein, Frau Bär.
11:15Der Betriebsrat ist für die Wahrung der Interessen der Mitarbeiter zuständig.
11:20Aber für private Sammlungen...
11:21Das ist doch nicht privat!
11:22Wenn ein Mitarbeiter eine Prüfung besteht...
11:26Tut mir leid, Frau Bär, aber da kann ich Ihnen leider nicht helfen.
11:32Ach.
11:35Aber ich kann dir helfen.
11:37Ich bin für sowas zwar überqualifiziert,
11:40aber höchste Zeit, dass hier einer mal was für das Betriebsklima tut.
11:45Meinen Sie das?
11:47Gibt's in diesem Haus sowas wie eine Sammelbüchse?
11:49Ja, also...
11:51Kann's auch ein Schweinchen sein?
11:53Oh mein Gott.
11:56Sag mal, hast du denn nie gearbeitet?
11:58Ich hab getan, was ich konnte.
12:00Aber bei der allgemeinen Absatzlage...
12:02Willst du es ihm vorlegen?
12:04Oder...
12:05Soll ich?
12:08Nein, nein.
12:09Ich mach das schon.
12:11Ich würd das schon...
12:12Puh, irgendwie begründen.
12:13Der Chef hat zwar nicht zur Kenntnis genommen, dass Gerd Becker seine Prüfung bestanden hat,
12:19aber die Mitarbeiter sich kennen...
12:20Herr Schörster, Sie können hier nicht einfach so reinplatzen.
12:23Ich bin in einer Besprechung.
12:25Oh, Entschuldigung.
12:26Es wird nie wieder vorkommen.
12:27Das wird nie wieder vorkommen.
12:34Ah, Wolfgang, warte noch mal.
12:39Wo ist denn sowas Erfahrung?
12:41Mein Praktikum läuft in drei Wochen aus und der Brömmelkamm hat sich noch nicht gerührt.
12:44Keine Ahnung, hast schon mal die Wespe gefragt?
12:46Ach, die Wespe.
12:47Du hast doch sowas studiert.
12:49Übernimmt mich nur die Firma, oder nicht?
12:51Also, theoretisch...
12:54Keine Ahnung.
12:55Ist das so wichtig für dich?
12:57Komm mit mir, sagte der Fuchs so ganz etwas Besseres als die Firma Lurz.
13:01Das finden wir überall.
13:03Du, Wolfgang, das musst du doch noch mal erklären.
13:05Warte mal.
13:09Also, die Entwicklung des Bezirks Südwest begreife ich nicht.
13:13Ja, kann denn Herr von Niederbach die Vertreter nicht besser motivieren?
13:17Herr von Niederbach hat den Bezirk aus dem Nichts aufbauen müssen.
13:21Da kann man kaum ein besseres Ergebnis erwarten.
13:25Da bin ich aber ganz anderer Ansicht, Frau Odenbaum.
13:29Wenn man etwas neu aufbaut, muss man eben gegebenenfalls Überstunden machen.
13:34Ah, da fällt mir was ein.
13:36Frau Schneider, wo bleibt denn die Frau Wespe?
13:40Was hat denn Frau Wespe mit dem Bezirk von Herrn von Niederbach zu tun?
13:43Gar nichts. Ich komme auf die Frage noch zurück.
13:45Ah, Frau Wespe.
13:46Es ist nicht mehr zu sprechen.
13:47Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass in drei Minuten Feierabend ist.
13:51Gerade darüber wollte ich mit Ihnen reden.
13:53Äh, bitte, Frau Odenbaum.
13:55Ich brauche Sie heute nicht mehr, danke.
13:56Aber da hat Herr von Niederbach schon einen Termin.
13:58Rufen Sie bitte.
14:00Frau Wespe.
14:01Danke schön.
14:03Was Besseres als die Firma Lurza findest du überall.
14:06Was?
14:06Ah, nix.
14:08Komm, wir gehen noch was trinken.
14:10Wollen wir deine Prüfung dort feiern?
14:12Ich dachte zu Hause.
14:14Ach, feiern Quatsch.
14:15Ganz im Gegenteil.
14:16Ich wollte dich um was betrachten.
14:17Sehen Sie, Frau Wespe.
14:23Und deshalb möchte ich, dass ab kommenden Samstag die Belegschaft Überstunden macht.
14:28Überstunden?
14:32Nein, Herr Bromöker.
14:33Aber doch nur, bis die Rückstände aufgearbeitet sind.
14:36Der Betriebsrat ist dagegen.
14:38Frau Wespe, wir müssen doch zusammenarbeiten.
14:42Sagen Sie mal, Sie wollten doch immer ein Besprechungszimmer für den Betriebsrat.
14:46Ich habe mir gedacht, das große Zimmer neben der Kantine, das wäre doch was für Sie.
14:51Ich weiß nicht.
14:53Doch ein Kognak, Frau Wespe.
14:54Hier.
15:01Danke.
15:03So.
15:04Ich würde das nicht so tragisch nehmen.
15:07Bloß wegen dem Schreibtisch?
15:10Der Brömmelkamm ist total im Stress.
15:12Und die Kollegen...
15:13Das ist nicht der Punkt, Angie.
15:15Der Förster ist neu.
15:16Für den Verkauf handelt es auch schon mit einem Neuen.
15:18Und an mich?
15:19An mich denkt mal wieder keiner.
15:21Ich lasse mich doch nicht...
15:23Servus.
15:26Hier, ich wollte dich bitten, schreibst du mir das morgen mit der Maschine ab?
15:29Ja.
15:29Da ich nach bestandener Prüfung keine Zusage auf Weiterbeschäftigung in der Lurzer...
15:39Weiterbeschäftigung in der Lurzer KG ihrerseits bekommen habe, bitte ich um ein Zeugnis für die Zeit meiner bisherigen...
15:49Gerd, du bist doch nicht etwa...
15:51Brave Kinder wollen nix und kriegen auch nix.
15:56Was bleibt bei ein anderes übrig?
16:00Also wenn die dich gehen lassen, dann schmeiße ich den den Krempel auch hin.
16:05Ja.
16:06Ach, Angie.
16:06Du hast dir wirklich nichts verraten?
16:19Sehe ich so aus.
16:19Sch'nitzt.
16:22Scheiße.
16:23Basel.
16:26Also es ist doch...
16:27Voll die Peatletät.
16:29Die Mitarbeiter der Firma gratulieren Ihnen ganz herzlich zu Ihrer Bestandener Rechnung.
16:33Ja, ja, ja.
16:34Ach, ja.
16:35Also, Angie...
16:37Sag mal, was wir dir gekauft haben.
16:38Ich, ich, ich.
16:39Eine Feier im Büro macht die Mitarbeiter froh.
16:47Also ich weiß nicht.
16:49Nein, das kann man vortäuschen, muss man schon.
16:52Entschuldigung.
16:54Herr Becker, meine Eigenschaft als Leiter der Revisionsabteilung schließe ich mich der allgemeinen Gratulation selbstverständlich an. Herzlichen Glückwunsch.
17:02Dankeschön.
17:03Vielen Dank.
17:04Also, liebe Kollegen, Feiern im Büro sind hier zwar neuerdings etwas riskant und ich weiß auch noch gar nicht, ob ich von der Firma übernommen werde.
17:14Aber für Samstag, also am Samstag, da lade ich euch alle zum Frühschoppen ein.
17:19Am Samstag? Also am Samstag?
17:23Du brauchst doch nicht zu kommen, Katharina, wenn du uns froh hast.
17:26Es wäre möglich, dass das Betriebsklima wieder in Ordnung kommt.
17:30Und deshalb ordne ich für sämtliche Abteilungen Samstagsarbeit an.
17:37Ich erwarte, dass schon ab kommenden Samstag ab 8.30 Uhr sämtliche Schreibtische besetzt sind.
17:44Das können Sie doch nicht machen.
17:45Und ob?
17:47Frau Vesper hat zugestimmt.
17:49Der nächste Samstag ist doch schon morgen. Und die Kollegen haben doch ihre Pläne und...
17:55Und ich habe die meinen. Schreiben Sie noch drunter, dass der Betriebsrat zugestimmt hat.
17:59Dann nix wie ab damit ans schwarze Brett.
18:01Vorsicht! Das ist doch kein Bildernamen. Das ist mein Schreibtisch.
18:04Guck dir das mal an.
18:06Der ist ja gut. Weißt du, wie das hin soll?
18:11Oh! Der ist ja wohl wahnsinnig geworden.
18:15Und die Wespe hat zugestimmt. Unglaublich.
18:17Kommt! Das kann sie mit uns nicht machen.
18:19Nein, das kann sie nicht.
18:21Bitte ich um ein Zeugnis für die Zeit meiner bisherigen Tätigkeit.
18:28Also ich weiß nicht, wenn Herr Brömmelkamp das Gefühl hat, man will ihn unter Druck setzen...
18:34Sag mal Katharina, wie kommst du da zu einfach über unsere Köpfe hinweg?
18:37Herr Brömmelkamp hat gesagt, dass Wohl der Firma erforderer ist.
18:40Unser Wohl hat dich zu interessieren.
18:42Aber ich muss doch auch die Gesamtbelange des Unternehmens im Auge behalten.
18:45Also ich komme Samstag nicht. Da habe ich nämlich den Schlüssel für die Waschküche.
18:48Sehr bitte, bitte beruhige dich.
18:50Wisst ihr was? Wir wählen die Katharina ganz einfach in einer außergewöhnlichen Betriebsversammlung ab.
18:55Kommt, Kollegen.
18:57Frau Vespe, das hätte ich von Ihnen nicht erwartet. Wirklich nicht.
19:01Nein.
19:02Herr... Herr Kalinke... Herr von...
19:06Soll ich den Brief nun abschicken, oder...?
19:09Was? Welcher Brief?
19:13Sorry, Frau Vespe.
19:16Ich werde Sie nie wieder mit meinen Angelegenheiten belästigen.
19:19Was ist denn hier los? Wo sind denn die alle?
19:33Die Kollegen haben ein Privatleben, Herr Brömmelkamp.
19:36Kommen Sie mit, Frau Schneider.
19:38Niemand in der Firma, nur ich.
19:43Aber Frau Vespe ist doch hier, nehme ich an.
19:46Die hat sich gerade im Kranken meldet. Das Attest reicht Sie nach.
19:49Ach, Herr Brömmelkamp, ich habe was für Sie.
19:51Tja, wenigstens auf meine leitenden Angestellten kann ich mich noch verlassen.
19:55Von Herrn Lohze. Er ist Mitglied der Arbeitgebervereinigung und besteht auf Einhaltung des Tarifvertrages.
20:02Gegen Samstag arbeitet er grundsätzlich was.
20:05Und wo sind die alle?
20:07Ich nehme an, Herr Becker hat auf seine Prüfung gestanden.
20:10Morgen.
20:11Morgen.
20:12Ach, sind Sie die Ersten?
20:15Ich weiß ja, dass ihr mir alle böse seid.
20:17Und ich möchte mich auch dafür entschuldigen, dass ich euer Vertrauen missbraucht habe.
20:22Aber ich fühlte mich sozusagen unter Druck gesetzt und...
20:26Aber Frau Vespe, Sie stehen doch ständig unter Druck, oder?
20:30Ich möchte nur sagen, dass ich am Montag sofort meine Zustimmung für die Samstagarbeit zurücknehme.
20:35Bravo!
20:36Ich möchte erklären, dass ich die Belahnung der Mitarbeiter auch in Zukunft immer...
20:46Sag mal!
20:51Ja?
20:53Diese Sammlung und so, ist das doch du eingefädelt, hm?
20:58Wer weiß.
20:59Ja?
21:22Das war's, insofern hier.
21:27Das war's!
21:28Der Brummel kommt.
21:49Tja, ich, ähm, Transparenz, liebe Mitarbeiter und Konsequenz.
21:56Ich, ich habe zwar Samstagsarbeit angeordnet, aber im Hinblick, im Hinblick auf die dadurch entstehenden Heizungsmeerkosten, ziehe ich diese Anordnung zurück.
22:10Ich erwarte natürlich von Ihnen allen...
22:12Brummel, Brummel, ich meine, Sie sind ja ein richtiger Mensch.
22:15Und ein sparsamer Mann.
22:16Das ist er.
22:17Und nun Sie ihn, Herr Becker.
22:20Herr Becker, es tut mir leid, dass ich Sie nicht gleich beglückwünschen konnte.
22:24Aber ich habe von Herrn von Niederbach die Zahlen erst gestern bekommen.
22:30Und diese Zahlen, lieber Herr Becker, diese Zahlen rechtfertigen einen Entschluss, den ich schon vor Ihrer Prüfung erwogen habe.
22:37Herr Becker, wollen Sie als Sachbearbeiter mit allen Rechten und Pflichten unseren Verkaufsbezirk Nordwest übernehmen?
22:46Aber klar doch. Vielen Dank.
22:49Dann gratuliere ich Ihnen.
22:50Oh, Gerd!
22:50Oh, ja, Musik.
22:54Oh, tolle Musik.
22:57Super!
23:06Morgen kriegst du noch einen Schrank.
23:08Oh, Gierstag ist immer noch früh genug.
23:12Oh, oh, Schutt.
23:15Oh, mein Hammer.
23:16Sie tanzen wie eine Fede.
23:23War eine prima Idee, deine Bitte um ein Zwischenzeugnis.
23:27Was?
23:28Achso, der Brief.
23:31Ja, den habe ich.
23:34Ja, ich lasse mich doch von dem nicht hinhalten.
23:36Ja, echt.
23:37Oh.
23:37ARD Text im Auftrag von Funk