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  • vor 20 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Annabelle gesehen. Ich habe sogar mit ihr geredet. Sie wusste über mein Studium Bescheid und über meine Arbeit im Lanzino.
00:04Ich bilde mir das doch nicht ein.
00:05Nora, du kannst sie nicht gesehen haben.
00:07Sie hat vorausgesagt, dass niemand mir glauben wird. Auch du nicht.
00:10Wenn Nora das Erbe tatsächlich ablehnen würde, dann würde derjenige, der das erste Angebot macht, die besten Chancen haben.
00:18Okay. Bis morgen schaffe ich es, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Ich danke dir, Sophie.
00:25Vergiss nicht, von mir hast du das Licht.
00:29Annabelle lebt. Sie ist hier in Veitenthal. Das ist vielleicht unsere letzte Chance, sie zu kriegen.
00:35Nur hör auf. Ich habe genug von deinen Lügengeschichten. Ich bin aber weiterhin nach allen Seiten offen.
00:41Und wenn sie ihr Angebot noch einmal erhöhen, sagen wir um eine Million, bin ich sicher, dass Herr Grafenberg nicht
00:47mehr mitbieten kann.
00:48Warum tust du das?
00:50Es ging mir immer nur um dich. Ich liebe dich. Deshalb bin ich zurückgekommen.
00:57Willst du wirklich so leben? Allein, unverstanden, ungeliebt?
01:02Komm mit mir.
01:04Wir beide gehören doch zusammen.
01:06Lass all das hier hinter dir.
01:49Warum sollte ich mit dir weggehen? Du hast mein Leben zerstört.
01:53Gut. Das hatten wir doch schon. Es war deine Entscheidung, dich zu stellen, ein Geständnis abzulegen.
01:58Ja, ich wollte die Strafe für meine Vergehen annehmen. Ich wollte ein neues Leben beginnen.
02:02Und gefällt dir dein neues Leben?
02:04Nein! Aber du bist schuld daran, dass es jetzt so schwer ist.
02:08Es muss doch nicht so schwer bleiben.
02:12Warum musst du um die Liebe deines Vaters kämpfen?
02:15Warum musst du kellnern? Das passt doch gar nicht zu dir.
02:18Ich bin der einzige Mensch, der immer zu dir gehalten hat.
02:23Ja, ich musste untertauchen.
02:26Es war unmöglich, Kontakt aufzunehmen.
02:28Frederik war mir immer dicht auf den Fersen.
02:30Ich wünschte, er hätte dich erwischt.
02:33Aber jetzt halten mich alle für tot.
02:36Das ist unsere Chance.
02:38Ich habe alles vorbereitet.
02:40Was hältst du von Vanuatu?
02:42Das ist ein Inselstaat im Südpazifik.
02:45Dort sollen die Menschen
02:46die Glücklichsten auf der ganzen Welt sein.
02:50Wir können natürlich auch woanders hingehen.
02:52Uns wird es an nichts fehlen.
02:56Vergisst du da nicht was Entscheidendes?
02:59Ich könnte das Erbe annehmen
03:01und dich zum Teufel jagen
03:02und mir allein ein schönes Leben machen.
03:06Das ist stimmt.
03:08Das könntest du.
03:12Mein Leben liegt in deinen Händen.
03:15Aber ist das nicht Beweis genug,
03:17dass ich es ehrlich meine?
03:29Du willst Frederik ausboten
03:31und jetzt doch an die Chinesen verkaufen?
03:33Wenn sie das bessere Angebot machen?
03:35Du hattest den Chinesen bereits abgesagt.
03:37Und jetzt rufst du da einfach an
03:38und sagst, sie sollen ihr Angebot
03:39um eine Million erhöhen,
03:40damit du doch an sie verkaufen kannst, ja?
03:42Ich muss im Interesse der Gläubige handeln.
03:44Was redest du da, Michael?
03:46Weißt du, was die Chinesen tun werden?
03:48Sie werden hier alles abbauen
03:49und die Manufaktur sonst wohin schaffen.
03:51Und du riskierst,
03:52dass 500 Leute ihren Arbeitsplatz verlieren.
03:54Es ist mein Job,
03:55das beste Angebot rauszuschlagen.
03:57Ich bin Insolvenzverwaltung,
03:58kein Wohltätigkeitsverein.
04:03Ich hätte nicht gedacht,
04:04dass du so weit gehen würdest.
04:05Wie bitte?
04:07Aus purer Eifersucht
04:09versuchst du zu verhindern,
04:10dass Frederik sich hier niederlässt.
04:11Das ist krank.
04:12Das stimmt doch überhaupt nicht.
04:15Und selbst wenn ich eifersüchtig wäre,
04:16dann würde ich doch nicht...
04:17Michael, ich habe dir gesagt,
04:18dass ich mich für dich entschieden habe.
04:20Also hör auf,
04:21gegen Frederik Krieg zu führen
04:22und damit die Manufaktur zu ruinieren.
04:25Sophie, wo willst du hin?
04:27Wir wollten noch essen gehen.
04:29Mir ist der Appetit gründlich vergangen.
04:40Nora war hier
04:41und Herr van Weyden hat sie rausgeworfen?
04:44Sie hat noch einmal behauptet,
04:46dass Frau Grafenberg lebt
04:47und sich in Falkenthal auffällt.
04:49Da ist ihm der Kragen geplatzt.
04:51Ach, arme Nora.
04:53Sie braucht wirklich Hilfe.
04:55Wahrscheinlich ist sie mit den Nerven völlig am Ende.
04:58Ihre Krise wurde bestimmt
04:59durch das Testament ausgelöst.
05:01So was steckt man nicht einfach weg.
05:03Ja, besonders Nora.
05:04Weil sie doch immer gehofft hat,
05:06eines Tages ihre Unschuld beweisen zu können.
05:08Und Frau Grafenberg stirbt
05:10und hinterlässt dieses belastende Vermächtnis.
05:13Ach, ich kann es immer noch nicht glauben,
05:16dass Nora mit Annabelle
05:17gemeinsame Sache gemacht hat.
05:19Warum sollte sie dann hierher kommen
05:21und behaupten, dass ihre Mutter noch lebt?
05:24Was sagen Sie da?
05:25Nora war hier?
05:26Wir hatten gar nicht gewusst, dass Sie hier sind.
05:28Wann war meine Schwester hier?
05:29Vor wenigen Minuten.
05:31Und wo ist sie jetzt?
05:32Herr van Weyden hat...
05:34Ihr Vater hat Sie ziemlich rabiat vor die Tür gesetzt.
05:39Das darf doch nicht wahr sein.
05:40Entschuldigen Sie mich.
05:55Mal angenommen, ich ginge mit dir fort.
05:58Wie soll das gehen?
06:00Als erstes nimmst du dein Erbe an.
06:04Ich wollte eigentlich nichts haben,
06:05was einmal dir gehörte.
06:06Und dann löst du alle Konten auf
06:08und verkaufst die Manufaktur
06:09so schnell wie möglich.
06:10Es liegen gute Angebote vor.
06:13Und dann leben wir für den Rest unseres Lebens
06:15zu seinem Koffer voller Geld?
06:18Ich habe auf den Cayman Islands
06:21ein Konto eingerichtet.
06:24Auf den Namen Claire Kingsley.
06:28Kenn ich nicht, wer ist das?
06:30Das bist du.
06:39Das gibt's nicht.
06:40Das sieht verdammt echt aus.
06:42Er ist so gut wie echt.
06:44Nach Nora van Weyden können sie fahren,
06:46solange sie wollen.
06:47Du bist vollkommen sicher.
06:49Du hast an alles gedacht.
06:52Ich hatte sechs Jahre,
06:54um alles vorzubereiten.
06:59Wieso bist du das Risiko eingegangen,
07:01mir alles zu vererben?
07:03Ich kann das Geld ja schlecht selbst abheben,
07:06nachdem ich gestorben bin.
07:09Und was macht dich so sicher,
07:10dass ich dich nicht reinlege?
07:14Vor sechs Jahren
07:15hast du mit einer Waffe auf mich gezielt
07:18und nicht abgedrückt.
07:21Tief in dir ist etwas,
07:24das sich nach mir sehnt.
07:26Lass es zu
07:27und werde glücklich.
07:40Wieso durchschaust du mich nur noch?
07:43Weil du mein Kind bist.
07:48Gut,
07:50ich tue es.
07:51Ich gehe jetzt zu Frau Nowak
07:53und nehme das Erbe an.
07:54Aber lass dir nicht allzu lange Zeit
07:56mit dem Verkauf der Manufaktur.
07:57Ich lebe hier auf sehr gefährlichem Boden.
07:59Wo findest du?
07:59Wie kann ich dich erreichen?
08:03Ich melde mich wieder bei dir.
08:18Nora war noch mal da?
08:21Was hast du mitbekommen?
08:22Ich war zwar im Arbeitszimmer,
08:24aber es war nicht zu überhören.
08:25Du bist ziemlich laut geworden.
08:27Als Nora da vor mir stand,
08:28da sind mir die Nerven durchgegangen.
08:30Was wollte sie denn?
08:31Sie wollte noch einmal über Annabelle reden.
08:33Sie hat wieder behauptet,
08:34dass sie noch am Leben ist.
08:35Das ist doch absurd.
08:37Was bezweckt sie damit?
08:39Sie wollte sich wieder einmal
08:40als Opfer von Annabelle darstellen.
08:42Dabei habe ich ihr gerade geglaubt
08:44und wollte wieder vertrauen.
08:49Seit der Testamentseröffnung
08:50weiß ich überhaupt nicht mehr,
08:51was ich von ihr halten soll.
08:53Naja,
08:54jedenfalls habe ich Anweisungen gegeben,
08:56sie nicht mehr ins Haus zu lassen.
08:57Ich musste also ihretwegen
08:58und keine Gedanken mehr machen.
09:00Es ist nur...
09:02Mach, vergiss es.
09:04Nein, nein, nein, nein.
09:04Was belastet dich?
09:06Es ist sicher Unsinn.
09:10Aber was ist,
09:11wenn Nora die Wahrheit sagt
09:12und Annabelle noch lebt?
09:15Da ist sie wieder, die Judith,
09:17die immer glaubt,
09:18dass alle die Wahrheit sagen.
09:19Das klingt ziemlich naiv.
09:21Nein, nein.
09:23Ganz im Gegenteil.
09:24Ich kenne niemanden,
09:26der weitsichtiger ist als du.
09:27Dafür liebe ich dich.
09:31Und was Annabelle angeht,
09:33Nora hat auch die Polizei verständigt.
09:35Aber die sagen auch,
09:37sie ist definitiv nicht mehr am Leben.
09:40Ich gebe zu,
09:41dass mich das beruhigt.
09:43Annabelle hat deine Frau Helena umgebracht
09:45und ich hatte immer das ungute Gefühl,
09:47sie könnte eines Tages zurückkommen
09:49und mich.
09:51Davon hast du nie etwas gesagt.
09:53Ja, ich wollte nicht paranoid klingen.
09:56Du, was Annabelle betrifft,
09:57kann man gar nicht paranoid genug sein.
10:00Aber
10:02darüber müssen wir uns keine Sorgen mehr machen.
10:05Sie kommt nicht mehr zurück.
10:08Frau Wagner,
10:09entschuldigen Sie bitte,
10:10ist ein Paket für Sie angekommen.
10:12Dankeschön, Katharina.
10:20Von wem ist es denn?
10:23Weiß ich nicht,
10:24das ist kein Absender drauf.
10:33Annabelle scheint tatsächlich zu glauben,
10:34dass ich auf ihr Angebot eingehe.
10:37Trotzdem muss ich vorsichtig sein.
10:39Sie ist gefährlich.
10:40Aber vielleicht schaffe ich es auf diese Weise,
10:42sie endlich der Polizei zu übergeben
10:44und so auch meine Unschuld an ihrer Flucht zu beweisen.
10:47Ich muss das einfach versuchen.
10:51Ja?
10:53Ich bin's, Alexander.
10:59Was du bist das?
10:59Ist alles in Ordnung?
11:00Ich hab gehört, du warst im Gutshaus.
11:02Ja, es ist alles in Ordnung.
11:04Ich fass es nicht.
11:05Ich werd nicht zulassen,
11:06dass Richard dich so behandelt.
11:07Komm, lass gut sein.
11:08Es war meine Schuld.
11:12Dann geht's dir jetzt besser?
11:14Ja, ja, ja.
11:15Viel besser.
11:16Ist alles gut.
11:17Es tut mir leid,
11:18wenn ich dich erschreckt habe.
11:20Hast du nicht.
11:21Ich hab mir nur Sorgen um dich gemacht.
11:23Du warst so aufgewählt, Nora.
11:24Ach, ich war vollkommen durcheinander.
11:26Aber es ist alles gut.
11:27Ich seh alles viel klarer.
11:31Bist du mir böse,
11:32dass ich dir nicht geglaubt habe?
11:34Nein.
11:36Natürlich nicht.
11:39Aber das Richard dich so behandelt
11:41geht trotzdem nicht.
11:44Lass uns deinen anderen mal drüber reden.
11:46Okay?
11:50Der Tag wollte so anstrengend.
11:51Ich muss mich hinlegen.
11:54Ist gut.
11:56Schlaf dich aus, ja?
11:58Und morgen versuchen wir,
11:59die Sache mit Richard zu kriegen.
12:00Morgen.
12:20Hallo.
12:21Wo kommst du denn her?
12:22Ich war kurz bei Michael.
12:26Ihr habt euch wieder gestritten.
12:29Lass mich raten.
12:30Es ging wieder um Frederik Grafenberg.
12:32Indirekt, ja.
12:34Frederik hat ein Angebot gemacht,
12:35um den Manufaktur zu kaufen.
12:37Und Michael versucht jetzt,
12:38ihn auszuboten,
12:39indem er doch an die Chinesen verkauft.
12:41Als Insolvenzverwalter
12:42ist es doch seine Aufgabe,
12:43an den Meistbietenden zu verkaufen.
12:44Tom,
12:45er hatte den Chinesen schon abgesagt.
12:47Er wollte sich für den Erhalt
12:48der Arbeitsplätze einsetzen.
12:50Und jetzt?
12:50Ja.
12:51Kam Frederiks Angebot
12:53und alles wurde anders.
12:54Jetzt hat er Angst,
12:55dass Frederik sich hier niederlässt
12:56und nicht aufhört,
12:56sich an dich ranzumachen.
12:59Ja, so ähnlich.
13:01Und, hat er recht damit?
13:03Nein, natürlich nicht.
13:05Das mit Frederik und mir,
13:06das ist vorbei.
13:08Das habe ich bei mir
13:08und Constanze auch gedacht.
13:12Apropos,
13:14da scheint sich ja was anzubahnen.
13:17Ja, könnte man so sagen.
13:20Und was genau ist das?
13:23Das ist genau das Problem.
13:23Wir haben noch keinen Namen dafür.
13:25Aber es geht genau
13:25in die richtige Richtung.
13:29Oh Mann,
13:30ich wünschte,
13:30das könnte ich von meiner Beziehung
13:31auch sagen,
13:32aber ich habe das Gefühl,
13:34die läuft gerade
13:35in die absolut falsche Richtung.
13:37Hey, komm.
13:40Red noch mal mit Michael,
13:41ne?
13:42Ich muss mal
13:43ins Bad.
14:04Hallo, Frederik.
14:05Es spricht Sophie.
14:06Ich muss mit dir reden.
14:09Ja, es geht um die Manufaktur.
14:13Es gibt da Probleme.
14:16Ja.
14:17Ja gut,
14:18bei Tobias
14:19auf dem Hausboot.
14:21Ja, ich bin gleich bei dir.
14:27Es klingt vielleicht verrückt,
14:28aber einen Moment lang
14:29dachte ich wirklich...
14:30Nein, nein, nein, nein,
14:31so verrückt ist das gar nicht.
14:33Nur vor Tagen
14:33hätte ich gedacht,
14:34bei Annabelle
14:34muss man auf alles gefasst sein.
14:36Sag mal, kommt dir die Handschrift
14:36bekannt vor?
14:37Ich weiß nicht, dir?
14:39Nein.
14:40Wenn du es öffnest,
14:41dann wissen wir,
14:42woran wir sind.
14:45Soll ich an Adam bitten,
14:46es zu öffnen?
14:47Nein, unterstehe dich,
14:48der arme Ludwig.
14:49Warte mal, warte mal, warte mal.
14:50Der Brief von
14:51deiner Tante Anna.
14:53Hat sie dir nicht geschrieben,
14:55dass sie dir ein paar Sachen
14:56von dir schicken will?
14:56Guck mal, dieselbe Handschrift.
14:59Den Brief hatte ich ganz vergessen.
15:01Na, da bin ich jetzt aber gespannt,
15:03was sie dir für Sachen aus der Zeit
15:04nach unserer ersten Trennung schickt.
15:07Viel kann es ja nicht sein.
15:08Ich habe nur ein paar Monate
15:09bei ihr gewohnt,
15:10bis Alexander geboren wurde.
15:12Na los, worauf wartest du?
15:13Ich kann es gar nicht erwarten,
15:14mehr über die Geburtsstunde
15:15meines Todes zu erfahren.
15:21Du hast gesagt,
15:21es gibt ein Problem.
15:23Ja.
15:25Michael hat den chinesischen
15:27Investor gebeten,
15:28euch zu überbieten.
15:29Das kann ja nicht wahr sein.
15:31Wie er versucht,
15:32den Preis in die Höhe zu treiben?
15:34Er will mich ausboten.
15:36Ihr müsst euer Angebot
15:37aufstocken.
15:39Dann muss Michael
15:40als Insolvenzverwalter
15:41euch den Zuschlag geben.
15:42Wie soll das gehen?
15:43Wir waren mit dem Kaufpreis
15:44schon am obersten Limit.
15:46Weiß Michael,
15:47dass du hier bist
15:47und mit uns sprichst?
15:49Nein.
15:50Ich werde es ihm
15:51natürlich sagen.
15:52Ich fand es nur fair,
15:55dass ihr Bescheid wisst.
15:57Hat sich Nora schon entschlossen,
15:58ob sie das Erbe annimmt
15:59oder ablehnt?
16:01Nein,
16:01aber wenn ihr die Manufaktur
16:02retten wollt,
16:03dann solltet ihr euch beeilen.
16:07Michael wird nicht
16:08sehr begeistert sein,
16:08dass du hier bist
16:09und uns warnst.
16:11Das lässt mir meine Sorge sein.
16:15Es geht mir eben
16:15das Wohle Manufaktur.
16:17Und zwar ausschließlich.
16:21Mein Gott,
16:21Tante Anna hat ja
16:22wirklich alles aufgehoben.
16:24Kein Wunder,
16:24dass sie ausmisten muss,
16:25jetzt wo sie
16:26in eine kleinere Wohnung zieht.
16:27Es ist kaum zu glauben,
16:28dass Alexa da mal
16:29reingepasst hat.
16:30Warte, warte, warte.
16:31Das ist ein Fotoalbum.
16:33Schau mal.
16:35Oh, hier ist ein Foto von dir.
16:37Du warst damals
16:38schon genauso schön wie heute.
16:42Oh, guck mal,
16:43hier ist eins von uns beiden.
16:45Um nach dem Datum nach zu urteilen,
16:46müsstest du da schon
16:47schwanger gewesen sein, oder?
16:48Schon möglich.
16:49Die Fotos können wir uns
16:50ja mal in Ruhe ansehen.
16:51Okay, okay.
16:53Was ist das denn hier?
16:55Ein Tagebuch.
16:57Das ist aber sehr privat.
17:00Ja, Entschuldigung,
17:00hast du denn gedacht,
17:01dass ich ohne deine Erlaubnis
17:02daran lese?
17:03Obwohl ich schon hoffe,
17:04dass du mir ein paar Passagen
17:06daraus vorliest.
17:08Da stehen sowieso
17:09nur Belanglosigkeiten drin.
17:10Wann Alexander
17:11sein Fläschchen bekommen hat,
17:12wie viel Bäuerchen
17:13er gemacht hat.
17:14Mich interessieren auch
17:14die Belanglosigkeiten.
17:16Ich weiß einfach so wenig
17:17von meinem Sohn.
17:21Hallo?
17:25Hallo?
17:36Ist es richtig,
17:37herzukommen?
17:39Friedrich Gravenberg
17:40ist alles andere,
17:40als gut auf mich zu sprechen.
17:43Andererseits,
17:44ihm soll ich mich anvertrauen.
17:45Niemand glaubt mir.
17:47Wenn es einen Menschen gibt,
17:48der mir jetzt helfen kann,
17:50dann...
17:52Entschuldigung.
17:52Wo sind Sie denn hier?
17:54Entschuldigen Sie,
17:54ich...
17:55ich muss mit Ihnen reden.
17:57Geht es um die Manufaktur?
17:59Haben Sie es doch entschlossen,
18:00das Erbe anzunehmen?
18:01Nein, äh, ja,
18:02aber deswegen bin ich nicht hier.
18:04Hören Sie mir einfach nur zu.
18:08Sie haben doch neulich gesagt,
18:10dass Sie Annabelle
18:11im Falkenthal gesehen haben.
18:12Was?
18:13Als ich Ihnen die Todesanzeige
18:15im Nanzino gezeigt habe.
18:16Da haben Sie gesagt,
18:17dass Sie Annabelle
18:19für einen kurzen Moment
18:19auf der Straße gesehen haben.
18:20Ja, aber ich habe mich wahrscheinlich geirrt.
18:23Und wenn nicht?
18:24Was meinen Sie denn?
18:25Wenn Sie sich nicht geirrt haben.
18:27Wenn Sie sie tatsächlich gesehen haben.
18:29Ich habe doch selbst bewiesen,
18:31dass sie zu diesem Zeitpunkt schon tot war.
18:33Sie lebt.
18:34Ich habe sie auch gesehen.
18:48Ich habe sie auch gesehen.
19:06Ich bin jetzt im achten Monat. Noch ein paar Wochen, dann ist es soweit.
19:11Jeder Schritt fällt mir schwer. Der Arzt ist jetzt sicher, dass es ein Junge wird.
19:15Ich glaube, ich werde ihn Alexander nennen.
19:17Ich musste heute wieder viel an Richard denken. Wie es ihm wohl geht?
19:21War es richtig, mich von ihm zu trennen? Ist es richtig, ihn zu verschweigen, dass...
19:35Sie wollen mir wirklich erzählen, dass Annabelle das alles inszeniert hat?
19:39Sie hat einen Arzt bestochen, einen Totenschein auszufüllen.
19:41Dann hat sie einen Notar dazu gebracht, uns das Testament zu bemitteln.
19:45Und sie hat irgendwo noch ein bisschen Asche gefunden?
19:47Ich weiß, das klingt total verrückt.
19:50Ja.
19:52Es klingt so verrückt, dass es tatsächlich auf Annabelles Mist gewachsen sein könnte.
20:01Wollen Sie auch?
20:02Nein, danke.
20:03Wenn sie das alles getan hat, warum ist sie dann so dumm, hier wieder aufzukreuzen?
20:07Wegen des Geldes.
20:09Ihre Konten sind seit der Flucht gesperrt.
20:11Deshalb hat sie mir alles vererbt.
20:13Sie will mit mir zusammen fortgehen.
20:14Das klingt nachher ein großes Risiko.
20:16Sie hatte wohl keine andere Wahl.
20:18Außerdem glaubt sie mich gut zu kennen.
20:21Und?
20:22Gehen Sie mit ihr fort?
20:25Glauben Sie mir, ich habe mich schon vor langer Zeit gegen meine Mutter entschieden.
20:30Ich habe ihr jetzt vorgespielt, dass ich mit ihr weggehe,
20:33was ich natürlich nicht tun werde.
20:37Warum gehen Sie eigentlich nicht zur Polizei?
20:39Warum kommen Sie zu mir?
20:40Weil es schwer ist, jemanden davon zu überzeugen,
20:42dass eine angeblich Tote noch sehr lebendig ist.
20:44Die Polizei glaubt mir nicht.
20:46Mein Vater glaubt mir nicht.
20:47Alexander glaubt mir nicht.
20:48Niemand glaubt mir.
20:49Warum soll ich Ihnen glauben?
20:51Sie haben Annabelle jahrelang gesucht.
20:53Sie kennen sie besser als jeder andere.
20:55Sie wissen, wozu sie fähig ist.
20:59Ich möchte mit diesem Thema abschließen.
21:00Es ist für mich gestorben.
21:01Bitte denken Sie daran, was sie Ihrem Vater angetan hat.
21:04Was sie ihrer ganzen Familie angetan hat.
21:07Ich habe wegen ihr mein Kind verloren.
21:09Mein Vater hat mich verstoßen.
21:10Ich saß drei Jahre meines Lebens unschuldig im Gefängnis.
21:14Bitte ist es vielleicht unsere letzte Chance,
21:16sie nicht entkommen zu lassen.
21:32Und, hast du drüber nachgedacht?
21:35Ach, du meinst jetzt...
21:36Das Angebot von Lissy.
21:38Ja, schon.
21:43Vancouver soll ja eine der schönsten Städte der Welt sein.
21:47Und das Angebot, als Designerin für Lissy zu arbeiten,
21:49das ist eine Riesenchance.
21:51Ja, ich weiß, aber es ist...
21:54Also, ich habe drüber nachgedacht.
21:56Und ich finde, du solltest das Angebot annehmen.
22:00Aber das würde ja heißen, dass ich nach Kanada ziehen müsste.
22:03Moment mal, dass wir nach Kanada ziehen.
22:05Wir sind verheiratet, schon vergessen?
22:08Und was ist mit deiner Jobsuche?
22:10Ich kann mir genauso gut dort einen Job suchen.
22:12Ich wollte immer schon mal nach Kanada.
22:13Und wenn ich mit dir dorthin kann,
22:15dann ist es, als ob ein Traum wahr wird.
22:17Aber wir würden unsere Freunde und unsere Familie verlassen.
22:22Soweit ich meine Familie kenne,
22:23könnte ich es kaum erwarten, uns zu besuchen.
22:25Einfach an Konstanze.
22:27Und was unsere Freunde betrifft,
22:30Lissy und Robert sind auch unsere Freunde.
22:32Und die sind in Vancouver.
22:33Du stellst das alles so einfach dar.
22:35Ja, es ist einfach.
22:36Wir müssen nur wollen und können ein neues Leben beginnen.
22:43Falls ich Ihnen helfe,
22:45wissen Sie, wo Annabelle sich versteckt hat?
22:47Das wollte sie mir nicht sagen.
22:50Sie taucht immer aus dem Nichts auf und weiß über alles Bescheid.
22:54Das ist richtig unheimlich.
22:59Das habe ich sechs Jahre lang erlebt.
23:01Die Frau ist wie ein Phantom.
23:03Ich soll das Geld von ihren Kunden abheben und die Manufaktur verkaufen.
23:08Wie sollen wir sie denn schnappen,
23:09wenn wir nicht wissen, wo und wann sie auftaucht?
23:11Wenn alles erledigt ist
23:13und sie mit mir abreisen will,
23:15muss es einen Treffpunkt geben.
23:17Dann müssen wir zuschlagen.
23:20Sie wissen schon, auf welche Gefahr Sie sich da einlassen?
23:26Wenn man sich mit meiner Mutter anlegt,
23:28das ist immer gefährlich.
23:29Das weiß ich.
23:31Ich kann trotzdem nicht die Polizei anschalten.
23:32Die glauben mir nicht.
23:36Aber wir müssen die Polizei spätestens dann informieren,
23:38wenn wir wissen, wann Annabelle sich mit ihnen treffen will.
23:41Heißt es, Sie helfen mir?
23:46Schließlich habe ich Sie auch gesehen.
23:48Und mir gefällt der Gedanke,
23:50dass ich mir das nicht eingebildet habe.
23:54Gut.
23:58Dann werde ich jetzt Frau Nowak informieren,
24:00dass ich mein Erbe antrete.
24:03Okay?
24:04In Ordnung.
24:07Ach, was den Verkauf der Manufaktur betrifft,
24:09es wäre nett, wenn Sie nicht an die Chinesen verkaufen würden,
24:11sondern an mich,
24:12auch wenn ich nicht ganz so viel bieten kann.
24:14Machen Sie sich keine Sorgen.
24:17Ich danke, dass Sie mir helfen.
24:30Mutter?
24:31Ja, Moment mal.
24:41Hallo.
24:41Hallo.
24:42Ist alles in Ordnung?
24:44Alexander, sieh mal,
24:45Tante Anna hat uns ein paar alte Sachen geschickt.
24:49Erinnerst du dich noch an den?
24:51Ehrlich gesagt, nein.
24:52Der sieht ja furchtbar aus.
24:54Hier sind noch mehr Sachen von dir.
24:56Dein erster Strampler.
24:59Hübsch.
25:01Den kannst du noch für deine Kinder verwenden.
25:04Ja, wenn's bei dir mal so weit ist.
25:06Mutter.
25:08Wenn du mal wieder eine neue Freundin hast.
25:11Nach Jessica durften wir ja keine mehr kennenlernen.
25:15Warum schickt Tante Anna das alles?
25:18Sie ist umgezogen und hat ausgemistet.
25:21Warum sind wir damals eigentlich nicht bei dir geblieben?
25:27Als du geboren wurdest,
25:28wurde es langsam etwas zu eng, zu dritt.
25:31Außerdem hatten wir ein paar Differenzen.
25:33Wegen Richard?
25:35Sie wollte, dass ich zu Richard zurückgehe,
25:37aber das kam für mich nicht in Frage.
25:41Du hattest sicher deine Gründe.
25:44Das ist lange her.
25:46Jetzt leben wir hier in Falkenthal
25:47und sind eine richtige Familie.
25:49Und was vergangen ist,
25:50soll auch vergangen bleiben.
26:01Endlich glaubt mir jemand.
26:04Zwischendurch habe ich befürchtet,
26:05dass niemand mehr helfen wird.
26:07Und jetzt ist Frederik mein Verbündeter.
26:10Was Annabelle angeht,
26:11sind wir offensichtlich Seelenverwandte.
26:15Es ist nur traurig,
26:16dass ich Alexander nichts davon sagen darf.
26:18Aber Frederik hat recht.
26:20Je weniger Leute von unserem Plan wissen,
26:22desto größer die Chance,
26:23dass Annabelle keinen Wind davon bekommt.
26:33Nora von Weiden?
26:34Hallo, Nora.
26:37Annabelle.
26:38Du warst bei Frederik.
26:40Warum?
26:40Was?
26:41Du brauchst gar nicht erst versuchen zu leugnen.
26:43Ich weiß es.
26:46Ach so, wegen der Manufaktur.
26:49Du hast doch gesagt,
26:50dass ich sie schnell verkaufen soll.
26:52Und er hat als erster Interesse bekundet.
26:55Ausgerechnet Frederik?
26:56Na, meinetwegen.
26:57Soll er sie haben,
26:58wenn er sie immer noch will.
26:59Ich glaube,
27:00dass die Sache schnell über die Bühne läuft.
27:02Gut.
27:02Aber lass dich nicht von ihm reinlegen.
27:05Nein, natürlich nicht.
27:06Ich melde mich morgen wieder bei dir.
27:09Okay, bis morgen.
27:25Nora.
27:26Entschuldigen Sie die späte Störung, Frau Nowak.
27:28Ach ja, kein Problem.
27:29Bitte kommen Sie ran.
27:31Was kann ich denn für Sie tun?
27:34Ich habe mich entschieden.
27:35Ich will doch mein Erbe antreten.
27:37Wie jetzt?
27:38Mitten in der Nacht?
27:40Ich möchte so schnell wie möglich an das Geld kommen.
27:42Ist das möglich?
27:44Wollten Sie das Erbe nicht eigentlich ablehnen?
27:48Ich habe es mir anders überlegt.
27:51Natürlich.
27:54Das Geld ist für einen guten Zweck.
27:56Sie sind mir keine Rechenschaft schuldig.
27:58Ich bin nur die Testamentsvollstreckerin.
28:03Das Ganze geht relativ schnell.
28:05Bitte schön.
28:07Ich brauche genau drei Unterschriften von Ihnen.
28:09Und zwar hier.
28:10Ja.
28:10Hier.
28:12Und hier.
28:13Gut.
28:14Damit kann ich morgen das Geld von den gesperrten Konten auslösen.
28:17Die Manufaktur gehört jetzt schon Ihnen.
28:20Ich will die Manufaktur verkaufen.
28:23Gut, dann setzen Sie sich am besten mit meinem Verluchten auseinander.
28:27Er ist der Insolvenzverwalter.
28:28Und soviel ich weiß, gibt es schon mehrere Angebote.
28:31Ich habe mich schon entschieden.
28:32Ich will die Manufaktur an Frederik Gravenberg verkaufen.
28:37Und wenn jemand anders mehr bietet?
28:40Das ist mir egal.
28:40Sie soll an Frederik Gravenberg gehen.
28:44Gut, dann setzen Sie sich einfach mit Michael in Verbindung.
28:49Okay.
28:51Vielen Dank, Frau Nubak.
28:52Ich mache nur mein Job.
28:54Ich mache nur mein Job.
28:57Okay.
29:21Ich mache nur mein Job.
29:42Ayaat?
29:52Ayaat?
30:22Ayaat?
30:25Ayaat?
30:25Ayaat?
30:26Ayaat?
30:28Ayaat?
30:42Ayaat?
30:43Ja, ich hatte noch etwas zu tun im Büro.
30:47Können wir reden?
30:49Wenn es sein muss.
30:51Ja, das finde ich schon.
30:55Bist du dir mit Herrn Wong einig geworden, was die Zerlegung der Manufaktur angeht?
31:00Spar dir deinen Sarkasmus.
31:01Ich hatte gute Gründe, mit Wong zu telefonieren.
31:03Ja, deine Eifersucht auf Frederik Grafenberg.
31:07Du wusstest ganz genau, dass er und die Bäckers ihr Angebot nicht mehr erhöhen können.
31:12Wahrscheinlich hattest du nichts Besseres zu tun, als gleich zu ihm zu rennen und ihnen alles prüben zu erzählen.
31:17Ja, ich war bei Ihnen.
31:19Weil es hier um verdammt mehr geht, als um unsere Beziehung.
31:23Viele Menschen werden ihren Arbeitsplatz verlieren, und zwar nur wegen dir.
31:26Und was ist mit dir?
31:28Dir geht es nur darum, dass Frederik in Falkenthal bleibt.
31:31Ich habe Frederik gesagt, dass es mit uns vorbei ist.
31:33Und ich habe dir gesagt, dass ich mich für dich entschieden habe.
31:36Was, bitte schön, soll ich noch tun?
31:40Aber es ist müßig, darüber zu streiten.
31:42Nora war vorhin hier und hat ihr Erbe angetreten.
31:44Und sie will die Manufaktur verkaufen, und zwar an Frederik Grafenberg.
31:48Und du hast dir wahrscheinlich dazu geraten.
31:50Nein, verdammt nochmal!
31:53Spielt sowieso keine Rolle.
31:55Soll er in Falkenthal bleiben, ist mir auch egal.
31:57Wo willst du denn jetzt hin?
31:58Ich schlafe nach bei mir.
32:00Wahrscheinlich ist es eh besser, wenn ich die Wohnung erstmal behalte.
32:03Gute Nacht.
32:06Gute Nacht.
32:07Ich schlafe nach bei mir.
32:07Ich schlafe nach bei mir.
32:08Ich schlafe nach bei mir.
32:09Ich schlafe nach bei mir.
32:11Ich schlafe nach bei mir.
33:03Ich schlafe nach bei mir.
33:09Und du?
33:12Ich schlafe nach bei mir.
33:20Ich schlafe nach bei mir.
33:22Ich schlafe nach bei mir.
33:39Ich schlafe nach bei mir.
33:41Ich schlafe nach bei mir.
33:41Ich schlafe nach bei mir.
34:08Ich schlafe nach bei mir.
34:38Ich schlafe nach bei mir.
34:56Ich schlafe nach bei mir.
35:01Ich schlafe nach bei mir.
35:19Ich schlafe nach bei mir.
35:55Ich schlafe nach bei mir.
35:57Ich schlafe nach bei mir.
35:59Ich schlafe nach bei mir.
36:20Ja, sie müssen Judith sein.
36:23Dann lernen wir uns also doch noch kennen.
36:27Annabelle, Nora hatte recht, sie sind nicht tot.
36:31Das kann ich nicht leugnen.
36:34Es wird dumm, dass Sie mich gesehen haben.
36:39Wie, wie sind Sie hier hereingekommen?
36:41Ich habe hier gewohnt.
36:43Ich bin seit sechs Jahren auf der Flucht.
36:46Mit der Zeit lernt man, wie man Türen öffnet.
36:49Was wollen Sie hier?
36:52Ich wollte mich von meinem Mann verabschieden.
36:55Bleiben Sie stehen.
37:07Also, wie man es dreht und wendet, wir können das Angebot für jemandem Faktor nicht erhöhen.
37:12Wir müssten alle festen Geldanlagen auflösen.
37:14Tja, und einen Kredit aufnehmen und horrende Zinsen zahlen.
37:18So leid es mir tut.
37:19Wir können nicht mehr für Friedrich Thun.
37:23Aber das wird er doch einsehen.
37:25Außerdem wollt ihr ja auch mit Herrn van Weyden über einen Darlehen sprechen.
37:30Ja, hoffen wir, dass der einsteigt.
37:32Dann haben wir noch eine Chance, die Manufaktur in Falkenthal zu erhalten.
37:38Komm, es ist spät, wir gehen ins Bett.
37:39Ja.
37:44Hi.
37:45Da habe ich doch richtig gesehen, dass hier noch Licht brennt.
37:48Oh, Sebastian, Michael.
37:49Was macht ihr dann um diese Uhrzeit noch hier?
37:51Es gibt was zu feiern und wir wollten nicht bis morgen warten.
37:54Was zu feiern?
37:54Habt ihr im Lotto gewonnen?
37:56Das wäre schön, aber nee, das ist es nicht.
37:58Sag bloß, du bist schwanger.
37:59Nein, aber das steht ganz oben auf unserer Liste.
38:02Aber vorher wollen wir ein neues Zuhause finden.
38:04Wie, ist doch eine neue Wohnung.
38:07Ja, so kann man es auch nennen.
38:09Also, Maike hat ein super Jobangebot bekommen und wir haben beschlossen,
38:15wir gehen nach Kanada.
38:17Wie bitte?
38:19Nach Kanada?
38:27Was haben Sie jetzt vor?
38:29Wollen Sie mich die ganze Nacht damit bedrohen?
38:32Wohl kaum.
38:33Ich rufe jetzt die Polizei.
38:34Nur zu.
38:37Weiß Richard eigentlich, dass Sie nachts durchs Haus schleichen, um Papiere zu verbrennen,
38:42aus einem Tögebuch, wenn ich mich nicht irre.
38:47Lassen Sie die Finger davon, das geht Sie nichts an.
38:49Ach, dann habe ich also in Schmerze getroffen.
38:53Legen Sie sofort das Buch wieder hin.
39:00Es ist wohl an einem Tagebuch so brisant, dass Sie es nachts heimlich vernichten wollen.
39:17Wenn alles gut geht, habe ich morgen schon das Geld von Annabels Kunden und dem Manufakturverkauf.
39:23Dann kann die Falle zuschnappen.
39:25Hoffentlich geht nicht schief.
39:27Annabelle ist wachsam und gefährlich.
39:30Oh Gott, ist sie das.
39:31Bestimmt, dass Sie Licht brennen sehen.
39:34Ja, wer ist da?
39:36Alexander.
39:50Ich war gerade in der Gegend und dachte, ich schaue noch kurz vorbei.
39:55Nein, stimmt nicht.
39:57Ich war zu Hause und habe es nicht mehr ausgehalten.
39:59Ich habe Licht brennen sehen, nur deswegen.
40:05Halt mich einfach nur fest.
40:12Muss ich mir Sorgen machen?
40:17Nein, das ist alles in Ordnung.
40:20Ich hatte vorhin das Gefühl, du verschweckst mir etwas.
40:32Ich war einfach nur durcheinander.
40:35Und ich geglaubt habe, Annabelle gesehen zu haben.
40:40Alles gut.
40:44Wenn du willst, dann bleibe ich heute Nacht bei dir.
40:47Das ist keine gute Idee.
40:49Ich will dich nur nicht allein lassen.
40:56Du hast recht, das wäre nicht gut.
41:05Sieh mal einer an.
41:12Ich rufe jetzt die Polizei und Sie wandern dahin, wo Sie hingehören.
41:16Ins Gefängnis.
41:18Das sollten Sie sich nochmal gut überlegen.
41:20Ist das hier nicht, was Sie immer wollten?
41:23Ein schönes Haus, vermögender Mann, Zugang zur besten Gesellschaft.
41:27Was will Frau mehr?
41:29Ja, und?
41:31Wollen Sie das wirklich alles aufs Spiel setzen?
41:34Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
41:36Und ich möchte jetzt auch nichts mehr von Ihnen hören.
41:38Sie machen einen großen Fehler.
41:40Ein Vorschlag.
41:43Sie legen jetzt das Telefon weg.
41:46Und Richard wird niemals erfahren,
41:50dass Alexander nicht sein Sohn ist.
41:58Es ist großartig, wenn Geschwister zusammenhalten.
42:01Deswegen müssen Sie aber nicht zusammen wohnen.
42:03Verlobte sollten das schon tun.
42:04Durch die Zeit, dass euer gemeinsames Leben beginnt.
42:07Annabelle ist tot.
42:08Fassen Sie die Polizei!
42:09Sie will Ihnen doch nur so schnell wie möglich das Geld aus der Tasche ziehen.
42:12Nein, Herr von beiden.
42:14Nora hat diesmal recht.
42:15Ich habe Annabelle auch gesehen.
42:17Was ist passiert?
42:18Alexander, wir wissen es nicht genau.
42:21Annabelle lebt und hat offenbar Nora in ihrer Gewalt.
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