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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Zur Not gehe ich dafür auch bis nach China.
00:02Es stimmt, ich habe unsere Designs an die Chinesen verkauft.
00:06Aber mit Victorias Entführung habe ich nichts zu tun.
00:09Das wird sich ja dann rausstellen.
00:10Ich habe es satt, für etwas verurteilt zu werden, was ich nicht getan habe.
00:14Dann geh doch zur Polizei und erkläre, woher das Geld stammt.
00:17Das kann ich nicht.
00:18Gut, dann tue ich es.
00:19Schön.
00:21Warte.
00:23Ich sage dir die Wahrheit.
00:26Als Beweis, dass du mir trauen kannst.
00:30Das tust du doch nicht einfach so.
00:34Im Gegenzug beweist du, dass ich mit Victorias Entführung nichts zu tun habe.
00:39Du schnüffelst mir doch immer so gerne hinterher.
00:42Jetzt hast du meine ausdrückliche Erlaubnis dazu.
00:47Nimmst du an?
01:27Du glaubst doch nicht, dass ich darauf reinfalle.
01:29Auf was reinfalle.
01:31Du tust so, als ob du mit offenen Karten spielst, um mich davon abzuhalten, zur Polizei zu gehen.
01:36Was willst du wirklich, Nina?
01:38Dich rächen?
01:40Weil ich den Brief wegen Max vergessen habe?
01:42Du hast ihn nicht vergessen, Annabelle.
01:43Du hast ihn verschwinden lassen.
01:45Damit niemand davon erfährt, dass Max mich entführt hat.
01:47Also warum?
01:49Warum sollte ich ausgerechnet dir etwas glauben?
01:51Weil es die Wahrheit ist.
01:53Ich habe unsere Designs an die Chinesen verkauft.
01:56Gut, aber warum sollte dich das entlasten, Victoria entführt zu haben?
02:00Wer verkauft schon das Tafelsilber und riskiert dabei auch noch eine Entführung?
02:06Wie gesagt, wegen der Geldwäsche.
02:11Du lässt Beate hier für dich Victoria entführen, während du dir in China ein Alibi verschaffst.
02:16Beate kommt mit dem Lösegeld, du tauschst es in sauberes Geld um und damit du alles auch noch schön verbuchen
02:20kannst,
02:22kaufen die Chinesen dir zum Schein das Design ab.
02:25Hätte ich von der Entführung gewusst, dann wäre ich nicht mit einem Koffer voller Geld zurückgekommen.
02:33Gut.
02:36Angenommen, es stimmt, was du sagst.
02:38Das Ganze macht trotzdem keinen Sinn.
02:40Und warum nicht?
02:43Die Chinesen würden niemals Geld für etwas ausgeben, was sie auch umsonst kopieren könnten.
02:49Ich habe ihnen zugesichert, dass ich gegen die Plagiate nicht vorgehen werde.
02:53Ach, und deshalb riskierst du lieber verhaftet zu werden, anstatt der Polizei zu sagen, woher das Geld stammt?
03:01Ich fürchtete den Image-Schaden für die Manufaktur.
03:06Tut mir leid.
03:08Aber das kaufe ich dir nicht ab.
03:11Warte, Nina.
03:13Du hast recht.
03:16Ich habe den Chinesen nicht nur unsere Designs verkauft.
03:24sondern noch etwas viel wertvoller aus.
03:29Ich dachte, du bringst mir Glück.
03:33Aber vielleicht ziehst du dich auch einfach nur nach deinem Besitzer zurück.
03:43Hallo, Simon.
03:45Hallo, Papa.
03:48Na, hallo.
03:50Wo ist der Umzugswagen?
03:52Darum kümmert sich, äh, Sebastian.
03:54Ich habe nur schnell meine Laborsachen geholt, um mit meiner Forschung anfangen zu können.
03:58Ich fürchte, das muss warten.
03:59Was?
04:01Sag mal, solltest du nicht, äh, in der Manufaktur sein?
04:06War ich schon.
04:07Kurz.
04:10Es ist schiefgelaufen.
04:12Als sie erfahren hat, wer ich bin, ist ihr klar geworden, dass ich den Job nur angenommen habe, um dir
04:15den Rücken freizuhalten.
04:16Da hat sie mich gefeuert.
04:21Ach, ich...
04:22Ich wusste, dass wir gegen diese Frau keine Chance haben.
04:24Mein Plan war so gut.
04:26Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass sie wirklich so schlimm ist wie ihr Ruf.
04:30Harald!
04:31Du bist schon zurück?
04:33Ja, und ich habe auch schon erfahren, was passiert ist.
04:36Sie hat Simon entlassen, um mich unter Druck zu setzen.
04:39Reine Belfanwein überrascht mich überhaupt nichts mehr.
04:41Sie bekommt am Ende immer, was sie will.
04:43Na, so schnell gebe ich mich nicht geschlagen.
04:45Simon, das ehrt dich, aber du hast keine Chance gegen diese Frau.
04:48Mein Papa hat nicht jahrelang an seiner Erfindung gearbeitet, um sie dann dieser Halsabschneiderin in den Rachen zu werfen.
04:52Lass es gut sein, Simon.
04:54Man muss wissen, wann man verloren hat.
04:55Ich weiß, dass diese Frau auf unsere Hilfe angewiesen ist.
04:59Weißt du, der Umzug kostet unsere letzten Reserven.
05:02Es war ein schöner Traum mit dem ganzen Geld zu verdienen, aber...
05:08Jetzt geht es darum, genug Essen auf dem Tisch zu haben.
05:12Dein Vater hat recht, Simon.
05:15Mann, so sehr es mir auch missfällt, wie Janne Belfanwein euch behandelt hat,
05:17Ihr habt keinen Spielraum mehr, gegen sie zu kämpfen.
05:20Tja, und darum werde ich Ihre Bedingungen jetzt auch akzeptieren.
05:24Tu es nicht, Papa.
05:25Ich weiß, das Wasser steht uns bis zum Hals, aber gib mir noch bis morgen Zeit.
05:28Wenn das so das bringen, Simon?
05:29Sie ist doch jetzt schon so sauer, dass der Vertrag noch nicht zurück ist.
05:33Nur noch einen Tag, Papa.
05:37Wenn ich bis morgen keine Lösung gefunden habe, kannst du den Knebelvertrag immer noch unterschreiben.
05:43Bitte.
05:58Du hast den Chinesen euer Warenzeichen verkauft.
06:02Die Erlaubnis auf alles, Falkenthal-Porzellan zu drucken.
06:07Wenn dieser Vertrag an die Öffentlichkeit kommt, dann bin ich ruiniert.
06:13Das heißt, die Chinesen können Made in Falkenthal auf billiges Porzellan drucken und es dann teuer verkaufen?
06:20Genau so ist es.
06:22Ja, das ist illegal.
06:23Ach, wirklich? Gut, dass ich der Polizei nichts erzählt habe.
06:28Ich wollte mit dem Geld der Chinesen neue Serien entwickeln, um den Schaden in Grenzen zu halten.
06:36Aber das Geld war konfisziert.
06:39Weil man glaubte, das ist das Lösegeld, was Victorias Entführung war.
06:45Die Manufaktur steht kurz vor der Insolvenz.
06:48Ich wollte Arbeitsplätze retten.
06:51Aber ich habe keine Beweise.
06:55Mir glaubt keiner mehr.
06:58Ja.
06:59Das hast du mir selbst zu verantworten.
07:01Aber dir glaubt man.
07:02Wenn du beweist, dass das Geld nichts mit dem Lösegeld zu tun hat, dann würdest du vielen Menschen helfen.
07:09Seit wann kümmern dich andere Menschen?
07:12Was hast du davon?
07:15Ich möchte, dass Richard aufhört, in mir das Monster zu sehen, das seine Tochter entführt hat.
07:24Und wieder die Frau sieht, die er einmal geliebt hat.
07:33Glaubst du denn wirklich, du kannst Richard noch zurückgewinnen?
07:37Ich gebe nicht auf.
07:41Er verachtet dich.
07:43Er verachtet mich für etwas, was ich nicht getan habe.
07:51Angenommen, ich finde Hinweise darauf, dass deine Behauptungen stimmen.
07:57Was bekomme ich dafür?
08:01Was verlangst du?
08:05Du ziehst aus dem Gutshaus aus und lässt die Familie in Ruhe.
08:10Das kann nicht dein Ernst sein.
08:12Möchtest du jetzt, dass ich deine Behauptungen überprüfe, ja oder nein?
08:18Also gut.
08:20Du findest heraus, dass ich nichts mit der Entführung zu tun habe.
08:26Und ich verlasse das Gutshaus.
08:51Und ich verlasse das Gutshaus.
08:54Und habt ihr euch nicht unterhalten?
08:57Worüber habt ihr denn gesprochen?
09:00Na, sie hat mir erzählt, dass sie früher ihre Kinder zugunsten der Karriere vernachlässigt hat.
09:05Und ich hatte das Gefühl, sie bereut es heute.
09:07Ja, heute kümmert sie sich sehr um Viktoria.
09:12Wenn sie Noras Mutter wäre, würde sie sie sicher mit offenen Armen empfangen.
09:20Das klingt so, als würdest du jetzt daran zweifeln, dass sie Noras Mutter ist.
09:28Das tue ich auch.
09:30Und sie hat mir gesagt, dass Viktoria ihre einzige Tochter ist.
09:33Und das glaube ich ihr.
09:36Und, hast du das schon deiner Schwester gesagt?
09:39Ich habe mit ihr telefoniert.
09:44Für sie muss doch eine Welt zusammengebrochen sein.
09:46Keine Millionen Erben mehr.
09:48Ja, sie hat mir nicht geglaubt.
09:50Sie wollte sofort hierher kommen, um selbst mit Frau Bernstein zu sprechen.
09:52Um Gottes Willen.
09:53Deine Schwester, ihr das hätte gerade noch gefehlt.
09:55Wo sie sich sowieso schon alle an die Gurgel gehen.
09:58Ich konnte ihr zum Glück ausreden, den nächsten Zug zu nehmen.
10:02Dein Glücksbringer, der wird dich schon auf die richtige Spur von Noras Mutter bringen.
10:07Ich fürchte, nein.
10:09Ich habe ihn verloren.
10:11Im Gutshaus?
10:12Er muss mir irgendwie aus der Tasche gefallen sein.
10:14Hast du den schon danach gesucht?
10:16Hm, überall.
10:18Er ist weg.
10:21Ach.
10:22Du findest ihn schon wieder.
10:25Das Haus verliert nichts.
10:32Worauf habe ich mich da eingelassen?
10:35Annabelles Unschuld beweisen, das ist doch ein Pakt mit dem Teufel.
10:39Und wer garantiert mir, dass sie sich an die Abmachung hält?
10:42Andererseits, was habe ich zu verlieren?
10:44Entweder sie ist schuldig und geht ins Gefängnis,
10:46oder sie ist unschuldig und zieht aus dem Gutshaus aus.
10:49Ich möchte Richard helfen.
10:51Damit endlich wieder Frieden im Gutshaus einzieht.
10:55Aber wo soll ich ansetzen?
10:56In China?
10:58Die werden mir kaum sagen, ob Annabelle etwas mit Victorias Entführung zu tun hat.
11:02Die einzige, die dazu Auskunft geben könnte, wäre diese Beate Kraus.
11:05Aber die Polizei hat keine Ahnung, wo sie steckt.
11:12Bergmann?
11:13Simon Becker.
11:14Sie erinnern sich vielleicht, ich halte den Rekord,
11:16für am kürzesten beschäftigte Chefdesigner von Falkenthal-Porzellan zu sein.
11:20Ja, natürlich, Simon.
11:21Was kann ich für Sie tun?
11:23Es klingt vielleicht etwas dickköpfig,
11:25aber ich suche nach einer Möglichkeit,
11:26meinen Job in der Manufaktur zu behalten.
11:28Ach, und was haben Sie vor?
11:30Wollen Sie zum Arbeitsgericht gehen?
11:32Ich dachte eher an Pokern.
11:33Pokern?
11:34Na, dafür braucht man in der Regel ein gutes Blatt.
11:37Oder gute Nerven, um zu blöffen.
11:41Und wie kann ich Ihnen dabei helfen?
11:42Sie haben doch die Designlinien der Porzellanmanufaktur fotografiert.
11:46Haben Sie nicht einen Tipp für mich,
11:48wie ich mich bei Annabelle von Weiden wieder beliebt machen kann?
11:51Da haben Sie sich ja einiges vorgenommen.
11:53Ich muss mein Glück versuchen.
11:55Was ist mit neuen Designs?
11:57Wäre das eine Möglichkeit?
11:59Nun, zumindest weiß ich, dass Frau von Weiden die alten Serien definitiv nicht mehr verwenden kann.
12:03Die ganzen Klassiker?
12:04Nichts davon.
12:05Warum das?
12:07Das kann ich Ihnen nicht sagen.
12:09Gut.
12:09Sie braucht also dringend neue Entwürfe.
12:11Ja, sehr dringend.
12:13Am besten Sie können zaubern.
12:15Hm?
12:16Nichts leichter als das.
12:18Vielen Dank für Ihren Tipp.
12:20Gerne.
12:21Viel Erfolg.
12:24Noch einer, der sich von Annabelle nicht unterkriegen lässt.
12:27Da helfe ich doch gerne.
12:32Aber ich werde auch Hilfe brauchen,
12:34Ihre Behauptungen zu überprüfen.
12:38Wen kann ich fragen?
12:41Wen?
12:44Ach, Tobias?
12:51Du hast mir doch angeboten, deinen Schuppen als Atelier zu nutzen.
12:53Gilt das noch?
12:54Na klar.
12:55Ich habe schon angefangen aufzuräumen.
12:56In ein paar Tagen ist er fertig.
12:58Geht es auch sofort?
13:01Ja, klar.
13:03Na komm mit.
13:03Warte, ich muss noch kurz etwas holen.
13:07Moment, was hast du denn überhaupt vor?
13:09Nichts Besonderes.
13:10Nur ein bisschen zaubern.
13:30Ah, Peterson.
13:32Gut, dass Sie noch da sind.
13:33Ich wollte gerade gehen.
13:34Sie müssen morgen zu Leindecker fahren.
13:36Wir stellen die Produktion der Klassiker ein.
13:39Was?
13:40Leindecker ist einer unserer wichtigsten Kunden.
13:42Ja, ich weiß.
13:43Deshalb möchte ich ja, dass Sie es ihm persönlich erklären.
13:46Ja, Moment mal.
13:46Ich verstehe es ja selber nicht mal.
13:48Wieso stellen wir die Klassiker ein?
13:49Wir setzen ab sofort auf neue Entwürfe.
13:54Sie, aber das ist ein bisschen voreilig.
13:56Finden Sie nicht auch?
13:57Ich meine, der neue Designchef hat gerade erst angefangen.
14:00Er wird keine neuen Entwürfe einfach so aus dem Ärmel schütteln.
14:02Herr Becker arbeitet nicht mehr für uns.
14:04Wie bitte?
14:05Ich musste ihn leider entlassen.
14:07Aber ich sehe mich schon nach Ersatz um.
14:09Ihnen ist schon klar, dass fähige Designer nicht einfach so auf Bäumen wachsen.
14:13Herr Peterson, ich bitte Sie, ich muss meine Personalentscheidungen nicht vor Ihnen rechtfertigen.
14:18Was soll ich Leindecker anbieten?
14:20Wir stellen die alten Serien ein, wir produzieren keine neuen.
14:22Er wird sich neue Vertragspartner suchen.
14:24Ja, lassen Sie sich etwas einfallen.
14:26Halten Sie ihn hin.
14:27Sie sind doch Marketing-Experte.
14:29Tut mir leid, das geht nicht.
14:30Ich habe eine blinde Frau zu Hause.
14:31Ich kann nicht einfach so kurzfristig auf Geschäftsreise gehen.
14:33Sie helfen Ihrer Frau am besten, wenn Sie dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft Kunden haben.
14:38Ich verlasse mich auf Sie.
14:40Das ist unglaublich.
14:53Das ist die Mailbox von Nina Bergmann.
14:55Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
14:58Du, Nina, ich bin's, Ben.
15:01Du, hier passieren merkwürdige Dinge.
15:03Du warst doch bei Annabelle wegen der Plagiate, die du im Internet gefunden hast.
15:07Mich würde interessieren, was dabei rausgekommen ist.
15:09Kannst du mich heute noch zurückrufen?
15:11Ja? Danke.
15:28Werner Grafenberg und Helena Bernstein haben sich gekannt. Und?
15:31Das heißt nicht, dass sie auch ein Liebespaar waren.
15:33Geschweige denn, dass sie ein Kind zur Adoption freigegeben haben.
15:36Doch, wenn es so war, dann würde Frau Bernstein es wohl kaum freimütig zugeben.
15:42Ich spüre, dass sie ehrlich ist. Sie hat nichts zu verbergen.
15:46Eva?
15:47Eva? Könnten Sie mir bitte einen Tee machen?
15:50Ja, natürlich, Frau Bernstein.
15:51Luisa, wie war Ihr erster Arbeitstag? Ich hoffe, Sie fühlen sich hier wohl.
15:56Sehr wohl sogar.
15:58Dann bereuen Sie es also nicht, von meinem Hotel hierher gewechselt zu haben?
16:01Keineswegs.
16:02Schön. Ich freue mich, Sie hier zu haben.
16:08Das, das kenne ich doch irgendwo hier.
16:10Das sollten Sie auch. Sie sind selbst auf dem Foto.
16:13Ich? Mein Gott, wann war das denn?
16:17Da muss ich so um die 20 gewesen sein. Woher haben Sie das?
16:21Das ist die Familienchronik von Werner Grafenberg.
16:23Werner Grafenberg, richtig.
16:25Das muss auf einem Geschäftstreffen zwischen ihm und meinem Vater gewesen sein.
16:30Und? Erinnern Sie sich noch an ihn?
16:31Hm, dunkel.
16:32Mein Vater hat mich auf so viele Geschäftstermine mitgeschleppt.
16:36Dankeschön.
16:39Frau Landmann, wirst du...
16:41Ah, hier bist du.
16:42Willst du jetzt doch kochen lernen?
16:45Schau mal, Richard.
16:46Kannst du dir vorstellen, dass ich mal so aussah?
16:49Ja, du hast dich kaum verändert.
16:52Kommst du mal, ich würde gerne was mit dir besprechen.
16:54Ja.
16:55Eine schöne Erinnerung.
17:04Du hast recht, Luisa.
17:06Also, ich glaube nicht, dass Frau Bernstein irgendetwas zu verbergen hat.
17:20Ich habe, wie gesagt, noch nicht alles aufgeräumt.
17:22Das ist jetzt eigentlich so eine bessere Abstellkammer.
17:25Kein Problem.
17:27Ich hoffe, sie ist groß genug für dich.
17:29Alles, was ich brauche, ist ein Tisch, an dem ich arbeiten kann.
17:32Der steht da.
17:33Perfekt.
17:35Hier kannst du dich hinlegen und die Spüle müsste auch funktionieren.
17:39Mhm.
17:43Also, ich würde das Wasser erst mal eine Zeit lang laufen lassen.
17:45Die Leitungen sind lange nicht mehr benutzt worden, ne?
17:48Es ist perfekt, Tobias. Ich habe alles, was ich brauche.
17:53Sag mal, was hast du jetzt vor?
17:56Ich will meinen Job zurück.
17:58Der Manufaktur?
18:01Ich werde Annabelle von Weiden ein Angebot machen, was sie nicht ablehnen kann.
18:04Simon, ich will dich nicht enttäuschen, aber wenn Frau von Weiden sich einmal für etwas entschieden hat, dann...
18:09So schnell gebe ich mich nicht geschlagen.
18:10Papa hat mir bis morgen Zeit gegeben, es noch mal zu versuchen und die Chance nutze ich.
18:15Gut, dann lasse ich dich mal machen.
18:17Wenn du noch etwas brauchst...
18:20Simon?
18:24Hier, Kaffee.
18:27Du bist ein Genie.
18:28Bis später.
18:35Frau von Weiden, bitte, kommen Sie doch.
18:39Ich dachte, Sie sind abgereist.
18:42Nein, nein.
18:43Ich war weg, aber jetzt bin ich wieder da.
18:46Das sehe ich.
18:47In letzter Zeit lerne ich immer neue Familienmitglieder kennen.
18:52Ihren Sohn zum Beispiel.
18:54Haben Sie, er hat es ja nur gut gemeint.
18:57Er wollte Sie nicht unter Druck setzen.
18:59Das haben Sie beide sich ja fein ausgedacht.
19:02Was?
19:04Sie bieten mir eine Erfindung an, die meine Kosten halbieren sollen.
19:08Und ich biete Ihnen eine Festanstellung an und höre nie wieder von Ihnen.
19:13Lassen Sie mich erklären, dass...
19:14Ja, stattdessen lässt sich Ihr Sohn bei uns fest anstellen und fordert eine Gewinnbeteiligung für Sie.
19:20Habe ich das richtig verstanden?
19:23Ja.
19:24Aha.
19:25Das nennt man Erpressung.
19:29Frau von Weiden, ich bin ein ehrlicher Mann.
19:31Ich hatte nie die Absicht, Sie zu erpressen.
19:33Na gut, dann unterschreiben Sie den Vertrag und wir vergessen das Ganze.
19:38Das kann ich nicht.
19:40Herr Becker, Sie strapazieren wirklich meine Geduld.
19:44Sie verstehen nichts.
19:45Was soll denn Ihr Bruder davon halten, wenn Frau Hertel jetzt auch noch Ihre Stelle verliert?
19:51Jetzt machen Sie es sich doch nicht so schwer.
19:57Also, ich würde den Vertrag unter den gegebenen Umständen unterschreiben, aber...
20:03Aber was?
20:04Ich kann nichts.
20:05Er ist zerrissen.
20:07Zerrissen?
20:09Ja, dann schicke ich Ihnen einen neuen.
20:13Und der liegt bis morgen Mittag unterschrieben auf meinem Schreibtisch.
20:19Ja.
20:21Na dann.
20:23Gute Nacht.
20:29Gute Nacht.
20:34Ich dachte, wir könnten warten, bis die Polizei Annabelle überführt hat, aber nach dem, was heute Morgen passiert ist, müssen
20:39wir etwas unternehmen.
20:40Heute Morgen? Was ist heute Morgen passiert?
20:43Hat Hagen dir nichts erzählt?
20:45Nein, er hat nur gesagt, dass er Annabelle getroffen hat.
20:48Das ist eine charmante Untertreibung.
20:50Er ist hiermit auf Sie losgegangen.
20:53Was?
20:53Hat er Sie verletzt?
20:55Nein.
20:56Aber wären Nina und ich nicht rechtzeitig dazwischen gegangen, dann...
20:59Du meine Güte.
21:00Also ich kann nicht sagen, dass ich sonderlich überrascht bin. Annabelle fordert es ja geradezu heraus. Denk an Viktoria. Sie
21:05wollte damals auf Annabelle schießen.
21:07Ich wünschte, es gäbe einen Weg, sie endlich loszuwerden.
21:10Guten Abend.
21:12Nina.
21:13Spricht ihr bei Annabelle?
21:14Ja.
21:15Ich habe Helena gerade erzählt, was heute Morgen los war.
21:18Ich fürchte, es wird noch etwas Schlimmes passieren.
21:20Ähm, vielleicht auch nicht.
21:22Wenn ich mit dem Erfolg habe, was ich heute mit Annabelle ausgemacht habe.
21:27Du hast mit ihr geredet?
21:28Ja.
21:30Ja, ich weiß auch nicht, wie es dazu gekommen ist. Auf jeden Fall ging es um Firmeninterner. Und...
21:34Es gibt eine Möglichkeit, sie loszuwerden.
21:38Das klingt fantastisch. Wie?
21:41Sie will, dass ich ihre Unschuld an Victorias Entführung beweise.
21:45Wie bitte?
21:45Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt. Aber es gibt wirklich Hinweise darauf, dass an ihren Behauptungen etwas dran sein
21:50könnte.
21:51Was sind denn für Hinweise?
21:52Richard, darüber kann ich jetzt wirklich nicht sprechen.
21:55Nina, man kann Annabelle nicht trauen.
21:57Ja, das habe ich auch geglaubt. Aber...
21:59Es liegt ihr sehr viel daran, dass du sie für unschuldig hältst.
22:02Ja, das glaube ich ihr ausnahmsweise mal.
22:04Und deshalb hat sie sich auch auf einen Deal mit mir eingelassen.
22:07Und wie sieht dieser Deal aus?
22:10Wenn ich dir ihre Unschuld beweise, dann...
22:13verlässt sie das Gutshaus. Für immer.
22:27Was haben Ben und Nina denn da so ewig zu bereden?
22:32Wenn Maike mir nicht erzählt hätte, dass Ben heute noch länger mit Nina im Büro ist, dann...
22:37dann wüsste ich gar nicht, wo er bleibt.
22:42Aber dass er ausgerechnet mit Nina im Büro ist, das macht es jetzt auch nicht besser.
22:51Da ist er.
22:54Hallo, Elsa. Sokrates, hallo.
22:57Hallo.
22:58Tut mir leid, dass ich so spät bin, aber es gibt viel zu tun in der Firma.
23:03Was denn so?
23:05Annabelle hat gleich am ersten Tag den neuen Chefdesigner gefeuert.
23:08Jetzt muss ich Schadensbegrenzung betreiben und mit den Kunden sprechen.
23:13Klingt anstrengend.
23:15Und hast du den Tisch gedeckt?
23:17Ja.
23:19Elsa, es tut mir leid, ich hätte mich melden sollen.
23:21Du hast gewartet.
23:22Du hattest sicher deine Gründe.
23:25Ja.
23:26Kurz bevor ich gehen wollte, kam Annabelle in mein Büro.
23:28Morgen muss ich mit einem wichtigen Kunden sprechen.
23:32Du fährst auf Dienstreise?
23:33Ja.
23:34Und für wie lange?
23:36Ein, zwei Tage.
23:39Aha.
23:40Hör zu, ich hab mit Michael gesprochen, sie ist da.
23:43Und solange wir kein Chefdesigner haben, hat sie sowieso nichts zu tun.
23:47Ja, aber kann denn nicht jemand anderes fahren?
23:49Ich hab mit Annabelle gesprochen, sie lässt nicht mit sich reden.
23:52Und als stellvertretender Geschäftsführer kann ich mich da schwer aus der Affäre ziehen.
23:59Lass uns essen.
24:00Hm?
24:01Ich hab Mordshunger.
24:03Hesse.
24:06Ja.
24:09Du kannst doch nachher zurückrufen.
24:11Ähm, das ist Nina.
24:13Ich hab auf den Anruf gewartet.
24:15Ich mach's ganz kurz, ja?
24:16Okay?
24:20Nina, hallo?
24:21Ja, schön, dass du dich meldest.
24:24Ja, genau.
24:25Was hat sie denn gesagt?
24:29Wie, und?
24:30Ja, aber das gibt's doch nicht.
24:36Hör zu, wir reden morgen im Büro darüber, ja?
24:38Um halb acht.
24:39Ja, danke.
24:40Tschüss.
24:44Was ist denn?
24:46Es ist Geschäftliches.
24:48Was Geschäftliches?
24:49Ja.
24:50Und das darf ich jetzt nicht wissen?
24:51Doch, das darfst du wissen, nur es ist mordslangweilig, bitte.
24:54Und ich hab jetzt keinen Bock mehr über das Geschäft zu sprechen.
24:57Lass uns essen, bitte.
25:07Mama, willkommen in meinem neuen Atelier.
25:12So.
25:14Hier bring ich dir eine kleine Stärkung.
25:16Danke.
25:17Woher wusstest du, dass ich...
25:20Tobias hat mir erzählt, was du vorhast.
25:22Und da ich meinen Sohn kenne, weiß ich, dass ihr alles um sich herum vergisst, wenn er arbeitet.
25:27Ja, wenn ich arbeite.
25:29Aber im Moment fehlt mir noch die zündende Idee.
25:31Aber die Zeichnung sieht doch schon ganz gut aus.
25:33Sie muss mehr als gut sein.
25:35Ich muss Annabelle van Weyden davon überzeugen, mich wieder einzustellen.
25:39Ich weiß, dass du nicht aufgeben willst.
25:41Aber dein Vater ist der Meinung, dass er den Vertrag besser unterschreiben sollte.
25:45Er hat versprochen, bis morgen zu warten.
25:47Annabelle van Weyden war da.
25:48Und sie hat gedroht, Birgits Schwierigkeiten zu machen, wenn er nicht unterschreibt.
25:55Die Frau ist wirklich das Allerletzte.
25:57Hm.
25:58Warum will Papa überhaupt hierbleiben?
26:00Weil seine Familie hier lebt.
26:02Außerdem haben wir kein Geld, um woanders hinzuziehen.
26:05Und bei Tobias könnten wir vorübergehend umsonst wohnen.
26:08Ich lasse es nicht zu, dass Papa sich seine Erfindungen einfach abjagen lässt.
26:12Eine ganze Designlinie in einer Nacht, wer kann das schaffen?
26:15Ich kann.
26:16Ich schaffe es.
26:20Du hast schon immer einen Dickkopf.
26:22Und du hast es immer geschafft, alle zu überraschen.
26:27Glaubst du an mich?
26:28Mhm.
26:30Ja, ich glaube an dich.
26:32Danke, Mama.
26:33Von.
26:56Mickey.
27:07Vicky?
27:12Vicky, kannst du mich hören?
27:23Schatz, wir müssen eingeschlafen sein.
27:29Komm, komm, wir gehen schlafen.
28:19We're still on the payroll.
28:26Irgendwas fehlt.
28:57This is what you'll get.
29:03This is what you'll get.
29:10This is what you'll get.
29:16This is what you'll get.
29:23This is what you'll get.
29:38Guten Morgen
29:40Hey, hallo
29:41Wartest du schon lange?
29:42Naja, lange genug, um herauszufinden, wie diese Kaffeemaschine funktioniert
29:45Möchtest du auch einen?
29:47Ja
29:48Habt ihr immer noch keinen Ersatz für Lissi?
29:50Als erstes brauchen wir mal Ersatz für den neuen Designchef
29:53Ja, ich hab Simon Becker schon getroffen
29:56Ich hab ihm geraten, uns noch einmal bei Annabelle mit neuen Designs zu versuchen
30:01Ja, also ich verstehe nicht, warum sie diese alten Designs verkauft hat, wirklich nicht
30:06Ja, nicht nur das, Ben
30:10Sie hat das wahren Zeichen von Falkenthal gleich mitverkauft
30:13Behauptet sie zumindest
30:14Was?
30:16Weißt du, was das bedeutet?
30:18Ja
30:18Made in Falkenthal, kommt jetzt bald aus Fernost
30:21Oh mein Gott
30:22Ich, also, wenn sie so weitermacht, dann können wir ja einen packen, wirklich
30:25Sie behauptet, durch Innovationen konkurrenzfähig zu bleiben
30:28Ach, Innovationen
30:29Wir brauchen die Erfindung von Harald Becker
30:31Wenn er sie dann mal fertigstellt
30:33Und dann auch noch gewillt ist, sie an uns weiter zu verkaufen
30:38Glaubst du, sie sagt die Wahrheit?
30:41Das würde zumindest einiges erklären
30:42Zuallererst, warum ich jetzt zu unserem wichtigsten Kunden muss, um ihn zu beruhigen
30:48Du fährst weg?
30:51Ja
30:52Ja
30:54Schade
30:56Ich dachte, du könntest mir ein bisschen helfen bei den Recherchen um Annabelle
31:02Ja, das geht leider nicht
31:03Elsa ist auch schon sauer
31:06Wer kümmert sich denn jetzt um Elsa?
31:07Nein
31:07Wenn du nicht da bist
31:09Okay
31:10Ich würde mich ja um sie kümmern, aber nachdem sie mich gestern so weggeschickt hat, weiß ich nicht
31:13Du, du
31:14Interpretier da nicht zu viel rein
31:16Sie meint es nicht persönlich, wirklich nicht
31:19Wie auch immer
31:21Wenn es das ist, was sie will, dann lasse ich sie eben in Ruhe
31:24Du wirst sehen
31:25Sobald ich weg bin, ist sie froh, dass du da bist
31:30Ich muss jetzt los, mein Zug wird gleich an
31:43Pass auf dich auf
31:46Das mach ich
31:49Ich freu mich, wenn ich wieder da bin
32:09Leg mal gleich ein Gedeck mehr auf, für die verloren geglaubte Tochter
32:14Nora
32:16Oja, Sicherheitsdienst lässt euch zu wünschen übrig
32:18Ich dachte, so ein Haus wird Tag und Nacht bewacht
32:20Hier ist kein Sicherheitsdienst nötig, was machst du hier?
32:23Ich muss nicht um meine Familie
32:26Aber ich hab dir doch gesagt, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist
32:29Sind das für nicht? Ich hab lange genug gewartet, meine Mutter kennenzulernen
32:31Helena Bernstein ist wahrscheinlich nicht deine Mutter
32:34Nur vom Feinsten hätte ich das gewusst ja nicht, wieviel früher nach meinen Eltern gesucht
32:38Ja, bis vor kurzem haben sie dich noch überhaupt nicht interessiert
32:40Wird doch seine Meinung ändern dürfen
32:43Und?
32:45Stellst du mich jetzt der Familie vor?
32:46Ganz bestimmt nicht
32:47Nora, du kannst hier nicht bleiben, komm in mein Zimmer
32:50Hm? Okay
32:51Nicht da lang, durch den Dienstboteneingang
32:54Du hast sie hier aber in ganz schönen Befehlston zugelegt
32:57Das liegt daran, dass ich nie nur für die Familie arbeite, sondern sie auch mag
33:01Und ich hab keine Lust, wegen dir Ärger zu bekommen
33:03Also jetzt komm mit
33:09Das ist jetzt dein Gepäck nicht
33:15Lisa, warte bitte
33:23Guten Morgen
33:24Ah, Simon, hallo
33:26Hallo
33:26Hast du etwa die ganze Nacht gearbeitet?
33:28Ja, aber es hat sich gelohnt
33:30Was? Eine Designlinie in einer Nacht entworfen?
33:33Ich hatte eine gute Inspiration
33:35Den hab ich gestern im Hof gefunden
33:38Ach, ein Schlüsselanhänger, der ist ja niedlich
33:41Und ich suche noch nach dem Besitzer
33:42Ein Vergiss mal nicht
33:44Was für ein schönes Motiv
33:45Ist Papa schon auf?
33:47Er lag die ganze Nacht wach, weil er sich Sorgen gemacht hat
33:50Und jetzt ist er endlich eingeschlafen
33:51Gut, lass ihn schlafen
33:52Wenn ich zurück bin, hab ich entweder einen neuen Vertrag
33:55Oder er muss den Knebelvertrag akzeptieren
33:58Ähm, Simon
33:59Egal, wo mit dir Annabelle droht
34:01Lass dich nicht einschüchtern
34:02Ganz bestimmt nicht
34:04Ich werd versuchen, Vater abzulenken, bis du wieder zurück bist
34:07Danke
34:07Ich muss jetzt los
34:08Ach du, wenn du in die Firma willst, dich kann ich mitnehmen?
34:11Gerne
34:13Also, viel Glück
34:15Tschüss
34:31Tschüss
34:32Hier wohnst du?
34:33Ja
34:34Und ich dachte, die Familie hat Schotter ohne Ende
34:38Mir gefällt's
34:39Und ich brauch auch nicht mehr
34:40Ich wette, du kriegst mindestens anderthalb Stunden Licht am Tag
34:43Tagsüber arbeite ich
34:44Und du wirst dich auch damit abfinden
34:46Ich will dich unten in den Gesellschaftsräumen nicht sehen
34:51Also, irgendwie hab ich mir die Ankunft in meinem Elternhaus glamouröser vorgestellt
34:54Hör auf, Nora
34:55Das ist nicht dein Elternhaus
34:57Was ist mit der Affäre, die Helena Bernstein mit Werner Grafenberg hatte?
35:00Die haben sich gekannt, das ist auch alles
35:02Aber wie kannst du dir da so sicher sein, dass sie nicht meine Mutter ist?
35:05Ich war gestern dabei, wie sie das Foto in der Familienchronik gefunden hat
35:08Sie war völlig unbefangen
35:09Sie hat es sogar Richard van Weiden gezeigt
35:11Das beweist doch gar nichts
35:18Sie ist nett
35:19Und sie hat keinen Grund, ein Kind zu verheimlichen
35:22Sie hat gesagt, Viktoria sei ihre einzige Tochter
35:25Und das glaube ich ihr
35:26Du hast mir geglaubt, dass wir Zwillinge sind
35:29Nora, ich war damals vier
35:32Ich weiß, warum du hier bist
35:33Und ich muss dich enttäuschen
35:34Es gibt hier nichts zu holen für dich
35:37Sag mal, kann es sein, dass du versuchst, dich selbst als ihre Tochter auszugeben?
35:41Wie kommst du denn auf die Idee?
35:43Ist doch merkwürdig
35:44Erst bist du dir so sicher, dass sie meine Mutter ist
35:46Und dann tust du alles, damit ich nicht herkomme
35:49Ich habe jetzt wirklich keine Zeit für alberne Spielchen
35:52Ich muss runter zur Arbeit
35:53Du bleibst hier und verhältst dich ruhig
35:55Und wenn ich fertig bin, dann bringe ich dich zum Bahnhof und du fährst nach Hause
36:04Zum Bahnhof? Das glaube ich kaum
36:09Meine Frau sitzt zu Hause
36:10Sie spricht nicht, sie schläft nicht
36:12Sie kapselt sich ab
36:13Und du willst, dass ich dir helfe, Annabels Unschuld zu beweisen
36:16Es ist die einzige Möglichkeit, sie loszuwerden
36:19Hagen, Nina sagt, es gibt Anhaltspunkte, dass Annabelle wirklich nichts mit der Entführung zu tun hat
36:23Ach ja, richtig, das hatte ich ja vergessen
36:25Annabelle ist ja unschuldig
36:26Sie könnte keiner Fliege was zu Leide tun, richtig?
36:28Hagen, wir würden Sie alle lieber im Gefängnis sehen
36:31Im Moment ist doch erstmal wichtig, dass sie von hier verschwindet
36:33Und wenn das der Weg ist, dann bin ich dafür
36:36Ist das mal ja ernst?
36:38Richard, diese Frau hat mein Kind auf dem Gewissen
36:40Hagen, ich teile deine Bedenken
36:43Ich traue Annabelle auch nicht über den Weg
36:44Aber was, wenn Nina recht hat?
36:46Was soll das denn jetzt wieder heißen?
36:48Was, wenn die Polizei die Ermittlungen gegen Annabelle einstellt?
36:50Und sei es auch nur aus Mangel an Beweisen?
36:53Sie würde sich keinen Millimeter von hier fortbewegen
36:54Wir müssten noch jahrelang mit ihr unter einem Dach leben
36:57Und wer weiß, was dann geschieht
36:59Okay, okay
37:01Dann erklär du mir doch mal, was du herausfinden willst, was die Polizei noch nicht weiß
37:06Ich weiß es nicht
37:08Auf jeden Fall möchte ich als erstes mich in diesem Lagerraum umsehen
37:10Mensch, Nina, das bringt doch nichts
37:13Woher willst du das denn wissen?
37:14Hagen, bitte hilf, Nina
37:16Damit in dieses Haus endlich wieder Ruhe einkehrt
37:19Okay
37:20Damit eins klar ist
37:22Ich gehe davon aus, dass Annabelle schuldig ist
37:24Und das versuche ich zu beweisen
37:26Ja
37:27Das ist ja auch dein gutes Recht
37:30Hast du eine Idee, wie wir in den Lagerraum kommen könnten?
37:36Einen polizeilich versiedelten Tatort zu betreten ist illegal
37:40Legal oder nicht
37:41Ich werde mich dort umsehen
37:44Bist du dabei?
37:52Sie meint den einzigen Bäcker, den sie heute sehen will, das ist
37:56Harald
37:58Schon klar
37:59Sie will den Vertrag von meinem Vater
38:01Klar, sicher
38:03Es tut mir leid
38:04Ich kann einfach nicht mehr für dich tun
38:08Du kannst aber auch nichts gegen mich tun, richtig?
38:11Wie bitte?
38:12Und wenn ich da jetzt einfach reinmarschiere, dann wirst du doch mit Sicherheit eine Menge Ärger bekommen, oder?
38:16Allerdings, das würde ich ja
38:18Birgit
38:19Ich will, dass du jetzt dein Bestes gibst, mich aufzuhalten
38:21Was?
38:23Simon
38:23Hör doch mal
38:24Du kannst jetzt da nicht rein
38:26Simon, bitte
38:28Hallo
38:29Moment, bitte so
38:30Es tut mir wirklich leid
38:31Ich habe ihm gesagt, dass sie nicht zu sprechen sind
38:34Wieso? Sie sieht nicht sonderlich beschäftigt aus
38:35Wie laufen die Geschäfte?
38:37Er ist einfach an mir vorbeigelaufen
38:39Stimmt, Frau Hertel kann nichts dafür
38:40Also sparen Sie sich Ihre Strafpredigt
38:42Soll ich den Wachdienst rufen?
38:43Danke, das mache ich schon selbst
38:45Sind Sie verrückt?
38:47Ja, so verrückt, dass ich Sie unbedingt wiedersehen wollte
38:49Ich glaube, Frau von Weiden ist jetzt für mich zu sprechen
38:52Schon gut, Frau Hertel
38:53Wenn sich Herr Becker unbedingt mit mir anlegen will, dann kann er das haben
38:57Glauben Sie wirklich, Sie tun Ihren Vater damit einen Gefallen?
39:00Nein, ich tue Ihnen damit einen Gefallen
39:02Ihr Vater wird den Vertrag unterschreiben
39:05Allerdings müssen wir nochmal über die Konditionen reden auf diesem Auftritt hier
39:09Mein Vater wird ganz bestimmt nicht den Vertrag unterschreiben
39:11Und was macht Sie da so sicher?
39:12Weil ich jetzt etwas habe, was Sie am allermeisten brauchen
39:14Und was ist das?
39:18Die neue Produktlinie von Falkenthal Porzellan
39:23Einfach so, über Nacht gezaubert
39:27Das ist nicht Ihr Ernst
39:36Vielen Dank, Luisa
39:37Brauchen Sie sonst noch was, Frau Bernstein?
39:39Nein, das ist im Moment alles
39:41Eine kleine Bitte habe ich
39:43Könnte ich zwei Stunden frei haben?
39:44Ich muss noch jemanden zum Zug bringen
39:46Ja, natürlich, gehen Sie ruhig
39:47Vielen Dank
39:57Elena Bernstein?
40:00Na, wenn das keine Überraschung ist
40:03Wer sind Sie?
40:05Na, die Ähnlichkeit ist nicht gerade groß
40:07Kein Wunder, dass du mich nicht hier kennst
40:11Sollte ich?
40:12Nora
40:14Bitte
40:16Nun, wir haben uns lange nicht gesehen
40:19Sehr lange
40:22Also, ich wüsste nicht
40:24Aber jetzt freue ich mich, dich endlich kennenzulernen, Mama
40:39Das ist alles, was Sie mir zu bieten haben?
40:41Morgen können Sie die nächste Serie haben
40:43Lassen Sie die Entwürfe hier
40:45Und unser Gießmeister wird Sie überprüfen
40:47Gerne
40:48Sobald wir uns einig geworden sind
40:50Einig vorüber?
40:51Über meinen Job als Chefdesigner
40:53Und über einen freien Forschungsauftrag von meinem Vater
40:57Wenn Ihr Vater seinen Vertrag in einer halben Stunde abliefert
41:00Können wir über alles reden?
41:01Können wir nicht
41:03Und warum nicht?
41:04Mein Vater kann seine Erfindungen überall verkaufen, wenn Sie nicht wollen
41:08Ich lasse mich nicht erpressen
41:10Sie haben keine Designs, die Sie verkaufen können
41:12Sie haben keinen Chefdesigner, der Ihnen neue macht
41:14Und Sie haben kein Geld
41:16Alles, was Sie noch haben, bin ich
41:19Können Sie es sich wirklich leisten, mich zu verlieren?
41:27Du wolltest beweisen, dass ich nichts mit Victorias Entführung zu tun habe
41:31Ich wollte herausfinden, ob an deinen Behauptungen etwas dran ist
41:34Es gibt neue Beweise, dass Annabelle hinter deiner Entführung steckt
41:38Sie wird gerade in diesem Moment verhaftet
41:40Du müsstest ihr Gesicht sehen
41:41Zu schnell werdet ihr mich nicht los
41:43Ich bin gekommen, um mir zu holen, was mir zusteht
41:45Ich habe dir gesagt, dass Frau Bernstein nicht deine Mutter ist
41:48Vor ein paar Tagen hast du aber noch das Gegenteil behauptet
41:51Sie stecken hinter all dem?
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