- vor 17 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:21Ja, Lopen.
00:34Ben, ich bin's, Nina.
00:38Ich weiß.
00:39Es ist dein Traum.
00:42Ist der nicht wunderschön?
00:45Hallo, Ben.
00:49Ich bin's, ich bin's.
00:50Na, wie geht's dir denn?
01:07Ich bin's, ich bin's.
01:30Ich bin's.
01:36Wie es mir geht, ja, gut.
01:38Gut geht's mir.
01:39Sehr gut.
01:41Und, gefällt dir das Bild?
01:44Ja.
01:45Ja, das ist toll.
01:47Du kannst ja hier aufhängen, dann kannst du es immer sehen.
01:50Ja, komm, das können wir doch machen.
01:51Wir gehen zur Stationsschwester und holen was zum Ankleben und eine Vase.
01:55Okay.
01:56Gleich, da, da.
02:04Nina, entschuldige bitte, ich.
02:06Schon gut.
02:07Wir müssen da nicht drüber reden.
02:09Nein, nein, ich hab, ähm...
02:11Ich dachte, es sei ein Traum.
02:13Also, nicht die Wirklichkeit.
02:15Was für ein Traum?
02:21Ja, das ist...
02:23Das ist eine lange Geschichte.
02:30Ben, Paula und ich, wir gehen weg.
02:34Was?
02:35Wohin?
02:38Ich begleite Paula ins Internat und dann...
02:41Mal sehen.
02:43Mal sehen?
02:46Das klingt aber weit weg.
02:55Hier.
03:02Der soll dich beschützen, wenn ich weg bin.
03:12Ich werde bald gesund.
03:16Und pass auf dich auf.
03:21Bis zum nächsten Mal.
03:35Bis zum nächsten Mal.
04:04Wir müssen los, es ist spät.
04:08Ja, dann noch einmal danke, dass du Viktoria entlastet hast.
04:13Das ist doch selbstverständlich.
04:15Ich hätte nicht gedacht, dass du das so siehst.
04:17Nicht nach unserem letzten Gespräch.
04:20Trotz allem, was so vorgefallen ist, wir sind doch eine Familie.
04:28Richard, du musst dir das nicht sagen.
04:31Mir ist klar, dass wir gerade eine schwere Zeit durchmachen.
04:36Ich hätte mich anders verhalten sollen, als du mich heute im Büro gebeten hast,
04:40Viktoria das Gefängnis zu ersparen.
04:42Ja, wie gesagt, ich bin froh, dass du das getan hast.
04:49Schatz, was ist los?
04:52Annabelle.
04:52Ja, das sehe ich. Und?
04:53Ich traue ihr nicht.
04:54Oh, das ist ja mal was ganz Neues.
04:56Irgendwas stimmt da nicht.
04:58Sie hat ihre Anzeige doch nicht einfach so zurückgezogen.
05:00Und du glaubst, sie hat ihm jetzt erzählt, warum sie es gemacht hat?
05:03Vielleicht ist er der Grund.
05:05Mein Vater hätte ihr nie verziehen, wenn ich wegen ihrer Anzeige wieder ins Gefängnis gekommen wäre.
05:08Er wird ihr nie verzeihen, was sie ihm, dir und jetzt auch noch Max angetan hat.
05:12Endlich hat er erkannt, was für ein Mensch Annabelle ist.
05:15Komm, wir müssen zur Polizei.
05:41Es hat funktioniert.
05:44Ich bin geblieben und jetzt sind wir zwei hier.
05:47Und wir heiraten.
05:50Du hast auf dein Herz gehört.
05:54Komm mit.
05:55Was ist das für ein Geräusch?
05:57Dein Herz.
06:02Liebst du mich?
06:05Mehr als alles andere auf der Welt.
06:09Dann komm, komm.
06:15Hallo, Benno.
06:24Wird bald gesund.
06:27Pass auf dich auf.
06:50Die Vase habe ich aus dem Fernsehraum geklaut und nach Klebeband suchen die hier immer noch.
07:00Wie geht's dir denn?
07:03Du siehst glass aus.
07:06Willst du schlafen, soll ich dir vergehen?
07:07Nein.
07:08Bleib hier.
07:12Ich soll dich nochmal ganz lieb von den beiden Grüßen, vor allen Dingen von Paula.
07:17Die Kleine hatte ich wirklich gern.
07:20Und sie wollte vor allen Dingen immer wieder hören, wie mutig du mich aus dem brennenden Auto gezogen hast.
07:24Ach, Elsa.
07:25Ich wette, das wird jetzt das Gesprächsthema Nummer eins bei ihr im Internat.
07:30Wir sollten die Sache so schnell wie möglich vergessen.
07:35Das kann ich nicht vergessen.
07:38Du hast dein Leben für mich riskiert.
07:41Du bist meine Frau.
07:46Und darauf bin ich auch wahnsinnig stolz.
07:55Ich hätte dich überall auf der Welt gefunden.
08:07Das habe ich.
08:11Ich habe das geträumt.
08:16dass du das zu mir sagst.
08:21Ben?
08:25Ben?
08:26Hm?
08:28Geht's dir gut?
08:30Hm, hm.
08:32Ist gut.
08:34Ich sollte dir Ruhe gönnen.
08:41Wenn ich mir überlege, dass ich dich fast verloren hätte.
08:47Ich will nie wieder ohne dich sein.
09:00Paula?
09:01Ja?
09:02Sagst du Bescheid, wenn das Taxi kommt?
09:04Okay.
09:06Wo hast du dein Buch denn hingelegt?
09:08Ähm, ich glaube in der Küche.
09:12Jetzt ist es also soweit.
09:14Es heißt Abschied nehmen.
09:16Erst gestern habe ich Ben insgeheim vorgeworfen,
09:18dass er nur deshalb so überall in den Urlaub aufbricht,
09:20weil er vor etwas davonläuft.
09:22Und jetzt reise ich ab.
09:25Ist das richtig, was ich hier mache?
09:28Sicher.
09:30Paula muss zurück ins Internat,
09:31aber ist das die ganze Wahrheit hinter meinem Aufbruch?
09:35Lauf ich nicht auch vor etwas davon?
09:38Der Kuss von Ben.
09:41Für einen kurzen Moment waren wir uns wieder ganz nah.
09:43Nina!
09:44Fahrt ihr doch nicht?
09:46Was?
09:46Doch.
09:48Paula wollte nur das Buch noch mitnehmen.
09:50Und du?
09:51Wolltest du nicht in die Manufaktur?
09:52Ach, war ich doch schon.
09:54Handy vergessen.
09:58Nina?
10:00Du weißt doch schon,
10:02ihr könnt so lange hierbleiben, wie ihr wollt.
10:04Ich weiß, ich weiß.
10:06Aber es würde uns ganz gut tun,
10:07mal ein bisschen rauszukommen.
10:09Natürlich.
10:10Paula und ich machen uns ein paar schöne Tage in der Schweiz,
10:13bevor ich sie ins Internat zurückbringe.
10:18Mama!
10:19Es sieht so aus, als müsstet ihr los.
10:20Ja.
10:21Ich komme gleich, Paula.
10:24Danke, Birgit.
10:26Für alles.
10:28So gerne.
10:30Pass gut auf dich auf.
10:32Und auf die Kleine, ja?
10:34Und melde dich mal von unterwegs.
10:37Mit Sicherheit.
10:46Wie sieht deine Trümpel-Sandwiches sind ein Gedicht?
10:49Danke für die Blumen, Erik.
10:52Warst du jetzt eigentlich schon bei der Polizei?
10:54Nee, noch nicht.
10:55Aber du willst noch hin?
10:56Wie gesagt, du musst das nicht alleine ausbaden.
10:58Mein Angebot steht.
10:59Wirst du immer noch angeben, dass du gefahren bist?
11:01Erik, das ist eine Falschaussage.
11:03Meinst du, du machst es dadurch besser?
11:04Das weiß die Polizei doch nicht.
11:06Wir sind alle in diesem Wagen gefahren
11:08und wir haben alle gemerkt,
11:08dass wir irgendwo gegen gefahren sind.
11:10Lass gut sein, Erik.
11:10Ich bin die Einzige, die gefahren ist.
11:12Ich biete dir nur meine Hilfe an.
11:13Und so uneigennützig.
11:15Warum hast du eigentlich nicht angehalten
11:16und geguckt, ob was passiert ist?
11:17Ich finde, das war ja nur so ein Gefühl.
11:19Wir haben das ja gar nicht richtig...
11:20Ja, von Gefühlen verstehst du was.
11:22Sag mal, was ist denn heute mit dir los?
11:25Lissi, falls du es dir noch mal überlegst,
11:27ich gehe gern mit zur Polizei.
11:32Ja, ich muss auch weitermachen.
11:37Komischer Auftritt, oder?
11:39Vor allem, nachdem sie gestern Abend so nett waren.
11:42Ich glaube, die haben ihre blöde Wette immer noch am Laufen.
11:46Als echte Freunde wären sie mir lieber.
11:49Dieses dämliche Rumbaggern um den Kuss wegen einer Wette.
11:52Das ist so kindisch.
12:06Ein Kaffee, bitte.
12:07Wie war es denn auf der Polizei?
12:09Du, Viktoria hat ihre Aussage unterschrieben,
12:12dass sie Annabels Wagen nicht gefahren hat.
12:14Ja, dann ist es jetzt vom Tisch.
12:16Hoffentlich.
12:17Aber lass uns nicht darüber reden.
12:20Was ist mit dir?
12:24Ja, also ich bin noch krankgeschrieben.
12:26Aber eigentlich habe ich ja nichts abbekommen.
12:28Schön.
12:29Und wie geht's Ben?
12:32Ich weiß nicht.
12:33Die Ärzte sagen, er ist über den Berg.
12:36Ja, aber das ist doch klasse.
12:38Ihn hat der Unfall dann schon mitgenommen.
12:40Also, was erwartest du?
12:41Der Mann wäre fast gestorben.
12:43Ja.
12:44Ich bin schuld.
12:46Du bist nicht schuld.
12:47Es war ein Unfall, okay?
12:49Weißt du, wer den Wagen gefahren hat?
12:52Ich.
12:53Elsa, so was passiert.
12:54Vorwürfe helfen dir da jetzt auch nicht weiter.
12:58Vorwürfe.
12:59Ich habe Ben Vorwürfe gemacht.
13:02Weil unsere Abreise so überstürzt war
13:04und weil er dafür unsere Jobs riskiert hat.
13:06Mein Gott, ihr habt euch gestritten.
13:09Danke.
13:11So was passiert nun mal.
13:14Außer vielleicht bei Vicky und mir.
13:19Wenn ich Ben verloren hätte, dann...
13:21Hast du aber nicht.
13:22Ben lebt.
13:24Und alles nur, weil ich so, so eifersüchtig war.
13:27Das...
13:28Das ist so albern.
13:30Elsa.
13:31Das Ganze ist überhaupt nicht albern.
13:35Ben hat sich vor unserer Abreise mit Nina getroffen
13:37und mir nichts davon gesagt.
13:39Oh Gott, das ist ja schrecklich.
13:40Die beiden kennen sich schon eine Ewigkeit.
13:42Sie sind befreundet.
13:44Ja, ich sag ja, dass es albern war,
13:46sich deswegen mit Ben zu streiten.
13:49Liebst du diesen Mann oder nicht?
13:51Ja.
13:52Also, dann ist ja wohl nichts Schlimmes daran,
13:54wenn man an der einen oder anderen Stelle mal eifersüchtig ist.
13:57Das ist normal.
14:04Das wird schon wieder, okay?
14:18Hallo, ich bin's.
14:20Viktoria.
14:20Schön, dich zu hören.
14:22Ich würde dich ja lieber sehen.
14:24Deine Abreise kam ziemlich überraschend.
14:26Ja, ich musste mich um meine Geschäfte kümmern.
14:30Bist du denn schon wieder in Kanada?
14:32Nein, nein.
14:33Ich bin in Berlin.
14:34Ich habe hier noch einige Termine, bevor ich nach Montreal fliege.
14:37Aber lass uns nicht über meine Arbeit sprechen.
14:41Wie geht es dir?
14:44Annabelle hat ihre Anzeige zurückgezogen.
14:48Das, das ist gut.
14:51Ich finde das irgendwie merkwürdig.
14:53Wie meinst du das?
14:56Vielleicht verfolgt sie irgendeine Absicht, von der ich noch nichts weiß.
14:59Hast du eine Ahnung, was das sein könnte?
15:02Viktoria, bitte tu mir einen Gefallen.
15:04Hör auf, dir über Annabelles Handlungsweisen den Kopf zu zerbrechen.
15:08Ich fange gerade erst wieder damit an.
15:11Was hast du gesagt?
15:12Oh, nichts. Schon gut.
15:13Wann kommst du denn wieder?
15:14Ja, Richard konnte mir diese Frage nicht beantworten.
15:17Das ist noch nicht genau klar.
15:19Ich, ähm...
15:21Ja, ich habe hier noch einiges zu regeln.
15:23Geschäftliches.
15:24Hm. Verstehe.
15:26Hat deine Abreise irgendwas mit Richard zu tun?
15:30Nein, nein. Wie kommst du darauf?
15:32Ihr habt euch in letzter Zeit ziemlich gut verstanden, finde ich.
15:36Ja, das stimmt.
15:38Grüß ihn bitte von mir und...
15:42Viktoria, entschuldige. Ich muss jetzt weiter.
15:46Okay. Wir, wir hören voneinander, ja?
15:49Ja.
15:53Irgendwas stimmt da nicht.
16:06Guten Tag, Frau Ladmann.
16:08Herr von Weinen, das ist aber eine Überraschung.
16:11Also, ich will Sie um Gottes Willen nicht stören.
16:13Das tun Sie nicht.
16:14Hm.
16:15Das duftet ja köstlich.
16:18Kockewein.
16:19Ich hoffe, Sie und Frau Bernstein mögen das.
16:21Ja, und da sind wir auch schon gleich beim Thema.
16:24Frau Bernstein musste überraschenderweise abreisen.
16:27Oh, das tut mir aber leid.
16:29Ja.
16:31Das ist wirklich sehr schade.
16:33Also, dann sind nur Sie im Haus und...
16:36Ich und Annabelle.
16:37Und ich gehe mal davon aus, dass Sie beide nicht gemeinsam essen würden.
16:41Dann haben Sie es also auch schon erfahren, dass Sie und ich...
16:44Herr von Weinen, ich kenne Ihre Frau schon sehr viele Jahre.
16:48Und wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, Sie sind nicht der Erste, der von ihr enttäuscht ist.
16:52Ja. Und wahrscheinlich auch nicht der Letzte.
16:54Und wahrscheinlich nicht.
16:57Frau Ladmann, ich weiß, dass Ihr Verhältnis zu Annabelle nur, sagen wir mal, nicht das leichteste war.
17:03Nun wissen Sie, ich habe aufgehört, darüber nachzudenken, warum sie so ist, wie sie ist.
17:08Das heißt, ich weiß, was ich von ihr zu halten habe und ich komme ganz gut damit klar.
17:13Dann würden Sie also trotzdem hierbleiben, obwohl auch Annabelle bleibt?
17:16Nun, die Küche war zum Glück der Ort, den sie immer gemieden hat.
17:21Dann sollte ich vielleicht öfter hierher kommen?
17:23Ja, also, wenn Sie schon allein essen müssen, was halten Sie davon, wenn ich Ihnen das Essen gleich hier serviere?
17:31Hier? Ja, was? Also, ich weiß nicht.
17:33Aber ich weiß. Werner Grafenberg hat immer bei mir in der Küche gegessen.
17:39Aha. Also, Werner Grafenberg muss ein bewundernswerter Mann gewesen sein.
17:43Und wenn der bei Ihnen in der Küche gegessen hat, dann kann ich das auch.
17:46Also, wo soll ich mich hinsetzen?
17:49Ja, natürlich hier.
17:51Danke.
17:55Ja, bitte?
17:58Frau Pedersen?
18:00Darf ich Sie kurz stören?
18:01Mit Ihnen habe ich jetzt gar nicht gerechnet.
18:04Wie geht es Ihnen? Sollten Sie nicht im Krankenhaus sein?
18:07Ich bin schon entlassen worden, aber ich bin noch krankgeschrieben. Also, hier ist auch meine Krankschreibung.
18:12Erklären Sie doch das bitte mit der Lohnbuchhaltung.
18:15Frau van Weiden, ich weiß, dass es vor unserer Abreise eine Meinungsverschiedenheit zwischen Ihnen und meinem Mann gab.
18:23Und ich hoffe, das hat keine Folgen für uns.
18:25Wie geht es Ihrem Mann?
18:26Nicht so gut. Er liegt noch im Krankenhaus. Aber er wird sich sicher bald bei Ihnen melden.
18:31Wird er das?
18:32Nun, das Wichtigste ist doch jetzt, dass er wieder richtig gesund wird.
18:36Ein paar Tage wird es noch dauern, bis er wieder arbeiten kann.
18:40Warten wir ab, was die Ärzte sagen.
18:44Da kann ich sonst noch was für Sie tun.
18:46Nein, danke.
18:48Entschuldigung, was machst du denn hier?
18:49Würden Sie Ihre Begrüßung bitte draußen fortsetzen. Ich habe noch zu tun.
18:53Auf Wiedersehen.
18:54Was haben Sie denn da?
18:55Ich habe das gerade eben bekommen. Ich fürchte, Frau van Weiden, wir haben ein Problem.
19:06Wo steckt denn Erik schon wieder?
19:08Ich schätze mal, er ist beim Catering und holt sich eines dieser köstlichen Thunfisch-Sandwiches.
19:13Langsam nervt er mich damit. Ich glaube kaum, dass er wegen der Brote da rumhängt.
19:17Stimmt. Lissi scheint auf jeden Fall eine Einziehung auf ihn auszuüben.
19:22Dafür, dass Sie sie am Anfang nicht leiden konntet?
19:25Ich finde es total übertrieben, wie er sich aufhört. Er will für Sie zur Polizei gehen.
19:29Ja, und was mit dir?
19:30Was soll mit mir sein?
19:31Na, du regst dich total über Erik auf.
19:34Egal, scheint es dir ja irgendwie nicht zu sein, was zwischen Erik und Lissi läuft.
19:37Was zwischen den Leuten läuft, wie sich das anhört.
19:40Ich finde es einfach nur albern, dass Erik für Sie eine Falschaussage machen möchte.
19:43Das ist alles?
19:45Das reicht doch, oder?
19:47Wenn du meinst.
19:48Außerdem gibt es Wichtigeres.
19:51Wie geht es Ben?
19:54Wann er wieder auf die Beine kommt, das weiß ich nicht.
19:58Ich finde, wir sollten uns irgendwas einfallen lassen.
20:01Eine Art Genesungsgeschenk.
20:04Das ist eine super Idee.
20:06Lieb von dir.
20:07Na klar.
20:15Bieter noch die Mailbox.
20:17Ich hoffe, Hagen meldet sich mal.
20:20Hast du mit ihm schon gesprochen, wegen der Fahrerflucht?
20:22Wann denn?
20:23Der hat überhaupt gar keine Zeit.
20:24Der macht sich die ganze Zeit saugen um Elsa seit dem Unfall und dann die falsche Unterschrift von Viktoria.
20:29Das Thema ist doch jetzt vom Tisch.
20:31Na, hoffe ich.
20:32Aber meine Selbstanzeige steht eben noch aus.
20:34Hagen hilft dir da bestimmt.
20:36Ich würde trotzdem ganz gerne wissen, was mich bei der Polizei erwartet, was da auf mich zukommen kann und so.
20:40Du, das wird nicht so schlimm.
20:41Ich meine, du bist ja nicht vorbestraft oder sowas.
20:43Quatsch.
20:43Ich hatte noch nie Stress mit der Polizei.
20:45Na siehste, bei Ersttätern sind die ziemlich human.
20:48Na, du kennst dich ja aus.
20:50Ach so, ja, es ist ja nicht so, dass ich da stolz drauf wäre, aber wenn sie dich kennenlernen, dann
20:55sind sie total nett.
20:56Aber wenn sie dich dann schon öfters gesehen haben, dann bei mir in Karlsruhe war das so, dass...
20:59Du, ich hab jetzt keine Lust auf Geschichten aus Karlsruhe, tut mir leid.
21:02Entschuldigung.
21:04Noch einen Kaffee?
21:05Ja.
21:09Ach, Mist.
21:14Sorry wegen des Kaffees, ich bin ein bisschen nervös.
21:16Kein Problem.
21:17Mach dir nicht so einen Kopf.
21:23Nein, ich hab ihn noch nicht mit Kapstadt telefoniert.
21:25Das Fax ist erst vorhin gekommen.
21:27Ich lese hier nur, dass eine Vertragsstrafe in Millionenhöhe gefordert wird.
21:33Ich hab das Fax auch.
21:35Frau Hertel hat es mir in die Kanzlei geschenkt.
21:38Was halten Sie von der Sache?
21:39Natürlich muss ich noch genau die Verträge prüfen, aber nach meiner ersten Einschätzung besteht die Forderung zu Recht.
21:45Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
21:47Laut Fax ist die gesamte Warenlieferung ohne Branding ausgeliefert worden.
21:51Das heißt, ohne das eingeprägte Logo der Hotelkette.
21:53Na, danke für die Belehrung. Ich weiß selbst, was Branding bedeutet.
21:57Ja, was machen wir jetzt?
21:59Ich werde mich sofort mit Kapstadt in Verbindung setzen, aber ich mache Ihnen keine Hoffnung.
22:04Wir werden die Vertragsstrafe zahlen müssen.
22:06Ach, verdammt!
22:08Sind wir denn dagegen nicht versichert?
22:10Herr Grafenberg hatte damals eine entsprechende Versicherung abgeschlossen.
22:14Allerdings haben Sie die Police vor einem halben Jahr gekündigt.
22:18Sie war Ihnen zu teuer.
22:20Danke erstmal für die Auskunft. Wiederhören.
22:25Frau Hertel, kommen Sie bitte in mein Büro. Sofort.
22:30Ich bin so froh, dass es dir wieder gut geht.
22:32Hm, manchmal ist mir noch ein bisschen schwindelig, aber die Ärzte sagen, es ist kein Schädel-Hirn-Trauma.
22:38Ihr hattet wirklich Glück. Und einen starken Schutzengel.
22:42Ja, mein Schutzengel heißt Ben.
22:45Wenn er nicht gewesen wäre.
22:47Er wusste genau, dass das Auto explodiert und hat mich in letzter Sekunde rausgezogen.
22:52Aber du hättest doch das Gleiche getan.
22:55Ich bin so froh, dass ich Ben habe.
22:57Und ich würde wirklich alles dafür tun, dass er schnell wieder gesund wird.
23:00Aber das tust du doch. Du kümmerst dich um ihn und bist für ihn da.
23:05Ich war gerade bei Annabelle im Büro und habe ihr gesagt, dass Ben gern wieder für die Manufaktur arbeiten würde,
23:09wenn er wieder gesund ist.
23:11Ich glaube, die Kündigung, die ist nur eine Drohung von ihr.
23:14Das heißt, ihr werdet beide wieder hier arbeiten, wenn er wieder gesund ist?
23:18Dafür werde ich sorgen.
23:20Die Belegschaft würde sich freuen, wenn Ben zurückkäme.
23:24Sie wollen jetzt ein Geschenk für ihn kaufen.
23:26Collier ist gerade unterwegs, um es zu besorgen.
23:28Ach, ihr seid ja toll.
23:41Du siehst immer noch ziemlich glasse aus, Schwager.
23:44Kannst du mir eine Höhensonne schenken?
23:47Warum isst du nicht mein Abend?
23:49Das habe ich schon.
23:50Deshalb bin ich ja so blass.
24:00Freut mich, dass es dir wieder besser geht.
24:04Ziemindest besser als euer Wagen. Ich habe mir vorhin angeschaut.
24:08Saubere Arbeit.
24:09Ein Bastler kriegt das wieder hin.
24:13Hagen, nett von dir, dass du dich um den Versicherungskram kümmerst.
24:17Vergiss es.
24:19Du musst dich nie wieder bei mir bedanken.
24:22Du hast Elsa das Leben gerettet. Das werde ich dir nie vergessen.
24:28Tja.
24:30Dann haben wir beide jetzt wohl was gemeinsam, oder?
24:33Und was meinst du?
24:35Dann warst du nicht auch dem Tod ziemlich nah.
24:46Denn
24:52ich weiß nicht, wie es bei dir war.
24:57Bei mir war es genauso, wie die Leute immer sagen.
25:00Das ganze Leben ist an mir vorbeigezogen.
25:03Bis zurück zur Kindheit.
25:05Ich habe
25:06Sachen gesehen,
25:09an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnert habe.
25:12Es war eine ziemlich
25:16ziemlich merkwürdige Erfahrung.
25:19Liebst du mich?
25:20Ich bin nicht.
25:22Mehr als alles andere auf der Welt.
25:26Dann komm, komm.
25:30Ich hier
25:32kann mich eigentlich an gar nichts mehr erinnern.
25:36Also,
25:37noch so schworben.
26:16Entschuldigen Sie, Frau von beiden, Sie wollen Petersen kündigen?
26:19Durch das Verhalten von Herrn Petersen ist die Manufaktur in große Schwierigkeiten geraten.
26:25Aber dass die Lieferung nach Kapstadt ohne das Branding rausgegangen ist, das ist nicht das Verschulden von Ben Petersen.
26:30Frau Herdel, Ihre Ansichten interessieren hier nicht. Sie werden für Schreiben bezahlt.
26:34Bitte, Sie können ihn doch jetzt nicht kündigen. Nicht in diesem Zustand.
26:37Die Tatsache, dass Herr Petersen für drei Monate Urlaub machen wollte, ohne meine Erlaubnis, ist Grund genug für eine sofortige
26:44Kündigung.
26:44Frau von Weibel.
26:45Also bitte schreiben Sie jetzt. Gemäß Paragraf 2 teilen wir Ihnen...
26:52Mh, mh.
26:54Mein Kuchen ist köstlich.
26:55Das freut mich.
26:56Viel besser als das Essen, was wir hier bekommen.
26:59Das haben wir uns gedacht und deshalb sind wir auch hier.
27:01Ja, wir haben vorhin mit Julia und Daniel telefoniert. Wir sollen dich ganz, ganz lieb grüßen.
27:08Ihr habt sie informiert.
27:09Ja, und Sie sind sehr froh, dass es dir wieder besser geht.
27:12Danke.
27:13Naja, über Besuchermangel brauchst du dich ja nicht zu beklagen.
27:18Sogar Hagen war schon da.
27:20Elsa den ganzen Morgen von ihr sind die Blumen und das hier hat mir Paula gemalt.
27:28Nina war natürlich auch schon da.
27:33Du weißt, dass Nina jetzt abgereist ist?
27:38Ja. Ja, ja, sie hat vorhin so etwas erwähnt.
27:40Ich glaube, die ganze Sache mit Max ist ihr doch sehr nahe gegangen.
27:45Ah, wahrscheinlich.
27:48Ich denke, sie braucht einfach nur ein bisschen Abstand.
27:51Und ein bisschen Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen. So wie du hier.
27:55Ja, ich gebe mir alle Mühe, aber ein bisschen Zeit brauche ich noch, bevor ich mich wieder ins Getümmel stürze.
28:00Aber schön, dass Sie da sind.
28:01Ja, klar.
28:04Bitte, diese Kündigung ist auf gar keinen Fall gerechtfertigt.
28:08Als Ben und Elsa in ihren Urlaub aufbrachen...
28:10Einen Urlaub, wie gesagt, den ich nicht genehmigt hatte.
28:13Da habe ich mit Ben alle Unterlagen für den Kapstadt-Auftrag auf ihren Schreibtisch gelegt.
28:18Das interessiert mich gar nicht.
28:19Und ich habe Sie persönlich mehrfach an das Branding erinnert. Ben trifft wirklich keinen Schub.
28:23Ich weiß, dass Sie private Kontakte zu Ben Peterson hegen.
28:28Das tut ja hier wohl gar nichts zur Sache, oder?
28:31Ich bitte Sie um den Gefallen, Dienstliches vom Privaten zu trennen.
28:36Ja, bitte.
28:38Entschuldigung, ich wollte nochmal...
28:40Ja, du kommst gerade recht.
28:41Ja?
28:43Dein Mann wurde gerade gekündigt.
28:46Was?
28:47Nein.
28:49Das können Sie doch nicht machen.
28:51Ich werde Personalentscheidungen ganz sicher nicht mit Ihnen diskutieren.
28:54Aber Frau Van Weiden...
28:55Van Weiden!
28:57Sie rufen genau richtig an.
29:00Ja, es gibt ein Problem.
29:02Können wir uns gleich treffen?
29:04Danke.
29:06Frau Van Weiden, können Sie mir ganz kurz zuhören?
29:08Also, ich weiß, dass Ben alle Unterlagen ordnungsgemäß abgegeben hat.
29:12Er hat überhaupt keinen Fehler gemacht.
29:14Ich...
29:14Wenn Ihr Mann nicht unberechtigterweise in den Urlaub gefahren wäre, wäre das alles gar nicht passiert.
29:18Dann wäre der Unfall auch gar nicht passiert.
29:20Frau Van Weiden, ich bitte Sie, das dürfen Sie nicht tun.
29:22Lassen Sie mich jetzt in Ruhe, oder Sie können sich beide gleich Ihre Papiere abholen.
29:34Frau Van Weiden?
29:35Frau Van Weiden?
29:37Frau Van...
29:39Frau Van...
29:56Hallo.
29:58Victoria.
30:01Schön, Dich zu sehen.
30:04Oh, du hast einen wunderschönen Arbeitsplatz.
30:09Ja, den schönsten auf der Welt, wenn meine Tochter mit am Tisch sitzt.
30:12Zum Glück ist das noch möglich.
30:14Hast du bei der Polizei?
30:15Mhm.
30:16Ich habe meine Aussage bezüglich der Unfallflucht gemacht.
30:18Und Anabelsanzeige?
30:20Davon war gar nicht die Rede.
30:22Dann hat sie erst im Wort gehalten.
30:24Zum ersten Mal in ihrem Leben, ja.
30:27Das sollten wir feiern.
30:28Unbedingt.
30:29Saft?
30:30Wasser?
30:31Saft.
30:34Schade, dass deine Mutter nicht dabei sein kann.
30:38Nee.
30:39Deine Mutter.
30:40Das klingt aber distanziert.
30:42Tut es das?
30:43Mhm.
30:45Okay, so hast du sie in der Vergangenheit immer genannt, aber...
30:48Die Dinge haben sich doch wohl ein bisschen verändert.
30:51Nicht wahr?
30:52Ich sehe, du hattest häufiger Kontakt mit der Polizei.
30:55Deine Verhörmethoden sind...
30:57... sehr ausgereift.
30:59Dankeschön.
31:00Aber eine Antwort habe ich trotzdem noch nicht erhalten.
31:03Ja, du hast ja recht.
31:04Es hat sich einiges geändert in den letzten Wochen.
31:07Willst du darüber reden?
31:09Wie detailliert möchtest du es denn wissen?
31:12Das reicht mir als Antwort vollkommen.
31:18Vermisst du Helena?
31:21Ja.
31:25Sehr sogar.
31:28Das ist schon ein seltsames Gefühl.
31:31Früher konnte sie mir gar nicht weit genug weg sein, und jetzt?
31:33Ich finde es sehr schön, dass ihr beide euch wieder...
31:37...wieder näher gekommen seid.
31:39Ja?
31:40Mhm.
31:42Wenn da diese plötzliche Abreise nicht wäre.
31:45Das irritiert dich?
31:46Nein.
31:48Es erinnert mich an früher.
31:51Als Helena uns verlassen hat.
31:54Vielleicht steckt ja was ganz anderes dahinter.
31:57Ja, das hat wirklich zu viel mit der Polizei zu tun.
32:00Da wird das ja hinter allem gleich verraten und betrug.
32:04Na gut.
32:05Wollen wir hoffen, dass ich mich irre?
32:08Ja.
32:13So, ich bin jetzt weg.
32:15Willst du zu Ben?
32:16Ja, ich werde mal sehen, wie es ihm geht.
32:18Außerdem muss ihm ja irgendwer das Geschenk vorbeibringen.
32:20Bin gespannt, ob es ihm gefällt.
32:22Meinst du, er probiert es gleich an?
32:24Im Krankenhaus, das glaube ich wohl kaum.
32:26Was machst du?
32:27Na was wohl?
32:29Thunfischbrote.
32:29Hm, Eriks Lieblingsessen.
32:31Ha, ha, ha.
32:33Komm, du hast doch echt einen großen Eindruck auf ihn gemacht.
32:35Und nicht nur damit.
32:36Hey, was ist denn los?
32:37Du bist so still.
32:39Ach.
32:41Irgendwie ist es wirklich schön mit euch dreien.
32:43Mit dir und Erik und Kolja.
32:44Es ist fast wie in England auf dem Internat.
32:46Da waren wir auch immer als Clique unterwegs.
32:48Siehst du uns als Clique?
32:49Wenn diese blöde Wette nicht wäre.
32:51Ja, stimmt.
32:52Das ist echt nervig.
32:54Man weiß nie, ob sie es ernst meinen, was sie sagen und tun.
32:57Ja, zum Beispiel Eriks Angebot, mit mir zur Polizei zu kommen.
32:59Die Vorstellung, da nicht alleine hinzumüssen, ist so angenehm.
33:05Glaubst du, er meint das nicht ernst?
33:07Ich weiß es nicht.
33:09Dabei war es so schön, als wir zu viert bei dir übernachtet haben, um für dich da zu sein.
33:12Mir stimmt, es hat total geholfen.
33:15Kurz nach dem Unfall von Elsa und Ben nicht alleine zu sein.
33:28Du hattest genug Ton für Sprotte für heute.
33:30Wie bitte?
33:31Du hast mich schon verstanden.
33:33Ich wollte mir nur einen Kaffee holen.
33:35Na klar, und einen stundenlang mit Lissi rumquatschen.
33:37Hast du irgendein Problem damit?
33:40Ich habe ein Problem damit, dass du dich nicht an Absprachen hältst.
33:43Ich verstehe kein Wort.
33:44Vielleicht erinnerst du dich noch daran, dass wir vor einiger Zeit diese dämliche Wette beendet haben.
33:47Und du machst dich immer noch an Lissi ran.
33:49Versetz dich doch mal in Lissis Lage.
33:50Ich glaube nicht, dass es so einfach ist, für sie sich zur Polizei zu gehen.
33:53Und genau deswegen ist es völlig daneben, dass du sie in so einer Situation anmachst.
33:56Was du hast? Du spinnst doch.
33:58Ach, ich spinne, ja?
33:59Und warum lobst du dann ihre Thunfischbrote bis in den Himmel?
34:01Und warum willst du eine Falschaussage für sie bei der Polizei machen?
34:03Moment mal, ganz ruhig. Ich finde sie ganz nett, okay?
34:06Und ich möchte als Freund für sie da sein.
34:07Oh, mir kommen die Tränen.
34:08Ach du, mit dir kann man doch nicht reden.
34:12Geh doch zu Lissi.
34:40Schön, dass du dir Zeit für einen Spaziergang genommen hast.
34:42Schatz, ich bitte dich. Bei so einer Frau und so einer Lansche?
34:47Wie war es denn bei Ben im Krankenhaus?
34:49Ich glaube, er kommt langsam wieder auf die Beine.
34:51Die beiden haben so unglaubliches Glück gehabt.
34:53Ja, das kann man wohl sagen.
34:56Bei ihm war es genauso knapp wie bei mir damals.
34:59Ich wünschte, wir könnten die ganze Geschichte endlich vergessen.
35:03Tut mir leid.
35:05Wie war es bei Richard?
35:09Schön. Sehr vertraut.
35:10Ich freue mich, dass ich wieder für ihn arbeiten kann, wie früher.
35:13Ja, das freut mich auch für dich.
35:15Wir haben auch über meine Mutter gesprochen.
35:16Er hat offen zugegeben, dass sie ihm sehr fehlt.
35:20Tatsächlich?
35:21Hättest du mir das früher erzählt, wäre mir das total egal gewesen.
35:24Ich hätte mich vielleicht aufgeregt. Ich weiß es nicht.
35:26Aber jetzt?
35:27Ich freue mich, dass die beiden auf dem besten Wege sind, sich wieder näher zu kommen.
35:31Und wie denkt Richard über Helenas Abreise?
35:33Gute Frage.
35:35Vielleicht sollten wir wieder mal fragen.
35:38Guten Tag.
35:39Was soll denn Annabelle mit Helenas Abreise zu tun haben?
35:42Warum bringt sie mich nicht ins Gefängnis, obwohl sie die Chance dazu hat?
35:45Kennst du den Mann?
35:48Der Mann heißt Scherer und ist Anwalt.
35:49Wir sind uns mal vor Gericht begegnet.
35:51Ich wette, sie überlegt, wie sie Richard aus seinem Haus rausbekommt.
35:55Sein Fachgebiet ist Wirtschaftsrecht.
35:57Er hat mit Scheidungen nichts zu tun.
35:59Na gut, dann habe ich mich in dem Punkt vielleicht geirrt.
36:01Aber die Abreise meiner Mutter ist und bleibt merkwürdig.
36:04Und wenn Annabelle was damit zu tun hat, dann finde ich das raus.
36:07Ja.
36:23Elsa, komm, trink erst mal ein Stück. Das wird dir gut tun.
36:28Danke.
36:29Na, geht's dir schon ein bisschen besser?
36:32Mir war kurz schwarz vor Augen.
36:34Ich bitte dich, ist doch kein Wunder.
36:35Du sollst dich hinlegen, dich schonen.
36:38Ich verstehe das nicht.
36:40Warum macht Annabelle das denn?
36:43Du, sie hat einen Fehler gemacht.
36:46Einen Riesenfehler.
36:47Jetzt sucht sie einfach irgendjemand, dem sie die Schuld in die Schuhe schieben kann.
36:50Aber das ist doch nicht fair.
36:51Nein, das ist nicht fair.
36:53Aber das ist Annabelle.
36:55Und was gewinnt sie dabei, wenn sie die ganze Schuld auf Ben abwälzt?
36:58Das ist eine gute Frage.
37:00Und vielleicht, dass sie sich nicht mit ihren eigenen Fehlern auseinandersetzen muss.
37:04Aber weißt du, ich glaube, es ist auch so eine Art Retourkutsche.
37:10Wegen unserer Urlaubsreise?
37:12Ja.
37:12Sie wollte nicht, dass Ben fährt.
37:14Ihr habt es trotzdem getan und jetzt bestraft sie ihn.
37:17Ausgerechnet jetzt.
37:18Ben liegt im Krankenhaus.
37:20Das letzte, was er gebrauchen kann, sind schlechte Nachrichten.
37:24Was soll ich denn jetzt tun?
37:25Ich kann doch die Kündigung nicht einfach so hinnehmen.
37:28Wie Kündigung?
37:30Wir müssten jetzt schon wieder gekündigt werden.
37:33Ja, ihr werdet es ja doch erfahren.
37:35Was denn?
37:37Annabelle hat Ben fristlos gekündigt.
37:57Was denn alles in der Welt ist das?
37:59Das ist der neueste Schrei in Down Under.
38:03Ein Strandshirt, absolut UV-sicher.
38:05Und die tragen das da unten?
38:07Ja.
38:08Die müssen das alle tragen wegen der Sonnenstrahlung.
38:11Danke.
38:12Ich bin so froh, dass ihr eure Hochzeitsreise nach Australien machen könnt.
38:17Ja, erstmal muss ich wieder gesund werden, ne?
38:19Ja.
38:20Und dann kannst du auch wieder in der Manufaktur arbeiten.
38:24Du wirst nämlich gebraucht.
38:30Danke.
38:32Hey.
38:34Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
38:36Sag einfach nichts.
38:40Spar dir das für die Ansprache vor der Belegschaft.
38:43Ach, Meike.
38:43Ja, hör mal.
38:45Die möchten ganz genau wissen, wie du Elsa das Leben gerettet hast.
38:50Da kursieren nämlich schon die wildesten Gerüchte.
38:53Die Leute sagen, du bist ein Held.
38:57Ich bin so stolz, die Schwester eines Helden zu sein.
39:16Jetzt ist sie eindeutig zu weit gegangen.
39:17Sie macht Ben für den Mist verantwortlich, den sie selbst gebaut hat.
39:20Und dann dürfte sie ihn auch noch raus.
39:21Mein Gott, das kennen wir doch schon von Annabelle.
39:23Ja, also mit Kündigung ist sie immer schnell zur Hand.
39:26Davon können Tobias und ich ein Lied singen.
39:28Ben hat absolut nichts gemacht.
39:30Ja, außerdem ist er im Krankenhaus.
39:31So was geht nicht.
39:32Das ist gemein und rücksichtslos.
39:33Eben, Annabelle.
39:35Also, ich finde, ihr solltet euch da raushalten.
39:38Hagen Ritter kann sich als Anwalt darum kümmern.
39:40Ich meine, mehr kann man sowieso nicht tun.
39:41Das sehe ich aber ganz anders.
39:43Man kann sich doch nicht immer ducken,
39:44nur weil die Alte glaubt, das Recht für sich gepachtet zu haben.
39:46Sie sitzen mal am längeren Hebel.
39:48Und wenn alle anderen zusammenhalten würden,
39:50dann sähe die Sache ganz anders aus.
39:51Wie meinst du das?
39:52Wenn Bens Kündigung nicht zurückgenommen wird,
39:54dann hören wir einfach auf zu arbeiten.
39:56Dann soll die Alte mal sehen, wie weit sie kommt.
39:58Ein Streik?
39:59Ja, genau.
40:00Ein Streik.
40:01Das würde mal zu denken geben.
40:03Ja, und dann wusstest du genau, was passiert,
40:05also dass der Wagen explodieren würde.
40:07Ehrlich gesagt, habe ich da nicht so drüber nachgedacht.
40:10Na klar, du hast wahrscheinlich nur an Elsa gedacht.
40:12Können wir das Thema lassen?
40:13Mann, Bruderherz, sei doch nicht so bescheiden.
40:16Du hast dein Leben eingesetzt für den Menschen,
40:18den du liebst.
40:21Bitte.
40:24Das ist die größte Liebeserklärung, die man sich vorstellen kann.
40:28Du hast den Menschen, den du liebst, vor dem sicheren Tod bewahrt.
40:38Meike,
40:42als mein Herz stehen geblieben ist, hier in diesem Krankenhaus,
40:47da ist mir Nina begegnet.
40:52Wie begegnet?
40:53Was meinst du damit?
40:55In dem Traum,
40:56von dem ich dir erzählt habe.
40:59Ich habe sie gesehen.
41:02Sie stand da.
41:05Sie stand da und hat mich zurückgerufen.
41:09Sie wollte nicht, dass ich gehe.
41:13Verstehst du?
41:15Ja, aber du sagst doch, das war nur ein Traum.
41:19Nein.
41:22Das war mehr als ein Traum.
41:26Nina hat mich vor dem Tod bewahrt.
41:29Nur durch sie bin ich jetzt noch hier.
41:32Weil ich sie liebe.
41:36Ich liebe Nina und ich habe...
41:40Ich...
41:42Ich habe nie aufgehört, sie zu lieben.
41:50Deine Mutter hat sich in meinem Haus eingenistet.
41:53Das konnte ich natürlich nicht dullen, das musst du schon verstehen.
41:55Du bist so ein...
41:57Ein Wort zu Richard und du landest wieder im Knast.
42:00Weißt du, ich hatte bisher nicht besonders viel Glück mit Männern.
42:04Und dann kam Ben.
42:06Es ist wundervoll, ich...
42:07Sie bedeutet mir ganz, ganz viel.
42:10Aber...
42:11Aber du liebst sie nicht so, wie du Nina liebst.
42:16Du bist so, wie ein Gott ist.
42:19Untertitelung des ZDF, 2020
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