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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Du willst, dass ich bei dir eine Gehirnoperation vortäusche? Wie stellst du dir das vor?
00:04Keine Ahnung, aber das ist immer noch besser, als wenn mir Elkner in den Schädel guckt.
00:07Das ist so eine Operation, das ist eine komplizierte Sache.
00:09Ich müsste das halbe Krankenhaus belügen. Das glaubt uns kein Mensch.
00:13Es reicht, wenn es meine Familie glaubt, hm?
00:17Hör zu, Max. Ich kann das nicht mehr.
00:22Du willst mich nicht hängen lassen, oder?
00:25Tut mir leid. Aus der Sache musst du alleine wieder rauskommen.
00:31Das kannst du nicht machen.
00:34Doch, Max. Ich kann.
00:38Das kannst du doch nicht machen!
00:55Ich fand ja immer, dass du erstaunlich gesund aussiehst.
01:24Das kannst du doch nicht machen.
01:29Day of my life
01:35Annabelle!
01:37Merkwürdiger Ort für ein Treffen mit dem Hausarzt.
01:40Selbst als Privatpatient scheint es heutzutage schwierig zu sein, Termine zu den üblichen Sprechstunden zu bekommen.
01:46Na ja, du weißt ja, Fred, also Dr. Schneider und ich sind gute Freunde.
01:51Gute Freunde, das ist anzunehmen. Immerhin steht einiges auf dem Spiel bei diesem Freundschaftsdienst.
01:58Annabelle, Fred und ich hatten nur eine kleine Meinungsverschiedenheit wegen der Heilungschancen meines Tumors.
02:05Nicht, dass du irgendwas missverstehst.
02:07Was ist daran missverstehen?
02:09Ich wollte Fred überreden, es doch mit einer Operation zu versuchen.
02:13Vielleicht kann er dabei feststellen, dass der Tumor nicht nur stagniert, sondern sich sogar zurückbildet.
02:17Damit sich Nina und Richard nicht solche Sorgen machen.
02:20Ach, wie rührend.
02:23Oh, je spannender das Thema, desto schneller verfliegt die Zeit.
02:27Du entschuldigst mich bitte, ich muss noch einige dringende Telefonate führen.
02:32Geschäftliche Telefonate.
02:41Versuch doch mal damit die Kette vom Kranz zu hebeln.
02:43Was soll ich denn damit?
02:44Wir sind kein Boxenstopp, andere Werkzeuge haben wir nicht.
02:50Geil.
02:51Sehst du, ich hab doch gesagt, dass es funktioniert.
02:52Nee, schau mal.
03:06Hallo, hallo, hallo.
03:08Hi.
03:09Können wir dir irgendwie weiterhelfen?
03:11Ihr seht doch wie Eingeborene aus.
03:13Ich wette, ihr könnt euch hier aus.
03:15Wo willst du denn hin? Zu einer Motto-Party?
03:18Vielleicht.
03:19Ich will zu den von Weidens.
03:20Die wohnen im Gutshaus.
03:22Im Gutshaus.
03:22Ja.
03:24Ja, einfach hier, wenn du...
03:26Also einfach geradeaus, zwei Kilometer, dann links ab in den Park.
03:30Genau.
03:30Perfekt. Bye, bye.
03:32Da wollen wir übrigens auch hin.
03:34Quatsch, wir wollten doch ins Kose gehen.
03:35Das Fahrrad ist aber kaputt.
03:36Vielleicht sehen wir uns ja später noch.
03:38Ja.
03:39Und was ist mit der Karte?
03:40Die könnt ihr behalten.
03:41Ich glaube, da sind sogar Fahrradwerkstätten drin.
03:43Müsst ihr mal gucken.
03:52Kolja, was war das gerade hier?
03:55Keine Ahnung.
03:57Für mich war das hier ein Traum.
03:58Ja, einer mit 420 PS und einem verdammt kurzen Rock.
04:01Oh ja.
04:03Juuu.
04:27Richard, das verschafft mir das Vergnügen
04:38Eine richterliche Anordnung zur Durchführung eines Vaterschaftstests. Was soll das, Elena?
04:43Was fragst du mich? Ich bin nicht der Richter.
04:46Komm, bitte.
04:49Jetzt sitzt Victoria nur ein Bruchteil ihrer Strafe ab und dann das jetzt. Ich weiß, dass du dahinter steckst.
04:54Victoria hat ein Recht darauf zu erfahren, wer wirklich ihr Vater ist. Vielleicht sieht das Gericht das genauso.
05:00Zu deiner Erinnerung. Vor über einem Jahr gab es bereits einen Test. Und der hat zweifelsfrei bewiesen, dass ich nicht
05:06Victorias Vater bin.
05:07Ja. So einen Test gab es. Und der ist, wenn ich mich nicht irre, auf freiwilliger Basis durchgeführt worden.
05:15Was meinst du damit?
05:18Nun, Victoria wusste nichts davon. Vielleicht ist es ganz gut, wenn auf Anordnung des Gerichts das Ganze offiziell wiederholt wird.
05:24Ach, komm, bitte. Nein. Du hast doch damals selber eingeräumt, dass Bössinger womöglich der Vater sein könnte.
05:34Möchtest du eure Affäre jetzt vielleicht bestreiten?
05:36Nein. Und ich zog in Erwägung, dass er der Vater sein könnte. Sicher war ich nie.
05:43Warum glaubst du nach einem Jahr das Gegenteil?
05:49Es ist unerheblich, was ich glaube, oder nicht. Warten wir den Test ab, dann haben wir Fakten.
05:57Es ist Zeitverschneidung.
06:02Es wird keinen erneuten Test geben. Meine Anwälte werden das durch alle Instanzen hindurch anfechten.
06:25Die Fotos für Max Buch sind fertig.
06:29Vor ein paar Jahren bin ich noch als andere Ende der Welt gereist, um zu fotografieren.
06:34Und jetzt bin ich schon froh, wenn ich mich hier zu Hause mit ein paar Schnappschüssen ablenken kann.
06:41Hoffentlich lässt sich Max in Texas noch einmal von Professor Igner untersuchen.
06:45Wenn ich wüsste, dass es ihm besser geht, könnte ich mich auch wieder mehr um meine Arbeit kümmern.
06:51Max, alles in Ordnung? Hast du wieder Nasenbluten?
06:54Ja.
06:55Bei Bennu und Elsas Hochzeit auch. Das kann doch kein Zufall sein, dass das jetzt wieder...
06:58Natürlich ist das kein Zufall. Ich habe einen Hirntumor, dabei ist das Nasenbluten wirklich mein kleinstes Problem.
07:02Mein Gott, er will, dass ich für ihn da bin, aber er lässt mich nicht an sich heran.
07:05Stattdessen ist er unberechenbar.
07:08Ich hatte so gehofft, dass meine Gefühle für ihn wieder wachsen könnten.
07:12Aber da ist nur Mitleid.
07:15Und Angst, dass es jetzt immer so weitergeht.
07:20Nina!
07:21Max!
07:23Ich hoffe, ich störe nicht?
07:24Nein.
07:26Du siehst blass aus. Geht es dir nicht gut?
07:29Es ist alles in Ordnung.
07:30Ich hole dir neue Taschentücher.
07:37Rührend, wie sie sich um ihren todkranken Mann kümmert.
07:41Sie hat ihren Job aufgegeben und ist hier wieder eingezogen.
07:45Das wird ein Schock für sie sein, wenn sie erfährt, was ich heute im Park gehört habe.
07:51Und was hast du gehört?
07:54Dass du sie die ganze Zeit angelogen hast.
07:57Du hast gar keinen Gehirntumor.
07:59Das stimmt doch, oder?
08:07Willst du es ihr sagen?
08:10Bitte! Nina darf davon nichts erfahren!
08:14Hier.
08:15Danke.
08:17Ach, Nina!
08:19Was ich dir schon die ganze Zeit sagen wollte...
08:23Paula hat heute aus dem Internat angerufen.
08:26Es geht ja gut.
08:27Sie lässt grüßen.
08:29Danke.
08:34Wenn du mich entschuldigst, ich habe Richard versprochen, ihn in der Stadt abzuholen.
08:52Das weiß ich nicht.
08:53Irgendeine Geschäftspartnerin oder Mitarbeiterin der Van-Biden-Group.
08:56Quatsch, die war doch viel zu jung.
08:57Außerdem, welcher Mitarbeiter kriegt schon so eine PS-Schleuder als Firmenwagen?
09:00Ich bitte dich.
09:01Aber hast du ihre Klamotten gesehen?
09:03Nö, ich habe eigentlich mehr auf den Wagen geachtet.
09:05Das sah so nach Uniform aus.
09:07Ja, klar.
09:08Hey, die Van-Biden-Stiristen jetzt alle Mitarbeiter so aus.
09:11Damit wir unsere Arbeit viel schneller erledigen können.
09:12Bei Tobias steht der Wagen bestimmt schon vor der Tür.
09:14Das meine ich nicht, Erik.
09:15Ich meine, das sah alles eher so nach amerikanischer College-Uniform aus.
09:20Aber die Schuhe haben nicht dazu gepasst.
09:22Da hast du dir die Kleine aber ziemlich genau angesehen.
09:25Ja, sie sieht doch ganz nett aus.
09:26Nett.
09:27Dann nett halt.
09:28Kolja, diese Trulla, die hat uns fast über den Haufen gefahren.
09:32Dann hat sie uns noch als Eingeborene bezeichnet und uns hier stehen lassen mit unserem Problem.
09:35Das ist immer wieder typisch.
09:36Das heißt hier typisch.
09:37Natürlich wäre es ganz cool gewesen, wenn sie uns mitgenommen hätte.
09:39Aber sie sieht schon ganz schruppelig aus, oder?
09:41Kolja, ich sag dir eins, lass die Finger von diesen Problemfrauen, ja?
09:45Ich erinnere dich nur an Jennifer.
09:46Die war schon anstrengend genug ohne diese Uniform.
09:49Jessica.
09:49Ja, Jessica.
09:50Und außerdem habe ich doch nur gesagt, dass sie nicht ganz unattraktiv ausschaut.
09:53Ja, und genau das habe ich über den Wagen gesagt.
09:55Hoffentlich findet die immer die Bremse.
09:56Ach.
10:13Hi, bin ich hier richtig?
10:14Wohnen hier die von Weidens?
10:16Ob sie hier richtig sind, da bin ich mir nicht so sicher.
10:18Aber die von Weidens wohnen hier.
10:27Versailles war wohl schon vermietet, was?
10:29Also, wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann?
10:32Ja, bitte.
10:32Der ganze Wagen ist voll mit Gepäck.
10:34Gepäck?
10:35Ja, Lager, Gepäck, Bagage.
10:38Hm.
10:39Und es ist ziemlich schwer, also passen Sie auf, dass nichts kaputt geht.
10:42Und sagen Sie bitte dem Fahrer, dass er den Wagen wegbringt, ja?
10:45Oh.
10:47Und voll tanken, bitte.
10:49Eine Wagenwäsche wäre auch nicht schlecht nach der langen Fahrt.
11:14Na, wie geht es mit unserem frischwimmigen Bar?
11:16Sehr gut, sehr gut.
11:17Vielen Dank auch noch mal für die tolle Feier.
11:19Ja, und für die Hochzeitstorte.
11:21Ich habe nämlich gleich ein paar Stück eingefroren,
11:23weil ich die doch nicht alle wegschmeißen wollte, ja?
11:25Aha, das hört man gerne.
11:27Ja.
11:29So mag ich meinen Feierabend mit meinem Chef in der Kneipe, Knie, Knie.
11:34Tag, Elsa.
11:35Hi, Chef.
11:35Hi.
11:36Na, vor euch hat man ja nicht mal im Feierabend seine Ruhe,
11:40aber setzt euch doch.
11:41Ach, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
11:43Hört nicht auf ihn.
11:44Der schwebt gerade in ganz anderen Sphären.
11:46Ach, haben wir was verpasst?
11:48Ja, wir hatten auf dem Weg hierher eine Begegnung der dritten Abend.
11:50Ach, Erik, übertreibt mal wieder maßlos.
11:52Hält da so eine PS-Schleuder neben uns?
11:54Und?
11:54Wer steigt aus und kommt auf uns zu?
11:56Ein Alien?
11:58Alien, ja.
11:59Ein sehr schnuckeliges Alien.
12:02Und ihr glaubt ja nicht, wer voll auf sie abgefahren ist.
12:05Viktoria?
12:05Nee.
12:08Guten Abend.
12:22Du hättest vielleicht Nerven, hier aufzutauchen?
12:25Auf ihre Gesellschaft könnte ich gut und gern verzichten.
12:36Nina weiß noch nichts, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis meine Stiefmutter ihr
12:39alles erzählt.
12:40Wir müssen was unternehmen, Fred.
12:42Ja, ich weiß, das mit der Operation war eine blöde Idee.
12:45Was ist mit Selbstheilung?
12:47So was gibt's doch, dass sich ein Tumor von selbst zurückbildet.
12:51Ich rufe dich später wieder an.
12:54Geht's wieder mit dem Nasenbluten?
12:55Ja, es hat aufgehört.
12:59Ich wollte dich vorhin nicht so anfahren.
13:01Ich weiß auch nicht, was mit mir los war.
13:03Ich war einfach frustriert.
13:06Ja, das verstehe ich, aber lass das nächste Mal deinen Frust nicht an mir aus.
13:08Ich kann nämlich nichts dafür.
13:10Es tut mir leid.
13:10Ja, schon gut.
13:11Es tut mir wirklich sehr leid.
13:14Ja, ich muss noch die Fotos fertig sortieren für dein Buch.
13:18Natürlich.
13:19Fotos sortieren ist ja auch wichtiger.
13:25Er merkt, dass ich auf Distanz gehe.
13:29Kein Wunder.
13:31Die Wahrheit ist, ich liebe ihn nicht.
13:33Und ich kann ihm nicht das geben, was er will.
13:37Nur wenn ich ihm das sage, wird er wieder sofort ausrasten.
13:40Er wird glauben, dass es wegen Ben ist.
13:44Hat er recht?
13:48Ich verstehe einfach nicht, was Sie mit dem zweiten Vaterschaftstest bezwecken.
13:52Viktoria ist nicht meine Tochter.
13:53Das hat euch der erste Test schon verzweifelsfrei bewiesen.
13:56Was ist das denn hier?
13:57Haben wir Besuch?
13:59Nicht, dass ich wüsste.
14:00Ich glaube, Sie haben Besuch.
14:02Was heißt, Sie glauben?
14:04Wer ist es denn?
14:16Hi, Papa.
14:18Lissi.
14:22Hi.
14:25Danke.
14:26Ja.
14:29Herr Mertens, wissen Sie, ob Ihr Bruder heute noch kommt?
14:34Krill.
14:35Ich heiße jetzt wieder Krill, Silke und ich sind seit einem Jahr geschieden.
14:40Entschuldigung, das wusste ich nicht.
14:43Ich habe viel verpasst in dem letzten Jahr.
14:47Sie wollten mich was fragen?
14:49Ja, ich wollte wissen, ob Ihr Bruder noch kommt oder wie ich ihn erreichen kann.
14:58Also, er müsste jeden Moment hier sein.
14:59Warum?
15:02Ich wollte mich bei ihm entschuldigen.
15:06Ich weiß, er hat wegen mir eine Menge Ärger bekommen, weil ich seine Dienstwaffe an mich
15:11genommen habe und damit beinahe einen Menschen getötet hätte.
15:19Ja, wie gesagt, er müsste gleich kommen.
15:28Sollen wir gehen?
15:29Ich bestelle uns noch eine Runde.
15:31Ja, das kann ich doch machen.
15:32Ben, warte.
15:36Ich will noch mal zu Victoria.
15:57Ich habe mit Hagen telefoniert und wir haben über dich gesprochen.
16:03Was hat er gesagt?
16:05Er hat gesagt, dass er nichts mehr von dir hören will.
16:15Victoria, er versucht das alles hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu machen.
16:20Und das solltest du auch tun.
16:23Das alles vergessen und irgendwo neu anfangen.
16:28Ich glaube, das wäre das Beste für uns alle.
16:42Ist es schon bezahlt?
16:45Nein, aber ich wollte es gerade...
16:46Das Wasser geht aufs Haus und Sie gehen jetzt.
17:05Ach, Papa, Mensch.
17:07Schön.
17:11Dann sind Sie also Annabelle.
17:13Papas Frau Nummer 7.
17:14Lissi.
17:15Ja, das Sieg, vergiss mal.
17:16Wir sind doch eine Familie.
17:18Herzlich willkommen, Lissi.
17:20Ich freue mich jedenfalls sehr, die Tochter von Richard und Magdalena kennenzulernen.
17:24Meine Mutter hieß Maggie.
17:25Außerdem war sie bei Papa sowieso nur inzwischen stoppt, bevor dann Frau Nummer 4 an die Reihe kam.
17:30Nicht wahr?
17:31Wie hieß sie nochmal?
17:33Na egal.
17:34Auf jeden Fall bin ich Stiefmütter reichlich gewöhnt.
17:37Vielleicht sollten wir mal zusammen losziehen, um uns besser kennenzulernen.
17:40So Restaurants und Bars und Clubs und so.
17:45Irre ich mich oder wolltest du nicht eigentlich erst in ein paar Monaten aus Winchester kommen?
17:49Ich habe es mir anders überlegt.
17:50Siehst du?
17:52Hm?
17:55Ich dachte, man kann nicht früh genug aus diesem Carp rauskommen.
17:58Außerdem ist das Wetter da very british.
18:01Und jetzt hast du Ferien.
18:02Ja, wir haben ein paar Wochen freigekriegt vor den Abschlussprüfungen, um uns besser vorzubereiten.
18:06Ja, das ist sicher viel Arbeit.
18:08Und jetzt möchtest du hier deine Zeit bei uns in Falkenthal verbringen.
18:11Klar.
18:12Hier ist es doch viel cooler als in diesen muffigen Internatsgemäuern.
18:16Cooler.
18:17Ja gut, dann lassen wir dir oben ein Zimmer herrichten.
18:19Oh, super.
18:20Ich hoffe, das Zimmermädchen hat meine Koffer bereits hochgebracht.
18:23Ihr müsst übrigens unbedingt mit eurem Gärtner sprechen.
18:26Der ist sowas von unmotiviert.
18:28Mit unserem Gärtner?
18:29Na ja.
18:30Jetzt lebe dich doch erst mal ein.
18:31Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass du hier bist.
18:36Das Abendessen ist...
18:37Oh nee, komm, mir bitte nicht mit Essen.
18:38Ich habe auf der Hinfahrt hierher beim Drive-In gehalten und bin sowas von voll...
18:42Scheiße, ich glaube, da liegt sogar noch ein Burger auf meinem Rücksitz.
18:45Na ja.
18:46Ich gehe jetzt erst mal auspacken.
18:48Wir sehen uns dann später.
18:53Ja, Lissi hat etwas von einem Wirbelwind.
18:57Es ist schön, dass deine jüngste Tochter hier ist.
19:00Cool.
19:10Musste das sein?
19:12Ja, das musste es.
19:14Gewisse Gäste haben hier nichts verloren.
19:17Hör zu, sie wollte sich bei dir entschuldigen, weil du zu viele Probleme durch sie hattest.
19:22Probleme?
19:23Na, das ist ja nett ausgedrückt.
19:25Du hättest dir wenigstens zuhören können.
19:27Diese Frau hat meine Waffe gestohlen und versucht, einen Menschen zu erschießen.
19:31Die ist nur durch irgendwelche windigen Anwaltstricks wieder auf freiem Fuß.
19:34Wenn ein Richter jemanden aus der Haft entlässt, dann ist das geltendes Recht nicht irgendein windiger Trick.
19:40Dass sie bloß sich den Bullen raushängen, das bist du nämlich nicht mehr.
19:43Wenn du nicht meine Dienstwaffe, irgendeiner völlig durchgeknallten in die Hände gespielt hättest, dann wäre ich es noch.
19:48Und wenn es nach deinem Leben ginge, dann hättest du dich mit Silke und Lukas hinter meinem Rücken nach Passau
19:52abgesetzt.
19:52Na und?
19:53Es ist nicht verboten, dass zwei, die sich lieben, zusammenziehen.
19:57Stefan, geh.
19:58Geh mit Silke.
20:00Aber Lukas bleibt hier.
20:01Meinen Sohn nimmst du mir nicht auch noch weg.
20:03Nicht du.
20:03Ja?
20:04Schichtwechsel.
20:04Du bist dran.
20:30Ich dachte, Lissi wollte erst nach ihrem Schulabschluss im Internat kommen.
20:33Zu unserer aller Überraschung ist sie schon heute gekommen.
20:36Lissi hat uns belehrt, dass es viel cooler ist, sich hier auf die Prüfung vorzubereiten.
20:41Nina, bist du eigentlich schon meinem Richards-Tochter begegnet?
20:44Ja, aber nur einmal auf Max Trauerfeier.
20:47Sag es ruhig.
20:48Auf der Trauerfeier für mich, als ich nicht aus Südamerika zurückgekommen bin.
20:52Ja, zum Glück war das ja ein Irrtum.
20:55Du lebst.
20:55Und wir alle sind sehr froh, dass du hier bist und dass es dir so gut geht.
20:59Trotz der Umstände.
21:01Sind wir für gleich.
21:06Hat Dr. Schneider denn schon etwas Neues gesagt?
21:08Weißt du was, bei Dr. Schneider, das hast du mir ja gar nicht gesagt.
21:11Ja, ich wollte mit dir später in Ruhe darüber reden.
21:14Ja, und was sagt er?
21:16Hast du mit ihm darüber gesprochen, ob du nochmal nach Texas fliegst?
21:19Ja, aber das hat keinen Sinn, solange der Tumor sich nicht verändert.
21:24Hat Dr. Schneider denn gesagt, warum er sich nicht verändert?
21:28Es könnte an den Tabletten liegen, die ich nehme.
21:29Und Fred hält es sogar für möglich, dass der Tumor gar nicht mehr weiter wächst.
21:35Was?
21:37Wirklich?
21:39Ja, es ist möglich.
21:42Er könnte sich sogar zurückbilden.
21:46Aber, aber das würde ja bedeuten, dass er halt...
21:49Das würde bedeuten, dass er nicht tödlich ist.
21:51Ja, ja, ja, das würde es bedeuten.
21:53Aber Fred will erst noch weitere Untersuchungen machen, bevor er irgendwas ganz Genaues sagen kann.
21:59Das wäre ja ein kleines Wunder.
22:03In der Tat.
22:13Du, ich rufe dich später zurück, ja?
22:16Tschüss.
22:19Du hast einen gekauft?
22:20Ja.
22:21Ich dachte, wir kochen heute mal selbst.
22:23Kiesch.
22:24Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
22:26Was ist passiert?
22:28Ich möchte einfach mal einen Abend zu Hause bleiben.
22:31Und dich denn in die Küche stellen?
22:33Victoria, bitte.
22:39Kennst du das Gefühl, unerwünscht zu sein?
22:42Oh ja, nur zu gut.
22:45Im Business bedeutet das, dass man seinen Job gut macht und deswegen viele Neide hat.
22:49Und wenn man aus einer billigen Kneipe rausgeworfen wird?
22:54Dann sind das ein paar Unverbesserliche, die in dir nur das sehen, was sie in dir sehen wollen.
22:59Eine Mörderin aus dem Knast.
23:02Bald werden alle erfahren, dass du auch nur ein Opfer bist.
23:05Annabelle hat dich zu deiner Tat getrieben.
23:10Hat Richard sich eigentlich noch mal zu der gerichtlichen Anhörung geäußert?
23:13Wo denkst du hin?
23:15Er will alles tun, um den zweiten Vaterschaftstest zu verhindern.
23:19Ich habe den selten so erlebt.
23:21Annabelle hat ganze Arbeit geleistet.
23:22Das ist doch alles sinnlos.
23:24Seitdem ich auf Hagen...
23:29Seit dem Schuss will Richard nichts mehr von mir wissen.
23:34Er hasst mich.
23:35Annabelle hat dafür gesorgt, dass er ihre Version glaubt und nicht meine.
23:39Sie hat den Vaterschaftstest gefälscht und wir werden das Richard beweisen.
23:42Aber wie, wenn Richard sich weigert, den Test zu machen?
23:45Gegen die Anordnung kann er sich nicht weigern.
23:47Und wenn erst bewiesen ist, dass du Richards Tochter bist, wird Annabelle automatisch auffliegen.
23:53Am besten mit Hagens Hilfe.
23:55Darauf würde ich nicht bauen.
23:57Elsa hat mit ihm gesprochen.
23:59Auch er will nichts mehr von mir wissen.
24:03Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird.
24:05Aber wir geben doch jetzt nicht auf, hm?
24:07Auf gar keinen Fall.
24:09Annabelle soll ihre gerechte Strafe bekommen.
24:11Das wird sie.
24:13Eine Anwälte lassen nicht locker.
24:15Sind deine Anwälte auch gut?
24:171.800 Dollar die Stunde?
24:19Gut genug?
24:24Hey!
24:25Hey!
24:26Das ist ja Maximilian, der Erste von Falken Cup.
24:29Elisabeth, ungekröter Schrecken von Winchester.
24:31Schön, dich zu sehen.
24:32Und ich dachte schon, ich werde unterschlagen hier als drittes Kind, jetzt wo Papa wieder verheiratet ist.
24:36In Sinn.
24:37Wir lieben dich alle.
24:38Hey.
24:39Oh, ist das schön, dich wiederzusehen.
24:41Zuletzt war ich auf deiner Trauerfeier.
24:42Und ich habe geheult wie blöd.
24:44Du Aufschneider.
24:45Ja, und das hat mich so berührt, dass ich spontan von den Toten auferstand.
24:49Selbst da hat man keine Ruhe vor dir.
24:51Und wie ist es hier?
24:54Wie ist denn Papa so drauf?
24:56Als er mich das letzte Jahr in Winchester besucht hat, wirkte er total traurig.
25:01Victorias Mordversuch hat ihn ziemlich mitgenommen.
25:03Aber ich glaube, das hat er alles inzwischen ganz gut verarbeitet.
25:06Na ja, wenn Victoria versucht, jemand loszuwerden, ist er nicht gerade zimperlich.
25:10Aber das hat mich schon geschockt, echt.
25:13Ja, uns alle.
25:15Als sie damals versucht hat, mich aufs Internet zu schicken und Papa das dann auch gemacht hat,
25:21seitdem habe ich sie eigentlich gar nicht mehr gesehen.
25:23Du hattest es früher auch nicht einfach mit ihr.
25:25Ja, sie wollte mich eben loswerden, aus dem Haus raus.
25:30Sie konnte es nicht ertragen, dass Papa ein Kind mit einer Künstlerin hatte, schätze ich mal.
25:35Na ja, ich war eben das Kuckuck-Sahle.
25:37Für mich warst du das nie.
25:39Und für Richard auch nicht.
25:41Na ja, vielleicht sollte ich ihr sogar dankbar sein,
25:43weil die Internatzeit war echt die beste Zeit ever.
25:46Ich bezweifle, dass das die Internatsleiter auch so sehen.
25:49Das, ähm, wievielte ist das jetzt?
25:52Das siebte.
25:53Ich mache eben meine Erfahrung.
25:56Ah ja, so nennst du das, ja?
25:59Sag mal, wie geht's eigentlich Hagen?
26:01Ist der wieder fit?
26:03Er lebt jetzt in Australien.
26:05Bis ans andere Ende der Welt geflüchtet.
26:08Entschuldige mich bitte, ich habe ein wichtiges Gespräch mit Annabelle.
26:10Alles klar, wir sehen uns später.
26:12Bis bald.
26:41Danke, dass du nichts gesagt hast.
26:44Ich weiß eigentlich immer noch nicht, was du mit dieser Lügerei bezweckst.
26:50Ich will, dass Nina bei mir bleibt.
26:52Und dafür quälst du deinen Vater?
26:56Seit Monaten versucht er sich mit dem Gedanken abzufinden,
26:59dass du vielleicht bald sterben könntest.
27:01Ich regle das, ich werde bei der...
27:02Was du mit deiner Frau machst, ist mir egal.
27:05Aber Richard, wirst du die Wahrheit sagen?
27:06Was? Nein.
27:08Wenn Richard mitbekommt, dass ich den Tumor nur erfunden habe, dann...
27:11Das wird er mir nie verzeihen.
27:14Wir alle müssen die Konsequenzen unseres Handelns tragen.
27:17Ich regle das, aber auf meine Art.
27:21Max, entschuldige bitte, aber deine Art, Probleme zu lösen, war nicht gerade effizient, oder?
27:26Ich bin fast raus aus der Nummer.
27:28Fred wird bestätigen, dass der Tumor durch die Stagnation nicht mehr tödlich ist und...
27:31Niemand muss sich mehr Sorgen machen.
27:34Du erwartest von mir, dass ich Richard nicht die Wahrheit sage?
27:39Bitte, Annabelle.
27:42Ich mach das wieder gut.
27:43Weißt du eigentlich, was du da von mir verlangst?
27:46Ich soll meinen Mann belügen.
27:51Wenn, und ich betone wenn, ich es ihm nicht sage, dann bist du mir aber etwas schuldig.
28:01Sag mir, was du brauchst und dich mach es.
28:04Bitte.
28:06Wenn du mich schon so lieb bittest.
28:09Du sagst ihm nichts.
28:11Nein.
28:13Aber dann bist du mir wirklich etwas schuldig.
28:16Was immer du willst.
28:21Mir wird schon etwas einfallen.
28:23Bin ich mir sicher.
29:02Wenn das wahr ist, was ein Arzt gesagt hat, dass der Tumor nicht mehr tödlich ist,
29:08dann kann Max Paula aufwachsen sehen.
29:11Er könnte all das erleben, was er sich immer gewünscht hat.
29:16Und ich könnte versuchen, meinen eigenen Weg wieder zu finden.
29:20Den ich ihm zuliebe vor über einem Jahr verlassen habe.
29:29Katharina, wir sind ab sofort immer zu fünft beim Frühstück.
29:31Denken Sie bitte für meine Tochter, lese ich noch ein.
29:34Ihre Tochter hat sich das Frühstück bereits auf dem Zimmer verwieren lassen.
29:37Ist gut, Katharina, danke.
29:40Demnächst decken Sie bitte für uns alle ein.
29:42Sehr wohl.
29:44Wenn du willst, kann ich mit Lissi reden.
29:46Danke.
29:47Aber ich wollte mich sowieso mit ihr noch in Ruhe zusammensetzen wegen Max.
29:51Du willst Lissi von seiner Krankheit erzählen?
29:54Ich weiß noch nicht wann und wie, aber ich halte es für richtig.
29:58Sicher, du hast recht.
29:59Wir sind eine Familie.
30:00Und wir sollten keine Geheimnisse voreinander haben.
30:03Die beiden haben sich immer gut verstanden.
30:06Und vielleicht hilft ihre Lebendigkeit sogar, Max gesund zu werden.
30:10Sie ist manchmal etwas direkt, aber ihre Liebenswürdigkeit ist unbesiegbar.
30:15Findest du nicht?
30:16Ja, ich finde sie auch sehr lieb.
30:23Diese Tussi wohnt bei den Van Weidens?
30:25Sie ist eine Van Weiden.
30:26Das jüngste von Richard Van Weidens Kindern.
30:28Wie heißt sie denn?
30:29Eigentlich Elisabeth, aber was ich vielleicht gehört habe, nimmt man sie Lissi.
30:32Lissi.
30:33Hallo.
30:34Oma.
30:35Na?
30:36Hast du ihr Auto gestern noch befehlsgemäß vollgetankt?
30:39Ach Quatsch, du hast nicht ihr Auto vollgetankt.
30:41Ihr hättet Tobias mal erleben sollen.
30:44Was hat er sich aufgeregt?
30:46Es hätte sich auch aufgeführt, als ob ihr ein ganzer Hofstaat zur Verfügung stünde.
30:49Aber nicht mit mir.
30:50Nicht noch einmal, Mademoiselle.
30:52Hallo?
30:54Hey, sieh da, Herr Gärtner.
30:55Ich bräuchte meinen Wagen.
30:56Können Sie dafür sorgen, dass er in fünf Minuten vorm Haus steht?
30:58Tobias.
31:00Tobias, ganz ruhig.
31:03Ich erledige das?
31:04Mit dem Wagen?
31:05Ausnahmsweise?
31:09Ich glaube, ich muss bei mir zu Richard Van Weidens sprechen.
31:25Wir müssen los.
31:26Wir müssen los, wir müssen los.
31:36Ben?
31:36Hä?
31:37Also irgendwie muss ich die ganze Zeit über Viktoria nachdenken.
31:40Über das Gespräch im Cosi?
31:42Ja.
31:43Nein, ich...
31:44Ich meine, was ist, wenn sie doch die Wahrheit sagt?
31:48Dass sie doch auf Annabelle schießen wollte.
31:51Ja.
31:51Weil Annabelle sie dazu gezwungen hat.
31:54Was ist, wenn Annabelle tatsächlich den Vaterschaftstest gefälscht hat?
32:00Und Viktoria Drogen gegeben hat.
32:03Naja, wir reden ja hier immerhin von Annabelle.
32:07Aber was ist mit Hagen?
32:09Glaubst du, allen Ernst ist, dass er die ganze Zeit mit Annabelle unter einer Decke gesteckt hat?
32:12Ach, aber es deckt sich trotzdem mit dem, was er gesagt hat, bevor Viktoria auf ihn geschossen hat.
32:18Er hat von dem Vaterschaftstest geredet und dass er Viktoria vor Annabelle beschützen will.
32:23Er hat die Aussage zurückgenommen.
32:26Ja, aber warum sollte Viktoria jetzt noch lügen?
32:28Sie kann doch an ihrer Strafe sowieso nichts mehr ändern.
32:33Du glaubst also allen Ernstes, dass sie im Gefängnis geläutert wurde und jetzt nie wieder lügt?
32:39Hm?
32:42Ja, aber sie wirkt so anders. Also ehrlicher.
32:46Zerbricht dir doch nicht den Kopf.
32:48Du hast Hagen erzählt, dass sie mit ihm sprechen will. Er will es nicht. Mehr kannst du nicht tun.
32:52Ja.
32:53Oder willst du dich allen Ernstes in Victorias Kampf gegen Annabelle hineinziehen lassen?
32:57Nein.
32:58Also.
33:00Wir müssen los.
33:02Ich hab dich lieb.
33:03Ich dich auch lieb.
33:06Gut, dann machen wir eben ab morgen gemeinsames Familienfrühstück im Salon.
33:10Es ist doch einfach nur eine gute Gelegenheit, sich in Ruhe zu unterhalten.
33:13Lissi, wir haben uns jetzt so lange nicht gesehen. Ich würde gerne ein paar Dinge mit dir besprechen.
33:17Das können wir dann morgen beim Frühstück machen.
33:19Ja, was machst du denn jetzt? Ich meine, wir könnten einen Spaziergang machen und in Ruhe reden.
33:23Ich wollte eigentlich lernen.
33:24Ach ja. Ja gut, dann brauchst du einen Schreibtisch. In deinem Zimmer ist ja kein Platz mehr für deine Schulbücher.
33:30Papa, Bücher? Wir leben im 21. Jahrhundert und die Welt ist online. Und die Bücher und der Lernstoff sind's auch.
33:36Warum soll man denn sinnlos bedrucktes Papier mit sich rumschleppen?
33:39Ach ja.
33:40Außerdem sind die Bücher viel zu schnell veraltet.
33:42Ich merke schon, du bist eine richtig vernünftige, fleißige junge Frau geworden.
33:45Ja. Und diese vernünftige, fleißige junge Frau braucht einen vernünftigen Laptop, um gut zu lernen.
33:52Ich verstehe. Und den soll ich dir jetzt kaufen.
33:54Wenn du willst, dass ich lerne.
33:58Vorschlag. Wir machen keine Spazierungen, sondern wir gehen jetzt auf eine Shoppingtour.
34:01Dabei können wir uns meinetwegen auch unterhalten.
34:03Und Hauptsache, wir finden meinen Laptop, nicht wahr?
34:06Außer, steht schon draußen.
34:10Na gut, an mir soll dein Abitur nicht scheitern.
34:13Cool.
34:28Darf ich reinkommen?
34:30Ben?
34:32Ja, natürlich.
34:36Was willst du?
34:38Dasselbe frage ich dich.
34:39Was willst du von Elsa?
34:41Ich will, dass Elsa mir glaubt.
34:43Sie und Hagen sollen endlich erfahren, was damals wirklich passiert ist.
34:47Du willst Elsa für deine Rache in Trin gegen Annabelle benutzen.
34:50Victoria, mach was du willst.
34:52Schreib ein Buch über deine angebliche Wahrheit.
34:54Wende dich an Presse und Fernsehen.
34:55Nur bitte, bitte, bitte.
34:57Halte Elsa raus.
34:58Ben.
34:59Es geht mir nicht um die Öffentlichkeit.
35:01Ich hatte lang genug Zeit, darüber nachzudenken, was richtig und was falsch ist.
35:06Ich will, dass die Menschen, die ich liebe, die Wahrheit erfahren.
35:09Das ist alles.
35:10Genieß deine Freiheit.
35:12Mach gegen Annabelle, was du willst.
35:13Nur halte Elsa raus.
35:15Okay?
35:18Ben.
35:37Nee, Steffi.
35:38Alles ganz relaxed, echt.
35:41Papa hat dir ein riesiges Anwesen gekauft und seine Frau ist auch ganz nett.
35:45Wir sind gerade beim Shoppen.
35:47Er hat mir einen neuen Laptop spendiert und bringt ihn gerade zum Auto.
35:51Ob du es schon weißt?
35:53Nee, aber ich werde ihm das schon noch beibringen.
35:55Er versteht das schon.
35:57Du kennst mich doch.
36:01Du, Steffi, ich muss jetzt mal eben Schluss machen, ja?
36:03Ich treffe mich jetzt mit meinem Vater im Restaurant.
36:06Ciao.
36:18Rührend, wie sie sich um ihren todkranken Mann kümmert.
36:20Sie hat ihren Job aufgegeben und ist hier wieder eingezogen.
36:24Ich bin froh, dass ich für dich da sein kann.
36:27Du hast gar keinen Gehirntumor.
36:39Bisschen, hör zu.
36:40Ich möchte gerne mit dir etwas besprechen.
36:43Ach, du hast Angst, dass ich zu viel shoppe.
36:46Ich verspreche dir, ich werde nichts kaufen, was ich nicht ganz, ganz dringend brauche.
36:49Nein, nein, nein, es geht nicht ums Shoppen, es geht um Max.
36:52Ich dachte, Viktoria ist hier das schwarze Schaf der Familie.
36:56Dein Bruder hat nichts angestellt, er ist krank.
37:00Wie krank?
37:03Max hat einen Gehirntumor.
37:06Was?
37:10Das kann doch überhaupt nicht sein, der ist doch, der ist doch wie immer.
37:14Er nimmt Medikamente.
37:16Die Tabletten hemmen das Wachstum und sorgen dafür, dass er kaum Symptome hat.
37:20Und der Tumor, also, wird der, wird der sterben?
37:27Also, sein Arzt muss eine weitere Untersuchung machen, aber wenn der Tumor nicht wächst, dann ist der nicht, ist der
37:32nicht lebensbedrohlich.
37:33Wie wahrscheinlich ist es denn, dass er nicht mehr wächst?
37:36Die Chancen stehen gut, sogar sehr gut.
37:40Der Tumor hat sich jetzt ein Jahr lang nicht verändert.
37:44Ein Jahr lang?
37:47Ja.
37:49Max wollte nicht, dass so viele Leute davon erfahren.
37:52Ich bin doch seine Schwester.
37:54Ja, er wollte, dass du dir keine Sorgen machst und womöglich die Schule abbrichst.
37:59Ich, ich muss ihm versprechen, dass ich dir nichts sage.
38:03Deshalb warst du damals so komisch, als du mich besucht hast.
38:07Es tut mir leid, aber ich, äh...
38:09Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, Papa.
38:13Wie geht's denn jetzt weiter?
38:17Wir warten die Untersuchung ab.
38:21Max schafft das.
38:22Ich bin mir ganz sicher.
38:25Wir lassen uns doch von sowas nicht unterkriegen, oder?
38:29Ja.
38:34Ich wollte nur meine Kamera holen.
38:37Hast du schon mit Fred telefoniert?
38:39Warum?
38:40Na ja, um einen Termin zu machen, dass er dich nochmal untersuchen kann.
38:43Ach so, ja.
38:44Ich ruf ihn nachher an.
38:50Und?
38:55Planst du schon?
38:58Na ja.
38:59Was du machst, wenn Fred wirklich Entwarnung gibt und der Tumor nicht mehr lebensbedrohlich ist.
39:05Du kannst überlegen, was du nächstes Jahr machst, oder...
39:09in fünf Jahren.
39:12Was ich mache...
39:16Früher haben wir für uns beide geplant.
39:22Was machst du, wenn ich nicht sterbe?
39:28Du hast immer gesagt, dass du mich nicht allein lässt und mir beistehst.
39:34Und wenn ich nun am Leben bleibe?
39:38Bleibst du dann trotzdem?
39:46Was soll ich sagen?
39:49Der Tumor war der Grund, warum ich damals zu ihm zurückgegangen bin.
39:53Dafür habe ich mein Leben geändert.
39:56Und alles andere aufgegeben.
40:00Jetzt fühle ich mich, als wäre ich in einen goldenen Käfig gesperrt.
40:02Und alles, woran ich denken kann, ist, wie ich wieder frei atmen kann.
40:07Jetzt warten wir erst mal auf, was Fred sagt, oder?
40:19Bringen Sie das bitte auf, dass du Mama meiner Tochter...
40:20Ja, natürlich.
40:21Ich habe dann die Post auf ihren Schreibtisch gelegt.
40:24Cool.
40:32Ich hätte dir gar nicht zugetreut, dass du das mit dem Lernen so ernst nimmst.
40:39Na ja, du hast es doch mein Leben lang gepredigt, dass ein guter Abschluss wichtig ist.
40:50Elisabeth.
40:51Ja?
40:52Kannst du mir diese Rechnung hier erklären? Die ist gerade von deinem Internat gekommen.
40:56Ach du, das ist ein Versehen.
40:58Ich habe vergessen, die Mensarechnung zu bezahlen.
41:01Ist kein Problem, ich erledige das.
41:03Du hast für 28.500 Euro in der Mensa gegessen?
41:07Cool.
41:09Ich höre.
41:11Es war so eine Poolparty.
41:15Im Internat?
41:16Naja, es war jetzt keine richtig offizielle Party, es waren so ein paar Freunde da und dann haben wir ein
41:20kleines Experiment gemacht.
41:21Ein Experiment? Aha.
41:23Ja, aber irgendwie hat die Pulveranlage die Götterspeise nicht ganz verkraftet.
41:28Ihr habt Götterspeisepulver in den Internatspool gemischt?
41:32Hört sich jetzt vielleicht erst mal dumm an, aber es war wirklich zu...
41:34Hast du dir mal Gedanken über die Konsequenzen gemacht?
41:37Was, wenn das deine Abschlussprüfung beeinflusst?
41:41Wird's nicht.
41:42Wieso?
41:43Woher bist du dir da so sicher?
41:46Weil es keine Abschlussprüfung geben wird, also jedenfalls nicht für mich, weil ich bin von der Schule geflogen wegen dieser
41:51Poolparty.
41:59Ich möchte einfach nur wissen, was Helena und deine Schwester vorhaben.
42:04Und wenn ich mich weigere?
42:05Es würde Nina das Herz brechen, zu erfahren, dass du deinen Tumor nur vorgetäuscht hast.
42:10Das war ein Prüfer vom Gesundheitsamt.
42:12Hör zu, wenn wir diese Liste nicht innerhalb von zwei Wochen abgearbeitet haben, dann können wir den Laden dicht machen.
42:18Gibt es zwischen uns eigentlich nichts anderes mehr als diese verdammte Krankheit?
42:21Entschuldige, Max. Ich wollte...
42:23Ja, ja, ich weiß, du willst nur mein Bestes.
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