- vor 18 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00.
00:10Wo warst du?
00:11Ich bin schon gefragt, wo du bleibst.
00:13War viel los bei Becker.
00:15Du kennst doch die Geschichten von den Leuten, die mal eben kurz Zigaretten holen hier, ne?
00:18Ben.
00:19Was?
00:21Wir haben gestern Abend noch nicht über alles gesprochen.
00:23Ich weiß. Wir haben nicht über deine Scheidung gesprochen.
00:26Wer weiß, Max macht uns sicher noch einen Strich durch die Rechnung, so wie ich den kenne.
00:29Nein, darum geht es nicht.
00:31Du hast ja gesagt, dass du...
00:33...dass du nicht wissen willst, wo ich gestern noch war.
00:36Weil ich aufhören muss, mich ständig zu fragen, was du tust, wo du bist.
00:40Du und ich, wir beide, hier und jetzt, das ist alles, was zählt.
00:44Okay, gut. Ich habe mich gerade gefragt, wo du bleibst beim Becker.
00:49Aber es war ein kleiner Rückfall. Dafür entschuldige ich mich vielmals.
00:54Nicht jeder kann so konsequent und perfekt sein wie du.
01:00Auf die Gefahren, dass ich mich wiederhole.
01:03Ich liebe dich.
01:05Und wir gehören zusammen und nichts und niemand kommt dazwischen.
01:17Ich liebe dich.
01:20Ich liebe dich.
01:21Ich liebe dich.
01:36Ich liebe dich.
01:40Ich liebe dich.
01:49Ich liebe dich.
01:51Ich liebe dich.
02:21... und du hast in die Abteilungsleiterkonferenz eingerufen.
02:22Aha. Das klingt ja dringend.
02:24Es ist dringend.
02:26Worum geht es denn?
02:27Leg auf und komm her. Dann erfährst du es.
02:30Elsa, mal...
02:36Annabelle hat alle Abteilungsleiter zum Rapport bestellt.
02:39Keine Ahnung, worum es geht.
02:42Ich muss in die Firma. Wir reden später weiter, okay?
02:46Machen wir.
02:49Weißt du was? Wir nehmen uns die Zeit.
02:54Was wolltest du mir sagen?
02:58Dass wir Zeit, Ben. Wir reden später.
03:02Ja? Sicher?
03:05Ja, sicher.
03:08Okay. Es tut mir leid, jetzt habe ich nicht mal gefrühstückt.
03:12Okay.
03:15Tschüss.
03:21Sprech nach einer Firma.
03:22Ja, bis später.
03:24Versprochen.
03:25Ja.
03:41Oh! Sie sind bestimmt Frau Ritter, meine Vertretung. Freut mich sehr. Ich bin Birgit Tertl. Schön, Sie kennenzulernen.
03:49Hallo, freut mich auch. Ein Moment, Kolja, ich es vergesse. Punkt 10 ist eine Abteilungsleiterkonferenz und Frau van Weiden will
03:57dich da auch sehen.
03:57Okay. Na dann, guten Start.
04:00Ja, dir auch.
04:00Und Vorsicht, Jott, hör auf den 10.
04:02Oh, tschüss.
04:03Abteilungsleiter.
04:05Was hat er gerade gesagt?
04:06Schöner Tag heute.
04:08Ach, tatsächlich?
04:08Ja, ja, ja.
04:10Also, ich habe gehört, dass Sie mich hier ganz wunderbar vertreten haben. Und bei all dem Trudel, der hier manchmal
04:15herrscht, weiß ich das wirklich zu schätzen.
04:17Ach, das war halb so wild.
04:19Oh, freut mich sehr, das zu hören. Wissen Sie was? Jetzt, wo ich schon mal da bin, wir könnten doch
04:24gleich die Übergabe machen. Ich meine, können Sie auch her nach Hause?
04:28Also, das ist ehrlich gesagt gar nicht so notwendig, Frau Hertel.
04:32Ach so.
04:33Ja.
04:34Es gibt wohl eine kleine betriebliche Veränderung.
04:39Veränderung?
04:40Ja, ähm, Frau van Weiden hat mich als neue Empfangschefin eingestellt.
04:48Wie bitte?
04:49Also, es tut mir wirklich leid, Frau Hertel, aber, ähm, Frau van Weiden hatte bestimmt einen triftigen Grund. Also, vielleicht...
04:57Frau van Weiden?
04:59Ja, sie hat...
05:00Wissen Sie, was ich glaube, Frau Laine...
05:03Äh, Frau Gitter.
05:05Frau Rütter, ich glaube, dass Sie versuchen, sich hier klammheimlich meinen Job unter den Nagel zu reißen.
05:11Also, Moment mal. Also, also, das will ich ganz bestimmt nicht.
05:14Ach so, das werden wir ja sehen. Ich werde das klären mit Frau van Weiden.
05:19Ja, das ist gut, weil die Chefin sie sowieso sprechen wollte.
05:25Was heißt hier überhaupt klammheimlich?
05:32Was will denn, Mutter, hier überhaupt?
05:34Sie macht sich Sorgen um Viktoria. Du kannst ihr nicht die Fürsorge für ihre Tochter verübeln.
05:39Eine sehr späte Fürsorge.
05:40Besser spät als nie.
05:43Sie bemüht sich wirklich ernsthaft, alte Wunden zu halten.
05:45Ja, durchschlagendem Erfolg.
05:48Viktoria will Falkenthal für immer verlassen. Und jetzt rate mal, warum.
05:53Weißt du, was mir während meiner Gefangenschaft klar geworden ist?
05:57Das Leben besteht in der Mehrzahl nur aus Veränderungen, die wir uns überhaupt nicht wünschen.
06:03Und trotzdem, jede Veränderung wirkt eine neue Chance an sich.
06:07Man muss nur bereit sein, sie zu nutzen.
06:10Vielleicht hast du recht.
06:13Und dass Helena hier ist, ist auch so eine Chance.
06:16Ja, nein, tut mir leid, das kann ich nicht so sehen.
06:18Was deine Mutter betrifft, wenn wir wohl immer verschiedener Meinung sein.
06:22Ja, vermutlich.
06:24Aber ich bin sehr froh, dass du wieder bei uns bist.
06:29Du hast übrigens einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
06:31Letzte Woche bei der Wohltätigkeitsgala.
06:34Und der Senior konnte ganz nebenbei seinen Nachfolger präsentieren?
06:38War das so schlimm?
06:40Ich weiß noch nicht, ob ich wirklich in die Firma einsteigen will, Vater.
06:44Warte mal.
06:46Wer hat das gesagt?
06:48Jede Veränderung birgt die Chance eines Neuanfangs?
07:00Warum habe ich Ben nicht einfach gesagt, dass ich mit Max geschlafen habe?
07:07Es wird furchtbar sein für Ben.
07:09Und ihn unendlich verletzen.
07:13Und das ist genau das, was ich nicht will.
07:15Ben verletzen.
07:18Aber ich kann ihn doch auch nicht anlügen.
07:24Bergmann.
07:25Hallo Mama.
07:27Hallo Paula, meine Süße.
07:28Na, ist alles in Ordnung?
07:30Mir geht's prima, aber ich vermiss dich ganz schön doll.
07:34Ich vermiss dich doch auch.
07:36Sag mal, wie ist denn die Mathearbeit gelaufen eigentlich?
07:38Ganz okay, glaub ich.
07:39Und wie geht's Papa und Ben?
07:45Mama?
07:46Ja, dem geht's beiden gut.
07:49Ja, Papa freut sich schon auf dich.
07:51Und auf die Ferien, damit er endlich mehr mit dir unternehmen kann.
07:55Oh ja, ich freue mich auch schon auf die Ferien.
07:57Und auf Papa.
07:58Ist ja nicht mehr so lange.
08:00Vielleicht können wir ja dann mit Papa und Ben eine Radtour machen.
08:03Wir alle vier zusammen.
08:04Das wäre doch toll, oder?
08:07Ja, Paula, es wäre toll.
08:19Hallo.
08:20Hallo.
08:33Auf den Weg zur Arbeit?
08:35Gut kombiniert.
08:37Und selbst?
08:38Ich hätte eigentlich mal wieder Lust auf eine Prügelein.
08:41Verstehe.
08:42Ich eigentlich nicht.
08:44Aber ich meine, wenn Sie wollen.
08:46Ja, vielleicht ein andermal.
08:50Gerne.
08:54Neulich im Co. sieben.
08:56Ich hätte einfach eher gehen müssen.
08:58Ja, ich war ja auch nicht ganz unbeteiligt.
09:00Ich denke, wir haben uns beide wie Idioten benommen.
09:04Tja.
09:06Vergessen wir es einfach.
09:08Gut.
09:20Ah, na guten Morgen, die Herren.
09:22Morgen, Elsa.
09:23Sie zuerst.
09:24Nein, bitte.
09:25Ich habe Zeit, wirklich.
09:26Das ist ja hier wie in einer Metzgerei.
09:27Aber ich verspreche Ihnen, jeder kommt dran.
09:29Wer will denn zuerst?
09:30Hat die Konferenz schon angefangen?
09:31Du hast noch zehn Minuten Zeit.
09:32Weiß man, worum es jetzt geht?
09:34Keine Ahnung.
09:34Frau van Weiden will es einem persönlich sagen.
09:36Okay, dann gehe ich gleich zu, ja.
09:37Nein, warte.
09:37Frau Hertel ist noch in ihrem Büro.
09:39Okay.
09:41So, und was kann ich für Sie tun?
09:43Ist Nina schon da?
09:44Ich muss Sie unbedingt sprechen.
09:45Sie kommt etwas später heute.
09:46Aber vielleicht kann ich dir ja weiterhelfen.
09:48Nein.
09:50Entschuldigung, das war vielleicht eine blöde Frage.
09:52Sagst du mir Bescheid, wenn sie kommt?
09:53Weiß sie denn, dass du auf sie wartest?
09:56Sag es mir einfach, okay?
09:57Oh Gott.
09:59Man wird ja noch mal fragen dürfen.
10:01Frau Hertel, es ist so, wie ich es gerade gesagt habe.
10:04Frau Ritter ist und bleibt unsere neue Empfangchefin.
10:06Finden Sie sich damit ab.
10:08Frau van Weiden, ich weiß, dass Sie mich noch nie leiden konnten.
10:11Und es tut mir auch leid, dass ich so lange nicht da war.
10:14Ja, das sollte es auch.
10:15Aber dass Sie die Krankheit meiner Tante benutzen,
10:18um mich zugunsten einer jüngeren Kollegin abzuservieren, das...
10:21Wer spricht denn von abservieren?
10:23Wie würden Sie das denn nennen?
10:26Ich glaube nicht, dass ich Ihnen jemals Anlass gegeben habe,
10:29sich über meine Arbeit zu beschweren.
10:31Und meine Loyalität der Firma gegenüber...
10:33Aber Frau Hertel, Loyalität ist doch kein Wert an sich.
10:37Das kann man kaufen.
10:39Gut, Frau van Weiden, tun Sie, was Sie nicht lassen können.
10:41Und wenn Sie wollen, dann kündigen Sie mir.
10:43Aber ich werde das nicht auf sich beruhen lassen.
10:45Ich gehe zum Betriebsrat.
10:46Das werden Sie nicht tun.
10:47Sie werden sich wundern, was ich noch alles tun werde.
10:49Na, dann hoffe ich mal, Sie tun es im Sinne der Firma.
10:52Warum sollte ich?
10:58Ich, äh...
10:59Ich bin gar nicht gekündigt?
11:01Nein.
11:03Und Sie stellen mich nicht ab zum Aktensortieren in den Keller?
11:08Frau Hertel, die Manufaktur geht neun Zeiten entgegen.
11:11Und ich kann im Moment auf niemanden verzichten.
11:15Ich, äh...
11:16Und schon gar nicht auf eine gute Chefsekretärin.
11:21Chefsekretärin?
11:21Ja.
11:22Sind Sie an dem Job interessiert?
11:24Nur was ist Zeit?
11:25Das Geld und meine Geduld hält sich auch in Grenzen.
11:30Natürlich.
11:31Gut.
11:32Dann sehe ich Sie in einer Minute mit Block und Stift.
11:34Danke, das war's.
11:46Haben Sie die Kündigung von Frau Hertel schon weitergegeben?
11:49Noch nicht?
11:50Gut.
11:50Ich hab's mir nämlich anders überlegt.
11:53Vernichten Sie sie.
11:54Frau Hertel arbeitet bei uns ab sofort als Chefsekretärin.
11:59Danke.
12:07Hallo, Nina.
12:09Du wolltest mich sprechen?
12:11Willst du auch einen Kaffee?
12:12Nein, danke.
12:13Ich muss gleich weiterarbeiten.
12:15Klar.
12:19Ich wollte dir nur sagen, dass...
12:22Ich hab lange nachgedacht.
12:24Über uns.
12:25Über gestern Nacht.
12:26Max, bitte.
12:26Ich glaub, das ist jetzt hier wirklich nicht der richtige Ort, um darüber zu sprechen.
12:30Ich...
12:30Du meinst wegen Ben?
12:33Du hast es ihm nicht gesagt, stimmt's?
12:35Nein, es gab noch keine Gelegenheit dazu.
12:39Versteh.
12:42Nein, Max, ich glaub, du verstehst nicht dich.
12:45Ich...
12:45Ich werde es ihm auf jeden Fall erzählen.
12:48Nina, bitte hör mir zu.
12:51Gestern Nacht ist zwischen uns etwas passiert.
12:53Etwas, das größer ist als wir beide.
12:57Denn es ist Schicksal, oder?
12:59Bitte, Max.
13:00Ich sag die Wahrheit.
13:03Wir lieben uns noch immer.
13:05Und du weißt, dass es die Wahrheit ist.
13:08Das Einzige, was ich weiß, Max, ist, dass...
13:12dass das nicht hätte passieren dürfen.
13:16Dass ich...
13:17Ich hätte das nicht tun dürfen.
13:20Ich kann nicht glauben, dass du das hier sagst.
13:24Wir beide, Max.
13:28Das ist vorbei.
13:29Diese Nacht bedeutet eine zweite Chance für uns, Nina.
13:37Diese Nacht war ein Fehler.
13:40Du hast mich trösten wollen, weil...
13:44weil ich mich allein gefühlt habe und...
13:47ja, und ich hab mich trösten lassen, aber...
13:52aber für uns beide gibt es keinen Weg zurück.
13:57Warum verspeichst du es dann, Ben?
14:01Ich werde es ihm sagen.
14:02Soll ich dir sagen, warum du es ihm noch nicht erzählt hast?
14:05Du hast dich noch nicht entschieden.
14:07Das ist der Grund.
14:09Nein, es tut mir leid, Max.
14:10Das ist nicht der Grund.
14:13Ich liebe Ben.
14:16Und diese Liebe ist...
14:23Max, es...
14:25es ist anders, als es jemals zwischen uns beiden war.
14:43Hey.
14:44Ist alles in Ordnung?
14:48Gar nichts ist in Ordnung, Lisa.
14:52Wie Sie alle wissen, kämpft unsere Familie seit Jahren darum,
14:55um für Faltenthal Porzellan neue Absatzmärkte zu erschließen.
14:59Daher freut es mich sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen,
15:02dass sich diese Anstrengungen gelohnt haben.
15:05Sie soll die Katze endlich aus dem Sack lassen?
15:07Die weltbekannte Hotelkette Royal Saphir
15:11hat uns den Großauftrag erteilt,
15:13ihr neuestes Luxushotel,
15:16die Royal Divine Towers in Dubai,
15:20exklusiv mit Faltenthal Porzellan zu bestücken.
15:23Wahnsinn.
15:24Kann man so sagen.
15:25Ich muss Ihnen nicht sagen,
15:26welche Chancen sich für unser Unternehmen
15:29durch diesen Großauftrag ergeben.
15:32Ähm, ist so ein großes Auftragsvolumen
15:34für die Manufaktur in so kurzer Zeit überhaupt machbar?
15:36Nun, wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann schon.
15:40Deshalb erwarte ich von Ihnen und von Ihren Mitarbeitern
15:43ab sofort allerhöchsten Einsatz.
15:46Die Details finden Sie in den Unterlagen,
15:48die Ihnen meine Chefsekretärin Frau Hertel gleich geben wird.
15:51Chefsekretäre?
15:52Das nenne ich meine schnelle Beförderung.
15:53Ja.
15:54Unsere Produktion wird auf 24 Stunden ausgedehnt.
15:57Für alle Mitarbeiter besteht ab sofort Urlaubsstopp.
16:01Noch irgendwelche Fragen?
16:03Nein?
16:04Nein.
16:06Dann viel Erfolg.
16:07Ich danke Ihnen.
16:11Schlecht, Mama.
16:12Herzlichen Glückwunsch, Frau Chefsekretärin.
16:15Danke.
16:16Danke.
16:17Danke.
16:17Ich hab mir gedacht, ich bin gefeuert.
16:19Dann hätte sie es aber mit mir zu tun gekriegt.
16:27Hier, trinkt das erst mal.
16:28Das wird dir gut tun.
16:35Egal, was ich mache, Elsa.
16:39Irgendjemandem tue ich immer weh.
16:42Und ich dachte, das wäre alles okay zwischen euch.
16:44Also nach Bens Laune heute Morgen zumindest zu urteilen.
16:47Ja, ist das ja auch.
16:48Also mit Ben zumindest.
16:53Mit Max aber nicht.
16:55Nein.
16:57Macht er dir Probleme wegen der Scheidung?
17:01Nein.
17:03Habe ich was verpasst?
17:07Ach, Nina, jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.
17:14Ich habe einen Fehler gemacht, Elsa.
17:18Einen schlimmen Fehler.
17:21Ach komm, so schlimm wird dein Fehler schon nicht sein.
17:27Oder doch?
17:30Gestern Nacht, da...
17:35Ich habe mit Max geschlafen.
18:03Ich hoffe, du willst nicht die Einladung für heute Abend absagen.
18:06Nein, nein.
18:07Annabelle und ich freuen uns.
18:08Ach, und Max freut sich auch.
18:10Schön.
18:10Ich hatte gerade ein Gespräch mit ihm.
18:12Und?
18:13Dein Bruder will zwar in Falkenthal bleiben,
18:15aber er hat sich immer noch nicht endgültig entschlossen,
18:17für die Firma zu arbeiten.
18:18Tja, das wird er wohl nie,
18:19wenn du ihn nicht zu seinem Glück zwingst.
18:21Ja, es kann eben nicht jeder in der Familie
18:23so ehrgeizig und zielstrebig sein wie du.
18:26Ich nehme mal an, das war ein Kompliment.
18:28Ja.
18:29Setz dich doch.
18:30Danke.
18:32Das warst du übrigens schon immer.
18:33Du wusstest schon immer, was du wolltest.
18:36Schon als Kind.
18:38Was ist das?
18:39Für mich?
18:39Ja.
18:41Ein kleines Andenken.
18:46Ach, oh nein.
18:49Das alte Ding hast du aufgehoben.
18:52Ja, du warst noch zu klein,
18:54als Max eingeschult wurde,
18:55aber trotzdem wolltest du auch unbedingt zur Schule.
18:59Ich habe einfach nicht begriffen,
19:01warum Max dahin darf und ich nicht.
19:03Aber wenigstens habe ich meine eigene kleine Schultüte bekommen.
19:07Ich habe auch lang genug darum gebettelt.
19:08Ja, sag mir mal so,
19:11du warst schon damals sehr durchsetzungsfähig.
19:13Und als ich dann meine richtige,
19:16große Schultüte bekommen habe,
19:17Jahre später, als Max schon Klassenbester war,
19:20da...
19:21Ach, die hier war mir immer wichtiger.
19:25Wusstest du, dass ich sie am ersten Schultag
19:27mit in die Schule genommen habe?
19:28Ja.
19:29Max hat sich ewig darüber lustig gemacht.
19:31Er wusste es nicht besser.
19:36Er hat es in allem irgendwie einfacher.
19:41Erst war er der Ältere,
19:43dann der Klügere,
19:46dann ein Mann.
19:48Und jetzt ist er sogar dein einziges Kind.
19:52Prinzessin.
19:55Ich liebe Max natürlich.
19:57Aber dich liebe ich genauso.
20:00Max kann ich nicht ersetzen.
20:04Ich...
20:05geh nicht fort.
20:07Bleib hier bei mir,
20:08bei uns in Falkenthal.
20:10Bei deiner Familie.
20:12Es ist lieb, dass du das sagst.
20:17Ich...
20:18habe auch ein Geschenk für dich.
20:20Mhm.
20:21Eigentlich wollte ich es dir erst heute Abend sagen,
20:23aber...
20:25jetzt...
20:26Ich habe beschlossen,
20:28dass ich dich unmöglich
20:30hier alleine in Falkenthal lassen kann.
20:33Heißt das etwa?
20:34Mhm.
20:35Ich bleibe.
20:36Bei dir.
20:38Ja, bringt mich so...
20:39Ein schöneres Geschenk kannst du mir gar nicht machen.
20:44Du hast Koya von einem Probetag erzählt?
20:47Ja, gestern Abend.
20:48Was hat er gesagt?
20:49Dass ich mich später für den Ausbildungsplatz bewerben könnte,
20:51wenn ich Lust habe.
20:53Ist doch super, oder?
20:54Ja, wow, allerdings.
20:56Oh Mann.
20:57Ich hätte echt lieber Tee statt Kaffee trinken sollen.
21:00Bei mir im Magen rumort es ganz schön.
21:02Das ist doch ganz normal.
21:03Du bist aufgeregt.
21:04Ja.
21:05Aber das wäre doch bei dir auch bestimmt so, oder?
21:08Von so einem Probetag hängt einfach verdammt viel ab.
21:11Ach.
21:12Bleib ganz cool.
21:13Lass dir ein paar Dinge erklären.
21:15Hör gut zu.
21:16Stell Fragen, wenn du was wissen willst.
21:17Alles wird gut.
21:18Na, ihr Kleinen?
21:20Hallo.
21:21Geil.
21:22Du bist halt aber fühllos.
21:23Ja, ich habe noch Maike abgeholt.
21:24Und was bitte machst du hier?
21:26Ich fange mein Praktikum an.
21:28Dein was?
21:29Mein Praktikum in der Designabteilung.
21:32Was?
21:33Du hast schon einen Praktikumsplatz für die offene Stelle?
21:36Ja.
21:37Colli hat mich angerufen und fest zugesagt.
21:44Also ganz ehrlich, ich verstehe es nicht.
21:51Das ist auch nicht zu verstehen.
21:54Mensch, Nina.
21:56Warum hast du denn das gemacht?
21:58Du liebst doch Ben.
22:03Es war bescheuert.
22:04Ich weiß.
22:10Aber ich war völlig fertig.
22:11Und Max?
22:15Max war da.
22:17Er war einfach da.
22:18Verstehst du?
22:20Ich versuch's.
22:28Ich hab so unglaubliche Angst davor, es Ben zu sagen.
22:33Willst du es ihm versprechen?
22:35Nein.
22:36Aber?
22:38Aber ich konnte es ihm noch nicht sagen.
22:42Bist du da noch nicht sicher?
22:44Doch, bin ich.
22:45Und ich wollte es ihm sagen, aber...
22:49Wollen reicht ihm manchmal nicht.
22:51Beim ersten Mal, als ich es ihm sagen wollte, da...
22:57Da war er ja gerade dabei, sich bei mir zu entschuldigen.
23:01Und beim zweiten Mal?
23:03Ja, beim zweiten Mal hast du angerufen und...
23:05Und er musste in die Manufaktur kommen.
23:08Aber du startest schon noch einen dritten Versuch.
23:13Ich will ihn nicht belügen, Elsa.
23:18Aber ich weiß einfach nicht, wie ich es ihm sagen soll.
23:21Dann sag ihm das genauso, wie es war.
23:24Und zwar, dass es mit Max vorbei ist.
23:26Und dass du ihn liebst.
23:27Und mit Max ist es doch vorbei.
23:30Ja, natürlich.
23:34Auch wenn Max immer ein Teil...
23:36meines Lebens bleiben wird.
23:38Durch Paula erst.
23:41Er ist ihr Vater, aber...
23:45Aber Ben ist der Mann, den ich liebe, Elsa.
23:48Sag ihm das.
23:50So schnell wie möglich.
23:54Und wenn...
23:57Und wenn...
23:57Und wenn ich ihn dadurch verliere...
24:00Das wirst du nicht.
24:03Natürlich wird er toben.
24:06Aber er wird dir verzeihen.
24:09Weil er dich liebt.
24:21Hallo.
24:27Was ist denn los mit euch?
24:28Das wüssten wir gerne von dir.
24:31Wie meinst du das?
24:33Ach, wir haben mitgekriegt, dass es hier noch freie Praktikumsplätze gibt und da haben wir gedacht, wir drucken ein paar
24:38Flugblätter und verteilen sie in ganz Falkenthal.
24:41Lilly, wo ist das Problem?
24:42Ich traf das nicht ganz. Du hast doch mir den Praktikumsplatz versprochen. Oder war das ein Witz?
24:46Nein.
24:47Sorry, Coria, aber warum bitte das denn auf einmal?
24:50Also ehrlich gesagt, gestern Abend, ja, da...
24:53Da hab ich dir doch erzählt, dass Lilly mir diesen Probetag versprochen hat.
24:56Ja, womit wir beim Problem sind. Wieso vergibst du hinter meinem Rücken irgendwelche Probetage?
25:00Wow, ich vergebe hier gar nichts, okay? Ich finde nur, dass Maike auch eine Chance verdient hat. Sie hat Talent.
25:05Ja, und ich auch.
25:06Ähm, Lilly, lass mal gut sein. Ich geh dann lieber mal.
25:10Nein, du bleibst hier.
25:12Wir können ja losen.
25:14Losen ist ein Quatsch. Die Entscheidung ist längst gefahren. Ich geh nicht, ich bleibe.
25:17Noch leite ich die Abteilung hier, ja?
25:19Okay, dann triff auch mal eine Entscheidung. Wer von beiden bekommt denn jetzt die Chance?
25:26Ja, Coria Hartl, hallo?
25:29Frau von Weiden.
25:30Ja.
25:32Nein, kein Problem. Wir kriegen das hin.
25:34Klar.
25:36Ja, danke schön.
25:37Tschüss.
25:41Okay, ihr kriegt beide eine Chance.
25:44Ihr kriegt ein Praktikum und der bessere von euch erhält am Ende den Ausbildungsplatz.
25:48Ganz einfach.
25:49Aber jetzt ab an die Arbeit. Wir haben schon genug Zeit vertrödelt.
26:02Hey.
26:04Was ist denn hier los?
26:05Annabelle hat einen neuen Großauftrag an Land gezogen. Wir starten ein Luxushotel in Dubai aus.
26:10Toll.
26:11Na ja, du hast ein bisschen viel für Falkenthal Porzellan.
26:13Na ja, wenn Annabelle meint, es ist zu schaffen.
26:15Das meint sie.
26:17Dann wird Falkenthal Porzellan wohl müssen.
26:18Hm, ich glaube, wir müssen alle. Ich sage nur Urlaubsstopp.
26:22Ja, verstehe.
26:24Bin...
26:24Neue Werbebroschüren, neue Kataloge, eine eigene PR-Kampagne. Ganz speziell abgestimmt auf diesen Großauftrag.
26:31Falkenthal Porzellan, der neue Global Player in der internationalen Porzellan-Erstellung.
26:35Entschuldige, ganz kurz.
26:37Petersen?
26:39Ah, Frau Siebermann. Grüße Sie.
26:41Ja, kann ich Sie in zwei Minuten zurückrufen?
26:44Danke, bis gleich.
26:47Entschuldige. Plötzlich wollen alle was von uns.
26:49Alles in Ordnung mit dir?
26:52Dein Ex-Mann war vorhin in der Firma.
26:54Ich weiß.
26:55Wohl der zu dir.
27:02Vielleicht ist es wichtig?
27:03Nein, nein. Das ist okay.
27:05Du wolltest mir was sagen?
27:08Paula hat angerufen.
27:10Ach so? Wie geht's dir denn?
27:12Freut sie sich auf die Ferien?
27:19Also, geh schon ran. Ich...
27:21Wir sehen uns ja nachher.
27:25Ja?
27:27Peter, hallo.
27:29Ja, ich komm gleich runter. Ich muss noch ein Telefonat führen, okay?
27:32Dann bin ich gleich bei dir.
27:33Bis gleich.
27:36Sprechen Sie mit dem Abteilungsleiter. Ich erwarte von ihm eine detaillierte Aufstellung
27:40alle verfügbaren internen und externen Kapazitäten.
27:44Was können wir auslagern, was nicht?
27:46Ja, selbstverständlich.
27:48Und vergessen Sie nicht, alles heute noch per Fax rauszuschicken.
27:51Danke, das wär's.
27:54Richard, Victoria.
27:55Hallo.
27:55Ist was passiert?
27:58Ihr seid so gut gelaunt?
27:59Ja, entschuldige, wenn wir dich so überfallen, aber ich wollte es dir unbedingt gleich sagen.
28:03Victoria hat ihren Entschluss geändert.
28:05Sie und Hagen werden in Falkenthal bleiben.
28:09Ach, wirklich? Das ist ja...
28:11Eine schöne Nachricht.
28:12Ich freu mich so für dich.
28:15Ja, ich weiß, dass Ihre Beziehung im Moment sehr angespannt ist, aber vielleicht sollten
28:19wir das hier zum Anlass nehmen, um endgültig die Waffen zu strecken und wieder von vorne
28:23anzufangen. Was meint ihr?
28:25Was mich betrifft gern.
28:27Natürlich.
28:28Nur leider hab ich im Moment überhaupt keine Zeit mit euch zu feiern. Hier geht es gerade
28:32drunter und drüber.
28:33Wir wollten dich auch gar nicht lange aufhalten. Ich muss eh noch ein paar Telefonate führen.
28:37Wir sehen uns später, Jan.
28:38Bis später.
28:39Ciao.
28:39Ciao.
28:41Dann hat das wohl mit dem Auftrag geklappt?
28:44Ja, stell dir vor. Die Warriors der vier Hotels.
28:47Nein. Ich gratuliere dir.
28:51Danke.
28:52Eine gute Nachricht nach der anderen.
28:55Hat denn meine vielbeschäftigte Businessfrau noch Zeit für eine Tasse Kaffee mit mir?
28:59Für dich doch immer.
29:10Lilly, wie kannst du mich vor den beiden so bloßstellen?
29:14Tut mir leid, Koi. Es war keine Absicht. Ich dachte nur, dass Maike...
29:17Ja, Maike und Erik denken jetzt, sie können ja machen, was sie wollen.
29:21Oh, die haben schon verstanden, wer hier der Chef ist. Glaub mir.
29:23Ja, hoffentlich.
29:25Aber sag mal, deine Zusage für Erik hab ich bis jetzt nicht verstanden.
29:28Geht doch erstmal nur um Praktikumsplatz.
29:30Ja, aber du wolltest ihn doch nicht.
29:33Ja, bis... bis meine Mutter kam.
29:39Ach. Eva hat sie bestimmt auf dich angesetzt.
29:42Oder deinen Vater.
29:43Oder mein Vater.
29:45Ja, auf jeden Fall glauben jetzt alle, dass Erik ein Naturtalent ist.
29:49Maike ist mindestens genauso gut.
29:51Ja, das find ich auch. Deswegen will ich ja beiden eine Chance geben.
29:53Beide kriegen ein Praktikum und der Bessere gewinnt am Ende.
29:57Die Idee ist klasse. Ich frag mich nur, ob du...
30:00Was denn?
30:02Ob du die Entscheidung nicht besser von der Chefin absegnen lässt.
30:05Welcher Chefin?
30:06Der Chefin von Falkenthal Porzellan.
30:09Ich bin Chef der Designabteilung und ich finde, das reicht.
30:14Na dann.
30:17Also ich muss schon sagen, dieser Großauftrag verdient seinen Namen.
30:21Hast du das nur geschafft?
30:22Ihr habt dich doch nie im arabischen Raum engagiert.
30:24Du weißt doch, wie es ist.
30:26Die Früchte unserer Anstrengungen führen oft erst auf Umwegen zum Ziel.
30:31Das hat geklappt, nur das zählt.
30:33Ja.
30:35Ich freu mich wirklich sehr für dich, allerdings...
30:37Was?
30:40Also du weißt, ich kenn mich in der Porzellanbranche gar nicht aus,
30:42aber birgt so ein großes Produktionsvolumen
30:44nicht auch ein gehöriges Risiko für Falkenthal Porzellan?
30:47Natürlich tut es das, aber das ist auch unsere Chance.
30:52Und du glaubst, die Kapazitäten reichen aus?
30:56Eine sorgfältige Planung und eine effiziente Kostenkontrolle
30:59werden die Risiken auf ein Minimum reduzieren.
31:05Du kannst sehr überzeugen, Türke.
31:11Entschuldige.
31:14Entschuldige.
31:18Entschuldige.
31:32Ich weiß.
31:35Entschuldige.
31:37Wenn das kein Grund zum Feiern ist.
31:41Bis später.
31:42Bis später.
32:03Geben Sie das bitte in der Küche ab.
32:05Alles weitere besprechen Sie dann mit meinem Mann.
32:06Gern.
32:08Der Menüplan für heute Abend.
32:10Mhm, verstehe.
32:12Und das Kochen war auch nie meine Sache.
32:13Wie die Mutter, so die Tochter.
32:16Warum hat Richard dich eigentlich geheiratet?
32:18Wenn du noch nicht mal kochen kannst?
32:21Tja, das habe ich mich manchmal auch gefragt.
32:25Entschuldige bitte, ich wollte mich...
32:27Schon gut.
32:28Ich habe Richard vorhin getroffen.
32:30Ja, er hat es mir erzählt.
32:31Er hasst mich.
32:33Nein, so ist es nicht.
32:34Doch, Viktoria, das ist die Wahrheit, mit der ich nun mal leben muss.
32:37Ich habe ihn einfach zu sehr verletzt.
32:44Du hättest heute Annabels Gesicht sehen sollen.
32:47In der Manufaktur.
32:48Oh, sie ist bestimmt sehr glücklich darüber, dass du nun doch in Falkenthal bleibst.
32:53Und wie.
33:07Der Vertrag ist soweit in Ordnung.
33:10Keine versteckten Klauseln, keine schwammigen Formulierungen.
33:14Also vielleicht hier.
33:16Was?
33:18In Absatz 7 geht es um eine Regelung zur Lieferverzögerung.
33:22Was soll damit sein?
33:23Bei einer Verzögerung wird eine Konventionalstrafe fällig.
33:26Das ist doch allgemein üblich, oder nicht?
33:28Ja, schon, aber die reden hier vom zweieinhalbfachen des Warenwertes.
33:31Das ist eine Menge Geld.
33:32Das könnte Falkenthal-Purzellan das Genick brechen.
33:34Es wird zu keinen Verzögerungen kommen.
33:36Ich habe externe Produktionsanlagen angemietet.
33:40Ich habe für alles vorgesorgt.
33:42Gut.
33:42Ist ja Ihre Firma.
33:44Sehr richtig.
33:46Was ist das?
33:48Nicht ganz.
33:50Sie waren wohl nicht sehr überzeugend, scheint mir.
33:53Wovon reden Sie?
33:55Sie wissen genau, wovon ich rede.
33:58Was ist an, nehmen Sie Viktoria und verschwinden Sie aus Falkenthal nicht zu verstehen?
34:03Annabelle, das ist nicht allein meine Entscheidung.
34:05Viktoria hat sich mit ihrem Vater versöhnt und sie will in seiner Nähe bleiben.
34:09Tja, das möchte ich auch.
34:11Und warum, in Gottes Namen, vertragen Sie sich dann nicht mit ihr?
34:15Sie wissen genau, dass ich das nicht kann.
34:18Also überzeugen Sie Ihre kleine Frau, dass es überall auf der Welt schöner ist als in Falkenthal.
34:27Sie können mir drohen, so viel Sie wollen.
34:29Wenn Viktoria nicht gehen will, dann kann ich Sie auch nicht zwingen.
34:36Falsche Antwort.
34:51Richard, Annabelle, schön, dass ihr kommen konntet.
34:56Mein Entschluss, vielmehr unser Entschluss, nun doch in Falkenthal zu bleiben,
35:03fiel mir letztendlich doch nicht so schwer, wie ich anfangs dachte.
35:07Es war ein Fehler von mir, hier weggehen zu wollen.
35:10Weg von meiner Familie.
35:13Ich weiß jetzt, dass mein Platz hier in Falkenthal ist.
35:17Bei euch.
35:18Zum Wohl.
35:20Darauf trinke ich gern.
35:22Du weißt, dass du uns mit deinem Entschluss sehr glücklich machst.
35:25Ja, dann.
35:26Auf die Familie.
35:31Weiß jemand von euch, wo Max steckt? Ich konnte ihn nicht erreichen.
35:34Nein, ich habe ihn zuletzt heute Morgen gesehen.
35:36Hat sicherlich noch zu tun.
35:37Dann können wir ja ein Gedeck abräumen.
35:39Nein, nein, nein, das nur.
35:40Wir sind ja noch gar nicht vollzählig.
35:42Entschuldigung.
35:45Mutter.
35:48Wie schön, dass du kommen konntest.
36:03Was hätte ich denn tun sollen?
36:06Hier klingelte das Telefon, da das Fax.
36:09Ben hatte einfach wahnsinnig viel um die Ohren.
36:11Schon klar.
36:12Wieder kein guter Zeitpunkt, hm?
36:14Den wird es wohl nie geben.
36:15Eben.
36:17Hallo, Birgit.
36:19Hallo, meine Süße.
36:21Mein Gott, wir konnten wirklich nicht einverneidig zusammen miteinander reden.
36:25Jetzt auch kein Problem bei dem Stress.
36:26Aber übrigens, herzlichen Glückwunsch zur Beförderung.
36:29Dankeschön.
36:32Sie wollen schon gehen?
36:34Entschuldigung, aber ich habe jetzt Feierabend.
36:36Ja, das hier sind die neuen Produktionsrichtlinien.
36:39Bitte morgen früh gleich an die Abteilungsleiter weiterreichen.
36:41Das mache ich.
36:42Und, äh, übrigens
36:45Bing heute Morgen.
36:47Ja, ja, ist schon gut.
36:48Also, eine Frisörin kann eine Menge vertragen.
36:50Oh, Sie sind Frisöse?
36:56Schönen Feierabend.
37:08Es wird wohl nichts mit dem Feierabend.
37:13Du musst unbedingt die Pastete probieren.
37:15Ein Traum.
37:16Hagen hat mit seinem neuen Koch wirklich einen guten Griff getan.
37:19Nein, danke, Viktoria.
37:20Ich habe keinen Hunger mehr.
37:21Oh.
37:23Möchtest du?
37:24Ja, gern.
37:25Hagen.
37:27Ich hoffe, dass ich dir nicht den Appetit verdorben habe.
37:30Was erwartest du?
37:31Ich erwarte gar nichts, Richard.
37:32Ich bin heute Abend zu Gast bei meiner Tochter und...
37:34Ach, bitte.
37:35Wir wollen doch heute Abend feiern.
37:37Ah, Viktoria, du verlangst ein bisschen viel von deinem Vater, findest du nicht?
37:41Ach, lass nur Annabelle.
37:42Wenn es Viktoria glücklich macht, ihre Mutter bei sich zu haben, dann habe ich dafür natürlich
37:45Verständnis.
37:46Danke.
37:47Es macht mich wirklich glücklich, dass meine Mutter und ich wieder einen Schritt aufeinander
37:50zugemacht haben.
37:52Und es macht mich vor allem glücklich, dass ich euch beide nun an meiner Seite haben
37:57werde.
37:57Mein Vater und meine Mutter.
38:01Wie soll ich das denn jetzt verstehen?
38:03Ich werde meinen Privatwohnsitz hier nach Falkenthal verlegen.
38:06Meine Geschäfte kann ich auch von hier aus führen.
38:10Entschuldigt mich bitte kurz.
38:16Frau Hertel, was gibt's denn?
38:19Was?
38:22Nein, nein.
38:23Bleiben Sie, wo Sie sind.
38:25Es tut mir leid, aber ich muss dringend in die Firma.
38:28Ist was passiert?
38:29Nichts Ernstes, nur ein paar Unterschriften.
38:33Aber die Papiere müssen heute Abend noch raus.
38:36Soll ich dich begleiten?
38:38Nein, nein.
38:39Wir sehen uns ja später zu Hause.
38:42Danke.
38:44Viktoria, ich bin untröstlich.
38:47Aber immer, wenn es am schönsten ist.
38:48Danke für deinen Besuch.
38:49Danke für den schönen Abend.
38:53Guten Abend.
38:54Guten Abend.
38:54Guten Abend, Annabelle.
39:00Moment.
39:01Er hat euch beiden einen Praktikumsplatz angeboten?
39:03Einfach so?
39:04Nicht ganz.
39:05Lilly hat Kolja ein bisschen auf die Sprünge geholfen.
39:07Lilly, dein Freund und Helfer.
39:09Ja, immerhin.
39:10Sonst hätte das bestimmt nicht sofort geklappt.
39:11Hauptsache, es hat geklappt.
39:13Du und ich, wir arbeiten jetzt in derselben Firma, Schwesterherz.
39:15Na, noch hab ich den Ausbildungsplatz nicht.
39:18Ja, den kriegst du auch noch.
39:19Und dann bleibst du mir noch eine Weile erhalten, ne?
39:21Das wär schön.
39:22Find ich auch.
39:24So, und jetzt gehen wir fein.
39:25Im Cosi?
39:26Im Cosi?
39:27Kellner sind unter aller Kanone da.
39:29Hey, das stimmt überhaupt nicht.
39:31Ruf mal eben Nina an.
39:32Vielleicht hat sie Zeit.
39:33Okay, oh.
39:34Gedankenübertragung?
39:36Ist die Druckerei.
39:40Petersen?
39:42Die Broschüren sind fertig.
39:44Ja, ja, ich komme.
39:45Sofort, ja.
39:47Mhm.
39:49Also keine Feier.
39:50Es tut mir leid.
39:51Die Werbebroschüren sind fertig.
39:53Bei dem Stress, den Annabelle gerade macht,
39:54seh ich die mir lieber persönlich an.
39:55Ist das okay?
39:56Ja, ja, klar.
39:57Anderes Mal?
39:58Mhm.
39:59Tschüss.
40:00Tschüss.
40:06Vielen Dank für alles, Viktoria,
40:08aber ich denke, ich werde jetzt gehen.
40:09Och, bitte bleib doch noch.
40:11Noch ein Glas Champagner.
40:12Ja, vielleicht ein andermal,
40:13aber es ist einfach schon spät.
40:14Schon gut.
40:15Ich bin ja froh,
40:16dass du wenigstens bis hierhin ausgehalten hast.
40:18Es war mir wichtig,
40:20dass wir alle mal an einem Tisch sitzen.
40:21Aber das verstehe ich doch.
40:23Gute Nacht, Prinzessin.
40:24Gute Nacht.
40:25Komm gut heim.
40:26Ja.
40:28Vielen Dank, Argen.
40:30Richard.
40:32Du glaubst vielleicht,
40:33mein Kommen heute Abend war gegen dich gerichtet.
40:35Doch dem ist nicht so.
40:37Ja.
40:38Gib dir keine Mühe.
40:49Auf den ereignisreichen Tag.
40:50Ja.
40:53Und für manche ist ja wohl noch lange nicht zu Ende.
40:56Arme Annabelle.
40:59Hören Sie, Westermann.
41:00Unsere Manufaktur arbeitet seit 40 Jahren mit Ihrer Firma zusammen.
41:04Und Sie wollen mir erzählen, Sie können nicht liefern?
41:09Erzählen Sie das unserem Anwalt.
41:11Was soll das heißen?
41:13Keiner unserer Lieferanten?
41:14Er sagt, sein Lager ist leer.
41:16Er kann frühestens in zwei Monaten liefern.
41:18Was?
41:19Und dann nur eine kleine Menge.
41:20In zwei Monaten, das ist doch viel zu spät.
41:22Natürlich ist das zu spät.
41:24Ohne dieses verdammte Zeug können wir keinen einzigen Teller produzieren.
41:28Was heißt das jetzt?
41:30Ohne Kaolin keine Lieferung.
41:34Wenn wir nicht sofort etwas unternehmen, können wir den Großauftrag nicht erfüllen.
41:41Jetzt ist hier bei Collier die Frauenkarte, damit du den Ausbildungsplatz bekommst.
41:44Ach, stimmt gar nicht.
41:46Die ist gar nicht blöd.
41:47Mach dich an deinen Chef ran und der Ausbildungsplatz ist dir sicher.
41:50Und was ist da passiert?
41:51Ach, nur ein paar Lieferschwierigkeiten.
41:54Annabelle ahnt noch nicht, wie ernst ihre Lage ist.
41:56Ich liebe dich.
41:58Und du liebst mich auch.
41:59Gib uns eine Chance.
42:01Alles, was zählt, ist, dass wir beide zusammen sind.
42:03Und es bleiben.
42:03Und es bleiben.
42:09Und es bleiben.
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