- vor 31 Minuten
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:30Da draußen ist was los. Andreas schafft den Tresen gar nicht allein.
00:34Er jongliert gerade mit belegten Broten für eine Sitzung.
00:38Und trotzdem habe ich dir was Süßes mitgebracht.
00:41Danke.
00:44Keine Ursache.
00:47Übrigens, ähm, Silke hat vorhin gekündigt.
00:51Echt? Das ist ja cool.
00:54Ach, du hörst mir überhaupt nicht zu.
00:56Sorry, das war nicht böse gemeint.
00:58Ich bin nur gerade richtig nervös.
01:00Das sind die besten Entwürfe, die ich bisher gemacht habe.
01:02Der Seniorchef muss sie einfach gut finden.
01:05Sind die Änderungen fertig?
01:07Naja, fast.
01:09Beeilen Sie sich.
01:11Ich will meinen Großvater nicht länger warten lassen.
01:21Gleich hast du es überstanden, Werner.
01:24Dann ist alles vorbei.
01:31Oh, Großvater.
01:33Gott sei Dank, wer hier kommt.
01:34Werner ist gerade zusammengebrochen.
01:36Wir müssen übrigens den Notarzt rufen.
01:37Großvater.
01:44Hallo?
01:45Annabelle Gravenberg hier.
01:47Bitte schicken Sie sofort einen Wagen in die Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
01:52Vermutlich eine Herzinfarkt.
01:53Bitte machen Sie schnell.
01:55Halt durch, Großvater.
01:56Bitte, du musst durchhalten.
02:06Hallo, Julia.
02:07Du hast mich angerufen?
02:09Was hast du denn, Schatz?
02:10Du bist ja so aufgeregt.
02:12Ich?
02:13Ich bin zu Hause.
02:15Wo soll ich denn sonst sein?
02:18Ach, da war ich unter der Dusche.
02:20Habe ich das Klingen wahrscheinlich nicht gehört.
02:24Und jetzt gehe ich ins Bett, wenn du nichts dagegen hast.
02:29Ja, ich weiß, dass es noch früh ist, aber ich gehe trotzdem ins Bett.
02:34Mein Schmöker zu Ende lesen.
02:35Was anderes kann man doch hier sowieso nicht machen.
02:45Hattest du nicht eben noch zwei Teller?
02:47Natürlich.
02:49Und war das gerade ein Entwarnungsanruf?
02:51Ja.
02:52Okay.
02:54Ach, das ist ja schon viel zu kalt.
02:56Ich hole dir was Frisches.
03:00Was ist das bloß zwischen uns?
03:04Was macht Daniel mit mir?
03:07Ich habe noch nie erlebt, dass mir jemand in so kurzer Zeit so vertraut und nah war.
03:12Als wäre er genau der eine, der für mich bestimmt ist.
03:20Als nächstes kommt die Zero.
03:22Ich weiß das.
03:23Ich fühle das.
03:26Gleichgewicht?
03:27Setz auf Zero.
03:28Setz.
03:30Nein, nein, nein.
03:31Komm.
03:32Mach schon.
03:32Worauf wartest du?
03:33Setz alles.
03:34Du kriegst es 35-fach zurück.
03:3735-fach auf Zero.
03:39Jetzt komm doch mal wieder runter.
03:42Hol mir jetzt erst mal einen Drink.
03:45Wie kannst du denn jetzt weggehen?
03:47Darauf haben wir doch den ganzen Abend gewartet.
03:50Auf Zero.
03:51Wir beide, wir sprengen die Bank.
03:53Ich spreng jetzt erst mal die Bank.
03:55Ja, dann setz halt erst mal noch zwei Scheinchen, wenn du dir so sicher bist.
04:04Können wir so fetzig?
04:31Da.
04:32Sternen schnappen, siehst du?
04:34Oh ja.
04:38Jetzt können wir uns beide was wünschen.
04:39Ich bin mir dann, às bin ich bald wieder.
05:27Ich möchte dich gar nicht mehr loslassen.
05:31Ich möchte...
05:32Ich möchte die ganze Nacht.
05:36Was sage ich denn da?
05:40Eine afrikanische Legende sagt, dass man mit den Menschen,
05:44die einem das Leben gerettet hat, auf immer verbunden bleibt.
06:00Wir sollten jetzt langsam wirklich los.
06:03Ja.
06:18Gibt es was Neues?
06:19Nein, er wird immer noch da drin behandelt.
06:22Hast du wenigstens Daniel erreichen können?
06:24Dein Herr in diesem Mal noch ausgeschaltet.
06:26Aber ich habe eine Nachricht in der Lodge hinterlassen.
06:28Er soll mich sofort anrufen.
06:30Und was ist mit Onkel Frederik?
06:32Soll mit ihm sein.
06:33Ja, hast du denn nicht auch versucht, ihn zu erreichen?
06:36Ach, das muss ich in der Aufregung ganz vergessen haben.
06:38Er hat ein Recht darauf zu erfahren, dass es seinem Vater schlecht geht.
06:41Meinst du etwa, er nimmt die nächste Maschine und kommt hierher?
06:45Zwei Jahre hat er jede Einladung seines Vaters ausgeschlagen und ihm damit das Herz gebrochen.
06:51Das ist echt geschmacklos in dieser Situation.
06:55Was ist eigentlich zwischen Großvater und dir vorgefallen?
06:58Was meinst du?
06:59Naja, er wird ja nicht einfach so einen Zusammenbruch gehabt haben.
07:02Und du warst ziemlich sauer auf ihn.
07:04Willst du damit andeuten, dass ich für Berners Zustand verantwortlich bin?
07:08Nein.
07:09Aber ihr habt bestimmt gestritten.
07:12Professor Driesler, wie geht es meinem Großvater?
07:14Will er durchkommen?
07:15Ihrem Großvater geht es in Umständen entsprechend.
07:18Sein Zustand hat sich stabilisiert.
07:21Er ist aber noch nicht über dem Berg.
07:26Du verdammtes Lichtstück!
07:30Du hast mich ausgeraubt!
07:33Ausgeraubt!
07:36Wenn ich dich in die Finger träge,
07:41wo bist du, du Schlange?
07:43Aber ich krieg dich!
07:45Hörst du, ich krieg dich!
07:46Und dann zahlst du mir alles durch!
08:01Gibst du mir mein Geld zurück!
08:03und dann zahlst du mir alles durch!
08:12Hermann!
08:17Hermann, was ist denn?
08:22Hermann!
08:23Sag doch was!
08:45Gut, dass Sie vor Ort waren und so schnell gehandelt haben.
08:48Damit haben Sie Ihrem Schwiegervater wahrscheinlich das Leben gerettet.
08:51Ich bitte Sie, Professor Driesler, das hätte doch jeder an meiner Stelle getan.
08:56Heißt das, er wird durchkommen?
08:58Wir möchten ihn heute Nacht noch hier behalten.
09:00Auch wenn das kein richtiger Infarkt war, möchte ich auf Nummer sicher gehen.
09:05Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen.
09:09Dann können wir hier nach Hause fahren, sobald Herr Becker mit dem Wagen da ist.
09:15Ja, was soll ich gerne denn bringen, wenn wir uns hier die Nacht um die Ohren schlagen?
09:18Ich glaube, dass es Großvater ziemlich viel bedeutet, wenn seine Familie hier bei ihm ist.
09:22Natürlich, Patricia, aber Werner ist nicht mehr der Jüngste.
09:26Irgendwann müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen, dass er uns möglicherweise verlassen wird.
09:41Offensichtlich hat er schon seit Längerem ein schweres Herz leiden.
09:44Das hat keiner gewusst?
09:46Doch, er und Eva, sonst niemand.
09:48Darauf hat er wohl bestanden.
09:50Aber Daniel hätte ihn doch in der Firma noch viel mehr entlasten können, oder nicht?
09:54Ihr weiß ja, Grafenberg, also Daniel, weiß er Bescheid?
09:56Ich weiß es nicht genau, aber auf jeden Fall wird es ein ziemlicher Schock für ihn, wenn er fährt, dass
10:00der Großvater fast gestorben wäre.
10:12Julia!
10:14In den Rucksack!
10:17Sind die Jungs wirklich sicher nach Hause?
10:19Ja, klar. Auf den Safaris sind die Jungs immer mein Taxi.
10:26Wenn ich nicht ganz sicher wäre, dass wir uns gleich morgen früh wiedersehen, würde ich dich nicht gehen lassen.
10:32Und ich würde nicht gehen.
10:35Ich verspreche dir, ich werde morgen früh an dieser Stelle sein.
10:38Aber ich kann heute Nacht nicht einfach wegbleiben.
10:41Wenn meine Mutter aufwacht und ich bin nicht da, dann dreht sie durch und denkt, ich sei entführt worden oder
10:45sowas.
10:46Ja, die Sorge ist hier nicht unbegründet.
10:49Morgen werde ich jede Minute bis zu deinem Abflug mit dir verbringen.
10:54Wir müssen auch so viel besprechen.
10:56Die Adressen austauschen, wann ich wieder hier bin, wann...
10:59Morgen am Flughafen, okay?
11:02Ich will nicht schon in der Früh mit dem Abschied nehmen anfangen und dann jede Stunde runterzählen bis zu deinem
11:06Abflug.
11:08Ich habe heute die zauberhafteste Frau der Welt getroffen.
11:16Schlaf gut.
11:17Du auch.
11:19Schlaf schnell.
11:21Oder gar nicht.
11:22Ist dir auch egal.
11:25Na los, steig ein.
11:26Okay.
11:39Warte.
11:52Ich bin, ich bin.
12:22Daniel, hast du Lust auf einen Drink an der Bar an deinem letzten Urlaubstag?
12:28Alles in Ordnung?
12:30Ja, in bester Ordnung. Ich habe jemanden getroffen.
12:36Ach nein. An deinem letzten Urlaubstag lässt du dich dann doch noch auf einen Flirt ein.
12:41Das war kein Flirt, das war was anderes.
12:48Dich hat's hier voll erwischt. Die Safari-Leiterin?
12:53Ja.
12:55Sieht ihr euch wieder? Auch früher.
13:01Übrigens, deine Mutter hat vorhin angerufen und wollte dich erreichen.
13:04Wollte sie was Bestimmtes?
13:06Keine Ahnung, sie hat nur an der Rezeption hinterlassen, dass du sie dringend zurückrufen sollst.
13:10Vielleicht ist was ganz Dramatisches passiert und sie hat sich ihren Fingernagel abgebrochen oder sowas.
13:15Frederic, es kann immer was Ernsthaftes mit der Firma sein.
13:20Ich ruf sie gleich mal an.
13:37Ja, ich verstehe, verstehe.
13:42Sag Großvater einen ganz lieben Gruß von mir und dass ich, dass ich an ihn denke.
13:49Ja, ist gut. Bis morgen.
13:53Was ist los?
13:55Großvater ist zusammengebrochen.
13:58Sein Zustand ist stabil, aber ich muss sofort meinen Flug umbuchen.
14:02Er braucht mich jetzt.
14:04Und anstatt mich auch zu informieren, hinterlässt deine Mutter nur eine Nachricht an der Rezeption?
14:08Was weiß ich? Vielleicht hat sie in der Aufregung nicht dran gedacht.
14:10Aber Daniel, du kennst deine Mutter.
14:12Wo ist denn die Nummer von der Airline?
14:15Julia, sie weiß nichts von meinem Abflug.
14:17Ruf sie an. Weißt du, wo sie wohnt?
14:19Sie arbeitet in der SWA. Vielleicht wohnt sie da auch.
14:22Ruf die Rezeption an und lass dir die Nummer geben.
14:25Könntest du dich um den Flug kümmern, bitte?
14:27Ich werde gleich los telefonieren und die Flüge checken.
14:31Flüge?
14:32Du kommst mit?
14:34Selbstverständlich. In so einer Situation.
14:36Das ist mein Vater.
14:44Mama, was machst du denn da?
14:48Was ist das für ein schickes neues Kleid?
14:50Wir müssen weg von hier. So schnell wie es geht.
14:53Frag doch nicht. Hilf mir lieber packen.
14:56Mein Gott.
14:57Das war so schrecklich.
14:59Hermann fährt all ab.
15:01Seine Augen.
15:02Ich habe noch nie einen Boden.
15:05Was redest du denn da?
15:07Wer ist tot? Wer ist Hermann?
15:09Was ist denn passiert?
15:10Wir müssen weg sein.
15:12Bevor sie ihn rinden.
15:13So weit weg wie möglich.
15:15Das tut mir doch gar kein Mensch.
15:17Mein Gott, ist das ein Albtraum.
15:18Mama, jetzt sag mir bitte endlich, was du wieder angestellt hast.
15:22Mama, er ist hingefallen und dann war er tot.
15:29Ja, ich bin noch dran.
15:31Bei Julia geht niemand ans Telefon.
15:34Gut, ich verstehe.
15:35Vielen Dank für Ihre Mühe trotzdem.
15:38Ja, auf Wiederhören.
15:52Das mit den Flügen ist ein bisschen komplizierter.
15:53Wir müssen die Tickets direkt am Flughafen kaufen.
15:56Ich habe Jörg schon ausrichten lassen, dass er es uns gleich hinbringt.
15:58Hast du deine Traumfrau erreicht?
16:00Nein.
16:00Dann hinterlass ihr eine Nachricht.
16:02Mach ich doch gerade.
16:02Außerdem habe ich ihr meine Nummer in ihr Handy getippt.
16:05Heimlich.
16:06Na ja, dann kann ja nichts mehr schief gehen.
16:09Hoffentlich.
16:11Ich gehe packen.
16:13Mach das Licht aus.
16:15Wenn uns jemand zieht.
16:17Ja, ich glaube, hier war es.
16:19Ja, da.
16:20Nein, warte.
16:22Ich kann das nicht nochmal sehen.
16:31Mama, hier ist nichts.
16:46Das geht doch nicht.
16:50Das kann doch nicht sein.
16:55Doch.
16:56Ja, natürlich.
16:58Die haben ihn schon gefunden.
16:59Oh Gott.
17:01Wir zogen mich doch.
17:03Die kennen doch mein Gesicht aus dem Casino.
17:04Bitte, jetzt beruhig dich doch erstmal.
17:06Ich komme ins Gefängnis.
17:08Erklär mir ganz in Ruhe.
17:09Was passiert?
17:09Für immer und ewig.
17:10In ein südafrikanisches Gefängnis.
17:12Weißt du eigentlich, was das heißt?
17:14Das geht.
17:15Das war die Dinge aus.
17:18Das überlebe ich mich.
17:20Ich weiß.
17:21Ich springe in den nächsten Flieger.
17:24Egal, wohin er geht.
17:25Das sollen die doch hier machen, was sie wollen.
17:28Mama!
17:42Herr Rhein, bist du soweit?
17:44Ja, gleich.
17:46Warum sind Sie eigentlich die ganze Zeit gesteckt?
17:49Ich musste noch was erledigen.
17:50Eine Freundin.
17:51Einen kleinen Gefallen tun.
17:52Wieso?
17:53Heißt das, Sie konnten Julias Mutter helfen?
17:56Ja, sehr sogar.
17:59Sagen Sie, haben Sie Julia seitdem noch mal gesehen?
18:01Nein.
18:02Tut mir leid.
18:04Vielleicht könnten Sie mir einen Gefallen tun.
18:17Sie sehen Sie doch fast jeden Tag.
18:19Könnten Sie Ideen hier von mir geben?
18:21Es wäre sehr wichtig.
18:22Natürlich.
18:23Kein Problem.
18:24Jetzt aber los.
18:39Da vorne ist der Schalter.
18:40Lass uns ganz schnell Tickets kaufen und sofort einchecken.
18:43Ich hoffe jetzt erstmal in der SWA und sag, dass ich nicht zur Arbeit komme.
18:47Ich kann mich einfach verschwinden.
18:49Ich habe morgen eine Verabredung.
18:50Die müssen wenigstens wissen, wo ich bin.
18:52Nein, Julia, bitte nicht.
18:54Niemand darf wissen, wo wir sind.
18:56Am besten, die denken, wir sind einfach verschwunden.
18:58Mama, hörst du jetzt bitte mit dem Unsinn auf?
19:00Das ist kein Unsinn, Julia.
19:01Das ist mein voller Ernst.
19:02Ich will hier nur noch weg.
19:04Alles andere ist im Moment völlig egal.
19:06Und dass ich mir hier ein ganz, ganz wundervolles Leben aufgebaut habe, das ist dir auch völlig egal.
19:12Nein, Julia, natürlich nicht.
19:15Aber wenn wir hierbleiben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Sie mich einsperren.
19:20Wie ein Mord.
19:21Mama, da war nichts.
19:24Niemand wird sich wegen Mordes einsperren, wenn es nicht meinen Toten gibt.
19:28Und wenn ich recht habe, willst du mich für den Rest meines Lebens im Gefängnis besuchen.
19:32In einem südafrikanischen Gefängnis.
19:35Ich kann nicht hierbleiben.
19:39Mama, warte!
19:43Du weißt ganz genau, dass ich dich nicht alleine gehen lassen würde.
19:51Julia, ich liebe dich.
19:53Du wirst sehen, in Deutschland wird alles wieder gut.
19:57Glaub mir.
20:07Ich verstehe das nicht.
20:11Da war kein Toter.
20:14Mama muss sich irren.
20:18Ich will hier nicht weg.
20:21Aber sie braucht mich.
20:24Ich kann sie nicht alleine lassen.
20:50Und sagen Sie, Julia, doch bitte, dass es mir leid tut.
20:54Alles andere steht in dem Brief, den ich Ihnen gegeben habe.
20:57Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Grafenberg.
21:00Sorry, hat ein bisschen länger gedauert.
21:03Eine Maschine ist gerade abgeflogen, aber die nächste geht in 20 Minuten.
21:05Prima.
21:06Brauchen Sie mich denn noch?
21:07Nein, danke, Jörg.
21:09Dann wollte ich Sie in einer Woche wieder ab.
21:10Ja.
21:11Ich melde mich noch und gebe die genaue Anprüfung.
21:13Na dann, guten Flug.
21:14Danke.
21:14Und die Sache mit dem Brief, wir können es erst erledigt mitmachen.
21:19Das ist sehr nett von Ihnen.
21:20Tschüss.
21:22Tschüss.
21:24Komm, wir nehmen noch einen Drink.
21:25Na gut.
21:52Wir sollten uns einen Führer besorgen.
21:56Für Hotels und Pensionen.
21:59Ach, glaubst du, dass wir uns ein Zimmer leisten können?
22:01Na, etwa nicht?
22:03Mama, wir haben fast alles Geld, das wir hatten, für die Flugtickets auszugeben.
22:06Wir haben jetzt noch 32 Euro übrig und das muss uns für die nächsten Tage reichen.
22:10Und zwar für Unterkunft, für Essen und für alles andere, was wir sonst noch brauchen werden.
22:15Was machen wir denn dann?
22:16Das reicht ja nicht mal bis morgen.
22:18Ja, da hast du wohl recht.
22:19Aber du musstest ja unbedingt völlig überstürzt und kopflos aus Südafrika abreißen.
22:23Oh Gott, Julia.
22:25Das tut mir alles so leid.
22:27Warum muss ich uns immer wieder in diese Schwierigkeiten bringen?
22:31Warum kann ich mich nicht einfach mal zusammenreißen?
22:33Ich wollte dir keine Vorwürfe machen.
22:35Aber du hast doch recht.
22:37Wie oft habe ich uns schon in diese Situation gebracht?
22:40Und das alles wegen meiner verdammten Spielerei.
22:42Wie oft?
22:43Mama, wie wäre es, wenn wir uns einfach jetzt ein ruhiges Plätzchen suchen,
22:47an dem wir überlegen, was wir als nächstes anfangen?
22:50Einverstanden?
22:53Ich bin so froh, dass ich dich habe, Julia.
22:56Ohne dich, ich weiß gar nicht, wo ich gelandet wäre.
22:59Ich liebe dich, Julia.
23:00Das ist schon gut, Mama.
23:02Ich liebe dich auch.
23:05Jetzt komm.
23:24Ich schaff das schon allein, Patricia.
23:27Ja, schon gut.
23:29Kann ich Ihnen helfen, Frau Gauernberg?
23:31Nein.
23:35Werner, ich bin ja so froh, dass es dir wieder besser geht.
23:42Aber bist du sicher, dass es eine gute Idee war, schon heute das Krankenhaus zu verlassen?
23:46Gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte?
23:48Deine Sorge in allen Ehren, Annabelle.
23:51Aber du weißt sehr genau, wie abscheulich ich Krankenhäuser finde.
23:55Schön, dass du wieder da bist.
23:57Übrigens, Daniel kommt heute aus Jogastika zurück.
24:00Er hat extra wegen dir einen früheren Flug genommen.
24:03Oh, das freut mich aber sehr.
24:05Und er wird sich freundlich, in der Firma zu entlasten.
24:07Aber ich...
24:08Keine Widerrede, Werner.
24:09Schon schlimm genug, dass du uns so lange deine Herzprobleme beschwiegen hast.
24:14Patricia und ich, wir haben mit Professor Diesler gesprochen.
24:17Und wir haben ihm zugesagt, dass wir darauf achten werden, dass du etwas kürzer trittst.
24:22Habe ich recht?
24:23Ja.
24:24Jetzt hört mal zu, ihr beiden.
24:27Ich entscheide immer noch selbst, wann ich kürzer trete und wann nicht.
24:30Ist das klar?
24:38Herr Grafenberg.
24:40Ich bin so froh, dass es Ihnen wieder besser geht.
24:43Ich habe mir solche Sorgen gemacht.
24:45Ich bitte Sie, Eva.
24:48Unkraut vergeht nicht.
24:49Ich verstehe aber nicht, warum Sie nicht noch etwas länger im Krankenhaus geblieben sind.
24:54Ach, Eva, das verstehen Sie ganz genau.
24:57Krankenhäuser machen einen in meinem Alter nicht mehr gesund, sondern genau das Gegenteil.
25:01Aber dann glauben Sie jetzt nicht, dass ich nicht ein Auge auf Sie haben werde.
25:05Sie werden hier schön auf dem Sofa sitzen bleiben und sich ausrufen.
25:09Das ist ja sehr aufmerksam, Eva, aber ich...
25:11Kein Aber dieses Mal nicht, Herr Grafenberg.
25:14Ab jetzt müssen Sie mehr auf Ihre Gesundheit achten.
25:19Es ist gut, Eva.
25:20Ich tue, was Sie sagen.
25:27Ach, Tobias, fahren Sie bitte zum Flughafen, holen meinen Sohn ab.
25:31Er hat eine frühere Maschine genommen.
25:33Gerne.
25:44Marion.
25:45Marion Winkler.
25:47Vielleicht können wir bei der ein paar Tage unterkommen.
25:50Ist das deine Freundin aus Saasbach-Walden?
25:52Ja, genau.
25:53Seine Fahrt nach Saasbach-Walden reicht das Geld nicht.
25:58Na ja, wer weiß.
26:01Vielleicht wäre Marion auch gar nicht so begeistert, wenn ich plötzlich bei ihr auftauchen würde.
26:08Gott.
26:11Wie habe ich es bloß geschafft, überall verbrannte Erde zu hinterlassen?
26:17Ich habe keine Freunde mehr.
26:19Keine Bekannten, die ich um Hilfe bitten könnte.
26:30Entschuldige.
26:31Aber ich glaube, ich gehe mir mal lieber ein bisschen frisch warm.
26:38Arme Mama.
26:40Sie fühlt sich schrecklich.
26:43So verzweifelt habe ich sie noch nie gesehen.
26:46Aber sie hat recht.
26:47Wir haben keine Freunde mehr, die wir um Hilfe bitten könnten.
26:53In diesem Moment wartet Daniel gerade auf mich.
26:57Er wird glauben, dass ich ihn versetzt habe.
26:59Dass es mir nicht wichtig war.
27:03Was würde ich darum geben, jetzt in Südafrika in der Lodge zu stehen, um mit ihm den Tag zu verbringen?
27:10Wie kann man jemanden so sehr vermissen, den man gar nicht richtig kennt?
27:22Wie kann man jemanden so sehr vermissen, den man in der Lodge zu verbringen kann?
27:30Jetzt wäre euer Treffen.
27:34Romeo.
27:36Julia hat deinen Brief sicher schon erhalten.
27:38Meinst du?
27:39Auf Jörges Verlass.
27:51Vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, dass dieser Augenblick mit Daniel alles war.
27:57Vielleicht muss ich ihn vergessen.
27:59Je schneller ich das alles hinter mir lasse, umso leichter wird es.
28:03Was hältst du davon, wenn wir eine Kleinigkeit essen?
28:06Ich weiß, wir haben nicht so viel Geld, aber...
28:08Doch, doch, ich könnte auch was vertragen.
28:09Gut.
28:29Und, bist du soweit?
28:31Gleich.
28:32Geh doch schon mal vor.
28:35Okay.
28:36Geh doch schon mal vor.
29:11Ich glaube, der Falle kommt Tobias. Kann das sein?
29:15Ja, das ist er.
29:16Er hat sich in den letzten zwei Jahren auch nicht verändert.
29:20Hallo.
29:20Hallo Tobias. Schön, Sie zu sehen.
29:22Ganz meines Erachter Grafenberg.
29:23Hallo Daniel.
29:25Ihr Großvater wird Sie auf jeden Fall sehr freuen.
29:30So, dann mal los.
29:32Ich hol mir nur schnell eine Zeitung.
29:34Ich komm mit.
29:37Komm, wir setzen uns dahinten.
29:45Hier ist dein Wasser.
29:47Und das Puten-Sandwich.
29:49Danke.
30:09Was ist denn das für eine Karte?
30:17Das sieht ja nett aus.
30:20Das ist Falkenthal.
30:21Hier ganz in der Nähe.
30:34Julia?
30:35Ich glaube, ich habe eine Idee, wo wir hinkommen.
30:55Danke, Tobias.
30:57Ja.
30:57Hat sich kaum was verändert, oder?
31:00Nein.
31:01Gar nicht.
31:04Daniel.
31:05Eva.
31:06Gut, dass du wieder da bist.
31:08Wie geht's ihm?
31:09Na, du kennst ihn ja.
31:10Ja.
31:12Freuen Sie sich auch, dass ich wieder da bin?
31:15Frederic.
31:19Dass Sie doch gekommen sind.
31:21Ihr Vater wird sich so freuen.
31:24Kommen Sie.
31:24Kommen Sie.
31:49Scheint niemand zu Hause zu sein.
31:52Ja.
31:54Am besten.
31:55Wir warten hier.
31:58Ist das schön hier.
32:00Wie lange kennst du diesen Tobias eigentlich schon?
32:05Fast schon.
32:06Seit einer halben Ewigkeit.
32:08Wieso hast du dann nie von ihm erzählt?
32:13Weiß nicht.
32:14Hat sich, glaube ich, nie so ergeben.
32:17Aber Tobias ist ein ganz wunderbarer, lieberer Mensch.
32:23Wart ihr mal eng befreundet?
32:27Ja.
32:28Aber das ist alles schon fast über 30 Jahre her.
32:33Und seitdem hast du ihn nie mehr gesehen.
32:35Nein.
32:37Wie kommst du denn dann darauf, dass er uns hier aufnehmen wird?
32:40Dann sind wir ja praktisch Fremde für ihn.
32:43Julia, glaub mir.
32:44Ich bin mir sicher, dass Tobias nichts dagegen hat.
32:47Schon allein wegen der alten Zeiten.
32:58Danke, Tobias.
33:00Mutter.
33:01Daniel, ich bin so froh, dass du wieder da bist.
33:06Patricia.
33:10Großvater.
33:13Du hast mir einen ganz schönen Schrecken angejagt.
33:18Daniel, ich hoffe, ich hab dir damit nicht deinen Urlaub verdorben.
33:23Wie war denn gestern die Safari?
33:25Du musst mir das erzählen.
33:27Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
33:30So anmutig wie eh und je.
33:31Und doch so kühl.
33:34Frederik.
33:35Was machst du denn hier?
33:36Ich wusste, du würdest dich freuen, mich wiederzusehen, verehrte Schwägerin.
33:40Jetzt habe ich Daniel auch gebeten, nichts zu sagen, um mir die Überraschung nicht zu verderben.
33:45Willkommen, Schwager.
33:47Die Überraschung ist dir gelungen.
33:48Wie schön, dass du da bist, Onkel Frederik.
33:51Großvater, schau mal, wer noch gekommen ist.
34:08Frederik.
34:12Es ist wunderschön hier.
34:15Diese Gegend streitet eine Ruhe, aus der mich irgendwie tröstet.
34:18Hier ist alles so still und friedlich.
34:21Es kam zu glauben, dass ich vor wenigen Stunden noch in Afrika in der Savanne stand und jetzt bin ich
34:25hier.
34:27Wenn mein Herz nicht in Afrika, dann wäre das hier ein Ort, an dem ich mir vorstellen könnte, zu Hause
34:31zu sein.
34:33Ich hoffe so sehr, dass wir heute Nacht hier bleiben dürfen.
34:37Ich hatte so gehofft, endlich irgendwo anzukommen und jetzt stehen wir wieder, wie schon so oft, ganz am Anfang.
35:09Der See ist bezaubernd schön.
35:11Also kannst du dir vorstellen, ein paar Tage hier zu bleiben, hm?
35:15Wenn dein Bekannter nichts dagegen hat?
35:17Klar.
35:27Entschuldigen Sie, aber das ist Privatgelände.
35:34Christa?
35:35Zum Herbst.
35:40Christa?
35:48Wahrscheinlich bin ich die Letzte, mit der du hier gerechnet hast.
35:51Aber ich dachte, es wird langsam Zeit, dass wir uns mal wiedersehen.
35:55Nach fast 30 Jahren.
35:57Christa.
35:58Das ist immer eine Überraschung.
36:02Und Sie sind?
36:03Julia.
36:04Meine Tochter.
36:06Wie, du hast eine Tochter?
36:08Ja.
36:10Freut mich, Sie kennenzulernen.
36:12Tobias Becker.
36:12Freut mich auch.
36:14Meine Mutter hat mir zwar noch nicht von Ihnen erzählt, aber ich kann ihm immerhin sagen, dass Sie ein wunderschönes
36:18Zuhause haben.
36:20Also das, was ich bis jetzt davon gesehen habe.
36:22Danke.
36:23Jetzt mache ich uns erstmal einen Kaffee.
36:25Und dann erzählt ihr mir, was euch nach Falkenthal verschlagen hat.
36:28Sag mal, Tobias, ist das dein Auto?
36:30Nö, das ist der Wagen, mein Arbeitgeber.
36:32Ich bin nur der Chauffeur der Kutsche.
36:33So, jetzt kommt mal rein.
36:37Es ist wirklich sehr edelmütig von Frederik, dass er wegen Werner mitgekommen ist.
36:42Mutter, du kannst dir das Theater sparen.
36:44Ich weiß genau, dass du alles andere als begeistert bist, dass Frederik hier ist.
36:48Na, ist das etwa ein Wunder, nach allem, was er sich in der Vergangenheit geleistet hat?
36:52Er gehört genauso zur Familie wie alle anderen auch.
36:55Einen Großvater ist ihm überhaupt nicht egal.
36:58Mutter, es tut mir leid, ich würde mich gerne ein bisschen frisch machen.
37:01Natürlich.
37:02Aber es ist sehr wichtig, dass wir nachher mal miteinander reden.
37:05Alles, was du möchtest.
37:19safe white animals camp, Alison Parker speaking.
37:22Hi, Daniel Gravenberg from Germany here.
37:25Oh ja, wir haben gestern Abend schon miteinander gesprochen.
37:28Genau.
37:29Ich habe sie gebeten, mich zu Julia Schilling durchzustellen.
37:32Ja, ich weiß.
37:33Aber es tut mir leid.
37:34Julia ist weg.
37:36Was meinen Sie mit weg?
37:38Sie ist verschwunden.
37:39Mit ihren ganzen Sachen.
37:41Wir haben keine Ahnung, wo sie ist.
37:43Aber ihr ist doch nichts passiert, oder?
37:46Es sieht eher so aus, als sei sie abgereist, ohne was zu sagen oder eine Nachricht zu hinterlassen.
37:52Gut.
37:52Vielen Dank trotzdem.
37:54Auf Wiederhören.
38:08Oben rechts in den Gang und dann ist es die zweite Tür links.
38:11Handtücher sind im Schrank.
38:12Vielen Dank, Herr Tobias.
38:13Ganz lieb von dir.
38:14Ich bin dann mal in der Küche und kümmere mich um einen Kaffee, ne?
38:16Mhm.
38:17Herr Becker.
38:19Julia, was halten Sie davon, wenn wir uns dozen?
38:21An immerhin sind Christo nicht auch alte Freunde, hm?
38:24Sehr gerne, Tobias.
38:26Also, du wolltest mich was fragen?
38:28Ja, mein Handy funktioniert hier in Deutschland nicht und ich müsste dringend ein Telefonat nach Südafrika führen.
38:33Ich wollte fragen.
38:33Kein Problem.
38:34Das Telefon steht da drüben.
38:36Das ist sehr nett.
38:37Danke.
38:40Oben rechts.
38:42Zweite Tür.
38:52South Africa Lodge.
38:53Ben speaking.
38:55Hi, Ben.
38:55Hier ist Julia.
38:56Julia Schilling.
38:57Hi, Julia.
38:57Was kann ich für dich tun?
38:59Ich müsste ganz dringend mit einem Gast von euch sprechen.
39:02Ich weiß leider nur den Vornamen.
39:04Wer ist Daniel?
39:05Ein Moment.
39:06Ich schaue mal am Computer.
39:11Julia?
39:12Sorry, aber wir haben keinen Gast mit Namen Daniel.
39:16Bist du da ganz sicher?
39:18Er war gestern noch auf einer Safari mit mir.
39:21Im Computer steht auf jeden Fall niemand, der Daniel heißt.
39:24Sorry.
39:26Danke.
39:34Ich muss mich korrigieren.
39:36Du hast überhaupt kein Herz.
39:38Ich weiß doch, was ich gesehen habe.
39:39Ich wünschte, ich könnte dir das ausregen, Mama.
39:42Ich wollte mich nochmal entschuldigen dafür, dass ich dich mit der ganzen Arbeit allein gelassen habe.
39:45Werner will Frederik zusammen Nachfolger machen.
39:47Ist Großvater senil geworden oder was?
39:50Muss ich mir irgendwas vorwerfen?
39:52Habe ich irgendwas falsch gemacht?
39:53Gibt es irgendeine Rechtfertigung für diese Entscheidung?
39:56Ich bin, ich bin.
39:58Ich bin, ich bin für für ein weiß ouais ließ.
40:02Ribe, ich bin michầnäß.
40:04Herissionschaft.
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