- vor 3 Stunden
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:08Vielen Dank für die Kamera, aber das Objektiv kann ich nicht annehmen.
00:12Das ist die Wiedergutmachung für den geplatzen Auftrag.
00:15Ich mein's ernst.
00:17Und ich mein es noch ernster.
00:24Warum tun Sie das?
00:26Weil ich mich wie ein Idiot benommen habe?
00:30Stimmt.
00:31Und weil ich nicht wusste, wen ich vor mir habe.
00:40Ein Auftrag?
00:41Ja.
00:43Wird ziemlich gut bezahlt.
00:45Ich verstehe nicht.
00:47Na ja, ein Fotoauftrag.
00:48Mein Kumpel bei der Agentur war begeistert, dass sie Nina Bergmann für den Auftrag haben kann.
00:53Was?
00:55Sie haben ihm gesagt, dass ich in Falkenthal bin?
00:57Ja, natürlich.
01:02WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR.
01:05WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR.
01:07Hey, what you looking for?
01:13No one has the answer.
01:16We just want more.
01:20Hey, who's gonna make it right?
01:27This could be the first day of my life.
01:55Ich will, dass Sie das sofort rückgängig machen.
01:57Darf man fragen, warum?
01:58Nein, dürfen Sie nicht.
02:03Sagen Sie denen, dass es hier keine Nina Bergmann gibt. Es ist wirklich wichtig.
02:07Warum ist das so wichtig?
02:10Versprechen Sie es mir.
02:12Ja, gut. Ich verspreche es.
02:23Ich bin politische Fotografin. Das da ist eine Agentur für Werbefotografie.
02:29Wenn die mich einmal in der Kartei haben, lassen die mich nicht mehr in Ruhe.
02:33Und deshalb gehen Sie lieber Kellner?
02:35Ja, genau.
02:45Es ist zu schade für Werbung.
02:49Gut.
02:56Wie gesagt, ich möchte für dieses Hilfsprojekt die vorhandenen Vertriebswege der Manufaktur nutzen.
03:04Schön und gut. Aber ich vertrete die Interessen der Manufaktur.
03:08Für die Manufaktur entstehen ja keine Mehrkosten.
03:14Für den Vertrieb brauchen wir Container, Speditionen, etc.
03:19Kosten die kein Geld?
03:21Sicher. Aber die Stückzahlen der afrikanischen Produktion sind so gering,
03:24die passen ohne weiteres in die Container, die für Falkenthal-Porzellan sowieso gemietet werden müssen.
03:30Das hört sich interessanter an, als ich anfangs dachte, Herr Grafenberg.
03:35Mal angenommen, ich lasse mich darauf ein.
03:38Für ein schöneres Image und zum Wohle der Menschheit.
03:42Was sage ich meinem Vater?
03:44Sagen Sie ihm die Wahrheit. Wir haben nichts zu verbergen.
03:47Sehen Sie, mein Vater ist es gewohnt, Gewinn zu machen.
03:49Mit reiner Nächstenliebe kann ich ihm das Projekt nicht schmackhaft machen.
03:53Das Image der Manufaktur würde verbessert.
03:55Und er könnte sich selbst als, sagen wir mal, Vorreiter einer neuen Form der Globalisierung präsentieren.
04:01Sie meinen eine Globalisierung mit menschlichem Antlitz?
04:05So ist es.
04:08Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
04:14Das ist die Privatnummer meines Vaters.
04:16Rufen Sie ihn an und überzeugen Sie ihn mit demselben Enthusiasmus und denselben Argumenten, mit denen Sie mich gerade überzeugt
04:21haben.
04:22Ich hatte gehofft, dass Sie bei ihm ein gutes Wort für mich einlegen.
04:25Ich kenne meinen Vater.
04:27Wenn Ihnen was überzeugt, dann jemand mit Ihrer Entschlossenheit.
04:29Das gefällt ihm.
04:32Vielen Dank.
04:33Viel Erfolg.
04:35Darf ich die behalten?
04:36Ja, natürlich.
04:37Die Tasse auf, wenn Sie möchten.
04:39Danke, das wird nicht nötig sein.
04:52Hagen?
04:53Ich bin's.
04:54Und ich habe den perfekten Plan, wie ich Daddy dazu bringe, die Manufaktur schnell wieder zu verkaufen.
05:00Uns hat gerade eben jemand mit Mutter Teresa verwechselt.
05:06Wo ist Paula?
05:08Oh, sie macht ihre Hausaufgaben.
05:13Ist was passiert?
05:14Ben ist so ein Idiot.
05:16Wieso?
05:17Er hat einer großen Fotoagentur erzählt, dass ich in Falkenthal bin.
05:22Eine von denen, die mit Richard von Wein in Kontakt sind?
05:25Wenn die wissen, wo ich bin, ist es nur eine Frage der Zeit, dass Richard es auch weiß.
05:29Gibt es einen Weg, das zu verhindern?
05:31Hoffentlich.
05:32Ben hat versprochen, es irgendwie rückgängig zu machen.
05:37Verdammt, ich habe ihm gestern noch gesagt, dass er sich raushalten soll.
05:42Nina.
05:44Solange ihr auf der Flucht vor von Wein seid, werdet ihr nie zur Ruhe kommen.
05:47Ich weiß.
05:49Aber ich brauche Zeit, um mich auf den Sorgerechtsstreit vorzubereiten.
05:52Und jetzt kann ich wegen Ben meine Sachen packen.
05:56Er wollte dir helfen.
05:57Ja, tolle Hilfe.
05:59Was ist denn, wenn er es nicht rückgängig machen kann?
06:01Was?
06:02Ben ist ein intelligenter Bursche.
06:03Der kriegt das schon hin.
06:06Ich glaube, wir sollten kein Risiko eingehen und trotzdem abreißen.
06:11Willst du Paula das wirklich antun?
06:13Nein.
06:14Natürlich nicht.
06:18Sie hat sich hier so gut eingelebt.
06:19Sie ist glücklich hier.
06:21Also, ich würde jetzt keine Pferde scheu machen.
06:23Warte erst mal ab, was Ben erreicht, bevor du irgendwas unternimmst.
06:30Ja, Axel, ich weiß, ich habe dich in eine doofe Situation gebracht.
06:34Aber ich kann es nun mal nicht ändern.
06:35Es gibt hier keine Nina Bergmann.
06:40Nein, man hat mir einfach einen Bären aufgebunden.
06:42Das kommt doch in den besten Familien vor, oder?
06:48Ja, ich weiß.
06:49Ja, ich bin uns...
06:51Komm, jetzt krieg dich wieder ein, Axel, bitte!
06:57Gut, du bist sauer, okay?
06:59Morgen sieht die Welt wieder anders aus.
07:03Wie bitte?
07:06Es kann...
07:07Gut, okay, weißt du was?
07:08Dann lassen wir es halt.
07:09Ich habe auch keinen Bock mehr, mit dir zusammenzuarbeiten.
07:18Sieht so aus, als kannst du eine Erfrischung gebrauchen.
07:20Darf es noch was sein?
07:21Nein, danke.
07:23Ciao.
07:25Vielleicht sagt Benni auch nur, dass ich keine Werbefotografie machen will.
07:28Und dann wissen sie trotzdem, wo ich bin.
07:30Ja, falls das passieren sollte, kann man ihm nachher immer noch sagen,
07:32dass du da plötzlich abreisen musstest.
07:36Jetzt siehst du mal so.
07:37Sogar die Polizei war hier und hat euch nicht gefunden.
07:39Ich weiß.
07:42Dieses ganze Versteckspiel, das macht mich irgendwie ganz schön fertig.
07:47Das verstehe ich, aber ich glaube auf Bennis Verlass.
07:50Hier wird euch keiner finden.
07:53Wenn Victoria jetzt auch noch dicht hält.
07:55Na ja.
07:57Also wenn ich dir einen Tipp geben dürfte, Tobias,
08:00ich würde ja den Kuchen vorher ein bisschen abkühlen lassen,
08:02bevor ich ihn aus der Form nehme.
08:04Sehr gute Idee.
08:05Hallo zusammen.
08:06Hallo Nico.
08:07Hätte ich heute nicht stehen.
08:07Nein, tust du nicht. Ich will ihn nach Paula schauen.
08:09Also.
08:10Sag nicht, den hast du selbst gemacht.
08:12Na klar, warum nicht?
08:13Es gibt nichts Einfaches als Backen.
08:16Hey, Finger weg. Der ist noch zu heiß.
08:18Okay.
08:22Sag mal, wolltest du nicht angeln gehen?
08:23Ja, heute Abend, aber ich konnte die Angelisch noch nicht finden.
08:26Die liegt anscheinend ganz woanders, als die Angel liegt.
08:29Vielleicht, weil ich meine eigene Ordnung habe.
08:31Ja. Eine, die mir nicht besonders logisch erscheint.
08:34Also erzähl du mir nichts von logischer Ordnung.
08:37Was soll das denn heißen?
08:38Also muss ich dir das noch erklären?
08:40Also ich glaube, ich such dir lieber.
08:42Selbst die Angelisch noch aus.
08:43Geht schneller.
08:46Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass das funktionieren wird.
08:48Ja.
08:48Ich denke, dafür gibt es einen Markt.
08:50Daniel.
08:51Vielen Dank. Auf bald mal.
08:54Ich dachte, deine Zeiten bei Falkenthal prozentual sind vorbei.
08:56Was machst du denn hier?
08:57Ich habe dir gesagt, dass ich einen Partner für mein Hilfsprojekt suche.
09:01Wir werden keine Partner.
09:03Ich weiß.
09:04Deshalb habe ich es Victoria von beiden vorgestellt.
09:07Sie ist interessiert.
09:09In der Manufaktur bin doch immer ich der Chef.
09:12Dann solltest du einen ernsthaften Blick in unsere Kalkulation werfen.
09:16Victoria sieht darin mehr als ein lächerliches Hilfsprojekt.
09:20Du kennst meine Antwort.
09:22Und wenn du glaubst, dass du mein Verhältnis zu Victoria von beiden benutzen kannst, um mich umzustimmen, dann hast du
09:26dich geschnitten.
09:38Schau mal, Mama.
09:41Oh!
09:41Eine Blume aus Blumen.
09:43Toll!
09:45Habe ich in der Schule gesehen und sofort ausprobiert.
09:48Was?
09:48So tolle Sachen macht ihr da?
09:50Sowas haben sich meine Lehrer nie ausgedacht.
09:52Machst du ein Foto davon? Ich will es Ben schenken.
09:55Ben?
09:56Weil er doch deine Kamera repariert hat.
09:59Ja, das hat er.
10:01Ist was mit Opa?
10:03Nein, wieso? Wie kommst du denn darauf?
10:05Immer wenn du traurig guckst, ist was mit Opa.
10:08Nein.
10:09Es ist alles in Ordnung.
10:12Opa ist ganz weit weg.
10:15Jetzt, wo deine Kamera wieder repariert ist, musst du doch nicht mehr ins Restaurant.
10:20Und bist wieder öfter bei mir. Oder?
10:24Nur wenn ich einen Auftrag bekomme, der uns nicht gefährlich werden kann.
10:27Bis dahin muss ich noch Kellnern.
10:30Wieso kannst du nicht arbeiten, wenn ich in der Schule bin?
10:33Ja, irgendwie gehen die meisten Leute abends essen.
10:36Wenn du wieder als Fotografin arbeitest, bist du wieder öfter bei mir, oder?
10:41Ja, das bin ich dann.
10:44So, und jetzt mach ich erstmal ein Foto von deiner Blumenblume.
10:49Ist sie so richtig?
10:51Warte.
10:52So.
10:53Gut so?
10:55Ich fand die Argumente deines Neffens keineswegs überzeugend.
10:58Wieso rennt er dann überall herum und verkündet, dass du interessiert wärst?
11:00Ich hab ihm bloß nicht gleich alle Illusionen genommen.
11:03Du wirst das Projekt nicht realisieren.
11:05Machst du Witze? Wir sind doch nicht das Rote Kreuz.
11:11Dann mach ich vielleicht etwas voreinig.
11:14Weil du dich von deinen Gefühlen leiden willst.
11:16Du bist gegen das Projekt, weil es von Daniel ist.
11:19Ich bin gegen das Projekt, weil es unser ist.
11:21Und dann müsst ihr ihm das mitteilen.
11:25Vertraue mir.
11:26Vielleicht weiß er es sogar schon.
11:30Wir sollten uns in Zukunft besser absprechen.
11:33Führ keine Verhandlungen hinter meinem Rücken, bitte.
11:36Versprochen.
11:42Oh, das ist mein Vater. Ich sollte rangehen.
11:53Hallo, Daddy.
11:54Victoria?
11:55Hör zu, es dauert doch länger als geplant.
11:58Ich gehe mit dem Detektiv alle Fotoagenturen durch, bei denen Nina sich melden könnte.
12:02Kein Problem. Wir könnten auch alles am Telefon regeln.
12:05Nein. Es gibt Dinge, die sollte man persönlich klären.
12:09Also gut, wie du meinst.
12:11Sag mal, gerade hat Daniel Grabenberg bei mir angerufen wegen eines Hilfsprojekts.
12:15Weißt du davon?
12:16Er hat dich angerufen?
12:18Bei mir war er auch schon damit.
12:19Du, ich habe ihm gesagt, er soll dich damit in Ruhe lassen.
12:22Leg mir die Unterlagen trotzdem raus.
12:24Ich werfe einen Blick darauf, wenn ich komme.
12:26Das mache ich, Daddy.
12:37Ich versorbeke du deineáb 어쨌든.
12:56X5
13:10Auf was wartest du?
13:16Ach, du wartest auf die gute Fee?
13:23Hast du kein Auto und hast du kein Haus, dann hast du keine Frau.
13:26Und so sieht's aus. Hast du noch mehr so kluge Sprüche?
13:31Ja, aber ich verstehe. In deiner Lage würde ich auch nicht lachen können.
13:41Aber wir wollen dir nur helfen.
13:43Ach, ihr wollt mir helfen. Das habe ich gehört heute Morgen.
13:48Herr Trull, es tut mir leid, dass du das Gespräch zwischen mir und Silke mitbekommen hast.
13:54Glaubst du, ich will euch auf der Tasche liegen?
13:56Das war Silkes Idee, dass ich bei euch auf der Couch schlafe.
13:59Ja, aber darum geht's doch gar nicht.
14:01Aber so kann's nicht weitergehen.
14:03Die eine Nacht pennst du da, die andere dort.
14:05Du musst dein Leben in den Griff bekommen.
14:07Ich war in der Manufaktur, hab gefragt, ob ich da wieder arbeiten kann.
14:10Komm, bitte vergiss doch die Manufaktur, es gibt auch noch andere Arbeitgeber.
14:13Ja, ich such mir was.
14:14Du suchst dir jetzt was.
14:17Das Schneckenhaus machen wir zu.
14:19Du kommst mit mir ins Cozy und dann werden wir einen Job für dich finden.
14:22Ich suche für dich Kellnern?
14:23Nein, bloß nicht.
14:25Ich habe schon genug zu tun mit Charlie.
14:27Aber wir haben dort ganz viele Zeitungen mit ganz vielen Jobangeboten
14:31und die wirst du alle anrufen.
14:49Silke.
14:50Hey, schön dich zu sehen.
14:51Komm rein.
14:53Lilly, ich hoffe, ich störe dich nicht.
14:54Ach, Quatsch.
15:01Ist, ist Kolja auch da?
15:03Der ist kurz was einkaufen gefahren.
15:06Ja, dann kann ich ja eigentlich auch mit dir reden, oder?
15:11Na klar, setz dich.
15:13Was gibt's denn?
15:16Naja, also es geht um Tim.
15:20Er hat ja letzte Nacht bei uns geschlafen.
15:22Oh.
15:24Naja, aber das geht mich ja nichts mehr an.
15:27Es ist nur so, er tut mir so wahnsinnig leid.
15:30Ja, naja.
15:33Er hat...
15:34Hat...
15:35hat...
15:36Kolja denn schon einen neuen Mitbewohner gefunden?
15:38Nein, er sucht noch.
15:41Na dann könnte doch eigentlich Tim hier noch so lange wohnen, oder?
15:47Silke, Tim hat sich selber entschieden auszuziehen.
15:51Er kann die Miete nicht mehr bezahlen.
15:54Naja, aber wo das Zimmer doch sowieso frei ist...
15:58Ja, aber das ist bestimmt nicht mehr lange so.
16:04Naja, vielleicht hast du recht.
16:07Nur, Tim kann nicht mehr bei uns schlafen und...
16:10im Zelt, das ist doch auf Dauer auch keine Lösung.
16:13Silke, sorry, aber das ist echt nicht mein Problem.
16:16Das hat sich Tim selbst eingebrockt.
16:29So sieht man sich wieder.
16:30Hallo.
16:31Haben Sie mich gesucht?
16:32Ich wollte eigentlich einer Bekannten was sagen.
16:35Umso netter die Überraschung.
16:36Ich warne Sie, mein Unterhaltungswert ist heute gleich null.
16:39Das sieht ja nach einer waschechten Kleinstadt-Depression aus.
16:43Verraten Sie mir, was ein attraktiver, erfolgreicher, junger Mann wie Sie in Falkenthal sucht?
16:49Bezaubernde Gesprächspartnerin?
16:51Da werden Sie leider bald auf mich verzichten müssen.
16:53Wie bedauerlich, warum?
16:55Ich bereite gerade meinen Abflugrohr.
16:57Was hält Sie hier?
16:59Eine Hochzeit.
17:01Nicht mal.
17:07Wir sollten aufpassen.
17:08Nicht, dass man uns noch ein Verhältnis andichtet.
17:10Sie meinen, wie bei unserer letzten Begegnung am See?
17:13Wenigstens sind wir diesmal angezogen.
17:14Und Fotografen sind diesmal auch weit und breit keine in Sicht.
17:17Ich glaube, mein Bedarf an verfänglichen Situationen ist fürs Erste gedeckt.
17:22Schade.
17:23Darf ich wenigstens ganz unverfänglich mit Ihnen essen?
17:25Es wäre mir ein Vergnügen.
17:38Hast du deinen Streik ausgeweitet oder wieso kümmerst du dich nicht um den neuen Gast?
17:55Willst du was trinken?
17:56Nein, danke.
17:59Wir sind hier keine Bahnhofshalle.
18:01Ich bin auf Jobsucher.
18:02Andreas hat gesagt, ich kann hierher kommen.
18:07Toll.
18:09Das ist kein Gas, das ist ein Jobsuch.
18:13Hey, Jan, kann ich dein Telefon benutzen?
18:15Ja, aber mach kurz.
18:16Ja, hoffe ich.
18:22Danke sehr.
18:32Ja, schön gesagt, Gerlach hier.
18:34Ich würde mich sehr für diesen Promotion-Job interessieren.
18:37Ach, schon vergeben?
18:40Ja, dann melde ich mich einfach in ein paar Wochen wieder.
18:43Okay, danke sehr.
18:55Schön gedacht, Gerlach.
18:56Ich wollte fragen, ob der Job als Türsteher noch frei ist.
19:00Ja?
19:02Aha.
19:03Mindestens 1,90, da fehlen mir doch ein paar Zentimeter, aber ich wirke relativ groß insofern.
19:09Okay, ich verstehe.
19:10Okay, danke sehr.
19:13Hat nicht geklappt?
19:15Komisch.
19:16Ich sage, du hast nach dem ersten Anruf einen Job.
19:18Du bist ja sonst so flexibel, nicht?
19:20Ja, dann pass mal auf, dass der gute Tim dir nicht deinen Job fetschen hat.
19:25So streichst du ihn ganz schön riskant sein.
19:27Gar nicht.
19:36Ich sage es wirklich ungern, aber ich muss sie jetzt alleine lassen.
19:39Ein Essen mit netter Unterhaltung war mehr, als ich erwartet hatte.
19:43Das sollten wir öfter machen.
19:44Ich denke, Sie fliegen bald.
19:45Man sieht sich immer zweimal.
19:47Sind wir nicht schon lange über das zweite Mal hinaus?
19:51Viel Spaß bei der Hochzeit.
19:53Danke.
20:01Da bist du ja.
20:03Ich hätte gehofft, du hättest von selber das Weite gesucht.
20:05Wieso?
20:05Ist was passiert?
20:06Noch nicht.
20:08Richard ist im Anmarsch.
20:09Er hat hier geschäftlich zu tun.
20:10Auch das noch.
20:11Ja, ich sehe zu, dass ich meine Schichten tauschen kann und dass wir uns nicht blicken lassen,
20:15solange ein Falkenteil ist.
20:17Ach, übrigens, ich hoffe, du hast deine Spuren gut verwischt.
20:20Richard überprüft gerade alle Fotoagenturen, wo du stecken könntest.
20:29Haben Sie mit Ihrem Freund telefoniert?
20:30Müssen Sie sich immer so anschleichen?
20:32Haben Sie das geregelt?
20:33Entsparen Sie sich, es ist alles geklärt.
20:35Niemand glaubt mehr, dass Nina Bergmann in Falkenthal ist.
20:37Und was haben Sie denen gesagt?
20:41Dass ich ein Vollidiot bin und eine Provinzfotografin mich reingelegt hat.
20:45Einfaches Danke reicht mir.
20:46Sie können davon ausgehen, dass ich in der Achtung meiner Kollegen ziemlich gesund bin.
20:50Sie werden es überleben.
20:51Warum haben Sie sich auch eingemischt?
20:53Sagen Sie, es geht mich zwar nichts an, aber kann es sein, dass Sie ein Problem haben?
20:57Ja, aber keins, das ich nicht lösen könnte.
21:00Darf es noch was sein?
21:01Danke, ich bin bedient.
21:06Sagen Sie, als Sie neulich am See aufgetaucht sind und ich mit der Dame von vorhin gebadet habe,
21:11waren Sie da auch als politische Fotografin unterwegs?
21:21Rate, was es ist?
21:24Gefährlicher Okkultismus?
21:27Du hast noch eine Chance.
21:30Oh, toll, du angelst.
21:32Wer hätte das gedacht?
21:33Habe ich meinem Vater geliehen.
21:35Und wozu?
21:38Weil wir es heute Abend brauchen.
21:41Nico, muss ich mir Sorgen machen?
21:44Heute Nacht testen wir unsere Überlebenschancen in der freien Wildbahn.
21:50Mit allen wilden Tieren, die Falkental so zu bieten hat.
21:53Genau.
21:53Und mit Selbstverpflegung.
21:56Und eine Nacht unter dem Sternenhimmel.
22:00Der Teil mit dem Sternenhimmel gefällt mir.
22:04Der Rest, ich weiß nicht.
22:08Komm einfach in zwei Stunden mit deinem Zeug zur Landzung am See.
22:12Was für Zeug genug?
22:13Na ja, alles was du brauchst.
22:15Schlafsack, Isomatte, Campinggeschirr.
22:19Gib mir drei Stunden, okay?
22:22Dann bin ich zu allen Schandtaten bereit.
22:32Daddy!
22:35Prinzessin, wie schön, dich zu sehen.
22:39Nun sag schon, worüber wolltest du so dringend persönlich mit mir reden?
22:42Äh, später.
22:43Lass uns erst das geschäftliche regeln.
22:44Ist Daniel Grabenberg da?
22:45Daniel? Nein.
22:46Aber Frederik müsste jeden Augenblick zurück sein.
22:49Wir können in meinem Büro auf ihn warten.
22:50Schön.
22:51Dann kannst du mir bis dahin erzählen, wie es hier läuft.
22:53Wir sind dabei, die Arbeitsprozesse zu optimieren.
22:56Bald schnurrt der Laden besser als ein frisch geschmierter Sportwagen.
22:59Und was ist mit diesen Unterlagen für das Hilfsprojekt von Daniel Grabenberg?
23:02Sieh sie dir selber an.
23:04Gut.
23:05Ich wusste gar nicht, dass er aus Afrika zurück ist.
23:08Ja, seit ein paar Tagen.
23:09Er will hier heiraten.
23:11Wirklich?
23:12Erinnerst du dich an die geplatzte Hochzeit von Frederik Grabenberg?
23:14Aha.
23:15Die Braut ist dieselbe.
23:17Ah, ja.
23:24Ja, ich weiß, dass du schon das letzte Mal für mich eingesprungen bist, Steffi.
23:27Aber Franco kann leider auch nicht.
23:31Ach so.
23:32Ja.
23:35Ja, verstehe ich.
23:36Ich finde schon jemand anderen.
23:38Okay, bis dann.
23:39Ciao.
23:41Was ist denn verrückt werden?
23:44Richard ist schon wieder in der Stadt.
23:47Hat doch nicht jemals wegen der Sache mit der Fotoagentur?
23:49Nein, geschäftlich.
23:51Das andere konnte Ben zum Glück abbügeln.
23:54Aber wir dürfen uns schon wieder verstecken und arbeiten kann ich auch nicht.
23:57Also, über ein langweiliges Leben kannst du dich wirklich nicht beklagen, ne?
24:00Ja.
24:01Paula wird begeistert sein, wieder im Haus bleiben zu müssen.
24:05Und der Weg zur Schule wird auch gefährlich.
24:08Aber dein Schwiegervater hat doch gar keine Ahnung, wo ihr seid.
24:11Also, auf der Straße wird er sicherlich nicht nach ihr Ausschau halten.
24:14Und dumme Zufälle passieren trotzdem.
24:19Aber Paula kennt jemanden, der jeden Schleichweg in Falkenthal kennt.
24:23Ach so, Biotz, das ist nett von dir.
24:25Aber willst du wirklich Paula jeden Tag zur Schule bringen und wieder abholen?
24:29Klar will ich das.
24:30Hallo, hallo.
24:33Hallo, Birgit.
24:35Oh, ich habe Mittagspause und da habe ich uns Kuchen vom Bäcker mitgebracht.
24:41Na, der vom Bäcker ist sicher besser als meiner, hm?
24:45Oh, hast du den für mich gebacken?
24:50Oh, du bist zu süß.
25:05Alles läuft bestens.
25:07Aber du weißt ja, mit gebrauchten Firmen ist es wie mit gebrauchten Sportwagen.
25:11Man sollte sie verkaufen, bevor sie an Wert verlieren.
25:13Viktoria, bitte. Lass mich in Ruhe lesen.
25:19Und dieses Konzept stammt tatsächlich von Daniel Gravenberg?
25:25Klingt nicht sehr rentabel, was denkst du?
25:28Na ja, wir könnten uns schon ein ganz gutes Image aufbauen.
25:31Was unserer Firma nicht schlecht zu Gesicht stände.
25:33Aber marktwirtschaftlich gesehen macht das Projekt überhaupt keinen Sinn.
25:37Ganz im Gegensatz zu Volta Air.
25:39Es ist genial, von dir den Flugzeugkonzern zu kaufen.
25:42Da hole ich dir einen fetten Gewinn raus.
25:44Darum kümmert sich Hagen bereits.
25:49Herr Gravenberg.
25:50Entschuldigen Sie die Verspätung.
25:52Aber ich bitte Sie, Sie sind ein vielbeschäftigter Mann.
25:55Ich habe die Zeit genutzt, um mir diese Kalkulationen anzuschauen.
26:00Eine interessante Idee, die er nicht für da an uns heranträgt.
26:29Sieh mal einer an.
26:31Na ja, der Wiesen und Wälder.
26:33Pass auf.
26:35Kannst du heute Nacht woanders bellen?
26:37Du packst ja schön deine Sachen zusammen und gehst woanders hin.
26:39Das ist mein Platz hier, ja?
26:41Schlaf doch mal zu Hause.
26:44Da kann ich nicht mehr schlafen.
26:45Ich wohne nicht mehr in der WG.
26:48Scheint es ja ziemlich abgebrannt zu sein.
26:51Pass auf.
26:56Ich glaube, 100 Euro sind eine gute Miete für das Plätzchen hier.
27:01Wie bitte?
27:02Sag mal, hast du im Lotto gewonnen?
27:04Ja, reichte das, um für eine Nacht woanders zu pennen?
27:08Ich habe doch klar gesagt, dass ich dieses Projekt nicht will.
27:12Ich verstehe sie nicht, Herr Grafenberg.
27:15Meine Faktur steht dank unserer Hilfe wieder blendend da.
27:18Sie kann sich das jetzt leisten.
27:20Es ist aber nicht gesagt, dass das auch so bleibt.
27:22Das Risiko ist viel zu groß.
27:24Wie konnten die Unterlagen überhaupt an deinen Vater gehen?
27:26Dein Neffe hat sich hinter unserem Rücken an meinen Vater gewandt.
27:28Weil du in falscher Hoffnung gemacht hast.
27:30So wie du es gerne machst.
27:31Das ist nicht wahr.
27:32Ich habe ihm von Anfang an klar gemacht, dass dieses Hilfsprojekt Unsinn ist.
27:34Da bin ich anderer Meinung.
27:37Ihre Meinung ist interessant.
27:38Aber solange ich die Mehrheit der Anteile besitze, ist dieses Projekt und ist.
27:50Ach, du kannst heute auch nicht.
27:52Schade.
27:54Ja, alles klar.
27:56Danke, Micha.
28:00Hallo.
28:01Hallo, Tim.
28:01Stech.
28:02Nein, komm rein.
28:04Ähm, ich war gerade im Lanzino.
28:06So musst du gar nicht heute arbeiten?
28:08Nein, ich kann nicht.
28:09Mein Schwiegervater ist in Falkenthal.
28:10Ah, je, schon wieder.
28:14Aber du bist doch bestimmt nicht hier, um mit mir über Richard van Weiden zu sprechen, oder?
28:18Nee, ich wollte fragen, ob ich vielleicht mal wieder auf Paula auffassen soll, weil du arbeitest oder so.
28:24Brauchst du Geld?
28:25Ja, ein Job wäre gut.
28:26Und das mit Paula hat doch ganz gut geklappt.
28:29Ja, wenn ich arbeiten müsste, gerne.
28:31Aber so.
28:34Und was, wenn ich die Schicht übernehme?
28:38Ganz ehrlich, Tim, aber traust du dir das zu?
28:40Ich meine, das Lanzino ist nicht das Cosi.
28:43Naja, sagen wir mal, du brauchst die Vertretung und ich brauch die Kohle.
28:50Naja.
28:51Also, wenn die im Lanzino nichts dagegen haben.
28:54Ich hab zumindest keinen anderen.
28:56Falsch.
28:56Du hast keinen besseren.
28:57Und außerdem könnte ich, falls dein Schwiegervater zum Essen kommt, bisschen spionieren.
29:04Ich hab Frederik Grafenberg noch nie so erlebt.
29:07Das muss der Stress sein, weil sein Neffe jetzt seine Braut heiratet.
29:11Kann es sein, dass du in seinem Stress auch nicht ganz unschuldig bist?
29:14Was?
29:14Was meinst du damit?
29:16Das ist heute so eine Bemerkung, dass du gerne falsche Hoffnungen machst.
29:19Ich weiß wirklich nicht, was das zu bedeuten hatte.
29:22Ach, natürlich.
29:23Der reinste Unschuldsengel.
29:26Naja.
29:27Was kann ich dafür, dass Männer immer auf die falschen Gedanken kommen?
29:30Meine Beziehung zu Herrn Grafenberg ist rein geschäftlicher Natur.
29:33Das scheint eher anders zu sehen.
29:35Ich glaub eher, dass er sich da in was reingesteigert hat.
29:38Natürlich hatten wir viel miteinander zu tun.
29:40Ich hab die gesamten Verhandlungen geführt.
29:42Und zwar mit Erfolg.
29:44Und deshalb möchte ich, dass du nochmal mit ihm sprichst.
29:46Wenn er sich beruhigt hat.
29:48Wieso?
29:49Es ist mir ernst, Viktoria.
29:51Das Projekt von Daniel Grafenberg interessiert mich so.
29:54Und jetzt entschuldige mich, ich habe noch einen Termin.
29:56Und wann reden wir endlich darüber, warum du hier bist?
30:00Alles zu seiner Zeit, Prinzessin.
30:12Sehr nett.
30:13Vielen Dank, Herr Grafenberg.
30:15Wiedersehen, Frau Dönner.
30:15Auf Wiedersehen.
30:18Daniel Grafenberg.
30:19Ja, das bin ich.
30:21Richard von Weiden, wir haben telefoniert.
30:23Ich bin überrascht, dass Sie heute schon kommen.
30:26Ja, ich habe ihr etwas zu erledigen.
30:28Übrigens, meine Tochter hat mir gerade die Kalkulation für ihr Hilfsprojekt gezeigt.
30:33Sehr interessant.
30:34Ach, wirklich?
30:35Ich hatte nicht mit so einer positiven Reaktion gerechnet.
30:38Nicht immer wäre ich meinem Ruf gerecht.
30:40Verstehen Sie mich nicht falsch, aber die Van Weiden Group gilt nicht als besonders wohltätig.
30:45Wir sind ein Weltunternehmen mit vielen Facetten.
30:47Aber die Presse sieht leider immer nur das Schlechte.
30:50Wann könnten Sie sich also eine Kooperation mit meinem Projekt vorstellen?
30:55Wissen Sie, guter Kapitalismus schließt Hilfsbereitschaft nicht aus.
30:59Im Gegenteil.
31:00Die Bedürftigen von heute sind die Kunden von morgen.
31:02Das ist eine sehr optimistische Haltung.
31:05Optimismus?
31:06Ich lebe davon.
31:08Sagen Sie, ich habe jetzt noch einen Termin.
31:10Wollen wir später zusammen essen?
31:12Sehr gerne.
31:13Sagen wir in zwei Stunden im Land ziehen?
31:15Wunderbar.
31:16Gut.
31:23Daniel hat hinter meinem Rücken bei Van Weiden angerufen.
31:26Und der findet das Projekt auch noch gut.
31:29Vielleicht, weil er unparteiisch ist?
31:34Ich kann sehr wohl beurteilen, ob sich etwas rechnet oder nicht.
31:37Dieses Projekt rechnet sich nicht.
31:39Ich dachte, es handelt sich hier in erster Linie darum, Menschen zu helfen.
31:46Diese Wohltätigkeitsmasche geht mir irrsinnig auf die Nerven.
31:48Ihnen geht auf die Nerven, dass Sie Daniel und Julia helfen sollen, sich eine Zukunft aufzubauen.
31:55Bin ich dazu verpflichtet?
31:56Nein.
31:58Aber wären Sie deshalb nicht der herzlose Kapitalist, für den Sie Van Weiden gehalten haben?
32:03Meinen Sie das wirklich?
32:05Nur weil ich die Firma schützen will?
32:07Sie haben überreagiert.
32:08Und dabei haben Sie mehr kaputt gemacht als nur das Hilfsprojekt.
32:11Soll ich mich jetzt etwa auch noch entschuldigen?
32:13Ihr Vater hat sich sehr oft im Ton vergriffen und gepoltert.
32:17Aber er wusste, wann genug war.
32:19Ich habe nie erlebt, dass mein Vater sich entschuldigt hat.
32:21Das hat er.
32:23Es ist nur die Kunst, wie man sich entschuldigt und dabei sein Gesicht wahr.
32:30Ich wollte nicht stören.
32:34Ich habe die Champagnergläser eingepackt.
32:36Die brauchen wir jetzt hier nicht mehr.
32:37Danke, Julia.
32:40Wir feiern jetzt bei Tobias.
32:44Viel Spaß.
32:48Ich mache mir Sorgen um Frederik.
32:51Er ist so verbittert über alles, was in den letzten Wochen passiert ist.
32:55Ich erkenne ihn kaum wieder.
32:57Ich kann verstehen, dass er wütend auf mich ist, aber...
32:59Seine Wut richtet sich gegen alles und jeden.
33:02Und am meisten gegen sich selbst.
33:07Du willst im Lanzino arbeiten?
33:09Ja, klar.
33:12Ach, noch.
33:14So, einmal der gemischte Salat.
33:17Und das ist er.
33:20Du weißt aber schon, dass man von rechts serviert, ja?
33:23Ja, im Lanzino mache ich das natürlich, aber hier im Cosi...
33:27Und wie bist du überhaupt an den Job gekommen?
33:30Als Vertretung für Nina.
33:31Sie kann heute nicht.
33:33Ist aber ganz schön mutig von ihr, dich als Vertretung zu schicken.
33:35Was ist denn da mutig?
33:37Na ja, zum Kellner gehört eben mehr als nur Essen hinstellen.
33:41Was, wenn der Gast dich nach dem passenden Wein fragt?
33:44Ja, zum Fisch würde ich zum Beispiel Weißwein empfehlen.
33:47Und das ist schon mal falsch.
33:51Denn zu in Rotwein gedünsteten Thunfisch würde ich gar keinen Weißwein hinstellen.
33:58Hast du noch mehr Tipps, so?
34:00Jetzt auf die Schnelle, ja?
34:04Okay, das ist ein Chardonnay.
34:06Das ist ein sehr trockener Wein.
34:07Der passt auch nicht gut zum Fisch.
34:10Da würde ich mir so einen Riesling empfehlen.
34:13Hast du was zu schreiben?
34:14Dann kann ich es gleich mutieren.
34:20Was geht denn hier ab?
34:23Na ja, Tim hat mal einen Job und ich weiß hinein.
34:25Was? Hier?
34:27Nein, im Lanzino.
34:28Ich arbeite im Lanzino.
34:38Hoffentlich kommt bald ein vernünftiger Bewerber für Tims Zimmer.
34:41Ja, der letzte war mindestens doppelt so alt wie wir.
34:44Dass Leute in dem Alter überhaupt noch in WKs wohnen.
34:49Auf, Herr Neues.
34:50Ja.
34:55Schönen guten Tag, Herr Hertel.
34:57Wie ist mein Name? Ich komme im Auftrag der Hausverwaltung.
34:59Sie suchen einen Mitbewohner. Ich hätte da zwei Interessenten.
35:02Darf ich?
35:02Sie sind Makler?
35:04Bitte, Herr Schaffens, kommen Sie doch rein.
35:06Sehen Sie sich in aller Ruhe um.
35:07Entschuldigen Sie, aber das muss ein Missverständnis sein.
35:09Ich brauche gar keinen Makler.
35:10Wieso? Sie suchen einen Mitbewohner und ich habe zwei Interessenten.
35:13Da kommen wir doch zusammen.
35:14Wo sagten Sie, ist das Badezimmer?
35:16Da.
35:17Ja, bitte, lassen Sie sich vom ersten Eindruck nicht täuschen mit ein bisschen Farbe und
35:20Fantasie, dass gleich ganz anders was.
35:22Bitte schön.
35:24Guck mal, Herr, das ist doch gar nicht so schlecht.
35:26Da müssen wir uns nicht drum kümmern.
35:27Ja, aber wer bezahlt den?
35:30Der will Geld?
35:33Also, Herr Hertel, ich an Ihrer Stelle hätte hier erstmal ein bisschen was gemacht.
35:36In dem Zustand geht doch die Miete in den Keller.
35:38Und das zieht ein ganz bestimmtes Mietklientel an, wenn Sie wissen, was ich meine.
35:41Ich suche nicht irgendeinen Mitbewohner, sondern jemanden, der zu mir passt.
35:44Ja, die Frage muss aber doch lauten, können Sie es sich leisten, so wederisch zu sein?
35:48Ja, ich kann es mir leisten.
35:50Und das ist meine Wohnung und ich möchte das jetzt gehen.
35:53Ja, und ohne schriftlichen Auftrag kommen Sie am besten gar nicht wieder.
35:56Ja?
35:56Ja, ich sag ja immer, man kann niemanden zu seinem Glück zwingen, nicht?
36:00Ich hab da ein Objekt für Sie.
36:02Sie werden begeistert sein.
36:03Ein Blick vom Balkon, warte.
36:07Wie dreist war das denn?
36:08Na, oberdreist.
36:11Na komm, er suche, der findet.
36:17Und jetzt üben wir Flasche entkorken am Tisch.
36:20Das sieht ja aus wie ein Folterinstrument, ey.
36:24Also, pass mal auf.
36:31Erstmal eindrehen.
36:39Dann einhaken.
36:42Und langsam ausziehen.
36:47Puh, ich hoffe, dass keiner eine ganze Flasche bestellt.
36:51Jetzt üben wir das ein.
36:52Decken.
37:21Rechts.
37:28Und was ist mit dem Dessertbesteck?
37:33Na, hier oben, oder?
37:40Ja, aber nicht so.
37:42Der Löffel muss immer oben liegen, mit der Abel unten.
37:45Und dann kannst du sie zu deinem Teller ziehen.
37:51Danke, Charlie.
37:53Schnucki, ich will ja nur nicht, dass das Land sie nur wegen dir dicht machen muss.
37:59Ja, Richard macht sich allen Ernstes für dieses Hilfsprojekt stark.
38:03Ich verstehe ihn nicht mehr.
38:09Ja, und ich muss wieder die Verhandlungen führen.
38:15Natürlich bin ich gut.
38:17Aber doch nicht für alles zu haben.
38:20Wenn er mir wenigstens sagen würde, was er vorhat.
38:22Aber nichts.
38:27Du, wenn er mir nicht bald sagt, was da läuft, dann reise ich ab.
38:31Na, hoffentlich bis dann.
38:46Von Weiden.
38:49Daddy.
38:51Ja, ja, ich bin noch im Hotel.
38:58Wo soll ich hinkommen?
39:03Ja, ja, ich habe eine ungefähre Ahnung, wo das ist.
39:07Ja, bis gleich.
39:12Was soll das denn jetzt schon wieder?
39:17Sag mal, glaubst du, Tim, passen deine Sachen überhaupt? Die sind noch viel zu groß.
39:21Also, zu groß ist immer noch besser als das, was er sonst trägt.
39:28Sehr witzig.
39:29Wie soll das gehen?
39:31Für eine Änderung, Schneiderei ist es viel zu spät.
39:34Schneiderei.
39:35Das ist meine beste Hose.
39:37Ja, toll. Was machen wir jetzt?
39:38Ähm ...
39:40End.
39:41Ich glaube, ich sag Nina ab.
39:43Hier.
39:47Stimmt.
39:48Hey, was soll denn das denn?
39:53Stopp, ihr könnt hier meine Sachen festtackern.
39:55Hey, du hast ihm Nachhilfe gegeben.
39:57Jetzt muss es auch bis zum Ende durchziehen.
39:58Wahnsinn, spannend.
40:00Ach, pass mal auf, ein bisschen.
40:02Wie sieht denn das überhaupt aus? Guck mal.
40:05Ist doch schon voll verzogen.
40:06Nein, die werden dir einfach im Land hier nur eine beste geben und dann ist alles gut.
40:10Pass bloß auf, dass da keine Rotweinflecken rankommen.
40:14Langsam siehst du ganz manierlich aus.
40:16Ja.
40:17Du bist fertig aus.
40:19Na danke, mach mir noch Mut.
40:20Nein, wirklich.
40:22Du bist fertig.
40:26Okay, danke, Leute.
40:28Gut, wir müssen los.
40:29Willst du mir meine Tasche?
40:30Wie willst du mitkommen?
40:31Ja, natürlich.
40:33Wir geben uns doch hier nicht so eine Mühe, damit du alles in Eigenregie versaust.
40:36Komm, bis nachher.
40:38Viel Glück.
40:44Warum bestellst du mich hierher?
40:48Ich dachte, es wäre schon fertig, aber die Handwerker sind noch da.
40:52Dafür kannst du den Garten bewundern.
40:54Wovon redest du?
40:55Hiervon.
40:57Es liegt gleich dahinter den Bäumen.
41:00Ach, du hast ein Haus gekauft?
41:02Ja.
41:02Ein billiges Spekulationsobjekt?
41:04Nein.
41:05Es ist unser neues Zuhause.
41:07Und das da ist dein Schlüssel.
41:10Das ist nicht dein Ernst.
41:11Mein voller Ernst.
41:13Das ist dein großes Geheimnis, dass du hier nach Falkenthal ziehen willst.
41:16Ein Teil davon.
41:18Der andere Teil...
41:22Hör zu, du wirst immer meine Prinzessin sein, das weißt du.
41:25Aber ich erwarte von dir, dass du dich diesmal besser benimmst als die letzte Mal.
41:32Sag nicht, du hast wieder geheiratet.
41:34Doch.
41:35Ich habe wieder geheiratet und wir werden hier in Falkenthal leben.
41:38Du und ich und meine neue Frau.
41:46Ich weiß nicht, warum dein Vater seinen Namen in diesem Projekt gefressen hat.
41:49Ich verspreche dir, ich tue mein Bestes, um es zu verhindern.
41:52Was erwartest du jetzt von mir?
41:53Ich will, dass Frederik Gravenberg das Hilfsprojekt unterstützt.
41:56Wenn ich dich nicht überrede, dann sitze ich morgen in einem Flieger nach...
41:59Wer weiß wohin.
42:00Ich dachte, für deinen Geschmack bist du sowieso schon flieg zu lange entfalten.
42:04Unsere Partnerschaft fängt an, mir zu gefallen.
42:06In drei Tagen sind wir verheiratet.
42:08Wie fühlst du dich denn?
42:10Ich versuche, die Nerven zu behalten.
Kommentare