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  • vor 7 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Habe ich Ihnen eigentlich in letzter Zeit mal gesagt, wie zufrieden ich mit Ihrer Arbeit bin?
00:04Eigentlich nicht.
00:05Das wird Gründe haben. Das hier ist nicht die Hagendorf-Akte.
00:09Was ist los mit Ihnen?
00:11Sie sind unzuverlässig, unkonzentriert.
00:14Versuchen Sie es jetzt auf die Mitleidstour.
00:24Hier ist die Hagendorf-Akte.
00:27Na also, reißen Sie sich in Zukunft zusammen, sonst sind wir leider gezwungen, uns nach einer neuen Schreibkraft umzusehen.
00:34Und, hattest du auch mal wieder Stress mit Frau Grafenberg?
00:36Sie hat nur ihre üblichen Nettigkeiten von sich gelegt.
00:40Andreas, machst du mir auch ein Stück mit?
00:44Silke!
00:44Silke!
00:55Hey, what you looking for?
01:01No one has the answer.
01:04They just want more.
01:09Hey, who's gonna make it right?
01:15This could be the first day of my life.
01:24Silke!
01:27Ein Notarzt, schnell!
01:36Falkenthaler Porzellan-Krillem-Apparat.
01:37Ja, wir brauchen ganz dringend einen Notarzt.
01:38Deine Schwangerrechts zusammengebrochen.
01:40Ja, im Verwaltungsgebäude.
01:41Dritter Stock beim Empfang. Danke.
01:43Silke!
01:44Das geht schon wieder.
01:45Du bleibst schön liegen, der Arzt kommt sofort.
01:47Nein, ich kann doch nicht so liegen bleiben, wenn Frau Grafenberg mich so sieht.
01:50Dann hat sie hoffentlich ein schlechtes Gewissen, dass sie dich so angefahren hat.
01:53Nein, es ist nicht so schlimm.
01:55Kannst du dich aufsetzen?
01:57Es ist jetzt ganz wichtig, dass du dich Gott nicht durchchecken lässt.
02:01Ich versuche mal aufzustehen.
02:05Okay, gut, dann brauchen wir jetzt nur noch was zum Hinlegen.
02:07Bei Frau Grafenberg sind weiche Sessel.
02:09Oh nein, oh nein, bitte nicht.
02:15Frau Grafenberg, Sie entschuldigen bitte.
02:17Habe ich Sie herein gebeten?
02:18Es handelt sich um einen Notfall.
02:20Ach, warum sagen Sie das denn nicht gleich?
02:21Wir dachten, ihr das Essen bringt.
02:22Ja, natürlich.
02:24Was ist denn mit Frau Mertens?
02:26Sie hatte einen Schwächeanfall.
02:28Aha.
02:32Naja, so ein Schwächeanfall kann ja jeden Mal passieren.
02:35Ich hoffe, sie hat sich nicht überarbeitet.
02:38Naja, ich lasse sie dann mal besser alleine.
02:44Genau, das wollte ich vermeiden.
02:52Komm, einspielen.
02:54Tim, wir haben gesagt, eine Woche nicht spielen.
02:56Ist die Woche immer noch nicht um?
02:58Nein.
03:00Ist die etwas unlangweilig mit mir?
03:09Oh, Entschuldigung, ich wollte nicht stören.
03:13Kein Problem.
03:14Lilly und ich wollten gerade einen Kaffee trinken.
03:16Wollen Sie einen mittrinken?
03:17Oh ja, schon überredet.
03:19Dann mache ich mal einen.
03:22Und, wie lief es wieder?
03:24Mine verkaufen.
03:26Das, äh, ja, war eine Katastrophe.
03:31Warum das denn?
03:35Meine Freundin, die hatten plötzlich alle keine Zeit mehr.
03:38Und mein erster richtiger Kunde,
03:42der hat mich gekränkt und beleidigt.
03:44Es war einfach peinlich.
03:47Ich war so peinlich.
03:49Das kann ich mir nicht vorstellen, Frau Hertel.
03:52Doch.
03:54Jedenfalls saß ich bei diesem Typen in der Wohnung
03:56und hab irgendwie versucht,
03:58was Positives auszustrahlen.
03:59Naja, so wie es eben in dieser Broschüre steht.
04:03Dabei hab ich wohl ein bisschen übertrieben.
04:05Oder die Broschüre ist einfach Schrott.
04:08Jedenfalls hab ich dann auch noch erwähnt,
04:10dass ich mich von meinem Mann getrennt habe.
04:12Als ob das den Kunden irgendwas anginge.
04:14Na ja.
04:16Und wie hat er reagiert?
04:18Danke.
04:20Na wie denn?
04:24Ja, also...
04:25Er meinte, er könne meinem Mann nur gratulieren,
04:28dass er mich los ist.
04:30Was ist das denn für ein Idiot?
04:34Ich hab schon nettere Komplimente bekommen.
04:38Vergessen Sie den.
04:39Den sehen Sie sowieso nie wieder.
04:41Hoffentlich.
04:42Der wohnt genau gegenüber.
04:44Jörg?
04:45Wie? Unser Nachbar Jörg Schwarz?
04:47Da vergessen Sie erst recht, was der gesagt hat.
04:49Ja, Tim hat recht.
04:51Wir kennen den alle.
04:52Der ist echt das Allerletzte.
04:55Naja, jedenfalls denke ich,
04:56die werden doch nicht umsonst diese Schulungsseminare anbieten.
05:00Und die sind ganz schön teuer.
05:02So 598 Euro.
05:04Und 1400 dieses Starterpaket.
05:06Und Bearbeitungsgebühr.
05:08Ganz schön heftig.
05:09Ich schlage Ihnen die vor.
05:11Wenn Sie noch mal so ein leckeres Abendessen wie neulich machen,
05:13dann übe ich mit Ihnen.
05:15Ich auch.
05:16Und Keuja auch.
05:17Ihr seid echt süß.
05:29Oh, Eva, bitte geben Sie mir ein Glas Wasser.
05:49Bitte noch eins.
05:54Eva, Sie haben ja recht.
05:55Ich habe mich schrecklich genommen.
05:57Sagen Sie nichts.
05:58Ich habe mich wie ein Idiot aufgeführt.
06:00Wenn Sie es sagen, werde ich nicht widersprechen.
06:06Es hatte ja gar nichts mit Ihnen zu tun.
06:08Ich habe mich über meine Schwiegertochter aufgeregt
06:12und habe die Wut an Ihnen ausgelassen.
06:15Dass Sie Grund haben, sich zu ärgern, ist ja nichts Neues.
06:18Aber Sie sollten auf Ihr Herz achten.
06:23Ja, mir recht.
06:27Ich habe doch nur Angst, dass Sie es wieder übertreiben.
06:30Ich habe Angst.
06:33Haben Sie mal darüber nachgedacht, wie es sein wird,
06:35wenn Sie nicht mehr sind?
06:50Eva, es tut mir leid.
06:53Sie sind doch die Einzige hier im Haus,
06:57die mich versteht und noch zu mir hält.
07:03Sind wir jetzt wieder versöhnt?
07:06Ich kann Ihnen sowieso nicht lange böse sein.
07:11Mach dir keine Sorgen, das wird schon.
07:14Ich rufe dich an.
07:16Heute noch.
07:19Hoffentlich ist es nichts Schlimmes.
07:21Sie schwächelt doch den ganzen Tag schon so herum.
07:23Bestimmt hat sie nicht genug gegessen.
07:25Hoffen wir, dass es tatsächlich daran liegt.
07:27Glaubst du wirklich der Ärger mit Annabelle?
07:29So viel schlimmer als sonst was auch nicht.
07:32Vielleicht ist es wirklich einfach die Schwangerschaft.
07:36Julia, da ist doch noch was.
07:42Ja.
07:44Jörg hat Silke ziemlich übel bedroht.
07:47Vorgestern.
07:48Ich kam dazu, er hat sie so stark gestoßen,
07:51dass sie gestürzt ist.
07:52Das erfahre ich erst jetzt.
07:53Silke wollte doch nicht, dass ich irgendjemand davon erzähle.
07:57So schnell macht der Typ das nicht mehr.
07:59Den knöpfe ich mir vor.
08:00Was meinst du genau mit vorknöpfen?
08:02Ein sachliches Gespräch unter Männern.
08:05Andreas, was hast du vor?
08:13Wie geht's, Großvater?
08:15Gut, soweit ich weiß.
08:16Warum?
08:17Und der Rettungsfolgen?
08:19Ach so.
08:21Frau Mertens hatte einen kleinen Schwächeranfall
08:23und Julia Schilling hatte nichts Besseres zu tun,
08:25als sein ganzes Heer von Sanitätern zu bestellen.
08:29Okay.
08:30Ein Schwächeranfall.
08:33Aber Großvater war doch eben bei dir, oder?
08:36Ja, er war gerade bei mir
08:37und obwohl ich alles versucht habe,
08:40hält er stur an seinen schwachsinnigen Plänen fest.
08:43Bis jetzt fand ich seine Entscheidung am Ende
08:45immer recht vernünftig und nachvollziehbar.
08:47Ach ja?
08:47Ja? Dann pass mal auf.
08:50Werner will Daniel enterben
08:53und Frederik seine sämtlichen Firmenanteile vermachen.
08:57Klingt konsequent.
08:58Wo er Frederik schon in der Firma
09:00zu seinem Nachfolger gemacht hat.
09:02Verstehst du denn nicht?
09:03Frederik trifft nach wie vor
09:05eine Fehlentscheidung nach der anderen.
09:07Ich finde, er lernt ziemlich schnell dazu.
09:09Und er ist sehr engagiert.
09:12Und die Lodge wird er auch nicht aus Spaß verkauft haben.
09:14Wach endlich auf!
09:15Es geht um deine Zukunft!
09:18Das sagst du jedes Mal.
09:20Und am Ende geht es doch immer wieder nur um dich.
09:23Du musstest doch auch schon den Kahn aus dem Dreck ziehen.
09:26Nur weil Frederik es bevorzugt,
09:28mit Laien wie Julia Schilling zusammenzuarbeiten.
09:31Mutter, was willst du von mir?
09:33Ich will, dass du endlich kapierst,
09:35wir müssen was unternehmen.
09:36Wir?
09:37Wir müssen was unternehmen.
09:39Wer ist denn wir?
09:40Na, du und ich.
09:42Du glaubst doch wohl nicht im Ernst,
09:43dass ich dir nochmal helfe.
09:47Mein Gott, du wirst es einfach nicht begreifen.
09:49Du sollst dir selbst helfen!
09:51Keine Sorge, ich komme sehr gut zurecht.
09:54Aber nach allem, was passiert ist,
09:57tut mir leid.
09:58Auf mich kannst du nicht mehr zählen.
10:10Frederik?
10:11Hey!
10:11Hast du einen Augenblick Zeit für mich?
10:14Bin ich doch immer.
10:16Ist was passiert?
10:18Ja.
10:18Silke ist gerade ins Krankenhaus gebracht worden.
10:21Ins Krankenhaus?
10:22Ja.
10:23Was hat sie denn?
10:24Sie ist am Empfang zusammengebrochen.
10:26Und weiß man schon was?
10:28Ist es was Ernstes?
10:29Wie man es nimmt.
10:33Silke ist schwanger.
10:35Silke ist schwanger?
10:37Ja.
10:39Ja, und mit dem Baby ist alles okay?
10:41Soweit Sie das jetzt feststellen können, ja.
10:43Aber sie ist nicht mehr dazu gekommen,
10:44es dir selbst zu sagen.
10:46Ah.
10:48Und der...
10:49Nein, sag nicht, dass der Vater Jörg Schwarz ist.
10:51Doch.
10:52Ausgerechnet.
10:54Du wirst Silke nachher sicher anrufen, oder?
10:56Ja, natürlich.
10:57Sag ihr, sie soll sich keine Sorgen machen.
10:59Die Firma wird sie nach Kräften unterstützen.
11:00Das sage ich ihr sehr gerne.
11:02Danke.
11:03Ist doch selbstverständlich.
11:05Frederik, ich...
11:06Es gibt noch was anderes, was ich dich gern fragen wollte.
11:08Du kannst aber auch gerne Nein sagen, wenn es nicht geht.
11:11Da bin ich auch richtig gespannt,
11:12ob ich dir irgendwas ablehnen kann.
11:16Ich möchte gern Tobias' Münz-Sammlung
11:18aus dem Pfandhaus auslösen.
11:20Die deine Mutter versetzt hat.
11:22Meine Mutter hat 2000 Euro dafür bekommen.
11:24Die ist aber viel mehr wert.
11:26Und Nico wollte gern seine Werkstatt damit aufbauen.
11:29Gib mir mal deine Kontonummer,
11:30ich überweise dir das Geld.
11:31Nein, Frederik, ich...
11:32Ich möchte das Geld nicht von dir.
11:34Ich möchte es mir von mir selber borgen,
11:36als Vorschluss auf mein Gehalt.
11:39Okay.
11:40Wenn dir das Liebe ist.
11:42Ich werde gleich eine Anforderung
11:44an die Buchhaltung schreiben.
11:47Danke.
11:51Was machst du eigentlich heute Abend?
11:53Da muss ich dich schon wieder enttäuschen.
11:56Ich bin mit Tobias verabredet.
11:59Oh.
12:01Na gut.
12:02Ich habe da einiges zu besprechen.
12:04Warum lasst ihr eigentlich nicht mal
12:05den Vaterschaftstest machen?
12:10Weil...
12:12Ich habe ein bisschen Angst davor habe.
12:15Angst?
12:18Weißt du, ich...
12:20Ich habe Tobias einfach sehr, sehr gern.
12:22Und es wäre ganz wunderbar,
12:25wenn er mein Vater wäre.
12:27Verstehe.
12:28Wenn es nicht wäre,
12:29dann wärst du furchtbar enttäuscht.
12:31Wahrscheinlich, ja.
12:44Okay.
12:46Okay.
13:11Hallo, Markus.
13:12Hallo, Andreas.
13:13Danke, dass du gekommen bist.
13:14Ja, du wolltest mich sprechen,
13:15also schieß los.
13:17Willst du was trinken?
13:18Nein, ich will nichts trinken.
13:19Ich will mir anhören,
13:20was du zu sagen hast.
13:20Also bitte.
13:28Andreas, ich habe einen Fehler gemacht.
13:30Aber müssen wir deswegen
13:31gleich Schluss machen?
13:32Markus, du hast dir ja geholfen,
13:35Julias Mutter wieder
13:36in die Spielsucht zu treiben.
13:38Obwohl du mir und Julia
13:39ausdrücklich versprochen hattest,
13:40es nicht zu tun.
13:41Die Frau hat sich verschuldet.
13:42Du hast dich erfressen lassen,
13:44ohne dich mir anzuvertrauen.
13:45Wie soll ich das finden?
13:48Ja, du hast ja sowas von recht.
13:51Aber ich habe doch auch gelernt
13:52aus meinem Fehler.
13:55Gib uns noch eine Chance.
14:11Andreas.
14:12Nein, Markus.
14:13Wir hatten eine schöne Zeit
14:14und die ist jetzt vorbei.
14:15Ich muss gehen.
14:24598 Euro für ein Wochenende,
14:26an dem man lernt,
14:27wie man Vitamine verkauft.
14:29Ja, das ist eine richtige Schulung.
14:33Aber da kommt ja noch
14:34Anreise, Essen,
14:36Übernachtung dazu, oder?
14:37Ja, stimmt.
14:38Ja, da bist du ganz schnell
14:39bei 1000 Euro, Mama.
14:41Dafür kann ich dann aber auch
14:42richtig verkaufen.
14:43Das wird alles gelernt sein.
14:45Spätestens seit heute
14:46weiß ich das.
14:46Trotzdem, das ist viel zu teuer.
14:48Außerdem, was wollen die einem
14:49bitte in zwei Tagen beibringen?
14:51Ich Leute davon überzeugen,
14:53dass sie so hochwertige
14:54Produkte brauchen.
14:56Nämlich mit guten Argumenten,
14:58einem sicheren Auftreten
14:59und einer positiven Ausstrahlung.
15:02Ach, Mama, das hast du doch alles.
15:04Eben nicht.
15:05Du bist immer noch geschockt
15:06von deiner Begegnung mit Jörg Schwarz.
15:08Mama, lass dich von so einem Idioten
15:09nicht beeindrucken.
15:10Der ist total...
15:11Ich verstehe dir noch einmal
15:12in der ersten Brief
15:12der jeden Knochen ein.
15:13Du hast doch das kapiert.
15:21Was machst du?
15:22Was machst du?
15:23Da tolsch dich, oder?
15:25Ey, lass dich erst mal auf.
15:26Was machst du?
15:28Ich verstehe dich nicht, du Schwuchtel.
15:29Ich verstehe dich nicht in Ruhe.
15:32Ich verstehe dich nicht in Ruhe.
15:48Ich verstehe dich nicht in Ruhe.
16:13Ich verstehe dich nicht in Ruhe.
16:14Das gibt es doch nicht.
16:19Zahlungsanweisung für Julia Schilling?
16:202.000 Euro?
16:37Silke, jetzt übertreibst du doch nicht gleich wieder.
16:40Sei doch froh,
16:40dass alles erst mal so glimpflich ausgegangen ist.
16:43Genau.
16:45Ach, ich soll dich übrigens ganz lieb
16:46von Frederik Gravenberg grüßen.
16:48Du sollst dir keine Sorgen
16:49wegen deines Jobs machen.
16:51Okay.
16:53Bis morgen.
16:54Tschüss.
16:55Hallo.
16:57Hallo, Julia.
16:58Alles in Ordnung?
16:59Ja, ich habe gerade mit Silke Mertens telefoniert.
17:01Die musste heute ins Krankenhaus.
17:02Was Schlimmes?
17:03Zum Glück nicht.
17:05Sie ist ohnmächtig geworden.
17:06Und dann war es tatsächlich
17:07nur ein Schwächeanfall.
17:09Aber wir haben uns natürlich
17:09große Sorgen gemacht, weil...
17:11Weil?
17:13Weil...
17:15Erzähl es bitte niemandem in der Firma, ja?
17:18Silke ist schwanger.
17:19Ach, sehr toll.
17:20Und was mit dem Kind?
17:21Alles in Ordnung.
17:24Obwohl...
17:24Naja, der Vater ist Jörg Schwarz.
17:26Der interessiert sich nicht besonders fürs Kind.
17:28Was für ein Idiot.
17:31Arme Silke.
17:33Warum hat sie sich überhaupt
17:34mit diesem Kerl eingelassen?
17:36Weil...
17:36sie sich ganz furchtbar gern verlieben wollte.
17:39Ah, das verstehe ich.
17:42Ich wollte dir was zeigen.
17:44Ja, gerne.
17:45Ich komme gleich zu dir rüber, ja?
17:47Ja, ich freue mich.
18:00Du bist mir alle deine Anteile vermachen.
18:05Ja.
18:09Und Daniel...
18:10Ich will, dass du verstehst,
18:12was ich mir dabei gedacht habe.
18:16Genau das fällt mir schwer.
18:19Ich will dich doch nicht kränken, mein Junge.
18:21Das weißt du ja.
18:23Aber ich muss für den sicheren Fortbestand
18:25der Manufaktur sorgen.
18:27Und da darf...
18:28da darf Annabelle
18:31nicht mehr Einfluss haben,
18:32als sie ohnehin schon hat.
18:35Wie bitte?
18:37Was soll das heißen?
18:40Du bist ihr Sohn?
18:42Liebst deine Mutter?
18:43Das ist auch...
18:44gut und richtig so.
18:47Aber...
18:48du hast zu ihr nicht mehr den genügenden Abstand.
18:53Zum Beispiel...
18:55wollte Annabelle schon immer
18:56alles an sich reißen.
18:58Das stimmt doch so gar nicht.
19:00Was meine Mutter tut,
19:01tut sie nur für das Wohl der Firma.
19:06Marie, hier bist du.
19:10Annabelle!
19:11Was ist?
19:16Das gibt es nicht.
19:19Ich bin schwanger.
19:21Bist du sicher?
19:22Ja.
19:23Ich habe gerade noch mal nachgezählt.
19:24Ich bin fünf Tage drüber.
19:26Ich hätte vor fünf Tagen
19:27meine Regel bekommen müssen.
19:29Dann war die Hormontherapie
19:31als erfolgreicher.
19:32Ja.
19:33Oh, ich bin so froh.
19:35Endlich muss ich nicht mehr lügen.
19:37Sehr schön.
19:39Endlich mal eine gute Nachricht
19:41an diesem schrecklichen Tag.
19:43Was ist denn los?
19:47Werner ist gerade dabei,
19:48Daniel zu enterben.
19:50Und ich kann nichts dagegen tun.
19:52Das ist ein alt Traum.
19:54Daniel,
19:55ist es nicht völlig egal,
19:56wer wie viele Anteile hat?
19:58Wir sind ein gutes Team.
20:00Wir werden ihn weiterhin
20:01gut zusammenarbeiten.
20:03Wir beide sind noch nie ein Team gewesen.
20:06Weil du am Ende
20:07immer alles selbst entschieden hast.
20:09Erinnere dich bitte
20:10an die Jugendstilserie.
20:11Da habe ich dich von Anfang an gewarnt.
20:13Weil ich wusste,
20:14dass die Realisierung zu teuer wird.
20:15Und?
20:16Aber darum geht es jetzt gar nicht.
20:18Doch.
20:18Genau darum geht es.
20:20Es geht um die Zukunft der Firma
20:22und es geht um meine Zukunft.
20:24Aber das eine gehört doch mit dem anderen zusammen.
20:26Verdammt!
20:26Ja, das dachte ich auch.
20:29Ich habe lange Jahre
20:30alles für die Manufaktur getan.
20:32Und gerne.
20:33Ich habe sogar akzeptiert,
20:34dass du Frederik als deinen Nachfolger einsetzt.
20:37Und jetzt willst du mich für immer
20:38in die zweite Reihe verbannen.
20:40Daniel,
20:41wir sind doch eine Familie.
20:43Du wirst nie in der zweiten Reihe stehen.
20:46Lass uns weiterhin zusammenarbeiten.
20:48Als gleichberechtigte Partner.
20:50Ich verspreche...
20:50Sprich lieber Dinge,
20:51die du auch halten kannst.
20:53Mach doch auf.
20:55Annabelle...
20:56Hör doch auf damit!
20:59Was hat meine Mutter denn so fürchterliches getan?
21:03Sie ist kompetent.
21:05Sie kennt sich in ihrer Branche aus.
21:06Sie hat Erfolg mit dem, was sie tut.
21:08Was man nicht von jedem hier behaupten kann.
21:13Daniel,
21:15Frederik hat aber recht.
21:19Deine Distanz zu deiner Mutter ist
21:21einfach zu gering.
21:23Ich verstehe das ja.
21:26Aber...
21:27Ich möchte auch,
21:28dass du mich verstehst.
21:32Ja.
21:32Ich versuche es.
21:34Später.
21:46Ich finde es richtig gut,
21:47dass Andreas Jörg Schwarz
21:48endlich mal die Meinung gegeigt hat.
21:50Die Meinung gegeigt?
21:51Er hätte etwas umgebracht.
21:52Wenn ich da nicht dazwischen gegangen wäre,
21:54hätte er jetzt wahrscheinlich eine Anzeige am Hals.
21:56Oh, Tim.
21:57Ich bin stolz auf dich.
21:58Ist doch so.
21:59Bitte schön.
22:00Guck mal, hier Artikel über Wellness Forever.
22:01Die arbeiten im Schneeballsystem.
22:03Ich wollte den Teufel nicht an die Wand malen,
22:05aber das habe ich mir fast gedacht.
22:06Das heißt nämlich,
22:07dass du nicht nur Vitamine verkaufen musst.
22:09Du musst gleichzeitig auch noch Leute anwerben
22:11und neu einarbeiten,
22:12die dann wiederum für dich verkaufen sollen.
22:14Und erst dann kannst du richtig Knete verdienen?
22:16Ja, weil die geben dir Prozente ab
22:18und die müssen dir so lange Prozente abgeben,
22:20bis sie andere Leute anheuern,
22:21die denen dann wieder Prozente abgeben.
22:23Und das heißt,
22:24das muss deine Mutter am Anfang auch machen?
22:25So sieht es aus.
22:26Um auf einen einigermaßen guten Monatslohn zu kommen,
22:29muss sie genug Dumme finden,
22:30die für sie arbeiten.
22:33Hört sich nach einer verdammten Ausbeutung an.
22:35Hat deine Mutter schon unterschrieben?
22:36Ha, zum Glück nicht.
22:52Daniel, können wir reden?
22:54Was gibt's noch noch zu reden?
22:56Ich verstehe deine Wut sehr gut.
22:57Es geht hier überhaupt nicht um mich.
22:59Es geht hier um Großvater
23:00und darum, dass er Entscheidungen trifft,
23:01die für die Manufaktur nicht gut sind.
23:03Er sieht die Probleme einfach nicht.
23:05Aber wir sehen sie.
23:06Und wir können sie lösen, gemeinsam.
23:10Daniel, wenn wir streiten,
23:13wir dürfen das in Zukunft nicht mehr vor Werner machen.
23:16Es belastet ihn zu sehr.
23:18Ja, an dem Punkt hast du recht.
23:20Daniel, ich brauche dich.
23:24Das fällt dir früh ein.
23:27Ja, stimmt.
23:29Ich hätte früh auf dich hören sollen.
23:31Warum eigentlich?
23:33Ich meine, du bist doch der Boss.
23:34Das habe ich mittlerweile begriffen.
23:37Warum solltest du ausgerechnet mich um Rat fragen?
23:39Du hast doch deine Ratgeber.
23:41Oder besser, Ratgeberin.
23:45Daniel.
23:48Ich wollte dir nichts wegnehmen.
23:50Wie denn der Firma?
23:50Du kannst mir überhaupt nichts wegnehmen.
23:52Und bevor du mit irgendwelchen Spekulationen anfängst,
23:56es geht mir blendend.
23:58Ich werde Vater.
24:00Ich heirate.
24:02Und ich liebe meine zukünftige Frau über alles.
24:07Es gibt noch etwas anderes im Leben als Falkenthal-Porzellar.
24:28Das ist Tante Hedwig aus dem Jahre 1937.
24:32Also ungefähr 14, 15 Jahre alt.
24:36Dann ist das bei ihrer Konfirmation aufgenommen worden.
24:38Na, ich glaube ja.
24:42Ich finde übrigens, dass du erstaunlich ähnlich siehst.
24:46Na, ich weiß nicht.
24:48Schau dir doch mal ihre Augen an.
24:50Das sind genau deine Augen.
24:53Waren ihre nicht viel dunkler?
24:55Warte, ich zeige dir Hedwigs Hochzeitsfoto.
24:58Hier.
25:01Sie war wirklich eine hübsche Frau.
25:03Genau wie du.
25:07Sag mal, Tobias.
25:08Hm?
25:09Willst du mit mir wirklich über Tante Hedwig reden?
25:12Oder gibt es da noch etwas anderes?
25:18Julia, ich würde gerne einen Vaterschaftstest machen lassen.
25:23Das ist ganz einfach.
25:24Wir müssen beide nur eine Speichelprobe abgeben
25:26und dann stellen wir anhand der Genstruktur fest,
25:29ob wir verwandt sind.
25:31Hm.
25:32Verstehe.
25:34Aber...
25:35Warum ist dir das so wichtig?
25:39Ja, weil ich gerne Gewissheit hätte.
25:41Du nicht?
25:45Können wir damit bitte noch ein bisschen warten?
25:48Ja, sicher können wir warten.
25:50Aber...
25:51Warum?
25:53Weil...
25:54Ich meine...
25:58Was passiert denn, wenn du nicht mein Vater bist?
26:05Nichts passiert.
26:07Wir werden genauso gute Freunde sein wie...
26:09Ja, wie wir es jetzt sind.
26:11Wir beide haben nichts zu verlieren.
26:13Nur zu gewinnen.
26:16Doch.
26:17Ich habe sehr viel zu verlieren.
26:21Die Hoffnung, mit Tobias endlich einen Vater gefunden zu haben.
26:25Ich habe mir immer einen Vater gewünscht.
26:28Einen, der mir das Fahrradfahren beibringt,
26:30der mich zur Schule bringt,
26:31der mit mir auf Bäume klettert
26:32und der eifersütig ist auf meinen ersten Freund.
26:37Das alles können wir nicht mehr nachholen, Tobias und ich.
26:42Aber wir können trotzdem Vater und Tochter sein.
27:05Oh, Marie.
27:06Ich will dich nicht stören.
27:08Ich suche Daniel.
27:09Aber du störst doch gar nicht.
27:11Ist Daniel nicht unten?
27:13Nein.
27:14Wahrscheinlich ist er noch draußen.
27:18Ja, wir hatten Streit.
27:20Annabelle hat vorhin sowas angedeutet.
27:24Ich musste eine schwere Entscheidung treffen.
27:27Und ich fürchte, Daniel hat sie mir sehr übel genommen.
27:33Möchtest du drüber reden?
27:36Ja.
27:38Vielleicht kannst du mir sogar helfen.
27:41Ja, ich werde es versuchen.
27:45Daniel muss begreifen,
27:46dass ich nicht gegen ihn entschieden habe.
27:49Ich will ihn weder brüskieren noch benachteiligen.
27:53Dazu liebe ich ihn viel zu sehr.
27:56Aber ich glaube, das weiß er.
28:00Ich habe Daniel und Frederik verkündet,
28:04dass ich Frederik zu meinem Nachfolger in mein Testament einsetzen werde.
28:11Und jetzt fühlt Daniel sich natürlich zurückgesetzt.
28:15Für euer Kind ist natürlich gesorgt.
28:18Ich habe Daniel schließlich nicht enterbt.
28:20Aber ich glaube, um unser Kind musst du dir keine Sorgen machen.
28:26Ich kann ihn jung sogar verstehen.
28:29Wahrscheinlich würde ich ähnlich fühlen.
28:33Naja.
28:34Bisher konnte er wenigstens darauf hoffen, irgendwann...
28:38Also ich meine, irgendwann einmal der erste Mann zu sein.
28:44Ich möchte, dass Daniel und Frederik gemeinsam die Firma leiten.
28:49Und dazu muss ich Frederiks Position stärken.
28:55Ja.
28:55Ich denke, das wird er verstehen.
28:57Für Daniel war die Firma und die Familie immer das Wichtigste.
29:02Glaubst du?
29:03Ja, ich bin ganz sicher.
29:06Danke.
29:12Ich rede hier von meinen Problemen...
29:14...und frage überhaupt nicht, wie es dir geht und...
29:19...wie es meinem Urenkel geht.
29:21Sehr gut.
29:23Uns beiden geht es fantastisch.
29:26Das sieht man dir an.
29:28Weißt du eigentlich, wie unverschämt gut du aussiehst, seit du schwanger bist?
29:33Dankeschön.
29:35Wirklich.
29:36Mutter werden steht dir ganz ausgezeichnet.
29:41Au!
29:41Halt still das Desinfizieren.
29:49Also ich weiß auch nicht, wer das gewesen ist, oder?
29:51Vorsicht, vorsicht, vorsicht.
29:52Ja, ja, ja, ja.
29:55Aber ich schätze mal, dass er einen guten Grund hatte.
29:59Ach.
30:00Aber ein Kettering-Schwuchtel war's.
30:02Du solltest allerdings den mal sehen.
30:04Andreas war das?
30:08Er tritt's ja halt einfach die Klappe.
30:11Na?
30:12Er meint, er muss für Silke den Dritter spielen.
30:14So.
30:15Ich sag's ja, er hat einen guten Grund.
30:18Du wirst Silke ja wohl nicht gerade die Füße geküsst haben, als sie dir gesagt hat, dass sie schwanger ist.
30:24Atrizia, halt dich da einfach raus.
30:27Ich mein ja nur.
30:31Der große Sicherheitschef lässt sich von einem Schwulen vorhauen.
30:34Wieso?
30:36Es gibt doch noch andere Mittel.
30:38Und Methoden.
30:42Oder beunreicht dich das etwa?
30:43Nein.
30:44Ganz im Gegenteil.
30:45Ich find's außerordentlich beruhigend.
30:47Es macht dich so männlich.
30:50Oh.
30:51Ah.
30:55Vorsicht, Vorsicht.
30:56Das ist ein Tor.
30:58Oh.
31:02Oh.
31:11Oh.
31:14Oh.
31:19Oh.
31:21Oh.
31:30Was machst du denn schon wieder hier?
31:32Morgen, Andreas.
31:34Haben Sie sich schon wieder gehen lassen?
31:35Haben Sie sich denn richtig untersucht?
31:38Ja, stundenlang.
31:39Und dann schließlich festzustellen,
31:40dass ich nur einen Magnesium- und Eisenmangel habe.
31:42Also es ist nicht Schlimmes.
31:43Nein.
31:44Ich muss jetzt nur solche Aufbaupräparate nehmen.
31:48Schön, dass du wieder da bist.
31:49Wir haben uns schon große Sorgen gemacht.
31:52Ja, ich bin nur so ein bisschen wackelig auf dem Bein.
31:56Ja, aber solltest du dich dann nicht lieber ein paar Tage schonen?
31:59Hallo, ich bin nur schwanger, nicht?
32:03Ich weiß, nicht krank.
32:07Aber du, was hast du denn gemacht da?
32:10Ich bin nur gegen die Tür gelaufen.
32:21Guten Morgen.
32:23Morgen, Lilly.
32:24Ich dachte, du kommst schon gar nicht mehr aus dem Bett.
32:26Was?
32:27Ich bin schon ganz lange wach.
32:28Ich habe sogar schon mit Kolja telefoniert.
32:30Wer ist hier doch gleich in der Firma?
32:32Ja, aber er hatte ziemlich krasse Neuigkeiten.
32:35Die sind wahrscheinlich keine halbe Stunde warten.
32:37Genau.
32:40Also, Andreas hat gestern Abend Jörg Schwarz im Treppenhaus verprügelt.
32:44Und die waren so laut, dass Tim das sogar in der WG gehört hat und rausgerannt ist.
32:48Und er musste die beiden richtig voneinander trennen.
32:50Andreas hat Jörg verprügelt.
32:52Ja, und wie.
32:55Klasse.
32:56Nico, das ist überhaupt nicht komisch.
32:58Oh nein, Papa, aber ich finde es super.
33:00Zum Heulen finde ich das Ganze auch nicht gerade.
33:03Also, ich weiß nicht, was daran lustig ist, wenn sich zwei erwachsene Männer wie Teenager benehmen.
33:07Der Typ hat es echt verdient.
33:09Das ist ein ganz intriganter Schleimscheißer.
33:12Nico, das ist überhaupt kein Grund.
33:14Andreas hatte den derart in der Mache, dass Tim dachte, er bricht ihm alle Knochen.
33:17Er musste Andreas sogar richtig zurückreißen, sonst hätte er Jörg wahrscheinlich noch krankenhausreif geprügelt.
33:23Und Tim, wie geht's ihm jetzt?
33:25Na, dem ist natürlich nichts passiert.
33:27Superman halt.
33:29Mein Freund.
33:32Jörg hat tatsächlich gegen Andreas den Kürzeren gezogen?
33:35Ja, und stell dir mal vor, Tim hätte ihn nicht zurückgehalten.
33:40Hey, keine Schadenfrage, ja?
33:54Frederik!
33:55Guten Morgen!
33:56Geht's dir gut?
33:57Mhm.
33:58Und dir?
34:01Du siehst müde aus.
34:03Jetzt geht's mir wunderbar.
34:05Silke geht's auch wieder besser.
34:06Ich hab vorhin noch angerufen.
34:08Ist schön zu hören.
34:12Was hast du denn?
34:15Nichts.
34:16Für den üblichen Familienkrieg.
34:18Hm.
34:19Mein Vater will sein Testament ändern.
34:21Zu meinen Gunsten.
34:23Warum das?
34:25Weil er erkennt, dass Annabelle in die Hand spielt, wenn er Daniel zu viel Macht gibt.
34:30Und was sagt Daniel dazu?
34:32Er ist wahnsinnig gekränkt.
34:33Ich komm gar nicht mehr in den Rand.
34:35Dabei will ich ihn an meiner Seite haben.
34:37Ich will alle wichtigen Entscheidungen mit ihm zusammentreffen.
34:40Ich brauch seine Hilfe.
34:42Hast du ihm das auch gesagt?
34:44Momentan ist er nur verletzt und verbittert.
34:47Du musst...
34:49Wir müssen es trotzdem weiter versuchen.
34:51Wir haben einen Fehler gemacht.
34:53Wir hätten von vornherein die Produktionskosten beachten und viel genauer kalkulieren müssen.
34:58Jetzt zeigen wir Daniel aber, dass wir unseren Fehler wiedergutmachen wollen.
35:01Mit seiner Hilfe.
35:02Einverstanden?
35:04Ja.
35:04Sehr einverstanden.
35:15Daniel, ich kann nicht so gut verstehen.
35:18An deiner Stelle wäre ich auch enttäuscht.
35:21Enttäuscht sein ist das eine.
35:22Das andere ist, dass ich es einfach nicht begreife.
35:25Begreifen tue ich es ehrlich gesagt auch nicht.
35:28Ich denke, Großvater wollte Annabelle eins auswischen und hat mich dafür benutzt.
35:33Nur, dass er die Firma damit gefährdet und ihm meine Zukunft kaputt macht.
35:38Glaubst du das wirklich?
35:40Was sagt dein Frederik überhaupt dazu?
35:43Frederik hat den ganzen Abend von unserer weiß-gott-wie-wichtigen Zusammenarbeit geredet.
35:48Reden, das kann happen.
35:50Wir sehen ja, wie das in der Realität aussieht.
35:52Er macht einfach, was er will.
35:56Du weißt, dass Falkenthal-Porzellan nicht deine einzige Möglichkeit ist, ne?
36:00Ich kann Frederik unmöglich allein lassen.
36:03Sonst gibt es bald kein Falkenthal-Porzellan mehr.
36:05Gut, wenn du meinst.
36:09Ich verstehe Großvater einfach nicht.
36:11Er hat mir versichert, dass ich ihn nicht enttäuscht habe und dass Frederik Fehler macht.
36:15Aber er ist sein Liebling.
36:17Ich bin ihm völlig egal.
36:18Och nein, das glaube ich nicht.
36:21Und außerdem, hey, du bist mein Liebling und mir bist du überhaupt gar nicht egal.
36:26Wir kriegen bald ein Kind.
36:29Und nur du bist schuld daran, dass ich der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt bin.
36:34Ja.
36:35Du hast völlig recht, Marie.
36:38Du und ich und das Kind.
36:41Das ist das Wichtigste.
36:43Das ist das Einzige, was zählt.
36:47Guten Morgen, ihr Türtel-Täubchen.
36:50Guten Morgen.
36:54Daniel?
36:55Hallo, Mutter.
36:58Gut, dann lasse ich euch beide mal alleine.
37:07Die Entscheidung deines Großvaters setzt dir sehr zu, nicht wahr?
37:12Ich kann dich wirklich sehr gut verstehen.
37:15Es ist zu spät, Mutter.
37:17Was er da im Moment tut, lässt sich nur noch durch zunehmende Verkalkung erklären.
37:24Mutter, hör auf.
37:25Kannst du dir bitte jeglichen Kommentar verkneifeln?
37:27Dieses eine Mal?
37:28Wieso denn?
37:30Sollen wir etwa tatenlos zusehen, wie er die Firma an einen Totalversager verschenkt?
37:36Na gut, dass das Philipp nicht mehr miterleben muss.
37:39Hör bitte auf damit.
37:41Genau diese Sprüche, diese unentwegte Einmischerei, haben Großvater zu diesem Entschluss bewegt.
37:49Mutter, wir haben verloren.
37:51Kapier das endlich.
37:53Ich habe verloren.
37:56Und du hast auch verloren.
38:02So, das war's.
38:03Mehr finde ich auch nicht im Internet.
38:04Aber alle Artikel kommen zum selben Schluss über die Firma.
38:07Schneeballsystem?
38:08Ich soll also Leute anwerben?
38:10Ja, zum Beispiel deine Freundinnen.
38:12Ach, habe ich schon probiert.
38:13Die wollen von den Produkten gar nichts wissen.
38:15Also, ich würde davon die Finger lassen.
38:18Ja, aber wenn ich jetzt nicht endlich anfange, selber Geld zu verdienen, bin ich wieder von Papa abhängig.
38:22Es gibt doch tausend andere Jobs.
38:24Was ich gelernt habe, interessiert heute keinen Menschen mehr.
38:27Schreibmaschine.
38:28Steh noch.
38:29Mama, es gibt doch Fortbildungen.
38:30Ja, aber ich wollte irgendwas, was schneller geht.
38:33Ich habe keine Rücklagen mehr.
38:35Mein Papas Konto komme ich nicht ran.
38:37Und meine Haushaltskasse?
38:40Geplündert.
38:41Das Beste wird wohl sein, sofort verzweifeln.
38:44Ist doch alles Blödsinn mit diesem auf eigenen Beinen stehen.
38:48Ich meine, ich war 20 Jahre mit Dietmar verheiratet.
38:5120 irgendwie auch ganz gute Jahre.
38:55Das kann doch jetzt nicht alles wegen so einem kleinen Seitensprung vorbei und vergessen sein.
39:03Jetzt sag nicht, ihr habt doch das gemeinsame Haus und so weiter.
39:07Ist aber so.
39:07Ja, aber vielleicht sitzt ihr da viel lieber mit der anderen drin.
39:11Denkt nochmal darüber nach.
39:12Ich meine, zurückgehen kannst du immer noch.
39:15Bleib eine Weile hier und triff dann eine Entscheidung, okay?
39:19Also Entschuldigung, wenn ich mich einmisch.
39:21Aber Sie müssen verdammt guten Grund gehabt haben, von zu Hause wegzugehen.
39:24Schon vergessen?
39:27Meint ihr, ihr haltet mich noch ein paar Tage aus?
39:31Auf jeden Fall.
39:32Natürlich, Mama.
39:50Philipp, ich kann nicht mehr.
39:56Ich habe alles getan, wirklich alles.
39:59Aber es war alles umsonst.
40:04Was deinem Vater ist, dein Alter, ist ein Nielang nachgeworden, der Frederik erlaubt, unsere Firma zu zerstören.
40:12Und unser Sohn muss eine Demütigung nach der anderen über sich ergehen lassen.
40:21Und ich, ich stehe machtlos daneben.
40:25Und ich muss damit ansehen, wie alles zerstört.
40:30Alles, was...
40:34Ist dir was, was uns immer wichtig war.
40:41Ach Philipp, ich...
40:45Ich...
40:46Ich vermisse dich so.
40:55Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
40:59Ich...
41:00Ich weiß es einfach nicht mehr.
41:05Ich...
41:07Ich weiß es nicht mehr.
41:25Na, wir haben es allein hier.
41:28Ich rede mit dir.
41:29Ich aber nicht mit dir.
41:31Ja, dann merke ich zu, wenn ich mit dir rede.
41:33Du wirst mich erpressen.
41:35Verrechne dich da mal nicht.
41:39Wenn du dieses Kind kriegst,
41:42dann wirst du keine ruhige Minute mehr haben.
41:44Nicht vor der Geburt und nicht danach.
41:45Hast du das verstanden?
41:46Du hast das gegriffen.
41:48Du hast das gegriffen.
41:52Sag mal, hat das mit deinem Vorschuss geklappt?
41:55Darüber wollte ich auch gerne noch mit dir sprechen.
41:57Wie?
41:58Das Geld ist nicht auf deinem Konto?
41:59Ich habe die Auszahlungsanweisung weggeworfen.
42:01Du hast was?
42:02Ich kann doch nicht dulden,
42:03dass du deine Affären von Firmengeldern bestreitest.
42:06Es geht dir doch gar nicht um Daniel
42:08und Patricia
42:09oder die Familie.
42:11Es geht ja allein um die Macht.
42:12Ja, und die werden wir dir nicht überlassen.
42:14Dann musst du dich allerdings auch mit mir anlegen.
42:16Ja, bei uns.
42:16cheating.
42:16Du bist ein paar CS- Kaitunen.
42:17Tschüssi.
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